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Acyclovir denk 200mg



Gebrauchsinformation Acyclovir denk 200mg

Gebrauchsinformation: Information fur den Anwender

Acyclovir Denk 200mg,

Tabletten

Wirkstoff: Aciclovir

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

Wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

1.    Was ist Acyclovir Denk 200mg und wofur wird es angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Anwendung von Acyclovir Denk 200mg beachten?

3.    Wie ist Acyclovir Denk 200mg anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Acyclovir Denk 200mg aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1. WAS IST ACYCLOVIR DENK 200MG UND WOFUR WIRD ES ANGEWENDET?

Acyclovir Denk 200mg wird zur Behandlung von HSV-Infektionen der Haut und von Genitalherpes angewendet. Es wird nicht zur Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen bei Neugeborenen oder schweren HSV-Erkrankungen bei immunsupprimierten Kindern empfohlen.

2. WAS MUSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON ACYCLOVIR DENK 200MG BEACHTEN?

Acyclovir Denk 200mg darf nicht angewendet werden

wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Aciclovir, Valaciclovir oder einen der sonstigen Be-standteile von Acyclovir Denk 200mg sind.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Acyclovir Denk 200mg ist erforderlich

-    wenn Ihre Nierenfunktion eingeschrankt ist, ist eine Anpassung der Dosis notwendig. Bei alteren Patienten liegt haufig eine Einschrankung der Nierenfunktion vor. Ihr Arzt wird daher moglicher-weise Ihre Nierenfunktion regelmaBig uberprufen.

-    wenn Ihre Nierenfunktion eingeschrankt ist oder Ihre Harnproduktion stark vermindert ist, sollte Acyclovir Denk 200mg nicht zur Vorbeugung eingenommen werden.

-    wenn Sie Acyclovir Denk 200mg in hohen Dosen einnehmen, sollten Sie darauf achten, ausrei-chend zu trinken.

-    bei Vorliegen von schweren Storungen der korpereigenen Immunabwehr.

Bei Anwendung von Acyclovir Denk 200mg mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflicht-ige Arzneimittel handelt.

Die Wirkung von Acyclovir Denk 200mg wird verlangert durch:

-    Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung von erhohten Harnsaurespiegeln im Blut)

-    Cimetidin (Arzneimittel zur Verringerung der Magensaureproduktion)

-    Mycophenolatmofetil (Arzneimittel zur Vermeidung von TransplantatabstoBungsreaktionen).

Eine Anpassung der Dosis ist jedoch nicht notwendig.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von alien Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Nehmen Sie Acyclovir Denk 200mg in der Schwangerschaft nur ein, wenn Ihr Arzt es ausdrucklich fur erforderlich halt.

Wahrend der Behandlung mit Acyclovir Denk 200mg soll nicht gestillt werden, um ein Infektionsrisi-ko des Sauglings zu vermeiden.

Altere Menschen

Bei alteren Menschen liegt haufiger als bei anderen Patienten eine Einschrankung der Nierenfunktion vor.

Daher ist bei dieser Patientengruppe eine Uberprufung der Nierenfunktion zu empfehlen und verstarkt auf eine ausreichende Flussigkeitszufuhr bei der Einnahme der Tabletten zu achten. Gegebenenfalls wird der behandelnde Arzt eine Dosisanpassung vornehmen (siehe „Wie ist Acyclovir Denk 200mg einzunehmen“).

Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Bisher konnte kein Einfluss von Aciclovir auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedie-nen von Maschinen gezeigt werden.

3. WIE IST ACYCLOVIR DENK 200MG ANZUWENDEN?

Nehmen Sie Acyclovir Denk 200mg immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis:

Die folgenden Angaben gelten , soweit Ihnen Ihr Arzt Acyclovir Denk 200mg nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Acyclovir Denk 200mg sonst nicht rich-tig wirken kann.

Erwachsene:

Bei Herpes-simplex-Infektionen:

Nehmen Sie 5mal taglich 1 Tablette (200mg Aciclovir tagsuber) in Abstanden von 4 Stunden ein.

Zur Vorbeugung von schweren Verlaufsformen und sehr haufig wiederkehrenden genitalen Herpes-simplex-Infektionen:

Patienten mit gesunder korpereigener Abwehr nehmen 4x taglich 1 Tablette (200mg Aciclovir) in Abstanden von 6 Stunden ein. In Einzelfallen kann eine wirksame Vorbeugung auch mit einer Dosie-rung von 3mal taglich 1 Tablette (200mg Aciclovir) in Abstanden von 8 Stunden oder 2mal taglich 1 Tablette

(200mg Aciclovir) in Abstanden von 12 Stunden erzielt werden.

Patienten mit geschadigter korpereigener Abwehr, nehmen zur Vorbeugung 4mal taglich 1Tablette (200mg Aciclovir) in Abstanden von 6 Stunden ein.

Patienten mit stark geschadigter korpereigener Abwehr, z.B. nach Organtransplantationen, konnen 4mal taglich

2 Tabletten (400mg Aciclovir) in Abstanden von 6 Stunden einnehmen.

Kinder:

Zur Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen erhalten Kinder uber 2 Jahre die Erwachsenendosis, Kinder unter 2 Jahren die Halfte der Erwachsenendosis.

Fur Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion:

(siehe „ Was mussen Sie vor der Anwendung von Acyclovir Denk 200mg beachten“)

Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion, wie sie insbesondere bei alteren Menschen ver-mehrt auftreten kann, reicht moglicher-

weise eine geringere Aciclovir-Dosis als oben angegeben zur Behandlung aus. Eine entsprechende Dosisanpassung wird gegebenenfalls vom Arzt - wie nachfolgend angegeben - in Abhangigkeit von den Nierenfunktionswerten vorgenommen:

Indikation

Kreatinin-

Clearance

(ml/min

1,73m2)

Serum-Kreatinin (pmol/l bzw. mg/dl) Frauen Manner

Dosierung der Einzeldosis

Herpes-

simplex-

Infektionen

< 10

>

550pmol/l

> 6,22 mg/dl

>    750 pmol/l

>    8,48 mg/dl

1    Tablette (200mg Aciclovir)

2    mal taglich (alle 12 Stunden)

Art der Anwendung:

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut moglichst nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flussigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Bei eingeschrankter Nierenfunktion ist verstarkt auf eine angemessene Flussig-keitszufuhr wahrend der Behandlung zu achten.

Besonderer Hinweis:

Acyclovir Denk 200mg sollte so fruh wie moglich nach Auftreten der ersten Anzeichen einer Infekti-on eingenommen werden. Insbesondere bei wiederkehrenden Herpes-simplex-Infektionen sollte mit der Einnahme von Acyclovir Denk 200mg bereits bei ersten Anzeichen einer erneuten Erkrankung (z.B. Juckreiz, Spannungsgefuhl, erste Blaschen) begonnen werden.

Dauer der Anwendung:

Uber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Die Behandlungsdauer bei Herpes-simplex-Infektionen betragt 5 Tage, kann jedoch abhangig vom klinischen Zustand des Patienten verlangert werden.

Zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei Patienten mit gesunder korpereigener Abwehr ist die Dauer der Behandlung abhangig von der Schwere der Verlaufsformen und der Ruckfalligkeit. Sie sollte jedoch einen Zeitraum von 6 - 12 Monaten nicht uberschreiten.

Die Dauer der vorbeugenden Anwendung bei Patienten mit stark geschadigter korpereigener Abwehr ist abhangig vom Schweregrad der Schadigung und wird vom Arzt im Einzelfall festgelegt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Acyclovir Denk 200mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine groBere Menge Acyclovir Denk 200mg eingenommen haben, als Sie sollten:

Vergiftungen sind nach Uberdosierungen von Acyclovir Denk 200mg nicht zu erwarten. Nach einer auf einmal eingenommenen Dosis von 5g Aciclovir traten keine Vergiftungserscheinungen auf. Erfahrungen mit der einmaligen Einnahme hoherer Dosen liegen jedoch nicht vor. Falls eine Uberdo-sierung vorliegt und vermehrt Nebenwirkungen auftreten oder Sie sich unsicher sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Acyclovir Denk 200mg vergessen haben:

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort.

Sollten Sie mehrfach die Einnahme vergessen oder zu wenig Acyclovir Denk 200mg eingenommen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Acyclovir Denk 200mg abbrechen:

Selbst bei einer spurbaren Besserung Ihres Befindens sollten Sie die Behandlung mit Acyclovir Denk 200mg zu Ende fuhren, um den Heilungserfolg nicht zu gefahrden. Sollten Sie unsicher sein - z.B. wegen auftretender Nebenwirkungen -, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie eigenmachtig die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden!

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MOGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Acyclovir Denk 200mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten mussen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr haufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Haufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten:

weniger als 1 von 10.000 Behandelten, oder unbekannt

Nicht bekannt: schatzbar

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht ab-

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und MaBnahmen, wenn Sie betroffen sind:

-    Wenn eines der folgenden Symptome von schweren allergischen Reaktionen auftritt, durfen Sie das Arzneimittel nicht mehr einnehmen und mussen sofort arztliche Hilfe in Anspruch nehmen:

-    plotzliche Schwierigkeiten beim Atmen, Sprechen oder Schlucken, Atemnot

-    Schwache, Blutdruckabfall;

-    Schwellung von Lippen, Zunge, Gesicht und Hals.

Schwere allergische Reaktionen (anaphylaktische Reaktionen, Angioodem, Dyspnoe) sind selten.

-    Wenn eines der folgenden das Nervensystem betreffenden Erscheinungen auftritt, durfen Sie das Arzneimittel nicht mehr einnehmen und mussen sofort arztliche Hilfe in Anspruch nehmen: allgemeine korperlichen Unruhe, Verwirrtheitszustande, Zittern, Bewegungs- und Sprachstorun-gen, Wahnvorstellungen, Entfremdungserlebnisse, Krampfanfalle, krankhafte Veranderung des Gehirns, Schlafrigkeit und Bewusstseinsstorungen bis hin zur Bewusstlosigkeit.

Diese Nebenwirkungen, die nach Absetzen des Arzneimittels wieder verschwanden, traten fur ge-wohnlich bei Patienten mit geschadigter Nierenfunktion oder anderen Erkrankungen auf, die das Auftreten dieser unerwunschten Wirkungen begunstigen. Diese Nebenwirkungen sind sehr selten.

Daruber hinaus konnen folgende Nebenwirkungen auftreten:

Haufig:

-    Schwindel, Kopfschmerzen

-    Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen

-    Juckreiz, Hautausschlag, erhohte Empfindlichkeit gegenuber Sonnenlicht

Gelegentlich:

-    Nesselsucht

-    Mudigkeit, Fieber

-    in unklarem Zusammenhang mit der Anwendung von Aciclovir wurde von diffusem Haarausfall berichtet.

Selten:

-    Anstieg von bestimmten Blutwerten (Leberwerte, Nierenwerte, Gallenfarbstoff, Harnstoff).

Sehr selten:

-    Abnahme der Anzahl der roten oder weiben Blutkorperchen, Abnahme der Anzahl der Blutplattchen -akutes Nierenversagen, Nierenschmerzen

-    Leberentzundung (Hepatitis), Gelbsucht

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkun-gen auch direkt dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: http: //www .bfarm .de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. WIE 1ST ACYCLOVIR DENK 200MG AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel fur Kinder unzuganglich aufbewahren.

Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Ver-falldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht uber 25°C lagern.

6. WEITERE INFORMATIONEN Was Acyclovir Denk 200mg enthalt:

Der Wirkstoff ist Aciclovir. 1 Tablette enthalt 200mg Aciclovir.

Die sonstigen Bestandteile sind: Maisstarke, mikrokristalline Cellulose, Povidon K25, Poly-(O-carboxymethyl)starke Natriumsalz, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat

Wie Acyclovir Denk 200mg aussieht und Inhalt der Packung:

Runde, weibe, beidseitig gewolbte Tablette Packungen mit 25 und 100 Tabletten erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:

DENK PHARMA GmbH & Co. KG Prinzregentenstr. 79 81675 Munchen

Hersteller:

DENK PHARMA GmbH & Co. KG Gollstr. 1

84529 Tittmoning

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im Juni 2014.

Acyclovir Denk 200mg

Fachinformation Acyclovir denk 200mg

Fachinformation

1.    BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Acyclovir Denk 200 mg, Tabletten

2.    QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZU SAMMEN SETZUNG 1 Tablette enthalt 200 mg Aciclovir.

Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.    DARREICHUNGSFORM

Tabletten

Runde, weiBe, beidseitig gewolbte Tabletten.

4.    KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Acyclovir-Denk 200 mg ist angezeigt zur Behandlung von Herpes-simplex-, insbesondere Herpes-genitalis-Infektionen der Haut und der Schleimhaute (primarer sowie haufig rezidivierender Herpes genitalis), nicht jedoch bei Herpes-simplex-Infektionen bei Neugeborenen und Sauglingen bis zu 3 Monaten sowie schweren HSV-Erkrankungen bei immunsupprimierten Kindern.

Der Versuch einer vorbeugenden Behandlung bei erwachsenen Patienten, die an sehr schweren Ver-laufsformen sehr haufig rezidivierender genitaler Herpes-simplex-Infektionen leiden, ist angezeigt.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Fur Erwachsene

Bei Herpes-simplex-Infektionen:

Eine Einzeldosis von 200 mg Aciclovir (1 Tablette) 5mal tagsuber im Abstand von 4 Stunden.

Zur Prophylaxe von schweren Verlaufsformen und sehr haufig rezidivierenden genitalen Herpes-simplex-Infektionen :

Immunologisch gesunde Patienten erhalten eine Einzeldosis von 200 mg Aciclovir (1 Tablette) 4mal taglich im Abstand von 6 Stunden.

Alternativ dazu konnen auch 400 mg Aciclovir (2 Tabletten Acyclovir Denk 200 mg) taglich im Abstand von 12 Stunden verabreicht werden. In Einzelfallen kann eine wirksame Vorbeugung auch mit einer Dosierung von 3mal taglich 200 mg Aciclovir im Abstand von 8 Stunden oder 2mal taglich 200 mg Aciclovir im Abstand von 12 Stunden erzielt werden.

Kommt es trotz dieser taglichen Gesamtdosis von 800 mg zum Rezidiv (Durchbruchinfektion), so sind - wie bei der Dosierung bei Herpes-simplex-Infektionen angegeben - 200 mg Aciclovir tags-uber 5mal im Abstand von 4 Stunden uber 5 Tage zu verabreichen. Danach wird erneut die obenge-nannte Dosierung gegeben.

Immunsupprimierte Patienten erhalten zur Vorbeugung eine Einzeldosis von 200 mg Aci-clovir (1 Tablette) 4mal taglich im Abstand von 6 Stunden.

Stark immunsupprimierten Patienten, z.B. nach Organtransplantationen, kann eine Einzeldosis von 400 mg Aciclovir (2 Tabletten) 4mal taglich im Abstand von 6 Stunden verabreicht werden. Alternativ kann auch - insbesondere bei Patienten mit gestorter enteraler Resorption - Aciclovir-Trockensubstanz zur intravenosen Infusion angewendet werden.

Hinweis :

Mogliche Resistenzentwicklungen wurden bei Immunsupprimierten beschrieben. Dies sollte bei der Dosierung beachtet werden.

Kinder

Zur Behandlung von Herpes-simplex-Infektionen erhalten Kinder uber 2 Jahre die Erwachsenendo-sis, Kinder unter 2 Jahren die Halfte der Erwachsenendosis.

Fur Patienten mit Niereninsuffizienz (siehe Abschnitt 5)

Indikation

Kreatinin- Clearance (ml/min/1,73 m2)

Serumkreatinin (gmol/l) bzw. ( mg/dl)

Dosierung der Einzeldosis

Frauen

Manner

Herpes-

simplex-

Infektionen

< 10

>    550

>    6,22

>    750

>    8,48

200 mg Aciclovir (1 Tablette) 2mal taglich alle 12 Stunden

Die Einnahme der Tabletten sollte moglichst nach den Mahlzeiten mit Flussigkeit erfolgen.

Besonders bei eingeschrankter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 5) ist auf eine angemessene Flussig-keitszufuhr wahrend der Therapie zu achten.

Bei Herpes-simplex-Infektionen betragt die Behandlungsdauer 5 Tage, kann jedoch abhangig vom klinischen Zustand des Patienten verlangert werden.

Zur Vorbeugung von Herpes-simplex-Infektionen bei immunologisch gesunden Patienten ist die Dauer der Behandlung abhangig von der Schwere der Verlaufsformen und der Haufigkeit der Rezi-dive. Sie sollte jedoch einen Zeitraum von 6-12 Monaten nicht uberschreiten.

Die Dauer der Anwendung bei der Prophylaxe von Herpes-simplex-Infektionen bei stark immunsupprimierten Patienten wird von der Schwere der Immunsuppression und von der Dauer des Infek-tionsrisikos bestimmt.

4.3 Gegenanzeigen

Uberempfindlichkeit gegen Aciclovir, Valaciclovir oder einen der sonstigen Bestandteile.

Da uber die vorbeugende Anwendung von Aciclovir-200 mg-Tabletten bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion oder Anurie noch keine Angaben vorliegen, sollte ein Einsatz des Prapa-rates unter diesen Bedingungen nicht erfolgen.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmafinahmen fur die Anwendung Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion und altere Patienten:

Aciclovir wird renal eliminiert, daher muss die Dosis bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion reduziert werden (siehe Abschnitt 4.2). Bei alteren Patienten ist eine verringerte Nierenfunktion wahrscheinlich, daher sollte die Notwendigkeit einer Dosisreduktion fur diese Patientengruppe in Betracht gezogen werden. Sowohl altere Patienten als auch Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion haben ein erhohtes Risiko fur die Entwicklung neurologischer Nebenwirkungen und soll-ten daher sorgfaltig auf das Auftreten derartiger Wirkungen hin beobachtet werden. Aus den berich-teten Fallen geht hervor, dass diese Reaktionen nach Absetzen der Behandlung im Allgemeinen reversibel waren (siehe Abschnitt 4.8).

Eine langer andauernde oder wiederholte Gabe von Aciclovir kann bei Patienten mit schwer beein-trachtigtem Immunsystem zu einer Selektion von Virusstammen mit verminderter Empfindlichkeit, welche nicht auf eine fortgesetzte Behandlung mit Aciclovir ansprechen, fuhren.

Hydratationsstatus

Bei Patienten, die hohe Aciclovir-Dosen einnehmen, sollte auf eine angemessene Flussigkeitszufuhr geachtet werden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen

Klinisch signifikante Wechselwirkungen wurden bisher nicht festgestellt.

Aciclovir wird hauptsachlich unverandert renal durch aktive tubulare Sekretion in den Urin ausge-schieden. Gleichzeitig verabreichte Arzneimittel, die ebenfalls uber diesen Mechanismus ausge-schieden werden, konnen die Plasmakonzentration von Aciclovir erhohen. Probenecid und Cimetidin erhohen die AUC von Aciclovir durch diesen Mechanismus und fuhren so zu einer ver-ringerten renalen Ausscheidung von Aciclovir. Áhnliche Anstiege der Plasma-AUC von Aciclovir und dem inaktiven Metaboliten von Mycophenolatmofetil, einem Immunsuppressivum, das bei Transplantations-Patienten angewendet wird, wurden bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel beobachtet.

Aufgrund der groBen therapeutischen Breite von Aciclovir ist eine Dosisanpassung jedoch nicht erforderlich.

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit Schwangerschaft

Daten uber eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren lassen nicht auf Nebenwirkungen von Aciclovir auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus / Neugeborenen schlieBen. Bisher sind keine anderen einschlagigen epidemiologischen Daten verfugbar. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte oder indirekte schadliche Auswirkungen auf die Schwangerschaft, embryonale / fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schlieBen.

Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Stillzeit

Aciclovir tritt in die Muttermilch uber. Ist eine systemische Behandlung der Mutter wegen einer schweren Infektion erforderlich, sollte das Stillen aufgrund des Infektionsrisikos beendet werden. Andernfalls sollte eine lokale Behandlung erfolgen, um das Stillen weiter zu ermoglichen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Ma-schinen

Bei Betrachtung der Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen sollten der Gesundheitszustand des Patienten und das Nebenwirkungsprofil von Aciclovir berucksichtigt werden.

Der Einfluss von Aciclovir auf die Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen wurde nicht untersucht. Allein anhand der Pharmakologie des Wirkstoffs konnen keine nachteiligen Auswirkungen auf diese Aktivitaten abgeleitet werden.

4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr haufig (>1/10); haufig (>1/100 bis <1/10); gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100); selten (>1/10.000 bis <1/1.000); sehr selten (<1/10.000) und nicht bekannt (auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten: Anamie, Leukopenie, Thrombozytopenie

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: anaphylaktische Reaktionen

Psychiatrische Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems

Haufig: Schwindel, Kopfschmerzen

Sehr selten: allgemeine korperliche Unruhe, Verwirrtheitzustande, Tremor, Ataxie, Dysarthrie, Hal-luzinationen, Symptome von Psychosen, Krampfanfalle, Schlafrigkeit, Enzephalopathie, Koma

Die oben genannten Ereignisse waren im Allgemeinen reversibel und wurden uberwiegend bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion mit oder ohne pradisponierende Faktoren berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Selten: Dyspnoe

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Haufig: Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall, Abdominalschmerzen

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: vorubergehende Anstiege von Bilirubin und Leberenzymen Sehr selten: Hepatitis, Gelbsucht

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Haufig: Juckreiz, Hautausschlag (einschlieBlich Photosensibilitatsreaktionen)

Gelegentlich: Urtikaria, diffuser Haarausfall

Da diese Art des Haarausfalles einer groBen Vielzahl von Krankheitsverlaufen und Arzneimitteln zugeordnet wird, ist der Zusammenhang mit der Einnahme von Aciclovir-haltigen Arzneimitteln unklar.

Selten: Angioodem.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: Anstieg von Serumharnstoff und Kreatinin Sehr selten: akutes Nierenversagen, Nierenschmerzen

Nierenschmerzen konnen mit Nierenversagen assoziiert sein.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Mudigkeit, Fieber

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimit-tels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwir-kung dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

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4.9 Uberdosierung Symptome

Aciclovir wird nur zum Teil aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert.

Nach der Einnahme von Einzeldosen von bis zu 20 g Aciclovir traten im Allgemeinen keine toxi-schen Effekte auf. Eine versehentliche, wiederholte Uberdosierung von oral eingenommenem

Aciclovir uber mehrere Tage war verbunden mit gastrointestinalen Symptomen (Ubelkeit und Erb-rechen) und neurologischen Symptomen (Kopfschmerzen und Verwirrtheit).

Eine Uberdosierung von intravenos verabreichtem Aciclovir fuhrte zu einem Anstieg des Serumkreatinins und Blutharnstoff- Stickstoffs und nachfolgend zu Nierenversagen.

Neurologische Effekte einschlieBlich Verwirrtheit, Halluzination, Agitation, Krampfanfallen und Koma wurden im Zusammenhang mit dieser intravenosen Uberdosierung beschrieben.

MaBnahmen

Patienten sollten auf Anzeichen von Toxizitat beobachtet werden. Durch Hamodialyse kann die Elimination von Aciclovir aus dem Blut signifikant beschleunigt werden. Daher kann eine Hamodialyse im Fall einer symptomatischen Uberdosierung in Betracht gezogen werden.

5.    PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1    Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Guanosin-Analogon, Virustatikum, Virus-DNS-Polymerase-

Hemmstoff

ATC-Code: J05AB01

Aciclovir ist eine pharmakologisch inaktive Substanz, die erst nach der Penetration in eine Zelle, die mit Herpes-simplex-Viren (HSV) oder Varicella-zoster-Viren (VZV) infiziert ist, zu einem Virustatikum wird. Diese Aktivierung des Aciclovir wird katalysiert durch die HSV- oder VZV-Thymidinkinase, einem Enzym, das die Viren zu ihrer Replikation dringend benotigen.

Vereinfacht kann man sagen, dass das Virus sein eigenes Virustatikum synthetisiert. Im Einzelnen laufen dabei folgende Schritte ab:

1.    Aciclovir penetriert vermehrt in Herpes-infizierte Zellen.

2.    Die in diesen Zellen vorliegende Virus-Thymidinkinase phosphoryliert Aciclovir zum Aciclovir- Monophosphat.

3.    Zellulare Enzyme uberfuhren Aciclovir-Monophosphat in das eigentliche Virustatikum, das Aciclovir-Triphosphat.

4.    Aciclovir-Triphosphat besitzt eine 10-30mal starkere Affinitat zur Virus-DNS-Polymerase als zur zellularen DNS-Polymerase und hemmt somit selektiv die Aktivitat des viralen Enzyms.

5.    Die Virus-DNS-Polymerase baut daruber hinaus Aciclovir in die Virus-DNS ein, wodurch ein Kettenabbruch bei der DNS-Synthese erfolgt.

Diese Einzelschritte fuhren insgesamt zu einer sehr wirkungsvollen Reduktion der Virusproduktion.

Im Plaque-Reduktions-Test wurde fur HSV-infizierte Vero-Zellen (= Zellkulturen aus dem Nieren-parenchym des grunen afrikanischen Affen) ein ED50-Hemmwert von 0,1 pmol Aciclovir/l gemes-sen, dagegen war ein ED50-Wert von 300 pmol Aciclovir/l erforderlich, um das Wachstum nicht infizierter Vero-Zellkulturen zu verhindern.

Somit ermittelt man fur Zellkulturen ein Verhaltnis der Hemmkonzentrationen bis zu 3000. Wirkungsspektrum in vitro

Sehr empfindlich: Herpes-simplex-Virus Typ I und II, Varicella-zoster-Virus.

Empfindlich: Epstein-Barr-Virus.

Teilweise empfindlich bis resistent : Zytomegalie-Virus.

Resistent: RNS-Viren, Adenoviren, Pockenviren

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Absorption, Plasmaspiegel

Aciclovir wird nur teilweise aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Die im steady state ermittelten Plasmaspitzenwerte nach wiederholter oraler Gabe von 200 mg, 400 mg und 800 mg Aciclovir in einem Abstand von 4 Stunden 5mal am Tag liegen bei durchschnittlich 3,02 ± 0,5 pmol/l (200 mg), 5,21 ± 1,32 pmol/l (400 mg) bzw. 8,16 ± 1,98 pmol/l (800 mg). Diese Werte werden nach etwa 1,5 ± 0,6 Stunden erreicht. Die entsprechenden Plasma-Basiswerte betragen etwa 4 Stunden nach oraler Gabe von Aciclovir 1,61 ± 0,3 pmol/l (200 mg), 2,59 ± 0,53 pmol/l (400 mg) bzw. 4,0 ± 0,72 pmol/l (800 mg). 24 Stunden nach Absetzen von Aciclovir-Tabletten ist kein Aciclovir im Korper mehr nachweisbar.

Bei immunsupprimierten Kindern im Alter von 3-11 Jahren, denen Aciclovir per os in Dosen von 400 mg, entsprechend 300-650 mg Aciclovir/m KO, 5mal am Tag verabreicht wurde, konnten Plasmaspitzenwerte von durchschnittlich 5,7-15,1 pmol/l ermittelt werden. Bei Sauglingen im Alter von 1-6 Wochen wurden nach der oralen Verabreichung von 600 mg Aciclovir/m KO alle 6 Stunden Plasmaspitzenwerte von 17,3 bzw. 8,6 pmol/l gemessen.

Bei Neugeborenen und Sauglingen bis zu 3 Monaten, bei denen alle 8 Stunden 10 mg/kg Aciclovir als 1-stundige Infusion angewendet wurden, wurden eine Cmax von 61,2 pmol/l(13,8 pg/ml) und eine Cmin von 10,1 pmol/l(2,3 pg/ml) ermittelt. Eine andere Gruppe von Neugeborenen und Sauglingen (bis zu 3 Monaten), bei denen alle 8 Stunden 15 mg/kg Aciclovir angewendet wurde, wiesen etwa dosisproportionale Anstiege mit einer Cmax von 83,5 pmol (18,8 pg/ml) und einer Cmin von

14.1 pmol/l (3,2 pg/ml) auf.

Aus dem biexponentiellen Verlauf der Aciclovir-Kinetik kann man schlussfolgern, dass Aciclovir in hohen Konzentrationen ins Gewebe und in die Organe gelangt und aus diesen wieder langsam abflutet.

Das Verteilungsvolumen bei Erwachsenen im steady state betragt 50 ± 8,7 l/1,73 m , bei Neugebo-renen und Sauglingen bis zu 3 Monaten 28,8 ± 9,3 l/1,73 m .

Fur die EiweiBbindung wurden Werte zwischen 9 und 33 % ermittelt.

Verteilung in den Organen

Tierexperimentelle Versuche belegen, daB im Vergleich zum Serumspiegel hohere Aciclovir-Spiegel im Darm, in der Niere, der Leber und Lunge, niedrigere Spiegel im Muskel, im Herzen, im Hirn, in Ovarien und Testes der Tiere erreicht werden.

Post-mortem-Untersuchungen beim Menschen ergaben, daB Aciclovir im Speichel, im Vaginalsekret und in der Vesikelflussigkeit von Herpesblaschen sowie in einigen Organen angerei-chert wird. 50% der entsprechenden Serumkonzentrationen werden im Liquor erreicht.

Metabolismus und Elimination

Aciclovir wird bei nierengesunden Patienten zu 62-91% in unveranderter Form und zu 10-15% als 9-Carboxymethoxymethyl-guanin renal eliminiert. Fur Erwachsene wurden nach i.v.-Gabe von Aciclovir Plasmahalbwertszeiten (t1/2B) von 2,87 ± 0,76 Stunden und fur Neugeborene und Sauglin-ge bis zu 3 Monaten von 4,1 ± 1,2 Stunden ermittelt. Aciclovir wird sowohl glomerular filtriert als auch tubular sezerniert. Wird Aciclovir eine Stunde nach Verabreichung von 1 g Probenecid gege-ben, so wird die Plasmahalbwertzeit (t1/2B) um 18% verlangert und die Flache unter der Plasmakon-zentrationszeitkurve um 40% vergroBert. Bei einer Bioverfugbarkeit von etwa 20% werden ca. 80% der Gesamt-Aciclovir-Dosis mit den Faeces ausgeschieden.

Bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz betragt die durchschnittliche Plasmahalbwertszeit etwa 19,5 Stunden. Die mittlere Plasmahalbwertszeit wahrend der Hamodialyse betragt 5,7 Stunden. Wahrend der Hamodialyse fallen die Aciclovir-Plasmaspiegel um etwa 60%. Bei eingeschrankter Nierenfunktion besteht eine Kumulationsgefahr bei Kreatinin-Clearance-Werten von 10 ml/min/ 1,73m2 bei einer Dosierung von 5mal 200 mg/Tag. Eine Dosisreduktion ist deshalb ab diesem Wert angezeigt (siehe auch Abschnitt Dosierung).

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Aus den Untersuchungen zur chronischen Toxizitat liegen keine Erkenntnisse vor, die zu dem Ver-dacht fuhren, dass beim Menschen bisher unbekannte Nebenwirkungen auftreten konnten.

AuBerdem zeigten sich in In-vivo- und In-vitro-Studien keine Hinweise auf ein reprodukti-onstoxisches, mutagenes oder kanzerogenes Potential.

6.    PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose; Povidon K-25; Poly(0-carboxymethyl)starke, Natriumsalz; Magnesiumstearat; Maisstarke; hochdisperses Siliciumdioxid.

6.2 Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre.

6.4    Besondere Vorsichtshinweise fur die Aufbewahrung

Nicht uber 25°C lagern.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Packungen mit 25 und 100 Tabletten

6.6    Besondere Vorsichtshinweise fur die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handha-bung

Keine besonderen Anforderungen.

7.    INHABER DER ZULASSUNG

DENK PHARMA GmbH & Co. KG PrinzregentenstraBe 79 81675 Munchen

8.    ZULASSUNGSNUMMER

31346.00.00

9.    DATUM DER ZULASSUNG / VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

29.05.1995 / 08.06.2000

10.    STAND DER INFORMATION

06/2014

11.    VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

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Acyclovir Denk 200mg