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Zeldox 60 mg hartkapseln



Gebrauchsinformation Zeldox 60 mg hartkapseln

PFIZER ((Logo))

Gebrauchsinformation: Information fur den Anwender

ZELDOX®

20 mg, 40 mg, 60 mg, 80 mg Hartkapseln

Ziprasidon

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spáter nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was sind Zeldox Hartkapseln und wofur werden sie angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Einnahme von Zeldox Hartkapseln beachten?

3.    Wie sind Zeldox Hartkapseln einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie sind Zeldox Hartkapseln aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1. Was sind Zeldox Hartkapseln und wofur werden sie angewendet?

Zeldox Hartkapseln gehoren zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antipsychotika bezeichnet werden.

Zeldox Hartkapseln werden bei Erwachsenen zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine psychische Erkrankung, die mit folgenden Symptomen einhergeht: Horen, Sehen und Spuren von Dingen, die nicht wirklich vorhanden sind; Glauben an Dinge, die nicht wahr sind; ubermáBiges Misstrauen; Abwesenheitsgefuhl und Schwierigkeiten beim Aufbauen von sozialen Kontakten; Nervositát; Depressionen oder Ángstlichkeit.

Weiterhin werden Zeldox Hartkapseln bei Erwachsenen sowie bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren zur Behandlung von manischen oder gemischten Episoden mittleren Schweregrades im Rahmen einer bipolaren Storung eingesetzt, einer psychischen Erkrankung, die mit wechselnden Phasen von euphorischen (manischen) oder depressiven Gemutszustánden einhergeht. Die typischen Symptome wáhrend der manischen Episoden sind vor allem: euphorisches Verhalten, ubertriebene Selbsteinschátzung, Zunahme an Energie, verminderter Schlafbedarf, Konzentrationsmangel oder Hyperaktivitát und wiederholtes hochriskantes Verhalten.

Zeldox Hartkapseln durfen nicht eingenommen werden,

-    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegenuber Ziprasidon oder einem der sonstigen Bestandteile von Zeldox Hartkapseln sind. Eine allergische Reaktion kann sich als Ausschlag, Juckreiz, Gesichts- oder Lippenschwellung oder Atemprobleme zeigen;

-    wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden oder litten oder kurzlich einen Herzinfarkt hatten;

-    wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstorungen einnehmen oder Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen konnen.

Beachten Sie hierzu bitte auch den Abschnitt „Bei Einnahme von Zeldox Hartkapseln mit anderen Arzneimitteln“ weiter unten.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zeldox Hartkapseln ist erforderlich

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden,

-    wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal venose Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht;

-    wenn Sie Leberprobleme haben;

-    wenn Sie an Krampfanfállen oder Epilepsie leiden oder litten;

-    wenn Sie alter sind (uber 65 Jahre) und an Demenz leiden;

-    wenn Sie ein erhohtes Schlaganfallrisiko oder eine vorubergehende Verringerung der Blutversorgung des Gehirns haben;

-    wenn Sie einen langsamen Ruhepuls haben und/ oder wissen, dass Sie moglicherweise infolge von anhaltenden schweren Durchfallen oder Erbrechen oder durch die Einnahme von Diuretika („Wassertabletten") an Salzmangel leiden;

-    wenn Sie einen schnellen oder unregelmá&igen Herzschlag, Ohnmachtsanfálle, Bewusstlosigkeit oder Schwindelgefuhl beim Aufstehen haben, da dies ein Hinweis auf eine unregelmá&ige Herzfunktion sein kann.

Wenn bei Ihnen ein Labortest (z. B. Blut, Urin, Leberfunktion, Herzrhythmus) durchgefuhrt werden soll, informieren Sie bitte Ihren Arzt vorher, dass Sie Zeldox Hartkapseln einnehmen, da sich hierdurch die Testergebnisse verandern konnen.

Bei Einnahme von Zeldox Hartkapseln mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

NEHMEN SIE ZELDOX NICHT EIN, wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstorungen einnehmen oder Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen konnen, wie etwa

-    Klasse-IA- und Klasse-III-Antiarrhythmika, Arsentrioxid, Halofantrin, Levomethadylacetat, Mesoridazin, Thioridazin, Pimozid, Sparfloxacin, Gatifloxacin, Moxifloxacin, Dolasetronmesilat, Mefloquin, Sertindol oder Cisaprid. Diese Arzneimittel beeinflussen den Herzrhythmus, indem sie das QT-Intervall verlángern. Wenn Sie hierzu weitere Fragen haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie derzeit oder vor Kurzem Arzneimittel zur Behandlung folgender Erkrankungen einnehmen bzw. eingenommen haben:

-    bakterielle Infektionen; derartige Arzneimittel sind als Antibiotika wie z. B. Makrolidantibiotika oder Rifampicin bekannt;

-    Stimmungsschwankungen (konnen von depressiven Zustanden bis zur Euphorie reichen), Agitiertheit und Verwirrtheit; dies sind die Stimmung stabilisierende Arzneimittel, wie Lithium, Carbamazepin oder Valproat;

-    Depressionen; einschlie&lich bestimmter serotonerger Arzneimittel, z. B. SSRIs wie z. B. Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin oder pflanzliche Arzneimittel/ Naturheilmittel, die Johanniskraut enthalten;

-    Epilepsie; z. B. Phenytoin, Phenobarbital, Carbamazepin oder Ethosuximid;

-    Parkinsonsche Krankheit; z. B. Levodopa, Bromocriptin, Ropinirol oder Pramipexol;

-    oder wenn Sie derzeit oder vor Kurzem eines der folgenden Arzneimittel einnehmen bzw. eingenommen haben: Verapamil, Chinidin, Itraconazol oder Ritonavir.

Beachten Sie hierzu auch den vorangegangenen Abschnitt „Zeldox Hartkapseln durfen nicht eingenommen werden“.

Bei Einnahme von Zeldox Hartkapseln zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Die Zeldox Hartkapseln MUSSEN ZUSAMMEN MIT EINER HAUPTMAHLZEIT EINGENOMMEN WERDEN.

Wahrend der Behandlung mit Zeldox Hartkapseln sollten Sie keinen Alkohol trinken, da sich hierdurch das Risiko fur das Auftreten von Nebenwirkungen erhohen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Da dieses Arzneimittel moglicherweise Ihrem Baby schaden kann, sollten Sie Zeldox Hartkapseln nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind, au&er Ihr Arzt hat es Ihnen empfohlen. Verwenden Sie stets eine wirksame Verhutungsmethode. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie wahrend der Einnahme von Zeldox Hartkapseln schwanger geworden sind oder wenn Sie vorhaben, schwanger zu werden.

Bei neugeborenen Babys von Muttern, die Zeldox im letzten Trimenon (letzte 3 Monate der Schwangerschaft) einnahmen, konnen folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/ oder -schwache, Schlafrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Stillzeit

Wahrend der Behandlung mit Zeldox Hartkapseln durfen Sie nicht stillen, da kleine Mengen davon in die Muttermilch ubergehen konnen. Wenn Sie vorhaben zu stillen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Fragen Sie vor der Einnahme/ Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wahrend der Behandlung mit Zeldox Hartkapseln konnen Sie sich mude fuhlen. Wenn dies auftritt, durfen Sie kein Fahrzeug fuhren und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bis die Mudigkeit wieder abgeklungen ist.

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Zeldox Hartkapseln

Zeldox Hartkapseln enthalten Lactose. Bitte nehmen Sie Zeldox Hartkapseln daher erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

Nehmen Sie die Zeldox Hartkapseln immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Nehmen Sie die Hartkapseln unzerkaut im Ganzen und zu einer Mahlzeit ein. Es ist wichtig, dass Sie die Hartkapseln nicht zerbei&en, da hierdurch die Aufnahme des Arzneimittels im Darm verandert werden kann.

Die Zeldox Hartkapseln sollten zweimal taglich eingenommen werden, eine Hartkapsel morgens bei einem ausgiebigen Fruhstuck und eine abends beim Abendessen (siehe Blisterpackung). Sie sollten dieses Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Zeit einnehmen.

Erwachsene

Die ubliche Dosis ist 40 bis 80 mg zweimal taglich zu den Mahlzeiten.

Bei einer langeren Behandlung kann es sein, dass Ihr Arzt Ihre Dosis anpasst. Eine Maximaldosis von 160 mg taglich sollte nicht uberschritten werden.

Kinder und Jugendliche mit bipolarer Storung

Die ubliche Anfangsdosis ist 20 mg zu einer Mahlzeit. Danach wird Ihr Arzt die fur Sie optimale Dosis festlegen.

Bei Kindern mit einem Korpergewicht unter 45 kg sollte eine Maximaldosis von 80 mg taglich und bei Kindern uber 45 kg sollte eine Maximaldosis von 160 mg taglich nicht uberschritten werden.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Zeldox in der Behandlung von Schizophrenie bei Kindern und Jugendlichen wurden nicht untersucht.

Áltere Personen (alter als 65 Jahre)

Wenn Sie alter sind, wird Ihr Arzt die fur Sie geeignete Dosis festlegen. Die Dosis bei uber 65-Jahrigen ist manchmal niedriger als bei jungeren Menschen. Ihr Arzt wird Ihnen die fur Sie geeignete Dosis mitteilen.

Patienten mit Leberproblemen

Wenn Sie Probleme mit der Leber haben, kann es sein, dass Sie Zeldox Hartkapseln in einer niedrigeren Dosis einnehmen mussen. Ihr Arzt wird die fur Sie geeignete Dosis festlegen.

Wenn Sie eine groBere Menge Zeldox Hartkapseln eingenommen haben, als Sie sollten,

informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie die nachstgelegene Notfallambulanz eines Krankenhauses auf. Nehmen Sie dabei die Faltschachtel von Zeldox Hartkapseln mit.

Wenn Sie zu viele Zeldox Hartkapseln eingenommen haben, kann es zu Mudigkeit, Schuttelbewegungen, Krampfanfallen und unwillkurlichen Kopf- und Halsbewegungen kommen.

Wenn Sie die Einnahme von Zeldox Hartkapseln vergessen haben

Es ist wichtig, dass Sie die Zeldox Hartkapseln jeden Tag regelmaBig zur gleichen Zeit einnehmen. Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie es bemerken, auBer es ist bereits Zeit fur die nachste Einnahme. Nehmen Sie in diesem Fall einfach die nachste Dosis ein. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein, um eine vergessene Einnahme auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Zeldox Hartkapseln abbrechen

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange Sie Zeldox Hartkapseln einnehmen mussen. Sie sollten die Anwendung von Zeldox nicht abbrechen, es sei denn, Ihr Arzt hat es so angeordnet.

Es ist wichtig, dass Sie die Behandlung fortsetzen, auch wenn Sie sich besser fuhlen. Wenn Sie die Behandlung zu fruh beenden, kann es sein, dass Ihre Beschwerden zuruckkehren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel konnen Zeldox Hartkapseln Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen. Die meisten Nebenwirkungen sind jedoch vorubergehend. Manchmal kann es auch schwierig sein, die Beschwerden durch Ihre Erkrankung von einer Nebenwirkung zu unterscheiden.

Wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen haben, BEENDEN Sie die Einnahme von Zeldox Hartkapseln und suchen Sie sofort Ihren Arzt auf

Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 1 000)

•    schneller oder unregelmáBiger Herzschlag, Schwindelgefuhl beim Aufstehen, was ein Hinweis auf eine gestorte Herzfunktion sein kann. Dies konnten Beschwerden einer Erkrankung sein, die als orthostatische Hypotonie bekannt ist.

•    unwillkurliche/ ungewohnliche Bewegungen, besonders im Gesicht oder der Zunge

Nebenwirkungen mit unbekannter Háufigkeit (Háufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschátzbar)

•    Schwellungen in Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals, Schluck- oder Atemprobleme, Nesselfieber. Dies konnen Zeichen einer schweren allergischen Reaktion, wie z. B. ein Angioodem, sein.

•    Fieber, beschleunigte Atmung, SchweiBausbruch, Muskelsteifigkeit, Schuttelbewegungen, Schluckbeschwerden und verminderte Wahrnehmungsfáhigkeit. Dies konnen Zeichen eines sogenannten malignen neuroleptischen Syndroms sein.

•    Verwirrtheit, Agitiertheit, erhohte Temperatur, SchweiBausbruch, fehlende Koordination der Muskulatur, Muskelzucken. Dies konnen Zeichen eines so genannten Serotonin-Syndroms sein.

•    schneller, unregelmáBiger Herzschlag und Ohnmachtsanfálle, die Zeichen fur eine Torsade de pointes genannte, lebensgefáhrliche Erkrankung sein konnen.

Sie konnen eine der nachfolgend aufgefuhrten Nebenwirkungen bekommen. Diese sind im Allgemeinen leicht bis maBig ausgepragt und konnen im Laufe der Zeit auch wieder zuruckgehen. Wenn eine Nebenwirkung jedoch schwerwiegend oder anhaltend ist, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Háufige Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 100)

•    Unruhe

•    Bewegungsstorungen einschlieBlich unwillkurliche Bewegungen, Muskelsteifigkeit und -starrheit, verlangsamte Bewegungen, Schuttelbewegungen, allgemeine Kraftlosigkeit und Mudigkeit

•    Schláfrigkeit

•    Schwindelgefuhl

•    Kopfschmerzen

•    Verstopfung, Ubelkeit, Erbrechen und Magenverstimmung, Mundtrockenheit, erhohter Speichelfluss

•    verschwommenes Sehen

Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 1 000)

•    gesteigerter Appetit

•    Probleme bei gezielten Bewegungen

•    Aufgeregtheit oder Angst, Engegefuhl im Hals, Albtraume

•    Krampfanfalle, unwillkurliche Augenbewegungen in eine bestimmte Richtung, Ungeschicklichkeit, Sprachstorungen, Taubheitsgefuhl, Kribbeln, Aufmerksamkeitsstorungen, Sabbern, starke Schlafrigkeit tagsuber, Erschopfung

•    Herzklopfen (Palpitationen), das Gefuhl, beim Aufstehen aus Sitzposition ohnmachtig zu werden, Kurzatmigkeit

•    Lichtempfindlichkeit, Ohrgerausche

•    Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, geschwollene Zunge, Durchfall, Blahungen, Magenbeschwerden

•    juckender Hautausschlag, Akne

•    Muskelkrampfe, steife oder geschwollene Gelenke

•    Durst, Schmerzen, Beschwerden im Brustbereich, Gangstorungen

Seltene Nebenwirkungen (betreffen 1 bis 10 Behandelte von 10 000)

•    laufende Nase

•    Abnahme des Calciumspiegels im Blut

•    Panikattacken, depressive Verstimmung, verzogerte    Denkvorgange,

Emotionslosigkeit

•    Schiefhals (Tortikollis), Lahmung, Syndrom der ruhelosen Beine

•    teilweiser oder vollstandiger Verlust der Sehfahigkeit auf einem Auge, Augenjucken, trockene Augen, Sehstorungen

•    Ohrenschmerzen

•    Schluckauf

•    Sodbrennen

•    dunner Stuhlgang

•    Haarausfall, Gesichtsschwellung, Hautirritationen

•    Unfahigkeit, den Mund zu offnen

•    Harninkontinenz, Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen

•    verminderte oder verstarkte Erektion, abgeschwachter Orgasmus, anormaler Milchfluss

•    VergroBerung der Brustdrusen bei Frauen und    Mannern

•    Hitzegefuhl, Fieber

•    Abnahme oder Zunahme der weiBen Blutzellen (bei Blutuntersuchungen)

•    ungewohnliche Werte beim Leberfunktionstest

•    hoher Blutdruck

•    ungewohnliche Ergebnisse bei Blut- oder Herzfrequenzuntersuchungen

•    erhabene und entzundete rote Hautflecken, die mit weiBen Schuppen bedeckt sind und als Psoriasis bekannt sind

Nebenwirkungen mit unbekannter Haufigkeit (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

•    schwere allergische Reaktion

•    Bei alteren Personen mit Demenz wurde unter der Einnahme von Antipsychotika im Vergleich zu denjenigen, die keine Antipsychotika erhielten, ein leichter Anstieg von Todesfallen beobachtet.

•    Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und Rotungen der Beine), die moglicherweise uber die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen konnen. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverzuglich árztlichen Rat ein.

•    Einschlafstorungen, unwillkurliches Wasserlassen

•    ubermáBig heiterer Gemutszustand, merkwurdige Denkmuster und Uberaktivitát

•    Bewusstlosigkeit

•    gro&e Quaddeln mit starkem Juckreiz

•    ungewohnliche, schmerzhafte Dauererektion des Penis

•    Gesichtsmuskelschwáche

•    Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen

Sie erheblich beeintráchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser

Gebrauchsinformation angegeben sind.

5. Wie sind Zeldox Hartkapseln aufzubewahren?

Arzneimittel fur Kinder unzugánglich aufbewahren.

Nicht uber 30 °C lagern.

Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benotigen. Diese MaBnahme hilft die Umwelt zu schutzen.

6. Weitere Informationen

Was Zeldox Hartkapseln enthalten

• Der Wirkstoff ist Ziprasidon.

Zeldox 20 mg Hartkapseln:

Eine Hartkapsel enthált Ziprasidonhydrochlorid-Monohydrat, entsprechend 20 mg Ziprasidon.

Zeldox 40 mg Hartkapseln:

Eine Hartkapsel enthált Ziprasidonhydrochlorid-Monohydrat, entsprechend 40 mg Ziprasidon.

Zeldox 60 mg Hartkapseln:

Eine Hartkapsel enthált Ziprasidonhydrochlorid-Monohydrat, entsprechend 60 mg Ziprasidon.

Zeldox 80 mg Hartkapseln:

Eine Hartkapsel enthált Ziprasidonhydrochlorid-Monohydrat, entsprechend 80 mg Ziprasidon.

• Die sonstigen Bestandteile sind Lactose-Monohydrat, vorverkleisterte Starke (Mais), Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Gelatine, Titandioxid (E171), Natriumdodecylsulfat und Indigocarmin (E132) (nur in Hartkapseln mit 20 mg, 40 mg und 80 mg), Schellack, Ethanol 99 %, Propan-2-ol, Butan-1-ol, Propylenglycol, gereinigtes Wasser, Ammoniumhydroxid, Kaliumhydroxid und Eisen-(N,NI)-oxid (E172).

Wie Zeldox Hartkapseln aussehen und Inhalt der Packung

Die Zeldox-Kapseln sind Hartkapseln aus Gelatine.

Zeldox 20 mg Hartkapseln:

blau-weiBe Hartkapseln mit der Aufschrift „Pfizer" und „ZDX 20"

Zeldox 40 mg Hartkapseln:

blaue Hartkapseln mit der Aufschrift „Pfizer" und „ZDX 40"

Zeldox 60 mg Hartkapseln:

weiBe Hartkapseln mit der Aufschrift „Pfizer" und „ZDX 60"

Zeldox 80 mg Hartkapseln:

blau-weiBe Hartkapseln mit der Aufschrift „Pfizer" und „ZDX 80"

PackungsgroBen:

Aluminium-PVC/ PVA-Blisterpackungen mit 30 oder 100 Hartkapseln.

Pharmazeutischer Unternehmer

PFIZER PHARMA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Hersteller

R-Pharm Germany GmbH Heinrich-Mack-Str. 35 89257 Illertissen Deutschland

Mitvertreiber

PHARMACIA GmbH

Linkstr. 10

10785 Berlin

Tel.: 030 550055-51000

Fax: 030 550054-10000

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europaischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Danemark, Deutschland, Finnland, Island, Italien, Norwegen, Osterreich, Portugal, Schweden, Spanien: Zeldox Griechenland: Geodon

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im Oktober 2014.

palde-4v24zx-hk-0

palde-4v24zx-hk-0 - 8 - 26.06.2014

ZELDOX 60 mg Hartkapseln

Fachinformation Zeldox 60 mg hartkapseln

PFIZER ((Logo))


ZELDOX® 20/40/60/80 mg Hartkapseln

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DER ARZNEIMITTEL

ZELDOX® 20 mg Hartkapseln ZELDOX® 40 mg Hartkapseln ZELDOX® 60 mg Hartkapseln ZELDOX® 80 mg Hartkapseln

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

ZELDOX 20 mg Hartkapseln:

Jede Hartkapsel enthalt Ziprasidonhydrochlorid-Monohydrat entsprechend 20 mg Ziprasidon. ZELDOX 40 mg Hartkapseln:

Jede Hartkapsel enthalt Ziprasidonhydrochlorid-Monohydrat entsprechend 40 mg Ziprasidon. ZELDOX 60 mg Hartkapseln:

Jede Hartkapsel enthalt Ziprasidonhydrochlorid-Monohydrat entsprechend 60 mg Ziprasidon. ZELDOX 80 mg Hartkapseln:

Jede Hartkapsel enthalt Ziprasidonhydrochlorid-Monohydrat entsprechend 80 mg Ziprasidon.

Sonstige Bestandteile ZELDOX 20 mg Hartkapseln:

Jede Hartkapsel enthalt 66,1 mg Lactose-Monohydrat ZELDOX 40 mg Hartkapseln:

Jede Hartkapsel enthalt 87,83 mg Lactose-Monohydrat ZELDOX 60 mg Hartkapseln:

Jede Hartkapsel enthalt 131,74 mg Lactose-Monohydrat ZELDOX 80 mg Hartkapseln:

Jede Hartkapsel enthalt 175,65 mg Lactose-Monohydrat Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel

ZELDOX 20 mg Hartkapseln:

blau-weiBe Hartkapseln der GróBe 4 mit der Aufschrift „Pfizer“ und „ZDX 20“ ZELDOX 40 mg Hartkapseln:

blaue Hartkapseln der GróBe 4 mit der Aufschrift „Pfizer“ und „ZDX 40“ ZELDOX 60 mg Hartkapseln:

weiBe Hartkapseln der GróBe 3 mit der Aufschrift „Pfizer“ und „ZDX 60“ ZELDOX 80 mg Hartkapseln:

blau-weiBe Hartkapseln der GróBe 2 mit der Aufschrift „Pfizer“ und „ZDX 80“

4.1    Anwendungsgebiete

Ziprasidon wird angewendet zur Behandlung der Schizophrenie bei Erwachsenen.

Ziprasidon wird bei Erwachsenen und bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren angewendet zur Behandlung von manischen oder gemischten Episoden bis zu einem máBigen Schweregrad bei bipolaren Storungen (die Právention von Episoden bipolarer Storungen wurde nicht nachgewiesen - siehe Abschnitt 5.1).

4.2    Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Erwachsene

Die empfohlene Dosierung in der Akutbehandlung der Schizophrenie und bipolaren Manie betrágt zweimal táglich 40 mg, zusammen mit Nahrung eingenommen. Die Dosierung kann - abhángig vom klinischen Ansprechen des Patienten - auf bis zu maximal zweimal táglich 80 mg erhoht werden. Wenn erforderlich, kann die hochste empfohlene Dosis bereits am 3. Behandlungstag erreicht werden.

Die Hochstdosis darf auf keinen Fall uberschritten werden, da die Vertráglichkeit von Dosen uber 160 mg/Tag nicht nachgewiesen wurde und Ziprasidon mit einer dosisabhángigen Verlángerung des QT-Intervalls in Verbindung gebracht wird (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Die Ziprasidon-Erhaltungsdosis zur Behandlung von schizophrenen Patienten soll so niedrig wie moglich gehalten werden; in vielen Fállen kann bereits eine Dosierung von zweimal táglich 20 mg ausreichend sein.

Mere Patienten

Eine niedrigere Initialdosis ist nicht generell angezeigt, muss bei uber 65-Jáhrigen jedoch dann in Betracht gezogen werden, wenn klinische Faktoren dafur sprechen.

Patienten mit eingeschránkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschránkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe Abschnitt 5.2).

Patienten mit eingeschránkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschránkter Leberfunktion mussen niedrigere Dosen in Betracht gezogen werden (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2).

Kinder und Jugendliche

Bipolare Storungen:

Bei pádiatrischen Patienten im Alter von 10 bis 17 Jahren betrágt die empfohlene Dosis zur Akutbehandlung bipolarer Storungen am 1. Tag 20 mg als Einzeldosis zusammen mit einer Mahlzeit. AnschlieBend sollte Ziprasidon zweimal táglich als getrennte Gaben mit jeweils einer Mahlzeit verabreicht werden. Uber einen Zeitraum von 1 bis 2 Wochen sollte dabei bei Patienten mit einem Korpergewicht von 45 kg und mehr auf eine Zieldosis von 120 bis 160 mg/Tag und bei Patienten mit einem Gewicht unter 45 kg auf eine Zieldosis von 60 bis 80 mg/Tag auftitriert werden. Die nachfolgende Dosierung sollte sich in Abhángigkeit vom jeweiligen klinischen Status bei Patienten von 45 kg und mehr in einem Bereich von 80 bis 160 mg/Tag oder bei Patienten unter 45 kg in einem Bereich von 40 bis 80 mg/Tag bewegen. In der klinischen Studie war eine asymmetrische Dosierung mit einer morgendlichen Gabe moglich, die um 20 oder 40 mg unter der abendlichen Gabe lag (siehe Abschnitte 4.4, 5.1 und 5.2).

Es ist sehr wichtig, dass die gewichtsabhangige Maximaldosis nicht uberschritten wird, da das Sicherheitsprofil uber der Maximaldosis (160 mg/Tag fur Kinder mit einem Korpergewicht von 45 kg und mehr und 80 mg/Tag fur Kinder mit einem Korpergewicht unter 45 kg) nicht bestatigt wurde und Ziprasidon mit einer dosisabhangigen Verlangerung des QT-Intervalls assoziiert ist (siehe Abschnitte 4.3 und 4.4).

Schizophrenie:

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ziprasidon bei padiatrischen Patienten mit Schizophrenie wurden nicht nachgewiesen (siehe Abschnitt 4.4).

4.3    Gegenanzeigen

-    Bekannte Uberempfindlichkeit gegenuber Ziprasidon oder einem der sonstigen Bestandteile

-    Bekannte QT-Intervall-Verlangerung

-    Angeborenes QT-Syndrom

-    Kurzlich vorangegangener akuter Myokardinfarkt

-    Nichtkompensierte Herzinsuffizienz

-    Herzrhythmusstorungen, die mit Antiarrhythmika der Klassen IA und III behandelt werden

-    Gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlangern, wie Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Arsentrioxid, Halofantrin, Levomethadylacetat, Mesoridazin, Thioridazin, Pimozid, Sparfloxacin, Gatifloxacin, Moxifloxacin, Dolasetronmesilat, Mefloquin, Sertindol oder Cisaprid (siehe Abschnitte 4.4 und 4.5).

4.4    Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma&nahmen fur die Anwendung

Zur Erkennung der Patienten, fur die die Behandlung mit Ziprasidon nicht empfohlen werden kann, muss die Krankengeschichte einschlieBlich der Familienanamnese erhoben und eine korperliche Untersuchung durchgefuhrt werden (siehe Abschnitt 4.3).

QT-Intervall

Ziprasidon verursacht dosisabhangig eine leichte bis maBige Verlangerung des QT-Intervalls (siehe Abschnitte 4.8 und 5.1).

Ziprasidon darf nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln gegeben werden, die bekanntermaBen das QT-Intervall verlangern (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5). Bei Patienten mit ausgepragter Bradykardie ist Vorsicht geboten. Elektrolytstorungen wie Hypokaliamie und Hypomagnesiamie erhohen das Risiko fur maligne Arrhythmien und mussen vor Behandlungsbeginn mit Ziprasidon korrigiert werden. Bei Patienten mit stabilen Herzerkrankungen muss vor Behandlungsbeginn eine EKG-Kontrolle in Erwagung gezogen werden.

Wenn kardiale Symptome wie Palpitationen, Schwindel, Synkopen oder Krampfanfalle auftreten, ist an die Moglichkeit maligner Herzrhythmusstorungen zu denken und eine kardiale Untersuchung einschlieBlich EKG durchzufuhren. Betragt die Lange des QTc-Intervalls uber 500 Millisekunden, wird ein Abbruch der Behandlung empfohlen (siehe Abschnitt 4.3).

Nach Markteinfuhrung gab es seltene Berichte uber das Auftreten von Torsade de pointes bei Patienten mit multiplen Risikofaktoren, die Ziprasidon einnahmen.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ziprasidon bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Schizophrenie wurden nicht untersucht.

Malignes neuroleptisches Syndrom (MNS)

MNS ist ein seltener, aber potenziell lebensbedrohlicher Symptomkomplex, der im Zusammenhang mit Neuroleptika, einschlieBlich Ziprasidon, beobachtet wurde. Die Behandlung des MNS muss ein sofortiges Absetzen aller Neuroleptika beinhalten.

Tardive Dyskinesie

Es besteht die Moglichkeit, dass Ziprasidon nach Langzeitbehandlung Spatdyskinesien oder andere tardive extrapyramidale Syndrome auslost. Patienten mit bipolaren Storungen sind erfahrungsgemaB besonders anfallig fur derartige Nebenwirkungen. Sie treten bei langerer Behandlungsdauer und zunehmendem Alter haufiger auf. Wenn Anzeichen einer Spatdyskinesie auftreten, muss eine Dosisreduktion oder ein Absetzen von Ziprasidon in Erwagung gezogen werden.

Krampfanfalle

Bei der Behandlung von Patienten mit Krampfanfallen in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten.

Eingeschrankte Leberfunktion

Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz vor. Bei dieser Patientengruppe muss Ziprasidon mit Vorsicht eingesetzt werden (siehe Abschnitte 4.2 und 5.2).

Lactosehaltige Arzneimittel

Da die Hartkapseln Lactose enthalten (siehe Abschnitt 6.1), sollten Patienten mit dem seltenen erblichen Krankheitsbild einer Galactose-Intoleranz, eines Lapp-Lactase-Mangels oder einer gestorten Glucose-Galactose-Resorption Zeldox Hartkapseln nicht einnehmen.

Erhohtes Risiko fur das Auftreten von unerwunschten zerebrovaskularen Ereignissen bei Demenzpatienten

In randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhohtes Risiko fur unerwunschte zerebrovaskulare Ereignisse beobachtet. Der Mechanismus, der zu dieser Risikoerhohung fuhrt, ist unbekannt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Wirkung auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen auftritt. Ziprasidon sollte daher bei Patienten, die ein erhohtes Schlaganfallrisiko haben, mit Vorsicht angewendet werden.

Erhohte Mortalitat bei alteren Personen mit Demenz

Die Daten zweier groBer Anwendungsstudien zeigten, dass altere Personen mit Demenz, die mit Antipsychotika behandelt werden, im Vergleich zu unbehandelten Personen ein leicht erhohtes Mortalitatsrisiko aufweisen. Zur Abschatzung einer genauen GroBe des Risikopotenzials reichen die Daten jedoch nicht aus. Die Ursache fur dieses erhohte Risiko ist nicht bekannt.

Zeldox ist nicht zur Behandlung von Demenz-assoziierten Verhaltensstorungen zugelassen. Thromboembolie-Risiko

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika sind Falle von venosen Thromboembolien (VTE) berichtet worden. Da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, haufig erworbene Risikofaktoren fur VTE aufweisen, sollten alle moglichen Risikofaktoren fur VTE vor und wahrend der Behandlung mit Ziprasidon identifiziert und PraventivmaBnahmen ergriffen werden.

Priapismus

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika, einschlieBlich Ziprasidon, sind Falle von Priapismus berichtet worden. Wie bei anderen psychotropen Arzneimitteln scheint dieses unerwunschte Ereignis nicht dosisabhangig und auch nicht abhangig von der

Behandlungsdauer zu sein.

Hyperprolaktinamie

Wie bei anderen Arzneimitteln, die antagonistisch auf Dopamin-D2-Rezeptoren wirken, kann Ziprasidon den Prolaktinspiegel erhohen. Im Zusammenhang mit der Anwendung von Stoffen, die die Prolaktinspiegel erhohen, sind Beeintrachtigungen wie Galaktorrhoe, Amenorrhoe, Gynakomastie und Impotenz berichtet worden. Langanhaltende Hyperprolaktinamie kann, sofern von Hypogonadismus begleitet, zu einer verringerten Knochendichte fuhren.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Pharmakokinetische und pharmakodynamische Studien mit Ziprasidon und anderen Arzneimitteln, die das QT-Intervall verlangern, wurden nicht durchgefuhrt. Da ein additiver Effekt von Ziprasidon und diesen Arzneimitteln jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, darf Ziprasidon nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln gegeben werden, die das QT-Intervall verlangern, wie etwa Antiarrhythmika der Klassen IA und III, Arsentrioxid,

Halofantrin, Levomethadylacetat, Mesoridazin, Thioridazin, Pimozid, Sparfloxacin, Gatifloxacin, Moxifloxacin, Dolasetronmesilat, Mefloquin, Sertindol oder Cisaprid (siehe Abschnitt 4.3).

Es wurden keine Studien zur Interaktion von Ziprasidon mit anderen Arzneimitteln bei Kindern durchgefuhrt.

Zentralnervos wirksame Arzneimittel/ Alkohol

Angesichts der primaren Wirkung von Ziprasidon muss bei der Kombination mit anderen zentral wirksamen Arzneimitteln und mit Alkohol Vorsicht walten.

Einfluss von Ziprasidon auf andere Arzneimittel

Eine In-vivo-Studie mit Dextromethorphan erbrachte bei Plasmakonzentrationen, die um 50 % unter denen lagen, die bei der Einnahme von zweimal taglich 40 mg Ziprasidon erreicht werden, keine merkliche Hemmung von CYP2D6. In-vitro-Daten weisen darauf hin, dass Ziprasidon ein moderater Inhibitor von CYP2D6 und CYP3A4 sein konnte. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Ziprasidon die Pharmakokinetik von Arzneimitteln, die uber diese Cytochrom-P450-Isoformen metabolisiert werden, in klinisch relevantem AusmaB beeinflusst.

Orale Kontrazeptiva:

Die Anwendung von Ziprasidon verursachte keine signifikanten Veranderungen der Pharmakokinetik von Ostrogen- (Ethinylestradiol, ein CYP3A4-Substrat) oder Progesteronderivaten.

Lithium:

Die gleichzeitige Anwendung von Ziprasidon hatte keinen Effekt auf die Pharmakokinetik von Lithium.

Da Ziprasidon und Lithium mit Veranderungen der kardialen Reizleitung in Zusammenhang stehen, kann die gleichzeitige Anwendung mit dem Risiko pharmakodynamischer Interaktionen einschlieBlich Herzrhythmusstorungen verbunden sein. In kontrollierten klinischen Studien zeigte die gleichzeitige Anwendung von Ziprasidon und Lithium im Vergleich zur alleinigen Anwendung von Ziprasidon jedoch kein erhohtes klinisches Risiko.

Es gibt nur begrenzte Daten zur gleichzeitigen Behandlung mit dem Stimmungsstabilisierer Carbamazepin. Eine pharmakokinetische Interaktion zwischen Ziprasidon und Valproat ist aufgrund des Fehlens gemeinsamer Abbauwege der beiden Arzneimittel unwahrscheinlich.

In einer Studie an Patienten, die gleichzeitig Ziprasidon und Valproat erhielten, zeigte sich, dass die mittlere Valproatkonzentration innerhalb des therapeutischen Bereichs lag, der sich im Vergeich bei einer Gabe von Valproat und Placebo zeigte.

Einfluss anderer Arzneimittel auf Ziprasidon

Der CYP3A4-Hemmstoff Ketoconazol (400 mg/Tag) erhohte die Serumkonzentration von Ziprasidon um < 40 %. Die Serumspiegel von S-Methyl-dihydroziprasidon und Ziprasidonsulfoxid waren zur erwarteten tmax von Ziprasidon um 55 % bzw. 8 % erhoht. Es wurde keine zusatzliche Verlangerung des QTc-Intervalls beobachtet. Es ist unwahrscheinlich, dass Veranderungen der Pharmakokinetik bei gleichzeitiger Anwendung von starken CYP3A4-Hemmstoffen von klinischer Bedeutung sind, so dass keine Dosisanpassung notwendig ist.

In-vitro-Daten deuten darauf hin, dass Ziprasidon ein Substrat des P-Glykoproteins (P-GP) ist. Die In-vivo-Bedeutung ist unbekannt. Die gleichzeitige Anwendung mit bekannten P-GP-Hemmstoffen wie Verapamil, Makrolidantibiotika, Chinidin, Itraconazol und Ritonavir kann die Plasmakonzentration von Ziprasidon erhohen. Die gleichzeitige Anwendung mit bekannten P-GP-Induktoren wie Rifampicin und Johanniskraut kann die Plasmakonzentration von Ziprasidon erniedrigen. Dies sollte bei einer angedachten gleichzeitigen Anwendung berucksichtigt werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit zweimal taglich 200 mg Carbamazepin uber 21 Tage verringerte sich die Ziprasidon-Belastung um rund 35 %.

Antazida:

Die wiederholte Anwendung von aluminium- und magnesiumhaltigen Antazida oder Cimetidin nach Nahrungsaufnahme beeinflusste die Pharmakokinetik von Ziprasidon nicht in klinisch signifikantem AusmaB.

Serotonerge Arzneimittel

In Einzelfallen trat bei der therapeutischen Anwendung von Ziprasidon in Kombination mit anderen serotonergen Arzneimitteln wie den SSRI vorubergehend das so genannte Serotonin-Syndrom auf (siehe Abschnitt 4.8). Kennzeichen dieses Serotonin-Syndroms sind unter anderem Verwirrtheit, Agitiertheit, Fieber, Schwitzen, Ataxie, Hyperreflexie, Myoklonus und Diarrhoe.

Proteinbindung

Ziprasidon bindet stark an Plasmaproteine. In vitro wurde die Plasmaproteinbindung von Ziprasidon durch Warfarin oder Propanolol (zwei Wirkstoffe mit hoher Plasmaproteinbindung) nicht verandert. Ebensowenig veranderte Ziprasidon die Bindung dieser Wirkstoffe im menschlichen Plasma. Daher ist die Wahrscheinlichkeit einer Arzneimittelinteraktion von Ziprasidon durch Verdrangungsreaktionen eher unwahrscheinlich.

4.6 Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizitat zeigten unerwunschte Wirkungen auf die Fortpflanzung bei Dosen, die bereits fur das Muttertier toxisch waren und/ oder zur Sedierung fuhrten. Es gab keine Hinweise auf teratogene Wirkungen (siehe Abschnitt 5.3).

Schwangerschaft

Es liegen keine Studien bei schwangeren Frauen vor. Frauen im gebarfahigen Alter mussen daher angehalten werden, Ziprasidon nur unter ausreichendem Konzeptionsschutz einzunehmen. Da die Erfahrung bei Menschen begrenzt ist, darf Ziprasidon in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen fur die Mutter groBer ist als das potenzielle Risiko fur den Fotus.

Antipsychotika-Klasseneffekt:

Neugeborene, die wahrend des 3. Trimenons der Schwangerschaft gegenuber Antipsychotika (einschlieBlich Ziprasidon) exponiert sind, sind durch Nebenwirkungen einschlieBlich extrapyramidaler Symptome und/ oder Entzugserscheinungen gefahrdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren konnen. Es gab Berichte uber Agitiertheit, erhohten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Storungen bei der Nahrungsaufnahme. Dementsprechend sollten Neugeborene sorgfaltig uberwacht werden. Zeldox darf wahrend der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist unbedingt notwendig. Sollte eine Unterbrechung wahrend der Schwangerschaft notwendig werden, ist diese nicht abrupt einzuleiten.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Ziprasidon in die Muttermilch ubergeht. Patientinnen durfen nicht stillen, wenn sie Ziprasidon einnehmen. Falls die Behandlung notwendig ist, muss abgestillt werden.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Ziprasidon kann Somnolenz verursachen und die Fahrtuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinflussen. Patienten mussen vor der aktiven Teilnahme am StraBenverkehr oder dem Bedienen von Maschinen entsprechend gewarnt werden.

4.8    Nebenwirkungen

Orales Ziprasidon wurde in klinischen Studien (siehe Abschnitt 5.1) bei ca. 6 500 erwachsenen Personen angewendet. Die haufigsten Nebenwirkungen bei schizophrenen Patienten waren in klinischen Studien Sedierung und Akathisie. Bei Patienten mit bipolarer Manie waren die haufigsten Nebenwirkungen in klinischen Studien Sedierung, Akathisie, extrapyramidale Storungen und Schwindelgefuhl.

Die folgende Tabelle enthalt Nebenwirkungen mit wahrscheinlichem oder moglichem Zusammenhang mit Ziprasidon, die in Kurzzeitstudien sowohl uber 4 bis 6 Wochen mit fixer Dosierung bei schizophrenen Patienten als auch in Kurzzeitstudien uber 3 Wochen mit flexibler Dosierung bei Patienten mit bipolarer Manie haufiger als bei Placebo auftraten. Weitere Nebenwirkungen aus den Erfahrungen nach der Markteinfuhrung sind in der Tabelle kursiv und mit der Haufigkeit „nicht bekannt“ aufgelistet.

Alle Nebenwirkungen werden nach Organsystem und Haufigkeit aufgefuhrt: sehr haufig (> 1/10); haufig (> 1/100 bis < 1/10); gelegentlich (> 1/1 000 bis < 1/100); selten (> 1/10 000 bis < 1/1 000); sehr selten (< 1/10 000) und nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).

Die unten aufgefuhrten Nebenwirkungen konnen auch mit der Grunderkrankung und/ oder einer gleichzeitigen Behandlung mit anderen Medikamenten in Zusammenhang stehen.

Organsystem

Haufigkeit

Nebenwirkungen

Infektionen und parasitare Erkrankungen

selten

Rhinitis

StoffWechsel- und Ernahrungsstorungen

gelegentlich

gesteigerter Appetit

selten

Hypokalzamie

Psychiatrische Erkrankungen

haufig

Unruhe

gelegentlich

Agitiertheit, Angst, Engegefuhl im Hals, Albtraume

selten

Panikattacken, depressive Verstimmung, Bradyphrenie, flacher Affekt, Anorgasmie

nicht bekannt

Schlaflosigkeit, Manie/ Hypomanie

Erkrankungen des Nervensystems

haufig

Dystonie, Akathisie, extrapyramidale Storungen, Parkinsonismus (einschl. Zahnradphanomen, Bradykinesie, Hypokinesie), Tremor, Schwindelgefuhl, Sedierung, Somnolenz, Kopfschmerzen

gelegentlich

generalisierte tonisch-klonische Krampfanfalle, Spatdyskinesien, Fruhdyskinesien, Sabbern, Ataxie, Dysarthrie, okulogyre Krise, Aufmerksamkeitsstorungen, Hypersomnie, Hypasthesie, Parasthesie, Lethargie

selten

Torticollis, Parese, Akinesie, erhohter Muskeltonus, Syndrom der ruhelosen Beine

nicht bekannt

Malignes Neuroleptisches Syndrom, Serotonin-Syndrom (siehe Abschnitt 4.5), Gesichtsasymmetrie

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

selten

Lymphopenie, Eosinophilie

Herzerkrankungen

gelegentlich

Palpitationen, Tachykardie

selten

Verlangerung des QTc-Intervalls im EKG

nicht bekannt

Torsade de pointes (siehe Abschnitt 4.4)

Augenerkrankungen

haufig

verschwommenes Sehen

gelegentlich

Photophobie

selten

Amblyopie, Sehstorungen, Augenjucken, trockene Augen

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

gelegentlich

Schwindel, Tinnitus

selten

Ohrenschmerzen

Gefafterkrankungen

gelegentlich

hypertensive Krise, Hypertonie, orthostatische Dysregulation, Hypotonie

selten

systolische Hypertonie, diastolische Hypertonie, Blutdruckschwankungen

nicht bekannt

Synkope, Falle von Thromboembolien (einschlieBlich Fallen von Lungenembolie und Fallen von tiefer Venenthrombose)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

gelegentlich

Dyspnoe, Halsschmerzen

selten

Schluckauf

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

haufig

Ubelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Dyspepsie, Mundtrockenheit, Speichelfluss

gelegentlich

Diarrhoe, Dysphagie, Gastritis, Magen-Darm-Beschwerden, Zungenschwellung, Gefuhl einer dicken Zunge, Flatulenz

selten

gastroosophagealer Reflux, dunner Stuhl

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

gelegentlich

Urtikaria, Ausschlag, makulopapuloser Ausschlag, Akne

selten

Psoriasis, allergische Dermatitis, Alopezie, Gesichtsschwellung, Erythem, papuloser Ausschlag, Hautreizungen

nicht bekannt

Oberempfindlichkeit, Angioodeme

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

háufig

muskuloskelettale Rigiditát

gelegentlich

muskuloskelettale Beschwerden, Muskelkrámpfe, Schmerzen in den Extremitáten, Gelenksteifigkeit

selten

Trismus

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

selten

Harninkontinenz, Dysurie

nicht bekannt

Enuresis

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdruse

selten

erektile Dysfunktion, gesteigerte Erektionen, Galaktorrhoe, Gynákomastie

nicht bekannt

Priapismus

Erkrankungen des Immunsystems

nicht bekannt

anaphylaktische Reaktionen

Leber- und Gallenerkrankungen

gelegentlich

Leberenzymerhohung

selten

pathologischer Leberfunktionstest

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

háufig

Asthenie, Mudigkeit

gelegentlich

Brustkorbbeschwerden, Storung des Gangbildes, Schmerzen, Durst

selten

Fieber, Hitzegefuhl

Untersuchungen

selten

Anstieg der Lactatdehydrogenase (LDH)

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

nicht bekannt

Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen (siehe Abschnitt 4.6)

In Kurz- und Langzeitstudien mit Ziprasidon zur Behandlung von schizophrenen Patienten und Patienten mit bipolarer Manie traten tonisch-klonische Krampfanfálle und Hypotonie gelegentlich (bei weniger als 1 % der mit Ziprasidon behandelten Patienten) auf.

Ziprasidon verursacht dosisabhangig eine leichte bis máBige Verlangerung des QT-Intervalls (siehe Abschnitt 5.1). In klinischen Studien mit schizophrenen Patienten wurde ein Anstieg von 30 bis 60 Millisekunden bei 12,3 % (976 von 7 941) der EKG-Ableitungen von mit Ziprasidon behandelten Patienten und bei 7,5 % (73 von 975) der Ableitungen von placebobehandelten Patienten festgestellt. Eine Verlangerung von mehr als 60 Millisekunden wurde bei den Ableitungen von 1,6 % (128 von 7 941) der mit Ziprasidon und bei 1,2 % (12 von 975) der Ableitungen von placebobehandelten Patienten beobachtet. Eine Verlángerung des QTc-Intervalls auf mehr als 500 Millisekunden trat bei 3 von insgesamt 3 266 mit Ziprasidon behandelten Patienten auf (0,1 %) und bei 1 von insgesamt 538 Patienten (0,2 %) unter Placebo. Ahnliche Ergebnisse wurden in klinischen Studien bei Patienten mit bipolarer Manie beobachtet.

In Langzeitstudien zur Erhaltungstherapie bei schizophrenen Patienten wurden gelegentlich erhóhte Prolaktinspiegel bei Patienten beobachtet, die mit Ziprasidon behandelt wurden; in den meisten Fallen kam es jedoch ohne Therapieabbruch zu einer Normalisierung. Mógliche klinische Auswirkungen (wie z. B. Gynakomastie oder VergróBerung der Brustdrusen) waren daruber hinaus selten.

Kinder und Jugendliche mit bipolaren Stórungen sowie Jugendliche mit Schizophrenie

In einer placebokontrollierten Studie zu bipolaren Stórungen (Altersgruppe: 10 bis 17 Jahre) waren die haufigsten Nebenwirkungen (mit einer Haufigkeit uber 10 %) Sedierung, Schlafrigkeit, Kopfschmerzen, Mudigkeit, Ubelkeit und Schwindel. In einer placebokontrollierten Studie zu Schizophrenie (Altersgruppe: 13 bis 17 Jahre) waren die haufigsten Nebenwirkungen (mit einer Haufigkeit uber 10 %) Schlafrigkeit und extrapyramidale Stórungen. Haufigkeit, Auspragung und Schweregrad der Nebenwirkungen waren bei diesen Patienten im Allgemeinen vergleichbar mit denen, die bei mit Ziprasidon behandelten Erwachsenen mit bipolaren Stórungen oder Schizophrenie aufgetreten sind.

In padiatrischen Studien zu bipolaren Stórungen und Schizophrenie kam es unter Ziprasidon zu einer ahnlichen, leichten bis maBigen, dosisabhangigen Verlangerung des QT-Intervalls, wie sie auch in der Erwachsenenpopulation beobachtet wird. Uber tonisch-klonische Krampfanfalle und Hypotonie wurden in den placebokontrollierten padiatrischen Studien bei bipolaren Stórungen nicht berichtet.

4.9 Uberdosierung

Die Erfahrungen mit Uberdosierungen von Ziprasidon sind begrenzt. Die gróBte bestatigte Menge einer auf einmal eingenommenen Dosis Ziprasidon betragt 12 800 mg. In diesem Fall wurden extrapyramidale Symptome und eine QT/ QTc-Verlangerung von 446 Millisekunden (ohne kardiale Folgeerscheinungen) berichtet. Generell sind die haufigsten beobachteten Symptome infolge Uberdosis extrapyramidale Symptome, Somnolenz, Tremor und Angstlichkeit.

Das mógliche Auftreten von Bewusstseinsstórungen, Krampfanfallen oder dystonen Reaktionen des Kopfes und Halses nach Uberdosierung kann ein Aspirationsrisiko bei induziertem Erbrechen darstellen. Eine Uberwachung der Herz-Kreislauf-Funktion muss unverzuglich beginnen und kontinuierliche EKG-Ableitungen einschlieBen, um mógliche Arrhythmien zu erkennen. Es gibt kein spezifisches Antidot fur Ziprasidon.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Antipsychotika, Indolderivate ATC Code: NO5A E04

Ziprasidon hat eine hohe Affinitat zu Dopamin-Typ-2(D2)-Rezeptoren und eine noch wesentlich hóhere Affinitat zu Serotonin-Typ-2A (5HT2A)-Rezeptoren. In einer Untersuchung mittels Positronenemissionstomographie (PET) war die Rezeptorblockade 12 Stunden nach einer Einzeldosis von 40 mg fur die 5HT2A-Rezeptoren gróBer als 80 % und fur die D2-Rezeptoren gróBer als 50 %. Die Affinitaten von Ziprasidon zu Serotonin 5HT2C-, 5HT1D- und 5HT1A-Rezeptoren sind gleich oder gróBer als seine Affinitat fur D2-Rezeptoren. Ziprasidon zeigt eine maBig ausgepragte Affinitat zu neuronalen Serotonin- und Noradrenalintransportern und eine maBiggradige Affinitat fur Histamin-H1- und Alpha1-Rezeptoren. Ziprasidon zeigt eine vernachlassigbare Affinitat zu muskarinischen M1-Rezeptoren.

Ziprasidon hat sich als Antagonist sowohl an Serotonin-Typ-2A (5HT2a-)- als auch an Dopamin-Typ-2(D2-)-Rezeptoren erwiesen. Es wird angenommen, dass die therapeutische Wirksamkeit zum Teil durch diese Kombination antagonistischer Wirkungen vermittelt wird. Ziprasidon wirkt auch als potenter Antagonist an 5HT2C- und 5HT1D-Rezeptoren, als potenter Agonist an 5HT1A-Rezeptoren und hemmt die neuronale Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin.

Weitere Informationen uber klinische Prufungen

Schizophrenie

In einer Studie uber 52 Wochen war Ziprasidon bei Patienten mit einem initialen Behandlungserfolg wirksam bei der Aufrechterhaltung der klinischen Besserung wahrend der Erhaltungstherapie: Zwischen den einzelnen Ziprasidon-Behandlungsgruppen gab es keinen eindeutigen Nachweis einer Dosis-Wirkungs-Beziehung. In dieser Untersuchung, die sowohl Patienten mit Positivsymptomatik wie auch mit Negativsymptomatik einschloss, zeigte sich die Wirksamkeit von Ziprasidon sowohl auf die Positiv- wie auch auf die Negativsymptomatik.

Die Haufigkeit, mit der eine Gewichtszunahme in Kurzzeitstudien (4 bis 6 Wochen) bei schizophrenen Patienten als Nebenwirkung gemeldet wurde, war gering und bei den mit Ziprasidon und Placebo behandelten Patienten identisch (beide 0,4 %). In einer placebokontrollierten Studie uber 1 Jahr wurde bei den mit Ziprasidon behandelten Patienten ein Gewichtsverlust von 1 bis 3 kg (median) und bei den mit Placebo behandelten Patienten von 3 kg (median) beobachtet.

In einer doppelblinden Vergleichsstudie mit schizophrenen Patienten wurden die metabolischen Parameter Gewicht, Nuchterninsulin, Gesamtcholesterin und Triglyzeride sowie ein Insulinresistenzindex (IR) bestimmt. Bei den mit Ziprasidon behandelten Patienten kam es bei keinem dieser metabolischen Parameter zu signifikanten Veranderungen gegenuber dem Ausgangswert.

Ergebnisse einer groRen Sicherheitsstudie nach Markteinfuhrung Um herauszufinden, ob die Auswirkungen von Ziprasidon auf das QTc-Intervall mit einem erhohten Risiko fur nicht durch Suizid verursachte Mortalitat verbunden sind, wurde an 18 239 schizophrenen Patienten nach der Zulassung eine randomisierte Studie uber eine Nachbeobachtungszeit von 1 Jahr durchgefuhrt. Diese Studie, die in einer realistischen klinischen Umgebung durchgefuhrt wurde, erbrachte im Hinblick auf die nicht durch Suizid verursachte Gesamtmortalitat keinen Unterschied zwischen einer Behandlung mit Ziprasidon und einer Behandlung mit Olanzapin (primarer Endpunkt). Auch bei den sekundaren Endpunkten Gesamtmortalitat, Mortalitat durch Suizid und Mortalitat durch plotzlichen Tod zeigte die Studie keine Unterschiede. In der Ziprasidon-Gruppe wurde jedoch eine nicht signifikante numerisch hohere Inzidenz von kardiovaskularer Mortalitat beobachtet. Weiterhin kam es in der Ziprasidon-Gruppe zu statistisch signifikant mehr Krankenhauseinweisungen aus allen Grunden, was hauptsachlich auf Unterschiede bei den Krankenhauseinweisungen wegen psychiatrischer Ursachen zuruckzufuhren war.

Bipolare Manie

Die Wirksamkeit von Ziprasidon zur Behandlung von manischen Erwachsenen wurde in zwei placebokontrollierten Doppelblindstudien uber 3 Wochen nachgewiesen. Es wurde Ziprasidon mit Placebo verglichen und in einer Doppelblindstudie uber 12 Wochen Ziprasidon mit Haloperidol und Placebo. In diese Studien wurden ca. 850 Patienten eingeschlossen, die die DSM-IV-Kriterien einer Bipolar-I-Storung erfullten mit einer akuten manischen oder gemischten Episode, mit oder ohne psychotische Symptome. Psychotische Symptome waren zu Beginn der Studien bei 49,7 %, 34,7 % bzw. 34,9 % der Patienten vorhanden. Die Wirksamkeit wurde anhand der Mania Rating Scale (MRS) bewertet. Die „Clinical Global Impression Severity" (CGI-S)-Skala wurde in diesen Studien entweder als koprimare oder als wichtigste sekundare Wirksamkeitsvariable herangezogen. Die Behandlung mit Ziprasidon (40 bis 80 mg zweimal taglich, durchschnittliche Tagesdosis:

120 mg) hatte beim letzten Untersuchungstermin (3 Wochen) eine statistisch signifikant gróBere Verbesserung des MRS-Score und CGI-S-Score zur Folge als unter Placebo. In der 12-wóchigen Studie bewirkte die Behandlung mit Haloperidol (durchschnittliche Tagesdosis:

16    mg) eine signifikant hóhere Verringerung der MRS-Scores im Vergleich zu Ziprasidon (durchschnittliche Tagesdosis: 121 mg). Ziprasidon wies eine vergleichbare Wirksamkeit zu Haloperidol auf hinsichtlich des Anteils an Patienten, die von Woche 3 bis Woche 12 ein kontinuierliches Ansprechen auf die Behandlung zeigten.

Die Wirksamkeit von Ziprasidon bei der Behandlung von padiatrischen Patienten (10 bis

17    Jahre) mit Bipolar-I-Stórungen wurde in einer 4-wóchigen, placebokontrollierten Studie (n = 237) an stationaren und ambulanten Patienten gepruft, die die DSM-IV-Kriterien einer Bipolar-I-Stórung mit einer manischen oder gemischten Episode mit oder ohne psychotische Symptome erfullten und die einen Ausgangs-Y-MRS-Wert > 17 aufwiesen. In dieser doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurde flexibel dosiertes, orales Ziprasidon

(80 bis 160 mg/Tag in zwei getrennten Dosen zu 40 bis 80 mg bei Patienten mit 45 kg und mehr; 40 bis 80 mg/Tag in zwei getrennten Dosen zu 20 bis 40 mg bei Patienten unter 45 kg) mit Placebo verglichen. Am 1. Tag wurde Ziprasidon als Einzeldosis von 20 mg gegeben und anschlieBend uber 1 bis 2 Wochen in zwei Gaben taglich auf eine Zieldosis von 120 bis 160 mg/Tag bei Patienten mit 45 kg und mehr oder auf 60 bis 80 mg/Tag bei Patienten unter 45 kg Kórpergewicht auftitriert. Eine asymmetrische Dosierung mit einer morgendlichen Gabe, die um 20 oder 40 mg unter der abendlichen Gabe lag, war móglich. Im Hinblick auf den Y-MRS-Gesamtwert ubertraf Ziprasidon Placebo hinsichtlich der Veranderung vom Ausgangswert bis Woche 4. Die mittleren Tagesdosen in dieser klinischen Studie lagen bei 119 mg fur die Patienten mit 45 kg und mehr und bei 69 mg fur die Patienten unter 45 kg.

Die Sicherheit von Ziprasidon wurde bei 267 padiatrischen Patienten (10 bis 17 Jahre) untersucht, die an klinischen Studien bei bipolarer Manie mit unterschiedlichen Dosierungen teilnahmen. Insgesamt 82 padiatrische Patienten mit Bipolar-I-Stórungen erhielten orales Ziprasidon uber einen Zeitraum von mindestens 180 Tagen.

In einer 4-wóchigen Studie bei padiatrischen Patienten (10 bis 17 Jahre) mit bipolarer Manie ergaben sich keine Unterschiede zwischen den mit Ziprasidon oder Placebo behandelten Patienten im Hinblick auf Ánderungen des Mittelwerts gegenuber dem Ausgangswert bei Kórpergewicht, Nuchternzucker, Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin oder den Triglyzeridwerten.

Es gibt keine klinischen Langzeit-Doppelblindstudien, die die Wirksamkeit und Vertraglichkeit von Ziprasidon bei Kindern und Jugendlichen untersuchen.

Es gibt keine klinischen Langzeitstudien zur Untersuchung der Wirksamkeit von Ziprasidon zur Prophylaxe wiederauftretender manisch/ depressiver Symptome.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nach oraler Mehrfachgabe von Ziprasidon zusammen mit Nahrung werden maximale Serumkonzentrationen typischerweise 6 bis 8 Stunden nach der Einnahme beobachtet.

Die absolute Bioverfugbarkeit einer 20-mg-Dosis betragt bei Einnahme zusammen mit Nahrung 60 %. Pharmakokinetische Studien haben gezeigt, dass die Bioverfugbarkeit von Ziprasidon bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme um bis zu 100 % steigt. Es wird deshalb empfohlen, Ziprasidon mit Nahrung einzunehmen.

Verteilung

Das Verteilungsvolumen betragt etwa 1,1 l/kg. Ziprasidon wird im Serum zu uber 99 % an Protein gebunden.

Metabolisierung und Elimination

Die mittlere terminále Halbwertszeit nach oraler Anwendung von Ziprasidon betragt 6,6 Stunden. Ein Steady State stellt sich innerhalb von 1 bis 3 Tagen ein. Die mittlere Ziprasidon-Clearance nach intravenoser Anwendung betragt 5 ml/min/kg. Etwa 20 % der Dosis werden uber den Urin, etwa 66 % uber die Faeces ausgeschieden.

Ziprasidon zeigt bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme eine lineare Kinetik uber den gesamten therapeutischen Dosisbereich von zweimal taglich 40 bis 80 mg.

Ziprasidon unterliegt nach oraler Anwendung einem extensiven Metabolismus, lediglich eine kleine Menge wird unverandert uber den Urin (< 1 %) oder die Faeces (< 4 %) ausgeschieden. Die drei Hauptstoffwechselwege fuhren zur Bildung von vier primaren zirkulierenden Metaboliten: Benzisothiazolpiperazin (BITP-)-Sulfoxid, BITP-Sulfon, Ziprasidonsulfoxid und S-Methyl-dihydroziprasidon. Der Anteil von unverandertem Ziprasidon an der Gesamtsubstanz im Serum betragt ungefahr 44 %.

Ziprasidon wird vorwiegend auf zwei Wegen metabolisiert: Durch Reduktion und Methylierung zur Generierung von S-Methyl-dihydroziprasidon, was fur ungefahr zwei Drittel der Metabolisierung verantwortlich ist, oder durch oxidative Metabolisierung, was das verbleibende Drittel ausmacht. In-vitro-Studien mit subzellularen Fraktionen menschlicher Leber weisen darauf hin, dass S-Methyl-dihydroziprasidon in zwei Schritten generiert wird. Aus diesen Studien geht hervor, dass der erste Schritt vorwiegend durch die chemische Reduktion durch Glutathion sowie die enzymatische Reduktion durch Aldehydoxidase vermittelt wird. Der zweite Schritt besteht in der durch Thiolmethyltransferase vermittelten Methylierung. In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass CYP3A4 das wichtigste Cytochrom-P450-Enzym ist, welches die oxidative Metabolisierung von Ziprasidon katalysiert, wobei eine geringfugige Beteiligung von CYP1A2 moglich ist.

Bei In-vitro-Untersuchungen zeigen Ziprasidon, S-Methyl-dihydroziprasidon und Ziprasidonsulfoxid Effekte, die auf eine QTc-verlangernde Wirkung hindeuten konnten.

Die Elimination von S-Methyl-dihydroziprasidon erfolgt im Wesentlichen uber die Faeces durch biliare Sekretion und zu einem geringeren Anteil uber einen durch CYP3A4 katalysierten Metabolismus. Ziprasidonsulfoxid wird mittels renaler Sekretion und sekundarer Verstoffwechselung durch CYP3A4 ausgeschieden.

Spezielle Patientengruppen

Pharmakokinetische Screening-Untersuchungen bei Patienten zeigten keine signifikanten pharmakokinetischen Unterschiede zwischen Rauchern und Nichtrauchern.

Es wurden keine klinisch bedeutsamen alters- oder geschlechtsbezogenen Unterschiede in der Pharmakokinetik beobachtet. Nach Berucksichtigung des unterschiedlichen Korpergewichts war die Pharmakokinetik von Ziprasidon bei padiatrischen Patienten im Alter von 10 bis 17 Jahren vergleichbar mit der bei erwachsenen Patienten.

In Ubereinstimmung mit der Tatsache, dass die renale Clearance nur sehr wenig zur Gesamtclearance beitragt, wurde bei Patienten mit unterschiedlich eingeschrankter Nierenfunktion kein progressiver Anstieg der Belastung mit Ziprasidon vermerkt. Die Belastung bei Personen mit leichter (Kreatininclearance 30 bis 60 ml/min), maBiggradiger (Kreatininclearance 10 bis 29 ml/min) und schwerer Niereninsuffizienz (dialysepflichtig) betrug 146 %, 87 % und 75 % von der bei gesunden Personen (Kreatininclearance > 70 ml/min) unter oraler Anwendung von 20 mg zweimal taglich uber 7 Tage. Es ist nicht bekannt, ob die Serumkonzentrationen der Metaboliten bei diesen Patienten erhoht sind.

Bei leichter bis maBiggradiger Einschrankung der Leberfunktion (Child-Pugh A oder B), verursacht durch eine Zirrhose, waren die Plasmakonzentrationen nach oraler Anwendung 30 % hoher und die terminale Halbwertszeit etwa 2 Stunden langer als bei normalen Patienten. Uber die Auswirkung einer Lebererkrankung auf die Serumkonzentrationen der

Metaboliten liegen keine Erkenntnisse vor.

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Genotoxizitat und zum kanzerogenen Potenzial lassen die praklinischen Daten zur Sicherheit keine besonderen Gefahren fur den Menschen erkennen. In Reproduktionsstudien bei Ratten und Kaninchen zeigte Ziprasidon keine Hinweise auf Teratogenitat. Unerwunschte Wirkungen auf die Fertilitat und ein reduziertes Geburtsgewicht wurden unter Dosen beobachtet, die bei den Muttertieren toxische Effekte, wie beispielsweise eine verminderte Gewichtszunahme, verursachten. Bei Plasmakonzentrationen im Muttertier, die extrapoliert mit denen vergleichbar waren, die als Maximalkonzentrationen bei therapeutischen Dosen beim Menschen auftreten, kam es zu einer erhohten perinatalen Sterblichkeit und verzogerter funktioneller Entwicklung der Nachkommen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Kapselinhalt

Lactose-Monohydrat, vorverkleisterte Starke (Mais), Magnesiumstearat (Ph.Eur.) Kapselhulle

Gelatine, Titandioxid (E171), Natriumdodecylsulfat, Indigocarmin (E132) (nur in Hartkapseln mit 20 mg, 40 mg, 80 mg)

Drucktinte

Schellack, Ethanol 99 %, Propan-2-ol, Butan-1-ol, Propylenglycol, gereinigtes Wasser, Ammoniumhydroxid, Kaliumhydroxid, Eisen-(II,III)-oxid (E172)

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre

6.4    Besondere VorsichtsmaKnahmen fur die Aufbewahrung Nicht uber 30 °C lagern.

6.5    Art und Inhalt der Behaltnisse

Blisterpackungen aus Aluminium-PVC/ PA-Aluminiumfolie in einem Umkarton.

PackungsgroBen: 30 (N1) oder 100 (N3) Hartkapseln und Klinikpackungen mit 56 Hartkapseln.

6.6    Besondere VorsichtsmaKnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

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8. ZULASSUNGSNUMMERN

ZELDOX® 20 mg Hartkapseln: 53088.00.00 ZELDOX® 40 mg Hartkapseln: 53088.01.00 ZELDOX® 60 mg Hartkapseln: 53088.02.00 ZELDOX® 80 mg Hartkapseln: 53088.03.00

9.    DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNGEN/ VERLANGERUNG DER ZULASSUNGENEN

04.April 2002/ 23. Marz2011

10.    STAND DER INFORMATION

01.2014

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Dieses Arzneimittel enthalt einen Stoff, dessen Wirkung in der medizinischen Wissenschaft noch nicht allgemein bekannt ist.

spcde-4v22zx-hk-0

spcde-4v22zx-hk-0 - 15 - 09.01.2014

ZELDOX 60 mg Hartkapseln