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Triamcreme Lichtenstein

Document: 05.09.2011   Gebrauchsinformation (deutsch) change

Gebrauchsinformation: Information für Anwender


TriamCreme Lichtenstein

1 mg/g


Wirkstoff: Triamcinolonacetonid


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

- Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1. Was ist TriamCreme Lichtenstein, und wofür wird sie angewendet?

2. Was müssen Sie vor der Anwendung von TriamCreme Lichtensteinbeachten?

3. Wie ist TriamCreme Lichtensteinanzuwenden?

4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

5. Wie ist TriamCreme Lichtensteinaufzubewahren?

6. Weitere Informationen


1. WAS IST TriamCreme Lichtenstein, UND WOFÜR WIRD SIE ANGEWENDET?


TriamCreme Lichtenstein ist ein Glucocorticoid (Nebennierenrindenhormon).


TriamCreme Lichtenstein wird angewendet

zur Behandlung entzündlicher Hautkrankheiten, bei denen mittelstark wirksame Glucocorticoide angezeigt sind.


2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON TriamCreme Lichtenstein BEACHTEN?


TriamCreme Lichtenstein darf nicht angewendet werden

- bei Überempfindlichkeit gegen Triamcinolonacetonid oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels,

- bei besonderen Hauterkrankungen (z. B. Hauttuberkulose, Lues der Haut),

- bei Virusinfektionen der Haut (z. B. Herpes simplex, Gürtelrose, Windpocken),

- bei durch Bakterien oder Pilze verursachten Hautinfektionen,

- bei Impfreaktionen,

- bei Rosacea,

- bei entzündlichen Hautveränderungen im Gesicht, besonders um Mund, Nase und Augen (rosaceaartiger Dermatitis),

- während des ersten Drittels der Schwangerschaft.


Besondere Vorsicht bei der Anwendung von TriamCreme Lichtenstein ist erforderlich TriamCreme Lichtenstein sollte im Gesicht nur mit besonderer Vorsicht und kurzfristig angewendet werden, um Hautveränderungen zu vermeiden.


TriamCreme Lichtenstein sollte nicht unter Okklusivbedingungen (Pflaster etc.) angewendet werden.


Kinder

Allgemein ist bei der Behandlung von Kindern erhöhte Vorsicht geboten, da es im Vergleich zu Erwachsenen durch die Beschaffenheit der kindlichen Haut und infolge der größeren Hautoberfläche im Vergleich zum Körpergewicht zu einer erhöhten Aufnahme des Glucocorticoids durch die kindliche Haut kommen kann.


TriamCreme Lichtenstein sollte bei Kindern nur kurzfristig (weniger als 2 Wochen) und kleinflächig (weniger als 10 % der Körperoberfläche) angewendet werden.


Bei Anwendung von TriamCreme Lichtenstein mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.


Keine Wechselwirkungen bekannt.


Schwangerschaft und Stillzeit

Während des ersten Drittels der Schwangerschaft darf TriamCreme Lichtenstein nicht angewendet werden. In späteren Stadien der Schwangerschaft darf TriamCreme Lichtenstein nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung durch den behandelnden Arzt angewendet werden. Insbesondere eine großflächige oder langfristige Anwendung und okklusive Verbände sind während der Schwangerschaft zu vermeiden.


Es liegen keine Daten zum Übertritt des in TriamCreme Lichtenstein enthaltenen Wirkstoffs in die Muttermilch vor. Andere Glucocorticoide gehen in die Muttermilch über. Bei einer großflächigen oder langfristigen Anwendung sollte abgestillt werden. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien ist zu vermeiden.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

TriamCreme Lichtenstein hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.


Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von TriamCreme Lichtenstein

Bei gleichzeitiger Anwendung von TriamCreme Lichtenstein im Genital- oder Analbereich und Kondomen kann es aufgrund des enthaltenen Vaselins und Paraffins zu einer Verminderung der Reißfestigkeit und damit zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit von Kondomen kommen.


3. WIE IST TriamCreme Lichtenstein ANZUWENDEN?


Wenden Sie TriamCreme Lichtenstein immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.


Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosierung:

TriamCreme Lichtenstein wird 1- bis 2-mal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen.


Art und Dauer der Anwendung

Creme zur Anwendung auf der Haut.


Eine langfristige (länger als 4 Wochen) oder großflächige (mehr als 20 % der Körperoberfläche) Anwendung von TriamCreme Lichtenstein sollte vermieden werden.


Unter Umständen kann die sogenannte Tandemtherapie sinnvoll sein, d. h. pro Tag einmal die Anwendung von TriamCreme Lichtenstein und nach 12 Stunden die Anwendung einer geeigneten glucocorticoidfreien Creme/Salbe.


Ebenso kann eine Intervalltherapie geeignet sein, mit ca. wöchentlich wechselnder Anwendung von TriamCreme Lichtenstein und einer glucocorticoidfreien Creme/Salbe.


Die Anwendung von TriamCreme Lichtenstein bei Kindern sollte über einen möglichst kurzen Behandlungszeitraum bei geringstmöglicher Dosierung erfolgen. Die Behandlung sollte bei Kindern nur kurzfristig (weniger als 2 Wochen) und kleinflächig (weniger als 10 % der Körperoberfläche) erfolgen.


Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von TriamCreme Lichtenstein zu stark oder zu schwach ist.


Wenn Sie eine größere Menge TriamCreme Lichtenstein angewendet haben, als Sie sollten

Im Allgemeinen wird TriamCreme Lichtenstein auch bei kurzfristiger Anwendung großer Mengen ohne Komplikationen vertragen. Es sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich. Falls Sie verstärkte oder ungewöhnliche Nebenwirkungen an sich beobachten, sollten Sie den Arzt um Rat fragen.


Bei lang dauernder und/oder großflächiger Anwendung, insbesondere unter Okklusion (z. B. Pflaster), kann es zu den beschriebenen Nebenwirkungen kommen. In diesen Fällen ist die Behandlung abzubrechen, was in der Regel zu einer Rückbildung der Anzeichen führt. Sie sollten Ihren Arzt um Rat fragen.


Wenn Sie die Anwendung von TriamCreme Lichtenstein vergessen haben

Sie können die unterlassene Anwendung im Laufe des Tages nachholen und am darauffolgenden Tag die von Ihrem Arzt verordnete Dosis wie gewohnt weiter anwenden.

Wenn Sie mehrmals die Anwendung vergessen haben, kann es unter Umständen zu einem Wiederaufflammen oder einer Verschlimmerung der behandelten Krankheit kommen. In solchen Fällen sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, der die Behandlung überprüfen und gegebenenfalls anpassen wird.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann TriamCreme Lichtenstein Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.


Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:


Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar


Nebenwirkungen

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, wenden Sie TriamCreme Lichtenstein nicht weiter an und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.


Selten kann es zu allergischen Hautreaktionen oder Hautreizung in Form von Brennen, Juckreiz, Hautrötung kommen. Bei länger dauernder oder großflächiger Anwendung kann es in seltenen Fällen zu Dünnerwerden der Haut („Pergamenthaut“), Erweiterung der oberflächlichen Hautgefäße, Dehnungsstreifen der Haut, Steroidakne, punktförmigen oder flächigen Einblutungen, entzündlichen Hautveränderungen im Gesicht, besonders um den Mund (rosaceaartige Dermatitis), vermehrter Behaarung, Änderung der Hautpigmentierung, verzögerter Wundheilung kommen.


Bei länger dauernder oder großflächiger Anwendung, besonders unter luftdicht abschließenden Verbänden (z. B. Pflaster, Windel) oder in Hautfalten, sind Cushing-Syndrom (typische Zeichen sind z. B. Vollmondgesicht, Stammfettsucht), Inaktivität bzw. Schwund der Nebennierenrinde nicht auszuschließen.


Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


5. WIE IST TriamCreme Lichtenstein AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.


Sie dürfen das Arzneimittel nach Ablauf des auf der Faltschachtel und der Tube angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


Nach Anbruch 12 Wochen haltbar.


Aufbewahrungsbedingungen:

Nicht über 25 °C lagern.

Vor starken Temperaturschwankungen schützen.


6. Weitere ANGABEN


Was TriamCreme Lichtensteinenthält:

Der Wirkstoff ist Triamcinolonacetonid. 1 g Creme enthält 1 mg Triamcinolonacetonid.


Die sonstigen Bestandteile sind:

Benzylalkohol (10 mg/g), Polyethylenwachs-Dispersion (bestehend aus dünnflüssigem Paraffin, Polyethylen), weißes Vaselin, Sorbitansesquioleat, Isopropylpalmitat, Citronensäure, Natriumhydroxid, Natriumedetat (Ph. Eur.), gereinigtes Wasser.


Inhalt der Packung:

Tuben mit 20 g und 50 g Creme.


Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Winthrop Arzneimittel GmbH

65927 Frankfurt am Main

Telefon: (01 80) 2 02 00 10*

Telefax: (01 80) 2 02 00 11*


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im September 2011.



Verschreibungspflichtig.


*0,06 €/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 €/min (Mobilfunk).