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Alendron-hexal plus calcium d 70 mg + 1000 mg/880 i.e. tabletten + brausetabletten



Gebrauchsinformation Alendron-hexal plus calcium d 70 mg + 1000 mg/880 i.e. tabletten + brausetabletten

Gebrauchsinformation: Information fur Anwender

Alendron-HEXAL Plus Calcium D 70 mg + 1000 mg/880 I.E. Tabletten + Brausetabletten

Alendronsaure + Calcium/Colecalciferol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

•    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

•    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

•    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

•    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist Alendron-HEXAL Plus und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Alendron-HEXAL Plus beachten?

3.    Wie ist Alendron-HEXAL Plus einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Alendron-HEXAL Plus aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1 Was ist Alendron-HEXAL Plus und wofur wird es angewendet?

Alendron-HEXAL Plus wird zur Behandlung der Osteoporose bei Frauen nach den Wechseljahren angewendet, die zusatzlich eine tagliche Calcium- und Vitamin-D3-Erganzung benotigen. Diese Kombination senkt das Risiko fur Wirbel- und Huftbruche.

a)    Alendronat gehort zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Bisphosphonate genannt werden. Es verhindert den Knochenverlust, der bei Frauen nach den Wechseljahren auftritt, und unterstutzt die Knochenneubildung.

b)    Calcium/Vitamin D3 liefern das Calcium und das Vitamin D3, das der Korper zur Hartung neuer Knochensubstanz benotigt.

2 Was sollten Sie vor der Einnahme von Alendron-HEXAL Plus beachten? Alendron-HEXAL Plus darf nicht eingenommen werden,

•    wenn Sie allergisch gegen Natriumalendronat-Trihydrat, Calciumcarbonat, Vitamin D3,

Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

•    wenn Sie Probleme mit Ihrer Speiserohre, wie z. B. eine Verengung oder Schluckbeschwerden, haben.

•    wenn Sie nicht in der Lage sind, mindestens 30 Minuten aufrecht zu stehen oder zu sitzen.

•    bei erniedrigtem oder erhohtem Calciumgehalt des Blutes.

•    bei vermehrter Calciumausscheidung im Harn.

•    bei erhohtem Vitamin-D-Gehalt im Blut.

•    bei Nierensteinen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaftnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Alendron-HEXAL Plus einnehmen, wenn:

•    Sie an einer Nierenerkrankung leiden,

•    Sie Schluck- oder Verdauungsbeschwerden haben,

•    Ihnen der Arzt mitgeteilt hat, dass bei Ihnen eine Erkrankung vorliegt, die mit Veránderungen der Zellen im unteren Speiserohrenbereich einhergeht (Barrett-Syndrom),

•    Ihnen mitgeteilt wurde, dass der Calciumgehalt in Ihrem Blut erniedrigt ist,

•    Sie Sarkoidose haben, eine Erkrankung, die hauptsachlich die Lunge betrifft und Kurzatmigkeit und Husten verursacht,

•    Sie bereits Vitamin D einnehmen,

•    Sie Schmerzen, Schwellungen oder ein Taubheitsgefuhl im Kiefer, ein Schweregefuhl des Kiefers oder einen lockeren Zahn hatten oder haben,

•    Sie schlechte Zahne bzw. eine Zahnfleischerkrankung haben, Ihnen ein Zahn gezogen werden soll oder Sie nicht regelmá&ig zum Zahnarzt gehen.

•    Vor der Behandlung mit Alendron-HEXAL Plus wurde Ihnen moglicherweise eine zahnárztliche Kontrolluntersuchung empfohlen.

•    Sie sich in zahnárztlicher Behandlung befinden oder eine chirurgische Zahnbehandlung benotigen.

•    Teilen Sie Ihrem Zahnarzt mit, dass Sie mit Alendron-HEXAL Plus behandelt werden.

•    Sie Krebs haben,

•    Sie eine Chemotherapie oder Strahlenbehandlung erhalten,

•    Sie Kortisonpráparate (wie Prednison oder Dexamethason) einnehmen,

•    Sie rauchen oder fruher geraucht haben (dadurch wird das Risiko fur Zahnerkrankungen erhoht).

Wáhrend der Behandlung mit Alendron-HEXAL Plus sollten Sie Ihre Záhne sorgfáltig pflegen.

Im Verlauf der Behandlung sollten Sie regelmá&ige Kontrolluntersuchungen vom Zahnarzt durchfuhren lassen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Zahnarzt, wenn Sie Beschwerden im Mundbereich bemerken, wie lockere Záhne, Schmerzen oder Schwellungen.

Reizungen, Entzundungen oder Geschwure der Speiserohre stehen oft in Verbindung mit Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen oder Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken. Diese Beschwerden konnen insbesondere dann auftreten, wenn die Patienten die Alendron-HEXAL Plus nicht mit einem vollen Glas Wasser einnehmen und/oder sich vor Ablauf von 30 Minuten nach der Einnahme wieder hinlegen. Wenn Patienten nach Auftreten solcher Beschwerden Alendron-HEXAL Plus weiter einnehmen, konnen sich diese Nebenwirkungen weiter verschlechtern.

Kinder und Jugendliche

Alendron-HEXAL Plus darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Einnahme von Alendron-HEXAL Plus zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kurzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

a)    Arzneimittel, die eine der folgenden Substanzen enthalten, verringern bei gleichzeitiger Einnahme die Wirksamkeit von Alendronat:

•    Calcium

•    Antazida, Arzneimittel zur Behandlung von Sodbrennen

•    manche Arzneimittel zum Einnehmen, wie z. B. Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen, Entzundungen oder Rheuma

Nehmen Sie diese Arzneimittel nicht fruher als 30 Minuten nach der Alendronat-T ablette ein.

b)    Calcium/Vitamin D3 kann die folgenden Arzneimittel beeintráchtigen oder von ihnen beeintráchtigt werden:

•    Digitalis: ein Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen

•    Antibiotika mit Wirkstoffen, deren Namen auf „-cyclin" enden

•    Arzneimittel zur Entzundungshemmung oder zur Verhinderung von AbstoBungsrektionen nach Organtransplantationen, wie z. B. Kortison

•    Natriumfluorid: zur Hartung des Zahnschmelzes oder zur Behandlung von Osteoporose

•    Arzneimittel zur Erhohung der Wasserausscheidung uber die Nieren mit Wirkstoffen, deren Namen auf „-zid" enden

•    Cholestyramin: ein Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte

•    Abfuhrmittel, wie z. B. Paraffinol

Wenn Sie die oben genannten Arzneimittel einnehmen, wird Ihnen Ihr Arzt weitere Anweisungen geben.

Einnahme von Alendron-HEXAL Plus zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

a)    Nehmen Sie die Alendronat-Tablette nicht mit Nahrungsmitteln und Getranken auBer Leitungswasser ein, damit diese richtig wirken kann. Dies betrifft insbesondere Molkereiprodukte, wie z. B. Milch, da diese Calcium enthalten. Andere Nahrungsmittel und Getranke als Leitungswasser durfen Sie fruhestens 30 Minuten nach der Einnahme der Alendronat-Tablette zu sich nehmen.

b)    Nehmen Sie die aufgelosten Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten nicht zusammen mit Nahrungsmitteln ein, die groBe Mengen an

•    Oxalsaure, wie z. B. Spinat und Rhabarber, oder

•    Phytinsaure, wie z. B. Vollkornprodukte, enthalten.

Nehmen Sie die aufgelosten Tabletten fruhestens 2 Stunden nach dem Verzehr solcher Nahrungsmittel ein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Alendron-HEXAL Plus ist nur zur Anwendung bei Frauen nach den Wechseljahren bestimmt. Nehmen Sie Alendron-HEXAL Plus nicht ein, wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden.

Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Unter Alendron-HEXAL Plus wurden bestimmte Nebenwirkungen (einschlieBlich verschwommenes Sehen, Schwindel und starke Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen) berichtet, welche Ihre Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigen konnen. Die Reaktion auf Alendron-HEXAL Plus kann individuell verschieden ausfallen (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind moglich?").

Alendron-HEXAL Plus enthalt Natrium, Lactose-Monohydrat, Sucrose und hydriertes Sojaol.

Die Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten enthalten Lactose-Monohydrat und Sucrose. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

Die Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten enthalten Sojaol. Wenn Sie gegen Erdnuss oder Soja allergisch sind, durfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Eine Calcium/Vitamin D3-Brausetablette enthalt 4,2 mmol (96 mg) Natrium. Wenn sie eine kochsalzarme Diat einhalten mussen, sollten Sie dies berucksichtigen.

3 Wie ist Alendron-HEXAL Plus einzunehmen?


Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Alendron-HEXAL Plus ist eine Wochentherapie, bestehend aus:

a)    1 Alendronat-Tablette und

b)    6 Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten

Die empfohlene Dosis pro einwochigem Zyklus:

•    Tag 1

1 Alendronat-Tablette

Wahlen Sie einen Wochentag, der am besten zu Ihrem Zeitplan passt. Dies ist „Tag 1" Ihres einwochigen Zyklus.

Nehmen Sie die Alendronat-Tablette jede Woche an dem von Ihnen gewahlten „Tag 1" ein.

•    Tage 2 bis 7

1 Calcium/Vitamin D3-Brausetablette pro Tag uber die nachsten 6 Tage

Beginnen Sie mit der Einnahme von Calcium/Vitamin D3 am Tag nach der Einnahme der Alendronat-T ablette.

Nehmen Sie die Alendronat-Tablette und die Calcium/Vitamin D3-Brausetablette nicht am selben Tag ein.

Beginnen Sie alle 7 Tage einen neuen einwochigen Zyklus, indem Sie die Alendronat-Tablette an dem von Ihnen gewahlten „Tag 1" einnehmen.

Art der Anwendung

a)    Nehmen Sie die Alendronat-Tablette im Ganzen ein:

Es ist sehr wichtig, dass Sie sich an diese Anweisungen halten, damit die Tablette rasch den Magen erreichen kann. So lasst sich das Risiko fur Reizungen der Speiserohre mindern.

•    Schlucken Sie die Alendronat-Tablette morgens, sobald Sie aufgestanden sind und bevor Sie etwas essen, trinken oder ein anderes Arzneimittel einnehmen, zusammen mit einem vollen Glas Leitungswasser (mindestens 200 ml).

-    Nehmen    Sie die    Tablette nicht mit (stillem oder kohlensaurehaltigem) Mineralwasser ein.

-    Nehmen    Sie die    Tablette nicht mit Kaffee oder Tee ein.

-    Nehmen    Sie die    Tablette nicht mit Saft oder Milch ein.

•    Sie durfen die Tablette nicht kauen oder im Mund zergehen lassen.

•    Legen Sie sich nicht hin. Bleiben Sie nach der Einnahme der Tablette mindestens 30 Minuten lang in aufrechter Korperhaltung (Sitzen, Stehen oder Gehen). Legen Sie sich nicht hin, bis Sie die erste Mahlzeit des Tages zu sich genommen haben.

•    Sie durfen die Tablette nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem morgendlichen Aufstehen einnehmen.

•    Wenn Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken, Schmerzen in der Brust oder neu einsetzendes oder sich verschlimmerndes Sodbrennen auftreten, brechen Sie die Einnahme von Alendron-HEXAL Plus ab und wenden Sie sich an Ihren Arzt.

•    Nach der Einnahme der Tablette mussen Sie mindestens 30 Minuten warten, bevor Sie Ihre erste Mahlzeit, Getranke oder andere Arzneimittel, wie magensaurebindende Arzneimittel (Antazida), Calciumpraparate und Vitamine, zu sich nehmen. Die Alendronat-Tablette ist nur dann wirksam, wenn sie auf nuchternen Magen eingenommen wird.

b)    Nehmen Sie die Calcium/Vitamin D3-Brausetablette ein, nachdem Sie sie in einem Glas Wasser aufgelost haben.

Dauer der Anwendung

Uber die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt.

Wenn Sie eine groftere Menge von Alendron-HEXAL Plus eingenommen haben, als Sie sollten

a)    Trinken Sie ein Glas Milch und informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mehr Alendronat-Tabletten als verordnet eingenommen haben. Fuhren Sie kein Erbrechen herbei und legen Sie sich nicht hin.

b)    Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie mehr Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten eingenommen haben, als Sie sollten.

Wenn Sie die Einnahme von Alendron-HEXAL Plus vergessen haben

a)    Wenn Sie die Einnahme der Alendronat-Tablette an dem von Ihnen gewahlten „Tag 1" vergessen haben:

1.    Nehmen Sie sie an dem Tag ein, an dem Sie die vergessene Einnahme bemerkt haben. Nehmen Sie nicht zwei Alendronat-Tabletten an einem Tag ein, um die ausgelassene Tablette nachzuholen.

2.    Nehmen Sie am darauffolgenden Tag die Calcium/Vitamin D3-Brausetablette ein. Nehmen Sie die Alendronat-Tablette und die Brausetablette nicht am selben Tag ein.

Setzen Sie die Einnahme mit einer Calcium/Vitamin D3-Brausetablette taglich bis zum Ende des einwochigen Zyklus fort.

3.    Beginnen Sie anschlie&end einen neuen einwochigen Zyklus: Nehmen Sie einmal pro Woche eine Alendronat-Tablette an dem von Ihnen gewahlten „Tag 1" ein.

b)    Wenn Sie die Einnahme einer Calcium/Vitamin D3-Brausetablette vergessen haben:

1.    Nehmen Sie sie an dem Tag ein, an dem Sie die vergessene Einnahme bemerkt haben, aber nehmen Sie nicht zwei Brausetabletten am selben Tag ein. Nehmen Sie die Brausetablette nicht am selben Tag wie die Alendronat-Tablette ein.

2.    Setzen Sie die Einnahme mit einer Brausetablette taglich bis zum Ende des einwochigen Zyklus fort.

3.    Entsorgen Sie die vergessene Brausetablette.

Wenn Sie die Einnahme von Alendron-HEXAL Plus abbrechen

Wenn Sie die Behandlung abbrechen, kann sich Ihre Osteoporose verschlimmern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung abbrechen mochten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4 Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

a) Mogliche Nebenwirkungen von Alendronat

Sehr haufig, kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen

•    Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, die teilweise stark sein konnen

Haufig, kann 1 bis 10 Behandelte von 100 betreffen

•    Kopfschmerzen

•    Schwindel

•    Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden

•    Verstopfung, Vollegefuhl oder aufgetriebener Leib

•    Durchfall, Blahungen

•    Sodbrennen

•    Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Schlucken

•    Geschwure in der Speiserohre, die Schmerzen in der Brust, Sodbrennen oder Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken verursachen konnen

•    Gelenkschwellung

•    Haarausfall

•    Juckreiz

•    Schwachegefuhl

•    Schwellungen an Handen oder Beinen

Gelegentlich, kann 1 bis 10 Behandelte von 1.000 betreffen

•    Geschmacksstorungen

•    Ubelkeit

•    Erbrechen

•    Reizung oder Entzundung der Speiserohre oder des Magens

•    schwarzer oder teerartiger Stuhl

•    Ausschlag, Rotung der Haut

•    vorubergehende grippeartige Symptome, wie z. B. Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein, teilweise mit Fieber, in der Regel zu Beginn der Behandlung

•    verschwommenes Sehen, Schmerzen oder Rotung der Augen

Selten, kann 1 bis 10 Behandelten von 10.000 betreffen

•    allergische Reaktionen, wie z. B. Quaddeln; Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen, die zu Atem- und Schluckbeschwerden fuhren konnen

•    Verengungen der Speiserohre

•    Schmerzen im Mund und/oder Kiefer, Schwellungen oder wunde Mundschleimhaut, Taubheits- oder Schweregefuhl des Kiefers, oder Lockerung eines Zahnes. Diese Beschwerden konnen Anzeichen einer Schadigung des Knochens am Kiefer sein (Osteonekrose), im Allgemeinen in Verbindung mit verzogerter Wundheilung und Infektionen, oft nach dem Ziehen von Zahnen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Zahnarzt, wenn bei Ihnen solche Beschwerden auftreten.

•    Geschwure im Mund nach Kauen oder Lutschen der Tabletten

•    Magen- oder Darmgeschwure (z. T. schwerwiegend oder mit Blutungen)

•    starke Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen

•    schwerwiegende Hautreaktionen infolge einer allergischen Reaktion (toxische epidermale Nekrolyse, Erythema multiforme), in Verbindung mit Beschwerden, wie Fieber, allgemeines Krankheitsgefuhl, Jucken der Haut, Gelenkschmerzen, mehrfache Hautverletzungen oder Blasen, die Gesicht oder Lippen betreffen konnen

•    Hautausschlag, der sich durch Sonnenlicht verschlimmert

•    Beschwerden bedingt durch einen niedrigen Calciumspiegel im Blut einschlie&lich. Muskelkrampfe oder -zuckungen und/oder kribbelndes Gefuhl in den Fingern oder um den Mund

•    Ungewohnliche (atypische) Bruche des Oberschenkelknochens, insbesondere bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose, konnen selten auftreten.

•    Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen, Schwache oder Beschwerden in Oberschenkel, Hufte oder Leiste verspuren, da es sich dabei um ein fruhes Anzeichen eines moglichen Oberschenkelknochenbruchs handeln konnte.

b) Mogliche Nebenwirkungen von Calcium/Vitamin D3

Gelegentlich, kann 1 bis 10 Behandelte von 1.000 betreffen

•    zu hoher Calciumspiegel im Blut

•    Symptome sind uberma&iger Durst, Appetitlosigkeit, Erschopfung und in schweren Fallen unregelma&iger Herzschlag

•    zu hoher Calciumspiegel im Urin

Selten, kann 1 bis 10 Behandelten von 10.000 betreffen

•    Verstopfung, Blahungen, Ubelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall

•    Hautreaktionen, wie z. B. Juckreiz, Hautausschlag und Quaddeln

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

5 Wie ist Alendron-HEXAL Plus aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behaltnis nach „verwendbar bis" angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht uber 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schutzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6 Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Alendron-HEXAL Plus enthalt

a)    Alendronat-Filmtabletten

Der Wirkstoff ist Natriumalendronat (Ph.Eur.).

Eine Filmtablette enthalt 70 mg Alendronsaure (als 91,35 mg Natriumalendronat (Ph.Eur.)).

Die sonstigen Bestandteile sind:

•    Tablettenkern: mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

•    Uberzug: mikrokristalline Cellulose, Carrageen, Macrogol 8000

b)    Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten

Die Wirkstoffe sind Calciumcarbonat und Colecalciferol (Vitamin D3).

Eine Brausetablette enthalt:

•    2500 mg Calciumcarbonat, entsprechend 1000 mg Calcium.

•    22 Mikrogramm (880 Internationale Einheiten [I.E.]) Colecalciferol (Vitamin D3).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Citronensaure, Simeticon, Gelatine, Lactose-Monohydrat, Macrogol 6000, Starke, modifiziert (Mais), Methylcellulose, Natriumcyclamat, Natriumhydrogencarbonat, Povidon K25, Natrium-Saccharin, hydriertes Sojaol (Ph.Eur.), Sucrose, all-rac-alpha-Tocopherol, Orangen-Aroma

Wie Alendron-HEXAL Plus aussieht und Inhalt der Packung

a)    Alendronat-Filmtabletten: WeiBe, runde Filmtablette, auf der Ober- und Unterseite gerundet (Durchmesser 10 mm), mit der Pragung „ALN 70" auf einer Seite. Die Tabletten sind in einer Kunststoff/Aluminium-Blisterpackung verpackt.

b)    Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten: WeiBe, runde Brausetabletten, beidseits flach (Durchmesser 30 mm). Die Tabletten sind in einem Rohrchen verpackt.

Alendron-HEXAL Plus ist in Packungen erhaltlich mit

•    1 Alendronat-Filmtablette + 6 Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten

•    2 Alendronat-Filmtabletten + 12 Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten

•    4 Alendronat-Filmtabletten + 24 (2 x 12) Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten

•    3 x [4 Alendronat-Filmtabletten + 24 (2 x 12) Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten]

•    4 x [4 Alendronat-Filmtabletten + 24 (2 x 12) Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten]

•    6 x [4 Alendronat-Filmtabletten + 24 (2 x 12) Calcium/Vitamin D3-Brausetabletten]

Pharmazeutischer Unternehmer

Hexal AG IndustriestraBe 25 83607 Holzkirchen Telefon: (08024) 908-0 Telefax: (08024) 908-1290 E-Mail: service@hexal.com

Hersteller

Salutas Pharma GmbH, ein Unternehmen der Hexal AG Otto-von-Guericke-Allee 1 39179 Barleben

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europaischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Vereinigtes Konigreich: Alendronic Acid and Calcium / Cholecalciferol 70 mg + 1000 mg / 880 IU film-coated tablets + effervescent tablets

Deutschland: Alendron-HEXAL plus Calcium D 70 mg + 1000 mg/880 I.E. Tabletten + Brausetabletten

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im Marz 2014.

Alendron-HEXAL Plus Calcium D 70 mg + 1000 mg/880 I.E. Tabletten + Brausetabletten

Fachinformation Alendron-hexal plus calcium d 70 mg + 1000 mg/880 i.e. tabletten + brausetabletten

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Alendron-HEXAL Plus Calcium D 70 mg + 1000 mg/880 I.E. Tabletten + Brausetabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Eine Filmtablette enthalt 70 mg Alendronsaure (als 91,35 mg Natriumalendronat [Ph.Eur.]).

Eine Brausetablette enthalt 2500 mg Calciumcarbonat (entsprechend 1000 mg Calcium) und 22 Mikrogramm (880 I.E.) Colecalciferol (Vitamin D3).

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Eine Brausetablette enthalt 396 mg Lactose-Monohydrat, 4,2 mmol (entspricht 96 mg) Natrium, Sucrose und Sojaol.

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

WeiBe, runde, bikonvexe Filmtablette (Durchmesser 10 mm) mit der Pragung „ALN 70" auf einer Seite.

Brausetablette

WeiBe, runde, biplane Brausetablette (Durchmesser 30 mm) mit Orangengeruch.

4. KLINISCHE ANGABEN


4.1    Anwendungsgebiete

Therapie der postmenopausalen Osteoporose. Alendronat mindert das Risiko fur Wirbel- und Huftfrakturen.

Alendron-HEXAL Plus ist nur fur Patienten bestimmt, bei denen, basierend auf einer individuellen Beurteilung, die enthaltene Calcium- bzw. Vitamin D3-Menge zur Erganzung als ausreichend erachtet wird.

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Alendron-HEXAL Plus ist eine Wochentherapie, bestehend aus 1 Alendronat 70 mg Filmtablette und 6 Calcium/Vitamin-D3-Brausetabletten.

Die empfohlene Dosis ist eine Alendronat 70 mg Filmtablette am ersten Tag, gefolgt von 1 Calcium/Vitamin-D3-Brausetablette am nachsten Tag, die 6 Tage lang taglich eingenommen wird. Dieser siebentagige Zyklus wird anschlieBend jede Woche, beginnend mit einer Alendronat 70 mg Filmtablette, wiederholt.

Alendronat 70 mg (Filmtablette)

Dosierung

Die Alendronat 70 mg Filmtablette sollte jede Woche am selben Tag eingenommen werden.

Die empfohlene Dosis ist eine 70 mg Filmtablette einmal wochentlich. Die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose ist nicht festgelegt. Die Notwendigkeit einer Weiterbehandlung sollte in regelmaBigen Abstanden auf Grundlage des Nutzens und potenzieller Risiken von Alendron-HEXAL Plus fur jede Patientin individuell beurteilt werden, insbesondere bei einer Anwendung uber 5 oder mehr Jahre.

Art der Anwendung

Um eine ausreichende Resorption von Alendronat zu gewahrleisten:

Die Alendronat 70 mg Filmtablette muss morgens auf nuchternen Magen unmittelbar nach dem Aufstehen mit Leitungswasser mindestens 30 Minuten vor der ersten Mahlzeit, dem ersten Getrank oder einem anderen Arzneimittel eingenommen werden. Andere Getranke (einschlie&lich Mineralwasser), Nahrungsmittel und manche Arzneimittel konnen die Resorption von Alendronat beeintrachtigen (siehe Abschnitt 4.5).

Um den Transport in den Magen zu erleichtern und somit das Potenzial fur lokale und osophageale Reizungen/Nebenwirkungen zu verringern (siehe Abschnitt 4.4):

   Die Alendronat 70 mg Filmtablette soll morgens nach dem Aufstehen nur zusammen mit einem vollen Glas Leitungswasser (mindestens 200 ml) eingenommen werden.

•    Die Alendronat 70 mg Filmtablette muss im Ganzen eingenommen werden. Wegen des Risikos oropharyngealer Ulzera durfen die Patienten die Filmtablette nicht zerkleinern, zerkauen oder im Mund zergehen lassen.

•    Die Patienten durfen sich bis zur ersten Tagesmahlzeit, die fruhestens eine halbe Stunde nach Einnahme der Filmtablette erfolgen darf, nicht hinlegen.

•    Die Patienten durfen sich nach der Einnahme der Alendronat 70 mg Filmtablette mindestens 30 Minuten lang nicht hinlegen.

Die Alendronat 70 mg Filmtablette darf nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem Aufstehen eingenommen werden.

Calcium/Vitamin D3 (Brausetablette)

Dosierung

Die Calcium/Vitamin-D3-Brausetablette ist 6 Tage pro Woche taglich einzunehmen; begonnen wird damit am Tag nach der Einnahme der Alendronat 70 mg Filmtablette.

Art der Anwendung

Die Brausetablette wird in einem Glas Wasser aufgelost eingenommen.

Patienten sollten fur den Fall, dass sie die Einnahme der Alendronat 70 mg Filmtablette versaumt haben, angewiesen werden, diese am nachsten Morgen entsprechend der Einnahmevorschrift einzunehmen. In diesem speziellen Fall sollten die Patienten die Calcium/Vitamin-D3-Brausetablette am darauffolgenden Tag einnehmen. Die Patienten sollten angewiesen werden, die Filmtablette und die Brausetablette niemals am selben Tag einzunehmen.

Fur den Fall, dass die Einnahme der Calcium/Vitamin-D3-Brausetablette vergessen wurde, sollte der Patient angewiesen werden, diese einmal tagliche Einnahme an dem Tag fortzusetzen, an dem er es bemerkt. Der Patient sollte angewiesen werden, keine zwei Brausetabletten am selben Tag einzunehmen. Am Ende des einwochigen Zyklus ubrig gebliebene Calcium/Vitamin-D3-Brausetabletten sollten entsorgt werden.

Áltere Patienten

In klinischen Studien ergab sich kein altersabhangiger Unterschied im Wirksamkeits- oder Sicherheitsprofil von Alendronat. Daher ist bei alteren Patienten keine Dosisanpassung erforderlich.

Eingeschrankte Nierenfunktion

Bei Patienten mit einer glomerularen Filtrationsrate (GFR) von uber 35 ml/min ist keine Dosisanpassung erforderlich. Alendronat wird bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion, deren GFR unter 35 ml/min liegt, aufgrund mangelnder Erfahrung nicht empfohlen.

Eingeschrankte Leberfunktion

Es ist keine Dosisanpassunq erforderlich.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Alendronat bei Kindern unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit bei Erkrankungen im Zusammenhang mit padiatrischer Osteoporose vorlieqen (siehe auch Abschnitt 5.1).

Die Anwendung von Alendronat zur Behandlunq der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose wurde bisher nicht untersucht.

4.3    Gegenanzeigen

•    Erkrankungen des Osophagus und andere Faktoren, die die Entleerung des Osophagus verzogern, wie Strikturen oder Achalasie

•    Unvermogen, mindestens 30 Minuten lang zu stehen oder aufrecht zu sitzen

•    Uberempfindlichkeit gegen Natriumalendronat, Calciumcarbonat, Colecalciferol, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

•    Hypokalzamie

•    Hyperkalzamie

•    Hyperkalzurie

•    Erkrankungen und/oder Zustande (wie z. B. verlangerte Immobilisation), die Hyperkalzamie oder Hyperkalzurie zur Folge haben

•    Nephrolithiasis, Nephrokalzinose

•    Hypervitaminose D

Siehe auch Abschnitt 4.4.

4.4    Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma&nahmen fur die Anwendung Alendronat

Alendronat kann lokale Irritationen an den Schleimhauten des oberen Gastrointestinaltrakts verursachen. Aufgrund der moglichen Verschlechterung der zugrunde liegenden Erkrankung sollte Alendronat bei Patienten mit bestehenden gastrointestinalen Beschwerden wie Dysphagie, Erkrankungen des Osophagus, Gastritis, Duodenitis, Ulzera oder mit kurzlich aufgetretenen (innerhalb des letzten Jahres), schweren gastrointestinalen Erkrankungen (wie z. B. peptischer Ulkus), aktiven gastrointestinalen Blutungen oder bei Patienten mit chirurgischen Eingriffen im oberen Gastrointestinaltrakt mit Ausnahme einer Pyloroplastik mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Bei Patienten mit bekanntem Barrett-Osophagus sollte der verordnende Arzt den Nutzen und die moglichen Risiken von Alendronat jeweils individuell abwagen.

Osophageale Reaktionen wie Osophagitis, osophageale Ulzera und osophageale Erosionen, selten gefolgt von osophagealen Strikturen, wurden bei Patienten unter Behandlung mit Alendronat berichtet (teilweise waren diese Nebenwirkungen schwerwiegend und erforderten eine Krankenhauseinweisung). Der Arzt muss deshalb aufmerksam auf alle Anzeichen und Symptome achten, die auf mogliche osophageale Reaktionen hinweisen und die Patienten anhalten, beim Auftreten von Symptomen einer osophagealen Irritation wie Dysphagie, Schmerzen beim Schlucken, retrosternale Schmerzen, neu auftretendes oder sich verschlimmerndes Sodbrennen die Behandlung mit Alendronat abzusetzen und ihren Arzt aufzusuchen.

Das Risiko schwerer osophagealer Nebenwirkungen scheint bei Patienten hoher zu sein, die Alendronat nicht wie verordnet einnehmen und/oder die Behandlung auch bei Auftreten von Symptomen, die auf eine osophageale Irritation hinweisen, fortsetzen. Es ist áu&erst wichtig, dass die Patienten alle Dosierungsanweisungen erhalten und diese verstehen (siehe Abschnitt 4.2). Die Patienten mussen daruber informiert werden, dass das Risiko fur osophageale Beschwerden steigt, wenn sie sich nicht an diese Anweisungen halten.

Wahrend in groB angelegten klinischen Studien kein erhohtes Risiko beobachtet wurde, wurden selten (nach Markteinfuhrung) Magen- und Duodenalulzera gemeldet, von denen manche schwerwiegend und mit Komplikationen verbunden waren.

Osteonekrose des Kiefers, ublicherweise im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion und/oder einer lokalen Infektion (einschlieBlich Osteomyelitis), wurde bei Krebspatienten berichtet, deren Therapieregime vorwiegend intravenos verabreichte Bisphosphonate enthielten. Viele dieser Patienten erhielten auch eine Chemotherapie und Kortikosteroide. Osteonekrose des Kiefers wurde auch bei Osteoporosepatienten unter oralen Bisphosphonaten berichtet.

Bei der Beurteilung des individuellen Risikos fur die Entwicklung einer Osteonekrose des Kiefers sollten folgende Risikofaktoren beachtet werden:

•    Potenz des Bisphosphonats (am hochsten fur Zoledronsaure), Art der Anwendung (siehe oben) und kumulative Dosis

•    Krebs, Chemotherapie, Strahlentherapie, Kortikosteroide, Rauchen

•    Zahnerkrankungen in der Krankengeschichte, schlechte Mundhygiene, Parodontitis, invasive zahnarztliche Eingriffe und schlecht angepasster Zahnersatz.

Bei Patienten mit einer schlechten Zahngesundheit sollte eine zahnarztliche Untersuchung mit geeigneten PraventionsmaBnahmen vor einer Behandlung mit Bisphosphonaten in Betracht gezogen werden.

Wahrend der Behandlung sollten diese Patienten kieferchirurgische Eingriffe soweit moglich vermeiden. Wenn Patienten wahrend einer Bisphosphonattherapie eine Osteonekrose entwickeln, kann ein kieferchirurgischer Eingriff zu einer Verschlechterung fuhren. Es stehen keine Daten zur Verfugung, die Hinweise geben, ob das Absetzen einer Bisphosphonattherapie bei Patienten, die einen kieferchirurgischen Eingriff benotigen, das Risiko einer Osteonekrose des Kiefers vermindert.

Die klinische Einschatzung durch den behandelnden Arzt ist maBgebend fur die Therapieplanung bei jedem Patienten auf Basis einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung.

Wahrend einer Bisphosphonat-Behandlung sollten alle Patienten zu einer guten Mundhygiene sowie zu regelmaBigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt angehalten werden und sie sollten uber alle oralen Symptome wie bewegliche Zahne, Schmerzen oder Schwellungen berichten.

Knochen-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen wurden bei Patienten unter Therapie mit Bisphosphonaten berichtet. Nach Markteinfuhrung waren diese Symptome selten schwerwiegend und/oder mit Einschrankungen der Beweglichkeit verbunden (siehe Abschnitt 4.8). Die Zeit bis zum Auftreten von Symptomen variierte von einem Tag bis zu mehreren Monaten nach Therapiebeginn. Bei den meisten Patienten gingen die Beschwerden nach dem Absetzen der Therapie zuruck. Bei einem Teil der Patienten traten die Symptome erneut auf, wenn die Therapie mit demselben oder einem anderen Bisphosphonat wieder aufgenommen wurde.

Atypische subtrochantare und diaphysare Femurfrakturen wurden unter Bisphosphonattherapie berichtet, vor allem bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose. Diese transversalen oder kurzen Schragfrakturen konnen uberall entlang des Oberschenkelknochens auftreten, direkt unterhalb des Trochanter minor bis direkt oberhalb der Femurkondylen. Diese Frakturen entstehen nach einem minimalen Trauma oder ohne Trauma und manche Patienten verspuren Oberschenkel- oder Leistenschmerzen oft im Zusammenhang mit Anzeichen einer Niedrig-Energie-Fraktur in bildgebenden Verfahren Wochen bis Monate vor dem Auftreten einer manifesten Femurfraktur. Frakturen treten haufig bilateral auf. Aus diesem Grund sollte bei Patienten, die mit Bisphosphonaten behandelt werden und eine Femurschaftfraktur hatten, der kontralaterale Femur ebenfalls untersucht werden. Uber eine schlechte Heilung dieser Frakturen ist ebenfalls berichtet worden. Bei Patienten mit Verdacht auf eine atypische Femurfraktur sollte ein Absetzen der Bisphosphonattherapie, vorbehaltlich einer Beurteilung des Patienten, auf Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung in Betracht gezogen werden.

Wahrend einer Behandlung mit Bisphosphonaten sollte den Patienten geraten werden, uber jegliche Oberschenkel-, Huft- oder Leistenschmerzen zu berichten und jeder Patient mit diesen Symptomen sollte auf eine unvollstandige Femurfraktur hin untersucht werden.

Nach Markteinfuhrung wurden selten schwerwiegende Hautreaktionen, einschlie&lich Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermale Nekrolyse, berichtet.

Patienten sollten fur den Fall, dass sie eine Dosis Alendronat 70 mg versaumt haben, angewiesen werden, eine Filmtablette am Morgen, nachdem sie es bemerkt haben, einzunehmen. Sie durfen nicht zwei Filmtabletten am selben Tag einnehmen, sondern sollten die Einnahme von einer Filmtablette pro Woche, wie ursprunglich geplant, an dem von ihnen gewahlten Tag fortsetzen.

Alendronat wird fur Patienten mit Nierenfunktionsstorungen, deren GFR unter 35 ml/min liegt, nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Es sollten auch andere mogliche Ursachen einer Osteoporose neben Ostrogenmangel und dem Alter in Betracht gezogen werden.

Eine bestehende Hypokalzamie muss ausgeglichen werden, bevor die Therapie mit Alendronat begonnen wird (siehe Abschnitt 4.3). Andere Erkrankungen, die den Mineralstoffwechsel beeintrachtigen (wie Vitamin D-Mangel und Hypoparathyreoidismus), sollten vor Beginn der Therapie mit Alendronat ebenfalls adaquat behandelt werden. Bei Patienten mit diesen Erkrankungen sollte unter der Therapie mit Alendronat das Serum-Calcium uberwacht sowie auf Symptome einer Hypokalzamie geachtet werden.

Aufgrund der positiven Wirkung von Alendronat auf die Knochenmineralisation kann es insbesondere bei Patienten, die Glukokortikoide einnehmen und deren Calciumresorption erniedrigt ist, zu einer Abnahme des Calcium- und Phosphatspiegels im Serum kommen. Diese ist in der Regel leicht und asymptomatisch. In seltenen Fallen wurde jedoch eine symptomatische Hypokalzamie berichtet, die gelegentlich schwerwiegend war und haufig bei Patienten mit pradisponierenden Zustanden (wie Hypoparathyreoidismus, Vitamin D-Mangel und Calcium-Malabsorption) auftrat.

Bei Patienten, die Glukokortikoide erhalten, ist es besonders wichtig, eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Aufnahme zu gewahrleisten.

Calcium/Vitamin D3

Vitamin D3 ist bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstorung mit Vorsicht anzuwenden und die Wirkung auf die Calcium- und Phosphatspiegel zu uberwachen. Das Risiko einer Verkalkung der Weichteile ist zu berucksichtigen. Von Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz wird Vitamin D in Form von Colecalciferol nicht normal metabolisiert. Daher sollte eine andere Form von Vitamin D angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3).

Wahrend einer Langzeitanwendung sollten die Serum- und Urincalciumspiegel sowie die Nierenfunktion durch Messung der Serum-Kreatinin-Werte kontrolliert werden. Die Uberwachung ist besonders wichtig bei alteren Patienten und bei Patienten, die als Begleitmedikation Herzglykoside und Diuretika erhalten (siehe Abschnitt 4.5). Dies gilt auch fur Patienten mit einer ausgepragten Neigung zur Steinbildung. Die Dosierung sollte reduziert bzw.

die Behandlung vorubergehend unterbrochen werden, wenn eine Calciumausscheidung von uber 7,5 mmol/24 Stunden (300 mg/24 Stunden) im Urin nachgewiesen wird. Im Falle einer Hyperkalzamie oder bei Anzeichen einer beeintrachtigten Nierenfunktion sollte die Behandlung mit Calcium/Vitamin-D3-Brausetabletten abgebrochen werden.

Bei der Verordnung anderer Vitamin-D-Praparate sollte die in den Brausetabletten enthaltene Vitamin-D3-Dosis berucksichtigt werden. Zusatzliche Gaben von Calcium oder Vitamin D sollten nur unter engmaschiger medizinischer Aufsicht erfolgen. In diesen Fallen ist die regelma&ige Uberwachung der Calciumspiegel in Serum und Urin erforderlich.

Calcium/Vitamin-D3-Brausetabletten durfen bei Patienten mit Sarkoidose wegen der Gefahr einer erhohten Metabolisierung des Vitamin D in seinen aktiven Metaboliten nur mit Vorsicht angewendet werden. Bei diesen Patienten muss der Calciumspiegel im Serum und die Calciumausscheidung im Urin uberwacht werden.

Aufgrund des erhohten Risikos einer Hyperkalzamie sollten Calcium/Vitamin-D3-Brausetabletten bei immobilen Patienten mit Osteoporose nur mit Vorsicht angewendet werden. Die Behandlung mit Calcium/Vitamin D3 kann bei verlangerter Immobilisation abgebrochen werden und sollte nur dann fortgesetzt werden, wenn der Patient wieder mobil ist.

Sonstige Bestandteile

Die Calcium/Vitamin-D3-Brausetabletten enthalten Lactose und Sucrose. Patienten mit der seltenen hereditaren Galactose- oder Fructose-Intoleranz, Lactase-Mangel, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Eine Calcium/Vitamin-D3-Brausetablette enthalt 4,2 mmol (oder 96 mg) Natrium. Dies ist zu berucksichtigen bei Personen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer/-kochsalzarmer) Diat.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen Alendronat

Die gleichzeitige Einnahme von Nahrungsmitteln und Getranken (einschlie&lich Mineralwasser), Calciumpraparaten, Antazida und bestimmten oral angewendeten Arzneimitteln kann die Resorption von Alendronat beeintrachtigen. Daher mussen Patienten nach der Einnahme von Alendronat mindestens 30 Minuten warten, bevor sie ein anderes Arzneimittel einnehmen (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Es sind keine weiteren Wechselwirkungen mit Arzneimitteln von klinischer Bedeutung zu erwarten. In den klinischen Studien erhielten zahlreiche Patienten wahrend der Einnahme von Alendronat Ostrogen (intravaginal, transdermal oder oral). Es wurden keine unerwunschten Wirkungen, die auf die gleichzeitige Anwendung zuruckzufuhren waren, festgestellt.

Da NSAR (nicht-steroidale Antiphlogistika/Antirheumatika) mit gastrointestinalen Reizungen in Verbindung gebracht werden, ist bei der gleichzeitigen Anwendung mit Alendronat Vorsicht geboten.

Obwohl keine speziellen Studien zur Erfassung von Wechselwirkungen durchgefuhrt wurden, wurde Alendronat in klinischen Studien gleichzeitig mit einem breiten Spektrum haufig verordneter Arzneimittel ohne Anhaltspunkte fur klinisch unerwunschte Wechselwirkungen angewendet.

Calcium/Vitamin D3

Thiazid-Diuretika verringern die Harnausscheidung von Calcium. Aufgrund des erhohten Risikos einer Hyperkalzamie ist wahrend der gleichzeitigen Anwendung von Thiazid-Diuretika der Serumcalciumspiegel regelma&ig zu kontrollieren.

Systemische Kortikosteroide vermindern die Calciumresorption. Bei der gleichzeitigen Anwendung kann es notwendig sein, die Calciumdosis zu erhohen.

Calciumcarbonat kann die Resorption von gleichzeitig eingenommenen Tetracyclin-Praparaten beeintrachtigen. Aus diesem Grund sollten Tetracyclin-Praparate mindestens 2 Stunden vor oder 4-6 Stunden nach der Einnahme von Calcium/Vitamin D3 gegeben werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Digitalis und anderen Herzglykosiden (Risiko von Dysrhythmien) kann sich deren Toxizitat durch eine Hyperkalzamie erhohen. Aus diesem Grund mussen entsprechende Patienten in Bezug auf das Elektrokardiogramm (EKG) und den Serumcalciumspiegel uberwacht werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Natriumfluorid sollte dieses Praparat mindestens 3 Stunden vor der Einnahme von Calcium/Vitamin D3 gegeben werden, da die gastrointestinale Resorption vermindert sein kann.

Oxalsaure (enthalten in Spinat und Rhabarber) und Phytinsaure (enthalten in Vollkornprodukten) konnen die Calciumresorption durch Bildung unloslicher Verbindungen mit Calciumionen hemmen. Patienten sollten daher innerhalb von 2 Stunden nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt von Oxal- oder Phytinsaure keine Calciumpraparate einnehmen.

Die gleichzeitige Behandlung mit lonenaustauscherharzen wie Colestyramin oder Laxantien wie Paraffinol konnen die gastrointestinale Resorption von Vitamin D reduzieren.

4.6 Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Alendron-HEXAL Plus ist nur zur Anwendung bei postmenopausalen Frauen vorgesehen und sollte daher nicht wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.

Schwangerschaft

Alendronat

Es liegen keine hinreichenden Daten fur die Anwendung von Alendronat bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte schadliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung oder postnatale Entwicklung schlie&en. Bei trachtigen Ratten fuhrte die Gabe von Alendronat zu einer Hypokalzamie-induzierten Dystokie (siehe Abschnitt 5.3).

Calcium/Vitamin D3

Wahrend der Schwangerschaft darf die tagliche Einnahme 1500 mg Calcium und 600 I.E. Colecalciferol (15 pg Vitamin D3) nicht uberschreiten. Es gibt keine Hinweise, dass Vitamin D in therapeutischen Dosen beim Menschen teratogen wirkt. Tierstudien haben eine Reproduktionstoxizitat hoher Dosen von Vitamin D gezeigt. Uberdosierungen von Calcium und Vitamin D mussen bei Schwangeren vermieden werden, da eine andauernde Hyperkalzamie mit schadlichen Effekten auf den sich entwickelnden Fotus in Verbindung gebracht wurde.

Stillzeit

Alendronat

Es ist nicht bekannt, ob Alendronat in die Muttermilch ubergeht.

Calcium/Vitamin D3

Calcium und Vitamin D3 gehen in die Muttermilch uber.

Fertilitat

Alendronat

Bisphosphonate lagern sich in die Knochenmatrix ein, von der sie allmahlich uber mehrere Jahre hinweg freigesetzt werden. Die Menge an Bisphosphonat, die in den Knochen eines

Erwachsenen eingelagert wird, und damit die Menge, die zur Ruckfreisetzung in den systemischen Kreislauf zur Verfugung steht, hangt direkt von der Dosis und Dauer der Bisphosphonattherapie ab (siehe Abschnitt 5.2). Es liegen keine Daten zum fetalen Risiko beim Menschen vor. Es besteht jedoch ein theoretisches Risiko fur fetale Schaden, vorwiegend am Skelett, wenn eine Frau nach Abschluss einer Bisphosphonattherapie schwanger wird. Der Einfluss verschiedener Variablen, wie die Zeit vom Abbruch der Bisphosphonattherapie bis zur Empfangnis, die Rolle des speziell angewendeten Bisphosphonates und die Art der Anwendung (intravenos oder oral), auf dieses Risiko ist noch nicht untersucht worden.

Calcium/Vitamin D3

Es ist nicht zu erwarten, dass normale endogene Spiegel von Calcium und Vitamin D unerwunschte Wirkungen auf die Fertilitat haben.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgefuhrt.

Jedoch wurden bestimmte Nebenwirkungen unter Alendronat berichtet, welche die Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen einiger Patienten beeintrachtigen konnen. Die Reaktion auf Alendronat kann individuell verschieden ausfallen (siehe Abschnitt 4.8).

4.8    Nebenwirkungen Alendronat

In einer 1-jahrigen Studie mit postmenopausalen Frauen mit Osteoporose entsprach das Gesamtsicherheitsprofil von Alendronat einmal wochentlich Tabletten (n=519) dem Sicherheitsprofil von 10 mg Alendronat taglich (n=370).

In zwei 3-jahrigen Studien mit identischem Studiendesign mit postmenopausalen Frauen (10 mg Alendronat: n=196, Placebo: n=397) waren die Gesamtsicherheitsprofile von Alendronat 10 mg taglich und Placebo vergleichbar.

Nebenwirkungen, bei denen ein Kausalzusammenhang mit der Studienmedikation von den Prufarzten als moglich, wahrscheinlich oder sicher eingestuft wurde, sind in der nachstehenden Tabelle aufgefuhrt, sofern sie in einer der Behandlungsgruppen in der 1-jahrigen Studie mit einer Haufigkeit von > 1 % oder in einer der 3-jahrigen Studien unter Behandlung mit taglich 10 mg Alendronat mit einer Haufigkeit von > 1 % und haufiger als in der Placebogruppe auftraten:

Tabelle 1

1-jahrige Studie    3-jahrige Studien

Alendronat

Alendronat

Alendronat

Placebo

70 mg einmal

10 mg/Tag

10 mg/Tag

wochentlich

(n=519)

(n=370)

(n=196)

(n=397)

%

%

%

%

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Abdominalschmerzen

3,7

3,0

6,6

4,8

Dyspepsie

2,7

2,2

3,6

3,5

saures AufstoBen

1,9

2,4

2,0

4,3

Ubelkeit

1,9

2,4

3,6

4,0

aufgetriebenes Abdomen

1,0

1,4

1,0

0,8

Verstopfung

0,8

1,6

3,1

1,8

Diarrhoe

0,6

0,5

3,1

1,8

Dysphagie

0,4

0,5

1,0

Flatulenz

0,4

1,6

2,6

0,5

Gastritis

0,2

1,1

0,5

1,3

Magengeschwur

0,0

1,1

0,0

0,0

Osophagusulkus

0,0

0,0

1,5

0,0

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-

Muskuloskelettaler (Knochen-,

und Knochenerkrankungen

2,9 3,2

4,1

2,5

Muskel- oder Gelenk-)Schmerz Muskelkrampfe

0,2

1,1

0,0

1,0

Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerz

0,4

0,3

2,6

1,5

Die folgenden Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien dokumentiert und/oder nach Markteinfuhrung gemeldet:

Sehr haufig (> 1/10)

Haufig (> 1/100, < 1/10)

Gelegentlich (> 1/1.000, < 1/100)

Selten (> 1/10.000, < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Tabelle 2 - Ne

oenwirkungen Alendronat

Sehr haufig

Haufig

Gelegentlich

Selten

Erkrankungen des Immunsystems

• allergische Reaktionen, einschlie&lich Urtikaria und Angioodem

Stoffwechsel- und Ernahrungsstorun gen

• symptomatische Hypokalzamie, haufig in Verbindung mit pradisponierende n Zustanden 1

Erkrankungen des Nervensystems

•    Kopfschmerz

•    Schwindel

• Dysgeusia 2

Augenerkrankung

en

•    Uveitis

•    Skleritis

•    Episkleritis

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

• Vertigo 2

Erkrankungen des

Gastrointestinaltr

akts

•    Abdominalschmer zen

•    Dyspepsie

•    Verstopfung

•    Diarrhoe

•    Flatulenz

•    Osophagusulkus 3

•    Dysphagie 3

•    aufgetriebenes Abdomen

•    saures AufstoBen

•    Ubelkeit

•    Erbrechen

•    Gastritis

•    Osophagitis 3

•    Osophaguserosio nen 3

•    Melana 2

•    Osophagusstriktur

en 3

•    oropharyngeale Ulzera 3

•    Perforationen, Ulzera und Blutungen im oberen

Gastrointestinaltra kt (PUBs) 1

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgew ebes

•    Alopezie 2

•    Pruritus 2

•    Ausschlag

•    Erythem

•    Ausschlag mit Photosensitivitat

•    schwerwiegende Hautreaktionen, einschlie&lich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse 4

Skelettmuskulatur -, Bindegewebs-und

Knochenerkranku

ngen

• muskuloskelettale (Knochen-Muskel- oder Gelenk-)Schmerzen, teilweise auch stark 1 2

• Gelenkschwellun g 2

•    Osteonekrose des Kiefers 1 4

•    atypische subtrochantare und diaphysare Femurfrakturen (unerwunschte Wirkung der Substanzklasse der

Bisphosphonate) 5

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am

Verabreichungsor

t

•    Asthenie 2

•    peripheres Odem

2

• vorubergehende Symptome einer Akute-Phase-Reaktion (Myalgie, Unwohlsein und selten Fieber), ublicherweise bei Therapiebeginn 2


1    Siehe Abschnitt 4.4

2    Die Haufigkeit in klinischen Studien war in der Arzneimittel- und der Placebogruppe ahnlich.

3    Siehe Abschnitte 4.2 und 4.4

4    Diese Nebenwirkung wurde nach Markteinfuhrung beobachtet. Die Haufigkeit „selten" wurde auf Grundlage relevanter klinischer Studien geschatzt.

5    Nach Markteinfuhrung beobachtet.

Osteonekrose des Kiefers

Osteonekrose des Kiefers wurde bei Patienten unter Behandlung mit Bisphosphonaten berichtet. Die Mehrzahl der Berichte bezieht sich auf Krebspatienten, aber solche Falle wurden auch bei Patienten berichtet, die wegen Osteoporose in Behandlung waren. Osteonekrose des Kiefers trat meistens im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion und/oder einer lokalen Infektion (einschlie&lich Osteomyelitis) auf. Andere Risikofaktoren sind die Diagnose einer Krebserkrankung, Chemotherapie, Strahlentherapie, eine Behandlung mit Kortikosteroiden sowie eine schlechte Mundhygiene; starke muskuloskelettale (Knochen-, Muskel- und Gelenk-)Schmerzen (siehe Abschnitt 4.4).

Calcium/Vitamin D3


Tabelle 3 - Nebenwirkungen Calcium/Vitamin D3


Gelegentlich


Selten


Sehr selten


Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Erkrankungen des Immunsystems

• allergische Reaktionen

• Einzelfalle von systemischen allergischen Reaktionen (anaphylaktische Reaktion, Gesichtsódem, angioneurotisches Odem) wurden berichtet

Stoffwechsel- und Ernahrungsstorun gen

•    Hyperkalzamie

•    Hyperkalzurie

Erkrankungen des Gastrointestinaltra kts

•    Verstopfung

•    Flatulenz

•    Ubelkeit

•    Erbrechen

•    Abdominalschmerzen

•    Diarrhoe

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewe bes

•    Pruritus

•    Ausschlag

•    Urtikaria

Hydriertes Sojaól kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grower Wichtigkeit. Sie ermóglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehórige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung Alendronat

Eine Uberdosierung von Alendronat kann zu Hypokalzamie, Hypophosphatamie und Nebenwirkungen im oberen Gastrointestinaltrakt wie Magenverstimmung, Sodbrennen, Osophagitis, Gastritis und Ulzera fuhren.

Es liegen keine spezifischen Informationen zur Behandlung einer Uberdosierung von Alendronat vor. Milch oder Antazida sollten gegeben werden, um Alendronat zu binden. Wegen des Risikos einer ósophagealen Irritation sollte kein Erbrechen herbeigefuhrt werden, und der Patient sollte in aufrechter Position bleiben.

Calcium/Vitamin D3

Eine Uberdosierung kann zu Hypervitaminose, Hyperkalzurie und Hyperkalzamie fuhren. Als Anzeichen einer Hyperkalzamie kónnen Appetitlosigkeit, Durst, Ubelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Abdominalschmerzen, Muskelschwache, Erschópfung, Geistesstórungen, Polydipsie, Polyurie, Knochenschmerzen, Nephrokalzinose, Nierensteine und in schweren Fallen Herzrhythmusstórungen auftreten. Eine extreme Hyperkalzamie kann zu Koma und zum

Tode fuhren. Standig erhohte Calciumspiegel konnen zu irreversiblen Nierenschaden sowie einer Verkalkung der Weichteile fuhren.

Behandlung einer Hyperkalzamie: Die Behandlung mit Calcium ist zu unterbrechen, ebenso die Behandlung mit Thiazid-Diuretika, Lithium, Vitamin A, Vitamin D3 und Herzglykosiden. Bei Patienten mit Bewusstseinsstorungen soll der Magen entleert werden. Rehydration und, entsprechend der Schwere, isolierte oder kombinierte Behandlung mit Schleifendiuretika, Bisphosphonaten, Calcitonin und Kortikosteroiden. Serumelektrolyte, Nierenfunktion und Diurese mussen uberwacht werden. In schweren Fallen sollte ein EKG aufgenommen und der zentrale Venendruck (ZVD) verfolgt werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation, Bisphosphonate, Kombinationen ATC-Code: M05BB05

Alendronat

Der arzneilich wirksame Bestandteil von Alendron-HEXAL Plus, Natriumalendronat, ist ein Bisphosphonat, das die durch Osteoklasten vermittelte Knochenresorption ohne eine direkte Wirkung auf die Knochenbildung hemmt. Praklinische Studien zeigten, dass Alendronat bevorzugt an die Stellen der aktiven Knochenresorption bindet. Die Aktivitat der Osteoklasten wird gehemmt, die Rekrutierung und Anbindung der Osteoklasten werden jedoch nicht beeintrachtigt. Der unter der Behandlung mit Alendronat gebildete Knochen zeigt eine normale Struktur.

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose

Osteoporose wird definiert als Knochendichte (BMD, bone mineral density) an Wirbelsaule oder Hufte, die 2,5 Standardabweichungen unter dem Mittelwert fur eine normale, junge Bevolkerung liegt, oder unabhangig von der BMD als Fragilitatsfraktur in der Anamnese.

Die therapeutische Áquivalenz von Alendronat einmal wochentlich 70 mg Tabletten (n=519) und Alendronat 10 mg taglich (n=370) wurde in einer 1-jahrigen, multizentrischen Studie mit postmenopausalen, osteoporotischen Frauen nachgewiesen. Der Anstieg der BMD an der Lendenwirbelsaule betrug nach einem Jahr Behandlung im Vergleich zu den Ausgangswerten im Mittel 5,1 % (95 %-KI: 4,8; 5,4 %) unter Behandlung mit einmal wochentlich 70 mg und 5,4 % (95 %-KI: 5,0; 5,8 %) unter Behandlung mit 10 mg taglich. Die Zunahme der BMD in den Behandlungsgruppen 70 mg einmal wochentlich und 10 mg taglich betrug im Mittel 2,3 % bzw.

2.9    % am Schenkelhals und 2,9 % bzw. 3,1 % an der gesamten Hufte. Die beiden Behandlungsgruppen waren auch hinsichtlich der Zunahme der BMD an anderen Stellen vergleichbar.

Der Einfluss von Alendronat auf die BMD und Frakturhaufigkeit wurde in zwei identischen Phase-III-Studien (n=994) und in der Fracture Intervention Trial (FIT-Studie: n=6.459) untersucht.

Nach 3 Jahren Behandlung mit taglich 10 mg Alendronat in den Phase-III-Studien war die BMD an Wirbelsaule, Schenkelhals und Trochanter im Vergleich zu Placebo im Mittel um 8,8 %,

5.9    % bzw. 7,8 % hoher. Die Gesamt-BMD war ebenfalls signifikant hoher. Von den mit Alendronat behandelten Patienten war der Anteil derer, die eine oder mehrere Wirbelfrakturen erlitten hatten, um 48 % niedriger (Alendronat 3,2 % gegenuber Placebo 6,2 %). In der 2-jahrigen Verlangerung dieser Studien nahm die BMD an Wirbelsaule und T rochanter weiter zu; auch die BMD am Schenkelhals und die Gesamt-BMD wurden aufrechterhalten.

Die FIT-Studie bestand aus zwei placebokontrollierten Studien mit Alendronat (5 mg taglich uber 2 Jahre und anschlie&end 10 mg taglich uber 1 oder 2 Jahre).

•    FIT 1: Eine 3-jahrige Studie mit 2.027 Patienten mit mindestens einer Wirbel-(Kompressions-)Fraktur zu Beginn der Untersuchung. In dieser Studie reduzierte die einmal tagliche Gabe von Alendronat das Auftreten von mindestens einer neuen Wirbelfraktur um 47 % (7,9 % Alendronat gegenuber 15,0 % Placebo). Zusatzlich wurde eine statistisch signifikante Reduktion der Inzidenz von Huftfrakturen (1,1 % gegenuber 2,2 %; Reduktion um 51 %) beobachtet.

•    FIT 2: Eine 4-jahrige Studie mit 4.432 Patienten mit niedriger Knochenmasse, aber ohne Wirbelfraktur zu Beginn der Untersuchung. In dieser Studie wurde in der Analyse der Subgruppe mit osteoporotischen Frauen (37 % des Gesamtkollektivs, die nach der oben beschriebenen Definition an Osteoporose litten) ein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Inzidenz von Huftfrakturen (Alendronat 1,0 % gegenuber Placebo 2,2 %, eine Reduktion um 56 %) und der Inzidenz von mindestens einer Wirbelfraktur (2,9 % gegenuber 5,8 %, eine Reduktion um 50 %) beobachtet.

Ergebnisse der Laboruntersuchung

In klinischen Studien wurde eine asymptomatische, leichte und vorubergehende Abnahme des Calcium- und Phosphatspiegels im Serum bei etwa 18 % bzw. 10 % der Patienten dokumentiert, die 10 mg Alendronat pro Tag einnahmen, gegenuber etwa 12 % bzw. 3 % der Patienten, die ein Placebo erhielten. Abnahmen des Calcium- und Phosphatspiegels im Serum auf < 8,0 mg/dl (2,0 mmol/l) bzw. < 2,0 mg/dl (0,65 mmol/l) traten jedoch in beiden Behandlungsgruppen mit vergleichbarer Haufigkeit auf.

Kinder und Jugendliche

Natriumalendronat wurde bisher bei einer kleinen Anzahl von Patienten unter 18 Jahren mit Osteogenesis imperfecta untersucht. Die Ergebnisse reichen nicht aus, um die Anwendung von Natriumalendronat bei padiatrischen Patienten mit Osteogenesis imperfecta zu empfehlen.

Calcium/Vitamin D3

Im Falle eines Calciummangels unterstutzt die Einnahme eines Calciumpraparats die Remineralisierung des Skeletts. Vitamin D3 erhoht die intestinale Resorption von Calcium.

Die Gabe von Calcium und Vitamin D3 wirkt der Sekretion von Parathormon (PTH) entgegen, die durch Calciummangel gefordert wird und eine vermehrte Knochenresorption verursacht.

Eine klinische Studie mit institutionalisierten Patienten, die an einem Vitamin D-Mangel litten, zeigte, dass die tagliche Einnahme von 1000 mg Calcium/880 I.E. Colecalciferol Brausegranulat uber sechs Monate den Wert des 25-hydroxylierten Vitamin-D3-Metaboliten normalisierte und einen sekundaren Hyperparathyreoidismus verringerte.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften Alendronat

Resorption

Im Vergleich zu einer intravenosen Referenzdosis betrug die mittlere orale Bioverfugbarkeit von Alendronat fur Dosierungen zwischen 5 und 70 mg bei Frauen 0,64 % bei Anwendung nach nachtlichem Fasten und 2 Stunden vor Einnahme eines standardisierten Fruhstucks. Die Bioverfugbarkeit sank bei Gabe von Alendronat eine oder eine halbe Stunde vor einem standardisierten Fruhstuck auf etwa 0,46 % bzw. 0,39 %. In Osteoporosestudien war Alendronat wirksam, wenn es mindestens 30 Minuten vor der ersten Tagesmahlzeit oder dem ersten Getrank des Tages eingenommen wurde.

Die Bioverfugbarkeit war vernachlássigbar, wenn Alendronat zusammen mit oder bis zu 2 Stunden nach einem standardisierten Fruhstuck eingenommen wurde. Kaffee oder Orangensaft minderten die Bioverfugbarkeit von Alendronat um etwa 60 %.

Bei gesunden Probanden hatte die Einnahme von Prednison (3-mal táglich 20 mg uber 5 Tage) keinen relevanten Einfluss auf die Bioverfugbarkeit von Alendronat (Anstieg im Mittel: 20-44 %).

Verteilung

Studien an Ratten zeigen, dass Alendronat nach intravenoser Gabe von 1 mg/kg zunáchst in die Weichteile verteilt, dann aber rasch in den Knochen verlagert oder mit dem Urin ausgeschieden wird. Das mittlere Verteilungsvolumen im Steady State, au&erhalb des Knochens, betrágt beim Menschen mindestens 28 l. Nach Einnahme therapeutischer Dosen liegt die Plasmakonzentration des Wirkstoffs unter der Nachweisgrenze (< 5 ng/ml). Die Proteinbindung im menschlichen Plasma betrágt etwa 78 %.

Biotransformation

Es gibt weder beim Menschen noch beim Tier einen Hinweis darauf, dass Alendronat verstoffwechselt wird.

Elimination

Nach intravenoser Gabe einer Einmaldosis von (14C) Alendronat wurden etwa 50 % der Radioaktivitát innerhalb von 72 Stunden mit dem Urin ausgeschieden. Sehr geringe Mengen oder gar keine Radioaktivitát wurde im Stuhl wiedergefunden. Nach intravenoser Gabe einer Einmaldosis von 10 mg betrug die renale Clearance von Alendronat 71 ml/min, die systemische Clearance lag nicht uber 200 ml/min. Nach intravenoser Gabe fiel die Plasmakonzentration innerhalb von 6 Stunden um mehr als 95 %. Aufgrund der langsamen Freisetzung des in den Knochen eingebauten Alendronats wird die terminale Halbwertszeit beim Menschen auf uber 10 Jahre geschátzt. Bei Ratten wird Alendronat nicht uber die sauren oder basischen Transportsysteme der Nieren ausgeschieden. Man geht deshalb davon aus, dass Alendronat beim Menschen die Ausscheidung anderer Arzneimittel uber diese Systeme nicht beeinflusst.

Spezifische Patientengruppen

Práklinische Studien zeigen, dass der nicht im Knochen eingelagerte Anteil des Wirkstoffs rasch mit dem Urin ausgeschieden wird. Nach Langzeitanwendung kumulativer intravenoser Dosen von bis zu 35 mg/kg zeigte sich bei Tieren keine Sáttigung der Aufnahme in den Knochen. Áhnlich wie in Tierstudien ist die renale Elimination von Alendronat bei niereninsuffizienten Patienten wahrscheinlich reduziert. Hierzu liegen jedoch keine klinischen Daten vor. Bei Patienten mit eingeschránkter Nierenfunktion ist daher eine stárkere Kumulation von Alendronat im Knochen zu erwarten (siehe Abschnitt 4.2).

Calcium

Resorption

Beim Auflosen wird das im Brausegranulat enthaltene Calciumsalz in Calciumcitrat umgewandelt. Calciumcitrat wird gut resorbiert, etwa 30-40 % der eingenommenen Dosis.

Verteilung und Metabolismus

99 % des im Korper vorhandenen Calciums befindet sich in der Hartsubstanz von Knochen und Záhnen. Das restliche 1 % befindet sich in den intra- und extrazelluláren Korperflussigkeiten. Etwa 50 % des im Blut befindlichen Calciums liegen in einer physiologisch aktiven, ionisierten Form vor, von dem etwa 10 % an Citrat, Phosphat oder weitere Anionen gebunden sind, die verbleibenden 40 % an Proteine, hauptsáchlich Albumin.

Elimination

Calcium wird uber die Fázes, im Urin und SchweiB ausgeschieden. Die Ausscheidung uber die Nieren hángt von der Glomerulusfiltration sowie der tubuláren Calcium-Ruckresorption ab.

Vitamin D3

Resorption

Vitamin D wird im Dunndarm leicht resorbiert.

Verteilung und Metabolismus

Im Blutkreislauf sind Colecalciferol und seine Metaboliten an ein spezifisches Globulin gebunden. Colecalciferol wird in der Leber durch Hydroxylierung in die aktive Form, das 25-Hydroxycolecalciferol, umgewandelt. In den Nieren erfolgt eine weitere Umwandlung zu 1,25-Dihydroxycolecalciferol. Dieser Metabolit bewirkt eine erhohte Calcium-Resorption. Nicht metabolisiertes Vitamin D wird im Fett- bzw. Muskelgewebe gespeichert.

Elimination

Vitamin D wird uber die Fazes und im Urin ausgeschieden.

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit Alendronat

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizitat bei wiederholter Gabe, Genotoxizitat und zum kanzerogenen Potential lassen die praklinischen Daten keine besonderen Gefahren fur den Menschen erkennen. Studien zeigten, dass die Gabe von Alendronat an trachtige Ratten mit einer Hypokalzamie-induzierten Dystokie einherging. In Studien an Ratten fuhrten hohe Dosen zu einer erhohten Inzidenz einer unvollstandigen Ossifikation bei den Feten. Die Relevanz dieser Beobachtung fur den Menschen ist nicht bekannt.

Calcium/Vitamin D3

Bei Dosen weit uber dem humantherapeutischen Bereich wurde in Tierstudien eine Teratogenitat beobachtet (siehe Abschnitt 4.6). AuBer den bereits an anderen Stellen der Fachinformation gemachten Angaben liegen keine weiteren sicherheitsrelevanten Informationen vor.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Filmtablette

Tablettenkern

   mikrokristalline Cellulose

•    hochdisperses Siliciumdioxid

•    Croscarmellose-Natrium (Ph.Eur.)

•    Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Tablettenuberzug

   mikrokristalline Cellulose

•    Carrageen

•    Macrogol 8000

Brausetablette

•    Citronensaure

•    Simeticon

•    Gelatine

•    Lactose-Monohydrat

•    Macrogol 6000

•    Maisstarke

•    Methylcellulose

•    Natriumcyclamat

•    Natriumhydrogencarbonat

•    Povidon K 25

•    Saccharin-Natrium

•    hydriertes Sojaól (Ph.Eur.)

•    Sucrose

•    a//-rac-alpha-Tocopherol

•    Orangen-Aroma

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

Brausetabletten

Dauer der Haltbarkeit nach dem ersten Offnen: 1 Monat

6.4    Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Aufbewahrung

Nicht uber 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schutzen.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Filmtabletten

OPA-Aluminium-PVC/Aluminium-Blisterpackung

Brausetabletten

Róhrchen aus Polypropylen mit einem Polyethylen-Stopfen mit Trockenmittel (Silicagel)

PackungsgroRen

1    Filmtablette + 6 Brausetabletten

2    Filmtabletten + 12 Brausetabletten

4 Filmtabletten + 24 (2^12) Brausetabletten 3x(4 Filmtabletten + 24 (2x12) Brausetabletten)

4x(4 Filmtabletten + 24 (2x12) Brausetabletten)

6x(4 Filmtabletten + 24 (2x12) Brausetabletten)

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgróBen in den Verkehr gebracht.

6.6    Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Hexal AG IndustriestraBe 25 83607 Holzkirchen Telefon: (08024) 908-0 Telefax: (08024) 908-1290 E-Mail: medwiss@hexal.com

8. ZULASSUNGSNUMMER

80374.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

06.08.2013/--

10. STAND DER INFORMATION

Mai 2014

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Alendron-HEXAL Plus Calcium D 70 mg + 1000 mg/880 I.E. Tabletten + Brausetabletten