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Actonel plus calcium d 35 mg + 1000 mg/880 i.e. filmtabletten + brausegranulat



Gebrauchsinformation Actonel plus calcium d 35 mg + 1000 mg/880 i.e. filmtabletten + brausegranulat

Gebrauchsinformation: Information fur Patienten

Actonel® plus Calcium D 35 mg + 1000 mg/880 I.E. Filmtabletten + Brausegranulat Mononatriumrisedronat + Calcium/Colecalciferol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

•    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

•    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

•    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

•    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.


Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist Actonel plus Calcium D und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Actonel plus Calcium D beachten?

3.    Wie ist Actonel plus Calcium D einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Actonel plus Calcium D aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.    Was ist Actonel plus Calcium D und wofur wird es angewendet?

Was Actonel plus Calcium D ist

Ein Kombinationsarzneimittel, das in wochentlichen Einheiten zu jeweils einer Tablette Actonel und 6 Beuteln Calcium/Vitamin D3 abgepackt ist.

Actonel Tabletten

Die Actonel Tabletten enthalten Mononatriumrisedronat, das zu einer Gruppe von nicht-hormonellen Arzneimitteln gehort, genannt Bisphosphonate, die zur Behandlung von Knochenerkrankungen verwendet werden. Es wirkt direkt an Ihren Knochen, um sie zu starken und damit weniger bruchanfallig zu machen.

Knochen ist ein lebendes Gewebe. Alter Knochen wird standig aus Ihrem Knochengerust entfernt und durch neuen Knochen ersetzt.

Postmenopausale Osteoporose ist eine Erkrankung, die bei Frauen nach der Menopause auftritt und bei der die Knochen schwacher und zerbrechlicher werden und nach einem Sturz oder einer starkeren Belastung leichter brechen.

Die Knochen der Wirbelsaule, der Hufte und des Handgelenks sind am wahrscheinlichsten von Knochenbruchen betroffen, obgleich es jeden Knochen Ihres Korpers betreffen kann. Osteoporose-bedingte Knochenbruche konnen auch Ruckenschmerzen, Abnahme der KorpergroBe und einen Rundrucken verursachen. Viele Patienten mit Osteoporose haben keine Symptome und moglicherweise haben Sie daher gar nicht erkannt, dass Sie an Osteoporose leiden.

Calcium/ Vitamin D3 Beutel

Die Beutel enthalten Calcium/Vitamin D3 Brausegranulat, das das Calcium und Vitamin D3 liefert, welches Ihr Korper fur die Festigung neugebildeten Knochens benotigt.

Wofur Actonel plus Calcium D angewendet wird

Zur Behandlung der Osteoporose, auch schwergradig, bei Frauen nach der Menopause, die nach Feststellung ihres Arztes zusatzlich die tagliche Gabe von Calcium und Vitamin D3 benotigen. Es verringert das Risiko fur Knochenbruche an Wirbelsaule und Hufte.

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Actonel plus Calcium D beachten?

Actonel plus Calcium D darf NICHT eingenommen werden:

•    wenn Sie allergisch gegen Mononatriumrisedronat, Calciumcarbonat, Vitamin D3, Erdnusse, Soja oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

•    wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie an:

Hypokalziamie (einem verminderten Calciumspiegel im Blut),

Hyperkalziamie (einem erhohten Calciumspiegel im Blut),

Hyperkalziurie (einem erhohten Calciumspiegel im Urin),

D Hypervitaminose (einem erhohten Vitamin D-Spiegel im Blut) leiden.

•    wenn Sie schwanger sein konnten, schwanger sind oder vorhaben, schwanger zu werden.

•    wenn Sie stillen.

•    wenn Sie eine schwere Storung Ihrer Nierenfunktion, einschlieblich Nierensteinen, haben.

Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Actonel plus Calcium D

einnehmen:

•    wenn Sie nicht in der Lage sind, mindesten 30 Minuten aufrecht zu sitzen oder zu stehen.

•    wenn Sie an Storungen des Knochen- oder Mineralstoffwechsels leiden (beispielsweise Vitamin D-Mangel, Funktionsstorungen der Nebenschilddrusen; beides fuhrt zu einem erniedrigten Calcium-Blutspiegel).

•    wenn Sie Probleme mit Ihrer Speiserohre haben oder in der Vergangenheit hatten. Beispielsweise, wenn Sie Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Schlucken von Nahrung haben oder hatten oder wenn Ihnen bereits fruher einmal mitgeteilt wurde, dass Sie einen Barrett Osophagus haben (eine Erkrankung mit Veranderungen der Zellen, die den unteren Teil der Speiserohre auskleiden).

•    falls Ihr Arzt Ihnen mitteilte, dass Sie an einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

•    wenn Sie unter Sarkoidose (einer Storung des Immunsystems, die hauptsachlich die Lunge betrifft und Kurzatmigkeit und Husten verursacht) leiden.

•    wenn Sie bereits Vitamin D-Praparate einnehmen.

•    wenn Sie unter Schmerzen, einer Schwellung oder einem Taubheitsgefuhl des Kiefers oder einem „Gefuhl eines schweren Kiefers“ oder einer Lockerung eines Zahnes leiden oder litten.

•    wenn Sie in zahnarztlicher Behandlung sind oder sich einem zahnarztlichen Eingriff unterziehen mussen. Teilen Sie Ihrem Zahnarzt mit, dass Sie mit Actonel plus Calcium D behandelt werden.

Ihr Arzt wird Ihnen raten, was Sie tun mussen, falls Sie Actonel plus Calcium D einnehmen

und einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Kinder und Jugendliche

Fur Kinder unter 18 Jahren wird eine Einnahme von Mononatriumrisedronat aufgrund

unzureichender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Einnahme von Actonel plus Calcium D zusammen mit anderen Arzneimitteln

Actonel Tabletten

Arzneimittel, die eine der nachfolgenden Substanzen enthalten, verringem bei gleichzeitiger Einnahme die Wirkung der Actonel Tablette:

•    Calcium,

•    Magnesium,

•    Aluminium (beispielsweise einige Mittel gegen Verdauungsstorungen),

•    Eisen.

Nehmen Sie diese Arzneimittel fruhestens 30 Minuten nach Ihrer Actonel Tablette.

Calcium/Vitamin D Beutel

Es ist bekannt, dass Calcium/Vitamin D3-haltige Arzneimittel in Wechselwirkung treten mit:

•    Digitalis (eingesetzt zur Behandlung von Storungen der Herzfunktion),

•    Tetracyclinen,

•    Steroiden (z. B. Kortison),

•    Natriumfluorid (eingesetzt zur Hartung des Zahnschmelzes),

•    Thiazidhaltigen Diuretika (eingesetzt zur Entwasserung des Korpers durch vermehrte Urinbildung),

•    Cholestyramin (eingesetzt zur Behandlung erhohter Cholesterinspiegel im Blut),

•    Abfuhrmittel (z. B. Paraffinol).

Falls Sie eines der genannten Arzneimittel einnehmen, wird Ihnen Ihr Arzt weitere Anweisungen geben.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kurzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Einnahme von Actonel plus Calcium D zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Actonel Tabletten

Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihre Actonel Tablette NICHT zusammen mit Nahrungsmitteln oder Getranken (ausgenommen gewohnlichem Trinkwasser) einnehmen, damit sie richtig wirken kann. Insbesondere sollten Sie diese Tablette nicht gleichzeitig mit Molkereiprodukten (beispielsweise Milch) einnehmen, da diese Calcium enthalten (siehe Abschnitt 2 „Einnahme von Actonel plus Calcium D zusammen mit anderen Arzneimitteln“). Nehmen Sie Nahrung und Getranke (auber gewohnlichem Trinkwasser) fruhestens 30 Minuten nach Ihrer Actonel Tablette zu sich.

Calcium/Vitamin D3 Beutel

Nehmen Sie das aufgeloste Calcium/Vitamin D3 Brausegranulat NICHT gleichzeitig mit Nahrungsmitteln ein, die einen hohen Gehalt an Oxalsaure (Spinat und Rhabarber) oder Fytinsaure (ganze Getreidekorner) haben.

Trinken Sie das geloste Brausegranulat fruhestens 2 Stunden nachdem Sie solche Nahrungsmittel gegessen haben.

Schwangerschaft und Stillzeit

Nehmen Sie KEIN Actonel plus Calcium D ein, wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden (siehe Abschnitt 2. „Actonel plus Calcium D darf nicht eingenommen werden“). Das mogliche Risiko, das mit der Anwendung von Mononatriumrisedronat (dem Wirkstoff in Actonel) bei Schwangeren verbunden ist, ist nicht bekannt.

Nehmen Sie KEIN Actonel plus Calcium D ein, wenn Sie stillen (siehe Abschnitt 2. „Actonel plus Calcium D darf nicht eingenommen werden“).

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Actonel plus Calcium D hat keinen Einfluss auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Actonel plus Calcium D enthalt Lactose, Sorbitol, Sucrose, Sojaol und Kalium

Die Tabletten enthalten Lactose. Das Brausegranulat enthalt Sorbitol, Sucrose und Sojaol (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen“ und „Actonel plus Calcium D darf nicht eingenommen werden“).

Das Calcium/Vitamin D3 Granulat enthalt Kalium (163 mg pro Beutel). Das sollte beachtet werden, wenn Sie eine verminderte Nierenfunktion haben oder eine kaliumkontrollierte Diat einhalten mussen.

3.    Wie ist Actonel plus Calcium D einzunehmen?

Actonel plus Calcium D ist eine Wochentherapie in Form einer Packung mit 1 Tablette (in einem Blister) und 6 Beuteln mit Brausegranulat, die auf bestimmte Art und Weise einzunehmen sind. Auf der Ruckseite jeder Wochenpackung finden Sie Einnahme-anweisungen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis betragt:

Wochenzyklus:

•    Tag 1: Actonel Tablette (hellorange Tablette)

Nehmen Sie einmal die Woche EINE Actonel Tablette.

Wahlen Sie einen Tag in der Woche aus, der am besten in Ihren Zeitplan passt. Das wird Ihr Tag 1 fur den Wochenzyklus sein. Nehmen Sie jede Woche die Actonel Tablette an dem von Ihnen gewahlten Tag 1.

•    Tage 2 bis 7: Calcium/Vitamin D3 Beutel (Brausegranulat)

An dem Tag, der der Einnahme der Actonel Tablette folgt, beginnen Sie mit der Einnahme EINES Beutels Calcium/Vitamin D3 Brausegranulat taglich fur die nachsten 6 Tage.

Alle 7 Tage beginnen Sie eine neue Wochenpackung. Sie sollten die neue Wochenpackung mit der Einnahme der Actonel Tablette an dem von Ihnen gewahlten Tag 1 beginnen. Nehmen Sie Ihre Actonel Tablette und den Beutel mit Brausegranulat NICHT am selben Tag.

WANN ist die Actonel Tablette einzunehmen?

Nehmen Sie Ihre Actonel Tablette spatestens 30 Minuten vor dem ersten Verzehr von Nahrung oder Getranken (auBer gewohnlichem Trinkwasser) oder der Einnahme anderer Arzneimittel an diesem Tag.

WIE ist Actonel plus Calcium D einzunehmen?

Actonel Tabletten

   Nehmen Sie Ihre Tablette in aufrechter Korperhaltung ein (Sie konnen sitzen oder stehen), um Sodbrennen zu vermeiden.

•    Schlucken Sie Ihre Tablette mit mindestens einem Glas (120 ml) gewohnlichem Trinkwasser.

•    Schlucken Sie Ihre Tablette im Ganzen. Lutschen oder kauen Sie sie nicht.

•    Legen Sie sich 30 Minuten lang nicht hin, nachdem Sie Ihre Tablette eingenommen haben.

Calcium/Vitamin D3 Beutel

   Schutten Sie den Inhalt eines Beutels in ein Glas gewohnlichen Trinkwassers und ruhren Sie um. Warten Sie, bis das Sprudeln aufgehort hat, und trinken Sie dann die Losung.

Wenn Sie eine groBere Menge Actonel plus Calcium D eingenommen haben, als Sie sollten

Actonel Tabletten

Falls Sie mehr Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten, oder falls Kinder aus Versehen das Arzneimittel eingenommen haben, sollten die Betreffenden ein groBes Glas Milch trinken und arztlichen Rat suchen.

Calcium/Vitamin D3 Beutel

Falls Sie mehr Beutel genommen haben als Sie sollten, oder falls Kinder aus Versehen das Arzneimittel eingenommen haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Actonel plus Calcium D vergessen haben

Actonel Tabletten

Wenn Sie vergessen haben, Ihre Tablette an dem von Ihnen gewahlten Tag (Tag 1) einzunehmen:

1.    Nehmen Sie sie an dem Tag, an dem Sie es bemerken. Nehmen Sie NICHT zwei Tabletten an einem Tag, um die ausgelassene Tablette auszugleichen.

2.    Am darauffolgenden Tag nehmen Sie Ihren Beutel mit Calcium/Vitamin D3. Nehmen Sie Ihre Actonel Tablette und den Beutel NICHT am selben Tag ein.

3.    Nehmen Sie weiterhin jeden Tag einen Beutel, bis der Wochenzyklus zu Ende ist.

4.    Entsorgen Sie am Ende des Wochenzyklus evtl. noch in der Wochenpackung ubrig gebliebene Beutel.

Dann beginnen Sie einen neuen Wochenzyklus: Nehmen Sie eine Actonel Tablette einmal die Woche an dem von Ihnen festgelegten Tag 1.

Calcium/Vitamin D3 Beutel

Falls Sie die Einnahme eines Calcium/Vitamin D3 Beutels vergessen haben:

1.    Nehmen Sie ihn an dem Tag ein, an dem Sie es bemerken. Nehmen Sie NICHT den Beutel am selben Tag wie Ihre Actonel Tablette. Nehmen Sie NICHT 2 Beutel am selben Tag.

2.    Nehmen Sie weiterhin jeden Tag einen Beutel, bis der Wochenzyklus beendet ist.

3.    Entsorgen Sie am Ende des Wochenzyklus evtl. noch in der Wochenpackung verbliebene Beutel.

Wenn Sie die Einnahme von Actonel plus Calcium D abbrechen

Wenn Sie die Behandlung abbrechen, beginnen Sie moglicherweise, Knochenmasse zu verlieren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie in Erwagung ziehen, die Behandlung abzubrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Actonel Tabletten

In den folgenden Fallen mussen Sie die Einnahme von Actonel abbrechen und sofort einen Arzt informieren:

•    Symptome einer schweren allergischen Reaktion wie

o Schwellungen von Gesicht, Zunge oder Rachen, o Schluckbeschwerden, o Quaddeln und Atembeschwerden.

•    Schwere Hautreaktionen, die mit Blasenbildung einhergehen konnen.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn bei Ihnen die folgenden Nebenwirkungen auftreten:

•    Augenentzundung, gewohnlich mit Schmerzen, Rotung und Lichtempfindlichkeit.

•    Absterben von Knochengewebe des Kiefers (Osteonekrose), das einhergeht mit einer verzogerten Heilung und Infektion, oftmals als Folge einer Zahnextraktion (siehe Abschnitt 2 „Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen“).

•    Speiserohrenbeschwerden wie Schmerzen beim Schlucken, Schluckbeschwerden, Schmerzen im Brustkorb oder neu auftretendes oder sich verschlimmerndes Sodbrennen.

Ungewohnliche (atypische) Bruche des Oberschenkelknochens, insbesondere bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose, konnen selten auftreten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen, Schwache oder Beschwerden in Oberschenkel, Hufte oder Leiste verspuren, da es sich dabei um ein fruhes Anzeichen eines moglichen Oberschenkelknochenbruchs handeln konnte.

Demgegenuber waren die anderen Nebenwirkungen, die in klinischen Studien beobachtet wurden, gewohnlich leicht und veranlassten die Patienten nicht, die Einnahme ihrer Tabletten abzubrechen.

Haufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten)

•    Verdauungsstorungen, Ubelkeit, Magenschmerzen, Magenkrampfe oder -verstimmung, Verstopfung, Vollegefuhl, Blahungen, Durchfall.

•    Schmerzen in Knochen, Muskeln oder Gelenken.

•    Kopfschmerz.

Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 von 1.000 Behandelten)

•    Entzundungen oder Geschwure der Speiserohre, die Probleme und Schmerzen beim Schlucken verursachen (siehe auch Abschnitt 2 „Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen“), Magenschleimhautentzundung, Entzundung des Zwolffinger-darms (Darmabschnitt, in den sich der Magen entleert).

•    Entzundung der Regenbogenhaut des Auges (Iris) (rote, schmerzende Augen mit moglicher Ánderung des Sehvermogens).

Seltene Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 von 10.000 Behandelten)

•    Entzundliche Veranderungen der Zungenschleimhaut (rot, geschwollen, moglicherweise schmerzhaft), Verengung der Speiserohre.

•    Auffallige Leberwerte wurden berichtet. Diese konnen nur durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden.

Nach Markteinfuhrung wurden folgende Nebenwirkungen berichtet (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar):

•    Haarausfall

•    Lebererkrankungen, in einigen Fallen schwer.

Zu Behandlungsbeginn konnen in seltenen Fallen die Calcium- und Phosphatspiegel fallen. Diese Veranderungen sind gewohnlich gering und verursachen keine Symptome.

Calcium/Vitamin D3 Beutel

Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 von 1.000 Behandelten)

•    Hyperkalziamie (erhohter Calciumspiegel im Blut mit moglichen Anzeichen starken Durstgefuhls, Appetitverlust, Mudigkeit und in schweren Fallen unregelmabiger Herzschlag), Hyperkalziurie (erhohter Calciumspiegel im Urin).

Seltene Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 von 10.000 Behandelten)

•    Verstopfung, Blahungen, Ubelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall.

•    Hautreaktionen wie Juckreiz, Ausschlag und Quaddeln.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

5.    Wie ist Actonel plus Calcium D aufzubewahren?

•    Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

•    Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

•    Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Actonel plus Calcium D enthalt

Filmtabletten

Der Wirkstoff ist Mononatriumrisedronat. Eine Tablette enthalt 35 mg Mononatriumrisedronat, entsprechend 32,5 mg Risedronsaure.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern: Lactose-Monohydrat (siehe Abschnitt 2), Crospovidon (Typ A), Magnesiumstearat (Ph.Eur.) und mikrokristalline Cellulose.

Filmuberzug: Hypromellose, Macrogol 400, Hyprolose, Macrogol 8000, hochdisperses Siliciumdioxid, Titandioxid (E171), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172), Eisen(III)-oxid (E172).

Beutel mit Brausegranulat

Die Wirkstoffe sind Calciumcarbonat und Colecalciferol (Vitamin D3). Ein Beutel Brausegranulat enthalt 1000 mg Calcium, entsprechend 2500 mg Calciumcarbonat, und 22 Mikrogramm (880 Internationale Einheiten (I.E.)) Colecalciferol (Vitamin D3).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Citronensaure, Ápfelsaure, D-Glucono-1,5-lacton, Maltodextrin, Natriumcyclamat, Saccharin-Natrium 2 H2O, Sorbitol (Ph.Eur.) (E420), Mannitol (Ph.Eur.) (E421), Dextrin, Arabisches Gummi, naturliche Zitronenole, naturliches/naturidentisches Limonenaroma, Reisstarke, Kaliumcarbonat, all-rac-alpha-Tocopherol, Sojaol (Ph.Eur.), Gelatine, Sucrose, Maisstarke.

Wie Actonel plus Calcium D aussieht und Inhalt der Packung

Die Kombinationspackung besteht aus einem Umkarton mit Wochenpackungen (Schachteln aus Karton).

Jede Wochenpackung enthalt:

•    1 Filmtablette, die eine ovale hellorange Tablette mit den Buchstaben „RSN“ auf der einen und „35 mg“ auf der anderen Seite ist, gepackt in einer Blisterpackung.

•    6 Beutel mit Calcium und Vitamin D3 als Brausegranulat.

PackungsgroBen: 4 und 12 (3x4) Wochenpackungen.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Warner Chilcott Deutschland GmbH Dr.-Otto-Rohm-StraBe 2 - 4 64331 Weiterstadt Telefon: 06151/877-0 Telefax: 06151/895594

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europaischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien: Actonel Combi D 35 mg + 1000 mg / 880 IE filmomhulde tabletten + bruisgranulat, 35 mg + 1000 mg / 880 UI comprimé pelliculé et granulés effervescents en sachet-dose, 35 mg + 1000 mg / 880 I.E. Filmtabletten + Brausegranulat Deutschland: Actonel plus Calcium D 35 mg + 1000 mg/880 I.E. Filmtabletten + Brausegranulat

Frankreich: Actonelcombi 35 mg + 1000 mg / 880 UI comprimé pelliculé et granulés effervescents en sachet-dose

Irland: Actonel Plus Ca & D 35 mg film-coated tablets + 1000 mg / 880 i.u. effervescent granules

Litauen: Actonel Combi 35 mg plevele dengtos tabletes + 1000 mg / 880 TV šnypščiosios granules

Luxemburg: Actonel Combi D 35 mg + 1000 mg / 880 UI comprimé pelliculé et granulés effervescents en sachet-dose

Malta: Actonel Plus Ca & D 35 mg film-coated tablets + 1000 mg / 880 i.u. effervescent granules

Niederlande: Actokit D 35 mg + 1000 mg/880 IE filmomhulde tabletten + bruisgranulaat Schweden: Optinate Combi D 35 mg + 1000 mg / 880 IE filmdragerade tabletter + brusgranulat

Slowenien: Actonel Combi 35 mg + 1000 mg/880 IE filmsko obložena tableta + šumeča zrnca

Vereinigtes Konigreich: Actonel Combi 35 mg film-coated tablets + 1000 mg / 880 IU effervescent granules

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im Oktober 2014.

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Actonel plus Calcium D 35 mg + 1000 mg/880 I.E. Filmtabletten + Brausegranulat

Fachinformation Actonel plus calcium d 35 mg + 1000 mg/880 i.e. filmtabletten + brausegranulat

F achinform ation

1.    BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Actonel® plus Calcium D 35 mg + 1000 mg/880 I.E. Filmtabletten + Brausegranulat

2.    QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Filmtablette enthalt 35 mg Mononatriumrisedronat (entsprechend 32,5 mg Risedronsaure).

Ein Beutel Brausegranulat enthalt 1000 mg Calcium (entsprechend 2500 mg Calciumcarbonat) und 22 Mikrogramm (880 I.E.) Colecalciferol (Vitamin D3).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Jede Filmtablette enthalt 126,0 mg Lactose-Monohydrat (entsprechend 119,7 mg Lactose).

Jeder Beutel mit Brausegranulat enthalt Kalium (163 mg), Sucrose (3,6 mg), Sojaol (0,7 mg) und Sorbitol (100 mg).

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.    DARREICHUNGSFORM

Filmtablette:

Ovale, hellorange Filmtablette mit der Gravur „RSN“ auf der einen Seite und „35 mg“ auf der anderen.

Brausegranulat:

WeiBes Brausegranulat.

4.    KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose, zur Verringerung des Risikos fur Wirbelkorperfrakturen.

Behandlung der manifesten postmenopausalen Osteoporose, zur Verringerung des Risikos fur Huftfrakturen (siehe Abschnitt 5.1).

Actonel plus Calcium D ist nur fur solche Patienten bestimmt, bei denen die enthaltene Calcium- und Vitamin D3-Menge als ausreichend zur Erganzung des Bedarfs erachtet wird.

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Eine Wochenpackung Actonel plus Calcium D besteht aus 1 Filmtablette Actonel 35 mg und 6 Beuteln Calcium/Vitamin D3 in einer Faltschachtel.

Dosierung

Fur Erwachsene ist die empfohlene Dosis eine Actonel 35 mg Tablette am ersten Tag, gefolgt von taglich einem Beutel Calcium/Vitamin D3 fur die nachsten 6 Tage. Dieser siebentagige Zyklus wird anschliebend jede Woche wiederholt, wobei stets mit einer Actonel 35 mg Tablette begonnen wird.

Art der Anwendung

Actonel 35 mg (hellorange Tablette)

Die Actonel 35 mg Tablette sollte jede Woche am selben Wochentag eingenommen werden.

Die Resorption von Mononatriumrisedronat wird durch Nahrungsmittel beeinflusst, daher sollten Patienten zur Sicherstellung einer ausreichenden Resorption die Actonel 35 mg Filmtablette wie folgt einnehmen:

• Vor dem Fruhstuck: Mindestens 30 Minuten vor der ersten Aufnahme von Nahrung, anderen Arzneimitteln oder Getranken (ausgenommen gewohnliches Trinkwasser).

Die Filmtablette muss im Ganzen geschluckt und darf nicht gelutscht oder gekaut werden. Um die Passage der Filmtablette in den Magen zu unterstutzen, ist die Actonel 35 mg Filmtablette in aufrechter Korperhaltung einzunehmen, zusammen mit einem Glas gewohnlichem Trinkwasser (> 120 ml). Patienten sollten sich nach der Tabletteneinnahme 30 Minuten lang nicht hinlegen (siehe Abschnitt 4.4).

Calcium/Vitamin P3 (Beutel)

Die Calcium/Vitamin D3 Beutel sollten, beginnend mit dem der Actonel 35 mg Tabletteneinnahme nachfolgenden Tag, taglich fur 6 Tage genommen werden. Der Inhalt des Beutels sollte in ein Glas gewohnliches Trinkwasser geschuttet, umgeruhrt und getrunken werden, sobald das Sprudeln aufgehort hat.

Die Patienten sollten fur den Fall, dass sie die Einnahme der Actonel 35 mg Tablette versaumen, angewiesen werden, diese am nachsten Morgen entsprechend den Einnahmevorschriften einzunehmen. In diesem speziellen Fall sollten die Patienten dann den Calcium/Vitamin D3 Beutel am darauffolgenden Tag nehmen. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass sie niemals die Tablette und den Beutel am selben Tag nehmen sollten.

Fur den Fall, dass eine Dosis an Calcium/Vitamin D3 Beutel vergessen wurde, sollte der Patient angewiesen werden, mit der Einnahme eines Beutels pro Tag fortzufahren, beginnend am Tag, an dem er die vergessene Einnahme bemerkt. Patienten sind darauf hinzuweisen, keine zwei Beutel am selben Tag zu nehmen.

Am Ende des wochentlichen Einnahmezyklus sollten die verbliebenen Calcium/Vitamin D3 Beutel verworfen werden.

Die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose ist nicht festgelegt. Die Notwendigkeit einer Weiterbehandlung sollte in regelmaBigen Abstanden auf Grundlage des Nutzens und potenzieller Risiken von Risedronat fur jeden Patienten individuell beurteilt werden, insbesondere bei einer Anwendung uber 5 oder mehr Jahre.

Besondere Patientengruppen Áltere Patienten

Eine Dosisanpassung ist nicht notwendig, da Bioverfugbarkeit, Verteilung und Ausscheidung bei alteren (> 60 Jahre) und jungeren Patienten vergleichbar sind. Dies wurde auch in der postmenopausalen Population fur betagte Patienten im Alter von 75 Jahren und daruber nachgewiesen.

Eingeschrankte Nierenfunktion

Fur Patienten mit geringer bis mittelschwerer Einschrankung der Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich. Mononatriumrisedronat und Calcium/Vitamin D3 sind bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Fur Kinder unter 18 Jahren wird eine Einnahme von Mononatriumrisedronat aufgrund unzureichender Daten hinsichtlich Unbedenklichkeit und Wirksamkeit nicht empfohlen (siehe auch Abschnitt 5.1).

4.3    Gegenanzeigen

Uberempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, Sojaol, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile Hypokalziamie (siehe Abschnitt 4.4)

Hyperkalziamie

Hyperkalziurie

Krankheiten und/oder Umstande (beispielsweise langere Immobilisierung), die mit Hyperkalziamie und/oder Hyperkalziurie einhergehen Nephrolithiasis Schwangerschaft und Stillzeit

Schwere Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) D-Hypervitaminose.

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Mononatriumrisedronat

Nahrungsmittel, Getranke (ausgenommen gewohnliches Trinkwasser) und Arzneimittel mit mehrwertigen Kationen (z.B. Calcium, Magnesium, Eisen sowie Aluminium) konnen die Resorption von Mononatriumrisedronat beeintrachtigen und durfen daher nicht gleichzeitig eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.5). Die Mononatriumrisedronat Tablette (hellorange Tablette) sollte deshalb morgens spatestens 30 Minuten vor der ersten Aufnahme von Nahrung, anderen Arzneimitteln oder Getranken eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.2).

Die Wirksamkeit von Bisphosphonaten bei der Behandlung der postmenopausalen Osteoporose ist mit dem Vorliegen eines erniedrigten Knochenmineralgehaltes (BMD) [T-Score an der Hufte oder der Lendenwirbelsaule < -2,5 Standard-abweichungen (SD)] und/oder einer vorhandenen Fraktur verbunden.

Hohes Alter oder klinische Risikofaktoren fur Frakturen alleine sind keine genugenden Grunde, eine Osteoporosebehandlung mit einem Bisphosphonat zu beginnen. Hinweise, die die Wirksamkeit von Bisphosphonaten einschlieblich Mononatriumrisedronat bei sehr betagten Frauen (> 80 Jahre) unterstutzen, sind begrenzt (siehe Abschnitt 5.1).

Bisphosphonate wurden mit Osophagitis, Gastritis, osophagealen und gastroduodenalen Ulzera in Verbindung gebracht. Vorsicht ist daher geboten:

•    bei Patienten mit Osophagus-Erkrankungen in der Anamnese, die die osophageale Passage oder Entleerung verzogern, wie z. B. Striktur oder Achalasie

•    bei Patienten, die nicht in der Lage sind, mindestens 30 Minuten lang nach Einnahme der Filmtablette aufrecht zu sitzen oder zu stehen

•    falls Mononatriumrisedronat Patienten mit aktiven oder kurzlich aufgetretenen osophagealen oder Oberbauchbeschwerden verordnet wird (eingeschlossen bekannter Barrett Osophagus).

Der verordnende Arzt sollte die Patienten besonders auf die Beachtung der Einnahmevorschriften hinweisen und auf Anzeichen und Symptome einer moglichen osophagealen Reaktion achten. Die Patienten sollten angewiesen werden, rechtzeitig arztlichen Rat zu suchen, wenn sich bei ihnen Symptome einer Osophagusreizung entwickeln wie Dysphagie, Schmerzen beim Schlucken, retrosternale Schmerzen oder neu auftretendes oder sich verschlimmerndes Sodbrennen.

Eine Hypokalziamie ist vor Einleitung der Actonel plus Calcium D-Therapie zu behandeln. Andere Storungen des Knochen- und Mineralstoffwechsels (wie Funktionsstorungen der Nebenschilddruse, D-Hypovitaminose) sind bei Beginn der Actonel plus Calcium D-Therapie ebenfalls zu behandeln.

Uber Osteonekrosen im Kieferbereich, ublicherweise im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion und/oder einer lokalen Infektion (einschlieblich Osteomyelitis), wurde bei Krebspatienten berichtet, deren Behandlungsschemata vorwiegend intravenos verabreichte Bisphosphonate einschlossen. Viele dieser Patienten erhielten zusatzlich eine Chemotherapie und Glukokortikoide. Osteonekrosen des Kiefers wurden auch bei Osteoporosepatienten berichtet, die orale Bisphosphonate erhielten.

Bei Patienten mit begleitenden Risikofaktoren (z. B. Krebserkrankungen, Chemotherapie, Strahlentherapie, Glukokortikoide, schlechte Mundhygiene) sollte vor einer Behandlung mit Bisphosphonaten eine Zahnuntersuchung mit angemessener praventiver Zahnbehandlung erwogen werden.

Wahrend der Behandlung sollten diese Patienten invasive Dentaleingriffe soweit moglich vermeiden. Bei Patienten, die wahrend der Behandlung mit Bisphosphonaten eine Osteonekrose im Kieferbereich entwickeln, konnte ein kieferchirurgischer Eingriff diesen Zustand verschlechtern. Fur Patienten, die eine zahnarztliche MaBnahme benotigen, stehen keine Daten zur Verfugung, ob die Unterbrechung der Behandlung mit Bisphosphonaten das Risiko fur Osteonekrose im Kieferbereich reduziert. Die klinische Bewertung durch den behandelnden Arzt sollte Grundlage fur den Behandlungsplan eines jeden Patienten sein und auf einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung basieren.

Atypische Femurfrakturen

Atypische subtrochantare und diaphysare Femurfrakturen wurden unter Bisphosphonat-Therapie berichtet, vor allem bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose. Diese transversalen oder kurzen Schragfrakturen konnen uberall entlang des Oberschenkelknochens auftreten, direkt unterhalb des Trochanter minor bis direkt oberhalb der Femurkondylen. Diese Frakturen entstehen nach einem minimalen Trauma oder ohne Trauma und manche Patienten verspuren Oberschenkel- oder Leistenschmerzen oft im Zusammenhang mit Anzeichen einer Niedrig-Energie Fraktur in bildgebenden Verfahren Wochen bis Monate vor dem Auftreten einer manifesten Femurfraktur. Frakturen treten haufig bilateral auf. Aus diesem Grund sollte bei Patienten, die mit Bisphosphonaten behandelt werden und eine Femurschaftfraktur hatten, der kontralaterale Femur ebenfalls untersucht werden. Uber eine schlechte Heilung dieser Frakturen ist ebenfalls berichtet worden. Bei Patienten mit Verdacht auf eine atypische Femurfraktur sollte ein Absetzen der Bisphosphonat-Therapie, vorbehaltlich einer Beurteilung des Patienten, auf Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung in Betracht gezogen werden.

Wahrend einer Behandlung mit Bisphosphonaten sollte den Patienten geraten werden, uber jegliche Oberschenkel-, Huft- oder Leistenschmerzen zu berichten und jeder Patient mit diesen Symptomen sollte auf eine unvollstandige Femurfraktur hin untersucht werden.

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz oder anamnestisch bekannter absorptiver oder renaler Hyperkalziurie, Nephrokalzinose, Nierensteinbildung oder Hypophosphatamie sollten die Nierenfunktion, sowie die Calcium- und Phosphatspiegel im Serum und Urin regelmaBig kontrolliert werden.

Dieses Arzneimittel enthalt Lactose. Patienten mit der seltenen, hereditaren Galactose-Intoleranz, Lapp Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Calciumcarbonat/Vitamin D3

Vitamin D3 ist bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstorung vorsichtig und unter Uberwachung der Calcium- und Phosphatspiegel anzuwenden. Das Risiko einer Verkalkung des Weichteilgewebes ist zu berucksichtigen. Von Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstorung wird Vitamin D in Form von Colecalciferol nicht normal metabolisiert und ein anderes Vitamin D-Derivat sollte daher eingesetzt werden (siehe Abschnitt 4.3).

Wahrend einer Langzeitanwendung sollten die Calciumspiegel im Serum und Urin uberwacht werden und die Nierenfunktion durch Messung des Serum-Kreatinins uberpruft werden. Die Uberwachung ist besonders wichtig bei alteren Patienten, die gleichzeitig mit Herzglykosiden oder Diuretika behandelt werden (siehe Abschnitt 4.5), sowie bei Patienten, die zur Steinbildung neigen. Die Behandlung muss reduziert oder vorubergehend unterbrochen werden, wenn der Kalziumgehalt im Urin 7,5 mmol/24 Stunden (300 mg/24 Stunden) uberschreitet. Im Falle einer Hyperkalziamie oder Anzeichen einer Nierenfunktionseinschrankung sollte die Behandlung mit den Calcium/Vitamin D3 Beuteln beendet werden.

Bei der Verschreibung anderer Arzneimittel, die Vitamin D enthalten, sollte die Vitamin D3-Dosis in den Beuteln berucksichtigt werden. Zusatzliche Calcium- oder Vitamin D-Gaben sollten unter engmaschiger medizinischer Aufsicht erfolgen. In diesen Fallen ist es notwendig, die Calciumspiegel in Serum und Urin regelmabig zu uberwachen.

Die Calcium/Vitamin D3 Beutel sollten bei Patienten, die an Sarkoidose leiden, wegen der Gefahr einer erhohten Metabolisierung von Vitamin D in seine aktive Form nur mit Vorsicht benutzt werden. Der Calciumspiegel in Serum und Urin ist bei diesen Patienten zu uberwachen.

Calcium/Vitamin D3 Beutel sollten bei Patienten mit Immobilisationsosteoporose aufgrund des erhohten Risikos fur eine Hyperkalziamie nur mit Vorsicht benutzt werden. Die Calcium/Vitamin D3 Behandlung sollte bei langer andauernder Immobilisation abgebrochen und erst dann wieder aufgenommen werden, wenn sich der Patient wieder bewegen kann.

Dieses Arzneimittel enthalt Sorbitol und Sucrose. Patienten mit der seltenen hereditaren Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Dieses Arzneimittel enthalt Kalium (163 mg pro Beutel). Dies sollte bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion oder Patienten, die eine kaliumkontrollierte Diat einhalten mussen, in Betracht gezogen werden.

4.5    Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Mononatriumrisedronat

Es wurden keine Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen mit Mononatriumrisedronat durchgefuhrt; jedoch zeigten sich keine klinisch relevanten Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln in den klinischen Studien.

Die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln mit mehrwertigen Kationen (z.B. Calcium, Magnesium, Eisen sowie Aluminium) beeintrachtigt die Resorption von Mononatriumrisedronat (siehe Abschnitt 4.4).

Mononatriumrisedronat wird nicht im Korper metabolisiert, induziert keine Cytochrom P450-Enzyme und weist eine geringe Proteinbindung auf.

In den Mononatriumrisedronat-Studien der Phase-III zur Osteoporose mit taglicher Einnahme von Mononatriumrisedronat gaben 33 % der Patienten die Einnahme von Acetylsalicylsaure bzw. 45 % die Einnahme von NSAR an. In der Phase-III-Studie mit einmal wochentlicher Einnahme gaben 57 % bzw. 40 % der Patienten die Einnahme von Acetylsalicylsaure bzw. NSAR an. Bei den regelmaBigen Anwendern (an 3 oder mehr Tagen pro Woche) war die Inzidenz unerwunschter Wirkungen im Bereich des oberen Gastrointestinaltrakts bei den mit Mononatriumrisedronat behandelten Patienten und den Kontrollpatienten ahnlich.

Bei Bedarf kann Mononatriumrisedronat gleichzeitig mit einer Estrogensubstitution angewandt werden.

Calciumcarbonat/Vitamin D3

Thiaziddiuretika verringern die Harnausscheidung von Calcium. Aufgrund des erhohten Hyperkalziamie-Risikos sollten die Serumcalciumspiegel wahrend einer gleichzeitigen Behandlung mit Thiaziddiuretika regelmaBig kontrolliert werden.

Systemische Glukokortikoide vermindern die Calciumresorption. Die gleichzeitige Anwendung kann eine Erhohung der Calciumcarbonat-Dosis notwendig machen.

Die Resorption von oralen Tetracyclinen kann durch die gleichzeitige Einnahme von Calciumcarbonat vermindert werden. Aus diesem Grund sollten Tetracyclin-haltige Arzneimittel mindestens zwei Stunden vor bzw. erst vier bis sechs Stunden nach der Einnahme von Calciumcarbonat/Vitamin D3 gegeben werden.

Hyperkalziamie kann die Toxizitat von Digitalis und anderen Herzglykosiden (Risiko von Dysrhythmien) wahrend einer Behandlung mit Calcium in Kombination mit Vitamin D3 erhohen. Aus diesem Grund mussen entsprechende Patienten bezuglich Elektrokardiogramm (EKG) und Serumcalciumspiegel uberwacht werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Natriumfluorid-Praparaten sollten diese mindestens 3 Stunden vor der Einnahme von Calciumcarbonat/Vitamin Deingenommen werden, da die gastrointestinale Resorption eingeschrankt sein kann.

Oxalsaure (enthalten in Spinat und Rhabarber) sowie Fytinsaure (enthalten in ganzen Getreidekornern) kann durch Bildung unloslicher Komplexe mit Calciumionen die Calciumresorption hemmen. Patienten sollten fur die Dauer von zwei Stunden nach der Aufnahme von Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt an Oxal-oder Fytinsaure keine Calcium-haltigen Arzneimittel einnehmen.

Die gleichzeitige Behandlung mit Ionenaustauscherharzen wie Colestyramin oder Laxantien wie Paraffinol konnen die gastrointestinale Resorption von Vitamin D reduzieren.

4.6    Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Dieses Arzneimittel ist wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Mononatriumrisedronat

Es liegen keine hinreichenden Daten uber die Anwendung von Mononatriumrisedronat bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizitat gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Das potentielle Risiko fur den Menschen ist nicht bekannt. Untersuchungen an Tieren deuten darauf hin, dass eine geringe Menge Mononatriumrisedronat in die Muttermilch ubergeht. Mononatriumrisedronat darf wahrend der Schwangerschaft oder Stillzeit nicht eingenommen werden.

Calciumcarbonat/Vitamin D3

Wahrend der Schwangerschaft sollte die tagliche Zufuhr 1500 mg Calcium und 600 I.E. Colecalciferol (15 ^g Vitamin D3) nicht uberschreiten. Es gibt keine Hinweise, dass Vitamin D in therapeutischen Dosierungen im Menschen teratogen wirkt. Untersuchungen an Tieren haben eine Reproduktionstoxizitat hoher Dosen von Vitamin D gezeigt. Uberdosierungen von Calcium und Vitamin D mussen bei Schwangeren vermieden werden, da eine andauernde Hyperkalziamie mit schadlichen Effekten auf den sich entwickelnden Foetus in Verbindung gebracht wurde. Calcium und Vitamin D3 gehen in die Muttermilch uber. Actonel plus Calcium D Brausegranulat darf wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Actonel plus Calcium D hat keinen oder einen zu vernachlassigenden Einfluss auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen.

4.8    Nebenwirkungen

Mononatriumrisedronat

Mononatriumrisedronat wurde in klinischen Studien der Phase III bei mehr als

15.000 Patienten untersucht. Die in klinischen Studien beobachteten unerwunschten Wirkungen waren in der Mehrzahl leicht bis maBig und erforderten in der Regel keinen Behandlungsabbruch.

Unerwunschte Ereignisse, die in klinischen Studien der Phase III bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose berichtet wurden, die bis zu 36 Monate lang mit Mononatriumrisedronat 5 mg taglich (n = 5.020) oder Placebo (n = 5.048) behandelt wurden und deren Zusammenhang mit Mononatriumrisedronat als moglich oder wahrscheinlich beurteilt wurde, sind nachstehend aufgelistet. Dabei wurde die folgende Konvention zu Grunde gelegt (Inzidenzen im Vergleich zu Placebo sind in Klammern angegeben): sehr haufig (> 1/10); haufig (> 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100); selten (> 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000).

Erkrankungen des Nervensystems haufig: Kopfschmerz (1,8 % vs. 1,4 %)

Augenerkrankungen gelegentlich: Iritis*

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

haufig: Verstopfung (5,0 % vs. 4,8 %), Dyspepsie (4,5 % vs. 4,1 %), Ubelkeit

(4,3 % vs. 4,0 %), Abdominalschmerzen (3,5 % vs. 3,3 %), Diarrhoe (3,0 % vs. 2,7 %)

gelegentlich: Gastritis (0,9 % vs. 0,7 %), Osophagitis (0,9 % vs. 0,9 %), Dysphagie (0,4 % vs. 0,2 %), Duodenitis (0,2 % vs. 0,1%), Osophagus-Ulkus (0,2% vs. 0,2%)

selten: Glossitis (< 0,1 % vs. 0,1 %), Osophagusstriktur (< 0,1 % vs. 0,0 %).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen haufig: Schmerzen des Bewegungsapparats (2,1 % vs. 1,9 %)

Untersuchungen

selten: Leberwerte auBerhalb des Normbereichs*

* Keine relevanten Inzidenzen aus Phase IlI-Osteoporose-Studien; die Haufigkeitsangaben basieren auf unerwunschten

Ereignissen/Laborbefunden/Medikamentenreexpositionen aus klinischen Studien fruherer Phasen.

In einer einjahrigen, doppelblinden, multizentrischen Studie bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose, in der die tagliche Einnahme von Mononatriumrisedronat 5 mg (n = 480) mit der einmal wochentlichen Einnahme von Mononatriumrisedronat 35 mg (n = 485) verglichen wurde, waren Sicherheits- und Vertraglich-keits-Profile der beiden Arzneimittel ahnlich. Die folgenden zusatzlichen Neben-wirkungen, deren Auftreten nach Meinung der Prufarzte moglicherweise oder wahrscheinlich in Zusammenhang mit dem Arzneimittel stehen konnten, wurden beobachtet (Inzidenz in der Mononatriumrisedronat 35 mg Gruppe groBer als in der Mononatriumrisedronat 5 mg Gruppe): Gastrointestinale Storungen (1,6 % vs.

1,0 %) und Schmerzen (1,2 % vs. 0,8 %).

Laborbefunde

Fruhe, vorubergehende, asymptomatische und leichte Verminderungen der Calcium- und Phosphatkonzentrationen im Serum wurden bei einigen Patienten beobachtet.

Die folgenden zusatzlichen unerwunschten Ereignisse wurden nach der Markteinfuhrung berichtet (Haufigkeit nicht bekannt):

Augenerkrankungen Iritis, Uveitis

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Osteonekrose des Kiefers

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Hypersensitivitat und Hautreaktionen, einschlieBlich Angioodem, generalisiertem Exanthem, Urtikaria und bullosen Hautreaktionen, einige davon schwer, darunter Einzelfalle von Stevens-Johnson-Syndrom, toxischer epidermaler Nekrolyse und leukozytoklastischer Vaskulitis.

Haarausfall

Erkrankungen des Immunsystems Anaphylaktische Reaktion

Leber- und Gallenerkrankungen

Schwere Lebererkrankungen. In den meisten der berichteten Falle wurden die Patienten auch mit anderen Arzneimitteln behandelt, von denen bekannt ist, dass sie Leberschaden verursachen.

Nach Markteinfuhrung wurden die folgenden Nebenwirkungen berichtet (Haufigkeit selten):

Atypische subtrochantare und diaphysare Femurfrakturen (unerwunschte Wirkung der Substanzklasse der Bisphosphonate).

Calciumcarbonat/Vitamin D3

Unerwunschte Ereignisse sind nachstehend nach Systemorganklassen und Haufigkeiten entsprechend der Konvention aufgelistet: sehr haufig (> 1/10); haufig (> 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100); selten (> 1/10.000 bis < 1/1.000); sehr selten (< 1/10.000)

Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen gelegentlich: Hyperkalziamie und Hyperkalziurie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

selten: Verstopfung, Blahung, Ubelkeit, Abdominalschmerzen und Diarrhoe

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes selten: Pruritus, Exanthem und Urtikaria

4.9    Uberdosierung

Mononatriumrisedronat

Es liegen keine spezifischen Informationen uber die Behandlung einer Uberdosierung mit Mononatriumrisedronat vor.

Verminderungen der Serumcalciumwerte nach erheblicher Uberdosierung sind zu erwarten. Bei einigen dieser Patienten konnen auch Zeichen und Symptome einer Hypokalziamie auftreten.

Zur Bindung von Mononatriumrisedronat und Verringerung der Resorption sollten Milch oder Antazida, die Magnesium, Calcium oder Aluminium enthalten, verabreicht werden. Bei erheblicher Uberdosierung ist eine Magenspulung zur Entfernung des nicht resorbierten Anteils an Mononatriumrisedronat in Erwagung zu ziehen.

Calciumcarbonat/Vitamin D3

Eine Uberdosierung kann zu Hypervitaminose, Hyperkalziurie und Hyperkalziamie fuhren. Als Symptome einer Hyperkalziamie konnen Appetitlosigkeit, Durst, Ubelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Abdominalschmerzen, Muskelschwache, Erschopfung, Geistesstorungen, Polydipsie, Polyurie, Knochenschmerzen, Nephrokalzinose, Nierensteine und, in schweren Fallen, Herzrhythmusstorungen auftreten. Eine extreme Hyperkalziamie kann zum Koma und zum Tode fuhren. Standig erhohte Calciumspiegel konnen zu irreversiblen Nierenschaden sowie einer Verkalkung der Weichteile fuhren.

Behandlung der Hyperkalziamie: Die Behandlung mit Calcium ist zu unterbrechen. Ebenso ist eine Behandlung mit Thiazid-Diuretika, Lithium, Vitamin A, Vitamin Dund Herzglykosiden zu unterbrechen. Bei Patienten mit Bewusstseinsstorungen soll der Magen entleert werden. Rehydration und, entsprechend der Schwere, isolierte oder kombinierte Behandlung mit Schleifendiuretika, Bisphosphonaten, Calcitonin und Glukokortikoiden. Die Serumelektrolyte, Nierenfunktion und Diurese mussen uberwacht werden. In schweren Fallen sollten ein EKG aufgenommen und der zentrale Venendruck verfolgt werden.

5.    PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1    Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Bisphosphonate, Kombinationen ATC-Code: M05BB04

Mononatriumrisedronat

Wirkmechanismus

Mononatriumrisedronat ist ein Pyridinyl-Bisphosphonat, das an Knochen-Hydroxylapatit bindet und die osteoklastare Knochenresorption hemmt. Der Knochenumsatz ist verringert, wahrend die Osteoblastenaktivitat und die Knochenmineralisation erhalten bleiben.

Pharmakodynamische Wirkungen

In práklinischen Untersuchungen zeigte Mononatriumrisedronat eine ausgepragte antiosteoklastare und antiresorptive Aktivitat und eine dosisabhangige Erhohung der Knochendichte und biomechanischen Skelettfestigkeit. Die Aktivitat von Mononatriumrisedronat wurde in pharmakodynamischen und klinischen Studien mittels Messungen von biochemischen Markern des Knochenumsatzes bestatigt. Deren Abnahme wurde innerhalb eines Monats beobachtet und erreichte ein Maximum in 3 - 6 Monaten. Die Abnahme der biochemischen Marker des Knochenumsatzes zum Zeitpunkt 12 Monate war unter Mononatriumrisedronat einmal wochentlich 35 mg und Mononatriumrisedronat 5 mg taglich ahnlich.

Klinische Wirksamkeit und Sicherheit Behandlung der postmenopausalen Osteoporose

Eine Anzahl von Risikofaktoren ist mit einer postmenopausalen Osteoporose assoziiert, dazu zahlen u.a. eine erniedrigte Knochenmasse, ein erniedrigter

Knochenmineralgehalt, fruh einsetzende Menopause, Rauchen und eine familiare Osteoporosebelastung. Die klinische Folge einer Osteoporose sind Frakturen. Das Frakturrisiko steigt mit der Anzahl der Risikofaktoren.

In einer einjahrigen, doppelblinden, multizentrischen Studie mit postmenopausalen Frauen mit Osteoporose wurde anhand der Wirkung auf die mittlere Ánderung der Knochenmineraldichte (BMD) der Lendenwirbelsaule nachgewiesen, dass Mononatriumrisedronat 35 mg (n = 485) gleich wirksam wie Mononatrium-risedronat 5 mg taglich (n = 480) ist.

Das klinische Programm fur Mononatriumrisedronat bei einmal taglicher Einnahme untersuchte den Effekt auf das Risiko fur Huft- und Wirbelkorperfrakturen und umfasste Frauen in der fruhen und spaten Postmenopause mit und ohne Frakturen. Dosierungen von taglich 2,5 mg und 5 mg wurden untersucht, und alle Behandlungsgruppen, einschlieBlich der Kontrollgruppe, erhielten Calcium und (bei niedrigen Werten zu Behandlungsbeginn) Vitamin D. Das absolute und relative Risiko fur neue Wirbelkorper- und Huftfrakturen wurde auf der Basis einer Kaplan-Meier-Analyse (Zeit bis zum ersten Frakturereignis) bestimmt.

•    Zwei Placebo-kontrollierte klinische Studien (n = 3.661) umfassten postmenopausale Frauen unter 85 Jahren mit vorbestehenden vertebralen Frakturen. Eine dreijahrige Behandlung mit 5 mg Mononatriumrisedronat pro Tag senkte das Risiko fur neue Wirbelkorperfrakturen im Vergleich zur Kontrollgruppe. Bei Frauen mit mindestens zwei vorbestehenden vertebralen Frakturen verminderte sich das relative Risiko, eine neue Wirbelkorperfraktur zu erleiden, um 49 %, bei Frauen mit mindestens einer vorbestehenden vertebralen Fraktur um 41 % (die Inzidenz neuer Wirbelkorperfrakturen war

18,1 % bzw. 11,3 % in der Mononatriumrisedronatgruppe gegenuber 29,0 % bzw. 16,3 % in der Kontrollgruppe). Der Behandlungseffekt zeigte sich bereits am Ende des ersten Behandlungsjahres. Ein Nutzen wurde auch fur jene Frauen nachgewiesen, die zu Studienbeginn multiple Frakturen hatten. Unter 5 mg Mononatriumrisedronat pro Tag verringerte sich ebenfalls der jahrliche Verlust an KorpergroBe im Vergleich zur Kontrollgruppe.

•    Zwei weitere Placebo-kontrollierte klinische Studien schlossen postmenopausale Frauen alter als 70 Jahre mit oder ohne vorbestehenden vertebralen Frakturen ein. Frauen im Alter von 70 - 79 Jahren mit einem BMD T-Score des Schenkelhalses von < -3 SD (nach Herstellerangaben, entsprechend -2,5 SD nach NHANES III (National Health and Nutrition Examination Survey)) wurden in die Studien aufgenommen, falls sie mindestens einen weiteren Risikofaktor aufwiesen. Frauen, die 80 Jahre oder alter waren, konnten in die Studien aufgenommen werden, falls bei ihnen mindestens ein nicht-skelettaler Risikofaktor fur Huftfrakturen vorlag oder sie eine niedrige Knochenmineraldichte am Schenkelhals hatten. Ein statistisch signifikanter Unterschied in der Wirksamkeit zwischen Mononatriumrisedronat und Placebo zeigte sich nur bei Zusammenfassung der beiden Dosisgruppen 2,5 und 5 mg. Die nachstehenden Ergebnisse basieren nur auf einer a-posteriori Analyse von Untergruppen, die entsprechend klinischer Praxis und gegenwartiger Definitionen der Osteoporose festgelegt wurden:

-    In der Untergruppe der Patienten mit einem femoralen T-Score < -2,5 SD (NHANES III) und zumindest einer vorbestehenden vertebralen Fraktur verringerte eine dreijahrige Behandlung mit Mononatriumrisedronat das Risiko fur Huftfrakturen um 46 % im Vergleich zur Kontrollgruppe (Huftfrakturinzidenz in den zusammengefassten Mononatriumrisedronat-Dosisgruppen 2,5 mg und 5 mg 3,8 %, in der Placebogruppe 7,4 %).

-    Die Daten lassen vermuten, dass demgegenuber bei sehr alten Patienten (> 80 Jahre) ein geringerer Schutz beobachtet werden konnte. Dies ist moglicherweise eine Folge der mit fortschreitendem Alter zunehmenden Bedeutung nicht-skelettaler Faktoren fur Huftfrakturen.

-    Sekundare Endpunktanalysen der Daten aus diesen Studien zeigten eine Abnahme des Risikos fur neue vertebrale Frakturen bei Patienten mit erniedrigter Knochenmineraldichte am Schenkelhals ohne vorbestehender vertebraler Fraktur wie auch bei Patienten mit erniedrigter Knochenmineraldichte am Schenkelhals mit oder ohne vorbestehender vertebraler Fraktur.

•    Die tagliche Einnahme von 5 mg Mononatriumrisedronat uber 3 Jahre fuhrte im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer Erhohung der Knochenmineraldichte (BMD) an Lendenwirbelsaule, Schenkelhals, Trochanter und Handgelenk und zum Erhalt der Knochenmineraldichte im mittleren Radiusschaft.

•    Im Anschluss an eine dreijahrige Behandlungsphase mit taglich 5 mg Mononatriumrisedronat trat wahrend einer einjahrigen Nachbeobachtungsphase eine schnelle Reversibilitat der durch Mononatriumrisedronat verursachten Hemmung der Knochenumbaurate ein.

•    Knochenbiopsieproben von postmenopausalen Frauen, die 2 - 3 Jahre lang mit taglich 5 mg Mononatriumrisedronat behandelt worden waren, zeigten eine erwartete, maBige Abnahme des Knochenumsatzes. Der wahrend der Behandlung mit Mononatriumrisedronat gebildete Knochen zeigte eine normale Lamellenstruktur und eine normale Knochenmineralisation. Diese Daten in Verbindung mit der verringerten Inzidenz osteoporotisch bedingter Frakturen der Lendenwirbelsaule bei Frauen mit Osteoporose sprechen fur das Fehlen eines schadlichen Effekts auf die Knochenqualitat.

Bei einer Reihe von Patienten mit verschiedenen, maBigen bis schweren gastrointestinalen Beschwerden lieferten endoskopische Befunde weder in der Mononatriumrisedronat-Gruppe noch in der Kontrollgruppe Hinweise auf behandlungsbedingte Magen-, Zwolffingerdarm- oder Osophagus-Ulzera, obgleich gelegentlich eine Duodenitis in der Mononatriumrisedronat-Gruppe beobachtet wurde.

Kinder und Jugendliche

Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Mononatriumrisedronat wurde in einer uber 3 Jahre laufenden klinischen Studie (eine ein Jahr dauernde, randomisierte, doppelblinde, placebo-kontrollierte, multizentrische Studie im Parallelgruppendesign, gefolgt von einer zweijahrigen, offenen Behandlungsphase) bei Kindern im Alter von 4 bis unter 16 Jahren untersucht, die an milder bis moderater Osteogenesis imperfecta litten. In dieser Studie erhielten Patienten, die 10 - 30 kg wogen, taglich 2,5 mg Mononatriumrisedronat und Patienten, die mehr als 30 kg wogen, taglich 5 mg Mononatriumrisedronat.

Nach Abschluss der einjahrigen, randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten Phase wurde fur die Mononatriumrisedronatgruppe im Vergleich zur Placebogruppe eine statistisch signifikante Zunahme des BMDs der Lendenwirbelsaule nachgewiesen; allerdings wurde eine gegenuber Placebo erhohte Anzahl von Patienten mit zumindest 1 neuen morphometrischen (mittels Rontgenuntersuchung nachgewiesenen) Wirbelkorperfraktur in der Mononatriumrisedronatgruppe gefunden. Wahrend der einjahrigen Doppelblindphase betrug der Prozentsatz der Patienten, die uber klinische Frakturen berichteten, 30,9 % in der Mononatriumrisedronatgruppe und 49,0 % in der Placebogruppe. Im offenen Studienteil, in dem alle Patienten Mononatriumrisedronat erhielten (Monat 12 bis Monat 36), wurden klinische Frakturen bei 65,3 % der Patienten, die ursprunglich in die Placebogruppe randomisiert worden waren, sowie bei 52,9 % der Patienten, die ursprunglich in die Mononatriumrisedronatgruppe randomisiert worden waren, berichtet. Insgesamt stutzen die Ergebnisse eine Anwendung von Mononatriumrisedronat bei padiatrischen Patienten mit milder bis moderater Osteogenesis imperfecta nicht.

Calciumcarbonat/Vitamin D3

Im Falle eines Calciummangels unterstutzt die orale Calciumsupplementation die Remineralisation des Skeletts. Vitamin D3 erhoht die Calciumresorption aus dem Darm.

Die Gabe von Calcium und Vitamin D3 wirkt der durch Calciummangel ausgelosten Zunahme von Parathormon entgegen. Dieser Mangel verursacht seinerseits eine verstarkte Knochenresorption.

Eine klinische Studie mit Heimpatienten, die an einem Vitamin D-Mangel litten, zeigte, dass die sechsmonatige tagliche Gabe von Brausegranulat mit 1000 mg Calcium und 880 I.E. Colecalciferol den Wert des 25-hydroxylierten Metaboliten von Vitamin D normalisierte und sekundaren Hyperparathyreoidismus verringerte.

5.2    Pharmakokinetische Eigenschaften

Mononatriumrisedronat

Resorption

Nach oraler Gabe erfolgt die Resorption von Mononatriumrisedronat verhaltnismábig schnell (tmax ~1 Stunde) und im untersuchten Bereich dosisunabhangig (Studien mit Einmaldosierung: 2,5 bis 30 mg; Studien mit Mehrfachdosierung: 2,5 bis 5 mg taglich sowie bis zu 50 mg einmal die Woche). Die mittlere orale Bioverfugbarkeit der Filmtablette betragt 0,63 % und wird vermindert, wenn Mononatriumrisedronat zusammen mit Nahrung eingenommen wird. Die Bioverfugbarkeit war bei Frauen und Mannern ahnlich.

Verteilung

Das mittlere Verteilungsvolumen im Steady State betragt beim Menschen 6,3 l/kg, die Plasmaproteinbindung ca. 24 %.

Biotransformation

Es gibt keinerlei Hinweise auf eine systemische Metabolisierung von Mononatriumrisedronat.

Elimination

Etwa die Halíte der resorbierten Dosis wird innerhalb von 24 Stunden mit dem Urin ausgeschieden, und 85 % einer intravenos angewendeten Dosis wird nach 28 Tagen im Urin wiedergefunden. Die mittlere renale Clearance betragt 105 ml/min und die mittlere Gesamt-Clearance 122 ml/min, wobei der Unterschied wahrscheinlich einer Clearance aufgrund der Knochenadsorption zuzuschreiben ist. Die renale Clearance ist nicht konzentrationsabhangig, und es besteht eine lineare Beziehung zwischen der renalen Clearance und der Kreatinin-Clearance. Nicht resorbiertes Mononatriumrisedronat wird unverandert mit den Fazes ausgeschieden. Nach oraler Anwendung zeigt die Konzentrations-Zeit-Kurve drei Eliminationsphasen mit einer terminalen Halbwertszeit von 480 Stunden.

Besondere Patientengruppen

Áltere Patienten: Es ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich.

Patienten, die Acetylsalicylsaure/NSAR einnehmen: Bei den regelmabigen Anwendern (an 3 oder mehr Tagen pro Woche) war die Inzidenz unerwunschter Reaktionen im Bereich des oberen Gastrointestinaltraktes bei den mit Mononatriumrisedronat behandelten Patienten ahnlich jener bei den Kontrollpatienten (siehe Abschnitt 4.5).

Calciumcarbonat

Resorption

Wahrend des Auflosens wird das im Brausegranulat enthaltene Calciumsalz in Calciumcitrat umgewandelt. Calciumcitrat wird gut resorbiert und zwar zu ca.

30 - 40 % der zugefuhrten Menge.

Verteilung und Biotransformation

99 % des Korpercalciums ist in den harten Strukturen der Knochen und Zahne konzentriert. Das verbleibende 1% ist in der intra- und extrazellularen Flussigkeit vorhanden. Ungefahr 50 % des gesamten Calciumgehalts im Blut liegt in einer physiologisch aktiven, ionisierten Form vor, wovon ungefahr 10 % mit Citrat, Phosphat oder anderen Anionen komplexiert ist, wahrend die verbleibenden 40 % an Protein, hauptsachlich Albumin, gebunden sind.

Elimination

Calcium wird mit den Fazes, im Urin und Schweib ausgeschieden. Die renale Ausscheidung hangt von der glomerularen Filtration und der tubularen Calciumreabsorption ab.

VitaminDs

Resorption

Vitamin D wird im Dunndarm gut resorbiert.

Verteilung und Biotransformation

Colecalciferol und seine Metabolite zirkulieren im Blut, gebunden an ein spezifisches Globulin. Colecalciferol wird in der Leber durch Hydoxylierung zur aktiven Form 25-Hydroxycolecalciferol umgewandelt. Es wird dann in den Nieren weiter in 1,25-Hydroxycolecalciferol umgewandelt. 1,25-Hydroxycolecalciferol ist der Metabolit, der fur die Erhohung der Calciumresorption verantwortlich ist. Vitamin D, welches nicht metabolisiert wird, wird in Fett- und Muskelgewebe gespeichert.

Elimination

Vitamin D wird mit den Fazes und im Urin ausgeschieden.

5.3


6.


6.1


Praklinische Daten zur Sicherheit

Mononatriumrisedronat

In toxikologischen Untersuchungen an Ratten und Hunden wurde eine dosisabhangige Hepatotoxizitat von Mononatriumrisedronat beobachtet, primar als erhohte Leberenzyme, die bei der Ratte mit histologischen Veranderungen einhergingen. Die klinische Relevanz dieser Beobachtungen ist unbekannt. Testikulare Toxizitat trat bei Ratten und Hunden bei Dosierungen auf, die hoher als die therapeutische Dosierung beim Menschen angesehen werden. Dosisabhangige Falle von Irritationen der oberen Atemwege wurden bei Nagetieren haufig bemerkt. Ahnliche Effekte wurden bei anderen Bisphosphonaten beobachtet. In langer dauernden Untersuchungen bei Nagetieren wurden ebenfalls Auswirkungen auf die unteren Atemwege beobachtet, allerdings ist die klinische Relevanz dieser Beobachtungen unklar. In Untersuchungen zur Reproduktionstoxizitat wurden bei Expositionen, die ahnlich der klinischen Exposition waren, Knochenveranderungen an Sternum und/oder Schadel der Foten behandelter Ratten beobachtet sowie Hypokalziamie und Mortalitat bei trachtigen weiblichen Tieren, die den Wurf austrugen. Es gab keine Hinweise auf Teratogenitat bei Dosen von 3,2 mg/kg/Tag bei Ratten und 10 mg/kg/Tag bei Kaninchen, allerdings sind nur von einer geringen Anzahl Kaninchen Daten verfugbar. Toxizitat bei den Muttertieren verhinderte die Untersuchung hoherer Dosen. Studien zur Genotoxizitat und zum kanzerogenen Potential lieben keine besonderen Risiken fur den Menschen erkennen.

Calciumcarbonat/Vitamin D3

Teratogene Wirkungen wurden in Tierversuchen nur bei Dosen beobachtet, die weit uber dem therapeutischen Bereich beim Menschen lagen (siehe Abschnitt 4.6). Auber den bereits an anderer Stelle der Fachinformation gemachten Angaben liegen keine weiteren sicherheitsrelevanten Informationen vor.

PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

Liste der sonstigen Bestandteile

Filmtablette

Tablettenkern

Lactose-Monohydrat

6.2


6.3


6.4


mikrokristalline Cellulose Crospovidon (Typ A) Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Filmuberzug

Hypromellose

Macrogol 400

Hyprolose

Macrogol 8000

Hochdisperses Siliciumdioxid

Titandioxid (E171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172) Eisen(III)-oxid (E172)


Brausegranulat

Citronensaure

Ápfelsaure

D -Glucono-1,5 -lacton Maltodextrin Natriumcyclamat Saccharin-Natrium 2 H2O Sorbitol (Ph.Eur.) (E420)

Mannitol (Ph.Eur.) (E421)

Dextrin

Arabisches Gummi

Naturliche Zitronenole

Naturliches/naturidentisches Limonenaroma

Reisstarke

Kaliumcarbonat

all-rac-alpha-Tocopherol

Sojaol (Ph.Eur.)

Gelatine

Sucrose

Maisstarke


Inkompatibilitaten


Nicht zutreffend.


Dauer der Haltbarkeit


3 Jahre


Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung


Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Kombinationspackung, bestehend aus einem Umkarton mit Wochenpackungen (Faltschachteln).

Jede Wochenpackung enthalt:

Blisterpackung aus klarer PVC/Aluminiumfolie mit einer Tablette Sechs Beutel (laminierte Aluminium-Papier-Folie) mit Brausegranulat

PackungsgroBen:

4 Wochenpackungen: 4 x (1 Filmtablette + 6 Beutel Brausegranulat)

3 x 4 Wochenpackungen: 12 x (1 Filmtablette + 6 Beutel Brausegranulat)

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen fur die Beseitigung.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

7.    INHABER DER ZULASSUNG

Warner Chilcott Deutschland GmbH Dr.-Otto-Rohm-StraBe 2 - 4 64331 Weiterstadt Telefon: 06151/877-0 Telefax: 06151/895594

8.    ZULASSUNGSNUMMER

68222.00.00

9.    DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER

ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 13. Juli 2007

Datum der letzten Verlangerung der Zulassung: 13. Oktober 2011

10.    STAND DER INFORMATION

Oktober 2014

Verschreibungspflichtig

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Actonel plus Calcium D 35 mg + 1000 mg/880 I.E. Filmtabletten + Brausegranulat