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Endogard Plus Tabletten Mit Geschmack Für Hunde

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Fachinformation in Form der Zusammenfassung der Merkmale des Tierarzneimittels (Summary of Product Characteristics)

1. Bezeichnung des Tierarzneimittels:

Endogard Plus Tabletten mit Geschmack für Hunde


2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung:

1 Tablette enthält:


Wirkstoff(e):

Febantel 150,00 mg

Pyrantelembonat 144,00 mg

Praziquantel 50,00 mg


Sonstige Bestandteile:


Eine vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1

3. Darreichungsform:

Tablette

Runde, gelbe, unbeschichtete Tabletten mit sichtbaren dunkleren Punkten und abgeschrägten Kanten mit einer Kreuzkerbe auf der einen Seite und einer glatten anderen Seite.

Die Tabletten können in gleiche Hälften oder Viertel geteilt werden.

4. Klinische Angaben:

4.1 Zieltierart(en):

Hund (kleine und mittlere Größe)

4.2 Anwendungsgebiete unter Angabe der Zieltierart(en):

Zur Behandlung von Mischinfektionen mit folgenden Rund- und Bandwürmern bei erwachsenen Hunden und Welpen:


Nematoden

Askariden: Toxocara canis, Toxascaris leonina (späte unreife Stadien und reife Stadien)

Hakenwürmer: Uncinaria stenocephala, Ancylostoma caninum (Adulte)


Cestoden

Bandwürmer: Taenia spp., Dipylidium caninum



4.3 Gegenanzeigen:

Nicht zeitgleich mit Piperazin-Verbindungen anwenden.

Überschreiten Sie bei der Behandlung von trächtigen Hündinnen nicht die angegebene Dosierung.

Nicht anwenden bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei Hunden, die jünger als 2 Wochen sind und / oder weniger als 2 kg wiegen.


4.4 Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart:

Flöhe sind Zwischenwirte für eine häufige Bandwurmart – Dipylidium caninum. Ohne eine Kontrolle von Zwischenwirten wie Flöhe, Mäuse usw. kann Bandwurmbefall immer wieder auftreten.


4.5 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung:

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:

Alle nur teilweise verwendeten Tabletten sollten entsorgt werden.


Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Personen, die dem Hund die Tabletten direkt verabreichen oder sie unter das Hundefutter mischen, sollten aus Hygienegründen anschließend ihre Hände waschen. Im Falle einer versehentlichen Einnahme ärztlichen Rat einholen und die Packungsbeilage vorzeigen.

4.6 Nebenwirkungen (Häufigkeit und Schwere):

Bei Welpen können in seltenen Fällen vorübergehend weiche Faeces, Durchfall und / oder Erbrechen auftreten.


Das Auftreten von Nebenwirkungen nach Anwendung von Endogard Plus Tabletten mit Geschmack für Hunde sollte dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Mauerstr. 39 - 42, 10117 Berlin oder dem pharmazeutischen Unternehmer mitgeteilt werden.

Meldebögen können kostenlos unter o.g. Adresse oder per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung (Online-Formular auf der Internetseite http://vet-uaw.de).

4.7 Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:

Ziehen Sie vor der Behandlung trächtiger Tiere gegen Rundwürmer einen Tierarzt zu Rate.

Das Tierarzneimittel kann während der Laktation angewendet werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.9).

Nicht anwenden bei Hündinnen während der ersten zwei Drittel der Trächtigkeit.



4.8 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Nicht gleichzeitig mit Piperazin anwenden, da die anthelminthische Wirkung von Pyrantel und Piperazin (enthalten in vielen Entwurmungspräparaten für Hunde) gehemmt werden kann.

Die gleichzeitige Anwendung mit anderen cholinergen Verbindungen kann toxische Wirkungen auslösen.

4.9 Dosierung und Art der Anwendung:


Zum Eingeben


Dosierung

Die empfohlenen Dosierungen betragen: 15 mg/kg Körpergewicht Febantel, 14,4 mg/kg Pyrantel und 5 mg/kg Praziquantel. Dies entspricht 1 Tablette pro 10 kg Körpergewicht.

Die Tabletten können halbiert/geviertelt werden, um eine genaue Dosierung zu ermöglichen.


Verabreichung und Dauer der Behandlung

Die Tablette(n) können dem Hund direkt verabreicht oder unter das Futter gemischt werden. Futterbeschränkungen sind weder vor noch nach der Verabreichung des Tierarzneimittels erforderlich.

Um die Verabreichung einer korrekten Dosis sicherzustellen, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Welpen ab einem Alter von 2 Wochen können mit diesem Tierarzneimittel in Abständen von 2 Wochen bis um Alter von 12 Wochen entwurmt werden. Danach sollten sie in Intervallen von 3 Monaten behandelt werden. Es ist ratsam, die Hündin zur gleichen Zeit wie die Welpen zu behandeln.

Um Toxocara zu kontrollieren, sollten laktierende Hündinnen das Medikament 2 Wochen nach der Geburt und danach alle 2 Wochen bis zum Ende der Laktation erhalten.

Zur routinemäßigen Kontrolle wird eine Entwurmung in Abständen von 3 Monaten empfohlen.

Im Falle eines schweren Spulwurmbefalls sollte eine weitere Gabe nach 14 Tagen erfolgen.

4.10 Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel), falls erforderlich:

Benzimidazole weisen eine große therapeutische Breite auf. Pyrantel wird nicht systemisch resorbiert. Auch Praziquantel weist eine therapeutische Breite auf, die dem 5-fachen der empfohlenen Dosis entspricht.

4.11 Wartezeit(en):

Nicht zutreffend.

5. Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Anthelminthika

ATCvet Code: QP52AC55



5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften:

Das Tierarzneimittel enthält drei Wirkstoffe gegen Rund- und Bandwürmer: Febantel, Pyrantelembonat (Pamoat) und Praziquantel, ein partiell hydriertes Pyrazinoisochinolin-Derivat, das häufig als Anthelminthikum in der Human- und Tiermedizin verwendet wird. Pyrantel fungiert als cholinerger Agonist. Die Wirkung erfolgt durch die Stimulierung der nikotin-cholinergen Rezeptoren der Parasiten und Induktion einer spastischen Lähmung, die eine Ausscheidung der Parasiten aus dem Magen-Darm-Trakt durch Peristaltik ermöglicht. Bei Säugetieren wird Febantel durch einen Ringschluss in Fenbendazol und Oxfendazol umgewandelt, die eine anthelminthische Wirkung durch Hemmung der Tubulin-Polymerisation entfalten. Eine Bildung von Mikrotubuli wird hierdurch verhindert, die als Struktur für die Normalfunktion von Helminthen unerlässlich sind. Insbesondere wird die Glukoseaufnahme beeinträchtigt, was zu einer Abnahme von ATP in den Zellen führt. Der Parasit stirbt nach 2 – 3 Tagen infolge der Erschöpfung seiner Energiereserven.

Praziquantel wird sehr schnell absorbiert und im gesamten Parasiten verteilt. Sowohl in vitro und in vivo Studien haben gezeigt, dass Praziquantel schwere Schäden an der Hülle des Parasiten verursacht, was zu Kontraktion und Paralyse führt. Die Folge ist eine fast sofortige tetanische Kontraktion der Parasitenmuskulatur und eine rasche Vakuolisierung des synzytial angelegten Teguments. Diese schnelle Kontraktion wird durch Veränderungen des Flusses zweiwertiger Kationen, vor allem Kalzium, erklärt.


In diesem fixen Kombinationsprodukt wirken Pyrantel und Febantel synergistisch gegen alle relevanten Nematoden (Ascariden und Hakenwürmer) bei Hunden. Insbesondere erstreckt sich das Wirkungsspektrum auf Toxocara canis, Toxascaris leonina, Uncinaria stenocephala und Ancylostoma caninum. Das Wirkungsspektrum von Praziquentel deckt auch Bandwurmarten von Hunden, insbesondere alle Taenia spp. und Dipylidium caninum ab. Praziquantel wirkt gegen adulte und unreife Stadien dieser Parasiten.

5.2 Angaben zur Pharmakokinetik:

Peroral verabreichtes Praziquantel wird fast vollständig vom Darmtrakt resorbiert. Nach der Resorption wird das Medikament in alle Organe verteilt. Praziquantel wird in der Leber in inaktive Formen metabolisiert und über die Galle ausgeschieden. Über 95% der verabreichten Dosis werden innerhalb von 24 Stunden ausgeschieden. Nicht metabolisiertes Praziquantel wird nur in Spuren ausgeschieden.


Das Pamoat-Salz von Pyrantel weist eine geringe Wasserlöslichkeit auf, eine Eigenschaft, die die Resorption im Darm verringert und es dem Medikament ermöglicht, in den Dickdarm zu gelangen und dort die Parasiten zu erfassen. Aufgrund der geringen systemischen Resorption von Pyrantel-Pamoat besteht nur eine sehr geringe Gefahr von Nebenwirkungen/Toxizität für den Wirt. Nach der Resorption wird Pyrantel-Pamoat schnell und nahezu vollständig zu inaktiven Metaboliten umgewandelt, die schnell über den Urin ausgeschieden werden.


Febantel wird relativ schnell resorbiert und in eine Reihe von Metaboliten verstoffwechselt, einschließlich Fenbendazol und Oxfendazol, die antihelminthische Aktivitäten aufweisen.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1 Verzeichnis der sonstigen Bestandteile:

Lactose-Monohydrat

Maisstärke

Povidon

Natriumdodecylsulfat

Mikrokristalline Cellulose

Hochdisperses Siliciumdioxid

Fleisch-Aroma, o.w.A.

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

6.2 Inkompatibilitäten:

Keine bekannt.

6.3 Dauer der Haltbarkeit:

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 2 Jahre.

6.4 Besondere Lagerungshinweise:

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5 Art und Beschaffenheit des Behältnisses:

Art der Behälter: Bedruckter und perforierter Alu-Alu-Blister: 2 Tabl. (1 Blister mit 2 Tabl.) in einer Schachtel.

Bedruckte und perforierte Alu-Alu-Blister: 4 Tabl.(2 Blister mit je 2 Tabl.) in einer Schachtel.

Bedruckter und perforierter Alu-Alu-Blister: 10 Tabl. (1 Blister mit 10 Tabl.) in einer Schachtel.

Bedruckte und perforierte Alu-Alu-Blister: 30 Tabl.(3 Blister mit je 10 Tabl.) in einer Schachtel.

Bedruckte und perforierte Alu-Alu-Blister: 50 Tabl.(5 Blister mit je 10 Tabl.) in einer Schachtel.

Bedruckte und perforierte Alu-Alu-Blister: 100 Tabl.(10 Blister mit je 10 Tabl.) in einer Schachtel.

Bedruckte und perforierte Alu-Alu-Blister: 300 Tabl.(30 Blister mit je 10 Tabl.) in einer Schachtel.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht



6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder bei der Anwendung entstehender Abfälle:

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

7. Zulassungsinhaber:

KRKA, d.d., Novo mesto

Šmarješka cesta 6

8501 Novo mesto

Slowenien

8. Zulassungsnummer:

401283.00.00

9. Datum der Erteilung der Erstzulassung / Verlängerung der Zulassung:

...

10. Stand der Information

...

11. Verbot des Verkaufs, der Abgabe und/oder der Anwendung

Nicht zutreffend.


12. Verschreibungsstatus / Apothekenpflicht

Verschreibungspflichtig.