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Aarane n



Gebrauchsinformation Aarane n

Gebrauchsinformation: Information fur Anwender

AARANE® N 1 mg/0,5 mg pro SpruhstoB Druckgasinhalation, Suspension

Wirkstoffe: Natriumcromoglicat (Ph. Eur.)/Reproterolhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.


Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist AARANE N und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Anwendung von AARANE N beachten?

3.    Wie ist AARANE N anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist AARANE N aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist AARANE N und wofur wird es angewendet?

AARANE N ist ein entzundungshemmendes und atemwegserweiterndes Mittel.

AARANE N wird angewendet zur Verhutung und Behandlung von Atemnot bei Asthma, das heiBt allergischem Asthma und nicht allergischem Asthma sowie endogenen Asthmaformen, ausgelost durch Belastung, Stress oder Infekt bei Patienten, die neben einer antientzundlichen Basistherapie zusatzlich eine bronchialerweiternde Therapie benotigen.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von AARANE N beachten?

AARANE N darf nicht angewendet werden,

-    wenn Sie allergisch gegen Natriumcromoglicat, Reproterolhydrochlorid, Levomenthol/Pfefferminzol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

-    bei Sauglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren (Gefahr eines Kehlkopfkrampfes).

AARANE N sollte bei frischem Herzinfarkt, Herzrhythmusstorungen, hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie (krankhafte VergroBerung des Herzens), schwerer KHK (krankhafte Veranderung der HerzkranzgefaBe), Phaochromozytom (Nebennierengeschwulst) und schwerer Schilddrusenuberfunktion nicht oder nur nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung durch Ihren behandelnden Arzt angewendet werden. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fruher einmal zutrafen.

Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen

Bei Patienten mit tachykarden Herzrhythmusstorungen (Herzrasen) darf die Anwendung von AARANE N nur unter besonderen VorsichtsmaBnahmen, z. B. Uberwachung (EKG-Kontrolle), erfolgen.

Beim Auftreten eosinophiler Pneumonien (Spezialform einer Lungenentzundung) wahrend einer Behandlung mit AARANE N sollte diese unverzuglich abgebrochen werden.

Da nach Anwendung hoher Dosen der Blutzuckerspiegel sowie die freien Fettsauren ansteigen konnen, ist bei Diabetikem eine regelmaBige Blutzuckerkontrolle erforderlich. Bei einer hoherdosierten Anwendung ist ebenfalls eine Kontrolle des Kaliumspiegels im Blutserum notwendig, besonders bei gleichzeitiger Behandlung mit wasserausschwemmenden Arzneimitteln (Diuretika) und solchen zur Behandlung von Herzleistungsstorungen (z. B. Herzglykosiden).

Ein ansteigender Bedarf von AARANE N ist ein Anzeichen fur eine Verschlechterung der Erkrankung. In dieser Situation muss der Behandlungsplan durch den Arzt uberdacht und gegebenenfalls durch die Gabe zusatzlicher entzundungshemmender oder weiterer Arzneimittel neu festgelegt werden.

Kommt es trotz der verordneten Behandlung zu keiner befriedigenden Besserung oder gar zu einer Verschlechterung des Leidens, ist arztliche Beratung erforderlich, um die Behandlung gegebenenfalls durch eine Kombination mit anderen Arzneimitteln (zusatzlichen entzundungshemmenden wie Kortikoiden, die Bronchien erweiternden Stoffen wie Theophyllin) zu erganzen oder eine Anderung der Dosierung festzulegen.

Eine plotzliche und zunehmende Verschlechterung der Asthmabeschwerden kann lebensbedrohlich sein. In diesen Fallen muss unverzuglich arztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Eine erhebliche Uberschreitung der vorgegebenen Dosis kann gefahrlich sein.

Es ist wiederholt uber ein erhebliches Risiko fur das Auftreten schwerer Komplikationen der Grunderkrankung bis hin zu Todesfallen berichtet worden, wenn das Asthma mit B-sympathomimetikahaltigen Monopraparaten zur Inhalation uber langere Zeit mit hohen oder uberhohten Dosen behandelt wurde und die entzundungshemmende Behandlung unzureichend war.

Die ursachlichen Zusammenhange konnten bisher nicht hinreichend geklart werden. Eine entscheidende Rolle scheint aber die unzureichend entzundungshemmende Behandlung zu spielen.

Kinder

Kinder sollten ihrem Alter entsprechend vom Arzt uber die einzuhaltende Dosierung sowie mogliche Nebenwirkungen unterrichtet werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von AARANE N kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fuhren. Zudem kann es bei Missbrauch von AARANE N als Dopingmittel zu einer Gefahrdung der Gesundheit kommen.

Anwendung von AARANE N zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kurzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

AARANE N wird wie folgt beeinflusst.

Verstarkung der Wirkung und moglicherweise Verstarkung von Nebenwirkungen:

-    Bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen atemwegserweiternden Mitteln wie Adrenergika oder Methylxanthinen (z. B. Theophyllin) ist auf eine mogliche Verstarkung der fur Reproterolhydrochlorid beschriebenen Wirkungen und Nebenwirkungen zu achten.

-    Die gleichzeitige Anwendung mit Monoaminoxidasehemmern (MAO-A-Hemmern) und trizyklischen Antidepressiva kann eine verstarkte Wirkung von Reproterolhydrochlorid auf das Herz-Kreislauf-System auslosen.

Abschwachung der Wirkung:

-    Die gleichzeitige Anwendung mit blutdrucksenkenden Mitteln (in erster Linie B-Rezeptorenblocker) hebt die Wirkung von Reproterolhydrochlorid auf und kann daher zu einem Asthmaanfall fuhren.

Anwendung von AARANE N zusammen mit Nahrungsmitteln, Getranken und Alkohol

Generell sollte bei einer medikamentosen Behandlung auf die Einnahme alkoholischer Getranke verzichtet werden. Ansonsten sind keine besonderen VorsichtsmaBnahmen erforderlich.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

In der Schwangerschaft darf AARANE N nur in schweren Krankheitsfallen unter strenger Abwagung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses angewendet werden, da keine ausreichenden Erfahrungen mit AARANE N in der Schwangerschaft bestehen. Bei Neugeborenen sind beschleunigter Herzschlag und Absinken des Blutzuckerwertes beschrieben worden, wenn bei der Mutter B-Sympathomimetika (bestimmte Arzneimittel, dazu gehort auch Reproterolhydrochlorid) angewendet worden waren.

Es ist nicht bekannt, ob Natriumcromoglicat in die Muttermilch ubergehen kann. Nach inhalativer Anwendung von Reproterolhydrochlorid ist die in den Blutkreislauf der Mutter gelangte Dosis nicht messbar. Trotzdem sollten Sie Aarane wahrend der Stillzeit nur anwenden, wenn der Arzt es fur erforderlich halt.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann in Einzelfallen, insbesondere zu Behandlungsbeginn sowie bei hoherer oder uberhohter Dosierung, die Fahigkeit zur aktiven Teilnahme am StraBenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt sein. Dies gilt besonders bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmitteln.

3. Wie ist AARANE N anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis:

Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und muss dem Einzelfall angepasst werden.

Soweit nicht anders verordnet, gelten fur Erwachsene und Kinder, sofern diese vom Alter her in der Lage sind, ein Dosieraerosol korrekt zu handhaben, folgende Empfehlungen:

Die Dosierung richtet sich nach dem AusmaB der Atemwegsbeschwerden. Die Anfangsdosierung betragt 4 x taglich 2 SpruhstoBe AARANE N, das heiBt je 2 Inhalationen nach dem Aufstehen, zur Mittagszeit, am fruhen Abend und vor dem Schlafengehen, wobei ein Abstand von mindestens 3 Stunden einzuhalten ist. Nach Erreichen der therapeutischen Wirkung kann die Tagesdosis unter arztlicher Anleitung schrittweise verringert werden, solange die Symptome unter Kontrolle sind.

Zur gezielten Vorbeugung bei Anstrengungsasthma oder vorhersehbarem Allergenkontakt konnen etwa 10-15 Minuten vorher 2 SpruhstoBe AARANE N inhaliert werden. Dies ist in der Regel jedoch nur erforderlich, wenn die vorhergehende Inhalation mehr als 3 Stunden zuruckliegt.

Zur Akutbehandlung plotzlich auftretender Bronchialkrampfe und anfallsweise auftretender Atemnot kann zusatzlich ein weiterer SpruhstoB AARANE N inhaliert werden. Dies fuhrt in den meisten Fallen bereits zu einer raschen Erleichterung der Atmung. Sollte sich die Atemnot 5 Minuten nach Inhalation des ersten SpruhstoBes nicht spurbar gebessert haben, kann ein weiterer SpruhstoB inhaliert werden. Kann ein schwerer Anfall von Luftnot auch durch einen zweiten SpruhstoB nicht behoben werden, konnen weitere SpruhstoBe erforderlich werden. In diesen Fallen muss unverzuglich arztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die gesamte Tagesdosis soll 16 SpruhstoBe nicht uberschreiten, da eine hohere Dosierung im Allgemeinen keinen zusatzlichen Nutzen fur die Behandlung erwarten lasst, aber die Wahrscheinlichkeit des Auftretens auch schwerwiegender Nebenwirkungen erhoht.

Art und Dauer der Anwendung

AARANE N ist fur die Anwendung zur Inhalation vorgesehen und sollte gemaB den Anweisungen des verschreibenden Arztes oder gemaB der Dosierungsanleitung angewendet werden.

Beachten Sie bitte die folgende Gebrauchsanleitung zur Handhabung des Dosieraerosols.

Gebrauchsanleitung zur Handhabung des Dosieraerosols

Bitte genau beachten!

Zur Anwendung ist das Dosieraerosol senkrecht, mit dem Boden nach oben zu halten, unabhangig von der Korperposition, in der inhaliert wird. Nach Moglichkeit sollte die Anwendung im Sitzen oder Stehen erfolgen.

Vor der Erstanwendung bitte 4 SpruhstoBe in die Luft abgeben, um das Dosieraerosol gebrauchsfertig zu machen! Wurde AARANE N langer als 2 Tage nicht angewendet, mussen mindestens 2 SpruhstoBe vor Gebrauch abgegeben werden.

2. Dosieraerosol mit dem Mundstuck nach unten kraftig schutteln.


Das AARANE N-Dosieraerosol

-    Metallbehalter mit Wirkstoffen

-    weiBes Kunststoffgehause mit Mundstuck

-    grune Schutzkappe


1. Grune Schutzkappe entfernen.

4. Das Mundstuck mit den Lippen fest umschlieBen. Langsam und tief einat-men und gleichzeitig den Metallbehalter nach unten drucken, damit ein SpruhstoB freigesetzt wird.


Tief ausatmen. Dabei nicht in das Mundstuck hineinatmen.


5.    Das Mundstuck aus dem Mund nehmen. Atem einige Sekunden anhalten. AnschlieBend langsam durch die Nase ausatmen.

6.    Im Regelfall nach etwa einer Minute die Inhalation unter Beachtung der Punkte 3 bis 5 wiederholen. Danach Schutzkappe aufsetzen.

Wichtige Hinweise zur Pflege und Reinigung

Bei AARANE N handelt es sich um eine Arzneimittelzubereitung, bei der zwei Wirkstoffe in fein verteilter, fester Form vorliegen. Selbst bei korrekter Anwendung sind Ablagerungen im Kunststoffgehause unvermeidlich.

Damit das Dosieraerosol immer funktioniert, muss das Kunststoffgehause sauber gehalten werden, indem es gepflegt, das heiBt taglich gereinigt wird. So wird verhindert, dass die Dosierung ungenau wird oder die Spruhoffnung verstopft und deshalb kein SpruhstoB mehr freigesetzt werden kann.

Zum Reinigen des Dosieraerosols gehen Sie wie folgt vor:


1.    Entfernen Sie die grune Schutzkappe.

2.    Nehmen Sie den Metallbehalter aus dem weiBen Kunststoffgehause heraus. (Abb. 6)

3.    Spulen Sie das Kunststoffgehause zuerst von oben (Seite mit der Offnung, in die der Metallbehalter eingesetzt wird), dann von unten (Seite, auf die die grune Schutzkappe aufgesetzt wird) jeweils fur eine Minute mit handwarmen Wasser (ca. 45 °C) durch, um Ablagerungen in der Spruhoffnung zu losen. (Abb. 7, 8)

4.    Entfernen Sie uberschussiges Wasser von der Innenseite des Kunststoffgehauses, indem Sie es mit der Offnung, in die der Metallbehalter eingesetzt wird, auf eine harte Oberflache klopfen und lassen Sie es gut trocknen (z. B. uber Nacht). (Abb. 9, 10)

5.    Vergewissern Sie sich, dass das Kunststoffgehause ganzlich trocken ist und dass die Gummimanschette fest auf dem Metallbehalter sitzt. Setzen Sie dann alle Teile wieder zusammen,

d. h., stecken Sie den Metallbehalter wieder in das Kunststoffgehause, und setzen Sie die Schutzkappe wieder auf das Kunststoffgehause. (Abb. 11)

Zusatzliche Hinweise

•    Die Gummimanschette auf dem Metallbehalter darf nicht entfernt werden, da sie fur das einwandfreie Funktionieren des Dosieraerosols wichtig ist.

•    Da einer der beiden in AARANE N enthaltenen Wirkstoffe wasseranziehend ist, vermeiden Sie ein Aufbewahren des Dosieraerosols in feuchter Umgebung, um ein Verkleben bzw. Verstopfen zu verhindern.

•    Sollte das Dosieraerosol verstopfen, entfemen Sie die grune Schutzkappe und nehmen den Metallbehalter aus dem weiBen Kunststoffgehause heraus (vgl. Schritt 1 und 2). Weichen Sie das Kunststoffgehause 20 Minuten in heiBem Leitungswasser ein und wiederholen Sie die Schritte 3 bis 5.

•    Versuchen Sie niemals eine Verstopfung des Dosieraerosols mit einer Nadel oder ahnlichen Gegenstanden zu beseitigen. Sie wurden es beschadigen.

Dauer der Anwendung

Uber die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr behandelnder Arzt.

Spezielle Therapiehinweise

Die Behandlung des Asthmas ist im Regelfall eine Dauerbehandlung und sollte dem Schweregrad entsprechend stufenweise erfolgen. Der Erfolg der Behandlung sollte durch regelmaBige arztliche Untersuchungen uberpruft werden.

Es ist moglicherweise gefahrlich, ohne arztliche Anweisung den Gebrauch von AARANE N von sich aus zu erhohen.

Ein ansteigender Bedarf von AARANE N ist ein Anzeichen fur eine Verschlechterung der Erkrankung. In dieser Situation muss der Behandlungsplan durch den Arzt uberdacht und gegebenenfalls durch die Gabe zusatzlicher entzundungshemmender oder weiterer Arzneimittel neu festgelegt werden.

Zur arztlichen Beurteilung des Krankheitsverlaufes sowie des Erfolges der atemwegserweiternden und entzundungshemmenden Behandlung ist eine tagliche Selbstkontrolle nach arztlicher Anleitung wichtig. Diese erfolgt z. B. durch die Aufzeichnung des mit dem Peak-flow-Meter gemessenen AtemstoBes.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von AARANE N zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine groBere Menge von AARANE N angewendet haben, als Sie sollten

Uberdosierungserscheinungen sind uberwiegend auf den in AARANE N enthaltenen Wirkstoff Reproterolhydrochlorid zuruckzufuhren.

Bei starker Uberdosierung von Reproterolhydrochlorid kann es zu Herzrasen, Herzklopfen, Herzrhythmusstorungen, niedrigem Blutdruck bis hin zum Schock, Ubersauerung des Korpers durch erhohte Milchsaurekonzentration im Blut (Laktatazidose), Ruhelosigkeit, Brustschmerzen, Kopfschmerzen und heftigem Zittern an den Handen, aber auch am ganzen Korper kommen. Des Weiteren kann die Kaliumkonzentration im Serum absinken sowie der Blutzuckerwert ansteigen.

Bei Verdacht auf eine Uberdosierung mit AARANE N durfen keine weiteren Inhalationen erfolgen, und es ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen, der eine symptomatische Behandlung einleiten kann.

Falls groBe Mengen des Dosieraerosols versehentlich verschluckt wurden, sollte eine Magenspulung erwogen werden; Aktivkohle und Abfuhrmittel konnen die unerwunschte Wirkung des B2-Sympathomimetikums vermindern. Als Gegenmittel eignen sich B1-Rezeptorenblocker (z. B. Atenolol, Metoprolol), jedoch sind auch diese nur behutsam einzusetzen, um bei Patienten mit Asthma eine Verstarkung der Atemnot moglichst zu vermeiden. Bei Patienten mit Herzschwache ist es besser, Beruhigungsmittel (z. B. Benzodiazepine) zu verabreichen. Gleichzeitig sollte die Herzfunktion mittels EKG uberwacht werden.

Wenn Sie die Anwendung von AARANE N vergessen haben

Arzneimittel sollten grundsatzlich entsprechend den Empfehlungen des Arztes oder gemaB der Dosierungsanleitung angewendet werden.

Sollten Sie dennoch einmal die vorgeschriebene Anwendung von AARANE N vergessen haben, setzen Sie die Behandlung ganz normal fort. Auf keinen Fall sollten Sie beim nachsten Mal die doppelte Menge inhalieren.

Wenn Sie die Behandlung mit AARANE N abbrechen

Falls Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen, informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit er mit Ihnen weitere BehandlungsmaBnahmen besprechen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Bei den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr haufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Haufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Einige Nebenwirkungen sind im Folgenden ohne Haufigkeitsangaben aufgefuhrt, das heiBt: Die Haufigkeit konnte anhand der verfugbaren Daten nicht berechnet werden.

Reproterolhydrochlorid

Gelegentlich kann Reproterolhydrochlorid, insbesondere bei besonders empfindlichen Patienten und/oder hoherer Dosierung feines Fingerzittern, Herzklopfen, Unruhegefuhl oder mit nicht bekannter Haufigkeit Kopfschmerzen hervorrufen, was jedoch bei Fortfuhrung der Behandlung nach 1-2 Wochen meistens wieder abklingt.

Ein im Zusammenhang mit der Behandlung mit AARANE N verstarktes Auftreten solcher Symptome sowie Herzrasen sind jedoch Zeichen einer Uberdosierung. Das Arzneimittel sollte in solchen Fallen niedriger dosiert werden; der behandelnde Arzt ist umgehend zu informieren.

Bei der Behandlung mit Reproterolhydrochlorid kann die Kaliumkonzentration im Serum absinken sowie der Blutzuckerwert ansteigen (beachten Sie hierzu bitte auch den Warnhinweis unter „Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen“). Die beschriebenen Effekte kommen jedoch im Allgemeinen erst unter hoherer Dosierung zur Geltung.

Weitere unerwunschte Wirkungen sind beschrieben worden: Nervositat, Hyperaktivitat, Schlafstorungen, Halluzinationen (insbesondere bei Kindern bis 12 Jahren), Schwindel, Herzrhythmusstorungen, verminderte Blutversorgung des Herzens (myokardiale Ischamie), Beeinflussung des Blutdrucks (Erniedrigung oder Erhohung).

Natriumcromoglicat

Nach einer Inhalation von Natriumcromoglicat kann es zu einer mit Husten einhergehenden Reizung des Rachens und der Luftrohre kommen, die sehr selten zu einer Verkrampfung der Bronchien fuhren kann. In sehr seltenen Fallen kann der Bronchialkrampf so ausgepragt sein, dass die Behandlung unterbrochen werden muss. Einer Verkrampfung der Bronchien wird in der vorliegenden Kombination durch das gleichzeitig inhalierte Reproterolhydrochlorid entgegengewirkt.

In sehr seltenen Fallen wurde das Auftreten eosinophiler Pneumonien (spezielle Form einer Lungenentzundung) beobachtet.

Sehr selten wurde uber schwere allergische Sofortreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) mit Krampfen der Bronchialmuskulatur, niedrigem Blutdruck, KreislaufVersagen und Schwellung der Kehlkopfschleimhaut im Zusammenhang mit einer Natriumcromoglicat-Behandlung berichtet.

Weitere Uberempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Haut- und Schleimhautschwellungen) und folgende unerwunschte Wirkungen sind beschrieben worden: Heiserkeit, Schwindel, Ubelkeit, unangenehmer Geschmack, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen.

Andere mogliche Nebenwirkungen

AARANE N enthalt als Aromastoff Dentomint mit Levomenthol/Pfefferminzol. Bei entsprechend sensibilisierten Patienten konnen durch Levomenthol/Pfefferminzol Uberempfindlichkeitsreaktionen (einschlieblich Atemnot) ausgelost werden. Levomenthol/Pfefferminzol kann bei Sauglingen und Kindern bis zu 2 Jahren einen Kehlkopfkrampf hervorrufen mit der Folge schwerer Atemstorungen.

Besondere Hinweise:

Bei Auftreten leichter Nebenwirkungen sollte AARANE N niedriger dosiert werden. Bei Auftreten schwerer Nebenwirkungen sollte AARANE N nicht mehr inhaliert und der Arzt umgehend uber die bei Ihnen aufgetretenen Symptome informiert werden!

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn Website: www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. Wie ist AARANE N aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behaltnis nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Behalter steht unter Druck!

Vor Hitze, direkter Sonnenbestrahlung und Frost schutzen!

Nicht gegen Flammen oder auf gluhende Gegenstande spruhen!

Nicht gewaltsam offnen oder verbrennen!

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen Was AARANE N enthalt

Die Wirkstoffe sind Natriumcromoglicat (Ph. Eur.) und Reproterolhydrochlorid.

Ein SpruhstoB zu 70 mg enthalt 1 mg Natriumcromoglicat (Ph. Eur.) und 0,5 mg Reproterolhydrochlorid.

Pro SpruhstoB werden aus dem Ventil 1 mg Natriumcromoglicat sowie 0,5 mg Reproterolhydrochlorid freigesetzt (abgemessene Dosis). Dies entspricht einer aus dem Mundstuck freigesetzten Dosis von 0,82 mg Natriumcromoglicat sowie 0,42 mg Reproterolhydrochlorid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Apafluran, Poly(oxyethylen)-25-glyceroltrioleat, Ethanol 96 %, Saccharin-Natrium 2 H2O, Dentomint PH/799959 Symrise (Aroma, enthalt Levomenthol/Pfefferminzol).

Wie AARANE N aussieht und Inhalt der Packung

1 Druckbehaltnis enthalt 10 ml Druckgasinhalation, Suspension zur Inhalation und reicht fur mindestens 200 SpruhstoBe.

AARANE N ist in Packungen mit 10 ml, 2 x 10 ml und 3 x 10 ml Druckgasinhalation, Suspension zur Inhalation sowie in Klinikpackungen mit 6 x 10 ml und 12 x 10 ml Druckgasinhalation, Suspension zur Inhalation erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH 65926 Frankfurt am Main

Postanschrift:

Postfach 80 08 60 65908 Frankfurt am Main

Telefon: (01 80) 2 22 20 101

Telefax: (01 80) 2 22 20 111

Hersteller

Aventis Pharma, Holmes Chapel 72 London Road Holmes Chapel, Crewe Cheshire, CW4 8BE England

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im Dezember 2013.

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

AARANE N enthalt einen atemwegserweiternden (Reproterolhydrochlorid) und einen entzundungshemmenden (Natriumcromoglicat) Wirkstoff. Voraussetzung fur den Erfolg der Behandlung mit AARANE N ist, dass Sie das Medikament entsprechend den Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes anwenden.

Denken Sie bitte daran: Nur wenn Sie AARANE N gemaB den Anweisungen Ihres Arztes regelmaBig anwenden, kann das Arzneimittel seine volle Wirksamkeit entfalten.

Nutzen Sie die Moglichkeit zur Selbstkontrolle durch tagliche Bestimmung Ihres AtemstoBes mit einem Peak-flow-Meter. Das regelmaBige Aufschreiben der Ergebnisse ermoglicht Ihrem behandelnden Arzt eine bessere Beurteilung Ihrer Krankheit - eine wichtige Voraussetzung fur Ihre Behandlung.

10

1

0,06 €/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 €/min (Mobilfunk).

AARANE N

Fachinformation Aarane n

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

AARANE® N 1 mg/0,5 mg pro SpruhstoB Druckgasinhalation, Suspension

Wirkstoffe: Natriumcromoglicat (Ph. Eur.)/Reproterolhydrochlorid

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 SpruhstoB zu 70,00 mg enthalt 1 mg Natriumcromoglicat (Ph. Eur.) und 0,5 mg Reproterolhydrochlorid.

Pro SpruhstoB werden aus dem Ventil 1 mg Natriumcromoglicat sowie 0,5 mg Reproterolhydrochlorid freigesetzt (abgemessene Dosis). Dies entspricht einer aus dem Mundstuck freigesetzten Dosis von 0,82 mg Natriumcromoglicat sowie 0,42 mg Reproterolhydrochlorid.

Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung:

Enthalt Levomenthol/Pfefferminzol (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Druckgasinhalation, Suspension

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Verhutung und Behandlung von Atemnot bei Asthma, das heiBt bei allergischem und nicht allergischem Asthma sowie endogenen Asthmaformen, ausgelost durch Belastung, Stress oder Infekt bei Patienten, die neben einer antientzundlichen Basistherapie zusatzlich eine bronchialerweiternde Therapie benotigen.

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.

Erwachsene und Kinder

Soweit nicht anders verordnet, gelten fur Erwachsene und Kinder, sofern diese vom Alter her in der Lage sind, ein Dosieraerosol korrekt zu handhaben, folgende Empfehlungen:

Die Dosierung richtet sich nach dem AusmaB der Atemwegsbeschwerden.

Die Anfangsdosierung betragt 4 x taglich 2 SpruhstoBe AARANE N, das heiBt je 2 Inhalationen nach dem Aufstehen, zur Mittagszeit, am fruhen Abend und vor dem Schlafengehen, wobei ein Abstand von mindestens 3 Stunden einzuhalten ist.

Nach Erreichen der therapeutischen Wirkung kann die Tagesdosis unter arztlicher Anleitung schrittweise bis auf das zur Aufrechterhaltung der Symptomfreiheit erforderliche MaB verringert werden.

Zur gezielten Vorbeugung bei Anstrengungsasthma oder vorhersehbarem Allergenkontakt konnen etwa 10-15 Minuten vorher zusatzlich 2 SpruhstoBe AARANE N inhaliert werden. Dies ist in der Regel jedoch nur erforderlich, wenn die vorhergehende Inhalation mehr als 3 Stunden zuruckliegt.

Zur Akutbehandlung plotzlich auftretender Bronchialkrampfe und anfallsweise auftretender Atemnot kann zusatzlich ein weiterer SpruhstoB AARANE N inhaliert werden. Dies fuhrt in den meisten Fallen bereits zu einer raschen Erleichterung der Atmung.

Sollte sich die Atemnot 5 Minuten nach Inhalation des ersten SpruhstoBes nicht spurbar gebessert haben, sollte ein weiterer SpruhstoB inhaliert werden.

Kann ein schwerer Anfall von Luftnot auch durch einen zweiten SpruhstoB nicht behoben werden, konnen weitere SpruhstoBe erforderlich werden. In diesen Fallen muss unverzuglich arztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Die gesamte Tagesdosis soll 16 SpruhstoBe nicht uberschreiten, da eine hohere Dosierung im Allgemeinen keinen zusatzlichen therapeutischen Nutzen erwarten lasst, aber die Wahrscheinlichkeit des Auftretens auch schwerwiegender Nebenwirkungen erhoht wird.

Art und Dauer der Anwendung Zur Inhalation.

AARANE N ist fur die inhalative Anwendung vorgesehen. Um einen optimalen Therapieeffekt zu erreichen, ist eine ausfuhrliche Unterweisung des Patienten im Gebrauch des Dosieraerosols erforderlich (siehe „Gebrauchsanleitung zur Handhabung des Dosieraerosols“ sowie „Wichtige Hinweise zur Pflege und Reinigung“).

Zur Verbesserung der therapeutischen Wirkung konnen bei der Verabreichung spezielle Inhalationshilfen verwendet werden.

Uber die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Gebrauchsanleitung zur Handhabung des Dosieraerosols

Zur Anwendung ist das Dosieraerosol senkrecht, mit dem Boden nach oben zu halten, unabhangig von der Korperposition, in der inhaliert wird. Nach Moglichkeit sollte die Anwendung im Sitzen oder Stehen erfolgen.

Vor der Erstanwendung mussen 4 SpruhstoBe in die Luft abgegeben werden, um das Dosieraerosol gebrauchsfertig zu machen! Wurde AARANE N langer als 2 Tage nicht angewendet, mussen mindesten 2 SpruhstoBe vor Gebrauch abgegeben werden.

1.    Grune Schutzkappe entfernen.

2.    Dosieraerosol mit dem Mundstuck nach unten kraftig schutteln.

3.    Tief ausatmen. Dabei nicht in das Mundstuck hineinatmen.

4.    Das Mundstuck mit den Lippen fest umschlieBen. Langsam und tief einatmen und gleichzeitig den Metallbehalter nach unten drucken, damit ein SpruhstoB freigesetzt wird.

5.    Das Mundstuck aus dem Mund nehmen. Atem einige Sekunden anhalten. AnschlieBend langsam durch die Nase ausatmen.

6. Im Regelfall nach etwa einer Minute die Inhalation unter Beachtung der Punkte 3 bis 5 wiederholen. Danach Schutzkappe aufsetzen.

Wichtige Hinweise zur Pflege und Reinigung

Bei AARANE N handelt es sich um eine Arzneimittelzubereitung, bei der zwei Wirkstoffe in fein verteilter, fester Form vorliegen. Selbst bei korrekter Anwendung sind Ablagerungen im Kunststoffgehause unvermeidlich.

Damit das Dosieraerosol immer funktioniert, muss das Kunststoffgehause sauber gehalten werden, indem es gepflegt, das heiBt taglich gereinigt wird. So wird verhindert, dass die Dosierung ungenau wird oder die Spruhoffnung verstopft und deshalb kein SpruhstoB mehr freigesetzt werden kann.

Reinigung des Dosieraerosols

1.    Grune Schutzkappe entfernen.

2.    Metallbehalter aus dem weiBen Kunststoffgehause herausnehmen.

3.    Kunststoffgehause zuerst von oben (Seite mit der Offnung, in die der Metallbehalter eingesetzt wird), dann von unten (Seite, auf die die grune Schutzkappe aufgesetzt wird) jeweils fur eine Minute mit handwarmen Wasser (ca. 45 °C) durchspulen, um Ablagerungen in der Spruhoffnung zu losen.

4.    Entfernen des uberschussigen Wassers von der Innenseite des Kunststoffgehauses, indem mit der Offnung, in die der Metallbehalter eingesetzt wird, auf eine harte Oberflache geklopft wird und das Kunststoffgehause gut trocknen lassen (z. B. uber Nacht).

5.    Uberprufung, dass das Kunststoffgehause ganzlich trocken ist und dass die Gummimanschette fest auf dem Metallbehalter sitzt. Dann alle Teile wieder zusammensetzen, d.h., den Metallbehalter wieder in das Kunststoffgehause stecken und die Schutzkappe wieder auf das Kunststoffgehause setzen.

Zusatzliche Hinweise

Die Gummimanschette auf dem Metallbehalter darf nicht entfernt werden, da sie fur das einwandfreie Funktionieren des Dosieraerosols wichtig ist.

Da einer der beiden in AARANE N enthaltenen Wirkstoffe wasseranziehend ist, ist ein Aufbewahren des Dosieraerosols in feuchter Umgebung zu vermeiden, um ein Verkleben bzw. Verstopfen zu verhindern.

Sollte das Dosieraerosol verstopfen, ist die grune Schutzkappe zu entfernen und der Metallbehalter aus dem weiBen Kunststoffgehause herauszunehmen (vgl. Schritt 1 und 2). Das Kunststoffgehause 20 Minuten in heiBem Leitungswasser einweichen und die Schritte 3 bis 5 wiederholen.

Es darf niemals versucht werden, eine Verstopfung des Dosieraerosols mit einer Nadel oder ahnlichen Gegenstanden zu beseitigen, da das Dosieraerosol beschadigt wurde.

Spezielle Therapiehinweise

Die Asthmatherapie sollte dem Schweregrad entsprechend stufenweise erfolgen. Der Erfolg der Therapie sollte durch regelmaBige arztliche Untersuchungen uberpruft werden.

Es ist fur den Patienten moglicherweise gefahrlich, ohne arztliche Anweisung die Dosierung von AARANE N von sich aus zu erhohen.

Ein ansteigender Bedarf von AARANE N ist ein Anzeichen fur eine Verschlechterung der Erkrankung. In dieser Situation muss der Therapieplan durch den Arzt uberdacht und gegebenenfalls durch die Gabe zusatzlicher entzundungshemmender oder weiterer Arzneimittel neu festgelegt werden.

Zur arztlichen Beurteilung des Krankheitsverlaufs sowie des Therapieerfolgs der atemwegserweitemden und entzundungshemmenden Behandlung ist eine tagliche Selbstkontrolle nach arztlicher Anleitung wichtig. Diese erfolgt z. B. durch die Aufzeichnung des mit dem Peak-flowMeter gemessenen AtemstoBes.

4.3    Gegenanzeigen

AARANE N darf nicht angewendet werden bei Uberempfindlichkeit gegen Natriumcromoglicat, Reproterolhydrochlorid, Levomenthol/Pfefferminzol oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile.

AARANE N sollte bei frischem Herzinfarkt, Herzrhythmusstorungen, hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie, schwerer KHK, Phaochromozytom und schwerer Schilddrusenuberfunktion nicht oder nur nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung durch den Arzt angewendet werden.

Kinder

AARANE N darf wegen des Gehaltes an Levomenthol/Pfefferminzol nicht bei Sauglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren angewendet werden.

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Bei Patienten mit tachykarden Arrhythmien darf die Anwendung von AARANE N nur unter Beachtung besonderer VorsichtsmaBnahmen, z. B. Uberwachung (EKG-Kontrolle), erfolgen.

Beim Auftreten eosinophiler Pneumonien wahrend einer Therapie mit AARANE N sollte diese unverzuglich abgebrochen werden.

Da nach Anwendung hoher Dosen der Blutzuckerspiegel sowie die freien Fettsauren ansteigen konnen, ist bei Diabetikem eine regelmaBige Blutzuckerkontrolle erforderlich. Bei einer hoher dosierten Anwendung ist ebenfalls eine Kontrolle des Kaliumspiegels im Blutserum notwendig, besonders bei gleichzeitiger Behandlung mit Diuretika und Herzglykosiden.

Kommt es trotz der verordneten Behandlung zu keiner befriedigenden Besserung oder gar zu einer Verschlechterung des Leidens, ist arztliche Beratung erforderlich, um die Therapie gegebenenfalls durch eine Kombination mit anderen Arzneimitteln - zusatzlichen entzundungshemmenden wie Kortikoiden, die Bronchien erweiternden wie Theophyllin - oder eine Ánderung der Dosierung neu festzulegen.

Eine plotzliche und zunehmende Verschlechterung der Asthmabeschwerden kann lebensbedrohlich sein. In diesen Fallen muss unverzuglich arztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Eine erhebliche Uberschreitung der vorgegebenen Dosis kann gefahrlich sein.

Es ist wiederholt uber ein erhebliches Risiko fur das Auftreten schwerer Komplikationen der Grunderkrankung bis hin zu Todesfallen berichtet worden, wenn das Asthma mit B2-sympathomimetikahaltigen Monopraparaten zur Inhalation uber langere Zeit mit hohen oder uberhohten Dosen behandelt wurde und die entzundungshemmende Therapie unzureichend war. Die ursachlichen Zusammenhange konnten bisher nicht hinreichend geklart werden. Eine entscheidende Rolle scheint aber die unzureichende entzundungshemmende Therapie zu spielen.

Die Anwendung von AARANE N kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fuhren.

Zudem kann es bei Missbrauch von AARANE N als Dopingmittel zu einer Gefahrdung der Gesundheit kommen.

4.5    Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen Bronchodilatatoren wie Adrenergika oder Methylxanthinen (z. B. Theophyllin) ist auf eine mogliche Verstarkung der fur Reproterolhydrochlorid beschriebenen Nebenwirkungen zu achten.

Die gleichzeitige Anwendung von Monoaminoxidasehemmern (MAO-A-Hemmern) und trizyklischen Antidepressiva kann eine verstarkte Wirkung von Reproterolhydrochlorid auf das Herz-Kreislauf-System auslosen.

Die Gabe von B-Rezeptorenblockern hebt die Wirkung von Reproterolhydrochlorid auf und kann zu einer schweren Bronchokonstriktion fuhren.

4.6    Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft darf AARANE N nur in schweren Krankheitsfallen unter strenger Abwagung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses angewendet werden, da keine ausreichenden Erfahrungen mit AARANE N in der Schwangerschaft vorliegen. Tachykardie und Hypoglykamie des Neugeborenen sind bei der Anwendung von B-Sympathomimetika bei der Mutter beschrieben worden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Natriumcromoglicat in die Muttermilch ubergehen kann. Nach inhalativer Anwendung von Reproterolhydrochlorid ist die systemisch resorbierte Dosis nicht messbar. Trotzdem sollte Aarane wahrend der Stillzeit nur nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung angewendet werden.

Fertilitat

In tierexperimentellen Studien hatte Natriumcromoglicat keine Auswirkung auf die Fertilitat (siehe Abschnitt 5.3).

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann in Einzelfallen, insbesondere zu Behandlungsbeginn sowie bei hoherer oder uberhohter Dosierung, die Fahigkeit zur aktiven Teilnahme am StraBenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt sein. Dies gilt besonders bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmitteln.

4.8    Nebenwirkungen

Bei den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr haufig (> 1/10)

Haufig (> 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (> 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (< 1/10.000)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Reproterolhydrochlorid

Gelegentlich, insbesondere bei besonderer Empfindlichkeit und/oder hoherer Dosierung, konnen feinschlagiger Tremor sowie Herzklopfen, Unruhegefuhl oder mit nicht bekannter Haufigkeit Kopfschmerzen auftreten, die jedoch bei Fortfuhrung der Therapie nach 1-2 Wochen meistens wieder abklingen.

Ein verstarktes Auftreten solcher Symptome sowie Tachykardie sind jedoch Zeichen einer Uberdosierung. Das Arzneimittel sollte in solchen Fallen geringer dosiert werden, der behandelnde Arzt ist umgehend zu informieren.

Bei der Behandlung mit Reproterolhydrochlorid kann die Kaliumkonzentration im Serum absinken sowie der Blutzuckerwert ansteigen. Die beschriebenen Effekte kommen jedoch im Allgemeinen erst unter hoherer Dosierung zur Geltung.

Weitere unerwunschte Wirkungen sind beschrieben worden: Nervositat, Hyperaktivitat, Schlafstorungen, Halluzinationen (insbesondere bei Kindern bis 12 Jahren), Schwindel, Arrhythmien (einschlieblich atrialer Fibrillationen und Extrasystolen), myokardiale Ischamie, Beeinflussung des Blutdrucks (Senkung oder Steigerung).

Natriumcromoglicat

Nach Inhalation von Natriumcromoglicat kann es zu einer mit Husten einhergehenden Irritation des Rachens und der Luftrohre kommen, die sehr selten zu einer Reflexbronchokonstriktion fuhren kann. In sehr seltenen Fallen kann der Bronchospasmus so ausgepragt sein, dass die Therapie unterbrochen werden muss. Einer Bronchokonstriktion wird in der vorliegenden Kombination durch das gleichzeitig inhalierte bronchospasmolytisch wirkende Reproterolhydrochlorid entgegengewirkt.

Sehr selten wurde das Auftreten eosinophiler Pneumonien beobachtet (siehe Abschnitt 4.4).

Sehr selten wurde uber schwere generalisierte anaphylaktische Reaktionen (mit Bronchospasmen, Hypotonie, Kollaps, Larynxodem) im Zusammenhang mit einer Natriumcromoglicat-Therapie berichtet.

Weitere Uberempfindlichkeitsreaktionen (Exanthem, Pruritus, Urticaria, Angioodem) und folgende unerwunschte Wirkungen sind beschrieben worden: Heiserkeit, Schwindel, Ubelkeit, unangenehmer Geschmack, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen.

Die nachfolgende Tabelle gibt eine Ubersicht uber die Nebenwirkungen, die bei einer Anwendung von Reproterolhydrochlorid und Natriumcromoglicat auftreten konnen, geordnet nach Systemorganklassen.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten

Anaphylaktische Reaktionen (mit Bronchospasmen, Hypotonie, Kollaps, Larynxodem)

Haufigkeit nicht bekannt

Uberempfindlichkeitsreaktionen (Exanthem, Pruritus, Urticaria, Angioodem)

Psychiatrische

Erkrankungen

Gelegentlich

Unruhegefuhl

Haufigkeit nicht bekannt

Nervositat, Hyperaktivitat, Schlafstorungen, Halluzinationen (insbesondere bei Kindern bis 12 Jahren)

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich

Feinschlagiger Tremor

Haufigkeit nicht bekannt

Kopfschmerzen, Schwindel

Herzerkrankungen

Gelegentlich

Herzklopfen

Haufigkeit nicht bekannt

Tachykardie, Arrhythmien (einschlieblich atrialer Fibrillationen und Extrasystolen), myokardiale Ischamie, Beeinflussung des Blutdrucks (Senkung oder Steigerung)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten

Paradoxe, transiente Bronchospasmen, eosinophile Pneumonie

Haufigkeit nicht bekannt

Irritation des Rachens und der Luftrohre, Heiserkeit, Husten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Haufigkeit nicht bekannt

Ubelkeit, unangenehmer Geschmack

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Haufigkeit nicht bekannt

Myalgien, Arthralgien

Untersuchungen

Haufigkeit nicht bekannt

Absinken der Kaliumkonzentration im Serum, Ansteigen des Blutzuckerwertes

Bei entsprechend sensibilisierten Patienten konnen durch Levomenthol/Pfefferminzol Uberempfindlichkeitsreaktionen (einschlieblich Atemnot) ausgelost werden.

Levomenthol/Pfefferminzol kann bei Sauglingen und Kindern bis zu 2 Jahren einen Laryngospasmus hervorrufen.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grober Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn Website: www.bfarm.de

anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Symptome der Intoxikation

Symptome einer pharmakodynamisch bedingten Intoxikation sind in tierexperimentellen Untersuchungen auch bei hohen Dosierungen von Natriumcromoglicat nicht aufgetreten. Aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften der Substanz ist auch beim Menschen durch Uberdosierung keine Intoxikation zu erwarten.

Bei Uberdosierungen und Intoxikationen mit Reproterolhydrochlorid kann es zu Tachykardie, Palpitationen, Arrhythmien, Hypotonie bis hin zum Schock, Laktatazidose, Ruhelosigkeit, Brustschmerzen, Kopfschmerzen und heftigem Tremor, insbesondere an den Handen, aber auch am ganzen Korper kommen. Es kann zu Verschiebungen des Kaliumspiegels im Sinne einer Hypokaliamie sowie zur Hyperglykamie kommen. Vor allem nach oraler Intoxikation konnen gastrointestinale Beschwerden einschlieBlich Ubelkeit und Erbrechen auftreten.

Therapie der Intoxikation

Die Behandlung einer B2-sympathomimetischen Uberdosierung erfolgt hauptsachlich symptomatisch. Nachfolgend sind eine Reihe zu empfehlender NotfallmaBnahmen angefuhrt:

-    Falls groBe Mengen des Dosieraerosols versehentlich verschluckt wurden, sollte eine Magenspulung erwogen werden; Aktivkohle und Abfuhrmittel konnen die unerwunschte Resorption des B2-Sympathomimetikums vermindern.

-    Kardiale Symptome konnen mit einem kardioselektiven Bi-Rezeptoren-Blocker (z. B. Atenolol, Metoprolol) antagonisiert werden, jedoch unter vorsichtiger Titration, um bei Asthmatikern die Auslosung eines Bronchospasmus moglichst zu vermeiden.

-    Bei Patienten mit latenter Herzinsuffizienz ist es besser, Sedativa (z. B. Benzodiazepine) zu verabreichen.

-    Zur kardialen Uberwachung ist ein EKG-Monitoring angezeigt.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Inhalative Sympathomimetika,

ATC-Code: R03AK05.

Antiinflammatorisch wirkendes Antiasthmatikum und B 2-sympathomimetisches Bronchospas-molytikum.

Natriumcromoglicat

Tierexperimente und In-vitro-Studien haben gezeigt, dass Natriumcromoglicat in der Lage ist, nach Antigenexposition die Degranulation sensibilisierter Mastzellen und damit die Freisetzung von Entzundungsmediatoren zu hemmen. Bei den Mediatoren handelt es sich um biologische Effektormolekule, die in den Zellen bereits praformiert vorliegen (z. B. Histamin, Kinine, eosinophiler chemotaktischer Faktor [ECF], neutrophiler chemotaktischer Faktor [NCF]), oder die auf Provokation hin aus arachidonsaurehaltigen Membranstrukturen der Zellen neu synthetisiert werden (z. B. Prostaglandine, Leukotriene).

Diese mastzellstabilisierende Wirkung wurde auch beim Menschen bei durch antigen-induziertem, IgE-vermitteltem Bronchospasmus und bei der allergischen Rhinitis gesehen. Insbesondere mit Histamin wird die allergische Sofortreaktion in Verbindung gebracht. Prostaglandine und Leukotriene sind bei der Auspragung der verzogerten Reaktion beteiligt. Durch die chemotaktischen Mediatoren ECF, NCF und LTB4 kommt es zu entzundlichen Spatreaktionen, die eng mit der bronchialen

Hyperreagibilitat in Verbindung stehen. Natriumcromoglicat wirkt aber auch bei nicht primar immunologisch vermittelten Mechanismen wie z. B. Anstrengungsasthma und SO2-induziertem Asthma.

Neben anderen postulierten Wirkungsmechanismen hat Natriumcromoglicat auch kalziumantagonistische Wirkungen. Natriumcromoglicat blockiert den mit dem IgE-Rezeptor gekoppelten Kalziumkanal und hemmt dadurch den uber diesen Rezeptor vermittelten Einstrom von Kalzium in die Mastzelle und somit die Degranulation der Mastzellen. Natriumcromoglicat wird hierbei spezifisch an ein Natriumcromoglicat-Bindungsprotein gebunden, welches Teil des durch den IgE-Rezeptor kontrollierten Kalziumkanals ist.

Dieser Wirkungsmechanismus trifft fur alle Schleimhaute (z. B. Bronchien, Nase, Auge, Darm) gleichermaBen zu.

Reproterolhydrochlorid

Reproterolhydrochlorid bewirkt durch Stimulation von B2-Rezeptoren eine Dilatation der Bronchialmuskulatur. Die Substanz besitzt praktisch keine Bi-adrenerge Aktivitat. Bei inhalativer Anwendung und bestimmungsgemaBem Gebrauch sind daher klinisch relevante Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System nicht zu erwarten.

5.2    Pharmakokinetische Eigenschaften

Natriumcromoglicat

Natriumcromoglicat wird von keiner Spezies metabolisiert. Die Elimination erfolgt zu etwa gleichen Teilen renal und biliar praktisch quantitativ innerhalb von 24 Stunden. Nach inhalativer Applikation wird die Plasmahalbwertszeit im Wesentlichen von der Absorptionskonstante bestimmt und liegt in der GroBenordnung von 90 Minuten. Bei intravenoser Gabe betragt sie dagegen nur wenige Minuten.

Reproterolhydrochlorid

Reines Reproterolhydrochlorid ergibt selbst nach inhalativer Gabe von 1 mg nur Plasmaspiegel unter der Bestimmungsgrenze von 1 ng/ml. Daher wurden fur das Dosieraerosol AARANE N (1 Hub =

0,5 mg Reproterolhydrochlorid) keine gesonderten Kinetikstudien durchgefuhrt. Reproterol wird beim Menschen nach i. v. Gabe zu ca. 65 % innerhalb von 10 Stunden renal eliminiert. Dabei entsteht praktisch nur ein einziger Metabolit, ein pharmakologisch unwirksames Tetrahydroisochinolin-Derivat. Die Metabolisierung von Reproterol ist applikationsunabhangig. Die Eliminationshalbwertszeit beim Menschen liegt bei 1-1,5 Stunden. Die Proteinbindung im Plasma betragt ca. 70 % (Ratte).

Bioverfugbarkeit

Untersuchungen am Menschen zeigten, dass nach Inhalation bis zu 10 % der applizierten Dosis beider Wirkstoffe in die tieferen Atemwege und zur Resorption gelangen. Der Wirkstoffanteil, der sich in Mund und Rachen niederschlagt, wird verschluckt und ohne nennenswerte Resorption (< 2 %) uber den Gastrointestinaltrakt ausgeschieden.

5.3    Praklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizitat

Natriumcromoglicat

Die therapeutische Breite von Natriumcromoglicat ist sehr groB. Bei oraler Applikation konnte keine LD50 bestimmt werden. Rhesusaffen vertrugen Einzeldosen von bis zu 6.000 mg/kg KG, Ratten und Mause von bis zu 8.000 mg/kg KG ohne nennenswerte toxische Symptome. Nach parenteraler Gabe

wurden bei Maus, Ratte, Meerschweinchen und Kaninchen LD50-Werte zwischen 2.000 und

4.000    mg/kg KG ermittelt.

Reproterolhydrochlorid

Nach oraler Gabe von Reproterolhydrochlorid liegt die LD50 beim Hund zwischen 400 und

1.000    mg/kg KG, bei Maus und Ratte uber 10.000 mg/kg KG. Die nach intravenoser Substanz-verabreichung bestimmbaren mittleren letalen Dosen waren bei Maus, Ratte und Hund annahernd gleich; sie lagen zwischen 142 und 240 mg/kg KG.

Die an Maus und Ratte ermittelten LD50-Werte bei kombinierter Anwendung von Natriumcromoglicat und Reproterolhydrochlorid im Verhaltnis 2 : 1 (AARANE N) entsprechen weitgehend denjenigen von Reproterolhydrochlorid allein.

Chronische Toxizitat

Natriumcromoglicat

Untersuchungen zur chronischen Toxizitat wurden an Ratten mit s. c. Applikation durchgefuhrt. Erst bei extrem hohen Dosierungen (dies entspricht bei einer Resorptionsrate von 10 % nach inhalativer Anwendung etwa der 6.000-fachen Humandosis bezogen auf Natriumcromoglicat) traten schwere Nierenschadigungen in Form von tubularen Degenerationen im proximalen Teil der Henle’schen Schleife auf.

Untersuchungen bei Inhalationsapplikation an verschiedenen Tierspezies (Ratte, Meerschweinchen, Affe und Hund) mit einer Dauer bis zu 6 Monaten ergaben keine Hinweise auf Schadigungen, die durch Natriumcromoglicat verursacht wurden.

Reproterolhydrochlorid

Bei den durchgefuhrten Untersuchungen traten bei Ratten bei Dosen unter 800 mg/kg/Tag (oral) uber 6 Monate keine wesentlichen Organveranderungen auf, im hoheren Dosisbereich fanden sich Gewichtsabnahme und Organverkleinerung. Bei Hunden zeigten orale Dosen unter 30 mg/kg/Tag uber 6 Monate keinen Einfluss auf Gewicht und klinisch-chemische Laborbefunde, bei 300 mg/kg/Tag stiegen die Blutfettsauren und das Korpergewicht sank.

Inhalationstoxikologische Studien mit Reproterolhydrochlorid wurden mit akuter, subchronischer und chronischer Exposition an Ratten sowie Hunden durchgefuhrt. Von Ratten wurden mehrere Tausend Hube (1 Hub = 450 pg Reproterolhydrochlorid) als Aerosol uber 4 Stunden ohne relevante Reaktion vertragen. Bei Beagle-Hunden traten nach 400 Huben Tremor und Konvulsionen mit schneller Regression ein.

In einem 8-Wochen-Inhalationsversuch mit Beagle-Hunden, die reproterolhydrochloridhaltigem Dosieraerosol exponiert wurden, trat nach 3 x 5 Huben (1 Hub = 500 pg Reproterolhydrochlorid) lediglich zu Versuchsbeginn, bei ansonsten unauffalligem Verhalten und fehlenden funktionellen oder morphologischen Organveranderungen, Tachykardie auf.

Ratten wurden in einer 6 Monate dauernden Inhalationstoxizitatsprufung taglich uber 6 Stunden 20 Huben eines Reproterolaerosols (1 Hub = 500 pg Reproterolhydrochlorid) ohne toxische Reaktionen exponiert, wahrend 60 Hube pro Tier pro Tag im letalen Bereich lagen.

AARANE N

In einer 13-Wochen-Inhalationsstudie mit AARANE N an Ratten wurden die von beiden Einzelstoffen bekannten Effekte bestatigt und keine neuen, auf die Kombination zu beziehenden Reaktionen beobachtet. Auf das Korpergewicht umgerechnete Mengen von 6 mg Natriumcromoglicat und 3 mg Reproterolhydrochlorid (pro kg KG und Tag) konnen als nicht toxische Dosen angesehen werden, das heiBt, eine therapeutische Breite von mindestens 15 ist ableitbar.

Mutagenitat

Natriumcromoglicat

Natriumcromoglicat ist nur unzureichend auf eine mutagene Wirkung untersucht. Die bisherigen Angaben weisen nicht auf ein mutagenes Potenzial hin.

Reproterolhydrochlorid

In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen unter Verwendung der ublichen Testverfahren erbrachten keine Hinweise auf mutagene Eigenschaften von Reproterolhydrochlorid.

Kanzerogenitat

Natriumcromoglicat

Langzeituntersuchungen an verschiedenen Spezies ergaben keine Hinweise auf ein tumorerzeugendes Potenzial.

Reproterolhydrochlorid

Langzeituntersuchungen zur Kanzerogenitat von Reproterolhydrochlorid wurden an Ratten durchgefuhrt. Hierbei kam es unter sehr hohen Dosen, wie auch bei anderen B-Sympathomimetika, zur Ausbildung von gutartigen Leiomyomen des Mesovariums, deren Ausbildung nach dem jetzigen Kenntnisstand keine Bedeutung fur den Menschen besitzt.

Reproduktionstoxikologie

Natriumcromoglicat

Bisherige Erfahrungen mit Natriumcromoglicat am Menschen ergaben keine Hinweise auf ein erhohtes Risiko fur Missbildungen.

Reproduktionstoxikologische Studien an Kaninchen, Ratten und Mausen ergaben keine Anhaltspunkte fur einen teratogenen oder sonstigen embryotoxischen Effekt von Natriumcromoglicat. Die Fertilitat mannlicher und weiblicher Ratten, der Graviditatsverlauf sowie die peri- und postnatale Entwicklung der Feten blieben unbeeinflusst.

In Untersuchungen an Affen fand man, dass nach i. v. Applikation 0,08 % der Dosis diaplazentar den Feten erreichte und nur 0,001 % der applizierten Dosis in die Milch ausgeschieden wurde.

Reproterolhydrochlorid

Bei reproduktionstoxikologischen Studien lag der NOEL nach i. v. Gabe von Reproterolhydrochlorid bei der Ratte bei 30 mg/kg KG und beim Kaninchen bei 7,5 mg/kg KG. In hoheren getesteten Dosen zeigten sich embryotoxische Wirkungen (Resorptionen, retardierte Gesamtentwicklung). Hinweise auf ein teratogenes Potenzial gab es nicht.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Apafluran, Poly(oxyethylen)-25-glyceroltrioleat, Ethanol 96 %, Saccharin-Natrium 2 H2O, Dentomint PH/799959 Symrise (Aroma, enthalt Levomenthol/Pfefferminzol).

6.2 Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre.

AARANE N soil nach dem auf der auBeren Umhullung und dem Behaltnis angegebenen Verfallsdatum nicht mehr angewendet werden.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Behalter steht unter Druck. Vor Hitze, direkter Sonnenbestrahlung und Frost schutzen.

Nicht gegen Flammen oder auf gluhende Gegenstande spruhen.

Nicht gewaltsam offnen oder verbrennen.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

1 Druckgasbehaltnis enthalt 10 ml Druckgasinhalation, Suspension. Der Inhalt eines Behalters reicht fur mindestens 200 SpruhstoBe.

PackungsgroBen:

Packungen mit 10 ml, 2 x 10 ml und 3 x 10 ml Druckgasinhalation, Suspension Klinikpackungen mit 6 x 10 ml und 12 x 10 ml Druckgasinhalation, Suspension

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Um einen optimalen Therapieeffekt zu erreichen, ist eine ausfuhrliche Unterweisung des Patienten im Gebrauch des Dosieraerosols erforderlich (siehe „Gebrauchsanleitung zur Handhabung des Dosieraerosols“ sowie „Wichtige Hinweise zur Pflege und Reinigung“).

7. INHABER DER ZULASSUNG

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH 65926 Frankfurt am Main

Postanschrift:

Postfach 80 08 60 65908 Frankfurt

Telefon: (0180) 2 22 20 101 Telefax: (0180) 2 22 20 111 E-Mail: medinfo.de@sanofi.com

8. ZULASSUNGSNUMMER 3159.00.00

9.    DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

13.04.1983/18.12.2009

10.    STAND DER INFORMATION

Dezember 2013

11.    VERKAUSABGRENZUNG V erschreibungspflichtig.

13

1

0,06 €/Anruf (dt. Festnetz); max. 0,42 €/min (Mobilfunk).

AARANE N