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Calcimed 500 mg brausetabletten



Gebrauchsinformation Calcimed 500 mg brausetabletten

Wortlaut der fur die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information fur Anwender

Calcimed 500 mg Brausetabletten

Zur Anwendung bei Erwachsenen Wirkstoff: Calciumcarbonat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der

Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage

beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.

•    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

•    Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benotigen.

•    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

•    Wenn Sie sich durch die Therapie nicht besser oder gar schlechter fuhlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.


Was in dieser Packungsbeilage steht:

1.    Was sind Calcimed 500 mg Brausetabletten und wofur werden sie angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten beachten?

3.    Wie sind Calcimed 500 mg Brausetabletten einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie sind Calcimed 500 mg Brausetabletten aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.    Was sind Calcimed 500 mg Brausetabletten und wofur werden sie angewendet?

Calcimed 500 mg Brausetabletten sind ein Mineralstoffpraparat zur Vorbeugung eines Calciummangels bei erhohtem Bedarf (z. B. Wachtumsalter, Schwangerschaft, Stillzeit) und zur unterstutzenden Behandlung der Osteoporose.

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten beachten?

Calcimed 500 mg Brausetabletten durfen nicht eingenommen werden,

-    wenn Sie allergisch gegen Calciumcarbonat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

-    bei zu hohen Calciumkonzentrationen im Blut oder im Urin

-    bei langerer Ruhigstellung von GliedmaBen (Immobilisation)

-    bei calciumhaltigen Nierensteinen oder Verkalkung der Niere

Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Calcimed 500 mg

Brausetabletten einnehmen.

-    bei eingeschrankter Nierenfunktion

-    bei erniedrigter Phosphatkonzentration im Blut (Hypophosphatamie)

-    wenn in Ihrer Familie calciumhaltige Nierensteine vorgekommen sind.

-    Durch die Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten erhoht sich die Ausscheidung von Calcium im Urin. In den ersten Monaten nach Einnahmebeginn wird dadurch auch die Neigung zur Ausfallung von Calciumsalzen und unter Umstanden zur Bildung von Steinen in Niere und Harnblase gesteigert. Dies kann durch eine reichliche Zufuhr von Flussigkeit vermieden werden.

-    Bei Niereninsuffizienz sollten Calcimed 500 mg Brausetabletten nur unter laufender Uberwachung der Calcium- und Phosphatkonzentrationen im Blut und Urin angewandt werden.

-    Wahrend einer Therapie mit hohen Dosen Calcimed 500 mg Brausetabletten, insbesondere wenn zusatzlich mit Vitamin D therapiert wird, besteht die Gefahr einer Hypercalcamie der eine Storung der Nierenfunktion folgen kann. Bei solchen Patienten sollten der Serum-Calciumspiegel und die Nierenfunktion uberwacht werden.

-    Vor der Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten sollte die bereits eingenommene Menge an Calcium und Alkali, wie z.B. Carbonate aus anderen Quellen (Nahrungsmittel, angereicherte Lebensmittel oder andere Arzneimittel) beachtet werden. Wenn calciumreiche Produkte gleichzeitig mit z.B. Carbonaten genommen werden, kann dies zu einem Milch-Alkali-Syndrom (Burnett-Syndrom) fuhren. Beim Milch-Alkali-Syndrom handelt es sich um eine Calcium-Stoffwechselstorung mit einer Erhohung des Calcium-Spiegels im Blut (Hypercalcamie), der Untersauerung des Blutes (metabolische Alkalose), Nierenversagen und Weichteilverkalkung. Daher darf eine zusatzliche Gabe von Calcimed 500 mg Brausetabletten nur unter strenger arztlicher Kontrolle mit regelmáBiger Uberprufung der Calciumspiegel in Blut und Urin durchgefuhrt werden.

Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten zusammen mit anderen

Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden,

kurzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere

Arzneimittel anzuwenden.

-    Vitamin D steigert die Wirkung von Calcimed 500 mg Brausetabletten (Resorptionssteigerung).

-    Bestimmte harntreibende Mittel (Diuretika vom Thiazid-Typ) vermindern die Calciumausscheidung. Bei gleichzeitiger Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten und solchen Arzneimitteln sollte deshalb der Serum-Calcium-Spiegel regelmáBig uberwacht werden.

-    Wenn durch die Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten der Calcium-Blutspiegel steigt, wird die Empfindlichkeit gegenuber bestimmten Arzneimitteln, die die Herzkraft steigern (herzwirksame Glykoside) erhoht und das Risiko von Herzrhythmusstorungen gesteigert. Patienten unter gleichzeitiger Behandlung mit herzwirksamen Glycosiden und Calcium sollten mittels EKG und Kontrolle der Serum-Calciumspiegel uberwacht werden.

-    Die Resorption und damit auch die Wirksamkeit von verschiedenen Antibiotika wie z. B. Tetracylinen, Chinolonen, einigen Cefalosporinen sowie vielen anderen Arzneimitteln (z. B. dem Pilzmittel Ketoconazol, Eisen-, Natriumfluorid-, Estramustin-, Bisphosphonatpraparaten) wird durch die gleichzeitige Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten vermindert. Zwischen der Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten und der Einnahme anderer Praparate sollte daher in der Regel ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.

-    Wenn Sie Corticosteroide einnehmen, kann das die Aufnahme von Calcium verringern und es kann notwendig werden, die Dosis von Calcimed 500 mg Brausetabletten zu erhohen.

-    Calciumsalze vermindern die Aufnahme von Phosphat durch Bildung von schwer loslichen Salzen.

Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Bitte beachten Sie, dass Milchprodukte einen hohen Calciumgehalt haben. Ein Liter Milch kann bis zu 1200 mg Calcium enthalten. Dies sollte bei der Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten berucksichtigt werden.

Wechselwirkungen konnen auch mit Nahrungsmitteln auftreten die Oxalsaure, Phytinsaure oder Phosphate enthalten, wie z. B. Spinat, Rhabarber, Getreideprodukte.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Calcimed 500 mg Brausetabletten sollten wahrend Schwangerschaft und Stillzeit nur dann eingenommen werden, wenn ein Calcium-Mangel besteht.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen VorsichtsmaBnahmen erforderlich.

Calcimed 500 mg Brausetabletten enthalten Natriumverbindungen

Eine Brausetablette enthalt 2,4 mmol (56 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diat einhalten mussen, sollten Sie dies berucksichtigen.

3.    Wie sind Calcimed 500 mg Brausetabletten einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis betragt 500-1000 mg Calcium taglich, entsprechend 1-2 mal taglich 1 Brausetablette.

Die Brausetabletten werden in einem Glas Wasser aufgelost eingenommen.

Die Einnahme erfolgt beim oder nach dem Essen. Die Behandlung des Calciummangels und der Osteoporose ist langfristig anzulegen. Ihre Dauer orientiert sich an dem angestrebten therapeutischen Ziel.

Die Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten sollte langfristig erfolgen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie lange Sie Calcimed 500 mg Brausetabletten einnehmen sollen.

Wenn Sie eine gro&ere Menge Calcimed 500 mg Brausetabletten eingenommen haben, als Sie sollten

Eine Uberdosierung ist in der Regel folgenlos. Wenn Beschwerden auftreten, verstandigen Sie bitte Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten abbrechen

Eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Behandlung ist unbedenklich.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Bei den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr haufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Haufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Nach der Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten konnen selten Verstopfung, Blahungen, Ubelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall auftreten.

Selten konnen Juckreiz, Nesselsucht und Hautausschlag auftreten.

In den ersten Monaten der Gabe von Calcium kommt es zu einer vermehrten Calciumausscheidung im Urin, die eine Steinbildung begunstigen kann.

Bei Niereninsuffizienz und langfristiger Einnahme kann es zu einer Erhohung der Calciumkonzentration im Blut (Hypercalcamie), zu einer vermehrten Calciumausscheidung im Urin (Hypercalciurie) und zur Untersauerung des Blutes (metabolische Alkalose) kommen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5.    Wie sind Calcimed 500 mg Brausetabletten aufzubewahren?

Trocken lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Siegelfolie nach <verwendbar bis> angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Calcimed 500 mg Brausetabletten enthalten

Der Wirkstoff ist:

1250 mg Calciumcarbonat, entsprechend 500 mg Calcium Die sonstigen Bestandteile sind:

Citronensáure, Natriumhydrogencarbonat, Ápfelsáure, Natriumcarbonat, Natriumcyclamat, Reisstárke, Aromastoffe, Saccharin-Natrium

Glutenfrei

Lactosefrei

Wie Calcimed 500 mg Brausetabletten aussehen und Inhalt der Packung

In Siegelstreifen verpackte, runde, weiBe Brausetabletten mit Hermes-Prágung auf einer Seite. Calcimed 500 mg Brausetabletten sind in Originalpackungen mit 20 und 40 Brausetabletten erháltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Hermes Arzneimittel GmbH Georg-Kalb-Str. 5-8 82049 GroBhesselohe / Munchen Telefon 089 / 79 102-0 Telefax 089 / 79 102-280

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im April 2014.

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Calcimed 500 mg Brausetabletten

Fachinformation Calcimed 500 mg brausetabletten

Fachinformation

1.    BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Calcimed 500 mg Brausetabletten

2.    QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Brausetablette enthalt 1250 mg Calciumcarbonat entsprechend 500 mg Calcium. Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.    DARREICHUNGSFORM Brausetabletten

4.    KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Zur Vorbeugung eines Calciummangels bei erhohtem Bedarf (z. B. Wachstumsalter, Schwangerschaft, Stillzeit). Zur unterstutzenden Behandlung der Osteoporose.

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die empfohlene Dosierung betragt 500 - 1000 mg Calcium taglich, entsprechend 1-2 mal taglich 1 Brausetablette

Art der Anwendung

Die Brausetablette in einem Glas Wasser gelost einnehmen.

Die Einnahme erfolgt beim oder nach dem Essen.

Die Behandlung des Calciummangels und der Osteoporose ist langfristig anzulegen. Ihre Dauer orientiert sich an dem angestrebten therapeutischen Ziel.

4.3    Gegenanzeigen

-    Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

-    Krankheiten oder Umstande, die eine Hypercalcamie oder Hypercalciurie verursachen konnen.

-    calciumhaltige Nierensteine, Nephrocalcinose

-    langere Immobilisation mit begleitender Hypercalciurie oder Hypercalcamie.

4.4    Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma&nahmen fur die Anwendung

Durch die Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten erhoht sich die Ausscheidung von Calcium im Urin. In den ersten Monaten nach Einnahmebeginn wird dadurch auch die Neigung zur Ausfallung von Calciumsalzen und unter Umstanden zur Bildung von Steinen in Niere und Harnblase gesteigert. Dies kann durch eine reichliche Zufuhr von Flussigkeit vermieden werden.

Bei Patienten mit calciumhaltigen Nierensteinen in der Familie sollte eine absorptive Hy-percalciurie ausgeschlossen werden.

Bei Niereninsuffizienz sollten Calcimed 500 mg Brausetabletten nur unter laufender Uber-wachung der Calcium- und Phosphatkonzentrationen im Blut und Urin angewandt werden.

Wahrend einer Therapie mit hohen Dosen Calcimed 500 mg Brausetabletten, insbesonde-re wenn zusatzlich mit Vitamin D therapiert wird, besteht die Gefahr einer Hypercalcamie der eine Storung der Nierenfunktion folgen kann. Bei solchen Patienten sollten der Serum-Calciumspiegel und die Nierenfunktion uberwacht werden.

Calciumcarbonat wird im Magen in losliches Chlorid uberfuhrt und auf diese Weise biover-fugbar. Bei Patienten mit Achlorhydrie kann die Loslichkeit beeintrachtigt und die Bioverfugbarkeit vermindert sein. Die Bioverfugbarkeit ist jedoch gewahrleistet, wenn diese Patienten das Arzneimittel zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen.

Bei Patienten, die gleichzeitig Antacida einnehmen, sollte berucksichtigt werden, dass Calciumcarbonat auch saurebindende Eigenschaften hat.

Calcium- und Alkaliaufnahme aus anderen Quellen (Nahrungsmittel, angereicherte Le-bensmittel oder andere Arzneimittel) sollte beachtet werden, wenn Calcimed 500 mg Brausetabletten verschrieben werden. Wenn hohe Dosen an Calcium zusammen mit alkali-schen Agentien (wie Carbonaten) gegeben werden, kann dies zu einem Milch-Alkali-Syndrom (Burnett-Syndrom) mit Hypercalcamie, metabolischer Alkalose, Nierenversagen und Weichteilverkalkung fuhren. Hohe Dosen Calcium oder Vitamin D sollten nur unter strenger medizinischer Uberwachung eingenommen werden. In diesen Fallen sollte der Calciumspiegel in Serum und Urin kontrolliert werden.

Eine Brausetablette enthalt 2,4 mmol (56 mg) Natrium. Dies ist zu berucksichtigen bei Per-sonen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer/-kochsalzarmer) Diat.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Diuretika vom Thiazid-Typ vermindern die Calciumausscheidung, das Risiko fur das Auftre-ten einer Hypercalcamie wird dadurch erhoht. Bei gleichzeitiger Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten und solchen Arzneimitteln sollte deshalb der Calcium-Blutspiegel regelma&ig uberwacht werden.

Die Resorption von Calcium wird durch Vitamin D gesteigert.

Systemische Corticosteroide vermindern die Calciumresorption. Bei gleichzeitiger Gabe von Corticosteroiden kann es notwendig werden, die Dosis von Calcimed 500 mg Brausetabletten zu erhohen.

Die Resorption und damit auch die Wirksamkeit von verschiedenen Antibiotika wie z. B. Tetracylinen, Chinolonen, einigen Cefalosporinen sowie vielen anderen Arzneimitteln (z. B. Ketoconazol, Eisen-, Natriumfluorid-, Estramustin-, Bisphosphonatpraparaten) wird durch die gleichzeitige Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten vermindert.

Zwischen der Einnahme von Calcimed 500 mg Brausetabletten und der Einnahme anderer Praparate sollte daher in der Regel ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.

Die Bioverfugbarkeit von Calcimed 500 mg Brausetabletten kann durch Antazida vermindert, die renale Elimination durch Alkalisierung des Urins verlangert werden.

Die Empfindlichkeit gegenuber herzwirksamen Glykosiden und damit auch das Risiko von Herzrhythmusstorungen wird durch eine Erhohung der Calciumkonzentration im Blut ge-steigert. Patienten unter gleichzeitiger Behandlung mit herzwirksamen Glycosiden und Calcium sollten mittels EKG und Kontrolle des Serum-Calciumspiegels uberwacht werden.

Calciumsalze vermindern die Aufnahme von Phosphat durch Bildung schwer loslicher Sal-ze.

Wechselwirkungen konnen auch mit Nahrungsmitteln auftreten, wenn z. B Oxalsaure, Phosphate oder Phytinsaure enthalten sind.

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Die angemessene Tagesdosis (aus der Nahrung bzw. durch erganzende Zufuhr) fur schwangere und stillende Frauen betragt normalerweise 1000-1300 mg Calcium. Wahrend der Schwangerschaft sollte die tagliche Einnahme 1500 mg Calcium nicht uberschreiten. Calcium geht in signifikanten Mengen in die Muttermilch uber. Wenn wahrend der Schwangerschaft ein Calcium-Mangel auftritt, konnen Calcimed 500 mg Brausetabletten einge-nommen werden.

4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Ma-schinen

Es liegen keine Daten uber die Auswirkung auf die Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Eine Auswirkung ist jedoch unwahrscheinlich.

4.8 Nebenwirkungen

Bei den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr haufig    (>1/10)

Haufig    (>1/100 bis <1/10)

Gelegentlich    (>1/1.000 bis <1/100)

Selten    (>1/10.000 bis <1/1.000)

Sehr selten    (<1/10.000)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Selten:

Verstopfung, Flatulenz, Ubelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall.

Juckreiz, Nesselsucht und Hautausschlag

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grower Wich-tigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachts-fall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Sofern keine organischen Grundleiden (wie Hyperparathyreoidismus, exzessive Vitamin D-Zufuhr, Neoplasmen, Niereninsuffizienz, Z. n. Nierentransplantation) vorliegen, ist mit hy-percalcamischen Zustanden praktisch nicht zu rechnen (Ausnahme: idiopathische Hyper-calcamie bei Kindern).

Symptome einer Hypercalcamie sind zunachst Muskelschwache und gastrointestinale Be-schwerden (Bauchschmerzen, Obstipation, Ubelkeit und Erbrechen), bei langerdauernder und schwerer Hypercalcamie Bewusstseinsstorungen (z. B. Lethargie, in extremen Fallen auch Koma) sowie eine Beeinflussung der Nierenfunktion.

Eine chronische Uberdosierung kann infolge einer Hypercalcamie zu GefaB-und Organver-kalkungen fuhren.

Eine Hypercalcamie ist ggf. durch Absetzen von Calcimed 500 mg Brausetabletten, Rehyd-ratation, Infusion von isotoner Kochsalzlosung und forcierte Diurese zu behandeln.

5.    PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1    Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Calcium ATC-Code: A12AA04

Calciumionen haben entscheidende Bedeutung bei der Aktivierung biologischer Systeme. Die Reizschwelle erregbarer Membranen hangt von der extrazellularen Ca++-Konzentration ab. Calciumionen sind auBerdem beteiligt an der Regulation der Permeabili-tat von Zellmembranen. Ein Mangel an Ca++-Ionen im Plasma erhoht, ein UberschuB da-gegen vermindert die neuromuskulare Erregbarkeit.

Orale Calciumzufuhr fordert die Remineralisation des Skeletts bei Calciummangel.

5.2    Pharmakokinetische Eigenschaften

Die Resorption von Calcium unterliegt einer hormonalen Regelung. Die Resorptionsquote nimmt mit zunehmender Dosis und zunehmenden Alter ab und bei hypocalcamischen Zu-standen zu. Bei einer Zufuhr von 500 mg Calciumcarbonat werden etwa 30 - 40 % resor-biert. Die Gabe hoherer Dosen fuhrt nur zu einer geringen Steigerung der resorbierten Menge. Die normale tagliche Calciumzufuhr mit der Nahrung betragt ca. 1000 mg.

Abhangig vom Calciumserumspiegel wird Calcium uber die Niere ausgeschieden. Bei Nie-rengesunden werden 98 % des filtrierten Calciums tubular ruckresorbiert.

5.3    Praklinische Daten zur Sicherheit

AuBer den bereits an anderer Stelle der Fachinformation gemachten Angaben liegen keine weiteren sicherheitsrelevanten Informationen vor.

6.    PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Citronensaure, Natriumhydrogencarbonat, Ápfelsáure, Natriumcarbonat, Natriumcyclamat, Reisstarke, Aromastoffe, Saccharin-Natrium

Glutenfrei

Lactosefrei

6.2    Inkompatibilitaten

Keine bekannt.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Dieses Arzneimittel soil nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung Trocken lagern.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

In Siegelstreifen verpackte, runde, weiBe Brausetabletten mit Hermes-Pragung auf einer Seite. Calcimed 500 mg Brausetabletten sind in Originalpackung mit 20 und 40 Brausetabletten erhaltlich.

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung Keine besonderen Anforderungen.

7.    INHABER DER ZULASSUNG

HERMES ARZNEIMITTEL GMBH Georg-Kalb-Str. 5 - 8 82049 GroBhesselohe / Munchen Tel.: 089 / 79102-0 Fax.: 089 / 79102-280

8.    ZULASSUNGSNUMMER(N)

24079.00.00

9.    DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

12.07.1995 / 15.04.2003

10.    STAND DER INFORMATION

04.2014

11.    VERKAUFSABGRENZUNG

Freiverkauflich

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Calcimed 500 mg Brausetabletten