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Adocomp 25mg/12,5mg tabletten



Gebrauchsinformation Adocomp 25mg/12,5mg tabletten

Adocomp® 25 mg/12,5 mg Tabletten

Wirkstoffe: Captopril und Hydrochlorothiazid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme

dieses Arzneimittels beginnen.

•    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

•    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

•    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

•    Wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was sind Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten und wofur werden sie angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten beachten?

3.    Wie sind Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie sind Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1.    WAS SIND ADOCOMP 25 MG/12,5 MG TABLETTEN UND WOFUR WERDEN SIE ANGEWENDET?

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten sind ein Kombinationsarzneimittel zur Blutdrucksenkung

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten werden angewendet bei

nicht organbedingtem Bluthochdruck, der mit Captopril oder Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend gesenkt werden kann.

2.    WAS MUSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON ADOCOMP 25 MG/12,5 MG TABLETTEN BEACHTEN? Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten durfen nicht eingenommen werden,

-    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Captopril oder einen anderen ACE-Hemmer, gegen Hydrochlorothiazid oder andere Sulfonamide oder gegen einen der sonstigen Bestandteile von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten sind

-    wenn Sie bereits in der Vergangenheit in Folge einer Behandlung mit einem ACE-Hemmer eine Gewebeschwellung (hereditares/idiopathisches angioneurotisches Odem, auch infolge einer fruheren Behandlung mit ACE-Hemmern) hatten

-    wenn Sie an schwerer Nierenfunktionsstorung leiden

-    wenn Sie an schwerer Leberfunktionsstorung leiden

-    wenn Sie mehr als drei Monate schwanger sind. (Es wird empfohlen, Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten auch in der fruhen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

-    wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschrankte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enthalt, behandelt werden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten ist erforderlich,

Bestimmte Erkrankungen, an denen Sie moglicherweise leiden oder gelitten haben, erfordern eine spezielle Behandlung vor oder wahrend der Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten. Deshalb sollten Sie, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, Ihren Arzt informieren, wenn Sie unter folgenden gesundheitlichen Problemen leiden:

-    Flussigkeits- und/oder Salzmangel z. B. infolge Durchfall, Erbrechen, ubertriebener Diaten, Dialyse

-    beidseitige Einengung der Nierenschlagader

-    Einengung der Nierenschlagader bei Einzelniere

-    Zuckerkrankheit

-    Fettstoffwechselstorung

-    Gicht

-    Anwendung von kaliumhaltigen Entwasserungsmitteln, Kaliumpraparaten, von anderen Arzneimitteln, die im Zusammenhang mit erhohten Blutkaliumwerten stehen (z. B. Heparin)

-    Herzklappenverengung (Aorten-/Mitralklappe)

-    bestimmte Erkrankung mit Verdickung des Herzmuskels (obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie)

-    bestimmte angeborene Erkrankung des Bindegewebes (Kollagenerkrankung)

-    Behandlung mit Medikamenten, die die Abwehrreaktion unterdrucken, z. B. kortisonhaltige Arzneimittel

-    Anwendung von Allopurinol (Mittel gegen Gicht) oder Procainamid (Mittel gegen Herzrhythmusstorungen)

-    Eiweiftausscheidung im Harn

-    Nierenfunktionsstorung

-    Leberfunktionsstorung

-    Leberzirrhose

-    Allergien und Asthma

-    Erkrankung der Haut und des Gefaftbindegewebes (systemischer Lupus erythematodes)

-    Verengung der Hirngefafte (zerebrovaskulare Durchblutungsstorungen)

-    Verengung der Herzkranzgefafte (koronare Herzkrankheit).

-    wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:

-    einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

-    Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelmaftigen Abstanden uberprufen.

Siehe auch Abschnitt „Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten durfen nicht eingenommen werden,“

Wenn Sie sich einer Desensibilisierungstherapie (bestimmte Behandlung gegen Allergien) mit Insektengift unterziehen, ist besondere Vorsicht geboten hinsichtlich lebensbedrohlicher allergischer Reaktionen.

Wenn bei Ihnen eine Uberempfindlichkeit gegen tierische Gifte (z. B. Bienen-, Wespenstich) besteht und Sie sich einer Behandlung gegen diese Uberempfindlichkeit unterziehen, sprechen Sie vor der Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten unbedingt mit Ihrem Arzt!

Bei gleichzeitiger Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten im Rahmen einer Blutwasche (Dialyse) mit bestimmten Dialysemembranen (High-flux-Membranen) bzw. bei einer bestimmten Behandlung von stark erhohten Blutfetten (LDL-Apherese mit Dextransulfat-Absorption) besteht die Gefahr, dass Uberempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Informieren Sie daher unbedingt Ihren Arzt, falls Sie sich solchen Behandlungen unterziehen mussen.

Falls Sie vor einer Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt) stehen, teilen Sie Ihrem Arzt mit, dass Sie Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten einnehmen, da es unter der Narkose zu einem plotzlichen Blutdruckabfall kommen kann.

Beschwerden, wie Mundtrockenheit, Durst, Schwache, Lethargie, Muskelschmerzen oder -krampfe, Herzrasen, Schwindel, Ubelkeit, Erbrechen, verminderte Harnproduktion konnen Ausdruck eines gestorten Flussigkeits- oder Mineralstoffhaushaltes sein.

Falls solche Beschwerden bei Ihnen auftreten, informieren Sie Ihren Arzt.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, falls bei Ihnen folgende Krankheitszeichen auftreten:

-    Schwellung von Gesicht, Gliedmaften, Lippen, Schleimhaut, Zunge und/oder Kehlkopf, Atemnot

-    Gelbfarbung von Haut und Schleimhauten

-    Fieber, Lymphknotenschwellung und/oder Halsentzundung.

In diesen Fallen durfen Sie Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten nicht weiter einnehmen und Ihr Arzt wird entsprechende Maftnahmen ergreifen.

Wahrend der Therapie kann ein trockener Husten auftreten, der nach Absetzen der Behandlung wieder verschwindet.

Die Anwendung dieses Arzneimittels bedarf der regelmaftigen arztlichen Kontrolle.

Halten Sie daher bitte die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen und Untersuchungen unbedingt ein.

Das in diesem Arzneimittel enthaltene Hydrochlorothiazid kann beim Anti-Doping-Test ein positives Untersuchungsergebnis liefern.

Die Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten mit Lithium (Mittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen) wird nicht empfohlen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden konnten). Die Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten in der fruhen Phase der Schwangerschaft wird nicht empfohlen, und Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten durfen nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten in diesem Stadium zu schweren Schadigungen Ihres ungeborenen Kindes fuhren kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Kinder

Dieses Arzneimittel ist nicht fur die Anwendung bei Kindern bestimmt, da die Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht wurden.

Altere Menschen und Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion

Bei alteren Patienten und bei Diabetikern sollte die Dosis reduziert werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fuhren.

Bei Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Captopril

Wechselwirkungen konnen auftreten mit:

-    Entwasserungsmitteln (kaliumsparende Diuretika, Thiazide, Schleifendiuretika)

-    Kaliumpraparaten

-    Herz-Kreislauf-wirksamen Arzneimitteln (z. B. Betablocker, lang wirkende Calciumkanalblocker, Nitroglycerin und andere Nitrate oder andere Vasodilatatoren, Sympathomimetika)

-    Arzneimitteln zur Behandlung von depressiven bzw. psychiatrischen Erkrankungen (trizyklische Antidepressiva/Antipsychotika)

-    Allopurinol (Mittel gegen Gicht)

-    Procainamid (Mittel gegen Herzrhythmusstorungen)

-    Arzneimitteln, die das Wachstum von Tumoren hemmen (Zytostatika)

-    Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen des Korpers vermindern (Immunsuppressiva)

-    Insulin und Blutzucker senkenden Arzneimitteln zum Einnehmen (z. B. Sulfonylharnstoffe)

-    Arzneimitteln, die das sympathische Nervensystem beeinflussen (Sympathomimetika).

Ihr Arzt muss unter Umstanden Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaftnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte „Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten durfen nicht eingenommen werden." und „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten ist erforderlich,“).

Hydrochlorothiazid

Wechselwirkungen konnen auftreten mit:

-    Amphotericin B (Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen)

-    Carbenoxolon (Arzneimittel zur Behandlung von Magen-/Darmgeschwuren)

-    kortisonhaltigen Arzneimitteln sowie Corticotropin (ACTH)

-    bestimmten (stimulierenden) Abfuhrmitteln

-    Calciumsalzen

-    herzstarkenden Arzneimitteln (Herzglykoside)

-    Arzneimitteln, die eine Senkung der Blutfette bewirken (Colestyramin, Colestipol)

-    Arzneimitteln mit muskelerschlaffender Wirkung (z.B. Tubocurarinchlorid)

-    Arzneimitteln, die mit bestimmten Herzrhythmusstorungen in Zusammenhang stehen (bestimmte Mittel gegen Herzrhythmusstorungen, gegen psychiatrische Erkrankungen und andere Arzneimittel, von denen bekannt ist, dass sie sog. "Torsades de pointes" hervorrufen konnen).

Captopril-Hydrochlorothiazid-Kombination Wechselwirkungen konnen auftreten mit:

-    Lithium (Mittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen)

-    entzundungshemmenden Schmerzmitteln.

Bei Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten konnen die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflusst werden (Aceton-Harntest, Schilddrusenfunktionstest).

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden konnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten in der fruhen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten durfen nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten in diesem Stadium zu schweren Schadigungen Ihres ungeborenen Kindes fuhren kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten werden nicht zur Anwendung bei stillenden Muttern empfohlen.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wie bei anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt sein. Dies gilt in verstarktem Mafte bei Behandlungsbeginn und Dosiserhohung, aber auch in Verbindung mit Alkohol. Diese Wirkungen hangen jedoch von der individuellen Empfindlichkeit ab.

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten

Dieses Arzneimittel enthalt Lactose. Bitte nehmen Sie Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten daher erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

3. WIE SIND ADOCOMP 25 MG/12,5 MG TABLETTEN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Hinweis:

Grundsatzlich sollte die Behandlung des Bluthochdrucks mit einem Einzelwirkstoff in niedriger Dosierung (einschleichend) begonnen werden.

Die fixe Kombination wird ublicherweise erst nach vorangegangener Behandlung mit der freien Kombination aus Captopril und Hydrochlorothiazid angewendet, falls die Erhaltungsdosen der Einzelstoffe denen der fixen Kombination entsprechen und damit eine Normalisierung des Blutdrucks bewirkt werden konnte. Falls klinisch angebracht, kann ein direkter Wechsel von der Monotherapie zur fixen Kombination in Erwagung gezogen werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis:

1 Tablette Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten (entsprechend 25 mg Captopril und 12,5 mg Hydrochlorothiazid) taglich.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Einnahme kann unabhangig von den Mahlzeiten erfolgen. Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten sollten taglich morgens mit ausreichend Flussigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) eingenommen werden.

Wenn Ihr Blutdruck mit Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten nicht ausreichend gesenkt wird, ist es moglich, dass Ihr Arzt ein weiteres Arzneimittel verordnet.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine groftere Menge Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie durch ein Versehen zu viele Tabletten eingenommen haben oder ein Kind einige Tabletten geschluckt hat, wenden Sie sich sofort an einen Arzt/Notarzt. Dieser kann entsprechend der Schwere der Vergiftung uber die erforderlichen Maftnahmen entscheiden.

In Abhangigkeit mit dem Ausmaft der Uberdosierung sind folgende Symptome moglich: anhaltende Steigerung des Harnflusses, Elektrolytstorungen, starker Blutdruckabfall, Bewusstseinsstorungen bis zum Koma, Krampfanfalle, Lahmungserscheinungen, Herzrhythmusstorungen, verlangsamte Herzschlagfolge, Nierenversagen.

Bei dringendem Verdacht auf eine Uberdosierung benotigen Sie arztliche Hilfe!

Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt uber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Wenn Sie die Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern fuhren Sie die Einnahme wie verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten abbrechen

Unterbrechen oder beenden Sie die Behandlung mit Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten nicht ohne Rucksprache mit Ihrem behandelnden Arzt!

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MOGLICH?

Wie alle Arzneimittel konnen Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten mussen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr haufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Haufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000 ,

nicht bekannt: abschatzbar

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht

Mogliche Nebenwirkungen

Nebenwirkungen, die bei Captopril und/oder einer Behandlung mit einem anderen ACE-Hemmer berichtet wurden sind:

Captopril

Folgende Nebenwirkungen konnen schwerwiegende Folgen haben, nehmen Sie Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten nicht weiter ein und suchen Sie moglichst umgehend Ihren Arzt auf.

Bei Auftreten von Gewebeschwellungen mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge, mussen Sie die Behandlung mit Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten abbrechen und medizinisch uberwacht werden.

Bei Verdacht auf eine schwerwiegende Hautreaktion mussen Sie sofort einen Arzt aufsuchen und gegebenenfalls die Behandlung mit Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten abbrechen.

Andere mogliche Nebenwirkungen

Blut und Lvmphsvstem

Sehr selten: Verminderung bzw. weitgehendes Fehlen bestimmter weifter Blutzellen (Neutropenie/Agranulozytose), starke Verminderung aller Blutzellen (Panzytopenie) vor allem bei Patienten mit Nierenfunktionsstorungen, Blutarmut (einschlieftlich von Sonderformen der Blutarmut infolge verminderter Bildung bzw. Zerfall von roten Blutzellen), Blutplattchenmangel, krankhafte Veranderung der Lymphknoten, Vermehrung bestimmter weifter Blutzellen (Eosinophilie), Autoimmunerkrankungen und/oder positive ANA-Titer (bestimmte Laborwerte, die auf eine Autoimmunerkrankung hinweisen).

Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen Selten: Appetitlosigkeit.

Sehr selten: Absinken des Blutzuckerspiegels, Ansteigen des Kaliumspiegels im Blut.

Psvchiatrische Storungen Haufig: Schlafstorungen.

Sehr selten: Verwirrung, Depression.

Nervensystem

Haufig: Storung der Geschmacksempfindung, Schwindel.

Selten: Benommenheit, Kopfschmerzen und Missempfindungen (Kribbeln).

Sehr selten: Zwischenfalle infolge Hirnmangeldurchblutung, einschlieftlich Schlaganfall und Ohnmacht.

Augen

Sehr selten: Verschwommenes Sehen.

Herz

Gelegentlich:    Herzrhythmusstorungen (Tachykardie oder Tachyarrhythmie), Herzschmerz infolge

Mangeldurchblutung (Angina pectoris), Herzklopfen.

Sehr selten: Herzstillstand, Herz-Kreislauf-Schock.

Kreislauf

Gelegentlich: Blutdruckabfall, Durchblutungsstorungen der Finger (Raynaud-Syndrom), anfallsweise Hautrotung mit Hitzegefuhl (Flush), Blasse.

Atemwege, Brustkorb und Brustraum

Haufig: Trockener Reizhusten ohne Auswurf, Atemnot.

Sehr selten: Krampfartige Verengung der Bronchien, Schnupfen, allergische Lungenentzundung.

Magen-parm-Trakt

Haufig: Ubelkeit, Erbrechen, Magenverstimmung, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Mundtrockenheit.

Selten: Entzundung der Mundschleimhaut mit Geschwurbildung (Aphthen).

Sehr selten: Entzundung der Zungenschleimhaut, Magen-Darm-Geschwure, Bauchspeicheldrusenentzundung.

Leber und Galle

Sehr selten: Eingeschrankte Leberfunktion und Gallestau (einschlieftlich Gelbsucht), Leberentzundung einschlieftlich Zerfall von Lebergewebe (Hepatitis einschlieftlich Nekrose), erhohte Leberenzyme und Bilirubin-Werte (Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes).

Haut und Unterhautzellgewebe

Haufig: Juckreiz mit oder ohne Ausschlag (Rash), Ausschlag und Haarausfall.

Gelegentlich: Schwellung von Gesicht, Lippen, Gliedmaften, Hals und/oder Kehlkopf, eventuell in Verbindung mit Schluckbeschwerden oder Atemnot (Angioodem).

Sehr selten: Nesselsucht, bestimmte schwerwiegende Hauterkrankungen (Erythrodermie, Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme), Lichtuberempfindlichkeit, Hautreaktionen mit Blasen- bzw. Schuppenbildung (pemphigoide Reaktionen und exfoliative Dermatitis).

In Einzelfallen wurden psoriasiforme Hautveranderungen unter ACE-Hemmer-Therapie beobachtet.

Bewegungsapparat, Bindegewebe und Knochen Sehr selten: Muskelschmerzen, Gelenksschmerzen.

Nieren und ableitende Harnwege

Selten: Nierenfunktionsstorungen einschlieftlich Nierenversagen, vermehrte bzw. verminderte Harnausscheidung, vermehrtes Wasserlassen.

Sehr selten: Bestimmte Nierenerkrankung mit Ausscheidung von Eiweift im Harn (nephrotisches Syndrom).

Fortpflanzungssystem und Brust

Sehr selten: Impotenz, Brustvergrofterung beim Mann.

Allgemeine Storungen

Gelegentlich: Brustschmerzen, Erschopfung, Unwohlsein.

Sehr selten: Fieber.

Laborparameter

Sehr selten: Veranderung einzelner Laborparameter.

Hydrochlorothiazid

Infektionen

Speicheldrusenentzundung.

Blut und Lymphsystem

Verminderung der weiften Blutzellen; Verminderung bzw. weitgehendes Fehlen bestimmter weifter Blutzellen (Neutropenie/Agranulozytose), Blutplattchenmangel, Blutarmut infolge verminderter Bildung bzw. vermehrten Zerfalls roter Blutzellen, verminderte Knochenmarkfunktion.

Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen

Appetitlosigkeit, erhohter Blutzucker, Zucker im Harn, Erhohung der Harnsaure im Blut, gestorter Mineralstoffhaushalt (einschlieftlich Natrium- bzw. Kaliummangel im Blut), Anstieg des Cholesterins und der Blutfette.

Psvchiatrische Storungen Unruhe, Depression, Schlafstorungen.

Nervensvstem

Appetitlosigkeit, Missempfindungen (Kribbeln), Benommenheit.

Augen

Gelbsehen, vorubergehendes verschwommenes Sehen.

Sehr selten: gruner Star (Glaukom).

Ohr und Innenohr Schwindel.

Herz/Kreislauf

Blutdruckabfall nach Lagewechsel, Herzrhythmusstorungen.

Gefafte

Entzundung der kleinen Gefafte (nekrotisierende Angiitis, Vaskulitis, kutane Vaskulitis).

Atemwege, Brustkorb und Brustraum

Atemnot (einschlieftlich Entzundung des Lungenbindegewebes und Flussigkeitsansammlung in der Lunge). Magen-Darm-Trakt

Magenreizung, Durchfall, Verstopfung, Bauchspeicheldrusenentzundung.

Leber und Gallenwege Gelbsucht.

Haut und Unterhautzellgewebe

Lichtuberempfindlichkeitsreaktionen, fluchtiger Hautausschlag (Rash), dem kutanen Lupus erythematodes ahnliche Hautreaktionen, Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes (bestimmte Autoimmunerkrankung mit Hautbeteiligung), Nesselsucht, Uberempfindlichkeitsreaktionen, bestimmte schwerwiegende Hauterkrankung mit Blasenbildung (toxische epidermale Nekrolyse).

Bewegungsapparat, Bindegewebe und Knochen Muskelkrampfe.

Nieren und ableitende Harnwege

Nierenfunktionsstorung, Entzundung des Nierenbindegewebes.

Allgemeine Storungen Fieber, Schwache.

GegenmaKnahmen

Durch ACE-Hemmer ausgeloste plotzliche Gewebeschwellungen mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge (angioneurotische Odeme) mussen sofort arztlich behandelt werden. Sie mussen sofort ins Krankenhaus eingewiesen und mindestens 12 bis 24 Stunden lang uberwacht werden.

Ubermaftiger Blutdruckabfall, Gelbsucht oder Uberempfindlichkeitsreaktionen konnen unter Umstanden lebensbedrohlich werden. Informieren Sie bitte umgehend einen Arzt, falls eine dieser Nebenwirkungen plotzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt. Nehmen Sie das Mittel auf keinen Fall ohne arztliche Aufsicht weiter.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

5.


WIE SIND ADOCOMP 25 MG/12,5 MG TABLETTEN AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel fur Kinder unzuganglich aufbewahren.

Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdruckpackung nach „verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht uber 30°C lagern.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten enthalten:

Die Wirkstoffe sind: Captopril und Hydrochlorothiazid.

1 Tablette enthalt 25 mg Captopril und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Maisstarke, Mikrokristalline Cellulose, Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Wie Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten sind weifte, runde, beidseitig nach auften gewolbte Tabletten mit Bruchkerbe. Adocomp 25 mg/l2,5 mg Tabletten sind in Packungen mit 25 (N1), 50 (N2), 98 (N3) und 100 (N3) Tabletten erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

TAD Pharma GmbH Heinz-Lohmann-Strafte 5 D-27472 Cuxhaven

Tel.: (04721) 606-0 Fax: (04721) 606-333 E-Mail: info@tad.de Internet: www.tad.de

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im September 2014.

Adocomp 25mg/12,5mg Tabletten

Fachinformation Adocomp 25mg/12,5mg tabletten

Fachinformation

Fachinformation

Cuxhaven


Adocomp® 25 mg/12,5 mg Tabletten


1.    Bezeichnung der Arzneimittel

Adocomp® 25 mg/12,5 mg Tabletten

2.    Qualitative und quantitative Zusam-mensetzung

Wirkstoffe: Captopril / Hydrochlorothiazid.

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten:

1 Tablette enthalt 25 mg Captopril und 12,5 mg Hydrochlorothiazid.

Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.    Darreichungsform

Tabletten

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten: Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten sind weiBe, runde, beidseitig nach auBen gewolbte Tabletten mit Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Halften geteilt werden.

4.    Klinische Angaben

4.1    Anwendungsgebiete

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten sind zur Behandlung der essenziellen Hypertonie angezeigt.

Diese fixe Kombination ist indiziert fur Patienten, deren Blutdruck mit Captopril alleine oder mit Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

4.2    Dosierung, Art und Dauer der An-wendung

An Patienten, deren Blutdruck mit Captopril alleine oder mit Hydrochlorothiazid alleine nicht ausreichend kontrolliert werden kann, konnen Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten als Einzeldosis oder als auf zwei Gaben pro Tag verteilte Dosis unabhangig von der Nah-rungsaufnahme verabreicht werden.

Eine maximale Tagesdosis von 50 mg Captopril/25 mg Hydrochlorothiazid sollte nicht uberschritten werden. Falls die Hypertonie nicht zufrieden stellend reduziert wer-den kann, konnen zusatzliche antihypertensive Arzneimittel verabreicht werden (siehe Abschnitte 4.3, 4.4, 4.5 und 5.1).

Erwachsene

Die Verabreichung der fixen Kombination von Captopril und Hydrochlorothiazid wird ublicherweise im Anschluss an eine stufen-weise Dosiseinstellung der Einzelkompo-nenten empfohlen. Die ubliche Erhaltungs-dosis betragt 50 mg/25 mg einmal taglich morgens. Falls klinisch angezeigt, kann ein direkter Wechsel von Monotherapie zu der fixen Kombination in Erwagung gezogen werden. Die 25 mg/25 mg-Dosierung kann einmal taglich bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck unter einer Mono-therapie mit 25 mg Hydrochlorothiazid nicht ausreichend kontrolliert werden kann und bevor die Captopril-Komponente stufen-weise eingestellt wird. Die 50 mg/25 mg-und 25 mg/25 mg-Dosierungen sind zur einmal taglichen Anwendung gedacht, da zwei Tabletten zu einer unverhaltnismaBig hohen Hydrochlorothiazid-Dosis (50 mg pro Tag) fuhren wurden.

Eingeschrankte Nierenfunktion Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 80 ml/min: die ubliche Initialdosis betragt 25 mg/12,5 mg einmal taglich morgens. Die Kombination von Captopril und Hydro-chlorothiazid ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) kontraindiziert.

Besondere Patientengruppen Bei Patienten mit Salz-/Volumenmangel, alteren Patienten und Diabetikem betragt die ubliche Anfangsdosis 25 mg/12,5 mg einmal taglich.

Kinder

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten bei Kin-dern wurde nicht untersucht.

4.3 Gegenanzeigen

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten durfen nicht eingenommen werden:

-    bei Uberempfindlichkeit gegen Captopril, einen der sonstigen Bestandteile oder einen anderen ACE-Hemmer in der Anamnese

-    bei Uberempfindlichkeit gegen Hydrochlorothiazid oder andere Sul-fonamid-Derivate in der Anamnese

-    bei Angioodemen in der Anamnese, assoziiert mit einer fruheren ACE-Hemmer-Therapie

-    bei vererbten oder idiopathischen Angioodemen

-    bei schwerer Niereninsuffizienz (Krea-tininclearance <30 mg/ml)

-    bei schwerer Leberinsuffizienz

-    zweites    und    drittes

Schwangerschaftstrimester    (siehe

Abschnitt 4.4 und 4.6)

-    Die gleichzeitige Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschrankter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m2) kontraindiziert

(siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

4.4 Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung Captopril

Hypotonie

Hypotonie wurde bei unkomplizierten Hypertonie-Patienten vereinzelt beobachtet. Eine symptomatische Hypotonie kann eher bei hypertensiven Patienten auftreten, bei denen infolge starker Diuretikatherapie, salzarmer Ernahrung, Diarrhoe, Erbrechen oder Hamodialyse ein Flussigkeits- und/oder Salzmangel vorliegt. Vor Verabreichung eines ACE-Hemmers sollte ein Flussigkeits-und/oder Salzmangel ausgeglichen und eine niedrigere Anfangsdosis in Erwagung gezogen werden.

Wie bei allen anderen Antihypertensiva kann eine zu starke Blutdrucksenkung bei Patien-ten mit ischamischer kardiovaskularer oder cerebrovaskularer Erkrankung das Risiko eines Myokardinfarkts oder Schlaganfalls erhohen. Im Falle einer sich entwickelnden Hypotonie sollte der Patient in eine liegende Position gebracht werden. Eine Volumen-auffullung mit intravenos verabreichter physiologischer Kochsalzlosung kann ange-zeigt sein.

Renovaskulare Hypertonie Bei Patienten mit beidseitiger Nierenarterien-stenose oder Nierenarterienstenose bei einer einzigen funktionierenden Niere besteht bei Behandlung mit ACE-Hemmern ein erhohtes Risiko fur Hypotonie und Niereninsuffizienz. Der Verlust der Nierenfunktion kann mit nur maBigen Veranderungen des Serum-Krea-tinins einhergehen. Bei diesen Patienten sollte die Therapie unter sorgfaltiger medi-zinischer Uberwachung mit niedrigen Dosen, sorgfaltiger stufenweiser Einstellung und Uberwachung der Nierenfunktion begonnen werden.

Angioodeme

Besonders in den ersten Behandlungswochen konnen bei Patienten, die mit ACE-Hemmern behandelt werden, Angioodeme der Extremitaten, des Gesichts, der Lippen, Schleimhaute, Zunge, Glottis oder des Kehl-kopfes auftreten. In seltenen Fallen kann sich ein schweres Angioodem jedoch auch nach Langzeitbehandlung mit einem ACE-Hemmer entwickeln. Die Behandlung sollte sofort abgebrochen werden. Angioodeme mit Beteiligung der Zunge, der Glottis oder des Kehlkopfes konnen todlich sein. Notfall-maBnahmen sollten eingeleitet werden. Der Patient sollte ins Krankenhaus eingewiesen und stationar mindestens 12 bis 24 Stunden

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uberwacht werden, bis die Symptome voll-standig zuruckgegangen sind.

Husten

Bei Verwendung von ACE-Hemmern wurde uber Husten berichtet. Der Husten ist charakteristischerweise nicht produktiv, hart-nackig und verschwindet nach Absetzen der Therapie.

Eingeschrankte Leberfunhtion Selten wurde unter ACE-Hemmer-Behand-lung ein Syndrom beobachtet, das mit chole-statischem Ikterus beginnt und bis zur plotz-lichen hepatischen Nekrose mit (manchmal) letalem Ausgang fortschreitet. Der Mechanismus dieses Syndroms ist unklar. Pa-tienten, die unter einer ACE-Hemmer-Therapie Ikterus oder deutliche Erhohungen der Leberenzyme entwickeln, sollten den ACE-Hemmer absetzen und entsprechend medizinisch uberwacht werden.

Hyperkaliamie

Serum-Kalium-Erhohungen wurden bei Patienten beobachtet, die mit ACE-Hemmern, einschlieBlich Captopril, behan-delt wurden. Patienten, bei denen ein Risiko fur die Entwicklung einer Hyperkaliamie besteht, sind z. B. Patienten mit Nieren-funktionsstorungen, mit Diabetes mellitus oder Patienten, die gleichzeitig kalium-sparende Diuretika, Kalium-Ersatzpraparate oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe ein-nehmen, oder solche Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die zu Serum-Kalium-Erhohungen fuhren konnen (z. B. Heparin). Falls eine gleichzeitige Anwen-dung der oben genannten Substanzen fur notig gehalten wird, ist eine regelmaBige Uberwachung des Serum-Kaliums zu empfehlen.

Aorten- und Mitralklappenstenose/obstruk-tive hypertrophe Kardiomyopathie/Kardio-gener Schock

ACE-Hemmer sollten bei Patienten mit einer Behinderung der linksventrikularen Klappe und des Ausflusstraktes mit Vorsicht und in Fallen von kardiogenem Schock und hamo-dynamisch signifikanter Behinderung nicht angewendet werden.

Neutropenie/Agranulozytose Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozyto-penie und Anamie wurden bei Patienten berichtet, die mit ACE-Hemmern, ein-schlieBlich Captopril, behandelt wurden. Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und ohne andere erschwerende Faktoren tritt Neutropenie selten auf. Captopril sollte mit groBter Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit Kollagenose-assoziierten vas-kularen Erkrankungen, bei Patienten, die mit Immunsuppressiva, Allopurinol oder Pro-cainamid behandelt werden, oder mit einer Kombination dieser erschwerenden Faktoren, insbesondere bei bereits vorliegender ein-geschrankter Nierenfunktion. Einige dieser Patienten entwickelten schwere Infektionen, die in einigen Fallen auf eine intensive Antibiotika-Therapie nicht ansprachen.

Bei Anwendung von Captopril bei diesen Patienten ist es ratsam, das weiBe Blutbild und das Differenzialblutbild vor der Therapie, alle 2 Wochen wahrend der ersten 3 Therapiemonate und danach in regel-maBigen Abstanden zu kontrollieren. Wahrend der Behandlung sollten alle Patienten angewiesen werden, den Arzt uber jedes Anzeichen einer Infektion zu informieren (z. B. Halsschmerzen, Fieber), in diesem Fall sollte ein Differenzialblutbild der weiBen Blutkorperchen erstellt werden. Wenn eine Neutropenie (weniger als 1000/mm3 Neutrophile) entdeckt wird oder der Verdacht darauf besteht, sollten Captopril und andere gleichzeitig einge-nommene Arzneimittel (siehe Abschnitt 4.5) abgesetzt werden.

Bei den meisten Patienten kehrt die Zahl der Neutrophilen nach Absetzen von Captopril schnell zu normalen Werten zuruck.

Proteinurie

Proteinurie kann insbesondere bei Patienten mit bereits bestehender eingeschrankter Nierenfunktion oder bei relativ hohen Dosen von ACE-Hemmern auftreten.

Bei ca. 0,7 % der Patienten, die Captopril erhielten, wurde eine Gesamt-Proteinmenge im Urin von mehr als 1 g pro Tag gesehen. Bei einem GroBteil der Patienten bestand vorher eine Nierenerkrankung oder die ver-abreichten Captopril-Dosen waren relativ hoch (mehr als 150 mg/Tag) oder beides. Ein nephrotisches Syndrom trat bei ca. einem Funftel der Patienten mit Proteinurie auf. In den meisten Fallen lieB die Proteinurie innerhalb von 6 Wochen nach oder ver-schwand ganz, unabhangig davon, ob Captopril weiter eingenommen wurde oder nicht. Nierenfunktionsparameter wie BUN und Kreatinin waren bei Patienten mit Proteinurie selten verandert.

Bei Patienten mit bestehender Nierenerkran-kung sollte vor Beginn der Behandlung und danach in regelmaBigen Abstanden eine Bestimmung des Proteingehalts im Urin durchgefuhrt werden (Teststreifen im ersten Morgenurin).

Anaphylaktoide Reaktionen wahrend Desen-sibilisierung

Wahrend der Behandlung mit einem anderen ACE-Hemmer wurde selten uber anhaltende lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktio-nen bei Patienten wahrend einer Desensi-bilisierungstherapie mit Hymenopterengift berichtet. Bei den gleichen Patienten wurden diese Reaktionen vermieden, wenn der ACE-Hemmer vorubergehend abgesetzt wurde, traten aber bei unbeabsichtigter nochmaliger Exposition wieder auf. Daher ist bei Patien-ten, die solche Desensibilisierungstherapien erhalten und mit ACE-Hemmern behandelt werden, Vorsicht geboten.

Anaphylaktoide Reaktionen auf High-Flux-Dialyse-/Lipoprotein-Apherese-Membranen Bei Patienten, die sich einer Hamodialyse mit High-Flux-Dialysemembranen oder einer Low-Density Lipoprotein-Apherese mit Dex-transulfat-Adsorption unterzogen, wurde uber anaphylaktoide Reaktionen berichtet. Bei diesen Patienten sollte die Verwendung einer anderen Dialysemembran oder einer anderen Arzneimittelklasse in Erwagung ge-zogen werden.

Operationen/Anasthesie Wahrend groBerer Operationen oder wahrend einer Behandlung mit Anasthetika, die bekanntermaBen den Blutdruck senken, kann es bei Patienten zu einer Hypotonie kommen. Wenn eine Hypotonie auftritt, kann diese durch Volumenexpansion ausgeglichen werden.

Diabetiker

Bei Diabetikern, die in der Vergangenheit mit oralen Antidiabetika oder Insulin be-handelt wurden, sollten die Blutzuckerwerte genau uberwacht werden, insbesondere wahrend des ersten Behandlungsmonats mit einem ACE-Hemmer.

Wie auch andere Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer, senkt Captopril den Blut-druck bei Menschen mit schwarzer Hautfarbe weniger effektiv als bei Menschen mit nicht schwarzer Hautfarbe. Dies konnte auf ein haufigeres Vorkommen eines Niedrig-Renin-Status in der schwarzen Bevolkerung mit Bluthochdruck zuruckzufuhren sein.

Schwangerschaft:

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht wahrend der Schwangerschaft begonnen werden. Bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Um-stellung auf eine alternative blutdruck-senkende Behandlung mit geeignetem

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Sicherheitsprofil fur Schwangere erfolgen, es sei denn, eine Fortfuhrung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend er-forderlich. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit ACE-Hemmern unverzuglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen (siehe Abschnitt 4.3 und 4.6).

Duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)

Es gibt Belege dafur, dass die gleichzeitige Anwendung    von    ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren das    Risiko    fur Hypotonie,

Hyperkaliamie und eine Abnahme der Nierenfunktion (einschlieBlich eines akuten Nierenversagens) erhoht. Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung    von    ACE-Hemmern,

Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1).

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchfuhrung engmaschiger    Kontrollen    von

Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen.

ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Hydrochlorothiazid

Eingeschrankte Nierenfunktion Bei Patienten mit einer Nierenerkrankung konnen Thiazide eine Azotamie auslosen. Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion konnen kumulative Effekte des Arzneimittels entstehen. Bei einem Fortschreiten der Niereninsuffizienz, charakterisiert durch ein Ansteigen des Gesamtstickstoffgehalts des Blutes ohne EiweiBstickstoff, muss kritisch uber ein Weiterfuhren der Behandlung ent-schieden werden. Ein Absetzen der Diure-tikatherapie sollte in Erwagung gezogen werden (siehe Abschnitt 4.3).

Eingeschrankte Leberfunktion Thiazide sollten bei Patienten mit einge-schrankter Leberfunktion oder fortschrei-tender Lebererkrankung mit Vorsicht angewendet werden, da geringfugige Verande-rungen im Flussigkeits- und Elektrolyt-haushalt ein hepatisches Koma auslosen konnen (siehe Abschnitt 4.3).

Metabolische und endokrine Effekte Thiazidtherapie kann die Glucosetoleranz

beeintrachtigen. Bei Diabetikem ist mog-licherweise eine Dosisanpassung von Insulin oder oralen Blutzucker senkenden Sub-stanzen erforderlich. Ein latenter Diabetes mellitus kann wahrend der Thiazidtherapie manifest werden.

Ein Anstieg der Cholesterin- und Triglyce-ridspiegel wurde mit der Thiaziddiuretika-Therapie in Zusammenhang gebracht. Bei bestimmten Patienten kann unter Thiazid-therapie eine Hyperurikamie auftreten oder ein Gichtanfall ausgelost werden.

Storungen im Elektrolythaushalt Wie bei jedem Patienten unter Diuretika-therapie sollte regelmaBig in angemessenen Abstanden eine Bestimmung der Serum-elektrolyte durchgefuhrt werden.

Thiazide, einschlieBlich Hydrochlorothiazid, konnen Storungen im Flussigkeits- oder Elektrolythaushalt (Hypokaliamie, Hypona-triamie und hypochloramische Alkalose) verursachen. Warnhinweise fur Storungen im Flussigkeits- oder Elektrolythaushalt sind Mundtrockenheit, Durst, Schwache, Lethar-gie, Schlafrigkeit, Unruhe, Muskelschmerzen oder -krampfe, Muskelschwache, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie und Magen-Darm-Beschwerden wie Ubelkeit oder Erbrechen. Zwar kann bei Anwendung von Thiazid-diuretika eine Hypokaliamie auftreten, jedoch kann die gleichzeitige Therapie mit Captopril eine Diuretika-induzierte Hypo-kaliamie verringern. Das Risiko einer Hypo-kaliamie ist am groBten bei Patienten mit Leberzirrhose, bei Patienten mit gesteigerter Diurese, bei Patienten ohne ausreichende orale Elektrolytaufnahme und bei Patienten unter gleichzeitiger Therapie mit Cortico-steroiden oder ACTH (siehe Abschnitt 4.5).

Dilutions-Hyponatriamie kann bei odemato-sen Patienten bei heiBem Wetter auftreten. Ein Chloridmangel ist im Allgemeinen mild und nicht behandlungsbedurftig.

Thiazide konnen die Kalziumausscheidung im Urin verringern und eine vorubergehende und leichte Erhohung des Serumkalziums ohne bekannte Storungen des Kalzium-stoffwechsels verursachen. Eine deutliche Hyperkalzamie kann ein Anzeichen fur einen versteckten Hyperparathyreoidismus sein. Thiazide sollten vor einer Untersuchung der Nebenschilddrusenfunktion abgesetzt werden.

Es hat sich gezeigt, dass Thiazide die Mag-nesiumausscheidung im Urin erhohen. Dies kann zu einer Hypomagnesiamie fuhren.

Doping-Test

Die Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fuhren.

Sonstige

Uberempfindlichkeitsreaktionen konnen bei Patienten mit oder ohne Allergien oder Bronchialasthma in der Anamnese auftreten. Eine mogliche Verstarkung oder Aktivierung eines systemischen Lupus erythematodes wurde berichtet.

Captopril/Hydrochlorothiazid-Kombination

Schwangerschaft

Die Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten wird wahrend des ersten Schwangerschaftstrimesters nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.6). Falls die Behandlung aufgrund einer Schwangerschaft abgebrochen wird, muss der behandelnde Arzt entscheiden, ob die Hypertonie-Behandlung fortgesetzt werden soll.

Risiko einer Hypokaliamie Die Kombination eines ACE-Hemmers mit einem Thiazid-Diuretikum schlieBt das Auftreten einer Hypokaliamie nicht aus. Die Kaliumspiegel sollten regelmaBig uberwacht werden.

Kombination mit Lithium Die Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten in Verbindung mit Lithium wird aufgrund einer Potenzierung der Lithium-Toxizitat nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.5).

Patienten mit der seltenen hereditaren Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorbtion sollten Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arz-neimitteln und sonstige Wechselwirkungen Captopril

Kaliumsparende Diuretika oder Kalium-substitutionspraparate ACE-Hemmer vermindern den durch Diuretika induzierten Kaliumverlust. Kaliumspa-rende Diuretika (z. B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kaliumsubstitu-tionspraparate oder kaliumhaltige Salzersatz-stoffe konnen zu signifikanten Erhohungen des Serum-Kaliumspiegels fuhren. Wenn die gleichzeitige Anwendung aufgrund einer nachgewiesenen Hypokaliamie angezeigt ist, sollten sie mit Vorsicht und unter haufiger Kontrolle des Serum-Kaliumspiegels ange-wendet werden (siehe Abschnitt 4.4).

Diuretika (Thiazide oder Schleifendiuretika) Zu Beginn der Captopril-Therapie kann eine

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vorhergehende Behandlung mit hoch dosierten Diuretika zu einem Volumenman-gel fuhren und eine Hypotension begunstigen (siehe Abschnitt 4.4). Die hypotensiven Wirkungen konnen reduziert werden, indem die Diuretika-Behandlung beendet wird, die Volumen- oder Salzzufohr erhoht werden oder die Behandlung mit einer niedrigen Captopril-Dosis initiiert wird. Jedoch wurden in spezifischen Studien keine klinisch rele-vanten Wechselwirkungen mit Hydrochlo-rothiazid und Furosemid festgestellt.

Andere Antihypertensiva Captopril ist sicher zusammen mit anderen haufig verwendeten Antihypertensiva (z. B. Betablocker und Calciumkanalblocker mit Langzeitwirkung) verabreicht worden. Die gleichzeitige Anwendung dieser Substanzen kann die blutdrucksenkende Wirkung von Captopril verstarken.

Bei Behandlung mit Nitroglycerin und ande-ren Nitraten oder anderen Vasodilatatoren ist Vorsicht geboten.

Behandlung des akuten Myokardinfarkts Bei Patienten mit Myokardinfarkt kann Captopril gleichzeitig mit Acetylsalicylsaure (in kardiologischen Dosierungen), Throm-bolytika, Betablockern und/oder Nitraten angewendet werden.

Trizyklische Antidepressiva/Antipsychotika ACE-Hemmer konnen die blutdrucksen-kende Wirkung von bestimmten trizyklischen Antidepressiva und Antipsychotika verstarken (siehe Abschnitt 4.4). Eine orthostatische Hypotonie kann auftreten.

Allopurinol, Procainamid, Zytostatika oder Immunsuppressiva

Die gleichzeitige Verabreichung mit ACE-Hemmern kann das Risiko einer Leukopenie erhohen, vor allem falls die zuletzt genannten in hoheren Dosierungen ange-wendet werden, als zurzeit empfohlen.

Sympathomimetika

Diese konnen die blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern vermindern; die Patienten sollten sorgfaltig uberwacht werden.

Antidiabetika

Pharmakologische Studien haben gezeigt, dass ACE-Hemmer, einschlieBlich Captopril, bei Diabetikern die Blutzucker senkende Wirkung von Insulin und oralen Antidiabe-tika, wie z. B. Sulfonylharnstoff, verstarken konnen. Sollte diese sehr seltene Wechsel-wirkung auftreten, kann es erforderlich sein, die Antidiabetika-Dosis wahrend einer gleichzeitigen Behandlung mit ACE-Hemmern zu reduzieren.

Daten aus klinischen Studien haben gezeigt, dass eine duale Blockade des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern,    Angiotensin-II-Rezeptor-

Antagonisten oder Aliskiren im Vergleich zur Anwendung einer einzelnen Substanz, die auf das RAAS wirkt, mit einer hoheren Rate an unerwunschten Ereignissen wie Hypotonie, Hyperkaliamie und einer Abnahme der Nierenfunktion (einschlieBlich eines akuten Nierenversagens) einher geht (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 5.1).

Hydrochlorothiazid

Amphotericin B (parenteral), Carbenoxolon, Corticosteroide, Corticotropin (ACTH) oder stimulierende Laxanzien Hydrochlorothiazid kann Storungen im Elektrolythaushalt, insbesondere eine Hypo-kaliamie, verstarken.

Kalziumsalze

Erhohte Kalziumspiegel im Serum infolge einer verringerten Ausscheidung konnen bei gleichzeitiger Gabe von Thiaziddiuretika auftreten.

Herzglykoside

erhohtes Risiko einer Digitalis-Toxizitat in Verbindung mit Thiazid-induzierter Hypo-kaliamie

Colestyraminharz und Colestipol Diese konnen die Resorption von Hydro-chlorothiazid verzogern oder verringern. Sulfonamid-Diuretika sollten mindestens eine Stunde vor oder vier bis sechs Stunden nach diesen Arzneimitteln eingenommen werden.

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien (z. B. Tubocurarinchlorid)

Die Wirkung dieser Substanzen kann durch Hydrochlorothiazid verstarkt werden.

Substanzen, die mit „Torsades de Pointes" in Verbindung stehen

Wegen des Risikos einer Hypokaliamie ist Vorsicht geboten, wenn Adocomp 25 mg/

12,5 mg Tabletten zusammen mit Substanzen angewendet werden, die mit „Torsades de Pointes” in Verbindung stehen, wie z. B. einige    Antiarrhythmika,    einige

Antipsychotika und andere Substanzen, von denen bekannt ist, dass sie „Torsades de Pointes” auslosen.

Captopril/Hydrochlorothiazid-Kombination

Lithium

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Lithium mit ACE-Hemmern wurde uber reversible Erhohungen der Serum-Lithium-Konzentration und Toxizitat berichtet. Die gleichzeitige Verabreichung von Thiazid-Diuretika kann das Risiko einer Lithium-Toxizitat erhohen und das bereits erhohte Risiko einer Lithium-Toxizitat von ACE-Hemmern steigern. Daher ist eine Kombi-nation aus Captopril und Hydrochlorothiazid mit Lithium nicht angezeigt. Sollte sich diese Kombination dennoch als notwendig erwei-sen, mussen die Serum-Lithium-Spiegel eng-maschig uberwacht werden.

Nicht-steroidale entzundungshemmende Arz-neimittel

Es wurde beschrieben, dass nicht-steroidale entzundungshemmende Arzneimittel und ACE-Hemmer einen additiven Effekt auf die Erhohung der Serum-Kalium-Spiegel haben konnen, wahrend die Nierenfunktion vermin-dert werden kann. Prinzipiell sind diese Wirkungen reversibel. Vereinzelt kann ein akutes Nierenversagen auftreten, vor allem bei Patienten mit eingeschrankter Nieren-funktion wie z. B. altere oder dehydrierte Patienten. Lang andauernde Verabreichung von nicht-steroidalen entzundungshem-menden Arzneimitteln kann die blutdruck-senkende Wirkung eines ACE-Hemmers reduzieren. Die Verabreichung von nicht-steroidalen entzundungshemmenden Arz-neimitteln kann die diuretische, natriure-tische und blutdrucksenkende Wirkung von Thiazid-Diuretika reduzieren.

Klinische Chemie

Captopril kann einen falsch-positiven Urintest auf Aceton bewirken. Hydrochlorothiazid kann das diagnostische Ergebnis des Bentiromid-Tests verfalschen. Thiazide kon-nen den PBI-Spiegel (proteingebundenes Jod) verringern, ohne dass ein Anzeichen fur eine Storung der Schilddrusenfunktion vorliegt.

4.6 Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft_

Aufgrund der Wirkungen der einzelnen Wirkstoffe dieses Kombinationsarzneimittels in der Schwangerschaft wird die Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten wahrend des ersten Trimesters nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten ist kontraindiziert wahrend des zweiten und dritten Trimesters einer Schwangerschaft (siehe Abschnitt 4.3 und

4.4)

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Captopril

Die Anwendung von ACE-Hemmern wird im ersten Schwangerschaftstrimester nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.4). Die Anwendung von ACE-Hemmern im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Es liegen keine endgultigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern wahrend des ersten Schwangerschaftstrimesters vor; ein geringfugig erhohtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Sofern ein Fortsetzen der Therapie mit ACE-Hemmern nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil fur Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist eine Behandlung mit ACE-Hemmern unverzuglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern wahrend des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimesters fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzogerte Schadelossi-fikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliamie) hat (siehe auch Abschnitt 5.3). Im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester werden Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schadels empfohlen. Sauglinge, deren Mutter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten haufig wie-derholt auf Hypotonie untersucht werden (siehe auch Abschnitt 4.3 und 4.4)

Es liegen nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft vor, insbesondere wahrend des ersten Trimesters. Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend. Hydrochlorothiazid ist plazentagangig. Auf-grund des pharmakologischen Wirk-mechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung wahrend des zweiten und dritten Trimesters zu einer Storung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Storung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen.

Aufgrund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf gunstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschafts-odemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Praeklampsie nicht zur Anwendung kommen.

Bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in den seltenen Fallen, in denen keine andere Behandlung moglich ist, angewandt werden.

Stillzeit

Captopril

Einige wenige pharmakokinetische Daten zeigen, dass sehr geringe Konzentrationen von Adocomp in der Muttermilch erreicht werden (siehe Abschnitt 5.2). Auch wenn diese Konzentrationen als klinisch nicht relevant erscheinen, wird die Anwendung von Adocomp wahrend des Stillens von Fruhgeborenen sowie in den ersten Wochen nach der Entbindung nicht empfohlen, da ein mogliches Risiko von kardiovaskularen und renalen Effekten beim Saugling besteht und fur eine Anwendung in der Stillzeit keine ausreichende klinische Erfahrung vorliegt. Wenn die Sauglinge alter sind, kann die Anwendung von Adocomp bei stillenden Muttern erwogen werden, wenn die Behandlung fur die Mutter als notwendig erachtet wird und der Saugling sorgfaltig uberwacht wird.

Hydrochlorothiazid

Hydrochlorothiazid geht in geringen Mengen in die Muttermilch uber. Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, konnen die Laktation hemmen. Die Anwendung von Adocomp wahrend der Stillzeit wird nicht empfohlen. Wenn Adocomp wahrend der Stillzeit angewandt wird, sollte die Dosis so niedrig wie moglich sein.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuch-tigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Wie bei anderen Antihypertensiva kann die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt sein, z. B. bei Beginn der Behandlung oder Ande-rung der Dosis, und auch in Verbindung mit Alkohol, wobei diese Wirkungen von der individuellen Anfalligkeit abhangen.

4.8    Nebenwirkungen

Bei den Haufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr haufig (> 1/10)

Haufig (> 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (> 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000),

nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der

verfugbaren Daten nicht abschatzbar).

Captopril

Unerwunschte Wirkungen, die bei Captopril und/oder einer ACE-Hemmer-Therapie be-richtet wurden, sind:

Storungen des Blutes und des Lymphsystems Sehr selten:    Neutropenie/Agranulozytose

(siehe Abschnitt 4.4), Panzytopenie, ins-besondere bei Patienten mit Nierenfunkti-onsstorung (siehe Abschnitt 4.4), Anamie (einschlieBlich aplastischer und hamolyti-scher), Thrombozytopenie, Lymph-adenopathie, Eosinophilie, Autoimmun-erkrankungen und/oder positive ANA-Titer.

Storungen des Metabolismus und der Er-

nahrung

Selten: Anorexie.

Sehr selten: Hyperkaliamie, Hypoglykamie (siehe Abschnitt 4.4).

Psychiatrische Storungen Haufig: Schlafstorungen.

Sehr selten: Verwirrung, Depression.

Storungen des Nervensystems Haufig: Geschmacksstorung, Schwindel. Selten: Benommenheit, Kopfschmerzen und Parasthesien.

Sehr selten: Cerebrovaskulare Ereignisse einschlieBlich Schlaganfall und Synkope. Storungen des Auges Sehr selten: Verschwommenes Sehen.

Storungen des Herzens Gelegentlich:    Tachykardie oder Tachy-

arrhythmie, Angina pectoris, Palpitationen. Sehr selten:    Herzstillstand, kardiogener

Schock.

Storungen des Kreislaufsystems Gelegentlich: Hypotonie (siehe Abschnitt

4.4), Raynaud-Syndrom, Gesichtsrotung, Blasse.

Storungen der Atemwege, des Thorax und des Mediastinums

Haufig: Trockener, irritierender (nicht pro-duktiver) Husten (siehe Abschnitt 4.4) und Dyspnoe.

Sehr selten: Bronchospasmus, Rhinitis, aller-gische Alveolitis/eosinophile Pneumonie.

Gastrointestinale Storungen

Haufig:    Ubelkeit, Erbrechen, Magenver-

stimmung, Bauchschmerzen, Diarrhoe, Ver-

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stopfung, Mundtrockenheit.

Selten: Stomatitis/Ulzerationen mit Aphthen. Sehr selten: Glossitis, peptisches Ulkus, Pan-kreatitis.

Storungen der Leber/Galle Sehr selten: Beeintrachtigung der Leber-funktion und Cholestase (einschlieBlich Gelbsucht), Hepatitis einschlieBlich Nekrose, erhohte Leberenzyme und Bilirubin-Werte.

Storungen an Haut und Unterhautgewebe Haufig: Pruritus mit oder ohne Ausschlag, Ausschlag und Alopezie.

Gelegentlich: Angioodeme (siehe Abschnitt

4.4).

Sehr selten: Urtikaria, Stevens-Johnson Syndrom, Erythema multiforme, Photosensi-bilitat, Erythrodermie, pemphigoide Reak-tionen und exfoliative Dermatitis.

In Einzelfallen wurden psoriasiforme Haut-veranderungen unter ACE-Hemmer-Therapie beobachtet.

Storungen an Skelettmuskeln, Bindegewebe und Knochen

Sehr selten: Myalgie, Arthralgie.

Storungen der Nieren und des Harntraktes Selten: Nierenfunktionsstorungen einschlieB-lich Nierenversagen, Polyurie, Oligurie, erhohte Haufigkeit des Wasserlassens.

Sehr selten: Nephrotisches Syndrom.

Storungen an Geschlechtsorganen und Brust Sehr selten: Impotenz, Gynakomastie. Allgemeine Storungen

Gelegentlich: Brustschmerzen, Erschopfung, Unwohlsein.

Sehr selten: Fieber.

Laborparameter

Sehr selten: Proteinurie, Eosinophilie, Er-hohung der Serum-Kaliumkonzentration, Abfall der Serum-Natriumkonzentration, Er-hohung von BUN, Serum-Kreatinin und Serum-Bilirubin, Erniedrigung von Hamo-globin, Hamatokrit, Leukozyten, Thrombo-zyten, positive ANA-Titer, erhohte Blut-korperchensenkungsgeschwindigkeit.

Hydrochlorothiazid

Infektionen

Speicheldrusenentzundung.

Storungen des Blutes und des Lymphsystems Leukopenie, Neutropenie/Agranulozytose, Thrombozytopenie, aplastische Anamie, hamolytische Anamie, Knochenmarksdepres-sion.

Storungen des Metabolismus und der Er-nahrung

Anorexie, Hyperglykamie, Glykosurie, Hy-perurikamie, Elektrolytstorungen (einschlieB-lich Hyponatriamie und Hypokaliamie), Anstieg von Cholesterin und Triglyceriden.

Psychiatrische Storungen Unruhe, Depression, Schlafstorungen.

Storungen des Nervensystems Appetitlosigkeit, Parasthesie, Benommen-heit.

Storungen des Auges

Xanthopsie, vorubergehendes verschwom-menes Sehen.

Sehr selten: Glaukom.

Storungen an Ohr und Ohrlabyrinth Schwindel.

Storungen des Herzens

Orthostatische Hypotonie, Herzrhythmus-

storungen.

Storungen des Kreislaufsystems Nekrotisierende Angiitis (Vaskulitis, kutane Vaskulitis).

Storungen der Atemwege, des Thorax und des Mediastinums

Dyspnoe (einschlieBlich Pneumonitis und Lungenodem).

Gastrointestinale Storungen Magenverstimmung, Diarrhoe, Verstopfung, Pankreatitis.

Storungen der Leber/Galle

Gelbsucht (intrahepatischer cholestatischer

Ikterus).

Storungen an Haut und Unterhautgewebe Photosensitivitatsreaktionen, Hautausschlag, kutane Lupus erythematodesartige Reak-tionen, Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes, Urtikaria, anaphylaktische Reaktionen, toxische epidermale Nekrolyse.

Storungen an Skelettmuskeln, Bindegewebe

und Knochen

Muskelkrampfe.

Storungen der Nieren und des Harntraktes Nierenfunktionsstorungen, interstitielle Nephritis.

Allgemeine Storungen Fieber, Schwache.

4.9 Uberdosierung

Symptome einer Uberdosierung sind erhohte Diurese, Elektrolytstorungen, schwere Hypotonie, Bewusstseinsverminderung (ein-schlieBlich Koma), Konvulsionen; Parese, Herzrhythmusstorungen, Bradykardie, Nie-renversagen.

Wenn die Einnahme erst kurze Zeit zuruck-liegt, sollten MaBnahmen zur Resorptions-verhinderung (z. B. Magenspulung, Verabreichung von adsorbierenden Substanzen und Natriumsulfat innerhalb von 30 Minuten nach Einnahme), und Be-schleunigung der Elimination eingeleitet werden. Bei Auftreten einer Hypotonie sollte der Patient in Schocklage gelagert werden und schnell eine Natriumchlorid- und Volu-mensubstitution erhalten. Eine Behandlung mit Angiotensin-II kann erwogen werden. Bradykardie oder ausgepragte vagale Reaktionen sollten durch Verabreichung von Atropin behandelt werden. Eine Schritt-machertherapie kann in Erwagung gezogen werden.

Eine konstante Uberwachung des Wasser-, Elektrolyt- und Saure-Basen-Haushaltes und des Blutzuckers ist essenziell. Im Falle einer Hypokaliamie ist eine Kalium-Substitution notwendig. Captopril kann durch Hamo-dialyse aus dem Blutkreislauf entfernt wer-den. Es ist nicht bekannt, in welchem MaBe Hydrochlorothiazid durch Hamodialyse entfernt werden kann.

5. Pharmakologische Eigenschaften

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: ACE-Hem-mer, Kombinationspraparat ATC-Code: C09BA01

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten sind eine Kombination aus einem ACE-Hemmer, Captopril, und einem antihypertensiven Diuretikum, Hydrochlorothiazid. Die Kom-bination dieser Substanzen hat eine additive antihypertensive Wirkung und senkt den Blutdruck starker als eine der beiden Kom-ponenten allein.

Captopril ist ein Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer, d. h. es hemmt ACE, das Enzym, das an der Umwandlung von Angiotensin I in Angiotensin II beteiligt ist. Angiotensin II ist ein Vasokonstriktor, der auch die Nebenniere zur Sekretion von Aldosteron stimuliert.

Diese Hemmung fuhrt zu:

-    einer Verringerung der Aldosteron Sekretion,

-    einer Erhohung der Plasma-Renin-

Cuxhaven


Adocomp® 25 mg/12,5 mg Tabletten


Aktivitat, da Aldosteron keine negative Ruckkoppelung mehr ausubt,

- einer Verringerung des peripheren arteriellen Widerstands (vornehmlich mit Wirkung auf die Muskeln und Nieren), die nicht einhergeht mit Wasser- und Natriumretention oder Reflextachykardie bei lang andauernder Behandlung. Captopril wirkt auch antihypertensiv bei Personen mit niedriger und normaler Renin-Konzentration.

Captopril ist in allen Stadien der Hypertonie, d. h. bei milder, maBiger oder schwerer Hypertonie, wirksam. Eine Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks im Liegen und Stehen wird beobachtet.

Nach Verabreichung einer Einzeldosis tritt die antihypertensive Wirkung funfzehn Mi-nuten nach Einnahme ein und erreicht ein Maximum zwischen 1 und 1,5 Stunden nach Verabreichung des Arzneimittels. Die Wirk-dauer ist dosisabhangig und variiert zwischen 6 und 12 Stunden.

Der Blutdruck normalisiert sich (diasto-lischer Blutdruck im Sitzen < 90 mmHg) innerhalb von zwei Wochen bis einem Monat nach Beginn der Behandlung und die Wirkung des Arzneimittels halt uber die Dauer der Behandlung an. Als Ansprechen auf die Behandlung gilt auch eine Senkung des diastolischen Blutdrucks im Sitzen um 10% oder mehr gegenuber dem Ausgangs-wert.

Bei Absetzen der Behandlung tritt kein Rebound-Bluthochdruck auf.

Die Behandlung des Bluthochdrucks mit Captopril fuhrt zu einer erhohten arteriellen Compliance, einer Zunahme des renalen Blutflusses ohne signifikante Reduktion der glomerularen Filtrationsrate, und zu einer Abnahme der linksventrikularen Hyper-trophie.

In zwei groBen randomisierten, kontrollierten Studien („ONTARGET” [ONgoing Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial] und „VA NEPHRON-D” [The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes]) wurde die gleichzeitige Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten untersucht.

Die „ONTARGET“-Studie wurde bei Patienten mit einer kardiovaskularen oder einer zerebrovaskularen Erkrankung in der Vorgeschichte oder mit Diabetes mellitus Typ 2 mit nachgewiesenen Endorganschaden durchgefuhrt. Die „VA NEPHRON-D“-Studie wurde bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgefuhrt.

Diese Studien zeigten keinen signifikanten vorteilhaften Effekt auf renale und/oder kardiovaskulare Endpunkte und Mortalitat, wahrend ein hoheres Risiko fur Hyperkaliamie, akute Nierenschadigung und/oder Hypotonie im Vergleich zur Monotherapie beobachtet wurde. Aufgrund vergleichbarer    pharmakodynamischer

Eigenschaften sind diese Ergebnisse auch auf andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten ubertragbar.

Aus diesem Grund sollten ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

In der „ALTITUDE“-Studie (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal Disease Endpoints) wurde untersucht, ob die Anwendung von Aliskiren zusatzlich zu einer Standardtherapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronischer Nierenerkrankung und/oder kardiovaskularer Erkrankung einen Zusatznutzen hat. Die Studie wurde wegen eines erhohten Risikos unerwunschter Ereignisse vorzeitig beendet. Sowohl kardiovaskulare Todesfalle als auch Schlaganfalle traten in der Aliskiren-Gruppe numerisch haufiger auf als in der Placebo-Gruppe, ebenso unerwunschte Ereignisse und    besondere    schwerwiegende

unerwunschte Ereignisse (Hyperkaliamie, Hypotonie, Nierenfunktionsstorung).

Hydrochlorothiazid ist ein Thiaziddiureti-kum, dessen Wirkung auf der Hemmung der Reabsorption von Natrium im fruhdistalen Nierentubulus beruht. Es erhoht die Aus-scheidung von Natrium und Chlorid im Urin und, in geringerem MaBe, die Ausscheidung von Kalium und Magnesium. Dadurch wird das Harnvolumen erhoht und eine antihypertensive Wirkung erzielt.

Die diuretische Wirkung setzt nach ca. 2 Stunden ein, sie erreicht nach 4 Stunden ihr Maximum und halt uber 6 bis 12 Stunden an. Oberhalb einer bestimmten Dosis bleibt die therapeutische Wirkung gleich, wahrend die Nebenwirkungen weiterhin zunehmen. Wenn die Behandlung keine Wirkung zeigt, ist es nicht sinnvoll, die Dosis uber die empfohlene Dosis hinaus anzuheben; oft fuhrt dies zu einer Zunahme der Nebenwirkungen.

Die gleichzeitige Anwendung von Captopril und Hydrochlorothiazid in klinischen Stu-dien fuhrte zu einer starkeren Blutdruck-senkung als die Verabreichung einer der beiden Substanzen allein. Die Verabreichung von Captopril hemmt das Renin-Angioten-sin-Aldosteron-System und tendiert dazu, den Hydrochlorothiazid-induzierten Kalium-verlust zu verringern.

Die Kombination eines ACE-Hemmers mit einem Thiaziddiuretikum erzeugt einen synergistischen Effekt und verringert das Risiko einer Hypokaliamie, die durch das Diuretikum allein hervorgerufen werden kann.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Captopril wird nach oraler Verabreichung schnell resorbiert und maximale Serumkon-zentrationen werden ca. eine Stunde nach Verabreichung erreicht.

Die durchschnittliche minimale Resorption betragt ca. 75%. Die hochsten Plasmakon-zentrationen werden innerhalb von 60-90 Minuten erreicht. Nahrung im Gastrointes-tinal-Trakt reduziert die Resorption um ca. 30-40%. Ca. 25-30% der im Blutkreislauf vorhandenen Substanz sind an Plasmapro-teine gebunden.

Die Plasmaeliminationshalbwertzeit des unveranderten Captopril im Blut betragt ca. 2 Stunden. Mehr als 95% der resorbierten Dosis werden innerhalb von 24 Stunden mit dem Urin ausgeschieden; 40-50% als unver-anderte Substanz, der Rest als inaktive Disulfid-Metabolite (Captoprildisulfid und Captoprilcysteindisulfid). Eine einge-schrankte Nierenfunktion konnte zu einer Akkumulation der Substanz fuhren. Tierversuche zeigen, dass Captopril die Blut-Hirn-Schranke nicht in signifikantem Aus-maB passiert.

Hydrochlorothiazid wird bei oraler Verab-reichung relativ rasch zu etwa 80 % absorbiert, Nahrung beeinflusst die Absorption nur geringfugig. Maximale Plasmakonzentrationen werden nach 2 bis 5 Stunden erreicht. Hydrochlorothiazid wird zu 50 bis 60 % an Albumin gebunden, reichert sich aber insbesondere in den Erythrozyten an. Die mittlere Plasmaelimi-nationshalbwertzeit betragt 5 bis 15 Stunden. Hydrochlorothiazid wird schnell und nahezu quantitativ (> 95 %) uber die Nieren eli-miniert.

Stillzeit:

In einem Bericht uber 12 Frauen, die 3 mal taglich 100 mg Captopril oral einnahmen, betrug im Durchschnitt der Spitzenwert der Konzentrationen in der Milch 4,7 pg/L, aufgetreten 3,8 Stunden nach Einnahme. Ausgehend von diesen Daten wurde die maximale tagliche Menge fur einen gestillten Saugling weniger als 0,002% der taglichen Dosis der Mutter ausmachen.

Cuxhaven


Adocomp® 25 mg/12,5 mg Tabletten

8. Zulassungsnummern

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten:31472.00.00


5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Praklinische Daten auf der Basis konven-tioneller Studien zur Sicherheitspharma-kologie, chronischen Toxizitat, Genotoxizitat und Kanzerogenitat zeigen keine weiteren Risiken fur den Menschen.

Tierstudien, die mit Captopril und/oder Hydrochlorothiazid wahrend der Organo-genese durchgefuhrt wurden, haben keine teratogene Wirkung gezeigt. In der Spat-phase der Trachtigkeit fuhrte Captopril bei mehreren Spezies zu einer fetalen Toxizitat einschlieBlich fetaler Mortalitat. Wachstumsverzogerungen und ein Anstieg der postnatalen Mortalitat wurden bei Ratten beobachtet.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Lactose-Monohydrat, Maisstarke, Mikro-kristalline Cellulose, Hochdisperses Sili-ciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit betragt 5 Jahre.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten:

Nicht uber 30°C lagern.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten:

PVC/PVDC-Alu-Blister

Packungen mit 25 Tabletten

Packungen mit 50 Tabletten

Packungen mit 98 Tabletten

Packungen mit 100 Tabletten

Anstaltspackung mit 5000 Tabletten

Es werden moglicherweise nicht alle

PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

9.    Datum der Zulassung / Verlangerung der Zulassung

Adocomp 25 mg/12,5 mg Tabletten: 02.05.1996/13.07.2004

10.    Stand der Information

September 2014

11.    Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

6.6 Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7. Inhaber der Zulassung

TAD Pharma GmbH Heinz-Lohmann-StraBe 5 27472 Cuxhaven

Tel.: (04721) 606-0 Fax: (04721) 606-266 E-Mail: info@tad.de Internet: www.tad.de

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Adocomp 25mg/12,5mg Tabletten