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Haemonine 250

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HAEMONINE 250 Instructions for use DE

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER

Haemonine® 250

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung Blutgerinnungsfaktor IX vom Menschen

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

•    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

•    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

•    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Symptome haben wie Sie.

•    Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was ist Haemonine 250 und wofür wird es angewendet?

2.    Was müssen Sie vor der Anwendung von Haemonine 250 beachten?

3.    Wie ist Haemonine 250 anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5.    Wie ist Haemonine 250 aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1. WAS IST HAEMONINE 250 UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?

Haemonine 250 setzt sich zusammen aus einem Pulver und einem Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung. Jede Durchstichflasche Haemonine 250 enthält 250 I.E. (Internationale Einheiten) Blutgerinnungsfaktor IX vom Menschen. Ein separates Fläschchen enthält 5 ml Wasser für Injektionszwecke. Das Produkt enthält nach dem Lösen des Pulvers in dem Wasser für Injektionszwecke ca. 50 I.E. Blutgerinnungsfaktor IX vom Menschen pro ml.

Die spezifische Aktivität von Haemonine 250 ist > 70 I.E./mg Protein.

Haemonine 250 wird zur Stillung oder Verhinderung von Blutungen verwendet, die durch einen Mangel an Blutgerinnungsfaktor IX (Hämophilie B) in Ihrem Blut verursacht werden, und gehört daher als ein Blutgerinnungsfaktor-IX-Präparat zur Medikamentengruppe der sogenannten Antihämorrhagika.

Faktor IX ist ein Protein, das Teil des körpereigenen natürlichen Systems ist, Gerinnsel zur Blutstillung zu bilden. Wenn der Faktor IX nicht oder nur in geringer Menge in Ihrem Blut vorhanden ist, werden Sie an einer Störung der Blutgerinnung leiden, was zu Blutungen in Gelenken, Muskeln oder inneren Organen führen kann. Diese Störung kann entweder angeboren oder im späteren Leben erworben worden sein. Die Anwendung von Haemonine 250 kann diesen Mangel beheben.

2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON HAEMONINE 250 BEACHTEN? Haemonine 250 darf nicht angewendet werden,

• wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Blutgerinnungsfaktor IX sind, oder andere

Reaktionen auf Blutgerinnungsfaktor IX, auf einen der anderen Bestandteile von Haemonine 250 (siehe Kapitel 6 dieser Packungsbeilage) oder auf Heparin gezeigt haben.

Wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Haemonine 250 sind, zeigt sich dies normalerweise während der ersten Anwendungen. Die Frühzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen sind Hautrötung, Nesselsucht, Jucken am ganzen Körper, Schwellung der Lippen und der Zunge, Atemschwierigkeiten, Engegefühl in der Brust, Keuchen, Blutdruckabfall, Bewusstseinsstörung. Diese Reaktionen können sich zu schweren allergischen Reaktionen entwickeln. Wenn sich eines oder mehrere dieser Symptome bei Ihnen zeigen, suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung von Haemonine 250

•    Vor der Anwendung von Haemonine 250 sollten Sie ihren Arzt informieren, wenn Sie ein Thrombose-Risiko haben oder in der Vergangenheit thromboembolische Komplikationen

hatten, wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden oder wenn eine Operation geplant ist. Unter diesen Bedingungen ist Ihr Risiko zur Bildung von inneren Blutgerinnseln erhöht, auch wenn Sie keine Verletzung erlitten haben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, besprechen Sie dieses mit Ihrem Arzt.

•    Bei der Herstellung von Arzneimitteln aus menschlichem Blut oder Blutplasma werden bestimmte Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass Infektionserreger auf Patienten übertragen werden. Zu diesen Maßnahmen zählt die sorgfältige Auswahl von Blut- und Plasmaspendern. Auf diese Weise möchte man sicherstellen, dass Personen, die möglicherweise mit Krankheitserregern infiziert sind, ausgeschlossen werden. Eine weitere Maßnahme ist das Prüfen jeder Spende und jedes Plasmapools auf Anzeichen von Viren/Infektionen. Außerdem integrieren Hersteller dieser Arzneimittel Schritte in die Verarbeitung von Blut oder Plasma, die zur Inaktivierung oder Entfernung von Viren führen. Trotz dieser Maßnahmen kann bei der Verabreichung von Arzneimitteln, die aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellt werden, das Risiko einer Übertragung von Infektionen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für unbekannte oder neu auftretende Viren und andere Infektionserreger.

Die ergriffenen Maßnahmen werden als wirksam gegenüber umhüllten Viren erachtet, wie das menschliche Immunschwächevirus (HIV), das Hepatitis-B-Virus und das Hepatitis-C-Virus, und gegen das nicht umhüllte Hepatitis-A-Virus. Die ergriffenen Maßnahmen sind möglicherweise bei anderen nicht umhüllten Viren wie dem Parvovirus B19 nur von begrenztem Wert. Eine Parvovirus-B19-Infektion kann schwere Erscheinungen bei schwangeren Frauen (Infektion des ungeborenen Kindes) und bei Patienten mit einer Immunschwäche oder einigen Arten von Blutarmut (z.B. Sichelzellen-Krankheit oder hämolytische Anämie) hervorrufen.

Ihr Arzt wird Ihnen empfehlen, eine Impfung gegen Hepatitis A und B in Betracht zu ziehen, wenn Sie regelmäßig/wiederholt Faktor-IX-Präparate aus menschlichem Blut oder Blutplasma erhalten.

•    Es wird dringend empfohlen, bei jeder Behandlung mit Haemonine 250 den Namen und die Chargenbezeichnung des Arzneimittels zu vermerken, um die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen.

Bei Anwendung von Haemonine 250 mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker auch dann, wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen zwischen Haemonine 250 und anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Es liegen nur unzureichende Daten vor, um die Behandlung von Kindern unter 6 Jahren empfehlen zu können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Aufgrund des seltenen Auftretens der Hämophilie B bei Frauen liegen über die Anwendung von Haemonine 250 während Schwangerschaft und Stillzeit keine Erfahrungen vor.

Fragen Sie vor der Anwendung jeglicher Arzneimittel Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder stillen. Wenn Sie Ihren Arzt bereits informiert haben, folgen Sie bitte den Ihnen erteilten Anweisungen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Auswirkungen auf die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen wurden nicht beobachtet.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Haemonine 250

Dieses Arzneimittel enthält maximal 4,9 mmol (113 mg) Natrium pro Standard-Dosis von 2000 I.E. Dies sollte von Patienten berücksichtigt werden, die sich einer kontrollierten Natrium-Diät (salzarmen Diät) unterziehen.

3. WIE IST HAEMONINE 250 ANZUWENDEN?

Wenden Sie Haemonine 250 immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Behandlung muss unter Überwachung eines Arztes begonnen werden, der mit der Therapie der Haemophilie vertraut ist.

Dosierung und Dauer der Anwendung

Die benötigte Dosis Haemonine 250 hängt von Ihrem Gewicht, der Schwere des Faktor-IX-Mangels, dem Ort und dem Ausmaß der Blutung und der Notwendigkeit zur Verhinderung einer Blutung ab, z.B. vor einer zahnärztlichen Behandlung oder einer Operation.

Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosis und die Häufigkeit der Anwendung bestimmen, um den Faktor-IX-Spiegel in Ihrem Blut zu korrigieren. Faktor IX Produkte müssen selten mehr als einmal täglich angewendet werden.

Die verabreichten Faktor-IX-Einheiten werden in Internationalen Einheiten (I.E.) angegeben, abgeleitet vom aktuellen WHO-Standard für Faktor-IX-Produkte. Die Faktor-IX-Aktivität im Plasma wird entweder als Prozentsatz (bezogen auf normales Humanplasma) oder in Internationalen Einheiten (bezogen auf den Internationalen Standard für Faktor IX im Plasma) angegeben.

Eine Internationale Einheit (I.E.) Faktor IX entspricht der Faktor-IX-Aktivität in einem ml normalem menschlichen Plasma. Die Berechnung der erforderlichen Faktor-IX-Dosierung basiert auf dem empirischen Befund, dass die Gabe von 1 Internationaler Einheit (I.E.) Faktor IX pro kg Körpergewicht die Faktor-IX-Aktivität im Plasma um 1-2%, bezogen auf den Normalwert, anhebt.

Die benötigte Dosierung wird mit folgender Formel berechnet:

Benötigte Einheiten = Körpergewicht (kg) x gewünschter Faktor-IX-Anstieg (%) (I.E./dl) x 0,8

Im Fall der aufgeführten Blutungsereignisse sollte die Faktor-IX-Aktivität im entsprechenden Zeitraum nicht unter das angegebene Niveau (in % der Norm oder in I.E./dl) fallen. Die folgende Tabelle kann als Richtlinie für die Dosierung bei Blutungsereignissen und chirurgischen Eingriffen dienen:

Schwere der Blutung/Art des chirurgischen Eingriffs

Benötigter Faktor-IXPlasmaspiegel (%) (I.E./dl)

Häufigkeit der Dosierung (Stunden)/Behandlungsdauer (Tage)

Blutungen

Gelenkblutungen im Frühstadium, Muskelblutungen, Blutungen im Mundbereich

20-40

Injektion alle 24 Stunden/mindestens 1 Tag, bis die (durch Schmerzen erkennbare) Blutung sistiert bzw. Wundheilung erreicht ist.

Ausgeprägtere Gelenkblutungen, Muskelblutungen oder Hämatome

30-60

Injektion alle 24 Stunden für 3-4 Tage oder länger, bis Schmerzen und Behinderungen beseitigt sind.

Lebensbedrohliche Blutungen

60-100

Injektion alle 8-24 Stunden, bis die Gefahr für den Patienten vorüber ist.

Chirurgische Eingriffe

Kleinere Eingriffe einschließlich Zahnextraktionen

30-60

Injektion alle 24 Stunden/mindestens 1 Tag, bis Wundheilung erreicht ist.

Größere Eingriffe

80-100

(prä- und postoperativ)

Injektion alle 8-24 Stunden, bis ausreichende Wundheilung erreicht ist; dann für mindestens weitere 7 Tage einen Faktor-IX-Spiegel von 30 bis 60% (I.E./dl) aufrechterhalten.

Zur Langzeitprophylaxe von Blutungen bei Patienten mit schwerer Hämophilie B sollte die reguläre Dosis 20-30 I.E. Faktor IX pro kg Körpergewicht im Abstand von 3-4 Tagen betragen. In manchen Fällen, besonders bei jüngeren Patienten, können kürzere Dosierungsabstände oder höhere Dosen erforderlich sein.

Es wird empfohlen, eine maximale Infusionsrate von 5 ml/min nicht zu überschreiten.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Haemonine 250 zu schwach ist, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Sie könnten Antikörper gegen Faktor IX entwickelt haben (siehe Kapitel: Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Wenn Sie eine größere Menge von Haemonine 250 angewendet haben, als Sie sollten

Es wurden keine Symptome von Überdosierungen von Blutgerinnungsfaktor IX aus menschlichem Plasma berichtet.

Hinweise zur Anwendung

Haemonine 250 wird intravenös (in eine Vene) verabreicht. Wenn Sie Haemonine 250 zu Hause anwenden, muss Ihr Arzt oder Fachpersonal aus einem Hämophiliezentrum sicherstellen, dass Sie die Anwendung beherrschen.

Wenn Sie irgendeinen Zweifel an der Anwendung von Haemonine 250 haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem Hämophiliezentrum, um weitere Informationen und Schulungen zu erhalten, bevor Sie versuchen, sich selbst zu behandeln. Folgen Sie bitte den Anweisungen Ihres Arztes oder des Fachpersonals.

Während der Zubereitung und der Injektion von Haemonine 250 ist auf sterile Bedingungen zu achten. Haemonine 250 darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Es sollte nur das beigefügte Injektionsset verwendet werden, anderenfalls könnte es zu einem Ausbleiben des Behandlungserfolgs aufgrund der Anlagerung (Adsorption) von Faktor IX an den Innenflächen einiger anderer Injektionssets kommen.

[Abbildungen]    Lösen des Konzentrats:

•    Lösungsmittel (Wasser für Injektionszwecke) und Pulver in den ungeöffneten Flaschen auf Zimmertemperatur (max. 35°C) erwärmen und diese Temperatur beibehalten. Wird zum Erwärmen ein Wasserbad benutzt, muss sorgfältig darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht mit den Kappen oder Stopfen der Flaschen in Berührung kommt.

•    Kappen von der Pulverflasche und der Flasche mit dem Wasser für Injektionszwecke entfernen, um den zentralen Teil der Gummistopfen freizulegen (1).

•    Die Stopfen mit einer keimtötenden Flüssigkeit reinigen.

•    Ziehen Sie den Verschluss der Packung des Transfersystems ab

(2) . Die Packung wird mit der geöffneten Seite (blauer Teil des Transfersystems) auf die aufrecht stehende Wasserflasche gesteckt

(3) .

•    Entfernen Sie die Verpackung. Dadurch wird der durchsichtige Teil des Transfersystems freigelegt.

•    Drehen Sie die Einheit aus Transfersystem und Wasserflasche auf den Kopf und stechen Sie das Transfersystem mit dem durchsichtigen Teil in die aufrecht stehende Flasche mit dem Pulver (4). Durch das in der Flasche mit dem Pulver vorhandene Vakuum läuft das Wasser in diese Flasche (5). Schrauben Sie den blauen Teil des Transfersystems mit der Wasserflasche ab (6). Vorsichtiges Schwenken hilft beim Auflösen des Pulvers. Bitte nicht kräftig schütteln, jegliche Schaumbildung ist zu vermeiden! Die Lösung sollte klar oder leicht opaleszent (milchig glänzend) sein.

•    Die gebrauchsfertige Lösung soll unmittelbar nach der Auflösung verwendet werden. Verwenden Sie keine Lösungen, die trüb sind oder Rückstände enthalten.

Injektion:

•    Nachdem man das Pulver wie oben angegeben gelöst hat, wird die beigefügte Spritze mit dem Luer-Lock-Anschluss auf die Substratflasche mit dem durchsichtigen Teil des Transfersystems geschraubt (7). In dieser Form lässt sich das gelöste Präparat problemlos in die Spritze aufziehen.

•    Die Flasche mit dem durchsichtigen Teil des Transfersystems vorsichtig abschrauben und die Injektionslösung mit der beigefügten Flügelkanüle langsam intravenös injizieren. Die Injektionsgeschwindigkeit beträgt 2-3 ml pro Minute.

•    Nach Gebrauch der Flügelkanüle kann die Nadel durch die Schutzkappe gesichert werden.

Unverbrauchte Lösung oder Anwendungsmaterial sollte gemäß den gültigen Bestimmungen entsorgt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Haemonine 250 Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten

müssen. Die folgenden Nebenwirkungen wurden berichtet:

•    Nephrotisches Syndrom (eine Störung, bei der die Nieren geschädigt sind) wurde bei Hämophilie-B-Patienten berichtet, die zuvor schon allergische Reaktionen gezeigt hatten.

•    Patienten mit Hämophilie B können neutralisierende Antikörper (Hemmkörper) gegen Faktor IX entwickeln. Das kann bedeuten, dass Ihre Blutung mit Haemonine 250 nicht angemessen beherrscht wird. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an Ihr Hämophiliezentrum. Darüber hinaus ist Ihr Risiko allergischer Reaktionen möglicherweise erhöht, wenn Sie Antikörper gegen Faktor IX haben.

•    Es besteht ein geringes Risiko thromboembolischer Komplikationen (Blutgerinnsel).

•    Alle Arzneimittel können allergische Reaktionen oder unspezifische Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen, obwohl schwere Reaktionen sehr selten sind (weniger als 1 Anwender von 10.000). Bei plötzlichem Keuchen, erschwertem Atmen, Engegefühl in der Brust, Schwellung der Augenlider, des Gesichts oder der Lippen, Hautausschlag oder Juckreiz (insbesondere am ganzen Körper auftretend), Schüttelfrost, Hautrötung, Fieber, Kopfschmerzen, Nesselsucht, Blutdruckabfall, Müdigkeit, Schwindel, nervöse Unruhe, schnellem Herzschlag, kribbelndem Gefühl oder Erbrechen sollte sofort ein Arzt informiert werden.

•    Haemonine 250 kann Spuren von Heparin enthalten, das allergische Reaktionen und eine Verringerung der Blutzellen verursachen kann, was wiederum die Blutgerinnung beeinträchtigen kann. Patienten mit durch Heparin hervorgerufenen allergischen Reaktionen in ihrer Vorgeschichte sollten die Anwendung von Heparin-haltigen Arzneimitteln vermeiden.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen von Haemonine werden folgende Häufigkeitsangaben

zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

betrifft mehr als 1 von 10 Anwendern

Häufig:

betrifft mehr als 1 bis 10 von 100 Anwendern

Gelegentlich:

betrifft mehr als 1 bis 10 von 1.000 Anwendern

Selten:

betrifft mehr als 1 bis 10 von 10.000 Anwendern

Sehr selten:

betrifft weniger als 1 von 10.000 Anwendern

Die folgenden Nebenwirkungen wurden von Patienten in klinischen Studien berichtet (1.493 Expositionstage):

Systemorganklassen gemäß MedDRA-Datenbank

Nebenwirkungen

Häufigkeit

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Kältegefühl

selten

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mittelfellraums

Dyspnoe (Atemnot)

selten

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

5. WIE IST HAEMONINE 250 AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Flaschen im Umkarton aufbewahren, um sie vor Licht zu schützen. Haemonine 250 darf nicht über 25°C gelagert werden.

Nicht einfrieren.

Nach Öffnen oder Auflösen sollte das Produkt sofort verwendet werden.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett der Durchstichflasche und der Verpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Haemonine 250 enthält

Pulver:

Der Wirkstoff ist Blutgerinnungsfaktor IX vom Menschen. Jede Durchstichflasche Haemonine 250 enthält 250 I.E. Blutgerinnungsfaktor IX vom Menschen. Die sonstigen Bestandteile sind Arginin, Lysin, Natriumchlorid und Natriumcitrat.

Lösungsmittel:

Wasser für Injektionszwecke

Wie Haemonine 250 aussieht und Inhalt der Packung

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung.

Nach Auflösen des Pulvers im beigefügten Wasser für Injektionszwecke muss die Haemonine 250-Lösung klar oder leicht opaleszent (milchig glänzend) ohne Rückstände sein.

1 Packung Haemonine 250 enthält:

•    eine Glasflasche mit Pulver

•    eine Glasflasche mit 5 ml Wasser für Injektionszwecke

•    eine Einmalspritze (5 ml)

•    ein Transfersystem mit integriertem Filter

•    eine Flügelkanüle

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Biotest Pharma GmbH

Landsteinerstrasse 5

63303 Dreieich

Deutschland

06103-801-0

06103-801-150

info@biotest.de


Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland: Haemonine® 250 Griechenland: Haemonine® 250 Italien:    HaemoBionine® 50 UI/ml

Österreich:    Haemonine® 50 I.E./ml


UK:


Haemonine® 250


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im März 2009.

Herkunftsländer des Plasmas

Zur Herstellung von Haemonine 250 wird Blutplasma aus Belgien, Deutschland, Österreich, Schweiz und USA verwendet.


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