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Cefpodoxim Aurobindo 100 Mg Filmtabletten

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2121- 12 -

FA Anlage


zum Zulassungsbescheid Zul.-Nr. 69634.00.00

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FB Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben



Fachinformation


FC 1. Bezeichnung des Arzneimittels


Cefpodoxim Aurobindo 100 mg Filmtabletten

Cefpodoxim Aurobindo 200 mg Filmtabletten


FD 2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


Cefpodoxim Aurobindo 100 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 130,45 mg Cefpodoximproxetil, entsprechend 100 mg Cefpodoxim.

Sonstige Bestandteile:

15 mg Lactose-Monohydrat.

0,34 mg Gelborange S, Aluminiumsalz


Cefpodoxim Aurobindo 200 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthält 260,90 mg Cefpodoximproxetil, entsprechend 200 mg Cefpodoxim.

Sonstige Bestandteile:

30 mg Lactose-Monohydrat.

2,43 mg Gelborange S, Aluminiumsalz.


Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.


FE 3. Darreichungsform


Filmtablette.


Cefpodoxim Aurobindo 100 mg Filmtabletten

Hellgelb-orange gefärbte, elliptisch geformte Filmtablette mit der Prägung „C“ auf der einen Seite und „61“ auf der anderen Seite.


Cefpodoxim Aurobindo 200 mg Filmtabletten

Rote, elliptisch geformte Filmtablette mit der Prägung „C“ auf der einen Seite und „62“ auf der anderen Seite.


FG 4. Klinische Angaben


FH 4.1 Anwendungsgebiete


Cefpodoxim Aurobindo ist angezeigt bei Erwachsenen zur Behandlung der folgenden Infektionen mit Cefpodoxim-empfindlichen Erregern (siehe Abschnitte 4.4 und 5.1):


Infektionen der oberen Atemwege


Infektionen der unteren Atemwege


Die allgemein anerkannten Empfehlungen für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung zu berücksichtigen.


FN 4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Art der Anwendung:

Zum Einnehmen.

Die Filmtabletten sollten zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, da der Wirkstoff dann am besten vom Körper aufgenommen wird.


Erwachsene und Jugendliche mit normaler Nierenfunktion


Infektionen der oberen Atemwege:

Akute bakterielle Sinusitis: zweimal täglich 200 mg.

Nur Cefpodoxim Aurobindo 100 mg Filmtabletten: Tonsillitis: zweimal täglich 100 mg.


Infektionen der unteren Atemwege

Akute Exazerbationen einer chronischen Bronchitis: zweimal täglich 200 mg

Bakterielle Pneumonie: zweimal täglich 200 mg


Ältere Patienten:

Bei älteren Patienten mit normaler Nierenfunktion ist eine Änderung der Dosierung

nicht notwendig.


Kinder:

Zur Behandlung von Säuglingen und Kindern steht eine geeignete Darreichungsform von Cefpodoxim zur Verfügung.


Eingeschränkte Leberfunktion

Bei eingeschränkter Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.


Eingeschränkte Nierenfunktion

Wenn die Kreatinin-Clearance mehr als 40 ml/min beträgt, ist keine Dosisanpassung von Cefpodoxim erforderlich.


Unterhalb dieses Wertes zeigen pharmakokinetische Studien einen Anstieg der Plasmaeliminationshalbwertszeit und der maximalen Plasmakonzentration. Daher muss die Dosis entsprechend angepasst werden.


KREATININ-CLEARANCE

[ml/min]


39‑10

Verabreichung einer Einzeldosis1 alle 24 Stunden statt zweimal täglich (d.h. die Hälfte der üblichen Dosis).

<10

Verabreichung einer Einzeldosis1 alle 48 Stunden (d.h. ein Viertel der üblichen Dosis).

Hämodialysepatienten

Verabreichung einer Einzeldosis1 nach jeder Dialysesitzung.

1 Wie oben angegeben beträgt die Einzeldosis entweder 100 mg oder 200 mg

in Abhängigkeit von der Art der Infektion.


FI 4.3 Gegenanzeigen


Cefpodoxim Aurobindo darf nicht eingenommen werden bei:



FK 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Cefpodoxim ist kein bevorzugtes Antibiotikum zur Behandlung einer Staphylokokkenpneumonie und sollte nicht zur Behandlung einer durch Erreger wie z.B. Legionella, Mycoplasma undChlamydiahervorgerufenen atypischen Pneumonie angewendet werden. Cefpodoxim wird nicht zur Behandlung einer Pneumonie durch S. pneumoniaeempfohlen, wenn deren Penicillin-Empfindlichkeit eingeschränkt ist (siehe Abschnitt 5.1).


Wie bei allen Betalaktam-Antibiotika wurden schwerwiegende und gelegentlich tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionen müssen die Behandlung mit Cefpodoxim umgehend abgebrochen und entsprechende Notfallmaßnahmen eingeleitet werden.


Vor Einleitung der Therapie sollte geprüft werden, ob bei dem Patienten bereits früher schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auf Cefpodoxim, andere Cephalosporine oder andere Betalaktam-Antibiotika aufgetreten sind. Bei Anwendung von Cefpodoxim bei Patienten mit leichteren Überempfindlichkeitsreaktionen gegen andere Betalaktam-Antibiotika in der Anamnese ist Vorsicht geboten.


Bei schwerer Niereninsuffizienz kann es erforderlich sein, die Dosierung entsprechend der Kreatinin-Clearance zu reduzieren (siehe Abschnitt 4.2).

Im Zusammenhang mit der Anwendung von fast allen Antibiotika einschließlich Cefpodoxim wurde über Antibiotika-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis berichtet, die leicht bis lebensbedrohlich verlaufen können. Daher ist es wichtig, diese Diagnosen bei jedem Patienten in Betracht zu ziehen, bei dem es während oder nach der Behandlung mit Cefpodoxim zu Durchfall kommt (siehe Abschnitt 4.8). In diesem Fall ist die Behandlung mit Cefpodoxim abzubrechen und eine spezifische Therapie gegen Clostridium difficilein Erwägung zu ziehen. Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sollten nicht verabreicht werden.


Bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung und insbesondere einer Colitis in der Anamnese ist Cefpodoxim immer mit Vorsicht anzuwenden.


Wie bei allen Betalaktam-Antibiotika kann sich vor allem bei lang andauernder Behandlung eine Neutropenie und seltener eine Agranulozytose entwickeln. Wenn die Behandlung länger als 10 Tage dauert, sollte das Blutbild kontrolliert und die Behandlung abgebrochen werden, wenn eine Neutropenie festgestellt wird.


Cephalosporine können auf der Oberfläche der Erythrozytenmembran adsorbiert werden und mit Antikörpern, die gegen das Arzneimittel gerichtet sind, reagieren. Dies kann zu einem positiven Coombs-Test und in sehr seltenen Fällen zu einer hämolytischen Anämie führen. Bei dieser Reaktion kann eine Kreuzreaktivität mit Penicillin auftreten.


Unter Cephalosporin-Antibiotika wurden Veränderungen der Nierenfunktion beobachtet, insbesondere bei gleichzeitiger Gabe mit potenziell nephrotoxischen Arzneimitteln wie Aminoglykosiden und/oder stark wirksamen Diuretika. In diesen Fällen sollte die Nierenfunktion überwacht werden.


Wie bei anderen Antibiotika kann eine länger andauernde Anwendung von Cefpodoxim zu einer Überwucherung nicht empfindlicher Erreger (Candidaund Clostridium difficile) führen, die eine Unterbrechung der Therapie erfordert.


Einfluss auf Laboruntersuchungen

Ein falsch positives Ergebnis kann sich beim Nachweis von Glucose im Harn mit der Benedict- oder Fehling-Probe oder mit Kupfersulfat-Testtabletten ergeben, aber nicht bei Tests, die auf einer enzymatischen Glucoseoxidasereaktion basieren.


Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lapp-Lactase-Mangel, Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.


FM 4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


In klinischen Studien wurden keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln berichtet.


Histamin-H2-Antagonisten und Antazida können die Bioverfügbarkeit von Cefpodoxim verringern. Probenecid vermindert die Ausscheidung von Cephalosporinen. Cephalosporine verstärken potenziell die gerinnungshemmende Wirkung der Cumarine und schwächen die kontrazeptive Wirkung von Östrogenen ab.


Orale Antikoagulanzien

Die gleichzeitige Verabreichung von Cefpodoxim mit Warfarin kann dessen gerinnungshemmende Wirkungen verstärken. Es gab viele Berichte über die Zunahme der Aktivität oraler Antikoagulanzien bei Patienten, die gleichzeitig Antibiotika einschließlich Cephalosporine erhielten. Das Risiko kann je nach zugrunde liegender Infektion, Alter und Allgemeinzustand des Patienten variieren, so dass der Beitrag der Cephalosporine zum Anstieg der INR (International Normalised Ratio) schwer zu beurteilen ist. Es wird empfohlen, die INR während und kurz nach der gleichzeitigen Gabe von Cefpodoxim und einem oralen Antikoagulans engmaschig zu kontrollieren.


Studien haben gezeigt, dass die Bioverfügbarkeit um etwa 30 % abnimmt, wenn Cefpodoxim mit Arzneimitteln eingenommen wird, die den pH-Wert im Magen neutralisieren oder die Säuresekretion hemmen. Daher sollten Arzneimittel wie mineralische Antazida und H2-Blocker wie Ranitidin, die den pH-Wert im Magen erhöhen können, 2 bis 3 Stunden nach der Gabe von Cefpodoxim eingenommen werden.


FL 4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit


Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Cefpodoxim bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien ergaben keinen Hinweis auf teratogene oder fetotoxische Wirkungen von Cefpodoxim. Aufgrund der fehlenden klinischen Erfahrung, sollte Cefpodoxim, insbesondere in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft, nur nach sorgfältiger Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden.


Stillzeit

Cefpodoxim geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Beim mit Muttermilch ernährten Säugling kann es deshalb zu Veränderungen der Darmflora mit Durchfällen und zu einer Sprosspilzbesiedlung kommen, so dass das Stillen eventuell unterbrochen werden muss. Die Möglichkeit einer Sensibilisierung ist ebenfalls zu berücksichtigen. Cefpodoxim sollte in der Stillzeit nur nach einer sorgfältigen Nutzen/Risiko-Abwägung angewendet werden.


FQ 4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


Während der Behandlung mit Cefpodoxim wurde über Schwindel berichtet, der die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen kann.


FJ 4.8 Nebenwirkungen


Die Nebenwirkungen sind nach Systemorganklassen angegeben. Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig ( 1/10)

Häufig ( 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich ( 1/1.000 bis < 1/100)

Selten ( 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000),

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)


Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Blutbildveränderungen, wie z.B. Abnahme des Hämoglobins, Thrombozytose, Thrombozytopenie, Leukopenie und Eosinophilie

Sehr selten: Hämolytische Anämie


Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Parästhesien, Schwindel


Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Gelegentlich: Tinnitus


Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Magendrücken, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Flatulenz, Diarrhö. Blutiger Durchfall kann als Anzeichen einer Enterocolitis auftreten. Die Möglichkeit einer pseudomembranösen Enterocolitis sollte in Betracht gezogen werden, wenn schwere oder anhaltende Durchfälle während oder nach der Behandlung auftreten (siehe Abschnitt 4.4).


Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Appetitlosigkeit


Erkrankungen des Immunsystems

Es wurden Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade beobachtet (siehe Abschnitt 4.3).

Sehr selten: Anaphylaktische Reaktionen, Bronchospasmen, Purpura und Angioödem


Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr selten: Leichter Anstieg von Blutharnstoff und Kreatinin


Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Vorübergehende mäßige Erhöhung von ASAT, ALAT und alkalischer Phosphatase und/oder Bilirubin

Diese abnormen Laborwerte, die sich auch durch die Infektion erklären lassen, können in seltenen Fällen den oberen Grenzwert des Normbereichs um das Doppelte überschreiten und in Form einer üblicherweise cholestatischen und sehr oft asymptomatischen Leberschädigung in Erscheinung treten.

Sehr selten: Leberschädigung


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Allergische Haut- und Schleimhautreaktionen, Hautausschlag, Urtikaria, Pruritus

Sehr selten: Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und Erythema multiforme


Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Es kann zu einer Vermehrung nicht empfindlicher Mikroorganismen kommen (siehe Abschnitt 4.4).


Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Asthenie oder Unwohlsein


Gelborange S, Aluminiumsalz kann allergische Reaktionen hervorrufen.


FO 4.9 Überdosierung


Bei einer Überdosierung mit Cefpodoxim ist eine unterstützende und symptomatische Therapie angezeigt.


Insbesondere bei Patienten mit Niereninsuffizienz kann bei Überdosierung eine Enzephalopathie auftreten. Die Enzephalopathie ist nach dem Abfall des Cefpodoxim-Plasmaspiegels im Allgemeinen reversibel.


FF 5. Pharmakologische Eigenschaften


F1 5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Betalaktam-Antibiotika, Cephalosporine der 3. Generation, ATC-Code: J01DD13


Wirkmechanismus

Cefpodoxim hemmt die bakterielle Zellwandsynthese nach Anheftung an die Penicillin-Bindungsproteine (PBPs). Dies hat die Unterbrechung der Zellwand (Peptidoglykan)-Biosynthese zur Folge, was zur Lyse und zum Absterben der Bakterienzelle führt.


Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

Bei Cephalosporinen erwies sich der Prozentsatz des Dosierungsintervalls, in dem die ungebundene Wirkstoffkonzentration oberhalb der minimalen Hemmkonzentration (MHK) der jeweiligen Ziel-Spezies liegt (d.h. % t > MHK), als wichtigster pharmakokinetisch-pharmakodynamischer Index, der mit der In-vivo-Wirksamkeitkorreliert.


Resistenzmechanismen

Die Resistenz gegen Cephalosporine ist auf eine Reihe von Mechanismen zurückzuführen:

Veränderung der Zellwandpermeabilität gramnegativer Bakterien

Veränderung der Penicillin-Bindungsproteine (PBPs)

Betalaktamasebildung

bakterielle Effluxpumpen


Grenzwerte (Breakpoints)

Die klinischen MHK-Grenzwerte gemäß European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) zur MHK-Testung sind in der folgenden Tabelle angegeben.


Klinische MHK-Grenzwerte für Cefpodoxim gemäß EUCAST (2011-01-05, v 1.3)


Erreger

Sensibel (S) [mg/l]

Resistent (R) [mg/l]

Enterobacteriaceae

(nur unkomplizierte Harnwegsinfektionen)

1

>1

Staphylococcus spp.

Anmerkung1

Anmerkung1

Streptococcus Gruppen A, B, C und G

Anmerkung2

Anmerkung2

Streptococcus pneumoniae

0,25

0,5

Haemophilus influenzae

0,25

Anmerkung3

>0,5

Moraxella catarrhalis

0,25

Anmerkung3

>0,5

Neisseria gonorrhoeae

Nicht ausreichend nachgewiesen

Nicht ausreichend nachgewiesen

Nicht-speziesbedingter Grenzwert

Nicht ausreichend nachgewiesen

Nicht ausreichend nachgewiesen

1 Die Empfindlichkeit der Staphylokokken gegen Cephalosporine wird von der Cefoxitin-Empfindlichkeit abgeleitet.

2 Die Betalaktam-Empfindlichkeit beta-hämolysierender Streptokokken der Gruppen A, B, C und G wird von der Penicillin-Empfindlichkeit abgeleitet.

3 Stämme mit MHK-Werten oberhalb des Empfindlichkeitsgrenzwerts sind sehr selten oder wurden noch nicht berichtet. Der Nachweis und die antimikrobiellen Empfindlichkeitstests eines solchen Isolats müssen wiederholt und das Isolat bei Bestätigung der Ergebnisse an ein Referenzlabor geschickt werden.


Empfindlichkeit

Die Prävalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann geografisch und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind insbesondere für die Behandlung schwerer Infektionen lokale Informationen über die Resistenzsituation wünschenswert. Gegebenenfalls ist der Rat eines Experten einzuholen, wenn die lokale Prävalenz einer Resistenz den Nutzen der Anwendung des Wirkstoffs zumindest bei einigen Infektionen fraglich erscheinen lässt.


Antibakterielles Wirkspektrum

Üblicherweise empfindliche Spezies

Aerobe grampositive Mikroorganismen

Staphylococcus aureus (Methicillin-empfindlich)

Streptococcus pyogenes

Aerobe gramnegative Mikroorganismen

Haemophilus influenzae

Moraxella catarrhalis

Proteus mirabilis*

Spezies, bei denen eine erworbene Resistenz ein Problem sein kann

Aerobe grampositive Mikroorganismen

Staphylococcus aureus $

Streptococcus pneumoniae1

Aerobe gramnegative Mikroorganismen

Citrobacter freundi$

Enterobacter cloacae$

Escherichia coli*

Klebsiella pneumoniae*

Serratia marcescens$

Von Natur aus resistente Mikroorganismen

Aerobe grampositive Mikroorganismen

Enterococcus spp.

Staphylococcus aureus (Methicillin-resistent)

Aerobe gramnegative Mikroorganismen

Morganella morganii

Pseudomonas aeruginosa

Sonstige

Chlamydia spp.

Chlamydophila spp.

Legionella pneumophila

Mycoplasma spp.

$ Natürliche intermediäre Empfindlichkeit

+ Resistenzraten in mindestens 1 Region >50%

* ESBL-bildende Spezies sind immer resistent

1 In Deutschland gehört Streptococcus pneumoniaezu den üblicherweise empfindlichen Spezies.


F2 5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Cefpodoximproxetil wird im Darm aufgenommen und zu dem aktiven Metaboliten Cefpodoxim hydrolysiert. Bei oraler Gabe von Cefpodoximproxetil an nüchterne Probanden in Form einer Tablette, die 100 mg Cefpodoxim entspricht, werden 51,1 % resorbiert, wobei die Resorption durch Nahrungsaufnahme gesteigert wird. Das Verteilungsvolumen beträgt 32,3 l und die maximalen Cefpodoxim-Spiegel werden 2 bis 3 Stunden nach der Gabe erreicht. Die maximale Plasmakonzentration beträgt nach Dosen von 100 mg und 200 mg 1,2 mg/l bzw. 2,5 mg/l. Nach Einnahme von zweimal täglich 100 mg und 200 mg über einen Zeitraum von 14,5 Tagen bleiben die pharmakokinetischen Parameter von Cefpodoxim im Plasma unverändert.


Cefpodoxim wird zu 40 % an Plasmaproteine gebunden, hauptsächlich an Albumin. Diese Bindung ist nicht sättigungsfähig.


Cefpodoxim-Konzentrationen, die über den minimalen Hemmkonzentrationen (MHKs) für übliche Erreger liegen, können in Lungenparenchym, Bronchialschleimhaut, Pleuraflüssigkeit, Tonsillen, interstitieller Flüssigkeit und Prostatagewebe erreicht werden.


Da der größte Teil von Cefpodoxim mit dem Harn ausgeschieden wird, ist die Konzentration im Harn hoch (die Konzentrationen in den 0‑4-, 4‑8-, 8‑12-Stundenfraktionen nach einer Einzeldosis überschreiten die MHK90der üblichen Krankheitserreger im Harn). Eine gute Diffusion von Cefpodoxim in das Nierengewebe wird ebenfalls beobachtet, wobei die Konzentrationen 3‑12 Stunden nach Einnahme einer Einzeldosis von 200 mg über der MHK90der üblichen Krankheitserreger im Harn liegen (1,6‑3,1 μg/g). Die Konzentrationen von Cefpodoxim in den medullären und kortikalen Geweben sind ähnlich.


Untersuchungen bei gesunden Probanden ergaben 6 bis 12 Stunden nach der Verabreichung einer Einzeldosis von 200 mg mittlere Cefpodoxim-Konzentrationen über dem MHK90von N. gonorrhoeae im Gesamtejakulat.


Die Ausscheidung erfolgt überwiegend über die Nieren. 80 % werden in unveränderter Form mit einer Eliminationshalbwertszeit von etwa 2,4 Stunden in den Urin ausgeschieden.


F3 5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Präklinische Daten basierend auf konventionellen Studien zur akuten Toxizität, chronischen Toxizität, Reproduktionstoxizität und Genotoxizität ergaben keine Hinweise auf besondere Gefahren für den Menschen, die nicht bereits in anderen Abschnitten der Fachinformation berücksichtigt wurden.


FR 6. Pharmazeutische Angaben


F7 6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


Tablettenkern:

Carmellose-Calcium

Lactose-Monohydrat

Hyprolose

Natriumdodecylsulfat

Crospovidon (Typ B)

Maisstärke

Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]


Filmüberzug:


Cefpodoxim Aurobindo 100 mg Filmtabletten

Hypromellose

Titandioxid

Gelborange S, Aluminiumsalz

Propylenglycol

Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O


Cefpodoxim Aurobindo 200 mg Filmtabletten

Hypromellose

Titandioxid

Gelborange S, Aluminiumsalz

Allurarot AC, Aluminiumsalz

Propylenglycol


FS 6.2 Inkompatibilitäten


Nicht zutreffend.


FT 6.3 Dauer der Haltbarkeit


3 Jahre.


FX 6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung


Nicht über 25 °C lagern.


FY 6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


Cefpodoxim Aurobindo Filmtabletten sind erhältlich in Polyamid/Aluminium/PVC Blisterpackungen mit 10 und 20 Filmtabletten.


F4 6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung


Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.


FZ 7. Inhaber der Zulassung


Aurobindo Pharma GmbH

Carl-von-Linde-Straße 38

85716 Unterschleißheim

Deutschland



F5 8. Zulassungsnummer


69634.00.00


F6 9. Datum der Erteilung der Zulassung


(siehe Unterschrift)


F10 10. Stand der Information



F11 11. Verkaufsabgrenzung


Verschreibungspflichtig.



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