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Eremfat 150 Mg

Document: 20.04.2016   Gebrauchsinformation (deutsch) change

FATOL

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben GEBRAUCHSINFORMATION: Information für Anwender

EREMFAT® 150 mg, Filmtabletten Wirkstoff: Rifampicin

Zur Anwendung bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.

•    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

•    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

•    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

•    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apothe

ker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4._


Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist EREMFAT® 150 mg und wofür wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von EREMFAT® 150 mg beachten?

3.    Wie ist EREMFAT® 150 mg einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.    Wie ist EREMFAT® 150 mg aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist EREMFAT® 150 mg und wofür wird es angewendet?

EREMFAT® 150 mg ist ein Tuberkulosemittel aus der Gruppe der Ansamycin-Antibiotika.

Anwendungsgebiet

EREMFAT® 150 mg wird angewendet:

-    zur Behandlung aller Formen der Tuberkulose mit Erregerempfindlichkeit gegen Rifampicin, immer in Kombination mit weiteren gegen die Tuberkuloseerreger wirksamen Arzneimitteln

-    zur Behandlung von in der Lunge liegenden (pulmonale), außerhalb der Lunge liegenden (extrapulmonale) sowie verstreut liegenden (disseminierte) Infektionen durch so genannte nichttuberkulöse Mykobakterien (MOTT entspr. mycobacteria other than tuberculosis), immer in Kombination mit weiteren antimykobakteriell wirksamen Arzneimitteln

-    zur Kombinationsbehandlung der Lepra

-    zur Vorbeugung einer Hirnhautentzündung, welche durch so genannte Meningokokken hervorgerufen wird (Prophylaxe der Meningokokken-Meningitis).

Die allgemein anerkannten Richtlinien zum angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen und speziell antimykobakteriellen Wirkstoffen bei der Behandlung mykobakterieller Infektionen sind zu beachten.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von EREMFAT® 150 mg beachten?

EREMFAT® 150 mg darf nicht eingenommen werden,

-    wenn Sie allergisch gegen Rifampicin, gegen andere Rifamycine (mit Rifampicin verwandte Wirkstoffe) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

-    bei schweren Leberfunktionsstörungen (Child Pugh C), Gelbsucht (z. B. Verschlussikterus), akuter Leberentzündung (Hepatitis), Leberzirrhose (chronische Lebererkrankung mit Leberzellschwund), Gallengangsverschluss (Gallengangsobstruktion).

-    bei gleichzeitiger Therapie mit den Proteaseinhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von HlV-Infektionen) Amprenavir, Atazanavir, Darunavir, Fosamprenavir, Indinavir, Lopinavir, Nelfinavir, Tipranavir und Saquinavir - mit wie auch ohne Ritonavir (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und „Einnahme von EREMFAT® 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

-    bei gleichzeitiger Therapie mit dem potenziell leberschädigenden Breitspektrum-TriazolAntimykotikum (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen) Voriconazol (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von EREMFAT® 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie EREMFAT® 150 mg einnehmen.

• Mykobakterien (Erreger der Tuberkulose) entwickeln rasch Resistenzen gegen Rifampicin, den Wirkstoff von EREMFAT® 150 mg. Daher muss EREMFAT® 150 mg immer mit mindestens einem weiteren gegen Tuberkulose wirksamen Arzneimittel kombiniert werden (siehe auch Abschnitt 3. „Wie ist EREMFAT® 150 mg einzunehmen?“). Eine Ausnahme hiervon stellt die Vorbeugung (Prophylaxe) der MeningokokkenHirnhautentzündung dar, in welcher Rifampicin in einer hohen Dosis über einen Zeitraum von nur 2 Tagen allein eingesetzt wird.

• Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme oder Anwendung anderer Arzneimittel. Denn Rifampicin, der Wirkstoff von EREMFAT® 150 mg, kann den Stoffwechsel dieser Arzneimittel beeinflussen bzw. der Stoffwechsel von Rifampicin selbst kann beeinflusst werden. Vor allem bei Einnahme/Anwendung von Arzneimitteln, die Wirkstoffe mit enger therapeutischer Breite (enger Nachbarschaft von Wirkung und Nebenwirkungen) enthalten, muss bei Beginn oder nach Absetzen einer Therapie mit EREMFAT® 150 mg die Dosierung dieser Arzneimittel eventuell angepasst werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, um eine korrekte Dosierung gleichzeitig eingenommener / angewendeter Arzneimittel sicherzustellen und Wechselwirkungen, die schlimmstenfalls lebensbedrohlich sein können, zu vermeiden (siehe auch Abschnitt 2. „EREMFAT® 150 mg darf nicht eingenommen werden" und „Einnahme von EREMFAT® 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln").

Paracetamol

Im Falle einer gleichzeitigen Verabreichung von Rifampicin und Paracetamol kann es zu einer Leberschädigung durch üblicherweise unschädliche Dosen von Paracetamol kommen. Die Verabreichung von Paracetamol unter Rifampicintherapie sollte daher nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung und unter besonderer Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von EREMFAT® 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln").

Vitamin D

Rifampicin beeinträchtigt den Vitamin D-Stoffwechsel. Symptome einer Erkrankung der Knochen sind erst bei längerer Rifampicingabe (> 1 Jahr) zu erwarten. Sollte Ihnen zusätzlich Vitamin D verabreicht werden, wird Ihr Arzt regelmäßige Kontrollen der Calcium-und Phosphatspiegel sowie der Nierenfunktion durchführen.

Kontrazeption

Wenn Sie orale hormonale Kontrazeptiva (‘Pille’) zur Empfängnisverhütung anwenden ist die empfängnisverhütende Wirkung oraler hormonaler Kontrazeptiva aufgrund der Wechselwirkung zwischen Rifampicin und den Wirkstoffen der Kontrazeptiva (‘Pille’) gestört. Unter der Therapie mit EREMFAT® 150 mg müssen Sie daher zusätzlich andere nicht hormonale, kontrazeptive Maßnahmen anwenden (siehe Abschnitt 2. „Einnahme von EREMFAT® 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln").

Hepatotoxizität (erhöhtes Risiko von Leberschäden), Unterernährung, Alkoholismus

-    Bei etwa 5 bis 20 % der Behandelten ist ein Anstieg der Leberwerte (Transaminasen) feststellbar. Verbleiben die Leberwerte unter einem bestimmten Richtwert (Transamina-senwerte < 100 U/l) kann es trotz Fortsetzung der Therapie wieder zur Normalisierung der Werte kommen. Übersteigen die Leberwerte den Richtwert (Transaminasenanstieg über 100 U/l oder Bilirubinkonzentrationen 2-fach über dem Normwert und entsprechender klinischer Symptomatik) muss EREMFAT® 150 mg abgesetzt werden, da tödlicher Leberschwund (Leberdystrophien) beobachtet worden ist. Nach Unterbrechung der Therapie und Rückgang der Symptome kann eine Weiterbehandlung unter Beachtung der einschleichenden Dosierung möglich sein.

-    Bei leichteren oder chronischen Leberfunktionsstörungen darf EREMFAT® 150 mg nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abschätzung angewendet werden.

-    Bei Patienten mit regelmäßigem Alkoholkonsum oder Alkoholmissbrauch kann eine Vorschädigung der Leber bestehen bzw. ist damit zu rechnen.

-    Unterernährte Patienten, ältere Patienten und Patienten mit bereits bestehenden Leberschäden sind vor allem gefährdet hinsichtlich des Auftretens von Nebenwirkungen wie Gelbsucht (Ikterus) bzw. einer Lebervergrößerung (Hepatomegalie).

-    Rifampicin besitzt ein lebertoxisches Potential. Bei allen Patienten, insbesondere bei den genannten Risikogruppen und wenn Sie die üblichen Kombinationspartner von Rifampicin wie Isoniazid und Pyrazinamid einnehmen, müssen regelmäßige Leberenzym- und Bilirubinkontrollen durchgeführt werden, um eine mögliche Schädigung der Leber aufgrund des lebertoxischen Potenzials der genannten Arzneimittel frühzeitig erkennen zu können.

Überempfindlichkeitsreaktionen

-    Es können leichte Überempfindlichkeitsreaktionen wie beispielsweise Fieber, Hautrötungen, Jucken (Pruritus) oder Nesselsucht (Urtikaria) auftreten. Nach Unterbrechung der Therapie und Rückgang der Symptome kann eine Weiterbehandlung unter Beachtung der einschleichenden Dosierung möglich sein.

-    EREMFAT® 150 mg ist sofort und endgültig abzusetzen beim Auftreten schwerwiegender Komplikationen wie Blutplättchenmangel (Thrombozytopenie), der sich eventuell auch als Nasenbluten äußern kann, Hautblutungen (Purpura), Blutarmut (hämolytische Anämie), Atemnot (Dyspnoe), asthmaartigen Anfällen, Schock und Nierenversagen und bei schweren allergischen Hautreaktionen mit blasenförmiger Abhebung der Haut (toxische epidermale Nekrolyse / Lyell Syndrom, exfoliative Dermatitis) (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?"). Wenn bei Ihnen während der Behandlung mit EREMFAT® 150 mg oben genannte Symptome auftreten, kontaktieren Sie bitte sofort einen Arzt.

-    Bei der Wiederaufnahme einer Behandlung mit EREMFAT® 150 mg nach kurzer oder längerer Unterbrechung können akute Überempfindlichkeitsreaktionen mit grippeähnlichen Erscheinungen ("Flu-Syndrom”) bis hin zu Schock oder Nierenversagen (hyperergische Sofortreaktion) eintreten. Deshalb wird dringend empfohlen, bei Wiederaufnahme nach Unterbrechung und bei Wiederholung einer Behandlung Rifampicin einschleichend zu dosieren.

Das Flu-Syndrom wird fast ausschließlich bei nicht täglicher (intermittierender) bzw. nach nicht regelmäßiger Rifampicin-Einnahme beobachtet und tritt umso häufiger auf, je höher die einzelnen Dosen und je länger das dazwischenliegende Intervall waren. Es tritt meist 3 bis 6 Monate nach Beginn einer intermittierenden Therapie auf und äußert sich in Symptomen wie Kopfschmerzen und allgemeinem Schwächegefühl, Fieber, Schüttelfrost, entzündlichem Hautausschlag (Exanthem), Übelkeit, Erbrechen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Die Symptome treten 1 bis 2 Stunden nach der Einnahme auf und dauern bis zu 8 Stunden, in Einzelfällen darüber hinaus, an (siehe Abschnitt 3. "Wie ist EREMFAT® 150 mg einzunehmen?” und 4. " Welche Nebenwirkungen sind möglich?”). Es kann in fast allen Fällen durch Wechsel von der intermittierenden auf die tägliche Rifampicin-Einnahme (nicht möglich bei der Therapie der Lepra) zum Verschwinden gebracht werden.

Bei Wiederaufnahme der Therapie nach Unterbrechung, beim Wechsel von der intermittierenden auf die tägliche Einnahme und bei Wiederholung der Therapie muss Rifampicin einschleichend dosiert werden (siehe Abschnitt 3. "Wie ist EREMFAT® 150 mg einzunehmen?” und 4. "Welche Nebenwirkungen sind möglich?”).

Ein unbegründeter eigenmächtiger Therapieabbruch und ein Neubeginn der Therapie ohne ärztliche Kontrolle sind deshalb sehr risikoreich. Halten Sie also in jedem Fall zuerst Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine Änderung, einen Abbruch oder einen Wiederbeginn der Therapie wünschen.

•    Porphyrie

Wenn Sie eine genetische Veranlagung für das Auftreten einer Porphyrie (Stoffwechselstörung bzgl. Vorstufen des roten Blutfarbstoffs) tragen, sind besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig, und Sie sollten den Rat eines Porphyrie-Experten einholen.

•    Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt

Wenn bei Ihnen während oder nach der Therapie mit EREMFAT® 150 mg schwere wässrige Durchfälle, die mit Fieber oder Bauchschmerzen einhergehen können, auftreten, dann können dies die Symptome einer pseudomembranösen Enterokolitis (schwere, durch eine Antibiotika-Behandlung ausgelöste Darmerkrankung) sein, die lebensbedrohlich sein kann. In diesen sehr seltenen Fällen ist EREMFAT® 150 mg sofort abzusetzen und eine angemessene Behandlung einzuleiten. Arzneimittel, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden. Wenn bei Ihnen während oder nach der Behandlung mit EREMFAT® 150 mg oben genannte Symptome auftreten, kontaktieren Sie bitte sofort einen Arzt.

•    Wirkung auf Körperflüssigkeiten

Da Rifampicin, der Wirkstoff von EREMFAT® 150 mg, eine intensiv bräunlich rote Eigenfarbe hat, kann es nach Einnahme von EREMFAT® 150 mg zu einer Verfärbung von Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß, Tränenflüssigkeit und der Ausscheidungsprodukte Urin und Stuhl kommen. Außerdem ist z. B. auch eine dauerhafte gelb-orange Verfärbung von weichen Kontaktlinsen und Kleidung möglich.

•    Wirkung auf die Nierenfunktion

-    Die regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion (z. B. Serumkreatinin-Bestimmung) ist bei Anwendung von EREMFAT® 150 mg erforderlich.

-    Akutes Nierenversagen, eine akute Nierenentzündung (interstitielle Nephritis) sowie Gewebezerfall an den Nierenkanälchen (Tubulusnekrosen) können während der Therapie mit EREMFAT 150 mg auftreten (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?"). Ein sofortiger und endgültiger Therapieabbruch ist in solchen Fällen erforderlich. Im Allgemeinen kommt es nach Absetzen der Therapie zu einer Normalisierung der Nierenfunktion.

•    Wirkung auf das Blut

Regelmäßige Blutbildkontrollen müssen durchgeführt werden, da unter Therapie mit EREMFAT® 150 mg unerwünschte Arzneimittelwirkungen auf Blut und Blutbestandteile auftreten können (siehe auch Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?").

•    Schwangerschaft und postnatale Phase

Bei der Einnahme von Rifampicin in den letzten Wochen der Schwangerschaft kann das Risiko von Blutungen nach der Geburt bei der Mutter aufgrund einer durch den Geburtsvorgang erhöhten Blutungsneigung und beim Neugeborenen aufgrund einer noch unzureichenden Vitamin K-Versorgung und dadurch unzureichender Produktion von Gerinnungsfaktoren erhöht sein. Daher sind regelmäßige Kontrollen des Blutbildes erforderlich sowie auch die Bestimmung der Gerinnungsparameter.

Eine Behandlung mit Vitamin K kann in solchen Fällen angezeigt sein (siehe Abschnitt 2. „Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit").

Diagnosemittel und Laborwerte Laborwerte

Mikrobiologische Bestimmungen von Vitamin B12 und Folsäure sind nicht verwertbar. Rifampicin kann kompetitiv die Bromsulfophthaleinausscheidung hemmen und damit eine Leberfunktionsstörung vortäuschen. Der Bromsulfophthalein-Test zur Prüfung der exkre-torischen Leberfunktion kann daher während der Therapie mit Rifampicin nicht angewandt werden.

Rifampicin verursacht falsch-positive Ergebnisse in einem biologischen Testverfahren zur Bestimmung von Opiaten (Schmerzmittel) im Urin.

Röntgenkontrastmittel

Rifampicin kann die Gallenausscheidung von Röntgenkontrastmitteln, die für die Gallen-blasen-Untersuchung verwendet werden, verzögern.

Meningokokken-Resistenz:

Wegen möglicher Resistenzentwicklung der Meningokokken (Entwicklung unempfindlicher Bakterien) gegen Rifampicin sind Kontaktpersonen, die vorbeugend mit Rifampicin zwecks Verhinderung einer Meningokokken-Meningitis (durch Meningokokken verursachte Hirnhautentzündung) behandelt werden, sorgfältig bezüglich des tatsächlichen Auftretens einer Meningokokken-Hirnhautentzündung zu überwachen.

Einnahme von EREMFAT® 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Rifampicin, der Wirkstoff von EREMFAT® 150 mg beeinflusst die Verstoffwechselung (Metabolismus) zahlreicher, gleichzeitig verabreichter Wirkstoffe über verschiedene biologische Mechanismen, wobei die Anregung (Induktion) des arzneimittelabbauenden Systems der Leber im Vordergrund steht.

Dies führt in den meisten Fällen dazu, dass diese Substanzen schneller durch die Leber abgebaut werden, wodurch deren Wirksamkeit herabgesetzt oder verkürzt werden kann.

Auch Rifampicin selbst (der Wirkstoff von EREMFAT® 150 mg) wird bei gleichzeitiger Gabe bestimmter anderer Wirkstoffe in seinem Stoffwechsel beeinflusst, so dass es zu Auswirkungen auf die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung von EREMFAT® 150 mg kommen kann.

Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, wenn Sie Arzneimittel aus einer der nachfolgend aufgeführten Arzneistoffgruppen bzw. Arzneimittel, die einen der nachfolgend aufgeführten Arzneistoffe enthalten, einnehmen/anwenden oder wenn Sie dies beabsichtigen. Durch die gleichzeitige Einnahme/Anwendung kann es nämlich zu Wechselwirkungen, die schlimmstenfalls lebensbedrohlich sein können, mit Rifampicin, dem Wirkstoff in EREMFAT® 150 mg kommen (siehe auch Abschnitt 2. „Was sollten Sie vor der Einnahme von EREMFAT® 150 mg beachten?“).

Aufgrund der Vielzahl der Wechselwirkungen von Rifampicin mit anderen Arzneimitteln werden im Folgenden die bekannten und klinisch relevanten Wechselwirkungspartner tabellarisch dargestellt.

In Spalte 1 werden Wirkstoffgruppen und/oder dazugehörige Wirkstoffe/Arzneimittel aufgeführt. Die Unterstreichung kennzeichnet den durch Rifampicin beeinflussten Wirkstoff. Wird Rifampicin durch einen Wirkstoff beeinflusst, ist es durch einen Bindestrich getrennt in der ersten Spalte der Tabelle zusammen mit dem beeinflussenden Wirkstoff aufgeführt und unterstrichen. Sollte in einer Aufzählung kein Wirkstoff unterstrichen sein, handelt es sich hierbei um keine direkte Wechselwirkung bei dem ein Wirkstoff beeinflusst wird, sondern hier wird zum Ausdruck gebracht, dass eine allgemeine Reaktion (z. B. Lebertoxizität) oder ein körpereigener Stoff durch diese Wechselwirkung beeinflusst werden.

In Spalte 2 werden die gegenseitigen Auswirkungen der Wirkstoffgruppen/Wirkstoffe aufeinander beschrieben.

▲: Steigt ▼: Sinkt

AUC: Fläche unter der Kurve (Größe für die Verfügbarkeit im Körper)

Cmax: Maximale Wirkstoffkonzentration im Blut t1/2: Halbwertszeit

In Spalte 3 wird die klinische Konsequenz angegeben.

Wirkstoffgruppe/

Wirkstoff

Wechselwirkung

Klinische Konsequenz

ACE-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks)

Enalapril

Spirapril

Plasmakonzentration der aktiven Stoffwechselprodukte von Enalapril und Spirapril ▼

Überwachung des Blutdrucks, ggf. Dosisanpassung von Enalapril und Spirapril

Adsorbentien (Arzneimittel zur Bindung von Substanzen und Giften)

Aktivkohle - Rifampicin

Aufnahme von Rifampicin ▼

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen, Wirkungsverlust von Rifampicin möglich

Alpha-1-Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks)

Bunazosin

Plasmakonzentration und AUC von Bunazosin ▼

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen, Wirkungsverlust von Bunazosin wahrscheinlich

Analgetika (Schmerzmittel)

Diclofenac

AUC und Cmax von Diclofenac ▼

Wirkungsverlust von Diclofenac möglich, Überwa-

chung wird empfohlen

Opioide - Rifampicin (wie z. B. Morphin, Fentanyl, Buprenorphin, Methadon, Codein)

Verstoffwechselung der Opioide wird durch Rifampicin beschleunigt, Bioverfügbarkeit von Rifampicin kann verringert sein

Zeitlich versetzte Einnahme wird empfohlen, enge Überwachung, Dosiserhöhung der Opioide u.U. notwendig

Paracetamol

Rifampicin kann den Abbau von Paracetamol beschleunigen, erhöhtes Risiko von Leberschäden

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen, enge Überwachung

Anästhetika (Narkosemittel)

Alfentanil

Abbau von Alfentanil ist beschleunigt (ca. 3-fach)

Wirkungsverlust von Al-fentanil möglich, ggf. Dosisanpassung von Al-fentanil notwendig

Ropivacain

Elimination von Ropivacain durch Aktivierung der Stoffwechsel-Enzyme beschleunigt, t1/2 und AUC von Ropivacain ▼

Geringer Einfluss auf die Qualität und Dauer der Lokalanästhesie, da die Aktivierung der StoffwechselEnzyme durch Rifampicin erst auftritt, wenn Ropivacain in den Blutkreislauf eintritt

Angiotensin-II-Rezeptor Antagonisten (Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks)

Losartan

Abbau von Losartan und seinem aktiven Stoffwechselprodukt durch Rifampicin beschleunigt, AUC von Losartan ▼ (um 35 %), t1/2 Losartan ▼ (um 50 %), oraler Abbau von Losartan ist ebenfalls erhöht

Blutdruck sollte überwacht werden

Antihelminthika (Arzneimittel zur Behandlung von Wurminfek

tionen)

Praziquantel

Plasmakonzentration von Praziquantel ▼

Kontrolle der Praziquantel-spiegel empfohlen

Antiarrhythmika (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)

Amiodaron

Chinidin

Disoovramid

Lorcainid

Propafenon

Tocainid

Plasmakonzentration von Antiarrhythmika kann durch Rifampicin verringert sein

Herzrhythmuskontrolle angezeigt, ggf. Dosisanpassung der Antiarrhythmika notwendig

Antiasthmatika (Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung von Bronchialasthma)

Theophyllin

Abbau von Theophyllin wird durch Rifampicin beschleunigt

Serumspiegelkontrolle von Theophyllin, insbesondere bei Therapiebeginn und -ende, ggf. Dosisanpassung von Theophyllin nötig

Antibiotika (Arzneimittel zur Behandlung von Infektionskrankheiten)

Pyrazinamid

Erhöhtes Risiko von Leberschäden

Überwachung der Leberfunktion

Cotrimoxazol (Trimethoprim / Sulfamethoxazol)-Rifampicin

Clearance (Maß für die Ausscheidung) von Rifampicin ist verringert, Plasmalevel, AUC und Cmax von Rifampicin erhöht

Erhöhtes Risiko von Leberschäden, Überwachung der Leberfunktion

Clarithromycin

Plasmakonzentration von Clarithromycin ▼

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen, Wirkungsverlust von Clarithromycin möglich

Chloramphenicol

Doxycyclin

Plasmakonzentration von Doxycyclin und Chloramphenicol ▼

Wirkungsverlust von Doxycyclin und Chloramphenicol, Dosiserhöhung von Doxycyclin und Chlor-amphenicol notwendig

Ciprofloxacin

Moxifloxacin

Abbau von Moxifloxacin und Ciprofloxacin beschleunigt

Keine Dosisanpassung notwendig

Dapson

Abbau von Dapson beschleunigt

Wirkungsverlust von Dapson möglich, ggf. Dosiserhöhung von Dapson

Linezolid

AUC und Cmax von Line-

Wirkungsverlust von Linezo-

zolid durch Rifampicin herabgesetzt

lid möglich

Metronidazol

Abbau von Metronidazol beschleunigt, AUC ▼

Wirkungsverlust von Metronidazol möglich, ggf. Dosisanpassung von Metronidazol

Telithromvcin

AUC ▼(um 86 %), Cmax ▼ (um 79 %) von Telithromycin

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen, eine Therapie mit Telithromycin sollte frühestens zwei Wochen nach Ende der EREMFAT® 150 mg - Therapie erfolgen

Anticholinergika

Darifenacin

Abbau von Darifenacin wird durch Rifampicin beschleunigt

Wirkungsverlust von Dari-fenacin möglich, ggf. Dosisanpassung von Darifena-cin nötig

Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)

Amitriptylin

Nortriptylin

Plasmakonzentration von Amitriptylin und Nortripty-lin ▼

Wirkungsverlust vom Amitriptylin und Nortriptylin möglich; Dosisanpassung von Amitriptylin und Nortriptylin möglicherweise notwendig

Citalopram

Abbau von Citalopram wird durch Rifampicin beschleunigt

Verschlechterung der Kontrolle der neurologischen Grunderkrankung möglich

Mirtazapin

Erhöhte Clearance (Funktion der Ausscheidung) von Mirtazapin

Wirkungsverlust von Mirtazapin möglich, ggf. Dosiserhöhung von Mirtazapin nötig

Sertralin

Verstoffwechselung von Sertralin ▲

Wirkungsverlust und verstärkte Angstsymptomatik möglich, ggf. Dosiserhöhung von Sertralin nötig

Antidiabetika (Arzneimittel gegen Diabetes mellitus)

Insulin und Derivate

Sulfonylharnstoffe

Biguanide

Wirkung der Antidiabetika kann durch Rifampicin sowohl verstärkt als

Überwachung des Blutglukosespiegels, ggf. Dosisanpassung der Antidiabetika

Glinide

DPP4-Hemmer

auch vermindert sein

notwendig

Antiepileptika (Arzneimittel gegen Epilepsie)

Carbamazepin

Verstoffwechselung von Carbamazepin wird durch Rifampicin beschleunigt

Enge klinische Überwachung notwendig, Carbamazepinspiegelbestimmung notwendig, ggf. Dosisanpassung von Carbamazepin nötig

Lamotrigin

AUC und t1/2 von La-motrigin ist durch Rifampicin herabgesetzt ▼

Wirkungsverlust von La-motrigin möglich, ggf. Dosiserhöhung von Lamotrigin notwendig

Phenytoin

Verstoffwechselung von Phenytoin wird durch Rifampicin beschleunigt

Enge Überwachung notwendig, besonders bei Therapiebeginn und -ende, Bestimmung der Phenytoin-plasmalevel, ggf. Dosisanpassung von Phenytoin

Valproinsäure

Rifampicin erhöht die Clearance (Funktion der Ausscheidung) und verringert dadurch die Plasmakonzentration von Valproinsäure

Enge Überwachung notwendig, besonders bei Therapiebeginn und -ende, ggf. Dosisanpassung von Valproinsäure notwendig

Antihistaminika (Arzneimittel zur Senkung der Magensäure, Arzneimittel gegen Allergien)

Cimetidin

Abbau von Cimetidin und

Wirkungsverlust von Cimeti-

Ranitidin

Ranitidin beschleunigt

din und Ranitidin möglich

Fexofenadin

Oraler Abbau von Fexofen-adin beschleunigt, verringerte Plasmakonzentration von Fexofenadin, aber terminale t1/2 und renale Clearance (Funktion der Ausscheidung) unverändert

Wirkungsverlust von Fexofenadin möglich

Antikoagulantien (Arzneimittel zur Blutverdünnung)

Rivaroxaban

Plasmakonzentration von Rivaroxaban ▼

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen, Dosiserhöhung von Rivaroxaban notwendig

Apixaban

Dabigatran

Plasmakonzentration von Apixaban und Dabi-gatran ▼

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen

Phenprocoumon, Warfarin und

Verstoffwechselung wird durch Rifampicin beschleunigt

Gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden, Wirkungsverlust von Phenprocoumon, Warfa-rin und anderen Cumarinen möglich, engmaschige Kontrolle der Quick-und INR Werte, insbesondere bei Therapiebeginn und -ende, ggf- Dosisanpassung von Phen-procoumon, Warfarin und anderen Cumarinen nötig

andere Cumarine

Antimykotika (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen)

Caspofunain

Plasmakonzentration von Caspofungin ▼

Wirkungsverlust von Caspo-fungin, Dosiserhöhung von Caspofungin notwendig

Fluconazol

AUC, Cmax und Plasmakonzentration von Fluconazol durch Rifampicin herabgesetzt

Alternatives Antimykotikum sollte verwendet werden, Wirkungsverlust von Fluco-nazol möglich, enge Überwachung, ggf- Dosisanpassung von Fluconazol nötig

Itraconazol

Ketoconazol

AUC, Cmax und Plasmakonzentration von Itraconazol und Ketocona-zol herabgesetzt

Gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen

Voriconazol

Cmax und AUC von Vori-

Therapieversagen

conazol um 93 % bzw. 96 % herabgesetzt

^ kontraindiziert (siehe Abschnitt 2. “ EREMFAT® 150 mg darf nicht eingenommen werden“)

Terbinafin

Clearance (Funktion der Ausscheidung) von Terbinafin ist erhöht

Dosisanpassung nicht notwendig

Antiprotozoika (Arzneimittel gegen Parasiteninfektionen)

Atovaquon

Plasmakonzentration von Atovaquon ist um 52 % verringert

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen

Chinin

Abbau von Chinin beschleunigt, t1/2 von Chinin ▼

Überwachung der Chininspiegel und kardiale Kontrolle notwendig, insbesondere auch bei Therapieende mit EREMFAT® 150 mg, ggf. Dosiserhöhung von Chinin notwendig

Chloroquin

Rifampicin kann Verstoffwechselung von Chloroquin beschleunigen

Wirkungsverlust von Chloroquin möglich, enge Überwachung notwendig

Mefloquin

Plasmakonzentration von Mefloquin ▼ um 19 %

Wirkungsverlust von Meflo-quin möglich, ggf. Dosisanpassung von Mefloquin notwendig, enge Überwachung auch nach Absetzen von EREMFAT® 150 mg, Risiko der Mefloquin Resistenzentwicklung ▲

Beta-Blocker (Arzneimittel zur Be

handlung des Bluthochdruc

ks)

Atenolol

Bisoprolol

Carvedilol

Celiprolol

Metoprolol

Nadolol

Talinolol

Teratolol

Plasmakonzentration von Beta-Blockern kann durch Rifampicin verringert sein

Kardiale Kontrolle angezeigt; ggf. Dosisanpassung der Beta-Blocker notwendig

Möglicherweise andere BetaBlocker, die in der Leber abgebaut werden

Calciumantagonisten (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, koronarer Herz-

krankheit und Herzrhythmusstörungen)

Diltiazem

Plasmakonzentration der

Wirkungsverlust der Calci-

Lercanidipin

Calciumantagonisten ▼

umantagonisten möglich;

Manidipin

sofern eine Dosisanpassung

Nifedipin

der Calciumantagonisten

Nilvadipin

erforderlich ist, ist auf eine

Nisoldipin

erneute Anpassung nach

Verapamil

Absetzen von EREMFAT® 150 mg zu achten

Chemokinrezeptor-5-Antagonist (Arzneimittel gegen HIV-Infektionen)

Maraviroc

Cmax um 66 % und AUC um

Enge Überwachung nötig,

63 % von Maraviroc durch

Wirkungsverlust von Maravi-

Rifampicin herabgesetzt

roc möglich, Dosisanpassung von Maraviroc erforderlich

COX-2-Inhibitoren (Entzündungshemmer)

Celecoxib

Verstoffwechselung von

Überwachung, ggf. Do-

Etoricoxib

Celecoxib, Etoricoxib und

sisanpassung von Cele-

Rofecoxib

Rofecoxib wird durch

coxib, Etoricoxib und

Rifampicin beschleunigt

Rofecoxib nötig; auf eine erneute Anpassung nach Absetzen von EREMFAT® 150 mg ist zu achten

Endothelinantagonisten (Arzneimittel gegen Lungenhochdruck)

Bosentan

Aufnahme und Verstoff-

Enge Überwachung, Leber-

wechselung von Bosentan werden beeinflusst; zu Beginn der Therapie steigen die Bosentan-Talspiegel nach erster RifampicinGabe verstärkt an, im steady-state (Zeitpunkt des Erreichens einer konstan-

funktionstests notwendig

ten Konzentration im Blut) überwiegt der Einfluss von Rifampicin auf den Metabolismus von Bosentan, wodurch die Plasmakonzentration verringert wird

Entzündungshemmer

Sulfasalazin

Verringerte Plasmakonzentration von Sulfapyridin, einem Stoffwechselprodukt von Sulfasalazin

Wirkungsverlust von Sulfasalazin möglich, Überwachung notwendig

Glucocorticoide

Budesonid

Plasmakonzentration von Budesonid kann durch Rifampicin verringert sein

Enge Überwachung, Wirkung von Budesonid kann herabgesetzt sein

Cortison

Dexamethason

Fludrocortison

Hydrocortison

Methylprednisolon

Prednison

Prednisolon

Plasmakonzentration von Cortison, Dexame-thason, Fludrocortison, Hydrocortison, Methylprednisolon, Prednison und Prednisolon kann durch Rifampicin verringert sein

Enge Überwachung; ggf. Dosisanpassung der Glu-cocorticoide bei Therapiebeginn und -ende erforderlich

Herzglykoside (Arzneimittel zur S Herzfrequenz)

teigerung der Herzschlagkraft und zur Senkung der

Digitoxin

Digoxin

Plasmakonzentration von Digitoxin und Digoxin kann durch Rifampicin verringert sein

Engmaschige kardiale Kontrolle und Serumspiegelbestimmung der Herzglykoside, ggf. Dosisanpassungen von Digitoxin und Digoxin notwendig

Hormonale Kontrazeptiva (Arzneimittel zur Empfängnisverhütung)

Norethisteron

Mestranol

Ethinylestradiol

Abbau der Kontrazeptiva durch Rifampicin beschleunigt

Reduzierte Wirksamkeit; zusätzliche nicht-hormonelle empfängnisverhütende Maßnahmen empfohlen, Abweichungen bei der

Menstruation möglich

Hormone

Levothyroxin

Plasmakonzentration von Levothyroxin ▼, Thyreotro-pinlevel ▲

Überwachung der Thyreotropinspiegel wird empfohlen, ggf. Dosisanpassung von Levothyroxin bei Therapiebeginn und -ende mit EREMFAT® 150 mg nötig

5-HT3-Antagonisten (Arzneimittel gegen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen)

Ondansetron

Plasmakonzentration von Ondansetron ▼

Antiemetischer Effekt kann herabgesetzt sein, ggf. Dosisanpassung von Ondansetron nötig

Hypnotika (Schlafmittel)

Zaleplon

Zolpidem

Zopiclon

Plasmalevel von Zaleplon, Zolpidem und Zopiclon ▼

Wirkungsverlust von Zal-eplon, Zolpidem und Zopiclon möglich, Überwachung nötig

Immunmodulatoren (Arzneimittel zur Beeinflussung des Immunsystems)

Bacillus Calmette-Guerin-Impfstoff

Wirkungsverlust des Impfstoffs (auch bei Anwendung gegen Blasenkarzinom)

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen

Interferon beta-1a

Erhöhtes Risiko von Leberschäden

Enge Überwachung, Leberfunktionstests, wenn ALT >5-fach über normal, wird eine Dosisreduktion von Interferon beta-1a empfohlen, welche nach Normalisierung der ALT-Werte wieder gesteigert werden kann

Immunsuppressiva (Arzneimittel zur Verminderung der Funktion des Immunsystems)

Azathioprin

Tacrolimus

Abbau von Azathioprin und Tacrolimus durch Rifampicin beschleunigt

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen, Risiko einer T ransplantatabstoßung besteht

Ciclosporin

Everolimus

Temsirolimus

Eliminierung von Ciclosporin, Everolimus und Temsirolimus wird durch Rifampi-

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen, Risiko einer Transplantatabstoßung be-

cin beschleunigt

steht, wenn gleichzeitige Anwendung notwendig, dann enge Überwachung der Plasmalevel und Dosisanpassung von Ciclosporin, Everolimus und Temsi-rolimus

Sirolimus

Mycophenolat

Abbau von Sirolimus und Mycophenolat durch Rifampicin beschleunigt, Cmax ▼ und AUC ▼ von Sirolimus und Myco-phenolat

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen; Risiko einer Transplantatabstoßung besteht; wenn gleichzeitige Anwendung notwendig, dann enge Überwachung der Plasmalevel und Dosisanpassung von Sirolimus und Mycophenolat erforderlich

Leflunomid / Teriflunomid

Plasmakonzentration des aktiven Stoffwechselproduktes von Leflunomid ist um ca. 40 % durch Rifampicin erhöht, durch die lange t1/2 von Leflunomid Anreicherung möglich

Erhöhtes Risiko von Leberschäden, periphere Neuropathie (Nervenschädigung), Immunsuppression (eingeschränktes Immunsystem) und Myelosuppression (Form der Nervenschädigung), Leberenzyme und Bilirubin sollten vor Beginn der Leflunomidtherapie gemessen werden und dann mind. monatlich für die ersten 6 Monate der Therapie und dann im Abstand von 6 -8 Wochen, Patienten mit Leberfunktionsstörungen oder erhöhten Transamina-sewerten (ALT > 2-fach normal) sollten Leflunomid nicht einnehmen, Therapieabbruch bei ALT> 3-fach

normal, Eliminierung des aktiven Leflunomid-Metaboliten mit Cholestyra-min oder Aktivkohle, wöchentliche Kontrollen, ggf. Waschung wiederholen

Integrasehemmer (Arzneimittel gegen Virusinfektionen)

Raltegravir

AUC ▼, Cmax ▼ von Ral-tegravir

Wirkungsverlust von Ral-tegravir, Dosiserhöhung von Raltegravir ist erforderlich

Kontrastmittel (Arzneimittel zur Unterstützung bildgebender Verfahren)

Röntgenkontrastmittel (z. B. für die Gallenblasenuntersuchung)

Gallenausscheidung von Röntgenkontrastmitteln kann durch Rifampicin verzögert sein

Test sollte vor der morgendlichen Einnahme von EREMFAT® 150 mg durchgeführt werden

Lipidsenker (Arzneimittel zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen)

Fluvastatin

Verstoffwechselung von Fluvastatin wird durch Rifampicin beschleunigt, Cmax von Fluvastatin (um 59 %) ▼

Wirkungsverlust von Fluvastatin möglich, enge Überwachung, ggf. Dosiserhöhung von Fluvastatin erforderlich

Simvastatin

Plasmakonzentration und Bioverfügbarkeit von Simvastatin durch Rifampicin verringert, Cmax (um 90 %) ▼, AUC (um 87 %) ▼

Gleichzeitige Einnahme wird nicht empfohlen, Wirkungsverlust von Simvastatin wahrscheinlich, bei Therapie: enge Überwachung, Dosisanpassung nötig

Pravastatin

Orale Bioverfügbarkeit von Pravastatin kann durch Rifampicin in einigen Patienten verringert sein

Wirkungsverlust von Pravastatin möglich, enge Überwachung, ggf. Dosiserhöhung von Pravastatin erforderlich

Atorvastatin

Plasmakonzentration und Bioverfügbarkeit von Atorvastatin durch Rifampicin verringert, AUC (um 78 %) ▼

Wirkungsverlust von Atorvastatin möglich, enge Überwachung, Einnahme von EREMFAT® 150 mg und Atorvastatin zum gleichen Zeitpunkt empfohlen, um Wechselwirkungen zu verringern

Ezetimib

Wirkung von Ezetimib kann durch Rifampicin herabgesetzt sein

Wirkungsverlust von Ezetimib möglich, enge Überwachung

Neuroleptika (Arzneimittel zur Be

handlung von Psychosen)

Clozapin

Quetiapin

Plasmakonzentration von Clozapin und Quetiapin durch Rifampicin verringert

Wirkungsverlust von Clozapin und Quetiapin möglich; enge Überwachung des neurologischen Status erforderlich, Serumspiegelbestimmung von Clozapin und Quetiapin empfohlen, ggf. Dosisanpassung von Clozapin und Quetiapin notwendig

Haloperidol

Verstoffwechselung von Haloperidol wird durch Rifampicin beschleunigt

Wirkungsverlust von Haloperidol möglich; engmaschiges Monitoring des neurologischen Status erforderlich, ggf. Dosisanpassung von Haloperidol

Risperidon

Plasmakonzentration von Risperidon ▼, AUC (um 72 %) , Cmax (um 50 %) ▼

Wirkungsverlust von Risperidon möglich, enge Überwachung erforderlich

Nicht-nucleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNR rusinfektionen)

TI) (Arzneimittel gegen Vi-

Etravirin

Nicht untersucht

Nur in Kombination mit kontraindizierten Proteaseinhibitoren zugelassen ^ kontraindiziert (siehe

Abschnitt 2. “EREMFAT® 150 mg darf nicht eingenommen werden“)

Delavirdin

Plasmakonzentration und

Nicht kompensierbarer Wir-

Nevirapin

AUC von Delavirdin und Nevirapin herabgesetzt

kungsverlust der Reverse-Transkriptasehemmer ^ kontraindiziert (siehe Abschnitt 2. “EREMFAT® 150 mg darf nicht eingenommen werden“)

Efavirenz

Cmax und AUC von Efavi-renz ist durch Rifampicin verringert, erhöhtes Risiko von Leberschäden

Ggf. Dosiserhöhung von Efavirenz; enge Überwachung der Efavirenzspiegel, Leberfunktionstests vor und während der Behandlung erforderlich

Nucleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) (Arzneimittel gegen Virusinfektionen)

Abacavir

Plasmakonzentration von Abacavir möglicherweise leicht durch Rifampicin reduziert

Klinische Relevanz nicht bekannt

Zidovudin

Cmax (um 43 %) ▼ und AUC (um 47 %) ▼ von Zidovudin

Enge Überwachung der Zidovudinwirkung erforderlich, Wirkungsverlust möglich, wenn Zidovudin in einem funktionierenden antiretroviralen Therapieregime verwendet wird, ist die Dosisanpassung häufig nicht notwendig, Entscheidung sollte von einem HIV-Experten getroffen werden

Opioidantagonisten (Arzneimittel zur Wirkungsaufhebung von Opioiden)

Naltrexon

Erhöhtes Risiko von Leberschäden

Gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden, Leberfunktionstests erfor-

derlich

Osteoporosemittel (Arzneimittel zur Behandlung von Knochenschwund)

Cinacalcet

Verstoffwechselung von Cinacalcet möglicherweise beschleunigt

Wirkungsverlust von Cinacalcet möglich, ggf. Dosisanpassung von Cinacal-cet erforderlich

Phosphodiesterase-4-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung c Lungenerkrankung)

er chronisch obstruktiven

Roflumilast

Cmax und AUC von Roflumi-last und Roflumilast N-Oxide sind durch Rifampicin herabgesetzt

Gleichzeitige Einnahme sollte aufgrund der starken Interaktion mit Rifampicin vermieden werden, enge Überwachung, ggf. Dosisanpassung von Roflumi-last

Proteaseinhibitoren (Arzneimittel gegen Virusinfektionen)

Amprenavir

Atazanavir

Darunavir

Fosamprenavir

Indinavir

Lopinavir

Ritonavir

Saquinavir

Tipranavir

Bioverfügbarkeit (AUC) der Proteaseinhibitoren ist durch Rifampicin herabgesetzt ▼

Nicht kompensierbarer Wirkungsverlust der Proteaseinhibitoren ^ kontraindiziert (siehe Abschnitt 2. “EREMFAT® 150 mg darf nicht eingenommen werden“)

Selektive Östrogen-Rezeptor Mod Brustkrebs)

ulatoren (SERM) (Arzneimittel zur Behandlung von

T amoxifen

Cmax und AUC von Tamoxifen sind durch Rifampicin, um 55 % bzw. 86 % herabgesetzt

Gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden, enge Überwachung, ggf. Dosisanpassung von Tamoxifen

Toremifen

Cmax und AUC von Toremifen sind durch Rifampicin um 55 % bzw. 87 % herabgesetzt

Gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden, enge Überwachung, regelmäßige Messung der Elektrolyte, Blutbild, Leberfunktionstest, ggf. Dosisanpassung von

Toremifen

Thrombozytenaggregationshemmer (Arzneimittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln)

CloDidoarel

Rifampicin führt zu einer verstärkten Aktivierung und Wirkung von Clopidogrel

Enge Überwachung nötig, Blutgerinnungshemmender Effekt von Clopidogrel wird verstärkt, erhöhte Blutungsneigung

Tranquillanzien (Psychopharmaka mit beruhigender Wirkung)

Benzodiazepine (wie z. B. Diazepam, Midazolam, Triazolam)

Verstoffwechselung der Benzodiazepine kann durch Rifampicin beschleunigt sein

Enge Überwachung, ggf. Dosisanpassung der Benzodiazepine notwendig

Buspiron

Plasmakonzentration und t1/2 von Buspiron ▼

Anxiolytischer Effekt von Buspiron kann herabgesetzt sein, enge Überwachung, ggf. Dosisanpassung von Buspiron

Urikosurika (Arzneimittel zur Steigerung der Harnsäureausscheidung)

Probenecid-Rifampicin

Plasmakonzentration von Rifampicin kann durch Probenecid in einigen Patienten erhöht sein, erhöhtes Risiko von Leberschäden

Überwachung der Leberfunktionswerte

Vitamine

Vitamin D

Plasmakonzentration von Vitamin D wird durch Rifampicin reduziert

Symptomatische Erkrankung der Knochen erst bei längerer Rifampicin-Gabe (> 1 Jahr) zu erwarten; im Falle einer Supplementierung mit Vitamin D sind Kontrollen der Serum-Calciumspiegel, der Serum-Phosphatspiegel sowie der Nierenfunktion erforderlich, ggf. Dosisanpassung von Vitamin D erforderlich

Zytostatika (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs)

Bendamustin

Plasmalevel von Bendamustin werden durch Rifampicin verringert, während die Plasmalevel der aktiven Metabolite von Bendamustin durch Rifampicin erhöht werden

Enge Überwachung notwendig, erhöhte Konzentration der Bendamustin Metabolite könnte zu einer veränderten Wirkung von Bendamustin führen und Risiko von Nebenwirkungen erhöhen

Bexaroten

Plasmakonzentration von Bexaroten kann möglicherweise durch Rifampicin verringert sein

Überwachung notwendig

Clofarabin

Erhöhtes Risiko von Leberschäden

Gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden, enge Überwachung der Leberfunktion erforderlich

Gefitinib

Verstoffwechselung von Gefitinib wird durch Rifampicin beschleunigt

Enge Überwachung, ggf. Dosisanpassung von Gefiti-nib erforderlich

Imatinib

AUC und Cmax von Ima-tinib durch Rifampicin um 74 % bzw. 54 % verringert

Gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden, Wirkungsverlust von Imati-nib wahrscheinlich

Irinotecan

Abbau von Irinotecan durch Rifampicin beschleunigt, AUC von Irinotecan (aktive Metabolite) ▼

Wirkungsverlust von Irinote-can möglich, ggf. Dosisanpassung von Irinotecan erforderlich

Methotrexat

Erhöhtes Risiko von Leberschäden

Gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden, Leberfunktionstests erforderlich

Pazopanib

Verstoffwechselung von Pazopanib wird durch Rifampicin beschleunigt

Gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden, Wirkungsverlust von Pazo-panib möglich

Thioguanin

Erhöhtes Risiko von Leberschäden

Gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden, Leberfunktionstests not-

wendig


Einnahme von EREMFAT® 150 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Während der Behandlung mit EREMFAT® 150 mg sollten Sie keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Frauen im gebärfähigen Alter / Kontrazeption (Empfängnisverhütung)

Während der Therapie mit Rifampicin muss das Eintreten einer Schwangerschaft vermieden werden (zur "Pille" siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Schwangerschaft

Bei einer bereits bestehenden Schwangerschaft darf Rifampicin während der ersten drei Monate der Schwangerschaft nur bei unbedingter Notwendigkeit eingenommen werden, da eine Erhöhung des Fehlbildungsrisikos nicht auszuschließen ist. Danach darf Rifampicin nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Bei Anwendung in den letzten Wochen der Schwangerschaft kann Rifampicin nach der Geburt zu einer erhöhten Blutungsneigung bei Mutter und Neugeborenem führen, weshalb Vitamin K-Gaben erforderlich sein können (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Bei einer unter Rifampicin-Therapie eingetretenen Schwangerschaft liegt keine Notwendigkeit für einen Schwangerschaftsabbruch vor.

Stillzeit

Rifampicin wird in die Muttermilch ausgeschieden. Allerdings wird angenommen, dass die durch den Säugling aufgenommenen Konzentrationen zu gering sind, um beim Säugling unerwünschte Wirkungen zu erzeugen.

Die Anwendung von EREMFAT® 150 mg in der Stillzeit sollte dennoch nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses erfolgen.

Fortpflanzungsfähigkeit

Es gibt nach Tierversuchen mit Ratten keine Hinweise auf eine Beeinträchtigung der Zeugungs-und/oder Gebärfähigkeit.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch durch möglicherweise auftretende Nebenwirkungen das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt im verstärkten Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol.

Bitte nehmen Sie EREMFAT® 150 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

3. Wie ist EREMFAT® 150 mg einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Bei Tuberkulose im Rahmen der Standardtherapie gelten die folgenden, Körperge-wichts-bezogenen Dosierungen für eine 1x tägliche Anwendung

Altersgruppe

Tagesdosis

in mg/kg Körpergewicht (KG)

Zur Beachtung

Erwachsene > 18 Jahre

10 (8 - 12)

Die Tagesdosis bei Erwachsenen > 18 Jahre sollte nicht unter 450 mg liegen und 600 mg nicht überschreiten.

Jugendliche > 12 bis < 18 Jahre

10 (8 - 12)

Die Tagesdosis sollte 600 mg bei Jugendlichen > 12 und < 18 Jahren nicht überschreiten.

Kinder > 6 bis < 12 Jahre

15 (10 - 20)

Die Tagesdosis sollte 600 mg bei Kindern > 6 und < 12 Jahre nicht überschreiten.

Für die Dosierung steht EREMFAT® in den Wirkstoffstärken 300 mg, 450 mg und 600 mg zur Verfügung.

Ihr Arzt kann EREMFAT® 150 mg unter Ausnutzung seiner Teilbarkeit mit anderen Wirkstoffstärken (EREMFAT® 300 mg und 450 mg) kombinieren, um Dosierungen auf besondere klinische Situationen abzustimmen. Ihr Arzt wird darauf achten, dass die Anzahl der einzunehmenden Tabletten so gering wie möglich ist.

EREMFAT® 150 mg ist zur einschleichenden Dosierung unter Ausnutzung seiner Teilbarkeit für die Anwendung bei eingeschränkter Leberfunktion oder nach Therapieunterbrechung geeignet, s. Abschnitt „Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion“.

Kinder > 3 Monate bis < 6 Jahre:

EREMFAT® 150 mg ist als feste orale Darreichungsform (Filmtablette) zur Einnahme für Kinder > 3 Monate bis < 6 Jahre nicht geeignet. Für diese Altersgruppe steht der Wirkstoff in geeigneter Darreichungsform und Wirkstoffstärke als Sirup zur Verfügung.

Kinder < 3 Monaten

Aufgrund unzureichender Daten für den Wirkstoff Rifampicin kann für Kleinkinder unter 3 Monaten keine Dosierungsempfehlung gegeben werden.

Ältere Menschen:

Siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Nicht tägliche Einnahme (intermittierende Behandlung)

Hinweis:

Es wird empfohlen, die Medikamente zur Therapie der Tuberkulose täglich über den gesamten Therapiezeitraum einzunehmen, da dieses Vorgehen eine maximale Therapiesicherheit garantiert.

Eine Behandlung der Tuberkulose, in welcher die verordneten Arzneimittel nicht täglich, sondern in größeren Abständen eingenommen werden (intermittierende Behandlung), soll nur in begründeten Ausnahmefällen eingesetzt werden und nur dann, wenn die Krankheitserreger gegen die üblicherweise eingesetzten Standardantibiotika empfindlich sind. Die Behandlung sollte überwacht erfolgen.

Bei der Behandlung von nichttuberkulösen Mykobakteriosen

Hinweis:

Die Behandlung erfolgt immer als Kombinationstherapie mit weiteren gegen die jeweilige Mykobakterienspezies wirksamen Substanzen und in Abhängigkeit vom klinischen Bild und weiteren Begleiterkrankungen.

Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahre: täglich 10 mg/kg Körpergewicht, max. 600 mg pro Tag

Bei der Behandlung von Lepra

Hinweis:

Die Behandlung der Lepraerkrankung erfolgt immer als Kombinationstherapie mit weiteren gegen den Erreger der Lepra wirksamen Substanzen. Die Behandlung erfolgt üblicherweise in Form von sich wiederholenden Zyklen von jeweils 4 Wochen Länge. Nur am ersten Tag eines solchen Behandlungszyklus wird Rifampicin eingenommen. Für die übrigen Tage verordnet Ihnen Ihr Arzt andere Medikamente.

Erwachsene:

Erwachsene nehmen am ersten Tag eines Behandlungszyklus einmalig 600 mg Rifampicin ein. Hierfür steht EREMFAT® 600 mg in geeigneter Wirkstoffstärke zur Verfügung.

Kinder und Jugendliche:

Kinder und Jugendliche im Alter von 10-14 Jahren nehmen am ersten Tag eines Behandlungszyklus einmalig 450 mg Rifampicin ein.

Hierfür steht EREMFAT® 450 mg in geeigneter Wirkstoffstärke zur Verfügung.

Kinder unter 10 Jahren erhalten am ersten Tag eines Behandlungszyklus einmalig 10 mg Rifampicin/kg Körpergewicht.

Vorbeugung (Prophylaxe) der Meningokokken-Hirnhautentzündung (MeningokokkenMeningitis)

Kinder > 6 bis < 12 Jahre und Jugendliche > 12 bis < 18 Jahre über 60 kg Körpergewicht und Erwachsene > 18 Jahre:

2-mal täglich 600 mg über 2 Tage

Hierfür steht EREMFAT® 600 mg in geeigneter Wirkstoffstärke zur Verfügung.

Kinder > 6 bis < 12 Jahre und Jugendliche > 12 bis < 18 Jahren unter 60 kg Körpergewicht:

2 x 10 mg/kg Körpergewicht pro Tag über 2 Tage

Hierfür steht EREMFAT® in geeigneten Wirkstoffstärken zur Verfügung. EREMFAT® 150 mg Filmtabletten können unter Ausnutzung ihrer Teilbarkeit für die Dosisberechnung hinzukombiniert werden.

Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion

Bei leichteren Leberfunktionsstörungen (wie überstandener akuter Leberentzündung, positivem Antigen-Antikörper Nachweis für Hepatitis B und C, Alkoholmissbrauch) entscheidet Ihr Arzt, ob eine Behandlung mit EREMFAT® 150 mg erfolgt. Bei zwingend erforderlicher Behandlung sollte unter engmaschiger Kontrolle der Leberfunktion und der Rifampicin-Blutspiegel die Therapie mit einschleichender Dosierung, d. h. Steigerung von 75 mg/d auf 450 bis 600 mg/d in 3 bis 7 Tagen (Erwachsene) begonnen und fortgesetzt werden.

Wenn Sie unter schweren Leberfunktionsstörungen leiden, dürfen Sie EREMFAT® 150 mg nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2. " EREMFAT® 150 mg darf nicht eingenommen werden“).

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

Wenn Sie unter einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden, können Sie EREMFAT® 150 mg unter der Voraussetzung, dass Ihre Leberfunktion normal ist, ohne Dosisanpassung einnehmen. Dies gilt auch, wenn Sie Dialysepatient sind.

Dosierung bei gleichzeitig eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion

Bei leichteren Leberfunktionsstörungen kann Ihr Arzt auch bei eingeschränkter Nierenfunktion entscheiden, Sie noch mit einer verminderten Dosis von EREMFAT® 150 mg zu behandeln. In diesem Fall wird Ihr Arzt jedoch Ihre Blutspiegel von Rifampicin bestimmen sowie Ihre Leberfunktion engmaschig kontrollieren.

Wenn Sie unter einer in stärkerem Maße eingeschränkten Leberfunktion leiden dürfen Sie EREMFAT® 150 mg unabhängig von der Nierenfunktion nicht einnehmen (siehe Abschnitt 2. "EREMFAT® 150 mg darf nicht eingenommen werden“).

Art der Anwendung

Um eine optimale Wirkstoffaufnahme zu gewährleisten, wird empfohlen, die Rifampicin-Dosen auf nüchternen Magen, d.h. mindestens % Stunde vor oder 2 Stunden nach der Mahlzeit mit Flüssigkeit einzunehmen.

Bei eventueller Magenunverträglichkeit kann die Gabe auch nach einer leichten Mahlzeit erfolgen, ohne dass dadurch die Wirksamkeit wesentlich beeinträchtigt wird.

Therapie der Tuberkulose, der Lepra und der nicht-tuberkulösen Mykobakteriose Bei der Therapie der Tuberkulose, der Lepra und der nicht-tuberkulösen Mykobakteriose wird empfohlen, die Tagesgesamtdosis von Rifampicin zusammen mit den anderen TuberkuloseArzneimitteln in einer morgendlichen Einmalgabe einzunehmen.

Meningitis-Prophylaxe

Bei der Meningitis-Prophylaxe wird die Dosis 2-mal täglich über 2 Tage verabreicht.

Dauer der Anwendung

Im Rahmen der Standardtherapie der Tuberkulose wird Rifampicin in der 8-wöchigen Initialphase mit weiteren antimykobakteriell wirksamen Antiinfektiva wie Isoniazid, Pyrazinamid und

Ethambutol, in der sich anschließenden 4-monatigen Kontinuitätsphase mit Isoniazid allein kombiniert. Therapieregime der Tuberkulose, in denen dem Ergebnis der Resistenztestung entsprechend die Kombinationspartner von Rifampicin modifiziert werden müssen, müssen in unterschiedlichem Ausmaß verlängert werden, so dass sich auch der Einsatz von Rifampicin verlängert.

Im Falle von Erkrankungen, hervorgerufen durch nichttuberkulöse Mykobakterien (MOTT), ist die Dauer der Therapie mit Rifampicin abhängig von der Art der Infektion und allen Begleitumständen.

Bei der paucibazillären Lepra wird Rifampicin in der Regel einmal pro Monat über 6 Monate, bei der multibacillären Lepra einmal pro Monat über 12 Monate verabreicht.

Nur zur Prophylaxe der Meningokokken-Meningitis bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wird Rifampicin in Monotherapie in erhöhter Dosis über einen Zeitraum von nur 2 Tagen verabreicht.

Wenn Sie eine größere Menge von EREMFAT® 150 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Folgende Symptome sind nach einer akuten Überdosierung beschrieben worden:

-    Übelkeit, Erbrechen (Verfärbung des Mageninhalts), Juckreiz, Schmerzen im gesamten Bauchbereich, Gallestau (Cholestase),

-    Haut, Lederhaut des Auges sowie Schleimhäute können eine gelb-orange Verfärbung aufweisen,

-    andere Ausscheidungen wie Urin und Stuhl sind möglicherweise verfärbt,

-    bei extremer Überdosierung kann es zu Unruhe, Atemnot, beschleunigtem Herzschlag, allgemeinen Krämpfen und Atem- sowie Herzstillstand kommen.

Informieren Sie in jedem Fall so schnell wie möglich einen Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von EREMFAT® 150 mg vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Setzen Sie die Behandlung mit EREMFAT® 150 mg ohne eine zusätzliche Gabe mit der verord-neten Dosis fort.

Wenn Sie die Einnahme von EREMFAT® 150 mg abbrechen

Selbst nach einer spürbaren Besserung des Befindens ist die Behandlung unbedingt zu Ende zu führen, da nur so eine vollständige Beseitigung der Erreger gewährleistet ist.

Bei dennoch vorgenommener Unterbrechung der Behandlung fragen Sie vor Wiederaufnahme der Behandlung unbedingt einen Arzt, da unter Umständen mit schweren Komplikationen zu rechnen ist (siehe auch Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

Dosisanpassung von EREMFAT® 150 mg bei Wiederaufnahme der Therapie

Der Wiederbeginn der Gabe von EREMFAT® 150 mg nach einer Behandlungsunterbrechung im Rahmen der täglichen Behandlung der Tuberkulose sowie der nichttuberkulösen Mykobakteriosen sollte einschleichend erfolgen. Erwachsene erhalten am ersten Tag 75 mg mit schrittweiser Steigerung auf 450 bis 600 mg über 3 - 7 Tage. Zu Risiken bei Wiederaufnahme der Therapie mit Rifampicin (Flu-Syndrom) siehe auch Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Als häufigste Nebenwirkung einer Rifampicin-Therapie ist eine Veränderung der Leberwerte (v. a. Anstieg der Transaminasenaktivität) beschrieben, die in der Regel klinisch nicht relevant ist und sich unter fortgeführter Therapie zurückbildet. Sehr selten kann es aber auch zum Auftreten einer symptomatischen Leberentzündung (Hepatitis) kommen, die in schweren Fällen einen tödlichen Verlauf haben kann.

Weitere häufige Nebenwirkungen einer Rifampicin-Therapie sind Überempfindlichkeitsreaktionen sowie Beschwerden des Magen-Darm-Traktes.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: Häufig: Gelegentlich: Selten:

Sehr selten: Nicht bekannt:


kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

kann bis zu 1 von 1000 Behandelten betreffen

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Nicht bekannt

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eo-

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Nicht bekannt

sinophilie), Funktionsstörung des Knochenmarks (Knochen-marksdepression) mit z. B. Verminderung der wei-ßen/roten Blutkörperchen und Blutplättchen (Leukopenie, Gra-nulozyto-penie), Blut-plättchenmangel (Thrombozytopenie), Blutplättchenmangel mit Hautblutungen

(thrombozytopenische Purpura), Mangel eines bestimmten Blutgerinnungsfaktors (Hypo-prothrominä-mie), Blutarmut (hämolytische Anämie), verstreut auftretende Ge-rinnungsstö-rung innerhalb der Blutgefäße (disseminierte intravasale Koa-

gulopathie)

Erkrankungen des Immunsystems

Leichte Überempfindlich-keits-reaktionen [Fieber, Erythema exsudativum multifor-me (Hauterkrankung mit

Schwere Überempfind-lichkeits-reaktionen wie Atemnot, asthmaartige Anfälle, Lungenödem, andere Öde-

Lupus

ähnliches

Syndroma

(Entzünd

ungskrank-

heit),

Flu-

Syndromb,

schwere

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Nicht bekannt

Erosionen und Blasenbildung), Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria)]

me, bis hin zum anaphylaktischen Schock (plötzlich, lebensbedrohliche allergische Allgemeinreaktionen)

allergische Hautreaktionen wie toxische epidermale Nekrolyse (LyellSyndrom) und exfoliati-ve Dermati-tisc

Endokrine Erkrankungen

Menstrua-

tionsstörun-

gend,

Addison-Krise bei AddisonPatienten

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Porphyrie (siehe Abschnitt 2. „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen")

Psychiatrische Erkrankungen

Verwirrtheit,

Psychosen

Erkrankungen des Nervensystems

Bewegungsstörungen (Ataxie), Konzentrationsunfähig-keit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Parästhesien (Erkrankungen der Nervenendigungen)

Augenerkrankungen

Sehstörungen, Verlust der Sehfähigkeit (Visusverlust), Entzündungen des Sehnervs

Bräunlich-rote Verfärbung der Tränenflüssig-keite

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Nicht bekannt

(Optikusneuri

tis)

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Durchfall

Akute Bauch-speicheldrü-senentzün-dung (Pankreatitis)

Antibiotika-ausgelöste Darmentzündung (pseudo-

membranöse Entero-kolitis), Durchfall durch Clostridium diffici-le

Leber- und Gallenerkrankungen

Erhöhung von

Leberenzy-

menen wie

SGOT (AST),

SGPT (ALT),

alkalischer

Phosphatase,

Gamma-

Glutamyltrans-

peptidase

Gelbsucht (Ikterus), Le-bervergröße-rung (He-patomegalief)

Erhöhung von Bilirubin im Blutserum (Laborwert zur Leberkontrolle)

Akute Leberentzündung [Hepatitis (in schweren Fällen tödlicher Verlauf möglich)]

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskeler

krankungen

(Myopathien)

Muskel

schwäche

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Nierenfunk

tionsstörungen

Akutes Nierenversagen

Akute Nierenentzündung (Interstitielle Nephritis), Gewebezerstörung in bestimmten Bereichen der Niere (Tubulusnekrosen)

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

Blutungen nach der Geburt bei der Mutter und dem Neugeboreneng

Gefäßerkrankungen

Allergisch bedingte Entzündung der Blut-

Sehr häufig

Häufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Nicht bekannt

gefäße (Leuko-

zytoklastische

Vaskulitis)

mit Fieber, Schwächegefühl, Muskel- und Gelenkschmerzen und dem Auftreten antinukleärer Antikörper b in Zusammenhang mit intermittierender bzw. nach nicht regelmäßiger Rifampicin-Einnahme, ähnliche Symptomatik wie lupusähnliches Syndrom (siehe auch Abschnitt 2.)

c in Zusammenhang mit einer antituberkulösen Kombinationstherapie von Rifampicin und anderen Mitteln beobachtet, Reaktionen konnten nicht sicher einem Wirkstoff zugeordnet werden d infolge der Beeinflussung des Stoffwechsels der Steroidhormone durch Rifampicin e durch Eigenfarbe des Rifampicins bedingt und unbedenklich (siehe auch Abschnitt 2.) f meist vorübergehender Natur

g bei Anwendung während der letzten Schwangerschaftswochen (siehe auch Abschnitt 2.)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

5. Wie ist EREMFAT® 150 mg aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen:

Blister im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nicht über 25 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen Was EREMFAT® 150 mg enthält

Der Wirkstoff ist: Rifampicin 1 Filmtablette EREMFAT® 150 mg enthält 150 mg Rifampicin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose Natrium, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], hochdisperses Siliciumdioxid, Sorbitol (Ph. Eur.), Hypromellose, Macrogol 6000, Propylenglycol, Eisen(III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171)

Wie EREMFAT® 150 mg aussieht und Inhalt der Packung

EREMFAT® 150 mg ist eine rotbraune, beidseitig gewölbte, runde Filmtablette mit Bruchkerbe auf einer Seite. Eine Teilung der Filmtablette in 2 gleiche Hälften ist möglich.

OP mit 50 Filmtabletten OP mit 100 Filmtabletten

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

RIEMSER Pharma GmbH An der Wiek 7

17493 Greifswald - Insel Riems phone +49 30 338427-0 fax +49 38351 308 e-mail info@RIEMSER.com

Hersteller

SW Pharma GmbH Robert-Koch-Straße 1 66578 Schiffweiler

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet am:

12/2015

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