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Doxorubicin Hcl Hikma 2 Mg/Ml Injektionslösung

Document: 10.08.2012   Gebrauchsinformation (deutsch) change


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER


Doxorubicin HCl Hikma 2 mg/ml
Injektionslösung


Wirkstoff: Doxorubicinhydrochlorid



Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage vor Beginn der Behandlung sorgfältig durch.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

  • Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.



Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist Doxorubicin HCl Hikmaund wofür wird es angewendet?

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Doxorubicin HCl Hikmabeachten?

3. Wie ist Doxorubicin HCl Hikma anzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist Doxorubicin HCl Hikma aufzubewahren?

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen



1. WAS IST Doxorubicin HCl HikmaUND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Doxorubicin HCl Hikmaist ein Arzneimittel gegen Krebs aus der Klasse der Anthrazykline und enthält Doxorubicin als Wirkstoff.

Es wird angewendet bei

- kleinzelligem Bronchialkarzinom (SCLC)

- fortgeschrittenem Magenkarzinom

- metastasierendem Mammakarzinom

- fortgeschrittenem Ovarialkarzinom

- fortgeschrittenem oder rezidiviertem Endometriumkarzinom

- systemischer Behandlung lokal fortgeschrittener oder metastasierter Harnblasenkarzinome

- neoadjuvanter und adjuvanter Therapie des Osteosarkoms

- fortgeschrittenem Weichteilsarkom des Erwachsenenalters

- fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom (Stadium III–IV)

- hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphomen

- Remissionsinduktion bei akuter lymphatischer Leukämie

- Remissionsinduktion bei akuter myeloischer Leukämie

- Wilms-Tumor (im Stadium II bei hochmalignen Varianten, alle fortgeschrittenen Stadien [III–IV])

- fortgeschrittenem Neuroblastom



2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON Doxorubicin HCl HikmaBEACHTEN?


Doxorubicin HCl Hikma darf nicht angewendet werden bei

- Überempfindlichkeit gegen Doxorubicin oder andere Anthrazykline

- ausgeprägter Knochenmarkschädigung (Knochenmarkdepression) (z. B. nach erfolgter Vorbehandlung mit Chemo- und/oder Strahlentherapie)

- Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz Grad IV)

- akutem oder abgelaufenem Herzinfarkt

- akuten entzündlichen Herzerkrankungen

- Rhythmusstörungen mit negativem Einfluss auf den Blutfluss (Hämodynamik)

- Vorbehandlung mit Anthrazyklinen bis zur maximalen Gesamtdosis (kumulative Höchstdosis)

- erhöhter Blutungsneigung

- akuten Infektionen

- stark eingeschränkter Leberfunktion


Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Doxorubicin HCl Hikma ist erforderlich (fragen Sie Ihren Arzt):

Doxorubicin ist zur intravenösen Applikation bestimmt und darf weder eingenommen (oral) noch unter die Haut (subkutan), in den Muskel (intramuskulär) und in die Rückenmarkflüssigkeit (intrathekal) verabreicht werden.

Die intravenöse Anwendung von Doxorubicin hat mit besonderer Sorgfalt zu erfolgen. Eine Injektion neben die Vene (paravenöse Applikation) muss unbedingt ausgeschlossen werden, da hierbei regelmäßig schwerste Gewebsschädigungen (Gewebsnekrosen) erfolgen. Das Ausmaß der Geschwürbildungen (Gewebsulzerationen) ist von der Menge, die neben die Blutgefäße verabreicht wurde (Paravasatmenge), abhängig. Folge einer Fehlinjektion neben die Blutgefäße (Paravasat) sind Schmerz und schlecht heilende Geschwüre (Ulzerationen) (vgl. Abschnitte „Nebenwirkungen“ sowie „Überdosierung“). Die Verabreichung erfolgt über den Schlauch einer angelegten Infusion oder über eine gelegte Injektionsnadel. Vor Verabreichung von Doxorubicin sollte mit 5 ml isotonischer Natriumchloridlösung die korrekte Lage der Nadel bzw. des Venenkatheters überprüft werden. Auch nach Beendigung der Applikation sind Injektionsnadel bzw. Venenkatheter mit isotonischer Natriumchloridlösung oder 5%iger Glucoselösung zu spülen.

Eine wiederholte Verabreichung in dieselbe Vene bzw. eine Verabreichung in zu kleine Venen oder Venen des Handrückens sollte wegen der Gefahr von Entzündungen bzw. Verhärtungen (Sklerosierung) und Gewebsschädigungen (Gewebsnekrosen) vermieden werden.


Kontrolluntersuchungen

Vor und während der Therapie mit Doxorubicin HCl Hikma werden die folgenden Verlaufsuntersuchungen empfohlen (Häufigkeit dieser Untersuchungen in Abhängigkeit von Allgemeinzustand, Dosis und Begleitmedikation):

Eine regelmäßige Kontrolle der das Blutbild betreffenden (hämatologischen) Parameter ist je nach Dosisintensität der verabreichten Chemotherapie in unterschiedlichem Ausmaß erforderlich. In Einzelfällen sind engmaschige Überwachungen der Elektrolyte, der Leber- und der Nierenfunktionsparameter notwendig.


Vorsichtsmaßnahmen/Hinweise bei Patienten mit Störungen der Leber- und Gallenfunktion

Da Doxorubicinhydrochlorid vorwiegend über Leber und Galle über den Stuhl ausgeschieden wird, ist bei eingeschränkter Leberfunktion oder Galleabflussbehinderung (Erhöhung des Bilirubins und/oder der Transaminasen) mit einer verzögerten Ausscheidung zu rechnen, die eine Toxizitätssteigerung zur Folge haben kann und eine Dosismodifikation notwendig macht.


Vorsichtsmaßnahmen/Hinweise im Zusammenhang mit Strahlentherapie

Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit vorangegangener, gleichzeitiger oder geplanter Strahlentherapie geboten. Diese haben bei der Anwendung von Doxorubicin HCl Hikma ein erhöhtes Risiko von Lokalreaktionen im Bestrahlungsfeld (Recall-Phänomen). In diesem Zusammenhang wurde über das Auftreten schwerer, zum Teil tödlicher Leberschädigung (Hepatotoxizität) berichtet. Eine vorangegangene Bestrahlung des mittleren Bereichs des Brustraums (Mediastinum) erhöht die herzschädigende Wirkung (Kardiotoxizität) von Doxorubicin. Insbesondere in diesem Fall darf eine maximale kumulative Gesamtdosis von 400 mg/m2Körperoberfläche (KOF) nicht überschritten werden.


Vorsichtsmaßnahmen/Hinweise in Bezug auf die Herzfunktion

Kardiologische Erkrankungen in der Vorgeschichte stellen eine Gegenanzeige (Kontraindikation) für die Anwendung von Doxorubicin HCl Hikma dar. Dies gilt insbesondere für Patienten mit Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) Grad IV, akutem Herzinfarkt oder abgelaufenem Herzinfarkt, akuten entzündlichen Herzerkrankungen oder Rhythmusstörungen mit schwerwiegenden Auswirkungen auf den Blutfluss (Hämodynamik).

Die Herzfunktion sollte vor, während und nach der Behandlung mit Doxorubicin HCl Hikma sorgfältig überwacht werden. Bei eventuell auftretenden herzschädigenden Wirkungen sollte ein Kardiologe hinzugezogen werden. Siehe hierzu und insbesondere zur Diagnostik und Verlaufskontrolle von durch Doxorubicinhydrochlorid hervorgerufenen Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien) die Angaben im Abschnitt „Nebenwirkungen“, sowie die in diesem Kapitel oben beschriebenen Kontrolluntersuchungen. Eine frühzeitige Diagnose und eine rasche Behandlung sind für den Therapieerfolg unabdingbar.


Weitere Vorsichtsmaßnahmen/Hinweise im Zusammenhang mit Nebenwirkungen

Die Anwendung von Doxorubicin HCl Hikma darf nur nach strenger Indikationsstellung und unter Aufsicht eines onkologisch-hämatologisch geschulten Arztes erfolgen.

Nach Doxorubicinhydrochlorid-Therapie auftretende Episoden von Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Geschwürbildungen der Schleimhaut (Schleimhautulzerationen) in Mund und Rachen sowie in der Speiseröhre und im Darmtrakt erfordern eine symptomatische Therapie. Auftretende Durchfälle sollten überwacht und durch Substitution mit Flüssigkeit und Elektrolyten behandelt werden. Solange Entzündungen und Geschwürbildungen im Mundbereich/Verdauungstrakt oder Durchfälle bestehen, sollte auf die Anwendung von Doxorubicin HCl Hikma verzichtet werden (vgl. Abschnitt „Nebenwirkungen“).

Eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut (Hyperurikämie) und harnsäurebedingte Nierenschädigung (Harnsäurenephropathie) können als Folge eines massiven Tumorzellzerfalls auftreten.


Vorsichtsmaßnahmen/Hinweise im Zusammenhang mit Infektionen

Akute und systemische Infektionen müssen vor Therapiebeginn unter Kontrolle gebracht werden.


Vorsichtsmaßnahmen/Hinweise im Zusammenhang mit Impfungen

Aktive Impfungen dürfen im zeitlichen Zusammenhang mit einer Doxorubicin HCl Hikma-Therapie nicht durchgeführt werden. Der Kontakt des Patienten mit Polioimpflingen sollte vermieden werden.


Pharmazeutische Vorsichtsmaßnahmen/Hinweise (Unverträglichkeiten)

Doxorubicin HCl Hikma darf nicht mit Heparin oder anderen Zytostatika in einer Infusion vermischt werden. Auch das Mischen in einer alkalischen Lösung ist zu vermeiden.

Über Unverträglichkeiten (Inkompatibilitäten) mit folgenden Substanzen wurde berichtet: Allopurinol, Aluminium, Cephalotin, Dexamethason, Diazepam, Fluorouracil, Furosemid, Galliumnitrat, Heparin, Hydrocortison, Methotrexat, parenterale Ernährungslösungen, Piperacillin, Theophyllin, Vincristin.


Bei Anwendung von Doxorubicin HCl Hikma mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Doxorubicin HCl Hikma?

Doxorubicin ist ein starker strahlensensibilisierender Wirkstoff („Radiosensitizer“) und die hierdurch ausgelösten Recall-Phänomene können lebensbedrohlich sein. Eine vorangegangene, gleichzeitige oder spätere Bestrahlungstherapie kann die herz- oder leberschädigende Wirkung von Doxorubicin verstärken. Dies gilt auch für eine gleichzeitige Behandlung mit herz- oder leberschädigenden Arzneimitteln. Wenn eine Doxorubicin-Therapie an die Behandlung mit Cyclophosphamid angeschlossen wird, kann dies neben einer Verstärkung der Herzschädigung (Kardiotoxizität) auch zur Verschlimmerung einer mit Blutung einhergehenden Blasenentzündung (hämorrhagische Zystitis) führen.


In Studien wurde beobachtet, dass bei Kombination von Doxorubicin mit Paclitaxel das Risiko für eine Herzschädigung (Kardiotoxizität) zunimmt, wenn die kumulative Dosis von Doxorubicin 360 mg/m2 überschreitet oder die Anwendung von Doxorubicin und Paclitaxel nicht in einem zeitlichen Abstand von mindestens 1 Stunde erfolgt.


Bei einer (Vor-)Behandlung mit Medikamenten, welche die Knochenmarkfunktion beeinflussen (z. B. Zytostatika, Sulfonamide, Chloramphenicol, Phenytoin, Amidopyrin-Derivate, antiretrovirale Arzneimittel) ist die Möglichkeit einer ausgeprägten Störung der Blutbildung (Hämatopoese) zu beachten. Die Dosierung von Doxorubicin ist gegebenenfalls zu modifizieren. Bei Kombination mit anderen Zytostatika (z. B. Cytarabin, Cisplatin, Cyclophosphamid) können die toxischen Wirkungen der Doxorubicin-Therapie verstärkt werden.


Die Kombination von Doxorubicin mit Amphotericin B sollte vermieden werden, da sie zu ausgeprägter Nierenschädigung (Nephrotoxizität) führen kann.

Bei gleichzeitiger Gabe von Doxorubicin und Ritonavir wurde über erhöhte Doxorubicin-Serumspiegel berichtet.


Bei gleichzeitiger Gabe von Cyclosporin und Doxorubicin kann es zu einer wechselseitigen Verringerung der Verstoffwechselung und Ausscheidung (Reduzierung der Metabolisierung und Clearance) beider Substanzen mit dadurch bedingter Erhöhung der Blutspiegel kommen.


Barbiturate können zu einer beschleunigten Ausscheidung von Doxorubicin aus dem Plasma (Plasma-Clearance) führen, die gleichzeitige Gabe mit Phenytoin zu verringerten Phenytoin-Plasmaspiegeln. Doxorubicin kann die orale Bioverfügbarkeit von Digoxin verringern. Während der Therapie mit Doxorubicin sollte daher der Digoxin-Plasmaspiegel regelmäßig überprüft werden.


Doxorubicin bindet an Heparin; es kann zu Ausfällungen (Präzipitationen) und Wirkungsverlust beider Wirkstoffe kommen.


Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Doxorubicin ist erbgutschädigend und beeinträchtigt die Entwicklung eines Embryos. Doxorubicin sollte daher nicht während der Schwangerschaft angewendet werden. Bei lebensnotwendiger (vitaler) Indikation zur Behandlung einer schwangeren Patientin sollte eine medizinische Beratung über das mit der Behandlung verbundene Risiko von schädigenden Wirkungen auf das Kind erfolgen. Frauen sollten während der Behandlung mit Doxorubicin und bis zu 6 Monate danach nicht schwanger werden.

Männern, die mit Doxorubicin behandelt werden, wird empfohlen, während der Behandlung und bis zu 6 Monaten danach kein Kind zu zeugen und sich vor Therapiebeginn wegen der Möglichkeit einer nicht rückbildungsfähigen Unfruchtbarkeit (irreversiblen Infertilität) durch die Therapie mit Doxorubicin über eine Spermakonservierung beraten zu lassen.

Tritt während der Behandlung eine Schwangerschaft ein, so ist die Möglichkeit einer genetischen Beratung zu nutzen.

Doxorubicin geht in die Muttermilch über. Während der Behandlung darf nicht gestillt werden.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wegen des häufigen Auftretens von Übelkeit und Erbrechen, wird vom Führen von Kraftfahrzeugen und Bedienen von Maschinen abgeraten.


Wichtige Warnhinweise über bestimmte Bestandteile von Doxorubicin HCl Hikma

1 ml Lösung enthält 0,15 mmol (3,54 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.


Durchstechflasche mit 5 ml

0,77mmol Natrium

17,7 mg Natrium

Durchstechflasche mit 25 ml

3,85 mmol Natrium

88,5 mg Natrium




3. WIE IST Doxorubicin HCl HikmaANZUWENDEN?


Die Behandlung mit Doxorubicin sollte nur von Ärzten, die in der Tumortherapie erfahren sind, in einer Klinik oder in Kooperation mit einer Klinik erfolgen.

Doxorubicin wird in der Monochemotherapie (bei Weichteilsarkomen, Endometriumkarzinomen) sowie als Bestandteil einer Kombinationschemotherapie in etablierten Therapie-Protokollen angewendet.

Da die Applikationsweise und Dosierungsempfehlungen für Doxorubicin stark variieren, können nur die gebräuchlichen allgemeinen Richtwerte angegeben werden.


Hinweis:

Die Dosierungen von S-liposomalem Doxorubicin und (herkömmlichem) Doxorubicinhydrochlorid sind unterschiedlich, und die beiden Formulierungen können nicht gegeneinander ausgetauscht werden.


Intravenöse Anwendung

Monotherapie

Doxorubicin wird als Monotherapie in der Regel in einer Dosierung von 50 bis 80 mg/m2Körperoberfläche (KOF) als Einzeldosis i.v. alle 3 Wochen angewendet.


Polychemotherapie

Doxorubicin wird im Rahmen einer Polychemotherapie in einer Dosierung von 30 bis 60 mg/m2KOF i.v. alle 3 bis 4 Wochen angewendet.

Die exakte Dosierung ist Behandlungsprotokollen zu entnehmen, die sich in der Therapie der jeweiligen Erkrankung als wirksam erwiesen haben.


Dosisanpassung bei intravenöser Anwendung

Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) mit einer glomerulären Filtrationsrate (GRF) von weniger als 10 ml/min sollten 75 % der kalkulierten Dosis appliziert werden.

Bei eingeschränkter Leberfunktion sollten Dosismodifikationen vorgenommen werden.

Bei einer Erhöhung des Serumbilirubins auf 1,2 bis 3 mg/100 ml sollten 50 % und bei einer Serumbilirubinerhöhung von 3,1 bis 5 mg/100 ml sollten 25 % der kalkulierten Dosis gegeben werden. Bei Bilirubinkonzentrationen über 5 mg/100 ml sollte keine Anwendung von Doxorubicin erfolgen.

Bei Knochenmarkschädigung (Myelosuppression) sowie bei älteren Patienten mit eingeschränkter Knochenmarkreserve sollten ebenfalls Dosisanpassungen erfolgen.


Wie und wann wird Doxorubicin HCl Hikma angewendet?

Die Anwendung ist streng nach Vorschrift durchzuführen. Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Behandlungsprotokoll, dabei sollte die maximale kumulative Gesamtdosis nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung überschritten werden.

Doxorubicin kann intravenös als Bolusinjektion innerhalb von Minuten, als Kurzinfusion bis zu 1 Stunde und als Dauerinfusion bis zu 96 Stunden gegeben werden.


Maximale kumulative Gesamtdosis

Die maximale kumulative Gesamtdosis für Doxorubicin beträgt 450 bis maximal 550 mg/m2KOF. Sie sollte bei Patienten mit vorangegangenen Bestrahlungen des mittleren Bereichs des Brustraums (Mediastinum) und/oder des Herzens, Vorbehandlung mit Alkylantien sowie anderen Hochrisiko-Patienten wie Bluthochdruckpatienten (vorbestehende arterielle Hypertonie > 5 Jahre) und Patienten mit vorbestehender Herzerkrankung (vorbestehende koronare, valvuläre oder myokardiale Schädigung, Alter > 70 Jahre) 400 mg/m2nicht übersteigen.


Für Kinder beträgt die maximale kumulative Gesamtdosis 400 mg/m2KOF.


Überdosierung

Ihr Arzt wird sicherstellen, dass Sie die richtige Dosis für Ihre Krankheit bekommen. Im Falle einer Überdosierung können Sie verstärkt an Nebenwirkungen leiden.

Beim Auftreten von (akuten) Vergiftungserscheinungen (Intoxikationszeichen), wie klinisch relevanten Herzrhythmusstörungen und allergischen Reaktionen sowie schwerer Schleimhautentzündung und schwerer Beeinträchtigung des Knochenmarks (Myelosuppression), ist die Verabreichung von Ribodoxo -L50 sofort zu unterbrechen.

Ein spezifisches Gegenmittel (Antidot) für Doxorubicinhydrochlorid ist nicht bekannt.

Eine akute Vergiftung kann sich z. B. innerhalb von 24 Stunden als Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), einschließlich Gefäßverengungen im Herzmuskel (Stenokardien), Brustenge (Angina pectoris) und Herzinfarkt (Myokardinfarkt) äußern. In diesen Fällen ist ein Kardiologe hinzuzuziehen. Weitere Zeichen der Überdosierung sind schwere Knochenmarkschädigung (Myelosuppression), die im Allgemeinen 10-14 Tage nach Therapiebeginn auftritt, sowie schwere Schleimhautentzündungen. Die Therapie einer ausgeprägten Knochenmarkschädigung muss unter stationären Bedingungen erfolgen. Sie besteht unter Umständen im Ersatz (Substitution) der fehlenden Blutbestandteile und antibiotischer Therapie. Die Verlegung des Patienten in einen keimfreien Raum kann notwendig werden. Beim Auftreten von Vergiftungserscheinungen sollte die Applikation von Doxorubicin sofort abgebrochen werden.

Die chronische Vergiftung äußert sich insbesondere mit den o. g. Zeichen der Herzschädigung. Beim Auftreten einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) ist ein Kardiologe hinzuzuziehen.

Eine Hämodialysebehandlung ist bei Intoxikationen mit Doxorubicin vermutlich nutzlos, da Doxorubicin ein sehr großes Verteilungsvolumen hat und nur ca. 5 % der applizierten Dosis über die Nieren ausgeschieden werden.


Was ist zu tun, wenn Doxorubicin HCl Hikmafalsch angewendet wurde (versehentliche paravasale Injektion)?

Eine paravasale Fehlinjektion führt zu lokalen Gewebsschädigungen (Nekrosen) und zu einer in diesem Bereich mit einer Thrombose einhergehenden Venenentzündung (Thrombophlebitis) (vgl. Abschnitt „Nebenwirkungen“). Sollte im Bereich der Infusionsnadel ein brennendes Gefühl entstehen, deutet dies auf eine paravasale Verabreichung hin.

Bei erfolgten Paravasaten ist die Infusion oder Injektion sofort zu stoppen: Die Kanüle sollte zunächst belassen werden, um sie nach kurzem Ansaugen von Luft (Aspiration) zu entfernen. Es wird empfohlen, DMSO 99 % über ein Areal 2fach so groß wie das betroffene Areal lokal zu applizieren (4 Tropfen auf 10 cm2Hautoberfläche) und dies 3-mal täglich über einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen zu wiederholen. Gegebenenfalls sollte ein Herausschneiden des betroffenen Gewebes (Débridement) in Erwägung gezogen werden: Wegen des gegensätzlichen Mechanismus sollte eine Kühlung des Areals, z. B. zur Schmerzreduktion, sequentiell mit der DMSO-Applikation erfolgen (Vasokonstriktion vs. Vasodilatation). Andere Maßnahmen sind in der Literatur umstritten und von nicht eindeutigem Wert.


Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?

Die Therapie mit Doxorubicin HCl Hikma sollte nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abgebrochen werden.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt.



4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Doxorubicin HCl Hikma Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Wenn bei Ihnen irgendeine Nebenwirkung auftritt, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt darüber informieren.


Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:


sehr häufig

mehr als 1 von 10 Behandelten

häufig

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

gelegentlich

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

selten

weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

sehr selten

weniger als 1 von 10.000 Behandelten oder unbekannt


Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems

Die sehr häufig auftretende Knochenmarkschädigung (Myelosuppression) ist eine der dosislimitierenden Nebenwirkungen und ist z. T. gravierend. Sie äußert sich vor allem in einem Abfall der Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Eine Verminderung der Leukozytenzahl (Leukopenie) wurde sehr häufig (bei annähernd 75 % der Patienten mit adäquater Knochenmarkreserve) beobachtet, welche alle 21 Tage mit 60 mg/m2 behandelt wurden. Wenn auch weniger häufig, wurden darüber hinaus ebenfalls eine Verminderung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie) und eine Verminderung der roten Blutkörperchen (Anämie) berichtet.

Superinfektionen und Blutungen wurden im Zusammenhang mit dem Auftreten einer Knochenmarkschädigung (Knochenmarksuppression) ebenfalls beobachtet. Die Knochenmarkschädigung (Myelosuppression) erreicht im Allgemeinen 10 bis 14 Tage nach Anwendung von Doxorubicin ihren Höhepunkt und klingt in der Regel bis zum Zeitpunkt zwischen dem 21. und 28. Tag ab. Eine etwaige Verminderung der Blutplättchenzahl oder eine Verminderung der roten Blutkörperchen treten ggfs. im gleichen Zeitraum auf, sind in der Regel aber weniger schwer. Beim Auftreten einer gravierenden Knochenmarkschädigung sollte auf die Anwendung von Doxorubicin verzichtet werden, ggf. ist eine Dosisreduktion oder Verzögerung der Anwendung notwendig.

Es muss sichergestellt werden, dass eine schwere Infektion und/oder Blutungsepisode rasch und wirksam behandelt werden kann. Bestehende Infektionen sollten vor Therapiebeginn behandelt werden.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit Doxorubicin und DNA-verändernden Zytostatika (z. B. alkylierende Substanzen, Platinverbindungen) behandelt wurden, wurde sehr selten das Auftreten von Blutkrebs (sekundäre Leukämie zum Teil auch mit präleukämischer Phase) beobachtet. Dies kann auch nach einer kurzen Latenzzeit (1 bis 3 Jahre) auftreten.


Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen mit Nesselsucht, vorübergehendem Juckreiz, Angioödem der Augenlider und Zunge und Beeinträchtigung der Atemtätigkeit wurden gelegentlich beobachtet.


Herzerkrankungen

Doxorubicin ist herzschädigend (kardiotoxisch). Das Manifestationsrisiko der herzschädigenden Nebenwirkungen ist während und nach einer Bestrahlungstherapie des mittleren Bereichs des Brustraums (mediastinaler Bereich), nach Vorbehandlung mit potenziell herzschädigenden Mitteln (z. B. Anthrazyklinen, Cyclophosphamid) sowie bei älteren Patienten (über 60 Jahre) und bei Bluthochdruckpatienten (manifeste arterielle Hypertonie) erhöht. Besondere Vorsicht ist auch bei Kindern unter 2 Jahren und Patienten mit Herzerkrankungen (kardiologische Vorerkrankungen wie koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz) sowie bei der Anwendung im zeitlichen Zusammenhang mit einer Hyperthermiebehandlung geboten.

Bei Überschreiten der maximalen kumulativen Gesamtdosis (Erwachsene: 550 mg/m2KOF, bei vorhergehender Bestrahlung des Brustkorbs [Thoraxbestrahlung] oder begleitender Alkylans-Therapie 400 mg/m2, Kinder: 400 mg/m2KOF) steigt die Häufigkeit der durch Anthrazykline hervorgerufenen Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie) auch ohne vorbestehende Risikofaktoren rasch an. Sehr selten wurde das Auftreten einer Herzschädigung jedoch auch bei wesentlich geringerer Gesamtdosis beobachtet. Nach einer Gesamtdosis von 550 mg/m2KOF besteht für die Behandelten ein Risiko von etwa 5 % für das Auftreten einer schweren Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz).

Die herzschädigenden Nebenwirkungen von Doxorubicin können sich in 2 Erscheinungsformen manifestieren:


- Soforttyp

Die Nebenwirkungen vom Soforttyp treten zumeist innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden nach Einleiten der Therapie auf, sind dosisunabhängig und durch folgende Symptome gekennzeichnet - vorübergehende Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien, insbesondere Sinustachykardien sowie supraventrikuläre und ventrikuläre Extrasystolen) - und werden durch unspezifische EKG-Veränderungen (ST-Strecken-Veränderungen, Niedervoltage und verlängerte QT-Zeit) charakterisiert. Diese Veränderungen sind im Allgemeinen rückbildungsfähig (reversibel) und ihr Auftreten stellt keine Gegenanzeige (Kontraindikation) bei der erneuten Anwendung von Doxorubicin dar. Es wurden jedoch auch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen während oder wenige Stunden nach der Anwendung von Doxorubicin beobachtet, sehr selten auch akutes Linksherzversagen, Herzbeutelentzündung (Perikarditis) oder ein tödliches Perikarditis-Myokarditis-Syndrom berichtet.


- Spättyp

Die Nebenwirkungen vom Spättyp repräsentieren eine dosisabhängige kumulative Organtoxizität, welche im Allgemeinen nicht rückbildungsfähig (irreversibel) und sehr häufig lebensbedrohlich ist. Sie manifestieren sich sehr häufig als eine besondere Form der Herzmuskelerkrankung (kongestive [dilatative] Kardiomyopathie) mit den Zeichen einer Linksherzinsuffizienz innerhalb weniger Monate nach Beendigung der Therapie. Die Herzschädigung kann sich aber auch Jahre nach Beendigung der Therapie erstmals manifestieren und ihre Häufigkeit steigt mit Höhe der kumulativen Gesamtdosis. Dies ist insbesondere bei der Anwendung bei Kindern zu berücksichtigen, welche insgesamt niedrigere Lebensgesamtdosen tolerieren und durch zusätzliche Bestrahlungsbehandlungen, junges Alter bei Therapiebeginn und aggressive Begleittherapien besonders gefährdet sind, eine spät auftretende, lebensbedrohliche Herzerkrankung (kardiale Organtoxizität mit ventrikulärer Dysfunktion, Herzversagen und/oder Arrhythmien) zu entwickeln. Darüber hinaus scheinen Mädchen gegenüber Jungen besonders prädestiniert für das Auftreten später Herzschädigungen nach Doxorubicin-Therapie zu sein.

Vor, während und nach einer Chemotherapie mit Doxorubicin sollte die Herzfunktion mittels EKG, UKG und MUGA-Scan überwacht werden.

Bereits in Abheilung befindliche Strahlenschäden des Herzens können durch die Anwendung von Doxorubicin erneut auftreten.


Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums

Nach Einbringen von Doxorubicin in die Harnblase (intravesikale Instillation) wurden sehr selten schwere den ganzen Körper betreffende (systemische) Reaktionen einschließlich Anschwellen der Nasenschleimhaut, gesteigerte Atmungsfrequenz (Tachypnoe) und erschwerte Atmung (Dyspnoe) beobachtet. Lungenödembildung nach Bestrahlung (Strahlenpneumonitis) mit tödlichen Komplikationen wurde bei systemischer Kombinationschemotherapie von Doxorubicin mit Methotrexat und Cyclophosphamid in einer Studie beobachtet. Beim Auftreten von Dyspnoe sollte diese zunächst als Hinweis auf eine durch Anthrazykline ausgelöste Herzmuskelschädigung gewertet werden.

Bereits in Abheilung befindliche Strahlenschäden der Lunge können durch die Anwendung von Doxorubicin erneut auftreten.


Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Das Erbrechen auslösende Potenzial von Doxorubicin ist hoch, relativ schwere Übelkeit und Erbrechen treten sehr häufig (bei ca. 80 % der Patienten) am 1. Tag der Behandlung, aber auch danach auf. Eine dem Erbrechen vorbeugende Therapie (antiemetische Prophylaxe) wird empfohlen. Darüber hinaus können Appetitlosigkeit sowie Entzündungen der Schleimhäute (Schleimhautulzerationen) in Mund und Rachen sowie in der Speiseröhre (Ösophagus) und im Darmtrakt auftreten. Diese können bei schwerer Ausprägung den Eintritt von Infektionen bedingen. Zu Durchfällen (Diarrhoen) kann es als Folge einer Hemmung der Zellteilung (Proliferationshemmung) an der inneren Oberfläche des Darms (Darmepithel) kommen. Sehr selten wurden im Zusammenhang mit der Kombination von Cytarabin über Absterben von Gewebe (Nekrosen) des Dickdarms mit massiven Blutungen und schweren Infektionen berichtet. Nach Strahlentherapie können unter der Anwendung von Doxorubicin Entzündungen der Schleimhaut der Speiseröhre (Ösophagitiden) auftreten, die u. U. zu hochgradigen Speiseröhrenverengungen (Ösophagusstrikturen) führen.

Bereits in Abheilung befindliche Strahlenschäden (Speiseröhre, Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts) können durch die Anwendung von Doxorubicin erneut auftreten.


Hinweis:

Solange Entzündungen, Geschwürbildungen (Ulzerationen) oder Durchfälle bestehen, sollte auf die Anwendung von Doxorubicin verzichtet werden.


Leber- und Gallenerkrankungen

Eine vorübergehende, meist geringfügige Erhöhung von bestimmten Leberwerten im Blut (SGOT, SGPT und/oder Bilirubin) wird sehr häufig beobachtet. Sie tritt meist 10 bis 14 Tage nach Doxorubicin-Applikation auf und ist nach Absetzen im Allgemeinen binnen 1 Woche rückbildungsfähig (reversibel).


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Der regelmäßig auftretende vollständige oder teilweise Haarausfall (totale oder subtotale Alopezie) ist nach Absetzen der Therapie in der Regel reversibel. Weiterhin wurden (z. T. sehr selten) beobachtet: eine verstärkte Verfärbung (Hyperpigmentierung) der Haut an den Gliedmaßen (Extremitäten) und Nägel, Ablösung der Nagelplatte, Bläschenbildung, Rötung, Nesselsucht und Venenentzündung bei Injektion in kleine Venen. Paravasale Injektionen führen regelmäßig zum Absterben des Gewebes (schwerste Gewebsnekrosen; siehe „Besondere Vorsicht bei der Anwendung“).

Bereits in Abheilung befindliche Strahlenschäden der Haut können durch die Anwendung von Doxorubicin erneut auftreten.


Erkrankungen der Nieren und der Harnwege

Sehr selten wurde das Auftreten eines akuten Nierenversagens beobachtet, irreversible Störungen der Keimzellbildung sind möglich; Doxorubicin wirkt erbgutschädigend (mutagen) und verursacht Fehlbildungen der Nachkommenschaft (teratogen). Innerhalb von 24 Stunden nach Anwendung von Doxorubicin kommt es sehr häufig zu einer bedeutungslosen Rotfärbung des Urins, welche auf den Farbstoff des Anthracyclins zurückzuführen ist. Eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut (Hyperurikämie) und damit verbundene Nierenschädigung (konsekutive Harnsäurenephropathie) können als Folge eines massiven Tumorzellzerfalls auftreten.


Augenerkrankungen

Augenbindehautentzündung (Konjunktivitis), verstärkte Sekretion von Tränenflüssigkeit.


Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelenkschmerzen, in einem Einzelfall generalisierte Muskelschwäche.


Tumorerkrankungen, gutartige und bösartige

Als späte Nebenwirkung ist die Entwicklung von Zweitneoplasien nicht auszuschließen.


Allgemeine Erkrankungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Schmerzen an der Injektionsstelle.


Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Sollten Sie die oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und ggfs. erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.

Die heutigen Möglichkeiten der unterstützenden (supportiven) Therapie sind voll auszuschöpfen.



5. WIE IST Doxorubicin HCl HikmaAUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.


Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Etikett angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern!

Doxorubicin HCl Hikma ist nach Anbruch bei Raumtemperatur (bis 25  C) 28 Tage haltbar.


Infusionslösung nach Verdünnen:

Die chemische und physikalische Stabilität der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde bei einer Verdünnung mit 0,9%iger Natriumchloridlösung und 5%iger Glukoselösung für 96 Stunden bei 25 °C und für 28 Tage bei 2-8 °C nachgewiesen.



6. Inhalt der Packung und weiter Informationen


Was Doxorubicin HCl Hikma enthält:

Der Wirkstoff ist Doxorubicinhydrochlorid.


1 Durchstechflasche mit 5 ml Injektionslösung enthält 10 mg Doxorubicinhydrochlorid.

1 Durchstechflasche mit 25 ml Injektionslösung enthält 50 mg Doxorubicinhydrochlorid.


Die sonstigen Bestandteil sind Natriumchlorid, Salzsäure und Wasser für Injektionszwecke.


Wie Doxorubicin HCl Hikma aussieht und Inhalt der Packung

Die Durchstechflasche enthält eine Lösung zur Injektion bzw. Infusionslösung.

Doxorubicin HCl Hikma ist in Packungen mit 1, 5 und 10 Durchstechflasche(n) zu je 5 oder 25 ml erhältlich.


Pharmazeutischer Unternehmer

Hikma Farmacêutica (Portugal), S.A.

Estrada do Rio da Mó, n° 8, 8A e 8B - Fervença

2705-906 Terrugem SNT

Portugal


Mitvertrieb

Hikma Pharma GmbH

Lochhamer Schlag 17

82166 Gräfelfing


Hersteller

Thymoorgan Pharmazie GmbH

Schiffgraben 23

38690 Vienenburg

Deutschland


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im August 2012.


Versionscode: Z


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Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:


Hinweise zur Handhabung

Die Zubereitung muss mit Hilfe eines absolut aseptischen Arbeitsverfahrens erfolgen. Die Verwendung einer Werkbank mit vertikaler Luftströmung (LAF) wird empfohlen. Beim Umgang mit Doxorubicin muss Schutzkleidung getragen werden.

Haut- und Schleimhautkontakte mit Doxorubicin sind zu vermeiden (Handschuhe tragen!).

Wenn Doxorubicin in gelöster Form mit der Haut, Schleimhaut oder den Augen in Berührung kommt, muss sofort gründlich mit Wasser gespült werden. Zur Reinigung der Haut kann Seife verwendet werden.

Die Injektionslösung hat einen pH-Wert von 3,0. Vor Verabreichung sollte sie auf Raumtemperatur gebracht werden. Sie enthält keine Konservierungsstoffe und ist daher nicht zur Mehrfachentnahme vorgesehen. Nicht verwendete Lösungsreste sind zu verwerfen!


Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Richtlinien für Entsorgung zytotoxischer Substanzen beachten!

Doxorubicinhydrochlorid kann thermisch bei 700 °C oder chemisch mit 10%iger Natriumhypochloritlösung inaktiviert werden.

Die Empfehlungen „Sichere Handhabung von Zytostatika“ des Merkblattes M 620 der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sollten beachtet werden.