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Alendrokit dura



Gebrauchsinformation Alendrokit dura

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FUR DEN ANWENDER

Alendrokit dura®

Zur Anwendung bei Frauen nach den Wechseljahren Wirkstoffe: Natriumalendronat (Ph. Eur.), Calciumcarbonat, Colecalciferol (Vitamin D3)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses

Arzneimittels beginnen, auch wenn es Ihnen bereits mehrmals verschrieben wurde.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Es ist besonders wichtig, die Anweisungen im Abschnitt „3. Wie ist Alendrokit dura einzunehmen?“ zu verstehen, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was ist Alendrokit dura und wofur wird es angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Einnahme von Alendrokit dura beachten?

3.    Wie ist Alendrokit dura einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Alendrokit dura aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1. WAS IST ALENDROKIT DURA UND WOFUR WIRD ES ANGEWENDET?

Alendrokit dura wird zur Behandlung der Osteoporose bei Patientinnen nach den Wechseljahren mit Risiko fur einen Calcium- und Vitamin D-Mangel angewendet.

Alendrokit dura enthalt zwei Arzneimittel als Wochenpackung: eine weiBe runde Tablette mit 70 mg Alendronsaure als Natriumalendronat und sieben ovale beige-braune Filmtabletten mit 600 mg Calcium als Calciumcarbonat und 400 I. E. Vitamin D3.

Alendronsaure, der wirksame Bestandteil der weihen runden Tabletten, gehort zur Gruppe der Bisphosphonate, einer Gruppe von Arzneimitteln, die zur Behandlung von Knochenerkrankungen verwendet werden. Alendronsaure senkt das Risiko fur Wirbel- und Huftbruche, stoppt den Knochenverlust und erneuert die Knochenmasse. Alendronsaure senkt somit auch das Risiko fur Knochenbruche.

Die ovale beige-braune Filmtablette mit den arzneilich wirksamen Bestandteilen Calcium und Vitamin D3 ist eine Vitamin-Mineralstoff-Kombination.

Beide Praparate erganzen sich in ihrer Wirkung.

2.    WAS MUSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON ALENDROKIT DURA

BEACHTEN?

Alendrokit dura darf nicht eingenommen werden:

-    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Alendronat, Calciumcarbonat, Colecalciferol (Vitamin D3) oder einen der sonstigen Bestandteile von Alendrokit dura sind

-    wenn Sie Beschwerden oder Erkrankungen der Speiserohre haben, die Schluckbeschwerden verursachen

-    wenn Sie nicht in der Lage sind, mindestens 30 Minuten aufrecht zu sitzen oder zu stehen

-    bei erhohtem Calciumgehalt des Blutes (Hypercalcamie)

-    bei vermehrter Calciumausscheidung im Harn (Hypercalciurie)

-    bei calciumhaltigen Nierensteinen

-    bei Gewebsverkalkungen der Niere (Nephrocalcinose)

-    bei eingeschrankter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz)

-    bei Uberfunktion der Nebenschilddruse, der meist ein Nebenschilddrusenadenom mit erhohter Parathormonausschuttung zugrunde liegt (primarer Hyperparathyreoidismus)

-    bei Vitamin D-Uberdosierung

-    bei multiplem Knochenmarkstumor (Myelom)

-    bei Tochtergeschwulsten im Knochen (Knochenmetastasen)

-    bei Ruhigstellung von GliedmaBen (Immobilisationsosteoporose)

-    bei bestimmten Lungenerkrankungen (Sarkoidose, Morbus Boeck)

-    von Kindern

-    wahrend der Schwangerschaft oder Stillzeit.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Alendrokit dura ist erforderlich:

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt unbedingt mit, bevor Sie mit der Einnahme von Alendrokit dura beginnen, wenn:

-    Sie schlechte Zahne bzw. eine Zahnfleischerkrankung haben, Ihnen ein Zahn gezogen werden soll oder Sie nicht regelmaBig zum Zahnarzt gehen,

-    Sie Krebs haben,

-    Sie eine Chemotherapie oder Strahlenbehandlung erhalten,

-    Sie Kortisonpraparate (wie Prednison oder Dexamethason) einnehmen,

-    Sie rauchen oder fruher geraucht haben (dadurch wird das Risiko fur Zahnerkrankungen erhoht). Vor der Behandlung mit Alendrokit dura wurde Ihnen moglicherweise eine zahnarztliche Kontrolluntersuchung empfohlen.

Wahrend der Behandlung mit Alendrokit dura sollten Sie Ihre Zahne sorgfaltig pflegen. Im Verlauf der Behandlung sollten Sie regelmaBige Kontrolluntersuchungen vom Zahnarzt durchfuhren lassen. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Zahnarzt, wenn Sie Beschwerden im Mundbereich bemerken, wie lockere Zahne, Schmerzen oder Schwellungen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Alendrokit dura einnehmen:

-    wenn Ihnen der Arzt mitgeteilt hat , dass bei Ihnen eine Erkrankung vorliegt, die mit Veranderungen der Zellen im unteren Speiserohrenbereich einhergeht (Barrett-Syndrom).

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker:

-    wenn Sie Schluckbeschwerden, Erkrankungen der Speiserohre, Verdauungsstorungen oder Darmbeschwerden haben

-    wenn Sie im vergangenen Jahr ein Magen- oder Darmgeschwur hatten

-    wenn bei Ihnen im vergangenen Jahr eine Magen- oder Darmoperation durchgefuhrt wurde

-    wenn Ihre Nierenfunktion leicht bis mittelschwer eingeschrankt ist

-    wenn Sie eine erniedrigte Phosphatkonzentration im Blut haben (Hypophosphatamie)

-    wenn Sie eine Neigung zu Nierensteinen (auch familiar) oder Sarkoidose (eine seltene Autoimmunerkrankung) oder andere Erkrankungen haben, die mit einer Uberproduktion von Vitamin D in Zusammenhang stehen

-    wenn Sie gleichzeitig mit Herzglykosiden, Diuretika oder Corticosteroiden behandelt werden (siehe „Bei Einnahme von Alendrokit dura mit anderen Arzneimitteln“)

-    wenn Sie gleichzeitig andere Calcium- oder Vitamin D-Praparate einnehmen. Zusatzliche Gaben von Calcium- oder Vitamin D-Praparaten sollten nur unter engmaschiger medizinischer Aufsicht erfolgen.

Ein verminderter Calciumgehalt im Blut (Hypocalcamie) wie auch andere Erkrankungen des Mineralstoffwechsels (z. B. Vitamin D-Mangel oder eine Unterfunktion der Nebenschilddruse) sind vor Beginn der Behandlung mit Alendrokit dura zu behandeln.

Reizungen, Entzundungen oder Geschwure der Speiserohre stehen oft in Verbindung mit Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen oder Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Schlucken. Diese Beschwerden konnen insbesondere dann auftreten, wenn die Patienten die weiBe, runde Alendronsaure 70 mg Tablette nicht mit einem vollen Glas Wasser einnehmen und/oder sich vor Ablauf von 30 Minuten nach der Einnahme wieder hinlegen. Wenn Sie nach Auftreten solcher Beschwerden Alendrokit dura weiter einnehmen, konnen sich diese Nebenwirkungen weiter verschlechtern.

Kinder und Jugendliche:

Kinder und Jugendliche sollen nicht mit Alendronat behandelt werden.

Bei Einnahme von Alendrokit dura mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, darunter Corticosteroide (Nebennierenrinden-hormone), nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, pflanzliche Praparate und hoch wirksame Vitamin- und Mineralstoffpraparate.

Die weiBe runde Alendronsaure 70 mg Tablette in Alendrokit dura sollte nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, die ebenfalls zur Einnahme bestimmt sind, angewendet werden, da dies die Aufnahme des Wirkstoffes und so die Wirkung der Behandlung mindert. Warten Sie nach der Einnahme der weiBen runden Tablette mindestens 30 Minuten, bevor Sie ein anderes Arzneimittel einnehmen.

Sie durfen die weiBe runde Alendronsaure 70 mg Tablette nicht gleichzeitig mit Calciumpraparaten und magensaurebindenden Arzneimitteln (Antazida) einnehmen, da diese die Aufnahme des Wirkstoffes und so dessen Wirkung mindern.

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Rheuma oder lang anhaltenden Schmerzen, die als nicht steroidale Antirheumatika (NSAR), bezeichnet werden (wie z. B. Acetylsalicylsaure [z.B. Handelsname Aspirin] oder Ibuprofen), konnen zu Verdauungsbeschwerden fuhren. Daher ist Vorsicht geboten, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig mit Alendronsaure eingenommen werden.

Thiazid-Diuretika (entwassernde Arzneimittel) verringern die Harnausscheidung von Calcium. In diesem Fall ist der Serumcalciumspiegel regelmaBig zu kontrollieren.

Die gleichzeitige Behandlung mit Ionenaustauscherharzen wie Colestyramin oder Colestipol (cholesterinsenkende Arzneistoffe), Olestra, Orlistat oder Laxantien (Abfuhrmittel) wie Paraffinol kann die Aufnahme von Vitamin D aus dem Magen-Darm-Trakt reduzieren.

Antikonvulsiva (Mittel zur Behandlung der Epilepsie), Cimetidin und Thiazide konnen den Abbaustoffwechsel von Vitamin D verstarken.

Die Aufnahme in den Korper und damit auch die Wirksamkeit von verschiedenen Antibiotika wie z.B. Tetrazyklinen, Chinolonen, einigen Cefalosporinen sowie vielen anderen Arzneimitteln (z.B. dem Pilzmittel Ketoconazol, Eisen-, Natriumfluorid-, Estramustinpraparaten) wird durch die gleichzeitige Einnahme von Calcium vermindert. Zwischen der Einnahme der beige-braunen Calcium/Vitamin D3-Filmtablette und den genannten Praparaten sollte ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden (z.B. Digitalis, herzkraftsteigernde Arzneimittel) kann eine Hypercalcamie (erhohter Calciumspiegel im Blut) auftreten. Aus diesem Grund mussen entsprechende Patienten bezuglich Elektrokardiogramm (EKG) und Serumcalciumspiegel uberwacht werden.

Corticosteroide, Phenytoin, Rifampicin und Barbiturate konnen die Aufnahme von Calcium vermindern.

Bei Einnahme von Alendrokit dura zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken:

Weifie runde Alendronsaure 70 mg Tablette

Nehmen Sie die weibe runde Alendronsaure 70 mg Tablette nicht zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken ein. Wenn Sie die Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln oder Getranken (einschlieblich Mineralwasser) einnehmen, kann dies die Aufnahme des Wirkstoffes beeintrachtigen. Nehmen Sie die weibe runde Alendronsaure 70 mg Tablette daher auf nuchternen Magen mit einem vollen Glas Leitungswasser und mindestens 30 Minuten bevor Sie etwas essen oder trinken ein.

Ovale beige-braune Calcium/Vitamin D3-Filmtablette

Oxalsaure (enthalten in Spinat oder Rhabarber), Phytinsaure (enthalten in Vollkornprodukten) sowie Phosphate konnen durch Bildung unloslicher Komplexe mit Calciumionen die Calciumaufnahme herabsetzen. Daher sollten Sie die ovale beige-braune Calcium/Vitamin D3-Filmtablette nicht zusammen mit Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt von Oxal- oder Phytinsaure einnehmen.

Bitte beachten Sie, dass Milchprodukte einen hohen Calciumgehalt haben. Ein Liter Milch kann bis zu 1200 mg Calcium enthalten. Dies sollte bei der Einnahme berucksichtigt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit:

Sie durfen Alendrokit dura nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Unter Alendronsaure-Behandlung wurden bestimmte Nebenwirkungen (einschlieblich Verschwommensehen, Schwindel und starke Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen) berichtet, welche Ihre Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigen konnen. Die Reaktion auf Alendrokit dura kann individuell verschieden ausfallen (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind moglich?“).

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Alendrokit dura:

Diese Arzneimittel enthalten Lactose (Milchzucker) und Sucrose (Zucker). Bitte nehmen Sie Alendrokit dura daher erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

3.    WIE 1ST ALENDROKIT DURA EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Alendrokit dura immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Alendrokit dura enthalt Wochenpackungen bestehend aus

-    einer weiben runden Tablette mit 70 mg Alendronsaure und

-    sieben ovalen beige-braunen Filmtabletten mit jeweils 400 I.E. Colecalciferol (Vitamin D3) und 600 mg Calcium als Calciumcarbonat.

Sie fangen jede Woche mit einer neuen Wochenpackung an.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis:

Wie nehmen Sie die weffie runde Alendronsaure 70 ms Tablette ein?

In jeder Wochenpackung finden Sie eine weibe runde Alendronsaure 70 mg Tablette, die Sie einmal pro Woche einnehmen. Wahlen Sie einen Wochentag, an dem Sie mit der Einnahme beginnen (Tag 1). Jede Woche nehmen Sie an diesem Wochentag die weibe runde Alendronsaure 70 mg Tablette ein.

• Die weibe runde Alendronsaure 70 mg Tablette schlucken Sie als Ganzes unzerkaut morgens, sobald Sie aufgestanden sind, auf nuchternen Magen zusammen mit einem vollen Glas (mindestens 200 ml) Leitungswasser und mindestens 30 Minuten, bevor Sie etwas essen, trinken oder ein anderes Arzneimittel einnehmen. Andere Getranke (darunter auch Mineralwasser) sowie Nahrungsmittel und andere Arzneimittel konnen die Aufnahme des Wirkstoffes mindern.

•    Sie durfen die weiBe runde Tablette nicht zerdrucken, kauen, auflosen oder im Mund zergehen lassen, da es sonst zu einer Schadigung der Speiserohre kommen kann.

•    Nehmen Sie die weiBe runde Tablette in aufrechter Korperhaltung (Sitzen oder Stehen) ein. Sie durfen sich danach mindestens 30 Minuten und bis zur ersten Mahlzeit des Tages nicht wieder hinlegen.

•    Sie durfen die weiBe runde Tablette nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem morgendlichen Aufstehen einnehmen.

•    Sie durfen die weiBe runde Tablette nicht gleichzeitig mit der ovalen beige-braunen Calcium/Vitamin D3-Filmtablette einnehmen.

Wenn Sie diese VorsichtsmaBnahmen einhalten, erreicht der Wirkstoff rasch den Magen. So lasst sich das Risiko fur Reizungen der Speiserohre mindern.

Wie nehmen Sie die ovale beige-braune Calcium/Vitamin D3-Filmtablette ein?

Ab Tag 1 nehmen Sie jeweils am Abend an sieben aufeinander folgenden Tagen eine ovale beige-braune Calcium/Vitamin D3-Filmtablette ein. Diese Filmtablette wird vor einer Mahlzeit unzerkaut mit ausreichend Flussigkeit eingenommen.

Der siebentagige Zyklus wird jede Woche mit einer neuen Wochenpackung wiederholt.

Mit Ausnahme von Tag 1, an dem Sie am Morgen die weiBe runde Alendronsaure 70 mg Tablette und am Abend eine ovale beige-braune Calcium/Vitamin D3-Filmtablette einnehmen, entnehmen Sie der Wochenpackung nicht mehr als eine ovale beige-braune Calcium/Vitamin D3-Filmtablette pro Tag.

Dauer der Anwendung:

Uber die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt. Alendrokit dura ist uber einen langeren Zeitraum einzunehmen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Alendrokit dura zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine grofiere Menge der weifien runden Alendronsaure 70 mg Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten:

Trinken Sie ein Glas Milch und nehmen Sie ein magensaurebindendes Arzneimittel (Antazidum) ein, um die Wirkung der Alendronsaure zu mindern. Setzen Sie sich unverzuglich mit Ihrem Arzt in Verbindung oder suchen Sie umgehend die Notaufnahme des nachstgelegenen Krankenhauses auf. Nehmen Sie die restlichen Tabletten und die Packung mit.

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, kann es zu Magenbeschwerden, Sodbrennen, Ubersauerung des Magens oder Geschwuren kommen. Um das Risiko der Reizung der Speiserohre zu vermeiden, sollten Sie nicht erbrechen. Bleiben Sie in einer aufrechten Korperhaltung.

Wenn Sie eine grofiere Menge der ovalen beige-braunen Calcium/Vitamin D3-Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten:

Eine akute oder langzeitige Uberdosierung mit den ovalen beige-braunen Calcium/Vitamin D3-Filmtabletten kann einen Anstieg des Calciumblutspiegels (Hypercalcamie) und eine Uberversorgung mit Vitamin D verursachen. Im Falle einer Uberdosierung sollte die Anwendung von Alendrokit dura abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden.

Symptome eines zu hohen Calciumblutspiegels sind Appetitlosigkeit, Durst, Ubelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Muskelschwache, Erschopfung, Geistesstorungen, Polydipsie (vermehrtes Durstgefuhl), Polyurie (haufiges Wasserlassen), Knochenschmerzen, Nierensteine und in schweren Fallen Herzrhythmusstorungen. Ein extremer Anstieg des Calciumblutspiegels kann zum Koma und zum Tode fuhren. Eine dauerhafte Uberdosierung kann zu GefaB- und Organverkalkungen fuhren.

Wenn Sie die Einnahme von Alendrokit dura vergessen haben:

Wenn Sie bemerken, dass Sie versaumt haben, die weifie runde Alendronsaure 70 mg Tablette einzunehmen, nehmen Sie diese am nachsten Morgen entsprechend der Einnahmevorschrift fur diese Tablette ein (siehe unter „Wie nehmen Sie die weibe runde Alendronsaure 70 mg Tablette ein?“). Am Abend nehmen Sie wie gewohnt die ovale beige-braune Calcium/Vitamin D3-Filmtablette ein.

Fur den Fall, dass Sie die Einnahme der ovalen beige-braunen Calcium/Vitamin D3 -Filmtablette vergessen haben, nehmen Sie beim nachsten Mal keine zusatzliche Filmtablette ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit 1 Filmtablette taglich abends fort. Sollten Sie sich unsicher sein, was zu tun ist, sprechen Sie bitte auf jeden Fall mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Beginnen Sie jede Woche mit einer neuen Wochenpackung von Alendrokit dura. Falls Sie durch eine vergessene Einnahme am Ende der Woche noch ovale beige-braune Calcium/Vitamin D3-Filmtabletten in der Wochenpackung ubrig haben, sollten Sie diese entsorgen.

Wenn Sie die Einnahme von Alendrokit dura abbrechen:

Zur Sicherung des Behandlungserfolges ist eine langere, regelmabige Einnahme von Alendrokit dura erforderlich. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung andern oder unterbrechen mochten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÓGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Alendrokit dura Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Setzen Sie die Behandlung ab und suchen Sie umgehend Ihren Arzt auf, wenn Sie Folgendes bemerken:

   Mund- und Rachenreizung, Schmerzen beim Schlucken und Schluckbeschwerden

•    Schmerzen in der Mitte des Brustkorbs

•    Sodbrennen, entweder zum ersten Mal oder starker als gewohnlich

•    Geschwure im Mund- und Rachenraum

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen, Schwellungen oder Taubheitsgefuhle im Kiefer bemerken oder ein Zahn sich lockert (haufiger bei Patienten, die eine Chemo- oder Bestrahlungs- oder Corticosteroid-Behandlung bekommen oder eine schlechte Mundhygiene haben).

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr haufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Haufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Weifie runde Alendronsaure 70 mg Tablette:

Sehr haufig:    - Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen, manchmal auch stark.

Haufig:    -    Sodbrennen; Schmerzen und Beschwerden beim Schlucken; Geschwure der

Speiserohre (Osophagus), die Schmerzen im Brustkorb, Sodbrennen und Schmerzen oder Beschwerden beim Schlucken verursachen konnen.

-    Gelenkschwellung.

-    Bauchschmerzen; Magenschmerzen oder Aufstoben nach dem Essen; Verstopfung; Vollegefuhl oder aufgeblahtes Gefuhl im Magen; Durchfall; Blahungen.

-    Haarausfall; Juckreiz.

Kopfschmerzen; (Dreh-)Schwindel.

Mudigkeit; Schwellungen von Handen und Beinen.

Gelegentlich:    -


Ubelkeit; Erbrechen.

Reizungen und Entzundungen der Speiserohre (Osophagus) oder des Magens. schwarzer oder teerahnlicher Stuhl.

Verschwommensehen, Augenschmerzen oder gerotete Augen.

Hautausschlag, gerotete Haut.

vorubergehende, grippeartige Beschwerden wie Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein und manchmal mit Fieber, ublicherweise bei Behandlungsbeginn. veranderte Geschmackswahrnehmung.

Selten:


allergische Reaktionen wie Nesselsucht; Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen, die zu Atem- oder Schluckbeschwerden fuhren konnen. Symptome eines niedrigen Calciumspiegels im Blut, einschlieblich Muskelkrampf oder -zuckung und/oder ein kribbelndes Gefuhl in den Fingern oder um den Mund.

Magen- oder Darmgeschwure (manchmal schwerwiegend oder mit Blutungen). Geschwure im Mund nach Kauen oder Lutschen der Tablette.

Verengung der Speiserohre (Osophagus).

durch Sonnenlicht verstarkter Hautausschlag; schwere Hautreaktionen.

Schmerzen im Mund/oder Kiefer, Schwellungen oder wunde Mundschleimhaut, Taubheits- oder Schweregefuhl des Kiefers oder Lockerung eines Zahnes. Diese Beschwerden konnen Anzeichen einer Schadigung des Knochens am Kiefer sein (Osteonekrose), im Allgemeinen in Verbindung mit verzogerter Wundheilung und Infektionen, oft nach dem Ziehen von Zahnen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Zahnarzt, wenn bei Ihnen solche Beschwerden auftreten. ungewohnliche (atypische) Bruche des Oberschenkelknochens, insbesondere bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose, konnen selten auftreten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Schmerzen, Schwache oder Beschwerden in Oberschenkel, Hufte oder Leiste verspuren, da es sich dabei um ein fruhes Anzeichen eines moglichen Oberschenkelknochenbruchs handeln konnte.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker umgehend, wenn Sie diese oder andere ungewohnliche Symptome bemerken.

Dabei ist es hilfreich, wenn Sie notieren, welche Beschwerden Sie hatten, wann sie begannen und wie lange sie anhielten.

Ovale beige-braune Calcium/Vitamin D3-Filmtablette:

Gelegentlich:    - zu hoher Calciumspiegel im Blut (Hypercalcamie), zu hoher Calciumspiegel im

Urin (Hypercalciurie), Untersauerung des Blutes (metabolische Alkalose).

Selten:    - Verstopfung, Blahungen, Ubelkeit, Abdominal(Bauch-)schmerzen, Durchfall

- Hautjucken (Pruritus), Hautausschlag, Nesselsucht.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel undMedizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5.    WIE 1ST ALENDROKITDURA AUFZUBEWAHREN?

Alendrokit dura fur Kinder unzuganglich aufbewahren.

Sie durfen Alendrokit dura nach dem auf der Wochenpackung und der Faltschachtel angegebenen Verfallsdatum nach "Verwendbar bis:" nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schutzen. Nicht uber 25 °C lagern.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benotigen. Diese Mafinahme hilft, die Umwelt zu schutzen.

6. WEITEREINFORMATIONEN

Was Alendrokit dura enthalt:

Weifie runde Alendronsaure 70 mg Tablette:

Der Wirkstoff ist: Natriumalendronat (Ph.Eur.).

1 Tablette enthalt 70 mg Alendronsaure als Natriumalendronat (Ph.Eur.).

Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Povidon K29-32.

Ovale beige-braune Calcium/Vitamin D3-Filmtablette:

Die Wirkstoffe sind: Calciumcarbonat und Colecalciferol (Vitamin D3).

1 Filmtablette enthalt 4,0 mg Colecalciferol-Trockenkonzentrat entsprechend 0,01 mg Colecalciferol (entspricht 400 I.E. Vitamin D3) und 1498,5 mg Calciumcarbonat entsprechend 600 mg Calcium.

Die sonstigen Bestandteile sind:

mikrokristalline Cellulose, Povidon K30, Crospovidon, Natriumdodecylsulfat, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Talkum, modifizierte Maisstarke, all-rac-a-Tocopherol, mittelkettige Triglyzeride, Natriumascorbat, hochdisperses Siliciumdioxid, Sucrose, Poly(vinylalkohol) teilweise hydrolisiert, Macrogol 4000, Titandioxid (E171), Eisen (III)-oxid (E172), Eisen (II,III)-oxid (E172), Eisen (III)-hydroxid-oxid x H2O (E172).

Wie Alendrokit dura aussieht und Inhalt der Packung:

Die Tabletten mit 70 mg Alendronsaure sind weih, rund, bikonvex mit Pragung „AD70“ auf der einen und „G“ auf der anderen Seite.

Die Filmtabletten mit Calciumcarbonat und Colecalciferol (Vitamin D3) sind oval beige-braun mit Bruchkerbe.

Eine Wochenpackung enthalt 1 Tablette Alendronsaure 70 mg und 7 Calcium/Vitamin D3-Filmtabletten.

Alendrokit dura ist in Packungen mit 1, 3, 4, 7, 8 oder 12 Wochenpackungen erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:

Mylan dura GmbH Postfach 10 06 35 64206 Darmstadt

Hersteller:

Mylan dura GmbH Postfach 10 06 35 64206 Darmstadt oder

Generics (UK) Ltd Station Close -Potters Bar

Hertfordshire - EN6 1TL - Vereinigtes Konigreich

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im: April 2015

Alendrokit dura

Fachinformation Alendrokit dura

FB    Wortlaut der fur die Fachinformation vorgesehenen Angaben

Fachinformation

FC 1.    Bezeichnung des Arzneimittels

Alendrokit dura®

70 mg Alendronsaure

600 mg Calcium und 400 I.E. Vitamin D3

Wirkstoffe: Natriumalendronat (Ph. Eur.), Calciumcarbonat, Colecalciferol (Vitamin D3)

FD 2.    Qualitative und quantitative Zusammensetzung

1 Tablette enthalt 70 mg Alendronsaure als Natriumalendronat (Ph. Eur.). Sonstiger Bestandteil:

1 Tablette enthalt 158,88 mg Lactose-Monohydrat.

1 Filmtablette enthalt 4,0 mg Colecalciferol-Trockenkonzentrat entsprechend 0,01 mg Colecalciferol (entspricht 400 I.E. Vitamin D3) und 1498,5 mg Calciumcarbonat entsprechend 600 mg Calcium.

Sonstiger Bestandteil:

1 Filmtablette enthalt 1,9 mg Sucrose.

Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1

FE 3.    Darreichungsform

Alendronsaure 70 mg Tablette:

WeiBe, runde, bikonvexe Tablette mit der Pragung „AD70“ auf der einen und „G“ auf der anderen Seite.

Calcium/Vitamin D3-Filmtablette:

Ovale, beige-braune Filmtablette mit Bruchrille.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette fur ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

FG    4.    Klinische Angaben

FH    4.1    Anwendungsgebiete

Therapie der postmenopausalen Osteoporose bei Patientinnen mit Risiko fur einen Calcium- und VitaminD-Mangel.

Alendronat mindert das Risiko fur Wirbel- und Huftfrakturen.

FN    4.2    Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Alendrokit dura enthalt Wochenpackungen bestehend aus einer weiBen runden Tablette mit 70 mg Alendronsaure und sieben ovalen beige-braunen Filmtabletten mit jeweils 400 I.E. Colecalciferol (Vitamin D3) und 600 mg Calcium als Calciumcarbonat.

Alendrokit dura ist fur Patientinnen bestimmt, bei denen, basierend auf einer individuellen Beurteilung, die enthaltene Calcium- bzw. Vitamin D3-Menge zur Erganzung als ausreichend erachtet wird.

Dosierung der weiBen runden Alendronsaure 70 mg Tablette

In jeder Wochenpackung Alendrokit dura ist eine weiBe runde Alendronsaure 70 mg Tablette, die einmal pro Woche eingenommen wird. Die Patientin wahlt einen Wochentag, an dem sie mit der Einnahme beginnt (Tag 1). Jede Woche wird an diesem Tag die weiBe runde Alendronsaure 70 mg Tablette eingenommen.

Die empfohlene wochentliche Dosis fur Erwachsene ist eine weiBe runde Alendronsaure 70 mg Tablette am ersten Tag morgens (Tag 1).

Um eine ausreichende Resorption von Alendronat zu gewahrleisten, muss diese Tablette auf nuchternen Magen mit Leitungswasser mindestens 30 Minuten vor einer Mahlzeit oder dem Konsum eines Getranks bzw. der Einnahme eines anderen Arzneimittels eingenommen werden. Andere Getranke (einschlieBlich Mineralwasser), Nahrungsmittel oder Arzneimittel konnen die Resorption von Alendronat mindern (siehe Abschnitt 4.5).

Um den Transport in den Magen zu erleichtern und somit das Potenzial fur lokale und osophageale Reizungen/unerwunschte Ereignisse zu verringern (siehe Abschnitt 4.4), ist bei der Einnahme der Alendronsaure 70 mg Tablette folgendes zu berucksichtigen:

   Sie muss morgens nach dem Aufstehen zusammen mit einem vollen Glas Leitungswasser (mindestens 200 ml) eingenommen werden.

•    Die Tablette muss unzerkaut im Ganzen eingenommen werden. Wegen des Risikos oropharyngealer Ulzera durfen die Patientinnen die Tablette nicht zerdrucken, kauen, auflosen oder im Mund zergehen lassen.

•    Die Patientinnen durfen sich in der ersten halben Stunde nach Einnahme der Tablette und vor dem Konsum der ersten Tagesmahlzeit, die fruhestens eine halbe Stunde nach Einnahme der Tablette erfolgt, nicht hinlegen.

•    Die Tablette darf nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem Aufstehen eingenommen werden.

•    Die Tablette darf nicht gleichzeitig mit der ovalen beige-braunen Calcium/Vitamin D3-Filmtablette eingenommen werden (siehe Abschitt 4.5).

Dosierung der Calcium/Vitamin D3-Filmtablette

Am selben Tag der Einnahme der Alendronsaure 70 mg Tablette beginnt die Patientin abends mit der Einnahme der ersten ovalen beige-braunen Calcium/Vitamin D3-Filmtablette. Die Filmtablette wird vor einer Mahlzeit unzerkaut mit ausreichend Flussigkeit eingenommen.

Ab dem zweiten Tag nehmen die Patientinnen taglich abends eine Calcium/Vitamin D3-Filmtablette fur die folgenden 6 Tage ein.

Der siebentagige Zyklus wird jede Woche mit einer neuen Wochenpackung wiederholt.

Patientinnen sollten fur den Fall, dass sie die Einnahme der Alendronsaure 70 mg Tablette (weiBe runde Tablette) versaumt haben, angewiesen werden, diese am nachsten Morgen entsprechend der Einnahmevorschrift einzunehmen. Die Einnahme der ovalen beige-braunen Calcium/Vitamin D3-Filmtablette erfolgt nur am Abend.

Fur den Fall, dass die Calcium/Vitamin D3-Filmtabletten-Einnahme (ovale beige-braune Tablette) vergessen wurde, sollte die Patientin angewiesen werden, diese einmal tagliche Einnahme an dem Tag fortzusetzen, an dem sie es bemerkt. Am Ende des wochentlichen Einnahmezyklus sollten die in der Wochenpackung ubrig bleibenden Calcium/Vitamin D3-Filmtabletten entsorgt werden.

Kinder und Jugendliche:

Alendronat wird nicht zur Anwendung bei Kindern unter 18 Jahren empfohlen, da keine ausreichenden Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei Erkrankungen in Zusammenhang mit Osteoporose im Kindesalter zur Verfugung stehen (siehe auch Abschnitt 5.1). Alendrokit dura ist kontraindiziert bei Kindern (siehe Abschnitt 4.3).

Mere Patienten:

Da die Zielgruppe postmenopausale Frauen sind, ist eine spezifische Dosierungsempfehlung fur áltere Patientinnen nicht erforderlich.

Eingeschránkte Nierenfunktion:

Eine Reduktion der Dosis ist bei niereninsuffizienten Patientinnen mit einer Kreatinin-Clearance >35 ml/min nicht erforderlich.

Von Patientinnen mit schwerer Nierenfunktionsstorung wird Colecalciferol nicht metabolisiert. Daher ist Alendrokit dura bei niereninsuffizienten Patientinnen mit einer Kreatinin-Clearance <35 ml/min kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 und 4.4).

Dauer der Anwendung:

Die optimale Dauer einer Bisphosphonat-Behandlung bei Osteoporose ist nicht festgelegt. Die Notwendigkeit einer Weiterbehandlung sollte in regelmáRigen Abstánden auf Grundlage des Nutzens und potenzieller Risiken von Alendrokit dura fur jeden Patienten individuell beurteilt werden, insbesondere bei einer Anwendung uber 5 oder mehr Jahre.

FI 4.3    Gegenanzeigen

•    Uberempfindlichkeit gegen Alendronat, Calciumcarbonat, Colecalciferol (Vitamin D3) oder einen der sonstigen Bestandteile,

•    Erkrankungen des Osophagus und andere Faktoren, die die Entleerung des Osophagus verzogern, wie Strikturen oder Achalasie,

•    Unvermogen, mindestens 30 Minuten lang zu stehen oder aufrecht zu sitzen,

•    Krankheitszustánde, die Hypercalcámie oder Hypercalciurie zur Folge haben,

•    Calciumhaltige Nierensteine (Nephrolithiasis),

•    Nephrocalcinose,

•    Niereninsuffizienz

•    primárer Hyperparathyreoidismus

•    Vitamin-D-Uberdosierung

•    Myelom

•    Knochenmetastasen

•    Immobilisationsosteoporose

•    Sarkoidose

•    Kinder

•    Schwangerschaft und Stillzeit.

Siehe auch Abschnitt 4.4

FK 4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaRnahmen fur die Anwendung

Alendronat kann lokale Irritationen an den Schleimháuten des oberen Gastrointestinaltrakts verursachen. Aufgrund der moglichen Verschlechterung der zugrunde liegenden Erkrankung sollte Alendronat bei Patientinnen mit bestehenden gastrointestinalen Beschwerden wie Dysphagie, Erkrankungen des Osophagus, Gastritis, Duodenitis, Ulzera oder mit schweren gastrointestinalen Erkrankungen wie peptischer Ulkus in den vergangenen 12 Monaten, aktiven gastrointestinalen Blutungen oder bei Patientinnen mit chirurgischen Eingriffen im oberen Gastrointestinaltrakt mit Ausnahme einer Pyloroplastik mit Vorsicht

angewendet werden (siehe Abschnitt 4.3). Bei Patientinnen mit bekanntem Barrett-Osophagus sollte der verordnende Arzt den Nutzen und die moglichen Risiken von Alendronat jeweils individuell abwagen.

Osophageale Nebenwirkungen wie Osophagitis, osophageale Ulzera und osophageale Erosionen, selten gefolgt von osophagealen Strikturen, wurden bei Patientinnen unter Behandlung mit Alendronat berichtet. Bei manchen Patientinnen waren diese Nebenwirkungen schwer und erforderten eine Krankenhauseinweisung. Der Arzt muss deshalb aufmerksam auf alle Anzeichen und Symptome achten, die auf mogliche osophageale Nebenwirkungen hinweisen. Die Patientinnen sind anzuhalten, beim Auftreten von Symptomen einer osophagealen Irritation wie Dysphagie, Schmerzen beim Schlucken, retrosternale Schmerzen, neu auftretendes oder verstarktes Sodbrennen, die Behandlung mit Alendronat abzusetzen und ihren Arzt aufzusuchen.

Das Risiko schwerer osophagealer Nebenwirkungen scheint bei Patientinnen hoher zu sein, die Alendronat nicht wie verordnet einnehmen und/oder die Behandlung auch bei Auftreten von Symptomen, die auf eine osophageale Irritation hinweisen, fortsetzen. Es ist auBerst wichtig, dass die Patientinnen alle Dosierungsanweisungen erhalten und diese verstehen (siehe Abschnitt 4.2). Die Patientinnen mussen daruber informiert werden, dass das Risiko fur osophageale Beschwerden steigt, wenn sie sich nicht an diese Anweisungen halten.

Wahrend in groB angelegten klinischen Studien kein erhohtes Risiko beobachtet wurde, wurden selten (nach Markteinfuhrung) Magen- und Duodenalulzera gemeldet, von denen manche schwerwiegend und mit Komplikationen verbunden waren. Ein Kausalzusammenhang ist nicht auszuschlieBen.

Eine bestehende Hypocalcamie muss ausgeglichen werden, bevor die Therapie mit Alendrokit dura begonnen wird. Andere Erkrankungen, die den Mineralstoffwechsel beeintrachtigen (wie Vitamin D-Mangel und Hypoparathyreoidismus), sollten vor Beginn der Therapie mit Alendrokit dura ebenfalls adaquat behandelt werden. Der Vitamin D-Gehalt von Alendrokit dura ist nicht zur Behandlung eines Vitamin D-Mangels geeignet. Bei Patientinnen mit diesen Erkrankungen sollten unter der Therapie mit Alendrokit dura das Serum-Calcium uberwacht sowie auf Symptome einer Hypocalcamie geachtet werden.

Wahrend einer Langzeitanwendung sollten die Serum- und Urincalciumspiegel sowie die Nierenfunktion durch Messung der Serum-Kreatinin-Werte kontrolliert werden. Die Uberwachung ist besonders wichtig bei alteren Patienten und bei Patienten die als Begleitmedikation Herzglykoside und Diuretika erhalten. Dies gilt auch fur Patienten mit einer ausgepragten Neigung zur Steinbildung. Die Dosierung sollte reduziert bzw. die Behandlung vorubergehend unterbrochen werden, wenn eine Calciumausscheidung von uber 7,5 mmol/24 Stunden (300 mg/24 Stunden) im Urin nachgewiesen wird.

Vitamin D ist bei Patientinnen mit einer Nierenfunktionsstorung oder Hypophosphatamie vorsichtig und unter Uberwachung der Calcium- und Phosphatspiegel anzuwenden. Das Risiko einer Verkalkung der Weichteile ist zu berucksichtigen. Von Patientinnen mit schwerer Nierenfunktionsstorung wird Colecalciferol nicht metabolisiert. Daher ist Alendrokit dura bei niereninsuffizienten Patientinnen mit einer Kreatinin-Clearance <35 ml/min kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.2 und 4.3).

Alendrokit dura ist bei Patientinnen mit einer Hypophosphatamie vorsichtig anzuwenden.

Patientinnen, die Glucocorticoide erhalten, sollten besonders uberwacht werden, da bei Ihnen die Calciumresorption vermindert sein kann.

Es sollten auch andere Ursachen fur die Osteoporose neben Ostrogenmangel und dem Alter der Patientin berucksichtigt werden.

Osteonekrose des Kiefers, ublicherweise im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion und/oder einer lokalen Infektion (einschlieBlich Osteomyelitis), wurde bei Krebspatienten berichtet, deren Therapieregime vorwiegend intravenos verabreichte Bisphosphonate enthielten. Viele dieser Patienten erhielten auch eine Chemotherapie und Kortikosteroide. Osteonekrose des Kiefers wurde auch bei Osteoporosepatienten unter oralen Bisphosphonaten berichtet.

Bei der Beurteilung des individuellen Risikos fur die Entwicklung einer Osteonekrose des Kiefers sollten folgende Risikofaktoren beachtet werden:

-    Potenz des Bisphosphonats (am hochsten fur Zoledronsaure), Art der Anwendung (siehe oben) und kumulative Dosis

-    Krebs, Chemotherapie, Strahlentherapie, Kortikosteroide, Rauchen

-    Zahnerkrankungen in der Krankengeschichte, schlechte Mundhygiene, Parodontitis, invasive zahnarztliche Eingriffe und schlecht angepasster Zahnersatz.

Bei Patienten mit einer schlechten Zahngesundheit sollte eine zahnarztliche Untersuchung mit geeigneten PraventionsmaBnahmen vor einer Behandlung mit Bisphosphonaten in Betracht gezogen werden.

Wahrend der Behandlung sollten diese Patienten kieferchirurgische Eingriffe soweit moglich vermeiden. Wenn Patienten wahrend einer Bisphosphonattherapie eine Osteonekrose entwickeln, kann ein kieferchirurgischer Eingriff zu einer Verschlechterung fuhren. Es stehen keine Daten zur Verfugung, die Hinweise geben, ob das Absetzen einer Bisphosphonattherapie bei Patienten, die einen kieferchirurgischen Eingriff benotigen, das Risiko einer Osteonekrose des Kiefers vermindert.

Die klinische Einschatzung durch den behandelnden Arzt ist maBgebend fur die Therapieplanung bei jedem Patienten auf Basis einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung.

Wahrend einer Bisphosphonat-Behandlung sollten alle Patienten zu einer guten Mundhygiene sowie zu regelmaBigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt angehalten werden und sie sollten uber alle oralen Symptome wie bewegliche Zahne, Schmerzen oder Schwellungen berichten.

Knochen-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen wurden bei Patienten unter Therapie mit Bisphosphonaten berichtet. Nach Markteinfuhrung waren diese Symptome selten schwerwiegend und/oder mit Einschrankungen der Beweglichkeit verbunden (siehe Abschnitt 4.8). Der Zeitpunkt des Auftretens dieser Symptome variierte von einem Tag bis zu mehreren Monaten nach Therapiebeginn. Bei den meisten Patienten gingen die Beschwerden nach dem Absetzen der Therapie zuruck. Bei einem Teil der Patienten traten die Symptome erneut auf, wenn die Therapie mit demselben oder einem anderen Bisphosphonat wieder aufgenommen wurde.

Atypische Femurfrakturen:

Atypische subtrochantare und diaphysare Femurfrakturen wurden unter Bisphosphonat-Therapie berichtet, vor allem bei Patienten unter Langzeitbehandlung gegen Osteoporose. Diese transversalen oder kurzen Schragfrakturen konnen uberall entlang des Oberschenkelknochens auftreten, direkt unterhalb des Trochanter minor bis direkt oberhalb der Femurkondylen. Diese Frakturen entstehen nach einem minimalen Trauma oder ohne Trauma und manche Patienten verspuren Oberschenkel- oder Leistenschmerzen oft im Zusammenhang mit Anzeichen einer Niedrig-Energie Fraktur in bildgebenden Verfahren Wochen bis Monate vor dem Auftreten einer manifesten Femurfraktur. Frakturen treten haufig bilateral auf. Aus diesem Grund sollte bei Patienten, die mit Bisphosphonaten behandelt werden und eine Femurschaftfraktur hatten, der kontralaterale Femur ebenfalls untersucht werden. Uber eine schlechte Heilung dieser Frakturen ist ebenfalls berichtet worden. Bei Patienten mit Verdacht auf eine atypische Femurfraktur sollte ein Absetzen der Bisphosphonat-Therapie, vorbehaltlich einer Beurteilung des Patienten, auf Grundlage einer individuellen Nutzen-Risiko-Bewertung in Betracht gezogen werden.

Wahrend einer Behandlung mit Bisphosphonaten sollte den Patienten geraten werden, uber jegliche Oberschenkel-, Huft- oder Leistenschmerzen zu berichten und jeder Patient mit diesen Symptomen sollte auf eine unvollstandige Femurfraktur hin untersucht werden.

Nach Markteinfuhrung von Alendronat wurde selten uber schwere Hautreaktionen einschlieBlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse berichtet.

Die Patienten sollen angewiesen werden, dass sie beim Versaumnis der Einnahme einer wochentlichen Dosis der Alendronsaure Tablette die Tablette am nachsten Morgen einnehmen sollen, nachdem sie ihr Versaumnis bemerkt haben. Sie sollen keine zwei Tabletten am selben Tag einnehmen, sondern die Einnahme von einer Tablette pro Woche planmaBig am dafur vorgesehenen Wochentag weiterfuhren.

Alendronat wird fur Patienten mit Niereninsuffizienz mit einer glomerularen Filtrationsrate unter 35 ml/min nicht empfohlen (siehe Abschnitt 4.2).

Calcium/Vitamin D3-Filmtabletten durfen Patientinnen mit einer Sarkoidose wegen der Gefahr einer erhohten Metabolisierung von Vitamin D in seine aktive Form und anderen Erkrankungen, die mit einer unkontrollierten Calcitriol-Uberproduktion in Zusammenhang stehen, nur mit Vorsicht verordnet werden.

Der Calciumspiegel im Serum und Urin ist bei diesen Patientinnen zu uberwachen.

Bei gleichzeitiger Anwendung anderer Vitamin D-Praparate sollte die in Alendrokit dura enthaltene Dosis von 400 I.E. Vitamin D pro Filmtablette berucksichtigt werden. Zusatzliche Gaben von Calcium oder Vitamin D sollten nur unter engmaschiger medizinischer Aufsicht erfolgen. In diesen Fallen ist die regelmaBige Uberwachung der Calciumspiegel in Serum und Urin erforderlich.

Dieses Arzneimittel enthalt Lactose. Patientinnen mit der seltenen hereditaren Galactose- oder Fructose-Intoleranz, Saccharase-Isomaltase- oder Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Alendrokit dura nicht einnehmen.

FM 4.5    Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Einnahme von Nahrungsmitteln und Getranken (einschlieBlich Mineralwasser), Calciumpraparaten, Antazida und bestimmten oral angewendeten Arzneimitteln kann die Resorption von Alendronat beeintrachtigen. Nach der Einnahme der weiBen runden Alendronsaure 70 mg Tablette mussen die Patientinnen daher mindestens eine halbe Stunde warten, bevor sie ein anderes Arzneimittel einnehmen oder Nahrungsmittel und Getranke zu sich nehmen (siehe Abschnitt 4.2 und 5.2).

Da die Anwendung von NSAR mit gastrointestinalen Irritationen einhergehen kann, ist bei gleichzeitiger Anwendung mit Alendronat Vorsicht geboten.

Die gleichzeitige Behandlung mit Ionenaustauscherharzen wie Colestyramin oder Laxantien wie Paraffinol konnen die gastrointestinale Resorption von Vitamin D reduzieren.

Olestra und Orlistat konnen die Resorption von Vitamin D beeintrachtigen.

Antikonvulsiva, Cimetidin und Thiazide konnen den Abbaustoffwechsel von Vitamin D verstarken.

Die Resorption von Antibiotika (z. B.Tetrazykline, Chinolone, einige Cephalosporine) sowie vielen anderen Arzneimitteln (z.B. Ketoconazol, Eisen-, Natriumfluorid-, Estramustinpraparate) kann durch die gleichzeitige Einnahme von Calciumcarbonat vermindert werden. Aus diesem Grund sollten diese Arzneimittel mindestens zwei Stunden vor der Einnahme von Calcium/Vitamin D3-Filmtabletten gegeben werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden kann sich deren Toxizitat durch eine Hypercalcamie erhohen. Aus diesem Grund mussen entsprechende Patienten bezuglich Elektrokardiogramm (EKG) und Serumcalciumspiegel uberwacht werden.

Diuretika vom Thiazid Typ verringern die Harnausscheidung von Calcium. In diesem Fall ist der Serumcalciumspiegel regelmaBig zu kontrollieren.

Oxalsaure (enthalten in Spinat oder Rhabarber), Phytinsaure (enthalten in Vollkornprodukten) und Phosphat konnen durch Bildung unloslicher Komplexe mit Calciumionen die Calciumresorption herabsetzen. Patienten sollten daher die Calcium/Vitamin D3-Filmtablette nicht gleichzeitig mit Nahrungsmitteln mit hohem Gehalt von Oxal- oder Phytinsaure einnehmen.

Systemische Corticosteroide, Rifampicin, Phyenytoin und Barbiturate konnen die Calciumresorption vermindern.

FL 4.6    Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Es liegen keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Alendronat bei Schwangeren vor. Tierstudien lassen keinen Hinweis auf direkt schadigende Wirkungen im Hinblick auf die Schwangerschaft, die embryonale/fetale Entwicklung oder postnatale Entwicklung erkennen. Alendronat, das an trachtige Ratten verabreicht wurde, verursachte Dystokie, die mit einer Hypocalcamie in Zusammenhang stand (siehe Abschnitt 5.3).

Tierstudien haben eine Reproduktionstoxizitat hoher Dosen von Vitamin D gezeigt. Aufgrund der Indikation darf Alendrokit dura nicht wahrend der Schwangerschaft angewendet werden.

Stillzeit:

Es ist nicht bekannt, ob Alendronat in die Muttermilch ubergeht. Alendrokit dura darf nicht wahrend der Stillzeit eingenommen werden.

Fertilitat

Bisphosphonate lagern sich in die Knochenmatrix ein, von der sie allmahlich uber mehrere Jahre hinweg freigesetzt werden. Die Menge an Bisphosphonat, die in

den Knochen eines Erwachsenen eingelagert wird, und damit die Menge, die zur Ruckfreisetzung in den systemischen Kreislauf zur Verfugung steht, hangt direkt von Dosis und Dauer der Bisphosphonattherapie ab (siehe Abschnitt 5.2). Es liegen keine Daten uber das fetale Risiko beim Menschen vor. Es besteht jedoch ein theoretisches Risiko fur fetale Schaden, vorwiegend am Skelett, wenn eine Frau nach Abschluss einer Bisphosphonattherapie schwanger wird. Der Einfluss verschiedener Variablen wie die Zeit vom Abbruch der Bisphosphonattherapie bis zur Empfangnis, die Rolle des speziellen Bisphosphonats und die Art der Anwendung (intravenos oder oral) auf dieses Risiko ist nicht untersucht worden.

FQ 4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgefuhrt. Jedoch wurden bestimmte Nebenwirkungen unter Alendronsaure berichtet, welche die Verkehrstuchtigkeit oder die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen einiger Patienten beeintrachtigen konnen. Die Reaktion auf Alendrokit dura kann individuell verschieden ausfallen (siehe Abschnitt 4.8).

FJ 4.8    Nebenwirkungen

Alendronsaure 70 mg Tablette:

In einer 1 -jahrigen Studie mit postmenopausalen Frauen mit Osteoporose entsprach das Gesamtsicherheitsprofil von einmal wochentlich 70 mg Alendronat (n=519) dem Sicherheitsprofil von 10 mg Alendronat taglich (n=370).

In zwei 3-jahrigen Studien mit identischem Studiendesign mit postmenopausalen Frauen (10 mg Alendronat: n=196, Placebo: n=397) waren die Gesamtsicherheitsprofile von Alendronat und Placebo vergleichbar.

Nebenwirkungen, bei denen ein Kausalzusammenhang mit der Studienmedikation von den Prufarzten als moglich, wahrscheinlich oder sicher eingestuft wurde, sind in der nachstehenden Tabelle aufgefuhrt, sofern sie in einer der Behandlungs-gruppen in der 1 -jahrigen Studie mit einer Haufigkeit von >1% oder in einer der 3-jahrigen Studien unter Behandlung mit taglich 10 mg Alendronat mit einer Haufigkeit von >1% und haufiger als in der Placebogruppe auftraten.

1-jahrige Studie

3-jahrige

Studien

Alendronat

Alendronat

Alendronat

Placebo

70 mg einmal wochentlich

10 mg/Tag

10 mg/Tag

(n=519)

%

(n=370)

%

(n=196)

%

CD

^sj

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Bauchschmerzen

3,7

3,0

6,6

4,8

Dyspepsie

2,7

2,2

3,6

3,5

Saures AufstoBen

1,9

2,4

2,0

4,3

Ubelkeit

1,9

2,4

3,6

4,0

Aufgetriebenes

Abdomen

1,0

1,4

1,0

0,8

Verstopfung

0,8

1,6

3,1

1,8

Durchfall

0,6

0,5

3,1

1,8

Dysphagie

0,4

0,5

1,0

0,0

Flatulenz

0,4

1,6

2,6

0,5

Gastritis

0,2

1,1

0,5

1,3

Magenulkus

0,0

1,1

0,0

0,0

Osophageales Ulkus

0,0

0,0

1,5

0,0

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankunqen

Muskuloskelettaler (Knochen, Muskel, Gelenke) Schmerz

2,9

3,2

4,1

2,5

Muskelkrampfe

0,2

1,1

0,0

1,0

Erkrankungen des Nervensystems

Kopfschmerzen 0,4

0,3

2,6

1,5


Folgende Nebenwirkungen wurden ebenfalls wahrend klinischer Studien und/oder nach Markteinfuhrung berichtet:

[Sehr haufig (>1/10), haufig (>1/100, <1/10), gelegentlich (>1/1.000, <1/100), selten (>1/10.000, <1/1.000), sehr selten (<1/10.000, einschlieBlich gemeldeter Einzelfalle).]

Erkrankungen des Immunsystems:

Selten:    Uberempfindlichkeitsreaktionen einschlieBlich Urtikaria und

Angioodem.

Stoffwechsel- und Ernahrungsstorungen:

Selten:    Symptomatische Hypocalcamie, meist bei Patienten mit

entsprechenden pradisponierenden Faktoren1^

Erkrankungen des Nervensystems:

Haufig:    Kopfschmerzen, Schwindel2).

Gelegentlich: Dysgeusie2).

Augenerkrankungen:

Gelegentlich: Augenentzundungen (Uveitis, Skleritis, Episkleritis).

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths:

Haufig:    Vertigo2).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts:

Haufig:    Bauchschmerzen, Dyspepsie, Verstopfung,    Durchfall, Flatulenz,

osophageales Ulkus3), Dysphagie3), aufgetriebenes Abdomen, saures AufstoBen.

Gelegentlich: Ubelkeit, Erbrechen, Gastritis, Osophagitis3), osophageale Erosionen3), Melana2).

Selten:    Osophagusstriktur3), oropharyngeale Ulzerationen3), Perforationen,

Ulzera und Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt (PUBs)1).

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Haufig:    Alopezie2), Pruritus2).

Gelegentlich: Hautausschlag, Erythem.

Selten:    Ausschlag mit Photosensitivitat,    schwere Hautreaktionen einschlieB

lich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse4).

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Sehr haufig:    muskuloskelettale (Knochen-, Muskel- oder Gelenk-)Schmerzen,

manchmal auch stark1,2).

Haufig:


Gelenkschwellungen2).

Selten:    Osteonekrose des Kiefers1,4), atypische subtrochantare und

diaphysare Femurfrakturen (unerwunschte Wirkung der Substanzklasse der Bisphosphonate)5)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort:

Haufig:    Asthenie2); peripheres Odem2)

Gelegentlich: Vorubergehende Symptome einer Akute-Phase-Reaktion (Myalgie, Unwohlsein und selten Fieber), ublicherweise bei Therapiebeginn2).

1)    Siehe Abschnitt 4.4

2)    Die Haufigkeit in klinischen Studien war in Verum- und Placebogruppe ahnlich.

3)    Siehe Abschnitte 4.2 und 4.4.

4)    Diese Nebenwirkung wurde nach Markteinfuhrung beobachtet. Die Haufigkeit „selten“ wurde auf Grundlage relevanter klinischer Studien geschatzt.

5)    Diese Nebenwirkung wurde nach Markteinfuhrung beobachtet.

Calcium/Vitamin D3-Filmtablette:

Gelegentlich (>1/1.000, < 1/100):

Stoffwechsel- und Ernáhrungsstórungen: Hypercalcámie, Hypercalciurie, metabolische Alkalose.

Selten (>1/10.000, < 1/1.000):

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes:

Verstopfung, Bláhungen, Ubelkeit, Abdominalschmerzen, Diarrhoe.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Pruritus, Hautausschlag, Urtikaria.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grower Wichtigkeit. Sie ermóglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verháltnisses des Arzneimittels. Angehórige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

FO 4.9    Uberdosierung

Alendronsaure 70 mg Tablette:

Eine Uberdosierung von Alendronat kann zu Hypocalcámie, Hypophosphatámie und Beschwerden im oberen Gastrointestinaltrakt wie Magenverstimmung, Sodbrennen, Osophagitis, Gastritis und Ulzera fuhren. Spezifische Erfahrungen zur Behandlung einer Uberdosierung von Alendronat liegen nicht vor. Milch oder Antazida sollten gegeben werden, um Alendronat zu binden. Wegen des Risikos einer ósophagealen Irritation sollte kein Erbrechen herbeigefuhrt werden, und die Patientin sollte in aufrechter Position bleiben.

Calcium/Vitamin D3-Filmtablette:

Eine Uberdosierung kann zu Hypervitaminose und Hypercalcámie fuhren. Als Anzeichen einer Hypercalcámie kónnen Appetitlosigkeit, Durst, Ubelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Abdominalschmerzen, Muskelschwáche, Erschópfung, Geistesstórungen, Polydipsie, Polyurie, Knochenschmerzen, Nierensteine und in schweren Fállen Herzrythmusstórungen auftreten. Eine extreme Hypercalcámie kann zum Koma und zum Tode fuhren. Stándig erhóhte Calciumspiegel kónnen zu irreversiblen Nierenscháden sowie einer Verkalkung der Weichteile fuhren.

Therapie einer Intoxikation

Die Behandlung mit Vitamin D und Calcium ist zu unterbrechen, ebenso eine Behandlung mit Thiazid-Diuretika, Lithium, Vitamin A, Vitamin D und Herzglykosiden. Bei Patienten mit Bewusstseinsstorungen soil der Magen entleert werden. Rehydration und entsprechend der Schwere isolierte oder kombinierte Behandlung mit Schleifendiuretika, Biphosphonaten, Calcitonin und Corticosteroiden. Die Serumelektrolyte, Nierenfunktion und Diurese mussen uberwacht werden. In schweren Fallen sollte ein EKG aufgenommen und der zentrale Venendruck (CVP) verfolgt werden.

FF

5.

Pharmakologische Eigenschaften

F1

5.1

Pharmakodynamische Eigenschaften


Pharmakotherapeutische Gruppe: Bisphosphonate, Kombinationen ATC-Code: M05 BB

Alendronsaure 70 mg Tablette:

Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel mit Einfluss auf die Knochenstruktur und die Mineralisation, Bisphosphonate ATC-Code: M05 BA04

Der arzneilich wirksame Bestandteil der Alendronsaure 70 mg Tablette in Alendrokit dura ist ein Bisphosphonat, das die durch Osteoklasten vermittelte Knochenresorption ohne eine direkte Wirkung auf die Knochenbildung hemmt. Praklinische Studien zeigten, dass Alendronat bevorzugt an die Stellen der aktiven Knochenresorption bindet. Die Aktivitat der Osteoklasten wird gehemmt, Rekrutierung und Anbindung der Osteoklasten werden jedoch nicht beeintrachtigt. Der unter Behandlung mit Alendronat gebildete Knochen zeigt eine normale Struktur.

Behandlung der postmenopausalen Osteoporose:

Osteoporose wird definiert als Knochendichte (BMD, bone mineral density) an Wirbelsaule oder Hufte, die 2,5 Standardabweichungen unter dem Durchschnittswert der normalen, jungeren Bevolkerung liegt oder unabhangig von der BMD als pathologische Fraktur in der Anamnese.

Die therapeutische Áquivalenz von einmal wochentlich 70 mg Alendronat (n=519) und 10 mg Alendronat taglich (n=370) wurde in einer 1-jahrigen, multizentrischen Studie mit postmenopausalen, osteoporotischen Frauen nachgewiesen. Die Anstiege der BMD an der Lendenwirbelsaule betrugen nach einem Jahr Behandlung im Vergleich zu den Ausgangswerten im Mittel 5,1% (95% KI: 4,8; 5,4%) unter Behandlung mit einmal wochentlich 70 mg und 5,4% (95% KI: 5,0; 5,8%) unter Behandlung mit 10 mg taglich. Die Zunahme der BMD in den Behandlungsgruppen 70 mg einmal wochentlich und 10 mg taglich betrug im Mittel 2,3% bzw. 2,9% am Schenkenhals und 2,9% bzw. 3,1% an der gesamten Hufte. Die beiden Behandlungsgruppen waren auch hinsichtlich der Zunahme der BMD an anderen Stellen vergleichbar.

Der Einfluss von Alendronat auf BMD und Frakturhaufigkeit wurde in zwei identischen Phase-III-Studien (n=994) und in der „Fracture Intervention Trial” (FIT-Studie: n=6459) untersucht.

Nach drei Jahren Behandlung mit taglich 10 mg Alendronat in den Phase-III-Studien war die BMD an Wirbelsaule, Schenkelhals und Trochanter im Vergleich zu Placebo im Mittel um 8,8%, 5,9% bzw. 7,8% hoher. Die Gesamt-BMD war ebenfalls signifikant hoher. Von den mit Alendronat behandelten Patientinnen war der Anteil derer, die eine oder mehr Wirbelfrakturen erlitten, im Vergleich zu Placebo um 48% niedriger (Alendronat 3,2%; Placebo: 6,2%). In der 2-jahrigen Verlangerung dieser Studien blieben die Anstiege der BMD an Wirbelsaule und

Trochanter bestehen; auch die BMD des Schenkelhalses und die Gesamt-BMD wurde aufrechterhalten.

Die FIT-Studie bestand aus zwei placebokontrollierten Studien mit Alendronat (5 mg taglich uber 2 Jahre und anschlieBend 10 mg taglich uber 1 oder 2 Jahre):

   FIT 1: Eine 3-jahrige Studie mit 2027 Patientinnen mit mindestens einer Wirbel-(Kompressions-)Fraktur zu Beginn der Untersuchung. In dieser Studie reduzierte die einmal tagliche Gabe von Alendronat das Auftreten von mindestens einer neuen Wirbelfraktur um 47% (7,9% Alendronat gegenuber 15,0% Placebo). Zusatzlich wurde eine statistisch signifikante Reduktion der Inzidenz von Huftfrakturen (1,1% gegenuber 2,2%;

Reduktion um 51%) beobachtet.

   FIT 2: Eine 4-jahrige Studie mit 4432 Patientinnen mit niedriger Knochenmasse, aber ohne Wirbelfraktur zu Beginn der Untersuchung. In dieser Studie wurde in der Analyse der Subgruppe mit osteoporotischen Frauen (37% des Gesamtkollektivs, die nach der oben beschriebenen Definition an Osteoporose litten) ein signifikanter Unterschied hinsichtlich der Inzidenz von Huftfrakturen (Alendronat 1,0% gegenuber Placebo 2,2%, eine Reduktion um 56%) und der Inzidenz von mindestens einer Wirbelfraktur (2,9% gegenuber 5,8%, eine Reduktion um 50%) beobachtet.

Kinder und Jugendliche

Alendronat wurde bei einer kleinen Anzahl von Patienten unter 18 Jahren mit Osteogenesis imperfecta untersucht: Die Ergebnisse reichen nicht aus, um die Anwendung von Alendronat bei padiatrischen Patienten mit Osteogenesis imperfecta zu empfehlen.

Laborwerte

In klinischen Studien wurden asymptomatische, leichte und vorubergehende Abnahmen des Serum-Calciums und -Phosphats bei ca. 18 beziehungsweise 10% der Patienten beobachtet, die Alendronat 10 mg/Tag einnahmen, gegenuber ca.

12 und 3% derjenigen, die Plazebo einnahmen. Dennoch traten Abnahmen des Serum-Calciums bis <8,0 mg/dl (2,0 mmol/l) und des Serum-Phosphats bis <2,0 mg/dl (0,65 mmol/l) in beiden Behandlungsgruppen mit ahnlicher Haufigkeit auf.

Calcium/Vitamin D3-Filmtablette:

Pharmakotherapeutische Gruppe:Calcium, Kombination mit anderen Mitteln, ATC-Code: A12AX01

Vitamin D3 erhoht die intestinale Resorption von Calcium. Die Gabe von Calcium und Vitamin D3 wirkt der Sekretion von Parathormon (PTH) entgegen, die durch Calciummangel gefordert wird und eine vermehrte Knochenresorption verursacht.

F2 5.2    Pharmakokinetische Eigenschaften

Alendronsaure 70 mg Tablette:

Resorption:

Im Vergleich zu einer intravenosen Referenzdosis betrug die mittlere orale Bioverfugbarkeit von Alendronat fur Dosierungen zwischen 5 und 70 mg bei Frauen 0,64% bei Anwendung nach nachtlichem Fasten und 2 Stunden vor Einnahme eines standardisierten Fruhstucks. Die Bioverfugbarkeit sank bei Gabe von Alendronat 1 oder eine halbe Stunde vor einem standardisierten Fruhstuck auf etwa 0,46% bzw. 0,39%. In Osteoporosestudien war Alendronat wirksam, wenn es mindestens 30 Minuten vor der ersten Tagesmahlzeit oder dem ersten Getrank des Tages gegeben wurde.

Die Bioverfugbarkeit war vernachlássigbar, wenn Alendronat zusammen oder bis zu 2 Stunden nach einem standardisierten Fruhstuck angewendet wurde. Kaffee oder Orangensaft minderten die Bioverfugbarkeit von Alendronat um etwa 60%.

Bei gesunden Probanden hatte die Einnahme von Prednison (dreimal táglich 20 mg uber 5 Tage) keinen relevanten Einfluss auf die Bioverfugbarkeit von Alendronat (Anstieg im Mittel: 20-44%).

Verteilung:

Studien an Ratten zeigen, dass sich Alendronat nach Gabe von 1 mg/kg vorubergehend in die Weichteile verteilt und dann rasch in den Knochen verlagert oder mit dem Urin ausgeschieden wird. Das mittlere Verteilungsvolumen im Steady state, auBerhalb des Knochens, betrágt beim Menschen mindestens 28 l. Nach Einnahme therapeutischer Dosen liegt die Plasmakonzentration des Wirkstoffs unter der Nachweisgrenze (<5 ng/ml). Die Proteinbindung im menschlichen Plasma betrágt etwa 78%.

Biotransformation:

Es gibt weder beim Menschen noch beim Tier einen Hinweis darauf, dass Alendronat verstoffwechselt wird.

Ausscheidung (Elimination):

Nach intravenoser Gabe einer Einmaldosis von 14C-Alendronat werden etwa 50% der Radioaktivitát innerhalb von 72 Stunden mit dem Urin ausgeschieden. Sehr geringe Mengen oder gar keine Radioaktivitát wird im Stuhl wieder gefunden.

Nach intravenoser Gabe einer Einmaldosis von 10 mg betrágt die renale Clearance 71 ml/min, die systemische Clearance liegt nicht uber 200 ml/min. Nach intravenoser Gabe fállt die Plasmakonzentration innerhalb von 6 Stunden um mehr als 95%. Aufgrund der langsamen Freisetzung des in den Knochen eingebauten Alendronats wird die Halbwertszeit beim Menschen auf uber 10 Jahre geschátzt. Bei Ratten wird Alendronat nicht uber das saure oder basische Transportsystem der Nieren ausgeschieden. Man geht deshalb davon aus, dass Alendronat beim Menschen die Ausscheidung anderer Substanzen uber dieses System nicht beeinflusst.

Spezifische Patientengruppen:

Práklinische Studien zeigen, dass nicht im Knochen eingelagertes Alendronat rasch mit dem Urin ausgeschieden wird. Nach Langzeitanwendung kumulativer intravenoser Dosen von bis zu 35 mg/kg zeigte sich bei Tieren keine Sáttigung der Aufnahme in den Knochen. Áhnlich wie in Tierstudien ist die renale Elimination von Alendronat bei niereninsuffizienten Patientinnen wahrscheinlich reduziert. Hierzu liegen jedoch keine klinischen Daten vor. Bei Patientinnen mit eingeschránkter Nierenfunktion ist daher eine stárkere Einlagerung von Alendronat im Knochen zu erwarten (siehe Abschnitt 4.2).

Calcium/Vitamin D3-Filmtablette:

Calcium:

Resorption:

Der Anteil des im Gastrointestinaltrakt resorbierten Calciums macht ca. 30 % der eingenommenen Gesamtdosis aus.

Verteilung und Metabolismus: 99 % des im Korper vorhandenen Calciums befindet sich in den Knochen und Záhnen. Das restliche 1 % befindet sich in intra- und extrazelluláren Korperflussigkeiten. Etwa 50 % des im Blut befindlichen Calciums liegen in einer physiologisch aktiven, ionisierten Form vor, von dem etwa 10 % an Citrat, Phosphat oder weitere Anionen gebunden sind, die verbleibenden 40 % an Proteine, hauptsáchlich Albumin.

Elimination:

Calcium wird uber die Fazes, im Urin und SchweiB ausgeschieden. Die Ausscheidung uber die Nieren hangt von der Glomerulusfiltration sowie der tubularen Calcium-Ruckresorption ab.

Vitamin D:

Resorption:

Vitamin D wird im Dunndarm leicht resorbiert.

Verteilung und Biotransformation:

Im Blutkreislauf sind Colecalciferol und seine Metaboliten an ein spezifisches Globulin gebunden. Colecalciferol wird in der Leber durch Hydroxylierung in die aktive Form, das 25-Hydroxycolecalciferol, umgewandelt. In den Nieren erfolgt eine weitere Umwandlung zum 1,25-Dihydroxycolecalciferol. Dieser Metabolit bewirkt eine erhohte Calcium-Resorption. Nicht metabolisiertes Vitamin D wird im Fett- bzw. Muskelgewebe gespeichert.

Elimination:

Vitamin D wird uber die Fazes und im Urin ausgeschieden.

F3 5.3    Praklinische Daten zur Sicherheit

Alendronsaure 70 mg Tablette:

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizitat bei wiederholter Gabe, Genotoxizitat und zum kanzerogenen Potential lassen die praklinischen Daten keine besonderen Gefahren fur den Menschen erkennen. Studien zeigten, dass die Gabe von Alendronat an trachtige Ratten mit einer Hypocalcamie-induzierten Dystokie einherging. In Studien an Ratten fuhrten hohe Dosen zu einer erhohten Inzidenz einer unvollstandigen Ossifikation bei den Feten. Die Relevanz dieser Beobachtung fur den Menschen ist nicht bekannt.

Calcium/Vitamin D3-Filmtablette:

Tierstudien haben eine Reproduktionstoxizitat hoher Dosen von Vitamin D gezeigt. Uberdosierungen von Calcium und Vitamin D mussen bei Schwangeren vermieden werden, da eine andauernde Hypercalcamie mit schadlichen Effekten auf den sich entwickelnden Foetus in Verbindung gebracht wurde. Es gibt keine Hinweise, dass Vitamin D in therapeutischen Dosen beim Menschen teratogen wirkt.

FR

6.

Pharmazeutische Angaben

F7

6.1

Liste der sonstigen Bestandteile


Alendronsaure 70 mg Tablette:

Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Povidon K29-32.

Calcium/Vitamin D3-Filmtablette:

Mikrokristalline Cellulose, Povidon K30, Crospovidon, Natriumdodecylsulfat, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Talkum, modifizierte Maisstarke, all-rac-alpha-Tocopherol, mittelkettige Triglyceride, Natriumascorbat, hochdisperses Siliciumdioxid, Sucrose, Poly(vinylalkohol) teilweise hydrolisiert, Macrogol 4000, Titandioxid (E171), Eisen(III)-oxid (E172), Eisen(II,III)-oxid (E172), Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172).

FS 6.2


Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

FT

FX

FY


F4

FZ

F5

F6

F10

F11


6.3    Dauer der Haltbarkeit 24 Monate

6.4    Besondere VorsichtsmaRnahmen fur die Aufbewahrung

Nicht uber 25°C lagern. Wochenpackungen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schutzen.

6.5    Art und Inhalt des Beháltnisses Alendronsaure 70 mg Tablette:

WeiR, opake Aluminium/PVC-Blister

Calcium/Vitamin D3-Filmtablette:

Alu/Alu-Blister

Packungsgrofcen:

1 Wochenpackung enthált 1 Tablette Alendronsáure 70 mg und 7 Calcium/Vitamin D3-Filmtabletten.

Packungen mit 1,3, 4, 7, 8 oder 12 Wochenpackungen.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroRen in Verkehr gebracht.

6.6    Besondere VorsichtsmaRnahmen    fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7.    Inhaber der Zulassung

Mylan dura GmbH Postfach 10 06 35 64206 Darmstadt

8.    Zulassungsnummer

71250.00.00

9.    Datum der Erteilung der Zulassung / Verlángerung der Zulassung

21.08.2009 / 19.02.2014

10.    Stand der Information

April 2015

11.    Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig gemáR §48 Abs. 2 Nr.1 AMG, da dieses Arzneimittel eine neue Kombination bekannter Wirkstoffe enthált, dessen Wirkung in der medizinischen Wissenschaft noch nicht allgemein bekannt ist.

Alendrokit dura