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Edronax 4 mg tabletten



Gebrauchsinformation Edronax 4 mg tabletten

PFIZER ((Logo))

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FUR DEN ANWENDER

Edronax® 4 mg Tabletten

Reboxetin (als Mesilat)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was ist Edronax und wofur wird es angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Einnahme von Edronax beachten?

3.    Wie ist Edronax einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Edronax aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1. Was ist Edronax und wofur wird es angewendet?

Der Wirkstoff von Edronax ist Reboxetin, das zur Arzneimittelgruppe der Antidepressiva gehort. Edronax ist fur die akute Behandlung depressiver Erkrankungen/ Episoden einer Major-Depression sowie zur Aufrechterhaltung der klinischen Besserung, wenn Sie anfanglich auf die Behandlung mit Reboxetin angesprochen haben, bestimmt.

2. Was mussen Sie vor der Einnahme von Edronax beachten?

Edronax darf nicht eingenommen werden,

•    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Reboxetin oder einen der sonstigen Bestandteile von Edronax sind. Alle sonstigen Bestandteile finden Sie in Abschnitt 6.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Edronax ist erforderlich

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie

•    ein Krampfleiden oder Epilepsie haben. Beim Auftreten von Krampfen sollte die Behandlung mit Edronax abgebrochen werden

•    Schwierigkeiten beim Wasserlassen, eine ProstatavergróBerung oder eine Herzerkrankung in der Vorgeschichte haben

•    blutdrucksenkende Arzneimittel einnehmen

•    eine Leber- oder Nierenerkrankung haben. Hier kann Ihr Arzt eine Dosisanpassung vornehmen

•    andere Arzneimittel gegen Depressionen einnehmen, wie z. B. MAO-Hemmer, Trizyklika, Nefazodon, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (z. B.

Fluvoxamin) oder Lithium

•    andere MAO-Hemmer einnehmen, wie z. B. Linezolid (ein Antibiotikum) oder Methylenblau (siehe Abschnitt „Bei Einnahme von Edronax mit anderen Arzneimitteln")

•    jemals an einer Manie (uberaktives Verhalten oder Vorstellungen) litten

•    eine Augenerkrankung haben, wie z. B. bestimmte Arten eines Glaukoms (uberhohter Augeninnendruck).

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depressionen

Wenn Sie depressiv sind, konnen Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken konnen bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstarkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewohnlich etwa 2 Wochen, manchmal auch langer.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,

•    wenn Sie bereits fruher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen.

•    wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhohtes Risiko fur das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die an einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzuglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzahlen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf, Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen uber Verhaltensanderungen bei Ihnen machen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Edronax sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhohtes Risiko fur Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivitat, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Edronax verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmoglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Edronax verschrieben hat und Sie daruber sprechen mochten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt.

Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Edronax einnimmt, eines der oben aufgefuhrten Symptome auftritt oder sich verschlimmert.

Daruber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Edronax in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

Bei Einnahme von Edronax mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, da es zwischen Edronax und anderen Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen kann:

•    bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen, z. B. Ketoconazol

•    bestimmte Antibiotika, z. B. Erythromycin, Rifampicin

•    sogenannte Ergotalkaloid-Derivate zur Behandlung von Migrane oder Parkinson-Krankheit

•    bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen wie MAO-Hemmer, Trizyklika, Nefazodon, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (z. B. Fluvoxamin) oder Lithium

•    andere MAO-Hemmer wie z. B. Linezolid (einem Antibiotikum) und Methylenblau (angewendet zur Behandlung hoher Werte von Methamoglobin im Blut)

•    Kalium-ausschwemmende Diuretika (harntreibende Arzneimittel zur Ausschwemmung von Wasser), z. B. Thiazide

•    Arzneimittel zur Behandlung einer Epilepsie, z. B. Phenobarbital, Carbamazepin und Phenytoin

•    pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten

Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Sie Edronax zusammen mit anderen Medikamenten einnehmen konnen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, pflanzliche Arzneimittel sowie Vitamine und Mineralien handelt.

Bei Einnahme von Edronax zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Edronax kann mit oder ohne Nahrungsmittel eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/ Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen zur Anwendung von Edronax bei schwangeren Frauen vor. Wenn Sie schwanger sind, durfen Sie Edronax nicht einnehmen, es sei denn, dass Ihr Arzt es nach einer sorgfaltigen Nutzen-Risiko-Analyse fur absolut notwendig erachtet. Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn Sie schwanger sind oder planen, schwanger zu werden.

Stillzeit

Edronax geht in geringen Mengen in die Muttermilch uber. Es besteht daher die Gefahr moglicher Auswirkungen auf das Baby. Deshalb sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen, der entscheiden wird, ob Sie abstillen oder die Behandlung mit Edronax beenden sollen.

Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Beim Fuhren eines Fahrzeugs oder beim Bedienen von Maschinen sollten Sie vorsichtig sein.

Sie sollten kein Fahrzeug fuhren oder Maschinen bedienen, bevor Sie wissen, dass Sie durch Edronax nicht beeintrachtigt werden (d. h. schlafrig werden) und Sie diese Tatigkeiten sicher ausfuhren konnen.

3. Wie ist Edronax einzunehmen?

•    Die ubliche Dosis fur Erwachsene betragt 8 mg taglich (zweimal taglich eine 4-mg-Tablette). Je nachdem, wie Sie auf das Medikament ansprechen, kann Ihr Arzt nach

3 bis 4 Wochen die Dosis bei Bedarf auf 10 mg taglich erhohen. Die maximale tagliche Dosis sollte 12 mg nicht uberschreiten.

•    Patienten mit beeintrachtigter Leber- oder Nierenfunktion sollten zunachst als Anfangsdosis 4 mg pro Tag erhalten. Die Dosis kann je nach individuellem Ansprechen erhoht werden.

•    Die Einnahme von Edronax 4 mg Tabletten kann bei alteren Patienten nicht empfohlen werden.

• Edronax sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Die Tabletten sollten in zwei getrennten Dosen, eine morgens und eine abends, eingenommen werden. Nehmen Sie die Tablette ganz mit einem Glas Wasser ein. Die Tablette nicht zerkauen.

Um sich besser an die Einnahme von Edronax zu erinnern, kann es hilfreich fur Sie sein, die Tabletten jeden Tag immer zur gleichen Zeit einzunehmen.

Nehmen Sie Edronax immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Wie andere Arzneimittel verbessert Edronax Ihre Symptome nicht sofort. Nach einigen Wochen sollten Sie sich jedoch besser fuhlen.

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Tabletten weiterhin einnehmen, auch wenn Sie sich besser fuhlen, bis Ihr Arzt Ihnen rat, die Einnahme zu beenden. Bitte seien Sie geduldig. Wenn Sie die Einnahme zu fruh beenden, konnten die Symptome erneut auftreten.

Wenn Sie eine gro&ere Menge Edronax eingenommen haben, als Sie sollten

Sie sollten nie mehr Tabletten einnehmen, als Ihr Arzt Ihnen empfohlen hat. Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich bitte unverzuglich an Ihren Arzt oder das nachste Krankenhaus. Wenn Sie mehr Edronax eingenommen haben, als Sie sollten, kann es zu Beschwerden einer Uberdosierung kommen, wie z. B. niedriger Blutdruck, Angstgefuhl und hoher Blutdruck.

Wenn Sie die Einnahme von Edronax vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von Edronax vergessen haben, nehmen Sie die nachste Dosis zur ublichen Zeit ein. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein, um die versaumte nachzuholen.

Wenn Sie die Einnahme von Edronax abbrechen

Bitte brechen Sie die Einnahme Ihres Arzneimittels nicht ab, ohne zuvor mit Ihrem Arzt daruber zu sprechen, da Ihre Symptome erneut auftreten konnen.

Bei einigen Patienten, die die Behandlung mit Edronax abbrachen, gab es Berichte uber Absetzsymptome wie z. B. Kopfschmerzen, Benommenheit, Nervositat und Ubelkeit.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann Edronax Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen. Bei Edronax sind die meisten Nebenwirkungen leicht und verschwinden normalerweise nach den ersten Wochen der Behandlung.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Sehr haufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

•    Schlafstorungen (Schlaflosigkeit)

•    Benommenheit

•    trockener Mund

•    Verstopfung

•    Ubelkeit (Unwohlsein)

•    Schwitzen

Haufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

•    Kopfschmerzen

•    wenig Appetit oder Appetitlosigkeit

•    gesteigerte korperliche Erregung (Agitiertheit), Angst

•    Missempfindungen (wie z. B. Kribbeln, Prickeln), Unfahigkeit stillzusitzen oder stillzustehen, veranderte Geschmacksempfindung

•    Schwierigkeiten bei der Einstellung des Auges auf die jeweilige Sehentfernung

•    Herzrasen, Herzklopfen

•    GefaBerweiterung, Blutdruckabfall beim Aufstehen, Bluthochdruck

•    Erbrechen

•    Hautausschlag

•    Gefuhl der unvollstandigen oder verlangsamten Entleerung der Blase, Entzundungen des Harntrakts, schmerzhaftes Wasserlassen, unvollstandige Entleerung der Blase

•    Erektionsstorungen,    Ejakulationsschmerzen    oder verzogerte Ejakulation

•    Schuttelfrost

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

•    erweiterte Pupillen

•    Schwindelgefuhl

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

•    Glaukom (eine durch erhohten Augeninnendruck hervorgerufene    Erkrankung)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

•    Hyponatriamie (sehr    niedriger Spiegel von    Natrium    im Blut)

•    aggressives Verhalten, Halluzinationen

•    suizidale Gedanken, suizidales Verhalten

Unter der Behandlung mit Reboxetin oder kurz nach deren Beendigung wurden Falle von suizidalen Gedanken und suizidalem Verhalten berichtet (siehe Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Edronax ist erforderlich").

•    kalte GliedmaBen, Raynaud-Syndrom (schlechte Blutversorgung in den GliedmaBen, was ublicherweise die Zehen und die Finger betrifft, aber auch die Nase und Ohren erfassen kann; die Haut verfarbt sich dabei weiBlich und wird kalt und gefuhllos)

•    allergische Hautreaktionen

•    Hodenschmerzen

•    Reizbarkeit

•    erhohter Augeninnendruck

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5.    Wie ist Edronax aufzubewahren?

Edronax nicht uber 25 °C aufbewahren.

Arzneimittel fur Kinder unzuganglich aufbewahren.

Sie durfen Edronax nach dem auf dem Umkarton und auf dem Behaltnis nach „Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Arzneimittel durfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie Arzneimittel zu entsorgen sind, wenn Sie sie nicht mehr benótigen. Diese MaBnahme hilft die Umwelt zu schutzen.

6. Weitere Informationen Was Edronax enthalt

Der Wirkstoff ist Reboxetin (als Mesilat). 1 Tablette enthalt 4 mg Reboxetin (als Mesilat).

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Crospovidon, hochdisperses Siliciumdioxid und Magnesiumstearat.

Wie Edronax aussieht und Inhalt der Packung

Edronax sind wei&e, runde, konvexe Tabletten mit einer Bruchrille. Ein „P" ist links und ein „U" rechts von der Bruchrille eingepragt. Auf der Ruckseite der Tablette ist „7671" eingepragt. Die Tablette kann in gleiche Halften geteilt werden.

Edronax ist erhaltlich in Blisterpackungen mit 10, 20, 50, 60, 100, 120 und 180 Tabletten, in einer Glasflasche mit 60 Tabletten, gebundelten Blisterpackungen mit dreimal 60, funfmal 60 und zehnmal 60 Tabletten und gebundelten Glasflaschen mit dreimal 60, funfmal 60 und zehnmal 60 Tabletten.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgróBen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

PHARMACIA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Hersteller

Pfizer Italia S. r. l.

Ascoli Piceno Plant

63100 Localita Marino del Tronto

Italien

Mitvertreiber

PFIZER PHARMA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Dieses Arzneimittel ist unter der Bezeichnung Edronax in Belgien, Danemark, Deutschland, Finnland, Irland, Italien, Luxemburg, Osterreich, Portugal, Schweden und dem Vereinigten Kónigreich zugelassen.

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im Oktober 2014.

palde-4v22ed-t-4

palde-4v22ed-t-4 7 16.10.2014

Edronax 4 mg Tabletten

Fachinformation Edronax 4 mg tabletten

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Edronax® 4 mg Tabletten

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Edronax® 4 mg Tabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Tablette enthalt 4 mg Reboxetin (als Mesilat).

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Tablette

WeiBe, runde, konvexe Tablette mit einer Bruchrille auf einer Seite. Ein „P" ist auf der linken und ein „U" auf der rechten Seite der Bruchrille eingepragt. Auf der Ruckseite der Tablette ist „7671" eingepragt. Die Tablette kann in gleiche Halften geteilt werden.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Reboxetin ist fur die Behandlung akuter depressiver Erkrankungen/ Major-Depression bestimmt. Die Behandlung sollte bei Patienten, die initial auf Edronax 4 mg Tabletten angesprochen haben, zur Aufrechterhaltung der klinischen Besserung fortgefuhrt werden.

4.2    Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Reboxetin ist zum Einnehmen bestimmt.

Erwachsene

Die empfohlene therapeutische Dosis betragt oral zweimal taglich 4 mg Reboxetin, entsprechend 8 mg Reboxetin/Tag. Die volle therapeutische Dosis kann von Therapiebeginn an gegeben werden. Nach 3 bis 4 Wochen kann diese Dosis bei unzureichender Wirkung auf 10 mg Reboxetin/Tag erhoht werden. Die maximale tagliche Dosis sollte 12 mg nicht uberschreiten. Die minimal wirksame Dosis wurde bisher noch nicht bestimmt.

Áltere Patienten

Es wurden Studien mit alteren Patienten durchgefuhrt. Diese Patienten erhielten eine Dosis von zweimal taglich 2 mg. Die Wirksamkeit und die Vertraglichkeit wurden nicht unter placebokontrollierten Bedingungen untersucht. Daher kann die Einnahme von Reboxetin -wie auch fur andere Antidepressiva, die nicht unter placebokontrollierten Bedingungen untersucht wurden - bei alteren Patienten nicht empfohlen werden.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Reboxetin sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz

Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz sollten zunachst als Anfangsdosis zweimal taglich 2 mg Reboxetin erhalten. Die Dosis kann je nach Vertraglichkeit erhoht werden.

4.3    Gegenanzeigen

Bekannte Uberempfindlichkeit gegen Reboxetin oder gegen einen weiteren Bestandteil des Arzneimittels.

4.4    Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma&nahmen fur die Anwendung

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Reboxetin sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Suizidale Verhaltensweisen (Suizidversuch und Suizidgedanken) sowie Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivitat, oppositionelles Verhalten und Wut) wurden in klinischen Studien haufiger bei mit Antidepressiva behandelten Kindern und Jugendlichen beobachtet als bei Kindern und Jugendlichen, die mit Placebo behandelt wurden. Sollte aufgrund klinischer Notwendigkeit dennoch die Entscheidung fur eine Behandlung getroffen werden, ist der Patient in Hinblick auf das Auftreten suizidaler Symptome sorgfaltig zu uberwachen. Daruber hinaus fehlen Langzeitdaten zur Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung.

Da Reboxetin in klinischen Studien nicht an Patienten mit Krampfanfallen gepruft wurde und da wahrend der klinischen Studien vereinzelt Anfalle beobachtet wurden, sollte das Arzneimittel nur unter engmaschiger Kontrolle an Patienten mit Krampfanfallen in der Anamnese verabreicht werden. Das Arzneimittel muss beim Auftreten von Krampfanfallen abgesetzt werden.

Eine Kombinationsbehandlung mit MAO-Hemmern (einschlie&lich Linezolid [einem Antibiotikum, das ein reversibler, nicht-selektiver MAO-Hermmer ist] und Methylenblau) und Reboxetin sollte aufgrund ihrer Wirkungsmechanismen und dem daraus resultierenden moglichen Risiko (tyraminartiger Effekt) vermieden werden.

Eine Kombinationsbehandlung mit anderen Antidepressiva (Trizyklika, MAO-Hemmern, selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern und Lithium) und Reboxetin wurde in klinischen Studien nicht untersucht.

Wie bei allen Antidepressiva ist wahrend der klinischen Studien ein Wechsel zur Manie/ Hypomanie beobachtet worden. Daher ist eine engmaschige Kontrolle bipolarer Patienten angezeigt.

Suizid/ Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung Depressive Erkrankungen sind mit einem erhohten Risiko fur die Auslosung von Suizidgedanken, selbstschadigendem Verhalten und Suizid (suizidbezogene Ereignisse) verbunden. Dieses erhohte Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt. Da diese nicht unbedingt schon wahrend der ersten Behandlungswochen eintritt, sollten die Patienten daher bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig uberwacht werden. Die bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behandlung ansteigen kann.

Bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgepragte Suizidabsichten hatten, ist das Risiko fur die Auslósung von Suizidgedanken oder -versuchen erhoht. Sie sollten daher wahrend der Behandlung besonders sorgfaltig uberwacht werden. Eine Metaanalyse von placebokontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Stórungen zeigte fur Patienten unter 25 Jahren, die Antidepressiva einnahmen, ein erhohtes Risiko fur suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo.

Die Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Uberwachung der Patienten, vor allem der Patienten mit hohem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen einhergehen. Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit einer Uberwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewohnlicher Verhaltensanderungen hinzuweisen. Sie sollten unverzuglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten.

Die klinische Erfahrung mit Reboxetin bei Patienten mit schwerwiegenden systemischen Begleiterkrankungen ist begrenzt. Patienten mit Symptomen einer Harnretention, einer ProstatavergróBerung, eines Glaukoms oder einer kardialen Erkrankung in der Vorgeschichte sollten sorgfaltig beobachtet werden.

Bei hóheren als den maximal empfohlenen Dosen wurde haufiger ein orthostatischer Blutdruckabfall beobachtet als bei empfohlener Dosis. Bei gleichzeitiger Gabe von blutdrucksenkenden Arzneimitteln ist daher besondere Vorsicht geboten.

Klinische Erfahrungen mit Reboxetin bei der Langzeittherapie von alteren Patienten sind zurzeit begrenzt. Bei dieser Patientengruppe wurde ab der 14. Behandlungswoche eine Senkung des durchschnittlichen Kaliumspiegels gefunden. Die Reduktion betrug nicht mehr als 0,8 mmol/l. Der Kaliumspiegel fiel nie unter Normwerte.

In Verbindung mit Reboxetin wurden Falle von Mydriasis berichtet. Daher sollte Reboxetin nur mit Vorsicht bei Patienten verschrieben werden, die einen erhóhtem Augeninnendruck oder das Risiko eines akuten Engwinkelglaukoms aufweisen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

In-vitro-Studien zum Metabolismus zeigen, dass Reboxetin in erster Linie durch das Cytochrom-P450-Isoenzym CYP3A4 metabolisiert wird; Reboxetin wird nicht durch CYP2D6 metabolisiert. Es ist daher zu erwarten, dass starke CYP3A4-Inhibitoren (Ketoconazol, Nefazodon, Erythromycin und Fluvoxamin) die Plasmakonzentration von Reboxetin erhóhen. In einer Studie an gesunden Probanden wurde festgestellt, dass Ketoconazol, ein starker CYP3A4-Inhibitor, die Plasmakonzentrationen der Reboxetin-Enantiomere um ca. 50 % erhoht. Aufgrund der geringen therapeutischen Breite von Reboxetin ist eine Reduktion der Eliminationsrate bedenklich. Daher sollte Reboxetin nicht zusammen mit Arzneimitteln gegeben werden, die als CYP3A4-Inhibitoren bekannt sind, wie z. B. Azol-Antimykotika oder Makrolid-Antibiotika, wie Erythromycin, oder Fluvoxamin.

Bei gleichzeitiger Gabe von CYP3A4-Induktoren, wie z. B. Phenobarbital und Carbamazepin, wurden niedrige Serumspiegel von Reboxetin beobachtet. Beispiele fur andere CYP3A4-Induktoren, die den Serumspiegel von Reboxetin erniedrigen kónnen, sind u. a. Phenytoin, Rifampicin und Johanniskraut.

In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Reboxetin die Aktivitát folgender P450-Isoenzyme nicht hemmt: CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19 und CYP2E1. Pharmakokinetische Interaktionen mit Práparaten, die durch diese Enzyme metabolisiert werden, sind nicht zu erwarten. In Konzentrationen, die jene bei der klinischen Anwendung uberschreiten, hemmt Reboxetin CYP2D6 und CYP3A4; jedoch lassen die Ergebnisse aus In-vivo-Studien darauf schlie&en, dass Interaktionen mit anderen Arzneimitteln, die durch diese Enzyme metabolisiert werden, unwahrscheinlich sind.

Es wurde keine bedeutsame pharmakokinetische Wechselwirkung zwischen Reboxetin und Lorazepam gefunden. Wáhrend ihrer gleichzeitigen Verabreichung an gesunde Probanden wurden leichte bis má&ige Schláfrigkeit und eine kurz andauernde orthostatische Erhohung der Herzschlagfrequenz beobachtet.

Reboxetin verstárkt die Wirkung von Alkohol auf die kognitiven Funktionen bei gesunden Probanden offensichtlich nicht.

Eine Kombinationsbehandlung mit MAO-Hemmern (einschlie&lich Linezolid [einem Antibiotikum, das ein reversibler, nicht-selektiver MAO-Hermmer ist] und Methylenblau) und Reboxetin sollte aufgrund ihrer Wirkungsmechanismen und dem daraus resultierenden moglichen Risiko (tyraminartiger Effekt) vermieden werden.

Eine Kombinationsbehandlung mit anderen Antidepressiva (Trizyklika, MAO-Hemmern, selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern und Lithium) und Reboxetin wurde in klinischen Studien nicht untersucht.

Die gleichzeitige Anwendung von Ergotalkaloid-Derivaten und Reboxetin kann zu einer Erhohung des Blutdrucks fuhren.

Die Resorption von Reboxetin wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme verzogert. Das AusmaB der Resorption von Reboxetin wird jedoch durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht signifikant beeinflusst.

Obwohl keine Daten aus klinischen Studien dazu vorliegen, sollte das mogliche Auftreten einer Hypokaliámie durch die gleichzeitige Einnahme von Kalium-ausschwemmenden Diuretika berucksichtigt werden.

In einer In-vivo-Studie mit Mehrfachdosierung bei gesunden Probanden wurden keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen zwischen Fluoxetin und Reboxetin beobachtet. Bei Patienten kann eine andere Wirkung und ein anderes Sicherheitsprofil bei der Kombination von Reboxetin mit Fluoxetin nicht ausgeschlossen werden.

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen aus klinischen Studien keine Daten zur Exposition mit Reboxetin wáhrend der Schwangerschaft vor. Sicherheitsdaten nach der Markteinfuhrung fur eine sehr begrenzte Anzahl von exponierten Schwangerschaften zeigen jedoch keine unerwunschten Wirkungen von Reboxetin auf die Schwangerschaft oder auf die Gesundheit des Fotus/ Neugeborenen. Tierstudien zeigen generell keine direkten oder indirekten schádigenden Wirkungen in Bezug auf Schwangerschaft, embryofetale Entwicklung oder Geburtsvorgang. Bei neugeborenen Ratten wurde eine gewisse Beeintráchtigung des Wachstums und der Entwicklung beobachtet (siehe Abschnitt 5.3).

Reboxetin sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen der Behandlung fur die Mutter die moglichen Risiken fur den Fotus uberwiegt.

Stillzeit

Reboxetin wird bekanntermaBen in die Muttermilch ausgeschieden. Es ist zu erwarten, dass die Konzentration des in die Muttermilch ausgeschiedenen Wirkstoffs sehr gering ist, allerdings liegen keine ausreichenden Informationen vor, um ein Risiko fur das gestillte Kind auszuschlieBen. Die Anwendung von Reboxetin in der Stillzeit kann in Erwagung gezogen werden, wenn der potenzielle Nutzen das Risiko fur das Kind uberwiegt.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Obwohl sich bei gesunden Probanden gezeigt hat, dass Reboxetin einen vernachlassigbaren Einfluss auf die psychomotorische Leistung hat, kann jedes psychoaktive Arzneimittel das Urteils- und Reaktionsvermogen beeintrachtigen. Patienten sollte zur Vorsicht bei der Teilnahme am StraBenverkehr und beim Bedienen gefahrlicher Maschinen geraten werden, bis sicher ist, dass ihre Leistungsfahigkeit nicht beeintrachtigt worden ist.

4.8    Nebenwirkungen

Mehr als 2.100 Patienten haben bisher in klinischen Studien Reboxetin erhalten, ungefahr 250 davon mindestens 1 Jahr lang.

Die Informationen in der nachfolgenden Tabelle 1 sind eine Zusammenfassung der Nebenwirkungen, die in 8-wochigen oder kurzeren placebokontrollierten klinischen Prufungen an Patienten unter Reboxetin-Behandlung beobachtet wurden. Zusatzlich beinhaltet die Tabelle Nebenwirkungen, die nach der Markteinfuhrung (Inzidenz unbekannt) beobachtet wurden.

Tabelle 1: Nebenwirkungen

Sehr haufig

(> 1/10)

Haufig

(> 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

(> 1/1.000 bis < 1/100)

Selten

(> 1/10.000 bis < 1/1.000)

Nicht bekannt

(Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen

verminderter

Appetit

Hyponatriamie

Psychiatrische Erkrankungen

Schlaflosigkeit

Agitiertheit*,

Angst*

aggressives Verhalten, Suizidgedanken / suizidales Verhalten**

Erkrankungen des Nervensystems

Benommenheit

Kopfschmerzen,

Parasthesie*,

Akathisie,

Geschmacksver

anderungen

Sehr haufig

(> 1/10)

Haufig

(> 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich

(> 1/1.000 bis < 1/100)

Selten

(> 1/10.000 bis < 1/1.000)

Nicht bekannt

(Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Augenerkrankungen

Akkomodations

storungen

Mydriasis*

Glaukom*

Erhohung des

Augeninnendru

cks

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Schwindel

Herzerkrankungen

Tachykardie,

Palpitationen*

Gefa&erkrankungen

Vasodilatation,

Hypotonie,

Hypertonie*

peripheres

Kaltegefuhl,

Raynaud-

Syndrom

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Mundtrockenhei t, Obstipation, Ubelkeit*

Erbrechen*

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Hyperhidrose

Hautausschlag*

allergische

Dermatitis

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Miktionsbeschw

erden,

Harnwegsinfekti onen, Dysurie, Harnverhalt*

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdruse**

Erektionsstorun

gen,

Ejakulationssch

merz,

Ejakulationsver

zogerung

Hodenschmerz

en

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

| Schuttelfrost | | | Reizbarkeit

* Diese Nebenwirkungen traten auch nach der Markteinfuhrung auf.

** Falle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten wurden wahrend der Behand-lung mit Reboxetin oder kurz nach Absetzen der Therapie berichtet (siehe Abschnitt 4.4).

In placebokontrollierten klinischen Prufungen, die 8 Wochen oder kurzer dauerten, wurden Nebenwirkungen bei rund 80 % der Patienten unter Reboxetin-Behandlung und bei rund 70 % der Patienten unter Placebo-Behandlung berichtet. Die Abbruchquote aufgrund von Nebenwirkungen betrug rund 9 % bei Patienten unter Reboxetin-Behandlung und rund 5 % bei Patienten unter Placebo-Behandlung.

Um die Vertraglichkeit in der Langzeittherapie zu prufen, wurden 143 erwachsene Patienten mit Reboxetin und 140 mit Placebo behandelt. Hierbei traten in der Reboxetin-Gruppe bei 28 % der Patienten unerwunschte Ereignisse wahrend der Langzeitbehandlung neu auf, in der Placebo-Gruppe bei 23 %. Ein Therapieabbruch erfolgte in der Reboxetin-Gruppe in 4 % der Falle, in der Placebo-Gruppe in 1 % der Falle. Das Risiko fur bestimmte unerwunschte Ereignisse war bei Reboxetin und Placebo ahnlich. In Langzeitstudien traten keine individuellen Ereignisse auf, die nicht auch in der Kurzzeittherapie beobachtet wurden.

Bei kontrollierten Kurzzeitstudien mit depressiven Patienten wurden keine signifikanten geschlechtsspezifischen Unterschiede bei den unerwunschten Ereignissen festgestellt, mit Ausnahme der urologischen unerwunschten Ereignisse (Miktionsbeschwerden, Harnverhalt, Haufigkeit des Harnlassens), die bei einem hoheren Anteil der mannlichen Patienten (31,4 %; 143/456) als der weiblichen Patienten (7,0 %; 59/847), die ebenfalls mit Reboxetin behandelt wurden, auftraten. Im Gegensatz hierzu waren die mit Placebo behandelten Patienten hinsichtlich der Haufigkeit der urologischen unerwunschten Ereignisse (Manner:

5,0 % [15/302]; Frauen: 8,4 %; [37/440]) ahnlich.

Bei den alteren Patienten war die Haufigkeit aller unerwunschten Ereignisse zusammen wie auch der einzelnen nie hoher als oben berichtet.

Absetzphanomene, uber die in klinischen Studien vor Markteinfuhrung nach Abbruch der Einnahme berichtet wurde, traten bei rund 5 % der Patienten unter Reboxetin-Behandlung und bei rund 4 % der Patienten unter Placebo-Behandlung auf. Nach Markteinfuhrung gab es einige Spontanberichte uber Absetzsymptome einschlie&lich Kopfschmerzen, Benommenheit, Nervositat und Ubelkeit; jedoch zeigte sich in diesen Berichten kein einheitliches Bild der Ereignisse bei Beendigung der Behandlung mit Reboxetin.

In placebokontrollierten Kurzzeitstudien, bei denen die Herzschlagfrequenz mit EKG aufgenommen wurde, konnte unter Reboxetin eine durchschnittliche Herzfrequenzerhohung von 6 bis 12 Schlagen pro Minute festgestellt werden.

In allen kontrollierten Kurzzeitstudien mit depressiven Patienten war die durchschnittliche Veranderung der Pulsfrequenz (Schlage pro Minute) fur die mit Reboxetin behandelten Patienten 3,0 in stehender, 6,4 in sitzender und 2,9 in liegender Position, wahrend sie fur die mit Placebo behandelten Patienten 0 in stehender, 0 in sitzender und -0,5 in liegender Position war. In diesen Studien brachen 0,8 % der Patienten verglichen mit 0,1 % der mit Placebo behandelten Patienten aufgrund von Tachykardie ab.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grower Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Studien zur Akuttoxizitát am Tier zeigten eine sehr niedrige Toxizitát mit einem groBen Sicherheitsbereich bezogen auf die pharmakologisch aktiven Dosen. Klinische Symptome und Todesursachen beruhten auf einer ZNS-Stimulierung (hauptsáchlich krampfartige Symptome).

In wenigen Fállen wurden wáhrend klinischer Studien Patienten hohere (12 mg bis 20 mg/Tag) als die empfohlenen Dosen uber einen Zeitraum von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen verabreicht: Neu berichtete Beschwerden umfassen lageabhángigen niedrigen Blutdruck, Angst und Bluthochdruck. Áltere Patienten konnen besonders empfindlich auf Uberdosierungen reagieren.

Funf Fálle einer Uberdosierung mit Reboxetin allein oder in Kombination mit anderen pharmakologisch wirksamen Substanzen wurden vor der Zulassung aus klinischen Studien berichtet. Die von einem Patienten eingenommene Menge an Reboxetin ohne weitere Arzneimittel war 52 mg und bei einem anderen Patienten 20 mg mit anderen Arzneimitteln. Die verbliebenen 3 Fálle hatten unbekannte Mengen an Reboxetin eingenommen. Alle 5 Patienten haben sich vollstándig erholt. Es wurden keine Fálle von EKG-Veránderungen, Koma oder Krampfanfállen nach alleiniger Uberdosierung mit Reboxetin berichtet.

Es liegen seit Markteinfuhrung des Produkts einige Fálle von Patienten mit Uberdosierung von Reboxetin (bis zu 240 mg) als alleiniger Substanz vor, keiner verlief jedoch todlich. Eine Uberdosierung mit Todesfolge wurde bei einem Patienten berichtet, der Reboxetin mit Amitriptylin (Mengen jeweils unbekannt) eingenommen hatte.

Im Falle einer Uberdosierung wird die Kontrolle der kardialen Funktion und Vitalparameter empfohlen. Allgemeine symptomatisch unterstutzende MaBnahmen und/ oder Magenentleerung konnen erforderlich sein.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Antidepressiva ATC-Code: N06AX18

Reboxetin ist ein hochselektiver und potenter Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer. Reboxetin hat nur einen schwachen Effekt auf die 5-HT-Wiederaufnahme und beeinflusst die Aufnahme von Dopamin nicht.

Zu den wichtigsten Wirkmechanismen bekannter Antidepressiva gehort die durch die Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmung erhohte Verfugbarkeit von Noradrenalin im synaptischen Spalt und die Modifikation der noradrenergen Transmission.

In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Reboxetin keine signifikante Affinitát zu adrenergen (a1, a2, p) und muskarinischen Rezeptoren hat. Der antagonistische Effekt auf solche Rezeptoren wurde mit den kardiovaskuláren, anticholinergen und sedativen Nebenwirkungen anderer Antidepressiva in Verbindung gebracht. Reboxetin hat in vitro keine Bindungsaffinitát zu a1-oder a2-Adrenozeptoren, in vivo kann eine Interaktion mit a-Adrenozeptoren bei hohen Dosen nicht ausgeschlossen werden.

In einer nachtráglichen, stratifizierten Analyse von Daten aus 11 placebokontrollierten Studien, an denen 2.400 Patienten teilnahmen, zeigte sich bei Patienten mit milder oder moderater Depression kein statistischer Unterschied in der Wirksamkeit am primáren Endpunkt (HAMD-21-Fragenskala) zwischen Reboxetin und Placebo. Die Wirksamkeit wurde eindeutig nur bei Patienten mit schwerer und sehr schwerer Depression nachgewiesen. Die

Studien enthalten nur begrenzt Daten zur Wirksamkeit bei der Anwendung von Reboxetin bei Patienten mit milder oder moderater Depression.

5.2    Pharmakokinetische Eigenschaften

Nach einer einzigen oralen Gabe von 4 mg Reboxetin an gesunde Probanden wurden innerhalb von 2 Stunden nach Einnahme maximale Serumspiegel von bis zu 130 ng/ml erreicht. Die absolute Bioverfugbarkeit betragt mindestens 60 %.

Die Plasmaspiegel von Reboxetin fallen monoexponentiell mit einer Halbwertszeit von 13 Stunden. Das Steady State wird innerhalb von 5 Tagen erreicht. Die Linearitat der Pharmakokinetik wurde fur den Dosisbereich, der die klinisch empfohlenen Dosen umfasst, nachgewiesen.

Die Substanz wird offensichtlich im gesamten Korperwasser verteilt. Reboxetin wird ohne signifikante Konzentrationsabhangigkeit bei jungen Patienten zu 97 % und bei alteren Patienten zu 92 % an menschliche Plasmaproteine gebunden, mit einer markant hoheren Affinitat zum a1-Saure-Glykoprotein als zum Albumin.

Reboxetin wird in vitro vorwiegend durch Cytochrom P4503A4 (CYP3A4) metabolisiert. In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Reboxetin die Aktivitat folgender P450-Isoenzyme nicht hemmt: CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19 und CYP2E1. Reboxetin hemmt sowohl CYP2D6 als auch CYP3A4 mit geringer Bindungsaffinitat, hat aber keine Wirkung auf die In-vivo-Clearance von Arzneimitteln, die durch diese Enzyme metabolisiert werden, gezeigt. Reboxetin sollte nur mit Vorsicht gemeinsam mit starken CYP3A4-Inhibitoren verabreicht werden.

78 % radioaktiv markierter Substanz einer Dosis werden mit dem Urin ausgeschieden. Obwohl uberwiegend unveranderte Substanz im Kreislauf vorhanden ist (70 % der Gesamtradioaktivitat in Bezug auf die AUC), werden nur 10 % der Dosis als unveranderte Substanz im Urin ausgeschieden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Biotransformation die gesamte Elimination steuert und dass die Ausscheidung der Metaboliten durch deren Bildung begrenzt wird. Die hauptsachlichen Abbauwege, die gefunden wurden, sind 2-O-Dealkylierung, Hydroxylierung des Ethoxyphenoxy-Rings und Oxidation des Morpholin-Rings, gefolgt von der teilweisen oder vollstandigen Glucuro- oder Sulfokonjugation.

Die Substanz liegt als Racemat vor (beide Enantiomere waren in Versuchsmodellen aktiv): es wurden weder chirale Inversion noch gegenseitige pharmakokinetische Interferenzen zwischen den Enantiomeren beobachtet. Die Plasmaspiegel des wirksameren S,S-Enantiomers sind ungefahr zweimal niedriger und die Urinausscheidung zweimal hoher als die des anderen Enantiomers. Es wurden keine signifikanten Unterschiede in der terminalen Halbwertszeit der beiden Enantiomere beobachtet.

Eine Erhohung der Plasmaspiegel und eine Verlangerung der Halbwertszeit bis zum 2-Fachen der Norm wurden bei Patienten mit Nieren- und Leberinsuffizienz beobachtet. Im Vergleich zu jungen gesunden Probanden treten bei alteren Patienten ahnliche oder etwas groBere Anstiege (bis zum 3-Fachen) der systemischen Exposition auf.

5.3    Praklinische Daten zur Sicherheit

Reboxetin verursachte in vitro keine Genmutationen bei Bakterien- oder Saugetierzellen, fuhrte aber in vitro zu Chromosomenaberrationen in menschlichen Lymphozyten. Reboxetin verursachte in vitro keine DNS-Schaden in Hefezellen oder in Hepatozyten von Ratten. Reboxetin verursachte in vivo keine Chromosomenschaden bei Mausen im Mikronukleustest und erhohte nicht das Auftreten von Tumoren in Kanzerogenitatsstudien mit Mausen und Ratten.

Uber Hámosiderose wurde lediglich in Toxizitátsstudien an Ratten berichtet.

Reboxetin erwies sich in Tierversuchen als nicht teratogen, die Fertilitát wurde nicht beeinflusst. Dosen, die zu Plasmaspiegeln im humantherapeutischen Bereich fuhrten, verursachten bei Ratten Wachstums- und Entwicklungsstórungen sowie langfristige Verhaltensstórungen bei den Nachkommen.

Bei Ratten wurde eine Ausscheidung von Reboxetin in die Milch nachgewiesen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat

Crospovidon

Hochdisperses Siliciumdioxid Magnesiumstearat

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4    Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Aufbewahrung Nicht uber 25 °C lagern.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Die Tabletten befinden sich entweder in orangefarbenen Typ-III-Glasflaschen mit kindersicherem Drehverschluss aus Aluminium mit Polyethylen-Innenbeschichtung oder in opaken Blistern aus Aluminium-PVDC/ PVC-PVDC.

Die Packungen enthalten 10, 20, 50, 60, 100, 120 und 180 Tabletten in Blistern, 60 Tabletten in einer Glasflasche, Bundelpackungen mit dreimal 60, funfmal 60 und zehnmal 60 Tabletten in Blistern oder Bundelpackungen mit dreimal 60, funfmal 60 und zehnmal 60 Tabletten in Glasflaschen.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgróBen in den Verkehr gebracht.

6.6    Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

PHARMACIA GmbH Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Mitvertreiber

PFIZER PHARMA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

8. ZULASSUNGSNUMMER

41344.01.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 08.12.1997 Datum der Verlangerung der Zulassung: 29.08.2007

10. STAND DER INFORMATION

Oktober 2014

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig spcde-4v22ed-t-4

spcde-4v22ed-t-4 11 16.10.2014

Edronax 4 mg Tabletten