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Isomonit 40mg

Document: 03.07.2007   Fachinformation (deutsch) change

Fachinformation



1. Bezeichnungen der Arzneimittel


Isomonit®20 mg, Tabletten

Isomonit®40 mg, Tabletten

Isomonit®40 mg Retardkapseln, Hartkapseln, retardiert

Isomonit®50 mg Retardkapseln, Hartkapseln, retardiert

Isomonit®60 mg Retardtabletten

Isomonit®100 mg Retardtabletten


Isosorbidmononitrat



2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


Isomonit®20 mg

1 Tablette enthält 20 mg Isosorbidmononitrat.


Sonstiger Bestandteil: 148,0 mg Lactose-Monohydrat/Tablette.


Isomonit®40 mg

1 Tablette enthält 40 mg Isosorbidmononitrat.


Sonstiger Bestandteil: 124,0 mg Lactose-Monohydrat/Tablette.


Isomonit®40 mg Retardkapseln

1 Hartkapsel, retardiert enthält 40 mg Isosorbidmononitrat.


Sonstige Bestandteile: 120,0 mg Lactose-Monohydrat und

38,5 mg Sucrose / Hartkapsel, retardiert.


Isomonit®50 mg Retardkapseln

1 Hartkapsel, retardiert enthält 50 mg Isosorbidmononitrat.


Sonstiger Bestandteil: 111,95 mg Sucrose/Hartkapsel, retardiert.


Isomonit®60 mg Retardtabletten

1 Retardtablette enthält 60 mg Isosorbidmononitrat.


Sonstiger Bestandteil: 25,7 mg Lactose-Monohydrat/Retardtablette.


Isomonit®100 mg Retardtabletten

1 Retardtablette enthält 100 mg Isosorbidmononitrat.


Sonstiger Bestandteil: 25,0 mg Lactose-Monohydrat/Retardtablette.


Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1




3. Darreichungsformen


Isomonit®20 mg

Weiße, runde Tablette mit einseitiger Bruchkerbe.


Die Tablette kann in zwei gleiche Hälften geteilt werden.


Isomonit®40 mg

Rosa-farbende, runde Tablette mit einseitiger Bruchkerbe.


Die Tablette kann in zwei gleiche Hälften geteilt werden.


Isomonit®40 mg Retardkapseln

Hartkapsel, retardiert mit einer weißen und einer hell-roten unduchsichtigen Kapselhälfte.


Isomonit®50 mg Retardkapseln

Hartkapsel, retardiert mit einer roten und einer orange-farbenen unduchsichtigen Kapselhälfte.


Isomonit®60 mg Retardtabletten

Weiße, runde Retardtablette mit einseitiger Bruchkerbe.


Isomonit®100 mg Retardtabletten

Längliche, creme-farbene Retardtablette mit beidseitiger Bruchkerbe.


Die Retardablette kann in zwei gleiche Hälften geteilt werden.



4. Klinische Angaben


4.1 Anwendungsgebiete

Prophylaxe und Langzeitbehandlung der Angina pectoris


4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Soweit nicht anders verordnet:


Isomonit®20 mg

Es wird 2-mal täglich 1 Tablette Isomonit®20 mg (entsprechend 40 mg Isosorbidmononitrat) eingenommen.


Bei höherem Nitratbedarf kann die Dosis auf 3-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 3-mal 20 mg Isosorbidmononitrat) erhöht werden.


Um die volle Wirkung des Arzneimittels zu erhalten, soll bei einer täglichen Dosierung von 2-mal 1 Tablette Isomonit®20 mg (entsprechend 2-mal 20 mg Isosorbidmononitrat) die zweite Tablette nicht später als 8 Stunden nach der 1. Tablette eingenommen werden.



Isomonit®40 mg

Es wird 1-mal 1 Tablette Isomonit®40 mg (entsprechend 40 mg Isosorbidmononitrat) oder 2-mal ½Tablette Isomonit®40 mg (entsprechend 2-mal 20 mg Isosorbidmononitrat) pro Tag eingenommen. In Ausnahmefällen kann die Dosis auf 2-mal 1 Tablette Isomonit®40 mg (entsprechend 80 mg Isosorbidmononitrat) täglich erhöht werden.


Um die volle Wirkung des Arzneimittels zu erhalten, soll bei einer täglichen Dosierung von 2-mal 1 Tablette Isomonit®40 mg (entsprechend 80 mg Isosorbidmononitrat) die 2. Tablette nicht später als 8 Stunden nach der 1. Tablette eingenommen werden.


Isomonit®40 mg Retardkapseln

Es wird 1-mal 1 Hartkapsel, retardiert Isomonit®40 mg Retardkapseln (entsprechend 40 mg Isosorbidmononitrat) pro Tag eingenommen.


Bei höherem Nitratbedarf kann die Dosis auf 2-mal 1 Hartkapsel, retardiert Isomonit®40 mg Retardkapseln (entsprechend 80 mg Isosorbidmononitrat) täglich erhöht werden.


Um die volle Wirkung des Arzneimittels zu erhalten, soll bei einer täglichen Dosierung von 2-mal 1 Hartkapsel, retardiert Isomonit®40 mg Retardkapseln (entsprechend 80 mg Isosorbidmononitrat) die 2. Arzneimittelgabe nicht später als 6 Stunden nach der 1. Arzneimittelgabe eingenommen werden.


Isomonit®50 mg Retardkapseln

Es wird 1-mal 1 Hartkapsel, retardiert Isomonit®50 mg Retardkapseln (entsprechend 50 mg Isosorbidmononitrat) pro Tag eingenommen.

Isomonit®60 mg Retardtabletten

Es wird 1-mal 1 Retardtablette Isomonit®60 mg Retardtabletten (entsprechend 60 mg Isosorbidmononitrat) pro Tag eingenommen.


Isomonit®100 mg Retardtabletten

Es wird 1-mal 1 Retardtablette Isomonit®100 mg Retardtabletten (entsprechend 100 mg Isosorbidmononitrat) pro Tag eingenommen.


Die Behandlung sollte mit niedriger Dosierung begonnen und langsam bis zur erforderlichen Höhe gesteigert werden.


Art und Dauer der Anwendung

Die Tabletten/Retardtabletten/Hartkapseln, retardiert sind unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) einzunehmen.


Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.


4.3 Gegenanzeigen


Isosorbidmononitrat darf nicht eingenommen werden bei:

- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, anderen Nitratverbindungen oder einen der sonstigen Bestandteile

- akutem Kreislaufversagen (Schock, Kreislaufkollaps)

- kardiogenem Schock, sofern nicht durch intraaortale Gegenpulsation oder positiv inotrope Pharmaka ein ausreichend hoher linksventrikulärer, enddiastolischer Druck gewährleistet ist

- ausgeprägter Hypotonie (systolischer Blutdruck unter 90 mmHg)

- gleichzeitiger Einnahme von Phosphodiesterase-5-Hemmern, z. B. Sildenafil, Vardenafil oder Tadalafil, weil es in diesem Fall zu einem erheblichen blutdrucksenkenden Effekt kommen kann.


Zusätzlich für Isomonit® 40 mg Retardkapseln

- Überempfindlichkeit gegen Soja oder Erdnuss


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Eine besondere sorgfältige Überwachung ist erforderlich bei:

- hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie, konstriktiver Perikarditis und Perikardtamponade

- niedrigen Füllungsdrücken z. B. bei akutem Herzinfarkt, eingeschränkter Funktion der linken Herzkammer (Linksherzinsuffzienz). Eine Blutdrucksenkung unter 90 mmHg systolisch sollte vermieden werden

- Aorten- und/oder Mitralstenose

- Neigung zu orthostatischen Kreislaufregulationsstörungen

- Erkrankungen, die mit einem erhöhten intrakraniellen Druck einhergehen (bisher wurde nur bei hochdosierter i.v. Gabe von Glyceroltrinitrat eine weitere Drucksteigerung beobachtet).


Isosorbidmononitrat ist nicht geeignet zur Behandlung des akuten Angina pectoris-Anfalls.


Zusätzlich für Isomonit®20 mg/- 40 mg/- 40 mg Retardkapseln/- 60 mg Retardtabletten/- 100 mg Retardtabletten

Patienten mit der seltenen heriditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Isomonit®20 mg/- 40 mg/- 40 mg Retardkapseln/- 60 mg Retardtabletten und 100 mg Retardtabletten nicht einnehmen.

Zusätzlich für Isomonit®40 mg Retardkapseln/- 50 mg Retardkapseln

Patienten mit seltener hereditärer Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorptions-Syndrom oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten Isomonit® 40 mg Retardkapseln und 50 mg Retardkapseln nicht einnehmen.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Folgende Wechselwirkungen dieses Arzneimittels müssen beachtet werden:


Die gleichzeitige Einnahme von anderen Vasodilatatoren, Antihypertensiva (z. B. Beta-Rezeptorenblockern, Diuretika, Kalziumantagonisten, ACE-Hemmer),, Neuroleptika oder tricyclischen Antidepressiva und Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Isosorbidmononitrat verstärken.


Dies gilt insbesondere für die gleichzeitige Anwendung von Phosphodiesterase-5-Hemmern, z. B. Sildenafil, Vardenafil oder Tadalafil (siehe Abschnitt 4.3).


Isosorbidmononitrat kann bei gleichzeitiger Anwendung von Dihydroergotamin zum Anstieg des DHE-Spiegels führen und damit dessen blutdrucksteigernde Wirkung verstärken.



4.6 Schwangerschaft und Stillzeit


Schwangerschaft

In der Schwangerschaft sollte aus Gründen besonderer Vorsicht Isomonit®nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes eingenommen werden, da über die Anwendung bei Schwangeren keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen. Tierexperimentelle Untersuchungen haben keinen Hinweis auf Fruchtschädigungen ergeben (siehe Abschnitt 5.3).


Stillzeit

In der Stillzeit sollte aus Gründen besonderer Vorsicht Isomonit®nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes eingenommen werden, da über die Anwendung bei Stillenden keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen und nicht bekannt ist, ob Isomonit®in die Muttermilch übergeht. Bei einer Einnahme von Isomonit®in der Stillzeit ist beim Säugling auf mögliche Arzneimittelwirkungen zu achten.


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.


4.8 Nebenwirkungen


Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:




Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10.00 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)


Sehr häufig können bei Behandlungsbeginn Kopfschmerzen („Nitratkopfschmerzen”) auftreten, die erfahrungsgemäß meistens nach einigen Tagen bei weiterer Einnahme abklingen.


Häufig werden bei der Erstanwendung, aber auch bei einer Dosiserhöhung, ein Abfall des Blutdrucks und/oder orthostatische Hypotension beobachtet, die mit einer reflektorischen Erhöhung der Pulsfrequenz, Benommenheit sowie einem Schwindel- und Schwächegefühl einhergehen können.


Gelegentlich wurde beobachtet:

- Übelkeit, Erbrechen, flüchtige Hautrötungen (Flush) und allergische Hautreaktionen,

- starker Blutdruckabfall mit Verstärkung der Angina pectoris Symptomatik,

- Kollapszustände, auch mit bradykarden Herzrhythmusstörungen und Synkopen.


Sehr selten kann eine exfoliative Dermatitis auftreten.


Eine Toleranzentwicklung sowie das Auftreten einer Kreuztoleranz gegenüber anderen Nitratverbindungen wurden beschrieben. Zur Vermeidung einer Wirkungsabschwächung oder eines Wirkungsverlustes sollten hohe kontinuierliche Dosierungen vermieden werden.


Zusätzlich für Isomonit® 40 mg Retardkapseln:

Isomonit® 40 mg Retardkapseln kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.


Hinweis

Bei der Gabe von Isosorbidmononitrat kann, bedingt durch eine relative Umverteilung des Blutflusses in hypoventilierte Alveolargebiete, eine vorübergehende Hypoxämie auftreten und bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit eine myokardiale Hypoxie auslösen.


Erhöhung der Dosis und/oder Veränderung des Einnahmeintervalls kann zu Wirkungsabschwächung oder Wirkungsverlust führen.


4.9 Überdosierung


Symptome einer Überdosierung

Blutdruckabfall mit orthostatischen Regulationsstörungen, reflektorische Tachykardie und Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Schwindel, Benommenheit, Flush, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können auftreten.


Bei hohen Dosen (größer 20 mg/kg Körpergewicht) ist infolge des beim ISMN-Abbau entstehenden Nitrit-Ions mit Methämoglobinbildung, Zyanose, Atemnot und Tachypnoe zu rechnen.


Bei sehr hohen Dosen kann es zur Erhöhung des intrakraniellen Druckes mit cerebralen Symptomen kommen.


Bei chronischer Überdosierung wurden erhöhte Methämoglobinspiegel gemessen, deren klinische Relevanz umstritten ist.


Therapiemaßnahmen bei Überdosierung

Neben allgemeinen Maßnahmen wie Magenspülung und Horizontallage des Patienten mit hochlegen der Beine müssen unter intensivmedizinischen Bedingungen die vitalen Parameter überwacht und ggf. korrigiert werden.


Bei ausgeprägter Hypotonie und/oder Schock sollte eine Volumensubstitution erfolgen; in Ausnahmefällen kann zur Kreislauftherapie Dobutamin infundiert werden.

Die Gabe von Epinephrin und verwandter Substanzen ist kontraindiziert.


Je nach Schweregrad bieten sich bei Methämoglobinämie folgende Antidote an:


1. Vitamin C:

1 g p.o.oder als Natriumsalz i.v.


2. Methylenblau:

bis zu 50 ml einer 1 %igen Methylenblaulösung i.v.


3. Toluidinblau:

initial 2-4 mg/kg Körpergewicht streng intravenös; falls erforderlich mehrfache Wiederholung in einstündigem Abstand mit 2 mg/kg/ Körpergewicht möglich.


4. Sauerstoffbehandlung, Hämodialyse, Blutaustausch.



5. Pharmakologische Eigenschaften


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Organisches Nitrat, Vasodilataoren

ATC-Code: C01 DA 14


Wirkungsweise

Isosorbidmononitrat wirkt direkt relaxierend auf die glatte Gefäßmuskulatur und führt zu einer Vasodilatation.


Die postkapillären Kapazitätsgefäße und die großen Arterien - insbesondere die noch reagiblen Teile von Koronararterien - sind hierbei stärker betroffen als die Widerstandsgefäße. Die Vasodilatation in der Strombahn führt zur Zunahme der venösen Kapazität („pooling”), der Rückstrom zum Herzen wird vermindert, Ventrikelvolumina und Füllungsdrücke sinken („preload”-Senkung).


Verkleinerter Ventrikelradius und verminderte systolische Wandspannung senken den myokardialen Energie- bzw. O2-Bedarf.


Die Abnahme der kardialen Füllungsdrücke begünstigt die Perfusion ischämiegefährdeter, subendokardialer Wandschichten, regionale Wandbewegung und Schlagvolumen können verbessert werden.


Die Dilatation der großen herznahen Arterien führt zu einer Abnahme sowohl des systemischen („afterload-Senkung”) als auch des pulmonalen Auswurfwiderstandes.


Isosorbidmononitrat bewirkt eine Relaxation der Bronchialmuskulatur, der ableitenden Harnwege, der Muskulatur der Gallenblase, des Gallenganges sowie des Ösophagus, des Dünn- und Dickdarmes einschließlich der Sphinkteren.


Auf molekularer Ebene wirken die Nitrate sehr wahrscheinlich über die Bildung von Stickoxid (NO) und zyklischem Guanosylmonophosphat (cGMP), das als Mediator der Relaxation gilt.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Isosorbidmononitrat wird nach oraler Gabe rasch und vollständig resorbiert. Die systemische Verfügbarkeit beträgt 90-100 %. Isosorbidmononitrat wird in der Leber nahezu vollständig metabolisiert. Die gebildeten Metabolite sind inaktiv. Die Plasmahalbwertzeit beträgt 4-5 Stunden. Isosorbidmononitrat wird fast ausschließlich in Form seiner Metabolite über die Niere ausgeschieden. Nur ca. 2 % werden unverändert renal eliminiert.


Toleranz

Trotz gleichbleibender Dosierung und bei konstanten Nitratspiegeln wurde ein Nachlassen der Wirksamkeit beobachtet. Eine bestehende Toleranz klingt nach Absetzen der Therapie innerhalb von 24 Stunden ab.

Bei entsprechend intermittierender Verabreichung wurde keine Toleranzentwicklung beobachtet.


Bioverfügbarkeit

Isomonit®20 mg

Die Resorptionsrate von Isosorbidmononitrat bei Gabe einer schnellfreisetzenden oralen Darreichungsform ist proportional zur applizierten Wirkstoffmenge. Die Bioverfügbarkeitsstudie von Isomonit®40 ist auf Isomonit®20 übertragbar, da die Rezepturen dieser Arzneimittel homolog sind.


Isomonit® 40 mg

Eine im Jahr 1999 durchgeführte vergleichende Bioverfügbarkeitsuntersuchung an 18 Probanden ergab im Vergleich zum Referenzpräparat:


Testpräparat Referenzpräparat

Cmax[ng/ml] 808,69 ± 257,17 788,00 ± 326,56

maximale Plasma-

konzentration


tmax[h] 0,80 ± 0,67 0,74 ± 0,48

Zeitpunkt der maxi-

malen Plasmakon-

zentration


AUC0-¥[ng*h/ml] 5004,81 ± 1163,97 4769,27 ± 1609,68

Fläche unter der

Konzentrations-Zeit-

Kurve


Angabe der Werte als Mittelwerte und Streubreite (Standardabweichung).


Mittlere Isosorbid-5-mononitrat-Plasmaspiegelverläufe im Vergleich zu einem Referenzpräparat in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm:






Isomonit®50 mg Retardkapseln

Eine im Jahr 1996 durchgeführte vergleichende Bioverfügbarkeitsuntersuchung (offen, cross-over, randomisiert) an 18 gesunden Probanden (9 Frauen/ 9 Männer, 23-51 Jahre) ergab nach jeweils einmaliger Gabe im Vergleich zum Referenzpräparat folgende Werte:


Testpräparat Referenzpräparat

Cmax[ng/ml] 537,07 ± 155,52 554,78 ± 195,18

maximale Plasma-

konzentration


tmax[h] 3,98 ± 2,14 4,36 ± 2,25

Zeitpunkt der maxi-

malen Plasmakon-

zentration


AUC0-t[ng*h/ml] 6994,4 ± 2308,8 6485,5 ± 1906,4

Fläche unter der

Konzentrations-

Zeit-Kurve


AUC0-¥[ng*h/ml] 7506,0 ± 2457,7 6871,9 ± 1984,4

Fläche unter der

Konzentrations-

Zeit-Kurve


Angabe der Werte als Mittelwerte und Streubreite (Standardabweichung)

Mittlere Plasmaspiegelverläufe von Isosorbidmononitrat im Vergleich zu einem Referenzpräparat in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm:




Isomonit®60 mg Retardtabletten

Eine im Jahr 1992 durchgeführte vergleichende Bioverfügbarkeitsuntersuchung (offen, cross-over, randomisiert) an 24 gesunden männlichen Probanden (18-23 Jahre) ergab nach Mehrfachgabe (Dosis/Tag 1x 60 mg Isomonit®60 mg Retardtabletten) im Vergleich zum Referenzpräparat:


Testpräparat Referenzpräparat

Cmax[ng/ml] 606,33 ± 110,56 532,50 ± 144,06

maximale Plasma-

konzentration


tmax [h] 4,31 ± 1,02 5,61 ± 1,28

Zeitpunkt der maxi-

malen Plasmakon-

zentration


AUCss[ng/ml*h] 6673,17 ± 1521,37 6174,53 ± 1382,15

Fläche unter der

Konzentrations-

Zeit-Kurve


PTF [%] 198,35 ± 22,57 185,61 ± 26,02

Peak-Trough-

Fluktuation


Angabe der Werte als Mittelwerte und Streubreite (Standardabweichung).


Die Bestimmung der Plasmaspiegel über 24 Stunden erfolgte am 6. Tag im steady-state, nachdem 5 Tage einmal täglich mit Isosorbidmononitrat 60 mg aufgesättigt wurde.


Mittlere Plasmaspiegelverläufe von Isosorbidmononitrat im steady-state im Vergleich zu einem Referenzpräparat in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm:




Isomonit® 100 mg Retardtabletten

Eine im Jahr 1998 durchgeführte vergleichende Bioverfügbarkeitsuntersuchung (offen, cross-over, randomisiert) an 24 gesunden männlichen Probanden (18-36 Jahre) ergab nach Einmalgabe im Vergleich zum Referenzpräparat:


Testpräparat Referenzpräparat

Cmax[ng/ml] 786 ± 90 647 ± 98

maximale Plasma-

konzentration


tmax [h] 4,50 ± 1,02 4,42 ± 1,34

Zeitpunkt der maxi-

malen Plasmakon-

zentration


AUC0-t[ng/ml*h] 10800 ± 1910 9560 ± 1830

Fläche unter der

Konzentrations-

Zeit-Kurve


AUC0-¥[ng/ml*h] 11000 ± 1940 9820 ± 1870

Fläche unter der

Konzentrations-

Zeit-Kurve


Angabe der Werte als arithmetische Mittelwerte und Streubreite (Standardabweichung).


Mittlere Plasmaspiegelverläufe von Isosorbidmononitrat im Vergleich zu einem Referenzpräparat in einem Konzentrations-Zeit-Diagramm:




5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Chronische Toxizität

Untersuchungen zur chronischen Toxizität an Ratten ergaben keine Hinweise auf toxische Effekte. Nach oraler Gabe von 191 mg/kg Isosorbidmononitrat wurde beim Hund ein Anstieg des Methämoglobinspiegels um 2,6 % über den Ausgangswert gemessen. Die Nitrit-Serumkonzentration lag nach 191 mg/kg Isosorbidmononitrat per os an der Nachweisgrenze (weniger als 0,02 mg/l); alkalische Phosphatase und GPT änderten sich nicht.


Mutagenes und tumorerzeugendes Potenzial

Langzeituntersuchungen an der Ratte ergaben keinen Hinweis auf ein tumorerzeugendes Potenzial von Isosorbidmononitrat.


Untersuchungen in mehreren Mutagenitätstests (in vitro und in vivo) verliefen negativ.


Reproduktionstoxizität

Aus Untersuchungen am Tier ergaben sich keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung von Isosorbidmononitrat.

In Studien zur Peri-/Postnatalen Toxizität zeigten sich fetotoxische Wirkungen nur nach sehr hohen Dosen im maternaltoxischen Bereich.



6. Pharmazeutische Angaben


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


Isomonit®20 mg/- 40 mg

Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), (Ph.Eur.)

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Maisstärke

Povidon (K 25)


Zusätzlich für Isomonit® 40 mg

Farbstoff Erythrosin (E 127)


Hinweis für Diabetiker

1 Tablette enthält 0,02 BE.


Isomonit® 40 mg Retardkapseln

Ammoniummethacrylat-Copolymer (Typ B)

Gelatine

Lactose-Monohydrat

Maisstärke

Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:1) (Ph.Eur.)


Phospholipide aus Sojabohnen

Polydimethylsiloxan, quervernetzt

Sucrose

Schellack

Talkum

Farbstoffe Eisen(III)-oxid (E 172),

Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172),

Eisen(II,III)-oxid (E 172),

Erythrosin (E 127),

Titandioxid (E 171)


Hinweis für Diabetiker

1 Hartkapsel, retardiert enthält 0,02 BE.


Isomonit®50 Retardkapseln

Ethylcellulose

Gelatine

Maisstärke

Povidon (K 30)

Sucrose

Schellack

Talkum

Farbstoffe Eisen(III)-oxid (E 172),

Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172)

Titandioxid (E 171)


Hinweis für Diabetiker

1 Hartkapsel, retardiert enthält 0,01 BE.


Isomonit®60 Retardtabletten

Calciumhydrogenphosphat

Mikrokristalline Cellulose

Hypromellose

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Povidon (K 25)

Hochdisperses Siliciumdioxid

Talkum


Hinweis für Diabetiker

1 Retardtablette enthält weniger

als 0,01 BE.


Isomonit®100 mg Retardtabletten

Hypromellose

Lactose-Monohydrat

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Montanglycolwachs

Hochdisperses Siliciumdioxid

Talkum


Hinweis für Diabetiker

1 Retardtablette enthält 0,01 BE.


6.2 Inkompatibilitäten


Nicht zutreffend.



6.3 Dauer der Haltbarkeit


Isomonit®20 mg/- 40 mg

5 Jahre.


Isomonit®40 mg Retardkapseln/- 50 mg Retardkapseln

3 Jahre.


Isomonit®60 mg Retardtabletten

45 Monate.


Isomonit®100 mg Retardtabletten

5 Jahre.


6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung


Isomonit®20 mg/- 40 mg/- 60 mg Retardtabletten/- 100 mg Retardtabletten

Für diese Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.


Isomonit®40 mg Retardkapseln

Nicht über 30 °C lagern.


In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.


Isomonit®50 mg Retardkapseln

Nicht über 30 °C lagern.


6.5 Art und Inhalt der Behältnisse


Isomonit®20 mg/- 40 mg

Packungen mit 30 (N1), 60 (N2) und 100 (N3) Tabletten


Isomonit® 40 mg Retardkapseln/- 50 mg Retardkapseln

Packungen mit 30 (N1), 60 (N2) und 100 (N3) Hartkapseln, retardiert


Isomonit® 60 mg Retardtabletten

Packungen mit 30 (N1), 60 (N2) und 100 (N3) Retardtabletten


Isomonit® 100 mg Retardtabletten

Packungen mit 20 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Retardtabletten


6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für dieBeseitigung


Keine besonderen Anforderungen.


Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.



7. Inhaber der Zulassung


HEXAL AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

e-mail: medwiss@hexal.com



8. Zulassungsnummern


Isomonit®20 mg: 8404.00.00

Isomonit®40 mg: 8404.01.00

Isomonit®40 mg Retardkapseln: 31064.00.00

Isomonit®50 mg Retardkapseln: 10226.00.00

Isomonit®60 mg Retardtabletten: 8404.00.01

Isomonit®100 mg Retardtabletten: 49846.00.00



9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung


Isomonit®20 mg/- 40 mg

29.01.1987 / 08.12.2003


Isomonit®40 mg Retardkapseln

07.10.1993 / 17.03.2004


Isomonit®50 mg Retardkapseln

13.04.1995 / 19.01.2001


Isomonit®60 mg Retardtabletten

13.07.1993 / 23.07.2003


Isomonit®100 mg Retardtabletten

04.04.2003



10. Stand der Information


Juli 2007



11. Verkaufsabgrenzung


Verschreibungspflichtig


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