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Oxytocin 10 - Rotexmedica

Document: 11.11.2008   Gebrauchsinformation (deutsch) change

OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA



Wortlaut der für die kombinierte Gebrauchs- und Fachinformation vorgesehenen Angaben:

Gebrauchsinformation und Fachinformation

OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA

10 I.E./ml Injektionslösung

Zur Anwendung bei Frauen



Was ist OXYTOCIN 10-Rotexmedica und wofür wird es angewendet?

OXYTOCIN 10-Rotexmedicaist ein Arzneimittel zur Geburtseinleitung.



Anwendungsgebiete

Geburtseinleitung aus medizinischen Gründen am Termin



Was müssen Sie vor der Anwendung von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA beachten?

OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA darf nicht angewendet werden, bei

Bei intrauterinem Fruchttod und bei Vorliegen von mekoniumhaltigem Fruchtwasser muss im Hinblick auf das Risiko einer Fruchtwasserembolie eine hyperaktive (gesteigerte) Wehentätigkeit vermieden werden.



Besondere Vorsicht bei der Anwendung von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA ist erforderlich,

bei Überdosierung oder zu schneller Applikation von Oxytocin. Es können hypertone Wehen (Druckanstieg) bis zum Tetanus uteri (Dauerkontraktion der Gebärmutter) sowie Uterusruptur (Gebärmutterriss) und fetale Asphyxie (akuter schwerwiegender Sauerstoffmangel beim Kind) auftreten.

Besondere Kontrolle von Mutter und Kind ist erforderlich bei:

Die Grenze von 16 x 10-3I.E./Min sollte nur kurzfristig überschritten werden, da nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass bei länger dauernder höherer Dosie­rung beim Kind eine Hyperbilirubinämie (vermehrter Gehalt des Blutes an Bilirubin, einem Gallenfarbstoff) gefördert wird. Ferner kommt es bei hyperaktiver Wehentätigkeit sehr häu­fig zu kindlichen Netzhautblutungen.

OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA sollte nicht gleichzeitig parenteral mit Oxytocin-haltigen Präparaten zur Laktations­förderung angewendet werden.



Warnhinweise

Es gibt Hinweise darauf, dass bei einer Geburtseinleitung mit Oxytocin das Risiko für das Auftreten einer ausgedehnten Blutgerinnungsstörung in den Gefäßen (disseminierte intravasale Gerinnung, DIG), einer seltenen Komplikation nach der Geburt, erhöht ist. Dieses erhöhte Risiko ist von größerer Bedeutung für Frauen im Alter von 35 Jahren und älter, für Frauen mit Komplikationen während der Schwangerschaft und für Frauen mit einem Schwangerschaftsalter über 40 Wochen.
Bei diesen Frauen sollte die Anwendung von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA mit besonderer Vorsicht erfolgen. Der behandelnde Arzt sollte Anzeichen einer möglichen DIG (z.B. Fibrinolyse) besondere Aufmerksamkeit schenken.

Die Gabe von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA nach langdauernder Wehentätigkeit kann mit einer möglichen Krampfneigung des Säuglings verbunden sein.



Bei Anwendung von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA mit anderen Arzneimitteln:

Prostaglandine können die Wirkung von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA verstärken, da sie zu einer Sensibilisierung des Myometriums (Muskelschicht der Gebärmutterwand) für Oxytocin führen. Da diese syner­gistische Wirkung nicht vorhersehbar und steuerbar ist, sollte die gleichzeitige Anwendung von Oxytocin und Prostaglandinen vermieden werden. Als Mindestabstand zwischen der Prostaglandinapplikation und der nachfolgenden Oxytocin­applikation wird ein Intervall von sechs Stunden empfohlen.



Der uteruskontrahierende Effekt von Oxytocin wird durch Methylergometrin verstärkt.

Blutdrucksteigernde Sympathomimetika und Oxytocin verursachen zusammen eine prolon­gierte arterielle Hypertonie (verlängerten Druckanstieg). Auf Antihypertonika eingestellte Patientinnen müssen besonders sorgfältig überwacht werden, da unter Oxytocin die Wirkung dieser Substanz gesteigert sein kann.

Halothannarkose und gleichzeitige Oxytocingabe können einen starken Blutdruckabfall bewirken.



Wie ist OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA anzuwenden?

Die Anwendung von Oxytocin sollte nur in der Klinik und nur unter ärztlicher Aufsicht erfol­gen. Für die individuelle Dosierung ist eine sorgfältige Überwachung der Geburt erforderlich (CTG, Blutdruck und Puls der Mutter).

OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA wird i.m., i.v. oder intramural injiziert oder als i.v. Infusion verabreicht.

Dosierung:

Geburtseinleitung aus medizinischen Gründen am Termin, primäre und sekundäre Wehenschwäche:

Bei der Geburtseinleitung oder zur Wehenverstärkung darf OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA nur als intravenöse Dauerinfusion und niemals als subkutane, intramuskuläre oder intravenöse Einzelinjektion verabreicht werden.

OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA wird als intravenöse Tropfinfusion oder, vorzugsweise, mittels einer Infusionspumpe mit variabler Geschwindigkeit verabreicht. Für die Tropfinfusion empfiehlt es sich, 1 I.E. OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA in 100 ml einer physiologischen Elektrolyt-Infusionslösung zu verdünnen. Bei Patientinnen, die kein Natriumchlorid erhalten sollen, kann dazu 5%ige Glukose-Infusionslösung verwendet werden (siehe aber Behandlung in der Nachgeburtsperiode).

Die anfängliche Infusionsgeschwindigkeit soll 0,5 - 2 x 10-3I.E./Min., d. h. 0,05 - 0,2 ml entsprechend 1 - 4 Tropfen/Min. betragen. Die Dosierung kann je nach Wehentätigkeit in Zeitabständen von nicht weniger als 15 Minuten schrittweise um 1 - 2 x 10-3I.E./Min. gesteigert werden, bis ein mit einer spontanen Wehentätigkeit vergleichbares Kontraktions­muster vorliegt. Am Geburtstermin oder kurz zuvor wird dies häufig mit einer Infusion von weniger als 10 x 10-3I.E./Min. (1 ml entsprechend 20 Tropfen/min) erreicht. Bei normalen Geburtswehen sollte die Infusionsmenge nicht weiter gesteigert werden. Die empfohlene maximale Infusionsgeschwindigkeit beträgt 20 - 30 x 10-3I.E./Min. (2 - 3 ml, entsprechend 40 - 60 Tropfen/ Min.).

Wenn nach der Infusion von 500 ml (5 I.E.) noch keine regelmäßige Kontraktionen der Gebärmutter eingesetzt haben, sollte der Versuch der Geburtseinleitung abgebrochen werden. Am folgenden Tag kann im Allgemeinen ein erneuter Versuch unternommen werden.
Während der ganzen Infusionsdauer müssen die Häufigkeit, Stärke und Dauer der Kontrak­tionen sowie die fötale Herzfrequenz sorgfältig überwacht werden. Sobald eine angemes­sene Wehentätigkeit erreicht ist, kann die Infusionsgeschwindigkeit vermindert werden. Bei übermäßiger Wehentätigkeit und/oder Anzeichen für eine plazentare Mangelversorgung (fetal distress) ist die Infusion sofort abzubrechen.



Während eines Kaiserschnitts nach der Entwicklung des Kindes:

Unmittelbar nach Extraktion des Kindes können 5 I.E. intramural oder langsam i.v. injiziert oder als Infusion (30 x 10-3I.E./Min.) prophylaktisch appliziert werden.



Nachgeburtsperiode (atonische Blutungen):

5 - 10 I.E. i.m. oder 5 - 6 I.E. langsam i.v.. Wenn OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA in der Nachgeburtsperiode zur Prophy­laxe oder Behandlung von Blutungen als intravenöse Injektion verabreicht wird, soll die In­jektion langsam erfolgen, da es sonst zu einem akuten Blutdruckabfall kommen kann.

Wegen der die Wasserausscheidung hemmenden (antidiuretischen) Wirkung von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA (siehe Abschnitt Nebenwirkungen) sind bei der Verabreichung von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA in hohen Dosen folgende Maßnahmen zu beachten:

Es soll eine elektrolythaltige Infusionslösung (nicht Glukose) verwendet werden, wobei das infundierte Flüssigkeitsvolumen niedrig gehalten werden muss. Gleichzeitig ist die orale Flüssigkeitsaufnahme einzuschränken und die Flüssigkeitsbilanz zu überwachen. Bei Ver­dacht auf ein gestörtes Elektrolyt-Gleichgewicht müssen die Serumelektrolyte kontrolliert werden.

Zur Ausräumung nach Aborten:

3 - 6 I.E. Oxytocin i.v. oder i.m.



Was ist zu tun, wenn OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA in zu großen Mengen oder in ungeeigneter Art und Weise angewendet wurde?

Erste Maßnahme bei Überdosierung - einhergehend mit Dauerkontraktion der Gebärmutter (Tetanus uteri) - ist das Abstellen der Oxytocin-Infusion. Danach können b2-adrenerge Agonisten oder Calciumblocker gegeben werden.



Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:



Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar



Mögliche Nebenwirkungen:

Sehr häufig:

Zu starke Wehentätigkeit mit gelegentlichem Tetanus uteri (Dauerkontraktion der Gebärmutter) und daraus resultierender kindlicher Hypoxie (Sauerstoffmangel)



Häufig:



Gelegentlich:

Allergische Reaktionen (bis zum anaphylaktischen Schock)



Selten:

Ausgedehnte Blutgerinnungsstörung in den Gefäßen (siehe Abschnitt “Besondere Vorsicht bei der Anwendung von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA ist erforderlich“)



Sehr selten:

Verminderte Wasserausscheidung, Wasservergiftungen mit vermindertem Natriumgehalt des Blutserums (Hyponatriämie) bei Mutter und Kind (insbesondere bei i.v. Infusion). Diese können zu Hirnödem, zu Krämpfen und Koma führen.

Diese Ereignisse treten vor allem dann auf, wenn Oxytocin intravenös in sehr hohen Dosen und zusammen mit großer Flüs­sigkeitszufuhr über lange Zeit infundiert wird. Der Hyponatriämie kann vorgebeugt werden, wenn zur Infusion eine Elektrolytlösung verwendet wird (vgl. auch Abschnitte " Besondere Vorsicht bei der Anwendung von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA ist erforderlich" und "Dosierung").



Häufigkeit nicht bekannt:

Bei schneller intravenöser Injektion (während der Nachgeburtsperiode) kann Oxytocin in Dosen von mehreren I.E. einen ausgeprägten Blutdruckabfall, verbunden mit Hautrötung und Steigerung der Herz­frequenz (Reflextachykardie), bewirken.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.



Wie ist OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA aufzubewahren?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf den Ampullen nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.



Aufbewahrungsbedingungen:

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C). Vorübergehende Aufbewahrung bei Raumtemperatur (z. B. im Kreißsaal) ist möglich, wenn sichergestellt ist, dass die Aufbewahrung bei Raumtemperatur 3 Monate nicht überschreitet.



Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung:

OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA ist nach Öffnen der Ampullen zur sofortigen Anwendung bestimmt! Eventuell in der Ampulle verbleibende Reste sind zu verwerfen!
Die Haltbarkeit nach Verdünnen mit einer Elektrolyt-Infusionslösung oder Glukoselösung
5 % beträgt 24 Stunden bei Aufbewahrung bei Raumtemperatur. Die Verdünnung sollte immer erst unmittelbar vor der Anwendung zubereitet werden.

Es dürfen nur klare Injektionslösungen verwendet werden!

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.



Weitere Informationen

Was OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA enthält:

Der Wirkstoff ist:

1 ml Injektionslösung enthält 10 I.E. Oxytocin





Sonstige Bestandteile:

Natriumchlorid, Natriumacetat, Essigsäure, Wasser für Injektionszwecke



Wie OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA aussieht und Inhalt der Packung:

Klinikpackung mit 100 (10x10) Ampullen zu 1 ml Injektionslösung



Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

ROTEXMEDICA GMBH ARZNEIMITTELWERK

Bunsenstrasse 4 22946 Trittau

Tel. 04154 / 862 - 0

Fax: 04154 / 862 -155





Diese Gebrauchs- und Fachinformation wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2008.



Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte und medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe:Hypophysenhinterlappenhormone

ATC-Code:H01BB02

OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA enthält ein vollsynthetisches Hormon, das chemisch und pharmakologisch identisch ist mit dem im Hypophysenhinterlappen gespeicherten Oxytocin. Es ist ein aus neun Amino­säuren zusammengesetztes Peptid. OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA ist frei von Vasopressin, jedoch besitzt Oxytocin eine geringe vasopressinartige antidiuretische Eigenwirkung.

OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA wirkt überwiegend auf die glatte Muskulatur der Gebärmutter, vor allem gegen Ende der Schwangerschaft, während der Wehentätigkeit, nach Geburt und im Wochenbett, d.h. in Zeiten, da die Zahl spezifischer Oxytocinrezeptoren im Myometrium erhöht ist.

Oxytocin stimuliert sowohl die Kontraktionsfrequenz als auch die kontraktile Kraft der Uterusmuskulatur bei nachfolgend normaler Relaxationsphase. Bei höherer Dosierung kann es zu einer Dauerkontraktion kommen.

Während des ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittels ist die Kontraktionsbereitschaft des menschlichen Uterus gering. Während des letzten Drittels nimmt sie rasch zu, um am Geburtstermin ein Maximum zu erreichen. Die Oxytocinempfindlichkeit der Gebärmutter­muskulatur geht dem Anstieg der Kontraktionsneigung parallel. Dementsprechend reichen relativ niedrige Dosierungen zur Auslösung effektiver Wehen am Geburtstermin aus. Die Ursache der Empfindlichkeitszunahme ist einerseits die sexualsteroidabhängige vermehrte Ausbildung von "gap junction", das eine koordinierte, leichtere Übertragung elektrischer Impulse ermöglicht, andererseits spielt die mit ansteigender Schwangerschaftsdauer zu­nehmende Bildung von Oxytocinrezeptoren eine wesentliche Rolle für die Wirkungsver­stärkung des Oxytocin zum Geburtstermin. Beide Einflussgrößen werden wiederum durch die Aktivität bzw. Sensibilität von a- und b-Katecholaminrezeptoren kontrolliert und durch Prostaglandine beeinflusst.

Durch Oxytocin werden auch die myoepithelialen Zellen im Bereich der Brustdrüse kontra­hiert.

In hoher Dosierung, besonders bei schneller intravenöser Injektion, bewirkt Oxytocin eine kurzdauernde Erschlaffung der Gefäßmuskulatur, welche mit Blutdruckabfall, Hautrötung und Reflextachykardie verbunden sein kann, vor allem bei Patientinnen in Halothannar­kose.

In hoher Dosierung hat Oxytocin einen antidiuretischen Effekt, der die Zeichen einer Wasserintoxikation, vor allem in Kombination mit großer Volumenzufuhr, haben kann.



Pharmakokinetische Eigenschaften

Oxytocin ist nach oraler Zufuhr unwirksam.

Bei i.m. Anwendung gelangt Oxytocin innerhalb von Minuten in die Blutbahn und erreicht das Maximum seiner biologischen Wirksamkeit innerhalb von 30 Minuten.

Die Angaben zur Serumhalbwertzeit von Oxytocin reichen von 1 - 4 Minuten bis zu
12 Minuten nach i.v. und i.m. Applikation. Oxytocin wird vorwiegend durch Leber und Nieren aus dem Serum eliminiert. In unbekannter Größenordnung wird Oxytocin durch die aus der Plazenta stammende Aminopeptidase Oxytocinase, deren Konzentration während der Schwangerschaft ansteigt, inaktiviert.



Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität

Bei der Prüfung der akuten Toxizität an der Maus erwiesen sich 200 I.E. Oxytocin/kg i.v. als indifferent; 300 I.E. Oxytocin/kg i.v. verursachten flüchtige Gleichgewichtsstörungen von einigen Minuten Dauer.

Chronische Toxizität

Untersuchungen zur chronischen Toxizität liegen nicht vor.

Mutagenes und tumorerzeugendes Potential

Aus der Struktur des Stoffes ergeben sich keine Verdachtsmomente auf mutagene Wirkungen.

Dementsprechend zeigten zytogenetische Untersuchungen an kultivierten Human­lymphozyten mit Oxytocin negative Befunde.

Untersuchungen auf ein tumorerzeugendes Potential von OXYTOCIN 10-ROTEXMEDICA liegen nicht vor.



Reproduktionstoxizität

(siehe unter "Warnhinweise")





Inkompatibilitäten

keine bekannt



Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre



Zulassungsnummer

6209119.00.00



Datum der Erteilung der Zulassung / Verlängerung der Zulassung

20.07.2004



Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

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