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Alfacalcidol-gry 0,25 µg weichkapseln



Gebrauchsinformation Alfacalcidol-gry 0,25 µg weichkapseln

Gebrauchsinformation: Information fur den Anwender

Alfacalcidol-GRÝ® 0,25pg Weichkapseln

Zur Anwendung bei Kindern und Erwachsenen Wirkstoff: Alfacalcidol

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

|    - Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt

auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.


1.    Was ist Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg und wofur wird es angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Einnahme von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg beachten?

3.    Wie ist Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1.    WAS IST Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg UND WOFUR WIRD ES ANGEWENDET?

Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg ist ein Vitamin-D3-Derivat.

Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg wird angewendet bei

-    postmenopausaler Osteoporose, Osteoporose bei Glukokortikoid-Behandlung.

-    Knochenerweichungen im Erwachsenenalter (Osteomalazie) infolge unzureichender Resorption, wie bei Malabsorptions- und Postgastrektomie-Syndrom.

-    Eine signifikante Verminderung der Sturzrate bei Álteren wurde nachgewiesen.

-    Hypoparathyreoidismus oder hypophosphatamischer (Vitamin-D-resistenter) Rachitis/Osteomalazie. Es kann eine Zusatztherapie mit Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg dann indiziert sein, wenn ein Calcium-Plasmaspiegel kleiner als 2,2 mmol/l vorliegt.

-    Erkrankungen, bei denen im Vitamin-D-Metabolismus die 1-alpha-Hydroxylierung in der Niere beeintrachtigt ist, wie renale Osteodystrophie mit verminderter Calciumresorption und einem Calcium-Plasmaspiegel kleiner als 2,2 mmol/l (kleiner als 8,8 mg/100 ml), wie sie als Folge von Nierenfunktionsstorungen ohne oder mit Dialysebehandlung sowie anfangs bei Zustanden nach Nierentransplantationen auftreten kann.

2.    WAS MUSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg BEACHTEN?

Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg darf nicht eingenommen werden

-    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegenuber Alfacalcidol, Erdnuss oder Soja oder einem der sonstigen Bestandteile von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg sind.

-    bei einer bekannten Vitamin-D-Uberempfindlichkeit.

-    wenn bei Ihnen eine manifeste Vitamin-D-Intoxikation vorliegt.

-    bei einem Calciumspiegel im Plasma uber 2,6 mmol/l, einem Calcium x Phosphat-Produkt uber 3,7 (mmol/l)2 und einer Alkalose mit venosen Blut-pH-Werten uber 7,44 (Milch-Alkali-Syndrom, Burnett-Syndrom).

-    wenn bei Ihnen eine Hypercalcamie (erhohter Calciumspiegel) oder Hypermagnesiamie (erhohter Magnesiumspiegel) vorliegt.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg ist erforderlich

-    bei Dialyse-Patienten, da ein eventueller Calciumeinstrom aus der Dialyseflussigkeit ausgeschlossen werden muss.

-    bei Nierensteinanamnese und Sarkoidose, da ein erhohtes Risiko besteht.

Kinder

Bei Kindern mit einem Korpergewicht von weniger als 20 kg ist eine Dosisanpassung erforderlich (siehe unter Abschnitt 3 „Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis:“).

Altere Menschen

Dosisanpassungen bei alteren Patienten sind nicht erforderlich.

Bei Einnahme von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg mit anderen Arzneimitteln

Die Wirkungen mancher Arzneimittel konnen durch gleichzeitige Anwendung anderer Mittel

beeinflusst werden. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Mittel standig anwenden, bis vor kurzem

angewendet haben oder gleichzeitig mit Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg anwenden wollen. Ihr Arzt kann

Ihnen sagen, ob unter diesen Umstanden mit Unvertraglichkeiten zu rechnen ist, oder ob besondere

MaBnahmen, wie z.B. eine neue Dosisfestsetzung erforderlich sind, wenn Sie dieses Arzneimittel

anwenden.

Vitamin D und seine Derivate durfen nicht gleichzeitig mit Alfacalcidol verabreicht werden. Da es sich bei Alfacalcidol um ein sehr wirksames Derivat handelt, ist bei gleichzeitiger Gabe mit einem additiven Effekt und einem erhohten Risiko einer Hypercalcamie zu rechnen.

Eine Hypercalcamie kann bei Patienten unter Digitalistherapie Herzrhythmusstorungen hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Digitalis und Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg mussen diese Patienten daher streng uberwacht werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg und Barbituraten oder enzyminduzierenden Antikonvulsiva sind hohere Dosen von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg erforderlich, um die gewunschte Wirkung zu erzielen. Ebenso kann Diphenylhydantoin die Wirkung von Alfacalcidol hemmen.

Auch Glukokortikoide konnen moglicherweise die Alfacalcidol-Wirkung beeintrachtigen.

Da die Gallensalze fur die Resorption von Alfacalcidol von Bedeutung sind, kann auch eine langere Behandlung mit gallensaurebindenden Mitteln (Colestyramin, Colestipol), Sucralfat und stark aluminiumhaltigen Antacida nachteilig sein.

Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg und aluminiumhaltige Antacida sollten daher nicht gleichzeitig, sondern im Abstand von 2 Stunden eingenommen werden.

Magnesiumhaltige Antacida oder Laxantien (Abfuhrmittel) sollten bei Therapie von Dialyse-Patienten mit Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg wegen der Gefahr einer Hypermagnesiamie nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

Verstarkt dagegen wird die Alfacalcidol-Wirkung durch die gleichzeitige Gabe von ostrogenen Hormonen in der Peri- und Postmenopause.

Bei gleichzeitiger Gabe von calciumhaltigen Praparaten, Thiaziden oder anderen Arzneimitteln, die den Blutcalciumspiegel erhohen, ist das Hypercalcamie-Risiko erhoht.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Schwangerschaft

Obwohl bis heute keine Beobachtungen uber eine fruchtschadigende Wirkung vorliegen, sollte Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg wahrend der Schwangerschaft nur bei strenger Indikationsstellung angewendet werden.

Uberdosierungen von Vitamin-D-Derivaten in der Schwangerschaft mussen vermieden werden, da eine lang anhaltende Hypercalcamie (erhohte Calciumkonzentration im Blut) zu korperlicher und geistiger Behinderung (Retardierung) sowie angeborenen Herz- und Augenerkrankungen (supravalvulare Aortenstenose und Retinopathie) des Kindes fuhren kann.

Stillzeit

Obwohl bis heute keine Beobachtungen uber eine fruchtschadigende Wirkung vorliegen, sollte Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg wahrend der Stillzeit nur bei strenger Indikationsstellung angewendet werden. Die Gabe von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg in der Stillzeit durfte den Calcitriol-Gehalt der Muttermilch erhohen. Dies ist zu beachten, wenn das Kind zusatzlich Vitamin D erhalt.

Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg hat keinen negativen Einfluss auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg Erdnussol kann selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Dieses Arzneimittel enthalt Sorbitol. Bitte nehmen Sie Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

3. WIE IST Alfacalcidol-GRY® 0,25 pG EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis:

Bei Erwachsenen und Kindern von mehr als 20 kg Korpergewicht zu Anfang der Behandlung 4 Weichkapseln Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg (1 pg Alfacalcidol) taglich.

Bei Kindern mit einem Korpergewicht von weniger als 20 kg 0,05 pg Alfacalcidol/kg KG/Tag als Tagesdosis.

Bei fortlaufender Behandlung ist die Dosis entsprechend dem Heilungsverlauf und zur Vermeidung erhohter Blutcalciumspiegel oder Calcium x Phosphat-Produkte zu verringern.

Patienten mit starker ausgepragten Knochenerkrankungen benotigen und tolerieren hohere Dosen: 4 -12 Weichkapseln Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg (entsprechend 1 - 3 pg Alfacalcidol) taglich.

Patienten mit Unterfunktion der Nebenschilddruse

Bei Patienten mit Unterfunktion der Nebenschilddrusen (Hypoparathyreoidismus) muss die Dosis bei Erreichen normaler Blutcalciumwerte (2,2 - 2,6 mmol/l; 8,8 - 10,4 mg/100 ml) oder eines Calcium x Phosphat-Produktes von 3,5 - 3,7 (mmol/l)2 vermindert werden.

Art der Anwendung

Die Tagesdosis (0,5 bzw. 1 pg) ist geteilt zur Halite am Morgen und zur Halite am Abend einzunehmen.

Bitte nehmen Sie die Weichkapseln unzerkaut mit reichlich Flussigkeit ein.

Dauer der Anwendung

Uber die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr behandelnder Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine groBere Menge Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg eingenommen haben als Sie sollten ist in jedem Fall unverzuglich ein Arzt (z. B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen, der den Schweregrad der Uberdosierung beurteilt und die erforderlichen MaBnahmen festlegt.

Bei versehentlicher einmaliger Einnahme einer Uberdosis (25 - 30 pg Alfacalcidol) wurden keine Schaden beobachtet.

Bei langerer Uberdosierung von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg kann es zu einer unter Umstanden lebensbedrohlichen Hypercalcamie kommen.

Das klinische Bild des Hypercalcamiesyndroms ist uncharakteristisch:

Schwache, Mudigkeit, Abgespanntheit, Kopfschmerzen, gastrointestinale Beschwerden (Beschwerden im Verdauungstrakt wie Ubelkeit, Erbrechen, Obstipation [Verstopfung] oder Diarrhoe [Durchfall], Sodbrennen), Mundtrockenheit, Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen, Juckreiz oder Palpitationen (Herzklopfen).

Bei verminderter Konzentrationsfahigkeit der Niere ferner Polyurie, Polydipsie, Nykturie und Proteinurie. Abgestuft nach dem AusmaB der Hypercalcamie konnen neben einer Dosisreduktion oder zeitweiligem Absetzen von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg calciumarme bzw. calciumfreie Ernahrung, Flussigkeitszufuhr, Dialyse, Schleifendiuretika, Glukokortikoide und Calcitonin eingesetzt werden.

Arztliche Mafinahmen bei Uberdosierung:

Bei akuter Uberdosierung kann eine fruhzeitige Magenspulung und/oder die Gabe von Paraffinol die Resorption (Aufnahme aus dem Verdauungstrakt in das Blut) vermindern und die Ausscheidung mit dem Stuhl beschleunigen.

Ein spezielles Gegenmittel (Antidot) existiert nicht.

Wenn Sie die Einnahme von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern fahren Sie wie im Dosierungsschema vorgesehen fort.

Wenn Sie die Einnahme von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg abbrechen

Sie sollten die Behandlung mit Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg nicht ohne Rucksprache mit Ihrem behandelnden Arzt eigenstandig unterbrechen oder vorzeitig beenden.

Ist eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung aus arztlicher Sicht angezeigt, so beachten Sie bitte die von Ihrem Arzt gegebenen Hinweise.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MOGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr haufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

haufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

nicht bekannt:

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Von allergischen Hautreaktionen und anaphylaktischem Schock, letzterer ausgelost durch Erdnussol, einer der Bestandteile von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg, wurde berichtet.

Bei unangepasster Dosierung von Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg konnen erhohte Blutcalciumspiegel auftreten, die sich durch Dosisverminderung oder zeitweiliges Absetzen des Praparates korrigieren lassen. Als Anzeichen einer eventuellen Erhohung des Blutcalciumspiegels gelten Mudigkeit, gastrointestinale Beschwerden (Beschwerden im Verdauungstrakt), Durstgefuhl oder Juckreiz. Sollten solche Anzeichen auftreten, sollte der Arzt zur Kontrolle der Blutcalciumwerte aufgesucht werden.

Heterotope Calcifizierungen (Cornea und GefaBe) sind unter Alfacalcidol bisher auBerst selten aufgetreten und waren reversibel.

Nach den bisherigen Erfahrungen ist es unter Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg nur selten zu leichten und passageren Phosphaterhohungen gekommen. Einem eventuellen Phosphatanstieg ist durch die Gabe von Phosphatresorptionshemmern (wie Aluminiumderivaten) zu begegnen.

Wahrend der Behandlung mit Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg sind regelmaBige Kontrollen des Blutcalcium- und Phosphatspiegels sowie Blutgasanalysen vorzunehmen. Diese Kontrollen sollten in wochentlichen bis monatlichen Abstanden durchgefuhrt werden. Zu Beginn der Behandlung konnen haufigere Bestimmungen notwendig sein.

Erdnussol kann selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. WIE IST Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel fur Kinder unzuganglich aufbewahren.

Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behaltnis und dem Umkarton nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht uber 25 °C lagem.

Das Behaltnis fest verschlossen halten.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Alfacalcidol-GRY® 0,25 |LLg enthalt Der Wirkstoff ist: Alfacalcidol 1 Weichkapsel enthalt 0,25 pg Alfacalcidol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Citronensaure (Ph.Eur.), Propylgallat (Ph.Eur.), all-rac-alpha-Tocopherol, Ethanol 99%, Erdnussol, Gelatine, Glycerol 85%, D-Mannitol- D-Glucitol-Sorbitan-hohere Polyole-Gemisch, Eisen (III)-oxid (E172).

Drucktinte: Schellack, Eisen (II,III)-oxid (E 172), Butan-1-ol, Propylenglycol.

Wie Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg aussieht und Inbalt. der Packung

Die Weichkapseln sind ovale, rotbraune, elastische Weichgelatinekapseln mit dem Aufdruck „0.25“ auf einer Seite.

Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Weichkapseln erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

Hersteller

TEVA Pharma B.V.

Computerweg 10

3542 DR Utrecht (Holland)

Telefon 00 31 / 346 / 29 02 50 Telefax 00 31 / 346 / 29 02 99

alternativ:

Pharmachemie B.V.

Swensweg 5

NL-2031 GA Haarlem (Holland) Telefon 00 31 / 23 5 / 147 147


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im

Oktober 2013

Versionscode: Z02

6

Alfacalcidol-GRY 0,25 µg Weichkapseln

Fachinformation Alfacalcidol-gry 0,25 µg weichkapseln

F achinformation

1. Bezeichnung der Arzneimittel

Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg Weichkapseln Alfacalcidol-GRY® 1 pg Weichkapseln

Wirkstoff: Alfacalcidol

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 Weichkapsel Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg enthalt: 0,25 pg Alfacalcidol 1 Weichkapsel Alfacalcidol-GRY® 1 pg enthalt: 1 pg Alfacalcidol Sonstige Bestandteile: Erdnussol, Sorbitol

Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Weichkapsel

4. Klinische Angaben

4.1    Anwendungsgebiete

Postmenopausale Osteoporose, Osteoporose bei Glukokortikoid-Behandlung.

Knochenerweichungen im Erwachsenenalter (Osteomalazie) infolge unzureichender Resorption wie beim Malabsorptions- und Postgastrektomie-Syndrom.

Eine signifikante Verminderung der Sturzrate bei Alteren wurde nachgewiesen.

Bei Hypoparathyreoidismus oder hypophosphatamischer (Vitamin-D-resistenter) Rachitis/Osteomalazie kann eine Zusatztherapie mit Alfacalcidol-GRY® dann indiziert sein, wenn ein Calcium-Plasmaspiegel kleiner als 2,2 mmol/l vorliegt.

Erkrankungen, bei denen im Vitamin-D-Metabolismus die 1-alpha-Hydroxylierung in der Niere beeintrachtigt ist wie renale Osteodystrophie mit verminderter Calciumresorption und einem Calcium-Plasmaspiegel kleiner als 2,2 mmol/l (kleiner als 8,8 mg/100 ml) wie sie als Folge von Nierenfunktionsstorungen ohne oder mit Dialysebehandlung sowie anfangs bei Zustanden nach Nierentransplantationen auftreten kann.

4.2    Dosierung, Art und Dauer der Anwendung Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, betragt die Anfangsdosis fur Erwachsene und Kinder von mehr als 20 kg Korpergewicht 1 pg Alfacalcidol (4 Weichkapseln Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg bzw. 1 Weichkapsel Alfacalcidol-GRY® 1 pg) taglich.

Fur Kinder mit einem Korpergewicht von weniger als 20 kg betragt die Tagesdosis 0,05 pg Alfacalcidol/kg KG/Tag.

Bei fortlaufender Behandlung ist die Dosis entsprechend dem Heilungsverlauf und zur Vermeidung erhohter Blutcalciumspiegel oder Calcium x Phosphat-Produkte zu verringern.

Patienten mit starker ausgepragten Knochenerkrankungen benotigen und tolerieren hohere Dosen:

1 - 3 pg Alfacalcidol (4 - 12 Weichkapseln Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg bzw. 1 - 3 Weichkapseln Alfacalcidol-GRY® 1 pg) taglich.

Bei Patienten mit Unterfunktion der Nebenschilddrusen (Hypoparathyreoidismus) muss die Dosis bei Erreichen normaler Blutcalciumwerte (2,2 - 2,6 mmol/l; 8,8 - 10,4 mg/100 ml) oder eines Calcium x-Phosphat-Produktes von 3,5 - 3,7 (mmol/l)2 vermindert werden.

Art und Dauer der Anwendung

Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg:

Die Tagesdosis (0,5 bzw. 1 pg) ist geteilt zur Halfte am Morgen und zur Halfte am Abend einzunehmen.

Alfacalcidol-GRY® 1 pg:

Bei einer Dosierung von 1 pg Alfacalcidol taglich 1 Weichkapsel Alfacalcidol-GRY® 1 pg am Abend einnehmen. Bei Dosierung bis 3 pg Alfacalcidol taglich 1 Weichkapsel Alfacalcidol-GRY® 1 pg am Morgen und 1 - 2 Weichkapseln Alfacalcidol-GRY® 1 pg am Abend einnehmen.

Die Weichkapseln sollten unzerkaut mit reichlich Flussigkeit eingenommen werden.

Die Dauer der Anwendung wird individuell vom Arzt bestimmt.

4.3    Gegenanzeigen

Alfacalcidol-GRY® darf nicht angewendet werden bei Uberempfindlichkeit (Allergie) gegenuber Alfacalcidol, Erdnuss oder Soja oder einem der sonstigen Bestandteile.

Ebenso ist Alfacalcidol-GRY® kontraindiziert bei bekannter Vitamin-D-Uberempfindlichkeit und bei manifester V itamin-D -Intoxikation.

Bei einem Calcium-Spiegel im Plasma uber 2,6 mmol/l, einem Calcium x Phosphat-Produkt uber 3,7 (mmol/l)2 und einer Alkalose mit venosen Blut-pH-Werten uber 7,44 (Milch-Alkali-Syndrom, Burnett-Syndrom) darf Alfacalcidol-GRY® nicht angewendet werden. Bei Hypercalcamie oder Hypermagnesiamie darf Alfacalcidol-GRY® nicht angewendet werden.

Bei Dialyse-Patienten muss ein eventueller Calciumeinstrom aus der Dialyseflussigkeit ausgeschlossen werden. Bei Nierensteinanamnese und Sarkoidose besteht ein erhohtes Risiko.

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Erdnussol kann selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Patienten mit der seltenen hereditaren Fructose-Intoleranz sollten Alfacalcidol-GRY® nicht einnehmen.

4.5    Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Vitamin D und seine Derivate durfen nicht gleichzeitig mit Alfacalcidol verabreicht werden.

Da es sich bei Alfacalcidol um ein sehr wirksames Derivat handelt, ist bei gleichzeitiger Gabe mit einem additiven Effekt und einem erhohten Risiko einer Hypercalcamie zu rechnen.

Eine Hypercalcamie kann bei Patienten unter Digitalistherapie Herzrhythmusstorungen hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Digitalis und Alfacalcidol-GRY® mussen diese Patienten daher streng uberwacht werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Alfacalcidol-GRY® und Barbituraten oder enzyminduzierenden Antikonvulsiva sind hohere Dosen von Alfacalcidol-GRY® erforderlich, um die gewunschte Wirkung zu erzielen. Ebenso kann Diphenylhydantoin die Wirkung von Alfacalcidol hemmen.

Auch Glukokortikoide konnen moglicherweise die Alfacalcidol-Wirkung beeintrachtigen.

Da die Gallensalze fur die Resorption von Alfacalcidol von Bedeutung sind, kann auch eine langere Behandlung mit gallensaurebindenden Mitteln (Colestyramin, Colestipol) oder Sucralfat und stark aluminiumhaltigen Antacida nachteilig sein.

Alfacalcidol-GRY® und aluminiumhaltige Antacida sollten daher nicht gleichzeitig, sondern im Abstand von 2 Stunden eingenommen werden.

Magnesiumhaltige Antacida oder Laxantien sollten bei Therapie mit Alfacalcidol-GRY® bei Dialyse-Patienten wegen der Gefahr einer Hypermagnesiamie nur mit Vorsicht eingesetzt werden.

Verstarkt dagegen wird die Alfacalcidol-Wirkung durch die gleichzeitige Gabe von ostrogenen Hormonen in der Peri- und Postmenopause.

Bei gleichzeitiger Gabe von calciumhaltigen Praparaten, Thiaziden oder anderen Arzneimitteln, die den Blutcalciumspiegel erhohen, ist das Hypercalcamie-Risiko erhoht.

4.6    Schwangerschaft und Stillzeit

Obwohl bis heute keine Beobachtungen uber eine fruchtschadigende Wirkung vorliegen, sollte Alfacalcidol-GRY® wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit nur bei strenger Indikationsstellung angewendet werden.

Uberdosierungen von Vitamin-D-Derivaten in der Schwangerschaft mussen vermieden werden, da eine langanhaltende Hypercalcamie zu korperlicher und geistiger Retardierung, supravalvularer Aortenstenose und Retinopathie des Kindes fuhren kann.

Die Gabe von Alfacalcidol-GRY® in der Stillzeit durfte den Calcitriol-Gehalt der Muttermilch erhohen. Dies ist zu beachten, wenn das Kind zusatzlich Vitamin D erhalt.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Alfacalcidol-GRY® hat keinen oder vernachlassigbaren Einfluss auf die Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

4.8    Nebenwirkungen

Wahrend der Behandlung mit Alfacalcidol-GRY® wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet, wobei folgende Haufigkeiten zugrunde gelegt wurden:

Sehr haufig (> 1/10), haufig (> 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (> 1/1000 bis < 1/100), selten (> 1/10 000 bis < 1/1000), sehr selten (< 1/10 000), Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).

Von allergischen Hautreaktionen und anaphylaktischem Schock, letzterer ausgelost durch Erdnussol, einem der Bestandteile von Alfacalcidol-GRY®, wurde berichtet.

Bei unangepasster Dosierung von Alfacalcidol-GRY® konnen erhohte Blutcalciumspiegel auftreten, die sich durch Dosisverminderung oder zeitweiliges Absetzen des Praparates korrigieren lassen. Als Anzeichen einer eventuellen Erhohung der Blutcalciumspiegel gelten Mudigkeit, gastrointestinale Beschwerden, Durstgefuhl oder Juckreiz.

Heterotope Calcifizierungen (Cornea und GefaBe) sind unter Alfacalcidol bisher auBerst selten aufgetreten und waren reversibel.

Nach bisherigen Erfahrungen ist es unter Alfacalcidol nur selten zu leichten und passageren Phosphaterhohungen gekommen. Einem eventuellen Phosphatanstieg ist durch Gabe von Phosphatresorptionshemmem (wie Aluminiumderivaten) zu begegnen.

Wahrend der Behandlung mit Alfacalcidol-GRY® sind regelmaBige Kontrollen des Blutcalcium- und Phosphatspiegels sowie Blutgasanalysen vorzunehmen. Diese Kontrollen sollten in wochentlichen bis monatlichen Abstanden durchgefuhrt werden. Zu Beginn der Behandlung konnen haufigere Bestimmungen notwendig sein.

Erdnussol kann selten schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Bei versehentlicher einmaliger Einnahme einer Uberdosis (25 - 30 pg Alfacalcidol) wurden keine Schaden beobachtet.

Bei langerer Uberdosierung von Alfacalcidol-GRY® kann es zu einer unter Umstanden lebensbedrohlichen Hypercalcamie kommen.

Das klinische Bild des Hypercalcamiesyndroms ist uncharakteristisch: Schwache, Mudigkeit, Abgespanntheit, Kopfschmerzen, gastrointestinale Beschwerden (Ubelkeit, Erbrechen, Obstipation oder Diarrhoe, Sodbrennen), Mundtrockenheit, Muskel-, Knochen- und Gelenkschmerzen, Juckreiz oder Palpitationen.

Bei verminderter Konzentrationsfahigkeit der Niere ferner Polyurie, Polydipsie, Nykturie und Proteinurie. Abgestuft nach dem AusmaB der Hypercalcamie konnen neben einer Dosisreduktion oder zeitweiligem Absetzen von Alfacalcidol-GRY® calciumarme bzw. calciumfreie Ernahrung, Flussigkeitszufuhr, Dialyse, Schleifendiuretika, Glukokortikoide und Calcitonin eingesetzt werden.

Bei akuter Uberdosierung kann eine fruhzeitige Magenspulung und/oder die Gabe von Paraffinol die Resorption vermindern und die Ausscheidung mit dem Stuhl beschleunigen.

Ein spezielles Antidot existiert nicht.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Vitamin-D3-Derivat ATC-Code: A11CC03

Alfacalcidol (1-alpha-Hydroxycholecalciferol) wird in der Leber sehr schnell zu Calcitriol (1,25-Dihydroxycholecalciferol) umgewandelt. Calcitriol gilt als wirksamster Metabolit des Cholecalciferol (Vitamin D 3) bei der Aufrechterhaltung der Calcium- und Phosphathomoostase. Der Hauptwirkmechanismus basiert auf der Erhohung der zirkulierenden 1,25-Dihydroxycholecalciferol-Spiegel und daruber wird die intestinale Resorption von Calcium und Phosphat erhoht. Die Knochenmineralisation wird gefordert, der Parathormonspiegel gesenkt und die Knochenresorption gehemmt.

Bei gestorter 1-alpha-Hydroxylierung in der Niere wird durch die Gabe von Alfacalcidol eine ausreichende Calcitriol-Bildung ermoglicht und damit einem D-Hormon-Mangel entgegengewirkt.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Alfacalcidol, der Wirkstoff von Alfacalcidol-GRY®, ist als Prodrug fur 1-alpha-25-Dihydroxycholecalciferol im Tierexperiment und beim Menschen mit radioaktiv markierter Substanz gepruft worden.

Die rasche hepatische 25-Hydroxylierung konnte von DE LUCA an einem Patienten mit Niereninsuffizienz nachgewiesen werden.

Siehe Abbildung 1

Abbildung 1:

Das Verschwinden von 1-alpha-OH-[6-3H]-D3 (—) und das rasche Auftreten von 1,25-(OH)2 -[6-3H] D3 (—) bei einem Patienten mit Niereninsuffizienz. De Luca, H.: Clin. Endocrinol. 7, Suppl., 1 - 17 (1977)

Bioverfugbarkeit

Eine im Jahr 1990 durchgefuhrte Bioverfugbarkeitsuntersuchung an 16 Probanden mit Alfacalcidol-GRY® 1 pg ergab im Vergleich zum Referenzpraparat

Testpraparat

Referenzpraparat

maximale Plasmakonzentration

61,6

60,5

(Cmax ):

± 13,6 pg/ml

± 9,9 pg/ml

Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzentrationen

(tmax ):

8 h

(6-16 h)

8 h

(4-12 h)

Flache unter der

Konzentrations-Zeitkurve (AUC) (72 h):

2271,45

± 450,64 pg-x h/ml

2206,20

± 261,50 pg x h/ml

Angabe der Werte als Mittelwert (Median bei tmax) und Standardabweichung (Streubreite bei tmax).

In einer randomisierten, doppelblinden crossover Bioaquivalenzstudie erhielten 16 Probanden eine einmalige orale Dosis von 4 x Alfacalcidol-GRY® 1 pg oder 4 x 1 pg des Referenzpraparates.

Siehe Abbildung 2

Abbildung 2:

Mittlere Plasmaspiegelverlaufe von Calcitriol im Vergleich zu einem Referenzpraparat in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm (n= 16)

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizitat

Im Vergleich zur therapeutischen Dosierung wird Alfacalcidol nur eine geringe akute Toxizitat zugeschrieben. Nach oraler Einmalgabe von Alfacalcidol an Ratten und Mausen werden LD 50-Werte um 500 pg/kg KG genannt.

Chronische Toxizitat

Die Ergebnisse der chronischen Toxizitatsprufung wurden als Folge der pharmakologischen Wirkung von Alfacalcidol auf den Calcium-StoffWechsel gewertet und bestanden vor allem in Hypercalcamie sowie Gewebscalcinosen.

Reproduktionstoxizitat

Aus Embryotoxizitatsstudien an Ratten und Kaninchen mit maximal 0,9 pg Alfacalcidol/kg KG/Tag wurden keine teratogenen Wirkungen berichtet. Bei Kaninchenfeten traten ab 0,3 pg Alfacalcidol/kg KG/Tag intrauterine Wachstumsretardierungen auf. Bei Fertilitatsstudien an Ratten ergab sich bei einer Dosis von 0,9 pg Alfacalcidol/kg KG/Tag eine geringere Trachtigkeitsrate und eine Verminderung der WurfgroBe.

Zu Alfacalcidol liegen keine Erfahrungen beim Menschen mit der Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Es ist nicht bekannt, ob Alfacalcidol in die Muttermilch ubergeht. Hohe Vitamin-D-Dosen wahrend der Schwangerschaft sind beim Menschen mit dem Auftreten eines Aortenstenosen-Syndroms und idiopathischer Hypercalcamie in Verbindung gebracht worden. Es liegen jedoch auch

mehrere Fallberichte vor, wo nach Verabreichung sehr hoher Dosen normale Kinder geboren wurden. Vitamin D geht in geringen Mengen in die Muttermilch uber.

Mutagenes Potential

Alfacalcidol ist hinsichtlich mutagener Wirkungen als unbedenklich anzusehen.

6.    Pharmazeutische Angaben

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Citronensaure (Ph.Eur.), Propylgallat (Ph.Eur.), all-rac-alpha-Tocopherol,

Ethanol 99%, Erdnussol, Gelatine, Glycerol 85%, D-Mannitol- D-Glucitol-Sorbitan-hohere Polyole-Gemisch, Eisen(III)-oxid (E172) (Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg) bzw. Eisen(III)-hydroxid-oxid (E172) und Titandioxid (E 171) (Alfacalcidol-GRY® 1 pg)

Drucktinte: Schellack, Eisen(II,III)-oxid (E172), Butan-1-ol, Propylenglycol.

6.2    Inkompatibilitaten Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Haltbarkeit nach Anbruch:

Die Arzneimittel sollen nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Nicht uber 25 °C lagern.

Das Behaltnis fest verschlossen halten.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Packung mit 20 Weichkapseln Packung mit 50 Weichkapseln Packung mit 100 Weichkapseln

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.    Inhaber der Zulassung

TEVA GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

8.    Zulassungsnummern

Alfacalcidol-GRY® 0,25 pg: 23524.01.00 Alfacalcidol-GRY® 1 pg: 23524.00.00

9.    Datum der Erteilung der Zulassung/Verlangerung der Zulassung

20.01.2005/16.09.2009

10.    Stand der Information

Oktober 2013

11.    Verkaufsabgrenzung V erschreibungspflichtig

8

Alfacalcidol-GRY 0,25 µg Weichkapseln