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Triamteren Hct Sandoz 50/25 Mg Tabletten

Document: 09.02.2006   Gebrauchsinformation (deutsch) change

Liebe Patientin, lieber Patient!

Bitte lesen Sie folgende Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimittels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.



Gebrauchsinformation



Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg Filmtabletten


Wirkstoffe: Triamteren, Hydrochlorothiazid



Zusammensetzung


1 Filmtablette enthält:


Arzneilich wirksame Bestandteile:

50 mg Triamteren, 25 mg Hydrochlorothiazid


Sonstige Bestandteile: mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Dimeticon, Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Macrogol 6000, Macrogolstearat 400, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke, α-Octadecyl-ω-hydroxy-poly(oxyethylen), Poly(ethylacrylat-co-methylmethacrylat), hochdisperses Siliciumdioxid, lösliche Stärke, vorverkleisterte Stärke, Sorbinsäure (Ph. Eur.), Talkum, Titandioxid (E 171), Eisenoxidhydrat (E 172)


Darreichungsform und Inhalt


Originalpackung mit 30 (N 1), 50 (N 2), 100 (N 3) Filmtabletten


Stoff- oder Indikationsgruppe oder Wirkungsweise


Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgist ein Arzneimittel zur Behandlung des hohen Blutdrucks sowie zur Entwässerung (Antihypertonikum/Diuretikum)



Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller


Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Carl-Zeiss-Ring 3

85737 Ismaning

E-Mail: info@sandoz.de







Anwendungsgebiete


Leichte Formen des Bluthochdrucks (Hypertonie), auch in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln.


Zur Langzeitbehandlung krankhafter Wasseransammlungen (Ödeme) durch Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen (kardiale, hepatische oder nephrogene Genese), bei denen ein Kaliumverlust vermieden werden soll.


Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz).



Gegenanzeigen


Wann dürfen Sie Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgnicht einnehmen?

Sie dürfen Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg nicht einnehmen bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe Triamteren, Hydrochlorothiazid oder andere Thiazide (Mittel zur Entwässerung) oder einen der sonstigen Bestandteile, bei Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide (mögliche Kreuzreaktionen beachten), bei schweren Nierenfunktionsstörungen (akutes Nierenversagen oder Niereninsuffizienz mit stark eingeschränkter oder fehlender Harnproduktion (Oligurie, Anurie); Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min), bei akuter Nierenentzündung (Glomerulonephritis), bei Leberversagen mit Bewusstseinsstörungen (Coma und Praecoma hepaticum), Gicht, bei vermindertem Blutvolumen (Hypovolämie), bei erhöhten Kaliumspiegeln im Serum (Hyperkaliämie), Kaliummangelzuständen, die auf eine Behandlung nicht ansprechen (therapie-resistente Hypokaliämie), bei erniedrigtem Natriumgehalt (Hyponatriämie), erhöhtem Kalziumspiegel (Hyperkalzämie) sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit.


Wann dürfen Sie Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgerst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden?

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgnur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwenden dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.


Eine besonders sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich bei stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie), bei schwerer “Arterienverkalkung” der Herzkranzgefäße oder der Hirngefäße (Koronar- oder Zerebralsklerose), bei Patienten mit bereits bestehender oder bisher nicht in Erscheinung getretener Zuckerkrankheit (manifester oder latenter Diabetes mellitus, regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich), bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30–60 ml/min; regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen sowie Überwachung der Serumkaliumwerte sind erforderlich), Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, bei Zuständen, die eine Übersäuerung des Blutes begünstigen (Prädisposition für eine respiratorische oder metabolische Azidose), bei Nierensteinen in der Vorgeschichte, bei Verdacht auf Folsäuremangel (z. B. bei Leberzirrhose oder aufgrund von chronischem Alkoholmissbrauch) sowie bei älteren Patienten.


Die gleichzeitige Behandlung mit ACE-Hemmern, anderen kaliumsparenden Arzneimitteln (z. B. Spironolacton, Amilorid) oder Kaliumsalzen ist wegen der erhöhten Gefahr des Auftretens einer Hyperkaliämie (Erhöhung des Kaliumspiegels) zu vermeiden.


Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch über. Da Hydrochlorothiazid die Milchproduktion hemmen kann, darf die Kombination in der Stillzeit nicht angewendet werden.


Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Anwendung von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg ist bei Kindern nicht vorgesehen.



Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise


Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.


Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einmal auf Sulfonamide (Mittel zur Behandlung von Infektionen) überempfindlich reagiert haben, da Sie dann möglicherweise auch auf Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgüberempfindlich reagieren (Kreuzreaktion).


Bei den ersten Anzeichen für eine Überempfindlichkeitsreaktion, die sich unter anderem in starker Atemnot oder Kreislaufversagen äußert, ist das Präparat abzusetzen und sofort Kontakt mit einem Arzt aufzunehmen.


Die Therapie sollte auf ärztliche Anweisung abgebrochen werden, sobald eine der obengenannten Gegenanzeigen bzw. eine der folgenden Krankheiten oder Beschwerden auftritt: Überempfindlichkeitsreaktionen, therapieresistente Stoffwechselentgleisungen (Stoffwechselstörungen, die auf eine Behandlung nicht ansprechen), ausgeprägte orthostatische Regulationsstörungen (Kreislaufregulationsstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen durch niedrigen Blutdruck), ausgeprägte Magen-Darm-Beschwerden, ausgeprägte zentralnervöse Störungen wie starke Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Nervosität, Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), akute Cholezystitis (akute Gallenblasenentzündung), Blutbildveränderungen (wie Verminderung der roten oder weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie)), Auftreten einer Vaskulitis (Gefäßentzündung), Verschlimmerung einer bestehenden Kurzsichtigkeit.


Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion (Glomerulumfiltrat unter 30 ml/min) ist Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgunwirksam und, da die glomeruläre Filtrationsrate weiter gesenkt wird, sogar schädlich.




Bei eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 60 ml/min) sollte Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgnicht bzw. nur dann angewendet werden, wenn Sie sich regelmäßigen ärztlichen Kontrolluntersuchungen mit besonders sorgfältiger Überwachung des Serumkaliumspiegels unterziehen.


Vor Behandlungsbeginn und während einer Behandlung mit Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg, insbesondere bei Langzeittherapie mit Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg, sollten die Serumelektrolyte (Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium), die harnpflichtigen Substanzen (Serumkreatinin und Harnstoff), die Blutfette (Cholesterin und Triglyzeride) sowie Blutzucker und Harnzucker, die Serumharnsäure und die Leberwerte (Transaminasen) regelmäßig kontrolliert werden. Dies gilt insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (besonders sorgfältige Überwachung der Kaliumwerte), Diabetes mellitus, bei Patienten unter gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden, Glukokortikoiden oder Abführmitteln sowie bei älteren Patienten.


Vor Therapiebeginn und in regelmäßigen Abständen während der Therapie sind außerdem die Thrombozyten sowie das Blutbild und Differentialblutbild zu kontrollieren.


Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgdarf vor einer Prüfung der Nebenschilddrüsenfunktion nicht mehr eingenommen werden.


Wenn Sie sich einem Glucosetoleranztest unterziehen müssen, muss Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgmindestens 3 Tage vor diesem Test abgesetzt werden.


Bei chronischem Diuretika-Gebrauch kann ein Pseudo-Bartter-Syndrom mit der Folge von Flüssigkeitsansammlungen in Geweben (Ödemen) auftreten. Die Ödeme sind Ausdruck eines Anstiegs des Renins mit der Folge eines sekundären Hyperaldosteronismus.


Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt beachten?

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen soweit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.


Wichtige Warnhinweise über bestimmte Bestandteile von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.






Wechselwirkungen mit anderen Mitteln


Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgbzw. welche anderen Arzneimittel werden von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg beeinflusst?

Bei gleichzeitiger Anwendung von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgund anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln, Schlafmitteln (Barbituraten), Mitteln zur Behandlung seelischer Erkrankungen (Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva), gefäßerweiternden Mitteln (Vasodilatatoren), Nitraten, Betarezeptorenblockern, anderen harntreibenden Mitteln (Diuretika) sowie Alkohol kann die blutdrucksenkende Wirkung von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgverstärkt werden.


Unter Behandlung mit Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgbesteht bei zusätzlicher Anwendung von blutdrucksenkenden ACE-Hemmern (z. B. Captopril, Enalapril) zu Behandlungsbeginn das Risiko eines massiven Blutdruckabfalls sowie einer Verschlechterung der Nierenfunktion. Eine Behandlung mit Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgsollte daher 2–3 Tage vor Beginn einer Behandlung mit ACE-Hemmern abgesetzt werden, um die Möglichkeit einer Hypotonie zu Behandlungsbeginn zu vermindern. Dies wird vom Arzt entschieden.


Die gleichzeitige Anwendung von Salizylaten und anderen nichtsteroidalen Antiphlogistika (Arzneimittel gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen, z. B. Indometacin, Acetylsalicylsäure) kann die blutdrucksenkende und harntreibende Wirkung von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg vermindern. Bei hochdosierter Salizylatgabe kann die schädigende Wirkung der Salizylate auf das zentrale Nervensystem verstärkt werden, was sich in verstärktem Auftreten von Nebenwirkungen dieser Wirkstoffe wie Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit äußert. Bei gleichzeitiger Gabe von Indometacin kann die glomeruläre Filtrationsrate eingeschränkt werden. Bei Patienten, die unter Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg-Therapie eine Hypovolämie entwickeln, kann die gleichzeitige Gabe von nichtsteroidalen Antiphlogistika ein akutes Nierenversagen auslösen.


Bei zusätzlicher Gabe von Indometacin, ACE-Hemmern, anderen kaliumsparenden Arzneimitteln (z. B. Amilorid, Spironolacton) oder Kaliumsalzen erhöht sich die Gefahr des Auftretens einer Hyperkaliämie (s. auch Gegenanzeigen).


Die Wirkung von Insulin oder oralen Antidiabetika (blutzuckersenkenden Arzneimitteln), harnsäuresenkenden Arzneimitteln sowie Noradrenalin und Adrenalin kann bei gleichzeitiger Anwendung von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg abgeschwächt werden.


Es besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Hyperglykämie (Erhöhung des Blutzuckerspiegels) bei gleichzeitiger Gabe von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgund Betarezeptorenblockern.


Regelmäßige Blutzuckerkontrollen sind angezeigt.


Bei gleichzeitiger Behandlung mit herzwirksamen Glykosiden ist zu beachten, dass bei einer sich unter Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg-Therapie entwickelnden Hypokaliämie (Kaliummangelzustand) und/oder Hypomagnesiämie (Magnesiummangelzustand) die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber herzwirksamen Glykosiden erhöht ist und die Wirkungen und Nebenwirkungen der herzwirksamen Glykoside entsprechend verstärkt werden.


Bei gleichzeitiger Anwendung von Zytostatika (Mittel zur Behandlung von Krebserkrankungen, z. B. Cyclophosphamid, Fluorouracil, Methotrexat) ist mit verstärkter Knochenmarkstoxizität (verstärkter Schädigung des Knochenmarks) zu rechnen.


Die gleichzeitige Anwendung von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgund Kortisonpräparaten (Glukokortikoide), ACTH, entzündungshemmenden Mitteln (Carbenoxolon, Salicylaten), Mitteln zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Amphotericin B), Antibiotika (Penicillin G), harntreibenden Mitteln (Furosemid) oder Abführmitteln (Laxantien) kann zu verstärkten Kaliumverlusten führen (engmaschige Kontrollen des Kaliumspiegels sind angezeigt).


Die gleichzeitige Gabe von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgund Lithium (Mittel zur Behandlung seelischer Erkrankungen) führt über eine verminderte Lithiumausscheidung zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden Wirkung des Lithiums (Kontrollen des Lithiumspiegels).


Die Wirkung von curareartigen Muskelrelaxantien (muskelentspannende Mittel, z. B. Tubocurarin) kann durch Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgverstärkt bzw. verlängert werden. Für den Fall, dass Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgvor der Anwendung peripherer Muskelrelaxantien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt über die Behandlung mit Triamteren HCT Sandoz 50/25 mginformiert werden.


Die gleichzeitige Anwendung von Mitteln zur Senkung erhöhter Blutfettwerte (Cholestyramin oder Colestipol) vermindert die Wirksamkeit von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg(der Bestandteil Hydrochlorothiazid wird schlechter aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen).


Die Chinidinausscheidung wird vermindert.


Bei gleichzeitiger Anwendung von Methyldopa sind in Einzelfällen Blutbildveränderungen (Hämolysen) durch Bildung von Antikörpern gegen den Hydrochlorothiazid-Anteil von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg beschrieben worden (Blutbildkontrollen).


Welche Getränke sollten Sie meiden?

Während der Einnahme von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgsollten Sie alkoholische Getränke meiden, da der Blutdruck durch Alkohol über das gewünschte Maß hinaus gesenkt werden kann.



Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung


Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgnicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg sonst nicht richtig wirken kann!


Wieviel von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgund wie oft sollten Sie Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgeinnehmen?

Die Dosierung wird individuell – vor allem nach dem Behandlungserfolg – vom Arzt festgelegt; sie darf nicht eigenmächtig geändert werden.


Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien für Erwachsene:


Bluthochdruck

Zu Beginn der Behandlung je 1 Filmtablette Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgmorgens und mittags; zur Dauerbehandlung genügt meist 1 Filmtablette Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgmorgens.


Flüssigkeitsansammlung im Gewebe infolge Erkrankungen der Nieren, des Herzens oder der Leber (kardiale, hepatische oder nephrogene Ödeme):

Zu Beginn der Behandlung morgens und mittags jeweils 1 – 2 Filmtabletten Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg; die weitere Dosierung richtet sich nach dem Grad der Ausschwemmung und wird vom Arzt bestimmt.


Erhaltungsdosis im allgemeinen 1/2 Filmtablette Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgtäglich bzw. 1 Filmtablette Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgintermittierend jeden 2. oder 3. Tag.


Bei Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen sollte Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgder Einschränkung entsprechend nach Anweisung des Arztes dosiert werden (siehe auch Gegenanzeigen).


Bei schwer kardial dekompensierten Patienten (ausgeprägte Wassereinlagerung infolge Herzmuskelschwäche) kann die Resorption von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgdeutlich eingeschränkt sein (regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen).


Hinweis:

Während der Behandlung mit Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgsind folgende Laborwerte regelmäßig zu kontrollieren: Serumelektrolyte (Kalium, Natrium, Kalzium, Magnesium), Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, Blutfette (Cholesterin, Triglyceride), Blutzucker, Harnzucker, Leberwerte, Blutbild (Thrombozyten, Differentialblutbild).


Wie und wann sollten Sie Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgeinnehmen?

Bitte nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) nach den Mahlzeiten ein. Die Einnahme erfolgt bei Einmalgabe morgens, bei zweimaliger Gabe morgens und mittags.


Während der Behandlung ist auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme sowie wegen eines möglichen Kaliumverlustes auf kaliumreiche Ernährung (Bananen, Gemüse, Nüsse) zu achten.







So teilen Sie Ihre Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgFilmtablette (Snap Tab):

Legen Sie die Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgFilmtablette mit der Bruchkerbe nach oben auf eine harte Unterlage. Durch leichten Daumendruck von oben zerteilen Sie die Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgFilmtablette in zwei gleich große Hälften.




Wie lange sollten Sie Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgeinnehmen?

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.


Eine Unterbrechung oder ein Absetzen der Behandlung darf nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen, es sei denn, es treten Nebenwirkungen auf, die ein Absetzen des Arzneimittels erfordern.


Nach Langzeittherapie sollte Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg ausschleichend abgesetzt werden.



Anwendungsfehler und Überdosierung


Um Anwendungsfehler zu vermeiden, nehmen Sie die Filmtabletten im Stehen oder Sitzen mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) ein.


Was ist zu tun, wenn Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgin zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?

Das klinische Bild bei einer Überdosierung ist vom Ausmaß des Volumenverlustes und der Elektrolytstörungen abhängig. Bei Überdosierung und Vergiftung mit Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgkann es zu Schwäche, Müdigkeit, Verwirrtheitszuständen, schweren Magen-Darm-Beschwerden, allergischen Hautreaktionen, starker Sehverschlechterung sowie zu starkem Blutdruckabfall kommen. Bei Anzeichen einer Überdosierung muß die Behandlung mit Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgumgehend abgesetzt werden.


Verständigen Sie sofort Ihren Arzt! Er wird sich bei der Behandlung der Überdosierung am Krankheitsbild orientieren und ggf. Erbrechen auslösen oder ggf. eine Magenspülung durchführen oder ggf. intensivmedizinische Maßnahmen ergreifen.


Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgangewendet oder eine Anwendung vergessen haben?

Fahren Sie mit der Einnahme in der vom Arzt verordneten Menge fort. Holen Sie eine vergessene Tablette nicht durch Einnahme der doppelten Menge nach.



Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?

Bevor Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, müssen Sie Ihren Arzt darüber informieren, da sich Ihre Erkrankung andernfalls weiter verschlechtern kann.

Nach längerer Einnahme von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mg sollte die Behandlung langsam (ausschleichend) beendet werden.



Nebenwirkungen


Zur Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:


Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten einschließlich Einzelfälle


Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgauftreten?

Sehr häufig kommt es insbesondere bei langfristiger, kontinuierlicher Anwendung von Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgzu Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, insbesondere zu erhöhten Kalium- und verminderten Natrium-Serumspiegeln (Hyperkaliämie bzw. Hyponatriämie), ferner zu verminderten Chlorid- und Magnesium-Serumspiegeln (Hypochlorämie, Hypomagnesiämie), erhöhten Kalziumspiegeln (Hyperkalzämie) sowie gelegentlich zu verminderten Kalium-Serumspiegeln (Hypokaliämie). Verstärkte Magnesiumausscheidungen im Harn (Hypermagnesiurien) sind sehr häufig und äußern sich nur selten als Magnesiummangel im Blut (Hypomagnesiämien) weil Magnesium aus den Knochen mobilisiert wird. Regelmäßige Kontrollen der Elektrolyte im Serum sind angezeigt.


Bei hoher Dosierung können übermäßige, auf die verstärkte Harnausscheidung zurückzuführende Flüssigkeits- und Natriumverluste auftreten, die sich häufig als Mundtrockenheit und Durst, Schwäche- und Schwindelgefühl, Benommenheit, Muskelschmerzen, Muskelverspannungen und Muskelkrämpfe (z. B. Wadenkrämpfe), Kopfschmerzen, Nervosität, verminderter Blutdruck (Hypotonie), Kreislaufstörungen mit vermindertem Blutdruck beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Regulationsstörungen) und Herzklopfen äußern. Bei exzessiver Harnausscheidung kann es infolge “Entwässerung” (Dehydratation) und verminderter zirkulierender Blutmenge (Hypovolämie) zur Bluteindickung (Hämokonzentration) und gelegentlich zu Schüttelkrämpfen (Konvulsionen), Verwirrtheitszuständen, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma, Kreislaufkollaps und zu einem akuten Nierenversagen sowie als Folge der Hämokonzentration – insbesondere bei Vorliegen von Venenerkrankungen oder bei älteren Patienten – zu Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln) und Embolien (Einengung von Blutgefäßen durch verschleppte Blutgerinnsel) kommen.


Als Begleiterscheinung erhöhter Kalium-Serumspiegel (Hyperkaliämie) können Müdigkeit, Schwächegefühl, Verwirrtheitszustände, Missempfindungen (Parästhesien) und schlaffe Lähmungen (Paralysen), eine starke Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie) sowie andere Herzrhythmusstörungen auftreten.


Infolge verminderter Kalium-Serumspiegel (Hypokaliämie) kann es zu Müdigkeit, Schläfrigkeit, Muskelschwäche, Missempfindungen an den Gliedmaßen (Parästhesien), Lähmungen (Paresen), Teilnahmslosigkeit (Apathie), Stuhlverstopfung (Obstipation), übermäßiger Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt (Meteorismus) und Herzrhythmusstörungen kommen.


Schwere Kaliumverluste können zu einer Darmlähmung (paralytischen Ileus) und zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen.


Sehr häufig kommt es zu erhöhten Harnsäurespiegeln im Blut (Hyperurikämie). Dies kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanfällen führen (regelmäßige Kontrollen der Harnsäure).


Die Therapie mit diesem Kombinationsarzneimittelführt häufig zu einer Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämie) und zu vermehrter Ausscheidung von Glukose im Urin (Glukosurie). Dies kann bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit (manifester Diabetes mellitus) zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage führen. Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann sich bemerkbar machen. Regelmäßige Blutzuckerkontrollen sind angezeigt.


Häufig kann ein in der Regel reversibler Anstieg der harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff) im Serum beobachtet werden und gelegentlich ein meist vorübergehender Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride) auftreten.


Durch den Anteil an Triamteren kann es zu einer stoffwechselbedingten Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose) kommen.


Häufig wurden Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum) beobachtet.


Unter der Behandlung mit Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgkönnen gelegentlich Arzneimittelfieber, allergische Hautreaktionen (z. B. Hautrötung (Erythem), Hautausschlag (Exanthem), photoallergisches Exanthem (Hautausschlag nach Sonnen- und UV-Strahleneinwirkung), Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz (Pruritus)), erhöhte Blutspiegel an dem Enzym Amylase (Hyperamylasämie), Gelbsucht (cholestatischer Ikterus), eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) und – insbesondere bei vorbestehenden Gallensteinleiden (Cholelithiasis) – eine akute Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) auftreten.


Gelegentlich wurden eine akute Nierenentzündung (akute interstitielle Nephritis), Nierensteine (Nephrolithiasis), eine Gefäßentzündung (Vaskulitis) und deren Komplikationen, eine Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) sowie der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), sehr selten eine megaloblastäre Anämie, eine hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose), eine Anämie durch Blutbildungsstörungen im Knochenmark (aplastische Anämie) oder infolge Bildung von Antikörpern gegen Hydrochlorothiazid insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von Methyldopa ein vermehrter Zerfall roter Blutkörperchen (Immunhämolytische Anämie) beobachtet.


Ebenfalls gelegentlich kann es zu Potenzstörungen und geringgradigen Sehstörungen (z. B. verschwommenes Sehen, Farbsehstörungen (Gelbsehen)) kommen. Eine bestehende Kurzsichtigkeit kann sich verschlimmern. Eine Einschränkung der Bildung von Tränenflüssigkeit ist gelegentlich aufgetreten. Dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu berücksichtigen.


Unter Hydrochlorothiazid wurde gelegentlich über das Auftreten einer Lungenentzündung (akute interstitielle Pneumonie) berichtet.


Sehr selten wurde ein plötzlich auftretendes Lungenödem mit Schocksymptomatik beschrieben. Eine allergische Reaktion gegenüber Hydrochlorothiazid wird angenommen.


Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.


Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über aufgetretene Nebenwirkungen, damit er diese ggf. spezifisch behandeln kann.


Beim Auftreten von ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf Triamteren HCT Sandoz 50/25 mgnicht nochmals eingenommen werden. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.



Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels




Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden.

Nicht über 25°C lagern.

Im Originalbehältnis aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.



Stand der Information:

Februar 2006



Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!


Triamteren HCT Sandoz 50/25 pal mark 14/14 Februar 2006