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Alendron winthrop einmal wöchentlich 70 mg tabletten



Gebrauchsinformation Alendron winthrop einmal wöchentlich 70 mg tabletten

Gebrauchsinformation: Information fur Anwender

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten

Wirkstoff: Alendronsaure

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1.    Was sind Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten und wofur werden sie angewendet?

2.    Was solltenSie vor der Einnahme von Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten beachten?

3.    Wie sind Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie sind Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was sind Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten, und wofur werden sie angewendet?

Alendronsaure gehort zu einer Gruppe von nicht hormonellen Arzneimitteln, die als Bisphosphonate bezeichnet werden und einen Verlust von Knochensubstanz im Korper verhindern.

Alendronsaure wird zur Behandlung einer Krankheit namens Osteoporose (Knochenschwund) angewendet. Diese Erkrankung kommt haufig bei Frauen nach den Wechseljahren (Menopause) vor. Je fruher eine Frau in die Wechseljahre kommt, desto grower ist ihr Risiko fur die Entwicklung einer Osteoporose.

Ohne Behandlung kann Osteoporose Knochenschwund und eine Schwachung der Knochen verursachen, wodurch es zu Bruchen kommen kann. Am haufigsten betroffen sind Hufte, Wirbelsaule und Handgelenk. Personen mit Osteoporose konnen sehr leicht Knochenbruche erleiden - auch bei Alltagsaktivitaten, wie zum Beispiel beim Heben schwerer Gegenstande oder durch geringfugige Verletzungen und Sturze.

Alendronsaure verhindert den Verlust an Knochenmasse und fordert den Aufbau von Knochensubstanz, die durch die Osteoporose verloren gegangen ist. Auf diese Weise kann das Risiko fur Wirbel- und Huftbruche gesenkt werden.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten beachten?

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten durfen nicht eingenommen werden,

-    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Alendronsaure oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

-    wenn Sie allergisch gegen andere Bisphosphonate (Arzneimittel gegen verschiedene Knochenerkrankungen) sind,

-    wenn Sie unter bestimmten Problemen mit der Speiserohre (Osophagus - die Rohre, die Ihren Mund mit Ihrem Magen verbindet) leiden, wie z. B. einer Verengung der Speiserohre oder Schwierigkeiten beim Schlucken,

-    wenn Ihr Arzt festgestellt hat, dass der Calciumgehalt in Ihrem Blut erniedrigt ist,

-    wenn es Ihnen nicht moglich ist, mindestens 30 Minuten lang aufrecht zu stehen oder zu sitzen.

Wenn Sie der Meinung sind, dass einer oder mehrere dieser Umstande auf Sie zutreffen, nehmen Sie die Tablette nicht ein. Halten Sie Rucksprache mit ihrem Arzt und folgen Sie seinen Ratschlagen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaftnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten einnehmen, wenn

-    Sie Probleme oder Schmerzen beim Schlucken haben,

-    die Schleimhaut in Ihrem Magen oder Zwolffingerdarm (Duodenum - der erste Abschnitt des Dunndarms) entzundet ist,

-    Sie ein Magengeschwur oder andere Verdauungsprobleme, einschlieGlich Magenblutungen, haben,

-    Sie im letzten Jahr eine Magen- oder Speiserohrenoperation (ausgenommen eine Pyloroplastik - eine Erweiterung des Magenausgangs) hatten,

-    Ihnen der Arzt mitgeteilt hat, dass bei Ihnen eine Erkrankung vorliegt, die mit Veranderungen der Zellen im unteren Speiserohrenbereich einhergeht (Barrett-Syndrom),

-    Sie Nierenprobleme hatten oder haben,

-    Sie einen Vitamin-D-Mangel hatten oder haben. Wenn dies der Fall ist, wird Ihr Arzt vielleicht wahrend der Behandlung mit Alendronsaure Ihren Vitamin-D-Spiegel uberwachen wollen.

-    Sie an einem Zustand leiden oder gelitten haben, der als Hypoparathyreoidismus bezeichnet wird (d. h., wenn Ihre Nebenschilddruse nicht richtig arbeitet),

-    Sie Beschwerden im Mundbereich bemerken, wie Schmerzen, Schwellungen oder Taubheitsgefuhl im Kiefer, gelockerte Zahne oder ein Schweregefuhl im Kiefer hatten oder haben,

-    Sie schlechte Zahne bzw. eine Zahnfleischerkrankung haben, Ihnen ein Zahn gezogen werden soll oder Sie nicht regelmaGig zum Zahnarzt gehen,

-    Sie Krebs haben,

-    Sie eine Chemotherapie oder Strahlenbehandlung erhalten,

-    Sie Kortisonpraparate (wie Prednison oder Dexamethason) einnehmen,

-    Sie rauchen oder fruher geraucht haben (dadurch wird das Risiko fur Zahnerkrankungen erhoht).

Vor der Behandlung mit Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten wurde Ihnen moglicherweise eine zahnarztliche Kontrolluntersuchung empfohlen.

Wahrend der Behandlung mit Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten sollten Sie Ihre Zahne sorgfaltig pflegen. Im Verlauf der Behandlung sollten Sie regelmaGige Kontrolluntersuchungen vom Zahnarzt durchfuhren lassen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Zahnarzt, wenn Sie Beschwerden im Mundbereich bemerken, wie lockere Zahne, Schmerzen oder Schwellungen.

Reizungen, Entzundungen oder Geschwure der Speiserohre stehen oft in Verbindung mit Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen oder Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken. Diese Beschwerden konnen insbesondere dann auftreten, wenn die Patienten, die Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten nicht mit einem vollen Glas Wasser einnehmen und/oder sich vor Ablauf von 30 Minuten nach der Einnahme wieder hinlegen. Wenn Sie nach Auftreten solcher Beschwerden Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten weiter einnehmen, konnen sich diese Nebenwirkungen weiter verschlechtern.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche sollen nicht mit Alendronat behandelt werden.

Einnahme von Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kurzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Andere Arzneimittel zum Einnehmen, insbesondere Calcium enthaltende Nahrungserganzungsmittel sowie magensaurebindende Arzneimittel (Antazida), konnen die Wirksamkeit von Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten bei gleichzeitiger Einnahme behindern. Daher sollten Sie sich unbedingt an die Anweisungen im Abschnitt 3. „Wie sind Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten einzunehmen?" halten. Warten Sie mindestens 30 Minuten nach der Einnahme von Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten, bis Sie andere Arzneimittel oder Nahrungserganzungsmittel einnehmen.

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Rheuma oder lang anhaltenden Schmerzen, die als nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) bezeichnet werden (wie z. B. Acetylsalicylsaure oder Ibuprofen), konnen zu Verdauungsbeschwerden fuhren. Daher ist Vorsicht geboten, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig mit Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten eingenommen werden.

Einnahme von Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Diese Tabletten mussen auf leeren Magen eingenommen werden, da Nahrungsmittel und Getranke den Wirkungsgrad des Arzneimittels erheblich vermindern konnen. Sie mussen die Tabletten mit einem ganzen Glas kaltem Leitungswasser schlucken, und zwar mindestens 30 Minuten, bevor Sie irgendwelche Nahrungsmittel oder Getranke zu sich nehmen. Es ist sehr wichtig, dass Sie alle Anweisungen in Abschnitt 3. „Wie sind Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten einzunehmen?" befolgen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten durfen nicht eingenommen werden, wenn Sie schwanger sind bzw. vermuten, schwanger zu sein, oder wenn Sie stillen.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden bestimmte Nebenwirkungen (einschlieGlich Verschwommensehen, Schwindel und starke Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen) unter Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten berichtet, welche Ihre Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigen konnen. Die Reaktion auf Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten kann individuell verschieden ausfallen (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind moglich?").

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten enthalt Lactose

Dieses Arzneimittel enthalt Lactose. Bitte nehmen Sie Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten daher erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie sind Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten mussen einmal pro Woche eingenommen werden.

Die folgenden Anweisungen sind besonders wichtig - sie sollen den Nutzen der Behandlung mit dem Arzneimittel sicherstellen und die Wahrscheinlichkeit einer Speiserohrenreizung verringern:

-    Wahlen Sie fur die Einnahme Ihrer Tablette den Wochentag aus, der fur Sie am gunstigsten ist.

-    Nehmen Sie jede Woche an dem von Ihnen gewahlten Wochentag eine Tablette Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten ein.

-    Nehmen Sie Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten an diesem Tag sofort nach dem Aufstehen auf leeren Magen ein. Schlucken Sie die Tablette nur mit einem vollen Glas (mindestens 200 ml) kaltem Leitungswasser und mindestens 30 Minuten vor der Aufnahme jeglicher Nahrungsmittel oder

Getranke sowie vor Einnahme jeglicher anderer Arzneimittel. Nehmen Sie Ihre Tablette nicht mit Tee, Kaffee, Mineralwasser, Fruchtsaft oder Milch ein.

-    Die Tablette muss im Ganzen geschluckt werden. Sie durfen die Tablette nicht kauen, lutschen oder im Mund zergehen lassen.

-    Warten Sie nach dem Schlucken der Tablette mindestens 30 Minuten, bevor Sie das erste Getrank bzw. die erste Mahlzeit des Tages oder irgendwelche anderen Arzneimittel (inkl. Calciumpraparate, Vitamine und Antazida [Mittel zur Behandlung von Verdauungsstórungenj) einnehmen.

-    Legen Sie sich nach der Einnahme von Alendron Winthrop einmal wóchentlich 70 mg Tabletten nicht hin. Nachdem Sie die Tablette geschluckt haben, mussen Sie mindestens 30 Minuten lang in aufrechter Haltung bleiben (im Sitzen, im Stehen oder im Gehen). Es ist auch wichtig, dass Sie sich nicht hinlegen, bevor Sie die erste Mahlzeit des Tages zu sich genommen haben.

-    Nehmen Sie Ihre Tablette nicht vor dem Schlafengehen oder morgens vor dem Aufstehen.

-    Wenn Sie Schwierigkeiten und/oder Schmerzen beim Schlucken oder Schmerzen hinter dem Brustbein haben oder wenn Sodbrennen auftritt bzw. sich verschlechtert, hóren Sie mit der Einnahme der Tabletten auf und verstandigen Sie Ihren Arzt.

Ihr Arzt ersucht Sie vielleicht auch, wahrend der Behandlung mit Alendron Winthrop einmal wóchentlich 70 mg Tabletten Vitamin-D- oder Calciumpraparate einzunehmen. In diesem Fall mussen Sie die Anweisungen Ihres Arztes genau befolgen.

Wenn Sie eine groftere Menge von Alendron Winthrop einmal wóchentlich 70 mg Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten, kónnen Magenverstimmung, Sodbrennen, Speiseróhren- oder Magenentzundung, Muskel-und Magenkrampfe, Verkrampfungen, Schwachegefuhl und Anfalle auftreten. Trinken Sie ein ganzes Glas Milch und suchen Sie sofort die nachstgelegene Arztpraxis oder die Unfallambulanz der nachstgelegenen Klinik auf. Vermeiden Sie MaGnahmen, die zum Erbrechen fuhren, und legen Sie sich nicht hin.

Wenn Sie die Einnahme von Alendron Winthrop einmal wóchentlich 70 mg Tabletten vergessen haben, nehmen Sie eine Tablette beim Aufstehen am nachsten Morgen ein, nachdem Sie Ihr Versaumnis bemerkt haben. Nehmen Sie nicht zwei Tabletten am selben Tag ein. Nehmen Sie danach wieder eine Tablette pro Woche an dem Tag ein, den Sie ursprunglich gewahlt haben.

Wenn Sie die Einnahme von Alendron Winthrop einmal wóchentlich 70 mg Tabletten abbrechen

Es ist sehr wichtig, dass Sie Alendron Winthrop einmal wóchentlich 70 mg Tabletten so lange einnehmen, wie vom Arzt verordnet. Ihre Osteoporose kann nur dann wirksam mit Alendron Winthrop einmal wóchentlich 70 mg Tabletten behandelt werden, wenn die Einnahme der Tabletten fortgesetzt wird.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind moglich?

4.


Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Alle Arzneimittel konnen allergische Reaktionen hervorrufen, obwohl schwere allergische Reaktionen selten auftreten. Wenn bei Ihnen irgendeine der folgenden Beschwerden auftritt, unterbrechen Sie die Einnahme von Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten und benachrichtigen Sie sofort Ihren Arzt:

-    plotzlich auftretendes keuchendes Atemgerausch, Atemprobleme, Anschwellen der Augenlider, des Gesichts oder der Lippen, Hautausschlag oder Juckreiz (insbesondere wenn der ganze Korper betroffen ist). Diese Beschwerden werden als „Angioodem" bezeichnet.

-    Hautausschlag, Blasenbildung oder andere Auswirkungen auf Haut, Augen, Mund oder Genitalien, Juckreiz oder erhohte Temperatur (Anzeichen schwerer Hautreaktionen, die als Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse bezeichnet werden).

Um das Risiko fur Speiserohrenreaktionen zu vermindern (diese sind im Folgenden mit zwei Sternchen (**) gekennzeichnet), stellen Sie sicher, dass Sie:

-    Ihre Tablette mit einem ganzen Glas kaltem Leitungswasser schlucken,

-    eine aufrechte Position (im Sitzen, im Stehen oder im Gehen) beibehalten, bis Sie die erste Mahlzeit des Tages zu sich genommen haben. Dies darf erst mindestens 30 Minuten nach Einnahme der Tablette erfolgen.

Wenn Sie Schwierigkeiten und/oder Schmerzen beim Schlucken oder Schmerzen hinter dem Brustbein haben oder wenn Sodbrennen auftritt bzw. sich verschlechtert, horen Sie mit der Einnahme von Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten auf und verstandigen Sie Ihren Arzt. Wenn Sie diese Beschwerden ignorieren und Ihre Tabletten weiterhin einnehmen, werden sich diese Speiserohrenprobleme wahrscheinlich verschlechtern.

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

Sehr haufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelte betreffen):

-    Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, manchmal auch stark.

Haufige Nebenwirkungen (kann 1 bis 10 von 100 Behandelte betreffen):

-    Bauchschmerzen, Blahungen, Verdauungsstorungen, Vollegefuhl oder aufgetriebener Leib, Verstopfung, Durchfall,

-    saures AufstoGen aus dem Magen (Reflux), Schmerzen beim Schlucken oder Schluckbeschwerden**, Geschwure der Speiserohre**, die Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen und Schmerzen oder Beschwerden beim Schlucken verursachen konnen,

-    Gelenkschwellungen,

-    Kopfschmerzen, (Dreh-)Schwindel,

-    Haarausfall, Juckreiz,

-    Mudigkeit, Schwellungen an Handen oder Beinen.

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann 1 bis 10 von 1.000 Behandelte betreffen):

-    Ubelkeit und Erbrechen,

-    Magenentzundung,

-    Entzundungen und/oder Erosion der Speiserohre**,

-    Hautausschlag, gerotete Haut,

-    schwarzer teerahnlicher Stuhl,

-    Verschwommensehen, Augenschmerzen oder gerotete Augen,

-    vorubergehende grippeartige Beschwerden, wie Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein und manchmal Fieber, ublicherweise bei Behandlungsbeginn,

-    Storung der Geschmackswahrnehmung.

Seltene Nebenwirkungen (kann 1 bis 10 von 10.000 Behandelte betreffen):

-    Verengung der Speiserohre**,

-    allergische Reaktionen (Uberempfindlichkeitsreaktionen), wie Nesselsucht, Schwellungen an Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen, die zu Atem- oder Schluckbeschwerden fuhren konnen,

-    Magen- oder Darmgeschwure (manchmal schwerwiegend oder mit Blutungen),

-    niedrige Calciumspiegel, die zu Muskelkrampfen oder -spasmen und Kribbeln in den Fingern oder um den Mund fuhren konnen,

-    Hautausschlag mit Lichtempfindlichkeit, schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse),

-    Geschwure im Mund- und/oder Rachenbereich**,

-    Schmerzen im Mund und/oder Kiefer, Schwellungen oder wunde Mundschleimhaut, Taubheits- oder Schweregefuhl des Kiefers oder Lockerung eines Zahnes. Diese Beschwerden konnen Anzeichen einer Schadigung des Knochens am Kiefer sein (Osteonekrose), im Allgemeinen in Verbindung mit verzogerter Wundheilung und Infektionen, oft nach dem Ziehen von Zahnen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Zahnarzt, wenn bei Ihnen solche Beschwerden auftreten.

-    ungewohnliche (atypische) Bruche des Oberschenkelknochens, insbesondere bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose, konnen selten auftreten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen, Schwache oder Beschwerden in Oberschenkel, Hufte oder Leiste verspuren, da es sich dabei um ein fruhes Anzeichen eines moglichen Oberschenkelknochenbruchs handeln konnte.

Nebenwirkungen mit unbekannter Haufigkeit (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

-    Benommenheit,

-    niedrige Phosphatspiegel.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder> Apotheker <oder das medizinische Fachpersonal>. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5.    Wie sind Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht uber 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benotigen. Diese MaGnahme hilft, die Umwelt zu schutzen.

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten enthalten:

Der Wirkstoff ist Alendronsaure. Jede Tablette enthalt 70 mg Alendronsaure als Natriumalendronat (Ph. Eur.).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Croscarmellose-Natrium und Magnesiumstearat (Ph. Eur.).

Wie Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung:

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten sind weiGe bis cremeweiGe, ovale Tabletten mit der Pragung „AN 70" auf einer Seite und „>" auf der anderen Seite.

Die Tabletten sind in Blisterpackungen zu 2, 4, 12 und 24 Stuck erhaltlich.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroGen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller Winthrop Arzneimittel GmbH

65927 Frankfurt am Main Telefon: (01 80) 2 02 00 10*

Telefax: (01 80) 2 02 00 11*

Mitvertrieb

Zentiva Pharma GmbH 65927 Frankfurt am Main

Alternative Hersteller:

Arrow Pharma (Malta) Ltd.

HF 62, Hal Far Industrial Estate, Birzebbugia BBG06 Malta

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im September 2013.

Verschreibungspflichtig.    *0,06 €/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 €/min (Mobilfunk).

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Alendron Winthrop einmal wöchentlich 70 mg Tabletten

Fachinformation Alendron winthrop einmal wöchentlich 70 mg tabletten

Fachinformation

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Tablette enthalt 70 mg Alendronsaure (als Natriumalendronat [Ph. Eur.]).

Sonstige Bestandteile mit besonderer Wirkung:

Lactose (siehe Abschnitt 4.4)

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.    DARREICHUNGSFORM

Tablette.

WeiBe bis gebrochen weiBe, ovale Tablette mit der Pragung „AN 70" auf einer Seite und „Arrow-Logo" auf der anderen Seite.

4.    KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose. Alendronat reduziert das Risiko fur Wirbel- und Huftfrakturen.

4.2    Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die empfohlene Dosierung betragt eine 70-mg-Tablette einmal wochentlich.

Hinweise, um eine ausreichende Resorption von Alendronat zu gewahrleisten:

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten mussen morgens direkt nach dem Aufstehen auf nuchternen Magen eingenommen werden. Die Tablette darf nur mit Leitungswasser mindestens 30 Minuten vor der ersten Mahlzeit, dem ersten Getrank oder der Einnahme anderer Arzneimittel fur diesen Tag eingenommen werden. Andere Getranke (einschlieBlich Mineralwasser), Nahrungsmittel und einige Arzneimittel konnen moglicherweise die Resorption von Alendronat verringern (siehe Abschnitt 4.5).

Hinweise, um den Transport in den Magen zu erleichtern und dadurch das Risiko lokaler oder osophagealer Reizungen/Nebenwirkungen zu verringern (siehe Abschnitt 4.4):

-    Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten sollen nur morgens nach dem ersten Aufstehen mit einem ganzen Glas Wasser (mindestens 200 ml) eingenommen werden.

-    Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten sind unzerkaut im Ganzen zu schlucken. Die Patienten sollen die Tabletten wegen des Risikos einer oropharyngealen Ulzeration weder zerkauen, lutschen noch im Mund zergehen lassen.

-    Die Patienten sollen sich nicht hinlegen bis nach der ersten Nahrungsaufnahme des Tages, die fruhestens 30 Minuten nach der Tabletteneinnahme erfolgen darf.

-    In den 30 Minuten nach Einnahme von Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten sollen sich die Patienten nicht hinlegen.

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten sollen nicht vor dem Schlafengehen oder morgens vor dem Aufstehen eingenommen werden.

Die Patienten sollten erganzend Calcium und Vitamin D erhalten, wenn die Versorgung mit der Nahrung nicht ausreichend ist (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung bei alteren Patienten

In klinischen Studien bestand kein altersbedingter Unterschied im Hinblick auf das Wirksamkeits- oder Sicherheitsprofil von Alendronat. Deshalb ist bei alteren Patienten eine Dosisanpassung nicht notwendig.

Anwendung bei eingeschrankter Nierenfunktion

Bei Patienten mit einer glomerularen Filtrationsrate (GFR) uber 35 ml/min ist eine Dosisanpassung nicht notwendig. Fur Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion mit einer GFR unter 35 ml/min wird Alendronat wegen fehlender Erfahrungen nicht empfohlen.

Anwendung bei eingeschrankter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion ist eine Dosisanpassung nicht notwendig.

Kinder und Jugendliche

Alendronat wird nicht zur Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei Erkrankungen im Zusammenhang mit Osteoporose im Kindesalter zur Verfugung stehen (siehe auch Abschnitt 5.1).

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten wurden nicht bei der Behandlung der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose untersucht.

Die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose ist nicht festgelegt. Die Notwendigkeit einer Weiterbehandlung sollte in regelmaBigen Abstanden auf Grundlage des Nutzens und potenzieller Risiken von Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten fur jeden Patienten individuell beurteilt werden, insbesondere bei einer Anwendung uber 5 oder mehr Jahre.

4.3    Gegenanzeigen

-    Anomalien des Osophagus und andere Faktoren, die die Osophagusentleerung verzogern, wie Striktur oder Achalasie,

-    Unfahigkeit, fur mindestens    30 Minuten    zu    stehen    oder aufrecht    zu    sitzen,

-    Uberempfindlichkeit gegen Alendronat,    andere    Bisphosphonate    oder einen der

sonstigen Bestandteile,

-    Hypokalzamie.

Siehe auch Abschnitt 4.4.

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Alendronat kann lokale Reizungen der Schleimhaute im oberen Gastrointestinaltrakt verursachen. Wegen des Risikos einer Verschlechterung der Grundkrankheit ist bei der Anwendung von Alendronat bei Patienten mit aktiven Erkrankungen im oberen Gastrointestinaltrakt wie Dysphagie, Osophaguserkrankung, Gastritis, Duodenitis oder Ulzera sowie mit einer kurzlichen (im letzten Jahr) schweren gastrointestinalen Erkrankung wie Magenulkus, aktiver gastrointestinaler Blutung oder einer Operation im oberen Gastrointestinaltrakt auBer Pylorusplastik Vorsicht geboten (siehe unter Abschnitt 4.3). Bei Patienten mit bekanntem Barrett-Osophagus sollte der verordnende Arzt den Nutzen und die moglichen Risiken von Alendronat jeweils individuell abwagen.

Bei mit Alendronat behandelten Patienten wurden Nebenwirkungen am Osophagus (teilweise schwer und eine stationare Behandlung erfordernd) wie Osophagitis, Osophagusulzera oder Osophaguserosionen, in seltenen Fallen gefolgt von einer Osophagusstriktur, angegeben. Der Arzt sollte daher aufmerksam auf alle Anzeichen oder Symptome einer moglichen Reaktion am Osophagus achten. Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, Alendronat bei Symptomen einer Osophagusreizung wie Dysphagie, Schmerzen beim Schlucken, retrosternalen Schmerzen oder neu aufgetretenem/sich verschlimmerndem Sodbrennen abzusetzen und den Arzt aufzusuchen.

Das Risiko schwerer Nebenwirkungen am Osophagus ist offenbar hoher bei Patienten, die Alendronat nicht korrekt einnehmen und/oder nach Auftreten von Symptomen einer Osophagusreizung weiter einnehmen. Es ist sehr wichtig, dass die Patienten vollstandige Anweisungen zur Einnahme erhalten und diese verstehen (siehe unter Abschnitt 4.2). Die Patienten sollten daruber informiert werden, dass das Risiko von Osophagusproblemen ansteigen kann, wenn sie sich nicht an diese Anweisungen halten.

Wahrend in grofc angelegten klinischen Studien kein erhohtes Risiko beobachtet wurde, wurden nach der Markteinfuhrung seltene Falle von Magen- und Duodenalulzera angegeben, von denen einige schwer waren und mit Komplikationen einhergingen.

Osteonekrose des Kiefers, ublicherweise im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion und/oder einer lokalen Infektion (einschlie&lich Osteomyelitis), wurde bei Krebspatienten berichtet, deren Therapieregime vorwiegend intravenos verabreichte Bisphosphonate enthielten. Viele dieser Patienten erhielten auch eine Chemotherapie und Kortikosteroide. Osteonekrose des Kiefers wurde auch bei Osteoporosepatienten unter oralen Bisphosphonaten berichtet.

Bei der Beurteilung des individuellen Risikos fur die Entwicklung einer Osteonekrose des Kiefers sollten folgende Risikofaktoren beachtet werden:

-    Potenz des Bisphosphonats (am hochsten fur Zoledronsaure), Art der Anwendung (siehe oben) und kumulative Dosis,

-    Krebs, Chemotherapie, Strahlentherapie, Kortikosteroide, Rauchen,

-    Zahnerkrankungen in der Krankengeschichte, schlechte Mundhygiene,

Parodontitis, invasive zahnarztliche Eingriffe und schlecht angepasster Zahnersatz.

Bei Patienten mit einer schlechten Zahngesundheit sollte eine zahnarztliche Untersuchung mit geeigneten Práventionsma&nahmen vor einer Behandlung mit Bisphosphonaten in Betracht gezogen werden.

Wahrend der Behandlung sollten diese Patienten kieferchirurgische Eingriffe, soweit moglich, vermeiden. Wenn Patienten wahrend einer Bisphosphonattherapie eine Osteonekrose entwickeln, kann ein kieferchirurgischer Eingriff zu einer Verschlechterung fuhren. Es stehen keine Daten zur Verfugung, die Hinweise geben, ob das Absetzen einer Bisphosphonattherapie bei Patienten, die einen kieferchirurgischen Eingriff benotigen, das Risiko einer Osteonekrose des Kiefers vermindert.

Die klinische Einschatzung durch den behandelnden Arzt ist ma&gebend fur die Therapieplanung bei jedem Patienten auf Basis einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung.

Wáhrend einer Bisphosphonat-Behandlung sollten alle Patienten zu einer guten Mundhygiene sowie regelmá&igen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt angehalten werden und sie sollten uber alle oralen Symptome wie bewegliche Záhne, Schmerzen oder Schwellungen berichten.

Knochen-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen wurden bei Patienten unter Therapie mit Bisphosphonaten berichtet. Nach Markteinfuhrung waren diese Symptome selten schwerwiegend und/oder mit Einschránkungen der Beweglichkeit verbunden (siehe Abschnitt 4.8). Der Zeitpunkt des Auftretens dieser Symptome variierte von einem Tag bis zu mehreren Monaten nach Therapiebeginn. Bei den meisten Patienten gingen die Beschwerden nach dem Absetzen der Therapie zuruck. Bei einem Teil der Patienten traten die Symptome erneut auf, wenn die Therapie mit demselben oder einem anderen Bisphosphonat wieder aufgenommen wurde.

Atypische Femurfrakturen

Atypische subtrochantáre und diaphysáre Femurfrakturen wurden unter Bisphosphonat-Therapie berichtet, vor allem bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose. Diese transversalen oder kurzen Schrágfrakturen konnen uberall entlang des Oberschenkelknochens auftreten, direkt unterhalb des Trochanter minor bis direkt oberhalb der Femurkondylen. Diese Frakturen entstehen nach einem minimalen Trauma oder ohne Trauma und manche Patienten verspuren Oberschenkel- oder Leistenschmerzen oft im Zusammenhang mit Anzeichen einer Niedrig-Energie-Fraktur in bildgebenden Verfahren Wochen bis Monate vor dem Auftreten einer manifesten Femurfraktur. Frakturen treten háufig bilateral auf. Aus diesem Grund sollte bei Patienten, die mit Bisphosphonaten behandelt werden und eine Femurschaftfraktur hatten, der kontralaterale Femur ebenfalls untersucht werden. Uber eine schlechte Heilung dieser Frakturen ist ebenfalls berichtet worden. Bei Patienten mit Verdacht auf eine atypische Femurfraktur sollte ein Absetzen der Bisphosphonat-Therapie, vorbehaltlich einer Beurteilung des Patienten, auf Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung in Betracht gezogen werden.

Wáhrend einer Behandlung mit Bisphosphonaten sollte den Patienten geraten werden, uber jegliche Oberschenkel-, Huft- oder Leistenschmerzen zu berichten, und jeder Patient mit diesen Symptomen sollte auf eine unvollstándige Femurfraktur hin untersucht werden.

Nach Markteinfuhrung wurde selten uber schwere Hautreaktionen einschlie&lich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse berichtet.

Die Patienten sollten angewiesen werden, dass sie beim Versáumnis der Einnahme der wochentlichen Dosis Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten die Tablette am náchsten Morgen einnehmen sollen, nachdem sie ihr Versáumnis bemerkt haben. Sie sollen keine zwei Tabletten am selben Tag einnehmen, sondern die Einnahme von einer Tablette pro Woche planmá&ig am dafur vorgesehenen Wochentag weiterfuhren.

Alendronat wird fur Patienten mit eingeschránkter Nierenfunktion mit einer GFR unter 35 ml/min nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Andere Ursachen fur eine Osteoporose neben Ostrogenmangel und Alter sollten berucksichtigt werden.

Eine Hypokalzámie muss vor Einleitung der Behandlung mit Alendronat korrigiert werden (siehe Abschnitt 4.3). Andere Erkrankungen des Mineralstoffwechsels (wie Vitamin-D-Mangel und Hypoparathyreoidismus) sollten ebenfalls vor Beginn einer Behandlung mit Alendronat effektiv behandelt werden. Bei Patienten mit solchen

Erkrankungen sollten unter der Behandlung mit Alendronat die Serumcalciumspiegel uberwacht und auf Symptome einer Hypokalzamie geachtet werden.

Wegen der positiven Auswirkungen von Alendronat auf die Zunahme der Knochenmineralisation kann es zu Abnahmen von Serumcalcium und -phosphat kommen, insbesondere bei Patienten, die Glukokortikoide einnehmen und bei denen die Calciumresorption moglicherweise reduziert ist. Diese Abnahmen sind gewohnlich gering und asymptomatisch. In seltenen Fallen wurde jedoch von einer symptomatischen Hypokalzamie berichtet, die gelegentlich schwer war und haufig bei Patienten mit pradisponierenden Erkrankungen auftrat (z. B. Hypoparathyreoidismus, Vitamin-D-Mangel und Calciummalabsorption). Eine ausreichende Versorgung mit Calcium und Vitamin D muss daher bei Patienten unter einer Glukokortikoidtherapie unbedingt sichergestellt werden.

Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten enthalten Lactose. Patienten mit der seltenen hereditaren Galaktose_Intoleranz, Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten nicht einnehmen.

4.5    Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Einnahme konnen Nahrungsmittel und Getranke (einschlie&lich Mineralwasser), Calciumpraparate, Antazida und einige orale Arzneimittel die Resorption von Alendronat beeintrachtigen. Die Patienten mussen daher nach der Einnahme von Alendronat mindestens 30 Minuten warten, bis sie andere orale Arzneimittel einnehmen (siehe Abschnitt 4.2 und 5.2).

Andere klinisch signifikante Arzneimittelwechselwirkungen sind nicht zu erwarten. In klinischen Studien erhielt eine Reihe von Patientinnen zusammen mit Alendronat Ostrogen (intravaginal, transdermal oder oral). Mit der kombinierten Anwendung in Zusammenhang stehende unerwunschte Ereignisse wurden bei diesen Patientinnen nicht beobachtet.

Da die Anwendung von NSAID mit gastrointestinalen Irritationen assoziiert ist, sollte man bei gleichzeitiger Anwendung mit Alendronat Vorsicht walten lassen.

Spezifische Interaktionsstudien wurden mit Alendronat nicht durchgefuhrt. Es wurde aber in klinischen Studien zusammen mit einer Reihe anderer haufig verschriebener Arzneimittel verwendet, ohne dass klinisch relevante Wechselwirkungen auftraten.

4.6    Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Alendronat sollte wahrend der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Es liegen keine geeigneten Daten zur Anwendung von Alendronat bei schwangeren Frauen vor. Tierstudien lassen keinen Hinweis auf direkt schadigende Wirkungen im Hinblick auf die Schwangerschaft, die embryonale/fetale oder postnatale Entwicklung erkennen. Alendronat, das an trachtigen Ratten verabreicht wurde, verursachte Dystokie, die mit einer Hypocalcamie in Zusammenhang stand (siehe Abschnitt 5.3).

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Alendronat beim Menschen in die Muttermilch ubergeht. Alendronat darf nicht wahrend der Stillzeit eingenommen werden.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keinen Studien uber die Verkehrstuchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen durchgefuhrt. Jedoch konnen gewisse Nebenwirkungen, die unter Alendronat berichtet wurden, die Fahigkeit mancher Patienten zum Fahren oder

Bedienen von Maschinen beeintrachtigen. Die individuellen Reaktionen auf Alendronat konnen variieren (siehe Abschnitt 4.8).

4.8 Nebenwirkungen

In einer 1-Jahres-Studie bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose waren die globalen Sicherheitsprofile fur Alendronat 1-mal wochentlich 70 mg (n = 519) und Alendronat 10 mg taglich (n = 370) vergleichbar.

In zwei 3-Jahres-Studien mit fast identischem Design bei postmenopausalen Frauen (Alendronat 10 mg: n = 196; Placebo: n = 397) waren die globalen Sicherheitsprofile fur 10 mg Alendronat taglich und Placebo vergleichbar.

Im Folgenden sind die von den Prufarzten als moglicherweise, wahrscheinlich oder definitiv mit dem Medikament in Kausalzusammenhang stehenden Nebenwirkungen aufgefuhrt, die entweder

-    in der 1-Jahres-Studie bei > 1 % der Patienten in beiden Behandlungsgruppen auftraten oder

-    in den 3-Jahres-Studien bei > 1 % der Patienten auftraten, die mit 10 mg Alendronat taglich behandelt wurden und bei denen die Inzidenz dieser Nebenwirkungen hoher war als unter Placebo.

1-Jahres-Studie

3-Jahres-Studien

Alendronat

Alendronat

Alendronat

Placebo

1-mal

wochentlich 70 mg

10 mg taglich

10 mg taglich

(n = 519)

(n = 370)

(n = 196)

(n = 397)

%

%

%

%

Gastrointestinal

Bauchschmerzen

3,7

3,0

6,6

4,8

Dyspepsie

2,7

2,2

3,6

3,5

Saures AufstoBen

1,9

2,4

2,0

4,3

Ubelkeit

1,9

2,4

3,6

4,0

Aufgetriebenes

Abdomen

1,0

1,4

1,0

0,8

Obstipation

0,8

1,6

3,1

1,8

Diarrho

0,6

0,5

3,1

1,8

Dysphagie

0,4

0,5

1,0

0,0

Flatulenz

0,4

1,6

2,6

0,5

Gastritis

0,2

1,1

0,5

1,3

Magenulkus

0,0

1,1

0,0

0,0

Osophagusulkus

0,0

0,0

1,5

0,0

Muskel/Skelett

musculoskelettaler

(Knochen-,

Muskel- oder Gelenk-) Schmerz

2,9

3,2

4,1

2,5

Muskelkrampfe

0,2

1,1

0,0

1,0

Neurologisch

Kopfschmerzen

0,4

0,3

2,6

1,5

Die folgenden Nebenwirkungen mit nachstehender Haufigkeit wurden ebenfalls in klinischen Studien und/oder nach der Markteinfuhrung beobachtet:

Sehr haufig Haufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nicht bekannt


(> 1/10)

(> 1/100, < 1/10)

(> 1/1.000, < 1/100)

(> 1/10.000, < 1/1.000)

(< 1/10.000)

(Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Uberempfindlichkeitsreaktionen einschlieBlich Urtikaria und Angioódem. Stoffwechsel- und Ernahrungsstórungen

Selten: symptomatische Hypokalzamie, oft assoziiert mit pradisponierenden Bedingungen (siehe unter Abschnitt 4.4).

Erkrankungen des Nervensystems Haufig: Kopfschmerzen, Schwindel1. Gelegentlich: Dysgeusie1.

Haufigkeit nicht bekannt: Benommenheit.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Augenentzundungen (Uveitis, Skleritis, Episkleritis).

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths Haufig: Vertigo1.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Haufig: Bauchschmerzen, Dyspepsie, Obstipation, Diarrhó, Flatulenz, ósophageales Ulkus2 3, Dysphagie2, aufgetriebenes Abdomen, saures AufstoBen.

Gelegentlich: Ubelkeit, Erbrechen, Gastritis, Osophagitis2, Osophaguserosionen2, Melana1.

Selten: Osophagusstriktur2 oropharyngeale Ulzeration2, Perforationen, Ulzera und Blutungen (PUBs) im oberen Gastrointestinaltrakt (siehe Abschnitt 4.4).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Haufig: Alopezie1, Pruritus2.

Gelegentlich: Hautausschlag, Erythem.

Selten: Ausschlag mit Photosensibilitat, schwere Hautreaktionen, einschlieBlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse4.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr haufig: muskuloskelettale (Knochen-, Muskel- oder Gelenk-)Schmerzen,

manchmal auch stark (siehe Abschnitt 4.4)1.

Haufig: Gelenkschwellungen2.

Selten: Osteonekrose des Kiefers3,4, atypische subtrochantare und diaphysare Femurfrakturen (unerwunschte Wirkung der Substanzklasse der Bisphosphonate).5

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Haufig: Asthenie1, periphares Odem1.

Gelegentlich: vorubergehende Symptome einer Akute-Phase-Reaktion (Myalgie, Unwohlsein und selten Fieber), ublicherweise bei Therapiebeginn1.

4Diese Nebenwirkung wurde nach Markteinfuhrung beobachtet. Die Háufigkeit „selten" wurde auf Grundlage relevanter klinischer Studien geschátzt.

5Diese Nebenwirkung wurde nach Markteinfuhrung beobachtet.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grower Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verháltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Bei einer oralen Uberdosierung konnen Hypokalzámie, Hypophosphatámie und Nebenwirkungen im oberen Gastrointestinaltrakt wie Magenverstimmung,

Sodbrennen, Osophagitis, Gastritis oder Ulkus auftreten. Spezifische Informationen zur Behandlung einer Uberdosierung mit Alendronat liegen nicht vor. Zum Binden von Alendronat sollten Milch oder Antazida gegeben werden. Wegen des Risikos einer Osophagusreizung sollte kein Erbrechen induziert werden und der Patient sollte in aufrechter Position bleiben.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Arzneimittel zur Behandlung von Knochenerkrankungen, Bisphosphonate,

ATC-Code: M05BA04.

Der arzneilich wirksame Bestandteil in Alendron Winthrop einmal wochentlich 70 mg Tabletten, Natriumalendronat (Ph. Eur.), ist ein Bisphosphonat, das die osteoklastische Knochenresorption ohne direkten Effekt auf die Knochenbildung hemmt. Práklinische Studien wiesen nach, dass sich Alendronat vorzugsweise an Stellen mit aktiver Resorption konzentriert. Die Osteoklastenaktivitát wird gehemmt, wáhrend die Bildung und Bindung der Osteoklasten nicht beeintráchtigt wird. Unter der Behandlung mit Alendronat gebildeter Knochen ist von normaler Qualitát.

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose

Die Osteoporose wird definiert als Knochenmineraldichte (BMD) an Wirbelsaule oder Hufte, die 2,5 Standardabweichungen unter dem Mittelwert fur eine normale, gesunde Bevolkerung liegt, oder als vorliegende pathologische Fraktur, unabhangig von der Knochenmineraldichte.

Die therapeutische Gleichwertigkeit von Alendronat 1-mal wochentlich 70 mg (n = 519) und Alendronat 10 mg táglich (n = 370) wurde in einer 1-jáhrigen Multizenterstudie an postmenopausalen Frauen mit Osteoporose gezeigt. Die mittleren Anstiege der BMD der Lendenwirbelsáule betrugen 5,1 % (95 %-Konfidenzintervall 4,8-5,4 %) der Ausgangswerte in der Gruppe, die 70 mg Alendronat 1-mal wochentlich erhielt, und 5,4 % (95 %-Konfidenzintervall 5,0-5,8 %) der Ausgangswerte in der Gruppe, die 10 mg Alendronat 1-mal taglich erhielt. Die mittleren Anstiege der BMD in der Gruppe, die 70 mg Alendronat 1-mal wochentlich erhielt, und in der Gruppe, die 10 mg Alendronat 1-mal taglich erhielt, betrugen 2,3 % bzw. 2,9 % im Femuralhals und 2,9 % bzw. 3,1 % in der Hufte. Die beiden Behandlungsgruppen waren auch im Hinblick auf die gestiegene Knochendichte in anderen Teilen des Skeletts vergleichbar.

Die Wirkungen von Alendronat auf die BMD und die Frakturinzidenz bei postmenopausalen Frauen wurden in zwei Phase-III-Studien mit identischem Design (n = 944) und im Fracture Intervention Trial (FIT: n = 6.459) untersucht.

In den Phase-III-Studien stieg die BMD unter 10 mg Alendronat taglich gegenuber Placebo nach drei Jahren um 8,8 %, 5,9 % und 7,8 % in Wirbelsaule, Femurhals beziehungsweise Trochanter an. Die Gesamtkorper-BMD nahm ebenfalls signifikant zu. Bei den mit Alendronat behandelten Patientinnen war der Anteil mit einer oder mehreren Wirbelfrakturen um 48 % geringer (Alendronat 3,2 % versus Placebo

6,2 %). In den beiden 2-Jahres-Extensionen dieser Studien nahm die BMD in der Wirbelsaule und im Trochanter weiter zu. AuBerdem blieb die BMD im Femurhals und im gesamten Korper erhalten.

Die FIT-Studie umfasste zwei placebokontrollierte Studien mit taglicher Einnahme von Alendronat (5 mg taglich fur zwei Jahre und danach 10 mg taglich fur ein oder zwei weitere Jahre).

FIT 1: 3-Jahres-Studie bei 2.027 Patientinnen mit mindestens einer vorbestehenden Wirbelfraktur (Kompressionsfraktur). In dieser Studie senkte die tagliche Behandlung mit Alendronat die Inzidenz von > 1 neuen Wirbelfraktur um 47 % (Alendronat 7,9 % versus Placebo 15,0 %). Zudem wurde eine statistisch signifikante Abnahme der Inzidenz von Huftfrakturen festgestellt (1,1 % versus 2,2 %, Abnahme um 51 %).

FIT 2: 4-Jahres-Studie bei 4.432 Patientinnen mit geringer Knochenmasse, aber ohne vorbestehende Wirbelfraktur. In dieser Studie wurde in einer Analyse der Subgruppe der osteoporotischen Frauen (37 % der Gesamtpopulation, die die oben angegebene Definition der Osteoporose erfullten) ein signifikanter Unterschied in der Inzidenz von Huftfrakturen (Alendronat 1,0 % versus Placebo 2,2 %, Abnahme um 56 %) und in der Inzidenz von > 1 Wirbelfraktur (2,9 % versus 5,8 %, Abnahme um 50 %) festgestellt.

Laborwerte

In klinischen Studien wurden asymptomatische, leichte und vorubergehende Abnahmen des Serum-Calciums und -Phosphats bei ca. 18 % beziehungsweise 10 % der Patienten beobachtet, die Alendronat 10 mg/Tag einnahmen, gegenuber ca. 12 % und 3 % derjenigen, die Placebo einnahmen. Dennoch traten Abnahmen des Serum-Calciums bis < 8,0 mg/dl (2,0 mmol/l) und des Serum-Phosphats bis < 2,0 mg/dl (0,65 mmol/l) in beiden Behandlungsgruppen mit ahnlicher Haufigkeit auf.

Kinder und Jugendliche

Alendronat wurde bei einer kleinen Anzahl von Patienten unter 18 Jahren mit Osteogenesis imperfecta untersucht. Die Ergebnisse reichen nicht aus, um die Anwendung von Alendronat bei padiatrischen Patienten mit Osteogenesis imperfecta zu empfehlen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Bezogen auf eine intravenose Referenzdosis betrug die mittlere orale Bioverfugbarkeit von Alendronat bei Frauen 0,64 % fur Dosen von 5 bis 70 mg nach Nahrungskarenz uber Nacht und zwei Stunden vor Aufnahme eines standardisierten Fruhstucks. Die Bioverfugbarkeit nahm auf etwa 0,46 % und 0,39 % ab, wenn Alendronat eine Stunde oder eine halbe Stunde vor einem standardisierten Fruhstuck eingenommen wurde.

In Osteoporosestudien war Alendronat wirksam, wenn es mindestens 30 Minuten vor dem ersten Essen oder Getrank am Tag eingenommen wurde. Die Bioverfugbarkeit war minimal, wenn Alendronat zusammen mit einem standardisierten Fruhstuck oder bis zu zwei Stunden danach eingenommen wurde. Die Einnahme von Alendronat zusammen mit Kaffee oder Orangensaft reduzierte die Bioverfugbarkeit um etwa 60 %.

Bei Gesunden fuhrte orales Prednisolon (3-mal taglich 20 mg fur funf Tage) zu keiner klinisch bedeutsamen Ánderung der oralen Bioverfugbarkeit von Alendronat (mittlere Zunahme um 20 % bis 44 %).

Verteilung

Studien bei Ratten zeigten, dass sich Alendronat nach intravenoser Verabreichung von 1 mg/kg zunachst in die Weichteilgewebe verteilt, danach jedoch schnell in das Skelett umverteilt oder mit dem Urin ausgeschieden wird. Das mittlere Steady-State-Verteilungsvolumen au&erhalb des Knochens betragt beim Menschen mindestens 28 Liter. Die Plasmakonzentrationen des Wirkstoffes nach therapeutischen oralen Dosen sind fur einen analytischen Nachweis zu niedrig (< 5 ng/ml). Die Proteinbindung in Humanplasma betragt etwa 78 %.

Biotransformation

Weder bei Tieren noch beim Menschen gibt es Hinweise auf eine Metabolisierung von Alendronat.

Elimination

Nach einer intravenosen Einzeldosis von 14C-Alendronat wurden etwa 50 % der Radioaktivitat innerhalb von 72 Stunden im Urin ausgeschieden. In den Fazes wurde nur wenig oder keine Radioaktivitat wiedergefunden. Nach einer intravenosen Einzeldosis von 10 mg betrug die renale Clearance von Alendronat 71 ml/min und die systemische Clearance lag nicht uber 200 ml/min. Die Plasmakonzentrationen fielen nach intravenoser Verabreichung innerhalb von 6 Stunden um uber 95 % ab. Die terminale Halbwertszeit beim Menschen wird wegen der Freisetzung von Alendronat aus dem Skelett auf uber zehn Jahre geschatzt. Da Alendronat bei Ratten nicht durch die sauren oder basischen Transportsysteme der Nieren ausgeschieden wird, wird angenommen, dass es beim Menschen die Ausscheidung anderer Arzneimittel uber diese Systeme nicht beeinflusst.

Merkmale bei Patienten

Praklinische Studien zeigen, dass der nicht im Knochen abgelagerte Anteil des Wirkstoffes schnell im Urin ausgeschieden wird. Nach chronischer Verabreichung kumulativer intravenoser Dosen bis zu 35 mg/kg wurde bei Tieren kein Hinweis auf eine Sattigung der Aufnahme in den Knochen gefunden. Auch wenn dazu keine klinischen Informationen vorliegen, ist die Elimination von Alendronat wie bei Tieren bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion wahrscheinlich reduziert. Deshalb ist bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion wahrscheinlich eine etwas starkere Kumulation von Alendronat im Knochen zu erwarten (siehe Abschnitt 4.2).

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur allgemeinen Toxizitat, Genotoxizitat und zum kanzerogenen Potenzial lassen die praklinischen Daten keine besonderen Gefahren fur den Menschen erkennen. Studien an trachtigen Ratten zeigten, dass die

Behandlung mit Alendronat mit einer durch eine Hypokalzamie bedingten Dystokie bei der Niederkunft einherging. In Studien, in denen Ratten hohe Dosen erhielten, war eine unvollstandige Knochenbildung bei den Feten haufiger. Die Relevanz dieser Beobachtung fur den Menschen ist nicht bekannt.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich].

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die AufbewahrungNicht uber 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Die Tabletten sind in Triplex-Blister (PVC/PE/PVDC/AL) verpackt.

2, 4, 12 und 24 Tabletten.

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung

Keine speziellen Hinweise.

7.    INHABER DER ZULASSUNG Winthrop Arzneimittel GmbH

65927 Frankfurt am Main Telefon: (01 80) 2 02 00 104 Telefax: (01 80) 2 02 00 114

Mitvertrieb

Zentiva Pharma GmbH 65927 Frankfurt am Main

8.    ZULASSUNGSNUMMER

76706.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG

30.06.2009

10. STAND DER INFORMATION

August 2013

11.VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

11/11

1

Die Haufigkeit in klinischen Studien war in Verum- und Placebo-Gruppe ahnlich.

2

Siehe Abschnitte 4.2 und 4.4.

3

Siehe Abschnitt 4.4.

4

0,06 €/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 €/min (Mobilfunk).

Alendron Winthrop einmal wöchentlich 70 mg Tabletten