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Fluvoxamin-Teva 100 Mg Filmtabletten

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Fachinformation


1. Bezeichnung des Arzneimittels


Fluvoxamin-TEVA® 50 mg FilmtablettenSPCSPC

Fluvoxamin-TEVA®100 mg FilmtablettenSPCSPC


2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


Wirkstoff: Fluvoxaminmaleat


Fluvoxamin-TEVA®50 mg FilmtablettenSPCSPC

Jede Filmtablette enthält 100 mg Fluvoxaminmaleat.


Fluvoxamin-TEVA®100 mg FilmtablettenSPCSPC

Jede Filmtablette enthält 100 mg Fluvoxaminmaleat.


Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.


3. Darreichungsform


Filmtablette


Fluvoxamin-TEVA®50 mg FilmtablettenSPCSPC

Gelbe kapselförmige Filmtablette mit Bruchrille, die auf der einen Seite die Prägung "93" ("9" und "3" jeweils auf einer Seite der Bruchrille) und auf der anderen Seite die Prägung "56" enthält.


Fluvoxamin-TEVA®100 mg FilmtablettenSPCSPC

Rosa bis hellrote kapselförmige Filmtablette mit Bruchrille, die auf der einen Seite die Prägung "93" ("9" und "3" jeweils auf einer Seite der Bruchrille) und auf der anderen Seite die Prägung "57" enthält.


4. Klinische Angaben


4.1 Anwendungsgebiete



4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Depressive Erkrankungen

Zu Therapiebeginn beträgt die empfohlene Tagesdosierung 50 oder 100 mg Fluvoxaminmaleat, die abends als Einzeldosis verabreicht wird. Es wird empfohlen, die Dosis schrittweise bis zum Erreichen der wirksamen Dosis zu steigern.

Die wirksame Tagesdosis liegt üblicherweise bei 100 mg Fluvoxaminmaleat und sollte bei jedem Patienten sorgfältig angepasst werden. Tagesdosen bis zu 300 mg Fluvoxaminmaleat wurden verabreicht, wobei Dosen von über 150 mg Fluvoxaminmaleat auf mehrere Einzeldosen verteilt werden sollten.

Nach den Empfehlungen der WHO soll eine Behandlung mit Antidepressiva mindestens bis 6 Monate nach Genesung von einer depressiven Episode fortgeführt werden. Dazu scheint eine Tagesdosis von 100 mg Fluvoxaminmaleat ausreichend zu sein.

Zwangserkrankungen

Die empfohlene Anfangsdosierung beträgt in den ersten 3 – 4 Tagen 50 mg Fluvoxaminmaleat täglich. Die wirksame Dosis liegt üblicherweise zwischen 100 mg und 300 mg Fluvoxaminmaleat täglich. Die Dosierung sollte bis zum Erreichen der wirksamen Dosis schrittweise erhöht werden, wobei die Maximaldosis für Erwachsene 300 mg Fluvoxaminmaleat täglich beträgt.


Dosen bis zu 150 mg Fluvoxaminmaleat können als Einzeldosis, vorzugsweise abends, verabreicht werden. Es wird empfohlen Tagesdosierungen über 150 mg Fluvoxaminmaleat auf 2 oder 3 Einzelgaben verteilt zu verabreichen.

Bei guter Ansprechbarkeit des Patienten auf die Therapie, kann eine Weiterbehandlung mit einer individuell angepassten Dosierung erfolgen. Wenn nach 10 Wochen keine Besserung festzustellen ist, sollte eine Fortführung der Behandlung mit Fluvoxamin kritisch überdacht werden. Da keine Studien vorliegen, die Auskunft über eine optimale Behandlungsdauer mit Fluvoxamin geben und da es sich bei Zwangserkrankungen um chronische Erkrankungen handelt, sollte bei Patienten, die auf die Behandlung ansprechen, eine Therapiedauer über 10 Wochen hinaus erwogen werden. Die Anpassung der Dosis sollte sorgfältig für jeden Patienten individuell erfolgen, um den Patienten auf die niedrigste wirksame Dosis einzustellen. Die Notwendigkeit für ein Fortsetzen der Therapie sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Einige Ärzte befürworten bei Patienten, die auf die Pharmakotherapie gut ansprechen eine begleitende Verhaltenstherapie.


Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

(siehe auch 4.4 "Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung")

Für Kinder über 8 Jahren und Jugendliche liegen nur begrenzte Daten über Dosierungen bis zu 100 mg Fluvoxaminmaleat zweimal täglich über 10 Wochen vor. Die Initialdosis beträgt 25 mg Fluvoxaminmaleat täglich. Alle 3 – 4 Tage ist die Dosis um jeweils 25 mg Fluvoxaminmaleat zu steigern, bis eine wirksame Dosis erreicht ist. Die Maximaldosis bei Kindern sollte 200 mg Fluvoxaminmaleat täglich nicht überschreiten (siehe auch unter Abschnitt 5.1).

Leber- oder Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz sollte die Behandlung mit einer niedrigen Dosis begonnen und sorgfältig überwacht werden.

Art der Anwendung

Die Fluvoxamin-TEVA®50/-100 mg Filmtabletten sollten unzerkaut und mit ausreichend Wasser eingenommen werden.

Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mit SSRIs

Ein plötzliches Absetzen sollte vermieden werden. Bei Beendigung einer Behandlung mit Fluvoxamin sollte die Dosis über einen Zeitraum von mindestens ein bis zwei Wochen schrittweise reduziert werden, um das Risiko von Absetzerscheinungen zu verringern (siehe Abschnitte 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und 4.8). Falls nach Dosisverringerung oder Absetzen der Behandlung stark beeinträchtigende Absetzerscheinungen auftreten, sollte erwogen werden, die zuletzt eingenommene Dosis erneut einzunehmen, um diese dann nach Anweisung des Arztes in nunmehr kleineren Schritten zu reduzieren.


4.3 Gegenanzeigen


Fluvoxamin-TEVA®darf nicht gleichzeitig mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) eingenommen werden.

Eine Fluvoxamin-Therapie darf erst begonnen werden:

zwei Wochen nach Beendigung einer Behandlung mit einem irreversiblenMAO-Hemmer, oder

einen Tag nach Beendigung der Behandlung mit einem reversiblenMAO-Hemmer (z. B. Moclobemid).


Eine Behandlung mit jeglichen MAO-Hemmern sollte frühestens eine Woche nach Beendigung einer Fluvoxamin-Therapie beginnen.


Überempfindlichkeit gegenüber dem arzneilich wirksamen Bestandteil oder einem der sonstigen Bestandteile.


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Suizid /Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung

Depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden. Dieses erhöhte Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt. Da diese nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten daher bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden. Die bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn der Behandlung ansteigen kann.


Andere psychiatrische Erkrankungen, für die Fluvoxamin verschrieben wird, können ebenso mit einem erhöhten Risiko für Suizid-bezogene Ereignisse einhergehen. Außerdem können diese Erkrankungen zusammen mit einer depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression) auftreten. Daher sollten bei Behandlung anderer psychiatrischer Erkrankungen die gleichen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden wie bei der Behandlung von depressiven Erkrankungen.


Bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten, ist das Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder –versuchen erhöht. Sie sollten daher während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden. Eine Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25 Jahren, die Antidepressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo.


Die Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, vor allem der Patienten mit hohem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen einhergehen. Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen. Sie sollten unverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten.


Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz sollten zu Beginn der Behandlung eine niedrigere Dosis erhalten und engmaschig überwacht werden.

Die Behandlung mit Fluvoxamin ist selten mit einem Anstieg der Leberenzyme - gewöhnlich begleitet von entsprechenden Symptomen - verbunden. In diesen Fällen ist die Behandlung abzubrechen.

Die Blutzuckereinstellung kann insbesondere zu Beginn der Behandlung beeinträchtigt sein. Eine Dosisanpassung der Antidiabetika ist erforderlichenfalls vorzunehmen.


Obwohl sich Fluvoxamin in Tierstudien nicht als anfallsfördernd erwies, ist dennoch bei der Verabreichung des Arzneimittels an Patienten mit epileptischen Erkrankungen in der Anamnese Vorsicht geboten. Fluvoxamin sollte Patienten mit instabiler Epilepsie nicht verabreicht werden, gut eingestellte Epileptiker sind bei Behandlung mit Fluvoxamin sorgfältig zu überwachen. Treten während der Behandlung Krampfanfälle auf oder nimmt die Häufigkeit von Krampfanfällen zu, ist die Behandlung mit Fluvoxamin abzusetzen.


In seltenen Fällen wurde im Zusammenhang mit einer Fluvoxamin-Behandlung über das Auftreten eines Serotonin-Syndroms oder eines malignen neuroleptischen Syndroms berichtet, insbesondere wenn Fluvoxamin gleichzeitig mit anderen serotonergen und/oder neuroleptischen Arzneimitteln verabreicht wurde. Da diese Syndrome zu potentiell lebensbedrohenden Zuständen führen können, ist die Fluvoxamin-Behandlung bei Auftreten derartiger Erscheinungen (gekennzeichnet durch einen Symptomenkomplex wie Hyperthermie, Muskelrigidität, Myoklonien, Instabilität des vegetativen Nervensystems mit möglichen schnellen Veränderungen der vitalen Parameter, Veränderungen des psychischen Zustandes mit Verwirrtheit, Erregbarkeit und extremer Erregbarkeit bis hin zu Delirium und Koma) abzusetzen und eine supportive symptomatische Behandlung einzuleiten.


Wie auch bei anderen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern wurde selten über Hyponatriämie berichtet, die sich jedoch nach Absetzten von Fluvoxamin im Allgemeinen wieder zurückgebildet hat. Einige Fälle waren möglicherweise auf ein Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion zurückzuführen. Diese Berichte betrafen hauptsächlich ältere Patienten.

Im Zusammenhang mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern gibt es Berichte über Haut- und Schleimhautblutungen wie Ekchymosen und Purpura. Deshalb ist bei der Behandlung mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern Vorsicht geboten bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimitteln einnehmen, die bekanntermaßen die Thrombozytenfunktion beeinträchtigen (z. B. atypische Neuroleptika und Phenothiazine, die meisten trizyklischen Antidepressiva, Acetylsalicylsäure, nichtsteroidale Antirheumatika) sowie bei Patienten mit Blutungen oder Gerinnungsstörungen in der Anamnese.

Fluvoxamin sollte bei Patienten mit Manien/Hypomanien in der Anamnese mit Vorsicht angewendet werden. Die Behandlung mit Fluvoxamin sollte bei Patienten, die in eine manische Phase eintreten abgebrochen werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Terfenadin, Astemizol oder Cisaprid mit Fluvoxamin ist kontraindiziert, da erhöhte Plasmakonzentrationen dieser Wirkstoffe das Risiko einer QT-Verlängerung/Torsades-de-pointes erhöhen.

Aufgrund mangelnder klinischer Erfahrung wird besondere Vorsicht, in der Postakutphase des Herzinfarkts empfohlen.

Es liegen wenige Erfahrungen mit der gleichzeitigen Anwendung von Fluvoxamin und EKT (Elektro-Krampf-Therapie) vor, daher ist in diesem Fall Vorsicht geboten.

Bei normalen Tagesdosierungen lassen die Daten älterer Patienten keine klinisch signifikanten Unterschiede gegenüber jüngeren Patienten erkennen. Die Dosissteigerung sollte bei älteren Patienten jedoch langsamer erfolgen und die Dosierung mit entsprechender Vorsicht vorgenommen werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Fluvoxamin sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, mit Ausnahme von Patienten ab 8 Jahren mit einer Zwangsstörung, angewendet werden. Suizidale Verhaltensweisen (Suizidversuch und Suizidgedanken) sowie Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) wurden in klinischen Studien häufiger bei mit Antidepressiva behandelten Kindern und Jugendlichen beobachtet als bei Kindern und Jugendlichen, die mit Placebo behandelt wurden. Sollte aufgrund klinischer Notwendigkeit dennoch die Entscheidung für eine Behandlung getroffen werden, ist der Patient im Hinblick auf das Auftreten suizidaler Symptome sorgfältig zu überwachen. Darüber hinaus fehlen Langzeitdaten zur Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie kognitive Entwicklung und Verhaltensentwicklung.

Für die Behandlung der Zwangsstörung bei Kindern ab 8 Jahren und Jugendlichen wird eine sorgfältige Überwachung empfohlen.


Akathisie/psychomotorische Unruhe

Die Anwendung von Fluvoxamin wurde mit der Entwicklung von Akathisien in Verbindung gebracht, die charakterisiert sind durch eine subjektiv unangenehme oder als quälend erlebte Ruhelosigkeit und Notwendigkeit sich zu bewegen, oft zusammen mit einer Unfähigkeit still zu sitzen oder still zu stehen. Dies tritt am ehesten während der ersten Behandlungswochen auf. Für Patienten, bei denen solche Symptome auftreten, kann eine Dosiserhöhung schädlich sein.


Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mit einem Serotoninwiederaufnahme-Hemmer

Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung häufig auf, besonders wenn die Behandlung plötzlich abgebrochen wird (siehe Abschnitt 4.8 „Nebenwirkungen“). In klinischen Studien traten unerwünschte Wirkungen bei Beendigung der Behandlung bei ca. 12% der mit Fluvoxamin behandelten Patienten auf. Vergleichbare Ereignisse liegen derzeit für mit Placebo behandelte Patienten nicht vor.


Das Risiko von Absetzreaktionen kann von mehreren Faktoren abhängen, einschließlich Dauer der Behandlung, Dosis und Geschwindigkeit der Dosisreduktion. Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen (einschließlich Parästhesien, Sehstörungen und Gefühl eines Elektroschocks), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensiver Träume), Erregung und Angst, Übelkeit und/oder Erbrechen und Diarrhoe, Schwitzen und Herzklopfen, Zittern und Kopfschmerzen sind die am häufigsten berichteten Reaktionen. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend sein.

Sie treten normalerweise innerhalb der ersten Tage nach Absetzten der Behandlung auf, aber in sehr seltenen Fällen wurde von solchen Symptomen bei Patienten nach unbeabsichtigtem Auslassen einer Dosis berichtet.

Im Allgemeinen bilden sich diese Symptome von selbst zurück und klingen innerhalb von 2 Wochen ab. Bei einigen Personen können sie länger anhalten (2 - 3 Monate oder länger). Es wird daher empfohlen bei einer Beendigung der Behandlung mit Fluvoxamin die Dosis über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten schrittweise zu reduzieren, entsprechend den Bedürfnissen des Patienten (siehe „Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mit SSRIs“ im Abschnitt 4.2).


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Fluvoxamin sollte nicht in Kombination mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) eingenommen werden (siehe auch unter 4.3 Gegenanzeigen).

Fluvoxamin ist ein potenter Inhibitor von Cytochrom P450(CYP1A2) und ein weniger starker Inhibitor der Isoenzyme CYP2C und CYP3A4. Fluvoxamin kann daher einen deutlichen Anstieg der Plasmakonzentration und eine langsamere Elimination von Arzneimitteln bewirken, die hauptsächlich über diese Isoenzyme metabolisiert werden. Dies sollte insbesondere bei Arzneimitteln mit einer geringen therapeutischen Breite beachtet werden. Daher ist eine sorgfältige Überwachung der Patienten notwendig und gegebenenfalls ist eine Dosisanpassung dieser Arzneimittel vorzunehmen.

Fluvoxamin besitzt eine sehr geringe inhibitorische Wirkung auf CYP2D6 und scheint die nicht-oxidative Metabolisierung und die renale Ausscheidung nicht zu beeinträchtigen.

CytochromP450 1A2 (CYP1A2)

Es wurde berichtet, dass es bei gleichzeitiger Einnahme von Fluvoxamin und trizyklischen Antidepressiva (z. B. Clomipramin, Imipramin, Amitriptylin) und Neuroleptika (z. B. Clozapin, Olanzapin), die überwiegend über CytochromP450 1A2 metabolisiert werden, zu einem Anstieg vorher stabiler Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel kommen kann. Bei Beginn einer Behandlung mit Fluvoxamin ist eine Dosisreduktion dieser Arzneimittel erforderlich.

Patienten, die mit Fluvoxamin in Kombination mit Arzneimitteln, die über CYP 1 A2 metabolisiert werden und eine geringe therapeutische Breite besitzen, behandelt werden (z. B. Tacrin, Theophyllin, Methadon, Mexiletin), sind sorgfältig zu überwachen und erforderlichenfalls ist die Dosis entsprechen anzupassen.

Die gleichzeitige Anwendung von Fluvoxamin und Warfarin führte zu signifikanten Erhöhungen der Warfarin-Plasmakonzentrationen und zu einer Verlängerung der Prothrombinzeit.

Bei einer Kombinationstherapie von Fluvoxamin mit Thioridazin wurde vereinzelt über kardiale Toxizität berichtet.

Da die Plasmakonzentrationen von Propranolol bei gleichzeitiger Einnahme von Fluvoxamin erhöht sind, kann es erforderlich sein, die Dosierung von Propranolol zu verringern.

Die Koffein-Plasmaspiegel sind möglicherweise nach gleichzeitiger Einnahme von Fluvoxamin erhöht. Daher sollten Patienten, die große Mengen koffeinhaltiger Getränke zu sich nehmen, bei Auftreten koffeinbedingter Nebenwirkungen (z.B. Tremor, Herzklopfen, Übelkeit, Unruhe, Schlaflosigkeit) diesen Konsum während der Einnahme von Fluvoxamin, reduzieren.

Da die Plasmakonzentrationen von Ropinirol bei gleichzeitiger Einnahme von Fluvoxamin ansteigen können erhöht sich dadurch auch das Risiko einer Überdosierung. Dadurch kann während und nach Abschluss der Fluvoxamin Therapie eine Kontrolle und eventuell eine Reduzierung der Ropiniroldosierung erforderlich sein.

CytochromP450 2C (CYP2C)

Patienten, die mit Fluvoxamin in Kombination mit Arzneimitteln, die über CYP 2C metabolisiert werden und eine geringe therapeutische Breite besitzen, behandelt werden (z. B. Phenytoin), sind sorgfältig zu überwachen und erforderlichenfalls ist die Dosis entsprechend anzupassen.

CytochromP450 3A4 (CYP3A4)

Terfenadin, Astemizol, Cisaprid:

Siehe auch unter Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung.

Patienten, die mit Fluvoxamin in Kombination mit Arzneimitteln, die über CYP 3 A4 metabolisiert werden und eine geringe therapeutische Breite besitzen, behandelt werden (z. B. Carbamazepin, Ciclosporin), sind sorgfältig zu überwachen und erforderlichenfalls ist die Dosis entsprechend anzupassen.

Die Plasmaspiegel oxidativ metabolisierter Benzodiazepine (z. B. Triazolam, Midazolam, Alprazolam und Diazepam) können durch gleichzeitige Anwendung mit Fluvoxamin erhöht werden. Bei gleichzeitiger Einnahme von Fluvoxamin und Benzodiazepinen ist daher die Dosierung der Benzodiazepine zu reduzieren.

Glukuronidierung

Fluvoxamin hat keinen Einfluss auf die Digoxin-Plasmakonzentrationen.

Renale Exkretion

Fluvoxamin hat keinen Einfuß auf die Atenolol-Plasmakonzentrationen.


Pharmakodynamische Wechselwirkungen

Die serotonergen Effekte von Fluvoxamin können verstärkt werden, wenn Fluvoxamin in Kombination mit anderen serotonergen Substanzen (einschließlich Triptane, Tramadol, SSRI und Johanniskrautpräparate) angewandt wird. (siehe auch unter Abschnitt 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).

Fluvoxamin ist in Kombination mit Lithium bei der Behandlung von Patienten mit schwerer, therapieresistenter Depression eingesetzt worden. Lithium (und möglicherweise auch Tryptophan) verstärkt die serotonergen Effekte von Fluvoxamin. Daher sollten Kombinationen mit Lithium oder Tryptophan bei Patienten mit schwerer, therapieresistenter Depression mit Vorsicht angewendet werden.

Bei Patienten, die orale Antikoagulanzien und Fluvoxamin einnehmen, kann sich das Blutungsrisiko erhöhen, daher sind diese Patienten engmaschig zu überwachen.

Die Patienten sind darauf hinzuweisen, dass wie bei anderen psychotropen Arzneimitteln die gleichzeitige Einnahme von Alkohol während einer Fluvoxamin-Therapie vermieden werden sollte.


4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit

Die Daten einer begrenzten Anzahl von Schwangerschaften, bei denen eine Exposition mit Fluvoxamin vorlag, zeigen keine unerwünschten Wirkungen von Fluvoxamin auf die Schwangerschaft. Bisher liegen keine anderen relevanten epidemiologischen Daten vor.

Reproduktionsstudien an Tieren mit hohen Dosierungen ergaben keinen Hinweis auf eine Beeinträchtigung der Fertilität und der Reproduktionsleistung oder auf teratogene Auswirkungen bei den Nachkommen. Bei der Verschreibung von Fluvoxamin für schwangere Frauen ist entsprechende Vorsicht geboten.

Vereinzelt wurden nach Anwendung von Fluvoxamin am Ende der Schwangerschaft bei Neugeborenen Symptome im Sinne einer Absetzsymptomatik beschrieben.

Fluvoxamin geht beim Menschen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Daher sollte das Arzneimittel nicht während der Stillzeit eingenommen werden.

Daten aus epidemiologischen Studien deuten darauf hin, dass die Anwendung von Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI) in der Schwangerschaft, insbesondere im späten Stadium einer Schwangerschaft, das Risiko für das Auftreten einer primären pulmonalen Hypertonie bei Neugeborenen (PPHN, auch persistierende pulmonale Hypertonie genannt) erhöhen kann. Das beobachtete Risiko lag bei ca. 5 Fällen von 1000 Schwangerschaften. In der Allgemeinbevölkerung treten 1 bis 2 PPHN-Fälle pro Schwangerschaft auf.


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Einnahme von Dosen bis zu 150 mg Fluvoxamin zeigten keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeugs und das Bedienen von Maschinen. Fluvoxamin zeigte bei gesunden Probanden keine Beeinträchtigung der psychomotorischen Fähigkeiten beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen. Während der Therapie mit Fluvoxamin gab es jedoch Berichte über das Auftreten einer Somnolenz. Daher wird empfohlen, entsprechende Vorsicht walten zu lassen, bis die individuelle Reaktion auf das Arzneimittel ermittelt ist.

4.8 Nebenwirkungen


Bei der Behandlung mit Fluvoxamin ist Übelkeit, mitunter begleitet durch Erbrechen, am häufigsten aufgetreten. Diese Nebenwirkung verringert sich meist innerhalb der ersten beiden Behandlungswochen.

Folgende Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien mit der beistehenden Häufigkeit beobachtet. Diese sind aber oft Begleiterscheinungen der zugrunde liegenden Krankheit und nicht unbedingt eine Folge deren Behandlung.

Häufig (1 – 10 %)

Allgemeinbefinden: Asthenie, Kopfschmerzen, Unwohlsein

Herz-Kreislauf-System: Palpitationen/Tachykardie

Verdauungssystem: Bauchschmerzen, Anorexie, Obstipation, Diarrhoe, Mundtrockenheit, Dyspepsie

Zentrales Nervensystem: Erregungszustände, Angstgefühle, Schwindel, Schlaflosigkeit, Nervosität, Somnolenz, Tremor

Haut: Schwitzen

Gelegentlich (< 1 %):

Herz-Kreislauf-System: (posturale) Hypotonie

Skelettmuskulatur: Arthralgie, Myalgie

Zentrales Nervensystem: Ataxie, Verwirrtheit, extrapyramidale Symptome, Halluzinationen

Urogenitaltrakt: Beeinträchtigte (verzögerte) Ejakulation

Haut: Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (einschließlich Rash, Pruritus, Angioödeme)

Selten (< 0,1 %):

Verdauungstrakt: Leberfunktionsstörungen

Erkrankungen des Nervensystems: Krampfanfälle, Manien,

Psychomotorische Unruhe/Akathisie (siehe Abschnitt 4.4Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).

Urogenitaltrakt: Galaktorrhoe

Haut: Photosensibilität

Psychiatrische Erkrankungen: Fälle von suizidalem Verhalten während der Therapie mit Fluvoxamin oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden (siehe Abschnitt 4.4 „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“)

Andere Nebenwirkungen, die beobachtet wurden seit das Arzneimittel vermarktet wird

Es wurde über Gewichtszu- oder abnahme berichtet.


Selten wurde über das Auftreten eines Serotonin-Syndroms, über Ereignisse die dem Malignen Neuroleptischen Syndrom ähneln, über Hyponatriämie und über SIADH (Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion) berichtet. (Siehe auch unter 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung)


Hämorrhagien: (siehe auch unter 4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).

Sehr selten wurde über das Auftreten von Parästhesien, sexuellen Funktionsstörungen (Anorgasmie) und Geschmacksveränderungen berichtet.


Im Rahmen einer 10-wöchigen, placebo-kontrollierten Studie an Kindern und Jugendlichen mit Zwangserkrankungen traten folgende Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Fluvoxamin häufiger auf als unter der Verabreichung von Placebo:

Schlaflosigkeit, Asthenie, Agitation, Hyperkinesien, Somnolenz und Dyspepsie.

Zu den in dieser Studie aufgetretenen schweren Nebenwirkungen gehören: Agitation und Hypomanien.

Das Auftreten von Krampfanfällen bei Kindern und Jugendlichen wurde bei der Anwendung außerhalb klinischer Studien berichtet.


Absetzreaktionen bei Beendigung der Behandlung mit Fluvoxamin

Das Absetzen von Fluvoxamin führt (insbesondere wenn es abrupt geschieht) häufig zu Absetzreaktionen. Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen (einschließlich Parästhesien, Sehstörungen, und Gefühl eines Elektroschocks), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensiver Träume), Erregung oder Angst, Erregbarkeit, Verwirrung, emotionale Instabilität, Übelkeit und/oder Erbrechen und Diarrhoe, Schwitzen und Herzklopfen, Zittern und Kopfschmerzen sind die am häufigsten berichteten Reaktionen. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer und gehen von selbst zurück, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend und/oder länger andauern. Es wird daher geraten, wenn eine Behandlung mit Fluvoxamin nicht mehr erforderlich ist, die Dosis schrittweise zur reduzieren (siehe Abschnitte 4.2 „Dosierung, Art und Dauer der Anwendung“ und 4.4 „Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung“).


Substanzklassen bezogene Nebenwirkungen

Epidemiologische Studien, hauptsächlich durchgeführt mit Patienten von 50 Jahren und älter, zeigen ein erhöhtes Risiko für Knochenfrakturen bei Patienten, die SSRIs und TCAs erhalten. Der Mechanismus, der zu diesem Risiko führt, ist nicht bekannt.


4.9 Überdosierung

Symptome

Berichtet wurde über folgende Symptome: Symptome des Magen-Darm-Traktes (Übelkeit, Erbrechen und Diarrhoe), Somnolenz und Schwindel. Ebenfalls wurde über kardiale Symptome (Tachykardien, Bradykardien, Hypotonie), Störungen der Leberfunktion, Krämpfe und Koma berichtet.


Fluvoxamin hat bei Überdosierung einen breiten Sicherheitsabstand. Berichte über Todesfälle, die allein auf die Überdosierung von Fluvoxamin zurückzuführen sind, waren seit sich das Arzneimittel im Verkehr befindet äußerst selten. Die höchste dokumentierte Dosis Fluvoxamin, die von einem Patienten eingenommen wurde, betrug 12 Gramm. Dieser Patient ist vollständig genesen.

Bei Patienten, die absichtliche Überdosen von Fluvoxamin in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnahmen, wurden gelegentlich ernsthaftere Komplikationen beobachtet.


Behandlung

Es gibt kein spezifisches Antidot gegen Fluvoxamin. Im Falle einer Überdosierung sollte so früh als möglich nach Einnahme der Filmtabletten der Magen entleert und eine symptomatische Behandlung eingeleitet werden. Die wiederholte Anwendung von Aktivkohle gegebenenfalls in Verbindung mit einem osmotischen Laxans, wird empfohlen. Der Nutzen einer forcierten Diurese oder einer Dialyse ist unwahrscheinlich.


5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidepressivum, selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer

ATC-Code: N06AB08

Der Wirkungsmechanismus von Fluvoxamin hängt möglicherweise mit einer selektiven Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin in den Nervenzellen des Gehirns zusammen. Die Wirkung auf noradrenerge Prozesse ist minimal. Studien über das Rezeptor-Bindungsverhalten haben ergeben, daß Fluvoxamin eine zu vernachlässigende Affinität zu alpha-adrenergen, beta-adrenergen, histaminergen, muscarinisch-cholinergen, dopaminergen und serotonergen Rezeptoren besitzt.

Eine placebo-kontrollierte Studie an 120 Patienten im Alter zwischen 8 und 17 Jahren mit Zwangserkrankungen ergab eine statistisch signifikante Verbesserung für das gesamte Patientenkollektiv durch Fluvoxamin nach 10 Wochen.

Eine weitere, an einer Untergruppe vorgenommene Analyse zeigte an Hand der Bewertungsskala C-YBOCS eine Verbesserung bei Kindern, während bei Jugendlichen keine Wirkung zu verzeichnen war. Die mittlere Dosis betrug 158 mg/Tag bzw. 168 mg/Tag.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Absorption

Nach oraler Verabreichung wird Fluvoxamin vollständig resorbiert. Die maximalen Plasmakonzentrationen werden innerhalb von 3 – 8 Stunden nach Verabreichung der Dosis erreicht. Aufgrund des First-Pass-Effektes in der Leber beträgt die absolute Bioverfügbarkeit von Fluvoxamin 53 %.

Die Pharmakokinetik von Fluvoxamin-TEVA®wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst.


Verteilung

Fluvoxamin ist in vitro zu 80 % an Plasmaproteine gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt beim Menschen 25 l/kg.


Metabolismus

Die Metabolisierung von Fluvoxamin erfolgt im Wesentlichen in der Leber. Obwohl das Isoenzym CYP2D6 in vitro hauptsächlich am Fluvoxamin-Stoffwechsel beteiligt ist, liegen die Plasmakonzentrationen der langsamen Metabolisierer von CYP2D6 nicht viel höher als die Plasmakonzentrationen der schnellen Metabolisierer.


Die Plasmahalbwertszeit beträgt 13 – 15 Stunden nach einer Einzeldosis und liegt etwas höher (17 – 22 Stunden) nach einer Wiederholungsdosis. Der Steady-State-Plasmaspiegel wird normalerweise nach 10 – 14 Tagen erreicht.


Die Metabolisierung von Fluvoxamin erfolgt im Wesentlichen in der Leber durch oxidative Demethylierung wodurch mindestens neun Metaboliten entstehen, die über die Nieren ausgeschieden werden. Die beiden Hauptmetaboliten besitzen eine unbedeutende pharmakologische Aktivität. Von den anderen Metaboliten wird keine pharmakologische Aktivität erwartet.

Fluvoxamin ist ein starker Inhibitor von CytochromP4501A2 (CYP1A2), und ein weniger starker Inhibitor der Isoenzyme CYP2C und CYP3A4 und hat nur einen geringfügigen inhibitorischen Effekt auf CYP2D6. Fluvoxamin zeigt nach Einmalgabe eine lineare Pharmakokinetik.

Die Plasmakonzentrationen im Steady-State liegen höher, als nach den Daten einer Einzeldosis berechnet wurde, und liegen bei höheren Tagesdosen unverhältnismäßig höher.


Spezielle Patientengruppen

Das pharmakokinetische Profil bei gesunden Erwachsenen, älteren Patienten und Patienten mit Niereninsuffizienz ist ähnlich. Bei Patienten mit Lebererkrankungen ist der Metabolismus von Fluvoxamin beeinträchtigt.


Die Steady-State-Plasmakonzentrationen von Fluvoxamin sind bei Kindern (6 – 11 Jahre) doppelt so hoch wie bei Jugendlichen (12 – 17 Jahre). Die Plasmakonzentrationen von Jugendlichen und Erwachsenen sind sich ähnlich.


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Es liegen keine Hinweise auf Karzinogenität, Mutagenität und Beeinträchtigung der Fertilität durch Fluvoxamin vor.


Tierexperimentelle Studien mit hohen Dosen ergaben keinen Hinweis auf eine Beeinträchtigung der Fertilität, Reproduktionstoxizität oder auf teratogene Wirkungen bei den Nachkommen.


Das Potential von Fluvoxamin hinsichtlich Missbrauch, Toleranzentwicklungen und physischer Abhängigkeit wurde an einem Primatenmodell untersucht. Es wurden keine Hinweise auf Abhängigkeitsphänomene gefunden.


6. Pharmazeutische Angaben


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Kern:

Mannitol,

vorverkleisterte Stärke,

Hyprolose,

hochdisperses Siliciumdioxid,

Octadecylhydrogenfumarat, Natriumsalz


Film:

Hypromellose,

Macrogol 400,

Polysorbat 80,

Titandioxid (E171),

Eisenoxidhydrat (E172),

Eisen(II,III)-oxid (172),

Eisen(III)-oxid (E172)


6.2 Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend.

6.3 Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.

6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Weiße opaque PVC/PVDC/Aluminium Blister-Packungen mit 20, 50 und 100 Filmtabletten.

6.6 Hinweise Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. Inhaber der Zulassung


TEVA GmbH

Wasastraße 50

01445 Radebeul

Telefon: (0351) 834-0

Telefax: (0351) 834-2199


8. Zulassungsnummer

53954.00.00

53954.01.00

9. Datum der Erteilung der Zulassung

09.07.2002

10. Stand der Information


August 2010


Verkaufsabgrenzung


Verschreibungspflichtig