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Ambene tabletten



Gebrauchsinformation Ambene tabletten

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Wortlaut der fur die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben Gebrauchsinformation: Information fur den Anwender

Ambene® Tabletten, 200 mg Filmtablette

Zur Anwendung bei Erwachsenen Wirkstoff: Phenylbutazon

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.


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1.    Was sind Ambene Tabletten und wofur werden sie angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Einnahme von Ambene® Tabletten beachten?

3.    Wie sind Ambene Tabletten einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie sind Ambene® Tabletten aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS SIND AMBENE® TABLETTEN UND WOFUR WERDEN SIE ANGEWENDET?

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Ambene Tabletten ist ein schmerzstillendes und entzundungshemmendes Arzneimittel (nichtsteroidales Antiphlogistikum/Antirheumatikum).

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Anwendungsgebiete von Ambene Tabletten

Zur Kurzeitanwendung (max. 1 Woche):

Symptomatische Behandlung von Schmerz und Entzundung bei

-    akuten Schuben von Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans)

-    akuten Schuben bei chronischer Polyarthritis (chronische Gelenkentzundung)

-    Gichtanfall

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Die Anwendung von Ambene Tabletten sollte grundsatzlich nur erfolgen, wenn andere therapeutische Ma&nahmen, einschlie&lich anderer nicht-steroidaler Anti-phlogistika, unzureichend gewirkt haben.

Angesichts der vielfaltigen moglichen Nebenwirkungen und Interaktionen ist eine besonders strenge Indikationsstellung erforderlich.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON AMBENE® TABLETTEN BEACHTEN?

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Ambene Tabletten durfen nicht eingenommen/angewendet werden

-    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Phenylbutazon, anderen Pyrazolon-Verbindungen oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels;

-    wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfallen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Einnahme von Acetylsalicylsaure oder anderen nicht-steroidalen Entzundungshemmern reagiert haben;

-    bei ungeklarten Blutbildungs- und Gerinnungsstorungen;

-    bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zwolffingerdarm-Geschwuren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwure oder Blutungen);

-    bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR);

-    bei Hirnblutungen (zerebrovaskularer Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen;

-    bei    allgemeiner Blutungsneigung;

-    bei    eingeschrankter Nierenfunktion;

-    bei    eingeschrankter Leberfunktion;

-    bei schwerer Herzmuskelschwache (Herzinsuffizienz);

-    wahrend der Schwangerschaft;

-    wahrend der Stillzeit;

-    bei    Kindern und Jugendlichen.

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Besondere Vorsicht bei der Einnahme/Anwendung von Ambene Tabletten ist erforderlich

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Ambene Tabletten nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden durfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fruher einmal zutrafen.

Sicherheit im Magen-Darm-Trakt

Eine gleichzeitige Anwendung von Ambene® Tabletten mit anderen NSAR, einschlie&lich so genannten COX-2-Hemmern (Cyclooxigenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.

Nebenwirkungen konnen reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis uber den kurzesten, fur die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.

Áltere Patienten:

Bei alteren Patienten treten haufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR auf, insbesondere Blutungen und Durchbruche im Magen- und Darmbereich, die unter Umstanden lebensbedrohlich sein konnen. Daher ist bei alteren Patienten eine besonders sorgfaltige arztliche Uberwachung erforderlich.

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwure und Durchbruche (Perforationen): Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwure und Perforationen, auch mit todlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko fur das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschwuren und Durchbruchen ist hoher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwuren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch (siehe Abschnitt 2: „Ambene® Tabletten durfen nicht eingenommen/angewendet werden"), und bei alteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfugbaren Dosis beginnen.

Fur diese Patienten sowie fur Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsaure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko fur Magen-Darm-Erkrankungen erhohen konnen, benotigen, sollte eine Kombinationstherapie mit Magenschleimhaut-schutzenden Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden.

Wenn Sie, insbesondere in hoherem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewohnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magem-Darm-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko fur Geschwure oder Blutungen erhohen konnen, wie z. B. orale Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS (s. Abschnitt 2: „Bei Einnahme von Ambene® Tabletten mit anderen Arzneimitteln").

Wenn es bei Ihnen unter Ambene® Tabletten zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwuren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.

NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (s. Abschnitt 4).

Wirkungen am Herz-Kreislauf-System

Arzneimittel wie Ambene Tabletten sind moglicherweise mit einem geringfugig erhohten Risiko fur Herzanfalle („Herzinfarkt") oder Schlaganfalle verbunden. Jedwedes Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und langer dauernder Behandlung. Uberschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer!

Wenn Sie Herzprobleme oder einen vorangegangenen Schlaganfall haben oder denken, dass Sie ein Risiko fur diese Erkrankungen aufweisen konnten (z.B. wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.

Hautreaktionen

Unter NSAR-Therapie wurde sehr selten uber schwerwiegende Hautreaktionen mit Rótung und Blasenbildung, einige mit tódlichem Ausgang, berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom; s. Abschnitt 4). Das hochste Risiko fur derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Falle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlagen, Schleimhautlasionen oder sonstigen Anzeichen einer Uberempfindlichkeitsreaktion sollten Ambene® Tabletten abgesetzt und umgehend der Arzt konsultiert werden.

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Ambene Tabletten: Dieses Arzneimittel enthalt Laktose. Bitte nehmen Sie Ambene® Tabletten erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

Sonstige Hinweise

Ambene® Tabletten sollten nur unter strenger Abwagung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses angewendet werden:

-    bei bestimmten angeborenen Blutbildungsstorungen (induzierbare    Porphyrien),

Eine besonders sorgfaltige arztliche Uberwachung ist erforderlich:

-    bei Schilddrusenerkrankungen;

-    direkt nach gróBeren chirurgischen Eingriffen;

-    bei Allergien (z.B. Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen), chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen.

Schwere akute Uberempfindlichkeitsreaktionen (zum Beispiel anaphylaktischer Schock) werden sehr selten beobachtet. Bei ersten Anzeichen einer schweren Uberempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme/Verabreichung von Ambene Tabletten muss die Therapie abgebrochen werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche MaBnahmen mussen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.

Phenylbutazon, der Wirkstoff von Ambene Tabletten, kann vorubergehend die Blutplattchenfunktion (Thrombozytenaggregation) hemmen. Patienten mit Gerinnungsstórungen sollten daher sorgfaltig uberwacht werden.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckerspiegels einnehmen, sollten vorsichtshalber Kontrollen der Blutgerinnung bzw. der Blutzuckerwerte erfolgen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Ambene Tabletten und bestimmten Mitteln zur Entwasserung (kaliumsparenden Diuretika) ist eine Kontrolle der Kaliumkonzentration im Blut nótig.

Bei langerdauernder Gabe von Ambene® Tabletten ist eine regelmaBige Kontrolle der Leberwerte, der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich.

Bei Einnahme von Ambene Tabletten vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren.

Ambene Tabletten kónnen die Interpretation von labordiagnostischen Tests zur Beurteilung der Schilddrusenfunktion erschweren, da es - je nach Testmethode - die labordiagnostischen Werte erhóhen oder erniedrigen kann.

Bei lángerem Gebrauch von Schmerzmitteln konnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhohte Dosen des Arzneimittels behandelt werden durfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von Ambene® Tabletten haufig unter Kopfschmerzen leiden!

Ganz allgemein kann die gewohnheitsmá&ige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschádigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) fuhren.

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Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, konnen Ambene Tabletten es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.

Kinder und Jugendliche:

Ambene® Tabletten durfen von Kindern und Jugendlichen nicht eingenommen werden (siehe Abschnitt 2: „Ambene® Tabletten durfen nicht eingenommen werden").

Einnahme von Ambene Tabletten mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die gleichzeitige Anwendung von Ambene Tabletten und Phenytoin (Mittel zur Behandlung von Krampfanfállen) oder Lithium (Mittel zur Behandlung geistig-seelischer Storungen) kann den Plasmaspiegel dieser Arzneimittel erhohen. Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist notig. Eine Kontrolle der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.

Ambene Tabletten konnen die Wirkung von Digitoxin (herzkraftstárkendes Mittel), entwássernden und blutdrucksenkenden Arzneimitteln (Diuretika und Antihypertonika) abschwáchen.

Ambene® Tabletten konnen die Wirkung von ACE-Hemmern (Mittel zur Behandlung von Herschwáche und zur Blutdrucksenkung) abschwáchen. Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko fur das Auftreten einer Nierenfunktionsstorung erhoht sein.

Die gleichzeitige Gabe von Ambene® Tabletten und kaliumsparenden Diuretika (bestimmte Entwásserungsmittel) kann zu einer Erhohung des Kaliumspiegels im Plasma fuhren.

Die gleichzeitige Verabreichung von Ambene Tabletten mit anderen entzundungs- und schmerzhemmenden Mitteln aus der Gruppe der NSAR oder mit Glukokortikoiden erhoht das Risiko fur Magen-Darm-Geschwure oder Blutungen.

Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsáure und bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer/SSRI) konnen das Risiko fur Magen-Darm-Blutungen erhohen.

Die Gabe von Ambene® Tabletten innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Gabe von Methotrexat kann zu einer erhohten Konzentration von Methotrexat und zu einer Zunahme seiner unerwunschten Wirkungen fuhren.

Die gleichzeitige Einnahme von Ambene Tabletten und blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Warfarin) kann zu einer Verstarkung der Blutgerinnungshemmung fuhren.

Die gleichzeitige Einnahme von Barbituraten (z.B. Phenobarbital)(enthalten in Schlafmitteln und in Mitteln gegen Anfallsleiden), Chlorphenamin (Antiallergikum), Rifampicin (Antibiotikum), Promethacin und Colestyramin fuhrt zu einer Erniedrigung der Konzentration von Ambene® Tabletten im Blutserum und damit zu einer verminderten Wirkung.

Die gleichzeitige Einnahme von Methylphenidat oder anabolen Steroiden (Methandrostenolon) kann zu einer Erhohung der Konzentration von Ambene® Tabletten im Blutserum und damit zu einer gesteigerten Wirkung fuhren.

Bei gleichzeitiger Einnahme/Anwendung konnen Ambene Tabletten die Wirkungsstarke oder Wirkdauer von oralen Antidiabetika und Insulin steigern, so dass die Gefahr einer Unterzuckerung (Hypoglykamie) besteht.

Einnahme von Ambene® zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

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Wahrend der Anwendung von Ambene Tabletten sollte Alkoholgenuss moglichst vermieden werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Wird wahrend der Gabe von Ambene® Tabletten eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen. Ambene® Tabletten durfen in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Stillzeit:

Der Wirkstoff Phenylbutazon geht in geringen Mengen in die Muttermilch uber. Aufgrund der moglichen Nebenwirkungen durfen Ambene® Tabletten in der Stillzeit nicht eingenommen/angewendet werden.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Da bei der Anwendung von Ambene Tabletten in hoherer Dosierung zentralnervose Nebenwirkungen wie Mudigkeit und Schwindel auftreten konnen, kann im Einzelfall das Reaktionsvermogen verandert und die Fahigkeit zur aktiven Teilnahme am StraBenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt werden. Dies gilt in verstarktem MaBe im Zusammenwirken mit Alkohol. Sie konnen dann auf unerwartete und plotzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!

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Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Ambene Tabletten

Dieses Arzneimittel enthalt Lactose. Bitte nehmen Sie Ambene® Tabletten daher erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

3. WIE SIND AMBENE®TABLETTEN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Ambene Tabletten immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis:

Zu Beginn der Behandlung akuter Schube der Spondylitis ankylosans und der chronischen Polyarthritis wird je nach Schwere der Erkrankung die Einnahme von 2 - 3 mal taglich 1 Ambene® Tablette (entsprechend 400 - 600 mg Phenylbutazon) empfohlen. In den folgenden Tagen genugen meist taglich 1 - 2 Ambene® Tabletten (entsprechend 200 - 400 mg Phenylbutazon).

Zur Behandlung des Gichtanfalls werden eine einmalige Initialdosis von 2 Ambene® Tabletten (entsprechend 400 mg Phenylbutazon) und anschlieBend 1 Ambene® Tablette (entsprechend 200 mg Phenylbutazon) alle 12 Stunden uber 3 Tage empfohlen. Wenn eine weitere Therapie erforderlich ist, soll die Dosis fur weitere 3 Tage auf 1 Ambene® Tablette (entsprechend 200 mg Phenylbutazon) pro Tag reduziert werden.

Nehmen Sie nicht mehr Tabletten pro Tag ein als verordnet, da die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen dadurch erhoht wird, ohne daB sich die Wirksamkeit deutlich verbessert.

Art der Anwendung

Nehmen Sie Ambene® Tabletten unzerkaut mit reichlich Flussigkeit (z. B. einem Glas Wasser) wahrend oder nach einer Mahlzeit.

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer soll eine Woche nicht uberschreiten.

Uber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Bei in Ausnahmefallen langer durchgefuhrter Anwendung bei Patienten mit akuten Schuben von Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) oder chronischer Polyarthritis sollen vor und wahrend der Therapie Blutbildkontrollen durchgefuhrt werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Ambene® Tabletten zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine groBere Menge Ambene®Tabletten eingenommen haben als Sie sollten

Nehmen Sie Ambene® Tabletten nach den Anweisungen des Arztes bzw. nach der in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung ein. Wenn Sie das Gefuhl haben, keine ausreichende Schmerzlinderung zu spuren, dann erhohen Sie nicht selbstandig die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Bei einer Uberdosierung konnen Bauchschmerzen, Ubelkeit und Erbrechen,

Blutungen, Benommenheit, Krampfanfalle und BewuBtlosigkeit, anfanglich gesteigerte Atemtatigkeit, spater herabgesetzte Atemfunktion auftreten. Weitere Symptome einer Uberdosierung konnen Storungen der Nierenfunktion bis hin zum akuten Nierenversagen und Storungen der Leberfunktion sein. Gegebenenfalls treten Blutbildveranderungen auf.

Ein spezifisches Gegenmittel (Antidot) existiert nicht.

Die Gabe von Antacida und Aktivkohle senkt den Plasmaspiegel.

Bei Verdacht auf eine Uberdosierung mit Ambene Tabletten benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Vergiftung uber die gegebenenfalls erforderlichen MaBnahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von Ambene®Tabletten vergessen haben

Falls Sie die Einnahme einmal vergessen haben, nehmen Sie bei der nachsten Gabe nicht mehr als die ubliche empfohlene Menge ein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MOGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr haufig: Haufig: Gelegentlich: Selten:

Sehr selten: Nicht bekannt:


mehr als 1 Behandelter von 10 1 bis 10 Behandelte von 100 1 bis 10 Behandelte von 1.000 1 bis 10 Behandelte von 10.000 weniger als 1 Behandelter von 10.000

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Mogliche Nebenwirkungen

Bei den folgenden unerwunschten Arzneimittelwirkungen muss berucksichtigt werden, dass sie uberwiegend dosisabhangig und von Patient zu Patient unterschiedlich sind.

Die am haufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen/Zwolffingerdarm-Geschwure (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbruche) oder Blutungen, manchmal todlich, konnen auftreten, insbesondere bei alteren Patienten (siehe Abschnitt 2: „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ambene® Tabletten ist erforderlich") Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blahungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, ulcerative Stomatitis (geschwurige Entzundung der Mundschleimhaut), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (siehe Abschnitt 2: „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ambene® Tabletten ist erforderlich") sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger haufig wurde Magenschleimhautentzundung beobachtet.

Insbesondere das Risiko fur das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhangig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.

Odeme (Wassereinlagerungen im Gewebe), Bluthochdruck und Herzmuskelschwache (Herzinsuffizienz) wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.

Arzneimittel wie Ambene Tabletten sind moglicherweise mit einem geringfugig erhohten Risiko fur Herzanfalle („Herzinfarkt") oder Schlaganfalle verbunden.

Herzerkrankungen

Sehr selten: Herzmuskelschwache (Herzinsuffizienz).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Storungen der Blutbildung (Anamie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose). Erste Anzeichen konnen sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflachliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

In diesen Fallen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.

Sehr selten: Die Dauer und Starke von Blutungen kann bei der Anwendung von Ambene® Tabletten verlangert bzw. verstarkt sein.

Erkrankungen des Nervensystems

Haufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Mudigkeit.

Erkrankungen der Atemwege des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Lungenodem.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Ubelkeit, Durchfall und unbemerkte Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefallen eine Blutarmut verursachen konnen.

Gelegentlich: Funktionsstorungen der Bauchspeicheldruse, Speicheldrusenentzundung, Mundschleimhautentzundungen,

Magen-Darm-Geschwure (unter Umstanden mit Blutung und Durchbruch).

Sollten starkere Schmerzen im Oberbauch und/oder eine Schwarzfarbung des Stuhls auftreten, so mussen Sie Ambene® Tabletten absetzen und den Arzt sofort informieren.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Haufig: Neigung zur Wasseransammlung im Korper (Odemneigung).

Sehr selten: Verminderung der Harnausscheidung; Ansammlung von Wasser im Korper (Odeme), meist im Bereich der Unterschenkel, die auf Behandlung mit ent-wassernden Mitteln (Diuretika) nicht ansprechen und allgemeines Unwohlsein.

Diese Krankheitszeichen konnen Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so mussen Sie Ambene® Tabletten absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten: Auftreten oder Verschlimmerung eines Lupus erythematodes disseminatus, schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rotung und Blasenbildung (z.B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom).

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so mussen Sie Ambene® Tabletten absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich: Schwellung der Schilddruse.

Infektionen und parasitare Erkrankungen

Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter entzundungshemmender Arzneimittel (NSAR, zu diesen gehoren auch Ambene® Tabletten), eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzundungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden.

Wenn wahrend der Anwendung von Ambene Tabletten Zeichen einer Infektion (z. B. Rotung, Schwellung, Uberwarmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzuglich der Arzt zu Rate gezogen werden.

Gefa&erkrankungen

Gelegentlich: Kreislaufstorungen (sowohl Blutdruckabfall als auch -anstieg).

Sehr selten: Blutdruckanstieg und Kreislaufuberlastung.

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so mussen Sie Ambene® Tabletten absetzen und Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr haufig: Uberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag und Hautjucken. Gelegentlich: Allergische Reaktionen (z.B. Asthmaanfalle mit und ohne Blutdruckabfall).

In diesem Fall ist umgehend der Arzt zu informieren, und Ambene Tabletten durfen nicht mehr eingenommen werden.

Sehr selten: Schwere Uberempfindlichkeitsreaktionen. Anzeichen hierfur konnen sein: Anschwellen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf, Odeme, Atemnot, Herzjagen, schwere Kreislaufstorungen bis zum lebensbedrohlichen Schock.

Bei Auftreten dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen konnen, ist sofortige arztliche Hilfe erforderlich.

Leber- und Gallenerkrankungen

Haufig: Erhohungen von Leberenzymwerten (Anstieg der Transaminasen und alkalischer Phosphatase), Gelbsucht (cholestatisches Syndrom), Leberentzundung (Hepatitis).

Psychiatrische Erkrankungen

Haufig: Erregung, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit.

Befolgen Sie die oben bei bestimmten Nebenwirkungen aufgefuhrten Verhaltensma&regeln!

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit des Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. WIE SIND AMBENE® TABLETTEN AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht uber 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benotigen. Diese MaBnahme hilft, die Umwelt zu schutzen.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN Was Ambene Tabletten enthalten:

1 Filmtablette enthalt 200 mg Phenylbutazon.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Croscarmellose-Natrium, Maisstarke, Lactose-Monohydrat, Cellulosepulver, Gelatine, Hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum, Macrogol 6000, Macrogol 8000, Magnesiumstearat,    Poly[butylmethacrylat-co-(2-dimethylaminoethyl)methacrylat-co-

methylmethacrylat] (1:2:1), Titandioxid (E 171), Eisenoxid (E 172).

Wie Ambene Tabletten aussieht und Inhalt der Packung:

Ambene Tabletten sind in Originalpackungen zu 20 Filmtabletten (N1) und 50 Filmtabletten (N2) erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Recordati Pharma GmbH, Eberhard-Finckh-Str. 55, 89075 Ulm. Tel. Nr. 0731 7047 - 0, Fax 0731 7047 - 297

Hersteller

Merckle GmbH, Ludwig-Merckle-Str. 3, 89143 Blaubeuren

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im November 2013.

Versionscode: Z10

Ambene Tabletten

Fachinformation Ambene tabletten

Fachinformation

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Ambene® Tabletten

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.    Bezeichnung des Arzneimittels

Ambene® Tabletten, 200 mg Filmtablette

2.    Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Wirkstoff: Phenylbutazon 1 Filmtablette enthalt 200 mg Phenylbutazon

Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.    Darreichungsform Filmtablette

4.    Klinische Angaben

4.1    Anwendungsgebiete

Zur Kurzzeitanwendung (max. 1 Woche):

Symptomatische Behandlung von Schmerz und Entzundung bei

-    akuten Schuben der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)

-    akuten Schuben der chronischen Polyarthritis

-    Gichtanfall

Die Anwendung von Ambene® Tabletten sollte grundsatzlich nur erfolgen, wenn andere therapeutische Maftnahmen, einschlieftlich anderer nicht-steroidaler Antiphlogistika/Antirheumatika (NSAR), unzureichend gewirkt haben.

Angesichts der vielfaltigen moglichen Nebenwirkungen und Interaktionen ist eine besonders strenge Indikationsstellung erforderlich.

4.2. Dosierung, Art der Anwendung

Dosierung

Zu Beginn der Behandlung akuter Schube der Spondylitis ankylosans und der chronischen Polyarthritis wird je nach Schwere der Erkrankung die Einnahme von 2 - 3

mal taglich 1 Ambene® Tablette (entsprechend 400-600 mg Phenylbutazon) empfohlen.

In den folgenden Tagen genugen meist taglich 1 - 2 Ambene® Tabletten (entsprechend 200-400 mg Phenylbutazon).

Zur Behandlung des Gichtanfalls werden eine einmalige Initialdosis von 2 Ambene® Tabletten (entsprechend 400 mg Phenylbutazon) und anschlieftend 1 Ambene® Tablette (entsprechend 200 mg Phenylbutazon) alle 12 Stunden uber 3 Tage empfohlen. Wenn eine weitere Therapie erforderlich ist, soll die Dosis fur weitere 3 Tage auf 1 Ambene® Tablette (entsprechend 200 mg Phenylbutazon) pro Tag reduziert werden.

Art und Dauer der Anwendung

Ambene Tabletten werden unzerkaut mit reichlich Flussigkeitwahrend oder nach einer Mahlzeit eingenommen.

Die Behandlungsdauer soll eine Woche nicht uberschreiten

Bei ausnahmsweise langer durchgefuhrter Anwendung bei Patienten mit akuten Schuben von Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) oder chronischer Polyarthritis sollen vor und wahrend der Therapie Blutbildkontrollen durchgefuhrt werden.

Nebenwirkungen konnen reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis uber den kurzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (s. Abschnitt 4.4).

Besondere Patientengruppen

Áltere Patienten:

Die Dosierung von Phenylbutazon ist so niedrig wie moglich zu wahlen. Wegen des moglichen Nebenwirkungsprofils (s. Abschnitt 4.4) sollten altere Menschen besonders sorgfaltig uberwacht werden.

Kinder und Jugendliche:

Ambene Tabletten sind kontraindiziert bei Kindern und Jugendlichen (siehe Abschnitt

43).

4.3    Gegenanzeigen

Ambene Tabletten sind kontraindiziert bei:

-    bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber Phenylbutazon, andere Pyrazolon-Verbindungen oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels;

-    bekannten Reaktionen von Bronchospasmus, Asthma,Rhinitis,oder Urtikaria nach der Einnahme von Acetylsalicylsaure oder anderen nicht-steroidalen Entzundungshemmern in der Vergangenheit;

-    ungeklarten Blutbildungs- und Gerinnungsstorungen;

-    bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen peptischen Ulzera oder Hamorraghien (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder Blutung)

-    gastrointestinalen Blutungen oder Perforation in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika

-    zerebrovaskularen oder anderen aktiven Blutungen;

-    allgemeiner Blutungsneigung,

-    eingeschrankter Nierenfunktion,

-    eingeschrankter Leberfunktion,

-    schwerer Herzinsuffizienz,

-    Schwangerschaft (s.Abschnitt 4.6);

-    Stillzeit (s.Abschnitt 4.6);

-    Kindern und Jugendlichen.

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Gastrointestinale Sicherheit

Die Anwendung von Ambene Tabletten in Kombination mit NSAR, einschlieftlich selektiver Cyclooxigenase-2 Hemmer, sollte vermieden werden.

Nebenwirkungen konnen reduziert werden, in dem die niedrigste wirksame Dosis uber den kurzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (s. Abschnitt 4.2 und gastrointestinale und kardiovaskulare Risiken weiter unten).

Áltere Patienten:

Bei alteren Patienten kommt es unter der NSAR-Therapie haufiger zu unerwunschten Wirkungen, vor allem zu gastrointestinalen Blutungen und Perforationen, auch mit letalem Ausgang (s. Abschnitt 4.2).

Gastrointestinale Blutungen, Ulzera und Perforationen:

Gastrointestinale Blutungen, Ulzera und Perforationen, auch mit letalem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko gastrointestinaler Blutung, Ulzeration oder Perforation ist hoher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Perforation (s. Abschnitt 4.3), und bei alteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfugbaren Dosis beginnen. Fur diese Patienten sowie fur Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsaure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhohen konnen, benotigen (s. Abschnitt 4.5), sollte eine Kombinationstherapie mit protektiven Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden (s. unten und Abschnitt 4.5).

Patienten mit einer Anamnese gastrointestinaler Toxizitat, insbesondere in hoherem Alter, sollten jegliche ungewohnliche Symptome im Bauchraum (vor allem gastrointestinale Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn die Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko fur Ulzera oder Blutungen erhohen konnen, wie z. B.orale Kortikosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS (s. Abschnitt 4.5).

Wenn es bei Patienten unter Ambene Tabletten zu gastrointestinalen Blutungen oder Ulzera kommt, ist die Behandlung abzusetzen.

NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Anamnese (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (s. Abschnitt 4.8).

Kardiovaskulare und zerebrovaskulare Wirkungen

Eine angemessene Uberwachung und Beratung von Patienten mit Hypertonie und/oder leichter bis mittelschwerer dekompensierter Herzinsuffizienz in der Anamnese sind erforderlich, da Flussigkeitseinlagerungen und Odeme in Verbindung mit NSAR-Therapie berichtet wurden.

Klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung von manchen NSAR (insbesondere bei einer hohen Dosis und bei Langzeitbehandlung) moglicherweise mit einem geringfugig erhohten Risiko von arteriellen thrombotischen Ereignissen (zum Beispiel Herzinfarkt und Schlaganfall) verbunden ist. Es liegen keine ausreichenden Daten vor, um ein entsprechendes Risiko fur Phenylbutazon auszuschlieften.

Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, bestehender ischamischer Herzerkrankung, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskularer Erkrankung sollten mit Phenylbutazon nur nach sorgfaltiger Abwagung behandelt werden. Vergleichbare Abwagungen sollten auch vor Initiierung einer langerdauernden Behandlung von Patienten mit Risikofaktoren fur kardiovaskulare Ereignisse (z.B. Bluthochdruck, Hyperlipidamie, Diabetes mellitus, Rauchen) gemacht werden.

Hautreaktionen

Unter NSAR-Therapie wurde sehr selten uber schwerwiegende Hautreaktionen, einige mit letalem Ausgang, einschlieftlich exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom) berichtet (s. Abschnitt 4.8). Das hochste Risiko fur derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Falle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlagen, Schleimhautlasionen oder sonstigen Anzeichen einer Uberempfindlichkeitsreaktion sollten Ambene Tabletten abgesetzt werden.

Sonstige Hinweise:

Ambene Tabletten sollten nur unter strenger Abwágung des Nutzen-Risiko-Verháltnisses angewendet werden:

-    induzierbare Porphyrien.

Eine besonders sorgfáltige árztliche Uberwachung ist erforderlich:

-    bei Schilddrusenerkrankungen;

-    direkt nach grofteren chirurgischen Eingriffen;

-    bei Patienten, die an Heuschnupfen,    Nasenpolypen oder chronisch obstruktiven

Atemwegserkrankungen leiden, da fur sie ein erhohtes Risiko fur das Auftreten allergischer Reaktionen besteht. Diese konnen sich áuftern als Asthmaanfálle (sog. Analgetika-Asthma), Quincke-Odem oder Urtikaria;

-    bei Patienten, die auf andere Stoffe allergisch reagieren, da fur sie bei der Anwendung von Ambene Tabletten ebenfalls ein erhohtes Risiko fur das Auftreten von Uberempfindlichkeitsreaktionen besteht.

Schwere akute Uberempfindlichkeitsreaktionen (zum Beispiel anaphylaktischer Schock) werden sehr selten beobachtet. Bei ersten Anzeichen einer schweren Uberempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme/Verabreichung von Ambene Tabletten muss die Therapie abgebrochen werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maftnahmen mussen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.

Phenylbutazon, der Wirkstoff von Ambemne Tabletten kann vorubergehend die Thrombozytenaggregation hemmen. Patienten mit Gerinnungsstorungen sollten daher sorgfáltig uberwacht werden.

Bei lángerdauerender Gabe von Ambene Tabletten ist eine regelmáftige Kontrolle der Leberwerte, der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich.

Besondere Vorsicht ist geboten bei der Gabe von Ambene Tabletten vor operativen Eingriffen.

Phenylbutazon kann die Interpretation von labordiagnostischen Tests zur Beurteilung der Schilddrusenfunktion erschweren, da es - je nach Testmethode - die labordiagnostischen Werte erhohen oder erniedrigen kann.

Bei langerem Gebrauch von Schmerzmitteln konnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhohte Dosen des Arzneimittels behandelt werden durfen.

Ganz allgemein kann die gewohnheitsmaftige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschadigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) fuhren.

Bei Anwendung von NSAR konnen durch gleichzeitigen Genuss von Alkohol, Wirkstoff-bedingte Nebenwirkungen, insbesondere solche, die den Gastrointestinaltrakt oder das zentrale Nervensystem betreffen, verstarkt werden.

Bezuglich weiblicher Fertilitat siehe Abschnitt 4.6.

Patienten mit der seltenen hereditaren Galaktose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption sollten Ambene Tabletten nicht einnehmen.

4.5    Wechselwirkungen mit anderen Arzneimittein und sonstige Wechselwirkungen

Phenylbutazon (wie andere NSAR) sollte nur mit Vorsicht zusammen mit den folgenden Arzneistoffen eingenommen werden:

Andere NSAR einschlieftlich Salicylate:

Die gleichzeitige Gabe mehrerer NSAR kann das Risiko gastrointestinaler Ulzera und Blutungen auf Grund eines synergistischen Effekts erhohen. Daher soll die gleichzeitige Anwendung von Phenylbutazon mit anderen NSAR vermieden werden (s. Abschnitt 4.4).

Phenytoin, Lithium:

Die gleichzeitige Anwendung von Ambene Tabletten mit Phenytoin- oder Lithiumpraparaten kann den Serumspiegel dieser Arzneimittel erhohen. Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist notig. Eine Kontrolle der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.

Digitoxin:

Ambene Tabletten konnen die Wirkung von Digitoxin abschwachen.

Diuretika, ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Antagonisten:

NSAR konnen die Wirkung von Diuretika und Antihypertensiva abschwachen. Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion (z.B. exsikkierte Patienten oder altere Patienten) kann die gleichzeitige Einnahme eines ACE-Hemmers oder Angiotensin-II-Antagonisten mit einem Arzneimittel, das die Cyclooxigenase hemmt, zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschlieftlich eines moglichen akuten Nierenversagens, fuhren, was gewohnlich reversibel ist. Daher sollte eine solche Kombination, vor allem bei alteren Patienten, nur mit Vorsicht angewendet werden. Die Patienten mussen zu einer adaquaten Flussigkeitseinnahme aufgefordert werden und eine regelmaftige Kontrolle der Nierenwerte sollte nach Beginn einer Kombinationstherapie in Erwagung gezogen werden.

Die gleichzeitige Gabe von Ambene Tabletten und kaliumsparenden Diuretika kann zu einer Hyperkaliamie fuhren. Eine Kontrolle der Kaliumkonzentration im Blut ist erforderlich.

Glucocorticoide:

Erhohtes Risiko gastrointestinaler Ulzera oder Blutungen (s. Abschnitt 4.4)

Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsaure und selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI):

Erhohtes Risiko gastrointestinaler Blutungen (s. Abschnitt 4.4).

Methotrexat:

Die Gabe von Ambene Tabletten innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Gabe von Methotrexat kann zu einer erhohten Konzentration von Methotrexat und einer Zunahme seiner toxischen Wirkung fuhren.

Antikoagulanzien:

NSAR konnen die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin verstarken (s.

Abschnitt 4.4.). Eine Kontrolle der Blutgerinnung ist daher angezeigt.

Barbiturate, Chlorphenamin, Rifampicin, Promethacin und Colestyramin:

Die gleichzeitige Einnahme von Barbituraten (z. B. Phenobarbital), Chlorphenamin, Rifampicin, Promethacin und Colestyramin fuhrt zu einer Erniedrigung der

Konzentration von Phenylbutazon im Blutserum und damit zu einer verminderten Wirkung.

Methylphenidat und anabole Steroide (Methandrostenolon):

Die gleichzeitige Einnahme von Methylphenidat oder von anabolen Steroiden (Methandrostenolon) kann zu einer Erhohung der Konzentration von Phenylbutazon im Blutserum und damit zu einer gesteigerten Wirkung fuhren.

Orale Antidiabetika und Insulin:

Bei gleichzeitiger Einnahme konnen Ambene Tabletten die Wirkungsstarke oder Wirkdauer von oralen Antidiabetika und Insulin steigern, so daft die Gefahr einer Hypoglykamie besteht. Daher wird bei gleichzeitiger Therapie eine Kontrolle der Blutzuckerwerte empfohlen.

4.6


Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Angesichts der vielfaltigen moglichen Nebenwirkungen (s. Abschnitt 4.4 und 4.8 und nachfolgend unter „Klasseneffekte von nicht-steroidalen Antirheumatika“) ist die Anwendung von Phenylbutazon in der Schwangerschaft kontraindiziert.

Klasseneffekte von nicht-steroidalen Antirheumatika: Die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhohtes Risiko fur Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Fruhschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.

Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhohtem pra- und post-implantarem Verlust und zu embryo-fetaler Letalitat fuhrt. Ferner wurden erhohte lnzidenzen verschiedener Missbildungen, einschlieftlich kardiovaskularer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die wahrend der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.

Wahrend des dritten Schwangerschaftstrimesters konnen alle Prostaglandinsynthesehemmer:

-    den Fetus folgenden Risiken aussetzen:

•    kardiopulmonale Toxizitat (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie);

•    Nierenfunktionsstorung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramniose fortschreiten kann;

-    die Mutter und das Kind, am Ende der Schwangerschaft, folgenden Risiken aussetzen:

•    mogliche Verlangerung der Blutungszeit, ein thrombozyten-aggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;

•    Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspateten oder verlangerten Geburtsvorganges.

Stillzeit:

In der Stillzeit durfen Ambene Tabletten nicht angewendet werden, da Phenylbutazon in die Muttermilch ubergeht.

Fertilitat:

Die Anwendung von Ambene® Tabletten kann, wie die Anwendung anderer Arzneimittel, die bekanntermaften die Cyclooxygenase/Prostaglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilitat beeintrachtigen und wird daher bei Frauen, die schwanger werden mochten, nicht empfohlen. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden oder bei denen Untersuchungen zur I nfertilitat durchgefuhrt werden, sollte das Absetzen von Ambene® Tabletten in Betracht gezogen werden.

4.7


Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Da bei der Einnahme von Ambene® Tabletten zentralnervose Nebenwirkungen wie Mudigkeit und Schwindel auftreten konnen, kann die Fahigkeit zum Fahren eines Kraftfahrzeuges und/oder zum Bedienen von Maschinen eingeschrankt sein. Dies gilt in verstarktem Mafte im Zusammenwirken mit Alkohol.

4.8


Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr haufig (> 1/10)

Haufig (> 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (> 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Bei den folgenden unerwunschten Arzneimittelwirkungen muss berucksichtigt werden, dass sie uberwiegend dosisabhangig und interindividuell unterschiedlich sind.

Herzerkrankungen

Sehr selten: Herzinsuffizienz

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Anamie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose. Erste Anzeichen konne sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflachliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

Sehr selten: Die Dauer und Starke von Blutungen kann bei Anwendung von Ambene Tabletten verlangert bzw. verstarkt sein.

Erkrankungen des Nervensystems

Haufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Mudigkeit.

Erkrankungen der Atemwege des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Lungenodem.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Ubelkeit, Durchfall und unbemerkte Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefallen eine Anamie verursachen konnen.

Gelegentlich: Funktionsstorungen der Bauchspeicheldruse, Sialadenitis, Stomatitis, Magen-Darm-Geschwure (unter Umstanden mit Blutung und Durchbruch).

Der Patient ist anzuweisen, bei Auftreten von starkeren Schmerzen im Oberbauch oder bei Melana oder Hamatemesis das Arzneimittel abzusetzen und sofort einen Arzt aufzusuchen.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Haufig: Generalisierte und/oder periphere Odeme.

Sehr selten: Verminderung der Harnausscheidung, Odeme (meist im Bereich der Unterschenkel), die auf Behandlung mit Diuretika nicht ansprechen und allgemeines Unwohlsein.

Diese Krankheitszeichen konnen Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten: Auftreten oder Verschlimmerung eines Lupus erythematodes disseminatus, bullose Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom).

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich: Schwellung der Schilddruse.

Infektionen und parasitare Erkrankungen

Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der systemischen Anwendung von NSAR eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzundungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden. Dies steht moglicherweise im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus der NSAR.

Wenn wahrend der Anwendung von Ambene Tabletten Zeichen einer Infektion neu auftreten oder sich verschlimmern, wird dem Patienten daher empfohlen, unverzuglich den Arzt aufzusuchen. Es ist zu prufen, ob die Indikation fur eine antiinfektiose/antibiotische Therapie vorliegt.

Gefafterkrankungen

Gelegentlich: Kreislaufstorungen (sowohl Blutdruckabfall als auch -anstieg).

Sehr selten: Blutdruckanstieg und Kreislaufuberlastung Erkrankungen des Immunsystems

Sehr haufig: Uberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag und Hautjucken. Gelegentlich: Allergische Reaktionen (z. B. Asthmaanfalle mit und ohne Blutdruckabfall).

Der Patient ist anzuweisen, in diesem Fall umgehend den Arzt zu informieren und Ambene® Tabletten nicht mehr einzunehmen.

Sehr selten: Schwere Uberempfindlichkeitsreaktionen. Anzeichen hierfur konnen sein: Anschwellen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf, Odeme, Atemnot, Herzjagen, schwere Kreislaufstorungen bis zum lebensbedrohlichen Schock.

Bei Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen

®

konnen, sind Ambene Tabletten nicht mehr einzunehmen und sofortige arztliche Hilfe erforderlich.

Leber- und Gallenerkrankungen

Haufig: Anstieg der Transaminasen und alkalischer Phosphatase, cholestatisches Syndrom, Hepatitis.

Psychiatrische Erkrankungen

Haufig: Erregung, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit.

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grower Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de. anzuzeigen.

4.9


Uberdosierung

a) Symptome einer Uberdosierung

Neben gastrointestinalen Storungen (Ubelkeit, Erbrechen, Abdominalschmerzen, Blutungen) und zentralnervosen Storungen (Verwirrtheit, Ubererregbarkeit, initiale Hyperventilation, Atemdepression, gesteigerte Krampfbereitschaft bis hin zum Koma) sind Storungen der Nierenfunktion (bis hin zum akuten Nierenversagen) sowie Funktionseinschrankungen der Leber moglich.

Labordiagnostisch lassen sich neben einer respiratorischen bzw. metabolischen Azidose, erhohten Transaminasen (SGOT, SGPT) und einer erhohten alkalischen Phosphatase ggf. auch Blutbildveranderungen (Leukopenie, Thrombopenie) nachweisen.

b) Therapiemaftnahmen bei Uberdosierung

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Als symptomatische Maftnahmen sind unter Sicherung der Vitalfunktionen (Kreislaufstabilisierung, Azidoseausgleich, evtl. kunstliche Beatmung) resorptionsmindernde und eliminationsbeschleunigende Maftnahmen angezeigt (Medizinische Kohle, forcierte Diurese, Hamodialyse).

5.    Pharmakologische Eigenschaften

5.1    Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika

Butylpyrazolidine

ATC-Code: M01AA01

Phenylbutazon ist ein nicht-steroidales Antiphlogistikum/Analgetikum aus der Klasse der Pyrazolone. Seine entzundungshemmende Wirkung ist in den ublichen tierexperimentellen Modellen nachgewiesen worden. Auch beim Menschen reduziert es entzundliche Schwellungen und Schmerzen. Der Wirkungsmechanismus von Phenylbutazon beruht hauptsachlich auf der Hemmung der Prostaglandin-Synthese. Prostaglandine spielen als Vermittler der Entzundungsreaktion eine wesentliche Rolle. Ferner hemmt Phenylbutazon die Leukozytenfunktion und die Plattchenaggregation. Eine urikosurische Wirkung ist ebenfalls bekannt, sie beruht auf einer Verminderung der tubularen Ruckresorption von Harnsaure.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach oraler Gabe wird Phenylbutazon rasch und vollstandig distal des Magens resorbiert.

Maximale Plasmakonzentrationen werden nach 2 - 5 Stunden erreicht.

Die Metabolisierung von Phenylbutazon erfolgt durch Oxidation und Glukuronidierung in der Leber. Der Hauptmetabolit ist das pharmakologisch wirksame Oxyphenbutazon. Die ubrigen Metaboliten erscheinen hinsichtlich der entzundungshemmenden Wirkung von untergeordneter Bedeutung.

Die Elimination des unveranderten Wirkstoffs sowie seiner Metaboliten erfolgt sowohl renal (ca. 70 %) als auch biliar (ca. 30 %). Die Eliminationshalbwertzeit liegt zwischen 50 und 100 Stunden mit grower interindividueller Variabilitat; sie kann bei eingeschrankter Leber-und/oder Nierenfunktion erheblich verlangert sein.

Phenylbutazon ist zu ca. 99    % an Plasmaproteine gebunden. Die hohe

Plasmaproteinbindung kann klinisch bedeutsame Interaktionen verursachen, ebenso die Fahigkeit der Enzyminduktion in der Leber.

Bioverfugbarkeit

Es liegen keine Daten fur die Bioverfugbarkeit von Ambene® Tabletten vor.

Praklinische Daten zur Sicherheit

Die Prufung von Phenylbutazon auf ein mutagenes Potential zeigt in vitro und in vivo uberwiegend negative Ergebnisse. Die Induktion von Gen- und Chromosomenmutationen wurde in Saugerzellen in vitro im Konzentrationsbereich mit toxischen Effekten mehrfach beobachtet.

In Kanzerogenitatsstudien an Ratten erwies sich die Niere als Zielorgan mit toxischen Effekten und erhohter Tumorinzidenz. Studien an Mausen ergaben nur bei mannlichen Tieren eine erhohte Inzidenz von Lebertumoren.

Bei subkutaner Verabreichung wahrend der Trachtigkeit wurden bei zwei Spezies vermehrt Fehlbildungen festgestellt. Bei Kaninchen und Mausen traten Aplasien von Schwanzwirbeln auf, bei Kaninchen wurden zusatzlich Nabelbruche beobachtet. Bei oraler Verabreichung sind keine teratogenen Wirkungen beschrieben worden, es kam jedoch zu Embryoletalitat und Entwicklungsretardierungen. Die Gabe von Phenylbutazon zum Ende der Trachtigkeit rief einen Anstieg der perinatalen Mortalitat bei den Jungtieren hervor, der auf die Beeintrachtigung der Wehentatigkeit zuruckgefuhrt wird.

6.    Pharmazeutische Angaben

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Tablettenkern:

Croscarmellose-Natrium, Maisstarke, Lactose-Monohydrat, Cellulosepulver, Gelatine, Hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum, Macrogol 8000, Magnesiumstearat.

Filmuberzug:

Talkum, Macrogol 6000, Poly[butylmethacrylat-co-(2-dimethylaminoethyl) methacrylat-co-methylmethacrylat] (1:2:1), Titandioxid (E 171), Eisenoxid (E 172).

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit betragt 5 Jahre.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des    Verfalldatums    nicht mehr angewendet werden.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur    die    Aufbewahrung

Nicht uber 25°C lagern.

Im Originalbehaltnis aufbewahren!

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

PVC-Alu-Blister

OP mit 20 Filmtabletten N1

OP mit 50 Filmtabletten N2

7.    Inhaber der Zulassung

Recordati Pharma GmbH Eberhard-Finkh-Str. 55 89075 Ulm

Tel.-Nr. 0731/7047-0 (Zentrale)

Fax-Nr. 0731/7047-297

24 Stunden-Telefondienst fur Notfalle:

0731/44011

8.    Zulassungsnummer

6030521.00.00

9.    Datum der Erteilung der Zulassung/Verlangerung der Zulassung

04.05.1998 / Datum der Verlangerung der Zulassung: 28.03.2011

10.    Stand der Information November 2013

11.    Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

Ambene Tabletten