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Nifehexal 40 Mg Retard

Document: 15.09.2009   Fachinformation (deutsch) change

NifeHEXAL® 5mg / -10mg/ -20 mg Weichkapseln (Zul-Nr.: 6055.00.01, 107097.00.00, 9234.00.00)

NifeHEXAL® Lösung 20mg / ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung (Zul-Nr.: 6055.02.01)

NifeHEXAL® 10 mg / -20mg /- 40 mg retard Retardtabeltten (Zul.Nr.: 16206.00.00, 6055.00.00,6055.01.00) 09 2009

Fachinformation (clean Version)


Wortlaut der für die Fachinformation vorgesehenen Angaben


Fachinformation


1. Bezeichnungen der Arzneimittel


NifeHEXAL®5 mg Weichkapseln

NifeHEXAL®10 mg Weichkapseln

NifeHEXAL®20 mg Weichkapseln

NifeHEXAL® Lösung 20mg / ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung

NifeHEXAL®10 mg retard Retardtabletten

NifeHEXAL®20 mg retard Retardtabletten

NifeHEXAL®40 mg retard Retardtabletten


Wirkstoff: Nifedipin



2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


NifeHEXAL® 5

1 Weichkapsel enthält 5 mg Nifedipin

Sonstiger Bestandteil: 0,34 mg Racementhol / Weichkapsel.


NifeHEXAL® 10

1 Weichkapsel enthält 10 mg Nifedipin

Sonstiger Bestandteil: 0,68 mg Racementhol / Weichkapsel.


NifeHEXAL® 20

1 Weichkapsel enthält 20 mg Nifedipin

Sonstiger Bestandteil: 0,75 mg Racementhol / Weichkapsel.


NifeHEXAL®Lösung

1 ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung (entsprechend 30 Tropfen) enthält 20 mg Nifedipin.

Sonstiger Bestandteil: 1,60 mg Racementhol / 1ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung


NifeHEXAL® 10 mg retard

1 Retardtablette enthält 10 mg Nifedipin.

Sonstiger Bestandteil: 10 mg Lactose-Monohydrat / Retardtablette.


NifeHEXAL® 20 mg retard

1 Retardtablette enthält 20 mg Nifedipin.

Sonstiger Bestandteil: 9,8 mg Lactose-Monohydrat / Retardtablette.


NifeHEXAL® 40 mg retard

1 Retardtablette enthält 40 mg Nifedipin.

Sonstiger Bestandteil: 20 mg Lactose-Monohydrat / Retardtablette.


Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.



3. Darreichungsformen

NifeHEXAL® 5

Weichkapsel

Braune, ovale Weichkapsel.


NifeHEXAL® 10

Weichkapsel

Braune, längliche Weichkapsel.


NifeHEXAL® 20

Weichkapsel

Braune, längliche Weichkapsel.


NifeHEXAL®Lösung

Tropfen zum Einnehmen, Lösung

Klare, grünlich gelbe Lösung mit Menthol-Geschmack.


NifeHEXAL® 10 mg retard

Retardtablette

Grau-pink, runde, beidseitig gewölbte Retardtablette mit der Prägung „A10“ auf einer Seite.


NifeHEXAL® 20 mg retard

Retardtablette

Pink, runde, beidseitig gewölbte Retardtablette.


NifeHEXAL® 40 mg retard

Retardtablette

Pink, oval bis leicht beidseitig gewölbte Retardtablette mit einseitiger Bruchkerbe.



4. KLINISCHE ANGABEN


4.1 Anwendungsgebiete


NifeHEXAL®5 mg Weichkapseln


NifeHEXAL® 10 mg Weichkapseln/ / NifeHEXAL® Lösung 20mg / ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung


NifeHEXAL®20 mg Weichkapseln


NifeHEXAL®10 mg retard Retardtabletten/NifeHEXAL®20 mg retard RetardtablettenNifeHEXAL®40 mg retard Retardtabletten


Hinweis für NifeHEXAL®5/- 10/- 20, NifeHEXAL® Lösung

Bei Patienten mit essentieller Hypertonie oder chronischer Angina pectoris, die mit Nifedipin in schnell freisetzenden Darreichungsformen (NifeHEXAL®5/- 10/- 20 und NifeHEXAL®Lösung gehören dazu) behandelt wurden, haben sich Hinweise auf einen dosisabhängigen Anstieg von Komplikationen des Herz-Kreislaufsystems (z. B. Myokardinfarkt) und eine Erhöhung der Sterblichkeit ergeben. Daher ist Nifedipin bei diesen beiden Erkrankungen nur dann einzusetzen, wenn andere Arzneimittel nicht angezeigt sind.


Hinweis für NifeHEXAL® 40 mg retard

NifeHEXAL® 40 mg retard sollte nur dann eingesetzt werden, wenn mit niedrigeren Nifedipin-Dosen kein ausreichender Behandlungserfolg erzielt wurde.



4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Die Behandlung sollte möglichst individuell nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Ansprechen des Patienten durchgeführt werden.


In Abhängigkeit vom jeweiligen Krankheitsbild sollte die Richtdosis einschleichend erreicht werden.


Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten sorfältig überwacht werden, ggf. kann eine Dosisreduktion notwendig sein.


NifeHEXAL®wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern aufgrund des Fehlens von Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit


Soweit nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsangaben für Erwachsene:


NifeHEXAL®5 mg Weichkapseln

Nifedipin 5 mg ist vor allem für Patienten mit schwerer cerebrovaskulärer Erkrankung und für Patienten geeignet, die aufgrund ihres geringen Körpergewichtes oder einer Mehrfachbehandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln eine übermäßige Reaktion auf die Nifedipingabe erwarten lassen. Auch Patienten, deren Nebenwirkungen auf die Nifedipinbehandlung eine feinere Dosisabstufung wünschenswert erscheinen lassen, sollten individuell mit Nifedipin 5 mg eingestellt werden.


Chronisch stabile Angina pectoris

3-mal täglich 1 Weichkapsel Nifedipin 5 mg.


Vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina)

3-mal täglich 1 Weichkapsel Nifedipin 5 mg.

Falls höhere Dosierungen notwendig sind, ist eine stufenweise Erhöhung der Tagesdosis auf 3-mal 10 mg bis 3-mal 20 mg Nifedipin möglich.

Die maximale Tagesdosis beträgt 60 mg Nifedipin.


NifeHEXAL® 10 mg Weichkapseln

Patienten mit schwerer cerebrovaskulärer Erkrankung sollten mit einer niedrigen Dosis behandelt werden.


Chronisch stabile Angina pectoris, Vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina), Essentielle Hypertonie, Raynaud-Syndrom

3-mal täglich 1-2 Weichkapseln Nifedipin 10 mg.

Die maximale Tagesdosis beträgt 60 mg Nifedipin.


Hypertensiver Notfall

10 mg Nifedipin oral.

Da ein besonders rascher Wirkungseintritt notwendig ist, muss die Weichkapsel zerbissen und mit dem Inhalt sofort hinuntergeschluckt werden.

Bei ausbleibender oder ungenügender Wirkung kann frühestens nach ca. 30 Minuten eine erneute Gabe von 10 mg Nifedipin erfolgen. Bei kürzerem Einnahmeabstand und/oder höherer Dosierung können bedrohliche Erniedrigungen des Blutdrucks auftreten.


NifeHEXAL® 20mg Weichkapseln

Patienten mit schwerer cerebrovaskulärer Erkrankung sollten mit einer niedrigen Dosis behandelt werden.


Chronisch stabile Angina pectoris, Vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina), Essentielle Hypertonie, Raynaud-Syndrom

3-mal täglich 1 Weichkapsel Nifedipin 20 mg.

Die maximale Tagesdosis beträgt 60 mg Nifedipin.



NifeHEXAL® Lösung 20mg / ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung

Patienten mit schwerer cerebrovaskulärer Erkrankung sollten mit einer niedrigen Dosis behandelt werden.


Chronisch stabile Angina pectoris, Vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina). Essentielle Hypertonie, Raynaud-Syndrom

3-mal täglich 10-20 mg Nifedipin.

Die maximale Tagesdosis beträgt 60 mg Nifedipin.


Hypertensiver Notfall

10 mg Nifedipin oral.

Bei ausbleibender oder ungenügender Wirkung kann frühestens nach ca. 30 Minuten eine erneute Gabe von 10 mg Nifedipin erfolgen. Bei kürzerem Einnahmeabstand und/oder höherer Dosierung können bedrohliche Erniedrigungen des Blutdrucks auftreten.



NifeHEXAL®10 mg retard Retardtabletten

Nifedipin 10 mg retardiert ist vor allem für Hochdruckpatienten mit schwerer cerebrovaskulärer Erkrankung und für Patienten geeignet, die aufgrund ihres geringen Körpergewichtes oder einer Mehrfachbehandlung mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln eine übermäßige Reaktion auf die Nifedipingabe erwarten lassen. Auch Patienten, deren Nebenwirkungen auf die Nifedipinbehandlung eine feinere Dosisabstufung wünschenswert erscheinen lassen, sollten individuell mit Nifedipin 10 mg retardiert eingestellt werden.


Chronisch stabile Angina pectoris, Vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina), Essentielle Hypertonie

2-mal täglich 1 Retardtablette Nifedipin 10 mg.

Falls höhere Dosierungen notwendig sind, ist eine stufenweise Erhöhung der Tagesdosis auf 2-mal 20 mg bis 2-mal 40 mg Nifedipin möglich.



NifeHEXAL®20 mg retard Retardtabletten

Patienten mit schwerer cerebrovaskulärer Erkrankung sollten mit einer niedrigen Dosis behandelt werden.


Chronisch stabile Angina pectoris, Vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina), Essentielle Hypertonie

2-mal täglich 1 Retardtablette Nifedipin 20 mg.

Bei Bedarf kann die Dosis auf 2-mal täglich 40 mg Nifedipin erhöht werden.



NifeHEXAL®40 mg retard Retardtabletten

Patienten mit schwerer cerebrovaskulärer Erkrankung sollten mit einer niedrigen Dosis behandelt werden.


NifeHEXAL® 40 mg retard sollte nur dann eingesetzt werden, wenn mit niedrigeren Nifedipin-Dosen kein ausreichender Behandlungserfolg erzielt wurde.


Chronisch stabile Angina pectoris, Vasospastische Angina pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina), Essentielle Hypertonie

2-mal täglich 1 RetardtabletteNifedipin 40 mg.


Art und Dauer der Anwendung


In der Regel wird Nifedipin nach den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser), am besten morgens und abends, möglichst immer zur selben Uhrzeit, eingenommen.

NifeHEXAL®darf nicht mit Grapefruitsaft eingenommen werden (siehe Abschnitt 4.5)


Gleichzeitige Nahrungsaufnahme kann zu einer verzögerten, jedoch nicht verminderten Resorption führen.


Das Absetzen von Nifedipin - insbesondere bei hoher Dosierung - sollte schrittweise erfolgen.


Bei gleichzeitiger Gabe von Mitteln, die das Cytochrom P450 3A4 System hemmen oder induzieren, kann es erforderlich sein, die Nifedipin-Dosis anzupassen oder ggf. ganz auf die Anwendung von Nifedipin zu verzichten (siehe Abschnitt 4.5)

Die Dauer der Behandlung bestimmt der behandelnde Arzt.


Zusätzlich für NifeHEXAL® Lösung

Wegen der Lichtempfindlichkeit des Wirkstoffes Nifedipin muss die Lösung sofort nach Entnahme aus der Flasche eingenommen werden.


Zusätzlich für NifeHEXAL® 10 mg retard/ NifeHEXAL® 20 mg retard/ NifeHEXAL® 40 mg retard

Wegen der Lichtempfindlichkeit des Wirkstoffes Nifedipin sollen die Retardtabletten nicht geteilt werden, da sonst der durch die Lackierung erreichte Lichtschutz nicht mehr gewährleistet ist.

4.3 Gegenanzeigen


Nifedipin darf nicht eingenommen werden bei:

sowie in der Schwangerschaft vor der 20 Woche und in der Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6).


Zusätzlich für NifeHEXAL®5/- 10/- 20/ NifeHEXAL®Lösung

Überempfindlichkeit gegen Racementhol


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei:


Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten sorgfältig überwacht werden. In schweren Fällen kann eine Dosisverringe­rung erforderlich sein.


Nifedipin wird über das Cytochrom P4503A4 System metabolisiert. Daher können Wirkstoffe, von denen bekannt ist, dass sie dieses Enzymsystem beeinflussen, den First-Pass-Metabolismus oder die Ausscheidung von Nifedipin verändern (siehe Abschnitt 4.5). Die Plasmaspiegel von Nifedipin können z.B. durch folgende Arzneimittel, die als schwache oder mittelmäßige Inhibitoren die­ses Enzymsystems bekannt sind, erhöht werden:


Makrolid-Antibiotika (z.B.Erythromycin)

Anti-HIV-Arzneimittel, Proteaseinhibitoren (z.B.Ritonavir)

Antimykotika vom Imidazol-Typ (z.B.Ketoconazol)

Antidepressiva: Nefazodon und Fluoxetin

Quinupristin / Dalfopristin

Valproinsäure

Cimetidin


Wenn NifeHEXAL® gleichzeitig mit einem dieser Arzneimittel angewendet wird, sollte der Blutdruck überwacht werden und, falls erforderlich, eine Verringerung der Nifedipin-Dosis in Betracht gezogen werden.


Zusätzlich für schnell freisetzende Darreichungsformen (NifeHEXAL®5/- 10/- 20/ NifeHEXAL®Lösung):

Die Einnahme von schnellfreisetzenden Nifedipin-Darreichungsformen kann einen übermäßigen Blutdruckabfall mit Reflexta­chykardie hervorrufen,was zu cardiovasku­lären Komplikationen führen kann.


Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es gelegentlich zum Auftreten von Anginapectoris-Anfällen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme vonHäufigkeit, Dauer und Schwe­regrad der Anfälle kommen.


SehrseltenistüberdasAuftretenvonMyo­kardinfarktenberichtetworden.


Zusätzlich für NifeHEXAL 10 mg retard/- 20 mg retard/- 40 mg retard

Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Nifedipin nicht einnehmen.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Arzneimittel, die Nifedipin beeinflussen:


Nifedipin wird über das Cytochrom P450 3A4-System metabolisiert. Daher kann die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die dieses System induzieren oder hemmen, grundsätzlich zu Wechselwirkungen dieser Arzneimittel mit Nifedipin führen.


Sowohl das Ausmaß wie auch die Dauer der Interaktionen sollten in Betracht gezogen werden, wenn Nifedipin zusammen mit den nachfolgend aufgeführten Arzneimitteln verabreicht werden soll.


Arzneimittel, die das Cytochrom P4503A4 System hemmen:

Bei gleichzeitiger Anwendung von Nifedipin und den nachfolgend aufgeführten Wirkstoffen, die als schwache oder mittelmäßige Inhibitoren dieses Enzymsystems bekannt sind, sollte der Blutdruck überwacht und ggf. dieNifedipin-Dosis angepasst werden (siehe Abschnitt 4.4):

Makrolid-Antibiotika (z.B. Erythromycin)

Fluoxetin

Nefazodon

Anti-HIV-Arzneimittel, Protease-Inhibitoren (z.B. Ritonavir)

Antimykotika vom Imidazol-Typ wie (z.B. Ketoconazol)


Trizyklische Antidepressiva, Vasodilatatoren

Der antihypertensive Effekt kann verstärkt werden.


Quinupristin / Dalfopristin

Die gleichzeitige Anwendung von Quinupristin / Dalfopristin und Nifedipin kann erhöhte Plasmakonzentrationen von Nifedipin bewir­ken.


Valproinsäure

Bei gleichzeitiger Anwendung von Nifedipin mit Valproinsäure ist aufgrund von Erfahrungen mit Nimodipin eine Erhöhung der Plasmakonzentration und damit eine verstärkte Wirkung von Nifedipin zu erwarten.


Cimetidin

Cimetidin kann zu einer Erhöhung des Nifedipin-Plasmaspiegels und so mit zu einer verstärkten Nifedipin-Wirkung führen.


Arzneimittel, die das Cytochrom P4503A4-System induzieren:

Antiepileptika (z.B. Phenobarbital, Phenytoin, Carbamazepin)

Bei gleichzeitiger Anwendung von Phenytoin und Nifedipin wird die Bioverfügbarkeit von Nifedipin vermindert und so seine Wirksamkeit geschwächt. Wenn beide Präparate gleichzeitig angewendet werden, sollte die klinische Reaktion auf Nifedipin beobachtet und gegebenenfalls eine Steigerung der Nifedipin-Dosis erwogen werden. Eine Dosisanpassung nach Beendigung der Phenytoin-Therapie kann erforderlich sein.

Formale Studien zur Untersuchung möglicher Interaktionen zwischen Nifedipin und Carbamazepin oder Phenobarbital wurden nicht durchgeführt. Nach Erfahrungen mit dem strukturell ähnlichen Calciumantago­nisten Nimodipin kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin oder Phenobarbital, aufgrund deren enzyminduzie­render Wirkung, zu verringerten Plasmakonzentrationen und damit zu einer abge­schwächten Wirkung von Nifedipin führen kann.


Rifampicin

Aufgrund seiner enzyminduzierenden Wir­kung beschleunigt Rifampicin die Metabolisierung von Nifedipin. Rifampicin darf nicht gleichzeitig mit Nifedipn angewendet werden, da keine wirksamen Plasmaspiegel von Nifedipin erreicht werden (siehe Abschnitt 4.3).


Wirkungen von Nifedipin auf andere Arzneimittel:

Blutdrucksenkende Arzneimittel

Durch Nifedipin kann der blutdrucksenken­de Effekt von gleichzeitig verabreichten Antihypertensiva verstärkt werden, wie z.B.:

Diuretika

Beta-Rezeptorenblocker

ACE-Inhibitoren

A1-Rezeptorantagonisten

andere Calciumantagonisten

Alpha-Rezeptorenblocker

PDE 5 Inhibitoren

Alpha-Methyldopa


Beta-Rezeptorenblocker

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern wurde gelegentlich das Auftreten bzw. eine Verschlechterung einer Herzinsuffizienz beobachtet. Die Patienten sollten deshalb sorgfältig überwacht wer­den.


Digoxin, Theophyllin

Nifedipin kann eine Erhöhung des Digoxin­ und Theophyllin-Plasmaspiegels bewirken. Der Patient sollte auf Symptome einer Digoxin-Überdosierung überwacht und der Plas­maspiegel kontrolliert werden, ggf. ist die Glykosiddosis zu verringern.


Vincristin

Nifedipin vermindert die Ausscheidung von Vincristin, wodurch die Nebenwirkungen von Vincristin zunehmen können. Eine Dosisver­minderung von Vincristin sollte daher in Be­tracht gezogen werden.


Cephalosporine

Bei gleichzeitiger Gabe von Cephalospori­nen (z.B.Cefixim) und Nifedipin wurden erhöhte Cephalosporin-Plasmaspiegel be­obachtet.


Chinidin

In Einzelfällen bewirkt Nifedipin einen Abfall des Chinidin-Plasmaspiegels bzw. das Ab­setzen von Nifedipin einen deutlichen An­stieg des Chinidin-Plasmaspiegels, so dass bei kombinierter Therapie die Kontrolle des Chinidin-Plasmaspiegels empfohlen wird. In anderen Fällen wurde über einen Anstieg der Nifedipin-Plasmakonzentration infolge von Chinidin berichtet. Bei der gleichzeitigen Anwendung der beiden Arzneimittel wird deshalb empfohlen, den Blutdruck sorgfältig zu überwachen und ggf. die Nifedipin-Dosis zu verringern.


Tacrolimus

Die gleichzeitige Anwendung von Tacroli­mus und Nifedipin kann zu erhöhten Tacrolimus-Plasmaspiegeln führen, so dass die Tacrolimus-Dosis im Einzelfall reduziert wer­den sollte. Eine regelmäßige Plasmaspiegel­kontrolle von Tacrolimus wird empfohlen.


Andere Arten von Wechselwirkungen:

Die spektrophotometrische Bestimmung von Vanillinmandelsäure im Urin kann unter Nifedipin zu falsch erhöhten Werten führen; dieBestimmung mittels HPLC bleibt unbe­einflusst.


Interaktionen mit Nahrungsmitteln und Getränken:

Grapefruitsaft

Durch Grapefruitsaft wird das Cytochrom P4503A4 System gehemmt. Aufgrund eines verringerten First-Pass-Metabolismus und einer verlangsamten Ausscheidung kann der Blutspiegel von Nifedipin erhöht und die Wirkungsdauer verlängert sein, wodurch die blutdrucksenkende Wirkung verstärkt sein kann. Dieser Effekt hält über mindes­tens 3 Tage nach der letzten Einnahme von Grapefruitsaft an. Im zeitlichen Zusammen­hang mit der Nifedipin-Behandlung ist des­halb der Genuss von Grapefruit bzw. Grape­fruitsaft zu vermeiden (siehe Abschnitt 4.2).


4.6 Schwangerschaft und Stillzeit


Schwangerschaft

NifeHEXAL®ist in der Schwan­gerschaft vor der 20. Woche kontraindiziert.

Erfahrungen aus geeigneten und kontrollierten klinischen Studien mit Schwangeren liegen nicht vor. Tierexperimentelle Unter­suchungen ergaben Hinweise auf eine embryotoxische, plazentotoxische und fetotoxi­sche Wirkung in folge der Nifedipineinwirkung während oder nach der Organoge­nese (siehe Abschnitt 5.3).


Aus der klinischen Erfahrung ist kein spezifisches pränatales Risiko erkennbar, obwohl über eine Zunahme von Fällen mit perinataler Asphyxie, Kaiserschnittentbindung sowie Frühreife und intrauterine Wachstumsverzögerung berichtet wurde. Es ist unklar, ob diese Beobachtungen auf den zugrundeliegenden Bluthochdruck, seine Behandlung oder auf einen spezifischen Effekt des Wirk­stoffs zurückzuführen sind.


Der derzeitige Erkenntnisstand ist nicht ge­eignet, schädliche Arzneimittelwirkungen auf das Ungeborene und den Säugling auszuschließen. Daher sollte jegliche Anwendung von Nifedipin ab der 20. Schwangerschafts­woche erst nach sehr sorgfältiger individuel­ler Nutzen-Risikobewertung erfolgen und nur dann in Betracht gezogen werden, wenn alle anderen Behandlungsmöglichkeiten nicht in Frage kommen oder sich als ineffek­tiv erwiesen haben.


Wenn Nifedipin zusammen mit intravenös verabreichtem Magnesium­sulfat angewendet wird, muss der Blutdruck sorgfältig überwacht werden, da ein über­mäßiger, sowohl die Mutter wie auch den Fetus schädigender Blutdruckabfall auftre­ten kann.


In Einzelfällen von In-vitro-Fertilisation wurden Calciumantagonisten wie Nifedipin mit reversiblen biochemischen Veränderungen in der Kopfregion von Spermatozoen in Ver­bindung gebracht, die zu einer Beeinträchti­gung der Spermienfunktion führen können. In Fällen, bei denen wiederholte In-vitro-Fer-tilisationen erfolglos blieben, ohne dass eine andere Erklärung dafür gefunden werden kann, sollten Calciumantagonisten wie Nife­dipin als mögliche Ursache in Betracht ge­zogen werden.


Stillzeit

Während der Stillzeit darf Nifedipin nicht angewendet werden, da der Wirkstoff aus Nifedipin in die Muttermilch übergeht und nur unzureichende Erfahrungen mit einer An-wendung in der Stillperiode vorliegen. Ist eine Behandlung mit Nifedipin während der Stillzeit zwingend erforderlich, muss abgestillt werden.


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.


4.8 Nebenwirkungen


Bei den Häufigkeitsangaben von Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:


Sehr häufig ( 1/10)

Häufig ( 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich ( 1/1.000 bis < 1/100)

Selten ( 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)


Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Blutbildveränderungen wie Anämie, Leukopenie, Thrombopenie, thrombozytopenische Purpura.

Sehr selten: Agranulozytose.


Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Hyperglykämie.


Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen, insbesondere zu Beginn der Behandlung

Häufig: Schwindel, Benommenheit, Schwächegefühl.

Gelegentlich: Nervosität, Schlafstörungen oder Schläfrigkeit, Parästhesien, Hypästhesien, Tremor.


Augenerkrankungen

Gelegentlich: Geringfügige, vorübergehende Änderung der optischen Wahrnehmung

Selten: Schwachsichtigkeit


Erkrankungen desHerz-Kreislauf-Systems

Sehr häufig: Periphere Ödeme (aufgrund der Vasodilatation), insbesondere zu Beginn der Behandlung.

Häufig: Palpitationen.

Gelegentlich: Brustschmerz, Tachykardie, Synkopen, hypotone Kreislaufreaktion.

Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zum Auftreten von Angina pectoris-Anfällen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle kommen.

Sehr selten: Myokardinfarkt.


Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Dyspnoe.



Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit.

Gelegentlich: Magen-Darm-Störungen wie Dyspepsie, Diarrhoe, Bauchschmerzen, Obstipation, Blähungen, Erbrechen, Mundtrockenheit.

Selten: Völlegefühl, Aufstoßen und Anorexie.


Leber- und Gallenerkarnkungen

Gelegentlich: Leberfunktionsstörungen (intrahepatische Cholestase, Transaminasen-anstiege).

Selten: Ikterus.


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Flush, Erythem, Erythromelalgie insbesondere zu Beginn der Behandlung.

Gelegentlich: Hautüberempfindlichkeitsreaktionen wie Pruritus, Exanthem, eine Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem, Gesichtsödem), Schwitzen.

Selten: Urtikaria, Photodermatitis, Purpura.

Unter längerer Behandlung mit Nifedipin kann es zu Zahnfleischveränderungen (z. B. Gingiva-Hyperplasie) kommen, die sich nach Absetzen der Therapie völlig zurückbilden.

Sehr selten: Exfoliative Dermatitis.


Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Myalgien, Arthralgien, Muskelkrämpfe.


Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Bei Niereninsuffizienz vorübergehende Verschlechterung der Nierenfunktion.

Vermehrter Harndrang sowie eine vermehrte tägliche Urinausscheidung.


Erkrankungen der Geschlechtsorgane und Brustdrüse

Selten: Gynäkomastie, die nach Absetzen von Nifedipin reversibel ist.


Allgemeine Erkrankungen

Gelegentlich: Müdigkeit, Unwohlsein.

Selten: Allergische Allgemeinreaktionen wie z. B. Fieber, Schwellung des Kehlkopfes (Kehlkopfödem), Anaphylaxie, Krampfzustand der Bronchial­muskulatur bis hin zu lebensbedrohlicher Atemnot, die nach Absetzen der Therapie reversibel sind.


4.9 Überdosierung


Symptome der Intoxikation

Folgende Symptome werden bei einer schweren Vergiftung mit Nifedipin beobachtet:

Bewusstseinstrübung bis zum Koma, Blutdruckabfall, tachykarde/bardykarde Herzrhythmusstörungen, Hyperglykämie, metabolische Azidose, Hypoxie, kardiogener Schock mit Lungenödem.


Therapie von Intoxikationen

Therapeutisch stehen die Giftelimination und die Wiederherstellung stabiler Herz-Kreislauf-Verhältnisse im Vordergrund.


Nach oraler Ingestion ist eine ausgiebige Magenspülung - evtl. in Kombination mit einer Darmspülung - indiziert.

Insbesondere bei einer Vergiftung mit Retard-Präparaten ist eine möglichst vollständige Elimination, auch aus dem Dünndarm, anzustreben, um die sonst unvermeidliche Nachresorption der Wirksubstanz zu verhindern.

Bei der Gabe von Laxanzien ist allerdings die Hemmung der Darmmuskulatur bis zur Darmatonie unter Calciumantagonisten zu beachten. Nifedipin ist nicht dialysierbar; eine Plasmapherese (hohe Plasmaeiweißbindung, relativ kleines Verteilungsvolumen) wird jedoch empfohlen.

Bradykarde Herzrhythmusstörungen werden symptomatisch mit Atropin und/oder Beta-Sympathikomimetika behandelt, bei bedrohlichen bradykarden Herzrhythmusstörungen ist eine temporäre Schrittmachertherapie erforderlich.

Die Hypotonie als Folge von kardiogenem Schock und arterieller Vasodilatation wird mit Calcium (1-2 g Calciumgluconat intravenös), Dopamin (bis 25 µg je kg Körpergewicht je Minute), Dobutamin (bis 15 µg je kg Körpergewicht je Minute), Epinephrin bzw. Norepinephrin behandelt. Die Dosierung dieser Arzneimittel orientiert sich allein an der erzielten Wirkung. Der Serum-Calciumspiegel sollte hochnormal bis leicht erhöht sein.

Die zusätzliche Flüssigkeits- und Volumenzufuhr sollte zurückhaltend und wegen der drohenden kardialen Überlastung unter hämodynamischer Kontrolle erfolgen.



5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: 1,4-Dihydropyridin-Derivat Calciumantagonist

ATC-Code: C08CA05


Nifedipin ist ein Calciumantagonist vom 1,4-Dihydro-pyridintyp. Calciumantagonisten hemmen den Calciumionen-Einstrom durch den langsamen Calciumkanal in der Zelle. Nifedipin wirkt vor allem an den glatten Muskelzellen der Koronararterien und an den peripheren Widerstandsgefäßen. Dieser Effekt hat eine Vasodilatation zur Folge. In thera­peutischen Dosen hat Nifedipin praktisch keine direkte Wirkung auf das Myokard.


Am Herzen erweitert Nifedipin vor allem die großen Koronararterien durch Erniedrigung des Muskeltonus, wodurch die Durchblutung verbessert werden kann. Der periphere Widerstand wird gesenkt.


Zu Beginn der Behandlung mit dem Calciumantagonisten kann es reflektorisch zu einer Zunahme der Herzfrequenz und des Herzminutenvolumens kommen. Diese Zunahme ist jedoch nicht ausgeprägt genug, um die Vasodilatation zu kompensieren.


Bei Langzeitbehandlung mit Nifedipin kehrt das anfangs erhöhte Herzminutenvolumen wieder auf den Ausgangswert zurück. Beim Hypertoniker ist eine besonders deutliche Blutdruckabnahme nach Nifedipin zu beobachten.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Der Wirkstoff Nifedipin wird nach peroraler Nüchterneinnahme rasch und nahezu vollständig resorbiert. Nifedipin unterliegt einem "First-pass-Effekt" in der Leber, so dass die systemische Verfügbarkeit oral verabreichten Nifedipins bei 50-70 liegt.

Maximale Plasma- bzw. Serumkonzentrationen werden bei Gabe einer Nifedipin-haltigen Lösung nach ca. 15 Minuten, bei Gabe anderer Zubereitungen mit nicht retardierter Freisetzung nach 30 bis 85 Minuten erreicht.

Nifedipin wird zu 95-98 an Plasmaeiweiß (Albumin) gebunden. Für Nifedipin wurde ein mittleres Verteilungsvolumen Vssvon 0,77-1,12 l/kg gefunden.


Nifedipin wird in der Leber nahezu vollständig (hoher "first-pass-Effekt") vor allem über oxidative Prozesse metabolisiert. Diese Metabolite zeigen keine pharmakodynamischen Aktivitäten. Weder die unveränderte Substanz noch der Metabolit M-1 werden in nennenswertem Maße renal eliminiert (< 0,1 der Dosis). Die polaren Metaboliten M-2 und M-3 werden zu etwa 50 der Dosis im Urin gefunden (zum Teil in konjugierter Form), wobei der überwiegende Teil innerhalb von 24 h ausgeschieden wird. Der Rest wird mit den Faeces ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeit liegt bei 1,7-3,4 Stunden (nicht retardierte Zubereitung). Eine Kumulation der Substanz bei Dauertherapie nach üblicher Dosierung wurde nicht beschrieben.


Bei eingeschränkter Leberfunktion kommt es zu einer deutlichen Verlängerung der Eliminationshalbwertszeit und zu einer Verminderung der Gesamt-Clearance. Eine Dosis­reduzierung kann gegebenenfalls erforderlich sein.


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Die präklinischen Daten, die auf konventio­nellen Studien zur akuten Toxizität, chroni­schen Toxizität und zum mutagenen und tumorerzeugenden Potential basieren, lassen keine besondere Gefährdung für den Menschen erkennen.


In vivo- und In-vitro-Untersuchungen zur Mutagenität verliefen negativ, so dass eine mutagene Wirkung im Menschen hinreichend sicher ausgeschlossen werden kann.

Eine Langzeituntersuchung (2 Jahre) an der Ratte ergab keine Hinweise auf tumorerzeugende Effekte von Nifedipin.


Experimentelle Studien haben bei drei Tierspezies (Ratte, Kaninchen, Maus) Hinweise auf teratogene Effekte (Gaumenspalten, kardiovaskuläre und digitale Anomalien) ergeben , einschließ­lich digitaler Anomalien, Fehlbildungen der Extremitäten, Gaumenspalten, Brustbein­spalten und Fehlbildungen der Rippen. Die digitalen Anomalien und die Fehlbildungen der Extremitäten sind möglicherweise auf die eingeschränkt euterine Durchblutung zurückzuführen; sie traten aber auch bei Tieren auf, die Nifedipin nur nach der Orga­nogenese erhalten hatten.


Infolge der Nifedipingabe traten verschiede­ne embryotoxische, plazentotoxische und fetotoxische Effekte auf, einschließlich verkrüppelte Feten bei Ratten, Mäusen und Kaninchen, kleine Plazenten und unterentwickelte Chorionzotten bei Affen, Absterben von Embryonen und Feten bei Ratten, Mäu­sen und Kaninchen sowie verlängerte Trächtigkeiten und verringerte Überlebensraten bei neugeborenen Ratten (andere Tierarten wurden hierauf nicht untersucht). Alle Dosen, die in experimentellen Untersuchungen teratogene, embryotoxische und fetotoxische Effekte zur Folge hatten, wirkten auch toxisch auf die Muttertiere und waren um ein Mehr­faches höher als die empfohlene Höchstdosis für den Menschen (siehe Ab­schnitt 4.6).



6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


NifeHEXAL®5/- 10/- 20

Gelatine

Gereinigtes Wasser

Glycerol

Macrogol 400

Racementhol

Farbstoff Eisen(III)-oxid (E 172)

Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172)

Eisen(II, III)-oxid (E 172)


zusätzlich für NifeHEXAL®5/- 10

Saccharin-Natrium


NifeHEXAL® Lösung

Glycerol

Macrogol 300

Racementhol

Polysorbat 20

Saccharin-Natrium


NifeHEXAL® 10 mg retard/- 20 mg retard/- 40 mg retard

Mikrokristalline Cellulose

Lactose-Monohydrat

Hypromellose

Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Macrogol 4000

Maisstärke

Polysorbat 80

Farbstoffe Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172)


6.2 Inkompatibilitäten


Nicht zutreffend.


6.3 Dauer der Haltbarkeit


NifeHEXAL®5

2 Jahre


NifeHEXAL®10

3 Jahre


NifeHEXAL® 20

5 Jahre


NifeHEXAL® Lösung

3 Jahre.

Die Lösung ist nach dem erstmaligen Öffnen der Flasche 36 Monate haltbar, längstens jedoch bis zu dem auf der Faltschachtel aufgedruckten Verfallsdatum.


NifeHEXAL®10 mg retard

4 Jahre.

NifeHEXAL®retard/- 40 retard

5 Jahre.


6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung


In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.


NifeHEXAL®5/- 10/- 20

Nicht über 30 °C lagern.


Die Weichkapseln sollen erst unmittelbar vor der Einnahme aus der Faltschachtel und der Durchdrückpackung entnommen werden.


NifeHEXAL®Lösung

Nicht über 25 °C lagern.

NifeHEXAL® wegen der Lichtempfindlichkeit der Wirksubstanz unmittelbar nach Entnahme aus der Flasche einnehmen.


NifeHEXAL® 10 mg retard/- 20 mg retard/- 40 mg retard

Die Retardtabletten sollen erst unmittelbar vor der Einnahme aus der Faltschachtel und der Durchdrückpackung entnommen werden.


6.5 Art und Inhalt der Behältnisse


NifeHEXAL® 5/- 10/- 20

Packungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Weichkapseln


NifeHEXAL® Lösung

Packung mit 30 ml (N1) Tropfen zum Einnehmen, Lösung


NifeHEXAL® 10 mg retard/- 20 mg retard/- 40 mg retard

Packungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Retardtabletten



6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung


Keine besonderen Anforderungen.


Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.



7. Inhaber der ZulassungEN


HEXAL AG

Industriestraße 25

83607 Holzkirchen

Telefon: (08024) 908-0

Telefax: (08024) 908-1290

e-mail: medwiss@hexal.com



8. Zulassungsnummern


NifeHEXAL® 5: 6055.00.01

NifeHEXAL® 10: 7097.00.00

NifeHEXAL® 20: 6055.02.01

NifeHEXAL® Lösung: 9234.00.00

NifeHEXAL®10 mg retard: 16206.00.00

NifeHEXAL®20 mg retard: 6055.00.00

NifeHEXAL®40 mg retard: 6055.01.00



9. Datum der Erteilung der Zulassungen / Verlängerung der Zulassungen


NifeHEXAL® 5: 14.02.1985 / 12.12.2006

NifeHEXAL® 10: 16.06.1986 / 12.12.2006

NifeHEXAL® 20: 02.09.1985 / 12.12.2006

NifeHEXAL® Lösung: 14.07.1986 / 26.01.2005

NifeHEXAL® 10 mg retard: 22.02.1990 / 12.12.2006

NifeHEXAL® 20 mg retard: 14.02.1985 / 12.12.2006

NifeHEXAL®40 mg retard: 29.07.1985 / 11.01.2007



10. Stand der Information


September 2009



11. Verkaufsabgrenzung


Verschreibungspflichtig



30/30