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Abführdragees n



Gebrauchsinformation Abführdragees n


Gebrauchsinformation

Liebe Patientin, lieber Patient!

Bitte lesen Sie diese Gebrauchsinformation aufmerksam, weil sie wichtige Informationen darüber enthält, was Sie bei der Anwendung dieses Arzneimitttels beachten sollen. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Abführdragees N

Wirkstoff: Alexandriner-Sennesfrüchte-Trockenextrakt

Zusammensetzung

1 überzogene Tablette enthält:

Arzneilich wirksamer Bestandteil:

Trockenextrakt aus Alexandriner Sennesfrüchten (6-12:1), 42,43 - 74,08 mg entspr. 10 mg Hydroxyanthracenglykoside, berechnet als Sennosid B. Auszugsmittel: Ethanol 60 % (V/V)


Sonstige Bestandteile:

Maltodextrin, Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Poly (O-carboxymethyl) stärke, Natriumsalz, hochdisperses Siliciumdioxid, Cellulosepulver, Stearinsäure, Magnesiumstearat, Sucrose, Talkum, Calciumcarbonat E 170, arabisches Gummi, D-Glucose, Tragant, Poly(O-acetyl)stärke, Montanglycolwachs, Aluminiumoxid, Farbstoffe (E 104, E 110, E 132, E 171).

1 überzogene Tablette enthält 279 mg Kohlenhydrate, entsprechend 0,023 BE.

Darreichungsform und Packungsgrößen

Originalpackung mit 45 überzogenen Tabletten

Pflanzliches stimulierendes Abführmittel

MR Pharma GmbH hergestellt bei: Klocke Pharma Service GmbH

Straßburger Str. 77 Rudolf-Diesel-Str. 54-56

77767 Appenweier 76356 Weingarten

Tel.: 07805-401601 Tel.: 07244-610

Vertriebsunternehmer: [vollständige Adresse]

Anwendungsgebiete

Zur kurzfristigen Anwendung bei gelegentlich auftretender Verstopfung (Obstipation)

Gegenanzeigen

Wann dürfen Sie Abführdragees N nicht anwenden?

Abführdragees N darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber Zubereitungen aus Alexandriner-Sennesfrüchten, Gelborange Soder einen der sonstigen Bestandteile von Abführdragees N, bei Darmverschluss, bei Blinddarmentzündung, bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa; bei Bauchschmerzen unbekannter Ursache sowie bei schwerem Flüssigkeitsmangel mit Wasser- und Salzverlusten.

Wann dürfen Sie Abführdragees N erst nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden?

Abführdragees N darf erst nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten, den Herzmuskel stärkenden Arzneimitteln (Herzglykosiden), Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika), Arzneimittel, die zur Cardioversion (Wiederherstellung eines gleichmäßigen Herzrhythmus) eingesetzt werden, z.B. Chinidin, Arzneimittel, die zu einer QT-Verlängerung im EKG führen, Arzneimittel, die die Harnausscheidung steigern (Diuretika), Cortison und Cortison-ähnlichen Substanzen (Nebennierenrindensteroide) und Süßholzwurzel.Was müssen Sie in Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Wegen unzureichender toxikologischer Untersuchungen darf Abführdragees N in Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Abführdragees N darf von Kindern unter 12 Jahren nicht eingenommen werden.

Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung und Warnhinweise

Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?

Bei einer Verstopfung, die länger als 1 Woche andauert, ist ein Arzt aufzusuchen.

Wie alle Abführmittel sollte Abführdragees N nicht eingenommen werden, wenn nicht untersuchte akute oder dauerhafte Magen-Darm-Beschwerden vorliegen. Falls Abführmittel jeden Tag benötigt werden, sollte die Ursache der Verstopfung ermittelt werden. Eine längerfristige Einnahme von Abführmitteln sollte vermieden werden.

Eine über die kurz dauernde Anwendung hinausgehende Einnahme die Darmtätigkeit anregender (stimulierender) Abführmittel kann zu einer Abhängigkeit mit der Notwendigkeit von erhöhten Dosierungen, Darmerschlaffung mit ver-minderter Funktion sowie zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen. Das Präparat sollte nur dann eingesetzt werden, wenn die Verstopfung durch eine Ernährungsumstellung oder durch Quellstoffpräparate nicht zu beheben ist.

Hinweis:

Bei inkontinenten Erwachsenen sollte bei Einnahme von Abführdragees N ein längerer Hautkontakt mit dem Kot durch Wechseln der Vorlage vermieden werden.

Dieses Arzneimittel enthält Lactose und Sucrose. Bitte nehmen Sie Abführdragees N daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.




Wechselwirkungen

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Abführdragees N und was müssen Sie beachten, wenn Sie zusätzlich andere Arzneimittel einnehmen?

Bei andauerndem Gebrauch oder Missbrauch ist durch Kaliummangel eine Verstärkung der Wirkung bestimmter, den Herzmuskel stärkender Arzneimittel (Herzglykoside) sowie eine Beeinflussung der Wirkung von Mitteln gegen Herzrhythmustörungen ( Antiarrhythmika) möglich. Arzneimittel, die zur Cardioversion (Wiederherstellung eines gleichmäßigen Herzrhythmus) eingesetzt werden, z.B. Chinidin und Arzneimittel, die zu einer QT-Verlängerung im EKG führen, können ebenfalls beeinflusst werden. Die Kaliumverluste können durch gleichzeitige Anwendung von bestimmten Arzneimittel, die die Harnausscheidung steigern (Diuretika), Cortison oder Cortison-ähnliche Substanzen (Nebennierenrindensteroide) oder Süßholzwurzel verstärkt werden.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.


Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Abführdragees N nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Abführdragees N sonst nicht richtig wirken können.

Wie viel und wie oft sollten Sie Abführdragees N einnehmen?

Die höchste tägliche Aufnahme darf nicht mehr als 30 mg Hydroxyanthracenderivate betragen; das entspricht 3 überzogenen Tabletten Abführdragees N.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: Erwachsene und Heranwachsende ab 12 Jahren nehmen einmal täglich 1 - 3 überzogene Tabletten ein. Die persönlich richtige Dosierung ist die geringste, die erforderlich ist, um einen weich geformten Stuhl zu erhalten.

Da Abführdragees N bereits in geringer Menge wirkt, ist z.B. mit einer überzogenen Tablette zu beginnen. Die Dosierung kann individuell bis zu einer Höchstmenge von 3 überzogenen Tabletten gesteigert werden.

Wie und wann sollten Sie Abführdragees N anwenden?

Die überzogenen Tabletten sollten nach der Abendmahlzeit unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.

Die abführende Wirkung setzt etwa 6 – 10 Stunden nach der Einnahme ein.

Wie lange sollten Sie Abführdragees N anwenden?

Abführdragees N dürfen wie alle anthrachinonhaltigen Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeiträume (mehr als 1 Woche) eingenommen werden. Eine über die kurz dauernde Anwendung hinausgehende Einnahme stimulierender Abführmittel kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen.

Anwendungsfehler und Überdosierung

Was ist zu tun, wenn Abführdragees N in zu großen Mengen angewendet wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?

Bei versehentlicher oder beabsichtigter Überdosierung können schmerzhafte Darmkrämpfe und schwere Durchfälle mit der Folge von Wasser- und Salzverlusten sowie eventuell starke Magen-Darm-Beschwerden auftreten.

Bei Überdosierung benachrichtigen Sie bitte umgehend einen Arzt. Er wird entscheiden, welche Gegenmaßnahmen (z.B. Zuführung von Flüssigkeit und Salzen) gegebenenfalls erforderlich sind.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann Abführdragees N Nebenwirkungen haben.

Die Aufzählung umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Zubereitungen aus Sennes auch solche unter höherer Dosierung oder Langzeittherapie.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:

mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig:

mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich:

mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten:

mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Sehr selten:

1 oder weniger von 10 000 Behandelten einschließlich Einzelfälle


Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Abführdragees N auftreten?

Sehr selten kann es zu krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden kommen. In diesen Fällen ist eine Verminderung der Dosis erforderlich.

Sehr selten können Unverträglichkeitsreaktionen in Form von Juckreiz, Nesselsucht (Urtikaria), Hautausschlag, entweder örtlich begrenzt oder am ganzen Körper (sog. lokales oder generalisiertes Exanthem) auftreten.

Bei lang dauerndem Gebrauch oder bei höherer Dosierung (Missbrauch) kann es zu Störungen des Wasser- und Salzhaushaltes kommen.

Auftretende Durchfälle können insbesondere zu Kaliumverlusten führen. Der Kaliumverlust kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von den Herzmuskel stärkenden Arzneimitteln (Herzglykosiden), die Harnausscheidung steigernden Arzneimitteln (Diuretika) und Cortison und Cortison-ähnlichen Substanzen (Nebennierenrindensteroiden).

Bei lang dauerndem Gebrauch kann es zur Ausscheidung von Eiweiß und Blut im Urin kommen. Weiterhin kann eine Verfärbung der Darmschleimhaut (Pseudomelanosis coli) auftreten, die sich nach Absetzen des Präparates in der Regel zurückbildet.

Im Laufe der Behandlung kann eine harmlose Rotfärbung des Harns auftreten.

Gelborange S (E 110) kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Wenn Sie Nebenwirkungen beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Falls Nebenwirkungen auftreten, ist eine Verminderung der Dosis oder gegebenenfalls ein Absetzen des Arzneimittels erforderlich.

Bei Auftreten von Unverträglichkeitsreaktionen (Hautausschlägen) muss das Arzneimittel abgesetzt und Ihr Arzt aufgesucht werden, damit er diese gegebenenfalls behandeln kann.

Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels

Das Verfalldatum dieser Packung ist auf der Faltschachtel und der Blisterfolie aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum.

Nicht über 25° C aufbewahren.

Stand der Information

[Monat/Jahr]

266/d/EA


Empfehlungen für den Patienten

Eine unregelmäßige Lebensweisebringt uns aus dem natürlichen Lebensrhythmus. Eine natürliche Lebensweise ist notwendig. Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten vor allem in Ruhe ein und gewöhnen Sie sich daran, Ihren Darm regelmäßig zur festgesetzten Stunde zu entleeren.

Mangelnde Bewegungist eine Hauptursache der Verstopfung. Die Ärzte fordern mindestens 1 Stunde Gehen pro Tag oder ¼ Stunde Rad fahren. Benutzen Sie nicht immer das Auto, Bus oder Straßenbahn. Machen Sie Besorgungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Und wandern Sie mal wieder!

Falsche Ernährungerschwert dem Verdauungstrakt die Arbeit. Einseitige, füllstoffarme Nahrung schadet ebenso wie zu fett, zu viel, zu fein, zu süß. Essen Sie weniger Weißbrot, dafür mehr Vollkornbrot. Anstelle von Feingemüse sollten leichte Kohlsorten, Sauerkraut, Salate und Rohkost treten. Bevorzugen Sie Obst, Backobst, Buttermilch, Joghurt und Mineralwasser.


Abführdragees N

Fachinformation Abführdragees n

Fachinformation


M R Pharma GmbH Abführdragees N

Appenweier


1. Bezeichnung des Arzneimittels


Abführdragees N


Wirkstoff: Alexandriner- Sennesfrüchte-Trockenextrakt


2. Verschreibungsstatus / Apothekenpflicht

Apothekenpflichtig


3. Zusammensetzung des Arzneimittels

3.1 Stoff- oder Indikations-gruppe


Pflanzliches stimulierendes Abführmittel


3.2 Arzneilich wirksamer Bestandteil

1 überzogene Tablette enthält:

Trockenextrakt aus Alexan-driner Sennesfrüchten (6-12:1), 42,43 - 74,08 mg entsprechend 10 mg Hydroxyanthracen-glykoside, berechnet als Sennosid B. Auszugsmittel: Ethanol 60 % (V/V).


3.3 Sonstige Bestandteile

Maltodextrin, Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Poly (O-carboxy-methyl)stärke, Natriumsalz, hochdisperses Siliciumdioxid, Cellulosepulver, Stearinsäure, Magnesiumstearat, Sucrose, Talkum, Calciumcarbonat E 170, arabisches Gummi, D-Glucose, Tragant, Poly (O-acetyl)stärke, Montanglycolwachs, Aluminiumoxid, Farbstoffe (E 104, E 110, E 132, E 171)


Eine überzogene Tablette enthält 279 mg Kohlenhydrate, entsprechend 0,023 BE.


4. Anwendungsgebiete

Zur kurzfristigen Anwendung bei gelegentlich auftretender Obstipation.


5. Gegenanzeigen

Bekannte Allergie gegen Alexandriner-Sennesfrüchte, Gelborange S (E 110) oder einen der sonstigen Bestand-teile des Arzneimittels , Ileus, Appendizitis, chronisch-ent-zündliche Darmerkrankungen wie z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa; abdominelle Schmerzen unbekannter Genese; schwere Dehydra-tation mit Wasser- und Eletro-lytverlusten, Kinder unter 12 Jahre.

In der Packungsbeilage wird der Patient darauf hingewiesen, dass vor der Anwendung des Präparates bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden, Antiarrhythmika, Arzneimittel, die zur Cardioversion eingesetzt werden, z.B. Chinidin, Arzneimittel, die zu einer QT-Verlängerung führen, Diuretika, Cortison und Cortison-ähnliche Substanzen oder Süßholzwurzel der Arzt zu befragen ist.

6. Nebenwirkungen

Sehr selten krampfartige Magen-Darm-Beschwerden. In diesen Fällen ist eine Dosis-reduktion erforderlich. Sehr selten allergische Reaktionen (Pruritus, Urtikaria, lokales oder generalisiertes Exanthem).

Bei chronischem Gebrauch (Missbrauch) kann es zu Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes kommen. Auftretende Diarrhoen können insbesondere zu Kalium-verlusten führen. Der Kalium-verlust kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskel-schwäche führen, insbeson-dere bei gleichzeitiger Ein-nahme von Herzglykosiden, Diuretika und Nebennieren-rindensteroiden. Bei einem chronischen Gebrauch kann es zu Albuminurie und Hämaturie kommen. Weiterhin kann eine Pigmentierung der Darm-schleimhaut (Pseudomela-nosis coli) auftreten, die sich nach Absetzen des Präparates in der Regel zurückbildet.

Im Laufe der Behandlung kann

eine harmlose Rotfärbung des Harns auftreten.

In der Packungsbeilage wird der Patient auf folgendes hingewiesen:

Falls Nebenwirkungen auf-treten, ist eine Verminderung der Dosis oder gegebenenfalls ein Absetzen des Arzneimittels erforderlich.

Bei Auftreten von Unverträg-lichkeitsreaktionen (Hautaus-schlägen) muss das Arznei-mittel abgesetzt und Ihr Arzt aufgesucht werden, damit er diese gegebenenfalls be-handeln kann.

Gelborange S kann allergische Reaktionen hervorrufen.


7. Wechselwirkungen mit

anderen Mitteln

Bei andauerndem Gebrauch oder Missbrauch ist durch Kaliummangel eine Verstärkung der Herzglykosidwirkung sowie eine Beeinflussung der Wirkung von Antiarrhythmika möglich. Arzneimittel, die zur Cardioversion eingesetzt werden, z.B. Chinidin und Arzneimittel, die zu einer QT-Verlängerung führen, können ebenfalls beeinflusst werden.

Die Kaliumverluste können durch Kombination mit Diuretika, Cortison, Nebennierenrindensteroiden und Süßholzwurzel verstärkt werden.


8. Warnhinweise

Eine über eine kurzdauernde Anwendung hinausgehende

Einnahme stimulierender Abführmittel kann zu einer Verstärkung der Darmträgheit führen.

Das Präparat sollte nur dann eingesetzt werden, wenn durch Ernährungsumstellung oder Quellstoffpräparate kein therapeutischer Effekt zu er-zielen ist.

Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Into-leranz, Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel, Saccharase-Isomaltase-Mangel oder Glu-cose-Galactose-Malabsorption sollten Abführdragees N nicht einnehmen.

Hinweis:

Bei inkontinenten Erwach-

senen sollte bei Einnahme von Abführdragees N ein längerer Hautkontakt mit dem Kot durch Wechseln der Vorlage vermieden werden.


9. Wichtigste Inkompatibilitäten

Keine bekannt


10. Dosierung mit Einzel- und Tagesangaben


Die maximale Tagesdosis an Hydroxyanthracenderivaten beträgt 30 mg. Dies entspricht 3 überzogenen Tabletten.

Empfohlene mittlere Tages-dosis: Erwachsene und Heran-wachsende ab 12 Jahren nehmen 1 mal täglich 1 – 3 überzogene Tabletten ein. Die individuell richtige Dosierung ist die geringste, die erforder-lich ist, um einen weich ge-formten Stuhl zu erhalten.


11. Art und Dauer der Anwendung

Abführdragees N werden nach dem Abendessen unzerkaut mit viel Flüssigkeit eingenommen.


12. Notfallmaßnahmen, Symptome und Gegenmittel

Symptome der Intoxikation:

Bei versehentlicher oder beab-sichtigter Überdosierung können schmerzhafte Darm-krämpfe und schwere Diar-rhoen mit der Folge von Wasser- und Elektrolytver-lusten auftreten sowie even-tuell starke Magen-Darm-Beschwerden.

Notfallmaßnahmen:

Die Therapie besteht in Aus-gleich des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes.

In der Gebrauchsinformation wird der Patient auf folgendes hingewiesen:

Bei Überdosierung benachrich-tigen Sie bitte umgehend einen Arzt. Er wird entscheiden, welche Gegenmaßnahmen (z. B. Zuführung von Flüssig-keit und Salzen) gegebenen-falls erforderlich sind.


13. Pharmakologische und toxikologische Eigen-schaften, Pharmakokinetik, Bioverfügbarkeit, soweit diese Angaben für die thera-peutische Verwendung er-forderlich sind


13.1 Pharmakologische Eigen-schaften

1,8-Dihydroxyanthracenderi-vate haben einen laxierenden Effekt. Dieser beruht auf den Sennosiden bzw. ihrem ak-tivem Metaboliten im Dick-darm, Rheinanthron, vorwie-gend auf einer Beeinflussung der Colonmotilität im Sinne einer Hemmung der statio-nären und einer Stimulierung der propulsiven Kontraktionen. Daraus resultieren eine be-schleunigte Darmpassage und aufgrund der verkürzten Kon-taktzeit eine Verminderung der Flüssigkeitsresorption. Zusätz-lich werden durch eine Stimu-lierung der aktiven Chlorid-sekretion Wasser und Elektro-lyte sezerniert.


13.2 Toxikologische Eigenschaften

Drogenzubereitungen besitzen, vermutlich aufgrund des Ge-haltes an Aglykonen, eine höhere Allgemeintoxizität als die reinen Glykoside. Ein Sennesextrakt war in vitro mutagen, die Reinsubstanzen Sennosid A, B waren negativ. In-vivo Untersuchungen zur Mutagenität mit einem defi-nierten Extrakt aus Sennes-früchten verliefen negativ. Untersucht wurden Zuberei-tungen mit einem Gehalt von

1,4 - 3,5 % Anthranoiden (be-rechnet als Summe der einzeln bestimmten Verbindungen),

die rechnerisch 0,9 - 2,3 % potentiellem Rhein, 0,05-0,15 % potentiellem Aloe-Emodin und 0,001 - 0,006 potentiellem Emodin entsprechen. Für Aloe-Emodin und Emodin liegen teilweise positive Be-funde vor. Untersuchungen zur Kanzerrogenität liegen mit einer angereicherten Senno-sidfraktion vor, die etwa 40,8 % Anthranoide, davon 35 % Gesamtsennoside (berechnet als Summe der einzeln be-stimmten Verbindungen) enthält, entsprechend ca. 25,2 % rechnerisch ermitteltem potentiellem Gesamtrhein, 2,3 % potentiellem Aloe-Emodin und 0,007 % potentiellem Emodin. Die geprüfte Substanz enthielt 142 ppm freies Aloe-Emodin. In dieser Studie an Ratten über 104 Wochen mit Dosen bis zu 25 mg/kg KG wurde keine substanzbedingte Häufung von Tumoren beob-achtet.


13.3 Pharmakokinetik

Systematische Untersuchungen zur Kinetik von Drogenzubereitungen fehlen, jedoch ist davon aus-zugehen, dass die in der Droge enthaltenen Aglykone bereits im oberen Dünndarm resor-biert werden. Die ß-glykosi-disch gebundenen Glykoside sind Pro-drugs, die im oberen Magen-Darm-Trakt weder gespalten noch resorbiert werden. Sie werden im Dick-darm durch bakterielle Enzyme in Rheinanthron abgebaut. Rheinanthron ist der laxative Metabolit. Die systematische Verfügbarkeit von Rhein-anthron ist sehr gering. Im Tierexperiment werden im Urin < 5 % in Form der oxidierten, teils konjugierten Produkte Rhein und Sennidine ausge-

schieden. Der größte Teil des Rheinanthrons (> 90 %) wird in den Faeces an Darminhalt gebunden und in Form von polymeren Verbindungen ausgeschieden.

Aktive Metaboliten, wie Rhein, gehen in die Muttermilch über. Eine laxierende Wirkung bei gestillten Säuglingen wurde nicht beobachtet. Tierexperimentell ist die Plazentagängigkeit von Rhein äußerst gering.


14. Sonstige Hinweise

Keine


15. Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit des Arzneimittels beträgt 3 Jahre


16. Besondere Lager- und Aufbewahrungshinweise

Nicht über 25˚ C aufbewahren.


17. Darreichungsformen und Packungsgrößen

Originalpackung mit 45 überzogenen Tabletten


18. Stand der Information

[Monat/Jahr]


19. Name oder Firma und Anschrift des pharma-zeutischen Unternehmers

MR Pharma GmbH

Straßburger Str. 77

77767 Appenweier

Telefon: 07805 / 401601

Telefax: 07805 / 3988


Vertriebsunternehmer: [vollständige Adresse]

Abführdragees N