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Acetylsalicylsäure hermes 500 mg pulver zum einnehmen



Gebrauchsinformation Acetylsalicylsäure hermes 500 mg pulver zum einnehmen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender


Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen


Pulver zum Einnehmen

Wirkstoff: Acetylsalicylsäure


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.


Dieses Arzneimittel ist auch ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muß Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach 4 Tagen keine Besserung eintritt, müssen Sie einen Arzt aufsuchen.

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Diese Gebrauchsinformation beinhaltet:


1. Was ist Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen und wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen beachten?

3. Wie ist Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen aufzubewahren?

6. Weitere Informationen


1. Was ist Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen und wofür wird es

angewendet?


Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes und entzündungshemmendes Arzneimittel (nicht-steroidales Antiphlogistikum/Analgetikum)


Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen wird angewendet bei


leichten bis mäßig starken Schmerzen (wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen)

Fieber


Dieses Arzneimittel ist zur Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahre bestimmt.


Bitte beachten Sie auch die Angaben für Kinder (siehe 2. unter „Kinder und Jugendliche“).


2. Was müssen sie vor der Einnahme von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum

Einnehmen beachten?


Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen darf nicht eingenommen werden


wenn Sie überempfindlich(allergisch) gegenüber Acetylsalicylsäure oder einen der sonstigen Bestandteile von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen sind

wenn Sie in der Vergangenheit gegen Salicylate oder andere nicht-steroidale Entzündungshemmer (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Fieber oder Entzündungen) mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise überempfindlich reagiert haben

bei akuten Magen-und Darm-Geschwüren

bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung

bei Leber-und Nierenversagen

bei schwerer Herzmuskelschwäche(schwere Herzinsuffizienz)

wenn Sie gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs und rheumatischen Erkrankungen) pro Woche einnehmen

in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft(siehe auch Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“)


Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen ist erforderlich


bei Überempfindlichkeitgegen andere Entzündungshemmer / Antirheumatika (bestimmte Arzneimittel gegen Rheuma oder Entzündungen) oder andere Allergie auslösende Stoffe

bei Bestehen von Allergien(z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber) oder Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen), chronischen Atemwegserkrankungen

bei gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln.

bei Magen- oder Darm-Geschwürenoder Magen-Darm-Blutungen in der Vorgeschichte

bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion

vor Operationen(auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. der Ziehung eines Zahnes); es kann zur verstärkten Blutungsneigung kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt, wenn Sie Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen eingenommen haben.


Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein, wenn Sie eine Phenylketonurie haben.


Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt


Eine gleichzeitige Anwendung von Acetylsalicylsäure mit anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern, einschließlich so genannten COX-Hemmern (Cyclooxygenase-2-Hemmern), die u. a. gegen rheumatische Beschwerden eingesetzt werden, ist zu vermeiden.


Bei älteren Patienten treten Nebenwirkungen nach Anwendung von nicht-steroidalen Entzündungshemmern vermehrt auf, insbesondere Blutungen im Magen- und Darmbereich, die lebensbedrohlich sein können.


Von Blutungen, Geschwürbildung und Durchbrüche (Perforationen) im Magen-Darm-Bereich, die zum Tode führen können, wurde im Zusammenhang mit der Einnahme aller nicht-steroidaler Entzündungshemmer berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf. Das Risiko hierfür ist mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwüren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch und bei älteren Patienten erhöht. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen. Hier sollte eine Kombinationstherapie mit Magenschleimhaut-schützenden Arzneimitteln (z.B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden. Dies empfiehlt sich auch für Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die das Risiko einer Erkrankung des Magen-Darmtraktes erhöhen. (Siehe Abschnitt 2: „Bei Anwendung von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmenmit anderen Arzneimitteln)“

Patienten, insbesondere in höherem Alter, die eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten jedes ungewöhnliche Symptom im Bauchraum insbesondere am Anfang der Therapie melden.

Vorsicht ist geboten bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel einnehmen, die das Risiko für die Bildung von Geschwüren oder Blutungen erhöhen, z. B. Kortikoide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, die u. a. zur Behandlung von depressiven Verstimmungen verordnet werden oder Thrombozytenaggregationshemmer (Siehe Abschnitt 2: “Bei Anwendung von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmenmit anderen Arzneimitteln).


Die Behandlung ist abzubrechen, wenn Blutungen oder Geschwürbildung im Magen-Darmtrakt auftreten.


Sonstige Hinweise


Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, für die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.


Bei dauerhafter Einnahmevon Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die zu erneuter Einnahme führen und damit wiederum eine Fortdauer der Kopfschmerzenbewirken können.


Die gewohnheitsmäßige Einnahmevon Schmerzmitteln kann zur dauerhaften Nierenschädigungmit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen. Dieses Risiko ist besonders groß, wenn Sie mehrere verschiedene Schmerzmittel kombiniert einnehmen.


Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei Patienten, die bereits zu geringerer Harnsäureausscheidung neigen, kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.


Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (nicht-steroidale Antirheumatika), die die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nach Absetzen des Arzneimittels reversibel (umkehrbar).


Kinder und Jugendliche


Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisungund nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Sollte es bei diesen Erkrankungen zu lang anhaltendem Erbrechen kommen, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit sein, die unbedingt sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf.


Bei Einnahme von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen mit anderen Arzneimitteln


Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Die Wirkung der nachfolgend genannten Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen beeinflusst werden.


Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko

Blutgerinnungshemmende Arzneimittel (z.B. Cumarin, Heparin): Acetylsalicylsäure kann das Blutungsrisiko erhöhen, wenn es vor einer Blutgerinnsel auflösenden Behandlung eingenommen wurde. Daher müssen Sie, wenn bei Ihnen eine solche Behandlung durchgeführt werden soll, auf Zeichen äußerer oder innerer Blutungen (z.B. blaue Flecken) aufmerksam achten.

Thrombozytenaggregationshemmer (Mittel, die das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen hemmen) (z. B. Ticlopidin, Clopidogrel): erhöhtes Risiko für Blutungen und Bildung von Geschwüren im Magen-Darmtrakt.

Arzneimittel, die Kortison oder kortisonähnliche Substanzen enthalten (mit Ausnahme von Produkten, die auf die Haut aufgetragen werden oder bei der Kortisonersatztherapie bei Morbus Addison): erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich.

Alkoholkonsum: das Risiko für Magen-Darm-Geschwüre und –Blutungen ist erhöht.

Andere nicht steroidale Analgetika/Antiphlogistika (entzündungs- und schmerzhemmende Arzneimittel) bei Dosierungen von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen ab 3 g Acetylsalicylsäure (entspricht 6 Beuteln) pro Tag und mehr: erhöhtes Risiko für Geschwüre und Blutungen im Magen-Darm-Bereich.

Digoxin (Arzneimittel zur Stärkung der Herzkraft)

Antidiabetika (blutzuckersenkende Arzneimittel): der Blutzuckerspiegel kann sinken

Methotrexat (Mittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen)

Valproinsäure (Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen des Gehirns)

Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen):das Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Bereich steigt


Abschwächung der Wirkung

Diuretika (Mittel zur vermehrten Harnausscheidung) bei Dosierungen von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen ab 3 g Acetylsalicylsäure (entspricht 6 Beuteln) pro Tag und mehr

ACE-Hemmer (bestimmte blutdrucksenkende Mittel) bei Dosierungen von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen ab 3 g Acetylsalicylsäure (entspricht 6 Beuteln) pro Tag und mehr

Harnsäureausscheidende Gichtmittel (z. B. Probenecid, Benzbromaron)


Bei der Einnahme von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken


Während der Einnahme von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.



Schwangerschaft und Stillzeit


Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Wird während einer Anwendung von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen eine Schwangerschaft festgestellt, so sollten Sie den Arzt benachrichtigen.

Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel dürfen Sie Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.

In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft dürfen Sie Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen, wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen für Mutter und Kind nicht einnehmen.

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, ist bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich. Bei einer längeren Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen sollten Sie jedoch abstillen.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen


Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.


Wichtige Informationen über sonstige Bestandteile von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen


Ein Beutel Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen enthält Natriumverbindungen, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium.

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.


3. Wie ist Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen einzunehmen?


Nehmen Sie Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.


Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis


Alter

Einzeldosis

Tagesgesamtdosis

Jugendliche* und Erwachsene

1 – 2 Beutel

3 – 6 Beutel

*bitte beachten Sie den Hinweis unter Abschnitt 2 „Kinder und*Jugendliche“


Die Einzeldosis kann, falls erforderlich, in Abständen von 4-8 Stunden bis zu 3-mal täglich eingenommen werden.

Die Tagesgesamtdosis darf dabei jedoch nicht überschritten werden.


Anwendung bei Kindern


Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen ist nicht zur Anwendung bei Kindern < 12 Jahren geeignet.


Art der Anwendung


Geben Sie Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen direkt in den Mund auf die Zunge. Das Pulver löst sich im Speichel auf und kann dann geschluckt werden. Falls gewünscht, kann etwas Flüssigkeit nachgetrunken werden.

Sie sollten Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen nicht auf nüchternen Magen einnehmen.


Dauer der Anwendung


Nehmen Sie Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 4 Tage ein.

Bitte beachten Sie die Hinweise unter Abschnitt 2 „Dauerhafte oder gewohnheitsmäßige Einnahme“.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen zu stark oder zu schwach ist.


Wenn Sie eine größere Menge von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen eingenommen haben, als Sie sollten


Schwindel und Ohrklingen können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Zeichen einer ernsthaften Vergiftung sein.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Dieser kann entsprechend der Schwere einer Überdosierung/Vergiftung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden.


Wenn Sie die Einnahme von Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen vergessen haben


Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?


Wie alle Arzneimittel kann Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Aufzählung der folgenden unerwünschten Wirkungen umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Acetylsalicylsäure, auch solche unter hoch dosierter Langzeittherapie bei Rheumapatienten. Die Häufigkeitsangaben, die über Einzelfälle hinausgehen, beziehen sich auf die kurzzeitige Anwendung bis zu Tagesdosen von maximal 3 g Acetylsalicylsäure (6 Beutel Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen).


Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:


sehr häufig mehr als 1 Behandelter von 10

häufig 1 bis 10 Behandelte von 100

gelegentlich 1 bis 10 Behandelte von 1.000

selten 1 bis 10 Behandelte von 10.000

sehr selten weniger als 1 Behandelter von 10.000

nicht bekannt Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar


Häufig:

Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen


Gelegentlich:

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautreaktionen.


Selten:

Magen-Darm-Blutungen, die sehr selten zu einer Eisenmangelanämie führen können. Bei Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen, Zeichen einer schweren Magenblutung, müssen Sie sofort den Arzt benachrichtigen, Magen-Darm-Geschwüre, die sehr selten zu einem Durchbruch führen können,

Diese Nebenwirkungen traten insbesondere bei älteren Patienten auf. Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl oder eine Schwarzfärbung des Stuhls auftreten, so müssen Sie Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen absetzen und sofort den Arzt informieren.


Überempfindlichkeitsreaktionen wie

  • Anfälle von Atemnot,

  • schwere Hautreaktionen evtl. mit Blutdruckabfall,

  • allergischer Schock,

  • krampfartige Verengung der Atemwege sowie Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem) vor allem bei Asthmatikern.


Selten bis sehr selten:

schwerwiegende Blutungen, wie z.B. Hirnblutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln, sind berichtet worden, die in Einzelfällen möglicherweise lebensbedrohlich sein können.


Sehr selten:

Erhöhungen der Leberwerte wurden beobachtet.

schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (z.B. Erythema Exsudativum Multiforme).


Nicht bekannt:

Kopfschmerzen, Schwindel, gestörtes Hörvermögen, Ohrensausen (Tinnitus) und geistige Verwirrung können Anzeichen einer Überdosierung sein,

Blutungen wie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.


Gegenmaßnahmen

Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, soll Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen nicht nochmals eingenommen werden.

Benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls weitere Maßnahmen entscheiden kann.


Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


5. Wie ist Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen aufzubewahren?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beutel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


6. Weitere Informationen


Was Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen enthält


Der Wirkstoff ist Acetylsalicylsäure (Ph. Eur.).

Jeder Beutel enthält 500 mg Acetylsalicylsäure


Die sonstigen Bestandteile sind:

Mannitol (Ph. Eur.), Magnesiumcitrat, Natriumdihydrogencitrat, Natriumhydrogencarbonat, Ascorbinsäure, Povidon (K25), Hochdisperses Siliciumdioxid, Aspartam, Zitronen-Aroma, MK/ 1000, 101 (Sorbitol (Ph.Eur.)), Contramarum-Aroma, 201227, Toptropic-Aroma, 306 (Sorbitol (Ph.Eur.)).


Wie Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen aussieht und Inhalt der Packung


Weißes Pulver

Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen ist in Packungen mit 10 oder 20 Beuteln erhältlich.


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller


Hermes Arzneimittel GmbH Hermes Pharma Ges. m.b.H.

Georg-Kalb-Strasse 5-8 Allgäu 36

82049 Grosshesselohe/München 9400 Wolfsberg

Österreich


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im


März 2013

Seite 13/13

Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen

Fachinformation Acetylsalicylsäure hermes 500 mg pulver zum einnehmen

Fachinformation





1. Bezeichnung des Arzneimittels



Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen



Wirkstoff: Acetylsalicylsäure 500 mg





2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung



Ein Beutel enthält 500 mg Acetylsalicylsäure (Ph. Eur.)



Sonstiger Bestandteil: Natriumverbindungen, Sorbitol, Aspartam

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.





3. Darreichungsform



Pulver zum Einnehmen



Weißes Pulver





4. Klinische Angaben



4.1 Anwendungsgebiete



- leichte bis mäßig starke Schmerzen (wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen)

- Fieber



Dieses Arzneimittel wird angewendet bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahre.



Bitte beachten Sie auch die Angaben für Kinder und Jugendliche (siehe Abschnitt 4.4).



4.2 Dosierung und Art der Anwendung



Dosierung



Falls nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:



Alter

Einzeldosis


Tagesgesamtdosis


Jugendliche und Erwachsene


1-2 Beutel Pulver zum Einnehmen

(entsprechend 500-1000 mg Acetylsalicylsäure)

3-6 Beutel Pulver zum Einnehmen

(entsprechend 1500-3000 mg Acetylsalicylsäure)



Die Einzeldosis kann, falls erforderlich, in Abständen von 4-8 Stunden bis zu 3-mal täglich eingenommen werden. Die Tagesgesamtdosis darf dabei jedoch nicht überschritten werden.



Kinder

Acetylsalicylsäure Hermes500 mg Pulver zum Einnehmenist nicht für die Anwendung bei Kindern < 12 Jahren geeignet.



Art der Anwendung

Geben Sie Acetylsalicylsäure Hermes500 mg Pulver zum Einnehmendirekt in den Mund auf die Zunge. Das Pulver löst sich im Speichel auf und kann dann geschluckt werden. Falls gewünscht kann etwas Flüssigkeit nachgetrunken werden. Nicht auf nüchternen Magen einnehmen.



Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen soll nicht länger als 4 Tage ohne Befragen des Arztes angewendet werden.





4.3 Gegenanzeigen



Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen darf nicht angewendet werden:



- bei Überempfindlichkeit gegenüber Acetylsalicylsäure oder einem der sonstigen Bestandteile von Acetylsalicylsäure Hermes500 mg Pulver zum Einnehmen(siehe Abschnitt 6.1)

  • wenn in der Vergangenheit gegen Salicylate oder andere nicht-steroidale Entzündungshemmer mit Asthmaanfällen oder in anderer Weise allergisch reagiert wurde

  • bei gastrointestinalen Blutungen oder Perforation (Magen- ­oder Darmdurchbruch) in der Vorgeschichte, die durch eine vorherige Therapie mit NSAR’s bedingt waren

  • bei aktiven oder in der Vorgeschichte bekannten Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren / Haemorrhagie mit mindestens zwei unverkennbaren Episoden von erwiesener Ulzeration oder Blutungen

  • bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung

  • bei Leber- und Nierenversagen

  • bei schwerer Herzinsuffizienz

  • bei Kombination mit Methotrexat 15 mg oder mehr pro Woche (siehe Abschnitt 4.5)

  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.6)



4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung



Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen sollte nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden:



  • bei Überempfindlichkeit gegen andere Entzündungshemmer/Antirheumatika oder andere allergene Stoffe

  • bei Bestehen von Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber) oder Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen), chronischen Atemwegserkrankungen

  • bei gleichzeitiger Therapie mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln

  • bei Magen- oder Darm-Geschwüren oder Magen-Darm-Blutungen in der Vorgeschichte

  • bei eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion

  • vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. Zahnextraktionen); es kann zu verstärkter Blutungsneigung kommen




Gastrointestinale Wirkungen

Die gleichzeitige Gabe von Acetylsalicylsäure und anderen NSAR einschließlich COX-2-selektiven Inhibitoren sollte vermieden werden.


Während der Behandlung mit allen NSAR sind schwerwiegende gastrointestinale Blutungen, Geschwüre oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, zu jedem Zeitpunkt der Therapie mit oder ohne Warnsignale oder früheren schwerwiegenden gastrointestinalen Nebenwirkungen, berichtet worden.

Bei älteren Menschen kommt es unter NSAR-Therapie häufiger zu unerwünschten Wirkungen, insbesondere Blutungen und Perforationen im Gastrointestinaltrakt, die lebensbedrohlich sein können.


Patienten mit einer Anamnese gastrointestinaler Toxizität, insbesondere in höherem Alter, sollen jedes ungewöhnliche Symptom im Magen-Darm-Bereich (vor allem gastrointestinale Blutungen) melden, insbesondere zu Beginn einer Therapie.


Vorsicht ist bei Patienten geboten, die gleichzeitig mit Arzneimitteln behandelt werden, die das Risiko für Ulzera oder Blutungen erhöhen können, wie z. B. orale Kortikoide, Antikoagulanzien wie z. B. Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren oder Thrombozyten-Aggregationshemmer wie z. B. Acetylsalicylsäure in geringen Dosen zur Behandung kardiovaskulärer Erkrankungen.


Beim Auftreten von gastrointestinalen Blutungen oder Ulzera soll die Behandlung mit Acetylsalicylsäure abgebrochen werden.


Das Risiko einer gastrointestinalen Blutung, Ulzeration und Perforation erhöht sich mit ansteigender Dosis der NSAR, für Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere in Verbindung mit den Komplikationen Blutung oder Perforation (siehe Kapitel 4.3 Gegenanzeigen) und für ältere Patienten. Diese Patientengruppen sollten einleitend mit der niedrigsten möglichen Dosis behandelt werden. Eine Behandlung mit NSAR in Kombination mit protektiven Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonen-Pumpen-Hemmer) sollte in diesen Fällen in Erwägung gezogen werden. Dies gilt auch für Patienten, die gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, die das Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen erhöhen (siehe Kapitel 4.5 Wechselwirkungen).


Sonstige Hinweise



Bei dauerhafter Einnahme von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die zu erneuter Einnahme führen und damit wiederum eine Fortdauer der Kopfschmerzen bewirken können.



Die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen. Dieses Risiko ist besonders groß, wenn mehrere verschiedene Schmerzmittel kombiniert eingenommen werden.



Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei Patienten, die bereits zu geringer Harnausscheidung neigen, kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.



Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (s. Abschnitt 4.2).


Bei Anwendung von NSAR’s können durch gleichzeitigen Genuss von Alkohol wirkstoffbedingte Nebenwirkungen, insbesondere solche, die den Gastrointestinaltrakt oder das zentrale Nervensystem betreffen, verstärkt werden.


Bei hohem Fieber, Anzeichen einer Sekundärinfektion oder Anhalten der Symptome über mehr als drei Tage, muss der Arzt konsultiert werden.


Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmenenthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Beutel.

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz sollten Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen nicht anwenden.

Dieses Arzneimittel enthält Aspartam als Quelle für Phenylalanin und kann schädlich sein, wenn Sie eine Phenylketonurie haben.



Kinder und Jugendliche

Acetylsalicylsäure soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nur auf ärztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Maßnahmen nicht wirken. Sollte es bei diesen Erkrankungen zu lang anhaltendem Erbrechen kommen, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit sein, die unbedingt sofortiger ärztlicher Behandlung bedarf.





4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen



Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko:

- Antikoagulantien, z. B. Cumarin, Heparin. Acetylsalicylsäure kann das Blutungsrisiko erhöhen, wenn es vor einer Thrombolyse-Therapie eingenommen wurde. Daher muss bei Patienten, bei denen eine Thrombolysebehandlung durchgeführt werden soll, auf Zeichen äußerer oder innerer Blutungen aufmerksam geachtet werden

- Thrombozytenaggregationshemmer, z. B. Ticlopidin, Clopidogrel: erhöhtes Risiko für Blutungen;

- Andere nicht-steroidale Analgetika/Antiphlogistika (in Dosierungen ab 3 g Acetylsalicylsäure pro Tag und mehr): erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulcera und Blutungen;



- Systemische Glukokortikoide (mit Ausnahme von Hydrocortison als Ersatztherapie bei Morbus Addison), erhöhtes Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen;

- Alkohol: erhöhtes Risiko für gastrointestinale Ulcera und Blutungen;

- Digoxin: Erhöhung der Plasmakonzentration;

- Antidiabetika: Der Blutzuckerspiegel kann sinken

- Methotrexat: Verminderung der Ausscheidung und Verdrängung aus der Plasmaprotein-bindung durch Salicylate;

- Valproinsäure: Verdrängung aus der Plasmaproteinbindung durch Salicylate;

- Selektive-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs): erhöhtes Risiko für gastrointestinale Blutungen aufgrund synergistischer Effekte.



Abschwächung der Wirkung:

- Diuretika (in Dosierungen ab 3 g Acetylsalicylsäure pro Tag und mehr)

- ACE-Hemmer (in Dosierungen ab 3 g Acetylsalicylsäure pro Tag und mehr)

- Urikosurika (z. B. Probenecid, Benzbromaron)



4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit



Schwangerschaft

Eine Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryonale/fetale Entwicklung negativ beeinflussen.

Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.

Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und post-implantärem Verlust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.



Während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters sollte Acetysalicylsäure nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Falls Acetysalicylsäure von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden, oder wenn Acetysalicylsäure während des ersten und zweiten Trimesters der Schwangerschaft angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Dauer der Anwendung so kurz wie möglich gehalten werden.



Während es dritten Schwangerschaftstrimesters können alle Prostaglandinsynthesehemmer:

- den Fetus folgenden Risiken aussetzen:

kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie);

Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramniose fortschreiten kann;

- die Mutter und das Kind, am Ende der Schwangerschaft, folgenden Risiken aussetzen:

mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozytenaggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;

Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges.



Daher ist Acetysalicylsäure während des dritten Schwangerschaftstrimesters kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).



Stillzeit

Acetysalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Wirkungen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich sein. Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen sollte dennoch abgestillt werden.





Fertilität

Es existiert eine gewisse Evidenz dafür, dass Arzneistoffe, die die Cyclooxigenase/Prostaglandin-Synthese hemmen, die weibliche Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können. Dies ist nach Absetzen der Behandlung reversibel.





4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen



Acetylsalicylsäure hat keinen Einfluß auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.





4.8 Nebenwirkungen



Die Aufzählung der folgenden unerwünschten Wirkungen umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Acetylsalicylsäure, auch solche unter hochdosierter Langzeittherapie bei Rheumapatienten. Die Häufigkeitsangaben, die über Einzelfälle hinausgehen, beziehen sich auf die kurzzeitige Anwendung bis zu Tagesdosen von maximal 3 g Acetylsalicylsäure.



Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:


Sehr häufig: ( 1/10)

Häufig: ( 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich: ( 1/1.000 bis < 1/100)

Selten: ( 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten: (< 1/10.000)

Nicht bekannt: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)



Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauch-schmerzen.

Selten: Magen-Darm-Blutungen, die sehr selten zu einer Eisenmangelanämie führen können.

Magen-Darm-Geschwüre, unter Umständen mit Blutung und Perforation, insbesondere bei älteren Patienten.



Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: Erhöhungen der Leberwerte.



Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerzen, Schwindel, gestörtes Hörvermögen, Ohrensausen (Tinnitus) und mentale Verwirrung können Anzeichen einer Überdosierung sein (siehe Abschnitt 4.9).



Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Blutungen wie z. B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit (siehe Abschnitt 4.4). Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.

Selten bis sehr selten sind auch schwerwiegende Blutungen wie z. B. cerebrale Blutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Antikoagulantien berichtet worden, die in Einzelfällen möglicherweise lebensbedrohlich sein können.



Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautreaktionen

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen eventuell mit Blutdruckabfall, Anfälle von Atemnot, Rhinitis, verstopfte Nase, anaphylaktischer Schock, Quincke-Ödeme vor allem bei Asthmatikern



Erkrankungen der Haut

Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie schwere Hautreaktionen (bis hin zu Erythema exsudativum multiforme)



4.9 Überdosierung



Mit einer Intoxikation von Acetylsalicylsäure muss bei älteren Personen und vor allem bei Kleinkindern gerechnet werden (therapeutische Überdosierung oder versehentliche Intoxikation können bei ihnen tödlich wirken).



Mäßige Intoxikation

Tinnitus, Hörstörungen, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel werden in allen Fällen von Überdosierung festgestellt und können durch Reduzierung der Dosierung abgestellt werden.



Schwere Intoxikation

Fieber, Hyperventilation, Ketose, respiratorische Alkalose, metabolische Azidose, Koma, kardiovaskulärer Schock, Atemversagen, schwere Hypoglykämie.



Notfallbehandlung:

sofortige Einweisung in die Fachabteilung eines Krankenhauses

Magenspülung und Verabreichung von Aktivkohle

Überwachung des Säure-Basen-Haushaltes

forcierte alkalische Diurese (Urin-pH-Wert 7,5 - 8) bei Plasmasalicylatkonzentration > 500 mg/l (3,6 mmol/l) (Erwachsene) bzw. > 300 mg/l (2,2 mmol/l) (Kinder)

Hämodialyse bei schwerer Intoxikation;

Überwachung der Serum-Elektrolyte, Ersatz von Flüssigkeitsverlusten

weitere symptomatische Behandlung





5. Pharmakologische Eigenschaften



5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften



Pharmakotherapeutische Gruppe: Nervensystem, andere Analgetika und Antipyretika

ATC-Code: N02BA01



Acetylsalicylsäure gehört zur Gruppe der säurebildenden nicht-steroidalen Antiphlogistika mit analgetischen, antipyretischen und antiphlogistischen Eigenschaften. Ihr Wirkungsmechanismus beruht auf der irreversiblen Hemmung von Cyclo-Oxygenase-Enzymen, die an der Prostaglandin-Synthese beteiligt sind.



Acetylsalicylsäure in oralen Dosierungen zwischen 0,5 und 1,0 g wird angewendet zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und bei erhöhter Temperatur, wie z.B. bei Erkältung oder Grippe, zur Temperatursenkung und zur Behandlung von Gelenk- und Muskelschmerzen.



Es wird ebenfalls zur Behandlung akuter und chronisch entzündlicher Erkrankungen wie z. B. rheumatoide Arthritis, Ostheoarthritis und Spondylitis ankylosans angewendet. Dafür werden generell hohe Dosierungen von 4 bis 8 g pro Tag auf mehrere Einzeldosen verteilt benutzt.



Acetylsalicylsäure hemmt außerdem die Thrombozytenaggregation, da sie die Synthese von Thromboxan A2in den Thrombozyten blockiert. Dafür werden bei verschiedenen kardiovaskulären Indikationen Dosierungen von 75 bis 300 mg täglich eingesetzt.



5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften



Nach oraler Verabreichung wird Acetylsalicylsäure schnell und vollständig aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Während und nach der Resorption wird Acetylsalicylsäure in ihren aktiven Hauptmetaboliten Salicylsäure umgewandelt. Die maximalen Plasmaspiegel von Acetylsalicylsäure und Salicylsäure werden nach 10-20 Minuten beziehungsweise 0,3-2 Stunden erreicht.



Sowohl Acetylsalicylsäure als auch Salicylsäure werden weitgehend an Plasmaproteine gebunden und schnell in alle Teile des Körpers verteilt. Salicylsäure tritt in die Muttermilch über und ist plazentagängig.



Salicylsäure wird vor allem durch Metabolisierung in der Leber eliminiert; die Metaboliten sind Salicylursäure, Salicylphenolglucuronid, Salicylacylglucuronid, Gentisinsäure und Gentisursäure.



Die Eliminationskinetik von Salicylsäure ist dosisabhängig, da der Metabolismus durch die Kapazität der Leberenzyme begrenzt wird. Die Eliminationshalbwertszeit variiert daher und liegt nach niedrigen Dosen zwischen 2 bis 3 Stunden, während sie nach hohen Dosen bis zu etwa 15 Stunden beträgt. Salicylsäure und ihre Metaboliten werden vor allem über die Nieren ausgeschieden.



5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit



In tierexperimentellen Untersuchungen traten neben den bereits unter „Nebenwirkungen“ beschriebenen Effekten Nierenschäden nach Verabreichung hoher Acetylsalicylsäuredosen auf.



Acetylsalicylsäure wurde ausführlich in vitro und in vivo bezüglich mutagener Wirkungen untersucht. Die Gesamtheit der Befunde ergibt keine relevanten Verdachtsmomente für eine mutagene Wirkung. Gleiches gilt für Untersuchungen zur Kanzerogenität.



Salicylate haben in Tierversuchen an mehreren Tierspezies teratogene Wirkungen gezeigt. Implantationsstörungen, embryo- und fetotoxische Wirkungen sowie Störungen der Lernfähigkeit sind bei Nachkommen nach pränataler Exposition beschrieben worden.





6. Pharmazeutische Angaben



6.1 Liste der sonstigen Bestandteile



Mannitol (Ph.Eur.), Magnesiumcitrat, Natriumdihydrogencitrat, Natriumhydrogencarbonat, Ascorbinsäure, Povidon (K25), Hochdisperses Siliciumdioxid, Aspartam, Zitronen-Aroma, MK/1000, 101 (Sorbitol (Ph. Eur.)), Contramarum-Aroma, 201227, Toptropic-Aroma, 306 (Sorbitol (Ph. Eur.)).



6.2 Inkompatibilitäten



Nicht zutreffend



6.3 Dauer der Haltbarkeit



3 Jahre



6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung



Keine



6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Laminierter Aluminium-Beutel

OP mit 10 Beuteln

OP mit 20 Beuteln



6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung



Keine besonderen Anforderungen.



7. Inhaber der Zulassung



Hermes Arzneimittel GmbH

Georg-Kalb-Strasse 5-8

82049 Grosshesselohe/München



8. Zulassungsnummer



84668.00.00



9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG



15.08.2012



10. Stand der Information



März 2013



11. Verkaufsabgrenzung



Apothekenpflichtig



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Acetylsalicylsäure Hermes 500 mg Pulver zum Einnehmen