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Zavedos 10mg/10ml



Gebrauchsinformation Zavedos 10mg/10ml

PFIZER ((Logo))

Gebrauchsinformation: Information fur Anwender

ZAVEDOS® 10 mg/10 ml ZAVEDOS® 20 mg/20 ml

Injektionslosung

Idarubicinhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.


Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist Zavedos und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Anwendung von Zavedos beachten?

3.    Wie ist Zavedos anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Zavedos aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Zavedos und wofur wird es angewendet?

Zavedos ist ein Zytostatikum aus der Gruppe der Anthrazyklin-Antibiotika. Diese Substanzen unterdrucken die Zellteilung und losen Zellstoffwechselstorungen aus, die schlie&lich zum Absterben der Tumorzelle fuhren.

Erwachsene

Zavedos ist in Kombination mit anderen Zytostatika (z. B. Cytarabin) zur Behandlung (Remissionsinduktion und Konsolidierung) bei unvorbehandelten Patienten mit akuten myeloischen Leukamien (AML, ANLL) im Erwachsenenalter angezeigt.

Kinder und Jugendliche

Zavedos, in Kombination mit Cytarabin, ist zur first-line Remissionsinduktionsbehandlung von nicht vorbehandelten Kindern mit Blutkrebs, genannt akute myeloische Leukamie (AML), angezeigt.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Zavedos beachten?

Gegenanzeigen sind Krankheiten oder Umstande, bei denen bestimmte Arzneimittel nicht oder nur nach sorgfaltiger Prufung durch den Arzt angewendet werden durfen, da hier im Allgemeinen der zu erwartende Nutzen in keinem gunstigen Verhaltnis zu einem moglichen Schaden steht. Damit der Arzt sorgfaltig prufen kann, ob Gegenanzeigen bestehen, muss er uber Vorerkrankungen, Begleiterkrankungen, eine gleichzeitige andere Behandlung sowie uber Ihre besonderen Lebensumstande und Gewohnheiten unterrichtet werden. Gegenanzeigen konnen auch erst nach Beginn der Behandlung mit diesem Arzneimittel auftreten oder bekannt werden. Auch in solchen Fallen sollten Sie Ihren Arzt informieren.

Zavedos darf nicht angewendet werden,

•    wenn Sie allergisch gegen Idarubicin, andere Anthrazykline oder Anthrachinone oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

•    wenn bei Ihnen eine schwere Nieren- und/ oder Leberfunktionsstorung besteht,

•    wenn bei Ihnen eine stark entwickelte (floride) Infektion vorliegt,

•    wenn Sie eine schwere Herzmuskelschwache (Kardiomyopathie) haben,

•    wenn Sie vor Kurzem einen Herzinfarkt hatten,

•    wenn Sie vor Langerem einen Herzinfarkt hatten, der zu einer Herzmuskelschwache gefuhrt hat,

•    wenn Sie an einer akuten entzundlichen Erkrankung des Herzmuskels leiden,

•    wenn Sie eine schwere Herzrhythmusstorung haben,

•    wenn Sie bereits zuvor mit der maximal vertraglichen Gesamtdosis von Idarubicin oder anderen Arzneimitteln der gleichen Gruppe behandelt wurden,

•    wenn bei Ihnen eine Beeintrachtigung der Knochenmarkfunktion vorliegt (Myelosuppression),

•    wenn Sie eine Entzundung der Mundschleimhaut haben,

•    wenn Sie eine krankhaft gesteigerte Blutungsneigung haben,

•    in der Stillzeit.

Da mit dem Patientenalter, bedingt durch eine hohere Rate an Begleiterkrankungen, eingeschrankte Erholungsfahigkeit der Blutbildung und verminderte Belastbarkeit der Organe und andere Faktoren, die Behandlungsrisiken deutlich zunehmen, sollte Zavedos bei Patienten uber 65 Jahren mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Zavedos bei Ihnen anwendet wird.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Herzschaden, Herz-Kreislauf-Probleme, schwer stillbare Blutungen, Fieber oder Infektionen vorliegen, denn es konnte sich unter Umstanden ein lebensbedrohlicher Zustand entwickeln.

Suchen Sie Ihren Arzt auf, sollten Herz- oder Atembeschwerden auftreten, auch wenn diese Beschwerden Wochen oder Monate nach Beendigung der Therapie mit Zavedos beginnen.

Es ist moglich, dass sich wahrend der Therapie mit Zavedos Ihre Harnsaurewerte erhohen. Sollten Sie Gelenkschmerzen oder Gichtbeschwerden bemerken, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Wie die meisten sogenannten „Chemotherapien" kann auch Zavedos Ihr Erbgut schadigen, Missbildungen im Falle einer Schwangerschaft wahrend der Therapie mit Zavedos verursachen bzw. selbst krebserregend wirken (siehe auch Abschnitt „Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/ Gebarfahigkeit").

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie sich einer Ganzkorperbestrahlung, einer Strahlentherapie oder Knochenmarktransplantation unterzogen haben, wenn Sie bereits einmal mit Arzneimitteln aus der Gruppe von Idarubicin behandelt wurden oder wenn Sie gleichzeitig andere Behandlungen anwenden.

Teilen Sie Ihrem Arzt auch mit, falls Sie bereits einmal Leukámie hatten, an einer Schleimhautentzundung (vor allem im Mundbereich) leiden, eine akute Magen-Darm-Krankheit haben oder eine Krankengeschichte mit solchen Erkrankungen oder wenn Sie Arzneimittel anwenden, die Magen-Darm-Krankheiten verursachen konnen.

Nach der Behandlung kann der Urin fur 1 bis 2 Tage rotlich verfárbt sein. Das ist jedoch kein Anlass zur Besorgnis.

Vor Beginn und wáhrend der Behandlung mit Zavedos werden regelmáBig Kontrollen Ihres Bluts, Leber, Niere und Herz vorgenommen. Kleinkinder und Kinder scheinen anfálliger fur eine Anthrazyklin-bedingte Herzschádigung zu sein. Daher ist langfristig eine regelmáBige Uberwachung der Herzfunktion vorzunehmen.

Worauf mussen Sie besonders achten?

Die vom behandelnden Arzt angeordneten Untersuchungen sind genau einzuhalten. Unvertráglichkeiten mit anderen Arzneimitteln

Idarubicinhydrochlorid bindet an Heparin; es kann zu Ausfállungen und Wirkungsverlust beider Mittel kommen.

Wenn Idarubicinhydrochlorid in Kombination mit anderen Zytostatika verabreicht wird, sollte keine direkte Mischung erfolgen. Ebenso sollte Idarubicinhydrochlorid nicht uber lángere Zeit mit einer alkalischen Losung zusammengebracht werden (Hydrolyse der Substanz).

Warnhinweis

Die Anwendung von Idarubicinhydrochlorid sollte nur von Árzten, die in der Tumortherapie erfahren sind, in einer Klinik oder in Kooperation mit einer Klinik erfolgen. Die Behandlung von Patienten uber 65 Jahren sollte in Zentren erfolgen, die uber ausreichende Erfahrungen in der hochdosierten Anthrazyklin-Therapie álterer Patienten verfugen.

Anwendung von Zavedos zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, kurzlich andere Arzneimittel eingenommen/ angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/ anzuwenden.

Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob unter diesen Umstánden mit Unvertráglichkeiten zu rechnen ist oder ob besondere MaBnahmen, wie z. B. eine andere Dosierung, erforderlich sind, wenn Sie diese Arzneimittel anwenden.

Idarubicin unterdruckt in starkem MaBe die Funktion des Knochenmarks. Bei einer (Vor-)Behandlung mit anderen, áhnlich wirkenden Mitteln muss mit einer Verstárkung dieses Effekts sowie mit verstárkten Nebenwirkungen (z. B. Infektanfálligkeit, verstárkte Blutungsneigung, Magen-Darm-Beschwerden) gerechnet werden.

Substanzen, die das Gewebe der Leber oder Nieren schádigen, einschlieBlich Alkohol, konnen den Abbau, die Verteilung im Korper sowie die Wirksamkeit von Idarubicin beeinflussen und seine Nebenwirkungen verstárken.

Melden Sie Ihrem Arzt, wenn Sie Medikamente, die Nebenwirkungen am Herzen verursachen konnen, einnehmen.

Auch bei gleichzeitiger Anwendung bestimmter Blutdruckmedikamente, sogenannter Calciumantagonisten, sowie bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (z. B. Acetylsalicylsáure) oder zur Unterdruckung des Immunsystems (wie

Ciclosporin A) wird Ihr Arzt die Behandlung und Ihre Blut- und Laborwerte besonders sorgfaltig uberwachen.

Wahrend der Idarubicin-Therapie sollen keine Impfungen mit lebenden Erregern durchgefuhrt werden. Tot- oder inaktivierte Impfstoffe konnen verabreicht werden, allerdings kann das Ansprechen auf solche Impfstoffe vermindert sein.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/ Gebarfahigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Zavedos darf wahrend Schwangerschaft und Stillzeit NICHT angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt erachtet dies als unbedingt erforderlich. Uber den Eintritt einer Schwangerschaft ist der behandelnde Arzt zu informieren.

Frauen im gebarfahigen Alter mussen wahrend der Therapie und bis zu 6 Monate nach der Behandlung mit Zavedos eine Schwangerschaft vermeiden, da eine Schadigung des Kindes nicht ausgeschlossen werden kann. Ebenso sollen Manner wahrend der Behandlung und bis zu 3 Monate danach verhutende MaBnahmen ergreifen, da aufgrund des erbgutverandernden Potenzials von Idarubicin die Chromosomen in menschlichem Sperma zerstort werden konnen.

Mannern, die einen Kinderwunsch haben, wird vor Therapiebeginn eine Beratung bezuglich Spermakonservierung empfohlen.

Wenn nach Abschluss der Therapie Kinderwunsch besteht, wird vorab eine genetische Beratung empfohlen.

Es ist nicht bekannt, ob Idarubicin oder seine Metabolite in die Muttermilch ubergehen. Wahrend der Therapie mit Idarubicin muss das Stillen daher unterbrochen werden.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemaBem Gebrauch das Reaktionsvermogen so weit verandern, dass die Fahigkeit zur aktiven Teilnahme am StraBenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt wird. Dies gilt in verstarktem MaBe im Zusammenwirken mit Alkohol.

3. Wie ist Zavedos anzuwenden?

Die Behandlung sollte nur von Árzten, die in der Tumorbehandlung erfahren sind, in einer Klinik oder in Kooperation mit einer Klinik erfolgen. Die Anwendung ist streng nach Vorschrift durchzufuhren.

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis:

Erwachsene

Akute myeloische Leukamie (AML, ANLL)

In Kombination (z. B. mit Cytarabin) erhalten Erwachsene wahrend 3 Tagen taglich 12 mg

Idarubicinhydrochlorid/m2 Korperoberflache

oder

wahrend 5 Tagen taglich 8 mg Idarubicinhydrochlorid/m2 Korperoberflache.

Eine Gesamtdosis von 120 mg/m2 Korperoberflache Idarubicinhydrochlorid sollte nicht uberschritten werden (eine Vorbehandlung mit anderen Anthrazyklinen ist dabei mit jeweils einem Viertel der Daunorubicin- bzw. Doxorubicin-Dosierung mit einzuberechnen).

Der individuelle Zustand des einzelnen Patienten und die Dosierungen gleichzeitig verabreichter zellschadigender Substanzen sind zu berucksichtigen.

In Kombination mit Cytosinarabinosid an 3 aufeinander folgenden Tagen entspricht die empfohlene Dosierung von 12 mg/m2 Korperoberflache Idarubicinhydrochlorid einer intensiveren Therapie als die Dosierung von 45 mg/m2 Korperoberflache Daunorubicin.

Da mit dem Patientenalter, bedingt durch eine hohere Rate an Begleiterkrankungen, eingeschrankte Erholungsfahigkeit der Blutbildung und verminderte Belastbarkeit der Organe und andere Faktoren, die Behandlungsrisiken deutlich zunehmen, sollte Zavedos bei Patienten uber 65 Jahren mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Kinder und Jugendliche

Akute myeloische Leukamie (AML):

Wenn das Kind Idarubicin zusammen mit anderen antileukamischen Arzneimitteln (Cytarabin) erhalt, liegt die empfohlene Dosis im Bereich von 10-12 mg/m2, die an 3 aufeinanderfolgenden Tagen langsam uber eine Vene verbreicht wird. Dies wird alle 3 Wochen wiederholt.

Art der Anwendung

Beim Umgang mit Zavedos muss Schutzkleidung getragen werden. Wenn Zavedos mit der Haut oder Schleimhaut in Beruhrung kommt, ist sorgfaltiges Waschen mit Wasser und Seife erforderlich. Bei Kontakt mit Haut oder Augen sollte sofort sorgfaltig mit Wasser oder mit Wasser und Seife oder mit Natriumbicarbonat-Losung gespult und ein Arzt aufgesucht werden.

Besonderer Hinweis

Zavedos darf nur intravenos verabreicht werden und sollte in den Schlauch einer laufenden Infusion (Natriumchlorid-Losung) zugegeben werden.

Diese Technik verringert das Risiko einer Thrombophlebitis. Die Applikation neben die Vene (paravenose Applikation) kann zum Absterben des betroffenen Gewebes (schwere Gewebenekrose) fuhren. Ein sicherer Sitz der Infusionsnadel ist zu gewahrleisten.

Sollte im Bereich der Infusionsnadel ein brennendes Gefuhl entstehen, deutet dies auf eine paravenose Applikation hin. Die Infusion muss gestoppt und in einer anderen Vene erneut begonnen werden.

Bei wiederholter Applikation von Zavedos in dieselbe Vene oder bei Applikation in sehr dunne Venen besteht die Gefahr einer Verodung der Venen (Sklerosierung).

Die Gesamtmenge an Zavedos-Losung wird innerhalb von 5 bis 10 Minuten verabreicht.

Zavedos wird in der Kombinationstherapie eingesetzt.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Behandlungsprotokoll. Eine zeitliche Begrenzung der Anwendung ist nicht vorgesehen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Zavedos zu stark oder zu schwach ist.

Wenn eine gro&ere Menge von Zavedos angewendet wurden als beabsichtigt

Ein spezifisches Antidot gegen Idarubicin ist nicht bekannt.

Sehr hohe Einzeldosen von Idarubicin konnen eine Herzmuskelschwache innerhalb von 24 Stunden und eine schwere Knochenmarkdepression innerhalb von 10 bis 14 Tagen verursachen.

Bei Anthrazyklinen wurde uber das Auftreten von Herzschaden bis zu mehrere Monate nach Uberdosierung berichtet.

Therapie von Intoxikationen

Im Falle der Herzmuskelschwache ist ein Kardiologe hinzuzuziehen und die Behandlung mit Zavedos abzusetzen. Beim Vorliegen einer ausgepragten Knochenmarkdepression sind, in Abhangigkeit davon, welche an der Entwicklung des Knochenmarks beteiligte Zellen des blutbildenden Systems uberwiegend betroffen sind, geeignete unterstutzende Therapiema&nahmen - wie z. B. die Verlegung des Patienten in einen keimfreien Raum oder Ubertragung (Transfusion) der fehlenden Zellelemente - zu ergreifen.

Symptome von Paravasaten

Eine paravenose Fehlinjektion fuhrt zum Absterben des Gewebes (lokale Nekrose) und Blutgerinnselbildung mit Venenentzundung (Thrombophlebitis). Sollte im Bereich der Infusionsnadel ein brennendes Gefuhl entstehen, deutet dies auf eine paravenose Verabreichung hin.

Therapie von Paravasaten

Bei Zeichen oder Symptomen einer paravenosen Fehlinjektion sollte die Infusion sofort abgebrochen werden. Die Kanule sollte zunachst belassen werden, um sie nach einer kurzen Aspiration zu entfernen. Bei Paravasaten kann Dexrazoxan zur Vermeidung oder Verminderung von Gewebeschaden eingesetzt werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Bei den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr haufig: Haufig: Gelegentlich: Selten:

Sehr selten: Nicht bekannt:


kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Infektionen und parasitare Erkrankungen

Sehr haufig    Infektionen

Gelegentlich    Blutvergiftung (Sepsis, Septikamie)

Gutartige, bosartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen) Gelegentlich Bestimmte Art von Blutkrebs (sekundare Leukamien: akute myeloide Leukamie und ein myelodysplastisches Syndrom)

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr haufig Blutarmut (Anamie), starke Abnahme der weiBen Blutkorperchen (schwere Leukopenie), Abnahme der neutrophilen weiBen Blutkorperchen (Neutropenie, Granulozytopenie), Abnahme der Blutplattchen (Thrombozytopenie)

Nicht bekannt Verminderte Anzahl aller Blutzellarten (Panzytopenie)

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten    Uberempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie)

Endokrine Erkrankungen

Sehr haufig    Appetitlosigkeit (Anorexie)

Gelegentlich    Flussigkeitsmangel im Korper (Dehydratation)

Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen

Gelegentlich    Anstieg des Harnsauregehalts im Blut (Hyperurikamie)

Nicht bekannt Rasche Zerstorung von Tumorgewebe mit resultierenden Stoffwechselstorungen (Tumorlysesyndrom)

Erkrankungen des Nervensystems

Selten    Hirnblutungen (zerebrale Hamorrhagien)

Herzerkrankungen

Haufig    Herzmuskelschwache, verlangsamter Herzschlag (Bradykardie), schneller

Herzschlag (Sinustachykardie), schnelle, unregelmaBige Herzschlagfolge (Tachyarrhythmien), Herzmuskelschadigung (Kardiomyopathie), Verringerung der von der linken Herzkammer ausgeworfenen Blutmenge (asymptomatische Reduktion der linksventrikularen Ejektionsfraktion)

Gelegentlich    EKG-Veranderungen (z. B. unspezifische ST-Strecken-Ánderungen),

akuter Herzinfarkt

Sehr selten    Herzbeutelentzundung (Perikarditis), Herzmuskelentzundung (Myokarditis),

Unterbrechung des Reizleitungssystems am Herzen (AV- und Schenkelblock)

GefaBerkrankungen

Sehr haufig Haufig


Gelegentlich Sehr selten


Rotungen entlang der Infusionsvene

Blutungen, Venenentzundung (lokale Phlebitis), Venenentzundung mit Ausbildung eines GefaBverschlusses durch Blutgerinnsel (Thrombophlebitis)

Schockreaktion

GefaBverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thromboembolie), Gesichtsrotung

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufig Ubelkeit, Erbrechen, Schleimhautentzundung/ Entzundung der

Mundschleimhaut, Durchfall, Schmerzen im Unterbauch oder brennendes Gefuhl

Haufig

Gelegentlich


Sehr selten


Blutungen im Magen-Darm-Bereich, Bauchschmerzen Entzundung der Speiserohre, Schleimhautentzundung des Dickdarms (auch in schwerer Form mit Beteiligung des Dunndarms und mit Durchbruch)

Oberflachliche Hautschadigungen oder Geschwure im Magen (gastrale Erosionen oder Ulzerationen)

Leber- und Gallenerkrankungen

Erhohung der Leberenzyme und des Gallenfarbstoffes (Bilirubin)

Haufig


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr haufig

Haufig

Gelegentlich


Sehr selten Nicht bekannt


Haarausfall (Alopezie, in der Regel reversibel), wobei das Haar normalerweise innerhalb von 2 bis 3 Monaten nach Beendigung der Therapie nachwachst

Hautausschlag, Juckreiz, Uberempfindlichkeit der gereizten Haut nach Bestrahlung („Recall“-Phanomen)

Nesselfieber (Urtikaria), verstarkte Farbung (Hyperpigmentierung) der Haut und Nagel, Zellulitis (Entzundung des Bindegewebes, auch in schwerer Form), Absterben von Gewebe (Gewebenekrose)

Hautrotung an Fingerspitzen, Zehen, Nase usw. (akrale Erytheme)

Lokale Reaktionen

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr haufig Rotfarbung des Harns fur 1 bis 2 Tage nach der Verabreichung

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Sehr haufig Fieber, Kopfschmerzen, Schuttelfrost

Beschreibung spezifischer Nebenwirkungen

Blutbildendes System

Ausgepragte Knochenmarkdepression ist die schwerwiegendste Nebenwirkung. Diese ist jedoch fur die Ausloschung der leukamischen Zellen erforderlich.

Die Abnahme der wei&en Blutkorperchen und der Blutplattchen erreicht meist 10 bis 14 Tage nach Anwendung von Idarubicin ihren Hohepunkt (Nadir). Die Normwerte stellen sich im Allgemeinen wahrend der 3. Woche wieder ein. Wahrend der Phase schwerwiegender Knochenmarkdepression wurde auch uber Todesfalle infolge von Infektionen und/ oder Blutungen berichtet.

Als Folgen einer Knochenmarkdepression konnen Fieber, Infektionen, Blutvergiftung (Sepsis), septischer Schock, Blutungen (Hamorrhagien), Sauerstoffmangel im Gewebe (Gewebehypoxie) auftreten, die zum Tod fuhren konnen. Beim Auftreten einer fiebrigen Neutropenie wird eine intravenose Gabe von Antibiotika empfohlen.

Herzschadigung

Eine durch Anthrazykline hervorgerufene Herzschadigung kann sich in Akutformen oder Spatformen au&ern.

Mit Ausnahme des Auftretens krankhafter Rhythmusstorungen sind diese Erscheinungen in der Regel kein Hinweis auf eine spatere Entstehung einer Herzschadigung, selten von klinischer Bedeutung und im Allgemeinen kein Grund zur Beendigung der Therapie mit Idarubicin.

Bei Vorliegen weiterer kardialer Risikofaktoren (z. B. aktiver oder latenter Herzerkrankungen, vorausgegangener Bestrahlung des mittleren Brustraums oder vorausgegangener bzw. gleichzeitiger Behandlung mit herzschadigenden Arzneimitteln) kann sich eine durch Idarubicin hervorgerufene Herzschadigung verstarken. Der Spattyp der Herzschadigung entwickelt sich meist verzogert wahrend des Behandlungszyklus und bis zu 2 bis 3 Monate danach, kann aber auch einige Monate bis Jahre nach Therapieende auftreten.

Wahrend der Behandlung mit Zavedos sollte die Herzfunktion sorgfaltig uberwacht werden, um das Risiko einer Schadigung des Herzens moglichst fruhzeitig erkennbar zu machen.

Magen-Darm-T rakt

Eine Entzundung der Mundschleimhaut tritt meist zu Beginn der Behandlung auf und kann sich in schweren Fallen zu Geschwuren der Mundschleimhaut entwickeln. Die meisten Patienten erholen sich jedoch von diesen Nebenwirkungen bis zur 3. Therapiewoche. Schweres Erbrechen und Durchfall konnen zur Austrocknung (Dehydratation) fuhren.

Ubelkeit und Erbrechen konnen durch vorbeugende Gabe von Mitteln gegen Erbrechen behandelt werden. Das Risiko eines Dickdarmdurchbruchs steigt bei einem instrumentellen Eingriff. Die Moglichkeit eines Durchbruchs sollte bei Patienten in Betracht gezogen werden, die heftige Bauchschmerzen entwickeln.

Injektionsstelle

Das Risiko einer Phlebitis/ Thrombophlebitis kann durch Einhaltung der im Abschnitt 3. „Wie ist Zavedos anzuwenden?" beschriebenen Verfahrensweise minimiert werden. Bei paravenoser Fehlinjektion treten lokale Schmerzen, starke Entzundung des Gewebes und ein Absterben des Gewebes auf.

Andere Nebenwirkungen

Ein Anstieg des Harnsauregehalts im Blut (Hyperurikamie) kann infolge schneller Auflosung von Krebszellen auftreten. Die Symptome der Hyperurikamie sollten durch Flussigkeitszufuhr (Hydratation), Alkalisierung des Urins und Gabe von Allopurinol behandelt werden. Andere Nebenwirkungen sind gro&blasige Hautrotungen (bullose Erytheme).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. Wie ist Zavedos aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Aufbewahrungsbedingungen

Im Kuhlschrank lagern (2 °C bis 8 °C).

Eine Mehrfachentnahme ist nicht vorgesehen, da Zavedos nicht konserviert ist. Reste mussen verworfen werden.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen Was Zavedos enthalt 

Der Wirkstoff ist: Idarubicinhydrochlorid


1 Durchstechflasche Zavedos 10 mg/10 ml mit 10 ml Injektionslosung enthalt 10 mg Idarubicinhydrochlorid.

1 Durchstechflasche Zavedos 20 mg/20 ml mit 20 ml Injektionslosung enthalt 20 mg Idarubicinhydrochlorid.

• Die sonstigen Bestandteile sind: Glycerol, Salzsaure 36 %, Wasser fur Injektionszwecke

Wie Zavedos aussieht und Inhalt der Packung

Bei Zavedos handelt es sich um eine klare, orangerote Losung in Durchstechflaschen aus farblosem Glas.

Zavedos 10 mg/10 ml:

Originalpackung mit 1 Durchstechflasche mit 10 ml Injektionslosung Zavedos 20 mg/20 ml:

Originalpackung mit 1 Durchstechflasche mit 20 ml Injektionslosung

Pharmazeutischer Unternehmer

PHARMACIA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Hersteller

ACTAVIS ITALY S.p.A.

Viale Pasteur 10 20014 Nerviano (Milan)

Italien

Mitvertreiber

PFIZER PHARMA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im Oktober 2014.

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palde-4v15zv-il-10 - 10 - 21.10.2014

ZAVEDOS 10mg/10ml

Fachinformation Zavedos 10mg/10ml

PFIZER ((Logo)) Zavedos10 mg/10 ml

Zavedos 20 mg/20 ml





Fachinformation


1. Bezeichnung der Arzneimittel


Zavedos®10 mg/10 ml

Injektionslösung

Zavedos®20 mg/20 ml

Injektionslösung


Wirkstoff: Idarubicinhydrochlorid


2. Qualitative und quantitative Zusammensetzung


Zavedos 10 mg/10 ml

1 Durchstechflasche mit 10 ml Injektionslösung enthält 10 mg Idarubicinhydrochlorid.


Zavedos 20 mg/20 ml

1 Durchstechflasche mit 20 ml Injektionslösung enthält 20 mg Idarubicinhydrochlorid.


Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.


3. Darreichungsform


Injektionslösung


4. Klinische Angaben


  1. Anwendungsgebiete


Zavedos ist in Kombination mit anderen Zytostatika (z. B. Cytarabin) zur Remissionsinduktion und Konsolidierung bei unvorbehandelten Patienten mit akuten myeloischen Leukämien (AML, ANLL) im Erwachsenenalter angezeigt.


4.2 Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung mit Einzel- und Tagesgaben

Die Behandlung sollte nur von Ärzten, die in der Tumorbehandlung erfahren sind, in einer Klinik oder in Kooperation mit einer Klinik erfolgen. Die Anwendung ist streng nach Vorschrift durchzuführen.


Erwachsene

Akute myeloische Leukämie (AML, ANLL):

In Kombination (z. B. mit Cytarabin) erhalten Erwachsene während 3 Tagen täglich

12 mg Idarubicinhydrochlorid/m2Körperoberfläche


oder


während 5 Tagen täglich 8 mg Idarubicinhydrochlorid/m2Körperoberfläche.


Eine kumulative Dosis von 120 mg/m2Körperoberfläche Idarubicinhydrochlorid sollte nicht überschritten werden. (Eine Vorbehandlung mit anderen Anthrazyklinen ist dabei mit jeweils einem Viertel der Daunorubicin- bzw. Doxorubicin-Dosierung mit einzuberechnen.)


Der individuelle Status des einzelnen Patienten und die Dosierungen gleichzeitig verabreichter zytotoxischer Substanzen sind zu berücksichtigen.


In Kombination mit Cytosinarabinosid an 3 aufeinander folgenden Tagen entspricht die empfohlene Dosierung von 12 mg/m2Körperoberfläche Idarubicinhydrochlorid einer intensiveren Therapie als die Dosierung von 45 mg/m2Körperoberfläche Daunorubicin.


Kinder und Jugendliche

Über die Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren liegen keine Daten vor. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen wird deshalb nicht empfohlen.


Patienten mit Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen

Bei leichten Funktionsstörungen der Leber und/oder der Niere ist eine Dosisreduktion von Idarubicin in Betracht zu ziehen (siehe Abschnitt 4.4).


Bei Patienten mit schwerer Leber- oder Nierenfunktionsstörung ist Zavedos kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.2).


Ältere Patienten

Da mit dem Patientenalter, bedingt durch eine höhere Rate an Komorbidität, eingeschränkte hämatopoetische Reserve und erhöhte Vulnerabilität der Organe und andere Faktoren, die Behandlungsrisiken deutlich zunehmen, sollte Idarubicin bei Patienten über 65 Jahren mit besonderer Vorsicht angewendet werden.


Art und Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Behandlungsprotokoll. Eine zeitliche Begrenzung der Anwendung ist nicht vorgesehen.


Beim Umgang mit Zavedos muss Schutzkleidung getragen werden. Wenn Zavedos mit der Haut oder Schleimhaut in Berührung kommt, ist sorgfältiges Waschen mit Wasser und Seife erforderlich. Bei Kontakt mit Haut oder Augen sollte sofort sorgfältig mit Wasser oder mit Wasser und Seife oder mit Natriumbicarbonat-Lösung gespült und ein Arzt aufgesucht werden.


Besonderer Hinweis:

Zavedos darf nur intravenös verabreicht werden und sollte in den Schlauch einer laufenden Infusion (Natriumchloridlösung) zugegeben werden. Diese Technik verringert das Risiko einer Thrombophlebitis. Eine paravenöse Applikation kann zu schwerer Gewebenekrose führen. Ein sicherer Sitz der Infusionsnadel ist zu gewährleisten.


Sollte im Bereich der Infusionsnadel ein brennendes Gefühl entstehen, deutet dies auf eine paravenöse Applikation hin. Die Infusion muss gestoppt und in einer anderen Vene erneut begonnen werden.


Bei wiederholter Applikation von Zavedos in dieselbe Vene oder bei Applikation in sehr dünne Venen besteht die Gefahr einer Gefäßsklerosierung.


Die Gesamtmenge an Zavedos wird innerhalb von 5 bis 10 Minuten verabreicht.


Zavedos wird in der Kombinationstherapie eingesetzt.


4.3 Gegenanzeigen


  • Überempfindlichkeit gegen Idarubicin, andere Anthrazykline oder Anthrachinone sowie gegen einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

  • Schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz (Serumkreatinin > 2,5 mg/dl bzw. Bilirubin > 2 mg/dl), sofern die Funktionsstörungen nicht durch die akute Leukämie bedingt sind

  • Floride Infektionen

  • Fortgeschrittene Herzinsuffizienz (Kardiomyopathie, NYHA-Klasse IV) (

  • Akuter Herzinfarkt und abgelaufener Herzinfarkt, der zu Herzinsuffizienz (NYHA-Klassen III und IV) geführt hat

  • Akute entzündliche Herzerkrankungen

  • Schwere Arrhythmien

  • Vorhergehende Behandlung mit maximalen kumulativen Dosen von Idarubicin und/oder anderen Anthrazyklinen und Anthrachinonen (siehe Abschnitt 4.4)

  • Persistierende Myelosuppression

  • Stomatitis

  • Hämorrhagische Diathese

  • Stillzeit


Da entsprechende Daten bislang nicht vorliegen, wird die Anwendung von Idarubicin bei Patienten nach Ganzkörperbestrahlung oder Knochenmarktransplantation nicht empfohlen.


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung


Allgemein

Die Anwendung von Idarubicin sollte nur von Ärzten, die in der Tumortherapie erfahren sind, in einer Klinik oder in Kooperation mit einer Klinik erfolgen. Die Behandlung von Patienten über 65 Jahren sollte in Zentren erfolgen, die über ausreichende Erfahrungen in der hochdosierten Anthrazyklin-Therapie älterer Patienten verfügen. Damit wird sichergestellt, dass im Falle von schwerwiegenden Komplikationen der Krankheit oder der Behandlung (z. B. Blutung, Infektionen) eine sofortige und wirksame Behandlung eingeleitet werden kann.


Die Patienten sollten sich von den Akuttoxizitäten einer vorhergehenden zytotoxischen Therapie (z. B. Stomatitis, Neutropenie, Thrombozytopenie und generalisierte Infektionen) erholt haben, bevor eine Behandlung mit Idarubicin begonnen wird.


Hämatologische Toxizität

Idarubicin wirkt stark myelosuppressiv. Nach Gabe einer therapeutischen Dosis wird es bei allen Patienten zu einer schweren Knochenmarkdepression kommen. Eine sorgfältige Überwachung des Blutbilds (Differenzialblutbild), einschließlich Granulozyten, Erythrozyten und Thrombozyten, ist daher vor und während jedes Therapiezyklus erforderlich.

Eine dosisabhängige, reversible Leukopenie und/oder Granulozytopenie (Neutropenie) ist die vorwiegende Manifestation der hämatologischen Toxizität von Idarubicin und die häufigste akute dosislimitierende Toxizität dieses Arzneimittels.

Leukopenie und Neutropenie sind normalerweise schwer; Thrombozytopenie und Anämie können ebenfalls auftreten. Neutrophile und Blutplättchen erreichen zumeist 10 bis 14 Tage nach der Verabreichung ihren niedrigsten Wert (Nadir); die Zellzahlen gehen allerdings im Allgemeinen während der 3. Woche wieder auf Normalwerte zurück. In der Phase einer schweren Myelosuppression wurden Todesfälle aufgrund von Infektionen und/oder Blutungen berichtet.


Zu den klinischen Folgen einer schweren Myelosuppression zählen auch Fieber, Infektionen, Sepsis/Septikämie, septischer Schock, Blutungen, Gewebehypoxie und Tod. Für den Fall einer febrilen Neutropenie wird die Anwendung eines intravenösen Antibiotikums empfohlen.

Die Möglichkeit einer raschen und wirkungsvollen Behandlung schwerer hämorrhagischer Zustände und/oder einer schweren Infektion muss gegeben sein.


Während der aplastischen Phase sollten Patienten im Alter von über 55 Jahren besondere supportive Maßnahmen erfahren.


Sekundäre Leukämie

Bei Patienten, die mit Anthrazyklinen, einschließlich Idarubicin, behandelt wurden, kam es zu sekundären Leukämien mit oder ohne präleukämische Phase. Die sekundären Leukämien treten häufiger auf, wenn diese Arzneimittel zusammen mit DNA-schädigenden, antineoplastischen Substanzen gegeben werden, bei Patienten, die bereits intensiv mit Zytostatika vorbehandelt wurden, oder bei einer Dosiserhöhung der Anthrazykline. Diese Leukämien können nach einer Latenzzeit von 1 bis 3 Jahren auftreten.


Gastrointestinaltrakt

Idarubicin kann Erbrechen verursachen. Eine Mukositis (vor allem Stomatitis, weniger häufig eine Ösophagitis) tritt im Allgemeinen bereits früh nach der Verabreichung von Idarubicin auf und kann in schwerer Verlaufsform innerhalb weniger Tage zu einer Schleimhautulzeration fortschreiten. Bei den meisten Patienten kommt es bis zur 3. Woche der Behandlung zu einer Rückbildung und Erholung.


Herzfunktion

Kardiotoxizität ist ein Risiko einer Behandlung mit Anthrazyklinen, das sich mit frühzeitigen (d. h. akuten) oder verspäteten (d. h. verzögerten) Ereignissen äußern kann.


Frühzeitige (d. h. akute) Ereignisse:Die akute Kardiotoxizität von Idarubicin umfasst hauptsächlich Sinustachykardie und/oder EKG-Anomalien wie etwa nichtspezifische ST-T-Veränderungen. Tachyarrhythmien, einschließlich Kammerextrasystolen und ventrikulärer Tachykardie, Bradykardie sowie AV-Block und Schenkelblock wurden ebenfalls beschrieben. Diese Effekte lassen unter normalen Umständen nicht auf die spätere Entwicklung einer verzögerten Kardiotoxizität schließen, sind nur selten von klinischer Relevanz und sind im Allgemeinen kein Grund für einen Abbruch der Therapie mit Idarubicin.


Späte (d. h. verzögerte) Ereignisse:Eine verzögerte Kardiotoxizität tritt üblicherweise im späten Verlauf der Therapie oder innerhalb von 2 bis 3 Monaten nach Therapieende auf, es wurden aber auch spätere Ereignisse – einige Monate oder Jahre nach Abschluss der Therapie – beschrieben. Zu den Manifestationen einer verzögerten Kardiomyopathie zählen reduzierte linksventrikuläre Auswurffraktion (LVEF) und/oder Zeichen und Symptome einer dekompensierten Herzinsuffizienz wie etwa Dyspnoe, Lungenödem, abhängiges Ödem, Kardiomegalie, Hepatomegalie, Oligurie, Aszites, Pleuraerguss und Gallopprhythmus. Subakute Wirkungen wie Perikarditis/Myokarditis wurden ebenfalls beschrieben. Eine lebensbedrohliche Herzinsuffizienz ist die schwerste Form einer Anthrazyklin-bedingten Kardiomyopathie und stellt die kumulative dosislimitierende Toxizität von Idarubicin dar.


Limits der Kumulativdosis für intravenöses oder orales Idarubicin wurden noch nicht definiert. Allerdings wurde eine Idarubicin-bedingte Kardiomyopathie bei 5 % der Patienten berichtet, die kumulative intravenöse Dosen von 150 bis 290 mg/m² erhielten. Die verfügbaren Daten für mit oralem Idarubicin in kumulativen Dosen von bis zu 400 mg/m² behandelte Patienten lassen eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine Kardiotoxizität vermuten.


Die Herzfunktion sollte vor und während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden, um das Risiko für das Auftreten einer schweren kardialen Beeinträchtigung auf ein Minimum zu beschränken. Dieses Risiko kann durch regelmäßige Überwachung der LVEF während der Behandlung reduziert werden, wobei Idarubicin bei den ersten Zeichen einer beeinträchtigten Herzfunktion sofort abzusetzen ist. Geeignete quantitative Methoden für regelmäßige Kontrollen der Herzfunktion sind Herzbinnenraum-Szintigraphie (Multiple Gated Acquisition [MUGA] Scan) oder Echokardiographie. Eine Kontrolle der Herzfunktion vor Beginn der Behandlung mit einem EKG sowie einem MUGA-Scan oder Echokardiographie wird empfohlen, vor allem bei Patienten mit Risikofaktoren für eine erhöhte Kardiotoxizität. Wiederholte Kontrollen der LVEF mittels MUGA-Scan oder Echokardiographie sollten während der gesamten Behandlung durchgeführt werden, vor allem bei höheren, kumulativen Dosen von Anthrazyklinen. Es sollte immer die gleiche Methode zur Kontrolle eingesetzt werden.


Zu den Risikofaktoren für eine Kardiotoxizität zählen eine aktive oder latente Herz-Kreislauf- Erkrankung, eine vorhergehende oder begleitende Strahlentherapie im perikardialen/mediastinalen Bereich, eine vorangegangene Therapie mit Anthrazyklinen oder Anthrachinonen und eine Begleittherapie mit anderen Substanzen, die die Kontraktilität des Herzens unterdrücken können oder mit kardiotoxischen Substanzen (z. B. Trastuzumab).

Anthrazykline einschließlich Idarubicin sollten nicht in Kombination mit anderen kardiotoxisch wirkenden Substanzen angewendet werden, sofern die Herzfunktion des Patienten nicht engmaschig überwacht wird.

Bei Patienten, die nach dem Absetzen anderer kardiotoxischer Substanzen, vor allem solchen mit einer langen Halbwertszeit wie etwa Trastuzumab, eine Behandlung mit Anthrazyklinen erhalten, könnte auch ein erhöhtes Risiko für Kardiotoxizität bestehen. Die Halbwertszeit von Trastuzumab beträgt etwa 28,5 Tage und die Substanz kann bis zu 24 Wochen im Kreislauf verbleiben. Ärzte sollten daher nach Möglichkeit eine auf Anthrazyklinen basierende Therapie für bis zu 24 Wochen nach dem Absetzen von Trastuzumab vermeiden. Falls Anthrazykline bereits vor dieser Zeit angewendet werden, wird eine sorgfältige Überwachung der Herzfunktion empfohlen.


Die Herzfunktion sollte bei Patienten mit hohen Kumulativdosen sowie bei Patienten mit Risikofaktoren besonders streng überwacht werden. Eine Kardiotoxizität mit Idarubicin kann allerdings auch bei niedrigeren Kumulativdosen mit oder ohne Vorliegen von kardialen Risikofaktoren auftreten.

Bei Kleinkindern und Kindern dürfte eine stärkere Empfindlichkeit für eine Anthrazyklin-bedingte Kardiotoxizität bestehen, daher ist langfristig eine periodische Überwachung der Herzfunktion durchzuführen. Jedoch ist die Anwendung von Zavedos bei Kindern und Jugendlichen nicht vorgesehen (siehe Abschnitt 4.2).


Es ist wahrscheinlich, dass die Toxizität von Idarubicin und anderen Anthrazyklinen oder Anthrachinonen additiv ist.


Leber- und Nierenfunktion

Da eine Störung der Leber- und/oder Nierenfunktion die Verfügbarkeit von Idarubicin beeinflussen kann, sollten Leber- und Nierenfunktion mit den üblichen klinischen Laboruntersuchungen (unter Verwendung von Serumbilirubin und Serumkreatinin als Indikatoren) vor und während der Behandlung überwacht werden. Bei einer Anzahl von klinischen Phase-III-Studien wurde keine Therapie durchgeführt, wenn die Serumspiegel von Bilirubin und/oder Kreatinin 2 mg/100 ml überschritten. Bei anderen Anthrazyklinen erfolgt im Allgemeinen eine 50%-ige Dosisreduktion, wenn die Werte für Bilirubin zwischen 1,2 und 2,0 mg/100 ml liegen.


Wirkungen an der Injektionsstelle

Eine Injektion in eine kleine Vene oder eine wiederholte Injektion in dieselbe Vene können zu einer Phlebosklerose führen. Bei Beachtung der Empfehlungen zur Verabreichung kann das Risiko für eine Phlebitis/Thrombophlebitis an der Injektionsstelle auf ein Mindestmaß beschränkt werden.


Paravasation

Eine Paravasation von Idarubicin während der intravenösen Injektion kann lokale Schmerzen, schwere Gewebeläsionen (Blasenbildung, schwere Zellulitis) und Nekrose verursachen. Bei Zeichen oder Symptomen einer Paravasation während der intravenösen Verabreichung von Idarubicin sollte die Infusion sofort abgebrochen werden.

Im Falle einer Paravasation kann Dexrazoxan zur Vermeidung oder Verminderung von Gewebeschäden eingesetzt werden.


Tumorlysesyndrom

Idarubicin kann in Folge des umfassenden Purinkatabolismus, der die rasche Lysis von neoplastischen Zellen begleitet (Tumorlysesyndrom), eine Hyperurikäme auslösen. Blutharnsäurewerte, Kalium, Calciumphosphat und Kreatinin sollten nach der initialen Behandlung bestimmt werden. Entsprechende Hydration, Harnalkalisierung und eine Prophylaxe mit Allopurinol zur Vermeidung einer Hyperurikämie können das Risiko für mögliche Komplikationen eines Tumorlysesyndroms auf ein Minimum beschränken.


Immunsuppressive Wirkungen/verstärkte Anfälligkeit für Infektionen

Die Verabreichung von Lebendimpfstoffen oder lebend-attenuierten Impfstoffen (wie etwa gegen Gelbfieber) bei Patienten mit einer Immunbeeinträchtigung durch eine Chemotherapie, einschließlich Idarubicin, kann zu schwerwiegenden oder potenziell tödlichen Infektionen führen. Impfungen mit einem Lebendimpfstoff sind daher bei Patienten unter Behandlung mit Idarubicin zu vermeiden. Tot- oder inaktivierte Impfstoffe können verabreicht werden, allerdings kann das Ansprechen auf solche Impfstoffe reduziert sein (siehe auch Abschnitt 4.5).


Fortpflanzungssystem

Mit Idarubicin behandelte Männer sollten während der Therapie und bis zu 3 Monate danach entsprechende kontrazeptive Maßnahmen ergreifen und aufgrund der Möglichkeit einer irreversiblen Infertilität in Folge der Therapie bei Wunsch und Möglichkeit eine Beratung zur Spermakonservierung einholen (siehe Abschnitt 4.6).


Ältere Patienten

Da mit dem Patientenalter, bedingt durch eine höhere Rate an Komorbidität, eingeschränkte hämatopoetische Reserve und erhöhte Vulnerabilität der Organe und andere Faktoren, die Behandlungsrisiken deutlich zunehmen, sollte Zavedos bei Patienten über 65 Jahren mit besonderer Vorsicht angewendet werden.


Weitere Informationen

Wie mit anderen zytotoxischen Therapien wurden auch mit Idarubicin Thrombophlebitis und thromboembolische Ereignisse einschließlich einer Lungenembolie beschrieben, wobei ein kausaler Zusammenhang nicht gesichert ist.


Die Substanz kann für 1 bis 2 Tage nach der Anwendung zu einer rötlichen Verfärbung des Urins führen; die Patienten sollten auf diese Möglichkeit hingewiesen werden.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen


Idarubicin ist ein potenter Hemmer des Knochenmarks. Eine kombinierte Chemotherapie mit Substanzen ähnlicher Wirkung lässt eine additive Toxizität erwarten, vor allem hinsichtlich der myelosuppressiven, hämatologischen und der gastrointestinalen Wirkungen (siehe Abschnitt 4.4). Eine Anwendung von Idarubicin in einer kombinierten Chemotherapie mit anderen potenziell kardiotoxischen Substanzen sowie eine gleichzeitige Anwendung von kardioaktiven Substanzen (z. B. Calciumantagonisten) machen eine Überwachung der Herzfunktion für die gesamte Behandlungsdauer erforderlich.


Substanzen, die das Gewebe der Leber oder Nieren schädigen, einschließlich Alkohol, können den Metabolismus, die Pharmakokinetik sowie die Wirksamkeit von Idarubicin beeinflussen und dessen Nebenwirkungen verstärken (siehe Abschnitt 4.4).


Bei Anwendung einer Strahlentherapie gleichzeitig oder innerhalb von 2 bis 3 Wochen vor der Behandlung mit Idarubicin können sich eine additive myelosuppressive Wirkung und Kardiotoxizität einstellen.


Impfstoffe

Die Verabreichung von Lebendimpfstoffen oder lebend-attenuierten Impfstoffen (z. B. gegen Gelbfieber) bei Patienten mit einer Immunbeeinträchtigung durch eine Chemotherapie, einschließlich Idarubicin, kann zu schwerwiegenden oder potenziell tödlichen Infektionen führen. Impfungen mit einem solchen Impfstoff sind daher bei Patienten unter Behandlung mit Idarubicin zu vermeiden. Bei Patienten, die bereits durch die Grundkrankheit immunsupprimiert sind, ist dieses Risiko zusätzlich erhöht. Tot- oder inaktivierte Impfstoffe können verabreicht werden, allerdings kann das Ansprechen auf solche Impfstoffe reduziert sein. Wo vorhanden sollte ein inaktiver Impfstoff (Poliomyelitis) verwendet werden.


Orale Antikoagulanzien

Bei Kombination von oralen Antikoagulanzien mit einer onkologischen Chemotherapie werden häufigere Kontrollen der INR (International Normalised Ratio) empfohlen, da das Risiko für eine Wechselwirkung nicht ausgeschlossen werden kann.


Ciclosporin A

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ciclosporin A als Einzelwirkstoff zur Chemosensibilisierung bei Patienten mit akuter Leukämie erhöhten sich die AUCs von Idarubicin und Idarubicinol (um das 1,78-Fache bzw. das 2,46-Fache). Die klinische Relevanz dieser Wechselwirkung ist nicht bekannt. Es könnte bei einigen Patienten eine Dosisanpassung erforderlich sein.


4.6 Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit


Fertilität

Idarubicin kann Chromosomenschäden in menschlichen Spermatozoen verursachen. Deshalb sollten Männer, die mit Idarubicin behandelt werden, während der Behandlung und bis zu 3 Monate nach Ende der Behandlung eine effektive Methode der Kontrazeption anwenden (siehe Abschnitt 4.4).


Schwangerschaft

Das embryotoxische Potenzial von Idarubicin konnte in In-vitro-und In-vivo-Studien gezeigt werden. Es gibt jedoch keine adäquaten und kontrollierten Studien an schwangeren Frauen. Frauen müssen darauf hingewiesen werden, während und bis zu 6 Monate nach der Behandlung nicht schwanger zu werden und geeignete kontrazeptive Maßnahmen zu ergreifen.

Idarubicin sollte nur dann während einer Schwangerschaft angewendet werden, wenn nach besonderer Nutzen-Risiko-Bewertung der Nutzen für die Frau das Risiko für den Fötus überwiegt. Patienten sind darauf hinzuweisen, dass ein potenzielles Risiko für den Fötus besteht.

Wenn nach Abschluss der Therapie Kinderwunsch besteht, sollte zunächst unbedingt eine genetische Beratung erfolgen.


Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Idarubicin oder seine Metabolite in die Muttermilch übergehen. Während der Therapie mit Idarubicin muss das Stillen daher unterbrochen werden.


  1. Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen


Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.


4.8 Nebenwirkungen


Schwere Myelosuppression und Kardiotoxizität stellen die beiden wesentlichsten Nebenwirkungen dar (siehe Abschnitt 4.4).

Als Folge einer Myelosuppression können Hämorrhagie, Fieber, Infektion, Sepsis/septischer Schock und Gewebehypoxie auftreten, die zum Tod führen können.


Die folgenden Nebenwirkungen wurden in Verbindung mit einer Therapie mit Idarubicin beschrieben, wobei den Häufigkeitsangaben folgende Kategorien zugrunde gelegt werden:

Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10-000 bis < 1/1000)

Sehr selten (< 1/10000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)


Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Sehr häufig: Infektionen

Gelegentlich: Sepsis, Septikämie


Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)

Gelegentlich: Sekundäre Leukämien (akute myeloide Leukämie und ein myelodysplastisches Syndrom)


Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig: Anämie, schwere Leukopenie, Neutropenie (Granulozytopenie), Thrombozytopenie

Nicht bekannt: Panzytopenie


Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Anaphylaxie


Endokrine Erkrankungen

Sehr häufig: Anorexie

Gelegentlich: Dehydratation


Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Hyperurikämie

Nicht bekannt: Tumorlysesyndrom


Erkrankungen des Nervensystems

Selten: Zerebrale Hämorrhagien


Herzerkrankungen

Häufig: Dekompensierte Herzinsuffizienz, Bradykardie, Sinustachykardie, Tachyarrhythmien, Kardiomyopathie (Zeichen und Symptome siehe Abschnitt 4.4), asymptomatische Reduktion der linksventrikulären Ejektionsfraktion

Gelegentlich: EKG-Veränderungen (z. B. unspezifische ST-Strecken-Änderungen), Myokardinfarkt

Sehr selten: Perikarditis, Myokarditis, AV- und Schenkelblock


Gefäßerkrankungen

Sehr häufig: Rötungen entlang der Infusionsvene

Häufig: Hämorrhagien, lokale Phlebitis, Thrombophlebitis

Gelegentlich: Schockreaktion

Sehr selten: Thromboembolie, Gesichtsrötung


Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen, Mukositis/Stomatitis, Diarrhoe, abdominale Schmerzen oder brennendes Gefühl

Häufig: Gastrointestinale Blutungen, Bauchschmerzen

Gelegentlich: Ösophagitis, Kolitis (einschl. schwere Enterokolitis/neutropenische Enterokolitis mit Perforation)

Sehr selten: Gastrale Erosionen oder Ulzerationen


Leber- und Gallenerkrankungen

Häufig: Erhöhung der Leberenzyme und des Bilirubins


Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Alopezie (in der Regel reversibel), wobei das Haar normalerweise innerhalb von 2 bis 3 Monaten nach Beendigung der Therapie nachwächst

Häufig: Hautausschlag, Jucken, Überempfindlichkeit nach Bestrahlung („Recall"-Phänomen)

Gelegentlich: Urtikaria, Hyperpigmentierung der Haut und Nägel, Zellulitis (kann schwer sein), Gewebenekrose

Sehr selten: Akrale Erytheme

Nicht bekannt: Lokale Reaktionen


Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr häufig: Rotfärbung des Harns für 1 bis 2 Tage nach der Verabreichung


Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufig: Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost



Beschreibung spezifischer Nebenwirkungen


Blutbildendes System

Schwere Myelosuppression stellt die schwerwiegendste Nebenwirkung der Behandlung mit Idarubicin dar. Diese ist allerdings für die Eradikation leukämischer Zellen erforderlich (siehe Abschnitt 4.4).


Leukozyten und Thrombozyten erreichen meist 10 bis 14 Tage nach Anwendung von Idarubicin einen Tiefstwert und kehren im Allgemeinen in der 3. Woche wieder auf Normalwerte zurück. Während der Phase schwerwiegender Myelosuppression wurde auch über Todesfälle infolge von Infektionen und/oder Blutungen berichtet.


Als Folgen einer Myelosuppression können Fieber, Infektionen, Sepsis, septischer Schock, Hämorrhagien, Gewebehypoxie auftreten, die zum Tod führen können. Beim Auftreten einer febrilen Neutropenie wird eine i.v.-Antibiose empfohlen.


Kardiotoxizität

Eine lebensbedrohliche dekompensierte Herzinsuffizienz ist die schwerste Form einer Anthrazyklin-bedingten Kardiomyopathie und stellt die kumulative dosislimitierende Toxizität des Arzneimittels dar (siehe Abschnitt 4.4).


Gastrointestinaltrakt

Stomatitis tritt meist zu Beginn der Behandlung auf und kann sich in schweren Fällen zu Ulzerationen der Mukosa entwickeln. Die meisten Patienten erholen sich jedoch von diesen Nebenwirkungen bis zur 3. Therapiewoche. Schweres Erbrechen und Durchfall können zu Dehydratation führen. Übelkeit und Erbrechen können durch prophylaktische Gabe von Antiemetika behandelt werden. Das Risiko einer Dickdarmperforation steigt bei einem instrumentellen Eingriff. Die Möglichkeit einer Perforation sollte bei Patienten in Betracht gezogen werden, die heftige Bauchschmerzen entwickeln.


Injektionsstelle

Das Risiko einer Phlebitis/Thrombophlebitis kann durch Einhaltung der in Abschnitt 4.2 beschriebenen Verfahrensweise minimiert werden. Bei paravenöser Fehlinjektion treten lokale Schmerzen, starke Zellulitis und Gewebenekrosen auf.


Andere Nebenwirkungen

Hyperurikämie kann infolge schneller Lyse von neoplastischen Zellen auftreten. Die Symptome der Hyperurikämie sollten durch Hydratation, Alkalisierung des Urins und Gabe von Allopurinol behandelt werden. Andere Nebenwirkungen sind bullöse Erytheme.


4.9 Überdosierung


Ein spezifisches Antidot gegen Idarubicin ist nicht bekannt.


Symptome der Intoxikation

Sehr hohe Einzeldosen von Idarubicin können eine akute Myokardtoxizität innerhalb von 24 Stunden und eine schwere Myelosuppression innerhalb von 1 bis 2 Wochen verursachen. Eine spät auftretende Herzinsuffizienz wurde mit Anthrazyklinen bis einige Monate nach der Überdosierung beobachtet.


Therapie von Intoxikationen

Im Falle der Myokardtoxizität sind ein Kardiologe hinzuzuziehen und die Behandlung mit Zavedos abzusetzen. Beim Vorliegen einer ausgeprägten Myelosuppression sind, in Abhängigkeit davon, welches myelopoetische Teilsystem überwiegend betroffen ist, geeignete supportive Therapiemaßnahmen – wie z. B. die Verlegung des Patienten in einen keimfreien Raum oder Transfusion der fehlenden Zellelemente – zu ergreifen.


Paravasate

Eine paravenöse Fehlinjektion von Idarubicin während der intravenösen Injektion kann lokale Schmerzen, schwere Gewebeläsionen (Blasenbildung, schwere Zellulitis) und Nekrose verursachen. Sollte im Bereich der Infusionsnadel ein brennendes Gefühl entstehen, deutet dies auf eine paravenöse Applikation hin.


Therapie von Paravasaten

Bei Zeichen oder Symptomen einer Paravasation während der intravenösen Verabreichung von Idarubicin sollte die Infusion sofort abgebrochen werden. Die Kanüle sollte zunächst belassen werden, um sie nach einer kurzen Aspiration zu entfernen.

Im Falle einer Paravasation kann Dexrazoxan zur Vermeidung oder Verminderung von Gewebeschäden eingesetzt werden.


5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN


5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Zytostatisch wirksames Antibiotikum der Anthrazyklin-Gruppe

ATC-Code: L01DB06


Idarubicin ist ein Anthrazyklin, das durch Interkalation an die DNA bindet. Die Substanz wirkt auf Topoisomerase II und verursacht eine Inhibition der Nukleinsäuresynthese. Die in Position 4 modifizierte Anthrazyklin-Struktur gibt der Verbindung eine hohe Lipophilie. Diese führt zu einer gegenüber Doxorubicin und Daunorubicin erhöhten zellulären Aufnahme.


Idarubicin zeigt eine im Vergleich zu Daunorubicin höhere Wirksamkeit und wirkt bei Mäusen i.v. und oral gegen Leukämie und Lymphome. In-vitro-Studien an menschlichen Doxorubicin-resistenten Zellen und solchen von Mäusen erbrachten für Idarubicin im Vergleich zu Daunorubicin einen geringeren Grad an Kreuzresistenz.


Der Hauptmetabolit, Idarubicinol, hat in experimentellen Modellen in vitround in vivoantitumorale Wirkung gezeigt. Bei gleicher Dosis zeigt Idarubicinol an der Ratte eine gegenüber Idarubicin deutlich geringere Kardiotoxizität.


5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften


Bei Patienten mit normaler Nieren- und Leberfunktion wird Idarubicin nach i.v.-Applikation aus dem Plasma mit einer terminalen Plasmahalbwertszeit von 11 bis 25 Stunden eliminiert. Es findet eine ausgeprägte Metabolisierung zu einem aktiven Metaboliten, Idarubicinol, statt, der langsamer eliminiert wird (Plasmahalbwertszeit: 41 bis 69 Stunden). Die Ausscheidung erfolgt sowohl über die Galle als auch mit dem Urin, überwiegend in Form von Idarubicinol.


Untersuchungen zur Zellkonzentration von Idarubicin bei Patienten mit Leukämie wurden an kernhaltigen Blut- und Knochenmarkzellen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass nach i.v. ‑Gabe maximale Plasmawerte von Idarubicin innerhalb weniger Minuten erreicht werden.


Die Konzentrationen von Idarubicin und Idarubicinol in kernhaltigen Blut- und Knochenmarkzellen betragen mehr als das 100-Fache der entsprechenden Plasmakonzentrationen.


Die Eliminationsraten aus Plasma und Zellen waren vergleichbar mit einer terminalen Halbwertszeit von ca. 15 Stunden. Bei Idarubicinol beträgt der entsprechende Wert für die Zellen 72 Stunden.


Spezielle Patientengruppen


Beeinträchtigte Leber- und Nierenfunktion:Die Pharmakokinetik von Idarubicin bei Patienten mit beeinträchtigter Leber- und/oder Nierenfunktion wurde nicht vollständig untersucht. Es ist zu erwarten, dass der Metabolismus von Idarubicin bei Patienten mit mäßiger oder schwerer Leberfunktionsstörung reduziert sein und daher zu höheren systemischen Wirkstoffkonzentrationen führen könnte. Die Verfügbarkeit von Idarubicin könnte auch durch eine Nierenfunktionsstörung beeinträchtigt sein. Daher ist bei Patienten mit Leber- und/oder Nierenfunktionsstörung eine Dosisreduktion in Erwägung zu ziehen (siehe Abschnitte 4.2 und 4.4). Bei Patienten mit schwerer Leber- und/oder Nierenfunktionsstörung ist Idarubicin kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 „Gegenanzeigen“).


  1. Präklinische Daten zur Sicherheit


Akute Toxizität

Nach intravenöser Applikation wurden folgende LD50-Werte ermittelt:

Maus 4 bis 5 mg/kg

Ratte ca. 3 mg/kg

Hund ca. 1 mg/kg


Die Hauptzielorgane waren das blutbildende System und, vor allem beim Hund, der Gastrointestinaltrakt.


Chronische Toxizität

Langzeitstudien wurden mit Doxorubicin als Vergleich an Ratte und Hund durchgeführt. Über einen Zeitraum von bis zu 13 Wochen wurden jeweils wöchentlich an 3 aufeinander folgenden Tagen Einzeldosen von Idarubicin bis 0,4 mg/kg (an der Ratte) bzw. 0,3 mg/kg (am Hund) i.v. verabreicht.


Die Zielorgane nach intravenöser Gabe sind: das hämatolymphopoetische System (Abnahme von Leukozyten, Erythrozyten und verwandten Parametern und Plättchen; Atrophie und Involution der Milz und des Thymus), Gastrointestinaltrakt (intestinale Entzündungen und Hämorrhagien und/oder Erosionen), Leber (Vakuolisierung und/oder Nekrosen und Steatosen), Nieren (tubuläre Degenerationen oder Atrophien), Hoden (Hemmung der Spermatogenese).


Im Vergleich zu Doxorubicin zeigte Idarubicin in beiden Tierspezies auf mg/kg-Basis eine doppelt so hohe Toxizität mit einer gegenüber Doxorubicin höheren Aktivität auf das hämatolymphopoetische System.


Mutagenität

Idarubicin wirkt mutagen. Die Substanz induzierte in einer Reihe von Testsystemen deutlich Gen- und Chromosomenmutationen.


Teratogenität/Embryotoxizität

Idarubicin zeigte an der Ratte teratogene und embryotoxische Eigenschaften, jedoch nicht an Kaninchen. Dies entspricht den Ergebnissen, die für Daunorubicin und Doxorubicin bei Verwendung äquitoxischer Dosen vorliegen.


Über die Verabreichung während der Laktation liegen keine Daten vor; auch ist nicht bekannt, ob Idarubicin in die Muttermilch übergeht.


Karzinogenität

Idarubicin zeigte an Ratten bereits nach einmaliger i.v.-Gabe karzinogene Eigenschaften. Dies entspricht den Eigenschaften von Daunorubicin, Doxorubicin und den meisten Zytostatika.


In einer Studie zur lokalen Verträglichkeit an Hunden wurden Gewebsnekrosen bei paravasaler Applikation festgestellt.


6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN


6.1 Liste der sonstigen Bestandteile


Glycerol,

Salzsäure 36 %

Wasser für Injektionszwecke


  1. Inkompatibilitäten


Idarubicin sollte nicht mit anderen Substanzen gemischt und nicht simultan mit anderen Substanzen über denselben intravenösen Zugang appliziert werden. Es bestehen Hinweise aus In-vitro-Untersuchungen, dass andere intravenös zu verabreichende Arzneimittel (z. B. Aciclovir, Ceftazidim, Clindamycin, Dexamethason, Etoposid, Furosemid, Imipenem, Gentamycin, Hydrocortison, Methotrexat, Mezlocillin, Piperacillin/Tazobactam, Vancomycin, Vincristin) bei gleichzeitiger Verabreichung mit Idarubicin inkompatibel sind.


Idarubicin bindet an Heparin; es kann zu Ausfällungen und Wirkungsverlust beider Mittel kommen.


Wenn Idarubicin in Kombination mit anderen Zytostatika verabreicht wird, sollte keine direkte Mischung erfolgen. Ebenso sollte Idarubicin nicht über längere Zeit mit einer alkalischen Lösung zusammengebracht werden (Hydrolyse der Substanz).


6.3 Dauer der Haltbarkeit


24 Monate.


6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung


Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).


Eine Mehrfachentnahme ist nicht vorgesehen, da Zavedos nicht konserviert ist. Reste müssen verworfen werden.


  1. Art und Inhalt des Behältnisses


Zavedos 10 mg/10 ml

Originalpackung mit 1 (N1) Durchstechflasche mit 10 ml Injektionslösung


Zavedos 20 mg/20 ml

Originalpackung mit 1 (N1) Durchstechflasche mit 20 ml Injektionslösung


6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung


Wegen der Toxizität der Substanz werden folgende Schutzmaßnahmen für das Personal empfohlen:

  • Ausschluss von Schwangeren vom Umgang mit diesem Arzneimittel

  • Tragen von Schutzkleidung (Schutzbrille, Mantel, Einmalhandschuhe und -maske) bei der Vorbereitung der Lösung auf einem dazu geeigneten Arbeitsplatz wie Sicherheitswerkbank mit Laminar-flow oder Zytostatikawerkbank

  • Die Arbeitsfläche soll mit einer saugfähigen Unterlage auf flüssigkeitsdichter Folie zur Einmalverwendung bedeckt werden.

  • Alle Gegenstände, die zur Auflösung, Anwendung oder Reinigung verwendet werden, inklusive Handschuhe, sind in Hochrisikoabfallbehältern der Hochtemperaturverbrennung zuzuführen.

  • Die Reinigung von mit Idarubicin kontaminierten Gegenständen ist mit einer 10%-igen Natriumhypochloritlösung möglich. Die dabei auftretende Entfärbung weist auf die oxidative Zerstörung der Wirksubstanz hin und signalisiert den Verlust der zytostatischen Potenz.

  • Wenn trockenes oder aufgelöstes Idarubicin mit Haut oder Schleimhaut in Berührung kommt, ist sorgfältige Reinigung mit Wasser und Seife zu empfehlen, am Auge ist physiologische Kochsalzlösung zu verwenden.


Die für Zytostatika vorgesehenen Entsorgungsvorschriften sind einzuhalten.


7. Inhaber der Zulassung


PHARMACIA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000


Mitvertreiber


PFIZER PHARMA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000


8. Zulassungsnummern


Zavedos 10 mg/10 ml: 40806.01.00

Zavedos 20 mg/20 ml: 40806.02.00


9. Datum der Erteilung der Zulassung/Verlängerung der Zulassung


06.04.1998/16.09.2003


10. Stand der Information


März 2013


11. Verkaufsabgrenzung


Verschreibungspflichtig.




spcde-3v13zv-il-0


spcde-3v13zv-il-0 – 23 – 22.02.2013

ZAVEDOS 10mg/10ml