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Grippostad Heißgetränk

Document: 04.04.2007   Gebrauchsinformation (deutsch) change

Änderungsanzeige Haltbarkeit und Lagerhinweis 2007-02-27/DB

Liebe Patientin, lieber Patient!

Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.



Gebrauchsinformation



Grippostad® Heißgetränk

Wirkstoff: Paracetamol



Zusammensetzung


Arzneilich wirksamer Bestandteil:

1 Beutel mit 5 g Pulver enthält 600 mg Paracetamol


Sonstige Bestandteile:

50 mg Ascorbinsäure (Vitamin C), Aspartam, Ethylcellulose, Sucrose, hochdisperses Siliciumdioxid, wasserfreie Citronensäure, Citronenaroma.


1 Beutel enthält 3,8 g Kohlenhydrate



Darreichungsform und Inhalt


Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen


Originalpackung mit 10 (N1) Beuteln zu 5 g Pulver


Stoff- oder Indikationsgruppe:

Paracetamol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Analgetika-Antipyretika (Schmerzhemmer/Fiebersenker)


Pharmazeutischer Unternehmer:

STADA GmbH, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0; Telefax: 06101 603-259

Internet: http://www.stada.de


Hersteller:

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel



Anwendungsgebiete


Leichte bis mäßig starke Schmerzen.

Fieber.


Für Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche und Erwachsene.



Gegenanzeigen


Wann dürfen Sie Grippostad® Heißgetränk nicht einnehmen?

Grippostad® Heißgetränk darf nicht eingenommen werden bei:


Grippostad® Heißgetränk soll nicht von Patienten mit Phenylketonurie (einer erblichen Stoffwechselkrankheit) eingenommen werden, da dieses Arzneimittel den Süßstoff Aspartam enthält und Aspartam zu Phenylalanin umgewandelt wird. Für Patienten mit Phenylketonurie stehen aspartamfreie Darreichungsformen zur Verfügung.


Dieses Arzneimittel ist aufgrund des enthaltenen Zuckers (Sucrose) ungeeignet für Patienten mit der selten vorkommenden ererbten Fruktose-Unverträglichkeit (hereditäre Fruktoseintoleranz), einer Glukose-Galaktose-Malabsorption oder einem Saccharose-Isomaltase-Mangel.


Wann dürfen Sie Grippostad® Heißgetränk erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen?

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Grippostad® Heißgetränk nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht einnehmen dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.


Das Arzneimittel sollte nur mit besonderer Vorsicht (d.h. mit einem verlängerten Dosisintervall oder in verminderter Dosis) und unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden bei:


Was müssen Sie in der Schwangerschaft beachten?

Paracetamol sollte während der Schwangerschaft nicht über längere Zeit, in hohen Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden, da eine Sicherheit der Anwendung für diese Fälle nicht belegt ist.


Was müssen Sie in der Stillzeit beachten?

Paracetamol geht in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein.


Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Grippostad® Heißgetränk ist nicht geeignet für Kinder unter 10 Jahren. Hierfür stehen Präparate in Form von Saft oder Zäpfchen mit geringerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.



Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise


Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?

Bei längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.


Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.


Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt beachten?

Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.



Wechselwirkungen mit anderen Mitteln


Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Grippostad® Heißgetränk oder werden in ihrer Wirkung von Grippostad® Heißgetränk beeinflusst?

Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die zur einer sog. Enzyminduktion in der Leber führen, wie z.B. bestimmte Schlafmittel und Antiepileptika (u.a. Glutethimid, Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin) sowie Rifampicin, können auch durch sonst unschädliche Dosen von Paracetamol Leberschäden hervorgerufen werden. Gleiches gilt bei Alkoholmissbrauch.


Bei gleichzeitiger Gabe von Paracetamol und Chloramphenicol kann die Ausscheidung von Chloramphenicol deutlich verlangsamt sein mit dem Risiko der erhöhten Toxizität.


Wechselwirkungen zwischen Paracetamol und Cumarinderivaten sind bezüglich ihrer klinischen Bedeutung noch nicht zu beurteilen. Eine Langzeitanwendung von Paracetamol bei Patienten, die mit oralen Antikoagulanzien (blutgerinnungshemmende Mittel) behandelt werden, sollte daher nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.


Bei gleichzeitiger Anwendung von Paracetamol und AZT (Zidovudin) wird die Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen (Neutropenie) verstärkt. Grippostad® Heißgetränk soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT angewendet werden.


Bei gleichzeitiger Anwendung von Mitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen, wie z.B. Propanthelin, können Aufnahme und Wirkungseintritt von Paracetamol verzögert werden.


Bei gleichzeitiger Anwendung von Mitteln, die zu einer Beschleunigung der Magenentleerung führen, wie z.B. Metoclopramid, können Aufnahme und Wirkungseintritt von Paracetamol beschleunigt werden.


Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.


Welche Genussmittel, Speisen und Getränke sollten Sie meiden?

Während der Anwendung von Grippostad® Heißgetränk sollte Alkoholgenuss möglichst vermieden werden.



Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung


Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Grippostad® Heißgetränk nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Grippostad® Heißgetränk sonst nicht richtig wirken kann!


In welcher Dosierung und wie oft sollten Sie Grippostad®Heißgetränk einnehmen?

Körpergewicht in kg

Alter (Jahre)

Einmaldosis

Grippostad® Heißgetränk

Maximaldosis/Tag
Grippostad® Heißgetränk

über 40

Kinder über 12 und Erwachsene

1 Beutel

bis zu 6 Beutel

bis 40

10 bis 12

1 Beutel

3 Beutel


Die Gabe kann in Abständen von 4-8 Stunden wiederholt werden bis zu 3-4-mal pro Tag (24 Stunden).


Hinweis:

Bei Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie bei angeborenem vermehrten Bilirubin-Gehalt des Blutes (Gilbert-Syndrom oder Meulengracht-Krankheit) muss Grippostad® Heißgetränk in größeren Einnahmeabständen oder in verminderter Menge eingenommen werden.


Wie und wann sollten Sie Grippostad®Heißgetränk einnehmen?

Der Inhalt eines Beutels wird in eine Tasse gegeben, mit heißem Wasser aufgefüllt, gut umgerührt und gleich getrunken.


Die Einnahme nach den Mahlzeiten kann zu einem verzögerten Wirkungseintritt führen.


Wie lange sollten Sie Grippostad®Heißgetränk einnehmen?

Paracetamol-haltige Arzneimittel sollen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis eingenommen werden.



Anwendungsfehler und Überdosierung


Was ist zu tun, wenn Grippostad®Heißgetränk in zu großen Mengen angewendet wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?

Bei Überdosierung mit Grippostad® Heißgetränk können anfangs (1. Tag) Übelkeit, Erbrechen, Schwitzen, Schläfrigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl auftreten. Trotz Besserung des subjektiven Allgemeinbefindens am 2. Tag kann es zu einer fortschreitenden Schädigung der Leber kommen bis hin zum Leberkoma am 3. Tag.


Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Grippostad® Heißgetränk ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser sollte, je nachdem wie lange die Anwendung zurückliegt, folgende Maßnahmen ergreifen: innerhalb der ersten sechs Stunden kann eine Giftentfernung durch herbeigeführtes Erbrechen oder Magenspülung sinnvoll sein; die intravenöse Gabe von Gegenmitteln wie z.B. Cysteamin oder N-Acetylcystein sollte möglichst in den ersten acht Stunden nach einer Vergiftung erfolgen, um die zellschädigenden Stoffwechselprodukte von Paracetamol zu neutralisieren; eine Blutwäsche (Dialyse) kann die Konzentration von Paracetamol im Blut senken.


Die weiteren Möglichkeiten zur Behandlung einer Vergiftung mit Grippostad® Heißgetränk richten sich nach dem Ausmaß und Verlauf sowie den Krankheitszeichen.


Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Grippostad®Heißgetränk eingenommen oder die Einnahme vergessen haben?

Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fort.


Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen?

Hier sind bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Grippostad® Heißgetränk keine Besonderheiten zu beachten.


Bei plötzlicher Beendigung der Einnahme (Absetzen) nach längerem nicht bestimmungsgemäßem, hochdosierten Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten. Diese Folgen des Absetzens klingen innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin sollten keine Schmerzmittel angewendet werden. Auch danach soll eine erneute Anwendung nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.



Nebenwirkungen


Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Grippostad®Heißgetränk auftreten?

Selten kann es zu Hautrötungen, sehr selten zu allergischen Reaktionen mit Hautausschlägen (allergisches Exanthem) kommen.


Äußerst selten kann es zu Störungen der Blutbildung kommen (Thrombozytopenie, Leukopenie, in Einzelfällen Agranulozytose, Panzytopenie).


In Einzelfällen ist bei empfindlichen Personen eine Verkrampfung der Muskulatur der Luftwege (Bronchialmuskulatur) mit Atemnot ausgelöst worden (Analgetika-Asthma).


In Einzelfällen sind für den Wirkstoff Paracetamol weitergehende Überempfindlichkeitsreaktionen (Schwellungen im Gesicht, Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Schock) beschrieben worden.


Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.



Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels


Das Verfallsdatum dieses Arzneimittels ist auf der Faltschachtel und dem Beutel aufgedruckt. Verwenden Sie das Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum.


Wie ist Grippostad® Heißgetränk aufzubewahren?

Arzneimittel sollen für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.


Nicht über 30°C lagern.



Stand der Information:


Februar 2007




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Grippostad Heißgetränk, Pulver STADA GmbH GI