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Theophyllin Aristo 200 Mg Retardtabletten

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Textspezifikation ARI SP T PGI 125000-02

Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten

Wortlaut der für die Gebrauchsinformation vorgesehenen Angaben

Stand: 102009



Änderungen gegenüber Vorversion:

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Mustr-Nr. 8000370 Stand: 24.01.2008
Dateiname: palde-theophyllin-oralret-2008-01-24-009a
Korrektur vom 17. Juni 2008







Gebrauchsinformation: Information für den Anwender



Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten

Zur Anwendung bei Kindern und Erwachsenen

Wirkstoff: Theophyllin



Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage/Gebrauchsinformation sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.





Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was sind Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten

und wofür werden sie angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten beachten?

3. Wie sind Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten einzunehmen?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie sind Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten aufzubewahren?

6. Weitere Informationen.





1. WAS SIND Theophyllin Aristo® 200 mgRetardtablettenUND WOFÜR WERDEN SIE ANGEWENDET?

Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten werden angewendet zur Behandlung und Verhütung von Atemnotzuständen aufgrund von Verengung der Atemwege (Bronchokonstriktion) bei Patienten mit persistierendem (anhaltendem) Asthma bronchiale oder mittel- bis schwergradigerobstruktiver (verengender) Atemwegserkrankung (COPD).



Hinweis: Es wird empfohlen die Dauertherapie dieser Erkrankungen mit Theophyllin in Kombination mit anderen Arzneimitteln, die die Bronchien erweitern und entzündungshemmend wirken (z.B. langwirksamen ß-Sympathomimetika und Glukocortikoiden) durchzuführen.



Arzneimittel mit verzögerter Theophyllin-Freisetzung, wie Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten, sind nicht zur Akutbehandlung des Status asthmaticus (schwerer Anfall von Asthma bronchiale) des Asthmaanfalls oder der akuten Bronchospastik(Anfall von Atemnot infolge Bronchialverengung) bestimmt.



2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON Theophyllin Aristo® 200 mgRetardtablettenBEACHTEN?

Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtablettendürfen nicht eingenommen werden

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Theophyllin oder einen der sonstigen Be­standteile von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten sind,

- wenn Sie einen frischen Herzinfarkt haben,

- wenn Sie an akuten Herzrhythmusstörungen mit gesteigerter Herzschlagfolge (tachykarde Arrhythmien) leiden.





Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten ist erforderlich

- wenn Sie an einer instabilen Angina pectoris (Erkrankung der Herzkranzgefäße) leiden,

- wenn Sie eine Neigung zu Herzrhythmusstörungen mit gesteigerter Herzschlagfolge (tachy­karde Arrhythmien) haben,

- wenn Sie an schwerem Bluthochdruck leiden,



Falls diese Angaben auf Sie zutreffen oder früher einmal zutrafen, befragen Sie vor der Einnahme von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten bitte Ihren Arzt.



Bei Kindern

Theophyllin wird im Körper von Kindern je nach Lebensalter unterschiedlich schnell abgebaut. Besonders für zu früh geborene Kinder und Säuglinge unter 6 Monaten besteht eine erhöhte Gefahr der Überdosierung.

Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten sind aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes nicht geeignet für Kinder unter 6 Jahren. Hierfür stehen Arzneimittel in anderen Zubereitungsformen zur Verfü­gung.



Bei älteren Menschen

Die Anwendung von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten bei alten und/oder schwerkranken Patienten ist mit einer erhöhten Gefahr der Überdosierung verbunden und soll daher durch Blutspiegelkontrollen überwacht werden (siehe auch Abschnitt 3 “ Wie sind Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten einzunehmen?“).



Bei Einnahme von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/an­wenden, bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht ver­schreibungspflichtige Arzneimittel handelt.



Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten wirken gleichgerichtet verstärkend mit anderen xanthinhaltigen Medika­menten, ß-Sympathikomimetika, Coffein und ähnlichen Stoffen.



Ein beschleunigter Theophyllin-Abbau und/oder eine verminderte Bioverfügbarkeit sowie eine verminder­te Wirksamkeit finden sich :

- bei Rauchern

- bei gleichzeitiger Behandlung mit Barbi­turaten (besonders Pheno- oder Pentobarbital), Carbamazepin, Phenytoin, Rifampicin, Primidon, Sulfinpyrazon, Ritonavir, Johanniskraut (Hypericum perforatum) und Aminoglutethimid.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit einem dieser Arzneimittel sollte der Theophyllin-Spiegel kontrolliert und gegebenenfalls eine Dosisanpassung durchgeführt werden. Dies gilt auch nach dem Absetzen eines dieser Medikamente.



Ein verzögerter Abbau und/oder eine Erhöhung des Theophyllin-Blutspiegels mit einer erhöhten Überdosierungsgefahr und vermehrtem Nebenwirkungsrisiko können bei gleichzeitiger Behandlung mit folgenden Arzneimitteln auftreten: oralen Kontrazeptiva (“Pille”), Makrolid-Antibi­otika (z.B. Erythromycin, Clarithromycin, Josamycin, Spiramycin), Chinolone (Gyrase-Hemmstoffe, s.u.), Isonikotinsäure­hydrazid, Tiabendazol, Calcium-Antagonisten (z.B. Verapamil, Diltiazem), Propranolol, Propafenon, Mexiletin, Ticlopidin, Cimetidin, Allopurinol, -Interferon, Rofecoxib, Pentoxifyllin, Fluvoxamin, Viloxazin, Disulfiram, Zileuton, Phenylpropanolamin, Influenza- und BCG-Vakzinen. Hierbei kann eine Dosisverminderung von Theophyllin angezeigt sein.

Einzelnen Berichten zufolge sind auch bei gleichzeitiger Behandlung mit Ranitidin, Aciclovir oder Zafirlukast Über­dosierungserscheinungen von Theophyllin beobachtet worden. Bei gleichzeitiger Behand­lung sollte die individuell erforderliche Theophyllin-Dosis besonders sorgfältig ermittelt werden.

Bei paralleler Behandlung mit Ciprofloxacin ist die Theophyllin-Dosis auf maximal 60%, bei Anwendung von Enoxacin auf maximal 30% und bei Anwendung von Grepafloxacin oder Clinafloxacin auf 50% der empfohlenen Dosis zu reduzieren. Auch andere Chinolone (z.B. Pefloxacin, Pipemidsäure) können die Wirkung von Theo­phyllin-Arzneimitteln verstärken. Es wird daher dringend empfohlen, bei gleichzeitiger Behandlung mit Chinolonen therapiebegleitende engmaschige Theophyllin-Konzentrati­onsbestimmungen durchzuführen.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Isoniazid kann der Theophyllinspiegel steigen oder auch abfallen. Theophyllinspiegelkontrollen sind angezeigt.



Die Wirkung von Lithiumcarbonat, -Rezeptorenblockern, Adenosin und Benzodiazepinen kann durch gleichzeitige Gabe von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten abge­schwächt werden.

Theophyllin verstärkt die harntreibende Wirkung von Diuretika.



Es liegen Hinweise vor, dass eine Senkung der Krampfschwelle des Gehirns bei gleichzeitiger Gabe von bestimmten Fluorochinolonen oder Imipenem auftreten kann.

Die Anwendung von Halothan kann bei Patienten, die Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten erhalten, zu schweren Herzrhythmusstörungen führen.



Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.



Aufgrund der vielfältigen Wechselwirkungen von Theophyllin sind Serumspiegelkontrollen bei längerfristiger Einnahme von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten mit anderen Medikamenten allgemein ratsam.



Bei Einnahme von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Kaffee wirkt verstärkend auf die Wirkung von Theophyllin. Rauchen steigert den Theophyllinabbau und schwächt somit die Wirkung ab. Die Einnahme zusammen mit Alkohol kann das Reaktionsvermögen zusätzlich beeinträchtigen (S. Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit und dem Bedienen von Maschinen).



Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Zu einer Anwendung von Theophyllin während der ersten drei Schwangerschaftsmonate liegen bislang keine ausreichenden Erfahrungen vor, daher sollte eine Einnahme von Theophyllin wäh­rend dieser Zeit vermieden werden.

Während des zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittels sollte Theophyllin nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden, da es in den Blut­kreislauf des Ungeborenen übergeht und dort Arzneimittelwirkungen zeigen kann.

Wird eine Patientin am Ende der Schwangerschaft mit Theophyllin behandelt, kann es zur We­henhemmung kommen. Neugeborene, deren Mütter vor der Geburt mit Theophyllin behandelt wurden, müssen sorgfältig auf Arzneimittelwirkungen überwacht werden.



Stillzeit

Theophyllin geht in die Muttermilch über. Aus diesem Grund ist die therapeutische Theophyllin-Dosis bei einer stillenden Frau so niedrig wie möglich zu halten. Das Stillen sollte möglichst un­mittelbar vor der Gabe des Arzneimittels erfolgen. Das gestillte Kind muss sorgfältig auf ein mögliches Auftreten von Theophyllin-Wirkungen hin überwacht werden. Sollten höhere thera­peutische Dosen notwendig sein, muss abgestillt werden.



Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten können auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass z.B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen sowie zum Arbeiten in größerer Höhe oder ohne festen Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße, wenn Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten zusammen mit Alkohol oder Medikamenten, die ihrerseits das Reaktionsvermögen beeinträchtigen können, eingenommen werden.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.





3. WIE sind Theophyllin Aristo® 200 mgRetardtablettenEINZUNEHMEN?



Nehmen Sie Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten sind individuell nach Wirkung zu dosieren. Die Dosierung sollte möglichst anhand des Theophyllinserumspiegels (Theophyllinmenge im Blut) ermittelt werden (anzustrebender Bereich: 8-20 Mikrogramm/ml). Kontrollen des Theophyllinserumspiegelssind insbesondere auch bei mangel­hafter Wirksamkeit oder dem Auftreten unerwünschter Wirkungen angezeigt.

Zur Bestimmung der Anfangsdosis ist eine Vorbehandlung mit Theophyllin oder seinen Verbindungen hinsichtlich einer Dosisminderung zu berücksichtigen.

Für die Ermittlung der Dosis ist als Körpergewicht das Normalgewicht einzusetzen, da Theo­phyllin nicht vom Fettgewebe aufgenommen wird.

Für Erwachsene beträgt die tägliche Erhaltungsdosis von Theophyllin ca. 11-13 mg je kg Körpergewicht.

Kinder ab 6 Monate sowie Raucher benötigen im Vergleich zu nichtrauchenden Erwachsenen eine höhere kör­pergewichtsbezogene Theophyllin-Dosis infolge eines vermehrten Abbaus von Theophyllin. Im Gegensatz hierzu ist bei Säuglingen unter 6 Monaten und bei älteren Patienten (ab 60. Lebensjahr) die Theophyllinausscheidung verlangsamt.

Bei Rau­chern, die das Rauchen einstellen, sollte wegen des Anstiegs des Theophyllin-Blutspiegels vorsichtig dosiert werden.

Bei Patienten mit Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz), schwerem Sauerstoffmangel, eingeschränkter Leberfunktion, Lungenentzündung, Virusinfektion (insbesondere Grippe), im höheren Lebensalter sowie bei der Behandlung mit bestimmten anderen Medikamenten (siehe auch “ Bei Einnahme von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtablettenmit anderen Arzneimitteln ”) ist die Theophyllinausscheidung sehr häufig verlangsamt. Bei höhergradigen Nierenfunktionsstörungen kann es zu einer Anhäufung (Kumulation) von Theophyllin-Stoffwechselprodukten kommen. Solche Patienten benötigen daher geringe­re Dosen und Steigerungen müssen mit besonderer Vorsicht erfolgen. Weiterhin ist über eine reduzierte Theophyllinausscheidung nach Tuberkulose- und Grippe-Schutzimpfung berichtet worden, so dass bei gleichzeitiger Behandlung ebenfalls eine Dosisminderung erforderlich sein könnte.

Empfohlenes Dosierungsschema:





Je nach Lebens­alter sind folgende Erhaltungsdosierungen zu empfehlen:

Alter in Jahren

Körpergewicht in kg

Tägliche Dosis Theophyllin in mg je kg Körpergewicht

Tägliche Dosis Theophyllin in mg

Anzahl der viertelbaren

Retardtabletten

Kinder





6-8

20-25

24

450-600

2 ¼ -3

8-12

25-40

20

500-800

2 ½ - 4

12-16

40-60

18

700-1050

3 ½ - 5 ¼

Erwachsene Nicht-

raucher

60-70

11-13

650-900

3 ¼ - 4 ½


Raucher

60-70

18

1050-1250

5 ¼ -6 ¼

1: bei adipösen Patienten ist hier das Normalgewicht einzusetzen





Wird von einem nicht retardierten auf ein retardiertes Theophyllin-Präparat gewechselt, so ist zu beachten, dass die angegebene Tagesdosis evtl. reduziert werden kann. Wenn von einem Präparat mit verzögerter Theophyllinfreisetzung (retardiertes Theophyllin) auf ein anderes, z.B. von einem anderen Hersteller gewechselt wird, sollte der Theophyllinserumspiegel (Theophyllinmenge im Blut) kontrolliert werden. Dies ist ebenfalls bei der Verabreichung von hohen Dosen empfehlenswert.



Sollte es zu Überdosierungserscheinungen kommen, so sollte nach Anordnung des Arztes je nach Schweregrad die nächste Dosis ausge­lassen oder um 50 % vermindert werden. In jedem Falle sollten Sie den behandelnden Arzt zur Überprüfung der Be­handlung aufsuchen.





Wieviel von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten und wie oft sollten Sie Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten ein­nehmen?



Patienten

Tagesdosis in mg

morgens

abends

6-8 Jahre

450 - 600

1 Retardtablette

1 ¼ Retardtabletten

oder

1 ½ Retardtabletten

1 ½ Retardtabletten

8-12 Jahre

500 - 800

1 Retardtablette

1 ½ Retardtabletten

oder

2 Retardtabletten

2 Retardabletten

12 -16 Jahre

700 - 1050

1 Retardtablette

2 ½ Retardtabletten

oder

2 ½ Retardtabletten

2 ¾ Retardtabletten

Erwachsene

Nichtraucher

650 - 900

1 Retardtablette

2 ¼ Retardtabletten

oder

2 Retardtabletten

2 ½ Retardtabletten

Erwachsene

Raucher

1050- 1250

2 ½ Retardtabletten

2 ¾ Retardtabletten

oder

3 Retardtabletten

3 ¼ Retardabletten



Für Erwachsene Nichtraucher und Erwachsene Raucher stehen geeignetere Arzneimittel zur Verfügung.



Art der Anwendung

Zum Einnehmen

Die Behandlung sollte möglichst am Abend kurz vor dem Schlafengehen beginnen und langsam über 2 - 3 Tage gesteigert werden.



Sowohl eine Erhöhung als auch eine Verminderung der Dosis soll stets nur auf Anraten des Arztes erfolgen.



Nehmen Sie Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten nach den Mahlzeiten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein.



Dauer der Anwendung

Nehmen Sie Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten stets nur in Absprache und auf Anraten des Arztes ein.



Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung und wird vom behandelnden Arzt bestimmt.Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten zu stark oder zu schwach ist.



Wenn Sie eine größere Menge Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten eingenommen haben, als Sie soll­ten



Bei Überdosierung mit Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten treten bei Theophyllin-Blutspiegeln zwischen 20 und 25 Mikrogramm/ml in der Regel die bekannten Theophyllin-Nebenwirkungen (u.a. Magen-Darm-Beschwerden, zentralnervöse Erregbarkeit, Herzrhythmusstörungen) mit gesteigerter Intensität auf.



Übersteigt der Theophyllin-Blutspiegel 25 Mikrogramm/ml, können schwerwiegende Funktionsstörungen des Herzens oder des Gehirns, z.B. Krampfanfälle oder schwere Herz­rhythmusstörungen sowie Herz-Kreislauf-Versagen auftreten. Solche Reaktionen können auch ohne die Vorboten leichterer Nebenwirkungen auftreten. Bei einer Vergiftung mit einem Theophyllinpräparat mit verzögerter Wirkstofffreisetzung können die Zeichen einer Vergiftung verzögert auftreten.



Bei erhöhter Theophyllin-Empfindlichkeit sind schwerere Überdosierungserschei­nungen auch schon unterhalb der genannten Blutspiegel-Konzentration möglich.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten ist sofort ein Arzt zu benachrich­tigen.

Dieser sollte, je nachdem, wie lange die Einnahme zurückliegt, folgende Maßnahmen ergreifen:



Bei leichten Überdosierungserscheinungen:

Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten sollten abgesetzt und der Theophyllin-Serumspiegel bestimmt werden. Bei Wiederaufnahme der Behandlung sollte die Dosis entsprechend vermindert werden.



Therapie aller Theophyllinvergiftungen

Bis zu zwei Stunden nach Einnahme kann eine Magenspülung sinnvoll sein. Zur weiteren Giftentfernung sollte wiederholt Aktivkohle, ggf. in Kombination mit einem schnell wirksamen Abführmittel (z.B. Glaubersalz) verabreicht werden.



Bei zentralnervösen Reaktionen (z. B. Unruhe und Krämpfen):

Diazepam i.v., 0,1 - 0,3 mg/kg KG, bis zu 15 mg



Bei vitaler Bedrohung:

- Überwachung lebenswichtiger Funktionen

- Freihalten der Atemwege (Intubation)

- Zufuhr von Sauerstoff

- bei Bedarf i.v. Volumensubstitution mit Plasma­expandern

- Kontrolle und evtl. Korrektur des Wasser- und Elektrolythaushalts

- Hämoperfusion (s.u.)



Bei bedrohlichen Herzrhythmustörungen:



i.v. Gabe von Propranolol bei Nicht-Asthmatikern
(1 mg bei Erwachsenen, 0,02 mg/kg KG bei Kindern), diese Dosis kann alle 5 - 10 Minuten bis zur Rhythmus-Normalisierung oder bis zur Höchstdosis von 0,1 mg/kg wiederholt werden.



Vorsicht:

Propranolol kann bei Asthmatikern schwere Broncho­spasmen auslösen. Bei Asthma-Patienten sollte Verapamil gegeben werden.



Bei besonders schweren Vergiftungen kann eine Entgiftung durch Hämoperfusion/Hämodialyse (Blutwäsche) erreicht werden.

Die weitere Behandlung einer Vergiftung mit Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten richtet sich nach dem Ausmaß, dem Verlauf sowie den Krankheitszeichen.



Wenn Sie die Einnahme von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt und führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung be­schrieben, fort.



Wenn Sie die Einnahme von Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten abbrechen

Bei Unterbrechen oder plötzlicher Beendigung der Einnahme (Absetzen) informieren Sie unver­züglich Ihren Arzt, da die Gefahr einer unzureichenden Behandlung Ihrer Erkrankung besteht.



4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?

Wie alle Arzneimittel können Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.



Mögliche Nebenwirkungen



Stoffwechsel und Elektrolyte

Veränderungen der Blutsalze (Serumelektrolyte), insbesondere verminderter Gehalt des Blutes an Kalium (Hypokaliämie), Anstieg von Calcium, Kreatinin, Harnsäure (Hyperurikämie) sowie des Blutzuckers (Hyperglykämie).



Immunsystem

Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Theophyllin (u.a. Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Bronchospasmen) einschließlich schwerer allergischer (anaphylaktischer) Reaktionen.



Nervensystem

Kopfschmerzen, Erregungszustände, Gliederzittern, Unruhe, Schlaf­losigkeit, Krampfanfälle, Schwindel.



Herz-Kreislauf-System

Beschleunigter bzw. unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen (Pal­pitationen), Blutdruckabfall.



Verdauungstrakt

Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Anregung der Magensäureausschüttung.

Infolge einer verringerten Spannung des unteren Speiseröhrenschließmuskels (Tonusminderung im unteren Ösophagussphinkter) kann ein bestehender Rückfluss von Mageninhalt in die Spei­seröhre (gastroösophagaler Reflux, Sodbrennen) in der Nacht verstärkt werden.



Niere und ableitende Harnwege

Verstärkte Harnausscheidung (Diurese).



Ausgeprägtere Nebenwirkungen können bei Überempfindlichkeit oder einer Überdo­sierung (Theophyllin-Blutspiegel über 20 Mikrogramm/ml) auftreten.

Vor allem bei erhöhten Theophyllin-Blutspiegeln (Theophyllinmenge im Blut) von mehr als 25 Mikrogramm/ml können Zeichen einer Vergiftung wie Krampfanfälle, plötzlicher Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Arrhythmien), Herz-Kreislaufversagen, Zerfall der Skelettmuskulatur (Rhabdomyolyse) und schwere Magen-Darm-Erscheinungen (u.a. gastrointestinale Blutungen) auftreten.




Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion dürfen Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten nicht nochmals eingenommen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.



Informieren Sie bitte ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.



5. WIE sind Theophyllin Aristo® 200 mgRetardtablettenAUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über +25 °C aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blister und Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.







6. WEITERE Informationen



Was Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten enthalten:

Der Wirkstoff ist: Theophyllin

1 Retardtablette Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten enthält 200 mg Theophyllin.



Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Aluminiumoxid, Ammoniummethacrylat-Copolymer (1:2:0,2) (Typ B), Poly(ethylacrylat-co-methylmethacrylat) 2:1.



Wie Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten aussehen und Inhalt der Packung:

Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten sind weiße, runde Tabletten mit einer Kreuzbruchkerbe.

Theophyllin Aristo® 200 mg Retardtabletten sind in Packungen mit 20 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Retardtabletten erhältlich.





Pharmazeutischer Unternehmer

Aristo Pharma GmbH

Ostpreußendamm 72/74

12207 Berlin

Tel.: +49 30 71094 420

Fax: +49 30 71094 200



Hersteller und Mitvertrieb

Lindopharm GmbH

Neustrasse 82

40721 Hilden

Telefon: +49 2103 206 5

Telefax: +49 2103 206 600

e-Mail: info@lindopharm.de









Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2009.





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