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Mirtazapin-Biomo 45 Mg Filmtabletten

Document: 05.01.2006   Gebrauchsinformation (deutsch) change

Gebrauchsinformation


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage/Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.




Die Packungsbeilage beinhaltet:


Was ist mirtazapin-biomo 45 mg und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Einnahme von mirtazapin-biomo 45 mg beachten?

Wie ist mirtazapin-biomo 45 mg einzunehmen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist mirtazapin-biomo 45 mg aufzubewahren?



mirtazapin-biomo 45mg Filmtabletten


Wirkstoff: Mirtazapin


Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Mirtazapin.


1 Filmtablette enthält 45 mg Mirtazapin.



Die sonstigen Bestandteile sind:


Tablettenkern: Lactose; Maisstärke; Hochdisperses Siliciumdioxid; Poly(O-2-hydroxypropyl)cellulose (5.0 - 16.0% Hydroxypropoxy-Gruppen); Magnesiumstearat (Ph. Eur.).


Filmüberzug: Titandioxid; Lactose-Monohydrat; Macrogol 4000; Hypromellose.


mirtazapin-biomo 45 mg ist in Packungen mit 20, 50 und 100 Filmtabletten erhältlich.



1. WAS IST MIRTAZAPIN-BIOMO 45 MG UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?



1.1 mirtazapin-biomo 45 mg ist ein Arzneimittel gegen Depressionen (Antidepressivum).


1.2 von: biomo pharma GmbH

Josef-Dietzgen-Straße 3

53773 Hennef



1.3 mirtazapin-biomo 45 mg wird angewendet:


- zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression).



2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON MIRTAZAPIN-BIOMO 45 MG BEACHTEN?



2.1 mirtazapin-biomo 45 mg darf nicht eingenommen werden


- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Mirtazapin oder einem der sonstigen Bestandteile von mirtazapin-biomo 45 mg sind.



2.2 Besondere Vorsicht bei der Einnahme von mirtazapin-biomo 45 mg ist erforderlich


Bei der Behandlung mit Mirtazapin wurde über eine herabgesetzte Funktion des Knochenmarks berichtet, vorwiegend in Form einer verminderten Anzahl weißer Blutkörperchen (Granulozytopenie) oder einer starken Abnahme weißer Blutkörperchen (Agranulozytose). Diese Nebenwirkungen treten meistens nach 4-6-wöchiger Behandlung auf und bilden sich im Allgemeinen nach Absetzen der Behandlung zurück. In klinischen Studien mit Mirtazapin wurde ebenfalls in seltenen Fällen über das Auftreten einer starken Abnahme weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) berichtet, die sich nach Absetzen der Behandlung zurückbildete.


Bei Auftreten grippeähnlicher Erscheinungen wie Fieber, Halsschmerzen, Mundschleimhautentzündung oder anderer Anzeichen einer Infektion müssen Sie deshalb Ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Die Behandlung mit mirtazapin-biomo 45 mg muss dann sofort abgebrochen und ein Blutbild angefertigt werden.


Eine sorgfältige Dosierung sowie regelmäßige und engmaschige Überwachung ist notwendig, wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden:


Wie bei anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva) ist Vorsicht geboten, wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden:


Beim Auftreten von Gelbsucht sollten Sie umgehend Ihren Arzt benachrichtigen, der über ein Abbrechen der Behandlung entscheiden wird.


Wie bei anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva) sollte weiterhin Folgendes beachtet werden:


a) Anwendung beiKindern und Jugendlichen unter 18 Jahren


mirtazapin-biomo 45 mg sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren mirtazapin-biomo 45 mg verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren mirtazapin-biomo 45 mg verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der mirtazapin-biomo 45 mg einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von mirtazapin-biomo 45 mg in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

b) Ältere Menschen


Ältere Patienten reagieren oft empfindlicher, insbesondere hinsichtlich der Nebenwirkungen von Antidepressiva. In klinischen Untersuchungen mit Mirtazapin wurden Nebenwirkungen bei älteren Patienten jedoch nicht häufiger beobachtet als in anderen Altersgruppen. Die bisherigen Erfahrungen sind jedoch begrenzt.


c) Schwangerschaft


Da keine hinreichenden Erfahrungen für die Anwendung von Mirtazapin bei Schwangeren vorliegen, sollten Sie mirtazapin-biomo 45 mg während der Schwangerschaft nicht einnehmen, es sei denn, dies ist nach sorgfältiger Nutzen-/Risikoabwägung durch Ihren Arzt eindeutig erforderlich.


d) Stillzeit


Obwohl tierexperimentelle Untersuchungen zeigen, dass Mirtazapin nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden wird, wird eine Anwendung von mirtazapin-biomo 45 mg während der Stillzeit nicht empfohlen, da entsprechende Erfahrungen beim Menschen nicht vorliegen.


e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen


Vor allem zu Behandlungsbeginn kann mirtazapin-biomo 45 mg Ihre Konzentrationsfähigkeit und Wachsamkeit in mäßigem Umfang beeinflussen. Dies sollten Sie vor der Ausübung von Tätigkeiten, die eine besondere Wachsamkeit und Konzentration erfordern, wie das Führen eines


Kraftfahrzeuges und das Bedienen von gefährlichen Maschinen, berücksichtigen. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.


f) Wichtiger Warnhinweis zu bestimmten Bestandteilen von mirtazapin-biomo 45 mg:


Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie mirtazapin-biomo 45 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.


2.3 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln


Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Einfluss von Mirtazapin auf andere Arzneimittel:

mirtazapin-biomo 45 mg soll nicht gleichzeitig oder innerhalb von 2 Wochen nach Beendigung einer Therapie mit einem Monoaminoxidase(MAO)-Hemmer (Arzneimittel z.B. zur Behandlung einer Depression) angewendet werden.


mirtazapin-biomo 45 mg kann die dämpfende (sedierende) Wirkung von Benzodiazepinen (Arzneimittel gegen Angst- und Spannungszustände) und anderen sedierenden Arzneimitteln verstärken. Bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel mit mirtazapin-biomo 45 mg ist Vorsicht geboten.


Bei gleichzeitiger Anwendung von Mirtazapin mit anderen Wirkstoffen, die die Wirkung von Serotonin verstärken z.B. selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (Arzneimittel gegen Depressionen), besteht das Risiko einer Wechselwirkung, die zu einem Serotoninsyndrom führen kann mit den folgenden Krankheitszeichen: Anstieg der Körpertemperatur, Verwirrtheit, Bewegungsstarre, Reizbarkeit, beschleunigte Herzschlagfolge, Blutdruckanstieg und Zittern. Wenn dieses Krankheitsbild bei Ihnen auftritt, benachrichtigen Sie bitte sofort Ihren Arzt, damit er Sie entsprechend behandeln kann.


Aus den Erfahrungen scheint es, dass ein Serotoninsyndrom unter der alleinigen Behandlung mit Mirtazapin oder auch in Kombination mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (Arzneimittel gegen Depressionen) nur sehr selten auftritt. Ist die Kombination von Mirtazapin mit einem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer therapeutisch notwendig, sollten Dosisänderungen mit Vorsicht erfolgen.

Ihr Arzt sollte Sie ausreichend engmaschig auf die Anzeichen einer beginnenden serotonergen Überstimulation überwachen.


Bei gleichzeitiger Anwendung von Mirtazapin und Lithium wurden keine relevanten klinischen Wirkungen oder Änderungen der Pharmakokinetik beim Menschen beobachtet.


Einfluss von anderen Arzneimitteln auf Mirtazapin:

Vorsicht ist geboten, bei gleichzeitiger Gabe von Mirtazapin mit starken CYP3A4-Hemmern wie HIV-Proteasehemmer (Arzneimittel gegen HIV-Infektionen), Azol-Antimykotika z.B. Ketoconazol (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen), Erythromycin (Antibiotikum) oder Nefazodon (Antidepressivum).


Bei gleichzeitiger Gabe von Carbamazepin (Arzneimittel gegen Epilepsie) oder einer anderen Substanz, die den Wirkstoffabbau beschleunigt wie Rifampicin (Arzneimittel gegen Tuberkulose) oder Phenytoin (Arzneimittel gegen Epilepsie) und Mirtazapin, kann eine Erhöhung der Mirtazapindosis und bei Beendigung der gleichzeitigen Behandlung mit diesen Arzneimitteln eine Senkung der Mirtazapindosis notwendig sein.


Bei gleichzeitiger Anwendung von Cimetidin (Arzneimittel zur Verringerung der Magensäure) muss die Mirtazapindosis gegebenenfalls zu Beginn der gleichzeitigen Behandlung mit Cimetidin gesenkt und bei Beendigung der Behandlung mit Cimetidin erhöht werden.

Dosierungen von 30 mg Mirtazapin einmal täglich verursachten bei Patienten unter Behandlung mit Warfarin (Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung) eine geringfügige aber deutliche Zunahme der Gerinnungszeit (INR). Da bei einer höheren Dosierung von Mirtazapin eine Verstärkung dieses Effekts nicht ausgeschlossen werden kann, sollte die Blutgerinnung (Prothrombinzeit) bei gleichzeitiger Anwendung von Mirtazapin und Warfarin kontrolliert werden.


2.4 Bei Einnahme von mirtazapin-biomo 45 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken


Mirtazapin kann die dämpfende Wirkung von Alkohol auf das zentrale Nervensystem verstärken. Sie sollten deshalb während der Behandlung mit mirtazapin-biomo 45 mg auf den Genuss von alkoholhaltigen Getränken verzichten.


3. WIE IST MIRTAZAPIN-BIOMO 45 MG EINZUNEHMEN?


Nehmen Sie mirtazapin-biomo 45 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.


3.1 Art der Anwendung


Zum Einnehmen

Die Filmtabletten sollen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) geschluckt werden. Die Einnahme kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.


Für Dosierungen, für die mirtazapin-biomo 45 mg nicht geeignet ist, stehen zur individuellen Dosiseinstellung Wirkstärken mit 15 mg und 30 mg Mirtazapin zur Verfügung.


3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:


Erwachsene:

Die Anfangsdosis beträgt in der Regel 15 mg Mirtazapin und wird abends eingenommen. Eine Anfangsdosis von 30 mg Mirtazapin kann jedoch bei einigen Patienten angewendet werden, falls erforderlich. Die Erhaltungsdosis beträgt in der Regel 15-45 mg Mirtazapin.


Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:

mirtazapin-biomo 45 mg sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden (siehe auch 2.2Besondere Vorsicht bei der Einnahme von mirtazapin-biomo 45 mg ist erforderlich→ Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren)


Ältere Patienten:

Die empfohlene Dosis entspricht der für Erwachsene. Um eine zufriedenstellende Wirkung und sichere Anwendung zu gewährleisten, sollte die Dosis bei älteren Patienten mit Vorsicht und unter engmaschiger Kontrolle erhöht werden.





Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion:

Die Ausscheidung von Mirtazapin bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion kann verringert sein, so dass die Dosierung vom Arzt entsprechend angepasst werden muss.


Die Verweildauer von Mirtazapin im Blut beträgt 20-40 Stunden. Mirtazapin eignet sich daher zur einmal täglichen Einnahme. Vorzugsweise sollte die Einnahme als Einzeldosis unmittelbar vor dem Schlafengehen erfolgen. Die Tagesgesamtdosis kann auch auf zwei Einzeldosen aufgeteilt, am Morgen und am Abend eingenommen werden. In diesem Fall sollten Sie die höhere Dosis am Abend einnehmen.


Die Behandlung sollte möglichst so lange fortgesetzt werden, bis Sie für die Dauer von 4-6 Monaten völlig symptomfrei sind. Danach kann die Behandlung durch eine schrittweise Senkung der Dosis durch Ihren Arzt beendet werden. Bei einer ausreichenden Dosierung sollte sich innerhalb von 2-4 Wochen ein Therapieerfolg einstellen. Bei unzureichender Wirkung kann die Dosis von Ihrem Arzt bis zur Höchstdosis von 45 mg gesteigert werden. Die Behandlung sollte durch eine schrittweise Senkung der Dosis durch Ihren Arzt beendet werden, wenn sich innerhalb weiterer 2-4 Wochen kein Therapieerfolg einstellt.


Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von mirtazapin-biomo 45 mg zu stark oder zu schwach ist.


3.3 Wenn Sie eine größere Menge mirtazapin-biomo 45 mg eingenommen haben, als Sie sollten:


Erfahrungen mit der alleinigen Überdosierung von Mirtazapin haben gezeigt, dass im Allgemeinen nur leichte Symptome auftreten. Dabei kann es zu einer Dämpfung des zentralen Nervensystems mit Desorientiertheit und einer verlängerten Sedierung verbunden mit einer Beschleunigung des Herzschlags und einer leichten Erhöhung oder Senkung des Blutdrucks kommen.

Es besteht jedoch die Möglichkeit von schwerwiegenderen Verläufen, bei wesentlich höherer Dosierung als die therapeutisch übliche Dosis, insbesondere bei der Einnahme in Kombination mit anderen Arzneimitteln.


Bitte suchen Sie sofort einen Arzt auf, der über die notwendigen Maßnahmen entscheiden wird.


3.4 Wenn Sie die Einnahme von mirtazapin-biomo 45 mg vergessen haben:


Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern führen Sie die Einnahme wie unten angegeben fort.


Wenn Sie Ihre tägliche Einmaldosis vor dem Schlafengehen einnehmen und diese Einnahme vergessen haben, nehmen Sie die vergessene Filmtablette nicht am nächsten Morgen ein, da dies während des Tages zu Müdigkeit oder Benommenheit führen kann. Nehmen Sie am Abend Ihre normale Dosis wie gewohnt ein.


Wenn Sie zweimal täglich eine Filmtablette einnehmen (eine Filmtablette am Morgen nach dem Frühstück und eine Filmtablette am Abend vor dem Schlafengehen) und Sie haben die Einnahme einer oder beider Filmtabletten vergessen, so gehen Sie wie folgt vor:


3.5 Auswirkungen, wenn die Behandlung mit mirtazapin-biomo 45 mg abgebrochen wird:


Sie dürfen die Behandlung mit mirtazapin-biomo 45 mg nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt beenden. Ihre Erkrankung bedarf in jedem Fall einer geeigneten Behandlung und Begleitung durch Ihren Arzt. Ein plötzliches Absetzen von mirtazapin-biomo 45 mg nach einer längeren Behandlung kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Angstzuständen und Unruhe führen.



4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann mirtazapin-biomo 45 mg Nebenwirkungen haben.


Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:


Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle


4.1 Patienten mit depressiven Erkrankungen zeigen eine Reihe krankheits-bedingter Symptome. Es ist deshalb manchmal schwierig, die krankheits-bedingten Symptome von den behandlungsbedingten Symptomen abzugrenzen.


Störungen des Blut- und Lymphsystems:

Selten: akut herabgesetzte Funktion des Knochenmarks (Knochenmarksdepression) mit Veränderungen des Blutbildes (Eosinophilie, Granulozytopenie, Agranulozytose, aplastische Anämie und Thrombozytopenie). Siehe auch unter Abschnitt 2.2 "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von mirtazapin-biomo 45 mg ist erforderlich."


Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:

Häufig: gesteigerter Appetit und Gewichtszunahme.


Psychische Störungen:

Selten: Alpträume, Antriebssteigerung (Manie), Unruhe, Verwirrtheit, Halluzinationen, Angstzustände, Schlaflosigkeit.


Störungen des Nervensystems:

Häufig: Schläfrigkeit, die zu Konzentrationsstörungen führen kann und im Allgemeinen während der ersten Behandlungswochen auftritt. Hinweis: Eine Dosisverringerung führt in der Regel nicht zu einer geringeren Sedierung, kann jedoch die antidepressive Wirkung gefährden. Schwindelgefühl, Kopfschmerzen.

Selten: epileptische Anfälle, Zittern, Muskelzuckungen, Empfindungsstörungen (Parästhesien), Bewegungsunruhe der Beine (Restless-legs-Syndrom).


Funktionsstörungen der Gefäße:

Selten: Blutdruckabfall bei Lagewechsel (orthostatische Hypotonie), kurzdauernder Bewusstseinsverlust (Synkope).


Magen- und Darm-Beschwerden:

Gelegentlich: Übelkeit.

Selten: Mundtrockenheit, Durchfall.


Funktionsstörungen der Leber und der Galle:

Selten: Anstieg der Leberwerte im Blut (Serumtransaminasen).


Funktionsstörungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Selten: Hautausschlag (Exantheme).


Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen:

Selten: Gelenkschmerz/Muskelschmerz.


Allgemeine Störungen:

Häufig: Wasseransammlung im Gewebe (generalisierte oder lokale Ödeme) in Verbindung mit Gewichtszunahme.

Selten: Müdigkeit.


Obwohl Mirtazapin nicht zu einer Abhängigkeit führt, zeigen Erfahrungen, dass es bei plötzlichem Absetzen nach längerer Behandlung gelegentlich zum Auftreten von Absetzerscheinungen kommen kann. Die Mehrzahl der Absetzerscheinungen sind leicht ausgeprägt und selbstbegrenzend. Zu den häufigsten Absetzerscheinungen zählen Übelkeit, Angstzustände und Unruhe. Obwohl diese Symptome als Absetzerscheinungen beschrieben wurden, sollte bedacht werden, dass sie auch in Zusammenhang mit der zugrunde liegenden Erkrankung stehen können.

Die Behandlung mit mirtazapin-biomo 45 mg sollte ausschleichend beendet werden, siehe unter Abschnitt 3. "Wie ist mirtazapin-biomo 45 mg einzunehmen?".


4.2 Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.



5. WIE IST mirtazapin-biomo 45 mgAUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.


Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und der Faltschachtel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.


In der Originalverpackung aufbewahren.

Blisterpackung im Umkarton aufbewahren.



Stand der Information


Januar 2006

5d9dfb9a7e7daafb7415003111c1e3b3.rtf Seite 13 von 10 Januar 2006