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Ciprohexal 200mg/100ml Infusionslösung

Document: 25.04.2007   Gebrauchsinformation (deutsch) change

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER


CiproHEXAL 200 mg/100 ml Infusionslösung


Wirkstoff: Ciprofloxacin


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.



Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist CiproHEXAL 200 mg/100 ml und wofür wird es angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von CiproHEXAL 200 mg/100 ml beachten?

3. Wie ist CiproHEXAL 200 mg/100 ml anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist CiproHEXAL 200 mg/100 ml aufzubewahren?

6. Weitere Informationen




1. WAS ist CiproHEXAL 200 mg/100 ml UND WOFÜR wird es ANGEWENDET?


Ciprofloxacin, der Wirkstoff in CiproHEXAL 200 mg/100 ml, ist ein Antibiotikum, das zur Behandlung gewisser bakterieller Infektionen verwendet wird. Ciprofloxacin gehört zu einer Gruppe von Antibiotika, den so genannten Fluorochinolonen.


CiproHEXAL wird angewendet bei:

Erwachsenen:

Zur Behandlung folgender Infektionen, die durch Ciprofloxacin-empfindliche Erreger hervorgerufen werden:


Kinder und Jugendliche (5-17 Jahre):

Akute, durch Pseudomonas aeruginosa verursachte Infektionsschübe einer zystischen Fibrose (Mukoviszidose) bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 – 17 Jahren, sofern wirksamere parenterale Behandlungsmöglichkeiten nicht anwendbar erscheinen. Für andere Indikationen wird Ciprofloxacin nicht empfohlen.


Milzbrand:

Zur Soforttherapie und zur Behandlung des Milzbrandes nach Inhalation des Erregers Bacillus anthracis. Die Wirksamkeit von Ciprofloxacin bei Milzbrand wurde experimentell belegt.



2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER anwendung VON CiproHEXAL 200 mg/100 ml BEACHTEN?


CiproHEXAL 200 mg/100 ml darf nicht angewendet werden,


Besondere Vorsicht bei der Anwendung von CiproHEXAL 200 mg/100 ml ist erforderlich

Informieren Sie Ihren Arzt,


Da die Möglichkeit der Entwicklung einer Lichtempfindlichkeit besteht, sollten Sie sich während der Behandlung mit Ciprofloxacin nicht dem Sonnenlicht aussetzen und UV-Licht vermeiden. Wenn dies nicht möglich ist, sollten Sie eine Sonnenschutzcreme verwenden.


Sie sollten während der Behandlung ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, um eine Kristallisierung von Ciprofloxacin im Urin zu vermeiden.


Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn während der Behandlung mit Ciprofloxacin eine der folgenden Beschwerden auftritt:


Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Wie von anderen Chinolonen bekannt, kann Ciprofloxacin Schädigungen an gewichttragenden Gelenken junger Tiere verursachen. Aus der Bewertung der Sicherheitsdaten von Patienten unter 18 Jahren, meist mit zystischer Fibrose (Mukoviszidose) ergaben sich keine Hinweise auf Gelenk-/Knorpelschädigungen.


Ciprofloxacin darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden mit der Ausnahme einer


Bei Anwendung von CiproHEXAL 200 mg/100 ml mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Ciprofloxacin und andere Arzneimittel können sich gegenseitig in ihren Wirkungen/Nebenwirkungen beeinflussen. Dies gilt u. a. für folgende Arzneimittel:



Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Ciprofloxacin darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da zur Zeit noch unzureichende Erfahrungen über die Sicherheit für das ungeborene Kind vorliegen. Die einzige Ausnahme ist ein lebensbedrohlicher Fall ohne Alternativtherapie. Tierstudien und bisher beobachtete Schwangerschaften zeigten keine Hinweise auf Missbildungen (teratogene Wirkungen) und andere Komplikationen, aber das Risiko einer Knorpelschädigung des ungeborenen Kindes kann jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.


Stillzeit

Ciprofloxacin darf nicht angewendet werden, wenn Sie stillen, da Ciprofloxacin in die Muttermilch übergeht und dies für den Säugling schädlich sein könnte.


Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Ciprofloxacin kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt werden kann. Dies gilt im verstärkten Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.


Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von CiproHEXAL 200 mg/100 ml

Eine Durchstechflasche enthält maximal 15,6 mmol (400 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.



3. WIE ist CiproHEXAL 200 mg/100 ml anzuwenden?


Ciprofloxacin wird von Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester intravenös (in eine Vene) verabreicht.


Die üblichen Dosierungen betrageb:

Erwachsene


Indikationen

Einzel-/Tagesdosen für Erwachsene (mg Ciprofloxacin) (2-mal täglich im Abstand von 12 Stunden oder 3-mal täglich im Abstand von 8 Stunden)

Atemwegsinfektionen*

je nach Schweregrad und Erreger


2-mal 200-400 mg

Harnwegsinfektionen

  • akut, unkompliziert:

  • kompliziert


2-mal 200 mg

2-mal 400 mg

Gonorrhoe

  • extragenital

  • akut, unkompliziert


2-mal 100 mg

Einzeldosis von 100 mg

Diarrhoe

2-mal 200 mg

Andere Infektionen* (vgl. Anwendungsgebiete)

2-mal 200-400 mg


* Bei besonders schweren, lebensbedrohlichen Infektionen, bei rezidivierenden Infektionsschüben, bei Patienten mit zystischer Fibrose, bei Knochen- und Gelenkinfektionen, Sepsis und Peritonitis betragen die Richtdosen 3-mal 400 mg Ciprofloxacin, insbesondere bei Beteiligung von Pseudomonas aeruginosa. Diese Dosierung ist auch dann anzuwenden, wenn Infektionen mit Krankheitserregern therapiert werden, bei denen Ciprofloxacin nicht Mittel der ersten Wahl ist.

Bei Chlamydieninfektionen des Urogenitaltrakts kann die Dosis gegebenenfalls auf 3-mal 400 mg intravenös gesteigert werden.

Die maximale Tagesdosis beträgt 1200 mg.


Hinweis

Zusätzlich zu Ciprofloxacin Infusionslöungen sind weitere orale Darreichungsformen erhältlich.

Nach Beendigung der intravenösen Behandlung ist eine Weiterführung der Behandlung durch orale Verabreichung möglich.

Kinder und Jugendliche (5-17 Jahre)

Klinische und pharmakokinetische Daten stützen den Einsatz von Ciprofloxacin bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5-17 Jahren mit durch Pseudomonas aeruginosaverursachten akuten Infektionsschüben einer zystischen Fibrose mit einer Dosis von 3-mal täglich 10 mg/kg i.v. (maximal 1200 mg/Tag).

Bei Milzbrand:

Erwachsene:

2-mal täglich 400 mg

Kinder:

2-mal täglich 10 mg/kg Körpergewicht. Die maximale Einzeldosis bei Kindern sollte 400 mg nicht überschreiten.

Die Behandlung sollte unverzüglich nach einer vermuteten oder bestätigten Inhalation von Milzbranderregern begonnen werden.

Therapeutische Wirksamkeit kann nach Anwendung dieser Dosierungen aufgrund der Empfindlichkeit der Erreger in-vitro und der jeweils zu erwartenden Plasmaspiegel angenommen werden.

Eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion

Erwachsene:

1. Eingeschränkte Nierenfunktion:

Kreatinin Clearance zwischen 31 und 60 ml/min bzw. Serumkreatinin zwischen 1,4 und 1,9 mg/100 ml):
intravenöse Dosierung: maximal 800 mg Ciprofloxacin pro Tag.

Kreatinin Clearance 30 ml/min bzw. Serumkreatinin 2 mg/100 ml):

intravenöse Dosierung: maximal 400 mg Ciprofloxacin pro Tag.

2. Eingeschränkte Nierenfunktion + Hämodialyse
Dosierung wie unter 1., an Dialysetagen im Anschluss an die Dialyse.

3. Eingeschränkte Nierenfunktion + CAPD mit Peritonitis

Zugabe von Ciprofloxacin zum Dialysat (intraperitoneal):

4-mal täglich im Abstand von 6 Stunden 50 mg Ciprofloxacin pro Liter Dialysat.

In dieser Indikation liegen nur begrenzte klinische Erfahrungen mit einer geringen Patientenzahl vor. Damit ausreichend hohe Konzentrationen an Ciprofloxacin im Peritoneum erreicht werden können, muss Ciprofloxacin in hoher Dosierung angewendet werden. Daher müssen die Patienten sorgfältig hinsichtlich Nebenwirkungen überwacht werden. Wenn klinisch relevante Nebenwirkungen oder Symptome einer Überdosierung auftreten, muss die Dosis gesenkt oder Ciprofloxacin abgesetzt werden.

4. Eingeschränkte Leberfunktion
Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

5. Eingeschränkte Nieren - und Leberfunktion
Dosisanpassung wie unter 1., eventuell Konzentrationsbestimmungen von Ciprofloxacin im Serum.

Ältere Patienten

Aufgrund höherer Plasmaspiegel bei älteren Patienten wird eine Dosis in Abhängigkeit von der Kreatinin-Clearance und dem Schweregrad der Erkrankung empfohlen.


Kinder und Jugendliche

Zum Einfluss einer eingeschränkten Nieren- oder Leberfunktion auf die Dosierung bei Kindern und Jugendlichen liegen keine Erkenntnisse vor.


Art der Anwendung für medizinisches Fachpersonal

Nur zur intravenösen Anwendung.

Nur zur Einzelanwendung.


Dieses Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung; nicht verwendetes Arzneimittel sollte verworfen werden.

Produkte zur parenteralen Anwendung sollten vor der Verabreichung visuell auf Partikelteilchen und Verfärbungen überprüft werden. Es sollten nur partikelfreie Lösungen verwendet werden.


Die Infusionsdauer beträgt 30 Minuten für 100 und 200 mg Ciprofloxacin bzw. 60 Minuten für 400 mg Ciprofloxacin.


Die Infusionslösungen können direkt oder nach vorheriger Zugabe zu den unten angegebenen kompatiblen Lösungen infundiert werden:


Wird Ciprofloxacin mit andern kompatiblen Infusionslösungen gemischt, so muss diese Infusionslösung aus mikrobiologischen und hygienischen Gründen und aus Gründen des Lichtschutzes sofort nach ihrer Herstellung verwendet werden.


Chemische Inkompatibilitäten

Die Infusionslösungen sind – sofern Kompatibilität mit anderen Infusionslösungen/Arzneimitteln nicht erwiesen ist – grundsätzlich getrennt zu applizieren. Optische Zeichen der Inkompatibilität sind z. B. Ausfällung, Trübung, Verfärbung.

Inkompatibilität besteht zu allen Infusionslösungen/Arzneimitteln, die beim pH-Wert der Lösungen physikalisch oder chemisch instabil sind (z. B. Penicilline, Heparin-Lösungen), insbesondere bei Kombination mit alkalisch eingestellten Lösungen (pH-Wert der Ciprofloxacin Infusionslösungen: 3,5-4,5).


Dauer der Anwendung

Erwachsene:

Die Behandlungsdauer richtet sich nach der Schwere der Erkrankung sowie nach dem klinischen und bakteriologischen Verlauf. Grundsätzlich sollte die Behandlung wenigsten 3 Tage über die Entfieberung bzw. das Verschwinden klinischer Symptome hinaus konsequent weitergeführt werden.


Durchschnittliche Behandlungsdauer:


Kinder und Jugendliche (5-17 Jahre)

Für akute durch Pseudomonas aeruginosa verursachte Infektionsschübe einer zystischen Fibrose bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5-17 Jahren beträgt die Behandlungsdauer 10-14 Tage.


Bei Milzbrand:

60 Tage bei Soforttherapie und zur Behandlung von Infektionen nach Inhalation von Milzbranderregern.


Wenn Sie eine größere Menge von CiproHEXAL 200 mg/100 ml angewendet haben als Sie sollten

Symptome:Schwindel, Zittern, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Krampfanfälle, Halluzinationen, Verwirrtheit, gastrointestinale Beschwerden, Leber- und Nierenanomalien, Ausscheidung von kleinen Kristallen und Blut im Urin (Kristallurie, Hämaturie).

Wenn Sie darüber beunruhigt sind, vielleicht zu viel Ciprofloxacin erhalten zu haben, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester.

Diese(r) wird dann in Abhängigkeit von den Symptomen folgende Gegenmaßnahmen einleiten:

Behandlung: Im Falle einer akuten Überdosierung kann es zu einer reversiblen Nierenschädigung kommen. Eliminationsfördernde Maßnahmen können angezeigt sein. Die Gabe von Aktivkohle, calcium- oder magnesiumhaltigen Antazida wird empfohlen. Der Patient muss während der symptomatischen und unterstützenden Behandlung sorgfältig überwacht werden. Die Nierenfunktion muss kontrolliert werden. Mit Hämo- oder Peritonealdialyse wird nur eine geringe Menge an Ciprofloxacin ( 10%) aus dem Körper entfernt. Eine adäquate Flüssigkeitsaufnahme muss aufrechterhalten werden, um das Risiko einer Kristallurie zu minimieren.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.




4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann CiproHEXAL 200 mg/100 ml Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.


Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:


Sehr häufig:

bei mehr als 1 von 10 behandelten Patienten

Häufig:

bei weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 behandelten Patienten

Gelegentlich:

bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 behandelten Patienten

Selten:

bei weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 behandelten Patienten

Sehr selten:

bei weniger als 1 von 10.000 behandelten Patienten einschließlich Einzelfälle


Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich:

Soor (Candidose)


Selten:

Pseudomembranöse Colitis


Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich:

Vermehrung weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Verminderung weißer Blutkörperchen (Leukozytopenie).


Selten:

Verminderung roter und bestimmter weißer Blutkörperchen (Anämie, Granulozytopenie) oder von Blutplättchen (Thrombozytopenie), Vermehrung von weißen Blutkörperchen (Leukozytose) oder Blutplättchen (Thrombozytose), veränderte Blutgerinnungsfaktoren (Prothrombinwerte).


Sehr selten:

Gesteigerter Abbau roter Blutkörperchen (hämolytische Anämie), Verminderung aller Blutzellen (Panzytopenie, möglicherweise lebensbedrohlich), starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit den möglichen Anzeichen Schüttelfrost, Fieber, Schaum im Bereich der Mund- und Rachenschleimhaut (Agranulozytose), Knochenmarkdepression (möglicherweise lebensbedrohlich).


Erkrankungen des Immunsystems

Selten:

Allergische Reaktion


Sehr selten:

Serumkrankheits-ähnliche Reaktionen (mit z. B. Fieber, Lymphknotenschwellung, Hautrötung, Juckreiz, Schwellungen [Ödeme, Verschlimmerung der Symptome einer Myasthenia gravis (belastungsabhängige Ermüdung der Muskulatur, vor allem im Bereich der Gesichts-, Schlund- und Atemmuskeln).


Endokrine Erkrankungen

Selten:

Erhöhung der Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)


Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich:

Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Erregtheit, Verwirrtheit, Geschmacksstörungen (Dysgeusie), Geruchsstörungen (Parosmie).


Selten:

Halluzinationen, periphere Empfindungsstörungen, Angstzustände, Albträume, Depressionen, Zittern, Krampfanfälle, herabgesetzte Empfindung von Sinnesreizen (Hypästhesie), Migräne, Ohnmacht.


Sehr selten:

Gangunsicherheit, Erhöhung des Schädelinnendrucks, psychotische Reaktionen (seelische Störung mit Veränderung des Wahrnehmens bis hin zur Selbstgefährdung), teilweise schon nach Erstanwendung, Koordinationsstörungen (Ataxie), Überempfindlichkeit für Sinnesreize (Hyperästhesie), gesteigerte Muskelspannung, Muskelzucken, Verlust des Geruchssinns.


Augenerkrankungen

Selten:

Sehstörungen (z. B. Doppeltsehen, Farbensehen).


Erkrankungen des Ohrs und d es Labyrinths

Selten:

Ohrensausen, vorübergehende Hörstörungen, besonders im Hochtonbereich.


Herzerkrankungen

Selten:

Herzklopfen, Migräne, Ohnmacht, Hitzewallungen, niedriger Blutdruck (Hypotension)


Sehr selten:

Bestimmte Formen eines unregelmäßigen Herzschlags (ventrikuläre Arrhythmien, Torsade de pointes, QT-Verlängerung)


Gefäßerkrankungen

Selten:

Schwellungen der Beine (periphere Ödeme), hoher Blutdruck (Hypertension)


Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig:

Übelkeit, Durchfall


Gelegentlich:

Erbrechen, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Blähungen, Appetitlosigkeit


Selten:

Verlust des Geschmackssinns, der normalerweise nach Absetzen der Therapie reversibel ist.


Sehr selten:

Dickdarmentzündung (pseudomembranöse Kolitis), Bauchspeicheldrüsenentzündung


Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich:

Anstieg von Enzymen (Transaminasen und alkalische Phosphatase oder Bilirubin), besonders bei Patienten mit vorgeschädigter Leber, in seltenen Fällen bis hin zu Gelbsucht


Sehr selten:

Leberschäden (Leberentzündung, Leberzellnekrose bis hin zum lebensbedrohlichen Leberversagen), Anstieg von Enzymen der Bauchspeicheldrüse (Amylase und/oder Lipase)



Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:

Hautausschläge


Gelegentlich:

Juckreiz, Nesselsucht (Urtikaria), Hautausschläge mit Knötchenbildung


Selten:

Lichtempfindlichkeit mit Rötung der Haut (Photosensitivität), Schwitzen


Sehr selten:

Punktförmige Hautblutungen (Petechien), Blasenbildungen mit Einblutungen (hämorrhagische Bullae) und kleine Knötchen (Papeln) mit Krustenbildung als Ausdruck einer Gefäßbeteiligung (Vaskulitis), Knotenrose (Erythema nodosum), fixes Arzneimittelexanthem, scheibenförmige Hautrötungen (Erythema exsudativum multiforme minor) bis hin zu schweren Verlaufsformen (Stevens-Johnson-Syndrom), blasige Ablösung von Oberhaut, Mund- und Nasenschleimhaut (Lyell-Syndrom)


Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:

Gelenkschmerzen, Schwächegefühl


Selten:

Muskelschmerzen, Gelenkschwellung


Sehr selten:

Sehnenentzündung, Sehnenscheidenentzündung, Sehnenriss, Muskelschwäche


Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten:

Nierenentzündung (interstitielle Nephritis), Anstieg von Harnstoff oder Kreatinin im Serum, Einschränkung der Nierenfunktion bis hin zu Nierenversagen, Kristalle oder rote Blutkörperchen im Urin


Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich:

Eine langfristige und wiederholte Anwendung kann zu Superinfektionen mit resistenten Bakterien oder Pilzen führen. Venenentzündung


Selten:

Arzneimittelfieber, Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) (anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen, z. B. Schwellung von Gesicht, Gefäßen und Kehlkopf, Atemnot bis hin zu lebensbedrohlichem Schock), teilweise schon nach der ersten Anwendung, Schmerzen (z. B. Schmerzen in den äußeren Gliedmaßen, im Rücken, in der Brust).


Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.



5. WIE ist CiproHEXAL 200 mg/100 ml AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.


Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.


Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.


Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.


Nach Anbruch:

Sofort verwenden

Jede nicht verbrauchte Infusionslösung ist zu verwerfen.


Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel sofort verwendet werden, es sei denn, die Methode des Öffnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn das Arzneimittel nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.



6. WEITERE informationen


Was CiproHEXAL 200 mg/100 ml enthält


Der Wirkstoff ist Ciprofloxacin.


1 Durchstechflasche mit 100 ml Infusionslösung enthält 222 mg Ciprofloxacinhydrochlorid 1 H2O, entsprechend 200 mg Ciprofloxacin.



Die sonstigen Bestandteile sind:

Milchsäure, Natriumchlorid, Natriumhydroxid-Lösung (40 %) zur pH-Einstellung, Salzsäure (25 %) zur pH-Einstellung, Wasser für Injektionszwecke


Wie CiproHEXAL 200 mg/100 ml aussieht und Inhalt der Packung

Durchstechflaschen mit einer klaren, farblosen bis leicht grünlich-gelben Lösung


CiproHEXAL 200 mg/100 ml Infusionslösung ist in Packungen mit 5 x 1 Durchstechflasche mit je 100 ml Infusionslösung erhältlich.



Pharmazeutischer Unternehmer

HEXAL AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Tel. (08024) 908-0

Fax: (08024) 908-1290

e-mail: service@hexal.com


Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von Guericke-Allee 1

39179 Barleben



Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im April 2007


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