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Chibro-Timoptol 0,5%

Document: 07.06.2006   Gebrauchsinformation (deutsch) change



Text der Gebrauchsinformation CHIBRO-TIMOPTOL 0,5 % Seite 10 von 10











Liebe Patientin, lieber Patient!

Bitte lesen Sie diese Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informa­tionen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.



Gebrauchsinformation



CHIBRO-TIMOPTOL®0,5 %

Wirkstoff: Timololmaleat



Zusammensetzung

1 ml CHIBRO-TIMOPTOL®0,5 % enthält:

Arzneilich wirksamer Bestandteil:
Timololmaleat 6,83 mg (entspr. Timolol 5,0 mg)

Sonstige Bestandteile:
Benzalkoniumchlorid
Natriumdihydrogenphosphat 2 H2O
Natriummonohydrogenphosphat 12 H2O
Wasser für Injektionszwecke



Darreichungsform und Packungsgrößen

Tropfflasche mit 5 ml Augentropfen (N1) CHIBRO-TIMOPTOL®0,5 %

Packung mit 3 x 5 ml Augentropfen (N2) CHIBRO-TIMOPTOL®0,5 %



Indikationsgruppe

CHIBRO-TIMOPTOL®0,5 % Augentropfen werden bei verschiedenen Formen des grünen Stars zur Senkung eines erhöhten Augeninnendrucks angewendet.



Pharmazeutischer Unternehmer

Teofarma S.r.l.

Via F.lli Cervi, 8

I-27010 Valle Salimbene, (PV), Italien



Tel.: 0039.0382.422008

Fax: 0039.0382.525845

E-Mail: servicioclienti@teofarma.it



Hersteller:

Laboratories Merck Sharp & Dohme

Chibret (Mirabel Plant)

Route de Marsat, RIOM

63963 Clermont-Ferrand, Cedex 9, Frankreich



Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von Patienten mit erhöhtem Augeninnendruck (okuläre Hypertension), grünem Star (chronisches Offenwinkelglaukom) und grünem Star nach Lin­senentfernung (Aphakieglaukom). Bei kindli­chem Glaukom als zusätzliche Therapie, wenn andere Glaukom­behandlungen nicht ausreichen.



Gegenanzeigen

Wann dürfen Sie CHIBRO-TIMOPTOL®0,5 % nicht anwenden?

Sie dürfen CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % nicht anwenden bei erhöhter Reaktions­bereitschaft der Atemwege (bronchiale Hyperreagibilität), Atemnot durch Krampfzustände der Atemwege (Bronchialasthma) oder entsprechender Vorgeschichte (Anamnese) und chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen (d. h. krankhafte Verlegung und Verengung der Luftwege), Herzerkrankungen in Form von verlangsamtem Herzschlag (Sinusbradykardie), Herzblock (AV‑Block) II. und III. Grades, Anzeichen einer Herzschwäche (symptomatische Herzinsuffizienz) und herzbedingtem (kardiogenem) Schock, Überempfindlichkeit gegen einen Bestandteil von CHIBRO‑TIMOPTOL® 0,5 %, schwerer allergischer Nasenschleim­hautentzündung (Rhinitis) und bei Ernährungsstörungen der Hornhaut.

Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung von CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen nicht vor, deshalb soll CHIBRO‑TIMOPTOL® 0,5 % nur nach Rücksprache mit dem Arzt und strengster Indikationsstellung angewendet werden.

Schwangerschaft

Bei der Behandlung in der Nähe des Geburtstermins besteht, wie bei anderen Betablockern auch, die Möglichkeit des Auftretens von verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie), zu niedrigem Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) und Atemlähmung (neonatale Asphyxie) beim Neugebore­nen; bei anderen Betablockern sind Fälle von Betablockade (Wirkungen dieser Arzneimittel besonders auf Herz und Atmung) bei Neugeborenen beschrieben worden. Aus diesem Grunde müssen Neugeborene mehrere Tage nach der Ge­burt sorgfältig überwacht werden.

Stillzeit

Der Wirkstoff von CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 %, Timolol, tritt auch bei der Anwendung am Auge in die Muttermilch über. Der Timolol-Spiegel in der Milch (in einem Fall 5,6 ng/ml) kann höher sein als der Plasmaspiegel der stillenden Mutter (0,93 ng/ml bei demselben Fall). Da Timolol bei gestillten Säuglingen möglicher­weise zu schwerwiegenden uner­wünschten Wirkungen führen kann, ist zu über­legen, ob abgestillt oder das Medikament abgesetzt werden soll. Die Bedeutung des Präparates für die Mutter sollte dabei berücksichtigt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Medikamente anwenden, wenn Sie stillen, schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Er wird Ihnen Anweisun­gen für den weiteren Behandlungsverlauf geben.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Anwendung von CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % bei Früh- und Neugeborenen wird wegen der Möglichkeit schwerwiegender Nebenwirkungen nicht empfohlen.

Bei Kleinkindern muss die Anwendung dieser Augentropfen besonders genau überlegt und die Patienten müssen sorgfältig vom Arzt auf eventuelle Nebenwirkungen über­wacht werden.



Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise

Wie bei jeder Behandlung des grünen Stars sollten der Augeninnendruck und die Hornhaut regelmäßig untersucht werden. Nehmen Sie bitte die vereinbarten Kontroll­termine regelmäßig wahr.

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?

Patienten, bei denen in der Krankengeschichte eine Überempfindlichkeit (Atopie) oder eine schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktion (anaphylaktische Reaktion) auf verschie­dene allergieauslösende Stoffe (Allergene) bekannt ist, können unter Betablockergabe (z. B. also auch von CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 %) heftiger als normal reagieren, wenn sie wiederholt zufällig, diagnostisch oder therapeutisch mit solchen Allergenen in Kontakt kommen. Diese Patienten sprechen möglicherweise nicht auf die übliche Adrenalindosis zur Behandlung von Überempfindlichkeits­reaktionen an.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Wenn Sie irgendwelche Reaktionen an den Augen entwickeln, insbesondere Bindehautentzündung und Lidreaktionen, fragen Sie bitte sofort Ihren Arzt bezüglich der weiteren Behandlung mit CHIBRO-TIMOPTOL®0,5 %.

Berühren Sie mit der Tropferspitze nicht Ihre Augen bzw. das die Augen umgebende Gewebe. Dadurch können Verunreinigungen mit Bakterien entstehen, was zu einer Augeninfektion mit anschließender schwerwiegender Schädigung des Auges bis hin zum Verlust des Sehvermögens führen kann. Um eine mögliche Verschmutzung der Tropfflasche zu verhindern, vermeiden Sie jeglichen Kontakt mit irgendwelchen Oberflächen.

Falls während der Behandlung zwischenzeitlich zusätzliche Vorkommnisse an Ihren Augen neu auftreten (z. B. Verletzung, Augenoperationen oder Entzündungen), suchen Sie bitte sofort Ihren Augenarzt bezüglich der Weiterverwendung des von Ihnen gegenwärtig benutzten Mehrdosenbehältnisses auf.

Es wurde über eine durch Bakterien verursachte Hornhautentzündung (Keratitis) im Zusammenhang mit der Anwendung von Augenpräparaten in Mehrdosenbehältnissen berichtet. Achten Sie darauf, dass Sie nicht versehentlich Ihr Mehrdosenbehältnis verunreinigen, besonders wenn Ihr Augenarzt bei Ihnen während der Behandlung mit CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % eine Erkrankung der Hornhaut oder eine Verletzung der Augenoberfläche festgestellt hat.

Kontaktlinsenträger

CHIBRO-TIMOPTOL®0,5 % enthält den Konservierungsstoff Benzalkonium­chlorid, das von Kontakt­linsen aufgenommen werden, diese verfärben und schädigende Wirkungen am Auge entfalten kann. Daher sollten Sie CHIBRO-TIMOPTOL®0,5 % nicht während des Tragens von weichen Kontakt­linsen einträufeln.

Nehmen Sie Ihre Kontaktlinsen vor Anwendung der Tropfen heraus und setzen Sie diese erst nach 15 Minuten wieder ein.

Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt beachten?

Im Zusammenhang mit diesem Arzneimittel wurde über Nebenwirkungen (wie Doppeltsehen, Herabhängen des Oberlides, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Schwächegefühl und Übelkeit) berichtet, die Ihre Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können.

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch durch Benommenheit und Sehstörungen wie Verände­rungen der Brechkraft (in einigen Fällen aufgrund des Absetzens eines Miotikums, also eines Medikamentes zur Behandlung des grünen Stars, welches eine Engstellung der Pupille bewirkt)die Sehleistung beeinflussen und das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird.

Dies gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.



Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Informieren Sie Ihren Arzt über alle Arzneimittel, die Sie derzeit anwenden oder anwenden möchten, einschließlich anderer Augentropfen bzw. frei verkäuflicher Medikamente. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie Arzneimittel zur Blutdrucksenkung oder zur Behandlung von Herzerkrankungen anwenden.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von CHIBRO‑TIMOPTOL® 0,5 %?

Die augeninnendrucksenkende Wirkung von Timolol kann durch die gleichzeitige Anwendung von adrenalin- oder pilocarpinhaltigen Augentropfen (andere Mittel zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks) verstärkt werden.

Obwohl der in CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % enthaltene Wirkstoff Timolol selbst keine oder nur geringe Auswirkungen auf die Pupillenweite hat, wurde gelegentlich bei gleich­zeitiger Gabe von Adrenalin eine Erweiterung der Pupille beobachtet.

Bei gleichzei­tiger systemischer Anwendung von Betarezeptorenblockern (d. h. die Einnahme in Form von Tabletten während der Anwendung von Timolol-Augentropfen) ist eine wechsel­seitige Wirkungsverstärkung sowohl am Auge (Drucksenkung) als auch am Herz-Kreislauf-System möglich. Die gleichzeitige Anwendung von zwei betablockerhaltigen Augentropfen (d. h. Augentropfen, die denselben Wirkungsmechanismus haben) wird nicht empfohlen.

Über eine Verstärkung der Wirkung von CHIBRO-TIMOPTOL® 0, 5 % auf den Gesamtorganismus (z. B. verlangsamter Herzschlag; Depressionen) wurde bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln (sog. CYP2D6-Hemmern) wie z. B. Chinidin oder sog. selektiven Serotonin-Wideraufnahme-Hemmern (Arzneimittel gegen Depressionen) berichtet.



Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimit­tel gelten können.

Welche anderen Arzneimittel werden von CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % beeinflusst?

Es kann zu einer Wirkungsverstärkung kommen, wenn CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 %gleich­zeitig mit Arzneimitteln zur Senkung des erhöhten Blutdruckes (Hypertension) oder zur Behandlung von Herzerkrankungen (z. B. Kalziumantagonisten, reserpinhaltige Präparate oder Betablocker) gegeben wird. Es können Blut­drucksenkung (Hypotonie) und/oder deutliche Pulsverlangsamung (Bradykardie) auftreten.

Betablocker, in Form von Tabletten gegeben, können die Blutdruckerhöhung, die nach dem Absetzen von Clonidin (Mittel zur Senkung des erhöhten Blutdruckes) als überschießende Reaktion (Rebound-Effekt) auftreten kann, verstärken.



Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 %nicht anders ver­ordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 %sonst nicht richtig wirken kann!

Wie viele Tropfen und wie oft sollten Sie CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 %anwenden?

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, träufeln Sie 2-mal täglich 1 Tropfen in das/die betroffene(n) Auge(n). Wenn der Augeninnendruck eingestellt ist, genügt bei vielen Patienten eine einmal tägliche Anwendung. Falls erforderlich, können zusätzlich zu CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % weitere augeninnen­drucksenkende Medikamente gegeben werden. Die gleichzeitige Anwendung von zwei betablockerhaltigen Augentropfen (d. h. Augentropfen, die denselben Wirkungsmechanismus haben) wird nicht empfohlen.

Wie sollten Sie CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % anwenden?



Brechen Sie den Sicherheitsring ab und entfernen diesen.
Dieser Sicherheitsring garantiert Ihnen, dass die Packung unversehrt ist.



Tropfen Sie CHIBRO-TIMOPTOL0,5 % in den unteren Bindehautsack des Auges. Beugen Sie dazu den Kopf leicht nach hinten, blicken nach oben und ziehen das Unterlid etwas vom Auge ab. Durch leichten Druck auf die Flasche träufeln Sie einen Tropfen in den unteren Bindehautsack. Schließen Sie das Auge nach dem Einträufeln langsam. Bringen Sie die Tropferspitze der Flasche nicht mit dem Auge, dessen Umgebung oder sonstigen Oberflächen in Berührung. Verschließen Sie die Flasche nach Gebrauch sofort wieder sorgfältig.



Wie lange sollten Sie CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % anwenden?

Die Behandlung mit CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % erfolgt in der Regel über einen längeren Zeitraum. Ein Absetzen oder Unterbrechen der Behandlung oder eine Änderung der Dosierung darf nur auf Anweisung Ihres Arztes erfolgen.



Anwendungsfehler und Überdosierung

Was ist zu tun, wenn CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % in zu großen Mengen angewendet wurde (beabsichtigt oder versehentlich)?

Wenn Sie zu viele Tropfen in Ihr Auge einbringen oder den Inhalt der Flasche schlucken, können möglicherweise schwerwiegende Beeinträchtigungen auftreten.

Bitte suchen Sie dann sofort Ihren Arzt auf!

Was müssen Sie beachten, wenn Sie zu wenig CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 %angewendet oder eine Anwendung vergessen haben?

Es ist wichtig, dass Sie CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % nach der Vorschrift Ihres Arztes anwen­den. Wenn Sie eine Anwendung vergessen haben, holen Sie diese schnellstmöglich nach. Ist es jedoch fast an der Zeit für die nächste Anwendung, lassen Sie die ver­gessene Dosis aus und kehren Sie zu Ihrem regelmäßigen Dosierungsschema zurück.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?

Ein erhöhter Augeninnendruck kann den Sehnerv schädigen und damit Ihr Sehvermögen verringern und sogar bis zur Erblindung führen. Prinzipiell gibt es kaum Anzeichen, die Ihnen einen erhöhten Augeninnendruck anzeigen. Die Diagnose kann nur anhand einer augenärztlichen Untersuchung gestellt werden. Wenn Sie unter einem erhöhten Augeninnendruck leiden, sind regelmäßige Messungen des Augeninnendrucks unerlässlich.

Eine regelmäßige Behandlung ist wichtig für den Erhalt Ihres Sehvermögens.



Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von CHIBRO‑TIMOPTOL® 0,5 % auftreten?

CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 % kann wie andere am Auge verabreichte Medikamente in den übrigen Körper aufgenommen werden. Daher können bei Gabe von Betablocker-Augentropfen die gleichen Nebenwirkungen auftreten wie bei innerlich, z. B. in Tablettenform, verabreichtem Timolol (einem sog. Betablocker). Bei der Gabe von Augentropfen gelangt jedoch erheblich weni­ger Wirkstoff in den Körper als bei innerlicher Anwendung.

Nach Anwendung von timololhaltigen Augentropfen wurde über Wirkungen auf die Atemwege und das Herz berichtet, bis hin zu Todesfällen aufgrund von Krampfzuständen der Atemwege (Broncho­spasmen) bei Asthmatikern und in seltenen Fällen aufgrund von Herzversagen.

Die folgenden Nebenwirkungen traten entweder in klinischen Prüfungen mit timololhaltigen Augentropfen auf oder wurden seit der Markteinführung beobachtet:

Störungen des Blut- und Lymphsystems:

Erkrankung des körpereigenen Abwehrsystems mit Auswirkungen auf Haut, Gelenke oder innere Organe (systemischer Lupus erythematodes)

Nervensystem und psychische Störungen:

Kopfschmerzen, Benommenheit, Depressionen, Schlaflosigkeit, Alpträume, Gedächtnisverlust, Verstärkung der objektiven und subjektiven Symptome bei Muskelschwäche (Myasthenia gravis), Missempfindungen wie Kribbeln (Parästhesien), Verminderung des Sexualtriebs (der Libido), Schlaganfall (zerebrovaskulärer Insult)

Augenleiden:

objektive und subjektive Symptome von Reizerscheinungen an den Augen, wie Brennen und Stechen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Lidrandentzündung (Blepharitis), Hornhautentzündung (Keratitis), herab­gesetzte Empfindlichkeit (Sensibilität) der Hornhaut und trockene Augen. Sehstörungen z. B. in einigen Fällen aufgrund der nachlassenden Wirkung des abgesetzten Miotikums (Medikament zur Behandlung des grünen Stars, das eine Engstellung der Pupille bewirkt) auf die Brechkraft, Doppeltsehen (Diplopie), Herabhängen des Oberlids (Ptosis), Aderhautabhebung nach fistulierenden (den Kammerwasserfluss regulierenden) Operationen

Funktionsstörungen des Ohrs und des Innenohrs:

Ohrgeräusche (Tinnitus)

Funktionsstörungen des Herzens und der Gefäße:

verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie), Blutdrucksenkung (Hypotonie), kurz dauernder Bewusstseinsverlust (Synkope), Herzblock, Hirndurchblutungsstörungen (zerebrale Ischämie), Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Herzklopfen (Palpitationen), Herzstill­stand, Wasseransammlungen in den Geweben (Ödeme), “Schaufensterkrankheit” (Claudicatio intermittens), Gefäßkrämpfe besonders im Bereich der Finger (Raynaud-Syndrom), kalte Hände und Füße, Schmerzen im Brustbereich

Funktionsstörungen der Atemwege:

Krampfzustände der Atemwege (Bronchospasmen, vorwiegend bei Patienten mit eingeengten Atemwegen und Atemstörungen), ungenügende Funktion der Lunge (respiratorische Insuffizienz), Atemnot (Dyspnoe), Husten

Beschwerden im Magen-Darm-Trakt:

Übelkeit, Durchfall (Diarrhö), Verdauungsstörungen (Dyspepsie), Mundtrockenheit

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Haarausfall (Alopezie), schuppenflechteähnliche Hautausschläge (psoriasiforme Exantheme) oder Verschlechterung einer vorbestehenden Schuppenflechte (Psoriasis)

Funktionsstörungen der Fortpflanzungsorgane und der Brust:

plastische Verhärtung des Penis (Peyronie-Krankheit)

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle:

Schwächegefühl, Müdigkeit, objektive und subjektive Symptome von Überempfindlichkeitsreaktionen wie z. B. akute allergische Reaktion (Anaphylaxie), schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem), Nesselsucht (Urtikaria), örtlich begrenzte oder generalisierte Ausschläge (Exan­theme)



Nebenwirkungen von innerlich (systemisch) verabreichtem Timolol

Aus der klinischen Erfahrung mit innerlich verabreichtem Timolol wurden folgende zusätzliche Nebenwirkungen bekannt, die möglicherweise auch bei CHIBRO‑TIMOPTOL® 0,5 % Augentropfen auftreten können:

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

zu hoher oder zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie, Hypoglykämie), Gewichtsverlust

Psychische Störungen:

verstärktes Träumen, Nervosität, Halluzinationen, Benommenheit mit abnormer Schläfrigkeit (Somnolenz)

Störungen des Nervensystems:

verminderte Konzentrationsfähigkeit

Funktionsstörungen des Ohrs und Innenohrs:

Schwindel

Funktionsstörungen des Herzens und der Gefäße:

Überleitungsstörungen des Herzens (AV-Block II. oder III. Grades, sinuatrialer Block), Wasseransammlung in der Lunge (Lungenödem), Verschlechterung einer arteriellen Durchblutungsstörung oder einer Herzbeklemmung (Angina pectoris), Gefäßerweiterung (Vasodilatation)

Funktionsstörungen der Atemwege:

Rasselgeräusche

Beschwerden im Magen-Darm-Trakt:

Erbrechen

Funktionsstörungen der Leber und der Galle:

Lebervergrößerung (Hepatomegalie)

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Juckreiz (Pruritus), Schwitzen, schwere Hautentzündung mit Schuppung (exfoliative Dermatitis), kleinfleckige Einblutungen in die Haut (nicht thrombozytopenische Purpura), Hautreizung, verstärkte Pigmentierung

Hinweis:

Arzneimittel, die einen Betablocker enthalten (z. B. CHIBRO-TIMOPTOL® 0,5 %), können in Einzelfällen eine Schuppenflechte (Psoriasis) auslösen.



Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen:

Schmerzen in den Gliedmaßen, Gelenkschmerzen (Arthralgie)

Funktionsstörungen der Nieren und ableitenden Harnwege:

Blasenentleerungsstörungen (Miktionsbeschwerden)

Funktionsstörungen der Fortpflanzungsorgane und der Brust:

Impotenz

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle:

herabgesetzte Belastbarkeit, lokales Schwächegefühl

Untersuchungen:

In der Regel nicht von klinischer Bedeutung waren leichte Anstiege des Blutharnstoffstickstoffs, des Serum-Kaliums, der Serum-Harnsäure, der Triglyceride oder eine leichte Senkung des Hämoglobins, des Hämatokriten und des HDL-Cholesterins.

Nebenwirkungen mit unbekanntem Kausalzusammenhang

Über folgende weitere Nebenwirkungen wurde bisher berichtet, aber ein ursächlicher Zusammenhang mit der Verabreichung von Timolol-Augentropfen konnte nicht festgestellt werden:

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Appetitlosigkeit

Störungen des Nervensystems und psychische Störungen:

zentralnervöse Störungen (z. B. Verhaltensstörungen wie Verwirrtheit, Angstzustände, Desorien­tiertheit und andere psychische Störungen)

Augenleiden:

Veränderungen am Augenhintergrund nach Linsenentfernung (aphakes zystoides Makulaödem)

Funktionsstörungen des Herzens und der Gefäße:

Bluthochdruck (Hypertonie)

Funktionsstörungen der Atemwege:

Schwellung der Nasenschleimhaut

Beschwerden im Magen-Darm-Trakt:

Bindegewebsneubildung im Beckenbereich (retroperitoneale Fibrose)

Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Vernarbung der Bindehaut (Pseudopemphigoid).



Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.



Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit dieses Arzneimittels

Das Verfallsdatum der Packung ist auf der Faltschachtel und dem Etikett der Tropfflasche aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum.

Nach Anbruch der Flasche darf CHIBRO-TIMOPTOL®0,5 % nicht länger als 4 Wochen verwendet werden.

Flasche im Umkarton aufbewahren.



Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren!



Stand der Information: Mai 2006





Dem Arzt stehen ausführliche wissenschaftliche Informationen über CHIBRO‑TIMOPTOL®0,5 % zur Verfügung, aufgrund derer er die sachgemäße Anwendung dieses Arzneimittels bestimmt.

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