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Adartrel 0,25 mg filmtabletten



Gebrauchsinformation Adartrel 0,25 mg filmtabletten

Wortlaut der fur die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information fur Anwender ADARTREL® 0,25 mg Filmtabletten

Ropinirol (als Hydrochlorid)


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt

4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1.    Was ist ADARTREL und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von ADARTREL beachten?

3.    Wie ist ADARTREL einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist ADARTREL aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist ADARTREL und wofur wird es angewendet?

ADARTREL wird zur Behandlung der Symptome des mittelschweren bis schweren Restless-Legs-Syndroms (Syndrom der unruhigen Beine) angewendet.

Der Wirkstoff von ADARTREL ist Ropinirol, der zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehort, die als Dopamin-Agonisten bezeichnet werden. Dopamin-Agonisten wirken im Gehirn auf ahnliche Weise wie eine naturlich vorkommende Substanz, das so genannte Dopamin.

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) wird auch als Ekbom-Syndrom bezeichnet. Menschen mit einem Restless-Legs-Syndrom haben einen unbeherrschbaren Drang, ihre Beine und manchmal auch ihre Arme oder andere Teile ihres Korpers zu bewegen. Gewohnlich haben diese Personen unangenehme Empfindungen in den Gliedern - manchmal als „Kribbeln“ oder „Brodeln“ beschrieben, die, sobald sie sich setzen oder hinlegen, beginnen konnen und nur durch Bewegung gelindert werden. Deshalb haben sie oft Probleme, still zu sitzen und insbesondere zu schlafen.

ADARTREL lindert die Missempfindungen und verringert so den Bewegungsdrang in den Beinen und anderen GliedmaBen.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von ADARTREL beachten?


ADARTREL darf nicht eingenommen werden,

•    wenn Sie allergisch gegen Ropinirol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind (siehe Abschnitte 4. und 6.).

•    wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden.

•    wenn bei Ihnen eine schwere Lebererkrankung vorliegt.

^ Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie denken, dass irgendetwas davon auf Sie zutrifft.

Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ADARTREL einnehmen:

•    wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie denken, dass Sie moglicherweise schwanger sein konnten

•    wenn Sie stillen

•    wenn Sie junger als 18 Jahre sind

•    wenn Sie eine Lebererkrankung haben

•    wenn Sie unter schweren Herzbeschwerden leiden

•    wenn Sie eine schwere seelische Storung haben

•    wenn Sie irgendeinen ungewohnlichen Drang verspuren und/oder irgendwelche ungewohnlichen Verhaltensweisen bei sich wahrgenommen haben (wie beispielsweise ubermaBiges Spielen oder ubermaBiges sexuelles Verhalten)

•    wenn Sie an einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden (zum Beispiel Lactose)

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie bzw. Betreuer bemerken, dass Sie einen Drang oder ein Verlangen entwickeln, sich in einer fur Sie ungewohnlichen Weise zu verhalten, und Sie dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung nicht widerstehen konnen, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden konnen. Dies nennt man Impulskontrollstorungen und dazu gehoren Verhaltensweisen wie zum Beispiel Spielsucht, ubermaBiges Essen oder Geldausgeben, ein abnorm starker Sexualtrieb oder eine Zunahme sexueller Gedanken oder Gefuhle. Ihr Arzt muss moglicherweise Ihre Dosis anpassen oder das Arzneimittel absetzen.

^ Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie denken, dass irgendetwas davon auf Sie zutrifft. Wenn Sie und Ihr Arzt zu der Entscheidung kommen, dass Sie ADARTREL einnehmen konnen, wird Ihr Arzt Sie moglicherweise um weitere Untersuchungen bitten, wahrend Sie ADARTREL einnehmen.

Einnahme von ADARTREL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kurzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um pflanzliche Arzneimittel oder nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Denken Sie bitte daran, Ihrem Arzt oder Apotheker mitzuteilen, wenn Sie wahrend der Behandlung mit ADARTREL mit der Einnahme eines neuen Arzneimittels beginnen.

Einige Arzneimittel konnen die Wirkung von ADARTREL beeinflussen oder die Wahrscheinlichkeit erhohen, dass Sie Nebenwirkungen bekommen. ADARTREL kann auch die Art und Weise, wie einige andere Arzneimittel wirken, beeinflussen.

Zu diesen Arzneimitteln gehoren:

•    das Antidepressivum Fluvoxamin

•    Arzneimittel zur Behandlung anderer seelischer Storungen, zum Beispiel Sulpirid

   Metoclopramid, das zur Behandlung von Ubelkeit und Sodbrennen angewendet wird

•    Hormonersatztherapie

•    die Antibiotika Ciprofloxacin oder Enoxacin

•    jegliche andere Arzneimittel, die die    Wirkung von Dopamin im Gehirn blockieren

^ Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bereits irgendeines dieser Arzneimittel einnehmen oder vor kurzem eingenommen haben.

Zusatzliche Blutuntersuchungen sind notwendig, wenn Sie folgende Arzneimittel mit ADARTREL einnehmen:

• Vitamin K Antagonisten (angewandt zur Hemmung der Blutgerinnung), wie Warfarin (Coumadin).

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Einnahme von ADARTREL wird nicht empfohlen, wenn Sie schwanger sind, auber Ihr Arzt berat Sie dahingehend, dass der Nutzen einer Einnahme von ADARTREL fur Sie grober ist als das Risiko fur Ihr ungeborenes Baby. Die Einnahme von ADARTREL wird wahrend der Stillzeit nicht empfohlen, da es die Milchbildung beeintrachtigen kann.

^ Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie denken, dass Sie

moglicherweise schwanger sind, oder wenn Sie vorhaben, schwanger zu werden. Ihr Arzt wird Sie auch beraten, wenn Sie stillen oder vorhaben zu stillen. Ihr Arzt rat Ihnen moglicherweise, ADARTREL abzusetzen.

Wahrend Sie ADARTREL einnehmen

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bei sich oder Ihre Familie bei Ihnen irgendwelche ungewohnlichen Verhaltensweisen bemerken bzw. bemerkt haben (wie zum Beispiel einen ungewohnlichen Drang zu spielen oder ein gesteigertes sexuelles Verlangen und/oder Verhalten),

wahrend Sie ADARTREL einnehmen. Ihr Arzt wird moglicherweise Ihre Dosis anpassen oder das Arzneimittel absetzen.

   Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Einnahme von ADARTREL kann dazu fuhren, dass Sie sich benommen fuhlen. In sehr seltenen Fallen kann es bewirken, dass sich Menschen extrem mude fuhlen; manchmal fuhrt es dazu, dass Menschen plotzlich und ohne vorherige Warnung einschlafen.

Wenn Sie davon moglicherweise betroffen sind: Fuhren Sie kein Kraftfahrzeug, bedienen Sie keine Maschinen und bringen Sie sich nicht in Situationen, in denen Schlafrigkeit oder Einschlafen Sie selbst (oder andere Menschen) dem Risiko einer ernsthaften Verletzung

aussetzen oder in Lebensgefahr bringen konnten. Nehmen Sie an keiner dieser Aktivitaten teil, solange Sie unter diesen Wirkungen leiden.

^ Setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn diese Dinge Probleme fur Sie verursachen.

   Rauchen und ADARTREL

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie, wahrend Sie ADARTREL einnehmen, mit dem Rauchen beginnen oder aufhoren. Ihr Arzt wird moglicherweise Ihre Dosis von ADARTREL anpassen.

   Einnahme von ADARTREL zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Wenn Sie ADARTREL zusammen mit der Mahlzeit einnehmen, dann ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Ihnen ubel ist oder dass Sie erbrechen. Deshalb ist es am besten, wenn Sie ADARTREL - sofern es Ihnen moglich ist - zusammen mit der Mahlzeit einnehmen.

   Wenn sich Ihre Symptome verschlechtern

Einige Patienten, die ADARTREL einnehmen, konnen den Eindruck haben, dass sich ihre RLS-Symptome verschlechtern. Zum Beispiel konnen die Symptome zu einer fruheren Tageszeit als sonst auftreten oder intensiver sein oder andere GliedmaBen betreffen, die vorher nicht betroffen waren, wie die Arme, oder am fruhen Morgen wieder auftreten.

^ Informieren Sie so schnell wie moglich Ihren Arzt, wenn Sie eines dieser Symptome bemerken.

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von ADARTREL

ADARTREL-Tabletten enthalten eine geringe Menge einer Zuckerart, der so genannten Lactose.

Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber Lactose oder bestimmten anderen Zuckern leiden, nehmen Sie ADARTREL erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein.

3. Wie ist ADARTREL einzunehmen?


Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Achten Sie darauf, dass ADARTREL nicht in die Hande von Kindern gelangt. ADARTREL wird normalerweise nicht fur Personen unter 18 Jahren verschrieben.

Wie viel ADARTREL mussen Sie einnehmen?

Es kann moglicherweise eine Weile dauern, bis die fur Sie beste Dosis von ADARTREL gefunden ist.

Die ubliche Anfangsdosis ist 0,25 mg Ropinirol einmal taglich. Nach 2 Tagen wird Ihr Arzt wahrscheinlich die Dosierung auf 0,5 mg taglich fur den Rest der Woche erhohen. Danach kann Ihr Arzt Ihre Dosierung uber den Behandlungszeitraum der folgenden drei Wochen schrittweise bis zu einer taglichen Dosis von 2 mg erhohen.

Wenn eine Dosis von 2 mg taglich Ihre RLS-Symptome nicht ausreichend verbessert, kann Ihr Arzt Ihre Dosierung schrittweise noch weiter bis zu einer Dosis von 4 mg taglich erhohen. Nachdem Sie ADARTREL fur 3 Monate eingenommen haben, kann Ihr Arzt die Dosierung anpassen oder Ihnen empfehlen, es nicht langer einzunehmen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von ADARTREL zu stark oder zu schwach ist, informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie nicht mehr Tabletten von ADARTREL ein, als Ihnen Ihr Arzt empfohlen hat.

Fahren Sie gemaB der Anweisung Ihres Arztes mit der Einnahme von ADARTREL fort, auch wenn Sie sich nicht besser fuhlen. Es kann einige Wochen dauern, bis die Wirkung von ADARTREL bei Ihnen einsetzt.

Einnahme Ihrer Dosis ADARTREL

Nehmen Sie Ihre ADARTREL-Tablette(n) einmal taglich ein.

Nehmen Sie die ADARTREL-Tablette(n) im Ganzen, unzerkaut mit einem Glas Wasser ein.

Kauen und zerkleinern Sie die Tabletten nicht.

Sie konnen ADARTREL unabhangig von den Mahlzeiten einnehmen. Wenn Sie es mit einer Mahlzeit einnehmen, ist es weniger wahrscheinlich, dass Ihnen ubel wird.

ADARTREL wird in der Regel kurz vor dem Zubettgehen eingenommen. Sie konnen es aber auch bis zu 3 Stunden vor dem Zubettgehen einnehmen.

Wenn Sie eine groBere Menge von ADARTREL eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie sofort einen Arzt oder Apotheker. Zeigen Sie ihm, wenn moglich, die ADARTREL-T ablettenpackung.

Wer eine Uberdosis ADARTREL eingenommen hat, kann einige der folgenden Symptome haben: Ubelkeit, Erbrechen, Schwindel (Drehschwindel), Benommenheit, geistige oder korperliche Ermudung, Ohnmacht, Halluzinationen (Trugwahrnehmungen).

Wenn Sie die Einnahme von ADARTREL vergessen haben

Nehmen Sie keine zusatzlichen Tabletten oder keine doppelte Dosis ADARTREL ein, um die vergessene Dosis auszugleichen. Nehmen Sie einfach die nachste Dosis ADARTREL zum ublichen Zeitpunkt ein.

Wenn Sie an mehreren Tagen vergessen haben, ADARTREL einzunehmen, fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wie die Einnahme von ADARTREL wieder begonnen wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Die Nebenwirkungen von ADARTREL treten vor allem zu Therapiebeginn auf oder dann, wenn Ihre Dosis gerade erhoht worden ist. Diese Nebenwirkungen sind gewohnlich leicht ausgepragt und konnen abklingen, nachdem Sie die Dosis fur eine Weile eingenommen haben.

Wenn Sie Nebenwirkungen bekommen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Dies schlieBt alle Nebenwirkungen ein, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgefuhrt sind.

Sehr haufig auftretende Nebenwirkungen

Diese konnen mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen, die ADARTREL einnehmen:

•    Ubelkeit

•    Erbrechen

Haufig auftretende Nebenwirkungen

Diese konnen 1 bis 10 Behandelte von 100 betreffen, die ADARTREL einnehmen:

•    Nervositat

•    Ohnmacht

•    Benommenheit

•    Erschopfung (geistig oder physisch)

•    Schwindel (Drehschwindel)

•    Magenschmerzen

•    Verschlechterung des RLS (Symptome konnen zu einer    fruheren Tageszeit    als    sonst auftreten

oder intensiver sein oder andere GliedmaBen betreffen, die vorher nicht betroffen waren, wie die Arme, oder am fruhen Morgen wieder auftreten.)

Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen

Diese konnen 1 bis 10 Behandelte von 1.000 betreffen, die ADARTREL einnehmen:

•    Verwirrtheit

•    Halluzinationen (Trugwahrnehmungen; Dinge    „sehen“,    die in Wirklichkeit nicht vorhanden

sind)

•    Schwindel- oder Ohnmachtgefuhl, besonders dann, wenn Sie sich plotzlich aufrichten (dies wird durch einen Blutdruckabfall verursacht)

Sehr selten auftretende Nebenwirkungen

Eine sehr kleine Anzahl von Personen, die ADARTREL eingenommen haben (weniger als 1 Behandelter von 10.000), hatte

•    Veranderungen der Leberfunktion, die durch Bluttests nachgewiesen wurden

•    ausgepragtes Mudigkeitsgefuhl wahrend des Tages (extreme Somnolenz)

•    sehr plotzliches Einschlafen ohne vorheriges Mudigkeitsgefuhl (plotzliche Einschlafepisoden)

Einige Personen konnen folgende Nebenwirkungen zeigen (Haufigkeit nicht bekannt)

•    allergische Reaktionen wie rote, juckende Schwellungen der Haut (Nesselausschlag), Schwellung des Gesichts, der Lippen, des Mundes, der Zunge oder des Rachens, wodurch das Schlucken und die Atmung erschwert werden konnen, Ausschlag oder starker Juckreiz (siehe Abschnitt 2.).

•    andere psychotische Reaktionen, die zusatzlich zu Halluzinationen auftreten konnen, wie Delirium (schwere Verwirrtheit), Wahnvorstellungen (absurde Ideen) und Verfolgungswahn (absurde Verdachtigungen, Paranoia)

•    aggressives Verhalten.

Es konnte sein, dass Sie folgende Nebenwirkungen bemerken:

•    Die Unfahigkeit, dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung zu widerstehen, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden konnen; dazu gehoren:

o Spielsucht ohne Rucksicht auf ernste personliche oder familiare Konsequenzen o Verandertes oder vermehrtes sexuelles Interesse und Verhalten, das Sie oder andere stark beunruhigt, z. B. ein verstarkter Sexualtrieb, o unkontrolliertes maBloses Einkaufen oder Geldausgeben,

o Essattacken (Verzehr groBer Nahrungsmittelmengen innerhalb kurzer Zeit) oder zwanghaftes Essen (Verzehr groBerer Nahrungsmengen als normal und uber das Sattigungsgefuhl hinaus).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Verhaltensweisen bei Ihnen auftritt; er wird mit Ihnen MaBnahmen zur Verhinderung oder Behebung der Symptome besprechen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt beim Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. Wie ist ADARTREL aufzubewahren?


Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht uber 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was ADARTREL enthalt:

Der Wirkstoff in ADARTREL ist Ropinirol (als Hydrochlorid).

Jede Filmtablette enthalt 0,25 mg Ropinirol (als Hydrochlorid).

Die sonstigen Bestandteile sind:

•    Tablettenkern: Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

•    Filmuberzug: Hypromellose, Macrogol 400, Titandioxid (E 171), Polysorbat 80 (E 433) Wie ADARTREL aussieht und Inhalt der Packung

ADARTREL 0,25 mg ist erhaltlich als weiBe, pentagonal-formige Filmtabletten mit der Pragung „SB“ auf der einen und „4890“ auf der anderen Seite. Jede Packung enthalt 2 oder 12 Tabletten.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Pharmazeutischer Unternehmer GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

80700 Munchen

Service-Tel.: +49 (0)89 36044 8701 http ://www .glaxosmithkline .de

Hersteller

SmithKline Beecham Plc, T/A SmithKline Beecham Pharmaceuticals, Manor Royal, Crawley, West Sussex RH10 9QJ, Vereinigtes Konigreich

Glaxo Wellcome S.A., Avenida de Extremadura 3, 09400 Aranda de Duero, Burgos, Spanien Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im Januar 2014.

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europaischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Tschechische Republik

Adartrel 0.25 mg

Danemark

Adartrel

Frankreich

Adartrel

Deutschland

ADARTREL 0,25 mg Filmtabletten

Island

Adartrel 0.25 mg

Italien

Adartrel

Malta

Adartrel 0.25 mg

Niederlande

tabletten

Adartrel 0.25 mg, filmomhulde

Norwegen

Adartrel 0.25 mg

Polen

Adartrel

Portugal

Adartrel

Slowakische Republik

Adartrel 0.25 mg

Spanien

Adartrel 0.25 mg

Schweden

Adartrel 0.25 mg

comprimidos recubiertos con película

Vereinigtes Konigreich

Adartrel 0.25 mg Film-coated tablets

Ein Originalprodukt der GlaxoSmithKline Forschung


[GSK-Logo]


ADARTREL 0,25 mg Filmtabletten

Fachinformation Adartrel 0,25 mg filmtabletten

1

Wortlaut der fur die Fachinformation vorgesehenen Angaben

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

ADARTREL® 0,25 mg Filmtabletten ADARTREL® 0,5 mg Filmtabletten ADARTREL® 2 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

ADARTREL 0,25 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthalt 0,25 mg Ropinirol (als Hydrochlorid).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 43,3 mg Lactose (als Monohydrat)

ADARTREL 0,5 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthalt 0,5 mg Ropinirol (als Hydrochlorid).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 45,0 mg Lactose (als Monohydrat)

ADARTREL 2 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthalt 2 mg Ropinirol (als Hydrochlorid).

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 44,6 mg Lactose (als Monohydrat)

Sonstiger Bestandteil:

Lactose -Monohydrat

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

ADARTREL 0,25 mg Filmtabletten

WeiBe, pentagonal-formige Tabletten, an den Kanten abgeschragt, mit der Pragung „SB“ auf der einen und „4890“ auf der anderen Seite.

ADARTREL 0,5 mg Filmtabletten

Gelbe, pentagonal-formige Tabletten, an den Kanten abgeschragt, mit der Pragung „SB“ auf der einen und „4891“ auf der anderen Seite.

ADARTREL 2 mg Filmtabletten

Rosafarbene, pentagonal-formige Tabletten, an den Kanten abgeschragt, mit der Pragung „SB“ auf der einen und „4893“ auf der anderen Seite.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

ADARTREL ist angezeigt zur symptomatischen Behandlung des mittelschweren bis schweren idiopathischen Restless-Legs-Syndroms (siehe Abschnitt 5.1).

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Erwachsene

Eine individuelle Einstellung der Dosis unter Berucksichtigung von Wirksamkeit und Vertraglichkeit wird empfohlen. Ropinirol sollte kurz vor dem Zubettgehen eingenommen werden, kann jedoch auch bis zu drei Stunden vorher eingenommen werden. Ropinirol kann zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, um die gastrointestinale Vertraglichkeit zu verbessern.

Therapiebeginn (Woche 1)

Die empfohlene Anfangsdosis betragt an den ersten beiden Tagen 0,25 mg Ropinirol einmal taglich (Einnahme wie oben beschrieben). Wenn diese Dosis gut vertragen wird, sollte die Dosis fur die restlichen funf Tage der ersten Woche auf 0,5 mg einmal taglich erhoht werden.

Therapieschema (ab der zweiten Woche)

Nach Therapiebeginn sollte die tagliche Dosis erhoht werden, bis eine optimale Wirkung erreicht wird. In klinischen Studien betrug die durchschnittliche Dosis bei Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Restless-Legs-Syndrom 2 mg einmal taglich.

Die Dosis kann in Woche 2 bis zu 1 mg einmal taglich erhoht werden. Die Dosis kann dann uber die folgenden zwei Wochen um 0,5 mg pro Woche bis zu einer Dosis von 2 mg einmal taglich erhoht werden. Bei einigen Patienten kann es notwendig sein, die Dosis schrittweise bis zu einer Hochstdosis von 4 mg einmal taglich zu erhohen, um eine optimale Wirkung zu erreichen. In klinischen Studien wurde die Dosis jede Woche um 0,5 mg bis auf eine Dosis von 3 mg einmal taglich erhoht, anschlieBend wurde die Dosis um 1 mg auf die Hochstdosis von 4 mg einmal taglich erhoht, wie in Tabelle 1 dargestellt.

Dosen uber 4 mg einmal taglich wurden bei Patienten mit Restless-Legs-Syndrom (RLS) nicht untersucht.

Tabelle 1_Aufdosierung

Woche

2

3

4

5*

6*

7*

Dosis (mg)/einmal taglich

1

1,5

2

2,5

3

4

* Dosis kann bei einigen Patienten notwendig sein, um die optimale Wirkung zu erreichen.

Die Wirksamkeit der Behandlung mit Ropinirol ist fur eine Behandlungsdauer von mehr als 12 Wochen (siehe Abschnitt 5.1) nicht gezeigt worden. Das Ansprechen des Patienten auf Ropinirol sollte nach 12 Wochen Behandlung bewertet und die Notwendigkeit der Weiterbehandlung gepruft werden. Wenn die Behandlung fur mehr als nur einige wenige Tage unterbrochen wurde, sollte eine erneute Einstellung auf die Behandlung nach dem oben genannten Aufdosierungsschema erfolgen.

Kinder und Jugendliche

ADARTREL wird aufgrund fehlender Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit fur die Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Altere Patienten

Die Clearance von Ropinirol ist bei Patienten im Alter von 65 Jahren oder daruber um ungefahr 15 % vermindert. Obwohl eine Dosisanpassung nicht erforderlich ist, sollte die Dosis an Ropinirol unter sorgfaltiger Uberwachung der Vertraglichkeit individuell bis zur optimalen klinischen Antwort eingestellt werden.

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 50 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Eine Studie zur Anwendung von Ropinirol bei Patienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium (Hamodialyse-Patienten) hat gezeigt, dass eine Dosisanpassung bei diesen Patienten, wie folgt, erforderlich ist: Die empfohlene Initialdosis von ADARTREL ist einmal taglich 0,25 mg. Weitere Dosissteigerungen sollten auf Vertraglichkeit und Wirksamkeit basieren. Die empfohlene Maximaldosierung von ADARTREL ist 3 mg/Tag bei Patienten, die eine regelmabige Hamodialyse-Behandlung erhalten. Zusatzliche Dosen nach Hamodialyse sind nicht erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Die Anwendung von Ropinirol bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance weniger als 30 ml/min) ohne regelmabige Hamodialyse-Behandlung ist nicht untersucht worden.

4.3    Gegenanzeigen

-    Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

-    Schwere Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) ohne regelmabige Hamodialyse-Behandlung.

-    Schwere Leberfunktionsstorung.

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Ropinirol sollte nicht zur Behandlung von neuroleptikabedingter Akathisie, Tasikinesie (neuroleptikainduzierte, zwanghafte Neigung, umher zu gehen) oder sekundarem Restless-Legs-Syndrom (das z. B. durch eine Nierenfunktionsstorung, eine Eisenmangelanamie oder eine Schwangerschaft verursacht sein kann) angewendet werden.

Eine paradoxe Verschlechterung der Symptome des Restless-Legs-Syndroms in Form von Augmentation (entweder zeitliche Vorverlagerung der Beschwerden im Tagesverlauf, erhohte Intensitat oder Ausbreitung der Symptome auf vorher nicht betroffene Gliedmaben) oder fruhmorgendlichem Reboundphanomen (Wiedereinsetzen der Symptome in den fruhen Morgenstunden) ist wahrend der Behandlung mit Ropinirol beobachtet worden. Wenn dieser Fall auftritt, sollte uberdacht werden, ob die Behandlung mit Ropinirol angemessen ist, und es sollte eine Dosisanpassung oder ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitt 4.8).

Bei Morbus Parkinson wurde Ropinirol gelegentlich mit ubermabiger Schlafrigkeit (Somnolenz) und plotzlichem Einschlafen in Verbindung gebracht (siehe Abschnitt 4.8). Obwohl beim Restless-Legs-Syndrom dieses Phanomen sehr selten auftritt, mussen die Patienten dennoch uber dieses Phanomen informiert und darauf hingewiesen werden, vorsichtig zu sein, wenn sie wahrend der Behandlung mit Ropinirol ein Kraftfahrzeug fuhren oder eine Maschine bedienen.

Patienten, bei denen ubermabige Schlafrigkeit (Somnolenz) und/oder plotzliches Einschlafen aufgetreten ist, durfen kein Kraftfahrzeug fuhren oder eine Maschine bedienen. Es sollte eine Dosisreduktion oder ein Absetzen des Arzneimittels erwogen werden.

Patienten mit schwerwiegenden psychotischen Storungen sollten nicht mit Dopaminagonisten behandelt werden, es sei denn, der mogliche Nutzen uberwiegt das Risiko.

Impulskontrollstorungen

Die Patienten sollten regelmabig hinsichtlich der Entwicklung von Impulskontrollstorungen uber-wacht werden. Patienten und Betreuer sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei Patienten, die mit Dopaminagonisten, einschlieblich ADARTREL Filmtabletten, behandelt werden,

Verhaltensauffalligkeiten im Sinne von Impulskontrollstorungen auftreten konnen, einschlieBlich pathologischer Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualitat, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang. Wenn sich solche Symptome entwickeln, sollte eine Dosisreduktion bzw. eine ausschleichende Behandlung in Erwagung gezogen werden.

Ropinirol sollte bei Patienten mit einer mittelschweren Leberfunktionsstorung mit Vorsicht angewendet werden. Die Patienten sollten engmaschig auf Nebenwirkungen uberwacht werden.

Patienten mit der seltenen hereditaren Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Aufgrund der Gefahr einer Hypotonie sollten Patienten mit schweren kardiovaskularen Erkrankungen (insbesondere Koronarinsuffizienz) mit Vorsicht therapiert werden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Ropinirol wird in erster Linie durch das Cytochrom P450-Isoenzym CYP1A2 metabolisiert. Eine Pharmakokinetik-Studie (mit einer Dosierung von dreimal taglich 2 mg Ropinirol) zeigte, dass bei gleichzeitiger Gabe von Ciprofloxacin die Cmax- und AUC-Werte von Ropinirol um 60 % bzw. 84 % erhoht waren. Daraus ergibt sich ein potenzielles Risiko fur Nebenwirkungen. Daher muss gegebenenfalls bei Patienten, die bereits Ropinirol erhalten, dessen Dosis angepasst werden, wenn die Patienten zusatzlich Arzneimittel erhalten, die CYP1A2 hemmen, z. B. Ciprofloxacin, Enoxacin oder Fluvoxamin. Dies gilt auch, wenn diese Arzneimittel wieder abgesetzt werden.

Eine Pharmakokinetik-Studie zu Interaktionen zwischen Ropinirol (in einer Dosierung von dreimal taglich 2 mg) und Theophyllin, einem Substrat von CYP1A2, zeigte weder eine Ánderung der Pharmakokinetik von Ropinirol noch von Theophyllin. Es wird daher nicht erwartet, dass Ropinirol mit der Verstoffwechselung von Arzneimitteln konkurriert, die durch CYP1A2 metabolisiert werden.

Auf der Grundlage von In-vitro-Daten ist das Potenzial von Ropinirol gering, in therapeutischen Dosen das Cytochrom P450 zu hemmen. Daher ist es unwahrscheinlich, dass Ropinirol die Pharmakokinetik von anderen Arzneimitteln uber einen Cytochrom P450-Mechanismus beeinflusst.

Es ist bekannt, dass Rauchen den CYP1A2-Metabolismus induziert, daher kann bei Patienten, die wahrend der Behandlung mit Ropinirol mit dem Rauchen anfangen oder aufhoren, eine Dosisanpassung erforderlich sein.

Erhohte Ropinirolspiegel im Plasma wurden bei Frauen unter Hormonsubstitutionstherapie beobachtet. Bei Patienten, die bereits unter Hormonsubstitutionstherapie stehen, kann mit der Ropinirolbehandlung in der ublichen Weise begonnen werden. Wenn jedoch eine Hormonsubstitutionstherapie wahrend der Behandlung mit Ropinirol abgesetzt oder begonnen wird, kann abhangig vom Ansprechen auf die Behandlung eine Dosisanpassung von Ropinirol erforderlich sein.

Es wurde keine pharmakokinetische Wechselwirkung zwischen Ropinirol und Domperidon (einem Arzneistoff zur Behandlung von Erbrechen und Ubelkeit) beobachtet, die eine Dosisanpassung bei einem der Praparate erfordern wurde. Domperidon antagonisiert peripher die dopaminergen Wirkungen von Ropinirol und passiert nicht die Blut-Hirn-Schranke. Daher kann es als Antiemetikum bei Patienten, die mit zentral wirksamen Dopaminagonisten behandelt werden, von Nutzen sein.

Neuroleptika und andere zentral wirksame Dopaminantagonisten, wie Sulpirid oder Metoclopramid, konnen die Wirksamkeit von Ropinirol vermindern. Daher sollte die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel mit Ropinirol vermieden werden.

Bei Patienten, die die Kombination von Vitamin K Antagonisten und Ropinirol erhalten, sind Falle von Abweichungen der INR berichtet worden. Eine verstarkte klinische und labormedizinische Uberwachung der INR wird angeraten.

4.6    Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten fur die Anwendung von Ropinirol bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizitat gezeigt (siehe Abschnitt 5.3). Da das mogliche Risiko fur den Menschen nicht bekannt ist, wird empfohlen, Ropinirol wahrend der Schwangerschaft nicht anzuwenden, es sei denn, der mogliche Nutzen fur die Patientin uberwiegt das potenzielle Risiko fur den Fotus.

Stillzeit

Ropinirol soll bei stillenden Muttern nicht angewendet werden, da es die Milchbildung hemmen kann.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Patienten, bei denen unter Behandlung mit Ropinirol ubermabige Schlafrigkeit (Somnolenz) und/oder plotzliches Einschlafen auftreten bzw. aufgetreten sind, mussen darauf hingewiesen werden, kein Kraftfahrzeug zu fuhren oder Tatigkeiten auszuuben, bei denen eine beeintrachtigte Aufmerksamkeit sie selbst oder andere dem Risiko einer Verletzung oder des Todes aussetzen kann (z. B. eine Maschine bedienen). Dies gilt so lange, bis solche Wirkungen nicht mehr auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

4.8    Nebenwirkungen

Nachfolgend sind die Arzneimittel-Nebenwirkungen nach Systemorganklassen und Haufigkeiten

aufgelistet. Die Haufigkeiten, die anhand der Daten aus klinischen Studien und als Uberschreitung der

Haufigkeit im Vergleich zu Placebo ermittelt wurden, sind wie folgt definiert:

sehr haufig (> 1/10); haufig (> 1/100, < 1/10); gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100); selten (>1/10.000,

<1/1.000); sehr selten (<1/10.000); nicht bekannt (auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht

abschatzbar).

Innerhalb jeder Haufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Anwendung von Ropinirol beim Restless-Legs-Syndrom

In klinischen Studien zu RLS war Ubelkeit die am haufigsten genannte Arzneimittel-Nebenwirkung, diese trat bei ca. 30 % der Patienten auf. Nebenwirkungen waren im Allgemeinen leicht bis mabig ausgepragt und traten zu Beginn der Behandlung oder mit Steigerung der Dosis auf. Wenige Patienten brachen die klinischen Studien aufgrund von Nebenwirkungen ab.

Tabelle 2 zeigt die Arzneimittel-Nebenwirkungen, die fur Ropinirol in den 12-Wochen-Studien berichtet wurden und die im Vergleich zu Placebo um mindestens 1 % haufiger auftraten oder die gelegentlich berichtet wurden, aber bekanntermaben mit Ropinirol in Verbindung stehen.

Tabelle 2_Nebenwirkungen aus den klinischen 12-Wochen-Studien zu RLS (Ropinirol n = 309,

Placebo n = 307)

Psychiatrische Erkrankungen

Haufig

Nervositat

Gelegentlich

Verwirrtheit

Erkrankungen des Nervensystems

Haufig

Synkope, ubermabige Schlafrigkeit (Somnolenz), Schwindel (einschlieblich Vertigo)

Gefafierkrankungen

Gelegentlich

Orthostatische Hypotonie, Hypotonie

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufig

Erbrechen, Ubelkeit

Haufig

Schmerzen im Abdomen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Haufig

Mudigkeit

Tabelle 3_Nebenwirkungen aus anderen klinischen Studien zu RLS

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich

Halluzinationen

Erkrankungen des Nervensystems

Haufig

Augmentation, fruhmorgendliches Reboundphanomen (siehe Abschnitt 4.4)

Vorgehen bei Nebenwirkungen

Wenn Patienten unter signifikanten Nebenwirkungen leiden, sollte eine Dosisreduktion in Erwagung gezogen werden. Wenn die Nebenwirkungen nachlassen, kann erneut schrittweise hoher dosiert werden. Arzneimittel gegen Ubelkeit, die nicht zu den zentral wirksamen Dopaminantagonisten gehoren, wie z. B. Domperidon, konnen bei Bedarf angewendet werden.

Weitere Erfahrungen mit Ropinirol

Ropinirol ist auch zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung angezeigt. Die unten aufgefuhrten Arzneimittel-Nebenwirkungen wurden von Patienten mit Parkinson-Erkrankung unter Mono- oder Zusatztherapie mit Ropinirol in Dosen bis zu 24 mg pro Tag und haufiger im Vergleich zu Placebo berichtet.

Tabelle 4_Nebenwirkungen aus klinischen Studien zur Parkinson-Erkrankung mit Dosen bis zu

24 mg Ropinirol pro Tag

Psychiatrische Erkrankungen

Haufig

Halluzinationen, Verwirrtheit

Gelegentlich

Gesteigerte Libido

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr haufig

Synkope, Dyskinesie, ubermabige Schlafrigkeit (Somnolenz)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufig

Ubelkeit

Haufig

Erbrechen, Schmerzen im Abdomen, Sodbrennen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Haufig

Peripheres Ódem (einschlieblich Beinodem)

Berichte nach Markteinfuhrung

Uberempfindlichkeitsreaktionen (einschlieblich Urticaria, Angioodem, Hautausschlag, Juckreiz).

Es wurden psychotische Reaktionen (andere als Halluzinationen), einschlieblich Delir, Wahnsymptome und paranoide Storungen berichtet.

Aggression* (Haufigkeit nicht bekannt)

*Aggression war sowohl mit psychotischen Reaktionen als auch mit zwanghaften Symptomen verbunden.

Impulskontrollstorungen (Haufigkeit nicht bekannt)

Pathologische Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualitat, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang konnen bei Patienten auftreten, die mit Dopaminagonisten, einschlieBlich ADARTREL Filmtabletten, behandelt werden (siehe Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung).

Bei Morbus Parkinson ist Ropinirol mit dem Auftreten von ubermaBiger Schlafrigkeit (Somnolenz) verbunden und war gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100) verbunden mit ubermaBiger Tagesmudigkeit und Episoden von plotzlichem Einschlafen. Beim Restless-Legs-Syndrom tritt dieses Phanomen jedoch sehr selten (< 1/10.000) auf.

Unter Therapie mit Ropinirol wurde gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100) uber orthostatische Hypotonie oder Hypotonie berichtet. Diese Nebenwirkungen waren in seltenen Fallen schwer.

Sehr selten (< 1/10.000) wurde uber hepatische Reaktionen, hauptsachlich uber einen Anstieg der Leberenzyme, berichtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Es wird angenommen, dass die Symptome einer Ropinirol-Uberdosierung mit der dopaminergen Wirkung des Arzneistoffes zusammenhangen. Diese Symptome konnen durch entsprechende Behandlung mit Dopaminantagonisten, wie zum Beispiel Neuroleptika oder Metoclopramid, gemildert werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Dopaminagonist, ATC-Code: N04BC04.

Wirkmechanismus

Ropinirol ist ein nicht ergoliner D2/D3-Dopaminagonist, der die Dopaminrezeptoren im Striatum stimuliert.

Klinische Wirksamkeit

ADARTREL sollte nur Patienten mit mittelschwerem bis schwerem idiopathischen Restless-Legs-Syndrom verordnet werden. Das mittelschwere bis schwere idiopathische Restless-Legs-Syndrom liegt ublicherweise bei RLS-Patienten dann vor, wenn sie an Schlafstorungen oder an starken Missempfindungen in den GliedmaBen leiden.

In den vier 12-wochigen Studien zur Wirksamkeit wurden Patienten mit Restless-Legs-Syndrom randomisiert der Ropinirol- oder Placebo-Gruppe zugeordnet und die Veranderungen auf der IRLS-

Skala in Woche 12 mit den Ausgangswerten verglichen. Die durchschnittliche Dosis Ropinirol betrug bei den mittelschweren bis schweren Fallen 2,0 mg pro Tag. In einer kombinierten Analyse von Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Restless-Legs-Syndrom aus den vier 12-wochigen Studien betrug der adjustierte Behandlungsunterschied gegenuber dem Ausgangswert auf der IRLS-Gesamtskala in Woche 12 bei der Last-Observation-Carried-Forward (LOCF)-Intention-To-Treat-Population -4,0 Punkte (95 % KI -5,6; -2,4; p < 0,0001; Ausgangswerte und durchschnittliche LOCF IRLS Punktzahl in Woche 12: Ropinirol 28,4 bzw. 13,5 und Placebo 28,2 bzw. 17,4).

Eine 12-wochige placebokontrollierte Polysomnographie-Studie bei RLS-Patienten untersuchte die Wirkung einer Behandlung mit Ropinirol auf die periodischen Beinbewegungen (Periodic Leg Movements, PLM) wahrend des Schlafes. Ein statistisch signifikanter Unterschied bei den periodischen Beinbewegungen zwischen Ropinirol und Placebo wurde vom Studienbeginn bis Woche 12 beobachtet.

Eine kombinierte Auswertung der Daten von Patienten mit mittelschwerem bis schwerem Restless-Legs-Syndrom aus den vier 12-wochigen placebokontrollierten Studien zeigte, dass Patienten, die mit Ropinirol behandelt wurden, von signifikanten Verbesserungen der Parameter auf der Schlafskala der Medical Outcome Study im Vergleich zu Placebo berichteten (Skalenwerte von 0 bis 100 auber bei Schlafdauer). Die adjustierten Behandlungsunterschiede zwischen Ropinirol und Placebo betrugen: Schlafstorungen (-15,2 Punkte [95 % KI -19,37; -10,94; p < 0,0001]), Schlafdauer (0,7 Stunden [95 % KI 0,49; 0,94]; p < 0,0001), Schlafgute (18,6 Punkte [95 % KI 13,77; 23,45; p < 0,0001]) und Tagesmudigkeit (-7,5 Punkte [95 % KI -10,86; -4,23; p < 0,0001]).

Die Wirksamkeit von Ropinirol in der Langzeitbehandlung wurde in einer randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten klinischen Studie uber 26 Wochen untersucht. Die Gesamtergebnisse waren aufgrund signifikanter Zentrums-Behandlungs-Interaktionen und dem hohen Anteil fehlender Studiendaten schwierig zu interpretieren. Es konnte nach 26 Wochen keine anhaltende Wirksamkeit, verglichen zu Placebo, gezeigt werden.

Studie zur Wirksamkeit von Ropinirol auf die Repolarisation am Herzen

Eine sorgfaltige Studie zur QT-Zeit-Verlangerung, durchgefuhrt an mannlichen und weiblichen gesunden Freiwilligen, die eine Dosis von 0,5, 1, 2 und 4 mg Ropinirol Filmtabletten (mit nicht-retardierter Freisetzung) einmal taglich erhielten, zeigte eine maximale Verlangerung des QT-Intervalls bei 1 mg Dosis um 3,46 Millisekunden (Punktschatzer), verglichen mit Placebo. Die obere Grenze des einseitigen 95 %-Konfidenzintervalls fur den grobten durchschnittlichen Wert der QT-Zeit-Verlangerung lag bei weniger als 7,5 Millisekunden. Der Effekt von Ropinirol bei hoheren Dosen ist nicht systematisch untersucht worden.

Die verfugbaren klinischen Daten aus einer Studie zur QT-Zeit-Verlangerung weisen bei der Einnahme von Ropinirol-Dosierungen bis zu 4 mg taglich nicht auf ein Risiko zur QT-Zeit-Verlangerung hin.

In den klinischen Studien waren die meisten Patienten kaukasischer Herkunft.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Die Bioverfugbarkeit von Ropinirol betragt etwa 50 % (36 % bis 57 %), die Plasma-Spitzenkonzentrationen werden im Mittelwert 1,5 Stunden nach Verabreichung der Dosis erreicht.

Eine fettreiche Mahlzeit vermindert die Resorption von Ropinirol, gezeigt durch eine Verzogerung der Tmax im Median um 2,6 Stunden und eine durchschnittliche Verminderung der Cmax um 25 %.

Verteilung

Die Plasmaproteinbindung von Ropinirol ist gering (10 % bis 40 %). Wie auf Grand seiner hohen Lipophilitat zu erwarten, zeigt Ropinirol ein grobes Verteilungsvolumen (ungefahr 7 l/kg).

Biotransformation

Die Metabolisierung von Ropinirol erfolgt hauptsachlich durch das Cytochrom P450-Isoenzym CYP1A2 und dessen Metabolite werden in erster Linie im Harn ausgeschieden. Tiermodelle zum Nachweis der dopaminergen Funktion haben ergeben, dass der Hauptmetabolit uber hochstens ein Hundertstel der Wirksamkeit von Ropinirol verfugt.

Elimination

Ropinirol wird aus dem Blutkreislauf mit einer durchschnittlichen Eliminationshalbwertszeit von ungefahr 6 Stunden eliminiert. Nach einmaliger und wiederholter oraler Gabe ist keine Ánderung in der oralen Clearance von Ropinirol beobachtet worden. Es haben sich grobe interindividuelle Unterschiede der pharmakokinetischen Kenngroben gezeigt.

Linearitat/Nicht-Linearitat

Die Pharmakokinetik von Ropinirol (Cmax und AUC) verlauft uber den therapeutischen Dosisbereich zwischen 0,25 mg und 4 mg linear, sowohl nach Einmalgabe als auch nach wiederholter Gabe.

Besondere Patientengruppen

Die orale Clearance von Ropinirol ist bei alteren Patienten (65 Jahre oder daruber) verglichen mit jungeren Patienten um ungefahr 15 % vermindert. Eine Dosisanpassung ist bei alteren Patienten nicht erforderlich.

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 50 ml/min) wird keine Ánderung der Pharmakokinetik von Ropinirol beobachtet.

Bei Patienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium, die regelmabige Hamodialyse-Behandlung erhalten, ist die orale Clearance von Ropinirol um ungefahr 30 % vermindert. Die orale Clearance der Metaboliten SKF-104557 und SKF-89124 war ebenso um ungefahr 80 % beziehungsweise 60 % vermindert. Deshalb ist die empfohlene Maximaldosierung bei diesen Patienten mit RLS begrenzt auf 3 mg/Tag (siehe Abschnitt 4.2).

Kinder und Jugendliche

Begrenzte pharmakokinetische Daten an Jugendlichen (12 - 17 Jahre, n = 9) zeigten, dass die systemische Aufnahme nach Gabe von Einzeldosen von 0,125 mg und 0,25 mg ahnlich war zu derjenigen, die bei Erwachsenen beobachtet wurde (siehe auch Abschnitt 4.2, Absatz „Kinder und Jugendliche“).

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Toxikologie

Das toxikologische Profil wird hauptsachlich durch die pharmakologische Wirkung der Substanz bestimmt: Verhaltensanderungen, Hypoprolaktinamie, Blutdruckabfall und Abnahme der Herzfrequenz, Ptose und erhohter Speichelfluss. Nur bei der Albinoratte wurde in einer Langzeitstudie mit einer Hochstdosis (50 mg/kg/Tag) eine Degeneration der Retina beobachtet, moglicherweise in Verbindung mit einer erhohten Lichtexposition.

Genotoxizitat

In der ublichen Untersuchungsreihe von In-vitro- und In-vivo-Tests wurde keine Genotoxizitat beobachtet.

Kanzerogenitat

An Mausen und Ratten wurden Zweijahresstudien mit Dosierungen von bis zu 50 mg/kg/Tag durchgefuhrt. Bei der Maus zeigte sich keine karzinogene Wirkung. Bei der Ratte waren eine Hyperplasie der Leydig-Zellen und Testisadenome als Folge der hypoprolaktinamischen Wirkung von Ropinirol die einzigen substanzbezogenen Lasionen. Diese Lasionen sind als artspezifisches Phanomen anzusehen und stellen kein Risiko fur die klinische Anwendung von Ropinirol dar.

Reproduktionstoxizitat

Die Verabreichung von Ropinirol an trachtige Ratten in maternal toxischen Dosen resultierte in einer Abnahme des fotalen Korpergewichtes bei Dosen von 60 mg/kg/Tag (dies entspricht ungefahr der 15fachen AUC beim Menschen nach Verabreichung der Hochstdosis), in einer Zunahme von fotalen Todesfallen bei 90 mg/kg/Tag (dies entspricht ungefahr der 25fachen AUC beim Menschen nach Verabreichung der Hochstdosis) und in Fehlbildungen der Zehen bei Dosen von 150 mg/kg/Tag (dies entspricht ungefahr der 40fachen AUC beim Menschen nach Verabreichung der Hochstdosis). Teratogene Wirkungen wurden bei Ratten bei Dosen von 120 mg/kg/Tag (dies entspricht ungefahr der 30fachen AUC beim Menschen nach Verabreichung der Hochstdosis) nicht beobachtet und es gab keinen Hinweis auf eine Entwicklungsbeeinflussung beim Kaninchen.

Sicherheitspharmakologie

In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Ropinirol den Ionenstrom durch hERG-Kanale inhibiert. Die IC50 ist mindestens 30-mal hoher als die erwartete maximale Plasmakonzentration bei Patienten, die mit der hochsten empfohlenen Dosis (4 mg/Tag) behandelt wurden (siehe Abschnitt 5.1).

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN 6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Lactose-Monohydrat Mikrokristalline Cellulose Croscarmellose-Natrium Magnesiumstearat (Ph. Eur.)

Filmuberzug:

ADARTREL 0,25 mg Filmtabletten (weifi)

Hypromellose

Macrogol 400

Titandioxid (E 171)

Polysorbat 80 (E 433)

ADARTREL 0,5 mg Filmtabletten (gelb)

Hypromellose

Macrogol 400

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172) Eisen(III)-oxid (E 172)

Indigocarmin, Aluminiumsalz (E 132)

ADARTREL 2 mg Filmtabletten (rosa)

Hypromellose

Macrogol 400

Titandioxid (E 171)

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E 172) Eisen(III)-oxid (E 172)

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Nicht uber 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Aufbewahrungsbedingungen nach erstem Offnen des Arzneimittels, siehe Abschnitt 6.3

6.5    Art und Inhalt der Behaltnisse

PV C/PCTFE/Aluminium-Blisterpackung oder PV C/PCTFE/PV C/Aluminium-Blisterpackung.

ADARTREL 0,25 mg Filmtabletten Packungen mit 2 oder 12 Filmtabletten.

ADARTREL 0,5 mg/2 mg Filmtabletten Packungen mit 28 oder 84 Filmtabletten.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in Verkehr gebracht.

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen fur die Beseitigung.

7. INHABER DER ZULASSUNG

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG 80700 Munchen Service Tel.: 0800 1 22 33 55 Service Fax: 0800 1 22 33 66 E-Mail: produkt.info@gsk.com http: //www .glaxosmithkline.de

8. ZULASSUNGSNUMMERN

ADARTREL 0,25 mg Filmtabletten    60916.00.00

ADARTREL 0,5 mg Filmtabletten    60917.00.00

ADARTREL 2 mg Filmtabletten    60919.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/VERLANGERUNG DER ZULASSUNGEN

08.05.2006/26.11.2009

10.    STAND DER INFORMATION

Oktober 2014

11.    VERSCHREIBUNGSSTATUS/APOTHEKENPFLICHT

V erschreibungspflichtig.

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ADARTREL 0,25 mg Filmtabletten