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Ambroxol al comp



Gebrauchsinformation Ambroxol al comp

GEBRAUCHSINFORMATION: Information fur Anwender

Ambroxol AL comp.

Wirkstoffe: Ambroxolhydrochlorid 75 mg / Doxycyclin 100 mg (als Doxycyclinhyclat) pro retardierte Hartkapsel

Lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation sorgfaltig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

•    Heben Sie die Gebrauchsinformation auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

•    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

•    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

•    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder

Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Siehe Abschnitt 4._


Was in dieser Gebrauchsinformation steht

1.    Was ist Ambroxol AL comp. und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Ambroxol AL comp. beachten?

3.    Wie ist Ambroxol AL comp. einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Ambroxol AL comp. aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Ambroxol AL comp. und wofur wird es angewendet?


Ambroxol AL comp. ist ein Breitspektrum-Antibiotikum aus der Gruppe der Tetra-cycline in Kombination mit einem Broncho-Sekretolytikum.

Ambroxol AL comp. wird angewendet

• bei akuten Schuben chronischer Bronchitiden mit gleichzeitiger krankhafter Schleimeindickung, sofern sie durch Doxycyclin-empfindliche Erreger verursacht sind.

Hinweis:

Das Arzneimittel darf ausschlieGlich bei Jugendlichen und Erwachsenen im Korpergewichtsbereich von 50-70 kg angewendet werden.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Ambroxol AL comp. beachten?


Ambroxol AL comp. darf NICHT eingenommen werden

•    wenn Sie allergisch gegen Doxycyclin, andere Tetracycline, Ambroxolhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

•    von Kindern unter 12 Jahren sowie Jugendlichen und Erwachsenen unter 50 kg Korpergewicht.

•    in der Schwangerschaft und Stillzeit.

•    bei eingeschrankter Nierenfunktion.

•    bei schweren Funktionsstorungen der Leber.

Warnhinweise und Vorsichtsmaftnahmen

Bei unsachgemaGer Einnahme (im Liegen) von Kapseln, die Doxycyclinhyclat enthalten, konnen Geschwure in der Speiserohre auftreten, weil die Kapseln an der Schleimhaut der Speiserohre festkleben und stark sauer reagierende Losungen freisetzen konnen.

Bei kombinierter Anwendung von Ambroxol AL comp. mit hustenstillenden Mitteln (Antitussiva) kann aufgrund des eingeschrankten Hustenreflexes ein gefahrlicher Sekretstau entstehen; daher ist von der kombinierten Anwendung abzusehen.

Bei kombinierter Anwendung von Ambroxol AL comp. mit bestimmten blutzuckersenkenden oder blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (siehe Abschnitt 2. Warnhinweise und VorsichtsmaGnahmen) sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw. der Gerinnungsparameter erfolgen.

Unter UV-Bestrahlung (Sonne, Solarien, spezifische Arbeitsplatze) kann es zu schadlichen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (phototoxische Reaktionen). Diese auGern sich mit Symptomen wie bei einem starken Sonnenbrand (z.B. Rotung, Schwellung, Blasenbildung, Verfarbung), selten auch mit Beteiligung der Nagel (Nagelablosung und Verfarbung). Eine UV-Bestrahlung sollte daher wahrend der Behandlung mit Ambroxol AL comp. vermieden werden (siehe auch Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?).

Anhaltende, schwere Durchfalle, wahrend oder nach der Behandlung mit Ambroxol AL comp., konnen ein Zeichen fur eine lebensbedrohliche pseudomembranose Enterokolitis sein. Bei Auftreten einer pseudomembranosen Enterokolitis ist eine Beendigung der Behandlung mit Ambroxol AL comp. erforderlich und gegebenenfalls sofort eine angemessene Behandlung durch einen Arzt einzuleiten.

Informieren Sie vor einer Narkose den Arzt uber eine Behandlung mit Ambroxol AL comp. (siehe Abschnitt 2. Anwendung von Ambroxol AL comp. zusammen mit anderen Arzneimitteln).

Bei gestorter Funktion der Bronchien und groGeren Sekretmengen (z.B. beim seltenen malignen Ziliensyndrom) sollten Sie Ambroxol AL comp. wegen der Gefahr eines Sekretstaus nur unter besonderer arztlicher Aufsicht einnehmen.

Bei schweren akuten Uberempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie) muss die Behandlung mit Ambroxol AL comp. sofort abgebrochen werden. Die entsprechenden NotfallmaGnahmen sind durch fachkundige Personen einzuleiten (siehe auch Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind móglich?).

Kurz vor, wáhrend oder nach einer Isotretinoin-Behandlung der Akne sollte keine Behandlung mit Ambroxol AL comp. durchgefuhrt werden, da beide Arzneimittel in seltenen Fallen Drucksteigerungen in der Schádelhóhle (Pseudotumor cerebri) bewirken kónnen, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder zuruckbilden.

Die gleichzeitige Anwendung von Ambroxol AL comp. und Theophyllin (Asthmamittel) kann zu vermehrten Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt fuhren.

Kinder

Kinder unter 12 Jahren durfen Ambroxol AL comp. nicht einnehmen.

Anwendung von Ambroxol AL comp. zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kurzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Die Aufnahme von Doxycyclin aus dem Magen-Darm-Trakt kann z.B. durch Aluminium und Magnesium (enthalten z.B. in Mitteln zur Bindung von Magensáure) oder Calcium (auch enthalten in Milch, Milchprodukten und calciumhaltigen Fruchtsáften), durch Eisenpráparate sowie durch medizinische Kohle und Colestyramin (Mittel zur Senkung erhóhter Blutfettwerte) vermindert sein. Deshalb sollten Arznei- oder Nahrungsmittel mit diesen Bestandteilen in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden zur Einnahme von Ambroxol AL comp. angewendet werden.

Das Antibiotikum Rifampicin, Stoffe aus der Klasse der Barbiturate (z.B. auch in Beruhigungs- und Schlafmitteln enthalten) und andere Mittel gegen Anfallsleiden (Carbamazepin, Diphenylhydantoin und Primidon) sowie regelmáGige, gewohnheitsmáGige und/oder missbráuchliche Alkoholaufnahme (Alkoholabusus) kónnen den Abbau von Doxycyclin beschleunigen. Ambroxol AL comp. kann dann nicht wirken, weil keine ausreichend hohen Blutspiegel des Wirkstoffs Doxycyclin erreicht werden.

Doxycyclin kann die Wirkung von bestimmten blutzuckersenkenden Mitteln (orale Sulfonylharnstoff-Antidiabetika) und von bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulantien vom Dicumarol-Typ) verstárken (siehe Abschnitt 2. Warnhinweise und VorsichtsmaGnahmen). Bei kombinierter Verabreichung sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw. der

Gerinnungsparameter erfolgen und gegebenenfalls eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel vorgenommen werden.

Ambroxol AL comp. kann die schadigende (toxische) Wirkung von Ciclosporin A (Mittel zur Unterdruckung der korpereigenen Immunabwehr) erhohen.

Bei kombinierter Anwendung von Ambroxol AL comp. mit hustenstillenden Mitteln kann aufgrund des eingeschrankten Hustenreflexes ein gefahrlicher Sekretstau entstehen.

Die gleichzeitige Anwendung von Ambroxol AL comp. und bestimmten anderen Antibiotika (Betalaktam-Antibiotika wie z.B. Penicilline, Cephalosporine) sollte vermieden werden, da sie zu einer Verminderung der Wirksamkeit gegen Bakterien fuhren kann.

Unter der Behandlung mit Ambroxol AL comp. kann in seltenen Fallen die Wirksamkeit empfangnisverhutender Arzneimittel („Pille") vermindert sein. Es empfiehlt sich deshalb, zusatzlich nicht hormonelle empfangnisverhutende MaGnahmen (z.B. Kondome) anzuwenden.

Einnahme von Ambroxol AL comp. zusammen mit Nahrungsmitteln, Getranken und Alkohol

Bitte nehmen Sie Milch, Milchprodukte und Fruchtsafte, die Calcium enthalten, nicht zusammen mit Ambroxol AL comp. ein. Halten Sie einen zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden ein (siehe oben).

Bitte beachten Sie, dass bei regelmaGiger, gewohnheitsmaGiger und/oder missbrauchlicher Aufnahme von Alkohol der Abbau von Doxycyclin beschleunigt ist (siehe auch oben).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit darf Ambroxol AL comp. nicht eingenommen werden, da es beim Ungeborenen vom 4. Monat der Schwangerschaft an sowie bei Sauglingen und Kindern bis zum 8. Lebensjahr durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer meist reversiblen Knochenwachstumsstorung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden Zahnverfarbungen und Zahnschmelzdefekten kommen kann.

Fur die Anwendung von Ambroxol-haltigen Arzneimitteln in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vor. Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch uber.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat Ambroxol AL comp. im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfáhigkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann jedoch das Reaktionsvermogen verándert und die Fáhigkeit zur aktiven Teilnahme am StraGenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeintráchtigt werden.

Ambroxol AL comp. enthalt Sucrose

Bitte nehmen Sie Ambroxol AL comp. erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertráglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Ambroxol AL comp. einzunehmen?


Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis betragt

Jugendliche und Erwachsene mit einem Korpergewicht von 50-70 kg

nehmen am 1. Tag 1-mal 2 retardierte Hartkapseln Ambroxol AL comp. (entspr. 200 mg Doxycyclin und 150 mg Ambroxolhydrochlorid) und an den folgenden Tagen je 1-mal 1 retardierte Hartkapsel (entspr. 100 mg Doxycyclin und 75 mg Ambroxol-hydrochlorid) ein.

Fur Patienten uber 70 kg Korpergewicht ist Ambroxol AL comp. nicht geeignet.

Kinder unter 12 Jahren und Patienten mit einem Korpergewicht unter 50 kg durfen mit diesem Arzneimittel nicht behandelt werden (siehe Abschnitt 2. Ambroxol AL comp. darf NICHT eingenommen werden).

Art der Anwendung

Ambroxol AL comp. sollte entweder regelmáGig morgens mit dem Fruhstuck oder gleichzeitig zusammen mit einer anderen Mahlzeit unzerkaut mit reichlich Flussigkeit (keine Milch oder Milchprodukte), z.B. 1 Glas Wasser, eingenommen werden. Die Einnahme wáhrend einer Mahlzeit kann die Háufigkeit von Magen-Darm-Storungen verringern.

Zur Vermeidung von Geschwuren an der Schleimhaut der Speiserohre ist Ambroxol AL comp. stets in aufrechter Position und nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen einzunehmen. Etwa 10-15 Minuten nach der Einnahme nochmals reichlich Flussigkeit (z.B. ein Glas Wasser) nachtrinken.

Auf eine ausreichende Flussigkeitszufuhr bei der zugrunde liegenden Erkrankung ist zu achten.

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung. Ihr Arzt wird die jeweilige Behandlungsdauer festlegen.

Wenn Sie eine groftere Menge von Ambroxol AL comp. eingenommen haben, als Sie sollten

Berichte uber Vergiftungsfalle mit Ambroxol AL comp. sind bisher nicht bekannt geworden. Da bei Uberdosierungen jedoch die Gefahr von Leber- und Nierenschadigungen sowie einer Bauchspeicheldrusenentzundung besteht, sollten Sie im Verdachtsfalle einen Arzt verstandigen. Weiterhin sind kurzzeitige Unruhe und Durchfall berichtet worden. Bei extremer Uberdosierung konnen, bedingt durch das Ambroxol, vermehrte Speichelsekretion, Wurgereiz, Erbrechen und Blutdruckabfall auftreten.

Der Arzt wird sich bei der Behandlung der Uberdosierung am Krankheitsbild orientieren.

Wenn Sie die Einnahme von Ambroxol AL comp. vergessen haben

Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, konnen Sie die Einnahme am selben Tag nachholen, wenn der geplante Einnahmezeitpunkt nicht mehr als 6 Stunden zuruckliegt. Ist bereits mehr Zeit vergangen, fahren Sie bitte am nachsten Tag mit der Einnahme von Ambroxol AL comp. in der verordneten Menge fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie ich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?


Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr haufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Haufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Mogliche Nebenwirkungen

Herz-/Kreisla uferkrankungen

Sehr selten: Herzrasen, Herzrhythmusstorungen und Kreislaufversagen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Storungen der Blutgerinnung.

Selten: Verminderung der Zahl der Blutplattchen und der roten Blutkorperchen (Thrombozytopenie, Anamie), Verminderung oder Erhohung der Zahl der weiGen Blutkorperchen (Leukozytopenien, Lymphozytopenien, Leukozytosen) sowie Veranderungen an einigen Blutzelltypen (atypische Lymphozyten und toxische Granulationen der Granulozyten), Erkrankung der Lymphknoten (Lymphadenopathie). Diese Veranderungen normalisieren sich in der Regel nach Beendigung der Behandlung von selbst.

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Drucksteigerung in der Schadelhohle (Pseudotumor cerebri), die sich nach Beendigung der Behandlung wieder zuruckbildet. Sie auGert sich durch Kopfschmerzen, Ubelkeit, Erbrechen und moglicherweise durch eine Sehstorung. Storungen bzw. der Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung, welche sich nur in einigen Fallen und nur unvollstandig zuruckbildete.

Sehr selten: Krampfanfalle sowie schmerzhafte Missempfindungen.

Augenerkrankungen

Einzelfalle: Uber eine in der Regel vorubergehende Kurzsichtigkeit (Myopie) unter Einnahme von Tetracyclinen ist berichtet worden.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mittelfellraums

Sehr selten: Luftnot.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Haufig: Magen-Darm-Storungen wie Ubelkeit, Magendruck, Sodbrennen, Brechreiz, Erbrechen, Blahungen, Fettstuhle und Durchfalle. Die Einnahme des Arzneimittels nach oder mit den Mahlzeiten kann diese unerwunschten Wirkungen zu einem gewissen Grad reduzieren.

Gelegentlich: Mund- und Rachenschleimhautentzundungen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden und vereinzelt schwarze Haarzunge.

Selten: Geschwure der Speiserohre.

Bei Uberdosierungen besteht die Gefahr einer Entzundung der Bauchspeicheldruse (Pankreatitis).

Treten wahrend oder in den ersten Wochen nach Behandlung schwere, anhaltende Durchfalle auf, so ist an eine pseudomembranose Enterokolitis zu denken (sehr selten). Diese durch eine Antibiotika-Behandlung ausgeloste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige und angemessene Behandlung (siehe GegenmaGnahmen).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Blutiger Urin.

Tetracycline konnen eine Nierenschádigung (Nephrotoxizitát) verursachen oder eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschránkung verschlimmern.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Allergische Hautreaktionen (siehe auch Erkrankungen des Immunsystems). Unter UV-Bestrahlung kann es zu schádlichen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (siehe Abschnitt 2. Warnhinweise und VorsichtsmaGnahmen).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Sehr selten: Muskel- und Gelenkschmerzen.

Infektionen und parasitare Erkrankungen

Unter einer Behandlung mit Ambroxol AL comp. kann es durch Selektion zu einer Pilz-Besiedelung (Candida) der Haut oder Schleimháute (vor allem des Genitaltraktes und der Mund- und Darmschleimháute) kommen mit Symptomen wie Mund- und Rachenschleimhautentzundung (Glossitis, Stomatitis), akute Entzundungen der áuGeren Geschlechtsorgane und der Scheide bei der Frau (Vulvovaginitis) sowie Juckreiz in der Analgegend.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Allergische Reaktionen. Dazu gehoren Hautreaktionen mit und ohne Juckreiz, wie z.B. ortlich begrenzte oder auch groGfláchige (generalisierte) Hautausschláge (Exantheme), Hautrotungen (Erytheme), Nesselausschlag mit Bláschen- und Quaddelbildung (Urtikaria), vorubergehende ortliche Schwellung der Haut, der Schleimháute oder der Gelenke (Angioodem), Asthma, Hautausschláge an den Genitalien und an anderen Korperregionen und eine Serumkrankheit-áhnliche Reaktion mit Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.

Sehr selten: Schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemein-reaktionen; Scheibenrose (Erythema exsudativum multiforme). Schwere (eventuell lebensbedrohliche) plotzlich auftretende Uberempfindlichkeitserscheinungen konnen sich áuGern als: Gesichtsschwellung (Gesichtsodem), Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Herzjagen, Luftnot, Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand. Beim Auftreten dieser Erscheinungen ist sofortige árztliche Hilfe erforderlich (siehe auch GegenmaGnahmen).

Leber- und Gallenerkrankungen

Bei Uberdosierungen besteht die Gefahr von Leberscháden.

Wáhrend der Schwangerschaft besteht eine erhohte Gefahr von Leberscháden.

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten: Unruhe und Angstzustánde.

GegenmaGnahmen

Folgende Nebenwirkungen (nahere Erlauterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben) konnen unter Umstanden akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plotzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt:

Pseudomembranose Enterokolitis

Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit Ambroxol AL comp. in Abhangigkeit von der Indikation erwagen und gegebenenfalls sofort eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, durfen nicht angewendet werden.

Schwere akute Uberempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie)

Hier muss die Behandlung mit Ambroxol AL comp. sofort abgebrochen werden. Die ublichen entsprechenden NotfallmaGnahmen mussen von fachkundigen Personen eingeleitet werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn Website: www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. Wie ist Ambroxol AL comp. aufzubewahren?


Arzneimittel fur Kinder unzuganglich aufbewahren.

Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdruckpackung nach „Verwendbar bis" angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht uber +25°C lagern.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen


Was Ambroxol AL comp. enthalt

Die Wirkstoffe sind Ambroxolhydrochlorid und Doxycyclin.

1 retardierte Hartkapsel enthalt 75 mg Ambroxolhydrochlorid und 115,4 mg Doxycyclinhyclat (entspr. 100 mg Doxycyclin).

Die sonstigen Bestandteile sind

Gelatine, Maisstarke, Povidon K 30, Schellack, Sucrose, Talkum, Titandioxid (E 171), Indigocarmin (E 132), Eisen (IlI)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Erythrosin (E 127).

Wie Ambroxol AL comp. aussieht und Inhalt der Packung

Hartgelatinekapsel mit dunkelblauem Oberteil und weiB-opakem Unterteil. Kapselinhalt: WeiBe und gelbe Pellets.

Ambroxol AL comp. ist in Packungen mit 10 und 20 retardierten Hartkapseln erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ALIUD PHARMA® GmbH Gottlieb-Daimler-StraBe 19 D-89150 Laichingen info@aliud.de

Hersteller

ALIUD PHARMA GmbH, Gottlieb-Daimler-Str.19, 89150 Laichingen oder

STADA Arzneimittel AG, StadastraBe 2-18, 61118 Bad Vilbel Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im Januar 2014

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Ambroxol AL comp

Fachinformation Ambroxol al comp

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels/SPC)

1. Bezeichnung des Arzneimittels

Ambroxol AL comp.

Ambroxolhydrochlorid 75 mg und Doxycyclin 100 mg pro retardierte Hartkapsel

Wirkstoffe: Ambroxol (als Ambroxolhydrochlorid) und Doxycyclin (als Doxycyclinhyclat)

2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 retardierte Hartkapsel enthalt:

75 mg Ambroxolhydrochlorid und 115,4 mg Doxycyclinhyclat (entspr. 100 mg Doxycyclin)

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: u.a. Sucrose (Saccharose). Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. Darreichungsform

Retardierte Hartkapsel

Hartgelatinekapseln mit dunkelblauem Oberteil und weiB-opakem Unterteil. Kapselinhalt: WeiBe und gelbe Pellets.

4. Klinische Angaben

4.1 Anwendungsgebiete

Bei akuten Schuben chronischer Bronchitiden mit gleichzeitiger krankhafter Schleimeindickung, sofern sie durch Doxycyclin-empfindliche Erreger verursacht sind.

Hinweise:

Das Arzneimittel darf ausschlieBlich bei Jugendlichen und Erwachsenen im Korpergewichtsbereich von 50-70 kg angewendet werden.

Die allgemein anerkannten Richtlinien fur den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von Ambroxol AL comp. zu berucksichtigen.

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien: Jugendliche und Erwachsene mit einem Korpergewicht von 50-70 kg nehmen am 1. Tag 1-mal 2 Hartkapseln Ambroxol AL comp. (entspr. 200 mg Doxycyclin und 150 mg Ambroxolhydrochlorid) und an den folgenden Tagen je 1-mal 1 Hartkapsel Ambroxol AL comp. (entspr. 100 mg Doxycyclin und 75 mg Ambroxolhydrochlorid) ein.

Fur Patienten uber 70 kg ist Ambroxol AL comp. nicht geeignet. Fur Kinder unter 12 Jahren und Patienten mit einem Korpergewicht unter 50 kg ist Ambroxol AL comp. kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Ambroxol AL comp. sollte entweder regelmaGig morgens mit dem Fruhstuck oder wahrend einer anderen Mahlzeit eingenommen werden. Zur Vermeidung von Osophagus-Ulzera ist Ambroxol AL comp. unzerkaut, mit reichlich Flussigkeit (keine Milch), in aufrechter Position und nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen einzunehmen. Die Einnahme wahrend einer Mahlzeit kann die Haufigkeit von Magen-Darm-Storungen verringern.

Auf eine ausreichende Flussigkeitszufuhr bei den zugrunde liegenden Erkrankungen ist zu achten.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung hangt vom klinischen Zustand des Patienten ab und sollte in der Regel 5 Tage nicht uberschreiten.

4.3    Gegenanzeigen

Ambroxol AL comp. darf nicht angewendet werden:

•    bei Kindern unter 12 Jahren sowie Jugendlichen und Erwachsenen unter 50 kg Korpergewicht.

•    in der Schwangerschaft und Stillzeit.

•    bei bekannter Uberempfindlichkeit gegen Doxycyclin, andere Tetracycline, Ambroxolhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.

•    bei eingeschrankter Nierenfunktion.

•    bei schweren Funktionsstorungen der Leber.

4.4    Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaftnahmen fur die Anwendung

Nachgewiesene Infektionen durch Staphylokokken, Streptokokken oder Pneumokokken sollten nicht mit Ambroxol AL comp. behandelt werden, weil die Resistenzsituation bezuglich Doxycyclin ungunstig ist.

Bei gestórter Bronchomotorik und gróGeren Sekretmengen (z.B. bei der Anwendung von Antitussiva oder beim seltenen malignen Ziliensyndrom) sollte Ambroxol AL comp. wegen eines móglichen Sekretstaus nur mit Vorsicht verwendet werden.

Bei schweren akuten Uberempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie) muss die Behandlung mit Ambroxol AL comp. sofort abgebrochen werden. Die der Symptomatik und den aktuellen Therapieempfehlungen entsprechenden NotfallmaGnahmen sind durch fachkundige Personen einzuleiten (siehe auch Abschnitt 4.8).

Anhaltende, schwere Durchfalle wahrend oder nach der Therapie mit Ambroxol AL comp. kónnen ein Zeichen fur eine potenziell lebensbedrohliche pseudomembranóse Enterokolitis sein. Bei Auftreten einer pseudomembranósen Enterokolitis ist eine Beendigung der Therapie mit Ambroxol AL comp., in Abhangigkeit von der Indikation, in der Regel erforderlich und gegebenenfalls sofort eine angemessene Behandlung einzuleiten (z.B. Einnahme von speziellen Antibiotika/ Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontraindiziert.

Unter UV-Strahlenexposition (Sonne, Solarien, spezifische Arbeitsplatze) kann es zu phototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen. Eine UV-Exposition sollte daher wahrend der Behandlung mit Ambroxol AL comp. vermieden werden (siehe auch Abschnitt 4.8).

Bei unsachgemaGer Einnahme (im Liegen) von Kapseln, die Doxycyclinhyclat enthalten, kónnen Osophagusulzerationen auftreten, weil die Kapseln an der Osophagusschleimhaut festkleben und durch Hydrolyse lokal stark sauer reagierende Lósungen freigesetzt werden kónnen.

Die Kombination einer potenziell nephrotoxischen Methoxyfluran-Narkose mit Ambroxol AL comp. kann zum Nierenversagen fuhren.

Kurz vor, wahrend oder nach einer Isotretinoin-Behandlung der Akne ist von einer Behandlung mit Ambroxol AL comp. Abstand zu nehmen, da beide Arzneimittel in seltenen Fallen reversible Drucksteigerungen in der Schadelhóhle (Pseudotumor cerebri) bewirken kónnen.

Die gleichzeitige Anwendung von Theophyllin und Ambroxol AL comp. erhóht die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt.

Dieses Arzneimittel enthalt Sucrose (Saccharose). Patienten mit der seltenen hereditaren Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Ambroxol AL comp. nicht einnehmen.

4.5    Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die Resorption des in Ambroxol AL comp. enthaltenen Doxycyclins aus dem Magen-Darm-Trakt kann durch 2- oder 3-wertige Kationen wie Aluminium, Calcium und Magnesium oder durch Eisenpraparate sowie durch medizinische Aktivkohle und Colestyramin beeintrachtigt werden. Daher sollten derartige Nahrungs- oder Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden eingenommen werden.

Das Antibiotikum Rifampicin, einige Wirkstoffe aus der Klasse der Barbiturate und andere antikonvulsiv wirksame Pharmaka wie Carbamazepin, Diphenylhydantoin und Primidon sowie chronischer Alkoholabusus konnen aufgrund einer Enzyminduktion in der Leber den Abbau von Doxycyclin beschleunigen, so dass unter ublicher Dosierung von Ambroxol Al comp. keine therapeutisch wirksamen Doxycyclin-Konzentrationen erreicht werden.

Ambroxol AL comp. kann die Wirkung von Sulfonylharnstoff-Derivaten sowie Antikoagulanzien vom Dicumarol-Typ verstarken. Bei kombinierter Verabreichung sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw. der Gerinnungsparameter erfolgen und gegebenenfalls eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel vorgenommen werden.

Durch gleichzeitige Anwendung von Ambroxol AL comp. und Ciclosporin A kann die toxische Wirkung des Immunsuppressivums erhoht werden.

Sonstige Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Einnahme von Ambroxol AL comp. und Betalaktam-Antibiotika sollte vermieden werden, da sie zu einer Verminderung der antibakteriellen Wirksamkeit fuhren kann.

In seltenen Fallen kann unter der Therapie mit Ambroxol AL comp. die Sicherheit der empfangnisverhutenden Wirkung von hormonellen Kontrazeptiva in Frage gestellt sein. Es empfiehlt sich deshalb, zusatzlich nicht-hormonelle empfangnisverhutende MaGnahmen anzuwenden.

Der Nachweis von Zucker, EiweiG, Urobilinogen und von Katecholaminen im Urin kann durch Einnahme von Ambroxol AL comp. gestort werden.

4.6    Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Wahrend der Schwangerschaft besteht eine erhohte Gefahr von Leberschaden unter Ambroxol AL comp.-Einnahme.

Doxycyclin ist plazentagangig und erscheint in der Muttermilch. Die Konzentration in der Muttermilch betragt etwa 30-40% der mutterlichen Plasmakonzentration.

Wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern bis zum 8. Lebensjahr durfen Tetracycline nicht angewendet werden, da bei Feten vom 4. Schwangerschaftsmonat an, bei Sauglingen und Kindern bis zum 8. Lebensjahr durch die Ablagerung von Orthophosphat-Komplexen Zahnverfarbungen, Zahnschmelzdefekte und eine Verzogerung des Knochenwachstums auftreten konnen.

Fur die Anwendung von Ambroxol in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vor. Der Wirkstoff geht ebenfalls in die Muttermilch uber.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann das Reaktionsvermogen verandert und die Fahigkeit zur aktiven Teilnahme am Verkehr und zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt werden.

4.8    Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeiten zugrunde gelegt: sehr haufig (>1/10), haufig (>1/100 bis <1/10), gelegentlich (>1/1.000 bis < 1/100), selten (>1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).

Herz-/Kreislauferkrankungen

Sehr selten: Tachykardie, Arrhythmie, Kreislaufversagen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Gelegentlich: Blutgerinnungsstorung.

Selten: Leukozytopenie, Leukozytose, Thrombozytopenie, Anamie, Lymphozytopenie, Lymphadenopathie, atypische Lymphozyten und toxische Granulationen der Granulozyten.

Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Intrakranielle Drucksteigerung (Pseudotumor cerebri), die nach Beendigung der Therapie reversibel ist. Sie áuGert sich durch Kopfschmerzen, Ubelkeit, Erbrechen und moglicherweise durch eine Sehstorung aufgrund eines Papillenodems.

Selten: Storung bzw. der Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung, welche nur in einigen Fallen und nur teilweise reversibel waren.

Sehr selten: Krampfanfalle oder Parasthesien.

Augenerkrankungen

Einzelfalle: Uber eine in der Regel vorubergehende Kurzsichtigkeit (Myopie) unter Einnahme von Tetracyclinen ist berichtet worden.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten: Dyspnoe.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Haufig: Gastrointestinale Storungen in Form von Sodbrennen, Magendruck, Erbrechen, Meteorismus, Fettstuhlen und Diarrhoen.

Gelegentlich: Stomatitis, Pharyngitis, Heiserkeit, Schluckbeschwerden und vereinzelt schwarze Haarzunge.

Selten: Osophagusulzerationen.

Sehr selten: Pseudomembranose Kolitis (siehe auch Abschnitt 4.4).

Bei Uberdosierungen besteht die Gefahr einer Entzundung der Bauchspeicheldruse (Pankreatitis).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich: Hamaturie.

Tetracycline konnen Nierenschaden verursachen oder eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschrankung verschlimmern.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Unter UV-Bestrahlung kann es zu phototoxischen Reaktionen kommen, auch

mit Beteiligung der Nagel (siehe auch Abschnitt 4.4).

Sehr selten: Hautausschlag, Hautjucken und Stevens-Johnson-Syndrom. Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Sehr selten: Myalgie und Arthralgie.

Infektionen und parasitare Erkrankungen

Insbesondere die langfristige oder wiederholte Anwendung von Ambroxol AL comp. kann zu Superinfektionen und Kolonisationen mit resistenten Bakterien oder Pilzen fuhren.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Allergische Reaktionen. Dazu gehoren generalisiertes Exanthem, Erythem, Urtikaria, Hautjucken, Odeme der Haut, der Schleimhaute oder der Gelenke.

Sehr selten: Schwere akute Uberempfindlichkeitsreaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock).

Sehr selten: Exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom.

Leber- und Gallenerkrankungen

Bei Uberdosierungen besteht die Gefahr von Leberschaden. Wahrend der Schwangerschaft besteht eine erhohte Gefahr von Leberschaden.

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten: Unruhe und Angstzustande.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grower Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des

Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

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4.9 Uberdosierung

Doxycyclin ist bei einmaliger oraler Aufnahme in mehrfachen therapeutischen Dosen nicht akut toxisch. Akute Doxycyclin-Intoxikationen sind bisher nicht beschrieben. Bei Uberdosierung besteht jedoch die Gefahr von parenchymatosen Leber- und Nierenschadigungen sowie einer Pankreatitis.

Schwerwiegende Intoxikationserscheinungen bei Uberdosierung von Ambroxol sind nicht bekannt. Es sind kurzzeitige Unruhe und Diarrho berichtet worden. In Analogie zu vorklinischen Untersuchungen konnten bei extremer Uberdosierung vermehrte Hypersalivation, Wurgereiz, Erbrechen und Blutdruckabfall auftreten.

Bei parenteraler Gabe von Ambroxol bis zu einer Dosierung von 15 mg/kg/Tag und bei oraler Gabe bis zu einer Dosierung von 25 mg/kg/Tag traten keine Intoxikationserscheinungen auf.

Therapie bei Uberdosierung von Ambroxol AL comp.

Ein spezifisches Antidot steht nicht zur Verfugung. Bei einer oralen Uberdosis von Ambroxol AL comp. sollten die noch nicht resorbierten Anteile von Doxycyclin durch Gabe von Antazida, Magnesium- oder Calcium-Salzen zu nicht resorbierbaren Chelatkomplexen gebunden werden. Auslosen von Erbrechen oder Magenspulung sind nicht angezeigt. Nach sofortigem Absetzen der Therapie sind unter Umstanden symptomatische MaGnahmen indiziert.

Die Serumspiegel von Doxycyclin und Ambroxolhydrochlorid konnen weder durch Hamo- noch durch Peritonealdialyse gesenkt werden.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Doxycyclin (ein Antibiotikum aus der Gruppe der Tetracycline) mit Ambroxol.

ATC-Code: R05GB01

Wirkungsweise

Der Wirkungsmechanismus von Doxycyclin beruht auf einer Hemmung der Proteinbiosynthese durch reversible Blockade der Bindungsstelle der Aminoacyl-t-RNS an der 30S-Untereinheit des Ribosoms, wodurch die Elongation der Peptidkette unterbrochen wird. Hieraus resultiert eine vorwiegend bakteriostatische Wirkung.

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik Die Wirksamkeit hangt im Wesentlichen von dem Quotienten aus AUC (Area under the curve, Flache unterhalb der Konzentrations-Zeit-Kurve) und der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers ab.

Resistenzmechanismen

Eine Resistenz gegenuber Doxycyclin kann auf folgenden Mechanismen beruhen:

•    Zumeist beruht die Resistenz auf dem Vorhandensein von Effluxpumpen, die Tetracycline aktiv aus der Zelle transportieren.

•    Als weiterer Mechanismus sind ribosomale Schutzproteine beschrieben, die eine Bindung von Doxycyclin an das Ribosom verhindern.

•    Ein selten vorkommender Mechanismus ist die enzymatische Inaktivierung von Doxycyclin.

Es besteht eine weitgehende Kreuzresistenz von Doxycyclin mit anderen Tetracyclinen. Tetracyclin-intermediare/-resistente Stamme konnen empfindlich gegenuber Doxycyclin sein.

Grenzwerte

Die Testung von Doxycyclin erfolgt unter Benutzung der ublichen Verdunnungsreihe. Folgende minimale Hemmkonzentrationen fur sensible und resistente Keime wurden festgelegt:

EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) Grenzwerte

Erreger

Sensibel

Resistent

Staphylococcus spp.

<1 mg/l

>2 mg/l

Streptococcus spp. (Gruppen A, B, C, G)

<1 mg/l

>2 mg/l

Streptococcus pneumoniae

<1 mg/l

>2 mg/l

Haemophilus influenzae

<1 mg/l

>2 mg/l

Moraxella catarrhalis

<1 mg/l

>2 mg/l

Pravalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland

Die Pravalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann ortlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind - insbesondere fur die adaquate Behandlung schwerer Infektionen - lokale Informationen uber die Resistenzsituation erforderlich. Falls auf Grund der lokalen Resistenzsituation die Wirksamkeit von Doxycyclin in Frage gestellt ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten angestrebt werden. Insbesondere bei

schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenuber Doxycyclin anzustreben.

Pravalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten 5 Jahre aus nationalen Resistenzuberwachungsprojekten und -studien (Stand: Dezember 2013):


Ublicherweise empfindliche Spezies_

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen_

Actinomyces israelii °

-1-

Listeria monocytogenes °_

Staphylococcus aureus (inkl. Methicillin-resistenter Stamme)_

Tropheryma whippelii °_

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen_

Bartonella henselae °_

Borrelia burgdorferi °_

Burkholderia mallei °_

Burkholderia pseudomallei °_

Brucella spp. °_

Francisella tularensis °_

Haemophilus ducreyi °_

Haemophilus influenzae_

Moraxella catarrhalis_

Pasteurella multocida °_

Vibrio cholerae °_

Vibrio parahaemolyticus °_

Yersinia enterocolitica °_

Yersinia pestis °_

Anaerobe Mikroorganismen_

Propionibacterium acnes °_

Andere Mikroorganismen_

Chlamydia trachomatis °_

Chlamydophila pneumoniae °_

Chlamydophila psittaci °_

Ehrlichia spp. °_

Leptospira spp. °_

Mycoplasma hominis °_

Mycoplasma pneumoniae °_

Rickettsia spp. °__

Treponema pallidum °ň

Ureaplasma urealyticum °_

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung

darstellen konnen_

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen_

Staphylococcus epidermidis_

Staphylococcus haemolyticus_

Staphylococcus hominis_

Streptococcus agalactiae + _

Streptococcus pneumoniae 2

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen_

Campylobacter jejuni_

Von Natur aus resistente Spezies_


Aerobe Gram-negative Mikroorganismen_

Morganella morganii_

Proteus spp._

Pseudomonas aeruginosa_

Die angegebenen Kategorisierungen basieren z.T. auf Daten zu Tetracyclin.

Bei Veroffentlichung der Tabellen lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primarliteratur, Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen. .

+ In mindestens einer Region liegt die Resistenzrate bei uber 50%.

A Nur bei Penicillinallergie

1    Doxycyclin ist nur zur Therapie okuloglandularer oder kutaner Listeriosen bei Penicillinallergie geeignet.

2    Doxycyclin ist nicht Mittel der Wahl zur Therapie der Pneumokokken-Pneumonie und systemischer Pneumokokken-Infektionen.

Doxycyclin ist nicht Mittel der Wahl bei Infektionen durch Escherichia coli und andere Enterobacteriaceae-Spezies.

Ambroxol ist ein aktiver N-Desmethyl-Metabolit des Bromhexins. Obgleich sein Wirkungsmechanismus noch nicht vollstandig aufgeklart ist, wurden sekretolytische und sekretomotorische Effekte in verschiedenen Untersuchungen gefunden. Im Tierversuch steigert es den Anteil des serosen Bronchialsekretes. Durch die Verminderung der Viskositat und die Aktivierung des Flimmerepithels soll der Abtransport des Schleims gefordert werden. Daruber hinaus wurde eine Steigerung der Synthese und Sekretion von Surfactant („Surfactant-Aktivierung") nach Ambroxol-Gabe berichtet, ferner wurden Hinweise fur eine Erhohung der Permeabilitat der GefaG-Bronchialschranke gefunden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Doxycyclin

Nach oraler Applikation wird Doxycyclin aus dem oberen Teil des Dunndarms fast vollstandig resorbiert (> 90% einer Dosis).

Bereits nach 30 Minuten werden relevante Konzentrationen und nach 1-2 Stunden die Spitzenkonzentrationen im Plasma erreicht. Nach Einnahme einer Einzeldosis von 200 mg wurden Spitzenkonzentrationen in einem Bereich von 3-5,3 mg/l ermittelt. Unter therapeutischen Bedingungen wird normalerweise am 1. Behandlungstag eine Dosis von 200 mg verabreicht und an den folgenden Tagen (im 24-stundigen Abstand) Einzeldosen von jeweils 100 mg. Dadurch werden steady-state-Konzentrationen schnell erreicht. Beim 200 mg/100 mg-Schema sind diese etwa so hoch wie nach Verabreichung einer 200 mg-Einzeldosis.

Áhnlich hohe Konzentrationen erhalt man nach einer einmaligen intravenosen Infusion einer 200 mg-Dosis.

Die Plasmahalbwertszeit betragt beim gesunden Menschen ca. 16±6 Stunden; sie kann bei eingeschrankter Nierenfunktion gering, bei Lebererkrankungen starker verlangert sein. Die Proteinbindung von Doxycyclin betragt 80-90%.

Die Verteilung erfolgt rasch im gesamten Organismus, wobei die Penetration in das ZNS, auch durch die entzundeten Meningen, relativ gering ist. Eine hohe Gallenkonzentration und gute Gewebediffusion werden insbesondere in der Leber, den Nieren, der Lunge, der Milz, den Knochen und den Genitalorganen erreicht. Das scheinbare Verteilungsvolumen des Doxycyclins betragt etwa 0,75 l/kg.

Doxycyclin wird im menschlichen Organismus nur zu einem geringen Anteil (<10% einer Dosis) metabolisiert, so dass die Exkretion im wesentlichen in Form der mikrobiologisch aktiven Substanz uber Darm (durch transintestinale Sekretion und uber die Galle) und Nieren erfolgt.

Innerhalb von 24 Stunden werden im Urin ca. 41% (Bereich: 22-60%) einer Doxycyclin-Dosis wiedergefunden. Aufgrund der pharmakokinetischen Besonderheiten ist die Halbwertszeit des Doxycyclins bei Patienten mit stark eingeschrankter Nierenfunktion nicht bedeutsam verlangert.

Ambroxol

Ambroxol wird beim Menschen nach oraler Gabe rasch und nahezu vollstandig resorbiert. Tmax nach oraler Gabe betragt 1-3 Stunden. Die absolute Bioverfugbarkeit von Ambroxol ist bei oraler Gabe durch einen First-pass-Metabolismus um ca. % vermindert. Es entstehen dabei nierengangige Metaboliten (z.B. Dibromanthranilsaure, Glukuronide). Die Bindung an Plasmaproteine betragt ca. 85% (80-90%). Die terminale Halbwertszeit im Plasma liegt bei 7-12 Stunden. Die Plasmahalbwertszeit der Summe aus Ambroxol und seiner Metaboliten betragt ca. 22 Stunden.

Die Ausscheidung erfolgt zu 90% renal in Form der in der Leber gebildeten Metaboliten. Weniger als 10% der renalen Ausscheidung ist dem unveranderten Ambroxol zuzuordnen.

Aufgrund der hohen Proteinbindung und des hohen Verteilungsvolumens sowie der langsamen Ruckverteilung aus dem Gewebe ins Blut ist keine wesentliche Elimination von Ambroxol durch Dialyse oder forcierte Diurese zu erwarten.

Bei schweren Lebererkrankungen wird die Clearance von Ambroxol um 20-40% verringert. Bei schwerer Nierenfunktionsstorung ist die Eliminationshalbwertszeit fur die Metaboliten von Ambroxol verlangert.

Ambroxol ist liquor- und plazentagangig und tritt in die Muttermilch uber.

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizitat Doxycyclin

Untersuchungen zur akuten Toxizitat von Doxycyclin haben keine besondere Empfindlichkeit ergeben (siehe Abschnitt 4.9).

Ambroxol

Untersuchungen zur akuten Toxizitat am Tier haben keine besondere Empfindlichkeit ergeben (siehe Abschnitt 4.9).

Chronische Toxizitat Doxycyclin

Untersuchungen zur chronischen Toxizitat von Doxycyclin an verschiedenen Tierspezies (Affe, Ratte, Hund, Hamster) mit einer Dauer bis zu 1 Jahr zeigten keine signifikanten pathologischen Veranderungen. In den Untersuchungsgruppen mit sehr hohen Dosierungen traten Storungen im Gastrointestinaltrakt auf.

Ambroxol

Untersuchungen zur chronischen Toxizitat von Ambroxol an 2 Tierspezies zeigten keine substanzbedingten Veranderungen.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potenzial Doxycyclin

Aus einer 18-Monats-Rattenstudie ergaben sich keine Hinweise auf ein tumorerzeugendes Potenzial von Doxycyclin. Doxycyclin wurde nicht angemessen bezuglich mutagener Wirkungen untersucht. Bisher durchgefuhrte in-vivo- und in-vitro-Tests verliefen negativ.

Ambroxol

Langzeituntersuchungen am Tier ergaben keine Hinweise auf ein tumorerzeugendes Potenzial von Ambroxol.

Ambroxol wurde keiner ausfuhrlichen Mutagenitatsprufung unterzogen; bisherige Untersuchungen verliefen negativ.

Reproduktionstoxizitat

Doxycyclin

Teratologische Untersuchungen fur Doxycyclin wurden an verschiedenen Tierspezies (Ratte, Maus, Affe, Kaninchen) durchgefuhrt. Es zeigten sich keine kongenitalen Missbildungen. Bei Feten vom 4. Monat an kann es durch Einlagerungen von Doxycyclin zu Zahnverfarbungen, Zahnschmelzdefekten und einer Verzogerung des Knochenwachstums kommen.

Ambroxol

Embryotoxizitatsuntersuchungen an Ratte und Kaninchen haben bis zu einer Dosis von 3 g/kg bzw. 200 mg/kg keine Hinweise auf ein teratogenes Potenzial ergeben. Die peri- und postnatale Entwicklung von Ratten war erst oberhalb einer Dosis von 500 mg/kg beeintrachtigt. Fertilitatsstorungen wurden bei Ratten bis zu einer Dosis von 1,5 g/kg nicht beobachtet.

Ambroxol uberwindet die Plazentaschranke und geht in die Muttermilch (Tier) uber. Mit der Anwendung beim Menschen wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit liegen bisher keine Erfahrungen vor.

Phototoxizitat

Doxycyclin (siehe Abschnitte 4.4 und 4.8).

6. Pharmazeutische Angaben

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Gelatine, Maisstarke, , Povidon K 30, Schellack, Sucrose Talkum, Titandioxid (E 171), Indigocarmin (E 132), Eisen (IlI)-hydroxid-oxid x H2O (E 172), Erythrosin (E 127).

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit betragt 5 Jahre.

Arzneimittel sollen nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.

6.4    Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Aufbewahrung

Nicht uber + 25°C lagern.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

PP/Aluminium Blisterpackung oder PVC/PVDC-Aluminium Blisterpackung

OP mit 10 retardierten Hartkapseln OP mit 20 retardierten Hartkapseln

6.6    Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. Inhaber der Zulassung

ALIUD® PHARMA GmbH Gottlieb-Daimler-Strafte 19 D-89150 Laichingen Telefon: 07333/9651-0 Telefax: 07333/9651-6004 E-Mail: info@aliud.de

8. Zulassungsnummer 9693.00.00

9.    Datum der Erteilung der Zulassung/Verlangerung der Zulassung

16. Mai 1991/11. Februar 2005

10.    Stand der Information

Februar 2014

11.    Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

14

Ambroxol AL comp