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Zeldox 20 mg/ml pulver und lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung



Gebrauchsinformation Zeldox 20 mg/ml pulver und lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung

PFIZER ((Logo))

Gebrauchsinformation: Information fur den Anwender

ZELDOX® 20 mg/ml Pulver und Losungsmittel zur Herstellung einer Injektionslosung

Ziprasidon

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der

Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spáter nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben und wird Ihnen durch einen Arzt oder das medizinische Fachpersonal gegeben.

-    Wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was ist Zeldox 20 mg/ml und wofur wird es angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Anwendung von Zeldox 20 mg/ml beachten?

3.    Wie ist Zeldox 20 mg/ml anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Zeldox 20 mg/ml aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1. Was ist Zeldox 20 mg/ml und wofur wird es angewendet?

Zeldox 20 mg/ml gehort zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antipsychotika bezeichnet werden.

Zeldox 20 mg/ml wird zur schnellen Beherrschung von Erregungszustanden bei Patienten mit Schizophrenie angewendet. Dabei handelt es sich um eine psychische Erkrankung, die mit folgenden Symptomen einhergeht: Horen, Sehen und Spuren von Dingen, die nicht wirklich vorhanden sind; Glauben an Dinge, die nicht wahr sind; ubermáBiges Misstrauen; Abwesenheitsgefuhl und Schwierigkeiten beim Aufbauen von sozialen Kontakten; Nervositát; Depressionen oder Ángstlichkeit.

Zeldox 20 mg/ml kann fur die Dauer von maximal 3 aufeinanderfolgenden Tagen angewendet werden.

2. Was mussen Sie vor der Anwendung von Zeldox 20 mg/ml beachten?

Zeldox 20 mg/ml kann Ihnen in einer Notfallsituation gegeben worden sein, sodass Sie diese Packungsbeilage lesen, nachdem bei Ihnen Zeldox 20 mg/ml angewendet wurde. Ihr Arzt wird die folgenden Informationen berucksichtigt haben, dennoch beachten Sie diese fur den Fall einer weiteren Anwendung.

Zeldox 20 mg/ml darf nicht angewendet werden,

-    wenn Sie allergisch (uberempfindlich) gegen Ziprasidon oder die in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Eine allergische Reaktion kann sich als Ausschlag, Juckreiz, Gesichts- oder Lippenschwellung oder Atemprobleme zeigen.

-    wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden oder gelitten haben oder kurzlich einen Herzinfarkt hatten.

-    wenn Sie Arzneimittel gegen Herzrhythmusstorungen einnehmen oder Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen konnen.

Beachten Sie hierzu bitte auch den Abschnitt „Bei Anwendung von Zeldox 20 mg/ml mit anderen Arzneimitteln“ weiter unten.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Zeldox 20 mg/ml ist erforderlich

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden,

-    wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal venose Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht,

-    wenn Sie Leberprobleme haben,

-    wenn Sie an Krampfanfállen oder Epilepsie leiden oder gelitten haben,

-    wenn Sie alter sind (uber 65 Jahre) und an Demenz leiden,

-    wenn Sie ein erhohtes Schlaganfallrisiko haben,

-    wenn Sie einen langsamen Ruhepuls haben und/ oder wissen, dass Sie moglicherweise infolge von anhaltenden schweren Durchfallen oder Erbrechen oder durch die Einnahme von Diuretika („Wassertabletten") an Salzmangel leiden,

-    wenn Sie einen schnellen oder unregelmá&igen Herzschlag, Ohnmachtsanfálle, Bewusstlosigkeit oder Schwindelgefuhl beim Aufstehen haben, da dies ein Hinweis auf eine unregelmá&ige Herzfunktion sein kann.

Wenn bei Ihnen ein Labortest (z. B. Blut, Urin, Leberfunktion, Herzrhythmus) durchgefuhrt werden soll, informieren Sie bitte Ihren Arzt vorher, dass Sie Zeldox 20 mg/ml angewendet haben, da sich hierdurch die Testergebnisse verandern konnen.

Bei Anwendung von Zeldox 20 mg/ml mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

WENDEN SIE ZELDOX NICHT AN, wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstorungen einnehmen/ anwenden oder Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen konnen, wie etwa

-    Klasse-IA- und Klasse-III-Antiarrhythmika, Arsentrioxid, Halofantrin, Levomethadylacetat, Mesoridazin, Thioridazin, Pimozid, Sparfloxacin, Gatifloxacin, Moxifloxacin, Dolasetronmesilat, Mefloquin, Sertindol oder Cisaprid. Diese Arzneimittel beeinflussen den Herzrhythmus indem sie das QT-Intervall verlángern. Wenn Sie hierzu weitere Fragen haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie derzeit oder vor Kurzem Arzneimittel zur Behandlung folgender Erkrankungen einnehmen bzw. eingenommen haben:

-    Haut- und Pilzinfektionen wie z. B. Ketoconazol,

-    Stimmungsschwankungen (konnen von depressiven Zustánden bis zur Euphorie reichen), Agitiertheit und Verwirrtheit; dies sind stimmungsstabilisierende Arzneimittel, wie etwa Lithium, Carbamazepin oder Valproat,

-    Depressionen; einschlie&lich bestimmte serotonerge Arzneimittel, z. B. selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRIs) wie z. B. Fluoxetin, Paroxetin oder Sertralin,

-    Epilepsie; z. B. Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin oder Ethosuximid;

-    Parkinsonsche Krankheit; z. B. Levodopa, Bromocriptin, Ropinirol oder Pramipexol

Beachten Sie hierzu auch den vorangegangenen Abschnitt „Zeldox 20 mg/ml darf nicht angewendet werden“.

Bei Anwendung von Zeldox 20 mg/ml zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Wahrend der Behandlung mit Zeldox 20 mg/ml sollten Sie keinen Alkohol trinken, da sich hierdurch das Risiko fur das Auftreten von Nebenwirkungen erhohen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Da dieses Arzneimittel moglicherweise Ihrem Baby schaden kann, sollten Sie Zeldox 20 mg/ml nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind, au&er Ihr Arzt hat es Ihnen empfohlen. Verwenden Sie stets eine wirksame Verhutungsmethode. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie wahrend der Anwendung von Zeldox 20 mg/ml schwanger geworden sind oder wenn Sie vorhaben, schwanger zu werden.

Bei neugeborenen Babys von Muttern, die Zeldox 20 mg/ml im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) angewendet haben, konnen folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/ oder -schwache, Schlafrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Stillzeit

Wahrend der Behandlung mit Zeldox 20 mg/ml durfen Sie nicht stillen, da kleine Mengen davon in die Muttermilch ubergehen konnen. Wenn Sie vorhaben zu stillen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Fragen Sie vor der Einnahme/ Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wahrend der Behandlung mit Zeldox 20 mg/ml konnen Sie sich mude fuhlen. Wenn dies auftritt, durfen Sie kein Fahrzeug fuhren und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bis die Mudigkeit wieder abgeklungen ist.

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Zeldox 20 mg/ml

Dieses Arzneimittel enthalt weniger als 20 mg Natrium pro Einzeldosis, d. h., es ist nahezu „natriumfrei".

3. Wie ist Zeldox 20 mg/ml anzuwenden?

Erwachsene

Zeldox 20 mg/ml wird in einen Muskel injiziert. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Dosis Sie erhalten sollen. Die ubliche Dosis ist 10 mg, wobei einige Patienten 20 mg als Anfangsdosis benotigen. Wenn Ihre Anfangsdosis 10 mg betragt, kann eine erneute Injektion 2 Stunden spater erfolgen. Wenn Ihre Anfangsdosis 20 mg betragt, kann eine erneute Injektion 4 Stunden spater erfolgen.

Ihre Dosierung wird Ihr Arzt so einstellen, dass Ihre Symptome adaquat therapiert werden.

Zeldox 20 mg/ml kann fur die Dauer von maximal 3 aufeinanderfolgenden Tagen angewendet werden. Wenn Sie eine weitere Behandlung benótigen, wird Ihr Arzt entscheiden, ob Sie die Behandlung mit Zeldox Hartkapseln oder mit Zeldox Suspension zum Einnehmen fortsetzen sollen.

Zeldox 20 mg/ml darf nicht in ein BlutgefáB injiziert werden.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten Zeldox 20 mg/ml nicht anwenden.

Áltere Personen (alter als 65 Jahre)

Die Anwendung von Zeldox 20 mg/ml wird nicht empfohlen.

Patienten mit Leberproblemen

Wenn Sie Probleme mit der Leber haben, werden Sie moglicherweise eine niedrigere Dosis dieses Arzneimittels erhalten. Ihr Arzt wird die fur Sie geeignete Dosis festlegen.

Patienten mit Nierenproblemen

Wenn Sie Probleme mit den Nieren haben, informieren Sie Ihren Arzt daruber, da dies die Dosierung beeinflussen kann.

Wenn Sie denken, eine groftere Menge Zeldox 20 mg/ml erhalten zu haben, als Sie sollten

Wenn Sie denken, eine gróBere Menge Zeldox 20 mg/ml erhalten zu haben, als Sie sollten, informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie eine zu groBe Menge Zeldox 20 mg/ml erhalten haben, kann es zu Mudigkeit, Schuttelbewegungen, Krampfanfállen, verstárkter Ángstlichkeit und unwillkurlichen Kopf- und Halsbewegungen kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann Zeldox 20 mg/ml Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen. Die meisten Nebenwirkungen sind jedoch vorubergehend. Manchmal kann es auch schwierig sein, die Beschwerden durch Ihre Erkrankung von einer Nebenwirkung zu unterscheiden.

Wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen haben, BEENDEN Sie umgehend die Anwendung von Zeldox 20 mg/ml und suchen Sie sofort Ihren Arzt auf

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

-    Schneller oder unregelmáBiger Herzschlag, Schwindelgefuhl beim Aufstehen, was ein Hinweis auf eine gestórte Herzfunktion sein kann. Dies kónnten Beschwerden einer Erkrankung sein, die als orthostatische Hypotonie bekannt ist.

-    Unwillkurliche/ ungewóhnliche Bewegungen, besonders im Gesicht oder der Zunge

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Haufiqkeit (Haufiqkeit auf Grundlage der verfuqbaren Daten nicht abschatzbar)

-    Schwellunqen im Gesicht, der Lippen, der Zunqe oder im Hals, Schluck- oder Atemprobleme, Nesselfieber. Dies konnen Zeichen einer schweren allerqischen Reaktion wie z. B. ein Anqioodem sein.

-    Fieber, beschleuniqte Atmunq, SchweiBausbruch, Muskelsteifiqkeit, Schuttelbewequnqen, Schluckbeschwerden und verminderte Wahrnehmunqsfahiqkeit. Dies konnen Zeichen eines soqenannten maliqnen neuroleptischen Syndroms sein.

-    Verwirrtheit, Aqitiertheit, erhohte Temperatur, SchweiBausbruch, fehlende Koordination der Muskulatur, Muskelzucken. Dies konnen Zeichen eines so qenannten Serotonin-Syndroms sein.

-    Schneller, unreqelmaBiqer Herzschlaq und Ohnmachtsanfalle, die Zeichen fur eine Torsade de pointes qenannte, lebensqefahrliche Erkrankunq sein konnen.

Sie konnen eine der nachfolgend aufgefuhrten Nebenwirkungen bekommen. Diese sind im Allgemeinen leicht bis maBig ausgepragt und konnen im Laufe der Zeit auch wieder zuruckgehen. Wenn eine Nebenwirkung jedoch schwerwiegend oder anhaltend ist, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Haufiqe Nebenwirkunqen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

-    Ruhelosiqkeit

-    Bewequnqsstorunqen einschlieBlich unwillkurliche Bewequnqen, Muskelsteifiqkeit und -starrheit, verlanqsamte Bewequnqen, Schuttelbewequnqen

-    Schlafriqkeit

-    Kopfschmerzen

-    Schwindelqefuhl

-    Bluthochdruck

-    niedriqer Blutdruck

-    Ubelkeit, Erbrechen

-    Muskelstarrheit

-    Gefuhl der Schwache und/ oder der Verlustes korperlicher Kraft

-    Brennen und/ oder Schmerzen an der Injektionsstelle

Geleqentliche Nebenwirkunqen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

-    verminderter Appetit

-    Aufqereqtheit oder Anqst; verstarkte Schwieriqkeiten beim Aufbauen von sozialen Kontakten; Sehen oder Horen von Dinqen, die nicht wirklich vorhanden sind

-    Schlafstorunqen

-    Probleme bei qezielten Bewequnqen oder unqewollte LautauBerunqen wie z. B. Rauspern, Schnaufen oder Grunzen, Probleme und/ oder Unfahiqkeit bestimmte Korperteile zu beweqen, Unqeschicklichkeit

-    Schwindelqefuhl und/ oder Gleichqewichtsstorunqen beim Stehen oder Gehen

-    Sprachstorunqen

-    lanqsamer und/ oder unreqelmaBiqer Herzschlaq, erhohte Herzfrequenz

-    Gleichqewichtsverlust, Benommenheit

-    Benommenheits- oder Schwindelqefuhl nach plotzlichem    Aufstehen,    niedriqer

Blutdruck

-    Fiebriqkeitsqefuhl

-    Enqeqefuhl im Hals,    Schluckbeschwerden

-    Bauchbeschwerden    wie z. B. Verstopfunq, Durchfall

-    Mundtrockenheit

-    vermehrtes und/ oder ubermaBiqes Schwitzen

-    erhohte Leberenzymwerte

-    vermehrte Mudiqkeit, qrippeahnliche Beschwerden

-    Unwohlsein, Rotunq    an der Injektionsstelle

-    Absetzerscheinunqen

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

-    Harninkontinenz, Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen

Nebenwirkungen mit nicht bekannter Háufigkeit (Háufigkeit auf Grundlage der verfugbaren

Daten nicht abschátzbar)

-    manische oder hypomanische Symptome wie ubermá&ig heiterer Gemutszustand, merkwurdige Denkmuster und Uberaktivitát

-    Gesichtsmuskelschwáche/ Erschlaffung    des    Gesichts

-    Schwindel, Bewusstseinsverlust

-    Blutgerinnsel in den Venen, vor allem    in    den    Beinen    (mit Schwellungen, Schmerzen

und Rotungen der Beine), die moglicherweise uber die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen konnen. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzuglich árztlichen Rat ein.

-    Bettnássen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen

Sie erheblich beeintráchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

5. Wie ist Zeldox 20 mg/ml aufzubewahren?

Arzneimittel fur Kinder unzugánglich aufbewahren.

Nicht uber 30 °C lagern. Das Beháltnis im Umkarton aufbewahren. Nicht einfrieren.

Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchstechflasche nach „Verwendbar bis"/ „Verw. bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benotigen. Diese MaBnahme hilft die Umwelt zu schutzen.

6.    Weitere Informationen

Was Zeldox 20 mg/ml enthalt

-    Der Wirkstoff ist Ziprasidon. Jede Durchstechflasche enthált 20 mg Ziprasidon als Ziprasidonmesilat.

-    Die sonstigen Bestandteile sind Heptakis-O-(4-sulfobutyl) cyclomaltoheptaose, Heptanatriumsalz und Wasser fur Injektionszwecke.

Wie Zeldox 20 mg/ml aussieht und Inhalt der Packung

Zeldox 20 mg/ml besteht aus einem wei&en bis wei&lichen Pulver zur Herstellung einer Injektionslosung und einem klaren, farblosen Losungsmittel zur Herstellung der Injektionslosung. Jede Packung enthált 1 Durchstechflasche (Pulver) und 1 Ampulle (Losungsmittel).

Die Durchstechflaschen aus Neutralglas sind verschlossen mit Gummistopfen und Flip-off-Kappen aus Aluminium. Die Ampullen sind aus Neutralglas.

Pharmazeutischer Unternehmer

PFIZER PHARMA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Hersteller

Fareva Amboise Zone Industrielle 29 route des Industries 37530 Pocé-sur-Cisse Frankreich

Mitvertreiber

PHARMACIA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europaischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Name des Mitgliedstaates

Name des Arzneimittels

Osterreich, Danemark, Finnland, Deutschland, Island, Italien, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden

ZELDOX

Griechenland, Irland

GEODON

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im Oktober 2014.

Medizinisches Fachpersonal:

Bitte lesen und abtrennen, bevor Sie Patienten die Packungsbeilage geben.

ZUBEREITUNG UND VERABREICHUNG VON ZELDOX 20 mg/ml PULVER UND LOSUNGSMITTEL ZUR HERSTELLUNG EINER INJEKTIONSLOSUNG

Zubereitung

-    Zur Herstellung der gebrauchsfertigen intramuskularen Losung ist eine aseptische Methode zu verwenden, da das Produkt keine Konservierungsmittel oder bakteriostatischen Substanzen enthalt.

-    Der Inhalt der Durchstechflasche (Zeldox Pulver) muss durch Zugabe von 1,2 ml des beigefugten Wassers fur Injektionszwecke (Losungsmittel) und anschlie&endes Schutteln (0,5 bis 1 Minute) bis zur vollstandigen Losung auf eine Konzentration von 20 mg Ziprasidon pro ml rekonstituiert werden.

-    Zur Herstellung der Zeldox 20 mg/ml Injektionslosung darf nur das beigefugte Wasser fur Injektionszwecke (Losungsmittel) verwendet werden.

-    Der Durchstechflasche darf nur eine Dosis entnommen werden. Nicht verwendete Losung muss verworfen werden.

-    Uberprufen Sie vor der Verabreichung die Durchstechflasche sorgfaltig auf sichtbare Partikel und Verfarbungen. Verwerfen Sie Durchstechflaschen mit verfarbter Losung oder sichtbaren Partikeln.

Verabreichung

-    Entnehmen Sie das geeignete Volumen (0,5 oder 1 ml) der rekonstituierten Losung aus der Durchstechflasche und verabreichen Sie es als intramuskulare Injektion.

Kompatibilitat und Stabilitat

-    Es durfen keine Zusatzstoffe oder andere Arzneimittel zu Zeldox 20 mg/ml hinzugefugt werden. Wenn Zeldox 20 mg/ml gleichzeitig mit einem anderen Arzneimittel verabreicht werden muss, sollte jedes Arzneimittel entsprechend der empfohlenen Dosierung und Verabreichungsart des Herstellers getrennt verabreicht werden.

-    Zeldox 20 mg/ml ist nach der Rekonstitution fur bis zu 24 Stunden bei 25 °C oder fur bis zu 7 Tage bei 2 - 8 °C stabil.

-    Nach der Rekonstitution muss die Losung vor Licht geschutzt und aus mikrobiologischer Sicht unverzuglich angewendet werden.

-    Falls wie angewiesen rekonstituiert, ergibt sich ein Fullvolumen von 1,5 ml (50 % Uberfullung) entsprechend einer Gesamtmenge von 30 mg Ziprasidon. Diese Uberfullung erleichtert die Entnahme von 1 ml entsprechend 20 mg Ziprasidon.

-    Nach Entnahme der Dosis ist die nicht verwendete Losung zu verwerfen.

-    Nicht uber 30 °C lagern.

-    Das Behaltnis im Umkarton aufbewahren.

-    Nicht einfrieren.

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palde-4v20zx-pv-20 - 8 - 14.08.2014

ZELDOX 20 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung

Fachinformation Zeldox 20 mg/ml pulver und lösungsmittel zur herstellung einer injektionslösung

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FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

ZELDOX® 20 mg/ml Pulver und Losungsmittel zur Herstellung einer Injektionslosung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche enthalt Ziprasidonmesilat entsprechend 20 mg Ziprasidon. Nach der Rekonstitution enthalt 1 ml der Injektionslosung 20 mg Ziprasidon.

Sonstiger Bestandteil: Dieses Arzneimittel enthalt weniger als 1 mmol (20 mg) Natrium pro Einzeldosis, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Pulver und Losungsmittel zur Herstellung einer Injektionslosung

WeiBes bis weiBliches Pulver Klares, farbloses Losungsmittel

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Ziprasidon Pulver und Losungsmittel zur Herstellung einer Injektionslosung wird angewendet zur schnellen Beherrschung von Erregungszustanden bei Patienten mit Schizophrenie fur die Dauer von bis zu 3 aufeinanderfolgenden Tagen, wenn eine orale Behandlung nicht angezeigt ist.

Sobald dies klinisch vertretbar ist, muss die Behandlung mit Ziprasidon Pulver und Losungsmittel zur Herstellung einer Injektionslosung beendet und eine orale Ziprasidon-Therapie eingeleitet werden.

4.2    Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Nur zur intramuskularen Anwendung.

Eine intravenose Verabreichung muss vermieden werden.

Die intramuskulare Darreichungsform darf nur bei Patienten angewendet werden, bei denen eine orale Behandlung nicht angezeigt ist.

Erwachsene

Die empfohlene Einzeldosis betragt 10 mg, nach Bedarf bis zu einer Maximaldosis von 40 mg taglich. Dosen von 10 mg konnen alle 2 Stunden angewendet werden. Bei manchen Patienten kann eine Anfangsdosis von 20 mg erforderlich sein; eine weitere Dosis von 10 mg kann dann nach 4 Stunden gegeben werden. Danach konnen Dosen von 10 mg alle 2 Stunden bis zu einer maximalen Tagesdosis von 40 mg gegeben werden. Die intramuskulare Anwendung von Ziprasidon uber mehr als 3 aufeinander folgende Tage wurde nicht untersucht.

Sofern eine Langzeittherapie angezeigt ist, muss die intramuskulare Therapie so bald wie moglich auf die oralen Ziprasidonhydrochlorid-Hartkapseln (bis zu 80 mg zweimal taglich) umgestellt werden.

Altere Patienten

Die klinische Erfahrung mit der intramuskularen Behandlung alterer Patienten (> 65 Jahre) ist begrenzt. Die intramuskulare Anwendung wird bei diesen Patienten nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4).

Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion muss die intramuskulare Injektion von Ziprasidon mit Vorsicht angewendet werden (siehe Abschnitt 5.2).

Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion mussen niedrigere Dosen in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Anleitung zur Rekonstitution siehe Abschnitt 6.6.

4.3    Gegenanzeigen

Bekannte Uberempfindlichkeit gegenuber Ziprasidon oder dem sonstigen Bestandteil.

Bekannte QT-Intervall-Verlangerung. Angeborenes QT-Syndrom. Kurzlich vorangegangener akuter Myokardinfarkt. Nichtkompensierte Herzinsuffizienz. Herzrhythmusstorungen, die mit Antiarrhythmika der Klassen IA und III behandelt werden.

Gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlangern, wie Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Arsentrioxid, Halofantrin, Levomethadylacetat, Mesoridazin, Thioridazin, Pimozid, Sparfloxacin, Gatifloxacin, Moxifloxacin,

Dolasetronmesilat, Mefloquin, Sertindol oder Cisaprid (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.4    Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma&nahmen fur die Anwendung

QT-Intervall

Ziprasidon verursacht dosisabhangig eine leichte bis maBige Verlangerung des QT-Intervalls (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Ziprasidon darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln gegeben werden, die bekanntermaBen das QT-Intervall verlangern (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5). Bei Patienten mit ausgepragter Bradykardie ist Vorsicht geboten. Elektrolytstorungen wie Hypokaliamie und Hypomagnesiamie erhohen das Risiko fur maligne Arrhythmien und mussen vor Behandlungsbeginn mit Ziprasidon korrigiert werden. Bei Patienten mit stabilen Herzerkrankungen muss vor Behandlungsbeginn eine EKG-Kontrolle in Erwagung gezogen werden.

Wenn kardiale Symptome wie Palpitationen, Schwindel, Synkopen oder Krampfanfalle auftreten, ist an die Moglichkeit maligner Herzrhythmusstorungen zu denken und eine kardiale Untersuchung einschlieBlich EKG durchzufuhren. Betragt die Lange des QTc-Intervalls uber 500 Millisekunden, wird ein Abbruch der Behandlung empfohlen (siehe Abschnitt 4.3).

Nach Markteinfuhrung gab es seltene Berichte uber das Auftreten von Torsade de pointes bei Patienten mit multiplen Risikofaktoren, die Ziprasidon einnahmen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit einer intramuskularen Injektion von Ziprasidon wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht.

Mere Patienten (> 65 Jahre)

Altere Patienten wurden nicht in ausreichender Zahl in die klinischen Studien eingeschlossen. Somit konnen keine Empfehlungen bezuglich der Dosierung gegeben und die intramuskulare Behandlung bei diesen Patienten nicht empfohlen werden.

Malignes Neuroleptisches Syndrom (MNS)

MNS ist ein seltener, aber potenziell lebensbedrohlicher Symptomkomplex, der im Zusammenhang mit Neuroleptika, einschlieBlich Ziprasidon, beobachtet wurde. Die Behandlung des MNS muss ein sofortiges Absetzen aller Neuroleptika beinhalten.

Kardiovaskulare Erkrankungen

Patienten mit kardiovaskularen Erkrankungen wurden nicht in ausreichender Zahl in die klinischen Studien eingeschlossen. Somit wurde die sichere Anwendung der intramuskularen Form nicht nachgewiesen (siehe Abschnitt 4.3).

Blutdruck

Schwindelgefuhl, Tachykardie und orthostatische Dysregulation sind nicht ungewohnlich bei Patienten nach intramuskularer Anwendung von Ziprasidon. Einzelfalle von erhohtem Blutdruck wurden ebenfalls berichtet. Vorsicht ist angezeigt, besonders bei ambulanten Patienten.

Tardive Dyskinesie

Es besteht die Moglichkeit, dass Ziprasidon nach Langzeitbehandlung Spatdyskinesien oder andere tardive extrapyramidale Syndrome auslost. Wenn Anzeichen einer Spatdyskinesie auftreten, muss eine Dosisreduktion oder ein Absetzen von Ziprasidon in Erwagung gezogen werden.

Krampfanfalle

Bei der Behandlung von Patienten mit Krampfanfallen in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten.

Eingeschrankte Leberfunktion

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz vor. Bei dieser Patientengruppe muss Ziprasidon mit Vorsicht eingesetzt werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Erhohtes Risiko fur das Auftreten von unerwunschten zerebrovaskuláren Ereignissen bei Demenzpatienten

In randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhohtes Risiko fur unerwunschte zerebrovaskuláre Ereignisse beobachtet. Der Mechanismus, der zu dieser Risikoerhohung fuhrt, ist unbekannt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Wirkung auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen auftritt. Ziprasidon sollte daher bei Patienten, die ein erhohtes Schlaganfallrisiko haben, mit Vorsicht angewendet werden.

Erhohte Mortalitát bei álteren Personen mit Demenz

Die Daten zweier grower Anwendungsstudien zeigten, dass áltere Personen mit Demenz, die mit Antipsychotika behandelt werden, im Vergleich zu unbehandelten Personen, ein leicht erhohtes Mortalitátsrisiko aufweisen. Zur Abschátzung einer genauen GroBe des Risikopotenzials reichen die Daten jedoch nicht aus. Die Ursache fur dieses erhohte Risiko ist nicht bekannt.

Zeldox ist nicht zur Behandlung von Demenz-assoziierten Verhaltensstorungen zugelassen. Thromboembolie-Risiko

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika sind Fálle von venosen Thromboembolien (VTE) berichtet worden. Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, háufig erworbene Risikofaktoren fur VTE aufweisen, sollten alle moglichen Risikofaktoren fur VTE vor und wáhrend der Behandlung mit Ziprasidon identifiziert und PráventivmaBnahmen ergriffen werden.

Priapismus

Bei der Verwendung von Antipsychotika, einschlieBlich Ziprasidon, wurden Fálle von Priapismus berichtet. Diese Nebenwirkung scheint wie bei anderen psychotropen Substanzen nicht abhángig von der Dosis zu sein und steht nicht in Zusammenhang mit der Dauer der Behandlung.

Sterblichkeitsberichte nach Markteinfuhrung

Wie bei anderen intramuskulár verabreichten Antipsychotika wurden auch bei der intramuskuláren Anwendung von Ziprasidon Todesfálle berichtet, hauptsáchlich bei Patienten mit mehreren Risikofaktoren. Obwohl bisher kein Kausalzusammenhang belegt ist, ist Ziprasidon intramuskulár mit Vorsicht anzuwenden.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Pharmakokinetische und pharmakodynamische Studien mit Ziprasidon und anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlángern, wurden nicht durchgefuhrt. Da ein additiver Effekt von Ziprasidon und diesen Arzneimitteln jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, darf Ziprasidon nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln gegeben werden, die das QT-Intervall verlángern, wie etwa Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Arsentrioxid,

Halofantrin, Levomethadylacetat, Mesoridazin, Thioridazin, Pimozid, Sparfloxacin, Gatifloxacin, Moxifloxacin, Dolasetronmesilat, Mefloquin, Sertindol oder Cisaprid (siehe Abschnitt 4.3).

Zentralnervos wirksame Arzneimittel/Alkohol

Angesichts der primáren Wirkung von Ziprasidon muss bei der Kombination mit anderen zentral wirksamen Arzneimitteln und mit Alkohol Vorsicht walten.

Einfluss von Ziprasidon auf andere Arzneimittel

Alle Interaktionsstudien wurden mit oralem Ziprasidon durchgefuhrt.

Eine In-vivo-Studie mit Dextromethorphan erbrachte bei Plasmakonzentrationen, die um 50 % unter denen lagen, die bei der Einnahme von zweimal táglich 40 mg Ziprasidon erreicht

werden, keine merkliche Hemmung von CYP2D6. In-vitro-Daten weisen darauf hin, dass Ziprasidon ein moderater Inhibitor von CYP2D6 und CYP3A4 sein konnte. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Ziprasidon die Pharmakokinetik von Arzneimitteln, die uber diese Cytochrom-P-450-Isoformen metabolisiert werden, in klinisch relevantem AusmaB beeinflusst.

Orale Kontrazeptiva: Die Anwendung von Ziprasidon verursachte keine signifikanten Veranderungen der Pharmakokinetik von Ostrogen- (Ethinylestradiol, ein CYP3A4-Substrat) oder Progesteronderivaten.

Lithium: Die gleichzeitige Anwendung von Ziprasidon hatte keinen Effekt auf die Pharmakokinetik von Lithium.

Einfluss anderer Arzneimittel auf Ziprasidon

Der CYP3A4-Hemmstoff Ketoconazol (400 mg/Tag) erhohte die Serumkonzentration von Ziprasidon um <40 %. Die Serumspiegel von S-Methyl-dihydroziprasidon und Ziprasidonsulfoxid waren zur erwarteten tmax von Ziprasidon um 55 % bzw. 8 % erhoht. Es wurde keine zusatzliche Verlangerung des QTc-Intervalls beobachtet. Es ist unwahrscheinlich, dass Veranderungen der Pharmakokinetik bei gleichzeitiger Anwendung von starken CYP3A4-Hemmstoffen von klinischer Bedeutung sind, so dass keine Dosisanpassung notwendig ist.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit zweimal taglich 200 mg Carbamazepin uber 21 Tage verringerte sich die Ziprasidon-Belastung um rund 35 %.

Antazida: Die wiederholte Anwendung von aluminium- und magnesiumhaltigen Antazida oder Cimetidin nach Nahrungsaufnahme beeinflusste die Pharmakokinetik von Ziprasidon nicht in klinisch signifikantem AusmaB.

Serotonerge Arzneimittel

In Einzelfallen trat bei der therapeutischen Anwendung von Ziprasidon in Kombination mit anderen serotonergen Arzneimitteln wie den SSRI vorubergehend das so genannte Serotonin-Syndrom auf (siehe Abschnitt 4.8). Kennzeichen dieses Serotonin-Syndroms sind unter anderem Verwirrtheit, Agitiertheit, Fieber, Schwitzen, Ataxie, Hyperreflexie, Myoklonus und Diarrhoe.

Proteinbindung

Ziprasidon bindet stark an Plasmaproteine. In vitro wurde die Plasmaproteinbindung von Ziprasidon durch Warfarin oder Propanolol (zwei Wirkstoffe mit hoher Plasmaproteinbindung) nicht verandert. Ebensowenig veranderte Ziprasidon die Bindung dieser Wirkstoffe im menschlichen Plasma. Daher ist die Wahrscheinlichkeit einer Arzneimittelinteraktion von Ziprasidon durch Verdrangungsreaktionen eher unwahrscheinlich.

4.6 Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Tierexperimentelle Studien mit Ziprasidon zur Reproduktionstoxizitat zeigten unerwunschte Wirkungen auf die Fortpflanzung bei Dosen, die bereits fur das Muttertier toxisch waren und/oder zur Sedierung fuhrten. Es gab keine Hinweise auf teratogene Wirkungen (siehe Abschnitt 5.3).

Schwangerschaft

Es liegen keine Studien bei schwangeren Frauen vor. Frauen im gebarfahigen Alter mussen einen geeigneten Konzeptionsschutz vornehmen. Da die Erfahrung bei Menschen begrenzt ist, darf Ziprasidon in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der mogliche Nutzen fur die Mutter groBer ist als das potenzielle Risiko fur den Fotus.

Klasseneffekt

Neugeborene, die wahrend des 3.Trimenons der Schwangerschaft gegenuber

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Antipsychotika (einschlieBlich Ziprasidon) exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen einschlieBlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen gefahrdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren konnen. Es gab Berichte uber Agitiertheit, erhohten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Storungen bei der Nahrungsaufnahme. Dementsprechend sollten Neugeborene sorgfaltig uberwacht werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Ziprasidon in die Muttermilch ubergeht. Patientinnen durfen nicht stillen, wenn sie Ziprasidon erhalten. Falls die Behandlung unumganglich ist, muss abgestillt werden.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Ziprasidon kann Somnolenz verursachen und die Fahrtuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinflussen. Patienten mussen vor der aktiven Teilnahme am StraBenverkehr oder dem Bedienen von Maschinen entsprechend gewarnt werden.

4.8    Nebenwirkungen

Ziprasidon intramuskular

Die folgende Tabelle enthalt Nebenwirkungen mit wahrscheinlichem, moglichem oder unbekanntem Zusammenhang mit Ziprasidon aus Phase-II- und -III-Studien. Die haufigsten Nebenwirkungen waren Ubelkeit, Sedierung, Schwindelgefuhl, Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen und Somnolenz. Weitere Nebenwirkungen aus den Erfahrungen nach der Markteinfuhrung sind in der Tabelle kursiv und mit der Haufigkeit „nicht bekannt“ aufgelistet.

Alle Nebenwirkungen werden nach Organsystem und Haufigkeit aufgefuhrt: sehr haufig (> 1/10); haufig (> 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (> 1/1 000 bis < 1/100); selten (> 1/10 000 bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).

Die unten aufgefuhrten Nebenwirkungen konnen auch im Zusammenhang mit der Grunderkrankung und/oder einer gleichzeitigen Behandlung mit anderen Medikamenten in Zusammenhang stehen.

Organsystem

Haufigkeit

Nebenwirkungen

Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen

gelegentlich

Anorexie

Psychiatrische Erkrankungen

gelegentlich

Agitiertheit, asoziales Verhalten, psychotische Storungen, Schlaflosigkeit, Tics

nicht bekannt

Manie/Hypomanie

Erkrankungen des Nervensystems

haufig

Akathisie, Schwindelgefuhl, Dystonie, Kopfschmerzen, Sedierung, Somnolenz, extrapyramidale Symptome*

gelegentlich

Zahnradphanomen, Schwindelgefuhl infolge orthostatischer Hypotonie, Dysarthrie, Dyskinesie, Apraxie, Parkinsonismus, Tremor

nicht bekannt

Malignes Neuroleptisches-Syndrom, Serotonin-Syndrom (siehe Abschnitt 4.5), Gesichtsasymmetrie

Herzerkrankungen

gelegentlich

Bradykardie, Tachykardie

nicht bekannt

Torsade de pointes (siehe Abschnitt 4.4)

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

gelegentlich

Schwindel

Gefafterkrankungen

háufig

Hypertonie, Hypotonie

gelegentlich

Hitzegefuhl, orthostatische Hypotonie

nicht bekannt

Synkope, Fálle von Thromboembolien (einschlieBlich Fállen von Lungenembolie und Fállen von tiefer Venenthrombose)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

gelegentlich

Laryngospasmus

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

háufig

Ubelkeit, Erbrechen

gelegentlich

Obstipation, Diarrhoe, weicher Stuhl, trockener Mund

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

gelegentlich

Hyperhidrose

nicht bekannt

Uberempfindlichkeit, Angioodeme

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

háufig

muskuloskelettale Rigiditát

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

selten

Harninkontinenz, Dysurie

nicht bekannt

Enuresis

Erkrankungen des Immunsystems

nicht bekannt

anaphylaktische Reaktionen

Leber- und Gallenerkrankungen

gelegentlich

Leberenzymerhohung

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

háufig

Asthenie, Erschopfung, Brennen an der Injektionsstelle, Schmerzen an der Injektionsstelle

gelegentlich

Drogenentzugssymptome, grippeáhnliche Beschwerden, unangenehmes Gefuhl an der Injektionsstelle, Reizungen an der Injektionsstelle

Untersuchungen

gelegentlich

Blutdruckabfall, Erhohung der Leberwerte

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

nicht bekannt

Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen (siehe Abschnitt 4.6)

Die Háufigkeit wurde in 3 offenen, kontrollierten klinischen Studien nach der Markteinfuhrung ermittelt.

Als háufigste kardiovaskuláre Nebenwirkungen wurden aus klinischen Studien mit fixer Dosierung von intramuskulár angewendetem Ziprasidon berichtet: Schwindelgefuhl (10 mg: 11 %; 20 mg: 12 %), Tachykardie (10 mg: 4 %; 20 mg: 4 %), Schwindelgefuhl infolge orthostatischer Hypotonie (10 mg: 2 %; 20 mg: 2 %), orthostatische Hypotonie (20 mg: 5 %) und Hypotonie (10 mg: 2 %).

In Studien vor der Markteinfuhrung mit fixer Ziprasidon i.m.-Dosierung wurde bei 2,2 % der Patienten, die 10 mg erhielten, ein erhohter Blutdruck und Bluthochdruck beobachtet. Bei den Patienten, die 20 mg erhielten, wurde bei 2,8 % ein erhohter Blutdruck beobachtet.

Ziprasidon Kapseln

Orales Ziprasidon wurde in klinischen Studien (siehe Abschnitt 5.1) bei ca. 6 500 Personen angewendet. Die haufigsten Nebenwirkungen bei schizophrenen Patienten waren in klinischen Studien Sedierung und Akathisie. Bei Patienten mit bipolarer Manie waren die haufigsten Nebenwirkungen in klinischen Studien Sedierung, Akathisie, extrapyramidale Storungen und Schwindelgefuhl.

Die folgende Tabelle enthalt Nebenwirkungen mit wahrscheinlichem oder moglichem Zusammenhang mit Ziprasidon, die in Kurzzeitstudien sowohl uber 4 bis 6 Wochen mit fixer Dosierung bei schizophrenen Patienten als auch in Kurzzeitstudien uber 3 Wochen mit flexibler Dosierung bei Patienten mit bipolarer Manie haufiger als bei Placebo auftraten. Weitere Nebenwirkungen aus den Erfahrungen nach der Markteinfuhrung sind in der Tabelle kursiv und mit der Haufigkeit „nicht bekannt“ aufgelistet.

Alle Nebenwirkungen werden nach Organsystem und Haufigkeit aufgefuhrt: sehr haufig (> 1/10); haufig (> 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (> 1/1 000 bis < 1/100); selten (> 1/10 000 bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).

Die unten aufgefuhrten Nebenwirkungen konnen auch im Zusammenhang mit der Grunderkrankung und/oder einer gleichzeitigen Behandlung mit anderen Medikamenten in Zusammenhang stehen.

Organsystem

Haufigkeit

Nebenwirkungen

Infektionen und parasitare Erkrankungen

selten

Rhinitis

Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen

gelegentlich

gesteigerter Appetit

selten

Hypokalzamie

Psychiatrische Erkrankungen

haufig

Unruhe

gelegentlich

Agitiertheit, Angst, Engegefuhl im Hals, Albtraume

selten

Panikattacken, depressive Verstimmung, Bradyphrenie, flacher Affekt, Anorgasmie

nicht bekannt

Schlaflosigkeit, Manie/Hypomanie

Erkrankungen des Nervensystems

haufig

Dystonie, Akathisie, extrapyramidale Storungen, Parkinsonismus (einschl. Zahnradphanomen, Bradykinesie, Hypokinesie), Tremor, Schwindelgefuhl, Sedierung, Somnolenz, Kopfschmerzen

gelegentlich

generalisierte tonisch-klonische Krampfanfalle, Spatdyskinesien, Fruhdyskinesien, Sabbern, Ataxie, Dysarthrie, okulogyre Krise, Aufmerksamkeitsstorungen, Hypersomnie, Hypasthesie, Parasthesie, Lethargie

selten

Torticollis, Parese, Akinesie, erhohter Muskeltonus, Syndrom der ruhelosen Beine

nicht bekannt

Malignes Neuroleptisches-Syndrom, Serotonin-Syndrom (siehe Abschnitt 4.5), Gesichtsasymmetrie

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

selten

Lymphopenie, Eosinophilie

Herzerkrankungen

gelegentlich

Palpitationen, Tachykardie

selten

Verlangerung des QTc-Intervalls im EKG

nicht bekannt

Torsade de pointes (siehe Abschnitt 4.4)

Augenerkrankungen

haufig

verschwommenes Sehen

gelegentlich

Photophobie

selten

Amblyopie, Sehstorungen, Augenjucken, trockene Augen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

gelegentlich

Schwindel, Tinnitus

selten

Ohrenschmerzen

Gefa&erkrankungen

gelegentlich

hypertensive Krise, Hypertonie, orthostatische Dysregulation, Hypotonie

selten

systolische Hypertonie, diastolische Hypertonie, Blutdruckschwankungen

nicht bekannt

Synkope, Falle von Thromboembolien (einschlieBlich Fallen von Lungenembolie und Fallen von tiefer Venenthrombose)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

gelegentlich

Dyspnoe, Halsschmerzen

selten

Schluckauf

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

haufig

Ubelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Dyspepsie, Mundtrockenheit, Speichelfluss

gelegentlich

Diarrhoe, Dysphagie, Gastritis, Magen-Darm-Beschwerden, Zungenschwellung, Gefuhl einer dicken Zunge, Flatulenz

selten

gastroosophagealer Reflux, dunner Stuhl

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

gelegentlich

Urtikaria, Ausschlag, makulopapuloser Ausschlag, Akne

selten

Psoriasis, allergische Dermatitis, Alopezie, Gesichtsschwellung, Erythem, papuloser Ausschlag, Hautreizungen

nicht bekannt

Uberempfindlichkeit, Angioodeme

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

haufig

muskuloskelettale Rigiditat

gelegentlich

muskuloskelettale Beschwerden, Muskelkrampfe, Schmerzen in den Extremitaten, Gelenksteifigkeit

selten

Trismus

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

selten

Harninkontinenz, Dysurie

nicht bekannt

Enuresis

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdruse

selten

erektile Dysfunktion, gesteigerte Erektionen, Galaktorrhoe, Gynakomastie

nicht bekannt

Priapismus

Erkrankungen des Immunsystems

nicht bekannt

anaphylaktische Reaktionen

Leber- und Gallenerkrankungen

gelegentlich

Leberenzymerhohung

selten

Pathologischer Leberfunktionstest

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

haufig

Asthenie, Mudigkeit

gelegentlich

Brustkorbbeschwerden, Storung des

Gangbildes, Schmerzen, Durst

selten

Fieber, Hitzegefuhl

Untersuchungen

selten

Anstieg der Lactatdehydrogenase (LDH)

In Kurz- und Langzeitstudien mit Ziprasidon zur Behandlung von schizophrenen Patienten und Patienten mit bipolarer Manie traten tonisch-klonische Krampfanfálle und Hypotonie gelegentlich, bei weniger als 1 % der mit Ziprasidon behandelten Patienten, auf.

Ziprasidon verursacht dosisabhángig eine leichte bis máBige Verlángerung des QT-Intervalls (siehe Abschnitt 5.1). In klinischen Studien mit schizophrenen Patienten wurde ein Anstieg von 30 bis 60 Millisekunden bei 12,3 % (976 von 7 941) der EKG-Ableitungen von mit Ziprasidon behandelten Patienten und bei 7,5 % (73 von 975) der Ableitungen von placebobehandelten Patienten festgestellt. Eine Verlángerung von mehr als 60 Millisekunden wurde bei den Ableitungen von 1,6 % (128 von 7 941) der mit Ziprasidon und bei 1,2 % (12 von 975) der Ableitungen von placebobehandelten Patienten beobachtet. Eine Verlángerung des QTc-Intervalls auf mehr als 500 Millisekunden trat bei 3 von insgesamt 3 266 mit Ziprasidon behandelten Patienten auf (0,1 %) und bei 1 von insgesamt 538 Patienten (0,2 %) unter Placebo. Ahnliche Ergebnisse wurden in klinischen Studien bei Patienten mit bipolarer Manie beobachtet.

In Langzeitstudien zur Erhaltungstherapie wurden bei schizophrenen Patienten gelegentlich erhóhte Prolaktinspiegel bei Patienten beobachtet, die mit Ziprasidon behandelt wurden; in den meisten Fállen kam es jedoch ohne Therapieabbruch zu einer Normalisierung. Mógliche klinische Auswirkungen (wie z. B. Gynákomastie oder VergróBerung der Brustdrusen) waren daruber hinaus selten.

4.9 Uberdosierung

Die Erfahrungen mit Uberdosierungen von Ziprasidon sind begrenzt. Die gróBte bestátigte Menge einer auf einmal eingenommenen Dosis Ziprasidon betrágt 12 800 mg. In diesem Fall wurden extrapyramidale Symptome und eine QT/ QTc-Verlángerung von 446 Millisekunden (ohne kardiale Folgeerscheinungen) berichtet. Generell sind die háufigsten beobachteten Symptome infolge Uberdosis extrapyramidale Symptome, Somnolenz, Tremor und Angstlichkeit.

Das mógliche Auftreten von Bewusstseinsstórungen, Krampfanfállen oder dystonen Reaktionen des Kopfes und Halses nach Uberdosierung kann ein Aspirationsrisiko bei induziertem Erbrechen darstellen. Eine Uberwachung der Herz-Kreislauf-Funktion muss unverzuglich beginnen und kontinuierliche EKG-Ableitungen einschlieBen, um mógliche Arrhythmien zu erkennen. Es gibt kein spezifisches Antidot fur Ziprasidon.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antipsychotika, Indolderivate ATC-Code: NO5A E04

Ziprasidon hat eine hohe Affinitát zu Dopamin-Typ-2(D2)-Rezeptoren und eine noch wesentlich hóhere Affinitát zu Serotonin-Typ-2A (5HT2A)-Rezeptoren. In einer Untersuchung mittels Positronenemissionstomographie (PET) war die Rezeptorblockade 12 Stunden nach einer Einzeldosis von 40 mg fur die 5HT2A-Rezeptoren gróBer als 80 % und fur die D2-Rezeptoren gróBer als 50 %. Die Affinitáten von Ziprasidon zu Serotonin 5HT2C-, 5HT1D- und 5HT1A-Rezeptoren sind gleich oder gróBer als seine Affinitát fur D2-Rezeptoren. Ziprasidon zeigt eine máBig ausgeprágte Affinitát zu neuronalen Serotonin- und

Noradrenalintransportern und eine maBiggradige Affinitat fur Histamin-Hr und Alphar Rezeptoren. Ziprasidon zeigt eine vernachlassigbare Affinitat zu muskarinischen MRezeptoren.

Ziprasidon hat sich als Antagonist sowohl an Serotonin-Typ-2A-(5HT2A)- als auch an Dopamin-Typ-2 (D2-)-Rezeptoren erwiesen. Es wird angenommen, dass die therapeutische Wirksamkeit zum Teil durch diese Kombination antagonistischer Wirkungen vermittelt wird. Ziprasidon wirkt auch als potenter Antagonist an 5HT2C- und 5HT1D-Rezeptoren, als potenter Agonist an 5HT1A-Rezeptoren und hemmt die neuronale Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin.

Weitere Informationen aus klinischen Studien

In klinischen Studien wurden die Sicherheit und Vertraglichkeit der intramuskularen Anwendung mit anschlieBender oraler Therapie nachgewiesen.

Ergebnisse einer groBen Sicherheitsstudie nach Markteinfuhrung Um herauszufinden, ob die Auswirkungen von Ziprasidon auf das QTc-Intervall mit einem erhohten Risiko fur nicht durch Suizid verursachte Mortalitat verbunden sind, wurde an 18 239 schizophrenen Patienten nach der Zulassung eine randomisierte Studie uber eine Nachbeobachtungszeit von 1 Jahr durchgefuhrt. Diese Studie, die in einer realistischen klinischen Umgebung durchgefuhrt wurde, erbrachte im Hinblick auf die nicht durch Suizid verursachte Gesamtmortalitat keinen Unterschied zwischen einer Behandlung mit Ziprasidon und einer Behandlung mit Olanzapin (primarer Endpunkt). Auch bei den sekundaren Endpunkten Gesamtmortalitat, Mortalitat durch Suizid und Mortalitat durch plotzlichen Tod zeigte die Studie keine Unterschiede. In der Ziprasidon-Gruppe wurde jedoch eine nicht signifikante, numerisch hohere Inzidenz von kardiovaskularer Mortalitat beobachtet.

Weiterhin kam es in der Ziprasidon-Gruppe zu statistisch signifikant mehr Krankenhauseinweisungen aller Ursachen, was hauptsachlich auf Unterschiede bei den Krankenhauseinweisungen wegen psychiatrischer Ursachen zuruckzufuhren war.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Die Bioverfugbarkeit von Ziprasidon nach intramuskularer Anwendung betragt 100 %. Nach intramuskularen Einzeldosen werden maximale Serumspiegel typischerweise etwa 30 bis 60 Minuten nach Applikation erreicht. Die Substanzbelastung nimmt dosisabhangig zu und nach 3-tagiger intramuskularer Anwendung wird nur noch eine geringe Akkumulation beobachtet.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen betragt etwa 1,1 l/kg. Ziprasidon wird im Serum zu uber 99 % an Protein gebunden.

Metabolisierung und Elimination

Die mittlere terminale Halbwertszeit am 3. Tag der Medikation lag zwischen 8 und 10 Stunden. Die mittlere terminale Halbwertszeit von Ziprasidon nach intravenoser Anwendung betragt 6 Stunden. Die mittlere Ziprasidon-Clearance nach intravenoser Anwendung betragt 5 ml/min/kg. Etwa 20 % der Dosis werden uber den Urin, etwa 66 % uber die Faeces ausgeschieden.

Ziprasidon unterliegt nach oraler Anwendung einem extensiven Metabolismus, lediglich eine kleine Menge wird unverandert uber den Urin (< 1 %) oder die Faeces (< 4 %) ausgeschieden. Die drei Hauptstoffwechselwege fuhren zur Bildung von vier primaren zirkulierenden Metaboliten: Benzisothiazolpiperazin(BITP-)-Sulfoxid, BITP-Sulfon, Ziprasidonsulfoxid und S-Methyl-dihydroziprasidon. Der Anteil von unverandertem Ziprasidon an der Gesamtsubstanz im Serum betragt ungefahr 44 %.

Ziprasidon wird vorwiegend auf zwei Wegen metabolisiert: Durch Reduktion und

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Methylierung zur Generierung von S-Methyl-dihydroziprasidon, was fur ungefáhr zwei Drittel der Metabolisierung verantwortlich ist, oder durch oxidative Metabolisierung, was das verbleibende Drittel ausmacht. In-vitro-Studien mit subzelluláren Fraktionen menschlicher Leber weisen darauf hin, dass S-Methyl-dihydroziprasidon in zwei Schritten generiert wird. Aus diesen Studien geht hervor, dass der erste Schritt vorwiegend durch die chemische Reduktion durch Glutathion sowie die enzymatische Reduktion durch Aldehydoxidase vermittelt wird. Der zweite Schritt besteht in der durch Thiolmethyltransferase vermittelten Methylierung. In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass CYP3A4 das wichtigste Cytochrom-P450-Enzym ist, welches die oxidative Metabolisierung von Ziprasidon katalysiert, wobei eine geringfugige Beteiligung von CYP1A2 moglich ist.

Bei In-vitro-Untersuchungen zeigen Ziprasidon, S-Methyl-dihydroziprasidon und Ziprasidonsulfoxid Effekte, die auf eine QTc-verlangernde Wirkung hindeuten konnten.

Die Elimination von S-Methyl-dihydroziprasidon erfolgt im Wesentlichen uber die Faeces durch biliáre Sekretion und zu einem geringeren Anteil uber einen durch CYP3A4 katalysierten Metabolismus. Ziprasidonsulfoxid wird mittels renaler Sekretion und sekundárer Verstoffwechselung durch CYP3A4 ausgeschieden.

Spezielle Patientengruppen

Pharmakokinetische Screening-Untersuchungen bei oral behandelten Patienten zeigten keine signifikanten pharmakokinetischen Unterschiede zwischen Rauchern und Nichtrauchern.

Es wurden keine klinisch bedeutsamen alters- oder geschlechtsbezogenen Unterschiede in der Pharmakokinetik nach oraler Anwendung beobachtet.

In Ubereinstimmung mit der Tatsache, dass die renale Clearance nur sehr wenig zur Gesamtclearance beitrágt, wurde bei Patienten mit unterschiedlich eingeschránkter Nierenfunktion kein progressiver Anstieg der Belastung mit Ziprasidon vermerkt. Die Belastung bei Personen mit leichter (Kreatininclearance 30 bis 60 ml/min), máBiggradiger (Kreatininclearance 10 bis 29 ml/min) und schwerer Niereninsuffizienz (dialysepflichtig) betrug 146 %, 87 % und 75 % von der bei gesunden Personen (Kreatininclearance > 70 ml/min) unter oraler Anwendung von 20 mg zweimal táglich uber 7 Tage. Es ist nicht bekannt, ob die Serumkonzentrationen der Metaboliten bei diesen Patienten erhoht sind.

Bei leichter bis máBiggradiger Einschránkung der Leberfunktion (Child Pugh A oder B), verursacht durch eine Zirrhose, waren die Plasmakonzentrationen nach oraler Anwendung 30 % hoher und die terminale Halbwertszeit etwa 2 Stunden lánger als bei normalen Patienten. Uber die Auswirkung einer Lebererkrankung auf die Serumkonzentrationen der Metaboliten liegen keine Erkenntnisse vor.

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Genotoxizitát und zum kanzerogenen Potenzial von oral verabreichten Ziprasidon, lassen die práklinischen Daten zur Sicherheit keine besonderen Gefahren fur den Menschen erkennen. In Reproduktionsstudien bei Ratten und Kaninchen zeigte Ziprasidon keine Hinweise auf Teratogenitát. Unerwunschte Wirkungen auf die Fertilitát und ein reduziertes Geburtsgewicht wurden unter Dosen beobachtet, die bei den Muttertieren toxische Effekte, wie beispielsweise eine verminderte Gewichtszunahme, verursachten. Bei Plasmakonzentrationen im Muttertier, die extrapoliert mit denen vergleichbar waren, die als Maximalkonzentrationen bei therapeutischen Dosen beim Menschen auftreten, kam es zu einer erhohten perinatalen Sterblichkeit und verzogerter funktioneller Entwicklung der Nachkommen.

Aus den Studien mit parenteral angewendetem Ziprasidon ergaben sich keine negativen Befunde, die fur die klinische Anwendung von Relevanz wáren.

In einer Teratogenitátsstudie mit dem Hilfsstoff Heptakis-O-(4-sulfobutyl) cyclomaltoheptaose, Heptanatriumsalz (SBECD) an Kaninchen wurden Abweichungen der Skelettbildung, jedoch keine Missbildungen beobachtet.

6.    PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Pulver:    Heptakis-O-(4-sulfobutyl) cyclomaltoheptaose, Heptanatriumsalz

Losungsmittel:    Wasser fur Injektionszwecke

6.2    Inkompatibilitaten

Dieses Arzneimittel darf, auBer mit dem in Abschnitt 6.6 aufgefuhrten Wasser fur Injektionszwecke, nicht mit anderen Arzneimitteln oder Losungsmitteln gemischt werden.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

Die chemische und physikalische Stabilitát der gebrauchsfertigen Zubereitung wurde fur 24 Stunden bei bis zu 25 °C und fur 7 Tage bei 2 °C bis 8 °C nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender fur die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht lánger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C aufzubewahren.

6.4    Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Aufbewahrung

Nicht uber 30 °C lagern.

Das Beháltnis im Umkarton aufbewahren.

Nicht einfrieren.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Durchstechflaschen aus Typ-I-Flintglas mit Pulver (Ziprasidonmesilat). Die Durchstechflaschen sind mit einem Butyl-Lyophilisierungsgummistopfen und Flip-off-Kappen aus Aluminium verschlossen.

Ampullen aus Typ-I-Flintglas mit Losungsmittel (Wasser fur Injektionszwecke). PackungsgroBe: Packung mit einer Durchstechflasche und eine Ampulle (N1).

6.6    Handhabung des Produkts sowie besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Beseitigung eines gebrauchten Arzneimittels bzw. von Abfallmaterial eines solchen Arzneimittels

Der Inhalt der Durchstechflasche (Pulver) muss durch Zugabe von 1,2 ml des beigefugten Wassers fur Injektionszwecke (Losungsmittel) und anschlieBendes Schutteln bis zur vollstándigen Losung auf eine Konzentration von 20 mg Ziprasidon pro ml rekonstituiert werden. Es durfen nur klare Losungen, die frei von sichtbaren Partikeln sind, verwendet werden. Aus jeder Durchstechflasche darf nur eine Dosis (0,5 ml entsprechend 10 mg Ziprasidon oder 1 ml entsprechend 20 mg Ziprasidon) entnommen und der Rest muss

verworfen werden.

7. INHABER DER ZULASSUNG

PFIZER PHARMA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Mitvertreiber

PHARMACIA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

8. ZULASSUNGSNUMMER

53092.00.00

9.    DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLÁNGERUNG DER ZULASSUNG

04. April 2002/23. Marz 2011

10.    STAND DER INFORMATION

01.2014

11.    VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig.

Dieses Arzneimittel enthalt einen Stoff, dessen Wirkung in der medizinischen Wissenschaft noch nicht allgemein bekannt ist.

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spcde-4v19zx-pv-20 - 14 - 09.01.2014

ZELDOX 20 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung