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Cabaseril 2 mg



Gebrauchsinformation Cabaseril 2 mg

PFIZER ((Logo))

Gebrauchsinformation: Information fur Anwender

Cabaseril® 1 mg

Tabletten Cabaseril® 2 mg

Tabletten

Cabergolin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist Cabaseril und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Cabaseril beachten?

3.    Wie ist Cabaseril einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Cabaseril aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Cabaseril und wofur wird es angewendet?

Cabaseril gehort zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Dopaminagonisten bekannt sind. Cabaseril wirkt in ahnlicher Weise wie eine chemische Substanz, die im Nervensystem vorkommt und Dopamin heiBt. Patienten mit Parkinson-Krankheit haben nicht genug von dieser wichtigen chemischen Substanz in ihrem Korper.

Cabaseril wird als Therapie der zweiten Wahl eingesetzt

•    als Monotherapie (ohne Levodopa/Decarboxylasehemmer) oder

•    als Zusatztherapie zu Levodopa zusammen mit einem Decarboxylasehemmer,

wenn eine Therapie mit einem Nicht-Ergotamin-Dopaminagonisten nicht oder nicht ausreichend wirksam ist oder nicht vertragen wird.

Die Behandlung muss unter Aufsicht eines Spezialisten durchgefuhrt und regelmaBig uberpruft werden. Der Nutzen einer Langzeitbehandlung muss regelmaBig uberpruft und dabei das Risiko fibrotischer Reaktionen und Herzklappenveranderungen berucksichtigt werden (siehe Abschnitt 2 „Was sollten Sie vor der Einnahme von Cabaseril beachten?“).

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Cabaseril beachten?

Cabaseril darf nicht eingenommen werden,

•    wenn Sie allergisch gegen Cabergolin oder andere Mutterkornalkaloid-Abkommlinge oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

•    wenn Sie wahrend der Schwangerschaft angeschwollene Hande, FuBe und einen hohen Blutdruck haben (Praeklampsie, Eklampsie)

•    wenn Sie einen unkontrollierten hohen Blutdruck haben

•    wenn Sie uber langere Zeit hinweg mit Cabaseril behandelt werden und fibrotische Reaktionen (Narbengewebe) vorhanden sind oder waren, die Ihr Herz betrafen bzw. betreffen

•    wenn bei Ihnen jemals eine als Fibrose bekannte Erkrankung (krankhafte Vermehrung des Bindegewebes) festgestellt wurde, die die Lunge, den unteren Ruckenbereich und die Nieren oder das Herz betraf.

Bevor Sie Cabaseril erhalten, wird Ihr Arzt bei Ihnen Untersuchungen zur Beurteilung des Zustands Ihres Herzens veranlassen. Ihr Arzt wird weiterhin Ihren medizinischen Zustand uberwachen, wahrend Sie Cabaseril einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaftnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Cabaseril einnehmen.

Wenn Sie eines der folgenden gesundheitlichen Probleme haben, mussen Sie Ihren Arzt vor der Einnahme von Cabaseril daruber informieren, da das Arzneimittel fur Sie ungeeignet sein kann:

•    Herz-Kreislauf-Erkrankung

•    Magengeschwur oder Blutungen im Magen-Darm-Bereich (dies kann schwarzen Stuhl oder Erbrechen von Blut verursachen)

•    Nierenprobleme

•    Leberprobleme

•    wenn Sie an einer Psychose leiden (oder jemals gelitten haben) oder bei Ihnen die Gefahr einer Psychose nach einer Geburt besteht

•    Raynaud-Erkrankung (Bei Kalte oder Stress werden die Finger und Zehen blaulich-weiB, ohne Puls, kalt, gefuhllos und starr.)

•    niedriger Blutdruck (der zu Schwindel fuhren kann - in der Regel beim Aufstehen) (In den ersten 3-4 Tagen nach Behandlungsbeginn sind regelmaBige Kontrollen des Blutdrucks erforderlich.)

•    schwere Brustbeschwerden (z. B. Schmerzen im Brustkorb beim Atmen, Flussigkeit in den Lungen, Entzundung oder Infektion der Lungen)

•    wenn Sie in Ihrer Vorgeschichte an schweren psychischen Erkrankungen, insbesondere psychotischen Erkrankungen, gelitten haben.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie bzw. Betreuer bemerken, dass Sie einen Drang oder ein Verlangen entwickeln, sich in einer fur Sie ungewohnlichen Weise zu verhalten, und Sie dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung nicht widerstehen konnen, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden konnen. Dies nennt man Impulskontrollstorungen und dazu gehoren Verhaltensweisen wie z. B. Spielsucht, ubermaBiges Essen oder Geldausgeben, ein abnorm starker Sexualtrieb oder eine Zunahme sexueller Gedanken oder Gefuhle. Ihr Arzt muss moglicherweise Ihre Dosis anpassen oder das Arzneimittel absetzen.

Bei Frauen, die Cabaseril einnehmen, kann die Unfruchtbarkeit ruckgangig gemacht werden und es kann eine Schwangerschaft auftreten, bevor sich der Menstruationszyklus normalisiert hat. Wahrend der Behandlung sind deshalb geeignete VerhutungsmaBnahmen erforderlich.

Langzeitanwendung

Falls Sie Cabaseril uber langere Zeit erhalten, pruft Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung, ob Ihr Herz, Ihre Lunge und Ihre Nieren in gutem Zustand sind. Er erstellt auBerdem vor Beginn der Behandlung und in regelmaBigen Abstanden wahrend der Behandlung ein Echokardiogramm (Ultraschalluntersuchung des Herzens). Sollten fibrotische Reaktionen auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Kinder und Jugendliche

Die Unbedenklichkeit und die Wirksamkeit von Cabergolin wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht, da die Parkinsonsche Krankheit in dieser Population nicht auftritt.

Einnahme von Cabaseril zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kurzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Bei der gleichzeitigen Einnahme einiger Arzneimittel und Cabaseril kann es zu Wechselwirkungen kommen. Diese Arzneimittel werden angewendet:

•    zur Senkung des Blutdrucks

•    zur Behandlung von psychischen Krankheiten wie Schizophrenie oder Psychosen (z. B. Phenothiazine, Butyrophenone, Thioxanthe)

•    als andere Mutterkornalkaloide

•    als Arzneimittel gegen Erbrechen (z. B. Metoclopramid)

•    als Antibiotika (z. B. Erythromycin).

Der behandelnde Arzt sollte deshalb uber alle Arzneimittel, die Sie einnehmen, Bescheid wissen, da einige Arzneimittel vermieden werden sollten.

Einnahme von Cabaseril zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Nehmen Sie Cabaseril vorzugsweise mit den Mahlzeiten ein, um Nebenwirkungen zu vermeiden.

Vermeiden Sie wahrend der Einnahme von Cabaseril Alkohol.

Schwangerschaft und Stillzeit Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie mit Cabaseril behandelt werden und wahrend dieser Zeit schwanger werden, mussen Sie die Behandlung abbrechen und so bald wie moglich Ihren Arzt aufsuchen. Nach Beendigung der Behandlung mit Cabaseril muss noch fur mindestens 4 Wochen verhutet werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Cabergolin in die Muttermilch ubergeht. Da Cabergolin, die Milchbildung hemmt, durfen Sie Cabergolin nicht einnehmen, wenn Sie stillen wollen. Wenn sie Cabergolin einnehmen mussen, sollten Sie Ihr Kind auf andere Weise ernahren.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie sollten zu Behandlungsbeginn beim Ausfuhren von Handlungen, die schnelle und prazise Reaktionen erfordern, achtsam sein.

Cabaseril kann Ihre Reaktionsfahigkeit herabsetzen, da es den Blutdruck senkt. Dies sollte in Fallen berucksichtigt werden, bei denen ein hohes MaB an Aufmerksamkeit erforderlich ist, z. B. beim Autofahren und bei Prazisionsarbeit.

Cabaseril kann extreme Benommenheit und Episoden plotzlichen Einschlafens verursachen. Wenn Sie hiervon betroffen sind, sollten Sie nicht Auto fahren oder Maschinen bedienen. Suchen Sie in diesem Fall Ihren Arzt auf.

Cabaseril enthalt Lactose

Dieses Arzneimittel enthalt Lactose. Bitte nehmen Sie Cabaseril daher erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist Cabaseril einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Nehmen Sie die Tabletten zu den Mahlzeiten ein, um bestimmte Nebenwirkungen wie Ubelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen zu vermindern. Die jeweilige Tagesdosis sollte als Einzeldosis eingenommen werden.

Erwachsene und altere Patienten

Die Dosis wird von Ihrem Arzt festgelegt, um sie Ihren Bedurfnissen anzupassen. Zu Beginn der Behandlung betragt die ubliche Dosis 0,5 bis 1 mg Cabergolin pro Tag. Die Dosis wird dann nach Angaben Ihres Arztes schrittweise bis zu einer geeigneten Erhaltungsdosis erhoht.

Die ubliche Erhaltungsdosis betragt 2 mg bis maximal 3 mg Cabergolin pro Tag.

Fur die jeweilige Dosierung stehen geeignete Starken zur Verfugung. Die 1-mg- sowie die 2-mg-Tabletten konnen in zwei gleiche Halften geteilt werden (Bruchkerbe).

Patienten mit eingeschrankter Leber- oder Nierenfunktion Cabaseril sollte mit Vorsicht angewendet werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Unbedenklichkeit und die Wirksamkeit von Cabergolin wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht, da die Parkinsonsche Krankheit in dieser Population nicht auftritt.

Wenn Sie eine groBere Menge von Cabaseril eingenommen haben, als Sie sollten

Es ist wichtig, dass Sie nicht zu viele Tabletten einnehmen. Fragen Sie in der Notaufnahme Ihres nachstgelegenen Krankenhauses oder einen Arzt um Rat, wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben oder Sie vermuten, dass ein Kind Tabletten geschluckt hat. Nehmen Sie diese Packungsbeilage und verbliebene Tabletten mit.

Symptome einer Uberdosierung konnen sein: Ubelkeit, Erbrechen, verminderter Blutdruck, Blutdruckabfall aufgrund einer Ánderung der Korperposition in eine aufrechtere Position Magenschmerzen, Verhaltensanderungen, Verwirrtheit oder Halluzinationen (Sehen von Dingen, die nicht da sind).

Wenn Sie die Einnahme von Cabaseril vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette zur richtigen Zeit vergessen haben, konnen Sie diese einnehmen, sobald Sie dies bemerken. Wenn schon der Zeitpunkt der nachsten Einnahme kurz bevorsteht, ubergehen Sie die vergessene Dosis und nehmen Sie die nachste Dosis wie gewohnt. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Cabaseril abbrechen

Wenn Sie die Einnahme von Cabaseril abbrechen, konnen sich Ihre Krankheitssymptome verschlimmern, und Sie sollten vor der Beendigung der Behandlung mit Ihrem Arzt sprechen. Es dauert viele Tage, bis Cabergolin aus dem Blut entfernt ist. Die Wirkung von Cabaseril kann uber einen Zeitraum von 2 Wochen nachlassen und zu einer Verschlechterung der Symptome der Parkinson-Krankheit fuhren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden wahrend der Behandlung mit Cabergolin in den angegebenen Haufigkeiten beobachtet und berichtet:

Sehr haufig: Haufig: Gelegentlich: Selten:

Sehr selten: Nicht bekannt:


mehr als 1 Behandelter von 10 1 bis 10 Behandelte von 100 1 bis 10 Behandelte von 1000 1 bis 10 Behandelte von 10000 weniger als 1 Behandelter von 10000

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

MedDRA

Systemorganklasse

Haufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich

Uberempfindlichkeit

Psychiatrische

Erkrankungen

Haufig

Halluzinationen, Schlafstorungen, Steigerung des sexuellen Verlangens, Verwirrtheit

Gelegentlich

Wahnvorstellungen, psychotische Storungen

Nicht

bekannt

aggressives Verhalten, gesteigerter Geschlechtstrieb, Spielsucht/krankhaftes Spielen

Erkrankungen des Nervensystems

Haufig

Kompfschmerzen, Schlafrigkeit,

Benommenheit/Schwindel,

Bewegungsstorungen

Gelegentlich

Nicht unterdruckbare Extrabewegungen (Hyperkinesien)

Nicht

bekannt

plotzliches Einschlafen, Bewusstlosigkeit/Ohnmacht (Synkope), unwillkurliches Zittern

Augenerkrankungen

Nicht

bekannt

Sehstorungen

Herzerkrankungen

Sehr haufig

Herzklappenveranderungen (einschlieBlich Ruckfluss von Blut aus dem Herzen [Regurgitationen]) und damit verbundene Erkrankungen (Herzbeutelentzundung [Perikarditis] oder Erguss von Flussigkeit im Herzbeutel [Perikarderguss])

Haufig*

Brustenge (Angina pectoris)

GefaRerkrankungen

Haufig

Cabaseril wirkt bei Langzeitbehandlung im Allgemeinen blutdrucksenkend; Blutdruckabfall beim Aufstehen vom Liegen oder Sitzen (orthostatische Hypotonie), Hitzewallungen;

Gelegentlich

Erythromelalgie (Hauterkrankung)

Nicht

bekannt

Durchblutungsstorungen in Fingern und Zehen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Haufig

Atemnot (Dyspnoe)

Gelegentlich

Flussigkeitsansammlung im Brustraum (Pleuraerguss), Bindegewebsvermehrung in der Lunge (Lungenfibrose)

Sehr selten

Fibrose (einschlieBlich Pleurafibrose)

Nicht

bekannt

Atemstorung, Atembeschwerden (respiratorische Insuffizienz), Brustfellentzundung (Pleuritis), Brustschmerz

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufig

Ubelkeit

Haufig

Verstopfung, Verdauungsstorungen Magenschleimhaut-entzundung, Erbrechen

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich

anormale Leberfunktion

Erkrankungen der Haut und des

Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Ausschlag

Nicht

bekannt

Haarausfall (Alopezie)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht

bekannt

Krampfe in den Beinen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr haufig

Flussigkeitsansammlungen in den GliedmaBen (periphere Odeme)

Haufig

Kraftlosigkeit (Asthenie)

Gelegentlich

Flussigkeitsansammlungen (Odeme), Mudigkeit

Untersuchungen

Haufig

anormaler Leberfunktionstest, Verringerung des Hamoglobinwerts, des Hamatokrits und/oder des roten Blutbilds auf mehr als 15 % gegenuber dem Ausgangswert

Nicht

bekannt

erhohte Kreatinphosphokinase-Werte

*Bei gleichzeitiger Anwendung mit Levodopa-'

rherapie

Zusatzlich konnen folgende Nebenwirkungen auftreten:

Es konnte sein, dass Sie folgende Nebenwirkungen bemerken:

Die Unfahigkeit, dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung zu widerstehen, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden konnen; dazu gehoren:

•    Spielsucht ohne Rucksicht auf ernste personliche oder familiare Konsequenzen

•    Verandertes oder vermehrtes sexuelles Interesse und Verhalten, das Sie oder andere stark beunruhigt, z.B. ein verstarkter Sexualtrieb

•    unkontrolliertes maBloses Einkaufen oder Geldausgeben

•    Essattacken (Verzehr groBer Nahrungsmittelmengen innerhalb kurzer Zeit) oder zwanghaftes Essen (Verzehr groBerer Nahrungsmengen als normal und uber das Sattigungsgefuhl hinaus).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Verhaltensweisen bei Ihnen auftritt; er wird mit Ihnen MaBnahmen zur Verhinderung oder Behebung der Symptome besprechen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. Wie ist Cabaseril aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht uber 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen Was Cabaseril enthalt

Der Wirkstoff ist Cabergolin.

Cabaseril 1,0 mg

1 Tablette enthalt 1 mg Cabergolin.

Cabaseril 2,0 mg

1 Tablette enthalt 2 mg Cabergolin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose (fur weitere Informationen uber Lactose siehe Ende Abschnitt 2), Leucin.

Wie Cabaseril aussieht und Inhalt der Packung

Cabaseril 1,0 mg

Die Cabaseril 1 mg Tabletten sind weifc, oblong und auf beiden Seiten konkav. Die Tabletten haben eine Bruchkerbe und sind deshalb in zwei Halften teilbar. Auf der linken Seite der Bruchkerbe ist „7“ und auf der rechten „01“ eingepragt.

Cabaseril 1,0 mg ist in Packungen mit 40, 60 und 100 Tabletten erhaltlich (2, 3 und 5 Flaschen zu jeweils 20 Tabletten).

Cabaseril 2,0 mg

Die Cabaseril 2 mg Tabletten sind weifc, oblong und auf beiden Seiten konkav. Die Tabletten haben eine Bruchkerbe und sind deshalb in zwei Halften teilbar. Auf der linken Seite der Bruchkerbe ist „7“ und auf der rechten „02“ eingepragt.

Cabaseril 2,0 mg ist in Packungen mit 20, 40, 60 und 100 Tabletten erhaltlich (1,2, 3 und 5 Flaschen zu jeweils 20 Tabletten).

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

PHARMACIA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Mitvertreiber

PFIZER PHARMA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Hersteller

Pfizer Italia S.r.l.

63046 Marino del Tronto

Ascoli Piceno

Italien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europaischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Cabaser

Cabaseril

Sogilen

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im September 2013.

palde-3v18cs-t-0

palde-3v18cs-t-0 9 24.09.2013

Cabaseril 2 mg

Fachinformation Cabaseril 2 mg

PFIZER ((Logo))


Cabaseril® 1 mg/ Cabaseril® 2 mg

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

Cabaseril® 1 mg Tabletten

Cabaseril® 2 mg Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff: Cabergolin Cabaseril 1 mg

Jede Tablette enthalt 1 mg Cabergolin.

Cabaseril 2 mg

Jede Tablette enthalt 2 mg Cabergolin.

Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Lactose Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette (mit Bruchkerbe)

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1 Anwendungsgebiete

Falls die Behandlung mit einem Dopaminagonisten in Betracht gezogen wird, ist Cabergolin als Therapie der zweiten Wahl angezeigt zur Behandlung des Morbus Parkinson

-    als Monotherapie oder

-    als Zusatztherapie zu Levodopa zusammen mit einem Decarboxylasehemmer,

wenn eine Therapie mit einem Nicht-Ergotamin-Dopaminagonisten nicht oder nicht ausreichend wirksam ist oder nicht vertragen wird.

Die Therapie muss durch einen Spezialisten initiiert werden. Der Nutzen einer Langzeitbehandlung muss regelmaBig uberpruft und dabei das Risiko fibrotischer Reaktionen und Herzklappenveranderungen (Valvulopathie) berucksichtigt werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 4.8).

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Cabergolin ist zum Einnehmen bestimmt.

Um das Risiko gastrointestinaler Nebenwirkungen zu reduzieren, wird bei alien Anwendungsgebieten empfohlen, dass Cabergolin zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen wird.

Die maximale Dosis betrágt 3 mg Cabergolin pro Tag.

Erwachsene und áltere Patienten

Wie bei Dopaminagonisten zu erwarten, scheint das Ansprechen auf die Dosis sowohl hinsichtlich der Wirksamkeit als auch der Nebenwirkungen mit der individuellen Empfindlichkeit zusammenzuhángen. Die Einstellung auf die optimale Dosis sollte durch initiale langsame Dosistitration beginnend mit 0,5 mg Cabergolin (De-novo-Patienten) bzw. 1 mg Cabergolin (Patienten unter Levodopa) táglich erfolgen. Die Dosis von gleichzeitig verabreichtem Levodopa kann schrittweise verringert werden, wáhrend die Dosis von Cabergolin erhoht wird, bis ein optimales Gleichgewicht erreicht ist. Wegen der langen Halbwertszeit des Wirkstoffs sollte die Steigerung der táglichen Dosis wochentlich (ersten Wochen) oder alle 2 Wochen in Schritten zu 0,5 bis 1 mg Cabergolin erfolgen, bis die optimale Dosis erreicht wurde.

Die empfohlene therapeutische Dosis liegt bei 2 bis 3 mg Cabergolin pro Tag als adjuvante Therapie zu Levodopa/Carbidopa. Cabergolin sollte als tágliche Einzeldosis eingenommen werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Unbedenklichkeit und die Wirksamkeit von Cabergolin wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht, da die Parkinsonsche Krankheit in dieser Population nicht auftritt.

Anwendung bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz

Zur Anwendung bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstorung oder terminalem

Nierenversagen: siehe Abschnitt 4.4.

Bei Vorliegen einer mittelschweren bis schweren Niereninsuffizienz ist die Kinetik von Cabergolin nicht verándert.

4.3    Gegenanzeigen

-    Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Ergotalkaloide oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

-    Práeklampsie, Eklampsie

-    unkontrollierte Hypertonie

-    fibrotische Veránderungen an Lunge, Herzbeutel oder im Retroperitonealraum in der Vorgeschichte

-    bei Langzeitbehandlung: echokardiographischer Nachweis einer Herzklappenerkrankung vor der Behandlung (siehe Abschnitt 4.4„Fibrose und Herzklappenveránderungen sowie mogliche klinische Begleiterscheinungen“)

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma&nahmen fur die Anwendung

Allgemein

Bei Patienten mit Nieren- und Lebererkrankungen liegen nur begrenzt Daten zur Beurteilung der Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Cabergolin vor. Wie bei anderen Ergotalkaloiden sollte Cabergolin Patienten mit schweren kardiovaskularen Erkrankungen, Hypotonie, Raynaud-Syndrom, peptischen Ulzera oder gastrointestinalen Blutungen mit Vorsicht gegeben werden.

Die Wirkungen von Alkohol auf die Gesamtvertraglichkeit von Cabergolin sind bisher nicht bekannt.

Bei Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen, insbesondere psychotischen Storungen in der Anamnese, oder bei Patientinnen, bei denen das Risiko einer postpartalen Psychose besteht, sollte die Anwendung von Cabergolin mit Vorsicht erfolgen.

Fibrose und Herzklappenveranderungen sowie mogliche klinische Begleiterscheinungen Fibrotische und serose entzundliche Erkrankungen wie Pleuritis, Pleuraerguss,

Pleurafibrose, Lungenfibrose, Perikarditis, Perikarderguss, Herzklappenveranderungen an einer oder mehreren Herzklappen (Aorten-, Mitral-, Trikuspidalklappe) bzw. eine retroperitoneale Fibrose sind nach langerer Anwendung von Ergotamin-Derivaten mit agonistischer Wirkung am Serotonin-5HT2B-Rezeptor, wie Cabergolin, aufgetreten. In einigen dieser Falle besserten sich die Symptome oder der Auspragungsgrad der Herzklappenveranderung nach Beendigung der Cabergolin-Behandlung. Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit anamnestisch bekannten Pleuraergussen.

Die Blutkorperchensenkungsgeschwindigkeit (BSG) war in Verbindung mit einem Pleuraerguss/ einer Fibrose pathologisch erhoht. Eine Rontgenaufnahme des Thorax empfiehlt sich bei Patienten mit einem ungeklarten Anstieg der BSG auf pathologische Werte. Serumkreatinin-Bestimmungen konnen ebenfalls zur Diagnostik einer fibrotischen Storung eingesetzt werden. Es wurde berichtet, dass sich Merkmale und Symptome eines Pleuraergusses/ einer Lungenfibrose oder Herzklappenveranderung nach Beendigung der Behandlung mit Cabergolin besserten (siehe Abschnitt 4.3).

Herzklappenveranderungen traten im Zusammenhang mit kumulierten Dosen auf, daher sollten Patienten mit der niedrigsten wirksamen Dosis behandelt werden. Bei jeder Kontrolle sollte das Nutzen-Schaden-Verhaltnis der Cabergolin-Behandlung fur den Patienten neu bewertet werden, um uber eine Fortsetzung der Behandlung mit Cabergolin zu entscheiden.

Vor Einleitung einer Langzeitbehandlung

Vor Beginn der Behandlung muss bei allen Patienten eine kardiovaskulare Untersuchung, einschlieBlich Echokardiogramm, vorgenommen werden, um das mogliche Vorliegen einer asymptomatischen Herzklappenerkrankung abzuklaren. Vor Behandlungsbeginn ist auch eine Bestimmung der BSG oder anderer Entzundungsmarker, eine Rontgenaufnahme des Thorax bzw. eine Prufung der Lungenfunktion sowie der Nierenfunktion angebracht.

Es ist nicht bekannt, ob eine Cabergolin-Behandlung bei Patienten mit Herzklappenregurgitation die zugrunde liegende Erkrankung verschlechtern kann. Wenn eine fibrotische Herzklappenveranderung festgestellt wird, darf der Patient nicht mit Cabergolin behandelt werden (siehe Abschnitt 4.3).

Wahrend einer Langzeitbehandlung

Da fibrotische Erkrankungen schleichend beginnen konnen, mussen in regelmaBigen Abstanden Kontrolluntersuchungen auf Zeichen einer fortschreitenden Fibrose durchgefuhrt werden.

Wáhrend der Behandlung ist insbesondere auf folgende Zeichen und Symptome zu achten:

-    pleuropulmonale Erkrankungen wie Dyspnoe, Kurzatmigkeit, persistierender Husten und Brustschmerz

-    Niereninsuffizienz oder urethrale/ abdominelle GefáBverengung, eventuell mit Schmerzen in der Lendengegend und Odemen der unteren Extremitáten, sowie jede Art abdomineller Raumforderung oder Druckempfindlichkeit als Hinweis auf eine retroperitoneale Fibrose

-    Herzinsuffizienz; eine Herzklappenfibrose und Perikardfibrose manifestieren sich oft als Herzinsuffizienz. Eine Herzklappenfibrose (und konstriktive Perikarditis) muss deshalb beim Auftreten entsprechender Symptome ausgeschlossen werden.

Ein klinisch diagnostisches Monitoring hinsichtlich der Entwicklung einer fibrotischen Erkrankung ist dementsprechend unbedingt notwendig. Die erste Echokardiographie nach Behandlungsbeginn muss innerhalb von 3 bis 6 Monaten durchgefuhrt werden. Danach muss die Háufigkeit weiterer Echokardiographien unter Berucksichtigung geeigneter individueller klinischer Befunde, vor allem der oben genannten Zeichen und Symptome, festgelegt werden, mindestens jedoch alle 6 bis 12 Monate.

Wenn durch eine Echokardiographie eine neu diagnostizierte oder zunehmende Regurgitation, Einschránkung der Klappenbeweglichkeit oder Klappensegelverdickung festgestellt wird, muss die Behandlung mit Cabergolin abgebrochen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Die Notwendigkeit weiterer klinischer Untersuchungen (z. B. korperliche Untersuchung, einschlieBlich sorgfáltiger Herzauskultation, Rontgenaufnahme, Computertomographie) sollte von Fall zu Fall entschieden werden.

Weitere Untersuchungen, wie Bestimmung der BSG und der Serumkreatinin-Werte, sollten vorgenommen werden, wenn sie zur Bestátigung der Diagnose einer fibrotischen Erkrankung erforderlich sind.

Hypotonie

Innerhalb von 6 Stunden nach Gabe von Cabergolin kann es zu einem symptomatischen Blutdruckabfall kommen. Besondere Vorsicht ist daher geboten, wenn Cabergolin gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln mit bekannter blutdrucksenkender Wirkung angewendet wird. Wegen der Eliminationshalbwertszeit von Cabergolin kann die blutdrucksenkende Wirkung nach Absetzen des Arzneimittels anhalten.

Eine Uberwachung der Behandlung mit regelmáBigen Blutdruckmessungen an den ersten 3 bis 4 Tagen nach Beginn der Behandlung wird empfohlen.

Somnolenz/ plotzliches Einschlafen

Cabergolin wurde bei Parkinson-Patienten mit Somnolenz und Episoden plotzlichen Einschlafens in Verbindung gebracht. Es wurde uber plotzliches Einschlafen wáhrend alltáglicher Aktivitáten, in einigen Fállen ohne vorheriges Erkennen oder Warnzeichen, berichtet. Patienten mussen davon unterrichtet und darauf hingewiesen werden, wáhrend der Behandlung mit Cabergolin beim Fuhren von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen Vorsicht walten zu lassen.

Patienten, bei denen bereits Somnolenz und/ oder Episoden plotzlichen Einschlafens aufgetreten sind, durfen wáhrend der Behandlung mit Cabergolin keine Fahrzeuge fuhren oder Maschinen bedienen (siehe Abschnitt 4.7). Daruber hinaus ist eine Dosisreduktion oder eine Beendigung der Therapie in Erwágung zu ziehen.

Impulskontrollstorunqen

Die Patienten sollten reqelmáBiq hinsichtlich der Entwicklunq von Impulskontrollstorunqen uberwacht werden. Patienten und Betreuer sollten darauf aufmerksam qemacht werden, dass bei Patienten, die mit Dopaminaqonisten, einschlieBlich Caberqolin, behandelt werden, Verhaltensauffálliqkeiten im Sinne von Impulskontrollstorunqen auftreten konnen, einschlieBlich patholoqischer Spielsucht, Libidosteiqerunq, Hypersexualitát, zwanqhaftes Geldausqeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwanq. Wenn sich solche Symptome entwickeln, sollte eine Dosisreduktion bzw. eine ausschleichende Behandlunq in Erwáqunq qezoqen werden.

Niereninsuffizienz

Bei mittelschweren bis schweren Nierenerkrankunqen wurden keine allqemeinen Unterschiede bezuqlich der Pharmakokinetik von Caberqolin festqestellt. Die Pharmakokinetik von Caberqolin wurde bei Patienten mit terminalem Nierenversaqen sowie bei Patienten unter Hámodialyse bisher nicht untersucht; bei diesen Patienten sollte die Behandlunq mit Vorsicht erfolqen.

Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit stark einqeschránkter Leberfunktion sollte die Anwendunq niedriqerer Dosen erwoqen werden. Bei Patienten mit stark einqeschránkter Leberfunktion (Child-Puqh-Klasse C), die eine Einmaldosis von 1 mq erhielten, wurde im Verqleich zu qesunden Probanden und Patienten mit weniqer stark ausqepráqter Leberinsuffizienz ein Anstieq der AUC beobachtet.

Die Dosiseinstellunq bei diesen Patienten sollte mit Vorsicht erfolqen, und es wird empfohlen, dass die Taqesdosis auf maximal 1 mq beschránkt wird.

Orthostatische Hypotonie

Bei der Behandlunq mit Caberqolin kann es insbesondere wáhrend der ersten Taqe der Behandlunq zu einer orthostatischen Hypotonie kommen. Vorsicht ist qeboten bei qleichzeitiqer Gabe von Caberqolin mit anderen Arzneimitteln, die eine blutdrucksenkende Wirkunq haben.

Kinder und Juqendliche

Die Unbedenklichkeit und die Wirksamkeit von Caberqolin wurden bei Kindern und Juqendlichen nicht untersucht, da die Parkinsonsche Krankheit in dieser Population nicht auftritt.

Sonstiqes

Dieses Arzneimittel enthált Lactose. Patienten mit der seltenen hereditáren Galactose-Intoleranz, Lactase-Manqel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Gleichzeitiqe Anwendunq ist nicht empfohlen:

-    bei Kombination mit Makrolidantibiotika (wie z. B. Erythromycin), da erhohte Bromocriptin-Plasmaspieqel festqestellt wurden. Die Auswirkunqen von Makrolidantibiotika auf die Plasmaspieqel von Caberqolin bei qleichzeitiqer Anwendunq wurden nicht untersucht. Die Kombination ist zu vermeiden, da sie zu erhohten Caberqolin-Plasmaspieqeln fuhren kann.

-    bei Kombination mit Dopaminantaqonisten. Caberqolin wirkt uber eine direkte Stimulation der Dopaminrezeptoren. Daher sollte es nicht mit Arzneimitteln mit einer dopaminantaqonistischen Wirkunq kombiniert werden (z. B. Phenothiazine, Butyrophenone, Thioxanthene, Metoclopramid), da diese die therapeutische Wirkunq von Caberqolin reduzieren konnen.

- bei Kombination mit anderen Ergotalkaloiden. Zu moglichen Wechselwirkungen

zwischen Cabergolin und anderen Ergotalkaloiden liegen keine Informationen vor. Von einer Langzeitbehandlung mit Cabergolin in Kombination mit diesen Arzneimitteln wird daher abgeraten.

VorsichtsmaRnahmen

Wechselwirkungen mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln sollten in Betracht gezogen werden.

Die gleichzeitige Anwendung von nicht dopaminagonistischen Anti-Parkinson-Mitteln (z. B. Selegilin, Amantadin, Biperiden, Trihexyphenidyl) war in den klinischen Studien bei Patienten, die Cabergolin erhielten, erlaubt.

In Studien an Patienten mit Parkinson-Krankheit wurden keine pharmakokinetischen Wechselwirkungen mit L-Dopa oder Selegilin beobachtet. Pharmakokinetische Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln konnen auf Basis der bisher vorliegenden Informationen zum Metabolismus von Cabergolin nicht vorhergesagt werden.

4.6 Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt keine angemessenen und kontrollierten Studien zur Anwendung von Cabergolin bei schwangeren Frauen. Jedoch wurden reduzierte Fertilitat und Embryotoxizitat in Verbindung mit der pharmakodynamischen Aktivitat von Cabergolin beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).

Aus einer 12-jahrigen Beobachtungsstudie zum Ausgang von Schwangerschaften nach einer Cabergolin-Therapie liegen Informationen uber 256 Schwangerschaften vor. Bei 17 dieser 256 Schwangerschaften (6,6 %) traten schwerwiegende kongenitale Anomalien oder Fehlgeburten auf. Es liegen Daten von 23/258 Sauglingen vor, die insgesamt 27 geringfugige bzw. schwerwiegende Missbildungen bei der Geburt aufwiesen. Am haufigsten traten Missbildungen der Skelettmuskulatur (10) auf, gefolgt von Herz- und Lungenanomalien (5). Es gibt weder Daten zu perinatalen Erkrankungen noch zur Langzeitentwicklung von Sauglingen nach einer Cabergolin-Exposition in utero. Aufgrund aktueller Literatur betragt die Pravalenz von schwerwiegenden kongenitalen Anomalien in der Allgemeinbevolkerung mindestens 6,9 % und sie schwankt zwischen unterschiedlichen Populationen. Ein erhohtes Risiko kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden, da in der Studie keine Kontrollgruppe vorgesehen war.

Cabergolin hat sich bei Ratten als plazentagangig erwiesen. Es ist nicht bekannt, ob dies auch beim Menschen der Fall ist.

Wahrend der Behandlung mit Cabergolin wird eine effektive Kontrazeption empfohlen.

Wegen der begrenzten Erfahrungen mit der Anwendung von Cabergolin in der Schwangerschaft sollte Cabergolin vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt werden. Falls die Patientin wahrend der Behandlung schwanger wird, muss die Behandlung mit Cabergolin unverzuglich abgebrochen werden. Wahrend der Schwangerschaft sind diese Patientinnen sorgfaltig auf eine schwangerschaftsbedingte HypophysenvergroRerung zu uberwachen.

Cabergolin darf wahrend der Schwangerschaft nur bei klarer Indikationsstellung und nur im Anschluss an eine eingehende Bewertung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4 - Behandlung von hyperprolaktinamischen Storungen).

Aufgrund der langen Halbwertszeit des Arzneimittels und der begrenzten Erfahrungen zur In-utero-Exposition sollten Frauen, die eine Schwangerschaft planen, die Einnahme von Cabergolin einen Monat vor der geplanten Empfangnis abbrechen. Falls eine Schwangerschaft wahrend der Therapie einritt, muss die Behandlung untergebrochen werden, sobald die Schwangerschaft bestatigt ist, um die fetale Exposition gegenuber dem Arzneimittel zu begrenzen.

Bei Frauen mit hyperprolaktinamischem Hypogonadismus stellt Cabergolin die Ovulation und Fruchtbarkeit wieder her: Da eine Schwangerschaft vor Wiedereinsetzen der Menstruation eintreten kann, wird empfohlen, wahrend der amenorrhoischen Phase zu uberprufen, ob eine Schwangerschaft vorliegt, und wenn die Menstruation wieder eingesetzt hat, jedes Mal wenn sich die Menstruation um mehr als 3 Tage verspatet. Frauen, die nicht schwanger werden wollen, sollte angeraten werden, wahrend der Behandlung und nach Absetzen von Cabergolin eine wirksame nichthormonelle Kontrazeption anzuwenden.

Aufgrund der begrenzten Erfahrung bezuglich der Sicherheit einer Cabergolin-Exposition des Fetus wird angeraten, dass Frauen mit Kinderwunsch fruhestens 1 Monat nach Absetzen von Cabergolin schwanger werden sollen, da bei manchen Patientinnen die Ovulationszyklen 6 Monate nach Absetzen fortbestehen. Sollte wahrend der Behandlung eine Schwangerschaft eintreten, muss Cabergolin abgesetzt werden. Als VorsichtsmaBnahme sollten Frauen, die schwanger geworden sind, untersucht werden, um Anzeichen einer HypophysenvergróBerung feststellen zu kónnen, da wahrend der Schwangerschaft eine Ausdehnung eines bestehenden Hypophysentumors auftreten kann.

Die Kontrazeption ist nach Absetzen von Cabergolin mindestens 4 Wochen lang fortzusetzen.

Stillzeit

Cabergolin soll bei Muttern, die sich fur das Stillen ihrer Sauglinge entschieden haben, nicht angewendet werden, da es die Milchbildung verhindert. Beim Menschen liegen zum Ubertritt des Wirkstoffs in die Muttermilch keine Informationen vor; bei Ratten werden Cabergolin und/ oder seine Metaboliten allerdings in die Milch ausgeschieden.

Frauen sollten dazu angehalten werden, wahrend der Therapie mit Cabergolin nicht zu stillen.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Zu Behandlungsbeginn sollten Patienten beim Ausfuhren von Handlungen, die schnelle und prazise Reaktionen erfordern, achtsam sein.

Cabergolin senkt den Blutdruck; dies kann die Reaktionen bestimmter Patienten beeintrachtigen. Dies sollte in Situationen berucksichtigt werden, in denen eine hohe Aufmerksamkeit erforderlich ist, wie z. B. beim Fuhren eines Fahrzeugs oder beim Bedienen von Maschinen.

Patienten, die mit Cabergolin behandelt werden und uber Somnolenz und/ oder Episoden plótzlichen Einschlafens berichten, mussen angewiesen werden, so lange kein Fahrzeug zu fuhren oder Tatigkeiten auszuuben, bei denen eine verminderte Aufmerksamkeit sie selbst oder andere dem Risiko schwerwiegender oder tódlicher Verletzungen (z. B. Bedienen von Maschinen) aussetzt, bis derartige wiederkehrende Episoden und die Somnolenz nicht mehr auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

4.8 Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen sind gewohnlich dosisabhángig und lassen sich durch eine allmáhliche Verminderung der Dosis reduzieren.

In klinischen Studien an etwa 1 070 Parkinson-Patienten, die Cabergolin als adjuvante Therapie zu L-Dopa erhielten, kam es bei 74 % der Patienten zu mindestens einer unerwunschten Wirkung, die meist leicht bis máBig ausgeprágt und vorubergehend war und bei denen in einigen wenigen Fallen die Behandlung abgesetzt werden musste.

In klinischen Studien wurde bei 6,8 % der mit Cabergolin behandelten Patienten, die vor Behandlungsbeginn Werte im Normbereich hatten, eine Erhohung der Triglyzeride um mehr als 30 % uber den Referenzbereich beobachtet. In den meisten Fallen waren diese Erhohungen vorubergehend. Es konnten in der Gesamtgruppe der mit Cabergolin behandelten Patienten keine eindeutigen Anzeichen fur temporáre Erhohungen oder Verschiebungen von Normalwerten zu anormalen Werten festgestellt werden.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden wáhrend der Behandlung mit Cabergolin in den angegebenen Háufigkeiten beobachtet und berichtet:

Sehr háufig    (>    1/10)

Háufig    (>    1/100, <1/10)

Gelegentlich    (>    1/1 000, <1/100)

Selten    (>    1/10 000, <1/1    000)

Sehr selten    (<    1/10 000)

Nicht bekannt (Háufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschátzbar).

MedDRA

Systemorganklasse

Haufigkeit

Nebenwirkungen

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich

Uberempfindlichkeit

Psychiatrische

Erkrankungen

Haufig

Halluzinationen, Schlafstorungen, Libidosteigerung, Verwirrtheit

Gelegentlich

Wahnvorstellungen, psychotische Storungen

Nicht

bekannt

aggressives Verhalten, Hypersexualitát, pathologisches Spielen

Erkrankungen des Nervensystems

Haufig

Kopfschmerzen, Somnolenz, Benommenheit/Schwindel, Dyskinesien

Gelegentlich

Hyperkinesien

Nicht

bekannt

plotzliches Einschlafen, Synkope, Tremor

Augenerkrankungen

Nicht

bekannt

Sehstorungen

Herzerkrankungen

Sehr haufig

Herzklappenveránderungen (einschlieBlich Regurgitationen) und damit verbundene Erkrankungen (Perikarditis, Perikarderguss)

Haufig*

Angina pectoris

Gefafterkrankungen

Haufig

Cabergolin wirkt bei Langzeitbehandlung im Allgemeinen blutdrucksenkend; orthostatische Hypotonie, Hitzewallungen;

Gelegentlich

Erythromelalgie

Nicht

bekannt

Vasospasmen in Fingern und Zehen

Erkrankungen der

Haufig

Dyspnoe

Gelegentlich

Pleuraerguss, Lungenfibrose

Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten

Fibrose (einschlieBlich Pleurafibrose)

Nicht

bekannt

Atemstorung, respiratorische Insuffizienz, Pleuritis, Brustschmerz

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufig

Ubelkeit

Haufig

Verstopfung, Dyspepsie, Gastritis, Erbrechen

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich

anormale Leberfunktion

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich

Ausschlag

Nicht

bekannt

Alopezie

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht

bekannt

Krampfe in den Beinen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr haufig

periphere Odeme

Haufig

Asthenie

Gelegentlich

Odeme, Mudigkeit

Untersuchungen

Haufig

anormaler Leberfunktionstest, Verringerung des Hamoglobinwerts, des Hamatokrits und/oder des roten Blutbilds auf mehr als 15 % gegenuber dem Ausgangswert

Nicht

bekannt

erhohte Kreatinphosphokinase-Werte

*Bei gleichzeitiger Anwendung mit Levodopa-Therapie

Impulskontrollstorungen

Pathologische Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualitat, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang konnen bei Patienten auftreten, die mit Dopaminagonisten, einschlieBlich Cabergolin, behandelt werden (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Es liegen keine klinischen Erfahrungen mit Uberdosierungen vor, aber Beobachtungen aus tierexperimentellen Untersuchungen deuten darauf hin, dass infolge einer Uberstimulierung der Dopaminrezeptoren Symptome wie Ubelkeit, Erbrechen, Magenbeschwerden, orthostatische Hypotonie, Verwirrtheit/Psychosen oder Halluzinationen zu erwarten sind.

Es sollten allgemeine unterstutzende MaBnahmen zur Entfernung nicht resorbierten Wirkstoffs und zur Aufrechterhaltung des Blutdrucks ergriffen werden. Zusatzlich kann die Gabe von Dopaminantagonisten ratsam sein.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Dopaminagonisten ATC-Code: N04B C06

Cabergolin ist ein synthetisches Ergotalkaloid und ein Ergolinderivat mit lang anhaltenden dopaminagonistischen Wirkungen und prolaktinhemmenden Eigenschaften. Eine zentrale dopaminerge Wirkung uber eine Stimulation der D2-Rezeptoren wird durch hohere Dosen erzielt als durch jene, die die Prolaktinserumspiegel senken.

Kontrollierte klinische Studien haben gezeigt, dass Cabergolin in durchschnittlichen Dosen von 4 mg pro Tag nach vorausgegangener Titration (bis zu 5 bis 6 mg Cabergolin pro Tag in verschiedenen Studien) wirksam ist. Allerdings sollte die Dosis aufgrund des Risikos einer Herzklappenerkrankung und damit verbundenen Erkrankungen (Perikarditis und Perikarderguss) 3 mg Cabergolin/Tag nicht uberschreiten. Cabergolin vermindert bei Parkinson-Patienten unter Levodopa/ Carbidopa die taglichen Fluktuationen der motorischen Funktion. Bei Patienten mit neu diagnostizierter Erkrankung wurde gezeigt, dass Cabergolin als Monotherapie im Vergleich zu Levodopa/ Carbidopa geringfugig weniger haufig zu einer klinischen Verbesserung fuhrt.

Hinsichtlich der endokrinen Wirkungen von Cabergolin, die nicht mit der antiprolaktinamischen Wirkung zusammenhangen, bestatigen die verfugbaren Daten von Menschen die tierexperimentellen Befunde, die zeigen, dass die Prufsubstanz eine sehr selektive Wirkung ohne Auswirkungen auf die Basalsekretion anderer Hypophysenhormone oder Kortisol besitzt.

Die pharmakodynamischen Wirkungen von Cabergolin, die nicht mit der therapeutischen Wirkung korrelieren, betreffen nur die Blutdrucksenkung. Die maximale blutdrucksenkende Wirkung einer Einzeldosis von Cabergolin tritt gewohnlich innerhalb der ersten 6 Stunden nach Einnahme des Wirkstoffs auf und ist sowohl hinsichtlich des maximalen Blutdruckabfalls als auch der Haufigkeit dosisabhangig.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Gabe wird Cabergolin rasch aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert, und die maximale Plasmakonzentration wird nach 0,5 bis 4 Stunden erreicht.

Nahrung scheint keinen Einfluss auf die Resorption und Verfugbarkeit von Cabergolin zu haben.

Verteilung

In-vitro-Untersuchungen haben gezeigt, dass Cabergolin in Konzentrationen von 0,1 bis 10 ng/ml zu 41 bis 42 % an Plasmaproteine gebunden ist.

Biotransformation

Im Urin wurde als Hauptmetabolit 6-Allyl-8p-carboxyergolin identifiziert, das 4 bis 6 % der verabreichten Dosis ausmacht. Auf 3 weitere im Urin identifizierte Metaboliten entfallen insgesamt weniger als 3 % der verabreichten Dosis. Die Metaboliten erwiesen sich hinsichtlich der Hemmung der Prolaktinsekretion in vitro als weitaus schwacher wirksam als Cabergolin.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit von Cabergolin ist lang (63 bis 68 Stunden bei gesunden Probanden und 79 bis 115 Stunden bei Patienten mit Hyperprolaktinamie).

Aufgrund der Eliminationshalbwertszeit sollte ein Steady State nach 4 Wochen erreicht werden, was durch die mittleren maximalen Cabergolin-Plasmaspiegel nach einer Einzeldosis (37 ± 8 pg/ml) nach 4-wochiger Mehrfachgabe (101 ± 43 pg/ml) von 0,5 mg Cabergolin bestatigt wird.

10 Tage nach der Verabreichung werden ca. 18 % bzw. 72 % der Dosis im Urin bzw. in den Fazes nachgewiesen. Bei 2 bis 3 % der im Urin wieder gefundenen Dosis handelt es sich um unverandertes Cabergolin.

Linearitat/Nichtlinearitat

Das pharmakokinetische Profil verlauft bis zu 7 mg pro Tag linear.

5.3 Práklinische Daten zur Sicherheit

Nahezu alle Befunde, die in einer Reihe praklinischer Studien zur Sicherheit erhoben wurden, sind Folge der zentralen dopaminergen Wirkungen von Cabergolin oder der lang anhaltenden Hemmung von Prolaktin bei Spezies (Nager) mit einer spezifischen, anders als beim Menschen gearteten Hormonphysiologie.

Die praklinischen Studien zur Sicherheit von Cabergolin deuten auf einen groBen Sicherheitsbereich dieses Wirkstoffs bei Nagern und Affen sowie auf ein fehlendes teratogenes, mutagenes oder kanzerogenes Potenzial hin.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Leucin

Lactose

6.2    Inkompatibilitáten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4    Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Aufbewahrung

Nicht uber 25 °C lagern.

6.5    Art und Inhalt des Beháltnisses

Braunglasflaschen mit Schraubverschluss und Trockenmittel Cabaseril 1 mg

Packungen mit 40 (N1), 60 (N2) und 100 (N3) (2, 3 und 5 Flaschen zu je 20) Tabletten. Klinikpackung (gebundelt) mit 200 (10 x 20) Tabletten

Cabaseril 2 mg

Packungen mit 20, 40 (N1), 60 (N2) und 100 (N3) (1,2, 3 und 5 Flaschen zu je 20)

Tabletten.

Klinikpackung (gebundelt) mit 200 (10 x 20) Tabletten

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

PHARMACIA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Mitvertreiber

PFIZER PHARMA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

8. ZULASSUNGSNUMMERN

Cabaseril 1 mg: 43569.00.00 Cabaseril 2 mg: 43569.01.00

9. DATUM DER ZULASSUNG/ VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

18.10.2000/ 05.12.2012

10. STAND DER INFORMATION

Marz 2013

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig spcde-3v18cs-t-0

spcde-3v18cs-t-0 12 24.09.2013

Cabaseril 2 mg