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Valedonis 25 mg filmtabletten



Gebrauchsinformation Valedonis 25 mg filmtabletten

Gebrauchsinformation: Information fur Patienten

Valedonis 25 mg Filmtabletten Sildenafil

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht:

1.    Was ist Valedonis und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Einnahme von Valedonis beachten?

3.    Wie ist Valedonis einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Valedonis aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Valedonis und wofur wird es angewendet?

Was ist Valedonis?

Valedonis enthalt den Wirkstoff Sildenafil, der zu einer Gruppe von Arzneimitteln mit der Bezeichnung Phosphodiesterase-Typ-5-(PDE5)-Hemmer gehort. Dieses Arzneimittel ermoglicht eine Erektion, die ausreichend lange anhalt, um die sexuelle Aktivitat befriedigend zu vollenden. Es verringert die Wirkung des naturlichen chemischen Stoffs in Ihrem Korper, der Erektionen verhindert. Dieses Arzneimittel wirkt nur, wenn Sie sexuell erregt sind.

Wofur wird Valedonis angewendet?

Valedonis ist ein Arzneimittel zur Behandlung von erwachsenen Mannern mit einer Erektionsstorung, die gelegentlich auch als Impotenz bezeichnet wird. Diese liegt vor, wenn ein Mann keinen fur die sexuelle Aktivitat ausreichend harten, aufgerichteten Penis bekommt oder beibehalten kann.

2. Was sollten Sie vor der Einnahme von Valedonis beachten?

Valedonis darf NICHT eingenommen werden,

-    wenn Sie allergisch gegen Sildenafil oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

-    wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Nitrate (z. B. Glyceroltrinitrat) oder Stickstoffmonoxid-Donatoren (z. B. Amylnitrit, auch „Poppers“ genannt) enthalten. Diese Arzneimittel werden oft zur Linderung einer „Brustenge“ (Angina pectoris) angewendet. Die gleichzeitige Einnahme dieser Arzneimittel mit Valedonis kann schwerwiegende Auswirkungen auf Ihren Blutdruck haben. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie irgendeines dieser Arzneimittel einnehmen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

-    wenn Sie an einer schweren Herzerkrankung leiden.

-    wenn Sie vor Kurzem einen Schlaganfall oder einen Herzanfall hatten.

-    wenn Sie niedrigen Blutdruck haben.

-    wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden.

-    wenn Sie bestimmte seltene ererbte Augenerkrankungen haben (z. B. Retinitis pigmentosa).

-    wenn Sie jemals einen Sehverlust wegen eines sogenannten „Schlaganfalls des Auges“ hatten (nicht-arteriitische anteriore ischamische Optikusneuropathie, NAION).

Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Valedonis einnehmen,

-    wenn Sie Probleme mit Ihrem Herzen haben. In diesem Fall sollte Ihr Arzt sorgfaltig prufen, ob Ihr Herz der zusatzlichen Anstrengung durch sexuelle Aktivitaten gewachsen ist.

-    wenn Sie unter den folgenden Krankheiten oder Beschwerden leiden, da vermehrt Nebenwirkungen auftreten konnen:

•    eine krankhafte Veranderung der roten Blutkorperchen (Sichelzellanamie);

•    Blutkrebs (Leukamie);

•    Knochenmarkkrebs (multiples Myelom);

•    Erkrankungen oder Verformungen des Penis.

-    wenn Sie unter den folgenden Krankheiten leiden, informieren Sie bitte Ihren Arzt daruber. Er wird sorgfaltig uberprufen, ob Valedonis fur Sie geeignet ist:

•    wenn Sie zurzeit an einem Magengeschwur leiden;

•    wenn Sie an einer Blutgerinnungsstorung (z. B. Hamophilie) leiden.

-    wenn Sie an Nieren- oder Leberproblemen leiden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt daruber. Moglicherweise wird er sich in diesem Fall bei Ihnen fur eine niedrigere Dosis entscheiden.

Sie sollten dieses Arzneimittel NICHT einnehmen,

-    wenn Sie bereits andere Behandlungen von Erektionsstorungen anwenden.

-    wenn Sie bereits mit Sildenafil-haltigen Arzneimitteln zur Behandlung von hohem Blutdruck in den BlutgefaBen der Lunge (pulmonale arterielle Hypertonie, PAH) oder mit irgendwelchen anderen PDE5 Hemmern behandelt werden.

-    wenn Sie keine Erektionsstorung haben.

-    wenn Sie eine Frau sind.

Wenn Sie eine plotzliche Abnahme oder einen Verlust Ihres Sehvermogens bemerken, brechen Sie die Einnahme von Valedonis ab und benachrichtigen Sie SOFORT Ihren Arzt.

Kinder und Jugendliche

Dieses Arzneimittel darf von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren NICHT eingenommen werden.

Einnahme von Valedonis zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen , kurzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

In einer medizinischen Notfallsituation mussen Sie jeden, der Ihren Zustand behandelt, daruber informieren, dass Sie Valedonis eingenommen haben.

Nehmen Sie Valedonis NICHT ein, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Nitrate (z. B. Glyceroltrinitrat) oder Stickstoffmonoxid-Donatoren (z. B. Amylnitrit, auch „Poppers“ genannt) enthalten. Diese Arzneimittel werden oft zur Linderung einer „Brustenge“ (Angina pectoris) angewendet. Die gleichzeitige Einnahme von Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donatoren mit Valedonis kann schwerwiegende Auswirkungen auf Ihren Blutdruck haben.

Die Einnahme von Valedonis zusammen mit bestimmten anderen Arzneimitteln kann problematisch sein. Bitte informieren Sie deshalb Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:

-    Ritonavir oder Saquinavir (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen);

-    Ketoconazol oder Itraconazol (Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen);

-    Erythromycin (ein Antibiotikum);

-    Cimetidin (Arzneimittel zur Behandlung von Sodbrennen und Magen-Darm-Geschwuren);

-    Alphablocker (Gruppe von Arzneimitteln zur Behandlung von Bluthochdruck oder einer VergroBerung der Prostata [benigne Prostatahyperplasie]).

Bei einigen Patienten, die Alphablocker einnehmen, kann es beim Aufstehen zu Schwindel oder Benommenheit kommen. Dies sind Beschwerden eines Blutdruckabfalls bei raschem Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen (orthostatische Hypotonie). Diese Beschwerden treten meist innerhalb von 4 Stunden nach Einnahme von Valedonis auf. Um die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Beschwerden zu verringern, sollte die Dosierung Ihres Alphablockers bereits stabil mit einer gleichbleibenden taglichen Dosis eingestellt sein. Erst dann sollten Sie mit der Anwendung von Valedonis beginnen.

Wenn Sie eines der genannten Arzneimittel einnehmen, wird der Arzt Ihre Behandlung wahrscheinlich mit der niedrigsten Dosis (25 mg) von Valedonis beginnen. Wenn Sie Ritonavir einnehmen, durfen Sie eine Maximaldosis von 25 mg Sildenafil in 48 Stunden nicht uberschreiten.

Einnahme von Valedonis zusammen mit Nahrungsmitteln, Getranken und Alkohol

Wenn dieses Arzneimittel mit einer Mahlzeit eingenommen wird, kann es etwas langer dauern, bis Valedonis seine Wirkung entfaltet.

Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, wenn Sie Valedonis einnehmen. Der Saft kann die ubliche Wirkung dieses Arzneimittels beeintrachtigen.

Der Genuss von Alkohol kann die Erektionsstorungen verschlimmern. Um den groBten Nutzen aus Ihrem Arzneimittel zu ziehen, wird Ihnen empfohlen, vor der Einnahme dieses Arzneimittels moglichst keinen Alkohol zu trinken.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann bei einigen Personen Schwindel hervorrufen oder ihr Seh- oder Horvermogen beeintrachtigen. Wenn Sie sich nach der Einnahme von Valedonis schwindlig fuhlen oder Ihr Seh- oder Horvermogen beeintrachtigt ist, durfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

3. Wie ist Valedonis einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis betragt

Nehmen Sie 1 Filmtablette Valedonis etwa 1 Stunde vor der sexuellen Aktivitat ein. Schlucken Sie die Filmtablette im Ganzen mit einem Glas Wasser.

Nehmen Sie nicht mehr Filmtabletten ein, als Ihr Arzt Ihnen genannt hat.

Nehmen Sie Valedonis nicht haufiger als 1-mal pro Tag ein.

Dieses Arzneimittel verhilft Ihnen nur zu einer Erektion, wenn Sie sexuell erregt sind. Die Zeit bis zum Eintritt der Wirkung von Valedonis ist von Mann zu Mann verschieden. Sie betragt aber normalerweise ‘A bis 1 Stunde. Moglicherweise werden Sie feststellen, dass die Wirkung dieses Arzneimittels spater eintritt, wenn Sie es mit einer uppigen Mahlzeit einnehmen.

Falls dieses Arzneimittel bei Ihnen nicht dazu beitragt, eine Erektion auszulosen, oder die Erektion nicht lange genug anhalt, um den Geschlechtsverkehr zu vollenden, sollten Sie mit Ihrem Arzt daruber sprechen.

Wenn Sie eine groBere Menge von Valedonis eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Mannern, die zu viel Valedonis einnehmen, konnen mehr Nebenwirkungen oder starke Muskelschmerzen auftreten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine grobere Menge von Valedonis eingenommen haben, als Sie sollten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen. Die Nebenwirkungen, die in Verbindung mit Sildenafil beschrieben werden, sind zumeist leicht bis mabig und von kurzer Dauer.

Wenn bei Ihnen eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen auftritt, beenden Sie die Einnahme von Valedonis und suchen Sie sofort einen Arzt auf:

-    eine allergische Reaktion - tritt gelegentlich auf (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen) Die Symptome beinhalten plotzlich einsetzendes pfeifendes Atmen, Schwierigkeiten beim Atmen oder Schwindelgefuhl, Schwellung der Augenlider, des Gesichts, der Lippen oder des Rachens.

-    Brustschmerzen - treten gelegentlich auf

Falls dies wahrend oder nach dem Geschlechtsverkehr auftritt:

-    Nehmen Sie eine halbsitzende Haltung ein und versuchen Sie zu entspannen.

-    Verwenden Sie keine Nitrate, um Ihre Brustschmerzen zu behandeln.

-    ubermabig lang anhaltende und manchmal schmerzhafte Erektionen - treten selten auf (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Wenn Sie eine derartige, mehr als 4 Stunden andauernde Erektion haben, sollten Sie umgehend einen Arzt zu Rate ziehen.

-    plotzliche Verschlechterung oder Verlust des Sehvermogens - tritt selten auf

-    schwerwiegende Hautreaktionen - treten selten auf

Zu den Symptomen konnen schwere Hautabschilferung und starke Hautschwellungen, Blasenbildung im Mund, an den Genitalien und um die Augen sowie Fieber zahlen.

-    Krampfanfalle oder Anfalle - treten selten auf Andere Nebenwirkungen:

Sehr haufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen): Kopfschmerzen.

Haufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen): Ubelkeit, Gesichtsrotung, Hitzewallung (mit Beschwerden wie z. B. plotzlichem Warmegefuhl im Oberkorper), Verdauungsstorungen, Storungen des Farbsehens, verschwommenes Sehen, Sehstorungen, verstopfte Nase und Schwindel.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen): Erbrechen, Hautausschlage, Augenreizung, blutunterlaufene/ gerotete Augen, Augenschmerzen, Sehen von Lichtblitzen, optische Helligkeit, Lichtempfindlichkeit, wassrige Augen, Herzklopfen, schneller Herzschlag oder Herzjagen, Bluthochdruck, niedriger Blutdruck, Muskelschmerzen, Schlafrigkeit, vermindertes Tastgefuhl, Drehschwindel, Ohrensausen, trockener Mund, blockierte oder verstopfte Nasennebenhohlen, Entzundung der Nasenschleimhaut (mit Beschwerden wie z. B. laufender Nase, Niesen und verstopfter Nase), Schmerzen im Oberbauch, gastroosophageale Refluxerkrankung (mit Beschwerden wie z. B.

Sodbrennen), Blut im Urin, Schmerzen in den Armen oder Beinen, Nasenbluten, Warmegefuhl und Mudigkeit.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen): Ohnmacht, Schlaganfalle, Herzinfarkte, unregelmabiger Herzschlag, vorubergehende Durchblutungsstorung des Gehirns, Engegefuhl im Hals, tauber Mund, Blutung im Hintergrund der Augen, Doppeltsehen, verminderte Sehscharfe, abnormales Gefuhl im Auge, Schwellung des Auges oder Augenlids, kleine Teilchen oder Punkte im Gesichtsfeld, Wahrnehmung von Lichtkranzen um Lichtquellen, Pupillenerweiterung, Verfarbung des Augapfels, Penisblutung, Blut im Sperma, trockene Nase, Schwellung in der Nase, Reizbarkeit und plotzliche Schwerhorigkeit oder Taubheit.

Aus der Erfahrung nach der Marktzulassung wurden selten Falle von instabiler Angina pectoris (eine Herzerkrankung) und plotzliche Todesfalle beschrieben. Dabei ist anzumerken, dass die meisten, aber nicht alle Manner, bei denen diese Nebenwirkungen auftraten, vor Einnahme dieses Arzneimittels Herzerkrankungen aufwiesen. Es ist nicht moglich zu beurteilen, ob diese Ereignisse in direktem Zusammenhang mit Valedonis standen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. Wie ist Valedonis aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ und der Blisterpackung nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Valedonis enthalt

-    Der Wirkstoff ist Sildenafil.

Jede Filmtablette enthalt Sildenafilcitrat entsprechend 25 mg Sildenafil.

-    Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose; Hypromellose; Croscarmellose-Natrium; Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]; Calciumhydrogenphosphat; Talkum; Macrogol (6000); Titandioxid; Eisen(III)-oxid.

Wie Valedonis aussieht und Inhalt der Packung

Valedonis sind weibe bis gebrochen weibe, langliche Filmtabletten mit Steg.

Valedonis ist in Packungen mit 1, 2, 4, 8 oder 12 Filmtabletten in Blisterpackungen erhaltlich. Es werden moglicherweise nicht alle Packungsgroben in den Verkehr gebracht

Pharmazeutischer Unternehmer

TEVA GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH Ludwig-Merckle-StraBe 3 89143 Blaubeuren Deutschland

HBM Pharma s.r.o. Sklabinská 30 036 80 Martin Slowakei


Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im November 2014.

Versionscode: Z09

Valedonis 25 mg Filmtabletten

Fachinformation Valedonis 25 mg filmtabletten

F achinformation

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Valedonis 25 mg Filmtabletten Valedonis 50 mg Filmtabletten Valedonis 100 mg Filmtabletten

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Valedonis 25 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthalt 25 mg Sildenafil (als Citrat).

Valedonis 50 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthalt 50 mg Sildenafil (als Citrat).

Valedonis 100 mg Filmtabletten

Jede Filmtablette enthalt 100 mg Sildenafil (als Citrat).

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Filmtablette

Valedonis 25 mg Filmtabletten

WeiBe bis gebrochen weiBe, langliche Filmtablette mit Steg.

Valedonis 50 mg Filmtabletten

WeiBe bis gebrochen weiBe, langliche Filmtablette mit Steg und Bruchkerbe auf einer Seite. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Valedonis 100 mg Filmtabletten

WeiBe bis gebrochen weiBe, langliche Filmtablette mit Steg und Bruchkerbe auf einer Seite. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

4.    KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Behandlung von Mannern mit erektiler Dysfunktion. Das ist die Unfahigkeit, eine fur einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.

Sildenafil kann nur wirken, wenn eine sexuelle Stimulation vorliegt.

4.2    Dosierung, Art und Dauer    der Anwendung

Zum Einnehmen.

Anwendung bei Erwachsenen:

Die empfohlene Dosis betragt 50 mg, sie ist ungefahr 1 Stunde vor dem Geschlechtsverkehr einzunehmen. Entsprechend der Wirksamkeit und Vertraglichkeit kann die Dosis auf 100 mg erhoht oder auf 25 mg verringert werden. Die empfohlene Maximaldosis betragt 100 mg. Die Einnahme darf nicht haufiger als einmal taglich erfolgen. Wenn Sildenafil zusammen mit Nahrung eingenommen wird, kann der Wirkungseintritt im Vergleich zur Nuchterneinnahme verzogert sein (siehe Abschnitt 5.2).

Anwendung bei alteren Patienten:

Dosisanpassungen bei alteren Patienten (> 65 Jahre) sind nicht erforderlich.

Anwendung bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion:

Die Dosisempfehlungen unter „Anwendung bei Erwachsenen“ gelten auch fur Patienten mit leichter bis maBiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance = 30 bis 80 ml/min).

Da bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) die Sildenafil-Clearance vermindert ist, sollte eine Dosis von 25 mg erwogen werden. Entsprechend der Wirksamkeit und Vertraglichkeit kann die Dosis auf 50 mg und dann auf 100 mg erhoht werden.

Anwendung bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion:

Da bei Patienten mit Leberinsuffizienz (z. B. Leberzirrhose) die Sildenafil-Clearance vermindert ist, sollte eine Dosis von 25 mg erwogen werden. Entsprechend Wirksamkeit und Vertraglichkeit kann die Dosis auf 50 mg und dann auf 100 mg erhoht werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen:

Valedonis ist nicht fur die Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren angezeigt.

Anwendung bei Patienten, die andere Arzneimittel anwenden:

Mit Ausnahme von Ritonavir, fur das eine gleichzeitige Gabe von Sildenafil nicht angezeigt ist (siehe Abschnitt 4.4), sollte bei erstmaliger Anwendung bei Patienten, die eine begleitende Behandlung mit CYP3A4-Hemmstoffen erhalten, eine Dosis von 25 mg erwogen werden (siehe Abschnitt 4.5).

Um die Moglichkeit einer orthostatischen Hypotonie moglichst gering zu halten, sollten Patienten, die mit Alphablockern behandelt werden, vor Beginn der Sildenafil-Behandlung stabil eingestellt sein. Daruber hinaus sollte eine Initialdosis von 25 mg Sildenafil in Erwagung gezogen werden (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.3 Gegenanzeigen

Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Entsprechend seiner pharmakologischen Wirkung auf den

Stickstoffmonoxid-zyklischen-Guanosinmonophosphat-(cGMP)-Stoffwechsel (siehe Abschnitt 5.1) konnte gezeigt werden, dass Sildenafil den blutdrucksenkenden Effekt von Nitraten verstarkt. Daher ist die gleichzeitige Gabe mit Stickstoffmonoxid-Donatoren (wie beispielsweise Amylnitrit) oder jeglichen Nitraten kontraindiziert.

Bei Patienten, die aufgrund einer nicht arteriitischen anterioren ischamischen Optikusneuropathie (NAION) ihre Sehkraft auf einem Auge verloren haben, ist Sildenafil kontraindiziert, unabhangig davon, ob der Sehverlust mit einer vorherigen Einnahme eines PDE5-Hemmers in Zusammenhang stand oder nicht (siehe Abschnitt 4.4).

Mittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion wie auch Sildenafil sind bei Patienten, denen von sexueller Aktivitat abzuraten ist (z. B. Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie instabiler Angina pectoris oder schwerer Herzinsuffizienz), nicht anzuwenden.

Bei folgenden Patienten wurde die Sicherheit von Sildenafil nicht untersucht, daher ist die Anwendung kontraindiziert: schwere Leberinsuffizienz, Hypotonie (Blutdruck < 90/50 mmHg), Patienten mit kurzlich erlittenem Schlaganfall oder Herzinfarkt sowie mit bekannter erblich bedingter degenerativer

Retinaerkrankung wie beispielsweise Retinitis pigmentosa (eine Minderheit dieser Patienten hat eine genetisch bedingte Storung der retinalen Phosphodiesterasen).

4.4 Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Bevor eine medikamentose Therapie in Betracht gezogen wird, sollte die Diagnose einer erektilen Dysfunktion gestellt und zugrunde liegende Ursachen mittels Anamnese und korperlicher Untersuchung ermittelt werden.

Vor dem Beginn jeglicher Behandlung einer erektilen Dysfunktion sollten die behandelnden Arzte den kardiovaskularen Status ihrer Patienten berucksichtigen, da mit sexueller Aktivitat ein gewisses kardiales Risiko einhergeht. Aufgrund seiner vasodilatatorischen Eigenschaften bewirkt Sildenafil eine leichte und vorubergehende Blutdrucksenkung (siehe Abschnitt 5.1). Vor der Verordnung von Sildenafil sollen Arzte sorgfaltig erwagen, ob Patienten mit bestimmten Grunderkrankungen durch diese gefaBerweiternde Wirkung beeintrachtigt werden konnten, insbesondere in Kombination mit sexueller Aktivitat. Zu Patienten mit erhohter Empfindlichkeit gegenuber gefaBerweiternden Substanzen gehoren Patienten mit einer Obstruktion des linksventrikularen Ausflusstrakts (z. B. Aortenstenose, hypertroph-obstruktive Kardiomyopathie) oder Patienten mit dem seltenen Syndrom der Multisystematrophie, das sich in einer schweren Storung der autonomen Blutdruckkontrolle manifestiert.

Sildenafil potenziert die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten (siehe Abschnitt 4.3).

Schwerwiegende kardiovaskulare Ereignisse, einschlieBlich Herzinfarkt, instabile Angina pectoris, plotzlicher Herztod, ventrikulare Arrhythmie, zerebrovaskulare Blutung, transitorische ischamische Attacke, Hypertonie und Hypotonie wurden nach der Markteinfuhrung im zeitlichen Zusammenhang mit dem Gebrauch von Sildenafil gemeldet. Die meisten dieser Patienten, aber nicht alle, hatten vorbestehende kardiovaskulare Risikofaktoren. Fur viele Ereignisse wurde gemeldet, dass sie wahrend oder kurz nach dem Geschlechtsverkehr auftraten, und fur einige wenige, dass sie kurz nach dem Gebrauch von Sildenafil ohne sexuelle Aktivitat auftraten. Es ist unmoglich zu entscheiden, ob diese Ereignisse direkt mit diesen Faktoren oder mit anderen Faktoren zusammenhangen.

Die Behandlung einer erektilen Dysfunktion, auch mit Sildenafil, sollte dann mit Vorsicht erfolgen, wenn anatomische Penismissbildungen wie Angulation, Fibrose im Bereich der Corpora cavernosa oder die Peyronie-Krankheit vorliegen sowie bei Patienten mit fur Priapismus pradisponierenden Erkrankungen (wie Sichelzellanamie, Plasmozytom, Leukamie).

Es liegen keine Studien zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Sildenafil in Kombination mit anderen Behandlungen einer erektilen Dysfunktion vor. Die Anwendung solcher Kombinationen wird daher nicht empfohlen.

Falle von Sehstorungen sind in Zusammenhang mit der Einnahme von Sildenafil und anderen PDE5-Hemmern spontan berichtet worden (siehe Abschnitt 4.8). Falle von nicht arteriitischer anteriorer ischamischer Optikusneuropathie (NAION), einer seltenen Erkrankung, sind in Zusammenhang mit der Einnahme von Sildenafil und anderen PDE5-Hemmern berichtet worden, sowohl spontan erfasst als auch in einer Anwendungsbeobachtung (siehe Abschnitt 4.8). Patienten mussen daruber aufgeklart werden, dass sie beim Auftreten einer plotzlichen Sehstorung jeglicher Art Sildenafil absetzen und sofort einen Arzt aufsuchen sollen (siehe Abschnitt 4.3).

Eine gleichzeitige Gabe von Sildenafil und Ritonavir wird nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Wenn Patienten unter Alphablocker-Therapie Sildenafil erhalten, ist Vorsicht geboten, da eine gleichzeitige Anwendung bei einigen wenigen empfindlichen Personen zu symptomatischer Hypotonie fuhren kann (siehe Abschnitt 4.5). Am wahrscheinlichsten tritt diese innerhalb von 4 Stunden nach Einnahme von Sildenafil auf. Um die Moglichkeit einer orthostatischen Hypotonie moglichst gering zu halten, sollten Patienten, die mit Alphablockern behandelt werden, vor Beginn der

Behandlung mit Sildenafil hamodynamisch stabil eingestellt sein. Eine Initialdosis von 25 mg Sildenafil sollte in Erwagung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.2). Daruber hinaus sollten Árzte die Patienten daruber aufklaren, wie sie sich beim Auftreten von Symptomen einer orthostatischen Hypotonie verhalten sollen.

Studien an menschlichen Thrombozyten haben Hinweise darauf erbracht, dass Sildenafil die antiaggregatorische Wirkung von Nitroprussid-Natrium in vitro verstarkt. Es liegen keine Daten uber die Unbedenklichkeit der Anwendung von Sildenafil an Patienten mit Blutungsstorungen oder aktiven peptischen Ulzera vor. Daher sollte die Gabe von Sildenafil an diese Patienten nur nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung erfolgen.

Fur die Behandlung von Frauen ist Valedonis nicht indiziert.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Wirkungen anderer Arzneimittel auf Sildenafil In-vitro-Studien:

Der Sildenafil-Metabolismus wird grundsatzlich durch die Cytochrom-P450 (CYP)-Isoenzyme 3A4 (Hauptweg) und 2C9 (Nebenweg) vermittelt. Die Sildenafil-Clearance kann folglich durch Inhibitoren dieser Isoenzyme herabgesetzt sein.

In-vivo-Studien:

Die Analyse pharmakokinetischer Daten aus den durchgefuhrten klinischen Studien wies auf eine reduzierte Sildenafil-Clearance bei gleichzeitiger Gabe von CYP3A4-Inhibitoren (wie Ketoconazol, Erythromycin, Cimetidin) hin. Obwohl bei den Patienten, die gleichzeitig CYP3A4-Inhibitoren erhielten, keine Zunahme von unerwunschten Ereignissen beobachtet wurde, sollte hier eine Anfangsdosis von 25 mg in Erwagung gezogen werden.

Die gleichzeitige Gabe des HIV-Protease-Hemmstoffs Ritonavir im Steady State (zweimal taglich 500 mg), der ein hochpotenter P450-Hemmstoff ist, und Sildenafil (100-mg-Einzeldosis) bewirkte eine 300%ige (4-fache) Steigerung der Sildenafil-Cmax und eine 1.000%ige (11-fache) Steigerung der Sildenafil-Plasma-AUC. Nach 24 Stunden betrugen die Sildenafil-Plasmaspiegel noch etwa 200 ng/ml im Vergleich zu 5 ng/ml, wenn Sildenafil alleine gegeben wurde. Dies entspricht den ausgepragten Effekten von Ritonavir auf ein breites Spektrum von P450-Substraten. Sildenafil hatte keine Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Ritonavir. Aufgrund dieser pharmakokinetischen Ergebnisse ist von der gleichzeitigen Gabe von Sildenafil und Ritonavir abzuraten (siehe Abschnitt 4.4), und in jedem Fall sollte die maximale Sildenafil-Dosis unter keinen Umstanden 25 mg innerhalb 48 Stunden uberschreiten.

Die gleichzeitige Gabe des HIV-Protease-Hemmstoffs Saquinavir, eines CYP3A4-Hemmstoffs, im Steady State (dreimal taglich 1200 mg) und von Sildenafil (100-mg-Einzeldosis) bewirkte eine 140%ige Steigerung der Sildenafil-Cmax und eine 210%ige Steigerung der Sildenafil-Plasma-AUC. Sildenafil hatte keine Auswirkungen auf die Pharmakokinetik von Saquinavir (siehe Abschnitt 4.2). Bei starkeren CYP3A4-Hemmstoffen wie Ketoconazol und Itraconazol durften grobere Effekte zu erwarten sein.

Bei Gabe einer Einzeldosis von 100 mg Sildenafil mit Erythromycin, einem spezifischen CYP3A4-Hemmstoff, im Steady State (zweimal taglich 500 mg fur 5 Tage) wurde die systemische Sildenafil-Exposition (AUC) um 182 % gesteigert. Bei gesunden mannlichen Probanden konnte ein Einfluss von Azithromycin (500 mg taglich uber 3 Tage) auf die AUC, Cmax, tmax, Eliminationsrate oder die sich daraus ergebende Halbwertszeit von Sildenafil oder seinem Hauptmetaboliten nicht nachgewiesen werden. Cimetidin (800 mg), ein Cytochrom-P450-Hemmstoff und unspezifischer CYP3A4-Hemmstoff, bewirkte eine 56%ige Steigerung der Sildenafil-Plasmaspiegel, wenn es gesunden Probanden gleichzeitig mit Sildenafil (50 mg) gegeben wurde.

Grapefruitsaft ist ein schwacher Hemmstoff des CYP3A4-Stoffwechsels in der Darmwand und kann eine geringe Steigerung der Sildenafil-Plasmaspiegel bewirken.

Durch die Einmalgabe eines Antazidums (Magnesiumhydroxid/Aluminiumhydroxid) wurde die Bioverfugbarkeit von Sildenafil nicht beeinflusst.

Obwohl spezifische Interaktionsstudien nicht fur alle Arzneimittel durchgefuhrt wurden, erbrachte die Analyse pharmakokinetischer Daten aus den durchgefuhrten klinischen Studien keine Veranderungen der pharmakokinetischen Parameter von Sildenafil bei gleichzeitiger Gabe von CYP2C9-Inhibitoren (wie Tolbutamid, Warfarin, Phenytoin), CYP2D6-Inhibitoren (wie selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern, trizyklischen Antidepressiva), Thiazid- und ahnlichen Diuretika, Schleifen- und kaliumsparenden Diuretika, ACE-Hemmern, Ca-Antagonisten, Betablockern oder Substanzen, die den CYP450-Stoffwechsel induzieren (wie Rifampicin, Barbiturate).

Nicorandil ist ein Wirkstoff, der gleichzeitig als Kaliumkanaloffner und als Nitrat wirkt. Aufgrund der Nitratkomponente besteht die Moglichkeit einer schwerwiegenden Wechselwirkung mit Sildenafil.

Wirkungen von Sildenafil auf andere Arzneimittel

In-vitro-Studien:

Sildenafil ist ein schwacher Inhibitor der Cytochrom-P450-Isoenzyme 1A2, 2C9, 2C19, 2D6, 2E1 und 3A4 (IC50 > 150 pM). Angesichts der maximalen Plasmaspiegel von Sildenafil nach empfohlener Dosierung von etwa 1 pM erscheint es unwahrscheinlich, dass Sildenafil die Clearance von Substraten dieser Isoenzyme verandert.

Es liegen keine Daten hinsichtlich Wechselwirkungen zwischen Sildenafil und unspezifischen Phosphodiesteraseinhibitoren wie Theophyllin oder Dipyridamol vor.

In-vivo-Studien:

Entsprechend seiner pharmakologischen Wirkung auf den Stickstoffmonoxid-cGMP-Stoffwechsel (siehe Abschnitt 5.1) konnte gezeigt werden, dass Sildenafil den blutdrucksenkenden Effekt von Nitraten verstarkt. Daher ist die gleichzeitige Gabe mit Stickstoffmonoxid-Donatoren oder jeglichen Nitraten kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Wenn Patienten unter Alphablocker-Therapie gleichzeitig Sildenafil erhalten, kann dies bei einigen wenigen empfindlichen Personen zu symptomatischer Hypotonie fuhren. Am wahrscheinlichsten tritt diese innerhalb von 4 Stunden nach Einnahme von Sildenafil auf (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). In drei spezifischen Interaktionsstudien wurde der Alphablocker Doxazosin (4 mg und 8 mg) zusammen mit Sildenafil (25 mg, 50 mg oder 100 mg) an stabil eingestellte Doxazosin-Patienten mit benigner Prostatahyperplasie (BPH) gegeben. Bei dieser Studienpopulation wurde ein zusatzlicher mittlerer Blutdruckabfall von jeweils 7/7 mmHg, 9/5 mmHg und 8/4 mmHg im Liegen und 6/6 mmHg,

11/4 mmHg und 4/5 mmHg im Stehen beobachtet. Bei gleichzeitiger Gabe von Sildenafil an Patienten mit stabil eingestellter Doxazosin-Dosis gab es gelegentlich Berichte uber eine symptomatische orthostatische Hypotonie. Gemeldet wurden dabei Schwindelgefuhl und Benommenheit, jedoch keine Synkope.

Bei gleichzeitiger Gabe von Sildenafil (50 mg) wurden keine signifikanten Wechselwirkungen mit Tolbutamid (250 mg) oder mit Warfarin (40 mg) gezeigt, die beide durch CYP2C9 verstoffwechselt werden.

Die durch Acetylsalicylsaure (150 mg) bewirkte Verlangerung der Blutungszeit wurde durch Sildenafil (50 mg) nicht gesteigert.

Die blutdrucksenkende Wirkung von Alkohol (maximale Blutalkoholspiegel im Mittel 80 mg/dl) wurde bei gesunden Probanden durch Sildenafil (50 mg) nicht verstarkt.

Bei gepoolter Analyse der Patientengruppe, die eine antihypertensive Medikation mit folgenden Substanzklassen: Diuretika, Betarezeptorenblocker, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Antagonisten, andere Antihypertensiva (direkte Vasodilatatoren und zentral wirksame Antihypertensiva), Ganglienblocker, Ca-Antagonisten und Alpharezeptorenblocker erhielten, ergab sich kein Unterschied des Nebenwirkungsprofils zwischen Patienten, die zusatzlich Sildenafil und Patienten, die zusatzlich Placebo erhielten. In einer gezielten Interaktionsstudie erhielten Hypertoniker Sildenafil (100 mg) zusammen mit Amlodipin. Es zeigte sich eine zusatzliche Senkung des Blutdrucks im Liegen um systolisch 8 mmHg und diastolisch um 7 mmHg. Das AusmaB dieser zusatzlichen Blutdrucksenkung war ahnlich der Blutdrucksenkung, die beobachtet wurde nach alleiniger Gabe von Sildenafil an gesunde Probanden (siehe Abschnitt 5.1).

Sildenafil (100 mg) beeinflusste nicht die Steady-State-Pharmakokinetik der HIV-Protease-Hemmstoffe Saquinavir und Ritonavir, die beide CYP3A4-Substrate sind.

4.6    Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Fur die Behandlung von Frauen ist Valedonis nicht indiziert.

In Reproduktionsstudien bei Ratten und Kaninchen wurden nach oraler Sildenafil-Applikation keine relevanten unerwunschten Wirkungen festgestellt.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgefuhrt.

Da in klinischen Studien mit Sildenafil uber Schwindel und Sehstorungen berichtet wurde, sollen die Patienten darauf achten, wie sie auf die Einnahme von Sildenafil reagieren, bevor sie Auto fahren oder Maschinen bedienen.

4.8    Nebenwirkungen

Das Sicherheitsprofil von Sildenafil beruht auf 8.691 Patienten, die in 67 placebokontrollierten klinischen Studien mit den empfohlenen Dosierungen behandelt wurden. Die am haufigsten beschriebenen Nebenwirkungen bei den mit Sildenafil behandelten Patienten in klinischen Studien waren Kopfschmerzen, Flush, Dyspepsie, Sehstorungen, verstopfte Nase, Schwindel und Veranderung des Farbsehens.

Aus der Post-Marketing-Uberwachung liegen gesammelte Berichte uber Nebenwirkungen fur einen geschatzten Zeitraum von > 9 Jahren vor. Da nicht alle Nebenwirkungen an den Inhaber der Zulassung gemeldet und so in der Sicherheitsdatenbank erfasst werden, konnen die Haufigkeiten fur diese Nebenwirkungen nicht zuverlassig bestimmt werden.

In der nachstehenden Tabelle werden alle medizinisch relevanten Nebenwirkungen, die in klinischen Studien mit einer hoheren Inzidenz als mit Placebo beschrieben wurden, nach Systemorganklassen und Haufigkeit (sehr haufig [> 1/10], haufig [> 1/100 bis < 1/10], gelegentlich [> 1/1000 bis < 1/100], selten [> 1/10 000 bis < 1/1000]) angefuhrt. Zusatzlich wird die Haufigkeit von medizinisch relevanten Nebenwirkungen, die aus der Post-Marketing-Uberwachung berichtet wurden, mit „nicht bekannt“ angegeben. Innerhalb jeder Haufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Tabelle 1: Medizinisch relevante Nebenwirkungen, die in kontrollierten klinischen Studien mit einer hoheren Inzidenz als mit Placebo beschrieben wurden, und medizinisch relevante Nebenwirkungen, die aus der Uberwachung nach Marktzulassung berichtet wurden._

Svstemorganklasse    Nebenwirkungen    |

Erkrankungen des Immunsystems selten

Uberempfindlichkeitsreaktionen

Kopfschmerzen

Schwindel

Somnolenz, Hypasthesie Schlaganfall, Synkope

transitorische ischamische Attacke, Krampfanfall, rezidivierende Krampfanfalle


Erkrankungen des Nervensystems

sehr haufig

haufig

gelegentlich

selten

nicht bekannt

Augenerkrankungen

haufig    Sehstorungen, Veranderungen des Farbsehens

gelegentlich    Bindehautstorungen, Augenstorungen, Tranenflussstorung,

andere Augenstorungen

nicht bekannt    nicht arteriitische anteriore ischamische Optikusneuropathie

(NAION), Verschluss von NetzhautgefaBen, Gesichtsfelddefekte

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths gelegentlich    Vertigo, Tinnitus

selten    Taubheit

Gefafierkrankungen

haufig    Flush

selten    Hypertonie, Hypotonie

Herzerkrankungen

gelegentlich    Palpitationen, Tachykardie

selten    Herzinfarkt, Vorhofflimmern

nicht bekannt    ventrikulare Arrhythmie, instabile Angina pectoris,

plotzlicher Herztod

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums haufig    verstopfte Nase

selten    Nasenbluten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts haufig    Dyspepsie

gelegentlich    Erbrechen, Ubelkeit, trockener Mund

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes gelegentlich    Hautausschlag

nicht bekannt    Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxische epidermale

Nekrolyse (TEN)

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen gelegentlich    Myalgie

Erkrankungen der Nieren und Harnwege gelegentlich    Hamaturie

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdruse gelegentlich    Hamatospermie, Penisblutung

nicht bekannt    Priapismus, prolongierte Erektion

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort gelegentlich    Brustschmerzen, Mudigkeit

Untersuchungen

gelegentlich    erhohte Herzfrequenz

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

In Studien erhielten gesunde Probanden Einzeldosen bis zu 800 mg. Die hierbei beobachteten Nebenwirkungen waren ahnlich wie die bei niedrigeren Dosen, lediglich Inzidenz und Schweregrad waren erhoht. Dosen von 200 mg fuhrten nicht zu einer starkeren Wirksamkeit, jedoch zu einem Anstieg der Inzidenz von Nebenwirkungen (Kopfschmerz, Flush, Schwindel, Dyspepsie, Verstopfung der Nase, Sehstorungen).

In Fallen einer Uberdosierung sollten je nach Bedarf die ublichen unterstutzenden MaBnahmen eingeleitet werden. Da Sildenafil in hohem MaBe an Plasmaproteine gebunden ist und renal nicht eliminiert wird, ist durch eine Dialyse keine Beschleunigung der Clearance zu erwarten.

5.    PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1    Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel bei erektiler Dysfunktion, ATC-Code: G04BE03

Sildenafil stellt eine orale Behandlung der erektilen Dysfunktion dar. Auf naturliche Weise, d. h. durch sexuelle Stimulation, wird die gestorte Erektionsfahigkeit durch eine Steigerung des Bluteinstroms in den Penis wiederhergestellt.

Der fur die Erektion des Penis verantwortliche physiologische Mechanismus schlieBt die Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO) im Corpus cavernosum wahrend der sexuellen Stimulation ein. Das Stickstoffmonoxid aktiviert das Enzym Guanylatcyclase, was zu erhohten Spiegeln an zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) fuhrt. Hierdurch kommt es zu einer Relaxation der glatten Muskulatur im Corpus cavernosum, was den Bluteinstrom ermoglicht.

Sildenafil ist ein wirksamer und selektiver Hemmstoff der cGMP-spezifischen Phosphodiesterase,

Typ 5 (PDE5) im Corpus cavernosum, wo sie fur den Abbau von cGMP verantwortlich ist. Sildenafil wirkt peripher auf Erektionen. Sildenafil ubt keinen direkten relaxierenden Effekt auf isoliertes menschliches Corpus-cavernosum-Gewebe aus, es verstarkt jedoch die relaxierende Wirkung von NO auf dieses Gewebe. Wenn unter sexueller Stimulation die Aktivierung des NO/cGMP-Stoffwechselweges stattfindet, bewirkt die PDE5-Hemmung durch Sildenafil erhohte cGMP-Spiegel im Corpus cavernosum. Daher ist eine sexuelle Stimulation notig, damit Sildenafil den beabsichtigten gunstigen pharmakologischen Effekt entwickeln kann.

In-vitro-Studien zeigten, dass Sildenafil fur die PDE5, die am Erektionsprozess beteiligt ist, selektiv ist. Es wirkt starker auf PDE5 als auf andere bekannte Phosphodiesterase-Isoenzyme. Gegenuber der PDE6, die an dem Phototransduktionsprozess in der Retina beteiligt ist, hat Sildenafil eine 10-fach hohere Selektivitat. Bei den maximalen empfohlenen Dosen zeigt sich eine 80-fach hohere Selektivitat gegenuber PDE1 und eine uber 700-fach hohere Selektivitat gegenuber PDE2, 3, 4, 7, 8, 9, 10 und 11. Sildenafil hat insbesondere eine mehr als 4.000-fach hohere Selektivitat fur PDE5 im Vergleich zu PDE3, dem an der Steuerung der kardialen Kontraktilitat beteiligten, cAMP-spezifischen Phosphodiesterase-Isoenzym.

In zwei klinischen Studien wurde gezielt uberpruft, innerhalb welchen Zeitfensters Sildenafil auf sexuelle Stimulation eine Erektion auslosen kann. Eine Untersuchung mittels Penis-Plethysmographie (RigiScan®) bei nuchternen Patienten zeigte, dass bei den Patienten, die eine 60%ige Rigiditat des Penis (die einen Geschlechtsverkehr ermoglicht) unter Sildenafil erreichten, im Mittel innerhalb von 25 Minuten (Bereich: 12 bis 37 Minuten) die Wirkung eintrat. In einer weiteren RigiScan®-Untersuchung konnte Sildenafil noch 4 bis 5 Stunden nach oraler Einnahme auf sexuelle Stimulation eine Erektion auslosen.

Sildenafil bewirkt eine geringe und vorubergehende Reduktion des Blutdrucks, die in den meisten Fallen keine klinisch relevanten Erscheinungen zur Folge hat. Im Mittel betrugen die maximalen Blutdrucksenkungen im Liegen nach Einnahme von 100 mg Sildenafil systolisch 8,4 mmHg, diastolisch 5,5 mmHg. Diese Blutdrucksenkung spiegelt den vasodilatatorischen Effekt von Sildenafil wieder, moglicherweise aufgrund erhohter cGMP-Spiegel in der glatten GefaBmuskulatur. Orale Einzeldosen von bis zu 100 mg Sildenafil zeigten bei gesunden Probanden keine klinisch relevanten EKG-Veranderungen.

In einer Studie zu den hamodynamischen Effekten einer oralen Einmalgabe von 100 mg Sildenafil bei 14 Patienten mit schwerer (> 70%ige Stenose mindestens einer Koronararterie) koronarer Herzkrankheit (KHK) nahmen der mittlere systolische und der mittlere diastolische Blutdruck in Ruhe gegenuber dem Ausgangswert um 7 % bzw. 6 % ab. Der mittlere pulmonale systolische Blutdruck nahm um 9 % ab. Sildenafil beeinflusste weder das Herzminutenvolumen noch beeintrachtigte es die Durchblutung in den stenosierten Koronararterien.

In einer doppelblinden, placebokontrollierten Belastungsstudie bei 144 Patienten mit erektiler Dysfunktion und chronisch stabiler Angina pectoris, die regelmaBig antianginose Medikation (auBer Nitraten) einnahmen, traten unter Sildenafil im Vergleich zu Placebo keine klinisch relevanten Unterschiede in der Zeit bis zum Auftreten einer zum Abbruch zwingenden Angina auf.

Leichte und vorubergehende Veranderungen des Farbsehens (Blau/Grun) wurden bei einigen Studienteilnehmern durch den Farnsworth-Munsell-100-Farben-Test 1 Stunde nach Einnahme von 100 mg beobachtet, 2 Stunden nach Einnahme waren diese Veranderungen nicht mehr nachweisbar. Der vermutete Mechanismus fur diese Veranderung des Farbsehens bezieht sich auf die Hemmung der PDE6, die bei dem Phototransduktionsprozess der Retina eine Rolle spielt. Sildenafil ubt keinen Einfluss auf die Sehscharfe oder das Kontrastsehen aus. In einer kleinen, placebokontrollierten Untersuchung bei neun Patienten mit dokumentierter, altersbedingter Makuladegeneration im Fruhstadium zeigte Sildenafil als 100-mg-Einmaldosis in den durchgefuhrten Sehtests (Sehscharfe, Amsler-Gitter, Lichtertest, Humphrey-Perimeter und Photostress-Test) keine signifikanten Veranderungen.

Bei einmaliger oraler Gabe von 100 mg Sildenafil an gesunde Probanden wurden keine Effekte auf Motilitat oder Morphologie der Spermien festgestellt.

Weitere Informationen uber klinische Studien

Sildenafil wurde in klinischen Studien an mehr als 8.000 Patienten im Alter von 19 bis 87 Jahren gegeben, wobei folgende Patientengruppen vertreten waren: altere Patienten (19,9 %), Patienten mit Hypertonie (30,9 %), Diabetes mellitus (20,3 %), ischamischer Herzkrankheit (5,8 %), Hyperlipidamie (19,8 %), Ruckenmarkverletzungen (0,6 %), Depressionen (5,2 %), transurethraler Prostataresektion (3,7 %) und radikaler Prostatektomie (3,3 %). Folgende Patientengruppen waren nur unzureichend vertreten oder wurden aus den Studien ausgeschlossen: Patienten nach Operationen im kleinen Becken, nach Radiatio, mit schweren Nieren- oder Leberfunktionsstorungen sowie mit bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (siehe Abschnitt 4.3).

In Studien mit festgelegter Dosierung berichteten 62 % (25 mg), 74 % (50 mg) und 82 % (100 mg) der Patienten uber eine Verbesserung ihrer Erektion gegenuber 25 % unter Placebo. In kontrollierten klinischen Studien war die Sildenafil-bedingte Abbruchrate niedrig und der unter Placebo vergleichbar. In allen klinischen Studien lag die Rate der Patienten, die uber eine Verbesserung unter Sildenafil berichteten, je nach Patientengruppe bei: psychogene erektile Dysfunktion (84 %), gemischte erektile Dysfunktion (77 %), organisch bedingte erektile Dysfunktion (68 %), altere Patienten (67 %), Diabetes mellitus (59 %), koronare Herzkrankheit (69 %), Hypertonie (68 %), transurethrale Prostataresektion (61 %), radikale Prostatektomie (43 %), Ruckenmarkverletzungen (83 %), Depressionen (75 %). Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Sildenafil blieben in den Langzeitstudien erhalten.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption:

Sildenafil wird schnell resorbiert. Die maximalen beobachteten Plasmaspiegel werden innerhalb von 30 und bis 120 Minuten (Mittel: 60 Minuten) nach oraler Gabe im nuchternen Zustand erreicht. Die mittlere absolute orale Bioverfugbarkeit betragt 41 % (Streubreite: 25 bis 63 %). Nach oraler Einnahme von Sildenafil nehmen AUC und Cmax dosisproportional uber den empfohlenen Dosisbereich (25 bis 100 mg) zu.

Bei Einnahme von Sildenafil zusammen mit einer Mahlzeit ist die Resorptionsrate reduziert, die tmax verzogert sich um 60 Minuten, wahrend die Cmax im Mittel um 29 % verringert ist.

Verteilung:

Das mittlere Verteilungsvolumen von Sildenafil im Steady State betragt 105 l, was auf eine Verteilung in die Gewebe hinweist. Nach einer oralen Einmalgabe von 100 mg betragt die mittlere maximale Gesamt-Plasmakonzentration von Sildenafil ca. 440 ng/ml (CV 40 %). Da Sildenafil (und sein wichtigster, im Blutkreislauf zirkulierender, A-desmethylierter Metabolit) zu 96 % an Plasmaproteine gebunden ist, ergibt sich hieraus eine mittlere maximale freie Sildenafil-Plasmakonzentration von 18 ng/ml (38 nM). Die Proteinbindung ist unabhangig von der Gesamtkonzentration des Arzneimittels.

Bei gesunden Probanden wurden 90 Minuten nach Gabe von Sildenafil (100-mg-Einzeldosis) weniger als 0,0002 % (im Mittel 188 ng) der gegebenen Menge im Ejakulat gefunden.

Metabolisierung:

Sildenafil wird uberwiegend hepatisch durch die mikrosomalen Isoenzyme CYP3A4 (Hauptweg) und CYP2C9 (Nebenweg) metabolisiert. Der wichtigste zirkulierende Metabolit resultiert aus A-Demethylierung von Sildenafil. Das Profil der Phosphodiesterase-Selektivitat dieses Metaboliten ist ahnlich dem von Sildenafil und weist in vitro eine Hemmwirkung fur PDE5 auf, die rund 50 % derjenigen der Stammsubstanz betragt. Die Plasmaspiegel dieses Metaboliten betragen rund 40 % der fur Sildenafil beobachteten Werte. Der A-Desmethyl-Metabolit wird weiter verstoffwechselt, die terminale Halbwertszeit betragt rund 4 Stunden.

Elimination:

Die gesamte Clearance von Sildenafil betragt 41 l/h mit einer daraus resultierenden terminalen Halbwertszeit von 3 bis 5 Stunden. Nach oraler oder intravenoser Gabe wird Sildenafil nach Metabolisierung hauptsachlich uber die Fazes (rund 80 % der gegebenen oralen Dosis) und in geringerem MaBe renal (rund 13 % der gegebenen oralen Dosis) ausgeschieden.

Pharmakokinetik bei speziellen Patientengruppen

Altere Patienten:

Gesunde altere Probanden (65 Jahre oder alter) zeigten eine herabgesetzte Sildenafil-Clearance, wobei die Plasmaspiegel von Sildenafil und des aktiven A-Desmethyl-Metaboliten ungefahr 90 % hoher lagen als bei jungeren gesunden Probanden (18 bis 45 Jahre). Aufgrund der altersabhangigen Veranderung der Plasmaproteinbindung lag der entsprechende Anstieg der Plasmaspiegel von freiem Sildenafil bei rund 40 %.

Nierenfunktionsstorungen:

Bei Probanden mit leichter bis maBiger Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance =

30 bis 80 ml/min) war die Pharmakokinetik nach einer oralen Sildenafil-Einzeldosis von 50 mg unverandert. Die mittleren Werte fur AUC und Cmax des A-Desmethyl-Metaboliten stiegen um 126 % bzw. 73 % im Vergleich zu Probanden gleichen Alters mit nicht eingeschrankter Nierenfunktion. Aufgrund der hohen interindividuellen Variabilitat waren diese Unterschiede nicht statistisch signifikant. Bei Probanden mit schwerer Nierenfunktionsstorung (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) war die Clearance von Sildenafil herabgesetzt und resultierte in Erhohungen von AUC (100 %) und Cmax (88 %) im Vergleich zu Probanden gleichen Alters mit nicht eingeschrankter Nierenfunktion. Zusatzlich waren die AUC (79 %) und Cmax (200 %) des A-Desmethyl-Metaboliten signifikant erhoht.

Leberfunktionsstorungen:

Bei Probanden mit leichter bis maBiger Leberzirrhose (Child-Pugh-Klassen A und B) war die Clearance von Sildenafil herabgesetzt, was zu Erhohungen von AUC (84 %) und Cmax (47 %) fuhrte, im Vergleich zu Probanden gleichen Alters mit nicht eingeschrankter Leberfunktion. Die Pharmakokinetik von Sildenafil bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstorung wurde nicht untersucht.

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizitat bei wiederholter Gabe, Reproduktionstoxizitat, Genotoxizitat und zum kanzerogenen Potenzial lassen die praklinischen Daten keine besonderen Gefahren fur den Menschen erkennen.

6.    PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Mikrokristalline Cellulose Hypromellose Croscarmellose-Natrium Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]

Calciumhydrogenphosphat

Talkum

Macrogol (6000)

Titandioxid

Eisen(III)-oxid

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

PVdC/PVC/Aluminium-Blisterpackungen.

Valedonis 25 mg Filmtabletten

PackungsgroBen von 1, 2, 4, 8 oder 12 Filmtabletten.

Valedonis 50 mg Filmtabletten PackungsgroBen von 2, 4, 8 oder 12 Filmtabletten.

Valedonis 100 mg Filmtabletten PackungsgroBen von 2, 4, 8 oder 12 Filmtabletten.

6.6 Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

TEVA GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

8. ZULASSUNGSNUMMER(N)

Valedonis 25 mg Filmtabletten

76163.00. 00

Valedonis 50 mg Filmtabletten

76164.00. 00

Valedonis 100 mg Filmtabletten

76165.00. 00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 10. Marz 2011

10. STAND DER INFORMATION

November 2013

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Valedonis 25 mg Filmtabletten