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Adalat 5mg/50ml pro infusione



Gebrauchsinformation Adalat 5mg/50ml pro infusione

Gebrauchsinformation: Information fur Patienten

Adalat® 5 mg/50 ml pro infusione, Infusionslosung

Nifedipin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist Adalat 5 mg/50 ml pro infusione und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Anwendung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione beachten?

3.    Wie ist Adalat 5 mg/50 ml pro infusione anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Adalat 5 mg/50 ml pro infusione aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Adalat 5 mg/50 ml pro infusione und wofur wird es angewendet?

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione enthalt den Wirkstoff Nifedipin.

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione ist ein Mittel zur Behandlung von Herzerkrankungen.

Es wird angewendet zur Behandlung

-    der vasospastischen Angina (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina)

-    des hypertensiven Notfalls

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione beachten? Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf nicht angewendet werden,

-    wenn Sie allergisch gegen Nifedipin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

-    wenn Sie    einen Herz-Kreislauf-Schock erlitten haben

-    wenn Sie    an einer Herzklappenverengung (Aortenstenose) leiden

-    wenn Sie    in Ruhe unter Beschwerden (z. B. Schmerzen oder Engegefuhl im Brustbereich) von

Zustanden mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels (instabile Angina pectoris) leiden

-    wenn Sie innerhalb der letzten 4 Wochen einen akuten Herzinfarkt erlitten haben

-    wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel mit dem Wirkstoff Rifampicin (Arzneimittel gegen Tuberkulose) einnehmen

-    wenn Sie schwanger sind, bis zur 20. Woche der Schwangerschaft

-    wenn Sie    stillen

Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Adalat 5 mg/50 ml pro infusione bei Ihnen angewendet wird.

Die Behandlung mit Adalat 5 mg/50 ml pro infusione bedarf der regelmabigen arztlichen Kontrolle,

-    wenn Sie niedrigen Blutdruck (RR-Wert systolisch unter 90 mm Hg) haben

-    wenn Sie unter einer nicht ausreichend behandelten Herzmuskelschwache (dekompensierte Herzinsuffizienz) leiden

-    wenn Sie schwanger sind (siehe Abschnitt 2 „Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebarfahigkeit“).

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione sollte bei Ihnen nicht angewendet werden, wenn ein kausaler Zusammenhang zwischen ischamischem Schmerz und einer fruheren Therapie mit Nifedipin vermutet wird.

Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es gelegentlich zum Auftreten von Angina pectoris-Anfallen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Haufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfalle kommen.

Sehr selten ist uber das Auftreten von Herzinfarkten berichtet worden.

Der Wirkstoff in Adalat 5 mg/50 ml pro infusione, Nifedipin, wird unter Beteiligung eines bestimmten Enzymsystems (Cytochrom P450 3A4) abgebaut. Durch andere Arzneimittel kann dieses Enzymsystem gehemmt oder verstarkt werden. Hierdurch konnen die Wirkungen und Nebenwirkungen von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione verandert werden (siehe Abschnitt 2 „Anwendung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

Wenn bei Ihnen Adalat 5 mg/50 ml pro infusione gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, die dieses Enzymsystem hemmen, angewendet wird, kann dies gesteigerte Wirkungen, aber auch verstarkt auftretende Nebenwirkungen von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione zur Folge haben. Hierzu zahlen z. B. folgende Arzneimittel:

-    bestimmte Antibiotika (z. B. Erythromycin)

-    bestimmte Anti-HIV-Arzneimittel (z. B. Ritonavir)

-    bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Ketoconazol)

-    Nefazodon und Fluoxetin (Mittel gegen krankhaft traurige Verstimmung, Antidepressiva)

-    Chinupristin/Dalfopristin (Antibiotika)

-    Valproinsaure (Mittel gegen Epilepsie)

-    Cimetidin (Mittel zur Hemmung der Saureproduktion im Magen)

-    Trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel gegen    Depression)

-    Vasodilatatoren (gefaberweiternde Arzneimittel)

-    Cisaprid (Magen-Darm-Mittel)

Wenn Adalat 5 mg/50 ml pro infusione gleichzeitig mit    einem dieser Arzneimittel angewendet wird,

sollte der Blutdruck uberwacht werden und, falls erforderlich, eine Verringerung der Adalat 5 mg/50 ml pro infusione-Dosis in Betracht gezogen werden.

Bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion kann der Abbau von Nifedipin verzogert sein. Der Arzt wird daher den Behandlungsverlauf sorgfaltig uberwachen und gegebenenfalls die Dosis verringern.

Kinder und Jugendliche

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione wird nicht empfohlen fur die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aufgrund der nur begrenzt vorliegenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Patientengruppe.

Anwendung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kurzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione?

Nifedipin (Wirkstoff in Adalat 5 mg/50 ml pro infusione) wird unter Beteiligung eines bestimmten Enzymsystems (Cytochrom P450 3A4) abgebaut. Daher kann die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die dieses Enzymsystem beeinflussen, zu Wechselwirkungen dieser Arzneimittel mit Adalat 5 mg/50 ml pro infusione fuhren.

Sowohl das AusmaB wie auch die Dauer der Wechselwirkungen sollten in Betracht gezogen werden, wenn Adalat 5 mg/50 ml pro infusione zusammen mit den nachfolgend aufgefuhrten Arzneimitteln angewendet werden soll.

Verstarkung der Adalat 5 mg/50 ml pro infusione-Wirkungen und -Nebenwirkungen durch andere Arzneimittel

Wenn Sie gleichzeitig mit Adalat 5 mg/50 ml pro infusione folgende andere Arzneimittel anwenden, sollte der Blutdruck uberwacht und, falls erforderlich, eine Verringerung der Adalat 5 mg/50 ml pro infusione-Dosis in Betracht gezogen werden (siehe auch „Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen“):

-    Bestimmte Antibiotika (z. B. Erythromycin)

-    Bestimmte Anti-HIV-Arzneimittel (z. B. Ritonavir)

-    Bestimmte Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Ketoconazol)

-    Fluoxetin und Nefazodon (Mittel gegen krankhaft-traurige Verstimmung, Antidepressiva)

-    Chinupristin/Dalfopristin (Antibiotika)

-    Valproinsaure (Mittel gegen Epilepsie)

-    Cimetidin (Mittel gegen Magen- und Darmgeschwure)

-    trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen)

-    Vasodilatatoren (gefaBerweiternde Arzneimittel)

-    Cisaprid (Magen-Darm-Mittel)

Abschwachung der Adalat 5 mg/50 ml pro infusione-Wirkung durch andere Arzneimittel

Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose):

Rifampicin fuhrt zu einem beschleunigten Abbau von Nifedipin (Wirkstoff in Adalat 5 mg/50 ml pro infusione) im Korper. Bei einer Behandlung mit Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf Rifampicin nicht gleichzeitig angewendet werden, da keine wirksamen Blutspiegel von Nifedipin erreicht werden (siehe auch Abschnitt 2 ”Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf nicht angewendet werden”).

Phenytoin (Wirkstoff zur Behandlung von Herzrhythmusstorungen und Epilepsie):

Abschwachung der Wirksamkeit von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione. Bei gleichzeitiger Einnahme beider Arzneimittel sollte die Reaktion auf Nifedipin (Wirkstoff in Adalat 5 mg/50 ml pro infusione) beobachtet und gegebenenfalls eine Steigerung der Dosis von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione erwogen werden. Nach Beendigung der Anwendung von Phenytoin kann erneut eine Anpassung der Dosis von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione erforderlich sein.

Carbamazepin und Phenobarbital (Wirkstoffe zur Behandlung der Epilepsie):

Die gleichzeitige Einnahme von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione kann zu einer abgeschwachten Wirkung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione fuhren.

Wie beeinflusst Adalat 5 mg/50 ml pro infusione die Wirkung anderer Arzneimittel?

Blutdrucksenkende Arzneimittel:

Die blutdrucksenkende Wirkung anderer Arzneimittel verschiedener Wirkstoffgruppen kann durch Adalat 5 mg/50 ml pro infusione verstarkt werden, z. B. von:

-    Diuretika (harntreibende Mittel)

-    Beta-Rezeptorenblockern (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)

-    ACE-Hemmern (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)

-    Angiotensin-1-Rezeptor-Antagonisten (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)

-    anderen Calciumantagonisten (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)

-    Alpha-Rezeptorenblockem (Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Herzleistungsschwache)

-    PDE-5-Inhibitoren (Arzneimittel zur Behandlung von Erektionsstorungen)

-    Alpha-Methyldopa (Arzneimittel gegen Bluthochdruck)

Beta-Rezeptorenblocker (Wirkstoffgruppe von Blutdrucksenkern):

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern konnen in Einzelfallen Zeichen einer Herzleistungsschwache auftreten. Ihr Arzt wird in diesen Fallen den Behandlungsverlauf sorgfaltig uberwachen.

Digoxin (Wirkstoff zur Starkung der Herzkraft):

Die Konzentration dieses Arzneimittels im Blut kann ansteigen. Auf Anzeichen einer Digoxin-Ůberdosierung sollte geachtet werden und, falls notwendig, die Digoxin-Dosis vom Arzt reduziert werden (nach Bestimmung der Digoxin-Konzentration im Blut).

Theophyllin (Wirkstoff zur Erweiterung der Bronchien):

Die Konzentration dieses Arzneimittels im Blut kann ansteigen.

Vincristin (Wirkstoff zur Behandlung von Tumoren):

Die Ausscheidung von Vincristin wird vermindert, wodurch die Nebenwirkungen von Vincristin zunehmen konnen. Ihr Arzt wird evtl. eine Verringerung der Vincristin-Dosis verordnen.

Cephalosporine (Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionen):

Die Cephalosporin-Konzentration im Blut kann erhoht sein.

Chinidin (Wirkstoff zur Behandlung von Herzrhythmusstorungen):

In Einzelfallen bewirkt Adalat 5 mg/50 mg pro infusione einen Abfall bzw. das Absetzen von Adalat 5 mg/50 mg pro infusione einen deutlichen Anstieg des Chinidingehaltes im Blut (Kontrolle des Chinidingehaltes im Blut!). In anderen Fallen wurde auch uber einen Anstieg der Nifedipin-Konzentration im Blut durch Chinidin berichtet. Es wird deshalb empfohlen, den Blutdruck sorgfaltig zu uberwachen, wenn beide Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden. Ggf. sollte die Dosis von Adalat 5 mg/50 mg pro infusione verringert werden.

Tacrolimus (Wirkstoff zur Vorbeugung der Transplantatabstofiung nach z. B. Leber- und Nierentransplantationen):

Bei gleichzeitiger Einnahme von Adalat 5 mg/50 mg pro infusione konnen erhohte Tacrolimus-Blutspiegel auftreten, so dass die Tacrolimus-Dosis im Einzelfall reduziert werden sollte. Eine regelmaBige Kontrolle der Blutspiegel von Tacrolimus wird empfohlen.

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione enthalt 18,0 Vol.-% Alkohol. Daher konnen Interaktionen mit Arzneimitteln, die Alkohol-inkompatibel sind, auftreten.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/ Gebarfahigkeit

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf bei Ihnen wahrend der gesamten ersten 20 Wochen der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da experimentelle Studien mit dem Wirkstoff Nifedipin Hinweise auf Fetusschadigungen ergeben haben. Ausreichende Erfahrungen beim Menschen liegen nicht vor. Wird unter der Behandlung mit Adalat 5 mg/50 ml pro infusione eine Schwangerschaft festgestellt, muss unter arztlicher Beratung eine Umstellung der Behandlung erfolgen. Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann Adalat 5 mg/50 ml pro infusione nach sorgfaltiger Nutzen-Risiko-Abwagung angewendet werden, wenn andere Behandlungsmoglichkeiten nicht in Frage kommen oder sich als unwirksam erwiesen haben.

Wenn Sie Nifedipin zusammen mit intravenos verabreichtem Magnesiumsulfat erhalten, muss Ihr Blutdruck sorgfaltig uberwacht werden, da ein ubermabiger Blutdruckabfall auftreten kann, der sowohl die Mutter wie auch den Fetus schadigen kann.

Stillzeit

Wahrend der Stillzeit darf Adalat 5 mg/50 ml pro infusione nicht angewendet werden, da Nifedipin (Wirkstoff in Adalat 5 mg/50 ml pro infusione) in die Muttermilch ubergeht und keine Erfahrungen uber mogliche Auswirkungen auf den Saugling vorliegen. 1st wahrend der Stillzeit eine Behandlung mit Adalat 5 mg/50 ml pro infusione notwendig, sollten Sie abstillen.

Zcugungs-/Gcbarfahigkcit

In Einzelfallen wurde bei der kunstlichen Befruchtung unter Ruckubertragung der befruchteten Eizelle in die Gebarmutter eine Beeintrachtigung der Spermienfunktion mit der Anwendung von Nifedipin oder ahnlichen Wirkstoffen in Verbindung gebracht.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Der Alkoholgehalt in diesem Arzneimittel kann die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigen.

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione enthalt 18,0 Vol.-% Alkohol.

Bei Beachtung der Dosierungsanleitung werden bei einer taglichen Verabreichung von 300 ml bis zu 45 g Alkohol zugefuhrt. Vorsicht ist geboten. Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikem, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren, Stillenden und Kindern. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann beeintrachtigt oder verstarkt werden (siehe Abschnitt „Anwendung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione zusammen mit anderen Arzneimitteln“).

3. Wie ist Adalat 5 mg/50 ml pro infusione anzuwenden?

Die Behandlung soll moglichst individuell nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Ansprechen des Patienten unter Kontrolle von Blutdruck und Herzfrequenz durchgefuhrt werden.

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsangaben fur Erwachsene:

50 ml Adalat 5 mg/50 ml pro infusione in ca. 4 - 8 Std. infundieren (das entspricht: 6,3 ml - 12,5 ml Adalat 5 mg/50 ml pro infusione pro Stunde oder 0,63 mg - 1,25 mg Nifedipin pro Stunde).

Eine maximale Infusion von 150 - 300 ml Adalat 5 mg/50 ml pro infusione (entsprechend 15 - 30 mg Nifedipin) in 24 Stunden und Wiederholungen an bis zu 3 Tagen sind moglich, sollten jedoch nicht uberschritten werden.

Die Weiterbehandlung mit einer oralen Darreichungsform ist zu empfehlen.

Anwendung bei bestimmten Patientengruppen

Kinder und Jugendliche

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione wird nicht empfohlen fur die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren aufgrund der begrenzt vorliegenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Patientengruppe.

Áltere Patienten (> 65 Jahre)

Bei alteren Menschen kann eine geringe Dosis erforderlich sein.

Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion

Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion sollten sorgfaltig uberwacht werden; ggf. kann in schweren Fallen eine Dosisreduktion erforderlich sein.

Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion

Eine Dosisanpassung ist bei diesen Patienten nicht erforderlich.

Art der Anwendung

Intravenose Infusion

Die Infusion von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf nur mit dem beiliegenden Infusionszubehor durchgefuhrt werden (Spritze passend zu Perfusor® der Firma Braun Melsungen AG).

Wegen der Lichtempfindlichkeit der gebrauchsfertigen Losung ist auf Lichtschutz zu achten. Bei Verwendung des beiliegenden Infusionszubehors ist kein Verlust von Nifedipin zu erwarten.

Bei Herstellung einer Mischinfusion im Nebenschluss/Bypass muss der Lichtschutz gewahrleistet bleiben. Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf nur moglichst nahe an der Venenpunktionsstelle einer bereits laufenden Infusion im Nebenschluss zugesetzt werden. Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf keinesfalls in die Infusionslosung selbst eingespritzt werden.

Falls die Losung im Kuhlschrank gelagert wurde, sollte sie vor der intravenosen Infusion mindestens Raumtemperatur erreicht haben.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Einnahme bestimmt der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine groBere Menge von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione erhalten haben, als Sie sollten

Eine Uberdosierung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione kann zu starkem Blutdruckabfall, verlangsamter oder beschleunigter Herzschlagfolge, Bewusstseinstrubung bis zu tiefer Bewusstlosigkeit, erhohtem Blutzuckerspiegel (Hyperglykamie), Minderdurchblutung wichtiger Organe und durch Herzversagen ausgelostem Schock mit Ansammlung von Flussigkeit in der Lunge (Lungenodem) fuhren.

Verstandigen Sie bei Verdacht auf eine Uberdosierung sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser uber das weitere Vorgehen entscheiden kann.

Wenn Sie die Anwendung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione abbrechen

Bitte unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Adalat 5 mg/50 ml pro infusione nicht, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt abgesprochen zu haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Bei den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr haufig:    Kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen

Haufig:    Kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Gelegentlich:

Selten:

Sehr selten: Nicht bekannt:


Kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Mogliche Nebenwirkungen

Sehr haufig: Kopfschmerzen, Gewebeschwellung infolge Flussigkeitsansammlungen (Odeme).

Haufig: Schwindel, Benommenheit, Schwachegefuhl, Herzklopfen, Erweiterung der BlutgefaBe (z. B. Gesichtsrotung), Verstopfung, Ubelkeit, schmerzhafte Schwellung und Rotung von Armen und Beinen (Erythromelalgie, insbesondere zu Beginn der Behandlung), Schwitzen, allgemeines Unwohlsein.

Gelegentlich: Allergische Reaktionen, allergisch bedingte Gewebeschwellung, Gesichts- und Schleimhautschwellung im Mund und Rachen (Angioodem) einschlieBlich Kehlkopfschwellung, die lebensbedrohlich verlaufen kann. Juckreiz, Hautausschlag, Angstreaktionen, Schlafstorungen,

Migrane, Muskelzittern, Missempfindungen (z. B. Kribbeln, pelziges Gefuhl), unter Umstanden auch schmerzhaft. Schlafrigkeit/Mudigkeit, Nervositat, Sehstorungen, Erhohung der Pulsfrequenz, Blutdruckabfall, kurz andauernde Ohnmacht, Nasenbluten, verstopfte Nase, Atemnot, Schmerzen im Magen-Darm-Bereich, Bauchschmerzen, Verdauungsstorungen, Blahungen, Mundtrockenheit, vorubergehender Anstieg der Leberenzymwerte, Hautrotung mit Warmegefuhl, Muskelkrampfe, geschwollene Gelenke, Muskelschmerzen, vermehrter Harndrang sowie eine vermehrte tagliche Urinausscheidung, schmerzhafter Harndrang mit Erschwernis des Wasserlassens. Bei Niereninsuffizienz vorubergehende Verschlechterung der Nierenfunktion moglich,

Erektionsstorungen, unspezifische Schmerzen, Schuttelfrost, Reaktionen an der Injektions- und Infusionsstelle, Entzundung der Venen an der Infusionsstelle (Thrombophlebitis).

Gelegentlich kann es insbesondere zu Beginn der Behandlung zum Auftreten von Angina pectoris-Anfallen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Haufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfalle kommen.

Selten: Blutbildveranderungen wie Verminderung der roten und weiBen Blutkorperchen bzw. Blutplattchen (Anamie, Leukopenie, Thrombopenie), Haut- und Schleimhautblutungen bei verminderter Blutplattchenzahl (Thrombozytopenische Purpura), Nesselsucht, Erhohung des Blutzuckerspiegels, Zahnfleischwucherung, Appetitlosigkeit, Vollegefuhl, AufstoBen, Gelbsucht, allergische Lichtempfindlichkeit der Haut, tastbare, kleinfleckige Einblutungen in Haut und Schleimhaut, VergroBerung der mannlichen Brust (Gynakomastie), die sich nach Absetzen von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione zuruckbildet.

Sehr selten: Hochgradige Verminderung bestimmter weiBer Blutkorperchen (Agranulozytose), Herzinfarkt, schuppenartige Hautentzundung (exfoliative Dermatitis).

Haufigkeit nicht bekannt: Akute allergische Allgemeinreaktionen, die unter Umstanden lebensbedrohlich sein konnen (anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen), herabgesetzte Empfindung von Beruhrungsreizen, Augenschmerzen, Erbrechen, Speiserohrenentzundung, schwerwiegende und lebensbedrohliche Hautveranderungen mit Ablosung und Blasenbildung der Oberhaut (Syndrom der verbruhten Haut, toxische epidermale Nekrolyse), Gelenkschmerzen.

Unmittelbar nach Beginn der Infusion kann es haufig zu einem Anstieg der Herzfrequenz (Tachykardie) und zu Blutdrucksenkung unter die Norm (Hypotone Kreislaufreaktion) kommen, in der Regel 5-15 Minuten nach Infusionsende zur Ausgangslage zuruckkehren.

Bei Dialysepatienten mit Bluthochdruck und verminderter Blutmenge kann ein deutlicher Blutdruckabfall auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. Wie ist Adalat 5 mg/50 ml pro infusione aufzubewahren?

Nicht uber 25 °C lagern.

Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schutzen.

Die Infusionslosung ist sehr lichtempfindlich; deshalb sollte die mit einer Umhullung versehene Flasche erst zum Gebrauch aus der Faltschachtel entnommen werden. Die Verpackung in Braunglasflaschen kombiniert mit gelber, lichtschutzender Kunststoffumhullung bietet genugend Lichtschutz fur 1 Stunde.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett/dem Umkarton nach "Verw. bis" bzw. nach "Verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Die Verfalldatumsangabe gilt nur fur die ungeoffnete Originalpackung.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen Was Adalat 5 mg/50 ml pro infusione enthalt

-    Der Wirkstoff ist: Nifedipin

1 Durchstechflasche mit 50 ml enthalt 5 mg Nifedipin.

-    Die sonstigen Bestandteile sind: Ethanol 96 % (18,0 Vol.-%), Macrogol 400, Natriumhydroxid, Wasser fur Injektionszwecke

Wie Adalat 5 mg/50 ml pro infusione aussieht und Inhalt der Packung

Klare, gelbliche Losung.

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione ist in Packungen mit 1 Spritze, 1 Infusionsleitung und 1 Durchstechflasche mit 50 ml Infusionslosung zu 5 mg Nifedipin erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Bayer Vital GmbH

51368 Leverkusen

Tel.: 0214/30-5 13 48

Fax: 0214/30-5 16 03

E-Mail: bayer-vital@bayerhealthcare.com

Hersteller

Bayer Pharma AG Betrieb: 51368 Leverkusen

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im Mai 2014.

Die folgenden Informationen sind fur medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Die Verabreichung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione muss entsprechend den folgenden Anweisungen erfolgen.


Abb. 1

Spritze aufziehen. Hierbei durch mehrmaliges Pumpen den Inhalt der Flasche unter Druck setzen.

Abb. 2

Kanule entfernen und Infusionsleitung an der Spritze befestigen. Spritze und Leitung entluften!



Abb. 3

Aufgezogene Spritze in den Perfusor® legen und die Infusionsgeschwindigkeit einstellen.

Abb. 4

Infusionsleitung und Infusionskanule miteinander verbinden. Perfusor® einschalten. Bedienungsanleitung fur den Perfusor® beachten!

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Adalat 5mg/50ml pro infusione

Fachinformation Adalat 5mg/50ml pro infusione

F achinformation

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Adalat® 5 mg/50 ml pro infusione, Infusionslosung

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 Durchstechflasche mit 50 ml enthalt 5 mg Nifedipin.

Vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Infusionslosung: klare, gelbliche Losung

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

-    Zur Behandlung der vasospastischen Angina (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina)

-    Zur Behandlung des hypertensiven Notfalls

4.2    Dosierung und Art der Anwendung

Dosierung

Die Behandlung soll moglichst individuell nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Ansprechen des Patienten unter Kontrolle von Blutdruck und Herzfrequenz durchgefuhrt werden.

Soweit nicht anders verordnet, gelten die folgenden Dosierungsangaben fur Erwachsene:

50 ml Adalat 5 mg/50 ml pro infusione in ca. 4 - 8 Std. infundieren (das entspricht: 6,3 ml - 12,5 ml Adalat 5 mg/50 ml pro infusione pro Stunde oder 0,63 mg - 1,25 mg Nifedipin pro Stunde).

Eine maximale Infusion von 150 - 300 ml Adalat 5 mg/50 ml pro infusione (entsprechend 15 - 30 mg Nifedipin) in 24 Stunden und Wiederholungen an bis zu 3 Tagen sind moglich, sollten jedoch nicht uberschritten werden.

Die Weiterbehandlung mit einer oralen Darreichungsform ist zu empfehlen.

Zusatzliche Informationen zu bestimmten Patientengruppen

Kinder und Jugendliche

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione wird nicht empfohlen fur die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Nifedipin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurden nicht untersucht. Derzeit verfugbare Daten zur Anwendung von Nifedipin bei Hypertonie werden in Abschnitt 5.1 beschrieben.

Áltere Patienten (> 65 Jahre)

Die Pharmakokinetik von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione ist bei alteren Menschen verandert, sodass geringere Erhaltungsdosen Nifedipin erforderlich sein konnen.

Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion

Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion sollten sorgfaltig uberwacht werden; ggf. kann in schweren Fallen eine Dosisreduktion erforderlich sein.

Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion

Ausgehend von den pharmakokinetischen Daten ist bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion keine Dosisanpassung notwendig (siehe Abschnitt 5.1).

Art der Anwendung

Intravenose Infusion

Die Infusion von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf nur mit dem beiliegenden Infusionszubehor durchgefuhrt werden (Spritze passend zu Perfusor® der Firma Braun Melsungen AG).

Wegen der Lichtempfindlichkeit der gebrauchsfertigen Losung ist auf Lichtschutz zu achten. Bei Verwendung des beiliegenden Infusionszubehors ist kein Verlust von Nifedipin zu erwarten.

Bei Herstellung einer Mischinfusion im Nebenschluss/Bypass muss der Lichtschutz gewahrleistet bleiben. Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf nur moglichst nahe an der Venenpunktionsstelle einer bereits laufenden Infusion im Nebenschluss zugesetzt werden. Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf keinesfalls in die Infusionslosung selbst eingespritzt werden.

Falls die Losung im Kuhlschrank gelagert wurde, sollte sie vor der intravenosen Infusion mindestens Raumtemperatur erreicht haben.

Die Verabreichung von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione muss entsprechend den folgenden Anweisungen erfolgen.



Abb. 1

Spritze aufziehen. Hierbei durch mehrmaliges Pumpen den Inhalt der Flasche unter Druck setzen.


Abb. 2

Kanule entfernen und Infusionsleitung an der Spritze befestigen. Spritze und Leitung entluften!




Abb. 3

Aufgezogene Spritze in den Perfusor® legen und die Infusionsgeschwindigkeit einstellen.


Abb. 4

Infusionsleitung und Infusionskanule miteinander verbinden. Perfusor® einschalten. Bedienungsanleitung fur den Perfusor® beachten!


4.3    Gegenanzeigen

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione darf nicht angewendet werden

-    bei Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile

-    bei Herz-Kreislauf-Schock

-    bei hohergradiger Aortenstenose

-    bei instabiler Angina pectoris

-    bei akutem Myokardinfarkt (innerhalb der ersten 4 Wochen)

-    bei gleichzeitiger Behandlung mit Rifampicin, da aufgrund der Enzyminduktion keine wirksamen Nifedipin-Plasmaspiegel erreicht werden (siehe Abschnitt 4.5)

-    in der Schwangerschaft vor der 20. Woche und in der Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6)

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Eine besonders sorgfaltige arztliche Uberwachung ist erforderlich bei:

-    schwerer Hypotension (RR-Wert weniger als 90 mm Hg systolisch)

-    dekompensierter Herzinsuffizienz

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione sollte nicht angewendet werden, wenn ein kausaler Zusammenhang zwischen ischamischem Schmerz und einer fruheren Therapie mit Nifedipin vermutet wird.

Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es gelegentlich zum Auftreten von Angina pectoris-Anfallen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Haufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfalle kommen.

Sehr selten ist uber das Auftreten von Myokardinfarkten berichtet worden.

Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion sollten sorgfaltig uberwacht werden. In schweren Fallen kann eine Dosisverringerung erforderlich sein.

Nifedipin wird uber das Cytochrom P450 3A4-System metabolisiert. Daher konnen Wirkstoffe, von denen bekannt ist, dass sie dieses Enzymsystem beeinflussen, den First-Pass-Metabolismus oder die Ausscheidung von Nifedipin verandern (siehe Abschnitt 4.5).

Die Plasmaspiegel von Nifedipin konnen z. B. durch folgende Arzneimittel, die als Inhibitoren dieses Enzymsystems bekannt sind, erhoht werden:

-    Makrolid-Antibiotika (z. B. Erythromycin)

-    Anti-HIV-Proteaseinhibitoren (z. B. Ritonavir)

-    Antimykotika vom Azol-Typ (z. B. Ketoconazol)

-    Antidepressiva: Nefazodon und Fluoxetin

-    Chinupristin/Dalfopristin

-    Valproinsaure

-    Cimetidin

-    Trizyklische Antidepressiva, Vasodilatatoren

-    Cisaprid

Wenn Adalat 5 mg/50 ml pro infusione gleichzeitig mit einem dieser Arzneimittel angewendet wird, sollte der Blutdruck uberwacht werden und, falls erforderlich, eine Verringerung der Nifedipin-Dosis in Betracht gezogen werden.

Nifedipin ist vor der 20. Schwangerschaftswoche kontraindiziert. Nifedipin sollte wahrend der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn der klinische Zustand der Frau erfordert eine Nifedipinbehandlung. Nifedipin sollte nur fur Frauen mit schwerer Hypertonie in Betracht gezogen werden, bei denen eine Standardtherapie nicht wirksam ist (siehe Abschnitt 4.6).

Wenn Nifedipin zusammen mit intravenos verabreichtem Magnesiumsulfat angewendet wird, muss der Blutdruck sorgfaltig uberwacht werden, da ein ubermaBiger Blutdruckabfall auftreten kann, der sowohl die Mutter wie auch den Fetus schadigen kann.

Dieses Arzneimittel enthalt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosiseinheit, d. h., es ist nahezu natriumfrei.

Dieses Arzneimittel enthalt 18,0 Vol.-% Alkohol. Bei Beachtung der Dosierungsanleitung werden bei einer taglichen Verabreichung von 300 ml bis zu 45 g Alkohol zugefuhrt. Vorsicht ist geboten. Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikem, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren, Stillenden und Kindern. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann beeintrachtigt oder verstarkt werden (siehe Abschnitt 4.5). Im StraBenverkehr und bei der Bedienung von Maschinen kann das Reaktionsvermogen beeintrachtigt werden.

Zur Anwendung bei besonderen Patientengruppen, siehe Abschnitt 4.2.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen Arzneimittel, die Nifedipin beeinflussen

Nifedipin wird uber das Cytochrom P450 3A4-System metabolisiert, das sowohl in der Darmschleimhaut als auch in der Leber vorkommt. Daher kann die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die dieses System induzieren oder hemmen, den First-Pass-Metabolismus (nach oraler Gabe) oder die Ausscheidung von Nifedipin beeinflussen (siehe Abschnitt 4.4).

Nifedipin wird hauptsachlich in der Leber inaktiviert. Die Metabolisierung wird deshalb im Wesentlichen durch den Pfortader-Blutfluss bestimmt. Die im Folgenden aufgefuhrten moglichen Interaktionen, die fur Nifedipin bei oraler Gabe gelten, mussen somit nicht notwendigerweise auch fur die intravenose Verabreichung zutreffen.

Arzneimittel. die das Cvtochrom P450 3A4-System hemmen

Bei gleichzeitiger Anwendung von Nifedipin und den nachfolgend aufgefuhrten Wirkstoffen, die als schwache oder moderate Inhibitoren dieses Enzymsystems bekannt sind, sollte der Blutdruck uberwacht und ggf. die Nifedipin-Dosis angepasst werden (siehe Abschnitt 4.2).

Makrolid-Antibiotika (z. B. Erythromycin)

Es wurden keine Interaktionsstudien mit Nifedipin und Makrolid-Antibiotika durchgefuhrt. Da aber bekannt ist, dass bestimmte Makrolid-Antibiotika das CYP3A4-System hemmen. kann ein Anstieg der Plasmakonzentration von Nifedipin bei gleichzeitiger Anwendung nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Azithromycin. obwohl strukturell verwandt mit den Makrolid-Antibiotika. ist kein Inhibitor von CYP3A4.

Anti-HIV- Proteaseinhibitoren (z. B. Ritonavir)

Es wurde keine klinische Interaktionsstudie mit Nifedipin und Protease-Inhibitoren durchgefuhrt. Protease-Inhibitoren sind als Hemmer des Cytochrom P450 3A4-Systems bekannt. AuBerdem wurde gezeigt, dass Arzneimittel dieser Klasse in vitro den Cytochrom P450 3A4 vermittelten Metabolismus von Nifedipin hemmen. Wenn diese Arzneimittel zusammen mit Nifedipin angewendet werden, kann ein erheblicher Anstieg der Plasmakonzentration von Nifedipin aufgrund eines verringerten First-Pass-Metabolismus und einer verringerten Elimination nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Antimykotika vom Azol-Typ (z. B. Ketoconazol)

Eine formale Interaktionsstudie mit Nifedipin und Antimykotika vom Azol-Typ wurde nicht durchgefuhrt. Wirkstoffe dieser Substanzklasse sind als Inhibitoren des Cytochrom P450 3A4-Systems bekannt. Daher kann die Moglichkeit der Erhohung der systemischen Bioverfugbarkeit von Nifedipin aufgrund eines verminderten First-Pass-Metabolismus bei gleichzeitiger oraler Anwendung beider Arzneimittel nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Fluoxetin

Es wurde keine klinische Interaktionsstudie mit Nifedipin und Fluoxetin durchgefuhrt. Es wurde gezeigt, dass Fluoxetin in vitro den Cytochrom P450 3A4 vermittelten Nifedipin-Stoffwechsel inhibiert. Daher kann die Moglichkeit der Erhohung der Nifedipin-Plasmaspiegel bei gleichzeitiger Anwendung beider Arzneimittel nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Nefazodon

Es wurde keine klinische Interaktionsstudie mit Nifedipin und Nefazodon durchgefuhrt. Nefazodon ist als Inhibitor des Cytochrom P450 3A4 vermittelten Stoffwechsels bekannt. Daher kann die Moglichkeit der Erhohung der Nifedipin-Plasmaspiegel bei gleichzeitiger Anwendung beider Arzneimittel nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Chinupristin/Dalfopristin

Die gleichzeitige Anwendung von Chinupristin/Dalfopristin und Nifedipin kann erhohte Plasmakonzentrationen von Nifedipin bewirken (siehe Abschnitt 4.4).

Valproinsaure

Es wurden keine Interaktionsstudien mit Nifedipin und Valproinsaure durchgefuhrt. Da gezeigt wurde, dass Valproinsaure die Plasmakonzentration des strukturell ahnlichen Calciumantagonisten Nimodipin durch eine Enzymhemmung erhoht, kann eine Erhohung der Plasmakonzentration und damit eine verstarkte Wirkung von Nifedipin nicht ausgeschlossen werden (siehe Abschnitt 4.4).

Cimetidin

Aufgrund der Hemmung von Cytochrom P450 3A4 kann Cimetidin zu einer Erhohung des Nifedipin-Plasmaspiegels und somit zu einer verstarkten antihypertensiven Wirkung von Nifedipin fuhren (siehe Abschnitt 4.4).

Trizyklische Antidepressiva, Vasodilatatoren Der antihypertensive Effekt kann verstarkt werden.

Cisaprid

Die gleichzeitige Anwendung von Cisaprid und Nifedipin kann zu erhohten Plasmaspiegeln von Nifedipin fuhren.

Arzneimittel, die das Cytochrom P450 3A4-System induzieren

Rifampicin

Rifampicin ist ein starker Cytochrom P450 3A4-Induktor. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Rifampicin ist die Bioverfugbarkeit von Nifedipin deutlich reduziert und somit die Wirksamkeit vermindert. Die Anwendung von Nifedipin in Kombination mit Rifampicin ist daher kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).

Antiepileptika (z. B. Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital)

Phenytoin induziert das Cytochrom P450 3A4-System. Bei gleichzeitiger Anwendung von Phenytoin und Nifedipin wird die Bioverfugbarkeit von Nifedipin vermindert und so seine Wirksamkeit geschwacht. Wenn beide Praparate gleichzeitig angewendet werden, sollte die klinische Reaktion auf Nifedipin beobachtet und gegebenenfalls eine Steigerung der Nifedipin-Dosis erwogen werden. Wenn die Nifedipin-Dosis wahrend der gleichzeitigen Anwendung beider Arzneimittel erhoht wird, sollte nach Beendigung der Phenytoin-Therapie eine Reduktion der Nifedipin-Dosis in Betracht gezogen werden.

Formale Studien zur Untersuchung moglicher Interaktionen zwischen Nifedipin und Carbamazepin oder Phenobarbital wurden nicht durchgefuhrt. Nach Erfahrungen mit dem strukturell ahnlichen Calciumantagonisten Nimodipin kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die gleichzeitige Anwendung von Carbamazepin oder Phenobarbital, aufgrund deren enzyminduzierender Wirkung, zu verringerten Plasmakonzentrationen und damit zu einer abgeschwachten Wirkung von Nifedipin fuhren kann.

Wirkungen von Nifedipin auf andere Arzneimittel

Blutdrucksenkende Arzneimittel

Durch Nifedipin kann der blutdrucksenkende Effekt von gleichzeitig verabreichten Antihypertensiva verstarkt werden, wie z. B.:

-    Diuretika

-    Beta-Rezeptorenblocker

-    ACE-Inhibitoren

-    Angiotensin-1 (ATl)-Rezeptorantagonisten

-    andere Calciumantagonisten

-    Alpha-Rezeptorenblocker

-    PDE-5-Inhibitoren

-    Alpha-Methyldopa

Beta-Rezeptorenblocker

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern wurde in Einzelfallen das Auftreten bzw. eine Verschlechterung einer Herzinsuffizienz beobachtet. Die Patienten sollten deshalb sorgfaltig uberwacht werden.

Digoxin

Die gleichzeitige Anwendung von Nifedipin und Digoxin kann zu einer reduzierten Digoxin-Ausscheidung und damit zu einer Erhohung des Digoxin-Plasmaspiegels fuhren. Aus diesem Grund sollte der Patient vorsorglich auf Symptome einer Digoxin-Uberdosierung uberwacht und der Plasmaspiegel kontrolliert werden. Ggf. ist die Glykosiddosis zu verringern.

Theophyllin

Nifedipin kann eine Erhohung des Theophyllin-Plasmaspiegels bewirken.

Vincristin

Nifedipin vermindert die Ausscheidung von Vincristin, wodurch die Nebenwirkungen von Vincristin zunehmen konnen. Eine Dosisverminderung von Vincristin sollte daher in Betracht gezogen werden.

Cephalosporine

Bei gleichzeitiger Gabe von Cephalosporinen (z. B. Cefixim) und Nifedipin wurden erhohte Cephalosporin-Plasmaspiegel beobachtet.

Chinidin

In Einzelfallen bewirkt Nifedipin einen Abfall des Chinidin-Plasmaspiegels bzw. das Absetzen von Nifedipin einen deutlichen Anstieg des Chinidin-Plasmaspiegels, so dass bei kombinierter Therapie oder Absetzen von Nifedipin die Kontrolle des Chinidin-Plasmaspiegels und, falls erforderlich, eine Anpassung der Chinidin-Dosis empfohlen wird. In einigen Fallen wurde uber einen Anstieg der Nifedipin-Plasmakonzentration infolge von Chinidin berichtet, wahrend in anderen Fallen keine Veranderung in der Pharmakokinetik von Nifedipin beobachtet wurde. Wenn die Einnahme von Chinidin wahrend einer Behandlung mit Nifedipin begonnen wird, wird deshalb empfohlen, den Blutdruck sorgfaltig zu uberwachen und ggf. die Nifedipin-Dosis zu verringern.

Tacrolimus

Tacrolimus wird uber das Cytochrom P450 3A4-System metabolisiert. Die gleichzeitige Anwendung von Tacrolimus und Nifedipin kann zu erhohten Tacrolimus-Plasmaspiegeln fuhren. Aus diesem Grund wird eine regelmabige Plasmaspiegelkontrolle und, falls erforderlich, eine Reduzierung der Tacrolimus-Dosis empfohlen.

Interaktionen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione enthalt 18,0 Vol.-% Alkohol. Daher konnen Interaktionen mit Arzneimitteln, die Alkohol-inkompatibel sind, auftreten (siehe Abschnitt 4.4).

Andere Arten von Wechselwirkungen

Die spektrophotometrische Bestimmung von Vanillinmandelsaure im Urin kann unter Nifedipin zu falsch erhohten Werten fuhren; die Bestimmung mittels HPLC bleibt unbeeinflusst.

4.6 Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Nifedipin ist vor der 20. Schwangerschaftswoche kontraindiziert. Nifedipin sollte wahrend der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn der klinische Zustand der Frau erfordert eine Nifedipinbehandlung. Nifedipin sollte nur fur Frauen mit schwerer Hypertonie in Betracht gezogen werden, bei denen eine Standardtherapie nicht wirksam ist (siehe Abschnitt 4.4).

Erfahrungen aus geeigneten und kontrollierten klinischen Studien mit Schwangeren liegen nicht vor. Die verfugbaren Informationen sind nicht ausreichend, um negative Effekte auf das ungeborene und neugeborene Kind auszuschlieben.

Tierexperimentelle Untersuchungen ergaben Hinweise auf eine embryotoxische, fetotoxische und teratogene Wirkung von Nifedipin (siehe Abschnitt 5.3).

Aus der klinischen Erfahrung ist kein spezifisches pranatales Risiko erkennbar, obwohl uber eine Zunahme von Fallen mit perinataler Asphyxie, Kaiserschnittentbindung sowie Fruhreife und intrauterine Wachstumsverzogerung berichtet wurde. Es ist unklar, ob diese Beobachtungen auf den zugrunde liegenden Bluthochdruck, seine Behandlung oder auf einen spezifischen Effekt des Wirkstoffs zuruckzufuhren sind.

Stillzeit

Wahrend der Stillzeit darf Nifedipin nicht angewendet werden.

Nifedipin geht in die Muttermilch uber. Die Nifedipinkonzentration in der Milch ist nahezu vergleichbar mit der Serumkonzentration der Mutter (siehe Abschnitt 4.3).

Fertilitat

In Einzelfallen von in-vitro-Fertilisation wurden Calciumantagonisten wie Nifedipin mit reversiblen biochemischen Veranderungen in der Kopfregion von Spermatozoen in Verbindung gebracht, die zu einer Beeintrachtigung der Spermienfunktion fuhren konnen. In Fallen, bei denen wiederholte in-vitro-Fertilisationen erfolglos blieben, ohne dass eine andere Erklarung dafur gefunden werden kann, sollten Calciumantagonisten wie Nifedipin als mogliche Ursache in Betracht gezogen werden.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Der Alkoholgehalt in diesem Arzneimittel kann die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigen.

4.8    Nebenwirkungen

Nebenwirkungen, die in placebokontrollierten Studien mit Nifedipin beobachtet wurden, sind nachfolgend aufgelistet (sortiert nach CIOMS-III-Kategorien; Nifedipin n = 2.661; Placebo n = 1.486; Stand 22. Februar 2006 und ACTION-Studie: Nifedipin n = 3.825; Placebo n = 3.840).

Die Haufigkeit der unter Nifedipin gemeldeten unerwunschten Arzneimittelwirkungen ist in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst. Innerhalb jeder Haufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Haufigkeiten sind dabei folgendermaben definiert: Sehr haufig (>1/10), haufig (>1/100 bis <1/10), gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100), selten (>1/10.000 bis <1/1.000), sehr selten (<1/10.000). Nebenwirkungen, die nur in Post-Marketing-Studien auftraten und fur die eine Haufigkeit nicht abgeschatzt werden kann, sind in der Kategorie „nicht bekannt“ aufgelistet.

Systemorgan-

klasse

(MedDRA)

Sehr haufig

Haufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Nicht bekannt

Erkrankun-gen des Blutes und des Lymph-

systems

Leukopenie

Anamie

Thrombopenie

Thrombozyto-

penische

Purpura

Agranulo-

zytose

Erkrankun-gen des Immun-systems

Allergische

Reaktionen

Allergisches

Odem/Angio-

odem

(einschlieblich

Larynxodem1)

Pruritus

Exanthem

Urtikaria

Anaphylak-

tische/anaphy-

laktoide

Reaktionen

Stoffwechsel-

und

Ernahrungs-

storungen

Hyperglykamie

Psychiatrische

Erkrankun-

gen

Angstreaktio-

nen

Schlafsto-

rungen

Systemorgan-

klasse

(MedDRA)

Sehr haufig

Haufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Nicht bekannt

Erkrankun-gen des Nerven-systems

Kopfschmer-

zen

Schwindel

Benommenheit

Schwache-

gefuhl

Migrane

Tremor

Par-/Dysas-

thesie

Schlafrigkeit/

Mudigkeit

Nervositat

Hypasthesie

Augener-

krankungen

Sehstorungen

Augen-

schmerzen

Herzerkran-

kungen

Palpitationen

Tachykardie Schmerzen im Brustraum (Angina pectoris2)

Myokard-

infarkt2

Gefafier-

krankungen

Odeme (inkl.

periphere

Odeme)

Vasodilatation (z. B. Flush)

Hypotonie

Synkope

Erkrankun-gen der Atemwege, des

Brustraums

und

Mediastinums

Nasenbluten

Verstopfte

Nase

Dyspnoe

Erkrankun-gen des Gastrointesti-naltrakts

Obstipation

Nausea

Gastrointesti-

nale

Schmerzen und

Bauch-

schmerzen

Dyspepsie

Flatulenz

Mundtrocken-

heit

Gingiva-

hyperplasie

Anorexie

Vollegefuhl

Aufstofien

Emesis

Osophagitis

Leber- und

Gallenerkran

kungen

Voruberge-hender Anstieg der

Leberenzym-

werte

Ikterus

Erkrankun-gen der Haut und des Unterhaut-zellgewebes

Erythromel-

algie,

insbesondere zu Beginn der Behandlung Schwitzen

Erythem

Allergische

Photosensi-

tivitat

Palpable Purpura

Exfoliative

Dermatitis

Toxische

epidermale

Nekrolyse

Skelett-muskulatur-, Bindegewebs-und Knochen-erkrankungen

Muskel-

krampfe

geschwollene

Gelenke

Myalgie

Arthralgie

Erkrankun-gen der Nieren und Harnwege

Polyurie

Dysurie

bei Nierenin-

suffizienz

voruberge-

hende

Verschlech-terung der Nierenfunktion moglich.

Systemorgan-

klasse

(MedDRA)

Sehr haufig

Haufig

Gelegentlich

Selten

Sehr selten

Nicht bekannt

Erkrankunge n der

Geschlechts-organe und der

Brustdruse

Erektile

Dysfunktion

Gynakomastie, die nach Absetzen von Nifedipin reversibel ist.

Allgemeine Erkrankun-gen und Beschwerden am Verab-reichungsort

Allgemeines

Unwohlsein

Unspezifische Schmerzen Schuttelfrost Reaktionen an der Injektions-und

Infusionsstelle3 (Thrombo) Phlebitis an der [nfusionsstelle

1    = kann zu lebensbedrohlichem Verlauf fuhren

2    = Gelegentlich kann es insbesondere zu Beginn der Behandlung zum Auftreten von Angina pectoris-Anfallen bzw. bei Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme von Haufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfalle kommen.

Vereinzelt ist das Auftreten eines Herzinfarkts beschrieben worden.

3    = Bei Gabe von Adalat 5 mg/50 ml pro infusione wurden gelegentlich Schmerzen an der Venenpunktionsstelle beobachtet. Ein gelegentlich an der Einstichstelle empfundenes Brennen lasst sich durch eine langsamere Infusionsgeschwindigkeit vermeiden.

Unmittelbar nach Beginn der Infusion kann es haufig zu einem Anstieg der Herzfrequenz (Tachykardie) und zu Blutdrucksenkung unter die Norm (hypotone Kreislaufreaktion) kommen, die in der Regel 5 - 15 Minuten nach Infusionsende zur Ausgangslage zuruckkehren.

Bei Dialysepatienten mit maligner Hypertonie und Hypovolamie kann infolge der Vasodilatation ein deutlicher Blutdruckabfall auftreten.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grober Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Symptome der Intoxikation

Folgende Symptome werden bei einer schweren Vergiftung mit Nifedipin beobachtet: Bewusstseinstrubung bis zum Koma, Blutdruckabfall, tachykarde/bradykarde Herzrhythmusstorungen, Hyperglykamie, metabolische Azidose, Hypoxie, kardiogener Schock mit Lungenodem.

Therapie von Intoxikationen

Therapeutisch stehen die Nifedipinelimination und die Wiederherstellung stabiler Herz-Kreislauf-Verhaltnisse im Vordergrund.

Nifedipin ist nicht dialysierbar, eine Plasmapherese (hohe Plasmaeiweibbindung, relativ kleines Verteilungsvolumen) wird jedoch empfohlen.

Bradykarde Herzrhythmusstorungen werden symptomatisch mit Atropin und/oder Beta-Sympathomimetika behandelt; bei bedrohlichen bradykarden Herzrhythmusstorungen ist eine temporare Schrittmachertherapie erforderlich.

Die Hypotonie als Folge von kardiogenem Schock und arterieller Vasodilatation kann mit Calcium (10 - 20 ml einer 10%igen Calciumgluconat-Losung, langsam intravenos injiziert und falls erforderlich wiederholt) therapiert werden. In der Folge kann der Calciumspiegel hochnormal oder leicht erhoht sein. Wenn mit Calcium keine ausreichende Erhohung des Blutdrucks erreicht wird, werden zusatzlich vasokonstriktive Sympathomimetika wie Dopamin (bis 25 pg je kg Korpergewicht je Minute), Dobutamin (bis 15 pg je kg Korpergewicht je Minute) oder Noradrenalin, Epinephrin bzw. Norepinephrin verabreicht. Die Dosierung dieser Arzneimittel richtet sich allein nach der erzielten Wirkung.

Die zusatzliche Flussigkeits- oder Volumenzufuhr sollte zuruckhaltend und wegen der drohenden kardialen Uberlastung unter hamodynamischer Kontrolle erfolgen.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Calciumantagonist, 1,4-Dihydropyridin-Derivat, ATC-Code: C08 CA05

Wirkmechanismus

Nifedipin ist ein Calciumantagonist vom 1,4-Dihydropyridintyp. Calciumantagonisten hemmen den Calciumionen-Einstrom durch den langsamen Calciumkanal in der Zelle. Nifedipin wirkt vor allem an den glatten Muskelzellen der Koronararterien und an den peripheren Widerstandsgefaben. Dieser Effekt hat eine Vasodilatation zur Folge. In therapeutischen Dosen hat Nifedipin praktisch keine direkte Wirkung auf das Myokard.

Am Herzen erweitert Nifedipin vor allem die groben Koronararterien durch Erniedrigung des Muskeltonus, wodurch die Durchblutung verbessert werden kann. Der periphere Widerstand wird gesenkt.

Zu Beginn der Behandlung mit dem Calciumantagonisten kann es reflektorisch zu einer Zunahme der Herzfrequenz und des Herzminutenvolumens kommen. Diese Zunahme ist jedoch nicht ausgepragt genug, um die Vasodilatation zu kompensieren.

Bei Langzeitbehandlung mit Nifedipin (orale Anwendung) kehrt das anfangs erhohte Herzminutenvolumen wieder auf den Ausgangswert zuruck. Eine besonders deutliche Blutdruckabnahme nach Nifedipin ist beim Hypertoniker zu beobachten.

Die Wirkung setzt unmittelbar nach Beginn der i. v.-Gabe von Nifedipin ein und halt uber die gesamte Infusionsdauer an.

Kinder und Jugendliche

Es liegen begrenzte Informationen zu Nifedipin in verschiedenen Darreichungsformen und Dosierungen sowohl fur akute als auch fur chronische Hypertonie im Vergleich zu anderen Antihypertensiva vor. Es wurden antihypertensive Wirkungen von Nifedipin gezeigt, aber Dosierungsempfehlungen, Langzeitdaten zur Unbedenklichkeit und zu Auswirkungen auf das kardiovaskulare System wurden nicht untersucht. Padiatrische Darreichungsformen fehlen.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Resorption

Nifedipin wird zu ca. 95 % an Plasmaeiweib (Albumin) gebunden.

Nach intravenoser Gabe wird Nifedipin rasch verteilt. Die Verteilungshalbwertzeit betragt ca. 5 -6 Minuten.

Nifedipin wird in der Leber nahezu vollstandig (hoher "First-pass-Effekt“) vor allem uber oxidative Prozesse metabolisiert. Diese Metaboliten zeigen keine pharmakodynamischen Aktivitaten.

Elimination

Weder die unveranderte Substanz noch der Metabolit M-1 werden in nennenswertem MaBe renal eliminiert (<0,1 % der Dosis). Die polaren Metaboliten M-2 und M-3 werden zu etwa 50 % der Dosis im Urin gefunden (zum Teil in konjugierter Form), wobei der uberwiegende Teil innerhalb von 24 h ausgeschieden wird. Der Rest wird mit den Faeces ausgeschieden.

Die Eliminationshalbwertszeit liegt bei 1,7 Stunden.

Eine Kumulation der Substanz bei Dauertherapie nach ublicher Dosierung wurde nicht beschrieben.

Bei eingeschrankter Leberfunktion kommt es zu einer deutlichen Verlangerung der Eliminationshalbwertszeit und zu einer Verminderung der Gesamt-Clearance. Eine Dosisreduzierung kann gegebenenfalls erforderlich sein (siehe Abschnitt 4.4).

5.3 Práklinische Daten zur Sicherheit

Die praklinischen Daten, die auf konventionellen Studien zur akuten Toxizitat, chronischen Toxizitat und zum mutagenen und tumorerzeugenden Potential basieren, lassen keine besondere Gefahrdung fur den Menschen erkennen.

In-vivo- und in-vitro-Untersuchungen zur Mutagenitat verliefen durchweg negativ, so dass eine mutagene Wirkung im Menschen hinreichend ausgeschlossen werden kann. Eine Langzeituntersuchung (2 Jahre) an der Ratte ergab keine Hinweise auf tumorerzeugende Effekte von Nifedipin.

Experimentelle Studien haben bei drei Tierspezies (Ratte, Kaninchen, Maus) Hinweise auf teratogene Effekte ergeben, einschlieBlich digitaler Anomalien, Fehlbildungen der Extremitaten, Gaumenspalten, Brustbeinspalten und Fehlbildungen der Rippen. Die digitalen Anomalien und die Fehlbildungen der Extremitaten sind moglicherweise auf die eingeschrankte uterine Durchblutung zuruckzufuhren; sie traten aber auch bei Tieren auf, die Nifedipin nur nach der Organogenese erhalten hatten.

Infolge der Nifedipingabe traten verschiedene embryotoxische, plazentotoxische und fetotoxische Effekte auf, einschlieBlich verkruppelte Feten bei Ratten, Mausen und Kaninchen, kleine Plazenten und unterentwickelte Chorionzotten bei Affen, Absterben von Embryonen und Feten bei Ratten, Mausen und Kaninchen sowie verlangerte Trachtigkeiten und verringerte Uberlebensraten bei neugeborenen Ratten (andere Tierarten wurden hierauf nicht untersucht). Alle Dosen, die in experimentellen Untersuchungen teratogene, embryotoxische und fetotoxische Effekte zur Folge hatten, wirkten auch toxisch auf die Muttertiere und waren um ein Mehrfaches hoher als die empfohlene Hochstdosis fur den Menschen (siehe Abschnitt 4.6).

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Ethanol 96 % (18,0 Vol.-%), Macrogol 400, Natriumhydroxid, Wasser fur Injektionszwecke.

6.2    Inkompatibilitáten

Adalat 5 mg/50 ml pro infusione ist auf Kompatibilitat mit folgenden Infusionslosungen gepruft und bei Anwendung im Bypass kompatibel:

-    Isotonische Kochsalzlosung

-    Glucoselosung 5%ig

Hierbei sind keine physikalisch-chemischen Unvertraglichkeiten (Trubungen, Ausfallung, Verlust von Nifedipin) beobachtet worden.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

2 Jahre

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Nicht uber 25°C lagern.

Die Durchstechflaschen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schutzen.

Die Infusionslosung ist sehr lichtempfindlich; deshalb sollte die mit einer Umhullung versehene Flasche erst zum Gebrauch aus der Faltschachtel entnommen werden. Die Verpackung in Braunglasflaschen kombiniert mit gelber, lichtschutzender Kunststoffumhullung bietet genugend Lichtschutz fur 1 Stunde.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Durchstechflaschen aus Braunglas mit Chlorbutyl-Gummi-Stopfen und mit gelber Kunststoffumhullung als Lichtschutz.

Packung mit 1 Spritze, 1 Infusionsleitung und 1 Durchstechflasche mit 50 ml Infusionslosung zu 5 mg Nifedipin.

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Bayer Vital GmbH

51368 Leverkusen

Tel.: 0214/30-5 13 48

Fax: 0214/30-5 16 03

E-Mail: bayer-vital@bayerhealthcare.com

8.    ZULASSUNGSNUMMER(N)

808.01.02

9.    DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 01. November 1984 Datum der Verlangerung der Zulassung: 09. September 2011

10. STAND DER INFORMATION

Mai 2014

11. VERKAUFSABGRENZUNG

V erschreibungspflichtig

14

Adalat 5mg/50ml pro infusione