iMedikament.de

Doxazosin Sandoz 1mg Tabletten

Document: 02.07.2010   Fachinformation (deutsch) change



Fachinformation

1. Bezeichnung der Arzneimittel


Doxazosin Sandoz 1 mg Tabletten

Doxazosin Sandoz 2 mg Tabletten

Doxazosin Sandoz 4 mg Tabletten

Doxazosin Sandoz 8 mg Tabletten


2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


Wirkstoff: Doxazosinmesilat


Doxazosin Sandoz 1 mg

1 Tablette enthält 1,21 mg Doxazosinmesilat, entsprechend 1 mg Doxazosin.


Doxazosin Sandoz 2 mg

1 Tablette enthält 2,42 mg Doxazosinmesilat, entsprechend 2 mg Doxazosin.


Doxazosin Sandoz 4 mg

1 Tablette enthält 4,85 mg Doxazosinmesilat, entsprechend 4 mg Doxazosin.


Doxazosin Sandoz 8 mg

1 Tablette enthält 9,70 mg Doxazosinmesilat, entsprechend 8 mg Doxazosin.


Sonstiger Bestandteil: Lactose-Monohydrat


Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.


3. Darreichungsform


Tablette


Doxazosin Sandoz 1 mg

Runde, gewölbte, weiße Tabletten.


Doxazosin Sandoz 2 mg/ -4 mg

Längliche, gewölbte, weiße Tabletten mit einer einseitigen Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.


Doxazosin Sandoz 8 mg

Weiße bis weißliche, beidseitig gewölbte Tabletten mit einer Kreuzbruchkerbe (Snap Tab) und der Prägung „DZS 8“ auf einer Seite.

Die Tablette ist viertelbar.


4. Klinische Angaben


4.1 Anwendungsgebiete


Essentielle Hypertonie


4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


ZuBeginn der Behandlung wird 1 mg Doxazosin 1-mal täglich eingenommen. In Abhängigkeit von der Wirksamkeit kann die Dosis individuell bei Bedarf jeweils nach 1 bis 2 Wochen auf 2 mg Doxazosin 1-mal täglich, dann auf 4 mg Doxazosin 1-mal täglich und schließlich auf 8 mg Doxazosin 1-mal täglich

gesteigert werden.


Zusätzlich für Doxazosin Sandoz 8 mg

Doxazosin Sandoz 8 mg ist aufgrund des hohen Wirkstoffgehalts nicht für den Therapiebeginn geeignet.

Die durchschnittliche Tagesdosis für die Erhaltungstherapie beträgt 2 bis 4 mg Doxazosin 1-mal täglich.



Diemaximale Tagesdosis beträgt 16 mg Doxazosin 1-mal täglich.



Ältere Patienten

Da die pharmakokinetischen Eigenschaften von Doxazosin bei älteren Patienten unverändert sind, wird im Allgemeinen die Anwendung der normalen Dosierungen empfohlen.



Patienten mit Niereninsuffizienz

Da es bei Patienten mit Niereninsuffizienz keinen Hinweis darauf gibt, dass Doxazosin eine bestehende Niereninsuffizienz verschlimmert, wird allgemein die Anwendung der normalen Dosierungen empfohlen. Die Dosis sollte jedoch so niedrig wie möglich gehalten werden und eine Dosissteigerung nur unter genauer Beobachtung vorgenommen werden. Doxazosin unterliegt einer starken Proteinbindung. Daher kann es durch Dialyse nicht eliminiert werden.



Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollte Doxazosin besonders vorsichtig dosiert werden.

Bei Patienten mit schwerwiegender Leberfunktionsstörung liegen keine klinischen Erfahrungen vor (siehe Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).

Art der Anwendung

Die Einnahme von Doxazosin Sandoz kann unabhängig von den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) erfolgen.


Hinweis zur Teilung der Doxazosin Sandoz 8 mgTabletten (Snap Tab):

Legen Sie die Snap Tab Tablette mit der Kreuzbruchkerbe nach oben auf eine harte Unterlage. Durch leichten Daumendruck von oben wird die Zerteilung in vier gleich große Teile bewirkt.



Gegenanzeigen


Doxazosin ist kontraindiziert

- bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Chinazoline (z. B. Prazosin, Terazosin, Doxazosin) oder einen der sonstigen Bestandteile

- bei Patienten mit orthostatischer Hypotonie in der Anamnese

- bei Patienten mit benigner Prostatahyperplasie, die gleichzeitig eine Stauung der oberen Harnwege, einen chronischen Harnwegsinfekt oder Blasensteine aufweisen

- während der Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6 „Schwangerschaft und Stillzeit“)

- als Monotherapie bei Patienten mit Überlaufblase oder Anurie oder progressiver Niereninsuffizienz.


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Therapiebeginn

Vor allem zu Beginn der Therapie kann es im Zusammenhang mit den α-blockierenden Eigenschaften von Doxazosin zu einer orthostatischen Hypotonie kommen, die sich als Schwindel und Schwächegefühl, in seltenen Fällen auch durch Bewusstlosigkeit (Synkope) äußert. Es wird daher empfohlen, bei Behandlungsbeginn den Blutdruck zu überwachen, um das Risiko möglicher Nebenwirkungen zu verringern. Die Patienten sollten angewiesen werden, bei Einleitung der Therapie mit Doxazosin Situationen zu vermeiden, bei denen es zu Verletzungen kommen könnte, sollten Schwindel oder Schwächegefühl auftreten.


Anwendung bei Patienten mit akuten Herzerkrankungen

Wie bei allen anderen Antihypertonika mit vasodilatatorischen Eigenschaften wird bei der Gabe von Doxazosin an Patienten mit folgenden akuten Herzerkrankungen zur Vorsicht geraten:

- Lungenödem durch Aorten- oder Mitralklappenstenose

- High-Output-Herzinsuffizienz

- Rechtsherzinsuffizienz als Folge von Lungenembolie oder Herzbeutelerguss

- Linksherzinsuffizienz mit niedrigem Füllungsdruck.


Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Wie jedes andere Arzneimittel, das vollständig über die Leber metabolisiert wird, sollte Doxazosin mit besonderer Vorsicht bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion verabreicht werden. Da im Hinblick auf Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung keine klinischen Erfahrungen vorliegen, wird eine Anwendung bei solchen Patienten nicht empfohlen.


Anwendung mit PDE-5-Hemmern

Die gleichzeitige Anwendung von Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (z. B. Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil) und Doxazosin Sandoz kann bei einigen Patienten zu einer symptomatischen Hypotonie führen. Um das Risiko für die Entwicklung einer orthostatischen Hypotonie zu vermindern, sollten die Patienten stabil auf die alpha-Blocker-Therapie eingestellt sein, wenn Sie Phosphodiesterase-5-Inhibitoren anwenden.


Anwendung bei Patienten, die sich aufgrund eines grauen Stars (Katarakt) einer Augenoperation unterziehen müssen

Bei einigen Patienten, die gleichzeitig oder bis kurz vorher mit Tamsulosin behandelt wurden, trat während Katarakt-Operationen das so genannte „Intraoperative Floppy Iris Syndrome“ (IFIS, eine Variante des Syndroms der engen Pupillen) auf. Da auch bei Anwendung anderer α-Blocker vereinzelt das Auftreten einer IFIS gemeldet wurde, kann ein Gruppeneffekt nicht ausgeschlossen werden. IFIS kann zu Komplikationen während der Operation führen. Deshalb sollten Katarakt-Chirurgen und Augenärzte vor einer Katarakt-Operation darüber informiert werden, ob die Patienten aktuell α-Blocker anwenden oder früher erhielten.


Allgemeine Hinweise

Bei Patienten, die eine salzarme Diät einhalten oder die mit Diuretika behandelt werden, ist das Risiko von Kreislaufstörungen, insbesondere bei Lagewechsel, erhöht.


Bei Patienten mit schwerer koronarer Herzkrankheit kann ein zu rascher oder zu starker Blutdruckabfall zu einer Verschlechterung der Angina-Pectoris-Beschwerden führen.


Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Doxazosin Sandoz nicht einnehmen.


Hinweis für Diabetiker

Doxazosin Sandoz 1 mg/- 2 mg/- 8 mg

1 Tablette enthält weniger als 0,01 BE.


Doxazosin Sandoz 4 mg

1 Tablette enthält weniger als 0,015 BE.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige

Wechselwirkungen


Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (z. B. Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil)

Die gleichzeitige Anwendung von Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (z. B. Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil) und Doxazosin Sandoz kann bei manchen Patienten zu einer symptomatischen Hypotonie führen (siehe Abschnitt 4.4).


Doxazosin ist stark an Plasmaproteine gebunden (98 %). In-vitro-Untersuchungen mit Humanplasma haben gezeigt, dass Doxazosin keine Wirkung auf die Proteinbindung von Digoxin, Warfarin, Phenytoin oder Indometacin hat.


Konventionelles Doxazosin wurde mit Thiaziddiuretika, Furosemid, β-Blockern, nichtsteroidalen Antirheumatika, Antibiotika, oralen Antidiabetika, Urikosurika und Antikoagulanzien verabreicht, ohne dass Wechselwirkungen auftraten. Es liegen jedoch keine formalen Arzneimittel-/Wechselwirkungsstudien vor.


Doxazosin verstärkt die blutdrucksenkende Wirkung anderer α-Blocker und anderer Antihypertonika.


In einer offenen, randomisierten, placebokontrollierten Studie an 22 gesunden männlichen Probanden führte die Gabe einer Einzeldosis von 1 mg Doxazosin am Tag 1 einer 4-tägigen Behandlung mit oralem Cimetidin (400 mg 2-mal täglich) zu einer Erhöhung der mittleren AUC von Doxazosin um 10 %, aber zu keinen statistisch signifikanten Veränderungen der mittleren Cmaxoder der mittleren Halbwertszeit von Doxazosin. Der 10 %ige Anstieg der mittleren AUC für Doxazosin mit Cimetidin liegt innerhalb interindividueller Variationen (27 %) der mittleren AUC für Doxazosin mit Placebo.





4.6 Schwangerschaft und Stillzeit


Da es keine ausreichenden und gut kontrollierten Studien an Schwangeren gibt, ist die Sicherheit von Doxazosin während der Schwangerschaft noch nicht nachgewiesen. Daher sollte Doxazosin während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen das Risiko überwiegt. Obwohl Tierstudien keinen Hinweis auf eine teratogene Wirkung ergaben, wurden bei Tieren unter hohen Dosen verminderte Überlebensraten der Feten beobachtet (siehe Abschnitt 5.3 „Präklinische Daten zur Sicherheit“).


Doxazosin ist während der Stillzeit kontraindiziert, da das Arzneimittel in der Milch laktierender Ratten akkumuliert und keine Informationen über die Ausscheidung des Arzneimittels in die Milch stillender Frauen vorliegen.


Alternativ sollten Frauen abstillen, falls eine Behandlung mit Doxazosin erforderlich ist (siehe Abschnitt 5.3 „Präklinische Daten zur Sicherheit“).



Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum

Bedienen von Maschinen


Die Fähigkeit zur Ausübung von Tätigkeiten, wie z. B. das Bedienen von Maschinen oder das Führen von Fahrzeugen, kann beeinträchtigt sein, insbesondere bei Behandlungsbeginn.




4.8 Nebenwirkungen


Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:


Sehr häufig (≥1/10)

Häufig (≥1/100 bis <1/10)

Gelegentlich (≥1/1 000 bis <1/100)

Selten (≥1/10 000 bis <1/1 000)

Sehr selten (<1/10 000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)


Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Häufig: Infektionen der Atemwege, Infektionen der Harnwege.


Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Leukopenie, Thrombozytopenie.


Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: allergische Arzneimittelreaktionen.


Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Anorexie

Gelegentlich: Gicht, gesteigerter Appetit.


Psychiatrische Erkrankungen

Häufig: Angst, Schlaflosigkeit, Nervosität

Gelegentlich: Agitiertheit, Depressionen.


Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Schwindel, Kopfschmerzen

Häufig: posturaler Schwindel, Parästhesien, Somnolenz

Gelegentlich: Apoplexie, Hypästhesie, Synkope, Tremor.


Augenerkrankungen

Sehr selten: Verschwommensehen

Nicht bekannt: intraoperative Floppy Iris Syndrome (siehe Abschnitt 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).


Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Vertigo

Gelegentlich: Tinnitus.


Herzerkrankungen

Häufig: Herzklopfen, Tachykardie

Gelegentlich: Angina pectoris, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen

Sehr selten: Bradykardie.


Gefäßerkrankungen

Häufig: Hypotonie, posturale Hypotonie

Gelegentlich: Hitzewallungen.


Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Bronchitis, Husten, Dyspnoe, Rhinitis

Gelegentlich: Nasenbluten

Sehr selten: Verschlimmerung eines Bronchospasmus.


Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Magenschmerzen, Dyspepsie, Mundtrockenheit, Übelkeit, Diarrhö

Gelegentlich: Obstipation, Blähungen, Erbrechen, Gastroenteritis

Nicht bekannt: Geschmacksstörungen.


Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: anormale Leberfunktionstests

Sehr selten: Cholestase, Hepatitis, Gelbsucht.


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Pruritus

Gelegentlich: Hautausschlag, Alopezie, Purpura

Sehr selten: Urtikaria.


Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Rückenschmerzen, Myalgie

Gelegentlich: Arthralgie, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche.


Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Zystitis, Harninkontinenz

Gelegentlich: Dysurie, erhöhte Miktionshäufigkeit, Hämaturie, Polyurie

Sehr selten: verstärkte Diurese, Miktionsstörungen, Nykturie.


Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Gelegentlich: Impotenz

Sehr selten: Gynäkomastie, Priapismus

Nicht bekannt: retrograde Ejakulation.


Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Häufig: Asthenie, Brustschmerzen, grippeartige Symptome, periphere Ödeme, Müdigkeit, Malaise

Gelegentlich: Schmerzen, Gesichtsödeme.


Untersuchungen

Gelegentlich: Gewichtszunahme.





4.9 Überdosierung


Führt eine Überdosierung zu einer Hypotonie, sollte der Patient sofort auf dem Rücken in Kopftieflage gebracht werden. Andere unterstützende Maßnahmen sollten ergriffen werden, wenn dies in Einzelfällen angebracht erscheint.


Ist diese Maßnahme unzureichend, sollte ein Schock zuerst mit Volumenexpandern behandelt werden. Bei Bedarf sollte dann ein Vasopressor angewendet werden. Die Nierenfunktion sollte überwacht und bei Bedarf unterstützt werden.


Da Doxazosin stark an Proteine gebunden ist, ist eine Dialyse nicht indiziert.


5. Pharmakologische Eigenschaften


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Antihypertensivum

ATC-Code: C02CA04

Doxazosin bewirkt durch selektive und kompetitive Blockade von postsynaptischen α-1-Rezeptoren eine periphere Vasodilatation.

Die Anwendung von Doxazosin beim Hypertoniker führt zur Senkung des Blutdrucks durch Verminderung des peripheren Gefäßwiderstandes.

Bei einer 1-mal täglichen Dosierung ist die Wirkung noch 24 Stunden nach der Einnahme nachzuweisen. Nach Therapiebeginn kommt es zu einer allmählichen Senkung des Blutdrucks, orthostatische Reaktionen können auftreten. Die maximale Blutdrucksenkung wird normalerweise 2 bis 6 Stunden nach der Tabletteneinnahme erzielt. Bei Hypertonikern sind die Blutdruckwerte unter Doxazosin-Therapie im Liegen und im Stehen ähnlich.

Eine Toleranzentwicklung bezüglich der antihypertensiven Wirkung wurde bei Langzeittherapie mit Doxazosin bisher nicht beobachtet. Gelegentlich kommt es bei fortgesetzter Anwendung zum Anstieg der Plasmareninaktivität und zu Tachykardien.

Die Zwischenauswertung der ALLHAT-Studie (Antihypertensive and Lipid lowering Treatment to Prevent Heart Attack Trial) zeigte, dass das Risiko für eine schwerwiegende Herzinsuffizienz bei mit Doxazosin behandelten Bluthochdruckpatienten mit mindestens einem weiteren KHK-Risikofaktor im Vergleich zu den mit Chlorthalidon behandelten Patienten etwa doppelt so hoch war. Außerdem war bei diesen Patienten das Risiko für das Auftreten von schwerwiegenden kardiovaskulären Komplikationen um 25 % höher als in der Gruppe der Chlorthalidon-Patienten.

Aufgrund dieser Ergebnisse wurde der Doxazosin-Arm der ALLHAT-Studie abgebrochen. Unterschiede im Hinblick auf die Mortalität waren zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden. Die Ergebnisse sind noch nicht abschließend ausgewertet.



Unter Behandlung mit Doxazosin konnte eine Regression der linksventrikulären Hypertrophie festgestellt werden.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Nach oraler Applikation wird Doxazosin gut resorbiert, die Plasmaspitzenkonzentrationen werden etwa nach 2 Stunden erreicht. Die absolute Bioverfügbarkeit beträgt nahezu 63 %. 98,3 % des Doxazosin im Plasma liegen in proteingebundener Form vor. Die Plasmaelimination verläuft biphasisch, die terminale Halbwertszeit beträgt 22 Stunden und ermöglicht somit eine tägliche Einmalgabe.

Der größte Anteil von Doxazosin wird metabolisiert (O-Demethylierung und Hydroxylierung); die Elimination erfolgt vorwiegend über die Fäzes (nur 5 % der verabreichten Dosis werden unverändert ausgeschieden).

6-Hydroxy-Doxazosin ist ein potenter selektiver α-Blocker und entspricht beim Menschen 5 % der peroral aufgenommenen Dosis. Daher trägt 6-Hydroxy-Doxazosin wenig zur antihypertensiven Wirkung von Doxazosin bei.

Studien bei älteren Personen und Patienten mit Niereninsuffizienz haben keine relevanten pharmakokinetischen Unterschiede zu Patienten mit normaler Nierenfunktion ergeben.

Über den Einsatz bei Patienten mit Leberinsuffizienz und über die Wirkung von Arzneimitteln mit bekanntem Einfluss auf den Leberstoffwechsel (z. B. Cimetidin) liegen nur in begrenztem Umfang Daten vor. In einer klinischen Studie mit 12 Patienten mit geringgradiger Leberinsuffizienz war die Fläche unter der Kurve (AUC) um 43 % erhöht und die Clearance nach oraler einmaliger Applikation um 30 % vermindert.

Da Doxazosin nahezu vollständig in der Leber metabolisiert wird, sollte Doxazosin Sandoz bei Patienten mit veränderter Leberfunktion vorsichtig angewendet werden (siehe auch Abschnitt 4.4 „ Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).




5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Tierversuche zur Sicherheitspharmakologie, chronischen Toxizität, Reproduktionstoxizität, Mutagenität und Kanzerogenität ergaben keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für die Anwendung beim Menschen.


6. Pharmazeutische Angaben


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Natriumdodecylsulfat, Lactose-Monohydrat.


Zusätzlich für Doxazosin Sandoz 8 mg

hochdisperses Siliciumdioxid


6.2 Inkompatibilitäten


Bisher keine bekannt


6.3 Dauer der Haltbarkeit


Doxazosin Sandoz 1 mg/-2 mg/-4 mg

4 Jahre


Doxazosin Sandoz 8 mg

3 Jahre


6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung


Nicht über 30° C lagern


6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


Doxazosin Sandoz 1 mg


PVC/ACLAR-Alu-Blister

OP mit 100 Tabletten (N3)


Doxazosin Sandoz 2 mg/-4 mg


PVC/ACLAR-Alu-Blister

OP mit 50 Tabletten (N2)

OP mit 100 Tabletten (N3)


Doxazosin Sandoz 8 mg


PVC/PVDC/Aluminium-Blister

OP mit 50 Tabletten (N2)

OP mit 100 Tabletten (N3)


6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung


Keine besonderen Anforderungen


7. Inhaber der Zulassung


Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Raiffeisenstraße 11

83607 Holzkirchen

E-Mail: info@sandoz.de


8. Zulassungsnummern


Doxazosin Sandoz 1 mg: 41276.00.00

Doxazosin Sandoz 2 mg: 41276.01.00

Doxazosin Sandoz 4 mg: 41276.02.00

Doxazosin Sandoz 8 mg: 49240.00.00


9. Datum der Erteilung der Zulassungen/ Verlängerung der Zulassungen


Doxazosin Sandoz 1 mg/-2 mg/-4 mg

19.08.1999 / 25.04.2008


Doxazosin Sandoz 8 mg

16.02.2001 / 25.04.2008


10. Stand der Information


Juni 2010


11. Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

c4c81ddabbdc4dbf95ad525f28bcec06.rtf 18/18 Juni 2010