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Oxaliplan 5mg/Ml Pulver Zur Herstellung Einer Infusionslösung


Gebrauchsinformation: Information für den Anwender



Oxaliplan®5 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Oxaliplatin



Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage vor Beginn der Behandlung sorgfältig durch.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:


Was ist Oxaliplan 5 mg/ml und wofür wird es angewendet?

Was müssen Sie vor der Anwendung von Oxaliplan 5 mg/ml beachten?

Wie ist Oxaliplan 5 mg/ml anzuwenden?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie ist Oxaliplan 5 mg/ml aufzubewahren?

Weitere Informationen


1. Was ist OXALIPLAN 5 mg/ml und wofür wird es angewendet?


Oxaliplan 5 mg/ml ist ein Arzneimittel gegen Krebs und enthält Platin.


Oxaliplan 5 mg/ml wird angewendet


Oxaliplan 5 mg/ml wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegen Krebs namens 5‑Fluorouracil und Folinsäure angewendet, mit oder ohne vorherige Operation zur Entfernung des Krebses.


2. Was müssen Sie vor der ANWENDUNG von OXALIPLAN 5 mg/ml beachten?


Oxaliplan 5 mg/ml darf nicht angewendet werden, wenn Sie:

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Oxaliplan 5 mg/ml ist erforderlich:



Vor und/oder während der Behandlung mit Oxaliplatin erhalten Sie möglicherweise bestimmte Medikamente, um Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen und/oder zu behandeln.


Sie müssen während und nach der Behandlung eine wirksame Verhütungsmethode anwenden und diese nach dem Ende der Behandlung als Frau 4 Monate und als Mann 6 Monate lang fortsetzen.

Oxaliplatin kann sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken und diese Wirkung kann unumkehrbar sein. Daher wird männlichen Patienten geraten, während der Behandlung und bis zu 6 Monate danach kein Kind zu zeugen und sich vor der Behandlung hinsichtlich einer Konservierung von Spermien beraten zu lassen (siehe auch „Schwangerschaft und Stillzeit“).


Bei Anwendung von Oxaliplan 5 mg/ml mit anderen Arzneimitteln


Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Schwangerschaft und Stillzeit


Sie dürfen während der Behandlung mit Oxaliplatin nicht schwanger werden.

Sie müssen während der Behandlung mit Oxaliplatin wirksame Verhütungsmethoden anwenden und diese nach Abschluss der Therapie als Frau 4 Monate und als Mann 6 Monate lang fortsetzen.

Wenn Sie während der Behandlung mit Oxaliplatin schwanger werden, müssen Sie sofort Ihren Arzt informieren.


Sie dürfen während der Behandlung mit Oxaliplatin nicht stillen.


Oxaliplatin kann sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken und diese Wirkung kann unumkehrbar sein. Daher wird männlichen Patienten geraten, sich vor der Behandlung hinsichtlich einer Konservierung von Spermien beraten zu lassen.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen


Es ist nicht bekannt, ob eine Behandlung mit Oxaliplan 5 mg/ml die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt.

Wenn Sie sich nach einer Oxaliplatin-Infusion schläfrig fühlen und/oder Ihnen schwindelig ist, setzen Sie sich nicht ans Steuer, bedienen Sie keine potenziell gefährlichen Maschinen und führen Sie keine Tätigkeiten aus, die aufgrund Ihrer verminderten Aufmerksamkeit riskant sein könnten.


3. WIE IST Oxaliplan 5 MG/ML ANZUWENDEN?


Oxaliplan 5 mg/ml sollte nur in auf die Behandlung von Krebs spezialisierten Abteilungen verwendet und unter Aufsicht eines in der Behandlung von Krebs erfahrenen Arztes verabreicht werden.


Oxaliplan 5 mg/ml wird als Injektion in eine Vene (eine intravenöse Infusion) über einen Zeitraum von 2 bis 6 Stunden gegeben. Für die Injektion wird das Pulver zunächst mit einer geringen Menge Wasser oder Glucoselösung gemischt. Diese Lösung wird dann mit etwa 250 bis 500 ml Glucoselösung weiter verdünnt.

Die Infusionsnadel muss während der Verabreichung des Arzneimittels in der Vene verbleiben. Wenn die Nadel herausrutscht oder sich löst oder die Lösung in das Gewebe außerhalb der Vene eindringt (Sie könnten dann ein unangenehmes Gefühl oder Schmerzen verspüren), informieren Sie sofort den Arzt oder das Pflegepersonal.


Oxaliplan 5 mg/ml wird in einem speziellen Raum zubereitet, bevor es Ihnen von Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal verabreicht wird.

Die Oxaliplan 5 mg/ml-Dosis hängt von Ihrer Körperoberfläche ab. Diese wird aus Ihrer Größe und Ihrem Gewicht ermittelt.


Die übliche Dosis für Erwachsene, einschließlich älterer Patienten, ist 85 mg/m² Körperoberfläche einmal alle zwei Wochen vor der Infusion der anderen Arzneimittel gegen Krebs.


Die Dosis, die Sie bekommen, hängt außerdem von den Ergebnissen Ihrer Bluttests ab und davon, ob bei Ihnen während der Behandlung mit Oxaliplan 5 mg/ml bisher Nebenwirkungen aufgetreten sind.


Ihr Arzt entscheidet darüber, wie lange die Behandlung dauern wird. Wird Oxaliplatin nach einer Operation zur Entfernung Ihres Krebses eingesetzt, beträgt die empfohlene Behandlungsdauer 6 Monate.


Oxaliplan 5 mg/ml darf nur Erwachsenen gegeben werden.


Wenn eine größere Menge von Oxaliplan 5 mg/ml angewendet wurde, als beabsichtigt

Ihr Arzt wird sicherstellen, dass Sie die richtige Dosis für Ihre Krankheit bekommen. Im Falle einer Überdosierung können Sie verstärkt an Nebenwirkungen leiden. Ihr Arzt wird sorgfältig Ihr Blutbild überwachen und Ihre Symptome behandeln.


Wenn Sie die Anwendung von Oxaliplan 5 mg/ml vergessen haben

Oxaliplan 5 mg/ml muss nach einem festen Zeitplan verabreicht werden. Nehmen Sie jeden Termin wahr. Wenn Sie eine Dosis nicht bekommen, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Ihr Arzt wird dann entscheiden, wann Sie die nächste Dosis Oxaliplan 5 mg/ml bekommen.


Wenn Sie die Anwendung von Oxaliplan 5 mg/ml abbrechen

Ein Abbruch der Behandlung mit Oxaliplan 5 mg/ml kann die Wirkung auf das Wachstum des Tumors stoppen. Brechen Sie die Behandlung mit Oxaliplan 5 mg/ml nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?


Wie alle Arzneimittel kann Oxaliplan 5 mg/ml Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Wenn bei Ihnen irgendeine Nebenwirkung auftritt, ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt vor der nächsten Behandlung darüber informieren.


Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bei sich bemerken:



Sehr häufige Nebenwirkungen (bei 1 oder mehr als 1 von 10 Patienten) sind:


Ihr Arzt wird Ihnen vor Beginn der Behandlung und jedes neuen Behandlungszyklus Blut abnehmen, um sicherzugehen, dass Sie genug Blutzellen haben.


Häufige Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10, aber 1 oder mehr als 1 von 100 Patienten) sind:



Gelegentliche Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 100, aber 1 oder mehr als 1 von 1.000 Patienten) sind:



Seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 1.000, aber 1 oder mehr als 1 von 10.000 Patienten) sind:



Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10.000 Patienten) sind:



Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


Oxaliplan 5 mg/ml sollte nicht mit den Augen oder der Haut in Kontakt kommen. Sollten Sie einen versehentlichen Austritt der Flüssigkeit aus der Infusionsflasche bemerken, sagen Sie sofort dem Arzt oder der Krankenschwester Bescheid.


5. WIE IST oxaliplan 5 MG/ML AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.


Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.


Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


Nicht einfrieren.


Die rekonstituierte Konzentratlösung in der Durchstechflasche sollte unmittelbar vor der Verwendung in Glucose 50 mg/ml (5 %) Injektionslösung weiter verdünnt werden. Die Infusionslösung sollte dann sofort verwendet werden.


Wenn sie nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich, die normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C dauern soll.


6. WEITERE Informationen


Was Oxaliplan 5 mg/ml enthält

Der Wirkstoff ist Oxaliplatin.


50‑mg‑Durchstechflasche:
Jede Durchstechflasche enthält 50 mg Oxaliplatin zur Rekonstitution in 10 ml Lösungsmittel.


100‑mg‑Durchstechflasche:
Jede Durchstechflasche enthält 100 mg Oxaliplatin zur Rekonstitution in 20 ml Lösungsmittel.


1 ml der rekonstituierten konzentrierten Lösung enthält 5 mg Oxaliplatin.


Der sonstige Bestandteil ist Lactose-Monohydrat.


Wie Oxaliplan 5 mg/ml aussieht und Inhalt der Packung

Jede Durchstechflasche enthält ein weißes Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung, das 50 mg oder 100 mg Oxaliplatin mit Lactose-Monohydrat enthält. Die Durchstechflaschen sind in Packungen mit einem (1) Stück erhältlich.


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller


Pharmazeutischer Unternehmer

Cancernova GmbH onkologische Arzneimittel

Lil-Dagover-Ring 7

82031 Grünwald


Tel.: 089/641 86-109

Fax: 089/641 86-130


Hersteller

medac

Gesellschaft für klinische Spezialpräparate mbH

Fehlandtstr. 3

D-20354 Hamburg


Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:


Österreich Oxamed 5 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Belgien Oxamed 5 mg/ml poeder voor oplossing voor infusie

Zypern Oxamed 5 mg/ml powder for solution for infusion

Tschechische Republik Livellin5 mg/ml Prášek pro přípravu infuzního roztoku

Dänemark Oxamed

Estland Livellin 5 mg/ml

Finnland Oplatin 5 mg/ml Infuusiokuiva-aine, liuosta varten

Frankreich Oxaplat 5 mg/ml, poudre pour solution pour perfusion

Deutschland Oxaliplan 5 mg/ml Pulver zur Herstellung einer Infusionslösung

Griechenland Oxaliplatin medac5 mg/ml Κόνις για διάλυμα προς έγχυση

Ungarn Livellin 5 mg/ml, Por oldatos infúzióhoz

Irland Oxamed 5 mg/ml powder for solution for infusion

Lettland Livellin 5 mg/ml pulveris infuziju šķīduma pagatavošanai

Litauen Livellin 5 mg/ml milteliai infuziniam tirpalui

Niederlande Oxaliplatine medac 5 mg/ml poeder voor oplossing voor infusie

Norwegen Oxa 5 mg/ml, Pulver til infusjonsvæske, oppløsning

Polen Kiplatin 5 mg/ml, Proszek do sporządzania roztworu do infuzji

Portugal Oxamed 5 mg/ml pó para solução para perfusão

Slowakei Livellin 5 mg/ml, Prášok na infúzny roztok

Slowenien Oxamed 5 mg/ml prašek za raztopino za infundiranje

Spanien Oxamed 5 mg/ml polvo para solución para perfusion

Schweden Oxamed 5 mg/ml, Pulver till infusionsvätska, lösning

Vereinigtes Königreich Oxaliplatin 5 mg/ml, powder for solution for infusion


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im 01/2010.




Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:


Hinweise zur Handhabung


Wie bei anderen potenziell toxischen Substanzen muss die Handhabung und Zubereitung von Oxaliplatin-Lösungen mit Vorsicht durchgeführt werden.


Hinweise zur Handhabung

Die Handhabung dieses zytotoxischen Agens durch das ärztliche oder Pflegepersonal erfordert jede Vorsichtsmaßnahme, die den Schutz des Anwenders und seiner Umgebung gewährleistet.


Die Zubereitung von injizierbaren Lösungen zytotoxischer Substanzen muss durch speziell ausgebildetes Personal mit Kenntnis der verwendeten Arzneimittel erfolgen, unter Bedingungen, die die Integrität des Produkts, den Schutz der Umgebung und insbesondere den Schutz des damit befassten Personals gewährleisten in Übereinstimmung mit den Klinikgrundsätzen. Dies erfordert das Vorhandensein eines für diese Zwecke vorgesehenen Arbeitsplatzes. Es ist verboten, in diesem Bereich zu rauchen, zu essen oder zu trinken.


Dem Personal muss geeignetes Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt werden, insbesondere langärmelige Kittel, Schutzmasken, Kopfbedeckungen, Schutzbrillen, sterile Einmal-Handschuhe, Schutzabdeckung für den Arbeitsplatz, Behälter und Sammelbehältnisse für Abfall.


Exkremente und Erbrochenes müssen mit Vorsicht behandelt werden.


Schwangere müssen vor dem Umgang mit zytotoxischen Substanzen gewarnt werden und diesen vermeiden.


Jedes zerbrochene Behältnis muss mit derselben Sorgfalt behandelt werden und ist als kontaminierter Abfall zu betrachten. Kontaminierter Abfall sollte in geeignet gekennzeichneten festen Behältnissen verbrannt werden. Siehe unten: Abschnitt „Entsorgung”.


Sollte das Oxaliplatin-Pulver, die rekonstituierte Lösung oder die Infusionslösung mit der Haut in Kontakt kommen, ist sofort sorgfältig mit Wasser zu spülen.


Sollte das Oxaliplatin-Pulver, die rekonstituierte Lösung oder die Infusionslösung mit der Schleimhaut in Kontakt kommen, ist sofort sorgfältig mit Wasser zu spülen.


Besondere Vorsichtshinweise für die Anwendung


Hinweise für die Anwendung mit Folinsäure (wie Calciumfolinat oder Dinatriumfolinat)

Die intravenöse 85 mg/m²-Oxaliplatin-Infusion in 250 bis 500 ml Glucose 50 mg/ml (5 %) Injektionslösung wird gleichzeitig mit der intravenösen Folinsäure-Infusion in 5%iger Glucoselösung über einen Y-Anschluss, der unmittelbar am Infusionsort liegt, über 2 bis 6 Stunden gegeben.

Diese beiden Arzneimittel dürfen nicht in demselben Infusionsbeutel gemischt werden. Folinsäure darf kein Trometamol als Bestandteil enthalten und darf ausschließlich mit isotonischer Glucose 50 mg/ml (5 %) Injektionslösung verdünnt werden, aber niemals mit alkalischen Lösungen sowie Natriumchlorid- oder anderen chloridhaltigen Lösungen.


Hinweise für die Anwendung mit 5‑Fluorouracil

Oxaliplatin ist immer vor Fluoropyrimidinen – d. h. 5‑Fluorouracil – zu verabreichen.

Nach der Gabe von Oxaliplatin den Zugang durchspülen und danach 5‑Fluorouracil geben.


Für weitere Informationen zu Kombinationen von Arzneimitteln mit Oxaliplatin siehe die entsprechenden Zusammenfassungen der Merkmale des Arzneimittels anderer Hersteller.


Rekonstitution des Pulvers


Die Lösung ist vor Gebrauch visuell zu prüfen. Nur klare Lösungen ohne Partikel dürfen verwendet werden.

Das Arzneimittel ist nur zur einmaligen Verwendung bestimmt. Nicht verbrauchte Lösung ist zu verwerfen.


Verdünnung vor der Infusion

Die erforderliche Menge der rekonstituierten Konzentratlösung wird aus der (den) Durchstechflasche(n) entnommen und mit 250 ml bis 500 ml Glucose 50 mg/ml (5 %) Injektionslösung verdünnt, um eine Oxaliplatin-Konzentration zwischen nicht weniger als 0,2 mg/ml und 0,7 mg/ml zu erhalten. Dies entspricht dem Konzentrationsbereich, für den die physiko-chemische Stabilität von Oxaliplatin nachgewiesen wurde.

Die Infusionslösung wird als intravenöse Infusion verabreicht.

Nach Verdünnung mit Glucose 50 mg/ml (5 %) Injektionslösung wurde die chemische und physikalische Stabilität für 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Infusionszubereitung sofort verwendet werden. Wenn sie nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich, die nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C dauern soll, es sei denn, die Lösung wurde unter validierten aseptischen Bedingungen hergestellt.

Die Lösung ist vor Gebrauch visuell zu prüfen. Nur klare Lösungen ohne Partikel dürfen verwendet werden.

Das Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt. Nicht verbrauchte Lösung ist zu verwerfen.

Niemals mit Kochsalzlösung rekonstituieren oder verdünnen.

Die Kompatibilität von Oxaliplatin-Infusionslösung mit handelsüblichen aus PVC bestehenden Infusionssystemen wurde getestet.


Infusion

Bei der Applikation von Oxaliplatin ist keine Hyperhydratation erforderlich.

Oxaliplatin, verdünnt in 250 bis 500 ml einer Glucose 50 mg/ml (5 %) Injektionslösung, um eine Konzentration von nicht weniger als 0,2 mg/ml zu erhalten, muss über eine periphere Vene oder einen zentralvenösen Zugang über 2 bis 6 Stunden infundiert werden. Wird Oxaliplatin zusammen mit 5‑Fluorouracil gegeben, sollte die Oxaliplatin-Infusion vor der Verabreichung von 5‑Fluorouracil erfolgen.


Entsorgung

Reste des Arzneimittels sowie sämtliche Materialien, die bei der Rekonstitution, Verdünnung und Applikation verwendet wurden, müssen entsprechend krankenhausüblicher Standardverfahren für zytotoxische Stoffe unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften für die Entsorgung überwachungsbedürftiger Abfälle vernichtet werden.

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