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Alpicort



Gebrauchsinformation Alpicort

DR-AUGUSTWOLFF

Alpicort - DE

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1.3.1 Summary of Product Characteristics, Labelling and

19/03/2015

Package Leaflet

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Gebrauchsinformation: Information fur Anwender Alpicort®

0,2 g Prednisolon und 0,4 g Salicylsaure pro 100 ml Losung

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthalt wichtige Informationen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.

Was in dieser Packungsbeilage steht

1.    Was ist Alpicort und wofur wird es angewendet?

2.    Was sollten Sie vor der Anwendung von Alpicort beachten?

3.    Wie ist Alpicort anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Alpicort aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. Was ist Alpicort und wofur wird es angewendet?

Alpicort ist eine cortisonhaltige Losung zur Anwendung auf der Kopfhaut.

Alpicort wird angewendet bei gering ausgepragten entzundlichen Erkrankungen der Kopfhaut, die auf eine symptomatische auBerliche Behandlung mit schwach wirksamen Corticosteroiden ansprechen.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung von Alpicort beachten?

Alpicort darf nicht angewendet werden,

-    wenn Sie allergisch gegen Prednisolon, Salicylsaure oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

-    bei Sauglingen sowie bei Kleinkindern im Alter unter 2 Jahren.

-    auf Schleimhauten, im Mund, im oder am Auge sowie im Genitalbereich bzw. innerlich.

-    bei Windpocken, spezifischen Hauterkrankungen (Tuberkulose, Lues) und entzundlichen Impfreaktionen.

-    bei Pilzerkrankungen (Mykosen) und bakteriellen Hautinfektionen.

-    bei entzundlichen Hauterscheinungen um den Mund mit Rotung und Knotchenbildung (periorale Dermatitis) und bei Gesichtsrotung mit eventuell entzundlichen oder eitrigen Pickeln (Rosazea).

Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor sie Alpicort anwenden.

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Alpicort ist insbesondere aufgrund seines Gehaltes an 2-Propanol nur zur auBerlichen Anwendung auf der Haut bestimmt.

Besondere Vorsicht ist geboten bei Kindern, da ausreichende klinische Daten zur Anwendung bei Kindern nicht vorliegen. Im Falle einer Anwendung darf eine Tagesdosis von 0,2 g Salicylsaure (=

50 ml Alpicort) nicht uberschritten werden (siehe auch Abschnitte 2. „Alpicort darf nicht angewendet werden...“ und 3. „Anwendung bei Kindern und Jugendlichen“).

Anwendung von Alpicort zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kurzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Alpicort kann die Wirksamkeit von anderen auBerlich angewendeten Arzneimitteln verstarken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

In der Schwangerschaft sollte Alpicort wegen des Gehaltes an Salicylsaure nicht angewendet werden, ausgenommen fur eine kleinflachige Anwendung (Flache kleiner als 5 cm2).

Wahrend der Stillzeit ist zu beachten, dass Prednisolon in die Muttermilch ubergeht.

Eine Schadigung des Sauglings ist bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem sollte die Notwendigkeit der Gabe von Alpicort in der Stillzeit genauestens gepruft werden. Wenn eine Langzeitbehandlung oder die Anwendung hoherer Dosen erforderlich ist, sollte abgestillt werden.

Alpicort enthalt Propylenglycol

Propylenglycol kann Hautreizungen hervorrufen.

3. Wie ist Alpicort anzuwenden?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Alpicort ist eine Losung zur Anwendung auf der Kopfhaut.

Tragen Sie Alpicort 1-mal taglich, moglichst am Abend, auf die Kopfhaut auf.

-    Ziehen Sie die Verschlusskappe von der Spitze des Applikatoraufsatzes ab.

-    Drehen Sie die Flasche mit dem Applikatoraufsatz auf dem Kopf so um, dass die an der Spitze befindliche kleine Offnung nach unten zeigt.

-    Ziehen Sie nun den Applikator mit der Offnung nach unten leicht uber die zu behandelnden Stellen der Kopfhaut.

-    Setzen Sie die Verschlusskappe nach Gebrauch von Alpicort wieder auf die Spitze des Applikators fest auf.

Die Dauer der kleinflachigen Behandlung sollte aufgrund des Corticoidgehaltes nicht langer als 2 - 3 Wochen betragen. Klinische Erfahrung liegt fur Behandlungszeiten bis zu 6 Monaten vor. Es wurde nicht untersucht, wie lange die Wirkung nach Absetzen des Praparates anhalt.

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Sobald die entzundlichen Erscheinungen abgeklungen sind, ist eine 2- bis 3-mal wochentliche Anwendung ausreichend.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Besondere Vorsicht ist geboten bei Kindern, da ausreichende klinische Daten zur Anwendung bei Kindern nicht vorliegen. Im Falle einer Anwendung sollte Alpicort daher bei Kindern im Alter ab 2 Jahren nur kurzfristig und kleinflachig erfolgen. Eine Tagesdosis von 50 ml Alpicort darf dabei nicht uberschritten werden.

Wenn Sie eine groBere Menge von Alpicort angewendet haben, als Sie sollten

Im Allgemeinen wird Alpicort auch bei kurzfristiger Anwendung groBer Mengen ohne Komplikationen vertragen. Es sind keine besonderen MaBnahmen erforderlich.

Wenn Sie die Anwendung von Alpicort vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Setzen Sie die Behandlung bei der nachsten Anwendung mit der ublichen Menge fort.

Wenn Sie die Anwendung von Alpicort abbrechen

Besprechen Sie die weitere Vorgehensweise mit Ihrem Arzt, da der Behandlungserfolg sonst moglicherweise gefahrdet ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4. Welche Nebenwirkungen sind moglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)

Uberempfindlichkeitsreaktion der Haut (allergisches Kontaktekzem).

Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000)

Hautveranderungen (z. B. Beeintrachtigung der Hautdicke, Erweiterung kleiner HautgefaBe in der Haut, Streifenbildung, Steroidakne, periorale Dermatitis, vermehrte Korperbehaarung).

Andere mogliche Nebenwirkungen

Es sind kurzzeitige Hautreizungen (z. B. Brennen, Rotung) moglich.

Bei langer andauernder Anwendung (uber 2 -3 Wochen) oder auf groBen Flachen (z. B. die gesamte Kopfhaut) sowie bei nicht bestimmungsgemaBer Anwendung sind mogliche systemische Wirkungen des Kortikoids zu beachten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

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5. Wie ist Alpicort aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Flaschenetikett nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht uber 30 °C lagern.

Flasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schutzen.

Nach Anbruch bis zum Verfalldatum haltbar.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6. Inhalt der Packung und weitere Informationen Was Alpicort enthalt

-    Die Wirkstoffe sind: Prednisolon und Salicylsaure. 100 ml Losung enthalten 0,2 g Prednisolon und 0,4 g Salicylsaure (Ph.Eur.).

-    Die sonstigen Bestandteile sind: Arginin, 2-Propanol (Ph.Eur.), Propylenglycol, gereinigtes Wasser.

Wie Alpicort aussieht und Inhalt der Packung

Alpicort ist eine klare, farblose Losung in Glasflaschen mit einem Applikator aus Polypropylen und einer Verschlusskappe aus Polypropylen Copolymer.

Die Packungen enthalten 50 ml, 100 ml und 200 ml Losung.

Es werden moglicherweise nicht alle PackungsgroBen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel SudbrackstraBe 56 33611 Bielefeld

Tel.: 0521 8808-05

Fax: 0521 8808-334

E-Mail: info@wolff-arzneimittel.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im Marz 2015.

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Alpicort

Fachinformation Alpicort

Dr. August Wolff

Fachinformation: Alpicort

Seite: 0


SRZ: Stand der Information 09/2013

Fachinformation (Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels / SPC)

Wolff-Logo

Alpicort®

  1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Alpicort®

0,2 g Prednisolon, 0,4 g Salicylsäure (Ph.Eur.) pro 100 ml Lösung

  1. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Wirkstoffe: Prednisolon und Salicylsäure (Ph. Eur.).

100 ml Lösung enthalten als Wirkstoffe 0,2 g Prednisolon und 0,4 g Salicylsäure (Ph.Eur.).

Sonstige Bestandteile: Propylenglycol.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

  1. DARREICHUNGSFORM

Lösung zur Anwendung auf der Kopfhaut.

Klare, farblose Lösung.

  1. KLINISCHE ANGABEN

    1. Anwendungsgebiete

Gering ausgeprägte entzündliche Erkrankungen der Kopfhaut, die auf eine symptomatische äußerliche Behandlung mit schwach wirksamen Kortikosteroiden ansprechen.

  1. Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Art der Anwendung: Zur Anwendung auf der Kopfhaut.

Die Anwendung erfolgt 1x täglich – möglichst abends. Sobald die entzündlichen Erscheinungen abgeklungen sind, ist eine 2- bis 3-mal wöchentliche Anwendung ausreichend.
Hierzu wird der Applikator mit der Öffnung nach unten leicht über die zu behandelnden Stellen gezogen.
Die Dauer der kleinflächigen Behandlung sollte aufgrund des Kortikoidgehaltes nicht länger als 2 – 3 Wochen betragen. Klinische Erfahrung liegt für Behandlungszeiten bis zu 6 Monaten vor. Es wurde nicht untersucht, wie lange die Wirkung nach Absetzen des Präparates anhält.

Bei Kindern (s. u. Abschnitt 4.4) sollte die Anwendung nur kurzfristig und kleinflächig erfolgen.


  1. Gegenanzeigen

Alpicort darf nicht angewendet werden

  • bei Überempfindlichkeit (Allergie) gegen Prednisolon, Salicylsäure, Propylenglycol oder einem der sonstigen Bestandteile von Alpicort (siehe Abschnitt 6.1).

  • bei Säuglingen sowie bei Kleinkindern, die noch nicht das 2. Lebensjahr vollendet haben.

  • auf Schleimhäuten, im Mund, im oder am Auge sowie im Genitalbereich bzw. innerlich.

  • bei Windpocken, spezifischen Hauterkrankungen (Tuberkulose, Lues) und entzündlichen Impfreaktionen.

  • Pilzerkrankungen (Mykosen) und bakteriellen Hautinfektionen.

  • perioraler Dermatitis (entzündliche Hauterscheinungen um den Mund mit Rötung und Knötchenbildung) und Rosacea (Gesichtsrötung mit eventuell entzündlichen oder eitrigen Pickeln).

  1. Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Propylenglykol kann Hautreizungen hervorrufen.

Alpicort ist insbesondere aufgrund seines Gehaltes an 2-Propanol nur zur äußerlichen Anwendung auf der Haut bestimmt.

Ausreichende klinische Daten zur Anwendung bei Kindern liegen nicht vor; im Falle einer Anwendung darf eine Tagesdosis von 0,2 g Salicylsäure (= 50 ml Alpicort) nicht überschritten werden.

  1. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Alpicort kann durch seine Zusammensetzung die Wirksamkeit von anderen äußerlich angewendeten Wirkstoffen verstärken.

  1. Schwangerschaft und Stillzeit

Alpicort sollte wegen des Gehaltes an Salicylsäure in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, ausgenommen eine kleinflächige Anwendung (Fläche kleiner als 5 cm²).
Bei einer Langzeitbehandlung mit Kortikoiden während der Schwangerschaft sind Wachstumsstörungen des Feten nicht auszuschließen. Prednisolon führte im Tierexperiment zurAusbildung von Gaumenspalten (siehe 5.3). Ein erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei menschlichen Feten durch die Gabe von Kortikoiden während des ersten Trimenons wird diskutiert. Werden Kortikoide am Ende der Schwangerschaft gegeben, besteht für den Fetus die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann.

Kortikoide gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über (bis zu 0, 23 % der Einzeldosis). Bei Dosen bis zu 10 mg/Tag liegt die über die Muttermilch aufgenommene Menge unter der Nachweisgrenze. Eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem sollte die Indikation in der Stillzeit streng gestellt werden. Da das Milch/Plasma-Konzentrationsverhältnis bei höheren Dosen ansteigt (25 % der Serumkonzentration in der Milch bei 80 mg Prednisolon/Tag), empfiehlt sich in diesen Fällen das Abstillen.

  1. Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Keine.

  1. Nebenwirkungen

Selten(>1/10.000 bis <1/1.000) können Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (allergisches Kontaktekzem) auftreten.

Sehr selten(<1/10.000) kann es zu Hautveränderungen (Beeinträchtigung der Hautdicke, Erweiterung kleiner Hautgefäße in der Haut, Streifenbildung, Steroidakne, perioraler Dermatitis, vermehrter Körperbehaarung) kommen.

Außerdem sind kurzzeitig Hautreizungen (z. B. Brennen, Rötung) möglich.

Bei länger andauernder Anwendung (über 2 –3 Wochen) oder auf großen Flächen (z. B. die gesamte Kopfhaut) sowie bei nicht bestimmungsgemäßer Anwendung sind mögliche systemische Wirkungen des Kortikoids zu beachten.

  1. Überdosierung

Bei einer versehentlichen oralen Aufnahme ist besonders bei Kindern darauf zu achten, dass Alpicort 2-Propanol enthält. Intoxikationen nach lokaler Anwendung von Alpicort sind bisher nicht bekannt geworden.

  1. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

    1. Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Kortikosteroide, schwach, andere Kombinationen.

ATC-Code: D07XA02

Prednisolongehört zu den topisch schwach wirksamen Kortikoiden und eignet sich besonders zur Behandlung von rein entzündlichen Dermatosen ohne hyperproliferativen Effekt.
Salicylsäurekann in Konzentrationen unter 0,5 % vorwiegend als Penetrationsförderer von anderen Wirkstoffen wirken. Entsprechende Untersuchungen liegen für Alpicort nicht vor.
Zusätzliche schwache keratoplastische und antimikrobielle Effekte können auf der Kopfhaut durch Salicylsäure erwartet werden.

  1. Pharmakokinetische Eigenschaften

Untersuchungen zur Pharmakokinetik der Wirkstoffe aus Alpicort liegen nicht vor. Aufgrund des allgemein bekannten Verhaltens von alkoholischen Lösungen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die Wirkstoffe von Alpicort in der Haut vollständig freigesetzt werden.
Für Prednisolonist deshalb das bei der dermalen Anwendung von Kortikoiden übliche Penetrations- und Resorptionsverhalten zu erwarten. Die Plasmahalbwertszeit liegt zwischen 2 - 4 Stunden, während die biologische Halbwertszeit 12 - 36 Stunden beträgt, weil das im Zytosol-Rezeptorkomplex gebundene Steroid länger in der Zelle verbleibt. Prednisolon wird wie körpereigene Kortikoide in der Leber zu biologisch inaktiven Verbindungen verstoffwechselt, die überwiegend renal ausgeschieden werden.
Wie aus tierexperimentellen und humanpharmakokinetischen Untersuchungen hervorgeht, penetriert Salicylsäurein Abhängigkeit von der Grundlage und penetrationsbeeinflussenden Faktoren (z. B. Hautzustand) rasch. Die perkutane Resorption ist u. a. erhöht bei psoriatischer Erythrodermie bzw. Dermatosen, die mit entzündlichen oder erosiven Veränderungen der Haut einhergehen. Systemisch wird Salicylsäurezu Salicylursäure, Glucuroniden, Gentisinsäure bzw. Dihydroxybenzoesäure metabolisiert und überwiegend renal ausgeschieden. Die Halbwertszeit von Salicylsäureliegt zwischen 2 und 3 Stunden.
Aufgrund der penetrationsfördernden Wirkung von Salicylsäureist die Resorption von Prednisolonin die Haut erhöht.

  1. Präklinische Daten zur Sicherheit

Akute Toxizität:
Basierend auf den konventionellen Studien zum akuten toxischen Potential von Prednisolonlassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren von Alpicort für den Menschen erkennen.
Bei einer topischen Anwendung von Salicylsäureist das Auftreten von seltenen Intoxikationen abhängig von der galenischen Darreichungsform, der aufgetragenen Salicylsäuremenge, der Auftragungsfläche, der Behandlungsdauer, der Behandlungshäufigkeit und dem dermatologischen Krankheitsbild. Mit Frühsymptomen einer Salicylat-Intoxikation ist erst ab Serumkonzentrationen von über 30 mg/dl zu rechnen. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch wird in der Regel jedoch kaum eine Serumkonzentration von über 5 mg/dl erreicht. Lokal kommt es bei über 5 %iger Salicylsäure-Zubereitung zu Irritationen.

Subchronische/chronische Toxizität:
Licht- und elektronenmikroskopische Veränderungen an Langerhans-Inselzellen von Ratten wurden nach täglichen intraperitonealen Prednisolon-Gaben von 33 mg/kg Körpergewicht über 7 bis 14 Tage an Ratten gefunden. Bei Kaninchen konnten experimentelle Leberschäden durch tägliche Gabe von 2 bis 3 mg/kg KG über 2 bis 4 Wochen erzeugt werden. Histotoxische Wirkungen im Sinne von Muskelnekrosen wurden nach mehrwöchiger Verabreichung von 0,5 bis 5 mg/kg KGan Meerschweinchen und 4 mg/kg KGan Hunden referiert.
Tierexperimentelle Untersuchungen zur dermalen Langzeitapplikation von Salicylsäureliegen nicht vor (s. akute Toxizität).

Kanzerogenität/Mutagenität:
Vorliegende Untersuchungsbefunde für Salicylsäureoder Prednisolonergeben keine Hinweise auf klinisch relevante genotoxische Eigenschaften.

Reproduktionstoxizität:
Prednisolon ruft im Tierexperiment bei Mäusen, Hamstern und Kaninchen Gaumenspalten hervor. Bei parenteraler Verabreichung traten bei Ratten geringfügige Anomalien an Schädel, Kiefer und Zunge auf. Intrauterine Wachstumsstörungen wurden beobachtet (siehe auch 4.6).
Bei einer Anwendung von hohen Prednisolon-Dosen für einen längeren Zeitraum (30 mg/Tag für mindestens 4 Wochen) sind reversible Störungen der Spermatogenese beobachtet worden, die nach Absetzen des Arzneimittels noch mehrere Wochen anhielten.
Salicylsäurehat in Tierversuchen bei hoher oraler Dosierung an mehreren Tierspezies teratogene Wirkungen gezeigt. Implantationsstörungen, embryo- und fetotoxische Wirkungen (Verminderung des Geburtsgewichtes) sowie Störungen der Lernfähigkeit bei den Nachkommen nach pränataler Exposition sind beschrieben worden. Nach lokaler Anwendung ist derartiges nicht bekannt, da in der Regel keine toxikologisch relevanten Serumkonzentrationen erreicht werden (s. akute Toxizität).

  1. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

    1. Liste der sonstigen Bestandteile

Arginin, 2-Propanol (Ph. Eur.), Propylenglycol, gereinigtes Wasser.

  1. Inkompatibilitäten

Keine.

  1. Dauer der Haltbarkeit

Bei ungeöffnetem Behältnis: 24 Monate

Nach Anbruch: Bis Ende des Verwendbarkeitsdatums

  1. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Aufbewahrung

Nicht über 30 °C lagern.
Glasflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

  1. Art und Inhalt des Behältnisses

Braunglasflasche (Klasse III) mit einer Verschlusskappe aus Polypropylen Copolymer.

Packungsgrößen: 50 ml, 100 ml oder 200 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

6.6 Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung

Keine besonderen Anforderungen.

  1. INHABER DER ZULASSUNG

Dr. August Wolff GmbH & Co. KG Arzneimittel
Sudbrackstraße 56, 33611 Bielefeld
Telefon: 0 521 8808 05; Telefax: 0 521 8808 334
E-mail: info@wolff-arzneimittel.de

  1. ZULASSUNGSNUMMER

6824422.00.00

  1. DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG / VERLÄNGERUNG DER ZULASSUNG

10.02.2005

  1. STAND DER INFORMATION

09/2013

  1. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

Alpicort