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Zink-sandoz



Gebrauchsinformation Zink-sandoz

Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender



Zink-Sandoz®



25 mg Brausetabletten


Wirkstoff: Zinksulfat


Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, denn sie enthält wichtige Informationen für Sie.

Dieses Arzneimittel ist auch ohne Verschreibung erhältlich. Um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, muss Zink-Sandoz jedoch vorschriftsmäßig angewendet werden.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.

  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.

  • Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder keine Besserung eintritt, müssen Sie einen Arzt aufsuchen.

  • Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtig oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:

  1. Was ist Zink-Sandoz und wofür wird es angewendet?

  2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Zink-Sandoz beachten?

  3. Wie ist Zink-Sandoz einzunehmen?

  4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?

  5. Wie ist Zink-Sandoz aufzubewahren?

  6. Weiter Informationen


  1. Was ist Zink-Sandoz und wofür wird es angewendet?


Zink-Sandoz gehört zur Gruppe der Mineralstoffpräparate.



Es wird angewendet zur Behandlung von Zinkmangelzuständen, sofern sie ernährungsmäßig nicht behoben werden können.


2. Was müssen Sie vor der Einnahme von Zink-Sandoz beachten?


Zink-Sandoz darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Zinksulfat oder einen der sonstigen Bestandteile von Zink-Sandoz sind.


Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zink-Sandoz ist erforderlich

  • wenn Sie an peptischen Magengeschwüren sowie akutem Nierenversagen oder schweren Nierenparenchymschäden leiden

  • bei längerfristiger Einnahme von Zink; hierbei sollten sowohl die Kupfer- als auch Zinkspiegel überwacht werden.

  • wenn Sie sich natriumarm ernähren sollen; dieses Arzneimittel enthält 275 mg Natrium pro Brausetablette.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, auch wenn die oben genannten Bedingungen auf Sie in der Vergangenheit zutrafen.


Bei Einnahme von Zink-Sandoz mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Insbesondere sollten Sie dann mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen, wenn Sie:

  • Antibiotika einnehmen, wie Tetracycline, Ofloxacin oder andere Chinolone (Ciprofloxacin, Norfloxacin), wegen des Risikos einer verminderten Aufnahme dieser Antibiotika und somit einer geringeren Wirksamkeit gegen bakterielle Infektionen.

  • Komplexbildner wie D-Penicillamin, Dimercaptopropansulfonsäure (DMPS), Dimercaptobernsteinsäure (DMSA) oder Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) einnehmen, da diese die Zinkresorption reduzieren oder die Ausscheidung steigern können.

  • Phosphate, Eisen-, Kupfer- und Calciumsalze einnehmen, da diese die Aufnahme von Zink vermindern können.

  • hohe Zinkmengen einnehmen, da diese die Aufnahme und Speicherung von Eisen reduzieren können.

Bei Einnahme von Zink-Sandoz zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an Phytinsäure, z. B. Vollkornbrot, Sojabohnensprossen und Mais, reduzieren die Zink-Aufnahme in den Körper und sollten deshalb nach einer Zinkeinnahme gemieden werden.

Es gibt Anhaltspunkte, dass Kaffee die Zinkresorption zu behindern scheint.


Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Ihr behandelnder Arzt einen Zinkmangel bestätigt, können Sie unter ärztlicher Aufsicht während der Schwangerschaft und Stillzeit Zink-Sandoz in therapeutischen Dosen einnehmen.


Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.


Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Ein nachteiliger Effekt des Präparates auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen ist sehr unwahrscheinlich.


Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Zink-Sandoz

Eine Brausetablette enthält 11,962 mmol (275 mg Natrium). Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.


3. Wie ist Zink-Sandoz einzunehmen?

Nehmen Sie Zink-Sandoz immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.


Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:


Die empfohlene Dosierung für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren ist ½-1 Brausetablette (entsprechend 12,5-25 mg Zink) täglich.


Art der Anwendung

Zum Einnehmen nach Auflösen in Wasser:

Lösen Sie bitte die Brausetablette in einem Glas Wasser auf und trinken Sie es nach einer Mahlzeit vollständig aus.


Die Brausetablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.


Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad des Zinkmangels.


Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Zink-Sandoz zu stark oder zu schwach ist.


Wenn Sie eine größere Menge Zink-Sandoz eingenommen haben, als Sie sollten

Eine akute Überdosierung ist selten und tritt gewöhnlich nur nach gleichzeitiger Einnahme von mindestens einem Gramm Zinksulfat • 1 H2O auf; dies entspricht einer Menge von 14 Brausetabletten.


Sollten Sie zuviel Zink-Sandoz eingenommen haben, so wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Arzt oder Apotheker.


Wenn Sie die Einnahme von Zink-Sandoz vergessen haben

Nehmen Sie die nächste Dosis zum gewohnten Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.


Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?


Wie alle Arzneimittel kann Zink-Sandoz Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:



Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar


In sehr seltenen Fällen sind in Verbindung mit der Einnahme oder Injektion von Zinksalzen Hautreaktionen (wie z. B. Hautrötung oder Juckreiz) beobachtet worden.


Eine längerfristige Einnahme von Zinksulfat kann zu Kupfermangel führen.


Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.


  1. Wie ist Zink-Sandoz aufzubewahren?


Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!


Im Originalbehältnis und nicht über 25 °C lagern. Röhrchen fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.


Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Röhrchen und der Faltschachtel nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.


  1. Weitere Informationen


Was Zink-Sandoz enthält


Der Wirkstoff ist:
Zinksulfat1 H2O.

1 Brausetablette enthält:

69 mg Zinksulfat 1 H2O (entsprechend 25 mg Zink).


Die sonstigen Bestandteile sind:

Wasserfreie Citronensäure (Ph.Eur.), Natriumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat, Zitronenaroma, Natriumcyclamat, Natriumcitrat, Saccharin-Natrium.


Wie Zink-Sandoz aussieht und Inhalt der Packung



Zink-Sandoz Brausetabletten sind weiße, runde Brausetabletten mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.


Zink-Sandoz ist in Originalpackungen mit 20 (N1) und 40 (2x20) (N2) Brausetabletten erhältlich.


Pharmazeutischer Unternehmer


Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Raiffeisenstraße 11

83607 Holzkirchen

E-Mail: info@sandoz.de


Hersteller

Salutas Pharma GmbH

Otto-von-Guericke-Allee 1

39179 Barleben


Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im November 2008.



Wozu braucht Ihr Körper Zink?

Zink ist mengenmäßig das bedeutendste Spurenelement im menschlichen Körper. Derzeit sind etwa 300 Enzyme (Biokatalysatoren) bekannt, deren Aktivität durch Zink beeinflusst wird. So ist z. B. das Immunsystem auf die Versorgung mit Zink angewiesen, um ausreichend körpereigene Abwehrzellen produzieren zu können. Auch für das Wachstum und die Zellteilung ist Zink von entscheidender Bedeutung. Ferner ist Zink wichtig für die Wundheilung und den Geschmackssinn.


Wie kann ein Zinkmangel entstehen?

Da Zink vom Körper nicht selbst gebildet werden kann, muss es über die Nahrung zugeführt werden. Gute Zinklieferanten sind vor allem tierische Nahrungsmittel, insbesondere Innereien, Schalentiere und Käse. Zink gehört aber zu den Mineralstoffen, die mit den heutigen Ernährungsgewohnheiten nicht immer ausreichend zugeführt werden. So kann durch einseitige, unausgewogene Ernährung und häufige Diäten Zinkmangel entstehen; z. B. chronische Darmerkrankungen, Diabetes mellitus und vermehrter Alkoholkonsum sind weitere Faktoren, die zu einem Zinkmangel führen können.



Was tun bei Zinkmangel?

Bei Zinkmangel, der nicht mehr mit der Nahrung ausgeglichen werden kann, muss Zink von außen zugeführt werden.


Wenn das Minus an Zink wieder ausgeglichen ist, sollte auf eine ausgewogene, zinkreiche Ernährung geachtet werden.


palde-Zink-Sandoz Brausetabletten-n 9/5 November 2008


Zink-Sandoz

Fachinformation Zink-sandoz




Fachinformation

  1. Bezeichnung des Arzneimittels


Zink-Sandoz®


25 mg Brausetabletten


  1. Qualitative und quantitative Zusammensetzung

Wirkstoff: Zinksulfat


Eine Brausetablette enthält:

69 mg Zinksulfat 1 H2O, entsprechend 25 mg Zink.


Sonstige Bestandteile: Natriumverbindungen


1 Brausetablette enthält 275 mg (11,96 mmol) Natrium-Ionen.


Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe unter Abschnitt 6.1.


  1. Darreichungsform

Brausetablette

Weiße, runde Brausetabletten mit einer Bruchkerbe auf einer Seite.

Die Brausetablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.


4. Klinische Angaben


4.1 Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von Zinkmangelzuständen, sofern sie ernährungsmäßig nicht behoben werden können.


4.2 Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Erwachsene und Kinder über 12 Jahren: ½-1 Brausetablette täglich (entsprechend 12,5-25 mg Zink-Ionen).

Zum Einnehmen nach Auflösen in Wasser.

Die Brausetablette wird vor der Einnahme in einem Glas Wasser aufgelöst und sollte nach einer Mahlzeit eingenommen werden (siehe auch Abschnitt 4.5 „Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen“).


4.3 Gegenanzeigen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.


4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

  • Patienten, die an peptischen Magengeschwüren leiden, sollten Zink-Sandoz mit Vorsicht anwenden.

  • Zink-Sandoz sollte von Patienten, die an akutem Nierenversagen oder schweren Nierenparenchymschäden leiden, mit Vorsicht eingenommen werden.

  • Bei längerfristiger Einnahme von Zink sollten sowohl die Kupfer- als auch Zinkspiegel überwacht werden.

  • Eine Brausetablette enthält 11,96 mmol (275 mg) Natrium. Dies ist zu berücksichtigen bei Personen unter Natrium-kontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Diät.


4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

  • Zink reduziert die Resorption von Tetracyclinen durch Chelatbildung: aus diesem Grund sollte zwischen der Einnahme der beiden Medikamente ein zeitlicher Abstand von mindestens 4 Stunden eingehalten werden.

  • Chelatbildner wie D-Penicillamin, Dimercaptopropansulfonsäure (DMPS), Dimercaptobernsteinsäure (DMSA) oder Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) können die Zinkresorption reduzieren oder die Ausscheidung steigern.

  • Zink inhibiert die Resorption von Ofloxacin und anderen Chinolonen (z. B. Norfloxacin, Ciprofloxacin).

  • Phosphate, Eisen-, Kupfer- und Calciumsalze reduzieren die Resorption von Zink.

  • Hohe Zinkmengen können die Aufnahme und Speicherung von Eisen reduzieren.

  • Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an Phytinsäure (z. B. Vollkornbrot, Bohnenkeimlinge und Mais) reduzieren die Zink-Resorption und sollten nach einer Zinkeinnahme vermieden werden.

  • Es gibt Anhaltspunkte, dass Kaffee die Zinkresorption zu behindern scheint.


4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Aufgrund von unzureichenden Erfahrungen bei der Anwendung am Menschen und teratogenen Effekten, die sich in tierexperimentellen Untersuchungen zeigten, sollen Zink-Supplemente während der Schwangerschaft und Stillzeit nur verabreicht werden, wenn ein Zinkmangel bestätigt und die Verwendung durch den Arzt empfohlen wurde. In diesem Fall gibt es keine Beschränkung bei der Anwendung in therapeutischen Dosen von Zink-Sandoz während Schwangerschaft und Stillzeit.


4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Ein nachteiliger Effekt des Präparates auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen ist sehr unwahrscheinlich.


4.8 Nebenwirkungen



Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:


Sehr häufig (≥ 1/10)

Häufig (≥ 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (≥ 1/1000 bis < 1/100)

Selten (≥ 1/10 000 bis < 1/1000)

Sehr selten (< 1/10 000)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)





In sehr seltenen Fällen wurden in Verbindung von parenteraler und enteraler Einnahme von Zinksalzen Hautreaktionen (z. B. Exanthem, Pruritus) beobachtet.
Nach längerer Einnahme kann Zinksulfat einen Kupfermangel bewirken.



4.9 Überdosierung

Akute Intoxikationen treten im Allgemeinen nur nach Aufnahme von mindestens einem Gramm Zinksulfat 1 • H2O (14 Tabletten) auf.



Symptome

Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, abdominelle Krämpfe, metalliger Geschmack auf der Zunge, Kopfschmerzen, Müdigkeit, blutige Diarrhöen, Hypotonie, Herzrhythmusstörungen, Lethargie, taumelnder Gang, Leber- und Nierenversagen mit Gelbsucht und Oligurie sowie Pankreatitis mit Anstieg der Amylasen.



Unmittelbare Maßnahmen

Der Magen sollte schnell entleert werden.



Gegenmittel

Calcium-Trinatrium-Pentetat (1g als Infusion in 250 ml physiologischer Kochsalzlösung während 6 Stunden, danach werden pro 24 Stunden 2 g infundiert, ebenfalls in NaCl-Lösung).

D-Penicillamin (bei akuten Vergiftungen 1 g i.v. oder 2 x 12,5 mg/kg/d oral. Bei Langzeitbehandlung darf die tägliche Gabe 40 mg/kg nicht übersteigen).

Im Fall von chronischer Intoxikation können die mikrocystische und sideroblastische Anämie zu den Symptomen zählen.





5. Pharmakologische Eigenschaften



5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mineralstoffe



ATC-Code: A12CB01



Zink ist ein essentielles Spurenelement für den menschlichen Organismus und Bestandteil von mehr als 300 Enzymen.

Zink hat drei Funktionen im Zink-abhängigen Metallo-Enzym-System: eine katalytische, co-katalytische und strukturelle. Zink spielt eine wichtige Rolle in Prozessen wie normalem Zellwachstum, Zelldifferenzierung und Zellteilung, zellvermittelter Immunität, Knochenbildung, Aufrechterhaltung und Erneuerung von schnell proliferierendem Gewebe (Haut, Haar, Schleimhaut), sexuelle Reifung und Gewebereparatur nach Verletzung, Erhaltung der Integrität der Zellmembran und Erhaltung normaler Leukozytenmigration.

Resorption, Metabolismus, hepatische Freisetzung, Transport und Gewebe-verwertung von Vitamin A hängen teilweise von einem angemessenen Zinkstatus ab. Zink ist ferner auch am Insulin-Metabolismus beteiligt.

Eine Prädisposition zu latenten Zinkmangelzuständen wird im Fall von unzureichender Zufuhr und Resorption wie bei Mangelernährungszuständen, Vegetarismus oder unausgewogener Ernährung beobachtet.

In einigen Fällen kann Zinkmangel sekundär durch Mangelernährung oder verschlechterte Resorption aufgrund von Darmerkrankungen bedingt sein. Hierbei sind auch Mangelzustände von anderen Stoffen und Vitaminen zu erwarten.



5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Absorption

Zink wird nahezu ausschließlich aus dem proximalen Teil des Dünndarms resorbiert. Dabei sind zwei verschiedene Mechanismen beteiligt: ein aktiver, sättigbarer und ein passiver, nicht-sättigbarer Prozess. Der aktive Transport erfolgt Carrier-vermittelt und wird vor allem bei geringer Zufuhr und/oder bei Zink-Mangel genutzt, wohingegen der passive Transport nicht durch Zinkangebot oder -status beeinflusst wird und bei hoher Zinkzufuhr dominiert.



Das Ausmaß der Zinkresorption ist abhängig von:

  • der zugeführten Menge (Resorption liegt zwischen 21 % bei einer täglichen Zufuhr von 30 mg/Tag bis zu 47 % bei 7 mg/Tag)

  • der Verfügbarkeit (Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln wird weniger gut resorbiert durch Anwesenheit von Komplexbildnern, wie z. B. Phytinsäure.)

  • dem Zinkstatus des Patienten (bei Zinkmangel wird vermehrt Zink resorbiert).

Voraussetzung für die Resorption ist, dass Zink am Resorptionsort als freies Ion vorliegt. Nahrungsbestandteile, die dies behindern, vermindern die Bio-verfügbarkeit.



Verteilung

Im Plasma wird Zink vorwiegend an Albumin sowie an 1- und 2-Globuline gebunden und transportiert. Der Normalwert beträgt 12-23 mol/l (800-1500 µg/l).

Der menschliche Körper enthält ca. 0,5 mmol Zink/kg Körpergewicht, das zu etwa 98 % intrazellulär vorliegt. Hohe Zink-Konzentrationen finden sich in der Prostata, im Sperma, in den Augen und im Haar. Mengenmäßig stehen Knochen und Muskelgewebe im Vordergrund.



Eliminierung

Die Ausscheidung erfolgt zum größten Teil über den Stuhl. Zinkspiegel im Harn sind sehr niedrig, da die Nieren an der Zinkregulierung im Körper nur zu einem unwesentlichen Teil beteiligt sind. Die renale Ausscheidung beträgt ca. 500 g/24 h. Zink wird zudem auch über den Schweiß ausgeschieden.



Nicht-klinische diagnostische Evaluierung

Die Evaluierung des Zinkstatus ist problematisch: Die Messung der Zinkkonzentration kann nicht verlässlich verwendet werden, um Zinkmangel zu diagnostizieren, da die Zinkkonzentration nur absinkt, wenn der Zinkmangel bereits weit fortgeschritten ist. Darüber hinaus reflektieren momentan gemessene Zinkkonzentrationen nicht das Gleichgewicht zwischen den Organen.

Falls es erforderlich ist, die Zinkkonzentration zu messen, so sollte dies morgens nüchtern erfolgen. Eine erniedrigte Zinkkonzentration belegt nicht einen Zinkmangel: das Prüfergebnis sollte zusammen mit den Symptomen und Anzeichen des Patienten interpretiert werden.



5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit

Präklinische Daten lassen auf der Grundlage herkömmlicher Studien zur akuten und chronischen Toxizität, Kanzerogenität und Mutagenität bei einer Anwendung in der empfohlenen Dosierung keine spezielle Gefahr für den Menschen erkennen. Tierexperimentelle Untersuchungen zeigten teratogene Effekte (Skelettanomalien bei Mäusen und Hamstern) bei hoher Dosierung der Zinkpräparate.





6. Pharmazeutische Angaben



6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Wasserfreie Citronensäure (Ph. Eur.), Natriumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat, Zitronenaroma, Natriumcyclamat, Natriumcitrat, Saccharin-Natrium.



  1. Inkompatibilitäten

Nicht zutreffend



6.3 Dauer der Haltbarkeit

4 Jahre



6.4 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Im Originalbehältnis und nicht über 25 °C lagern. Röhrchen fest verschlossen
halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.



6.5 Art und Inhalt des Behältnisses

Als Behältnis dient ein Polypropylenröhrchen mit Trockenstopfen.

OP mit 20 Brausetabletten (N1)

OP mit 40 (2 x 20) Brausetabletten (N2)





6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen





7. Inhaber der Zulassung

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Raiffeisenstraße 11

83607 Holzkirchen

E-Mail: info@sandoz.de





8. Zulassungsnummer

42460.00.00





9. Datum der Erteilung der Zulassung / Verlängerung der Zulassung

11.02.1998 / 01.06.2004





10. Stand der Information

November 2008





11. Verkaufsabgrenzung

Apothekenpflichtig

spcde-Zink-Sandoz, Brausetabletten-n 9/6 November 2008


Zink-Sandoz