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Alendron-hexal 10 mg tabletten



Gebrauchsinformation Alendron-hexal 10 mg tabletten

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FUR DEN ANWENDER

Alendron-HEXAL® 10 mg Tabletten

Wirkstoff: Alendronsaure

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was ist Alendron-HEXAL 10 mg und wofur wird es angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Einnahme von Alendron-HEXAL 10 mg beachten?

3.    Wie ist Alendron-HEXAL 10 mg einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Alendron-HEXAL 10 mg aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1. Was ist Alendron-HEXAL 10 mg und wofur wird es angewendet?

Alendronsaure gehort zu einer Gruppe von nicht hormonalen Arzneimitteln, den so genannten Bisphosphonaten. Alendronsaure verhindert den Knochenschwund und unterstutzt die Knochenneubildung. Alendronsaure vermindert das Risiko fur Wirbel- und Huftbruche.

Ihr Arzt hat Ihnen Alendron-HEXAL 10 mg zur Behandlung Ihrer Osteoporose verschrieben. Es wurde gezeigt, dass Alendron-HEXAL 10 mg bei Frauen das Risiko fur Wirbel- und Huftbruche und bei Mannern das Risiko fur Wirbelbruche vermindert.

Bei Osteoporose werden die Knochen dunner und schwacher. Zunachst verlauft eine Osteoporose ohne Symptome. Unbehandelt kann sie jedoch zu Knochenbruchen fuhren. Obwohl diese normalerweise schmerzhaft sind, konnen Wirbelbruche so lange unbemerkt bleiben, bis sie zu einem Verlust an KorpergroBe fuhren. Die Knochenbruche konnen bei normalen Alltagstatigkeiten entstehen, wie z. B. beim Heben von Gegenstanden oder durch kleine Verletzungen, die einen gesunden Knochen nicht brechen wurden. Die Bruche entstehen gewohnlich an der Hufte, Wirbelsaule oder am Handgelenk und konnen nicht nur Schmerzen, sondern auch erhebliche Probleme, wie gebeugte Korperhaltung („Witwenbuckel“) und Verlust der Beweglichkeit, verursachen.

Zusatzlich zu Ihrer Behandlung mit Alendron-HEXAL 10 mg kann Ihr Arzt Ihnen Vorschlage zu Veranderungen Ihrer Lebensweise machen, die Ihren Zustand verbessern konnten, wie:

Rauchen aufhoren

Rauchen erhoht offensichtlich die Geschwindigkeit des Knochenschwunds und kann so das Risiko fur einen Knochenbruch erhohen.

Korperliche Bewegung

Wie Muskeln benotigen auch Knochen Bewegung, um stark und gesund zu bleiben. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, bevor Sie mit einem Ubungsprogramm beginnen.

Ausgewogene Ernahrung

Ihr Arzt kann Ihnen Ratschlage zu Ihrer Ernahrung geben oder Ihnen sagen, ob Sie Nahrungserganzungsmittel einnehmen sollten.

2. Was mussen Sie vor der Einnahme von Alendron-HEXAL 10 mg beachten?

Alendron-HEXAL 10 mg darf nicht eingenommen werden

-    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Alendronsaure oder einen der sonstigen Bestandteile von Alendron-HEXAL 10 mg sind

-    wenn Sie unter bestimmten Problemen mit der Speiserohre (Osophagus - die Rohre, die Ihren Mund mit Ihrem Magen verbindet) leiden, wie z. B. Verengung der Speiserohre oder Schluckbeschwerden

-    wenn Sie nicht in der Lage sind, mindestens 30 Minuten zu stehen oder aufrecht zu sitzen

-    wenn Ihr Arzt festgestellt hat, dass Ihr Calciumspiegel im Blut erniedrigt ist

Nehmen Sie die Tabletten nicht ein, wenn Sie der Meinung sind, dass einer oder mehrere dieser

Umstande auf Sie zutreffen. Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt und folgen Sie seinem Rat.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Alendron-HEXAL 10 mg ist erforderlich

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Alendron-HEXAL 10 mg einnehmen:

-    wenn Sie Beschwerden an den Nieren haben

-    wenn Sie Schluck- oder Verdauungsprobleme haben

-    wenn Ihnen der Arzt mitgeteilt hat, dass bei Ihnen eine Erkrankung vorliegt, die mit Veranderungen der Zellen im unteren Speiserohrenbereich einhergeht (Barrett-Syndrom)

-    wenn Ihr Calciumspiegel im Blut erniedrigt ist

-    - wenn Sie schlechte Zahne bzw. eine Zahnfleischerkrankung haben, Ihnen ein Zahn gezogen werden soll oder Sie nicht regelmabig zum Zahnarzt gehenwenn Sie Krebs haben

-    wenn Sie eine Chemotherapie oder Strahlenbehandlung erhalten

-    wenn Sie Kortisonpraparate (wie Prednison oder Dexamethason) einnehmen

-    wenn Sie rauchen oder fruher geraucht haben (dadurch wird das Risiko fur Zahnerkrankungen erhoht).

Vor der Behandlung mit Alendron HEXAL 10 mg wurde Ihnen moglicherweise eine zahnarztliche Kontrolluntersuchung empfohlen.

Wahrend der Behandlung mit Alendron HEXAL 10 mg sollten Sie Ihre Zahne sorgfaltig pflegen.Im Verlauf der Behandlung sollten Sie regelmabige Kontrolluntersuchungen vom Zahnarzt durchfuhren lassen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Zahnarzt,wenn Sie Beschwerden im Mundbereich bemerken, wie lockere Zahne, Schmerzen oder Schwellungen.

Reizungen, Entzundungen oder Geschwure der Speiserohre (Osophagus - die Rohre, die Ihren Mund mit Ihrem Magen verbindet) stehen oft in Verbindung mit Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen und Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken. Diese Beschwerden konnen insbesondere dann auftreten, wenn die Patienten die Tablette nicht mit einem vollen Glas Wasser einnehmen konnen und/oder nicht in der Lage sind, nach Einnahme von Alendron-HEXAL 10 mg mindestens 30 Minuten zu stehen oder zu sitzen. Diese Nebenwirkungen konnen sich verschlechtern, wenn die Patienten nach dem Auftreten dieser Symptome Alendron-HEXAL 10 mg weiter einnehmen.

Alendron-HEXAL 10 mg ist nicht fur Kinder und Jugendliche geeignet.

Bei Einnahme von Alendron-HEXAL 10 mg mit anderen Arzneimitteln Calciumhaltige Nahrungserganzungsmittel, Antazida und einige andere Arzneimittel zum Einnehmen konnen die Wirksamkeit von Alendron-HEXAL 10 mg bei gleichzeitiger Einnahme beeintrachtigen. Es ist daher wichtig, dass Sie den Rat in Abschnitt 3. „Wie ist Alendron-HEXAL 10 mg einzunehmen?“ befolgen.

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Rheuma oder langandauernden Schmerzen, genannt NSAIDs (z. B. Acetylsalicylsaure oder Ibuprofen), konnen Probleme im Verdauungstrakt verursachen.

Deshalb ist bei gleichzeitiger Einnahme dieser Arzneimittel mit Alendron-HEXAL 10 mg Vorsicht geboten.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Einnahme von Alendron-HEXAL 10 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Nahrungsmittel und Getranke (einschlieblich Mineralwasser) konnen die Wirksamkeit von Alendron-HEXAL 10 mg bei gleichzeitiger Einnahme beeintrachtigen. Es ist daher wichtig, dass Sie den Rat in Abschnitt 3. „Wie ist Alendron-HEXAL 10 mg einzunehmen?“ befolgen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder vermuten schwanger zu sein, sollten Sie Alendron-HEXAL 10 mg nicht einnehmen.

Sie sollten Alendron-HEXAL 10 mg nicht einnehmen, wenn Sie stillen.

Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Bestimmte Nebenwirkungen (einschlieblich Verschwommensehen, Schwindel und starke Knochen-, Muskel und/oder Gelenkschmerzen) wurden wahrend der Behandlung mit Alendronsaure berichtet; diese konnen Ihre Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigen. Die Reaktion auf Alendronsaure kann individuell verschieden ausfallen (siehe Abschnitt 4 „Welche Nebenwirkungen sind mOglich?“).

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Alendron-HEXAL 10 mg

Alendron-HEXAL 10 mg enthalt Lactose. Bitte nehmen Sie Alendron-HEXAL 10 mg daher erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern, wie Lactose, leiden.

3. Wie ist Alendron-HEXAL 10 mg einzunehmen?

Nehmen Sie Alendron-HEXAL 10 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte

fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Nehmen Sie eine Tablette Alendron-HEXAL 10 mg einmal pro Tag ein.

Bitte halten Sie sich genau an die folgenden Anweisungen, um den Nutzen der Behandlung mit

Alendron-HEXAL 10 mg sicherzustellen.

Es ist sehr wichtig, die Anweisungen 1), 2), 3) und 4) zu befolgen, um den Transport von Alendron-

HEXAL 10 mg in den Magen zu erleichtern und um mogliche Reizungen der Speiserohre zu

vermindern.

1)    Nehmen Sie Alendron-HEXAL 10 mg als Ganzes nach dem ersten Aufstehen und vor der Aufnahme jeglicher Nahrungsmittel oder Getranke sowie vor der Einnahme jeglicher anderer Arzneimittel nur mit einem vollen Glas Wasser (kein Mineralwasser, mindestens 200 ml) ein.

-    Nicht mit Mineralwasser (mit oder ohne Kohlensaure) einnehmen.

-    Nicht mit Kaffee oder Tee einnehmen.

-    Nicht mit Saft oder Milch einnehmen.

2)    Sie durfen die Tablette nicht kauen bzw. zerdrucken oder im Mund zergehen lassen.

3)    Legen Sie sich mindestens 30 Minuten nach Einnahme der Tablette nicht hin - bleiben Sie in aufrechter Position (im Sitzen, im Stehen oder im Gehen). Legen Sie sich fruhestens nach der ersten Nahrungsaufnahme des Tages hin.

4)    Nehmen Sie Alendron-HEXAL 10 mg nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem ersten Aufstehen ein.

5)    Wenn bei Ihnen Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken, Schmerzen hinter dem Brustbein, neu einsetzendes oder sich verschlechterndes Sodbrennen auftreten, setzen Sie Alendron-HEXAL 10 mg ab und suchen Sie Ihren Arzt auf.

6)    Warten Sie nach Einnahme von Alendron-HEXAL 10 mg mindestens 30 Minuten, bevor Sie Ihre erste Nahrung, Getranke oder andere Arzneimittel, wie Antazida, Calcium- oder Vitaminpraparate, an diesem Tag einnehmen. Alendron-HEXAL 10 mg ist nur wirksam, wenn es auf nuchternen Magen eingenommen wird.

7)    Es ist wichtig, dass Sie Alendron-HEXAL 10 mg so lange einnehmen, wie Ihr Arzt es Ihnen verordnet hat. Ihre Osteoporose kann mit Alendron-HEXAL 10 mg nur behandelt werden, wenn die Einnahme der Tabletten fortgesetzt wird.

Wenn Sie eine groBere Menge von Alendron-HEXAL 10 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich zu viele Tabletten auf einmal eingenommen haben, trinken Sie ein volles Glas

Milch und suchen Sie sofort Ihren Arzt auf. Vermeiden Sie MaBnahmen, die zum Erbrechen fuhren,

und legen Sie sich nicht hin.

Wenn Sie die Einnahme von Alendron-HEXAL 10 mg vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette versaumt haben, nehmen Sie nur 1 Tablette am nachsten

Morgen ein, nachdem Sie Ihr Versaumnis bemerkt haben. Nehmen Sie nicht 2 Tabletten am selben

Tag ein, sondern fuhren Sie die Einnahme von 1 Tablette pro Tag fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder

Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann Alendron-HEXAL 10 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Sehr haufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)

Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen, die manchmal schwerwiegend sein konnen

Haufig (kann bis zu 1 Behandelten von 10 betreffen)

•    Kopfschmerzen

•    Schwindel

•    Bauchschmerzen

•    Verdauungsstorungen

•    Verstopfung

•    Vollegefuhl oder aufgetriebener Bauch

•    Durchfall

•    Blahungen

•    Saures AufstoBen

•    Schluckbeschwerden

•    Schmerzen beim Schlucken

•    Geschwure der Speiserohre (Osophagus - die Rohre, die Ihren Mund mit Ihrem Magen verbindet), die Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen, oder Beschwerden oder Schmerzen beim Schlucken verursachen konnen

•    Gelenkschwellung

•    Haarausfall, Juckreiz

•    Mudigkeit

•    Schwellungen an Handen oder Beinen

   Gelegentlich (kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen)Ubelkeit

•    Erbrechen

•    Reizungen oder Entzundungen der Speiserohre (Osophagus - die Rohre, die Ihren Mund mit Ihrem Magen verbindet) oder des Magens

•    schwarzer oder teerahnlicher Stuhl

•    Hautausschlag

•    gerotete Haut

•    vorubergehende grippeahnliche Symptome wie Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein und manchmal Fieber - ublicherweise zu Behandlungsbeginn

•    veranderte Geschmackswahrnehmung

•    Verschwommenes Sehen, Augenschmerzen oder gerotete Augen

Selten (kann bis zu 1 Behandelten von 1.000 betreffen)

•    Verengung der Speiserohre (Osophagus - die Rohre, die Ihren Mund mit Ihrem Magen verbindet)

•    Schmerzen im Mund und/oder Kiefer, Schwellungen oder wunde Mundschleimhaut, Taubheits-oder Schweregefuhl des Kiefers, oder Lockerung eines Zahnes. Diese Beschwerden konnen Anzeichen einer Schadigung des Knochens am Kiefer sein (Osteonekrose), im Allgemeinen in Verbindung mit verzogerter Wundheilung und Infektionen, oft nach dem Ziehen von Zahnen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Zahnarzt, wenn bei Ihnen solche Beschwerden auftreten.

•    Geschwure im Mund nach unsachgemaBer Einnahme wie Kauen oder Lutschen der Tablette

•    Magen oder Darmgeschwure (manchmal schwerwiegend oder mit Blutungen)

•    durch Sonnenlicht verstarkter Hautausschlag

•    allergische Reaktionen wie Nesselsucht; Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen, die zu Atem- oder Schluckbeschwerden fuhren kann

•    schwere Hautreaktionen (ernsthafte Krankheitszustande, die mit Blasenbildung einhergehen und Haut, Mund, Augen, sowie Genitalien betreffen konnen - Stevens-Johnson-Syndrom, Toxische epidermale Nekrolyse)

•    Symptome eines niedrigen Calciumspiegels im Blut einschlieBlich Muskelkrampfe oder -spasmen und/oder Gefuhl von Kribbeln in den Fingern oder um den Mund

•    Ungewohnliche (atypische) Bruche des Oberschenkelknochens, insbesondere bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose, konnen selten auftreten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen, Schwache oder Beschwerden in Oberschenkel, Hufte oder Leiste verspuren, da es sich dabei um ein fruhes Anzeichen eines moglichen Oberschenkelknochenbruchs handeln konnte.

Es ist hilfreich, wenn Sie notieren, welche Beschwerden bei Ihnen aufgetreten sind, wann sie begannen und wie lange sie anhielten.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

5. Wie ist Alendron-HEXAL 10 mg aufzubewahren?

Arzneimittel fur Kinder unzuganglich aufbewahren!

Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdruckpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht uber 25 °C lagem. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schutzen.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benotigen. Diese Mabnahme hilft die Umwelt zu schutzen.

6. Weitere Informationen

Was Alendron-HEXAL 10 mg enthalt

Der Wirkstoff ist Alendronsaure.

Jede Tablette enthalt 10 mg Alendronsaure als Natriumalendronat (Ph.Eur.).

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Wie Alendron-HEXAL 10 mg aussieht und Inhalt der Packung

Alendron-HEXAL 10 mg Tabletten sind ovale, weibe bis gebrochen weibe Tabletten mit der Pragung „AN 10“ auf einer Seite und dem „Arrow-Logo“ auf der anderen.

Die Tabletten sind in PVC/PE/PVDC/Aluminium-Blistern zu 14, 28, 56 und 112 Tabletten (Einzeldosen) erhaltlich.

Es werden moglicherweise nicht alle Packungsgroben in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

HEXAL AG Industriestrabe 25 83607 Holzkirchen Telefon: (08024) 908-0 Telefax: (08024) 908-1290 E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH Otto-von-Guericke-Allee 1 39179 Barleben

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europaischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Schweden:    Alendronat HEXAL

Deutschland:    Alendron-HEXAL 10 mg Tabletten

Belgien:    Alendronate Sandoz 10 mg tabletten

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im April 2014

Alendron-Hexal 10 mg Tabletten

Fachinformation Alendron-hexal 10 mg tabletten

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Alendron-HEXAL® 10 mg Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Tablette enthalt 10 mg Alendronsaure als Natriumalendronat (Ph.Eur.).

Sonstiger Bestandteil: 103,95 mg Lactose-Monohydrat pro Tablette Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

WeiBe bis gebrochen weiBe, kapselformige Tablette mit der Pragung „AN 10“ auf einer Seite und „Arrow-Logo“ auf der anderen Seite

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

-    Behandlung der postmenopausalen Osteoporose. Alendronat reduziert das Risiko fur Wirbel- und Huftfrakturen.

-    Behandlung der Osteoporose bei Mannern mit einem erhohten Frakturrisiko. Ein Effekt auf vertebrale, aber nicht auf nicht-vertebrale Frakturen wurde festgestellt.

-    Behandlung und Pravention der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose (siehe Abschnitt 5.1)

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose ist nicht festgelegt. Die Notwendigkeit einer Weiterbehandlung sollte in regelmaBigen Abstanden auf Grundlage des Nutzens und potenzieller Risiken von Alendron-HEXAL 10 mg fur jeden Patienten individuell beurteilt werden, insbesondere bei einer Anwendung uber 5 oder mehr Jahre.

Postmenopausale Osteoporose

Die empfohlene Dosierung betragt 1-mal taglich 10 mg.

Osteoporose bei Mannern

Die empfohlene Dosierung betragt 1-mal taglich 10 mg.

Glukokortikoid-induzierte Osteoporose

Die empfohlene Dosis fur postmenopausale Frauen, die keine Ostrogentherapie erhalten, betragt 1-mal taglich 1 Tablette zu 10 mg. Fur andere Populationen siehe die Fachinformation fur Arzneimittel, die 5 mg Alendronat enthalten.

Hinweise, um eine ausreichende Resorption von Alendronat zu gewahrleisten Alendron-HEXAL 10 mg muss morgens direkt nach dem Aufstehen auf nuchternen Magen eingenommen werden. Die Tablette darf nur mit Leitungswasser mindestens 30 Minuten vor der ersten Mahlzeit, dem ersten Getrank oder der Einnahme anderer Arzneimittel fur diesen Tag eingenommen werden. Andere Getranke (einschlieBlich Mineralwasser), Nahrungsmittel und einige Arzneimittel konnen moglicherweise die Resorption von Alendronat verringern (siehe Abschnitt 4.5).

Hinweise, um den Transport in den Magen zu erleichtem und dadurch das Risiko lokaler oder ósophagealer Reizungen/Nebenwirkungen zu vcrringcrn (siehe Abschnitt 4.4)

•    Alendron-HEXAL 10 mg soil nur morgens nach dem ersten Aufstehen mit einem ganzen Glas Wasser (mindestens 200 ml) eingenommen werden.

•    Alendron-HEXAL 10 mg ist unzerkaut im Ganzen zu schlucken. Die Patienten sollen die Tabletten wegen des Risikos einer oropharyngealen Ulzeration weder zerdrucken, zerkauen noch im Mund zergehen lassen.

•    Die Patienten sollen sich nicht hinlegen bis nach der ersten Nahrungsaufnahme des Tages, die fruhestens 30 Minuten nach der Tabletteneinnahme erfolgen darf.

•    In den 30 Minuten nach Einnahme von Alendron-HEXAL 10 mg sollen sich die Patienten nicht hinlegen.

•    Alendron-HEXAL 10 mg soll nicht vor dem Schlafengehen oder morgens vor dem Aufstehen eingenommen werden.

Die Patienten sollten erganzend Calcium und Vitamin D erhalten, wenn die Versorgung mit der Nahrung nicht ausreichend ist (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung bei alteren Patienten

In klinischen Studien bestand kein altersbedingter Unterschied im Hinblick auf das Wirksamkeits-oder Sicherheitsprofil von Alendronat. Deshalb ist bei alteren Patienten eine Dosisanpassung nicht notwendig.

Anwendung bei eingeschrankter Nierenfunktion

Bei Patienten mit einer glomerularen Filtrationsrate (GFR) uber 35 ml/min ist eine Dosisanpassung nicht notwendig. Fur Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion mit einer GFR unter 35 ml/min wird Alendronat wegen fehlender Erfahrungen nicht empfohlen.

Anwendung bei eingeschrankter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion ist eine Dosisanpassung nicht notwendig.

Kinder und Jugendliche

Natriumalendronat wird nicht zur Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei Erkrankungen im Zusammenhang mit Osteoporose im Kindesalter zur Verfugung stehen (siehe auch Abschnitt 5.1).

4.3    Gegenanzeigen

-    Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile

-    Anomalien des Osophagus und andere Faktoren, die die Osophagusentleerung verzógern, wie Striktur oder Achalasie

-    Unfahigkeit, fur mindestens 30 Minuten zu stehen oder aufrecht zu sitzen

-    Hypocalcamie

Siehe auch Abschnitt 4.4.

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Alendronat kann lokale Reizungen der Schleimhaute im oberen Gastrointestinaltrakt verursachen. Wegen des Risikos einer Verschlechterung der Grundkrankheit ist bei der Anwendung von Alendronat bei Patienten mit aktiven Erkrankungen im oberen Gastrointestinaltrakt wie Dysphagie, Osophaguserkrankung (einschlieBlich bekanntem Barrett-Osophagus), Gastritis, Duodenitis oder Ulzera sowie mit einer kurzlichen (im letzten Jahr) schweren gastrointestinalen Erkrankung wie Magenulkus, aktive gastrointestinale Blutung oder Operation im oberen Gastrointestinaltrakt auBer Pyloroplastik Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4.3). Bei Patienten mit bekanntem Barrett-Osophagus sollte der verordnende Arzt den Nutzen und die móglichen Risiken von Alendronat jeweils individuell abwagen.

Bei mit Alendronat behandelten Patienten wurden Nebenwirkungen am Osophagus (teilweise schwer und eine stationare Behandlung erfordernd) wie Osophagitis, Osophagusulzera oder Osophaguserosionen, in seltenen Fallen gefolgt von einer Osophagusstriktur oder -perforation, angegeben. Der Arzt sollte daher aufmerksam auf alle Anzeichen oder Symptome einer moglichen Reaktion am Osophagus achten. Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, Alendronat bei Symptomen einer Osophagusreizung wie Dysphagie, Schmerzen beim Schlucken, retrosternalen Schmerzen oder neu aufgetretenem/sich verschlimmerndem Sodbrennen abzusetzen und den Arzt aufzusuchen.

Das Risiko schwerer Nebenwirkungen am Osophagus ist offenbar hoher bei Patienten, die Alendronat nicht korrekt einnehmen und/oder nach Auftreten von Symptomen einer Osophagusreizung weiter einnehmen. Es ist sehr wichtig, dass die Patienten vollstandige Anweisungen zur Einnahme erhalten und diese verstehen (siehe Abschnitt 4.2). Die Patienten sollten daruber informiert werden, dass das Risiko von Osophagusproblemen ansteigen kann, wenn sie sich nicht an diese Anweisungen halten.

Wahrend in grob angelegten klinischen Studien kein erhohtes Risiko beobachtet wurde, wurden nach der Markteinfuhrung seltene Falle von Magen- und Duodenalulzera angegeben, von denen einige schwer waren und mit Komplikationen einhergingen.

Alendronat wird fur Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion mit einer GFR unter 35 ml/min nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Andere Ursachen fur eine Osteoporose neben Ostrogenmangel, Alter und Glukokortikoid-Therapie sollten berucksichtigt werden.

Eine Hypocalcamie muss vor Einleitung der Behandlung mit Alendronat korrigiert werden (siehe Abschnitt 4.3). Andere Erkrankungen des Mineralstoffwechsels (wie Vitamin-D-Mangel und Hypoparathyroidismus) sollten ebenfalls vor Beginn einer Behandlung mit Alendronat effektiv behandelt werden. Bei Patienten mit solchen Erkrankungen sollten unter der Behandlung mit Alendronat die Serumcalciumspiegel uberwacht und auf Symptome einer Hypocalcamie geachtet werden.

Wegen der positiven Auswirkungen von Alendronat auf die Zunahme der Knochenmineralisation kann es zu Abnahmen von Serumcalcium und -phosphat kommen, insbesondere bei Patienten unter Glukokortikoid-Therapie. Bei diesen Patienten kann die Calciumresorption vermindert sein. Diese Abnahmen sind gewohnlich gering und asymptomatisch. In seltenen Fallen wurde jedoch von einer symptomatischen Hypocalcamie berichtet, die gelegentlich schwer war und haufig bei Patienten mit pradisponierenden Erkrankungen auftrat (z. B. Hypoparathyroidismus, Vitamin-D-Mangel und Calciummalabsorption).

Eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D muss bei Patienten unter einer Glukokortikoidtherapie unbedingt sichergestellt werden.

Atypische Femurfrakturen

Atypische subtrochantare und diaphysare Femurfrakturen wurden unter Bisphosphonat-Therapie berichtet, vor allem bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose. Diese transversalen oder kurzen Schragfrakturen konnen uberall entlang des Oberschenkelknochens auftreten, direkt unterhalb des Trochanter minor bis direkt oberhalb der Femurkondylen. Diese Frakturen entstehen nach einem minimalen Trauma oder ohne Trauma und manche Patienten verspuren Oberschenkel-oder Leistenschmerzen oft im Zusammenhang mit Anzeichen einer Niedrig-Energie Fraktur in bildgebenden Verfahren Wochen bis Monate vor dem Auftreten einer manifesten Femurfraktur. Frakturen treten haufig bilateral auf. Aus diesem Grund sollte bei Patienten, die mit Bisphosphonaten behandelt werden und eine Femurschaftfraktur hatten, der kontralaterale Femur ebenfalls untersucht werden. Uber eine schlechte Heilung dieser Frakturen ist ebenfalls berichtet worden. Bei Patienten mit Verdacht auf eine atypische Femurfraktur sollte ein Absetzen der Bisphosphonat-Therapie, vorbehaltlich einer Beurteilung des Patienten, auf Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung in Betracht gezogen werden.

Wahrend einer Behandlung mit Bisphosphonaten sollte den Patienten geraten werden, uber jegliche Oberschenkel-, Huft- oder Leistenschmerzen zu berichten und jeder Patient mit diesen Symptomen sollte auf eine unvollstandige Femurfraktur hin untersucht werden.

Osteonekrosen im Kieferbereich

Osteonekrose des Kiefers, ublicherweise im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion und/oder einer lokalen Infektion (einschlieBlich Osteomyelitis), wurde bei Krebspatienten berichtet, deren Therapieregime vorwiegend intravenos verabreichte Bisphosphonate enthielten. Viele dieser Patienten erhielten auch eine Chemotherapie und Kortikosteroide. Osteonekrose des Kiefers wurde auch bei Osteoporosepatienten unter oralen Bisphosphonaten berichtet.

Bei der Beurteilung des individuellen Risikos fur die Entwicklung einer Osteonekrose des Kiefers sollten folgende Risikofaktoren beachtet werden:

•    Potenz des Bisphosphonats (am hochsten fur Zoledronsaure), Art der Anwendung (siehe oben) und kumulative Dosis

•    Krebs, Chemotherapie, Strahlentherapie, Kortikosteroide, Rauchen

•    Zahnerkrankungen in der Krankengeschichte, schlechte Mundhygiene, Parodontitis, invasive zahnarztliche Eingriffe und schlecht angepasster Zahnersatz.

Bei Patienten mit einer schlechten Zahngesundheit sollte eine zahnarztliche Untersuchung mit geeigneten PraventionsmaBnahmen vor einer Behandlung mit Bisphosphonaten in Betracht gezogen werden.

Wahrend der Behandlung sollten diese Patienten kieferchirurgische Eingriffe soweit moglich vermeiden. Wenn Patienten wahrend einer Bisphosphonattherapie eine Osteonekrose entwickeln, kann ein kieferchirurgischer Eingriff zu einer Verschlechterung fuhren. Es stehen keine Daten zur Verfugung, die Hinweise geben, ob das Absetzen einer Bisphosphonattherapie bei Patienten, die einen kieferchirurgischen Eingriff benotigen, das Risiko einer Osteonekrose des Kiefers vermindert.

Die klinische Einschatzung durch den behandelnden Arzt ist maBgebend fur die Therapieplanung bei jedem Patienten auf Basis einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung.

Wahrend einer Bisphosphonat-Behandlung sollten alle Patienten zu einer guten Mundhygiene sowie zu regelmaBigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt angehalten werden und sie sollten uber alle oralen Symptome wie bewegliche Zahne, Schmerzen oder Schwellungen berichten.

Knochen-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen wurden bei Patienten unter Bisphosphonaten berichtet. Nach Markteinfuhrung waren diese Symptome selten schwerwiegend und/oder mit Einschrankungen der Beweglichkeit verbunden (siehe Abschnitt 4.8). Der Zeitpunkt des Auftretens dieser Symptome variierte von einem Tag bis zu mehreren Monaten nach Therapiebeginn. Bei den meisten Patienten gingen die Beschwerden nach dem Absetzen der Therapie zuruck. Bei einem Teil der Patienten traten die Symptome erneut auf, wenn die Therapie mit demselben Arzneimittel oder einem anderen Bisphosphonat wieder aufgenommen wurde.

In Beobachtungen nach Markteinfuhrung wurde selten uber schwere Hautreaktionen einschlieBlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse berichtet.

Patienten mit der seltenen hereditaren Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Alendron-HEXAL 10 mg nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme konnen Nahrungsmittel und Getranke (einschlieBlich Mineralwasser), Calciumpraparate, Antazida und einige orale Arzneimittel die Resorption von Alendronat beeintrachtigen. Die Patienten mussen daher nach der Einnahme von Alendronat mindestens 30 Minuten warten, bis sie andere orale Arzneimittel einnehmen (siehe Abschnitt 4.2 und 5.2).

Andere klinisch signifikante Alendronat-Wechselwirkungen sind nicht zu erwarten. In klinischen Studien erhielt eine Reihe von Patientinnen zusammen mit Alendronat Ostrogen (intravaginal, transdermal oder oral). Mit der kombinierten Anwendung in Zusammenhang stehende unerwunschte Ereignisse wurden bei diesen Patientinnen nicht beobachtet.

Da die Anwendung von NSAR mit gastrointestinalen Irritationen einhergehen kann, ist bei gleichzeitiger Anwendung mit Alendronat Vorsicht geboten.

Spezifische Interaktionsstudien wurden mit Alendronat nicht durchgefuhrt. Es wurde aber in klinischen Studien zusammen mit einer Vielzahl anderer haufig verschriebener Arzneimittel verwendet, ohne dass klinisch relevante Wechselwirkungen auftraten.

4.6    Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Alendronat sollte wahrend der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Alendronat bei schwangeren Frauen vor. Tierstudien lassen keinen Hinweis auf direkt schadigende Wirkungen im Hinblick auf die Schwangerschaft, die embryonale/fetale oder postnatale Entwicklung erkennen. Alendronat, das an trachtige Ratten verabreicht wurde, verursachte Dystokie, die mit einer Hypocalcamie in Zusammenhang stand (siehe Abschnitt 5.3).

Es ist nicht bekannt, ob Alendronat beim Menschen in die Muttermilch ubergeht. Im Hinblick auf die Indikation sollte Alendronat von stillenden Frauen nicht eingenommen werden.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgefuhrt.

Jedoch wurden bestimmte Nebenwirkungen unter Alendronat berichtet, welche die Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen einiger Patienten beeintrachtigen konnen. Die Reaktion auf Alendronat kann individuell verschieden ausfallen (siehe Abschnitt 4.8).

4.8    Nebenwirkungen

In einer Ein-Jahres-Studie bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose war das generelle Vertraglichkeitsprofil fur Alendronat einmal wochentlich 70 mg (n = 519 ) und Alendronat 10 mg taglich (n = 370) vergleichbar.

In zwei Drei-Jahres-Studien mit fast identischem Design bei postmenopausalen Frauen (Alendronat 10 mg: n = 196; Placebo: n = 397) waren das generelle Vertraglichkeitsprofil fur 10 mg Alendronat taglich und Placebo vergleichbar.

Im Folgenden sind die von den Prufarzten als moglicherweise, wahrscheinlich oder definitiv mit dem Arzneimittel in Kausalzusammenhang stehenden Nebenwirkungen aufgefuhrt, die entweder

-    in der Ein-Jahres-Studie bei > 1 % der Patienten in einer der Behandlungsgruppen auftraten, oder

-    in den Drei-Jahres-Studien bei > 1 % der Patienten auftraten, die mit 10 mg Alendronat taglich behandelt wurden und bei denen die Inzidenz dieser Nebenwirkungen hoher war als unter Placebo.

Gastrointestinal

Alendronat

einmal

wochentlich 70 mg (n=519)

%

Alendronat 10 mg taglich (n=370)

%

Alendronat 10 mg taglich (n=196)

%

Placebo

(n=397)

%

Bauchschmerzen

3,7

3,0

6,6

4,8

Dyspepsie

2,7

2,2

3,6

3,5

saures Aufstoben

1,9

2,4

2,0

4,3

Ubelkeit

1,9

2,4

3,6

4,0

aufgetriebenes Abdomen

1,0

1,4

1,0

0,8

Obstipation

0,8

16

3,1

1,8

Diarrho

0,6

0,5

3,1

1,8

Dysphagie

0,4

0,5

1,0

0,0

Flatulenz

0,4

1,6

2,6

0,5

Gastritis

0,2

1,1

0,5

1,3

Magenulkus

0,0

1,1

0,0

0,0

Osophagusulkus

Bewegungsapparat

0,0

0,0

1,5

0,0

Schmerzen am Bewegungsapparat (Knochen, Muskeln oder Gelenke)

2,9

3,2

4,1

2,5

Muskelkrampfe

Neurologisch

0,2

1,1

0,0

1,0

Kopfschmerzen

0,4

0,3

2,6

1,5

Die folgenden Nebenwirkungen wurden ebenfalls in klinischen Studien und/oder nach der Markteinfuhrung berichtet:

Sehr haufig    (> 1/10)

Haufig    (> 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich    (> 1/1.000 bis < 1/100)

Selten    (> 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten    (< 1/10.000, einschlieblich Einzelfalle)

Nicht bekannt    Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht

abschatzbar

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Uberempfindlichkeitsreaktionen einschlieblich Urtikaria und Angioodem

StoffWechsel- und Ernahrungsstorungen

Selten: symptomatische Hypocalcamie, im Allgemeinen mit entsprechenden pradisponierenden Faktoren§

Erkrankungen des Nervensystems Haufig: Kopfschmerzen, Schwindel^

Gelegentlich: Dysgeusie^

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Entzundungen des Auges (Uveitis, Skleritis, Episkleritis)

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Haufig: Vertigo^

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Haufig: Bauchschmerzen, Dyspepsie, Obstipation, Diarrho, Flatulenz, Osophagusulkus*, Dysphagie*, aufgetriebenes Abdomen, saures Aufstoben

Gelegentlich: Ubelkeit, Erbrechen, Gastritis, Osophagitis*, Osophaguserosionen*, Melana1

Selten: Osophagusstriktur*, oropharyngeale Ulzeration*, Perforationen, Ulzera und Blutungen (PUBs) im oberen Gastrointestinaltrakt5

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Haufig: Alopezie1, Pruritus Gelegentlich: Hautausschlag,, Erythem,

Selten: Hautausschlag mit Photosensitivitat, schwere Hautreaktionen einschlieblich Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer epidermaler Nekrolyse*

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr haufig: Muskuloskelettale (Knochen-, Muskel- oder Gelenk-) Schmerzen, manchmal auch stark15

Haufig: Gelenkschwellungen1

Selten:

Osteonekrose des Kiefers*5, atypische subtrochantare und diaphysare Femurfrakturen (unerwunschte Wirkung der Substanzklasse der Bisphosphonate)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Haufig: Asthenie1 , peripheres Odem1

Gelegentlich: Vorubergehende Symptome wie bei einer Akute-Phase-Reaktion (Myalgie, Unwohlsein und in seltenen Fallen Fieber) meist bei Einleitung der Behandlung1

§siehe Abschnitt 4.4

f Die Haufiskeit in klinischen Studien war in der Wirkstoff- und Placebo-Gruppe ahnlich * Siehe Abschnitte 4.2 und 4.4

iDiese Nebenwirkuns wurde nach Markteinfuhruns beobachtet. Die HaufiskeitSelten“ wurde auf Grundlage relevanter klinischer Studien seschatzt.

LNach Markteinfuhruns beobachtet

4.9 Uberdosierung

Bei einer oralen Uberdosierung konnen Hypocalcamie, Hypophosphatamie und Nebenwirkungen im oberen Gastrointestinaltrakt wie Magenverstimmung, Sodbrennen, Osophagitis, Gastritis oder Ulkus auftreten. Spezifische Informationen im Hinblick auf eine Uberdosierung mit Alendronat liegen nicht vor. Zum Binden von Alendronat sollten Milch oder Antazida gegeben werden. Wegen des Risikos einer Osophagusreizung sollte kein Erbrechen induziert werden und der Patient sollte in aufrechter Position bleiben.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Arzneimittel zur Behandlung von Knochenerkrankungen,

Bisphosphonate

ATC-Code: M05B A04

Der arzneilich wirksame Bestandteil in Alendron-HEXAL 10 mg, Natriumalendronat (Ph.Eur.), ist ein Bisphosphonat, das die osteoklastische Knochenresorption ohne direkten Effekt auf die Knochenbildung hemmt. Praklinische Studien wiesen nach, dass sich Alendronat vorzugsweise an

Stellen mit aktiver Resorption konzentriert. Die Osteoklastenaktivitat wird gehemmt, wahrend die Bildung und Bindung der Osteoklasten nicht beeintrachtigt wird. Unter der Behandlung mit Alendronat gebildeter Knochen ist von normaler Qualitat.

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose

Die Osteoporose wird definiert als Knochenmineraldichte (BMD) an Wirbelsaule oder Hufte, die

2.5    Standardabweichungen unter dem Mittelwert fur eine normale, gesunde Bevolkerung liegt, oder als vorliegende pathologische Fraktur unabhangig von der Knochenmineraldichte.

Die Wirkungen von Alendronat auf die BMD und die Frakturinzidenz bei postmenopausalen Frauen wurden in zwei ersten Wirksamkeitsstudien mit identischem Design (n = 994) und im Fracture Intervention Trial (FIT: n = 6459) untersucht.

In den ersten Wirksamkeitsstudien stieg die BMD unter 10 mg Alendronat taglich gegenuber Placebo nach 3 Jahren um 8,8 %, 5,9 % und 7,8 % in Wirbelsaule, Femurhals beziehungsweise Trochanter an. Die Gesamtkorper-BMD nahm ebenfalls signifikant zu. Bei den mit Alendronat behandelten Patientinnen war der Anteil mit einer oder mehreren Wirbelfrakturen um 48 % geringer (Alendronat

3,2 % versus Placebo 6,2 %). In den beiden Zwei-Jahres-Extensionen dieser Studien nahm die BMD in der Wirbelsaule und im Trochanter weiter zu. AuBerdem blieb die BMD im Femurhals und im gesamten Korper erhalten.

Die FIT-Studie umfasste zwei placebokontrollierte Studien mit taglicher Einnahme von Alendronat (5 mg taglich fur zwei Jahre und danach 10 mg taglich fur ein oder zwei weitere Jahre).

•    FIT 1: Drei-Jahres-Studie bei 2027 Patientinnen mit mindestens einer vorbestehenden Wirbelfraktur (Kompressionsfraktur). In dieser Studie senkte die tagliche Behandlung mit Alendronat die Inzidenz von > 1 neuen Wirbelfraktur um 47 % (Alendronat 7,9 % versus Placebo

15.0    %). Zudem wurde eine statistisch signifikante Abnahme der Inzidenz von Huftfrakturen festgestellt (1,1 % versus 2,2 %, Abnahme um 51 %).

•    FIT 2: Vier-Jahres-Studie bei 4432 Patientinnen mit geringer Knochenmasse, aber ohne vorbestehende Wirbelfraktur. In dieser Studie wurde in einer Analyse der Subgruppe der osteoporotischen Frauen (37 % der Gesamtpopulation, die die oben angegebene Definition der Osteoporose erfullten) ein signifikanter Unterschied in der Inzidenz von Huftfrakturen (Alendronat

1.0    % versus Placebo 2,2 %, Abnahme um 56 %) und in der Inzidenz von > 1 Wirbelfraktur (2,9 % versus 5,8 %, Abnahme um 50 %) festgestellt.

Osteoporose bei Mannern mit erhohtem Frakturrisiko

Die Wirksamkeit von 1-mal taglich 10 mg Alendronat bei Mannern (31-87 Jahre, mittleres Alter 63 Jahre, n = 241) mit Osteoporose wurde in einer Zwei-Jahres-Studie evaluiert. Nach zwei Behandlungsjahren mit Alendronat 10 mg pro Tag nahm die BMD gegenuber Placebo im Durchschnitt um 5,3 % in der Wirbelsaule, um 2,6 % im Femurhals, um 3,1 % im Trochanter und um

1.6    % im Gesamtskelett zu (p < 0,001 fur alle Messpunkte). Der Effekt von Alendronat auf die BMD war unabhangig von Alter, ethnischer Zugehorigkeit, Gonadenfunktion, BMD-Ausgangswert oder anfanglichem Knochenturnover. Die Inzidenz neuer Wirbelfrakturen wurde als Sicherheitsvariable evaluiert. In einer retrospektiven Analyse (mittels quantitativer Radiographie bestimmt) wurde bei den mit Alendronat behandelten Patienten eine einzige neue Fraktur (0,8 %) festgestellt, unter Placebo dagegen 6 neue Frakturen (7,1 %) (p = 0,017). Die KorpergroBe hatte nach der Behandlung mit Alendronat weniger stark abgenommen als unter Placebo (- 0,6 mm beziehungsweise - 2,4 mm, p = 0,02). Ein Effekt auf nicht-vertebrale Frakturen wurde nicht festgestellt.

Glukokortikoid-induzierte Osteoporose

Bei einer Langzeitsteroidtherapie kommt es haufig zur Entwicklung einer von Frakturen begleiteten Osteoporose. Diese tritt sowohl bei Mannern als auch bei Frauen aller Altersstufen auf. Die Wirksamkeit von 1-mal taglich 10 mg und 5 mg Alendronat bei mit Steroiden behandelten Mannern und Frauen (mindestens 7,5 mg pro Tag Prednison oder Áquivalent, mediane Dosis 10 mg pro Tag) wurde in zwei Ein-Jahres-Studien mit praktisch identischem Design nachgewiesen. An diesen Studien nahmen insgesamt 560 Patienten im Alter von 17-83 Jahren teil. Die Patienten erhielten erganzend

Calcium und Vitamin D. Im Vergleich zu Placebo nahm die BMD bei den mit 1-mal taglich 5 mg Alendronat behandelten Patienten in der Wirbelsaule (2,41 %), im Femurhals (2,19 %) und im Trochanter (1,65 %) signifikant zu. Der Anstieg der BMD war unter 1-mal taglich 10 mg Alendronat bei allen Patienten gleich wie unter 1-mal taglich 5 mg Alendronat, mit Ausnahme der nicht mit Ostrogen behandelten postmenopausalen Frauen. Bei diesen Frauen nahm die BMD (im Vergleich zu Placebo) unter 1-mal taglich 10 mg Alendronat starker zu als unter 1-mal taglich 5 mg Alendronat: Wirbelsaule (4,11 % versus 1,56 %) und Trochanter (2,84 % versus 1,67 %). Eine praventive Wirkung gegen Frakturen durch die Zunahme der Knochenmineraldichte mit 10 mg oder 5 mg Alendronat wurde bei steroidinduzierter Osteoporose nicht nachgewiesen.

In einer Dosierung von 10 mg und 5 mg war Alendronat unabhangig von der Dosis oder Dauer der Steroidtherapie wirksam. Zudem war die Wirksamkeit von 10 mg und 5 mg Alendronat unabhangig von Alter (< 65 Jahre gegenuber > 65 Jahre), Geschlecht, BMD-Ausgangswert, anfanglichem Knochenturnover oder Begleittherapien mit einer Reihe haufiger Arzneimittel. Bei den Patienten, die Alendronat in Dosen bis zu 10 mg taglich erhielten und bei denen nach einem Jahr eine Biopsie durchgefuhrt wurde, wurden keine Anzeichen fur eine Storung der Knochenmineralisation festgestellt.

Kinder und Jugendliche

Natriumalendronat wurde bei einer geringen Anzahl von Patienten unter 18 Jahren mit Osteogenesis imperfecta untersucht. Die Ergebnisse sind nicht ausreichend, um eine Anwendung von Natriumalendronat bei Kindern und Jugendlichen mit Osteogenesis imperfecta zu befurworten.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Bezogen auf eine intravenose Referenzdosis betrug die mittlere orale Bioverfugbarkeit von Alendronat bei Frauen 0,64 % fur Dosen von 5-70 mg nach Nahrungskarenz uber Nacht und zwei Stunden vor Aufnahme eines standardisierten Fruhstucks. Die Bioverfugbarkeit nahm auf etwa 0,46 % und 0,39 % ab, wenn Alendronat eine Stunde oder eine halbe Stunde vor einem standardisierten Fruhstuck eingenommen wurde.

In Osteoporosestudien war Alendronat wirksam, wenn es mindestens 30 Minuten vor dem ersten Essen oder Getrank am Tag eingenommen wurde. Die Bioverfugbarkeit war minimal, wenn Alendronat zusammen mit einem standardisierten Fruhstuck oder bis zu 2 Stunden danach eingenommen wurde. Die Einnahme von Alendronat zusammen mit Kaffee oder Orangensaft reduzierte die Bioverfugbarkeit um etwa 60 %. Bei Gesunden fuhrte orales Prednisolon (3-mal taglich 20 mg fur 5 Tage) zu keiner klinisch bedeutsamen Ánderung der oralen Bioverfugbarkeit von Alendronat (mittlere Zunahme um 20-44 %).

Verteilung

Studien bei Ratten zeigten, dass sich Alendronat nach intravenoser Verabreichung von 1 mg/kg zunachst in die Weichteilgewebe verteilt, danach jedoch schnell in das Skelett umverteilt oder mit dem Urin ausgeschieden wird. Das mittlere Steady-State-Verteilungsvolumen auberhalb des Knochens betragt beim Menschen mindestens 28 Liter. Die Plasmakonzentrationen des Wirkstoffes nach therapeutischen oralen Dosen sind fur einen analytischen Nachweis zu niedrig (< 5 ng/ml). Die Proteinbindung in Humanplasma betragt etwa 78 %.

Biotransformation

Weder bei Tieren noch beim Menschen gibt es Hinweise auf eine Metabolisierung von Alendronat. Elimination

Nach einer intravenosen Einzeldosis von 14C-Alendronat wurden etwa 50 % der Radioaktivitat innerhalb von 72 Stunden im Urin ausgeschieden. In den Fazes wurde nur wenig oder keine Radioaktivitat wiedergefunden. Nach einer intravenosen Einzeldosis von 10 mg betrug die renale Clearance von Alendronat 71 ml/min und die systemische Clearance lag nicht uber 200 ml/min. Die Plasmakonzentrationen fielen nach intravenoser Verabreichung innerhalb von 6 Stunden um uber 95 % ab. Die terminale Halbwertszeit beim Menschen wird wegen der Freisetzung von Alendronat aus dem Skelett auf uber zehn Jahre geschatzt. Da Alendronat bei Ratten nicht durch die sauren oder basischen Transportsysteme der Nieren ausgeschieden wird, wird angenommen, dass es beim Menschen die Ausscheidung anderer Arzneimittel uber diese Systeme nicht beeinflusst.

Merkmale bei Patienten

Praklinische Studien zeigen, dass der nicht im Knochen abgelagerte Anteil des Wirkstoffes schnell im Urin ausgeschieden wird. Nach chronischer Verabreichung kumulativer intravenoser Dosen bis zu 35 mg/kg wurde bei Tieren kein Hinweis auf eine Sattigung der Aufnahme in den Knochen gefunden. Auch wenn dazu keine klinischen Informationen vorliegen, ist die Elimination von Alendronat wie bei Tieren bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion wahrscheinlich reduziert. Deshalb ist bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion wahrscheinlich eine etwas starkere Kumulation von Alendronat im Knochen zu erwarten (siehe Abschnitt 4.2).

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur allgemeinen Toxizitat, Gentoxizitat und zum kanzerogenen Potential lassen die praklinischen Daten keine besonderen Gefahren fur den Menschen erkennen. Studien an trachtigen Ratten zeigten, dass die Behandlung mit Alendronat mit einer durch eine Hypocalcamie bedingten Dystokie bei der Niederkunft einherging. In Studien, in denen Ratten hohe Dosen erhielten, war eine unvollstandige Knochenbildung bei den Feten haufiger. Die Relevanz dieser Beobachtung fur den Menschen ist nicht bekannt.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

mikrokristalline Cellulose Croscarmellose-Natrium Lactose-Monohydrat Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend

6.3    Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Nicht uber 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schutzen.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Die Tabletten sind in Triplex-Blister (PVC/ PE/PVDC/AL) verpackt.

Packungen mit 14, 28, 56 und 112 (Einzeldosen) Tabletten.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen

7. INHABER DER ZULASSUNG

Hexal AG IndustriestraBe 25 83607 Holzkirchen Telefon: (08024) 908-0 Telefax: (08024) 908-1290

E-Mail: medwiss@hexal.com

8. ZULASSUNGSNUMMER

62701.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 22.08.2005 Datum der Verlangerung der Zulassung: 21.06.2010

10. STAND DER INFORMATION

April 2014

11. VERKAUFSABGRENZUNG V erschreibungspflichtig

Alendron-Hexal 10 mg Tabletten