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Amantadin-ratiopharm 200 mg infusionslösung



Gebrauchsinformation Amantadin-ratiopharm 200 mg infusionslösung

Wortlaut der fur die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information fur den Anwender

Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung

200 mg/500 ml Amantadinhemisulfat

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was ist Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung und wofur wird es angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung beachten?

3.    Wie ist Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1.    WAS IST Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung UND WOFUR WIRD ES ANGEWENDET?

Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung ist ein Arzneimittel, das die Virusvermehrung hemmt

(Virustatikum) und die Symptome einer Parkinson-Erkrankung verringert (Antiparkinsonmittel).

Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung wird angewendet bei:

-    Intensiv- und Initialbehandlung der akinetischen Krise bei akuter Verschlechterung der Parkinson-Symptomatik;

-    Vigilanzminderung bei postkomatosen Zustanden unterschiedlicher Genese im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes unter stationaren Bedingungen.

2.    WAS MUSSEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung BEACHTEN?

Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung darf nicht angewendet werden

-    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Amantadinverbindungen oder einen der sonstigen Bestandteile von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung sind;

-    bei schwerer, nicht kompensierter Herzmuskelschwache (Stadium NYHA IV);

-    bei bestimmten anderen Erkrankungen des Herzmuskels (Kardiomyopathien, Myokarditiden);

-    bei Uberleitungsstorungen des Herzens (AV-Block Grad II und III);

-    bei langsamem Herzschlag (unter 55 Schlage pro Minute);

-    bei bestimmten im EKG erkennbaren Besonderheiten (bekanntem langem QT-Intervall oder erkennbaren U-Wellen);

-    bei Fallen von angeborenem QT-Syndrom bei einem leiblichen Verwandten;

-    bei einer Vorgeschichte von schwerwiegenden Herzrhythmusstorungen (ventrikularen Arrhythmien einschlieblich Torsade de pointes);

-    bei einer Verminderung von Kalium oder Magnesium im Blut.

Amantadin-ratiopharm® 200 mgInfusionslosung darf nicht in Kombination mit Budipin oder anderen QT-verlangernden Arzneimitteln (siehe „Bei Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung mit anderen Arzneimitteln“) verabreicht werden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung ist erforderlich

Amantadin sollte nicht angewendet werden bei:

-    schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min).

Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Sie unter folgenden Zustanden leiden:

-    Vergroberung der Vorsteherdruse (Prostatahypertrophie);

-    erhohtem Augeninnendruck, wie z. B. bei Grunem Star (Engwinkelglaukom);

-    Nierenfunktionsstorungen (Niereninsuffizienz verschiedener Schweregrade) (siehe unten);

-    vorbestehenden oder bestehenden Erregungs- und Verwirrtheitszustanden;

-    deliranten Syndromen sowie exogenen Psychosen (schwerwiegende psychische Storungen);

-    sowie bei Patienten, die mit Memantin behandelt werden (siehe „Bei Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung mit anderen Arzneimitteln“).

Vor Therapiebeginn und zu den Zeitpunkten 1 und 3 Wochen danach ist ein EKG (50 mm/s) zu schreiben und die frequenzkorrigierte QT-Zeit nach Bazett (QTc) manuell zu bestimmen. Bei Dosiserhohungen zu spaterem Zeitpunkt muss ein solches EKG vorher und zwei Wochen nach Dosiserhohung geschrieben werden. Danach haben EKG-Kontrollen zumindest jahrlich zu erfolgen.

Sollten Symptome wie Herzklopfen, Schwindel oder Ohnmachtsanfalle auftreten, ist Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung abzusetzen und der behandelnde Arzt bzw. ein Notarzt zu kontaktieren.

Bei Herzschrittmacherpatienten ist die exakte Bestimmung der QT-Zeiten nicht moglich. Daher muss die Entscheidung uber eine Therapie mit Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung in Abstimmung mit dem behandelnden Kardiologen getroffen werden.

Bei eingeschrankter Nierenfunktion besteht die Gefahr der Wirkstoffanhaufung durch eine Verschlechterung der Ausscheidungsleistung der Nieren. Es kann zum Auftreten von Uberdosierungserscheinungen kommen. Deshalb ist eine sorgfaltige arztliche Einstellung der Dosierung, die Uberwachung und Messung der glomerularen Filtrationsrate wahrend der Behandlung

mit Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung erforderlich (siehe 3. „Wie ist Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung anzuwenden?“).

Bei Patienten mit hirnorganischem Psychosyndrom (Hirnleistungsstorungen) und vorbestehendem Krampfleiden erfordert die Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung besondere Vorsicht, da sich einzelne Krankheitssymptome verschlechtern und Krampfanfalle auftreten konnen (siehe 3. „Wie ist Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung anzuwenden?“ und 4. „Welche Nebenwirkungen sind moglich?“).

Patienten mit bekannter Anfallsneigung auch in der Vorgeschichte oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen mussen wahrend der gleichzeitigen Behandlung mit Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung unter regelmaBiger arztlicher Kontrolle stehen.

Sobald Herzklopfen, Schwindelgefuhl oder kurz dauernde Bewusstlosigkeit auftreten, beenden Sie bitte sofort die Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung und fragen Sie Ihren Arzt um Rat, damit er Ihren Herzrhythmus untersuchen kann. Wenn keine Herzrhythmusstorungen vorliegen, kann Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung unter Berucksichtigung der Gegenanzeigen und Wechselwirkungen wieder eingesetzt werden (siehe 4. „Welche Nebenwirkungen sind moglich?“).

Ein plotzliches Absetzen von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung ist zu vermeiden, da es bei Parkinson-Patienten zu starker Verschlechterung der Bewegungsablaufe bis hin zur Bewegungsunfahigkeit kommen kann.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Neuroleptika (Arzneimittel zur Behandlung von geistig-seelischen Erkrankungen) ist im Falle des plotzlichen Absetzens von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung die Gefahr des Auftretens eines lebensbedrohlichen Zustandes gegeben (malignes neuroleptisches Syndrom). Dieser Zustand geht mit plotzlich hoher Korpertemperatur, Muskelstarre und Storungen des vegetativen Nervensystems einher.

Oft werden bei Parkinson-Patienten Krankheitszeichen wie niedriger Blutdruck, Speichelfluss, SchweiBausbruche, erhohte Korpertemperatur, Hitzestauungen, Wasseransammlungen und depressive Verstimmungen beobachtet. Sie sind unter Beachtung der Neben- und Wechselwirkungen von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung zu behandeln.

Falls Beschwerden beim Wasserlassen auftreten, sollten Sie den Arzt aufsuchen.

Kinder

Ausreichende Erfahrungen bei Kindern liegen nicht vor.

Altere Menschen

Bei alteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Erregungs- und Verwirrtheitszustanden sowie mit deliranten Syndromen sollte mit Vorsicht dosiert werden (siehe 3. „Wie ist Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung anzuwenden?“).

Bei Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, fur die eine Verlangerung des QT-Intervalls bekannt ist. Beispiele sind:

-    bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusstorungen (Antiarrhythmika der Klasse IA wie z. B. Chinidin, Disopyramid, Procainamid und der Klasse III wie Amiodaron, Sotalol);

-    bestimmte Arzneimittel gegen Wahnvorstellungen (Antipsychotika wie z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Haloperidol, Pimozid);

-    bestimmte Mittel gegen Depressionen (tri- und tetracyclische Antidepressiva wie z. B. Amitriptylin);

-    bestimmte Mittel gegen Heuschnupfen (Antihistaminika wie z. B. Astemizol, Terfenadin);

-    bestimmte Mittel gegen Pilz- und Bakterieninfektionen (Makrolidantibiotika wie z. B. Erythromycin, Clarithromycin);

-    bestimmte Mittel gegen Bakterieninfektionen (Gyrasehemmer wie z. B. Sparfloxacin);

-    bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen (Azol-Antimykotika);

- sowie weitere Arzneimittel wie Budipin, Halofantrin, Cotrimoxazol, Pentamidin, Cisaprid oder Bepridil.

Diese Aufzahlung kann nicht vollstandig sein. Vor der gleichzeitigen Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mgInfusionslosung mit einem anderen Arzneimittel wird Ihr Arzt prufen, ob eine Wechselwirkung durch QT-Verlangerung zwischen diesem Mittel und Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung moglich ist. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie neben Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung noch weitere Arzneimittel einnehmen oder kurzlich eingenommen haben.

Es ist moglich, Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung mit anderen Mitteln zur Behandlung der Parkinson’schen Krankheit zu kombinieren. Zur Vermeidung von Nebenwirkungen (wie z. B. geistig-seelischen Reaktionen kann eine Dosisverringerung der anderen Arzneimittel bzw. der Kombination notwendig werden.

Die zusatzliche Gabe von Amantadin zur Prophylaxe und Behandlung der Virusgrippe vom Typ A ist wegen der Gefahr der Uberdosierung zu vermeiden.

Es liegen keine gezielten Untersuchungen uber das Auftreten von Wechselwirkungen nach Verabreichung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung mit anderen Antiparkinsonmitteln vor (z. B. mit Levodopa, Bromocriptin, Memantin, Trihexyphenidyl etc.) (siehe

4. „Welche Nebenwirkungen sind moglich?“).

Bei gleichzeitiger Therapie mit Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung und den im Folgenden aufgefuhrten Arzneimittelgruppen bzw. Wirkstoffen kann es zu den im Folgenden beschriebenen Wechselwirkungen kommen:

Anticholinergika:

Verstarkung von Nebenwirkungen der Anticholinergika (Verwirrtheitszustande und Halluzinationen) bei Kombination mit z. B. Trihexyphenidyl, Benzatropin, Scopolamin, Biperiden, Orphenadrin etc.)

Indirekt zentral wirkende Sympathomimetika:

Verstarkung der zentralen Wirkung von Amantadin.

Alkohol:

Verminderung der Alkoholtoleranz Levodopa (Antiparkinsonmittel):

Gegenseitige Verstarkung der therapeutischen Wirkung. Deshalb kann Levodopa mit Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung kombiniert werden.

Sonstige Antiparkinsonmittel:

Memantin kann die Wirkung und Nebenwirkungen von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung verstarken (Gegenanzeigen beachten).

Andere Arzneimittel:

Die gleichzeitige Gabe bestimmter harntreibender (entwassernder) Arzneimittel (Diuretika) vom Typ der Kombination Triamteren/Hydrochlorothiazid kann die Ausscheidung von Amantadin verringern und zu toxischen Plasmakonzentrationen mit Storung des Bewegungsablaufes, Schuttelkrampf und Verwirrtheit fuhren. Deshalb sollte eine gleichzeitige Verabreichung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung mit solchen Arzneimitteln unterbleiben.

Bei Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Vermeiden Sie die Einnahme alkoholhaltiger Getranke, da Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung deren Vertraglichkeit mindert.

Schwangcrschaft

Die Erfahrungcn mit dcr Anwcndung von Amantadin-ratiopharm® 200 mgInfusionslosung bci Schwangeren sind unzureichend. Es licgcn Fallbcrichtc vor, in dcncn von gcsundcn Kindern, abcr auch von Schwangcrschaftskomplikationcn und Fchlbildungcn berichtet wurdc. Amantadin, dcr Wirkstoff aus Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung, erwies sich in Ticrstudicn als fruchtschadigcnd. Das potcnticllc Risiko fur Menschen ist nicht bckannt. Dahcr darf Ihnen Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung in dcr Schwangcrschaft nur vcrordnct wcrdcn, wcnn Ihr Arzt dies fur zwingcnd erforderlich halt. Im Falle cincr Thcrapic in den crstcn drci Monaten dcr Schwangcrschaft solltc Ihnen dcr Arzt die Durchfuhrung cincr Ultraschallfcindiagnostik anbictcn. Wcnn Sic wahrend dcr Behandlung mit Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung schwanger wcrdcn mochtcn oder vermuten, dass Sic schwanger sind, tcilcn Sic die bitte umgchcnd Ihrcm Arzt mit, damit cr uber die Notwcndigkcit dcr wcitcrcn Behandlung mit Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung, bzw. der Umstcllung auf cin andcrcs Arzneimittel oder dcs Abbruchs dcr Behandlung cntschcidcn kann.

Stillzeit

Amantadin gcht in die Muttermilch uber. Halt dcr Arzt cine Anwcndung wahrend dcr Stillzeit fur zwingcnd erforderlich, solltc Ihr Saugling aufgrund moglicher Arzneimittelwirkungen (Hautausschlag, Harnverhalten, Erbrcchcn) untcr Bcobachtung stehen. Falls notwcndig, mussen Sic auf Anwcisung Ihrcs Arztes abstillcn.

Vcrkchrstuchtigkcit und das Bedienen von Maschinen

Auswirkungcn auf die Aufmcrksamkcit und Wachheit (Vigilanz) und Anpassung dcs Augcs in Bczug auf das Schvcrmogcn (Akkomodation) sind - auch im Zusammcnwirkcn mit anderen Mitteln zur Behandlung dcr Parkinson-Syndrome - nicht auszuschlicBcn. Zu Bcginn dcr Behandlung kann cs dahcr - uber die krankheitsbedingten Einschrankungcn hinaus - zu cincr Verminderung dcr Fahrtuchtigkcit und dcr Fahigkcit, Maschinen zu bedienen, kommcn.

Sic konncn dann auf uncrwartctc und plotzlichc Ercignissc nicht mchr schncll und gcziclt rcagicrcn. Fahren Sic dcshalb nicht ohne Rucksprachc mit Ihrcm Arzt Auto oder andere Fahrzeuge bzw. bedienen Sic kcinc elektrischen Wcrkzcugc oder Maschinen. Bcachtcn Sic bcsondcrs, dass Alkohol Ihrc Vcrkchrstuchtigkcit noch wcitcr verschlechtert!

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung

Einc Durchstechflasche mit 500 ml Infusionslosung enthalt 75,3 mmol (1731 mg) Natrium. Wcnn Sic cine kochsalzarme Diat einhalten mussen, solltcn Sic dies bcrucksichtigcn.

3. WIE IST Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung ANZUWENDEN?

Wcndcn Sic Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung immcr gcnau nach dcr Anwcisung dcs Arztes an. Bitte fragcn Sic bci Ihrcm Arzt oder Apothckcr nach, wcnn Sic sich nicht ganz sichcr sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis

Parkinson-Syndrome

Bci akutcr Verschlechterung dcr Parkinson-Symptomatik im Sinnc cincr akinetischen Krise wird Amantadinhcmisulfat in Dosen von 200 mg in 500 ml Losung 1- bis 3mal/Tag intravenos angewendet.

Die Infusionsgcschwindigkcit solltc 55 Tropfcn/min nicht ubcrschrcitcn. Das bcdcutct cine Infusionsdaucr von ctwa 3 Stundcn.

Bci altcrcn Paticntcn, insbcsondcrc bci solchcn mit Errcgungs- und Vcrwirrthcitszustandcn sowic mit dclirantcn Syndromcn solltc mit cincr geringeren Dosis bcgonncn wcrdcn.

Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit anderen Antiparkinsonmitteln ist die Dosierung individuell vom Arzt zu bestimmen.

Vigilanzminderung

Bei Vigilanzminderung bei postkomatosen Zustanden unterschiedlicher Genese kann initial mit der Infusion von 200 mg Amantadinhemisulfat in langsamer Infusionsgeschwindigkeit (> 3 h) ein Therapieversuch uber 3-5 Tage begonnen werden. Entsprechend dem Krankheitsverlauf kann die Anwendung - soweit moglich mit oralen Darreichungsformen - mit 200 mg Amantadinhemisulfat/Tag bis zu 4 Wochen fortgesetzt werden.

Dosierung bei eingeschrankter Nierenfunktion

Grundsatzlich ist bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion die Hohe der Dosis an das AusmaB der verringerten Nieren-Clearance (gemessen an der glomerularen Filtrationsrate = GFR) wie folgt anzupassen:

GFR

(ml/min)

Dosierung

(Amantadinhemisulfat)

Dosierungsintervall

80-60

100 mg

(entsprechend 250 ml Infusionslosung)

alle 12 Stunden

60-50

200 mg und 100 mg (entsprechend 500 ml und 250 ml Infusionslosung)

jeden 2. Tag abwechselnd

50-30

100 mg

(entsprechend 250 ml Infusionslosung)

1-mal taglich

30-20

200 mg

(entsprechend 500 ml Infusionslosung)

2-mal wochentlich

20-10

100 mg

(entsprechend 250 ml Infusionslosung)

3-mal wochentlich

< 10 und Hamodialyse

200 mg und 100 mg (entsprechend 500 ml und 250 ml Infusionslosung)

wochentlich oder jede 2. Woche

Um die glomerulare Filtrationsrate (GFR) abschatzen zu konnen, darf folgende Naherung angewendet werden:

ClKr = (140 - Alter) x Gewicht 72 x Kreatinin

wobei ClKr = Kreatinin-Clearance in ml/min und Kreatinin = Serumkreatinin in mg/100 ml ist.

Der so berechnete Wert der Kreatinin-Clearance gilt fur Manner, er betragt fur Frauen ca. 85 % und darf der Inulin-Clearance zur Ermittlung der GFR (beim Erwachsenen 120 ml/min) gleichgesetzt werden.

Amantadin ist nur bedingt dialysierfahig (ca. 5 %).

Art der Anwendung

Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslosung ist zu verwerfen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung wird vom behandelnden Arzt bestimmt. Sie richtet sich nach der Indikation und der individuellen Reaktion des Patienten.

Wenn Sie die Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung abbrechen Bitte informieren Sie Ihren behandelnden Arzt, wenn Sie die Anwendung z. B. wegen Unvertraglichkeiten oder bei Besserung Ihres Krankheitsbildes beenden wollen.

Die Anwendung sollte nicht plotzlich beendet werden, da es sonst zu einer Verschlimmerung des Krankheitsbildes und zu Absetzerscheinungen kommen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MOGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr haufig

mehr als 1 Behandelter von 10

haufig

1 bis 10 Behandelte von 100

gelegentlich

1 bis 10 Behandelte von 1.000

selten

1 bis 10 Behandelte von 10.000

sehr selten

weniger als 1 Behandelter von 10.000

nichtbekannt

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Haufig konnen Schlafstorungen, motorische und psychische Unruhe, Harnverhaltung bei VergroBerung der Vorsteherdruse (Prostatahypertrophie) auftreten.

Besonders bei dazu veranlagten (pradisponierten) alteren Patienten konnen wahnhafte (paranoid gefarbte), mit optischen Halluzinationen einhergehende exogene Psychosen (Storungen der Wahrnehmung und des Verhaltens) ausgelost werden. Diese unerwunschten Wirkungen konnen besonders in der Kombination von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung mit anderen Antiparkinsonmitteln (z. B. Levodopa, Bromocriptin, Memantin) haufiger auftreten.

Haufig ist auch die Ausbildung einer fur Amantadin charakteristischen Hautreaktion einer Livedo reticularis (Bild einer „marmorierten Haut“), zuweilen verbunden mit Wasseransammlungen im FuBknochel- und Unterschenkelbereich, zu beobachten.

Haufig kommt es zu Ubelkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Regulationsstorungen des Kreislaufes beim Stehen oder Aufstehen (orthostatische Dysregulation) und selten zu Verschwommensehen.

Sehr selten wurde wahrend der Behandlung mit Amantadin uber hamatologische Nebenwirkungen wie Leukopenie und Thrombozytopenie berichtet.

Sehr selten wurde uber Herzrhythmusstorungen wie ventrikularer Tachykardie, Kammerflimmem, Torsade de pointes und QT-Verlangerungen berichtet. In den meisten dieser Falle lagen Uberdosierungen, bestimmte Ko-Medikationen oder Risikofaktoren fur Herzrhythmusstorungen vor (siehe 2. unter „Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung darf nicht angewendet werden“ sowie „Bei Anwendung von Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung mit anderen Arzneimitteln“).

Sehr selten sind vorubergehender Sehverlust, gesteigerte Lichtempfindlichkeit und Herzrhythmusstorungen mit gesteigerter Herzschlagfolge berichtet worden.

Weiterhin wurde vereinzelt die Auslosung epileptischer Anfalle, meist im Zusammenhang mit hoheren als den empfohlenen Dosen, beobachtet.

Sehr selten wurden Muskelzuckungen und Gefuhlsstorungen der GliedmaBen berichtet.

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar): Hornhautodem. Nach Infusionstherapie sind die oben beschriebenen Nebenwirkungen seltener berichtet worden. Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. WIE 1ST Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel fur Kinder unzuganglich aufbewahren.

Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung enthalt

Der Wirkstoff ist Amantadinhemisulfat. Jede Durchstechflasche mit 500 ml Infusionslosung enthalt 200 mg Amantadinhemisulfat.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumhydroxid, Salzsaure, Wasser fur Inj ektionszwecke.

Wie Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung aussieht und Tnha.1t der Packung

Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung ist in Packungen mit 1 Durchstechflasche zu 500 ml erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

Hersteller Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3 89143 Blaubeuren

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im Marz 2014.

Versionscode: Z06

9

Amantadin-ratiopharm 200 mg Infusionslösung

Fachinformation Amantadin-ratiopharm 200 mg infusionslösung

F achinformation

1. BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS

Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung

200 mg/500 ml Amantadinhemisulfat

2. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Durchstechflasche mit 500 ml Infusionslosung enthalt 200 mg Amantadinhemisulfat. Sonstige Bestandteile: Natriumverbindungen.

Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3. DARREICHUNGSFORM

Infusionslosung

4. KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

-    Intensiv- und Initialbehandlung der akinetischen Krise bei akuter Verschlechterung der Parkinson-Symptomatik

-    Vigilanzminderung bei postkomatosen Zustanden unterschiedlicher Genese im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes unter stationaren Bedingungen

4.2    Dosierung, Art und Dauer der Anwendung Dosierung

Vor Therapiebeginn und zu den Zeitpunkten 1 und 3 Wochen danach ist ein EKG (50 mm/s) zu schreiben und die frequenzkorrigierte QT-Zeit nach Bazett (QTc) manuell zu bestimmen. Bei Dosiserhohungen zu einem spateren Zeitpunkt muss ein solches EKG vorher und zwei Wochen nachher geschrieben werden. Danach haben EKG-Kontrollen zumindest jahrlich zu erfolgen. Patienten mit QTc-Vorwerten uber 420 ms, oder mit einem QTc-Anstieg von uber 60 ms unter Amantadin oder mit QTc-Zeiten > 480 ms unter Amantadin sowie mit erkennbaren U-Wellen sind von der Behandlung auszuschlieben. Damit kann bei gleichzeitiger Beachtung der im Abschnitt 4.3 genannten Gegenanzeigen die sehr seltene, aber bedrohliche Nebenwirkung Torsade-de-pointes-Kammertachykardie verhindert werden.

Parkinson-Syndrome

Bei akuter Verschlechterung der Parkinson-Symptomatik im Sinne einer akinetischen Krise werden Dosen von 200 mg Amantadinhemisulfat in 500 ml Losung 1- bis 3-mal/Tag intravenos angewendet.

Die Infusionsgeschwindigkeit sollte 55 Tropfen/min nicht uberschreiten. Das bedeutet eine Infusionsdauer von etwa 3 Stunden.

Bei alteren Patienten, insbesondere bei solchen mit Erregungs- und Verwirrtheitszustanden sowie mit deliranten Syndromen sollte mit einer geringeren Dosis begonnen werden.

Bei einer gleichzeitigen Behandlung mit anderen Antiparkinsonmitteln ist die Dosierung individuell vom Arzt zu bestimmen.

Vigilanzminderung

Bei Vigilanzminderung bei postkomatosen Zustanden unterschiedlicher Genese kann initial mit der Infusion von 200 mg Amantadinhemisulfat in langsamer Infusionsgeschwindigkeit (> 3 h) ein Therapieversuch uber 3-5 Tage begonnen werden. Entsprechend dem Krankheitsverlauf kann die Anwendung - soweit moglich mit oralen Darreichungsformen - mit 200 mg Amantadinhemisulfat/Tag bis zu 4 Wochen fortgesetzt werden.

Dosierung bei eingeschrankter Nierenfunktion

Grundsatzlich ist bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion die Hohe der Dosis an das AusmaB der verringerten Nieren-Clearance (gemessen an der glomerularen Filtrationsrate = GFR) wie folgt anzupassen (siehe Tabelle 1):

Tabelle 1: Dosierung bei eingeschrankter Nierenfunktion

GFR

(ml/min)

Dosierung

(Amantadinhemisulfat)

Dosierungsintervall

80-60

100 mg

(entsprechend 250 ml Infusionslosung)

alle 12 Stunden

60-50

200 mg und 100 mg (entsprechend 500 ml und 250 ml Infusionslosung)

jeden 2. Tag abwechselnd

50-30

100 mg

(entsprechend 250 ml Infusionslosung)

1-mal taglich

30-20

200 mg

(entsprechend 500 ml Infusionslosung)

2-mal wochentlich

20-10

100 mg

(entsprechend 250 ml Infusionslosung)

3-mal wochentlich

< 10 und Hamodialyse

200 mg und 100 mg (entsprechend 500 ml und 250 ml Infusionslosung)

wochentlich oder jede 2. Woche

Um die glomerulare Filtrationsrate (GFR) abschatzen zu konnen, darf folgende Naherung angewendet werden:

ClKr = (140 - Alter) x Gewicht 72 x Kreatinin

wobei ClKr = Kreatinin-Clearance in ml/min und Kreatinin = Serumkreatinin in mg/100 ml ist.

Der so berechnete Wert der Kreatinin-Clearance gilt fur Manner, er betragt fur Frauen ca. 85 % und darf der Inulin-Clearance zur Ermittlung der GFR (beim Erwachsenen 120 ml/min) gleichgesetzt werden.

Amantadin ist nur bedingt dialysierfahig (ca. 5 %).

Art und Dauer der Anwendung

Nach einem Anwendungsgang nicht verbrauchte Infusionslosung ist zu verwerfen.

Ein plotzliches Absetzen der Infusion von Amantadin ist zu vermeiden, da es sonst bei Parkinson-Patienten zu starker Verschlechterung der extrapyramidalen Symptomatik bis hin zur akinetischen Krise kommen kann.

Die Anwendungsdauer bei Fortsetzung der Behandlung mit oralen Gaben bei Vigilanzminderung (siehe Abschnitte 4.1 und 4.2) sollte 4 Wochen nicht uberschreiten.

4.3    Gegenanzeigen

Amantadin-ratiopharm® 200 mg Infusionslosung darf nicht angewendet werden bei Patienten mit:

-    Uberempfindlichkeit gegen Amantadin-Verbindungen oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels

-    schwerer nicht kompensierter Herzinsuffizienz (Stadium NYHA IV)

-    Kardiomyopathien und Myokarditiden

-    AV-Block Grad II und III

-    bekannter Bradykardie unter 55 Schlage/min

-    bekanntem langem QT-Intervall (QTc nach Bazett > 420 ms) oder erkennbaren U-Wellen oder angeborenem QT-Syndrom in der Familienanamnese

-    einer Vorgeschichte von schwerwiegenden ventrikularen Arrhythmien einschlieblich Torsade de pointes

-    gleichzeitiger Therapie mit Budipin oder anderen QT-verlangernden Arzneimitteln (siehe Abschnitt 4.5)

-    Verminderung von Kalium und Magnesium im Blut

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Amantadin sollte nicht angewendet werden bei:

-    schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min)

Amantadin darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit:

-    Prostatahypertrophie

-    Engwinkelglaukom

-    Niereninsuffizienz (verschiedener Schweregrade; durch eine Verschlechterung der Filtrationsleistung der Nieren besteht die Gefahr der Kumulation, siehe Abschnitt 4.2)

-    Erregungs- und Verwirrtheitszustanden

-    deliranten Syndromen sowie exogenen Psychosen in der Anamnese

- sowie bei Patienten, die mit Memantin behandelt werden (siehe Abschnitt 4.5)

Kinder

Ausreichende Erfahrungen bei Kindern liegen nicht vor.

Vor Therapiebeginn und zu den Zeitpunkten 1 und 3 Wochen danach ist ein EKG (50 mm/s) zu schreiben und die frequenzkorrigierte QT-Zeit nach Bazett (QTc) manuell zu bestimmen. Bei Dosiserhohungen zu spaterem Zeitpunkt muss ein solches EKG vorher und zwei Wochen nachher geschrieben werden. Danach haben EKG-Kontrollen zumindest jahrlich zu erfolgen. Patienten mit QTc-Vorwerten uber 420 ms oder mit einem QTc-Anstieg von uber 60 ms unter Amantadin oder mit QTc-Zeiten > 480 ms unter Amantadin sowie mit erkennbaren U-Wellen sind von der Behandlung auszuschlieben.

Bei Risikogruppen fur Elektrolytstorungen, z. B. Diuretika-Medikation, haufigem Erbrechen und/oder Durchfall, Anwendung von Insulin in Notfallsituationen, Nierenerkrankungen oder anorektischen Zustanden sind adaquate Laborkontrollen und ein entsprechender Elektrolyt-Ausgleich durchzufuhren, insbesondere fur Kalium und Magnesium.

Sobald Symptome wie Palpitationen, Schwindel oder Synkopen auftreten, ist Amantadin abzusetzen und der Patient - innerhalb von 24 Stunden - auf eine eventuelle QT-Verlangerung zu untersuchen. Wenn keine QT-Verlangerung vorliegt, kann Amantadin unter Berucksichtigung der Gegenanzeigen und Wechselwirkungen wieder eingesetzt werden.

Bei Herzschrittmacherpatienten ist die exakte Bestimmung der QT-Zeiten nicht moglich. Daher muss die Entscheidung uber eine Amantadin-Therapie in Abstimmung mit dem behandelnden Kardiologen individuell erfolgen.

Die zusatzliche Gabe von Amantadin zur Prophylaxe und Behandlung der Virusgrippe vom Typ A ist wegen der Gefahr der Uberdosierung zu vermeiden.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit Neuroleptika und Amantadin behandelt werden, besteht die Gefahr des Auftretens eines lebensbedrohlichen malignen neuroleptischen Syndroms, wenn Amantadin plotzlich abgesetzt wird.

Bei gestorter Nierenfunktion kann es zur Intoxikation kommen.

Bei Patienten mit einem hirnorganischen Psychosyndrom sowie zerebralen Anfallsleiden in der Anamnese erfordert die Anwendung von Amantadin besondere Vorsicht, da sich einzelne Krankheitssymptome verschlechtern und Krampfanfalle auftreten konnen (vgl. Abschnitte 4.2 und 4.8).

Patienten mit bekannten Herz-Kreislauferkrankungen mussen wahrend der gleichzeitigen Behandlung mit Amantadin unter regelmabiger arztlicher Kontrolle stehen.

Sobald Symptome wie Palpitationen, Schwindel oder Synkopen auftreten, ist Amantadin abzusetzen, und der Patient - innerhalb von 24 Stunden - auf eine eventuelle QT-Verlangerung zu untersuchen. Wenn keine QT-Verlangerung vorliegt, kann Amantadin unter Berucksichtigung der Gegenanzeigen und Wechselwirkungen wieder eingesetzt werden (siehe Abschnitt 4.8).

Oft werden bei Parkinson-Patienten Krankheitszeichen wie niedriger Blutdruck, Speichelfluss, Schweibausbruche, erhohte Korpertemperatur, Hitzestauungen, Wasseransammlungen und depressive Verstimmungen beobachtet. Sie sind unter Beachtung der Neben- und Wechselwirkungen von Amantadin zu behandeln.

Die Patienten sollen aufgefordert werden, bei Auftreten von Beschwerden beim Wasserlassen den behandelnden Arzt aufzusuchen.

Sonstige Bestandteile

Eine Durchstechflasche mit 500 ml Infusionslosung enthalt 75,3 mmol (1731 mg) Natrium. Dies ist zu berucksichtigen bei Personen unter Natrium kontrollierter (natriumarmer/-kochsalzarmer) Diat.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung von Amantadin mit anderen Arzneimitteln, fur die eine Verlangerung des QT-Intervalls bekannt ist, ist kontraindiziert. Beispiele sind:

-    bestimmte Antiarrhythmika der Klasse IA (wie z. B. Chinidin, Disopyramid, Procainamid) und der Klasse III (wie Amiodaron, Sotalol);

-    bestimmte Antipsychotika (wie z. B. Thioridazin, Chlorpromazin, Haloperidol, Pimozid)

-    bestimmte tri- und tetracyclische Antidepressiva (wie z. B. Amitriptylin);

-    bestimmte Antihistaminika (wie z. B. Astemizol, Terfenadin);

-    bestimmte Makrolidantibiotika (wie z. B. Erythromycin, Clarithromycin);

-    bestimmte Gyrasehemmer (wie z. B. Sparfloxacin);

-    Azol-Antimykotika sowie weitere Arzneimittel wie Budipin, Halofantrin, Cotrimoxazol, Pentamidin, Cisaprid oder Bepridil.

Diese Aufzahlung kann nicht vollstandig sein. Vor der gleichzeitigen Anwendung von Amantadin mit einem anderen Arzneimittel ist dessen Fachinformation dahingehend zu prufen, ob eine Interaktion durch QT-Verlangerung zwischen diesem Mittel und Amantadin moglich ist.

Es ist moglich, Amantadin mit anderen Antiparkinsonmitteln zu kombinieren. Zur Vermeidung von Nebenwirkungen (wie z. B. psychotischen Reaktionen) kann eine Dosisreduktion der anderen Arzneimittel bzw. der Kombination notwendig werden.

Es liegen keine gezielten Untersuchungen uber das Auftreten von Wechselwirkungen nach Verabreichung von Amantadin mit anderen Antiparkinsonmitteln (z. B. mit Levodopa, Bromocriptin, Memantin, Trihexyphenidyl etc.) vor (Abschnitt 4.8 beachten).

Bei gleichzeitiger Therapie mit Amantadin und den im Folgenden aufgefuhrten Arzneimittelgruppen bzw. Wirkstoffen kann es zu den im Folgenden beschriebenen Wechselwirkungen kommen:

Anticholinergika

Verstarkung von Nebenwirkungen der Anticholinergika (Verwirrtheitszustande und Halluzinationen) bei Kombination mit z. B. Trihexyphenidyl, Benzatropin, Scopolamin, Biperiden, Orphenadrin etc.

Indirekt zentral wirkende Sympathomimetika Verstarkung der zentralen Wirkung von Amantadin.

Alkohol

Verminderung der Alkoholtoleranz.

Levodopa (Antiparkinsonmittel)

Gegenseitige Verstarkung der therapeutischen Wirkung. Deshalb kann Levodopa mit Amantadin kombiniert werden.

Sonstige Antiparkinsonmittel

Memantin kann die Wirkung und Nebenwirkungen von Amantadin verstarken (Gegenanzeigen beachten).

Andere Arzneimittel

Die gleichzeitige Gabe von Diuretika vom Typ der Kombination

Triamteren/Hydrochlorothiazid kann die Plasma-Clearance von Amantadin reduzieren und zu toxischen Plasmakonzentrationen fuhren. Eine gleichzeitige Anwendung sollte daher unterbleiben.

4.6    Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Zum Plazentatransfer liegen keine Daten vor. Die Erfahrungen mit der Anwendung von Amantadin bei Schwangeren sind unzureichend. Es liegen einige Fallberichte vor, in denen von gesunden Kindern, aber auch von Schwangerschaftskomplikationen und funf Fehlbildungen (kardiovaskulare Defekte, Reduktion der GliedmaBen) berichtet wurde. Amantadin erwies sich in Tierstudien als embryotoxisch und teratogen (siehe Abschnitt 5.3). Das potentielle Risiko fur den Menschen ist nicht bekannt.

Daher darf Amantadin in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies zwingend erforderlich ist. Im Falle einer Therapie im 1. Trimenon sollte eine Ultraschallfeindiagnostik durchgefuhrt werden.

Falls Amantadin einer Patientin im reproduktionsfahigen Alter verschrieben wird, sollte diese darauf hingewiesen werden, sich unverzuglich mit ihrem Arzt in Verbindung zu setzen, wenn sie schwanger zu werden wunscht, oder eine Schwangerschaft vermutet.

Stillzeit

Amantadin geht in die Muttermilch uber. Ist eine Anwendung wahrend der Stillzeit zwingend erforderlich, sollte der Saugling aufgrund moglicher Arzneimittelwirkungen (Hautausschlag, Harnretention, Erbrechen) unter Beobachtung stehen. Falls notwendig, muss abgestillt werden.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Auswirkungen auf die Vigilanz und Akkomodation sind - auch im Zusammenwirken mit anderen Mitteln zur Behandlung der Parkinson-Syndrome - nicht auszuschlieBen. Im Beginn der Behandlung kann es daher - uber die krankheitsbedingten Einschrankungen hinaus - zu einer Verminderung der Fahrtuchtigkeit und der Fahigkeit, Maschinen zu bedienen, kommen.

Dies gilt in verstarktem MaBe bei gleichzeitigem Alkoholkonsum.

4.8    Nebenwirkungen

sehr haufig

> 1/10

haufig

> 1/100 bis < 1/10

gelegentlich

> 1/1.000 bis < 1/100

selten

> 1/10.000 bis < 1/1.000

sehr selten

< 1/10.000

nichtbekannt

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Haufig konnen Schlafstorungen, motorische und psychische Unruhe, Harnretention bei Prostatahypertrophie auftreten.

Besonders bei pradisponierten alteren Patienten konnen paranoid gefarbte, mit optischen Halluzinationen einhergehende exogene Psychosen ausgelost werden. Diese unerwunschten

Wirkungen konnen besonders bei Kombination von Amantadin mit anderen Antiparkinsonmitteln (z. B. Levodopa, Bromocriptin, Memantin) haufiger auftreten.

Haufig ist auch die Ausbildung einer Livedo reticularis (Bild einer „marmorierten Haut“), zuweilen verbunden mit Odemen im Unterschenkel- und Knochelbereich, zu beobachten.

Haufig kommt es zu Ubelkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, orthostatischer Dysregulation und selten zu Verschwommensehen.

Sehr selten wurde wahrend der Behandlung mit Amantadin uber hamatologische Nebenwirkungen wie Leukopenie und Thrombozytopenie berichtet.

Sehr selten wurde uber kardiale Arrhythmien wie ventrikularer Tachykardie, Kammerflimmern, Torsade de pointes und QT-Verlangerungen berichtet. In den meisten dieser Falle lagen Uberdosierungen, bestimmte Ko-Medikationen oder Risikofaktoren fur kardiale Arrhythmien vor (siehe Abschnitte 4.3 und 4.5).

Sehr selten sind vorubergehender Visusverlust, gesteigerte Lichtempfindlichkeit und Herzrhythmusstorungen mit Tachykardie berichtet worden. Weiterhin wurde vereinzelt die Auslosung epileptischer Anfalle, meist im Zusammenhang mit hoheren als den empfohlenen Dosen, beobachtet.

Sehr selten wurden Myoklonien und Symptome einer peripheren Neuropathie beschrieben.

Nicht bekannt: Hornhautodem.

Nach Infusionstherapie sind die oben beschriebenen Nebenwirkungen seltener berichtet worden. Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grober Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Notfallmafinahmen, Symptome und Gegenmittel

Grundsatzlich sollte immer an die Moglichkeit einer Mehrfach-Intoxikation, beispielsweise bei Einnahme mehrerer Arzneimittel in suizidaler Absicht, gedacht werden.

Symptome einer Uberdosierung

Der akute Intoxikations-Zustand ist gekennzeichnet durch Ubelkeit, Erbrechen, Ubererregbarkeit, Tremor, Ataxie, Verschwommensehen, Lethargie, Depression, Dysarthrie und cerebrale Krampfanfalle; in einem Fall wurde eine maligne kardiale Arrhythmie berichtet.

Akute toxische Psychosen in Form von Verwirrtheitszustanden mit visuellen Halluzinationen bis hin zum Koma sowie Myoklonus wurde bei gleichzeitiger Verabreichung von Amantadin mit anderen Antiparkinsonmitteln beobachtet.

Therapiemafinahmen bei Uberdosierung

Eine spezifische medikamentose Therapie oder ein Antidot ist nicht bekannt.

Bei vital bedrohlichen Intoxikationen sind daruber hinaus IntensivuberwachungsmaBnahmen erforderlich. Therapeutisch kommen ferner Flussigkeitszufuhr, Ansauerung des Urins zur schnelleren Ausscheidung der Substanz, ggf. Sedierung, antikonvulsive MaBnahmen und Antiarrhythmika (Lidocain i.v.) in Frage.

Zur Behandlung neurotoxischer Symptome (wie oben beschrieben) kann bei Erwachsenen die intravenose Gabe von 1-2 mg Physostigmin alle 2 Stunden, bei Kindern 0,5 mg 2-mal in Abstanden von 5-10 Minuten bis zu einer Maximaldosis von 2 mg versucht werden. Aufgrund der geringen Dialysierbarkeit von Amantadin (ca. 5 %) ist eine Hamodialyse nicht sinnvoll.

Es wird empfohlen, die Patienten hinsichtlich einer moglichen QT-Verlangerung und Faktoren, die das Auftreten von Torsade de pointes begunstigen, z. B. Elektrolytstorungen (insbesondere Hypokaliamie und Hypomagnesiamie) oder Bradykardie besonders zu beobachten.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1    Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Virustatikum und Antiparkinsonmittel ATC-Code: N04BB01

Amantadin weist vielfaltige pharmakologische Effekte auf. Amantadin wirkt indirekt agonistisch am striatalen Dopamin-Rezeptor. Tierstudien haben gezeigt, dass Amantadin die extrazellulare Dopamin-Konzentration durch gesteigerte Dopamin-Freisetzung als auch durch Hemmung der Wiederaufnahme in die prasynaptischen Neurone erhoht. Amantadin hemmt in therapeutischen Konzentrationen die NMDA-Rezeptor vermittelte Freisetzung von Acetylcholin und kann so anticholinerge Wirkungen hervorrufen. Mit L-Dopa zeigt es synergistische Wirkungen.

5.2    Pharmakokinetische Eigenschaften

Bioverfugbarkeit von wassrigen Losungen zur intravenosen Gabe ist als vollstandig (100 %) anzusehen. Im folgenden Absatz ist die Pharmakokinetik von oral verabreichtem Amantadin beschrieben.

Resorption

Amantadinhydrochlorid wird nach oraler Gabe schnell und vollstandig aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert.

Plasmaspiegel

Maximale Plasmakonzentrationen werden nach etwa 2 und 8 Stunden (tmax) nach Gabe einer Einzeldosis erreicht.

Das leicht losliche Amantadinhydrochlorid gibt eine hohere Amantadin-Plasmaspitzenkonzentration als das schwerer losliche Amantadinhemisulfat, dessen maximale Plasmaspitzenkonzentration (Cmax) spater auftritt als das des Hydrochlorids. Nach einer peroralen Einzeldosis von 250 mg Amantadinhydrochlorid wird Cmax von 0,5 pg/ml erreicht.

Bei einer Dosierung von 200 mg/Tag tritt ein Steady state nach 4-7 Tagen ein, wobei Plasmaspiegel zwischen 400-900 ng/ml erreicht wurden. Nach Einnahme von 100 mg Amantadinhemisulfat betragt die Cmax 0,15 pg/ml.

Die Gesamtmenge an resorbiertem Wirkstoff (AUC-Wert) unterscheidet sich fur beide Salze des Amantadins nicht.

Elimination

Die Plasma-Clearance war mit der renalen Clearance identisch, sie betrug bei gesunden alteren Probanden 17,7 + 10 l/h.

Das scheinbare Verteilungsvolumen (4,2 + 1,9 l/kg) ist altersabhangig; es betragt bei Álteren 6,0 l/kg.

Die Eliminationshalbwertszeit (HWZ) betragt zwischen 10 bis 30 Stunden, im Mittel etwa 15 Stunden. Sie wird entscheidend vom Alter der Patienten beeinflusst. Áltere mannliche Patienten (62 bis 72 Jahre) zeigen HWZ um 30 h. Bei niereninsuffizienten Patienten kommt es zu einer erheblichen Verlangerung der terminalen HWZ auf 68 + 10 Stunden.

Amantadin wird zu etwa 67 % (in vitro) an Plasmaproteine gebunden, ca. 33 % befinden sich als freie Fraktion im Plasma. Die Blut-Hirn-Schranke wird mit Hilfe eines sattigbaren Transportsystems uberwunden.

Amantadin wird nahezu vollstandig unverandert mit dem Urin ausgeschieden (90 % der Einmaldosis), geringe Mengen mit dem Faeces.

Die Dialysierbarkeit von Amantadinhydrochlorid ist gering und liegt bei 5 % fur eine Einzeldialyse.

Metabolismus:

Beim Menschen wird Amantadin nicht metabolisiert.

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

Amantadin hat Wirkungen auf die Elektrophysiologie des Herzens, es verlangert u. a. die Aktionspotentialdauer uber eine Hemmung repolarisierender Kaliumstrome. Diese Effekte konnen in seltenen Fallen auch beim Menschen zu bestimmten Fallen von Herzrhythmusstorungen (Spitzenumkehrtachykardien oder Torsade-de-pointes-Arrhythmien) fuhren.

In Studien zur chronischen Toxizitat wurden in erster Linie ZNS-stimulierende Effekte gesehen. An Hunden und Affen wurden vereinzelt Extrasystolen, am Hund auch leichte Fettinfiltrationen am Herzmuskel beobachtet.

In einer Mutagenitatsprufung mit etablierten In-vitro- und In-vivo-Tests ergaben sich fur Amantadin keine Hinweise auf ein genotoxisches Potential.

Langzeituntersuchungen zur Kanzerogenitat von Amantadin liegen nicht vor.

Embryotoxizitatsstudien an Ratten, Mausen und Kaninchen haben nur bei Ratten embryoletale Wirkungen und Fehlbildungen in hoher Dosierung gezeigt. Es traten vermehrt Odeme, Fehlstellungen der Hinterbeine und Skelettanomalien auf. Auswirkungen auf die Fertilitat sind unzureichend untersucht, es liegen Hinweise auf eine Fertilitatsbeeintrachtigung bei Ratten vor. Untersuchungen uber den Peri-/Postnatalzeitraum wurden nicht durchgefuhrt.

6. PHARMAZEUTISCHE ANGABEN 6.1 Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumchlorid, Natriumhydroxid, Salzsaure, Wasser fur Injektionszwecke.

6.2    Inkompatibilitaten

Bisher keine bekannt.

6.3    Dauer der Haltbarkeit

5 Jahre

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Packung mit 1 Durchstechflasche zu 500 ml Infusionslosung

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7.    INHABER DER ZULASSUNG

ratiopharm GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

8.    ZULASSUNGSNUMMER(N)

45509.00.00

9.    DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 29. November 2001 Verlangerung der Zulassung: 14. Mai 2009

10.    STAND DER INFORMATION

Marz 2014

11.    VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

10

Amantadin-ratiopharm 200 mg Infusionslösung