+ iMedikament.de

Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml injektionslösung



Gebrauchsinformation Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml injektionslösung

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FUR ANWENDER

Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml Injektionslosung

Alfentanilhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

•    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spáter nochmals lesen.

•    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

•    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.


Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist Alfentanil-hameln und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Anwendung von Alfentanil-hameln beachten?

3.    Wie ist Alfentanil-hameln anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Alfentanil-hameln aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1.    Was ist Alfentanil-hameln und wofur wird es angewendet?

Alfentanil-hameln ist ein Anasthetikum aus der Gruppe der Opioide. Es wird bei

Erwachsenen fur medizinische Eingriffe unter Vollnarkose zur Schmerzstillung eingesetzt.

Alfentanil wird bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern angewendet

•    als Schmerzmittel (Opioid) in Verbindung mit einem Schlafmittel (Hypnotikum) zur

Einleitung einer Narkose

•    als Schmerzmittel (Analgetikum) in Verbindung mit einer Narkose sowohl fur kurze als auch

langdauernde Eingriffe.

2.    Was sollten Sie vor der Anwendung von Alfentanil-hameln beachten?

Alfentanil-hameln darf nicht angewendet werden,

•    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegenuber dem Wirkstoff Alfentanilhydrochlorid, einem anderen opioidhaltigen Arzneimittel oder einem der sonstigen Bestandteile sind. Eine allergische Reaktion kann sich durch Reaktionen wie Rotung der Haut, Hautausschlag, Juckreiz, Probleme mit der Atmung, Schwellungen im Gesicht, Mund oder Rachen áuBern.

•    wenn die Funktion Ihrer Lunge oder der Atmung stark eingeschránkt ist, auch aufgrund von Erkrankungen, die die Muskelaktivitát negativ beeinflussen. Der Arzt kann Ihnen jedoch Alfentanil-hameln verabreichen, wenn die Atmung durch ein Beatmungsgerát gewáhrleistet ist.

•    wenn Sie an einer akuten Stoffwechselerkrankung der Leber (Porphyrie) leiden.

•    bei Krankheitszustánden, bei denen eine Dámpfung des Atemzentrums vermieden werden muss.

Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal bevor Sie

Alfentanil-hameln anwenden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Alfentanil-hameln ist erforderlich:

•    da Alfentanil-hameln einen Abfall des Blutdrucks und der Atemfrequenz verursachen kann. Es kann auBerdem dazu fuhren, dass das Herz langsamer schlagt. In seltenen Fallen kann der Herzrhythmus beeinflusst werden. Besondere Vorsicht ist nach der Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die ahnliche Effekte zeigen, erforderlich. Daher mussen die Grundfunktionen des Korpers wie Blutdruck und Puls kontinuierlich uberwacht werden. Durch Alfentanil-hameln hervorgerufene unerwunschte Effekte konnen in der Regel durch andere Arzneimittel aufgehoben werden.

•    wenn Sie an chronischen Lungenerkrankungen leiden, da Arzneimittel wie Alfentanil-hameln den Atmungsantrieb herabsetzen und den Atemwegswiderstand erhohen konnen.

•    wegen der atemdepressorischen Wirkung von Alfentanil. Eine Atemdepression oder ein Atemstillstand konnen auch nach der Operation noch auftreten. Daher mussen die Patienten gut uberwacht werden.

•    wenn bei Ihnen die Funktion von Leber und/oder Nieren stark eingeschrankt ist, da die Nieren und die Leber Einfluss auf die Menge des Wirkstoffs im Korper haben.

•    wenn Sie vor der Behandlung Opioide oder Benzodiazepine eingenommen haben.

•    da Alfentanil-hameln den klinischen Verlauf von Patienten mit einem Schadel-Hirn-Trauma verschleiern kann.

•    da die Anwendung von Alfentanil-hameln zu Muskelversteifungen fuhren kann. Der Arzt wird MaBnahmen ergreifen, dieses zu vermeiden.

•    da wie bei allen starken opioidhaltigen Schmerzmitteln eine gute Schmerzstillung von einer Erniedrigung der Atemfrequenz begleitet sein kann.

•    bei Patienten mit erhohtem Hirndruck. Es sollten schnelle Injektionen in die Vene vermieden werden.

•    Kinder und Jugendliche:

-    Im Vergleich zu alteren Kindern und Erwachsenen, kann bei Verabreichung von Alfentanil an Neugeborene oder sehr junge Kinder ein erhohtes Risiko fur Atemkomplikationen bestehen. Daher sollten junge padiatrische Patienten sofort nach dem Beginn der Alfentanilverabreichung uberwacht werden. Selbst fur kurze Eingriffe bei spontan atmenden Kindern sollten Gerate fur eine Unterstutzung der Atmung zur Anwendung in allen Altersklassen verfugbar sein.

-    Wegen des Risikos der Muskelrigiditat, sollte bei Verabreichung von Alfentanil an Neugeborene oder sehr junge Kinder, die gleichzeitige Anwendung eines Muskelrelaxans in Betracht gezogen werden. Alle Kinder sollten nach Beendigung der Anwendung von Alfentanil eine angemessene Zeit uberwacht werden, um sicherzustellen, dass die Ruckkehr zur Spontanatmung erreicht wurde.

-    Wegen der variablen Pharmakokinetik bei Neugeborenen, kann eine niedrigere Dosis Alfentanil notwendig sein. Neugeborene sollten eng uberwacht und die Alfentanildosis nach dem Ansprechen titriert werden.

Anwendung von Alfentanil-hameln zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Folgende Arzneistoffe konnen die Wirkungsdauer von Alfentanil-hameln beeinflussen:

•    Fluconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen)

•    Cimetidin (zur Behandlung von Magen- und Darmgeschwuren)

•    Erythromycin (Antibiotikum)

•    Diltiazem (zur Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen)

Folgende Arzneimittel konnen die Wirkung von Alfentanil verstarken, wenn sie gleichzeitig mit Alfentanil-hameln gegeben werden:

•    Betablocker (zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzrhythmusstorungen)

•    Narkosemittel (Anasthetika)

•    Arzneimittel, die das zentrale Nervensystem beeinflussen (wie z. B. Beruhigungs- und Schlafmittel)

•    andere opioidhaltige starke Schmerzmittel

Es kann auBerdem notwendig sein, die Dosierung von Alfentanil-hameln anzupassen, wenn Sie folgende Arzneimittel bekommen:

•    Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen, wie z. B. Ketoconazol

•    antivirale Arzneimittel, wie z. B. Ritonavir

Vorsicht ist geboten, wenn Sie zurzeit ein Antidepressivum (MAO-Hemmer) einnehmen oder wahrend der letzten zwei Wochen eingenommen haben.

Áltere, geschwachte oder beleibte Patienten

Fur altere Personen, geschwachte oder beleibte Patienten wird die Dosierung entsprechend ihres korperlichen Zustandes angepasst.

Schwangerschaft und Stillzeit

Alfentanil darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der therapeutische Nutzen das potentielle Risiko fur das ungeborene Kind uberwiegt.

Alfentanil sollte nicht wahrend der Geburt (einschlieBlich Kaiserschnitt) verabreicht werden, da Alfentanil in die Plazenta ubergeht und das fetale Atemzentrum besonders empfindlich gegenuber Opioiden ist. Falls Alfentanil trotzdem eingesetzt wird, mussen unmittelbar Gerate zur Unterstutzung der Atmung verfugbar sein. Ein Opioidantagonist fur das Kind muss immer verfugbar sein. Die Halbwertszeit des Opioidantagonisten kann kurzer sein als die Halbwertszeit von Alfentanil, daher konnen zusatzliche Dosen des Antagonisten erforderlich werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder meinen, schwanger zu sein. Er wird entscheiden, ob bei Ihnen Alfentanil-hameln angewendet werden soll.

Alfentanil kann in die Muttermilch ubergehen. Deshalb sollte bis 28 Stunden nach der Anwendung von Alfentanil nicht gestillt werden.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Innerhalb von 24 Stunden nach der Verabreichung von Alfentanil-hameln durfen Sie nicht aktiv am StraBenverkehr teilnehmen und keine Maschinen bedienen.

Eine Dosis von 5 mg Alfentanil-hameln enthalt 1,5 mmol (35 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diat einhalten mussen, sollten Sie dies berucksichtigen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Alfentanil-hameln kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fuhren. Die Anwendung von Alfentanil-hameln als Dopingmittel kann zu einer Gefahrdung der Gesundheit fuhren.

3. Wie ist Alfentanil-hameln anzuwenden?

Art der Anwendung

Alfentanil-hameln darf nur von medizinischem Fachpersonal in Einrichtungen mit notfallmedizinischer Ausrustung angewendet werden. Alfentanil-hameln wird als Injektion oder Infusion in eine Vene gegeben.

Dosierung

Der Arzt wird entscheiden, wie viel Alfentanil-hameln Sie benotigen, da die Menge von der Art des Eingriffs sowie Ihrem Alter, Gesundheitszustand und Korpergewicht abhangt.

Die gewohnlich empfohlene Dosierung ist:

•    bei Erwachsenen

Einleitung einer Vollnarkose:    8-30pg/kg

Aufrechterhaltung einer Vollnarkose:    5-15 pg/kg

Bei langeren Eingriffen kann die erste Dosis bis auf 75 pg/kg erhoht werden. Zur Aufrechterhaltung konnen Injektionen, wie oben beschrieben, verabreicht werden. Es besteht jedoch ebenso die Moglichkeit einer Dauerinfusion von Alfentanil, wobei die Dosierung zur Aufrechterhaltung der Narkose 0,5 bis 3 pg/kg/min betragen sollte (mittlere Infusionsrate 1 bis 1,5 pg/kg/min).

•    bei Patienten mit Leberversagen

Bei Patienten mit Leberinsuffizienz muss die Dosierung entsprechend der klinischen Reaktion und dem Schweregrad der Krankheit angepasst werden.

•    Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Selbst fur kurze Eingriffe sollten Gerate fur eine Unterstutzung der Atmung zur Anwendung auch bei spontan atmenden Kindern fur alle Altersklassen verfugbar sein.

Es liegen nur begrenzt Daten zu Kindern, insbesondere bei jenen zwischen 1 Monat und 1 Jahr, vor.

Neugeborene (0-27 Tage): Die Pharmakokinetik ist bei Neugeborenen, insbesondere Fruhgeborenen, sehr variabel. Die Plasmaclearance und Proteinbindung sind geringer, so dass eventuell eine niedrigere Dosis Alfentanil benotigt wird. Neugeborene sollten eng uberwacht und die Alfentanildosis nach dem Ansprechen titriert werden.

Sauglinge und Kleinkinder (28 Tage bis 23 Monate): Die Plasmaclearance kann bei Sauglingen und Kleinkindern im Vergleich zu Erwachsenen erhoht sein. Zur Aufrechterhaltung der Analgesie muss die Infusionsrate eventuell erhoht werden. Kinder (2 bis 11 Jahre): Die Plasmaclearance kann bei Kindern leicht erhoht sein, so dass die Infusionsrate eventuell erhoht werden muss.

Jugendliche: Bei Jugendlichen entspricht die Pharmakokinetik von Alfentanil der bei Erwachsenen, somit sind keine spezifischen Dosierungsempfehlungen notwendig. Durch die groBe Variabilitat des Ansprechens auf Alfentanil ist es schwierig, fur jungere Kinder Dosierungsempfehlungen zu geben. Fur altere Kinder wird ein Bolus von 10 bis 20 pg/kg KG Alfentanil zur Einleitung der Anasthesie (d.h. zur Erganzung von Propofol oder einer Inhalationsnarkose) oder als Analgetikum als angemessen erachtet. In angemessenen Abstanden konnen zusatzliche Injektionen von 5 bis 10 pg/kg KG Alfentanil verabreicht werden.

Zur Aufrechterhaltung der Analgesie bei Kindern wahrend einer Operation kann eine Alfentanil-Infusion mit einer Rate von 0,5-2 pg/kg KG/min verabreicht werden. Die Dosis muss nach den Bedurfnissen jedes individuellen Patienten auf- oder abtitriert werden. Wenn Alfentanil mit einem intravenosen Anasthetikum kombinier wird, betragt die empfohlene Dosis ungefahr 1 pg/kg KG/min.

Wenn Alfentanil Neugeborenen oder sehr jungen Kindern verabreicht wird, kann ein erhohtes Risiko fur respiratorische Komplikationen und Muskelrigiditat bestehen. Notwendige VorsichtsmaBnahmen sind in Abschnitt 2 beschrieben.

Wenn Sie eine gro&ere Menge von Alfentanil-hameln angewendet haben, als Sie sollten

Wahrend und nach der Anwendung von Alfentanil-hameln wird Ihre Atemfunktion sorgfaltig uberwacht.

Eine Uberdosierung sollte durch eine Verstarkung der moglichen Nebenwirkungen von Alfentanilhydrochlorid in Erscheinung treten, wie z. B. eine verlangerte Atemdepression.

Im Fall einer Uberdosierung wird Ihr Arzt alle erforderlichen Ma&nahmen ergreifen, z.B. eine assistierte oder kontrollierte Beatmung ermoglichen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Die Nebenwirkungen bei Patienten, die Alfentanil-hameln erhalten, sind in der Regel von ma&iger Auspragung und von vorubergehender Natur.

Folgende Nebenwirkungen wurden beobachtet:

Sehr haufig (mehr als 1 Behandelter von 10)

•    Ubelkeit

Haufig (1 bis 10 Behandelte von 100)

•    Erbrechen

•    Kopfschmerzen

•    Mudigkeit

•    Schwindel

•    Benommenheit

•    Schmerzen an der Injektionsstelle

•    Hypotonie (niedriger Blutdruck)

•    Atemdepression (stark verringerte Atemfrequenz bis zum Atemstillstand)

•    Husten

•    Juckreiz

Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1000)

•    Erregung

•    Sehstorungen

•    Bradykardie (verlangsamter Puls)

•    Herzjagen

•    Hypertonie (Bluthochdruck)

•    Bronchospasmus (krampfartige Verengung der oberen Atemwege)

•    Muskelsteifheit

•    Harnverhalt

•    Zittern

Selten (1 bis 10 Behandelte von 10 000)

•    Schluckauf

Zusatzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Es wird erwartet, dass die Haufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen bei Kindern die gleichen sind wie bei Erwachsenen, mit folgender Ausnahme:

Bei Neugeborenen wurde háufig eine leichte bis máBige Muskelrigiditát (Skelettmuskelverspannung) beobachtet, wobei die klinischen Studien klein waren. Schwere Rigiditát und Zuckungen treten weniger háufig auf und konnen, besonders bei hohen Dosen von Alfentanil oder einer schnellen Rate intravenoser Injektionen, vorubergehend von beeintráchtigter Atmung begleitet werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt uber das Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte; Abt. Pharmakovigilanz; Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3; D-53175 Bonn Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. Wie ist Alfentanil-hameln aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzugánglich auf.

Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Angebrochene Beháltnisse sind nach der Benutzung zu verwerfen.

Sie durfen Alfentanil-hameln nur verwenden, wenn die Injektionslosung klar, farblos und frei von sichtbaren Partikeln ist.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benotigen. Diese MaBnahme hilft die Umwelt zu schutzen.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Alfentanil-hameln enthalt

Der Wirkstoff ist Alfentanilhydrochlorid.

1 ml dieses Arzneimittels enthált 0,5 mg Alfentanil (entsprechend 0,5438 mg Alfentanilhydrochlorid).

Die sonstigen Bestandteile sind Natriumchlorid, Salzsáure und Wasser fur Injektionszwecke. Wie Alfentanil-hameln aussieht und Inhalt der Packung

Alfentanil-hameln ist eine klare, farblose Injektionslosung, die frei von sichtbaren Partikeln ist.

PackungsgroBen:

Packungen mit 5 oder 10 Ampullen mit je 2 ml oder 10 ml Injektionslosung.

Packungen mit 5 oder 10 Durchstechflaschen mit je 2 ml oder 10 ml Injektionslosung.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

hameln pharma plus gmbh Langes Feld 13 31789 Hameln

Hersteller

hameln pharmaceuticals gmbh Langes Feld 13 31789 Hameln

oder

HBM Pharma s.r.o.

Sklabinská 30 03680 Martin Slowakei

oder

hameln rds a.s.

Horná 36 900 01 Modra Slowakei

Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig/Betaubungsmittel

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet 12/2013.

Die folgenden Informationen sind nur fur Arzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

ANWENDUNGSHINWEISE:

Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml Injektionslosung

Bitte lesen Sie die Fachinformation fur die vollstandige Information.

Dosierung und Art der Anwendung

Alfentanil-hameln kann mit 0,9%iger Natriumchloridlosung, 5%iger Glucoselosung + 0,9%iger Natriumchloridlosung, 5%iger Glucoselosung oder Ringer-Lactat-Losung bis zu einer Konzentration von 25-80 pg/ml verdunnt werden. Solche Losungen sind mit Behaltnissen und Infusionssystemen aus Plastik kompatibel.

Die chemische und physikalische Stabilitat dieser Verdunnungen wurde fur 48 Stunden nachgewiesen.

Unter mikrobiologischen Gesichtspunkten sollten die Verdunnungen sofort verbraucht werden. Geschieht dies nicht, tragt der Benutzer die Verantwortung fur die Lagerzeiten und Lagerbedingungen in Gebrauch befindlicher Losungen. Normalerweise sollten 24 Stunden bei 2-8°C nicht uberschritten werden, au&er wenn die Verdunnung unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt ist.

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml Injektionslösung

Fachinformation Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml injektionslösung

FACHINFORMATION

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml Injektionslosung

2. QUALITATIVE AND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoff: Alfentanilhydrochlorid

1 ml enthalt 0,5438 mg Alfentanilhydrochlorid entsprechend 0,5 mg Alfentanil-Base.

Sonstige Bestandteile: 3,5 mg Natrium pro 1 ml Injektionslosung

Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Injektionslosung

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Alfentanil ist bei Erwachsenen indiziert als:

•    Analgetikum bei Einleitung einer Allgemeinanasthesie

•    Analgetikum bei Aufrechterhaltung einer Allgemeinanasthesie

Alfentanil ist bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern indiziert als:

•    ein Opioid in Verbindung mit einem Hypnotikum zur Einleitung einer Anasthesie

•    ein narkotisches Analgetikum in Verbindung mit einer Allgemeinanasthesie sowohl fur kurze als auch langdauernde Eingriffe

4.2    Dosierungund Art der Anwendung

Alfentanil darf nur von Personen verabreicht werden, die mit der Anwendung von Allgemeinanasthetika und der Beherrschung der respiratorischen Effekte potenter Opioide vertraut sind. Ein Opioidantagonist, die apparative Ausstattung zur Wiederbelebung, Intubation und Beatmung sowie Sauerstoff mussen sofort verfugbar sein.

Wegen der Moglichkeit einer verzogert auftretenden Atemdepression muss der Patient auch nach Beendigung des Eingriffs adaquat uberwacht werden.

Dosierung

Erwachsene

Die Dosierung von Alfentanil sollte den individuellen Gegebenheiten des Patienten im Hinblick auf Korpergewicht, Allgemeinzustand, Vorerkrankungen, Begleitmedikation sowie die Art und Dauer des chirurgischen Eingriffs und der Anasthesie angepasst werden. Dosierungsempfehlungen

Als Analgetikum bei Einleitung einer Allgemeinanasthesie 8-30 pg/kg

Als Repetitionsdosis bei Aufrechterhaltung der Allgemeinanasthesie 5-15 pg/kg

Nach einer anasthetisch wirksamen Induktionsdosis von Alfentanil ist der Dosierungsbedarf an volatilen Anasthetika bzw. die erforderliche Alfentanil-Infusionsrate wahrend der ersten Narkosestunde um 30 bis 50% reduziert.

Bei langeren Eingriffen kann die Initialdosis bis auf 75 pg/kg erhoht werden. Zur Aufrechterhaltung konnen Repetitionsdosen, wie oben beschrieben, verabreicht werden. Es besteht jedoch ebenso die Moglichkeit einer Dauerinfusion von Alfentanil, wobei die Dosis zur Aufrechterhaltung der Analgesie 0,5 bis 3 pg/kg/min betragen sollte (Mittlere Infusionsrate 1 bis 1,5 pg/kg/min).

Spezielle Patientengruppen

Kinder und Jugendliche:

Selbst fur kurze Eingriffe sollten Gerate fur eine Unterstutzung der Atmung zur Anwendung auch bei spontan atmenden Kindern fur alle Altersklassen verfugbar sein.

Es liegen nur begrenzt Daten zu Kindern, insbesondere bei jenen zwischen 1 Monat und 1 Jahr, vor (siehe Abschnitt 5.2).

Neugeborene (0-27 Tage): Die Pharmakokinetik ist bei Neugeborenen, insbesondere Fruhgeborenen, sehr variabel. Die Plasmaclearance und Proteinbindung sind geringer, so dass eventuell eine niedrigere Dosis Alfentanil benotigt wird. Neugeborene sollten eng uberwacht und die Alfentanildosis nach dem Ansprechen titriert werden.

Sauglinge und Kleinkinder (28 Tage bis 23 Monate): Die Plasmaclearance kann bei Sauglingen und Kleinkindern im Vergleich zu Erwachsenen erhoht sein. Zur Aufrechterhaltung der Analgesie muss die Infusionsrate eventuell erhoht werden.

Kinder (2 bis 11 Jahre): Die Plasmaclearance kann bei Kindern leicht erhoht sein, so dass die Infusionsrate eventuell erhoht werden muss.

Jugendliche: Bei Jugendlichen entspricht die Pharmakokinetik von Alfentanil der bei Erwachsenen, somit sind keine spezifischen Dosierungsempfehlungen notwendig. Dosierungsempfehlungen fur Kinder und Jugendliche:

Durch die groBe Variabilitat des Ansprechens auf Alfentanil ist es schwierig, fur jungere Kinder Dosierungsempfehlungen zu geben. Fur altere Kinder wird ein Bolus von 10 bis 20 pg/kg KG Alfentanil zur Einleitung der Anasthesie (d. h. zur Erganzung von Propofol oder einer Inhalationsnarkose) oder als Analgetikum als angemessen erachtet. In angemessenen Abstanden konnen zusatzliche Injektionen von 5 bis 10 pg/kg KG Alfentanil verabreicht werden.

Zur Aufrechterhaltung der Analgesie bei Kindern wahrend einer Operation kann eine Alfentanil-Infusion mit einer Rate von 0,5-2 pg/kg KG/min verabreicht werden. Die Dosis muss nach den Bedurfnissen jedes individuellen Patienten auf- oder abtitriert werden. Wenn Alfentanil mit einem intravenosen Anasthetikum kombiniert wird, betragt die empfohlene Dosis ungefahr 1 pg/kg KG/min.

Wenn Alfentanil Neugeborenen oder sehr jungen Kindern verabreicht wird, kann ein erhohtes Risiko fur respiratorische Komplikationen und Muskelrigiditat bestehen. Notwendige VorsichtsmaBnahmen sind in Abschnitt 4.4 beschrieben.

Bei adiposen Patienten (mehr als 20% uber Idealgewicht) sollte die Dosierung auf der Basis des fettfreien Korpergewichts ermittelt werden.

Bei alteren Patienten und bei Patienten in geschwachtem Allgemeinzustand muss die Dosis um ca. 30-40% herabgesetzt werden. Die Vitalparameter sind adaquat zu uberwachen.

Patienten mit Niereninsuffizienz: Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Patienten mit Leberinsuffizienz- Die Dosierung muss entsprechend der klinischen Reaktion und dem Schweregrad der Leberinsuffizienz angepasst werden. Es sind allerdings keine quantitativen Dosierungsempfehlungen verfugbar.

Art und Dauer der Anwendung

Alfentanil wird als intravenose Injektion oder Infusion verabreicht.

Alfentanil langsam uber 3 Minuten intravenos injizieren.

Injektionsgeschwindigkeiten < 1 Minute gehen mit einer erhohten Inzidenz von Hypotonien einher.

Alfentanil-Infusionen sollten im Rahmen einer Allgemeinanasthesie spatestens 10-15 min vor Ende der Operation beendet werden.

Kontinuierliche Infusionen uber mehr als 4 Tage wurden nicht untersucht.

Parenterale Arzneimittel mussen vor der Verabreichung visuell auf Ausfallungen oder Verfarbungen hin uberpruft werden.

Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml Injektionslosung kann mit 0,9%-iger Natriumchloridlosung, 5%-iger Glucoselosung + 0,9%-iger Natriumchloridlosung, 5%-iger Glucoselosung oder Ringer-Lactat-Losung bis zu einer Konzentration von 25-80 pg/ml verdunnt werden (siehe Abschnitt 6.3 fur Informationen bezuglich der Haltbarkeit der verdunnten Losung). Solche Losungen sind mit Behaltnissen und Infusionssystemen aus Plastik kompatibel

Hinweise

Fur Patienten, die Alfentanil erhalten haben, ist die apparative Standardausrustung zur postoperativen Uberwachung und Beatmung vorzuhalten, um eine Atemdepression beherrschen zu konnen. Diese muss so ausgestattet sein, dass alle Schweregrade einer Atemdepression beherrscht werden konnen.

Eine intraoperative Hyperventilation kann die Atemdepression noch verstarken. Eine adaquate postoperative Uberwachung ist, insbesondere nach Infusionen oder hohen Dosen von Alfentanil zu gewahrleisten, um sicherzustellen, dass eine ausreichende Spontanatmung besteht und ohne Stimulation erhalten bleibt, ehe der Patient aus dem Aufwachraum verlegt wird.

Es wurde auch uber verzogert einsetzende Atemdepression, Atemstillstand, Bradykardie, Asystolie, Herzrhythmusstorungen und Blutdruckabfall berichtet. Daher mussen die Vitalparameter kontinuierlich uberwacht werden.

Eine durch Opioidanalgetika verursachte Atemdepression kann durch Opioidantagonisten, z.B. Naloxon, aufgehoben werden. Da die durch Alfentanil bedingte Atemdepression langer anhalten kann als die Wirkung des Antagonisten, muss eine adaquate Uberwachung gewahrleistet werden. Wie bei allen potenten Opioiden geht eine tiefe Analgesie mit einer Atemdepression und einer verminderten Ansprechbarkeit des Atemzentrums auf CO2 einher, die bis in die postoperative Phase hineinreichen bzw. in dieser Phase erneut auftreten konnen.

Eine Pulsoxymetrie oder eine andere Methode zur Uberwachung der Atemfunktion ist erforderlich.

4.3 Gegenanzeigen

Alfentanil ist bei Patienten mit bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber dem Wirkstoff, einem der sonstigen Bestandteile oder einem anderen opioidhaltigen Arzneimittel kontraindiziert.

Alfentanilhydrochlorid ist bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung und Atemdepression ohne gleichzeitige Beatmung kontraindiziert.

Alfentanilhydrochlorid darf nicht bei Krankheitszustanden, bei denen eine Dampfung des Atemzentrums vermieden werden muss, sowie bei akuten hepatischen Porphyrien eingesetzt werden.

4.4 Besondere Warnhinweise und Vorsichtsma&nahmen fur die Anwendung

Alfentanilhydrochlorid kann eine stammbetonte Rigiditat der Skelettmuskulatur verursachen, deren Auspragung in der Regel dosisabhangig ist.

Die Muskelrigiditat tritt schneller ein als bei anderen Opioiden. Die durch Alfentanil ausgeloste Muskelrigiditat kann alle Skelettmuskeln einschlieBlich der Nacken- und Extremitatenmuskulatur betreffen.

Die Initialdosis von Alfentanil sollte bei alteren Patienten und bei Patienten in geschwachtem Allgemeinzustand verringert werden. Der Effekt der Initialdosis sollte bei der Bestimmung weiterer Dosen berucksichtigt werden. In einer klinischen Studie war die zur Induktion einer Anasthesie (ermittelt durch das Auftreten von Delta-Wellen im EEG) erforderliche Alfentanildosis bei geriatrischen Patienten um 30-40% niedriger als bei jungen gesunden Patienten.

Bei adiposen Patienten (mehr als 20% uber Idealgewicht) sollte die Dosierung bezogen auf das Sollgewicht ermittelt werden.

Bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion sowie bei geriatrischen Patienten kann die Plasmaclearance von Alfentanil vermindert und dadurch die postoperative Erholung verlangert sein.

Induktionsdosen von Alfentanil sollten langsam (uber drei Minuten) verabreicht werden. Die Verabreichung kann zu einer Verminderung des GefaBtonus und einer Hypotonie fuhren. Eine Volumensubstitution vor Induktion ist in Betracht zu ziehen.

Die Gabe von Benzodiazepinen unmittelbar vor oder zusammen mit hohen Alfentanildosen kann zu Vasodilatation, Hypotonie und verzogerter postoperativer Erholung fuhren.

Eine durch Alfentanil verursachte Bradykardie kann mit Atropin behandelt werden. Schwere Falle von Bradykardie sowie Asystolien wurden erfolgreich durch Gabe von Atropin in Verbindung mit konventionellen ReanimationsmaBnahmen behandelt.

Alfentanil kann den klinischen Verlauf von Patienten mit einem Schadel-Hirn-Trauma verschleiern.

Alfentanil muss bei Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen, verminderter Vitalkapazitat oder verminderter FRC sowie bei potentiell eingeschrankter Lungenfunktion mit besonderer Vorsicht angewendet werden.

Aufgrund der besonderen Bedeutung von Leber und Niere fur die Metabolisierung und Ausscheidung von Alfentanil, muss Alfentanil bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz besonders vorsichtig angewendet werden.

Bei Patienten mit eingeschrankter intrazerebraler Compliance (erhohtem Hirndruck) sollten schnelle Bolusinjektionen vermieden werden, denn der vorubergehende Abfall des mittleren arteriellen Blutdruckes geht bei diesen Patienten gelegentlich einher mit einer kurzdauernden Reduktion des zerebralen Perfusionsdruckes.

Kinder und Jugendliche:

Im Vergleich zu alteren Kindern und Erwachsenen, kann bei Verabreichung von Alfentanil an Neugeborene oder sehr junge Kinder ein erhohtes Risiko fur respiratorische Komplikationen bestehen. Daher sollten junge padiatrische Patienten sofort nach dem Beginn der Alfentanilverabreichung uberwacht werden. Selbst fur kurze Eingriffe bei spontan atmenden Kindern sollten Gerate fur eine Unterstutzung der Atmung zur Anwendung in allen Altersklassen verfugbar sein.

Wegen des Risikos der Muskelrigiditat sollte bei Verabreichung von Alfentanil an Neugeborene oder sehr junge Kinder die gleichzeitige Anwendung eines Muskelrelaxans in Betracht gezogen werden. Alle Kinder sollten nach Beendigung der Anwendung von Alfentanil eine angemessene Zeit uberwacht werden, um sicherzustellen, dass eine ausreichende Spontanatmung erreicht wurde.

Wegen der variablen Pharmakokinetik bei Neugeborenen kann eine niedrigere Dosis Alfentanil notwendig sein. Neugeborene sollten eng uberwacht und die Alfentanildosis nach dem Ansprechen titriert werden (siehe Abschnitt 4.2).

Die Anwendung von Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen fuhren. Die Anwendung von Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml als Dopingmittel kann zu einer Gefahrdung der Gesundheit fuhren.

Eine Dosis von 5 mg enthalt 1,5 mmol (35 mg) Natrium. Dies ist zu berucksichtigen bei Personen unter Natrium kontrollierter Diat.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Monoaminoxidase- (MAO-) Hemmer konnen die Wirkungen von Narkotika verstarken. Alfentanil sollte bei Patienten, die im Verlauf der letzten 14 Tage Monoaminoxidase-(MAO-) Hemmer eingenommen haben, nicht angewendet werden.

Alfentanil wird hauptsachlich uber das Enzym Cytochrom P450 3A4 metabolisiert. Nach den verfugbaren pharmakokinetischen Daten am Menschen kann der Abbau von Alfentanil durch Fluconazol, Erythromycin, Diltiazem und Cimetidin (bekannte Inhibitoren von Cytochrom 450 3A4) gehemmt werden. In-vitro-Daten lassen vermuten, das andere potente P450 3A4-Inhibitoren (z.B. Ketoconazol, Ritonavir) den Abbau von Alfentanil ebenfalls hemmen konnten. Hierdurch konnte das Risiko einer verlangerten oder verzogert einsetzenden Atemdepression erhoht werden. Die gleichzeitige Anwendung solcher Arzneimittel erfordert besondere Sorgfalt und Beobachtung des Patienten, insbesondere kann eine Reduktion der Alfentanildosis erforderlich sein.

Sowohl das AusmaB als auch die Dauer der zentralnervosen und kardiovaskularen Wirkungen konnen bei gleichzeitiger Gabe von zentral dampfenden Arzneimitteln, z.B. Barbituraten, Tranquilizern, Opioiden und Inhalationsanasthetika gesteigert werden. Eine postoperative Atemdepression kann durch solche Substanzen verstarkt oder verlangert werden. In Fallen einer solchen Kombinationsbehandlung sollte die Dosis eines der beiden oder beider Wirkstoffe reduziert werden. Begrenzte klinische Erfahrungen lassen vermuten, dass der Dosisbedarf an Inhalationsanasthetika in den ersten sechzig (60) Minuten nach einer Induktion mit Alfentanil um 30-50% vermindert ist.

Eine Behandlung mit Arzneimitteln, die zu einer kardialen Dampfung oder zu einer Erhohung des Vagotonus fuhren, z.B. p-Blocker oder Anasthetika, konnen die Anfalligkeit fur eine Bradykardie oder Hypertonie erhohen. Eine Bradykardie und moglicherweise eine Asystolie konnen auftreten, wenn Alfentanil mit Muskelrelaxantien kombiniert wird, die keine vagolytische Wirkung besitzen.

Die perioperative Anwendung von Arzneimitteln, die den hepatischen Blutfluss oder die Enzymaktivitat beeintrachtigen, kann zu einer verminderten Plasmaclearance und zu einer verlangerten Erholungszeit fuhren.

4.6    Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine geeigneten kontrollierten Studien an schwangeren Frauen vor. In tierexperimentellen Studien wurden keine teratogenen Effekte beobachtet; nach wiederholter Gabe war jedoch im fur die Muttertiere toxischen Bereich die Embryoletalitat erhoht (siehe 5.3). Alfentanil darf in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der therapeutische Nutzen das potentielle Risiko fur den Fetus uberwiegt.

Geburtsverlauf

Alfentanil sollte nicht wahrend der Geburt (einschlieBlich Kaiserschnitt) verabreicht werden, da Alfentanil in die Plazenta ubergeht und das fetale Atemzentrum besonders empfindlich gegenuber Opioiden ist. Falls Alfentanil trotzdem eingesetzt wird, mussen Gerate zur Unterstutzung der Atmung unmittelbar verfugbar sein. Ein Opioidantagonist fur das Kind muss immer verfugbar sein. Die Halbwertszeit des Opioidantagonisten kann kurzer sein als die Halbwertszeit von Alfentanil, daher konnen zusatzliche Dosen des Antagonisten erforderlich werden.

Stillzeit

In einer Studie an 9 Frauen, die sich einer postpartalen Sterilisation (Tubenligatur) unterzogen, wurden vier Stunden nach der Gabe von 60 p,g/kg Alfentanil signifikante Alfentanilspiegel im Kolostrum nachgewiesen, wahrend nach 28 Stunden keine nachweisbaren Spiegel mehr bestanden. Bei der Anwendung von Alfentanil bei stillenden Frauen ist daher besondere Vorsicht geboten und nach einer Behandlung fur mindestens 28 Stunden das Stillen auszusetzen.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen von Alfentanil auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgefuhrt.

Grundsatzlich muss der Patient, wenn eine fruhzeitige Entlassung geplant ist, angewiesen werden, innerhalb von 24 Stunden nach der Verabreichung des Medikaments nicht aktiv am StraBenverkehr teilzunehmen und keine Maschinen zu bedienen.

4.8    Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen bei Patienten, die Alfentanil erhalten, sind in der Regel von maBiger Auspragung und vorubergehender Natur.

Die haufigsten Nebenwirkungen von Opioiden bestehen in Atemdepression und stammbetonter Skelettmuskelrigiditat. Alfentanil kann zu einer Muskelrigiditat fuhren, die auch die Nacken- und Extremitatenmuskulatur betrifft.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr haufig

> 1/10

Haufig

> 1/100, < 1/10

Gelegentlich

> 1/1000, < 1/100

Selten

> 1/10000, <1/1000

Sehr selten

<1/10000

Nicht bekannt


Háufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschátzbar


Erkrankungen des Nervensystems

Háufig    Kopfschmerzen,    Mudigkeit/Schwindel, Benommenheit,

Injektionsschmerz Gelegentlich    Exzitation,

Augenerkrankungen Gelegentlich    Sehstorungen

Herzerkrangungen

Gelegentlich    Bradykardie, Tachykardie

GefáRerkrankungen

Háufig    Hypotonie

Gelegentlich    Hypertonie

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums Háufig    Atemdepression/Hypoxámie, Husten

Gelegentlich    Laryngospasmus/Bronchospasmus

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Sehr háufig    Ubelkeit

Háufig    Erbrechen

Selten    Singultus

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Háufig    Pruritus/Juckreiz

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Gelegentlich    Muskelrigiditát

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich    Harnverhalt

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Gelegentlich    Schuttelfrost

Kinder und Jugendliche

Es wird davon ausgegangen, dass die Háufigkeit, Art und Schwere von Nebenwirkungen bei Kindern die gleichen sind wie bei Erwachsenen, mit folgender Ausnahme:

Bei Neugeborenen wurde háufig eine leichte bis má&ige Muskelrigiditát beobachtet, wobei die Anzahl der Neugeborenen in den klinischen Studien klein war.

Schwere Rigiditát und Zuckungen treten weniger háufig auf und konnen, besonders bei hohen Dosen von Alfentanil oder einer schnellen Rate intravenoser Injektionen, vorubergehend von beeintráchtigter Atmung begleitet werden.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grower Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verháltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung uber das Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte; Abt. Pharmakovigilanz; Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3; D-53175 Bonn Website: http://www.bfarm.de anzuzeigen.

Eine Uberdosierung sollte durch eine Verstarkung der pharmakologischen Wirkungen von Alfentanilhydrochlorid in Erscheinung treten. In klinischen Studien wurde nicht uber Uberdosierungen von Alfentanil berichtet. Die Dauer einer Atemdepression infolge einer Uberdosierung von Alfentanil kann langer anhalten als die Wirkung eines Opioidantagonisten. Die Gabe eines Opioidantagonisten schlie&t die unverzugliche Sicherung der Atemwege, Gabe von Sauerstoff und assistierte oder kontrollierte Beatmung nicht aus, wenn diese wegen einer Hypoventilation oder einer Apnoe indiziert sind. Tritt die Atemdepression gemeinsam mit einer Muskelrigiditat auf, kann ein Muskelrelaxans erforderlich sein, um eine assistierte oder kontrollierte Beatmung zu ermoglichen. Eine intravenose Volumensubstitution und die Gabe vasoaktiver Substanzen konnen zur Beherrschung einer hamodynamischen Instabilitat erforderlich sein.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Anasthetikum (Opioidanalgetikum),

ATC-Code: N01AH02 (Alfentanil)

Alfentanilhydrochlorid ist ein Opioidanalgetikum mit schnellem Wirkeintritt.

In Dosierungen von 8-40 pg/kg fur operative Eingriffe mit einer Dauer bis zu 30 Minuten gewahrleistet Alfentanil eine analgetische Abschirmung gegenuber hamodynamischen Reaktionen auf operative Stressreize; die postoperative Erholungszeit ist mit der nach aquipotenten Fentanyldosen vergleichbar.

Bei langeren Eingriffen fuhren Dosierungen von bis zu 75 pg/kg zu einer Dampfung der hamodynamischen Reaktionen auf Laryngoskopie, Intubation und Hautschnitt; die Erholungszeit ist wiederum mit der nach Fentanylgabe vergleichbar. In Dosierungen von 5075 pg/kg mit anschlie&ender kontinuierlicher Infusion von 0,5-3,0 pg/kg/min verringert Alfentanil die Katecholaminantwort, wobei sich eine kurzere Erholungszeit und ein geringerer postoperativer Schmerzmittelbedarf zeigt als bei Patienten, die Enfluran erhielten.

Alfentanil zeigt einen unmittelbaren Wirkeintritt. In einer Dosierung von ca. 105 pg/kg erzeugt Alfentanil eine hypnotische Wirkung, die sich anhand des EEG-Musters nachweisen lasst; an nicht pramedizierten Patienten wurde fur Alfentanil eine anasthetische ED90 von 182 pg/kg ermittelt; diese wurde durch die Fahigkeit definiert, die Reaktion auf das Platzieren eines Nasopharyngealtubus zu unterdrucken. Der Bedarf an volatilen Anasthetika war bei Patienten, die anasthetische Dosen von Alfentanil (uber 130 pg/kg) erhielten, im Vergleich zu Patienten, die 4-5 mg/kg Thiopental zur Narkoseeinleitung erhielten, wahrend der ersten 60 Narkoseminuten um 30-50% reduziert. In anasthetischen Induktionsdosen fuhrt Alfentanil wahrend der ersten Anasthesiestunde ein tiefes Narkosestadium herbei und vermindert die hamodynamische Reaktion auf Intubation und Hautschnitt.

Nach einer anasthetischen Dosis von Alfentanil ist der Dosierungsbedarf bei Alfentanilinfusion wahrend der ersten Anasthesiestunde um 30 bis 50% reduziert.

Bei Patienten mit eingeschrankter Leberfunktion sowie bei Patienten mit einem Lebensalter uber 65 Jahren fanden sich eine verminderte Plasmaclearance und eine verlangerte terminale Eliminationshalbwertszeit von Alfentanil; hierdurch kann eine verlangerte postoperative Erholungszeit bedingt sein.

Nach der Gabe von Alfentanil kann beim Patienten eine Bradykardie auftreten. Haufigkeit und Schweregrad der Bradykardie konnen zunehmen, wenn Alfentanil in Kombination mit Muskelrelaxantien ohne vagolytische Eigenwirkung oder ohne gleichzeitige Gabe eines Anticholinergikums, z.B. Atropin, verabreicht wird.

Bei einer intravenosen Gabe von Diazepam unmittelbar vor oder nach hohen Dosen von Alfentanil wurden Blutdruckabfalle beobachtet, die moglicherweise durch eine Vasodilatation verursacht wurden; auch die postoperative Erholungszeit kann verlangert sein.

Wird Alfentanil im Rahmen einer balancierten Anasthesie gegeben, so bestehen die pharmakodynamischen Effekte primar in einer Atemdepression, die zur Apnoe noch wahrend der Injektion fuhrt. Die analgetische Wirkung setzt unmittelbar nach der Injektion ein. Bei Dosierungen uber 0,04 mg/kg KG ist als opioidspezifischer Effekt bei ca. 50% der Patienten eine Bradykardie zu beobachten. Diese kann durch die Applikation von Atropin (0,25 ± 0,5 mg i.v.) behoben werden. Als unerwunschte Wirkung von Alfentanil ist eine dosisabhangige Thoraxrigiditat vorhanden.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Es wurde uber eine ausgepragte intra- und interindividuelle Variabilitat des pharmakokinetischen Verhaltens von Alfentanil berichtet.

Die Pharmakokinetik von Alfentanil kann als ein 3-Kompartiment-Modell mit sequentiellen Halbwertszeiten der Verteilungsphase von 1 und 14 Minuten beschrieben werden; die terminale Eliminationshalbwertszeit betragt 90-111 Minuten (verglichen mit einer terminalen Eliminationshalbwertszeit von ca. 475 Minuten fur Fentanyl und ca. 265 Minuten fur Sufentanil in einer Dosierung von 250 pg). Die Leber ist der Hauptort der Biotransformation. Alfentanil zeigt ein Verteilungsvolumen von 0,4-1 l/kg; dies entspricht etwa einem Viertel bis einem Zehntel des Verteilungsvolumens von Fentanyl; die mittlere Plasmaclearance betragt 5 ml/kg/min, verglichen mit einer Clearance von 8 ml/kg/min fur Fentanyl.

Nur 1,0% einer verabreichten Dosis wird in unveranderter Form ausgeschieden; die Ausscheidung uber den Urin stellt den Haupteliminationsweg fur die Metaboliten dar. Die PlasmaeiweiBbindung von Alfentanil betragt ca. 92%.

In einer Studie an 15 Patienten, die Alfentanil in Kombination mit einem Lachgas/Sauerstoff-Gemisch erhielten, fand sich ein schmaler therapeutischer Bereich der Plasmakonzentration von Alfentanil (ca. 310-340 ng/ml), der eine adaquate Anasthesie fur intraabdominelle Operationen gewahrleistete, wahrend bereits niedrigere Konzentrationen (ca. 190 ng/ml) die Reaktionen auf die Hautnaht unterdruckten. Plasmakonzentrationen von 100-200 ng/ml gewahrleisteten eine ausreichende Anasthesietiefe fur oberflachliche Eingriffe.

Die wiederholte oder kontinuierliche Verabreichung von Alfentanil fuhrt zu erhohten Plasmaspiegeln und einer Kumulation der Substanz, insbesondere bei Patienten mit einer verminderten Plasmaclearance.

Kinder und Jugendliche:

Es liegen nur begrenzt Daten zu Kindern vor. Die Werte der pharmakokinetischen Parameter werden in folgender Tabelle wiedergegeben:

Pharmakokinetische Parameter von Alfentanil bei Kindern und Jugendlichen

t1/2p

CL

Vdss

(h)

(ml/kg/min)

(l/kg)

Fruhgeborene (0-27 Tage) Gestationsalter 25-40 Wochen; n= 68

0,7-8,8

0,9-8,4

0,3-1,2

Neugeborene (0-27 Tage) Gestationsalter 35-41 Wochen; n= 18

4,1-5,5

1,7-3,2

0,5-0,8

Sauglinge & Kleinkinder 28 Tage - 23 Monate; n= 34

0,9-1,2

7,7-13,1

0,4-1,1

Kinder 2-11 Jahre; n= 32

0,7-1,3

4,7-10,2

0,2-1,0

Jugendliche 12-14 Jahre;

1,1-1,9

5,5-7,4

0,3-0,6

n= 3

Hinweis: Daten fur Neugeborene, Sauglinge und Kinder sind als Mittelwerte angegeben.

CL = Plasmaclearance, Vdss = Verteilungsvolumen im Steady State, Lop = Halbwertszeit in der Eliminationsphase.

Die Plasmaproteinbindung betragt bei Neugeborenen 75% und erhoht sich bei Kindern auf 85%.

Die pharmokokinetischen Informationen zur Anwendung von Alfentanil bei Kindern ist begrenzt. Alfentanil wird durch CYP3A4 metabolisiert. Die CYP3A4-Aktivitat bei Neugeborenen ist niedrig und erhoht sich nach der Geburt auf 30 bis 40% des Erwachsenenniveaus nach 1 Monat.

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Nebenwirkungen, die bei Tieren nach Exposition im humantherapeutischen Bereich auftraten, die nicht in klinischen Studien beobachtet wurden, jedoch als moglicherweise relevant fur die klinische Anwendung zu bewerten sind, wurden nicht beobachtet.

Auswirkungen von Alfentanil auf die Reproduktion konnen nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden, insbesondere wenn Dosierungen oberhalb des therapeutischen Bereichs verabreicht werden.

Fur Alfentanil wurde bei Ratten und Kaninchen eine letale Wirkung auf den Embryo nachgewiesen, nachdem das 2,5-fache der menschlichen Hochstdosis uber einen Zeitraum von 10 bis uber 30 Tagen verabreicht wurde. Diese Effekte konnten durch die mutterliche Toxizitat (verminderte Nahrungsaufnahme mit gesteigerter Mortalitat) nach langfristiger Verabreichung des Arzneimittels bedingt worden sein.

Es wurden keine Anhaltspunkte fur teratogene Wirkungen nach der Anwendung von Alfentanil bei Ratten oder Kaninchen beobachtet.

Vorliegende Untersuchungen zum genotoxischen- und mutagenen Potential von Alfentanil verliefen negativ.

Langzeituntersuchungen am Tier auf ein tumorerzeugendes Potential von Alfentanil wurden nicht durchgefuhrt.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid, Salzsaure, Wasser fur Injektionszwecke

6.2    Inkompatibilitaten

Dieses Arzneimittel darf, au&er mit den unter 6.6 aufgefuhrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

Haltbarkeit vor dem ersten Offnen 3 Jahre

Haltbarkeit nach Verdunnung

Die chemische und physikalische Stabilitat in Gebrauch befindlicher Verdunnungen (siehe Abschnitt 6.6) wurde fur 48 Stunden nachgewiesen.

Unter mikrobiologischen Gesichtspunkten sollten die Verdunnungen sofort verbraucht werden. Geschieht dies nicht, tragt der Benutzer die Verantwortung fur die Lagerzeiten und Lagerbedingungen in Gebrauch befindlicher Losungen. Normalerweise sollten 24 Stunden bei 2-8°C nicht uberschritten werden, auBer wenn die Verdunnung unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt ist.

6.4    Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Aufbewahrung

Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Lagerungsbedingungen des verdunnten Arzneimittels siehe Abschnitt 6.3.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Farblose Ampullen oder Durchstechflaschen aus Glas (Typ I) mit 2 ml oder 10 ml Losung.

PackungsgroBen:    Packungen mit

Packungen mit Packungen mit Packungen mit


5 Ampullen mit je 2 ml 10 Ampullen mit je. 2 ml

5 Durchstechflaschen mit je 2 ml 10 Durchstechflaschen mit je 2 ml

5 Ampullen mit je 10 ml 10 Ampullen mit je 10 ml

5 Durchstechflaschen mit je 10 ml 10 Durchstechflaschen mit je 10 ml


Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaftnahmen fur die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Angebrochene Behaltnisse sind nach der Benutzung zu verwerfen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml Injektionslosung kann mit 0,9%-iger Natriumchloridlosung, 5%-iger Glucoselosung + 0,9%-iger Natriumchloridlosung, 5%-iger Glucoselosung oder Ringer-Lactat-Losung bis zu einer Konzentration von 25-80 pg/ml verdunnt werden. Solche Losungen sind mit Behaltnissen und Infusionssystemen aus Plastik kompatibel.

7. INHABER DER ZULASSUNG

hameln pharma plus gmbh Langes Feld 13 31789 Hameln

8. ZULASSUNGSNUMMER 56390.00.00

9. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÁNGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 29/06/2006 Datum der Verlangerung der Zulassung: 29/06/2011

10. STAND DER INFORMATION

06/2013

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig/Betaubungsmittel

Alfentanil-hameln 0,5 mg/ml Injektionslösung