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Alphagan 0,2 % m/v (2 mg/ml) augentropfen



Gebrauchsinformation Alphagan 0,2 % m/v (2 mg/ml) augentropfen

PACKUN GSBEILAGE

GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FUR DEN ANWENDER

Alphagan 0,2 % m/V (2 mg/ml) Augentropfen

Brimonidin[(R,R) -tartrat]

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn eine der aufgefuhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrachtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was ist Alphagan und wofur wird es angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Anwendung von Alphagan beachten?

3.    Wie ist Alphagan anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Alphagan aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1.    WAS IST ALPHAGAN UND WOFUR WIRD ES ANGEWENDET?

Alphagan wird zur Senkung des Augeninnendrucks angewendet.

Es kann entweder allein, wenn Betablocker-haltige Augentropfen kontraindiziert sind, oder zusammen mit anderen Augentropfen, wenn ein einzelnes Arzneimittel nicht ausreicht, um den erhohten Augeninnendruck zu senken, zur Behandlung des Offenwinkelglaukoms (Gruner Star) oder bei okularer Hypertension (erhohter Augeninnendruck) angewendet werden.

Der in Alphagan enthaltene Wirkstoff ist Brimonidin[(R,R)-tartrat], der durch Senkung des Drucks im Inneren des Auges wirkt.

2.    WAS MUSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON ALPHAGAN BEACHTEN? Alphagan darf nicht angewendet werden,

•    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Brimonidin[(R,R)-tartrat] oder einen der sonstigen Bestandteile von Alphagan sind.

•    wenn Sie Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer) oder bestimmte Antidepressiva einnehmen. Wenn Sie ein Arzneimittel gegen Depressionen einnehmen, mussen Sie dieses Ihrem Arzt mitteilen.

•    wenn Sie stillen.

•    bei Sauglingen/Kleinkindern (von der Geburt bis zu 2 Jahren).

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Alphagan ist erforderlich

Sprechen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels mit Ihrem Arzt,

•    wenn Sie an Depressionen, Hirnleistungsstorungen, verminderter Gehirndurchblutung, Herzproblemen, Durchblutungsstorungen der GliedmaBen oder Blutdruckstorungen leiden oder fruher einmal gelitten haben.

•    wenn Sie Nieren- oder Leberprobleme haben oder fruher einmal gehabt haben.

•    wenn das Arzneimittel bei einem Kind im Alter zwischen 2 und 12 Jahren angewendet werden soll, da die Anwendung von Alphagan in dieser Altersgruppe nicht empfohlen wird.

Bei Anwendung von Alphagan mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

•    Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Opiate, Barbiturate oder wenn Sie regelmaBig Alkohol zu sich nehmen.

•    Narkosemittel.

•    Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen oder zur Blutdrucksenkung.

•    Arzneimittel, die den Stoffwechsel beeinflussen konnen, wie Chlorpromazin, Methylphenidat und Reserpin.

•    Arzneimittel, die an demselben Rezeptor wie Alphagan wirken, wie z. B. Isoprenalin und Prazosin.

•    Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer) und andere Antidepressiva.

•    Arzneimittel zur Behandlung einer anderen Erkrankung, auch wenn diese nicht mit Ihrer Augenerkrankung in Zusammenhang steht.

•    oder wenn sich die Dosis eines Arzneimittels andert, das Sie zur Zeit einnehmen oder anwenden. Diese Arzneimittel konnten Ihre Behandlung mit Alphagan beeinflussen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen.

Alphagan darf wahrend der Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

•    Alphagan kann verschwommenes Sehen oder Sehstorungen verursachen. Dieser Effekt kann nachts oder bei verminderter Beleuchtung verstarkt auftreten.

•    Ebenso kann Alphagan bei manchen Patienten Schlafrigkeit oder Mudigkeit verursachen.

•    Wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt, durfen Sie sich solange nicht an das Steuer eines Fahrzeuges setzen oder Maschinen bedienen, bis die Symptome abgeklungen sind.

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Alphagan

Das in Alphagan enthaltene Konservierungsmittel (Benzalkoniumchlorid) kann Reizungen am Auge hervorrufen und zur Verfarbung weicher Kontaktlinsen fuhren. Vermeiden Sie deshalb den Kontakt mit weichen Kontaktlinsen. Wenn Sie weiche Kontaktlinsen tragen, mussen Sie sie vor der Anwendung dieser Augentropfen entfernen und durfen Ihre Kontaktlinsen fruhestens 15 Minuten nach der Anwendung von Alphagan wieder einsetzen.

3. WIE 1ST ALPHAGAN ANZUWENDEN ?

Wenden Sie Alphagan immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis zweimal taglich im Abstand von ungefahr 12 Stunden jeweils ein Tropfen in das/die betroffene(n) Auge(n).

Kinder unter 12 Jahren

Alphagan darf bei Kleinkindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden.

Alphagan wird zur Anwendung bei Kindern (von 2 bis 12 Jahren) nicht empfohlen.

Hinweise zur Anwendung

Alphagan sind Augentropfen. Waschen Sie sich vor der Anwendung von Augentropfen immer die Hande. Wie viele Tropfen Sie bei jeder Dosierung anwenden sollen ist auf der Verschreibung notiert. Wenn Sie Alphagan zusammen mit anderen Augentropfen anwenden, sollten Sie 5-15 Minuten warten, bevor Sie die zweiten Augentropfen anwenden.

Die Augentropfen sind folgendermaBen anzuwenden:

3.


4.


1. 2.

1.    Neigen Sie den Kopf nach hinten und sehen Sie an die Decke.

2.    Ziehen Sie das Unterlid vorsichtig nach unten, bis sich eine kleine Tasche bildet.

3.    Drucken Sie auf die umgedrehte Tropfflasche, bis ein Tropfen in das Auge fallt.

4.    Wahrend Sie das betroffene Auge geschlossen halten, drucken Sie mit dem Finger 1 Minute lang auf den Augenwinkel des geschlossenen Auges (an der inneren, zur Nase hin verlaufenden Seite).

Achten Sie darauf, dass die Tropferspitze weder Ihr Auge noch irgend etwas anderes beruhrt. Flaschenverschluss sofort nach der Anwendung wieder aufsetzen und festdrehen.

Wenn Sie eine grofiere Menge von Alphagan angewendet haben, als Sie sollten

Erwachsene

Bei Erwachsenen, die mehr Tropfen als verordnet eintropften, entsprachen die berichteten Nebenwirkungen denen, deren Auftreten mit Alphagan bereits bekannt war.

Erwachsene, die versehentlich Alphagan verschluckten erlitten einen Blutdruckabfall, auf den bei manchen Patienten ein Blutdruckanstieg folgte.

Kinder

Fur Kindern, die versehentlich Alphagan verschluckten, wurden schwerwiegende Nebenwirkungen berichtet. Zu den Anzeichen einer Uberdosierung gehorten Schlafrigkeit, Schlappheit, niedrige Korpertemperatur, Blasse und Atembeschwerden. Sollten diese Anzeichen auftreten, verstandigen Sie sofort Ihren Arzt.

Erwachsene und Kinder

Falls Alphagan versehentlich verschluckt wurde oder Sie mehr Alphagan angewendet haben als Sie sollten, verstandigen Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Alphagan vergessen haben

Wenn Sie eine Anwendung vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie das Versaumnis bemerken. Wenn es jedoch schon fast Zeit fur die nachste Anwendung ist, lassen Sie die vergessene Dosis ganz aus und setzen Sie dann die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Anwendung von Alphagan abbrechen

Alphagan muss jeden Tag angewendet werden, damit es richtig wirken kann. Beenden Sie die Anwendung von Alphagan erst, wenn Ihr Arzt Ihnen dies mitteilt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MOGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Alphagan Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem aufitreten mussen. Bei den Haufigkeiten zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr haufig

Auftreten bei mehr als 1 Behandelten von 10

Haufig

Auftreten bei weniger als 1 Behandelten von 10

Gelegentlich

Auftreten bei weniger als 1 Behandelten von 100

Selten

Auftreten bei weniger als 1 Behandelten von 1.000

Sehr selten

Auftreten bei weniger als 1 Behandelten von 10.000

Die folgenden Nebenwirkungen konnen mit Alphagan auftreten.

Nebenwirkungen am Auge:

Sehr haufig:

   Augenreizung (Augenrotung, Augenbrennen, Augenstechen, Fremdkorpergefuhl im Auge, Juckreiz, Blaschen oder weibe Flecke auf der durchsichtigen Schicht auf der Augenoberflache (Bindehautfollikel))

•    Verschwommenes Sehen

•    Allergische Reaktion im Auge

Haufig:

   Ortliche Reizung (Entzundung und Schwellung des Augenlids, Schwellung der durchsichtigen Schicht auf der Augenoberflache (Bindehautschwellung), verklebte Augen, Schmerzen und Tranen der Augen)

•    Lichtempfindlichkeit

•    Veranderungen der Augenoberflache (Hornhauterosion) und Verfarbungen

•    Trockenes Auge

•    Blasse der durchsichtigen Schicht auf der Augenoberflache (Bindehautblasse)

•    Sehstorungen

•    Entzundung der durchsichtigen Schicht auf der Augenoberflache (Bindehautentzundung)

Sehr selten:

•    Entzundung im Auge

   Pupillenverengung

Nebenwirkungen, deren Haufigkeit nicht bekannt ist:

   Jucken der Augenlider

Nebenwirkungen auf den Korper:

Sehr haufig:

•    Kopfschmerzen

•    Mundtrockenheit

•    Mudigkeit/Schlafrigkeit

Haufig:

•    Schwindel

   Erkaltungsahnliche Symptome

•    Magen-Darm-Beschwerden

•    Geschmacksveranderungen

Allgemeine Schwache

Gelegentlich:

   Depressionen

•    Herzklopfen oder veranderte Herzfrequenz

•    Trockene Nase

•    Allgemeine allergische Reaktionen

Selten:

•    Kurzatmigkeit

Sehr selten:

   Schlaflosigkeit

•    Ohnmacht

•    Hoher Blutdruck

•    Niedriger Blutdruck

Nebenwirkungen, deren Haufigkeit nicht bekannt ist:

   Hautreaktionen einschlieBlich Rotung, Gesichtsschwellung, Juckreiz, Hautausschlag und Erweiterung der BlutgefaBe

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. WIE IST ALPHAGAN AUFZUBEWAHREN?

•    Arzneimittel fur Kinder unzuganglich aufbewahren.

•    Nicht uber 25 °C lagern.

•    Verwenden Sie die Flasche nicht, wenn vor der ersten Anwendung das Schutzsiegel der Flasche beschadigt ist.

•    Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf dem Flaschenetikett und dem Umkarton nach „Verwendbar bis” angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

   Verwerfen Sie die Flasche 28 Tage nach Anbruch, auch dann, wenn sich darin noch ein Rest der Augentropfenlosung befindet.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren

Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benotigen. Diese MaBnahme

hilft die Umwelt zu schutzen.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Alphagan enthalt

•    Der Wirkstoff ist: Brimonidin[(R,R)-tartrat].

1 ml Losung enthalt 2,0 mg Brimonidin[(R,R)-tartrat], entsprechend 1,3 mg Brimonidin.

•    Die sonstigen Bestandteile sind: Benzalkoniumchlorid als Konservierungsmittel, Poly(vinylalkohol), Natriumchlorid, Natriumcitrat 2 H2O, Citronensaure-Monohydrat, gereinigtes Wasser und Natriumhydroxid bzw. Salzsaure zur pH-Wert Einstellung.

Wie Alphagan aussieht und Inhalt der Packung

Alphagan sind klare, grunlich-gelbe bis leicht grunlich-gelbe Augentropfen in einer Plastikflasche. Jede Flasche enthalt entweder 2,5 ml, 5 ml oder 10 ml des Arzneimittels.

Alphagan ist in Packungen mit 1, 3 oder 6 Flaschen erhaltlich.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Allergan Pharmaceuticals Ireland, Castlebar Road, Westport, County Mayo, Irland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europaischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Osterreich

Alphagan 0,2% Augentropfen

Deutschland

Alphagan 0,2 % m/V (2 mg/ml) Augentropfen

Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Luxemburg, Norwegen, Portugal

Alphagan

Danemark, GroBbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Spanien, Schweden

Alphagan 0.2%

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im 06/2014.

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Alphagan 0,2 % m/V (2 mg/ml) Augentropfen

Fachinformation Alphagan 0,2 % m/v (2 mg/ml) augentropfen

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS/

FACHINFORMATION

1.    BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Alphagan 0,2 % m/V (2 mg/ml) Augentropfen

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

1 ml Losung enthalt 2,0 mg Brimonidin[(R,R)-tartrat], entsprechend 1,3 mg Brimonidin. Sonstige(r) Bestandteil(e): Enthalt Benzalkoniumchlorid 0,05 mg/ml.

Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Augentropfen.

Klare, grunlich-gelbe bis leicht grunlich-gelbe Losung.

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Senkung des erhohten intraokularen Drucks (IOD) bei Patienten mit Offenwinkelglaukom oder okularer Hypertension.

-    Als Monotherapie bei Patienten, bei denen eine Therapie mit topischen Betablockern kontraindiziert ist.

-    Als Zusatztherapie zu anderen intraokular drucksenkenden Arzneimitteln, wenn der Zielwert fur den intraokularen Druck nicht mit einer einzelnen Substanz erreicht werden kann (siehe Abschnitt 5.1).

4.2    Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Dosierungsempfehlung bei Erwachsenen (einschliefilich alteren Patienten)

Es wird empfohlen, zweimal taglich mit einem zeitlichen Abstand von ca. 12 Stunden einen Tropfen Alphagan in das/die betroffene/n Auge/n einzutropfen. Bei alteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Wie bei allen Augentropfen wird empfohlen, unmittelbar nach dem Eintropfen der Losung, mit der Fingerkuppe am der Nase zugewandten Augenwinkel die Tranenkanalchen 1 Minute abzudrucken (punktuelle Okklusion), um eine mogliche systemische Absorption zu reduzieren.

Wenn mehr als ein topisches Augenarzneimittel angewendet werden soll, muss die Anwendung der verschiedenen Arzneimittel jeweils 5-15 Minuten auseinander liegen.

Anwendung bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz

Alphagan wurde bei Patienten mit eingeschrankter Leber- oder Nierenfunktion nicht untersucht (siehe Abschnitt 4.4).

Anwendung bei padiatrischen Patienten

Es wurden keine klinischen Studien bei Jugendlichen (12 bis 17 Jahre) durchgefuhrt.

Alphagan wird nicht empfohlen fur die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren und ist bei Neugeborenen und Kleinkindern (unter 2 Jahren) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.3, 4.4 und 4.9).

Es ist bekannt, dass bei Neugeborenen schwerwiegende unerwůnschte Wirkungen aufitreten konnen. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Alphagan wurde bei Kindern nicht untersucht.

4.3    Gegenanzeigen

-    Uberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

-    Neugeborene und Kleinkinder (siehe Abschnitt 4.8).

-    Patienten, die eine Therapie mit Monoaminoxidasehemmern (MAO) erhalten, sowie Patienten, die Antidepressiva erhalten, die die noradrenerge Neurotransmission beeinflussen (z. B. trizyklische Antidepressiva und Mianserin).

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Kinder im Alter von 2 Jahren und alter, insbesondere Kinder in der Altersgruppe von 2-7 Jahre und/oder mit einem Korpergewicht < 20 kg, sollten mit Vorsicht behandelt und aufgrund des haufigen Auftretens sowie der Schwere von Somnolenz engmaschig kontrolliert werden (siehe Abschnitt 4.8).

Bei der Behandlung von Patienten mit schweren oder instabilen und unbehandelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist mit Vorsicht vorzugehen.

Bei einigen Patienten (12,7 %) trat im Rahmen der klinischen Průfungen unter Alphagan eine allergische Reaktion der Augen auf (Einzelheiten siehe Abschnitt 4.8). Im Falle eines Auftretens allergischer Reaktionen sollte die Behandlung mit Alphagan unterbrochen werden.

Uber verzogerte okulare Uberempfindlichkeitsreaktionen unter Alphagan 0,2 % ist berichtet worden. Wie berichtet wurde, waren diese zum Teil mit einem Anstieg des Augeninnendrucks verbunden.

Alphagan darf bei Patienten mit Depressionen, Zerebral- oder Koronarinsuffizienz, Raynaud-Syndrom, orthostatischer Hypotension oder Thrombangiitis obliterans nur mit Vorsicht angewendet werden.

Alphagan wurde bei Patienten mit eingeschrankter Leber- oder Nierenfunktion nicht untersucht. Bei der Behandlung solcher Patienten ist Vorsicht geboten.

Das in Alphagan enthaltene Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid kann Irritationen am Auge hervorrufen. Der Kontakt mit weichen Kontaktlinsen ist zu vermeiden. Kontaktlinsen sind vor der Anwendung zu entfernen und frůhestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder einzusetzen. Benzalkoniumchlorid kann zur Verfarbung weicher Kontaktlinsen fůhren.

4.5    Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Alphagan ist kontraindiziert bei Patienten, die eine Therapie mit Monoaminoxidasehemmern (MAO) erhalten sowie bei Patienten, die Antidepressiva erhalten, die die noradrenerge Neurotransmission beeinflussen (z. B. trizyklische Antidepressiva und Mianserin), (siehe Abschnitt 4.3).

Obwohl mit Alphagan keine speziellen Untersuchungen zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln durchgefůhrt wurden, sollte die Moglichkeit eines verstarkenden Effekts in Verbindung mit zentraldampfenden Substanzen (Alkohol, Barbiturate, Opiate, Sedativa oder Anasthetika) in Erwagung gezogen werden.

Es liegen keine Daten ůber den Anteil frei zirkulierender Katecholamine nach der Anwendung von Alphagan vor. Vorsicht ist jedoch geboten bei Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die die Aufnahme und den Metabolismus zirkulierender Amine beeinflussen konnen, wie z. B. Chlorpromazin, Methylphenidat, Reserpin.

Nach Anwendung von Alphagan wurde bei einigen Patienten ein klinisch unbedeutender Blutdruckabfall beobachtet. Bei der gleichzeitigen Einnahme von Antihypertonika und/oder Digitalisglykosiden mit Alphagan ist Vorsicht geboten.

Vorsicht ist geboten bei Erstverabreichung (oder Dosierungsanderung) eines gleichzeitig systemisch angewandten Arzneimittels (ungeachtet der pharmazeutischen Form), das Wechselwirkungen mit a-adrenergen Agonisten verursachen oder diese in ihrer Wirkung beeinflussen kann, wie z. B. Adrenorezeptor-Agonisten oder Antagonisten (z. B. Isoprenalin, Prazosin).

4.6    Schwangerschaft und Stillzeit

Die Sicherheit der Anwendung wahrend der Schwangerschaft wurde nicht untersucht. In Tierversuchen konnten unter Brimonidin[(R,R)-tartrat] keine teratogenen Wirkungen festgestellt werden. Bei Kaninchen zeigte Brimonidin[(R,R)-tartrat] bei Plasmawerten, die hoher lagen als bei der Anwendung beim Menschen, erhohte Praimplantationsverluste sowie postnatale Wachstumsverzogerungen.

Alphagan darf wahrend der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potentielle Nutzen fur die Mutter das potentielle Risiko fur den Fotus uberwiegt.

Es ist nicht bekannt, ob Brimonidin beim Menschen in die Muttermilch ubergeht. Bei der Ratte wird der Wirkstoff in die Muttermilch sezerniert. Alphagan darf wahrend der Stillzeit nicht angewendet werden.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Alphagan kann Mudigkeit und/oder Somnolenz verursachen, was die Fahrtuchtigkeit oder die Fahigkeit, Maschinen zu bedienen, beeintrachtigen kann. Alphagan kann verschwommenes Sehen und/oder Sehstorungen verursachen, was die Fahrtuchtigkeit oder die Fahigkeit Maschinen zu bedienen, beeintrachtigen kann, insbesondere nachts oder bei verminderter Beleuchtung. Der Patient sollte warten, bis diese Symptome abgeklungen sind, bevor er am StraBenverkehr teilnimmt oder Maschinen bedient.

4.8    Nebenwirkungen

Die am haufigsten genannten Nebenwirkungen, die bei 22 bis 25 % der Patienten auftreten, sind Mundtrockenheit, okulare Hyperamie und Augenbrennen/-stechen. In der Regel sind diese Nebenwirkungen vorubergehend und im Allgemeinen nicht so schwerwiegend, dass sie eine Unterbrechung der Behandlung erfordern.

Symptome von allergischen Reaktionen am Auge traten bei 12,7 % der Patienten in klinischen Studien auf (11,5 % der Patienten wurden aus diesen Grunden aus der klinischen Studie ausgeschlossen). Bei der Mehrzahl der Patienten traten diese Beschwerden nach drei bis neun Monaten auf.

Innerhalb jeder Haufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.

Bei den Haufigkeitsangaben zum Auftreten von Nebenwirkungen wurden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr haufig (>1/10); Haufig (>1/100, <1/10); Gelegentlich (>1/1.000, <1/100); Selten (>1/10.000, <1/1.000); Sehr selten (<1/10.000), nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar).

Herzerkrankungen

Gelegentlich: Herzklopfen/Arrhythmien (einschlieBlich Bradykardie und Tachykardie)

Erkrankungen des Nervensystems Sehr haufig: Kopfschmerzen, Somnolenz

Haufig: Schwindel, Geschmacksveranderungen Sehr selten: Synkope

Augenerkrankungen Sehr haufig:

-    okulare Reizung (Hyperamie, Augenbrennen und Augenstechen, Juckreiz, Fremdkorpergefuhl, Bindehautfollikel)

-    verschwommenes Sehen

-    allergische Blepharitis, allergische Blepharokonjunktivitis, allergische Konjunktivitis, okulare allergische Reaktion und follikulare Konjunktivitis

Haufig:

-    lokale Reizung (Hyperamie und Ódem des Augenlides, Blepharitis, Bindehautodem und Bindehautabsonderungen, Augenschmerzen und tranendes Auge)

-    Lichtscheu

-    Hornhauterosionen/-verfarbungen

-    trockenes Auge

-    Bindehautblasse

-    Sehstorungen

-    Konjunktivitis

Sehr selten:

-    Iritis

-    Miosis

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Haufig: Symptome der oberen Atemwege Gelegentlich: trockene Nase Selten: Dyspnoe

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Sehr haufig: Mundtrockenheit Haufig: gastrointestinale Symptome

Gefafierkrankungen

Sehr selten: Hypertension, Hypotension

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Sehr haufig: Ermudung Haufig: Asthenie

Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich: Systemische allergische Reaktionen

Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich: Depressionen Sehr selten: Schlaflosigkeit

Nach Markteinfuhrung traten bei der Anwendung von Alphagan in der klinischen Praxis folgende Nebenwirkungen auf. Da diese Nebenwirkungen von einer Population unbekannter GroBe freiwillig gemeldet werden, konnen keine Abschatzungen der Haufigkeiten erfolgen.

Nicht bekannt:

Augenerkrankungen

-    Iridozyklitis (Uveitis anterior)

-    Augenlidjucken

Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

- Hautreaktionen einschlieBlich Erythem, Gesichtsodem, Pruritus, Hautausschlag und Vasodilatation

In Fallen, bei denen Brimonidin als Teil einer medikamentosen Behandlung des kongenitalen Glaukoms eingesetzt wurde, wurden bei Neugeborenen und Kleinkindern, die Brimonidin erhielten, Symptome einer Brimonidin-Uberdosierung wie Bewusstlosigkeit, Lethargie, Somnolenz, Hypotension, Hypotonie, Bradykardie, Hypothermie, Zyanose, Blasse, Atemdepression und Apnoe berichtet (siehe Abschnitt 4.3).

In einer Phase 3 Studie uber drei Monate an 2-7 jahrigen Kindern mit Glaukom, das mit Betablockern nur unzureichend kontrolliert werden konnte, wurde mit Alphagan als Zusatztherapie ein haufiges Auftreten von Somnolenz (55%) berichtet. Bei 8% der Kinder war dies schwerwiegend und fuhrte bei 13% der Kinder zum Therapieabbruch. Die Inzidenz von Somnolenz nahm mit zunehmendem Alter ab und lag in der Altersgruppe der Siebenjahrigen am niedrigsten (25%), wurde jedoch starker vom Korpergewicht beeinflusst und trat haufiger bei Kindern mit einem Korpergewicht <20 kg (63%) auf als bei Kindern mit einem Gewicht >20 kg (25%) (siehe Abschnitt 4.4).

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von groBer Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

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4.9 Uberdosierung

Ophthalmische Uberdosierung (bei Erwachsenen):

Bei den eingegangenen Meldungen entsprachen die berichteten Ereignisse im Allgemeinen denen, die bereits als unerwunschte Wirkungen gelistet sind.

Systemische Uberdosierung durch versehentliche Einnahme (bei Erwachsenen):

Es liegen nur sehr begrenzte Informationen bezuglich einer versehentlichen Einnahme von Brimonidin bei Erwachsenen vor. Als einzige unerwunschte Wirkung wurde bislang eine Hypotension berichtet. Es wurde berichtet, dass der hypotensiven Episode eine Rebound-Hypertension folgte.

Die Behandlung einer oralen Uberdosierung umfasst unterstutzende und symptomatische TherapiemaBnahmen; die Atemwege des Patienten sind frei zu halten.

Im Zusammenhang mit oralen Uberdosierungen von anderen a2-Agonisten wurden Symptome wie z. B. Hypotension, Asthenie, Erbrechen, Lethargie, Sedierung, Bradykardie, Arrhythmie, Miosis, Apnoe, verminderter Tonus, Hypothermie, Atemdepression und Krampfanfall berichtet.

Kinder und Jugendliche

Berichte uber schwerwiegende unerwunschte Effekte nach versehentlicher Einnahme von Alphagan durch padiatrische Patienten wurden publiziert oder an Allergan gemeldet. Die Patienten zeigten Symptome einer zentralnervosen Depression, typischerweise temporares Koma oder einen reduzierten Bewusstseinsgrad, Lethargie, Somnolenz, Hypotonie, Bradykardie, Hypothermie, Blasse, Atemdepression und Apnoe, und bedurften intensivmedizinischer Versorgung, soweit angezeigt mit

Intubation. Von alien Patienten wurde eine vollstandige Erholung, meist innerhalb 6-24 Stunden, berichtet.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Sympathomimetika in der Glaukomtherapie,

ATC-Code: S01EA 05.

Brimonidin ist ein a2-adrenerger Rezeptor-Agonist, der eine 1000fach hohere Selektivitat gegenuber dem a2-adrenergen Rezeptor als gegenuber dem ai-adrenergen Rezeptor besitzt.

Diese Selektivitat hat keine Mydriasis zur Folge und bei xenogenen Transplantaten menschlicher Retinazellen kommt es nicht zur Vasokonstriktion in den MikrogefaBen.

Die topische Anwendung von Brimonidin[(R,R)-tartrat] verringert den intraokularen Druck (IOD) beim Menschen mit minimalen Auswirkungen auf die kardiovaskularen oder pulmonalen Parameter.

Bei Patienten mit Bronchialasthma liegen nur begrenzte Daten vor. Bei diesen Patienten wurden keine Nebenwirkungen beobachtet.

Die Wirkung von Alphagan setzt schnell ein, wobei die maximale okulare hypotensive Wirkung zwei Stunden nach Applikation erreicht wird. In zwei Studien, die uber ein Jahr dauerten, senkte Alphagan den Augeninnendruck um durchschnittlich etwa 4 - 6 mmHg.

Fluorometrische Studien an Tieren und Menschen geben Grund zu der Annahme, dass Brimonidin[(R,R)-tartrat] einen zweifachen Wirkmechanismus besitzt. Man nimmt an, dass Alphagan den IOD durch Reduzierung der Bildung von Augenkammerwasser und durch Erhohung des uveoskleralen Abflusses verringert.

Klinische Studien zeigen die Wirksamkeit von Alphagan in Kombination mit topischen Betablockern. Kurzzeitstudien zeigen ferner eine klinisch relevante additive Wirkung von Alphagan in Kombination mit Travoprost (6 Wochen) und Latanoprost (3 Monate).

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

a) Allgemeine Charakteristika

Nach der zweimal taglichen okularen Anwendung einer 0,2%igen Losung uber 10 Tage waren die Plasmakonzentrationen niedrig (der mittlere Cmax-Wert lag bei 0,06 ng/ml). Nach mehrfachem Eintropfen (2mal taglich uber 10 Tage) zeigte sich eine leichte Akkumulation im Blut. Der Bereich unter der Plasmakonzentration-Zeit-Kurve uber 12 Stunden im steady-state (AUC0-12h) lag bei 0,31 ng^h/ml, im Vergleich zu 0,23 ng^h/ml nach der ersten Dosis. Die mittlere Halbwertszeit betrug nach topischer Applikation beim Menschen ungefahr 3 Stunden.

Die Plasma-Protein-Bindung von Brimonidin nach topischer Applikation betragt beim Menschen ca. 29 %.

Brimonidin bindet reversibel in vitro und in vivo in okularen Geweben an vorhandenes Melanin. Nach zweiwochiger okularer Anwendung lag die Konzentration von Brimonidin in Iris, Ziliarkorper und Choroidea/Retina um das 3- bis 17fache hoher als nach einer Einmaldosis. Beim Fehlen von Melanin tritt keine Akkumulation auf.

Zur Bedeutung einer Bindung von Brimonidin an Melanin ist beim Menschen nichts bekannt. Biomikroskopische Untersuchungen der Augen zeigten keine signifikanten okularen Nebenwirkungen bei Patienten, die bis zu einem Jahr lang mit Alphagan behandelt wurden. In einer Studie uber ein

Jahr, bei der die okulare Sicherheit an Affen untersucht wurde, traten nach Verabreichung der fast 4fachen Dosis Brimonidin[(R,R)-tartrat] keine signifikanten okularen toxischen Wirkungen auf.

Nach oraler Verabreichung beim Menschen wird Brimonidin gut resorbiert und rasch eliminiert. Der uberwiegende Teil der Dosis (ca. 75 %) wurde in Form von Metaboliten innerhalb von funf Tagen uber die Nieren ausgeschieden; im Urin konnte die Ausgangssubstanz nicht nachgewiesen werden. In vitro Studien, die an tierischem und menschlichem Lebergewebe durchgefuhrt wurden, lassen darauf schlieben, dass der Metabolismus uberwiegend durch Aldehydoxidase und uber das Cytochrom P450 erfolgt. Dieses lasst darauf schlieben, dass die systemische Ausscheidung vor allem uber den Leberstoffwechsel erfolgt.

Kinetik-Profil:

Nach einer einmaligen topischen Dosis von 0,08 %, 0,2 % und 0,5 % wurden fur die maximale Plasmakonzentration und die AUC eine Dosisproportionalitat ohne bedeutende Abweichungen beobachtet.

b) Charakteristika bei Patienten Charakteristika bei alteren Patienten:

Die Cmax, AUC und die mittlere Halbwertszeit von Brimonidin sind nach Einmalgabe bei alteren Patienten (Personen im Alter von 65 Jahren oder daruber) denen junger Erwachsener ahnlich und zeigen, dass die systemische Absorption und Elimination nicht vom Alter abhangig sind.

Aus Ergebnissen einer dreimonatigen klinischen Studie, in die auch altere Patienten eingeschlossen wurden, geht hervor, dass die systemische Brimonidinbelastung sehr gering war.

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizitat bei wiederholter Gabe, Reproduktionstoxizitat, Gentoxizitat, und zum kanzerogenen Potential lassen die praklinischen Daten keine besonderen Gefahren fur den Menschen erkennen.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Benzalkoniumchlorid

Poly(vinylalkohol)

Natriumchlorid Natriumcitrat 2 H20 Citronensaure-Monohydrat Gereinigtes Wasser

Salzsaure (zur pH-Wert Einstellung) oder Natriumhydroxid (zur pH-Wert Einstellung)

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

Vor dem ersten Offnen:    2 Jahre fur 2,5 ml Behaltnisse.

3 Jahre fur 5 ml und 10 ml Behaltnisse.

Nach dem ersten Offnen:    28 Tage.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Nicht uber 25 °C lagem.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

WeiBe Tropfflaschen aus LDPE mit 35 pl Tropferspitze. Der Verschluss ist entweder eine konventionelle Schraubkappe aus Polystyrol oder eine Compliance-Kappe (C-Cap).

2.5    ml, 5 ml oder 10 ml Flaschen in Packungen mit 1, 3 oder 6 Flaschen.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

7. INHABER DER ZULASSUNG

Allergan Pharmaceuticals Ireland Castlebar Road Westport, Co Mayo Irland

8.    ZULASSUNGSNUMMER(N)

41359.00.00

9.    DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung:    16. Januar 1998

Datum der letzten Verlangerung:    17. September 2006

10.    STAND DER INFORMATION

Juni 2014

11. VERKAUF SABGRENZUN G

Verschreibungspflichtig

9

Alphagan 0,2 % m/V (2 mg/ml) Augentropfen