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Xomolix 2,5 mg/ml injektionslösung



Gebrauchsinformation Xomolix 2,5 mg/ml injektionslösung

1414- 7 -


PA Anlage


zum Zulassungsbescheid Zul.-Nr. 67161.00.00

___________________________________________________________


PB Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben


PCX Gebrauchsinformation: Information für den Anwender


Xomolix 2,5 mg/ml Injektionslösung


Wirkstoff: Droperidol


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

  • Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:


  1. Was ist Xomolix und wofür wird es angewendet?

  2. Was müssen Sie vor der Anwendung von Xomolix beachten?

  3. Wie ist Xomolix anzuwenden?

  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

  5. Wie ist Xomolix aufzubewahren?

  6. Weitere Informationen


1. WAS IST Xomolix UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?


Xomolix ist eine Injektionslösung mit dem Wirkstoff Droperidol, das angewendet wird zur Vermeidung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen oder bei Verabreichung von bestimmten Schmerzmitteln – sogenannten Morphinderivaten - nach einer Operation.


2. WAS MÜSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON Xomolix BEACHTEN?


Xomolix darf nicht angewendet werden,


wenn Sie

  • überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Droperidol oder einen der sonstigen Bestandteile von Xomolix sind (eine Liste der

Inhaltsstoffe befindet sich in Abschnitt 6 der Gebrauchsinformation).

  • allergisch gegen Butyrophenone sind: hierbei handelt es sich um eine Gruppe von Arzneimitteln, die zur Behandlung von psychiatrischen Störungen angewendet werden (z. B. Haloperidol, Triperidol, Benperidol,

Melperon, Domperidon).

  • oder jemand aus Ihrer Familie ein auffälliges Elektrokardiogramm (EKG) hat.

  • einen Kalium- oder Magnesiummangel haben.

  • eine Pulsfrequenz von weniger als 55 Schlägen pro Minute haben (Ihr Arzt oder Ihre Krankenschwester wird dies kontrollieren), oder Arzneimittel einnehmen, die dies verursachen können.

  • an einem Nebennierentumor (Phäochromozytom) leiden.

  • im Koma liegen.

  • an Parkinson-Krankheit leiden.

  • unter schweren Depressionen leiden.


Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Xomolix ist erforderlich


Bevor Ihnen eine Xomolix-Injektion verabreicht wird, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester informieren, wenn:


Sie an Epilepsie leiden, oder in der Vergangenheit gelitten haben.

Sie Herzprobleme haben oder in der Vergangenheit hatten.

ein Familienmitglied an plötzlichem Herztod verstorben ist.

Sie an einer Nierenkrankheit leiden (besonders bei Langzeit-Dialyse)

Sie an einer Lungenkrankheit leiden oder Atembeschwerden haben.

Sie unter anhaltender Übelkeit oder Durchfall leiden.

Sie Insulin verwenden.

Sie Diuretika (Wassertabletten) einnehmen, die die Kalium-Aussscheidung

fördern können (z. B. Furosemid oder Bendroflumethiazid).

Sie Abführmittel einnehmen.

Sie Glucocorticoide (ein Steroidhormon) einnehmen.


Bei Anwendung von Xomolix mit anderen Arzneimitteln


Bitte informieren Sie immer Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich dabei um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Eine Reihe von Arzneimitteln kann nicht gleichzeitig mit Droperidol angewendet werden.


Xomolix darf nicht gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln angewendet werden:


Anwendungsgebiete des Arzneimittels

Wirkstoff(e)

Herzerkrankungen

Chinidin, Disopyramid, Procainamid, Amiodaron oder Sotalol

Antibiotika

Azithromycin, Erythromycin, Clarithromycin, Sparfloxacin

Allergien

Astemizol, Terfenadin

Depression

Amitriptylin, Maprotilin, Fluoxetin, Sertralin, Fluvoxamin

Psychische Krankheiten,

z. B. Schizophrenie etc.

Amisulprid, Chlorpromazin, Haloperidol, Melperon, Phenothiazine, Pimozid, Sulpirid, Sertindol, Tiaprid

Malaria

Chinin, Chloroquin, Halofantrin

Sodbrennen

Cisaprid

Infektionen

Pentamidin

Kontrolle des Immunsystems

Tacrolimus

Brustkrebs

Tamoxifen

Hirndurchblutungsstörungen

Vincamin

Übelkeit oder Erbrechen

Metoclopramid



Droperidol, der Wirkstoff in Xomolix, kann die Wirkung von Beruhigungsmitteln wie Barbituraten, Benzodiazepinen und Morphinderivaten verstärken. Die Wirkung blutdrucksenkender Arzneimittel (Antihypertensiva) und zahlreicher anderer Arzneimittel, wie z. B. bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen oder Viren und Antibiotika, kann durch Droperidol ebenfalls verstärkt werden.
Bestimmte Arzneimittel können auch die Wirkung von Droperidol verstärken, z. B. Cimetidin (zur Behandlung von Magengeschwüren), Ticlopidin (zur Verhinderung der Blutgerinnung) und Mibefradil (zur Behandlung von Angina pectoris). Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester, wenn Sie Zweifel bezüglich der Anwendung von Droperidol haben.


Bei Anwendung von Xomolix zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken


Vermeiden Sie den Konsum von Alkohol 24 Stunden vor und nach der Verabreichung von Xomolix.


Schwangerschaft und Stillzeit


Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie schwanger sind. Dieser wird dann über die Anwendung von Xomolix entscheiden.


Während der Stillzeit wird empfohlen, nur eine Gabe von Xomolix zu verabreichen. Sobald Sie nach der Operation wach sind, können Sie das Stillen fortsetzen.


Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen


Droperidol hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Vermeiden Sie das Führen eines Fahrzeuges oder das Bedienen von Maschinen für mindestens 24 Stunden nach Verabreichung von Xomolix.


Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Xomolix


Dieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“.

3. WIE IST Xomolix ANZUWENDEN?


Xomolix wird Ihnen von einem Arzt als Injektion in die Vene verabreicht.

Die Dosierung und die Art der Anwendung richten sich nach der jeweiligen Situation. Ihr Arzt wird die Dosis von Xomolix auf Sie abstimmen und dabei unter anderem Gewicht, Alter und Gesundheitszustand berücksichtigen.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Krankenschwester.


4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?


Wie alle Arzneimittel kann Xomolix Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.


Kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Ihre Körpertemperatur ansteigt, Sie an Muskelstarre, Zittern, spontan auftretenden Schwellungen im Gesicht oder Hals leiden oder wenn Sie nach Anwendung des Arzneimittels Schmerzen im Brustbereich verspüren.


Außerdem wurden die folgenden Nebenwirkungen berichtet: informieren Sie bitte Ihren Arzt, Ihre Krankenschwester oder Ihren Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


Häufige Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 100 Patienten, aber weniger als

1 von 10 Patienten)


  • Benommenheit

  • Niedriger Blutdruck


Gelegentliche Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 1000 Patienten, aber weniger als 1 von 100 Patienten)


  • Angstzustände

  • Augenverdrehen

  • Beschleunigter Puls, d. h. mehr als 100 Schläge pro Minute

  • Schwindel


Seltene Nebenwirkungen (bei mehr als 1 von 10000 Patienten, aber weniger als

1 von 1000 Patienten)


  • Schwere allergische Reaktionen, bekannt als Anaphylaxie oder

anaphylaktischer Schock

  • Verwirrtheit

  • Unruhe

  • Unregelmäßiger Puls

  • Ausschlag

  • Malignes neuroleptisches Syndrom mit Symptomen wie Fieber, Schwitzen,

übermäßigem Speichelfluss, Muskelstarre und Zittern


Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10000 Patienten)


  • Störungen des Blutbilds (in der Regel Störungen, die die roten Blutkörperchen oder die Blutplättchen betreffen). Ihr Arzt kann Sie darüber informieren.

  • Stimmungsänderungen wie z. B. Traurigkeit, Ängstlichkeit, Depression und Reizbarkeit

  • Unkontrollierte Muskelbewegungen

  • Krämpfe oder Zittern

  • Herzinfarkt (Herzstillstand)

  • Plötzlicher Herztod


Andere Nebenwirkungen, die auftreten können:


  • Gestörte Sekretion des antidiuretischen Hormons (erhöhte Freisetzung dieses Hormons, was zu verringerter Wasserausscheidung und zu verringerten Natriumwerten im Blut führt)

  • Halluzinationen

  • Epileptische Anfälle

  • Parkinson-Krankheit

  • Psychomotorische Hyperaktivität

  • Koma

  • Torsade-de-pointes-Arrhythmien (lebensbedrohlicher, unregelmäßiger Herzschlag)

  • Verlängerung der QT-Intervalle im EKG (eine Erkrankung des Herzens mit Auswirkung auf die Herzfrequenz)

  • Ohnmacht

  • Atembeschwerden


Informieren Sie bitte Ihren Arzt, Ihre Krankenschwester oder Ihren Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.


  1. WIE IST Xomolix AUFZUBEWAHREN?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.


Sie dürfen Xomolix nach dem auf dem Umkarton und der Ampulle nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.


In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.


Die Lösung ist sofort nach dem erstmaligen Öffnen zu verwenden.


Die Kompatibilität von Droperidol mit Morphinsulfat in 0,9 % Natriumchlorid-Lösung (14 Tage bei Raumtemperatur) ist in Plastikspritzen nachgewiesen worden. Aus mikrobiologischer Sicht ist das verdünnte Arzneimittel sofort zu verwenden. Wenn das verdünnte Arzneimittel nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der verdünnten Lösung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C aufzubewahren.


Xomolix darf bei Anzeichen von Verderben/Zersetzung nicht verwendet werden. Die Lösung soll vor Gebrauch visuell kontrolliert werden. Nur klare und farblose Lösungen frei von sichtbaren Partikeln sind zu verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.


6. Weitere INformationen


  1. Was Xomolix enthält


  • Der aktive Wirkstoff ist Droperidol, 1 ml der Lösung enthält 2,5 mg

Droperidol.


  • Die sonstigen Bestandteile sind Mannitol (Ph. Eur.), Weinsäure (Ph. Eur.),

Natriumhydroxid und Wasser für Injektionszwecke.


Wie Xomolix aussieht und Inhalt der Packung


Xomolix ist eine klare, farblose Injektionslösung.


Die Lösung befindet sich in braunen Glasampullen. Jede Ampulle enthält 1 ml Lösung und ist in Packungsgrößen mit 5 oder 10 Ampullen erhältlich. Möglicherweise sind nicht alle Packungsgrößen im Handel erhältlich.


  1. Pharmazeutischer Unternehmer

  2. ProStrakan Limited

  3. Galabank Business Park

  4. Galashiels

  5. TD1 1QH
    Vereinigtes Königreich


Örtlicher Vertreter:

Arzneimittel ProStrakan GmbH

Moosstr. 7

82319 Starnberg


Hersteller


DelPharm Tours

La Baraudière

37170 Chambray-Lès-Tours

Frankreich


Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen


Österreich Xomolix

Belgien Xomolix

Tschechische Republik Xomolix

Dänemark Xomolix

Griechenland Xomolix

Spanien Xomolix

Finnland Xomolix

Ungarn Xomolix

Irland Xomolix

Italien Xomolix

Polen Xomolix

Portugal Xomolix

Slowenien Xomolix

Slowakei Xomolix

Vereinigtes Königreich Xomolix


  1. Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im [MM/JJJJ].


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Xomolix 2,5 mg/ml Injektionslösung

Fachinformation Xomolix 2,5 mg/ml injektionslösung


ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS


1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS


Xomolix 2,5 mg/ml Injektionslösung


2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG


1 ml Injektionslösung enthält 2,5 mg Droperidol.

Sonstige Bestandteile: Natrium <23 mg pro ml.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.


3. DARREICHUNGSFORM


Injektionslösung

Klare, farblose Lösung frei von sichtbaren Partikeln.

Der pH-Wert der Droperidol Injektionslösung liegt zwischen 3,0 – 3,8. Die Osmolarität beträgt ungefähr 300 Milliosmol/kg Wasser.


4. KLINISCHE ANGABEN


4.1 Anwendungsgebiete


  • Zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen bei Erwachsenen und als Therapie der 2. Wahl bei Kindern und Jugendlichen.


  • Zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen bei Erwachsenen, induziert durch Morphinderivate bei der postoperativen Patienten-kontrollierten Analgesie (PCA).


Zu Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung von Droperidol:siehe Abschnitte 4.2, 4.3 und 4.4.

4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung


Zur intravenösen Anwendung.


Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen (PONV).

Erwachsene:0,625 mg - 1,25 mg (0,25 - 0,5 ml).


Ältere Patienten:0,625 mg (0,25 ml)


Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz:0,625 mg (0,25 ml)


Kinder (über 2 Jahre) und Jugendliche: 20 - 50 Mikrogramm/kg (bis maximal 1,25 mg).


Kinder (bis 2 Jahre):Eine Anwendung wird nicht empfohlen


Die Anwendung von Droperidol soll 30 Minuten vor dem voraussichtlichen Operationsende erfolgen. Eine weitere Dosis kann je nach Bedarf alle 6 Stunden verabreicht werden.

Die Dosierung soll der individuellen Empfindlichkeit des Patienten angepasst werden. Zu berücksichtigen sind Faktoren wie Alter, Gewicht, Applikation weiterer Arzneimittel, Art der Anästhesie und Operationstyp.


Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen, induziert durch Morphinderivate bei der postoperativen Patienten-kontrollierten Analgesie (PCA).

Erwachsene: 15 - 50 Mikrogramm Droperidol pro mg Morphin, Maximaldosis pro Tag 5 mg Droperidol.


Ältere Patienten und Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz:keine Daten bezüglich der PCA verfügbar.


Kinder (über 2 Jahre) und Jugendliche: Bei PCA nicht indiziert.


Bei Patienten mit nachgewiesener ventrikulärer Arrhythmie oder einem vermuteten Risiko hierfür sollte eine fortlaufende Puls-Oximetrie durchgeführt, und für 30 Minuten nach jeder i.v. Injektion fortgeführt werden.


Angaben zur Verdünnung des Arzneimittels vor Injektion: siehe Abschnitt 6.6.


Siehe auch Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1.


4.3 Gegenanzeigen


Droperidol darf nicht angewendet werden bei Patienten mit:

  • Überempfindlichkeit gegen Droperidol oder einen der sonstigen Bestandteile;

  • Überempfindlichkeit gegen Butyrophenone;

  • bekannten oder vermuteten verlängerten QT-Intervallen (QTc >450 msek. bei Frauen und >440 msek. bei Männern). Dies gilt auch für Patienten mit kongenital verlängerten QT-Intervallen, Patienten mit kongenital verlängerten QT-Intervallen in der Familienanamnese und Patienten unter Behandlung mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen die QT-Intervalle verlängern (siehe Abschnitt 4.5);

  • Hypokaliämie oder Hypomagnesämie;

  • Bradykardie (< 55 Herzschläge pro Minute);

  • Bekannter Begleitmedikation, die zu Bradykardie führen kann;

  • Phäochromozytom;

  • Komatösen Zuständen;

  • Parkinson-Krankheit;

  • Schwerer Depression.


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Zentralnervensystem

Droperidol kann die durch andere ZNS-depressiv wirkende Arzneimittel hervorgerufene ZNS-Depression verstärken. Patienten unter Allgemeinanästhesie oder Medikamenten mit ausgeprägt ZNS-depressiver Wirkung sowie Patienten, die Symptome einer ZNS-Depression zeigen, sollten engmaschig überwacht werden.


Die gleichzeitige Anwendung von Metoclopramid und anderen Neuroleptika kann zu einer Zunahme extrapyramidaler Symptome führen und sollte daher vermieden werden (siehe Abschnitt 4.5).


Die Anwendung sollte mit Vorsicht erfolgen bei Patienten mit Epilepsie (oder Epilepsie in der Anamnese) bzw. mit Erkrankungen, die zu erhöhter Epilepsie- oder Krampfneigung führen.


Herzkreislaufsystem

Leichte bis mäßige Hypotonie und gelegentliche (Reflex-)Tachykardie sind bei der Anwendung von Droperidol beobachtet worden.Diese Reaktion klingt für gewöhnlich spontan wieder ab.Bei persistierender Hypotonie sollte jedoch eine mögliche Hypovolämie in Betracht gezogen werden und ein entsprechender Flüssigkeitsausgleich erfolgen.


Patienten, die folgende Risikofaktoren für eine kardiale Arrythmie aufweisen oder bei denen ein entsprechender Verdacht besteht, sollten vor der Anwendung von Droperidol genau untersucht werden:

  • schwere Herzkrankheit in der Anamnese einschließlich schwerer ventrikulärer Arrythmie, AV-Block 2. oder 3. Grades, Sinusknoten-Dysfunktion, kongestive Herzinsuffizienz, ischämische Herzkrankheit, linksventrikuläre Hypertrophie;

  • plötzlicher Herztod in der Familienanamnese

  • Niereninsuffizienz (besonders bei chronischen Dialysepatienten);

  • schwere, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und Ateminsuffizienz;

  • Risikofaktoren für Elektrolytstörungen, z. B. bei Patienten unter Einnahme von Abführmitteln, Glucocorticoiden, Diuretika, die zu einer verstärkten Kaliumausscheidung führen, in Zusammenhang mit der Verabreichung von Insulin in akuten Fällen oder bei Patienten mit länger andauerndem Erbrechen und/oder Diarrhö.


Bei Patienten mit einem Risiko für kardiale Arrythmien müssen die Serum-Elektrolytwerte und der Kreatininwert untersucht und eine QT-Verlängerung vor der Anwendung von Droperidol ausgeschlossen werden.


Bei Patienten mit nachgewiesener ventrikulärer Arrhythmie oder einem vermuteten Risiko hierfür sollte eine fortlaufende Puls-Oximetrie durchgeführt, und für 30 Minuten nach jeder i.v. Injektion fortgeführt werden.


Allgemein

Um einer QT-Verlängerung vorzubeugen, ist besondere Vorsicht geboten, wenn Patienten Arzneimittel einnehmen, die zu einer Störung des Elektrolyt-Haushalts (Hypokaliämie und/oder Hypomagnesämie) führen können, wie z.B. Diuretika, die zu einer verstärkten Kaliumausscheidung führen, Abführmittel und Glucocorticoide.


Substanzen, die die Aktivität der Cytochrom P450-Isoenzyme (CYP) CYP1A2 und/oder CYP3A4 hemmen, können den Abbau von Droperidol verlangsamen und die pharmakologische Wirkungsdauer verlängern. Daher ist Vorsicht geboten, wenn starke CYP1A2- und CYP3A4-Hemmer gleichzeitig mit Droperidol verabreicht werden (siehe Abschnitt 4.5).


Patienten, bei denen ein Alkoholmissbrauch bekannt ist oder vermutet wird oder die aktuell große Mengen an Alkohol zu sich genommen haben, sollten vor der Gabe von Droperidol sorgfältig untersucht werden.


Im Falle einer ungeklärten Hyperthermie muss die Behandlung unbedingt abgebrochen werden, da dies ein Hinweis für ein malignes neuroleptisches Syndrom sein kann.


Die Dosis sollte für ältere Personen und Patienten mit eingeschränkter Nieren- und Leberfunktion reduziert werden (siehe Abschnitt 4.2).


Dieses Arzneimittel enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml, d.h. es ist nahezu „natriumfrei”.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Droperidol darf nicht in Kombination mit folgenden Arzneimitteln angwendet werden

Arzneimittel, die zu einem verlängerten QTc-Intervall führen, dürfen nicht gleichzeitig mit Droperidol angewendet werden.Beispiele dafür sind bestimmte Antiarrythmika, z.B. der Klasse IA (z.B. Chinidin, Disopyramid, Procainamid) und der Klasse III (z.B. Amiodaron, Sotalol); Makrolid-Antibiotika (z.B. Azithromycin, Erythromycin, Clarithromycin), Fluorchinolon-Antibiotika (z.B. Sparfloxacin); bestimmte Antihistaminika (z.B. Astemizol, Terfenadin); trizyklische Antidepressiva (z.B. Amitriptylin); bestimmte tetrazyklische Antidepressiva (z.B. Maprotilin); bestimmte antipsychotisch wirksame Arzneimittel (z.B. Amisulprid, Chlorpromazin, Haloperidol, Melperon, Phenothiazine, Pimozid, Sulpirid, Sertindol, Tiaprid); SSRIs (z.B. Fluoxetin, Sertralin, Fluvoxamin); Antimalaria-Mittel (z.B. Chinin, Chloroquin, Halofantrin); Cisaprid, Pentamidin, Tacrolimus, Tamoxifen und Vincamin.


Eine gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die extrapyramidale Symptome hervorrufen, z.B. Metoclopramid und andere Neuroleptika, kann zu einer erhöhten Inzidenz dieser Effekte führen und sollte daher vermieden werden.


Auf den Konsum von alkoholischen Getränken oder alkoholhaltigen Arzneimitteln sollte verzichtet werden.


Vorsicht ist bei gleichzeitiger Anwendung von Droperidol mit folgenden Arzneimitteln geboten

Um einer QT-Verlängerung vorzubeugen, ist besondere Vorsicht geboten, wenn Patienten Arzneimittel einnehmen, die zu einer Störung des Elektrolyt-Haushalts (Hypokaliämie und/oder Hypomagnesämie) führen können, wie z.B. Diuretika, die zu einer verstärkten Kaliumausscheidung führen, Abführmittel und Glucocorticoide.


Droperidol kann die Wirkung von Beruhigungsmitteln (Barbiturate, Benzodiazepine, Morphinderivate) verstärken.Dasselbe gilt für antihypertensive Arzneimittel, was eine orthostatische Hypotonie zur Folge haben kann.


Wie andere Beruhigungsmittel kann auch Droperidol die respiratorisch-depressive Wirkung von Opioiden verstärken.


Da Droperidol Dopamin-Rezeptoren blockiert, kann die Wirkung von Dopamin-Agonisten wie z.B. Bromocriptin, Lisurid und L-Dopa abgeschwächt werden.


Substanzen, die die Aktivität der Cytochrom P450 Iso-Enzyme (CYP) CYP1A2 und/oder CYP3A4 hemmen, können den Abbau von Droperidol verlangsamen und die pharmakologische Wirkungsdauer verlängern.

Daher ist Vorsicht geboten, wenn Droperidol gleichzeitig mit CYP1A2-Hemmern (z.B. Ciprofloxacin, Ticlopidin), CYP3A4-Hemmern (z.B. Diltiazem, Erythromycin, Fluconazol, Indinavir, Itraconazol, Ketoconazol, Nefazodon, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir, Verapamil) oder Hemmern beider Isoenzyme (z.B. Cimetidin, Mibefradil) angewendet wird.


4.6 Schwangerschaft und Stillzeit


Schwangerschaft

In einer prospektiven Studie erhielten 80 Patientinnen mit hyperemesis gravidum (persistierender Schwangerschaftsübelkeit) eine hohe Dosis Droperidol (durchschnittlich 1 mg/h über 50 Stunden) zur Kontrolle von Übelkeit und Erbrechen.Gestationsalter bei der Entbindung, mittleres Geburtsgewicht, Frühgeburtsinzidenz und Inzidenz einer geringen Körpergröße in Relation zum Gestationsalter waren vergleichbar mit den Ergebnissen in einer historischen Kontrollgruppe.In einer anderen Studie, in welcher 28 Patientinnen 1mg Droperidol/Stunde über durchschnittlich 40 Stunden verabreicht wurde, zeigten sich zwischen der behandelten und einer historischenKontrollgruppe keine wesentlichen Unterschiede in Bezug auf Spontanabort, Schwangerschaftsabbruch, Apgar-Score, Gestationsalter bei der Entbindungund Geburtsgewicht.


Untersuchungen mit Droperidol an Ratten ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen. Tierstudien geben nur unzureichend Aufschluss über die Auswirkungen auf Schwangerschaft und Embryon/Fötus, Geburt und postnatale Entwicklung.

Bei Neugeborenen, deren Mütter unter Langzeitbehandlung hoher Dosen von Neuroleptika standen, konnten vorübergehende neurologische Störungen extrapyramidaler Natur festgestellt werden.


In der Praxis wird als Vorsichtsmaßnahme von der Verwendung von Droperidol während der Schwangerschaft abgeraten.Sollte im fortgeschrittenen Stadium einer Schwangerschaft die Anwendung notwendig sein, wird die Kontrolle der neurologischen Funktionen des Neugeborenen empfohlen.


Stillzeit

Butyrophenon-Neuroleptika werden durch die Muttermilch ausgeschieden; die Behandlung mit Droperidol sollte auf eine einzige Applikation beschränkt werden. Eine wiederholte Anwendung wird nicht empfohlen.


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


Droperidol hat großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Patienten sollten bis zu 24 Stunden nach der Anwendung von Droperidol keine Fahrzeuge führen und keine Maschinen bedienen.


4.8 Nebenwirkungen


Laut klinischen Erfahrungsberichten sind Benommenheit und Müdigkeit die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen.Weniger häufig wurden ferner Hypotonie, kardiale Arrhythmie, malignes neuroleptisches Syndrom (NMS) und dessen Symptome sowie zusätzlich Bewegungsstörungen wie Dyskinesie und Fälle von Angst oder Unruhe beobachtet.


Organsystemklasse

Häufig

1/100 bis < 1/10

Gelegentlich

1/1000 bis < 1/100

Selten

1/10000 bis < 1/1000

Sehr selten

< 1/10000

Unbekannt

(auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems




Blutdyskrasie


Erkrankungen des Immunsystems



Anaphylaktische Reaktion; Angioneuro-tisches Ödem; Überempfind-lichkeit



Stoffwechsel- und Ernäh- rungsstörungen





Unzureichende Sekretion des anti-diuretischen Hormons

Psychiatrische Erkrankungen


Ängstlichkeit; Unruhe/

Akathisie

Verwirrt heitszustände, Agitation

Dysphorie

Halluzinationen

Erkrankungen des Nervensystems

Benommenheit

Dystonie, Oculogyration


Extrapyramidale Störungen, Krämpfe, Zittern

Epileptische Anfälle, Parkinson-Krankheit, psycho-motorische Hyperaktivität, Koma

Herzerkrankungen


Tachykardie, Schwindel

Kardiale Arrythmie, einschließlich ventrikulärer Arrythmien

Herzstillstand

Torsade de pointes; verlängertes QT-Intervall im EKG

Gefäßerkrankungen

Hypotonie




Synkope

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums





Bronchospasmus; Laryngospasmus

Erkrankungen der Haut und des Hautzellgewebes



Ausschlag



Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort



Malignes neuroleptisches Syndrom (NMS)

Plötzlicher Herztod



Gelegentlich wurden Symptome berichtet, die potentiell mit einem NMS assoziiert sind, z. B. veränderte Körpertemperatur, Muskelstarre und Fieber. Fälle von verändertem Geisteszustand mit Verwirrtheit oder Agitation oder Bewusstseinsveränderungen wurden beobachtet. Eine Instabilität dees vegetativen Nervensystems kann sich als Tachykardie, schwankender Blutdruck, starkes Schwitzen/Speichelfluss und Tremor manifestieren. In Extremfällen kann NMS zu Koma, Störungen der Nierenfunktion und/oder hepatobiliären Störungen führen.


In einzelnen Fällen wurde in Zusammenhang mit einer längeren Einnahme bei psychiatrischer Indikation über Amenerrhö, Galactorrhö, Gynäkomastie, Hyperprolaktinämie und Oligomenorrhö berichtet.


4.9 Überdosierung


Symptome

Die Symptome einer Überdosierung von Droperidol entsprechen einer Verlängerung seiner pharmakologischen Wirkung.

Die Symptome einer unbeabsichtigten Überdosierung sind Gleichgültigkeit mit Übergang zu Schlafzuständen, manchmal in Verbindung mit niedrigem Blutdruck.

Bei höherer Dosis oder empfindlichen Patienten können extrapyramidale Störungen auftreten (verstärkter Speichelfluss, abnormale Bewegungen, manchmal Muskelstarre). Bei toxischen Dosierungen können Krämpfe auftreten.

Selten wurden Fälle eines verlängerten QT-Intervalls, einer ventrikulären Arrythmie und eines plötzlichen Herztods berichtet.


Behandlung

Ein spezielles Gegenmittel ist nicht bekannt. Wenn jedoch extrapyramidale Reaktionen auftreten, sollte ein Anticholinergikum verabreicht werden.

Bei einer Überdosierung mit Droperidol sollten die Patienten engmaschig auf Anzeichen eines verlängerten QT-Intervalls überwacht werden.

Faktoren, die Torsades de Pointes begünstigen, z.B. Störungen im Elektrolythaushalt (besonders Hypokaliämie oder Hypomagnesämie) und Bradykardie, sollten berücksichtigt werden.

Eine ausgeprägte Hypotonie sollte durch Erhöhung des Zirkulationsvolumens und andere geeignete Manahmen behandelt werden. Auf die Freihaltung der Atemwege und ausreichende Sauerstoffzufuhr ist zu achten; die Verwendung einer Larynxmaske oder eines endotrachealen Tubus können erforderlich sein.

Falls erforderlich, sollte der Patient für 24 Stunden oder länger unter Beobachtung stehen; für eine Stabilisierung der Körpertemperatur und ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu sorgen.


5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe:Butyrophenon-Derivate

ATC-Code:N05AD08


Droperidol ist ein Butyrophenon-Neuroleptikum. Sein pharmakologisches Profil ist hauptsächlich durch eine Dopamin-hemmende und eineschwache α1-adrenolytische Wirkung gekennzeichnet.Droperidol besitzt keine anticholinerge und antihistaminerge Wirkung.

Droperidol besitzt eine hemmende Wirkung auf dopaminerge Rezeptoren in der Chemotrigger-Zone der Area postrema und ist daher stark antiemetisch und besonders wirksam bei der Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen und/oder induziert durch opioide Analgetika.


Bei einer Dosierung von 0,15 mg/kg führt die Gabe von Droperidol zu einem Abfall des mittleren Blutdrucks (MBP). Dies ist in einer ersten Phase bedingt durch einen verminderten kardialen Output und nachfolgend durch die Verminderung des kardialen Preload. Diese Entwicklungen treten unabhängig von einer Veränderung in der myokardialen Kontraktilität oder des vaskulären Widerstands auf.Droperidol beeinträchtigt weder die myokardiale Kontraktilität noch die Herzfrequenz und hat deshalb keine negative, inotrope Wirkung.Seine schwache hemmende Wirkung auf α1-adrenerge Rezeptoren kann eine leichte Hypotonie verursachen, zu einem verringerten peripheren, vaskulären Widerstand führen und den Blutdruck in den Pulmonalarterien senken (besonders wenn dieser ungewöhnlich hoch ist). Es kann auch die Inzidenz einer durch Epinephrin ausgelösten Arrhythmie reduzieren, verhindert aber nicht andere Arten einer kardialen Arrythmie.

Droperidol besitzt bei einer Dosis von 0.2 mg/kg aufgrund seiner Wirkung auf die myokardiale Kontraktilität (Verlängerung der Refraktärperiode) und einer Senkung des Blutdrucks eine spezifische antiarrythmische Wirkung.


Zwei Studien (eine plazebo-kontrollierte Studie und eine Studie kontrolliert durch ein Vergleichsmedikament) die im Rahmen einer Allgemeinanästhesie durchgeführt wurden und zur genaueren Untersuchung der QTc-Veränderungen im Zusammenhang mit der Behandlung von Übelkeit und Erbrechen nach Operationen mit einer geringen Dosis Droperidol (0,625 und 1,25 mg intravenös bzw. 0,75 mg intravenös) dienten, zeigten eine Verlängerung des QT-Intervalls 3-6 Minuten nach Gabe von 0,625 und 1,25 mg Droperidol (um 15 ± 40 bzw. 22 ± 41 ms). Diese Veränderungen unterschieden sich jedoch nicht signifjikant von den Beobachtungen bei der Anwendung von Kochsalzlösung (12 ± 35ms).Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Droperidol- und Kochsalz-Gruppen bezüglich der Zahl von Patienten mit einer Verlängerung des QTc von mehr als 10 % im Vergleich zu den Ausgangswerten. Für eine durch Droperidol ausgelöste QTc-Verlängerung nach einer Operation gab es keinen Nachweis.

Aus Elektrokardiogramm- oder 12-kanal-EKG-Ableitungen ergeben sich keine Hinweise auf ektopische Herzschläge während der perioperativen Phase. Die o.g. Studie mit 0,75 mg Droperidol intravenös vs. Vergleichsmedikation weist eine signifikante Verlängerung des QTc-Intervalls auf (maximal 17 ±9 ms in der zweiten Minute nach Droperidol-Injektion im Vergleich zu QTc-Messungen vor Behandlung), wobei das QTc-Intervall nach der 90. Minute signifikant niedriger ist.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Die Wirkung einer intravenösen Einzeldosis setzt 2-3 Minuten nach Applikation ein. Die beruhigende und sedative Wirkung kann 2 - 4 Stunden lang anhalten, wobei die Aufmerksamkeit bis zu 12 Stunden beeinträchtigt sein kann.


Verteilung

Nach intravenöser Anwendung fällt die Plasmakonzentration während der ersten 15 Minuten rasch ab. Die Plasmaproteinbindung beträgt 85 - 90 %. Das Verteilungsvolumen beträgt ungefähr 1,5 l/kg.


Metabolismus

Droperidol wird in der Leber rasch metabolisiert und unterliegt einer Oxidation, Dealkylierung, Demethylierung und Hydroxylierung durch die Cytochrom P450 Isoenzyme 1A2 und 3A4 und in einem geringeren Ausmaß durch 2C19. Die Metaboliten zeigen keine neuroleptische Aktivität.


Elimination

Die Elimination erfolgt hauptsächlich durch Abbau; die Ausscheidung erfolgt zu 75% durch die Nieren.Nur 1 % des Wirkstoffs wird unverändert über den Urin und 11 % über den Stuhl ausgeschieden.Die Plasma-Clearance beträgt 0,8 (0,4 – 1,8) l/min.Die Eliminationshalbwertszeit beträgt (t1/2ß) beträgt 134 ± 13 Minuten.


5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit


Präklinische Daten aus den üblichen Studien zur Toxizität nach wiederholter Applikation, zum genotoxischen oder karzinogenen Potential und zur reproduktiven Toxizität lassen kein besonderes Risiko für Menschen erkennen.


Elektrophysiologische In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen ergaben für Menschen ein allgemeines Risiko einer Verlängerung des QT-Intervalls nach Gabe von Droperidol.


Die geschätzte Peak-Plasmakonzentration von Droperidol beim Menschen (siehe oben) ist ungefähr 4-fach höher bis 25-fach niedriger als die Endpunkt-beeinflussende Konzentration in den verschiedenen durchgeführten In-vitro- und In-vivo-Tests zur Beurteilung der Wirkung dieses Arzneimittels auf die kardiale Repolarisation. Der Plasmaspiegel fällt um eine Zehnerpotenz innerhalb der ersten 20 Minuten nach Injektion.


6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


Mannitol (Ph. Eur.)

Weinsäure (Ph. Eur.)

Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung)

Wasser für Injektionszwecke


6.2 Inkompatibilitäten


Inkompatibel mit Barbituraten. Das Arzneimittel darf, außer mit den unter Abschnitt 6.6 aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischtwerden.


6.3 Dauer der Haltbarkeit


Ungeöffnet: 3 Jahre


Nach dem erstmaligen Öffnenzum sofortigen Gebrauch bestimmt.


Nach Verdünnung:Die Kompatibilität von Droperidol mit Morphinsulfat in 0,9% Natriumchlorid-Lösung (14 Tage bei Raumtemperatur) ist in Plastikspritzen nachgewiesen worden. Aus mikrobiologischer Sicht ist das verdünnte Arzneimittel sofort zu verwenden. Wenn das verdünnte Arzneimittel nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Sofern die Herstellung der verdünnten Lösung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht länger als 24 Stunden bei 2oC bis 8°C aufzubewahren.


6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung


In der Originalverpackungaufbewahren.


6.5 Art und Inhalt des Behältnisses


BrauneGlasampullen Typ 1 mit 1 ml Injektionslösung in Packungen zu 5 und 10 Ampullen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.


6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung


Nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.Nicht verwendete Lösungen sind zu verwerfen.


Die Lösung soll vor Gebrauch visuell kontrolliert werden.Nur klare und farblose Lösungen frei von sichtbaren Partikeln sind zu verwenden.


Zur Anwendung bei der PCA: Ziehen Sie die Injektionsspritze mit Droperidol und Morphin auf und füllen Sie mit 0,9 %-iger Natriumchlorid-Injektionslösung auf.


Nicht verwendetes Produkt oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgten.


7. INHABER DER ZULASSUNG


ProStrakan Limited

Galabank Business Park

Galashiels

TD1 1QH

Vereinigtes Königreich


8. ZULASSUNGSNUMMER


67161.00.00


9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG


27/03/2008


10. STAND DER INFORMATION


10/2009

Xomolix 2,5 mg/ml Injektionslösung