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Aciclovir aristo 400mg tabletten



Gebrauchsinformation Aciclovir aristo 400mg tabletten

Wortlaut der fur die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information fur Patienten Aciclovir Aristo 400 mg Tabletten

Zur Anwendung bei Erwachsenen Wirkstoff: Aciclovir

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

•    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

•    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

•    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

•    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.


Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist Aciclovir Aristo® und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Aciclovir Aristo® beachten?

3.    Wie ist Aciclovir Aristo® einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Aciclovir Aristo® aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.    Was ist Aciclovir Aristo und wofur wird es angewendet?

Aciclovir Aristo® ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Virusinfektionen (Virustatikum).

Aciclovir Aristo® 400 mg Tabletten wird angewendet bei:

-    Gurtelrose (Herpes zoster).

-    Zur Vorbeugung von schweren Herpes-simplex-Infektionen bei erwachsenen Patienten mit stark geschadigter korpereigener Abwehr in der Zeit eines erhohten Infektionsrisikos, z.B. nach Organtransplantationen.

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Aciclovir Aristo beachten?

Aciclovir Aristo® darf nicht eingenommen werden,

-    wenn Sie allergisch gegen Aciclovir, Valaciclovir oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmafinahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Aciclovir Aristo® einnehmen.

Wenn Sie an einer eingeschrankten Nierenfunktion leiden, wird Ihr Arzt gegebenenfalls die Dosis anpassen (siehe Abschnitt 3).

Wenn Sie bereits alter sind, wird Ihr Arzt Sie sorgfaltig uberwachen und moglicherweise Ihre Nierenfunktion regelmaBig uberprufen.

Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschrankt oder Ihre Harnproduktion vermindert ist (d.h. weniger als 100 ml Harn in 24 Stunden), sollten Sie Aciclovir Aristo® nicht zur Vorbeugung anwenden, da uber den Einsatz von Aciclovir Aristo® unter diesen Bedingungen noch keine Angaben vorliegen.

Bei alteren Menschen liegt haufiger als bei anderen Patienten eine Einschrankung der Nierenfunktion vor. Daher ist bei dieser Patientengruppe eine Uberprufung der Nierenfunktion zu empfehlen und verstarkt auf eine ausreichende Flussigkeitszufuhr bei der Einnahme der Tabletten zu achten. Gegebenenfalls wird der behandelnde Arzt eine Dosisanpassung vornehmen (siehe 3. „Wie ist Aciclovir Aristo® einzunehmen?“).

Wenn Sie Aciclovir Aristo® in hohen Dosen einnehmen, sollten Sie darauf achten, ausreichend zu trinken.

Das Risiko einer Nierenfunktionsstorung wird durch die Einnahme anderer nierenschadigender Arzneimittel erhoht.

Wenn Sie stark immungeschwacht sind und mit Aciclovir bereits langer oder wiederholt behandelt wurden oder eine langere Behandlung vorgesehen ist, besteht das Risiko, dass sich unempfindliche Virusstamme vermehren. Ihr Arzt wird Sie daher besonders sorgfaltig uberwachen.

Einnahme von Aciclovir Aristo zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, kurzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie insbesondere Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die einen der folgenden Wirkstoffe enthalten:

•    Probenecid (zur Behandlung von Gicht)

•    Cimetidin (zur Behandlung Magensaure-bedingter Erkrankungen)

•    Mycophenolat-Mofetil (zur Vorbeugung der AbstoBung transplantierter Organe)

•    Theophyllin (zur Behandlung von Asthma)

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebarfahigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sollte sich eine Behandlung in der Schwangerschaft als notwendig erweisen, so sind der Nutzen und die moglichen Risiken vom Arzt sorgfaltig gegeneinander abzuwagen. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Stillzeit

Aciclovir tritt in die Muttermilch uber. Nach Anwendung von aciclovirhaltigen Arzneimitteln wurde Aciclovir in der Muttermilch gefunden. Deshalb soll wahrend der Behandlung mit Aciclovir-Tabletten nicht gestillt werden.

Zeugungs-/Gebarfahigkeit

Aus den vorliegenden praklinischen Daten zur Sicherheit lassen sich keine Hinweise auf Beeintrachtigung der mannlichen oder weiblichen Fertilitat (Fruchtbarkeit) ableiten.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Aciclovir Aristo® kann Nebenwirkungen verursachen, die Ihre Fahigkeit zum Steuern eines Fahrzeugs beeintrachtigen konnen. Sie durfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie durch Nebenwirkungen beeintrachtigt sind.

3. Wie ist Aciclovir Aristo einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Empfohlene Dosis

Bei Gurtelrose (Herpes zoster): Nehmen Sie 5mal taglich 2 Tabletten Aciclovir Aristo® (800 mg Aciclovir) tagsuber in Abstanden von 4 Stunden ein.

Zur Vorbeugung von schweren Herpes-simplex-Infektionen in bestimmten Fallen:

Zur Vorbeugung von schweren Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit stark geschadigter korpereigener Abwehr in der Zeit eines erhohten Infektionsrisikos, z. B. nach Organtransplantationen, kann 4mal taglich 1 Tablette Aciclovir Aristo® (400 mg Aciclovir) in Abstanden von 6 Stunden eingenommen werden.

Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion:

(siehe 2. „Was sollten Sie vor der Einnahme von Aciclovir Aristo® beachten?“)

Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion, wie sie insbesondere bei alteren Menschen vermehrt auftreten kann, reicht moglicherweise eine geringere Aciclovir-Dosis als oben angegeben zur Behandlung aus. Eine entsprechende Dosisanpassung wird gegebenenfalls vom Arzt - wie nachfolgend angegeben - in Abhangigkeit von den Nierenfunktionswerten

vorgenommen:

Indikation    Kreatinin-Clearance    Serumkreatinin    Dosierung der

(ml/min/1,73 m2)    (pmol/l bzw. mg/dl)    Einzeldosis

Frauen    Manner

Herpes zoster 25-10    280 - 550    370 - 750    800 mg Aciclovir

3,17 - 6,22    4,18 - 8,45    (2 Tabletten) 3mal tagl

alle 8 Stunden

<10    > 550    > 750    800 mg Aciclovir

> 6,22    > 8,45    (2 Tabletten) 2mal

tagl. alle 12 Stunden

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut moglichst nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flussigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Bei eingeschrankter Nierenfunktion ist verstarkt auf eine angemessene Flussigkeitszufuhr wahrend der Behandlung zu achten.

Um einen bestmoglichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte mit der Einnahme von Aciclovir Aristo® so fruh wie moglich, d.h. bei Auftreten der ersten Hauterscheinungen begonnen werden.

Dauer der Anwendung

Uber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Die Behandlungsdauer bei Herpes-zoster-Infektionen betragt 5-7 Tage.

Die Dauer der vorbeugenden Anwendung bei Herpes-simplex-Infektionen ist abhangig vom Schweregrad der Schadigung der korpereigenen Abwehr des Patienten und wird vom Arzt im Einzelfall festgelegt.

Wenn Sie eine grofiere Menge von Aciclovir Aristo eingenommen haben als Sie sollten

Vergiftungen sind nach Uberdosierung von Aciclovir Aristo® nicht zu erwarten, nach einer auf einmal eingenommen Dosis von 20 g Aciclovir traten keine Vergiftungserscheinungen auf. Eine versehentliche, wiederholte Uberdosierung von eingenommenem Aciclovir uber mehrere Tage war verbunden mit Symptomen wie Ubelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Verwirrtheit. Falls eine Uberdosierung vorliegt und vermehrt Nebenwirkungen auftreten oder Sie sich unsicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Aciclovir Aristo vergessen haben

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie diese, sobald Sie sich erinnern. Wenn es jedoch Zeit fur die nachste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Einnahme aus. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Sollten Sie mehrfach die Einnahme vergessen oder zu wenig Aciclovir Aristo® eingenommen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Aciclovir Aristo abbrechen

Selbst bei einer spurbaren Besserung Ihres Befindens sollten Sie die Behandlung mit Aciclovir Aristo® zu Ende fuhren, um den Heilungserfolg nicht zu gefahrden.

Sollten Sie sich unsicher sein z.B. wegen auftretender Nebenwirkungen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie eigenmachtig die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden!

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Schwere allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktion, Quincke-Ódem, Luftnot) sind selten (1 bis 10 von 10.000 Behandelten)

Setzen Sie die Einnahme von Aciclovir Aristo® ab und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie eine allergische Reaktion haben. Anzeichen dafur konnen sein:

•    Hautausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht

•    Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge, Hals, Rachen oder anderer Korperteile

•    Schwache, Blutdruckabfall

•    Kurzatmigkeit, keuchendes oder qualendes Atmen

•    Unerklarbares Fieber und Ohnmachtsgefuhl, besonders beim Aufstehen

Andere mogliche Nebenwirkungen

Haufig (bis zu 1 von 10 Behandelten)

-    Kopfschmerzen, Schwindel

-    Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen

-    Juckreiz, Hautausschlage einschlieBlich Hautreaktionen nach Sonneneinstrahlung (Photosensibilitat)

-    Erschopfung, Fieber

Gelegentlich (bis zu 1 von 100 Behandelten)

-    Juckender, nesselsuchtartiger Hautausschlag

-    Vermehrte Haarausdunnung (diffuser Haarausfall), wobei der Zusammenhang mit der Einnahme von Aciclovir bisher nicht vollstandig belegt ist.

Selten (bis zu 1 von 1.000 Behandelten)

-    Anstieg von Blutwerten, die anzeigen, wie Ihre Leber funktioniert (Leberenzyme und Gallenfarbstoff)

-    Anstieg von Blutwerten, die anzeigen, wie Ihre Niere funktioniert (Serumharnstoff und -kreatinin)

-    Schlaflosigkeit

Sehr selten (bis zu 1 von 10.000 Behandelten)

-    Verringerung der Anzahl roter Blutkorperchen (Anamie), Verringerung der Anzahl weiBer Blutkorperchen (Leukopenie) und Verringerung der Anzahl der Blutplattchen (Blutzellen, die fur die Blutgerinnung wichtig sind)

Wenn die Anzahl roter Blutkorperchen vermindert ist, konnen bei Ihnen Symptome wie Mudigkeit oder Atemlosigkeit auftreten. Eine Verminderung Ihrer weiBen Blutkorperchen kann Sie anfalliger fur Infektionen machen. Wenn Sie eine niedrige Blutplattchenzahl haben, kann es sein, dass Sie schneller blaue Flecken bekommen.

-    Allgemeine korperliche Unruhe, Verwirrtheitszustande, Zittern, unsicherer Gang und fehlende Koordination, langsame, verwaschene Sprache, Sehen oder Horen von Dingen, die nicht da sind (Halluzinationen), wirre oder sprunghafte Gedanken (Wahn), Krampfanfalle, Schlafrigkeit, Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie), Bewusstseinsstorungen bis hin zur Bewusstlosigkeit (Koma)

Diese Nebenwirkungen, die im Allgemeinen nach Absetzen des Arzneimittels wieder verschwanden, traten fur gewohnlich bei Patienten mit geschadigter Nierenfunktion oder anderen Erkrankungen auf, die das Auftreten dieser unerwunschten Wirkungen begunstigen.

-    Leberentzundung (Hepatitis), Gelbsucht

-    Akutes Nierenversagen (schwere Nierenfunktionsstorungen, die dazu fuhren konnen, dass Sie wenig oder kein Wasser lassen konnen), Schmerzen im unteren Rucken (Nierenschmerzen)

-    Daruber hinaus wurden in Einzelfallen Entfremdungserlebnisse, die nach Absetzen des Arzneimittels wieder verschwanden, beobachtet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5.    Wie ist Aciclovir Aristo aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister und der Faltschachtel nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen Was Aciclovir Aristo 400 mg Tabletten enthalt

Der Wirkstoff ist: Aciclovir.

1 Tablette Aciclovir Aristo® 400 mg Tabletten enthalt 400 mg Aciclovir.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstarke-Natrium (Typ A), Copovidon, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], hochdisperses Siliciumdioxid

Wie Aciclovir Aristo 400 mg Tabletten aussieht und Inhalt der Packung

Aciclovir Aristo® 400 mg Tabletten ist in Originalpackungen mit 35 Tabletten und 70 Tabletten erhaltlich.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgróBen in den Verkehr gebracht.

Aciclovir Aristo® 400 mg Tabletten ist eine weiBe, runde Snap tab Tablette mit beidseitiger Kreuzbruchkerbe.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Aristo Pharma GmbH Wallenroder StraBe 8 - 10 13435 Berlin Tel.: +49 30 71094-4200 Fax: +49 30 71094-4250

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im April 2014.

Ihre Arztin/Ihr Arzt, Ihre Apotheke und Aristo Pharma GmbH wunschen Ihnen gute Besserung!

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Aciclovir Aristo 400mg Tabletten

Fachinformation Aciclovir aristo 400mg tabletten

Wortlaut der fur die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation

1.    Bezeichnung des Arzneimittels Aciclovir Aristo 400 mg Tabletten

2.    Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 Tablette enthalt 400 mg Aciclovir.

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe, Abschnitt 6.1.

3.    Darreichungsform Tablette

Aciclovir Aristo® 400 mg Tabletten ist eine weiBe, runde Snap tab Tablette mit beidseitiger Kreuzbruchkerbe.

4.    Klinische Angaben

4.1    Anwendungsgebiete

Herpes zoster (Gurtelrose).

Zur Vorbeugung von schweren Herpes-simplex-Infektionen bei stark immunsupprimierten erwachsenen Patienten, wenn diese einem erhohten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, z. B. nach Organtransplantationen.

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Erwachsene:

Bei Herpes zoster (Gurtelrose):

Die Dosierung betragt 800 mg Aciclovir (2 Tabletten) 5mal tagsuber im Abstand von 4 Stunden (tagliche Gesamtdosis 4000 mg). Die Behand-lungsdauer betragt 5 - 7 Tage.

Zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen in bestimmten Fallen:

Zur Vorbeugung von schweren Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit stark geschadigter korpereigener Abwehr in der Zeit eines erhohten Infektionsrisikos, z. B. nach Organtransplantationen, kann eine Einzeldosis von 400 mg Aciclovir (1 Tablette) 4mal taglich im Abstand von 6 Stunden verabreicht werden (tagliche Gesamtdosis 1600 mg). Die Dauer der vorbeugenden Anwendung ist abhangig vom Schweregrad der Schadigung der korpereigenen Abwehr und wird vom Arzt im Einzelfall festgelegt.

Fur Patienten mit Niereninsuffizienz (siehe Abschnitt 4.4)

Besonders bei eingeschrankter Nierenfunktion - wie sie insbesondere bei alteren Patienten vermehrt auftreten kann - ist auf eine angemessene Flussigkeitszufuhr bei der Einnahme von Aciclovir-400 mg-Tabletten zu achten. Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion kann eine geringere Aciclovir-Dosis - wie nachfolgend angegeben - zur Behandlung ausreichen:

Indikation

Kreatinin-

Serumkreatinin

Dosierung

Clearance

(pmol/l bzw. mg/dl)

der Einzel-

(ml/min/ 1,73 m )

Frauen

Manner

dosis

Herpes

25-10

280-550

370-750

800 mg

zoster

3,17-6,22

4,18-8,45

Aciclovir (2 Tabletten) 3mal taglich alle 8 Stunden

< 10

> 550

> 750

800 mg Aciclovir

> 6,22

> 8,45

(2 Tabletten) 2mal taglich alle 12 Stunden/

Art der Anwendung

Die Einnahme der Tabletten sollte moglichst nach den Mahlzeiten mit Flussigkeit erfolgen.

Besonders bei eingeschrankter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 4.4), wie sie insbesondere bei alteren Patienten vermehrt auftreten kann, ist auf eine angemessene Flussigkeitszufuhr wahrend der Therapie zu achten.

Dauer der Anwendung

Bei Herpes zoster betragt die Behandlungsdauer 5 bis 7 Tage.

Die Dauer der Anwendung bei der Prophylaxe von schweren Herpes-simplex-Infektionen bei stark immunsupprimierten Patienten (siehe Abschnitt 4.1) wird von der Schwere der Immunsuppression und von der Dauer des Infektionsrisikos bestimmt.

Uberempfindlichkeit gegen Aciclovir, Valaciclovir oder einen der in Abschnitt

6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmafinahmen fur die Anwendung

Da uber die vorbeugende Anwendung von Aciclovir Aristo® bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion oder Anurie noch keine Angaben vorliegen, sollte ein Einsatz des Praparates unter diesen Bedingungen nicht erfolgen.

Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion und altere Patienten

Aciclovir wird renal eliminiert, daher muss die Dosis bei Patienten mit eingschrankter Nierenfunktion reduziert werden (siehe Abschnitt 4.2). Bei alteren Patienten ist eine verringerte Nierenfunktion wahrscheinlich, daher sollte die Notwendigkeit einer Dosisreduktion fur diese Patientengruppe in Betracht gezogen werden.

Sowohl altere Patienten als auch Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion haben ein erhohtes Risiko fur die Entwicklung neurologischer Nebenwirkungen und sollten daher sorgfaltig auf das Auftreten derartiger Wirkungen hin beobachtet werden. Aus den berichteten Fallen geht hervor, dass diese Reaktionen nach Absetzen der Behandlung im Allgemeinen reversibel waren (siehe Abschnitt 4.8).

Die gleichzeitige Verabreichung anderer nephrotoxischer Arzneimittel erhoht das Risiko einer Nierenschadigung.

Resistenzentwicklung

Bei stark immunsupprimierten Patienten kann eine langere oder wiederholte Behandlung mit Aciclovir zu einer Selektion von Virusstammen mit reduzierter Empfindlichkeit fuhren, mit der Folge, dass diese Patienten auf die weitere Behandlung mit Aciclovir moglicherweise nicht mehr ansprechen (siehe Abschnitt 5.1).

Hydratationsstatus

Bei Patienten, die hohe Aciclovir-Dosen erhalten, sollte auf eine angemessene Flussigkeitszufuhr geachtet werden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Aciclovir wird hauptsachlich unverandert renal durch aktive tubulare Sekretion in den Urin ausgeschieden. Gleichzeitig angewendete Arzneimittel, die ebenfalls uber diesen Mechansimus ausgeschieden werden, konnen die Plasmakonzentration von Aciclovir erhohen. Cimetidin und Probenecid erhohen uber diesen Mechansimus die AUC von Aciclovir und verringern dessen renale Clearance.

Bei der gemeinsamen Anwendung von Aciclovir und Mycophenolat-Mofetil (ein immunsuppressiver Wirkstoff, der bei Transplantationspatienten verwendet wird) wurde ein ahnlicher Anstieg der AUCs von Aciclovir und dem inaktiven

Metaboliten von Mycophenolat-Mofetil im Plasma gefunden. Aufgrund der groBen therapeutischen Breite von Aciclovir ist eine Dosisanpassung jedoch nicht erforderlich.

Die gleichzeitige Anwendung von Aciclovir und Theophyllin fuhrte zu einem Anstieg der AUC von Theophyllin um ca. 50 %. Daher wird bei gleichzeitiger Anwendung eine engmaschige Uberwachung der Theophyllin-Konzentrationen empfohlen.

4.6 Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit Schwangerschaft

Die Anwendung von Aciclovir in der Schwangerschaft sollte nur dann erfolgen, wenn der potenzielle Nutzen die moglichen Risiken uberwiegt.

Nach Markteinfuhrung wurde der Ausgang von Schwangerschaften unter der Behandlung mit allen Formen von Aciclovir in einem Schwangerschaftsregister dokumentiert. Die Befunde aus dem Register lassen keine erhohte Zahl an Fehlbildungen bei mit Aciclovir behandelten Patienten im Vergleich zur allgemeinen Bevolkerung erkennen; erfasste Fehlbildungen zeigten weder einzigartige noch konstante Muster, die auf einen Zusammenhang hindeuten konnten.

Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schadliche Auswirkungen auf die Reproduktion schlieBen..

Stillzeit

Nach oraler Verabreichung von 200 mg Aciclovir 5-mal taglich wurden in der Muttermilch Aciclovir-Konzentrationen gefunden, die dem 0,6-4,1fachen der jeweiligen Aciclovir-Plasmaspiegel entsprechen. Ein Saugling ware demnach Aciclovir-Konzentrationen von bis zu 0,3 mg/kg KG/Tag ausgesetzt. Deshalb soll wahrend der Behandlung mit Aciclovir nicht gestillt werden.

Fertilitat

Es liegen keine Informationen uber einen Einfluss auf die weibliche Fertilitat nach oraler oder intravenoser Anwendung von Aciclovir beim Menschen vor. In einer Studie an 20 mannlichen Patienten mit normaler Spermienzahl, die Aciclovir oral in Dosen bis zu 1 g pro Tag uber bis zu 6 Monate einnahmen, wurden keine klinisch signifikanten Auswirkungen auf die Zahl, Motilitat oder Morphologie der Spermien gefunden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Der Gesundheitszustand und das Nebenwirkungsprofil von Aciclovir sollten bei der Einschatzung, ob der Patient in der Lage ist, ein Fahrzeug zu lenken oder Maschinen zu bedienen, berucksichtigt werden.

Es wurden keine Studien zum Einfluss auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgefuhrt.

Die mit den unten stehenden Nebenwirkungen verbundenen Haufigkeitseinteilungen sind Schatzungen. Fur die meisten Nebenwirkungen liegen keine adaquaten Daten zur Berechnung der Haufigkeiten vor. Ferner konnen Nebenwirkungen anhangig von der Indikation in ihrer Haufigkeit variieren.

Bei den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr haufig (>1/10)

Haufig (>1/100 bis <1/10)

Gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100)

Selten (>1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: Anamie, Thrombopenie, Leukopenie

Erkrankungen des Immunsystems Selten: anaphylaktische Reaktionen

Psychiatrische Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems Haufig: Kopfschmerzen, Schwindel

Sehr selten: allgemeine korperliche Unruhe, Verwirrtheitszustande, Tremor, Ataxie, Dysarthrie, Halluzinationen, Symptome von Psychosen, Krampfanfalle, Somnolenz, Enzephalopatie, Bewusstseinsstorungen bis hin zum Koma

Die oben genannten Nebenwirkungen sind im Allgemeinen reversibel und wurden uberwiegend bei Patienten mit Nierenfunktionsstorungen oder anderen pradisponierenden Faktoren berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Daruber hinaus wurden in Einzelfallen Entfremdungserlebnisse, die nach Absetzen des Arzneimittels wieder verschwanden, beobachtet.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Selten: Dyspnoe

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Haufig: Ubelkeit, Erbrechen, Diarrho, Bauchschmerzen

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: vorubergehende Bilirubin- und Leberenzym-Anstiege Sehr selten: Hepatitis, Ikterus

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Haufig: Juckreiz, Hautausschlage (einschlieBlich Photosensibilitatsreaktionen) Gelegentlich: Urtikaria, vermehrter diffuser Haarausfall

Da vermehrter diffuser Haarausfall einer groBen Vielzahl von Krankheitsverlaufen und Arzneimitteln zugeordnet wird, ist der Zusammenhang mit der Einnahme von Aciclovir-haltigen Arzneimittel unklar.

Selten: Angioodem

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Selten: Serumharnstoff- und Kreatinin-Anstiege Sehr selten: akutes Nierenversagen, Nierenschmerzen

Nierenschmerzen konnen mit Nierenversagen einhergehen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Haufig: Erschopfung, Fieber Selten: Schlaflosigkeit

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung uber dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Aciclovir wird nur zum Teil aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert (siehe Abschnitt 5.2). Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei einer auf einmal oral eingenommenen Dosis von bis zu 20 g mit keinen Vergiftungserscheinungen zu rechnen. Eine versehentliche wiederholte Uberdosierung von oral eingenommenem Aciclovir uber mehrere Tage war verbunden mit gastrointestinalen Symptomen (wie Ubelkeit und Erbrechen) und neurologischen Symptomen (Kopfschmerzen und Verwirrtheit).

Eine Uberdosierung von intravenos verabreichtem Aciclovir fuhrte zu einem Anstieg des Serumkreatinins und Blutharnstoffs und nachfolgend zu Nierenversagen. Neurologische Effekte wie Verwirrtheit, Halluzinationen, Agitation, Krampfanfalle und Koma wurden im Zusammenhang mit Uberdosierung beschrieben.

MaBnahmen

Die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen von Toxizitat hin beobachtet werden. Mittels Hamodialyse kann Aciclovir aus dem Blut entfernt werden.

Eine Hamodialyse kann daher als MaBnahme zur Behandlung einer symptomatischen Uberdosierung in Erwagung gezogen werden.

5.    Pharmakologische Eigenschaften

5.1    Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:

Antivirales Mittel zur systemischen Anwendung, Nukleoside und Nukleotide, excl. Inhibitoren der Reversen Transkriptase ATC-Code: J05AB01

Aciclovir ist eine pharmakologisch inaktive Substanz, die erst nach der Penetration in eine Zelle, die mit Herpes-simplex-Viren (HSV) oder Varicella-zoster-Viren (VZV) infiziert ist, zu einem Virostatikum wird. Diese Aktivierung des Aciclovir wird katalysiert durch die HSV- oder VZV-Thymidinkinase, einem Enzym, das die Viren zu ihrer Replikation dringend benotigen. Vereinfacht kann man sagen, dass das Virus sein eigenes Virostatikum synthetisiert. Im Einzelnen laufen dabei folgende Schritte ab:

1.    Aciclovir penetriert vermehrt in Herpes-infizierte Zellen.

2.    Die in diesen Zellen vorliegende Virus-Thymidinkinase phosphoryliert Aciclovir zum Aciclovir-Monophosphat.

3.    Zellulare Enzyme uberfuhren Aciclovir-Monophosphat in das eigentliche Virostatikum, das Aciclovir-Triphosphat.

4.    Aciclovir-Triphosphat besitzt eine 10- bis 30mal starkere Affinitat zur Virus-DNS-Polymerase als zur zellularen DNS-Polymerase und hemmt somit selektiv die Aktivitat des viralen Enzyms.

5.    Die Virus-DNS-Polymerase baut daruber hinaus Aciclovir in die Virus-DNS ein, wodurch ein Kettenabbruch bei der DNS-Synthese erfolgt.

Diese Einzelschritte fuhren insgesamt zu einer sehr wirkungsvollen Reduktion der Virusproduktion.

Im Plaque-Reduktions-Test wurde fur HSV-infizierte Vero-Zellen (= Zellkulturen aus dem Nierenparenchym des grunen afrikanischen Affen) ein ED50-Hemmwert von 0,1 qmol Aciclovir/l gemessen, dagegen war ein ED50-Wert von 300 qmol Aciclovir/l erforderlich, um das Wachstum nicht infizierter Vero-Zellkulturen zu verhindern. Somit ermittelt man fur Zellkulturen ein Verhaltnis der Hemmkonzentrationen bis zu 3000.

Wirkungsspektrum in vitro Sehr empfindlich:

Herpes-simplex-Virus Typ I und II, Varicella-zoster-Virus.

Empfindlich:

Epstein-Barr-Virus.

Teilweise empfindlich bis resistent:

Zytomegalie-Virus.

Resistent:

RNS-Viren,

Adenoviren,

Pockenviren.

Langerdauernde oder wiederholte Behandlungen mit Aciclovir konnen insbesondere bei stark immunsupprimierten Patienten zur Selektion von Virusstammen mit verminderter Empfindlichkeit fuhren, die auf weitere Aciclovirtherapie nicht mehr ansprechen.

Die meisten klinischen Isolate mit verminderter Empfindlichkeit weisen einen relativen Mangel an Virus-Thymidinkinase auf. Jedoch wurden auch Stamme mit veranderter viraler Thymidinkinase oder DNS-Polymerase nachgewiesen. Wahrend es bei den Isolaten mit Mangel an Tymidinkinase zu einer Verminderung der Replikationsfahigkeit der Viren kam, blieb die Replikationsfahigkeit bei den Isolaten mit strukturellen Enzymveranderungen erhalten.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Absorption, Plasmaspiegel

Aciclovir wird nur teilweise aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Die Bioverfugbarkeit oral applizierten Aciclovirs betragt etwa 20 % der eingenommenen Dosis. Die im steady state ermittelten Plasmaspitzenwerte nach wiederholter oraler Gabe von 200 mg, 400 mg und 800 mg Aciclovir in einem Abstand von 4 Stunden 5mal am Tag liegen bei durchschnittlich 3,02 + 0,5 gmol/l (200 mg), 5,21 + 1,32 gmol/l (400 mg) bzw. 8,16 + 1,98 gmol/l (800 mg). Diese Werte werden nach etwa 1,5 ± 0,6 Stunden erreicht. Die entsprechenden Plasma-Basiswerte betragen etwa 4 Stunden nach oraler Gabe von Aciclovir 1,61 + 0,3 gmol/l (200 mg), 2,59 + 0,53 gmol/l (400 mg) bzw. 4,0 + 0,72 gmol/l (800 mg). 24 Stunden nach Absetzen von Aciclovir-Tabletten ist kein Aciclovir im Korper mehr nachweisbar.

Bei immunsupprimierten Kindern im Alter von 3 - 11 Jahren, denen Aciclovir

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per os in Dosen von 400 mg, entsprechend 300 - 650 mg Aciclovir/m KO, 5mal am Tag verabreicht wurde, konnten Plasmaspitzenwerte von durchschnittlich 5,7 bis 15,1 gmol/l ermittelt werden. Bei Sauglingen im Alter

von 1 - 6 Wochen wurden nach der oralen Verabreichung von 600 mg

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Aciclovir/m KO alle 6 Stunden Plasmaspitzenwerte von 17,3 bzw. 8,6 gmol/l gemessen.

Bei Neugeborenen und Sauglingen bis zu 3 Monaten, bei denen alle 8 Stunden 10 mg/kg Aciclovir als 1-stundige Infusion angewendet wurde, wurde eine cmax von 61,2 gmol/l (13,8 gg/ml) und eine cmm von 10,1 gmol/l (2,3 gg/ml) ermittelt. Eine andere Gruppe von Neugeborenen und Sauglingen (bis zu 3 Monaten), bei denen alle 8 Stunden 15 mg/kg Aciclovir angewendet wurde, wiesen etwa dosisproportionale Anstiege mit einer cmax von 83,5 gmol/l (18,8 gg/ml) und einer c^n von 14,1 gmol/l ( 3,2 gg/ml) auf.

Aus dem biexponentiellen Verlauf der Aciclovir-Kinetik kann man schlussfolgern, dass Aciclovir in hohen Konzentrationen ins Gewebe und in die Organe gelangt und aus diesen wieder langsam abflutet.

Das Verteilungsvolumen bei Erwachsenen im steady state betragt 50 + 8,7

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l/1,73 m , bei Neugeborenen und Sauglingen bis zu 3 Monaten 28,8 + 9,3 l/1,73 m .

Fur die EiweiBbindung wurden Werte zwischen 9 und 33 % ermittelt.

Verteilung

Aciclovir-Spiegel in der Cerebrospinalflussigkeit betragen 50% der Plasmaspiegel. Die Plasmaproteinbindung betragt 9-33%.

Metabolismus und Elimination

Aciclovir wird bei nierengesunden Patienten zu 62 - 91 % in unveranderter Form und zu 10 - 15 % als 9-Carboxymethoxymethyl-guanin renal eliminiert. Fur Erwachsene wurden nach i.v.-Gabe von Aciclovir Plasmahalbwertszeiten (t1/2fi) von 2,87 + 0,76 Stunden und fur Neugeborene und Sauglinge bis zu 3

Monaten von 4,1 + 1,2 Stunden ermittelt. Aciclovir wird sowohl glomerular filtriert als auch tubular sezerniert. Wird Aciclovir eine Stunde nach Verabreichung von 1 g Probenecid gegeben, so wird die Plasmahalbwertzeit (t1/2B) um 18 % verlangert und die Flache unter der Plasmakonzentrationszeit-kurve um 40 % vergroBert. Bei einer Bioverfugbarkeit von etwa 20 % werden ca. 80 % der Gesamt-Aciclovir-Dosis mit den Faeces ausgeschieden.

Bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz betragt die durchschnittliche Plasmahalbwertszeit etwa 19,5 Stunden. Die mittlere Plasmahalbwertszeit wahrend der Hamodialyse betragt 5,7 Stunden. Wahrend der Hamodialyse fallen die Aciclovir-Plasmaspiegel um etwa 60 %. Bei eingeschrankter

Nierenfunktion besteht eine Kumulationsgefahr bei Kreatinin-Clearance-

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Werten von 10 ml/min/ 1,73 m bei einer Dosierung von 5mal 200 mg/Tag. Eine Dosisreduktion ist deshalb ab diesem Wert angezeigt (siehe Abschnitt 4.2).

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Aus den Untersuchungen zur chronischen Toxizitat liegen keine Erkenntnisse vor, die zu dem Verdacht fuhren, dass beim Menschen bisher unbekannte Nebenwirkungen auftreten konnten.

AuBerdem zeigten in in-vivo- und in-vitro-Studien keine Hinweise auf ein reproduktionstoxisches, mutagenes oder kanzerogenes Potential.

6.    Pharmazeutische Angaben

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstarke-Natrium (Typ A), Copovidon, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], hochdisperses Siliciumdioxid

6.2    Inkompatibilitaten

Inkompatibilitaten sind bisher nicht bekannt.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

Besondere Vorsichtsmafinahmen fur die Aufbewahrung

6.4


Keine

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

35 Tabletten (N2)

70 Tabletten (N3)

Es werden móglicherweise nicht alle PackungsgróBen in den Verkehr gebracht.

6.6    Besondere Vorsichtsmafinahmen fur die Beseitigung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7.    Inhaber der Zulassung

Aristo Pharma GmbH Wallenroder StraBe 8 - 10 13435 Berlin Tel.: +49 30 71094-4200 Fax: +49 30 71094-4250

8.    Zulassungsnummer

32614.00.00

9.    Datum der Erteilung der Zulassung / Verlangerung der Zulassung

11.12.1995 / 25.07.2013

10.    Stand der Information

04/2014

11.    Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

10

Aciclovir Aristo 400mg Tabletten