+ iMedikament.de

Akis 75 mg injektionslösung in einer fertigspritze



Gebrauchsinformation Akis 75 mg injektionslösung in einer fertigspritze


1717- 8 -

PA Anlage


zum Zulassungsbescheid Zul.-Nr. 83951.00.00

___________________________________________________________


PB Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben


PCX Gebrauchsinformation: Information für Anwender


AKIS 25 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

AKIS 50 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

AKIS 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze


Diclofenac-Natrium


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.


Was in dieser Packungsbeilage steht


  1. Was ist AKIS und wofür wird es angewendet?

  2. Was sollten Sie vor der Anwendung von AKIS beachten?

  3. Wie ist AKIS anzuwenden?

  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

  5. Wie ist AKIS aufzubewahren?

  6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


1. Was ist AKIS und wofür wird es angewendet?


AKIS enthält den Wirkstoff Diclofenac-Natrium. AKIS gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR) genannt werden. Andere NSAR sind z. B. Acetylsalicylsäure und Ibuprofen. Diese Arzneimittel vermindern Schmerzen und Entzündungen.


AKIS wird angewendet, um eine Reihe von Schmerzzuständen zu behandeln, einschließlich:


- Schübe von Gelenk- oder Rückenschmerzen

- Gichtanfälle

- Durch Nierensteine verursachte Schmerzen

- Durch Verletzungen, Frakturen oder Trauma verursachte Schmerzen

- Es wird auch angewendet, um Schmerzen nach einer Operation zu behandeln.


2. Was sollten Sie vor der Anwendung von AKIS beachten?


AKIS darf nicht angewendet werden,


  • wenn Sie allergisch gegen Diclofenac, Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder andere NSAR sind.

  • wenn Sie allergisch gegen einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile von AKIS sind.

  • wenn Sie nach der Anwendung von NSAR Blutungen im Magen oder Darm hatten.

  • wenn Sie zweimal oder mehrmals ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür oder Blutungen im Verdauungstrakt hatten. (Dazu gehören auch Blut im Erbrochenen, Blutungen beim Entleeren des Darms oder schwarze Teerstühle).

  • wenn Sie eine Leberfunktionsstörung haben oder hatten.

  • wenn Sie eine schwere Herzschwäche haben oder hatten.

  • wenn Sie eine schwere Nierenfunktionsstörung haben oder hatten.

  • wenn Sie Asthma, Nesselsucht oder akute Rhinitis (Allergie) haben, die durch die Anwendung von NSAR oder Acetylsalicylsäure verursacht werden.

  • wenn Sie eine Störung der Blutgerinnung haben oder derzeit Blutgerinnungshemmer (z. B. Warfarin) anwenden.

  • wenn Sie seit mehr als 6 Monaten schwanger sind.

  • wenn Sie unter 18 Jahre alt sind.


Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen


Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie AKIS anwenden:

- wenn Sie jemals ein Geschwür in der Speiseröhre, im Magen oder oberen Darm oder Magen-Darm-Blutungen hatten. Die Symptome können Blut im Erbrochenen, Blutungen beim Entleeren des Darms oder schwarze Teerstühle umfassen.

- wenn Sie Herzerkrankungen haben, schon einmal einen Schlaganfall hatten oder denken, dass Sie vielleicht ein Risiko für diese Erkrankungen haben. (Zum Beispiel, wenn Sie einen hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben, oder Raucher sind.) Sie sollten Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen,

- wenn Sie an Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn leiden.

- wenn Sie Leber- oder Nierenerkrankungen haben oder hatten.


- wenn Sie Blutkrankheiten oder Blutungsstörungen haben oder jemals hatten.

- wenn Sie Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Nasenpolypen oder Heuschnupfen haben oder jemals hatten.

- wenn Sie Lupus (systemischen Lupus erythematodes oder SLE) oder eine ähnliche Erkrankung haben.

- wenn Sie planen, schwanger zu werden, da AKIS Ihre Fähigkeit, schwanger zu werden, beeinträchtigen könnte.


Weitere Warnhinweise

- Arzneimittel wie AKIS sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle („Herzinfarkt“) oder Schlaganfälle verbunden. Das Risiko ist bei hohen Dosen und einer länger dauernden Behandlung höher. Überschreiten Sie die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer nicht.

- AKIS ist ein entzündungshemmendes Arzneimittel, daher kann es die Symptome einer Infektion, wie Kopfschmerzen oder Fieber vermindern. Wenn Sie sich unwohl fühlen und einen Arzt aufsuchen müssen, denken Sie daran, ihm zu sagen, dass Sie AKIS anwenden.

- Ältere Patienten sind anfälliger für die Nebenwirkungen, die mit AKIS verbunden sind; informieren Sie deshalb Ihren Arzt über alle ungewöhnlichen Symptome.


Anwendung von AKIS zusammen mit anderen Arzneimitteln


Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden. (Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel oder Freizeitdrogen). Einige Arzneimittel können Ihre Behandlung beeinträchtigen.


Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:

- Ein anderes NSAR oder einen COX-2-(Cyclooxygenase-2-)Hemmer, z. B. Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen (Arzneimittel zur Behandlung von Entzündungen oder Schmerzen)

- Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes

- Antikoagulantien (blutverdünnende Arzneimittel wie Warfarin oder Heparin)

- Plättchenhemmende Arzneimittel (zur Vorbeugung von Blutgerinnseln)

- Diuretika (harntreibende Arzneimittel)

- Lithium (Arzneimittel zur Behandlung einiger Depressionsformen)

- Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie)

- Herzglykoside (z. B. Digoxin; Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen)

- Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung einiger Entzündungs- und Krebsformen)

- Ciclosporin und Tacrolimus (Arzneimittel zur Behandlung einiger Entzündungsformen und nach Organtransplantationen)

- Chinolon-Antibiotika (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Infektionen)

- Steroide (Arzneimittel zur Behandlung von Entzündungen und zur Behandlung von Immunerkrankungen)

- Colestipol (Arzneimittel zur Senkung des Cholesterins)

- Cholestyramin (Arzneimittel zur Behandlung von Lebererkrankungen und Morbus Crohn)

- Sulfinpyrazon (Arzneimittel zur Behandlung der Gicht)


- Voriconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen)

- Pemetrexed (Arzneimittel zur Chemotherapie, um einige Krebsformen zu behandeln)

- Deferasirox (Arzneimittel, das bei Patienten mit Langzeitbluttransfusionen angewendet wird)

- Mifepriston (Arzneimittel, das zur Beendigung einer Schwangerschaft angewendet wird)

- Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen oder Bluthochdruck, z. B. Betablocker oder ACE-Hemmer

- bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen und Depressionen ( Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI))

- Zidovudin (Arzneimittel zur Behandlung einer Infektion mit dem menschlichen Immunschwächevirus (HIV))


Schwangerschaft und Stillzeit


Fragen Sie vor der Anwendung aller Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


- AKIS kann es erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten mit Ihrem Arzt sprechen, wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.

- Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen, schwanger zu werden, da er überlegen wird, ob AKIS angewendet werden sollte.

- AKIS darf nicht angewendet werden, wenn Sie seit mehr als 6 Monaten schwanger sind, da es die Durchblutung des Kindes beeinträchtigen oder die Nieren Ihres Kindes schädigen kann und Ihre Wehen verzögern oder verlängern kann.

- Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie stillen. Wenn Sie stillen, wird Ihr Arzt prüfen, ob AKIS angewendet werden sollte.


Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


AKIS kann bei manchen Personen Benommenheit, Müdigkeit, Schläfrigkeit oder verschwommenes Sehen verursachen. Führen Sie kein Fahrzeug, benutzen Sie keine Werkzeuge oder bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie auf diese Weise betroffen sind.


3. Wie ist AKIS anzuwenden?


Ihr Arzt entscheidet, wann und wie Sie mit AKIS Injektionslösung zu behandeln sind. Sie erhalten entweder eine intramuskuläre Injektion (eine Injektion, die in der Regel in einen Muskel des Gesäßes gegeben wird) oder eine subkutane Injektion (eine Injektion, die unter die Haut, in der Regel in das Gesäß oder den Oberschenkel gegeben wird). AKIS darf nicht intravenös (i. v.) gegeben werden.


Erwachsene: Die übliche Anfangsdosis beträgt 25 bis 75 mg je nach dem Schweregrad Ihrer Schmerzen. Wenn Sie immer noch starke Schmerzen haben, kann Ihr Arzt entscheiden, Ihnen nach 6 Stunden eine zweite Injektion zu geben. Die Tageshöchstdosis beträgt 150 mg. Sie erhalten AKIS nur für ein oder zwei Tage.


Ältere Patienten: Wenn Sie älter sind, kann Ihr Arzt Ihnen eine niedrigere als die für Erwachsene übliche Dosis geben.


Kinder und Jugendliche: AKIS ist nicht geeignet für Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren).


Ein Arzt, Apotheker oder medizinisches Fachpersonal wird die Injektion für Sie vorbereiten. Ein Arzt oder medizinisches Fachpersonal wird Ihnen in der Regel die Injektion geben.

Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal setzt Ihnen die Injektion nicht zweimal an der gleichen Stelle.


Wenn eine größere Menge von AKIS angewendet wurde, als vorgesehen

Wenn Sie zu viel AKIS erhalten haben, können die folgenden Symptome auftreten: Übelkeit und Erbrechen, Magenschmerzen, Magen- und/oder Darmblutungen, selten Durchfall, Schwindel, Tinnitus (Summen, Zischen, Klingeln, Pfeifen oder andere anhaltende Geräusche im Ohr) und gelegentlich Krämpfe (Anfälle oder Krampfanfälle). In schweren Fällen können die Nieren oder die Leber geschädigt werden (zu den Symptomen gehören Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder eine größere Harnmenge als üblich, Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Schwellungen in Händen, Füßen oder im Gesicht, Übelkeit oder Erbrechen, Gelbfärbung der Haut).


Wenn Sie denken, dass Sie zu viel AKIS erhalten haben, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.


4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?


Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.


Informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen haben:

- Schwere allergische Reaktionen; dazu können zählen: Schwellungen von Gesicht, Hals oder Zunge, Atembeschwerden, Atemnot, Schnupfen und Hautausschläge

- Magenschmerzen, Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Blähungen, Übelkeit oder Erbrechen

- Jegliche Anzeichen von Blutungen im Magen oder Darm, z. B. Blut beim Entleeren Ihres Darms, schwarzer, zäher Stuhl oder Blut im Erbrochenen

- Schwere Hautausschläge, Juckreiz, Nesselsucht, Blutergüsse, schmerzhafte rote Bereiche, Abschälen oder Blasenbildung der Haut, riesige Quaddeln (brennende juckende geschwollene Haut). Diese Erkrankungen können sich auch auf Mund, Lippen, Augen, Nase und Genitalien auswirken.

- Gelbfärbung der Haut oder des Augenweißes

- Anhaltende Halsschmerzen oder hohe Temperatur

- Eine unerwartete Veränderung der produzierten Menge Urin und/oder seines Aussehens

- Leichter als üblich Blutergüsse bekommen oder häufigere Halsschmerzen oder Infektionen


Sehr häufige Nebenwirkungen(können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

- Schmerzen, Rötung oder Verhärtungen an der Injektionsstelle


Häufige Nebenwirkungen(können 1 von 100 bis 1 von 10 Behandelten betreffen)

- Übelkeit


Gelegentliche Nebenwirkungen(können 1 von 1000 bis 1 von 100 Behandelten betreffen)

- Benommenheit und Kopfschmerzen

- Durchfall, Erbrechen und Verstopfung

- Entzündung der Magenschleimhaut, die Magenschmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit verursacht

- Lebererkrankungen

- Hautausschlag, Juckreiz


Andere Nebenwirkungen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei mit NSAR behandelten Patienten angegeben:


Auswirkungen auf Herz, Brust oder Blut

- Arzneimittel wie AKIS sind möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für Herzanfälle („Herzinfarkt“) oder Schlaganfälle verbunden.

- Hoher Blutdruck, Herzinfarkt, schneller oder unregelmäßiger Herzschlag, Schmerzen in der Brust und Schwellung von Körper, Händen oder Füßen

- Asthma, Atemnot

- Blutkrankheiten wie Anämie (verminderte Anzahl der roten Blutkörperchen). Zu den Symptomen gehören Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Blässe.


Auswirkungen auf Magen und Verdauungstrakt

- Magengeschwüre, Geschwüre im Mund, Zungeninfektionen, Erkrankungen des Dickdarms (einschließlich Entzündung des Darms und Verschlechterung eines Morbus Crohn)

- Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder Magenschleimhaut (Symptome, die starke Magenschmerzen einschließen, die in den Rücken oder die Schulter ausstrahlen können)


Auswirkungen auf das Nervensystem

- Kribbeln oder Taubheitsgefühl, Ameisenlaufen in Händen, Füßen oder Gliedmaßen, Zittern, verschwommenes oder doppeltes Sehen, Hörverlust oder -beeinträchtigung, Tinnitus (Ohrgeräusche), Schläfrigkeit, Müdigkeit

- Halluzinationen (Sehen oder Hören von Dingen, die nicht da sind), Depression, Desorientierung, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Angstzustände, Gedächtnisstörungen und Krämpfe (Anfälle oder Krampfanfälle)

- Hirnhautentzündung. Zu den Symptomen gehören steifer Nacken, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Desorientiertheit und extreme Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht.


Auswirkungen auf Leber und Niere

- Lebererkrankungen. Die Symptome können Übelkeit, Appetitlosigkeit, allgemeines Unwohlsein, manchmal mit Gelbsucht umfassen.

- Nierenerkrankungen oder Nierenversagen. Zu den Symptomen gehören Blut im Urin, schaumiger Urin, Schwellungen von Füßen, Händen oder Körper.


Auswirkungen auf Haut und Haar

- Schwere Hautausschläge wie Stevens-Johnson-Syndrom und andere Hauterkrankungen, die sich durch Sonneneinstrahlung verschlechtern können

- Haarausfall


Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.


5. Wie ist AKIS aufzubewahren?


Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.


Dieses Arzneimittel darf nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett der Fertigspritze angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.


Nicht über 25ºC lagern. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.


Das Arzneimittel muss sofort nach Anbruch verwendet werden.

Nicht verwendeter Inhalt ist zu verwerfen.


Das Arzneimittel darf nicht verwendet werden, wenn Kristalle oder Ausfällungen sichtbar sind.


Nach Injektion der korrekten Dosis entsorgen Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal die restliche Lösung zusammen mit Spritzen, Kanülen und Behältnissen.


Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.


6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


Was AKIS enthält


Der Wirkstoff ist: Diclofenac-Natrium

AKIS 25 mg

Jede Fertigspritze zu 1 ml enthält 25 mg Diclofenac-Natrium.

AKIS 50 mg

Jede Fertigspritze zu 1 ml enthält 50 mg Diclofenac-Natrium.

AKIS 75 mg

Jede Fertigspritze zu 1 ml enthält 75 mg Diclofenac-Natrium.


Die sonstigen Bestandteile sind: Hydroxylpropylbetadex, Polysorbat 20, Wasser für Injektionszwecke.


Wie AKIS aussieht und Inhalt der Packung


Dieses Arzneimittel ist eine klare bis leicht bernsteinfarbene durchsichtige Injektionslösung in einer Fertigspritze.


Dieses Arzneimittel wird in einer Packung mit zwei sterilen Kanülengeliefert:

1 Kanüle für die subkutane Injektion (27 Gauge) grau

1 Kanüle für die intramuskuläre Injektion (21 Gauge) grün


Packungen mit 1, 3 oder 5 Fertigspritzen.


Dieses Arzneimittel ist auch in Packungen mit 1, 3 oder 5 Ampullen erhältlich.

Jede Packung enthält eine Ampulle mit einem Anwendungs-Kit.


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller


IBSA Farmaceutici Italia Srl

Via Martiri di Cefalonia 2

26900 Lodi

Italien


Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen


Belgien DICLOIN

Deutschland AKIS

Frankreich AKIS

Griechenland DICLOIN

Italien AKIS

Polen AKIS

Slowakei AKIS

Spanien AKIS

Tschechische Republik DICLOIN

Ungarn AKIS

Vereinigtes Königreich AKIS

Zypern AKIS


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im



1717178

AKIS 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

Fachinformation Akis 75 mg injektionslösung in einer fertigspritze


3434- 2 -


FA Anlage


zum Zulassungsbescheid Zul.-Nr. 83951.00.00

___________________________________________________________


FB Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben


FACHINFORMATION


FC 1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS


AKIS 25 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

AKIS 50 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze

AKIS 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze


FD 2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG


AKIS 25 mg

Jede Fertigspritze zu 1 ml enthält 25 mg Diclofenac-Natrium.


AKIS 50 mg

Jede Fertigspritze zu 1 ml enthält 50 mg Diclofenac-Natrium.


AKIS 75 mg

Jede Fertigspritze zu 1 ml enthält 75 mg Diclofenac-Natrium.


Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.


FE 3. DARREICHUNGSFORM


Injektionslösung in einer Fertigspritze


Klare bis leicht bernsteinfarbene durchsichtige Lösung



FG 4. KLINISCHE ANGABEN


FH 4.1 Anwendungsgebiete


AKIS Injektionslösung ist bei akuten Formen von Schmerzen wirksam, einschließlich Nierenkoliken, Exazerbationen von Arthrose und rheumatoider Arthritis, akuten Rückenschmerzen, akuter Gicht, akuten Traumata und Frakturen und postoperativen Schmerzen (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).


AKIS ist bei Erwachsenen angezeigt. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen.


FN 4.2 Dosierung und Art der Anwendung


Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten Zeitraum verwendet wird (siehe Abschnitt 4.4).


Dosierung


Erwachsene


AKIS Injektionslösung kann intramuskulär oder subkutan angewendet werden. AKIS ist für die kurzfristige Behandlung bestimmt und sollte nicht länger als zwei Tage angewendet werden.


Für leichte und mittelschwere Schmerzgrade kann eine niedrigere Dosis ausreichend sein. Eine Dosis von 75 mg kann bei starken Schmerzen wie einer Nierenkolik benötigt werden. In Ausnahmefällen und in schweren Fällen kann nach 6 Stunden eine zweite Dosis von 75 mg angewendet werden. Eine Dosis von 150 mg darf innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden nicht überschritten werden.


Wenn mehr als eine tägliche AKIS-Injektion erforderlich ist, (bis zu einer Tageshöchstdosis von 150 mg), ist es ratsam, den Injektionsbereich für nachfolgende Injektionen zu ändern. Falls erforderlich, kann eine AKIS- Injektion mit anderen Darreichungsformen von Diclofenac bis zur Tageshöchstdosis von 150 mg Diclofenac-Natriumkombiniert werden.


Besondere Patientengruppen


Ältere Patienten

Ältere Patienten haben ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Wenn ein NSAR als notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Dauer angewendet werden. Der Patient sollte während der NSAR-Therapie regelmäßig auf gastrointestinale Blutungen überwacht werden. Die empfohlene Tageshöchstdosis von AKIS Injektionslösung beträgt 150 mg.


Patienten mit Niereninsuffizienz

Hydroxypropylbetadex, ein sonstiger Bestandteil in AKIS Injektionslösung, wird hauptsächlich durch glomeruläre Filtration ausgeschieden. Deshalb sollten Patienten mit einer schweren Niereninsuffizienz (definiert als Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) nicht mit AKIS Injektionslösung behandelt werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2). Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte die niedrigste wirksame Dosis angewendet werden.


Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von AKIS Injektionslösung bei Kindern im Alter von 0‑18 Jahren ist nicht erwiesen.


Art der Anwendung

AKIS Injektionslösung sollte ausschließlich von medizinischem Fachpersonal angewendet werden. Sie kann intramuskulär oder subkutan in gereinigtes gesundes Gewebe injiziert werden.


Es muss eine einzelne Fertigspritze anstatt zweier Fertigspritzen verwendet werden, um eine bestimmte Dosis zu erzielen, z. B. eine einzelne Injektion von 75 mg anstatt einer zu 25 mg und einer zu 50 mg bzw. eine Injektion von 50 mg anstatt zwei Injektionen zu 25 mg.


Intramuskuläre Anwendung

Die folgenden Anweisungen für die intramuskuläre Injektion müssen befolgt werden, um Schäden an einem Nerv oder anderem Gewebe an der Injektionsstelle zu vermeiden. Eine tiefe intraglutäale Injektion muss in den oberen äußeren Quadranten des Gesäßes injiziert werden. Wenn zwei Injektionen täglich benötigt werden, ist es ratsam, die andere Gesäßbacke für die zweite Injektion zu verwenden. Das Arzneimittel sollte langsam injiziert werden, um lokale Gewebeschäden zu minimieren.


Subkutane Anwendung

Die Injektion muss in das subkutane Gewebe injiziert werden, vorzugsweise im oberen Teil des Musculus gluteus oder im oberen Teil des Oberschenkels. Wenn zwei Injektionen täglich benötigt werden, ist es ratsam, den Injektionsbereich zwischen Gesäß und Oberschenkel zu wechseln. Die Nadel muss vollständig in die Dicke der Hautfalte eingeführt werden, die sich zwischen Daumen und Zeigefinger bildet. Es sollte darauf geachtet werden, dass kein Blutgefäß getroffen wird. Das Arzneimittel sollte langsam und gleichmäßig injiziert werden. Während der Injektion die Hautfalte zwischen den Fingern halten.


AKIS darf nicht intravenös (i. v.) angewendet werden.



FI 4.3 Gegenanzeigen


Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

Aktive(s) Magen-Darm-Geschwür(e), Blutung oder Perforation

Magen-Darm-Blutungen oder Perforationen im Zusammenhang mit früherer NSAR-Therapie in der Anamnese

Aktive(s) rezidivierende(s) peptische(s) Ulkus/Blutung (zwei oder mehr unterschiedliche Episoden mit nachgewiesener Ulzeration oder Blutung) oder in der Anamnese

Letztes Schwangerschaftsdrittel (siehe Abschnitt 4.6)

Schwere Leber-, Nieren- oder Herzinsuffizienz (siehe Abschnitt 4.4)

Wie andere nicht steroidale Entzündungshemmer (NSAR) ist auch Diclofenac bei Patienten kontraindiziert, bei denen durch Acetylsalicylsäure oder andere NSAR Asthmaanfälle, Urtikaria oder akute Rhinitis ausgelöst werden

Störungen der Hämostase oder aktuelle gerinnungshemmende Behandlung (nur für die intramuskuläre Verabreichung)


FK 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Allgemein

Nebenwirkungen können minimiert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (siehe Abschnitt 4.2 und gastrointestinale und kardiovaskuläre Risiken weiter unten).


Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac mit systemischen NSAR, einschließlich selektiven Cyclooxygenase-2-Hemmern sollte wegen des Fehlens von Nachweisen für einen synergistischen Nutzen und wegen möglicher zusätzlicher Nebenwirkungen vermieden werden.


Aus medizinischen Gründen ist bei älteren Patienten Vorsicht geboten. Insbesondere empfiehlt es sich, bei älteren Patienten, die gebrechlich sind oder ein geringes Körpergewicht haben, die niedrigste wirksame Dosis anzuwenden.


Wie bei anderen NSAR können allergische Reaktionen, einschließlich anaphylaktischer/anaphylaktoider Reaktionen, ohne vorherige Exposition gegenüber dem Arzneimittel in seltenen Fällen auch mit Diclofenac auftreten.

Wie andere NSAR kann Diclofenac die Anzeichen und Symptome einer Infektion aufgrund seiner pharmakodynamischen Eigenschaften maskieren.


Gastrointestinale Auswirkungen

Magen-Darm-Blutungen, Ulzerationen und Perforationen, die tödlich sein können, wurden mit allen NSAR einschließlich Diclofenac angegeben und können jederzeit, mit oder ohne Warnsymptome oder schwerwiegenden gastrointestinalen Ereignissen in der Vorgeschichte, während der Behandlung auftreten. Sie haben im Allgemeinen bei älteren Patienten schwerwiegendere Folgen. Wenn Magen-Darm-Blutungen oder Ulzerationen bei Patienten auftreten, die Diclofenac erhalten, ist das Arzneimittel abzusetzen.


Wie bei allen NSAR, einschließlich Diclofenac, ist eine engmaschige medizinische Überwachung unerlässlich. Besondere Vorsicht ist geboten bei der Verordnung von Diclofenac an Patienten mit Symptomen, die auf gastrointestinale Erkrankungen hindeuten, oder bei Patienten mit anamnestischen Hinweisen auf Magen-Darm-Geschwüre, Blutungen oder Perforationen (siehe Abschnitt 4.8). Das Risiko für gastrointestinale Blutungen steigt mit der Höhe der NSAR-Dosis sowie bei Patienten mit Magen-Darm-Geschwüren in der Vorgeschichte, insbesondere, wenn sie durch Blutungen oder Perforation kompliziert waren. Bei älteren Patienten sind Nebenwirkungen von NSAR häufiger, vor allem gastrointestinale Blutungen und Perforationen mit möglicherweise tödlichem Ausgang.


Um das Risiko einer gastrointestinalen Toxizität bei Patienten mit Magen-Darm-Geschwüren in der Anamnese zu verringern, insbesondere bei Komplikationen durch Blutungen oder Perforation, sowie bei älteren Patienten, sollte die Behandlung mit der niedrigsten wirksamen Dosis eingeleitet und aufrecht erhalten werden.


Eine Kombinationstherapie mit protektiven Arzneimitteln (z. B. Protonenpumpenhemmern oder Misoprostol) sollte für diese Patienten in Betracht gezogen werden. Dasselbe gilt auch für Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel benötigen, die niedrig dosierte Acetylsalicylsäure (ASS) oder andere Arzneimittel enthalten, die das gastrointestinale Risiko erhöhen.


Patienten mit gastrointestinaler Toxizität in der Vorgeschichte, insbesondere ältere Patienten, sollten alle ungewöhnlichen Symptome im Bauchraum (vor allem gastrointestinale Blutungen) melden. Vorsicht ist geboten bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Ulzera oder Blutungen erhöhen, wie systemische Corticosteroide, Antikoagulantien, Thrombozytenaggregationshemmer oder selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (siehe Abschnitt 4.5). Engmaschige ärztliche Überwachung und Vorsicht sind bei Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn geboten, da sich ihre Erkrankung verschlimmern kann (siehe Abschnitt 4.8).


Auswirkungen auf die Leberfunktion

Eine engmaschige ärztliche Überwachung ist bei der Verordnung von Diclofenac an Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion erforderlich, da sich ihr Zustand verschlimmern kann. Wie bei anderen NSAR, einschließlich Diclofenac, können die Werte eines oder mehrerer Leberenzyme ansteigen. Bei längerer Behandlung mit Diclofenac ist eine regelmäßige Überwachung der Leberfunktion als Vorsichtsmaßnahme angezeigt. Wenn anomale Leberfunktionswerte persistieren oder sich verschlimmern, wenn sich klinische Anzeichen oder Symptome entwickeln, die auf eine Lebererkrankung hindeuten, oder wenn andere Manifestationen auftreten (z. B. Eosinophilie, Hautausschlag), ist Diclofenac abzusetzen. Eine Hepatitis kann unter der Anwendung von Diclofenac ohne Prodromalsymptome auftreten.

Vorsicht ist bei der Anwendung von Diclofenac bei Patienten mit hepatischer Porphyrie geboten, da es einen Anfall auslösen kann.


Auswirkungen auf die Nierenfunktion

NSAR, einschließlich Diclofenac, können infolge Hemmung der vasodilatatorischen Wirkung renaler Prostaglandine, zu einem funktionalen Nierenversagen durch Verminderung der glomerulären Filtration führen.

Diese Nebenwirkung ist dosisabhängig.

Zu Beginn der Behandlung oder nach Erhöhung der Dosis wird bei Patienten mit nachfolgend aufgeführten Risikofaktoren eine sorgfältige Überwachung der Diurese und der Nierenfunktion empfohlen:

Ältere Patienten

Patienten mit eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion

Patienten mit Hypertonie in der Anamnese

Patienten, die gleichzeitig mit ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Antagonisten, Sartanen, Diuretika behandelt werden (siehe Abschnitt 4.5)

Volumenmangel jeglicher Ursache, z. B. vor oder nach einer größeren Operation (siehe Abschnitt 4.3)

Nephrotisches Syndrom

Lupusnephritis

Schwere Leberfunktionsstörung (Serumalbumin <25 g/l oder Child-Pugh Score ≥ 10)


In seltenen Fällen können NSAR eine interstitielle Nephritis, Glomerulonephritis, medullare Nierennekrose oder Nephrotisches Syndrom hervorrufen.


Der sonstige Bestandteil Hydroxypropylbetadex wird überwiegend über die Nieren durch glomeruläre Filtration ausgeschieden. Deshalb sollten Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (definiert als Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) nicht mit AKIS Injektionslösung behandelt werden. Bei Patienten mit Niereninsuffizienz sollte die niedrigste wirksame Dosis angewendet werden.


Auswirkungen auf die Haut

Über schwerwiegende Hautreaktionen, einige davon mit tödlichem Ausgang einschließlich exfoliativer Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse, wurde sehr selten im Zusammenhang mit der Anwendung von NSAR berichtet (siehe Abschnitt 4.8). Das Risiko für diese Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie höher zu sein: in der Mehrzahl der Fälle traten diese Reaktionen im ersten Behandlungsmonat auf. AKIS sollte beim ersten Auftreten von Hautausschlag, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion abgesetzt werden.


Kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Auswirkungen

Bei Patienten mit Bluthochdruck und/oder leichter bis mittelschwerer Herzinsuffizienz in der Anamnese ist eine angemessene Überwachung und Beratung erforderlich, da in Verbindung mit einer NSAR-Therapie Flüssigkeitsansammlungen und Ödeme angegeben wurden.

Klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung von Diclofenac (insbesondere in hohen Dosierungen von 150 mg täglich und im Rahmen einer Langzeitbehandlung) möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse (zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall) verbunden ist.

Patienten mit nicht eingestellter Hypertonie, Herzinsuffizienz, bestehender ischämischer Herzerkrankung, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskulärer Erkrankung sollten nur nach sorgfältiger Abwägung mit Diclofenac behandelt werden. Ähnliche Überlegungen sollten auch vor der Einleitung einer Langzeitbehandlung bei Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z. B. Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus und Rauchen) angestellt werden.



Hämatologische Auswirkungen

Bei einer längeren Behandlung mit Diclofenac wird wie bei anderen NSAR die Überwachung des Blutbildes empfohlen.


Wie andere NSAR kann Diclofenac vorübergehend die Thrombozytenaggregation hemmen. Patienten mit Hämostasestörungen sollten sorgfältig überwacht werden.


Eine Anämie kann als Folge von Flüssigkeitseinlagerungen oder Auswirkungen auf die Erythropoese auftreten.


Daher ist es ratsam, die Hämoglobin- und Hämatokritwerte zu überwachen, wenn Symptome einer Anämie festgestellt werden. Bei Diabetikern oder Patienten, die außerdem kaliumsparende Arzneimittel erhalten, kann eine Hyperkaliämie auftreten (siehe Abschnitt 4.5).


Bestehendes Asthma

Bei Patienten mit Asthma, saisonaler allergischer Rhinitis, Schwellungen der Nasenschleimhaut (d. h. Nasenpolypen), chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder chronischen Infektionen der Atemwege (vor allem in Verbindung mit ähnlichen Symptomen wie bei allergischer Rhinitis), Reaktionen auf NSAR wie Asthma-Exazerbationen (so genannte(s) Analgetikaintoleranz/Analgetika-Asthma) treten Quincke-Ödem oder Urtikaria häufiger als bei anderen Patienten auf. Daher ist bei diesen Patienten besondere Vorsicht angeraten (Bereitschaft für einen Notfall). Dies gilt auch für Patienten, die allergisch auf andere Stoffe reagieren, z. B. mit Hautreaktionen, Pruritus oder Urtikaria.


Systemischer Lupus erythematodes und Sharp-Syndrom

Bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes und Sharp-Syndrom besteht möglicherweise ein erhöhtes Risiko einer aseptischen Meningitis (siehe Abschnitt 4.8).


Anwendung

Die Injektionen müssen unter Einhaltung strenger Regeln der Asepsis und Antisepsis durchgeführt werden.


Behandlungsdauer

AKIS darf nicht länger als 2 Tage angewendet werden. Nach 2 Tagen sollte die Notwendigkeit eines alternativen NSAR geprüft werden. Wenn eine Langzeitbehandlung mit einem NSAR erforderlich ist, sollten die Patienten auf Anzeichen von Nieren- und Leberfunktionsstörungen und Blutbildanomalien überwacht werden. Dies ist besonders wichtig bei älteren Patienten.


FM 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Die folgenden Wechselwirkungen schließen diejenigen ein, die mit magensaftresistenten Diclofenac-Tabletten und/oder anderen Darreichungsformen von Diclofenac beobachtet wurden.


Lithium:Von NSAR wurde berichtet, dass sie die Blut-Lithium-Konzentrationen wegen einer verringerten renalen Ausscheidung des Lithiums erhöhen. Wird diese Kombination als notwendig erachtet, sollten die Lithium-Plasmaspiegel während der Einleitung, Einstellung und Beendigung einer Behandlung mit Diclofenac sorgfältig überwacht werden.



Digoxin:Bei gleichzeitiger Anwendung kann Diclofenac zu einer Erhöhung der Plasmakonzentration von Digoxin führen. Eine Überwachung der Digoxin-Serumspiegel wird empfohlen.


Diuretika, ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Antagonisten: NSAR kann die antihypertensive Wirkung von Diuretika und anderen Antihypertensiva (z. B. Beta-Blockern, Angiotensin-Converting-Enzym-(ACE-)Hemmern) abschwächen. Bei einigen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (z. B. dehydrierte Patienten oder ältere Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion) kann die gleichzeitige Verabreichung eines ACE-Hemmers oder von Angiotensin-II-Antagonisten und Wirkstoffen, die die Cyclooxygenase hemmen, zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion führen, einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens, das normalerweise reversibel ist. Die Kombination sollte daher insbesondere bei älteren Patienten mit Vorsicht angewendet werden. Die Patienten sollten ausreichend hydriert werden, und nach Beginn der Begleittherapie und danach in regelmäßigen Abständen sollte die Nierenfunktion kontrolliert werden (siehe auch Abschnitt 4.4).

Gleichzeitige Behandlung mit Kalium-sparenden Arzneimitteln kann mit erhöhten Serum-Kaliumspiegeln verbunden sein, die daher häufig überwacht werden sollten (siehe Abschnitt 4.4).


Andere NSAR, Corticosteroide und Acetylsalicylsäure:Die gleichzeitige Anwendung von Diclofenac und anderen systemischen NSAR oder Corticosteroiden oder Acetylsalicylsäure kann zu einer erhöhten Häufigkeit gastrointestinaler Nebenwirkungen führen (siehe Abschnitt 4.4) und wird nicht empfohlen.


Antikoagulantien und Heparin (angewendet bei älteren Patienten oder in kurativen Dosen):Vorsicht ist geboten, da die gleichzeitige Anwendung mit NSAR infolge der Hemmung der Thrombozytenfunktion und Schädigung der gastroduodenalen Schleimhaut das Blutungsrisiko erhöhen könnte (siehe Abschnitt 4.4). NSAR können die Wirkung von Antikoagulantien wie Warfarin und Heparin verstärken. Heparin wird nicht zur Anwendung bei älteren Patienten oder in kurativen Dosen empfohlen. Eine sorgfältige Überwachung der International Normalized Ratio (INR) ist erforderlich, wenn eine gleichzeitige Anwendung nicht vermieden werden kann. Obwohl aus klinischen Untersuchungen nicht hervorgeht, dass sich Diclofenac auf die Wirkung von Antikoagulantien auswirkt, gibt es vereinzelte Berichte über ein erhöhtes Blutungsrisiko bei Patienten, die Diclofenac und Antikoagulantien gleichzeitig erhielten. Eine engmaschige Überwachung dieser Patienten wird daher empfohlen.


Thrombolytika und Thrombozytenaggregationshemmer:Vorsicht ist geboten, da die gleichzeitige Anwendung mit NSAR infolge der Hemmung der Thrombozytenfunktion und Schädigung der gastroduodenalen Schleimhaut das Blutungsrisiko erhöhen kann.


Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI):Die gleichzeitige Anwendung von systemischen NSAR einschließlich Diclofenac und SSRI kann das Risiko für gastrointestinale Blutungen erhöhen (siehe Abschnitt 4.4).


Antidiabetika:Klinische Studien haben gezeigt, dass Diclofenac zusammen mit oralen Antidiabetika ohne Einfluss auf ihre klinische Wirkung angewendet werden kann. Allerdings gab es vereinzelte Berichte sowohl über hypoglykämische als auch über hyperglykämische Effekte, die Änderungen der Dosierung der Antidiabetika während der Behandlung mit Diclofenac erforderten. Aus diesem Grund wird bei gleichzeitiger Therapie die Überwachung des Blutzuckerspiegels als Vorsichtsmaßnahme empfohlen.


Methotrexat: Diclofenac kann die tubuläre renale Clearance von Methotrexat hemmen und hierdurch eine Erhöhung der Methotrexatspiegel auslösen. Vorsicht ist geboten, wenn NSAR einschließlich Diclofenac weniger als 24 Stunden vor oder nach der Behandlung mit Methotrexat angewendet werden, da die Blutkonzentration von Methotrexat ansteigt und die Toxizität dieser Substanz erhöht wird. Eine wöchentliche Überwachung des Blutbilds während der ersten Wochen der Kombinationstherapie wird empfohlen. Die Überwachung sollte bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder bei älteren Patienten häufiger erfolgen.


Pemetrexed bei Patienten mit normaler Nierenfunktion, Kreatinin-Clearance >80 ml/min:Es besteht ein erhöhtes Risiko einer Toxizität von Pemetrexed durch die Verringerung der Clearance von Pemetrexed. Eine regelmäßige Überwachung der Nierenfunktion wird empfohlen.


Calcineurininhibitoren (z. B. Ciclosporin, Tacrolimus):Die Nephrotoxizität von Calcineurininhibitoren kann durch NSAR über durch renales Prostaglandin vermittelte Effekte verstärkt werden. Bei gleichzeitiger Anwendung wird, vor allem bei älteren Patienten, die Überwachung der Nierenfunktion empfohlen.


Deferasirox:Die Anwendung Verabreichung von NSAR und Deferasirox kann das Risiko einer gastrointestinalen Toxizität erhöhen. Es sollte eine engmaschige klinische Überwachung durchgeführt werden, wenn diese Arzneimittel miteinander kombiniert werden.


Chinolon-Antibiotika:Es gab vereinzelte Berichte über Krampfanfälle, die möglicherweise auf der gleichzeitigen Anwendung von Chinolonen und NSAR beruhen.


Phenytoin:Bei der gleichzeitigen Anwendung von Phenytoin und Diclofenac wird die Überwachung der Phenytoin-Plasmakonzentrationen aufgrund einer erwarteten Zunahme der Phenytoin-Exposition empfohlen.


Colestipol und Cholestyramin:Diese Wirkstoffe können eine Verzögerung oder Verminderung der Resorption von Diclofenac induzieren. Daher empfiehlt es sich, Diclofenac mindestens eine Stunde vor oder 4 bis 6 Stunden nach der Anwendung von Colestipol/Cholestyramin anzuwenden.


Starke CYP2C9-Inhibitoren:Vorsicht ist bei gleichzeitiger Verordnung von Diclofenac und starken CYP2C9-Inhibitoren geboten (z. B. Sulfinpyrazon und Voriconazol), die durch die Hemmung der Metabolisierung von Diclofenac zu einem deutlichen Anstieg der Plasmaspitzenkonzentration und Exposition führen könnte.


Mifepriston:NSAR sollten nicht innerhalb von 8 - 12 Tagen nach der Anwendung von Mifepriston angewendet werden, da NSAR die Wirkung von Mifepriston verringern können.


Zidovudin:Es besteht ein erhöhtes Risiko einer Hämatotoxizität, wenn NSAR zusammen mit Zidovudin angewendet werden. Es gibt Belege für ein erhöhtes Risiko von Hämarthrosen und Hämatomen bei HIV-positiven Blutern bei gleichzeitiger Behandlung mit Zidovudin und Ibuprofen.


Obwohl es in hohem Maße an Proteine gebunden ist, stört AKIS nicht die Proteinbindung von Salicylaten, Tolbutamid und Prednisolon.



FL 4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit


Schwangerschaft

Die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryonale/fetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin. Das absolute Risiko kardiovaskulärer Missbildungen erhöhte sich von weniger als 1 % bis auf etwa 1,5 %. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.


Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und post-implantären Verlust und zu embryo-fetaler Letalität. führt

Ferner wurden erhöhte Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.


Während des ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittels sollte Diclofenac nur gegeben werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist. Wenn Diclofenac von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden oder wenn es während des ersten und zweiten Trimenons der Schwangerschaft angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.


Während des dritten Schwangerschaftsdrittels können alle Prostaglandinsynthesehemmer

- den Fötus folgenden Risiken aussetzen:

- kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie);

- Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramnion fortschreiten kann;

- die Mutter und das Kind am Ende der Schwangerschaft folgenden Risiken aussetzen

- mögliche Verlängerung der Blutungszeit, eine anti-aggregatorische Wirkung, die bereits bei sehr geringen Dosen auftreten kann;

- Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges.

Daher ist Diclofenac während des dritten Schwangerschaftsdrittels kontraindiziert.


Stillzeit

Wie andere NSAR geht Diclofenac in kleinen Mengen in die Muttermilch über. Daher sollte Diclofenac nicht während der Stillzeit angewendet werden, um unerwünschte Auswirkungen beim Säugling zu vermeiden.


Fertilität

Die Anwendung von Diclofenac kann, wie die Anwendung anderer NSAR, die weibliche Fertilität beeinträchtigen und wird daher bei Frauen, die schwanger werden wollen, nicht empfohlen. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden, oder bei denen Untersuchungen zur Infertilität durchgeführt werden, sollte das Absetzen von Diclofenac in Betracht gezogen werden.



FQ 4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


Patienten mit Sehstörungen, Benommenheit, Schwindel, Schläfrigkeit oder anderen zentralnervösen Störungen während der Anwendung von Diclofenac sollten auf das Führen von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen verzichten.


FJ 4.8 Nebenwirkungen


Klinische Studien

Die häufigsten in klinischen Studien beobachteten Nebenwirkungen mit AKIS sind gastrointestinaler Natur oder Reaktionen an der Injektionsstelle, die in der Regel leicht und vorübergehend sind.

Daten aus klinischen Studien legen nahe, dass die Anwendung von Diclofenac Injektionslösung im Zusammenhang mit Reaktionen an der Injektionsstelle steht, wie z. B. Schmerzen und Hämatom. Die Häufigkeit von Nebenwirkungen an der Injektionsstelle war bei der 25- bzw. 50-mg-Dosis signifikant niedriger als bei der Dosis von 75 mg. Nach Anwendung von Diclofenac wurde auch über die folgenden Nebenwirkungen berichtet: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung.

Die Nebenwirkungen sind untenstehend nach Systemorganklassen gemäß MedDRA-Klassifikation (SOC) und Häufigkeit der Beobachtung angegeben, gemäß der folgenden Konvention: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 - <1/10), gelegentlich (≥1/1000 - <1/100), selten (≥1/10.000 - <1/1000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).


Systemorganklasse

Häufigkeit

Unerwünschte Arzneimittelwirkung

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich

Schwindel

Kopfschmerzen

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig

Gelegentlich

Übelkeit

Diarrhö

Erbrechen

Obstipation

Gastritis

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich

Leberenzymanstieg

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Pruritus

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig

Reaktionen an der Injektionsstelle



Zur Beschreibung einer bestimmten Reaktion ist der am besten geeignete MedDRA-Begriff aufgelistet. Synonyme oder verwandte Erkrankungen sind nicht aufgeführt, sollten jedoch berücksichtigt werden.


Klasseneffekte

Die Nebenwirkungen (Tabelle 1) sind in der Reihenfolge ihrer abnehmenden Häufigkeit aufgeführt, die gemäß folgender Konvention definiert ist: Sehr häufig: sehr häufig (>1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10.000, <1/1000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).


Die folgenden Nebenwirkungen umfassen die bei kurzfristiger oder langfristiger Anwendung gemeldeten.


Tabelle 1

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten

Thrombozytopenie, Leukopenie, Anämie (einschließlich hämolytische und aplastische Anämie), Agranulozytose.

Erkrankungen des Immunsystems


Selten


Sehr selten

Überempfindlichkeit, anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen (einschließlich Hypotonie und Schock).

Angioneurotisches Ödem (einschließlich Gesichtsödem).

Psychiatrische Erkrankungen


Sehr selten

Desorientiertheit, Depression, Schlaflosigkeit, Alpträume, Reizbarkeit, psychotische Störung.

Erkrankungen des Nervensystems


Häufig

Selten

Sehr selten

Kopfschmerzen, Schwindel.

Somnolenz.

Parästhesie, Gedächtnisstörungen, Krämpfe, Angst, Zittern, aseptische Meningitis, Geschmacksstörungen, Apoplexie.

Augenerkrankungen


Sehr selten

Sehstörungen, verschwommenes Sehen, Diplopie.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths


Häufig

Sehr selten

Drehschwindel.

Tinnitus, Beeinträchtigung des Hörvermögens.

Herzerkrankungen


Sehr selten

Herzklopfen, Schmerzen in der Brust, Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt.

Gefäßerkrankungen


Sehr selten

Hypertonie, Vaskulitis.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums


Selten

Sehr selten

Asthma (einschließlich Dyspnoe).

Pneumonitis.


Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts


Häufig


Selten



Sehr selten

Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Dyspepsie, Bauchschmerzen, Blähungen, Appetitlosigkeit.

Gastritis, Magen-Darm-Blutungen, Hämatemesis, hämorrhagische Diarrhö, Teerstuhl, Magen-Darm-Geschwür (mit oder ohne Blutung oder Perforation).

Colitis (einschließlich hämorrhagischer Colitis und Exazerbation von Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn), Obstipation, Stomatitis (einschließlich Stomatitis ulcerosa), Glossitis, Ösophagusstörung, membranartige intestinale Strikturen, Pankreatitis.

Leber- und Gallenerkrankungen


Häufig

Selten


Sehr selten

Erhöhte Transaminasewerte.

Hepatitis, Gelbsucht, Lebererkrankungen.

Fulminante Hepatitis, Lebernekrose, Leberversagen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes


Häufig

Selten

Sehr selten

Hautausschlag.

Urtikaria.

Bullöse Eruptionen, Ekzem, Erythem, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), exfoliative Dermatitis, Haarausfall, Photosensibilitätsreaktion, Purpura, allergische Purpura, Pruritus.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege


Sehr selten

Akutes Nierenversagen, Hämaturie, Proteinurie, nephrotisches Syndrom, interstitielle Nephritis, Nierenpapillennekrose.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort


Häufig


Selten

Reaktionen an der Injektionsstelle, Schmerzen an der Injektionsstelle, Verhärtung an der Injektionsstelle

Ödem

Nekrose an der Injektionsstelle.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen


Sehr selten

Abszess an der Injektionsstelle.




Klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung von Diclofenac, insbesondere bei hohen Dosierungen (150 mg täglich) und im Rahmen einer Langzeitbehandlung möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse (zum Beispiel Herzinfarkt oder Schlaganfall) verbunden ist (siehe Abschnitt 4.4).


FO 4.9 Überdosierung


Symptome

Es besteht kein typisches klinisches Bild einer Überdosierung mit Diclofenac. Eine Überdosierung kann Symptome wie Erbrechen, Magen-Darm-Blutungen, Diarrhö, Schwindel, Tinnitus oder Krämpfe verursachen. Im Falle einer erheblichen Vergiftung sind akutes Nierenversagen und Leberschäden möglich.


Therapeutische Maßnahmen

Die Behandlung einer akuten Vergiftung mit NSAR einschließlich Diclofenac besteht im Wesentlichen aus supportiven Maßnahmen und einer symptomatischen Behandlung. Supportive Maßnahmen und eine symptomatische Behandlung sollten bei Komplikationen wie Hypotonie, Nierenversagen, Krämpfe, Magen-Darm-Erkrankung und Atemdepression durchgeführt werden.


Spezielle Maßnahmen wie forcierte Diurese, Dialyse oder Hämoperfusion sind vermutlich bei der Elimination von NSAR einschließlich Diclofenac aufgrund der hohen Proteinbindung und des extensiven Metabolismus nicht hilfreich.


FF 5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN


F1 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Muskel- und Skelettsystem; Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika; Essigsäure-Derivate und verwandte Substanzen

ATC-Code: M01AB05.


Wirkmechanismus

Diclofenac-Natrium ist ein nichtsteroidales Arzneimittel mit ausgeprägten analgetischen/entzündungshemmenden Eigenschaften. Es ist ein Inhibitor der Prostaglandin-Synthetase, (Cyclooxygenase). Diclofenac-Natrium unterdrückt in vitro nicht die Proteoglycan-Biosynthese im Knorpel bei Konzentrationen, die äquivalent zu den beim Menschen erreichten Konzentrationen sind. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Opioiden für die Behandlung postoperativer Schmerzen reduziert Diclofenac-Natrium oft den Bedarf an Opioiden.


Klinische Wirksamkeit:

Die analgetische Wirksamkeit von AKIS 25, 50 und 75 mg Injektionslösung wurde in zwei Zulassungsstudien zu Zahnschmerzen beurteilt. Patienten mit mittelschweren bis schweren Schmerzen nach einem zahnärztlichen Impaktierungseingriff wurden in diese Studien aufgenommen.


In einer Studie wurde die analgetische Wirksamkeit von subkutan verabreichtem AKIS 25, 50 und 75 mg mit Placebo verglichen. AKIS produzierte in allen Stärken eine statistisch signifikant höhere Schmerzlinderung (über VAS gemessen) im Vergleich zu Placebo (p < 0,001). AKIS produzierte auch im Vergleich zu Placebo eine deutlich stärkere Analgesie bezüglich der sekundären Wirksamkeitsmessgrößen, Dauer bis zum Eintritt der Analgesie, Anwendung von Notfallmedikation über 8 Stunden nach Verabreichung des Arzneimittels, und Patienten mit einer Reduktion der Schmerzintensität um 30 % 1,5 Stunden nach Verabreichung des Arzneimittels (p <0,001 in allen Vergleichen mit Placebo; es wurde kein statistischer Unterschied der Vergleiche zwischen den wirksamen Arzneimitteln entdeckt).


In der zweiten Studie zu Zahnschmerzen wurde die analgetische Wirksamkeit von subkutan verabreichtem AKIS 75 mg mit derjenigen von intramuskulär verabreichtem Diclofenac-Natrium 75 mg/3 ml verglichen. Es wurde kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Behandlungen zu irgendeinem Zeitpunkt während der 8 Stunden nach der Arzneimittelverabreichung beobachtet. 1,5 Stunden nach Verabreichung des Arzneimittels (primärer Endpunkt der Studie) lag das 95 % KI der Differenz zwischen den beiden Behandlungen vollständig oberhalb der vordefinierten Grenze der Nicht-Unterlegenheit (-15 mm). Es konnte daher in Bezug auf AKIS nachgewiesen werden, dass es therapeutisch gleichwertig zum Referenzpräparat ist. Die mittleren Differenzen und das 95 % KI der Differenz zu jedem Zeitpunkt über die 8 Stunden nach der Arzneimittelverabreichung sind in der Tabelle unten angegeben.


Beurteilungs-zeitpunkte

Mittlere Differenz (95 % KI)

p-Wert

15 Minuten

0,7 (-4,02 ; 5,41)

0,7708

30 Minuten

1,6 (-4,26 ; 7,55)

0,5826

45 Minuten

1,3 (-4,93 ; 7,48)

0,6857

1 Stunde

-2,1 (-8,63 ; 4,44)

0,5272

1,5 Stunden

-1,8 (-8,26 ; 4,61)

0,5764

2 Stunden

-2,9 (-8,81 ; 3,11)

0,3457

3 Stunden

-3,7 (-10,12 ; 2,72)

0,2559

4 Stunden

-5,6 (-12,48 ; 1,21)

0,1061

5 Stunden

-5,7 (-12,84 ; 1,50)

0,1205

6 Stunden

-5,5 (-13,73 ; 2,70)

0,1864

7 Stunden

-6,7 (-15,47 ; 1,98)

0,1284

8 Stunden

-5,4 (-14,08 ; 3,25)

0,2183


F2 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Resorption

Intramuskuläre Injektion

Nach Verabreichung von AKIS 75 mg Injektionslösung auf dem Weg der i.m.-Anwendung ist die Resorption schnell und die mittlere maximale Plasmakonzentration von 2,603 ± 0,959 µg/ml (2,5 µg/ml entsprechen ca. 8 µmol/l) wird nach 34 Minuten erreicht. Die Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve AUCo-t beträgt 250,07 ± 46,89 µg/ml/min. In vergleichenden klinischen Studien beträgt die mittlere maximale Plasmakonzentration für intramuskuläres diclofenc-Natrium (75 mg/3 ml) 2,242 ± 0,566 µg/ml, die nach 27 Minuten erreicht wird, und die AUCo-t beträgt 246,70 ± 39,74 µg/ml/min. Die AUC nach i.m.-Anwendung ist etwa doppelt so groß wie nach oraler oder rektaler Anwendung, bei diesem Weg der First-Pass-Effekt umgangen wird.


Subkutane Injektion

Nach Verabreichung von AKIS 75 mg Injektionslösung auf dem Weg der s.c. Anwendung ist die Resorption schnell und die mittlere maximale Plasmakonzentration von 2,138 ± 0,646 µg/ml (2,5 µg/ml entsprechen ca. 8 µmol/l) wird nach 40 Minuten erreicht. Die AUCo-t beträgt 261,94 ± 53,29 µg/ml/min. In vergleichenden klinischen Studien beträgt die mittlere maximale Plasmakonzentration für intramuskuläres Diclofenac-Natrium 2,242 ± 0,566 µg/ml nach 27 Minuten und die AUCo-tbeträgt 246,70 ± 39,74 µg/ml/min. Eine subkutane Dosis von 75 mg AKIS war in Bezug auf die AUC und Cmaxbioäquivalent zu einer intramuskulär verabreichten Dosis Diclofenac-Natrium von 75 mg/3 ml. Die AUC nach s.c.-Anwendung ist etwa doppelt so groß wie nach oraler oder rektaler Anwendung, da bei diesem Weg der First-Pass-Effekt umgangen wird.


Dosislinearität in Bezug auf die AUC und Cmaxwurde für die Resorption von Diclofenac nach subkutaner Anwendung nachgewiesen. Die Cmaxerwies sich als nicht dosisproportional, mit jeweils mittleren Cmax-Werten von 1090 ng/ml, 1648,9 ng/ml bzw. 1851,1 ng/ml bei einer AKIS-Dosis von 25 mg, 50 mg bzw. 75 mg.


Verteilung

Der Wirkstoff ist zu 99,7 % an Proteine gebunden, hauptsächlich an Albumin (99,4 %).

Diclofenac geht in die Synovialflüssigkeit über, in der maximale Konzentrationen 2–4 Stunden nach Erreichen der maximalen Plasmakonzentrationswerte gemessen werden. Die apparente Halbwertszeit für die Elimination aus der Synovialflüssigkeit beträgt 3–6 Stunden. Zwei Stunden nach Erreichen der Spitzenplasmakonzentrationen sind die Konzentrationen des Wirkstoffs in der Synovialflüssigkeit bereits höher als im Plasma und bleiben für bis zu 12 Stunden höher.


Biotransformation

Die Biotransformation von Diclofenac erfolgt teilweise durch Glucuronidierung des intakten Moleküls, überwiegend jedoch durch einfache und mehrfache Hydroxylierung und Methoxylierung, wobei mehrere phenolische Metaboliten entstehen, von denen die meisten in Glucuronid-Konjugate umgewandelt werden. Zwei phenolische Metaboliten sind biologisch aktiv, jedoch in viel geringerem Maße als Diclofenac.


Elimination

Die systemische Gesamt-Clearance von Diclofenac im Plasma beträgt 263 ± 56 ml/min (Mittelwert ± Standardabweichung). Die terminale Halbwertszeit im Plasma beträgt 1–2 Stunden. Vier der Metaboliten, darunter die beiden aktiven, haben außerdem kurze Plasmahalbwertszeiten von 1–3 Stunden.


Etwa 60 % der verabreichten Dosis werden im Urin in Form des Glucuronid-Konjugats des intakten Moleküls und als Metaboliten ausgeschieden, von denen die meisten auch in Glucuronid-Konjugate umgewandelt sind. Weniger als 1 % wird als unveränderter Wirkstoff ausgeschieden. Die restliche Dosis wird als Metaboliten über die Galle in den Faeces ausgeschieden.


Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten:Es wurden keine relevanten altersabhängigen Unterschiede bezüglich der Resorption, Metabolisierung oder Ausscheidung des Arzneimittels beobachtet.


Patienten mit Niereninsuffizienz:Bei Patienten mit Niereninsuffizienz kann bei Anwendung des üblichen Dosierungszeitplans keine Anreicherung des unveränderten Wirkstoffs aus der Einzeldosiskinetik abgeleitet werden. Bei einer Kreatinin-Clearance von <10 ml/min sind die berechneten Steady-State-Plasmaspiegel der Hydroxy-Metaboliten etwa 4-mal höher als bei gesunden Probanden. Jedoch werden die Metabolite schließlich über die Galle eliminiert.


Patienten mit Leberinsuffizienz:Bei Patienten mit chronischer Hepatitis oder nicht dekompensierter Leberzirrhose entsprechen Kinetik und Metabolismus von Diclofenac denen bei Patienten ohne Lebererkrankung.


F3 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Es wurden keine neuen präklinischen Studien zur Sicherheit von Diclofenac-Natrium durchgeführt. Das Sicherheitsprofil des Arzneimittels ist gut untersucht.


Die Studie zur lokalen Verträglichkeit zeigte, dass die Formulierung sowohl bei intramuskulärer als auch bei subkutaner Verabreichung keine signifikante unerwartete lokale Toxizität aufweist.


FR 6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN


F7 6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


Hydroxypropylbetadex

Polysorbat 20

Wasser für Injektionszwecke


FS 6.2 Inkompatibilitäten


Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.


FT 6.3 Dauer der Haltbarkeit


2 Jahre


Das Arzneimittel muss sofort nach Anbruch verwendet werden.

Nicht verwendeter Inhalt ist zu verwerfen.



FX 6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung


Nicht über 25ºC lagern.

Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.


FY 6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


Fertigspritze aus transparentem Typ-I-Glas, mit Verschlusskappe aus einer synthetischen Isopren-Brombutyl-Mischung, Gummikolben aus Chlorbutyl und einem Druckkolben aus Polystyrol.


1 Kanüle für die subkutane Injektion (27 Gauge) grau

1 Kanüle für die intramuskuläre Injektion (21 Gauge) grün


Packungen mit 1, 3 und 5 Fertigspritzen.


Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.


F4 6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung


Das Arzneimittel darf nicht verwendet werden, wenn Kristalle oder Ausfällungen sichtbar sind.


Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.


FZ 7. INHABER DER ZULASSUNG


IBSA Farmaceutici Italia Srl

Via Martiri di Cefalonia 2

26900 Lodi

Italien



F5 8. ZULASSUNGSNUMMERN


83949.00.00

83950.00.00

83951.00.00


F6 9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG


[siehe Unterschrift]


F10 10. STAND DER INFORMATION



F11 11. VERKAUFSABGRENZUNG


Verschreibungspflichtig




3434343- 3 -

AKIS 75 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze