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Ambene parenteral



Gebrauchsinformation Ambene parenteral

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Gebrauchsinformation: Information fur den Anwender

Ambene® parenteral, 400 mg Injektionslosung

Zur Anwendung bei Erwachsenen

Wirkstoffe: Phenylbutazon-Natrium, Lidocainhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor mit der Anwendung dieses Arzneimittels begonnen wird, denn sie enthalt wichtige Informationen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.


1.    Was ist Ambene® parenteral und wofur wird es angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Anwendung von Ambene® parenteral beachten?

3.    Wie ist Ambene® parenteral anzuwenden?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Ambene® parenteral aufzubewahren?

6.    Inhalt der Packung und weitere Informationen

1. WAS IST AMBENE® PARENTERAL UND WOFUR WIRD ES ANGEWENDET?

Ambene® parenteral ist ein schmerzstillendes und entzundungshemmendes Arzneimittel (nichtsteroidales Antiphlogistikum/Antirheumatikum).

Anwendungsgebiete von Ambene parenteral

Zur einmaligen intramuskularen Injektion:

Symptomatische Behandlung von Schmerz und Entzundung bei

-    akuten Schuben von Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans)

-    akuten Schuben bei chronischer Polyarthritis (chronische Gelenkentzundung)

-    Gichtanfall

Die Anwendung von Ambene® parenteral bietet keinen Vorteil gegenuber der oralen Darreichungsform und sollte daher nur erfolgen, wenn eine Einnahme nicht moglich ist.

Die Anwendung von Ambene® parenteral sollte grundsatzlich nur erfolgen, wenn andere therapeutische Ma&nahmen, einschlie&lich anderer nicht-steroidaler Anti-phlogistika, unzureichend gewirkt haben.

Die Gabe von Phenylbutazon uber die Tageshochstdosierung hinaus oder die zusatzliche Einahme/Anwendung anderer nicht-steroidaler Antirheumatika (Ausnahme niedrig dosierte Acetylsalicylsaure zur Thrombozytenaggregationshemmung) bringt keinen therapeutischen Nutzen, birgt aber ein erhohtes Risiko fur unerwunschte Wirkungen und wird daher nicht empfohlen.

Angesichts der vielfaltigen moglichen Nebenwirkungen und Interaktionen ist eine besonders strenge Indikationsstellung erforderlich.

2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON AMBENE® PARENTERAL BEACHTEN?

Ambene® parenteral darf nicht angewendet werden

-    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Phenylbutazon, anderen Pyrazolon-Verbindungen oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind;

-    wenn Sie in der Vergangenheit mit Asthmaanfallen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Einnahme von Acetylsalicylsaure oder anderen nicht-steroidalen Entzundungshemmern reagiert haben;

-    bei ungeklarten Blutbildungs- und Gerinnungsstorungen;

-    bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zwolffingerdarm-Geschwuren (peptischen Ulzera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschwure oder Blutungen);

-    bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR);

-    bei Hirnblutungen (zerebrovaskularer Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen;

-    bei allgemeiner Blutungsneigung;

-    bei eingeschrankter Nierenfunktion;

-    bei eingeschrankter Leberfunktion;

-    bei schwerer Herzmuskelschwache (Herzinsuffizienz);

-    wahrend der Schwangerschaft;

-    wahrend der Stillzeit;

-    bei Kindern und Jugendlichen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ambene® parenteral ist erforderlich

Im Folgenden wird beschrieben, wann Ambene® parenteral nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fruher einmal zutrafen.

Sicherheit im Magen-Darm-Trakt

Eine gleichzeitige Anwendung von Ambene® parenteral mit anderen NSAR, einschlie&lich so genannten COX-2-Hemmern (Cyclooxigenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.

Nebenwirkungen konnen reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis uber den kurzesten, fur die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.

Áltere Patienten:

Bei alteren Patienten treten haufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von NSAR auf, insbesondere Blutungen und Durchbruche im Magen- und Darmbereich, die unter Umstanden lebensbedrohlich sein konnen. Daher ist bei alteren Patienten eine besonders sorgfaltige arztliche Uberwachung erforderlich.

Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwure und Durchbruche (Perforationen): Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschwure und Perforationen, auch mit todlichem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko fur das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, Geschwuren und Durchbruchen ist hoher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Geschwuren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch (siehe Abschnitt 2: „Ambene® parenteral darf nicht angewendet werden"), und bei alteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfugbaren Dosis beginnen.

Fur diese Patienten sowie fur Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter Acetylsalicylsaure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko fur Magen-Darm-Erkrankungen erhohen konnen, benotigen, sollte eine Kombinationstherapie mit Magenschleimhaut-schutzenden Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden.

Wenn Sie, insbesondere in hoherem Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewohnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-Darm-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko fur Geschwure oder Blutungen erhohen konnen, wie z. B. orale Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS (s. Abschnitt 2: „Bei Anwendung von Ambene® parenteral mit anderen Arzneimitteln").

Wenn es bei Ihnen unter Ambene® parenteral zu Magen-Darm-Blutungen oder Geschwuren kommt, ist die Behandlung abzusetzen.

NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (s. Abschnitt 4).

Wirkungen am Herz-Kreislauf-System

Arzneimittel wie Ambene® parenteral sind moglicherweise mit einem geringfugig erhohten Risiko fur Herzanfalle („Herzinfarkt") oder Schlaganfalle verbunden. Jedwedes

Risiko ist wahrscheinlicher mit hohen Dosen und langer dauernder Behandlung. Uberschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer!

Wenn Sie Herzprobleme oder einen vorangegangenen Schlaganfall haben oder denken, dass Sie ein Risiko fur diese Erkrankungen aufweisen kónnten (z.B. wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie Ihre Behandlung mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen.

Hautreaktionen

Unter NSAR-Therapie wurde sehr selten uber schwerwiegende Hautreaktionen mit Rótung und Blasenbildung, einige mit tódlichem Ausgang, berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom; s. Abschnitt 4). Das hochste Risiko fur derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Falle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlagen, Schleimhautlasionen oder sonstigen Anzeichen einer Uberempfindlichkeitsreaktion sollte Ambene® parenteral nicht mehr angewendet und umgehend der Arzt konsultiert werden.

Sonstige Hinweise

Ambene® parenteral sollte nur unter strenger Abwagung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses angewendet werden:

-    bei bestimmten angeborenen Blutbildungsstorungen (induzierbare    Porphyrien),

Eine besonders sorgfaltige arztliche Uberwachung ist erforderlich:

-    bei Schilddrusenerkrankungen;

-    direkt nach gróBeren chirurgischen Eingriffen;

-    bei Allergien (z.B. Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen), chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen.

Schwere akute Uberempfindlichkeitsreaktionen (zum Beispiel anaphylaktischer Schock) werden sehr selten beobachtet. Bei ersten Anzeichen einer schweren Uberempfindlichkeitsreaktion nach Verabreichung von Ambene® parenteral muss die Therapie abgebrochen werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche MaBnahmen mussen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.

Phenylbutazon, der Wirkstoff von Ambene® parenteral, kann vorubergehend die Blutplattchenfunktion (Thrombozytenaggregation) hemmen. Patienten mit Gerinnungsstórungen sollten daher sorgfaltig uberwacht werden.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Senkung des Blutzuckerspiegels einnehmen, sollten vorsichtshalber Kontrollen der Blutgerinnung bzw. der Blutzuckerwerte erfolgen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Ambene® parenteral und bestimmten Mitteln zur Entwasserung (kaliumsparenden Diuretika) ist eine Kontrolle der Kaliumkonzentration im Blut nótig.

Bei langerdauernder Gabe von Ambene® parenteral ist eine regelmaBige Kontrolle der Leberwerte, der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich.

Bei Anwendung von Ambene® parenteral vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren.

Ambene® parenteral kann die Interpretation von labordiagnostischen Tests zur Beurteilung der Schilddrusenfunktion erschweren, da es - je nach Testmethode - die labordiagnostischen Werte erhohen oder erniedrigen kann.

Bei lángerem Gebrauch von Schmerzmitteln konnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhohte Dosen des Arzneimittels behandelt werden durfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von Ambene® parenteral haufig unter Kopfschmerzen leiden!

Ganz allgemein kann die gewohnheitsmá&ige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschádigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) fuhren.

Wie andere Arzneimittel, die die Prostaglandinsynthese hemmen, kann Ambene® parenteral es Ihnen erschweren, schwanger zu werden. Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie planen schwanger zu werden oder wenn Sie Probleme haben, schwanger zu werden.

Kinder und Jugendliche:

Ambene® parenteral darf bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 2: „Ambene® parenteral darf nicht angewendet werden").

Anwendung von Ambene® parenteral mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die gleichzeitige Anwendung von Ambene® parenteral und Phenytoin (Mittel zur Behandlung von Krampfanfállen) oder Lithium (Mittel zur Behandlung geistig-seelischer Storungen) kann den Plasmaspiegel dieser Arzneimittel erhohen. Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist notig. Eine Kontrolle der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.

Ambene® parenteral kann die Wirkung von Digitoxin (herzkraftstárkendes Mittel), entwássernden und blutdrucksenkenden Arzneimitteln (Diuretika und Antihypertonika) abschwáchen.

Ambene® parenteral kann die Wirkung von ACE-Hemmern (Mittel zur Behandlung von Herschwáche und zur Blutdrucksenkung) abschwáchen. Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko fur das Auftreten einer Nierenfunktionsstorung erhoht sein.

Die gleichzeitige Gabe von Ambene® parenteral und kaliumsparenden Diuretika (bestimmte Entwásserungsmittel) kann zu einer Erhohung des Kaliumspiegels im Plasma fuhren.

Die gleichzeitige Verabreichung von Ambene® parenteral mit anderen entzundungs- und schmerzhemmenden Mitteln aus der Gruppe der NSAR oder mit Glukokortikoiden erhoht das Risiko fur Magen-Darm-Geschwure oder Blutungen.

Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsáure und bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer/SSRI) konnen das Risiko fur Magen-Darm-Blutungen erhohen.

Die Gabe von Ambene® parenteral innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Gabe von Methotrexat kann zu einer erhohten Konzentration von Methotrexat und zu einer Zunahme seiner unerwunschten Wirkungen fuhren.

Die gleichzeitige Einnahme von Ambene® parenteral und blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Warfarin) kann zu einer Verstárkung der Blutgerinnungshemmung fuhren.

Die gleichzeitige Einnahme von Barbituraten (z.B. Phenobarbital)(enthalten in Schlafmitteln und in Mitteln gegen Anfallsleiden), Chlorphenamin (Antiallergikum), Rifampicin (Antibiotikum), Promethacin und Colestyramin fuhrt zu einer Erniedrigung der Konzentration von Ambene® parenteral im Blutserum und damit zu einer verminderten Wirkung.

Die gleichzeitige Einnahme von Methylphenidat oder anabolen Steroiden (Methandrostenolon) kann zu einer Erhohung der Konzentration von Ambene® parenteral im Blutserum und damit zu einer gesteigerten Wirkung fuhren.

Bei gleichzeitiger Einnahme/Anwendung kann durch Ambene® parenteral die Wirkungsstárke oder Wirkdauer von oralen Antidiabetika und Insulin zunehmen, so dass die Gefahr einer Unterzuckerung (Hypoglykámie) besteht.

Anwendung von Ambene® parenteral zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Wáhrend der Anwendung von Ambene® parenteral sollte Alkoholgenuss moglichst vermieden werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Uber die Sicherheit einer Anwendung in der Schwangerschaft liegen fur den Menschen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Da der in Ambene® parenteral enthaltene Wirkstoff Phenylbutazon einen wichtigen Stoffwechselweg beeinflusst (Hemmung der Prostaglandinsynthese) und der EinfluB dieser Hemmung auf die Schwangerschaft ungeklárt ist, sollte Phenylbutazon in der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Aufgrund des Wirkungsmechanismus kann es zu einer Hemmung der Wehentátigkeit, zu einer Steigerung der Blutungsneigung von Mutter und Kind, zu einer verstárkten Flussigkeitsansammlung bei der Mutter und zu einem vorzeitigen VerschluB des Ductus arteriosus Botalli beim ungeborenen Kind kommen.

Wird wáhrend der Gabe von Ambene® parenteral eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen.

Da in Ambene® parenteral Propylenglycol enthalten ist, das eine mogliche gesundheitsschádigende Wirkung auf den Embryo hat, sollte es auch aus diesem Grund wáhrend der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Stillzeit:

Der Wirkstoff Phenylbutazon geht in geringen Mengen in die Muttermilch uber. Aufgrund der moglichen Nebenwirkungen darf Ambene® parenteral in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Verkehrstuchtigkeit und Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Da bei der Anwendung von Ambene® parenteral in hoherer Dosierung zentralnervose Nebenwirkungen wie Mudigkeit und Schwindel auftreten konnen, kann im Einzelfall das Reaktionsvermogen verandert und die Fahigkeit zur aktiven Teilnahme am StraBenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt werden. Dies gilt in verstarktem MaBe im Zusammenwirken mit Alkohol. Sie konnen dann auf unerwartete und plotzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge! Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt!

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Ambene® parenteral

Aufgrund des Lidocaingehaltes kann es bei Anwendung von Ambene® parenteral durch schnelle Anflutung (versehentliche Injektion in eine Vene, Injektion in stark durchblutetes Gewebe) oder durch eine Uberdosierung zu korperlichen Reaktionen kommen wie Schwindel, Erbrechen, Benommenheit, Krampfe, Rhythmusstorungen des Herzens, Verlangsamung des Herzschlags, Schock.

3. WIE 1ST AMBENE® PARENTERAL ANZUWENDEN?

Zu Beginn der Behandlung akuter Schube der Bechterew-Krankheit, der rheumatoiden Arthritis und des Gichtanfalls wird einmalig der Inhalt 1 Ampulle Ambene® parenteral (400 mg Phenylbutazon) verabreicht.

Art der Anwendung

Der Inhalt lAmpulle soll langsam und tief in den GesaBmuskel gespritzt werden. Injektion

Um ortliche Reizwirkungen, die durch hochkonzentrierte Arzneimittellosungen moglich sind, zu vermeiden, ist auf eine sehr sorgfaltige Injektionstechnik zu achten. Injektion unter streng keimfreien Bedingungen und Sicherstellung, dass die Nadel nicht in einem BlutgefaB liegt, sehr langsam (!) vornehmen, um eine Gewebeschadigung und Dehnungsschmerz zu vermeiden. Die Injektion am liegenden Patienten hat sich bewahrt. Die Injektionslosung muss tief und sicher in den Muskel verabreicht werden. Bei Patienten mit starken Fettpolstern (Adipositas) muss ggf. eine langere Kanule verwendet werden. Die Injektion darf nicht in Nerven oder Nervennahe erfolgen (Gefahr von Nervenschaden). Treten unter der Injektion starke Schmerzen oder Gefuhlsstorungen auf, so ist die Injektion sofort abzubrechen. Die Injektion in den vorderen Teil des GesaBmuskels (ventroglutaale Injektionstechnik nach "von Hochstetter") bietet am meisten Gewahr, dass das Injektionsgut sicher in den Muskel und nicht in Nervennahe gelangt. Besondere VorsichtsmaBnahmen gelten bei Injektionen in den hinteren Teil des GesaBmuskels (dorsal glutaal):

a) Injektion nach vorheriger Sicherstellung, daB die Nadel nicht in einem BlutgefaB liegt, sehr langsam in den oberen, auBeren Quadranten des GesaBmuskels.

b)    Nadelspitze niemals medialwárts, sondern streng sagittal in Richtung Darmbeinkamm. Bei falscher Nadelrichtung -nach unten und nach innen- kann der Ischiasnerv geschadigt werden. Besonders bei medial vorgenommener Injektion ist eine GefáBschádigung mit muskularer Durchblutungsstorung und Gewebeuntergang moglich.

c)    Injektion tief intramuskulár plazieren und nicht ins Fettgewebe.

Vor der Injektion sollte die Losung moglichst korperwarm sein.

Wegen des moglichen Auftretens von anaphylaktischen Reaktionen sollte, wie bei anderen Arzneimitteln aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antiphlogistika auch, eine Beobachtungszeit von mindestens 1 Stunde nach Injektion Ambene® parenteral eingehalten werden.

Dauer der Anwendung

Bei einem akuten Schub sollte nur eine Injektion mit Ambene® parenteral und die weitere Behandlung mit Tabletten oder Zápfchen erfolgen, wobei die jeweiligen Anwendungshinweise zu beachten sind.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Ambene® parenteral zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine gro&ere Menge Ambene® parenteral injiziert bekommen haben als Sie sollten

Bei einer Uberdosierung konnen Bauchschmerzen, Ubelkeit und Erbrechen, Blutungen, Benommenheit, Krampfanfálle und BewuBtlosigkeit, anfánglich gesteigerte Atemtátigkeit, spáter herabgesetzte Atemfunktion auftreten. Weitere Symptome einer Uberdosierung konnen Storungen der Nierenfunktion bis hin zum akuten Nierenversagen und Storungen der Leberfunktion sein. Gegebenenfalls treten Blutbildveránderungen auf. Laborchemisch lassen sich neben einer atmungs- und stoffwechselabhángigen Azidose (Ansáuerung des Blutes), erhohte Transaminasen SGOT, SGPT (best. Leberenzyme) und eine Erhohung der alkalischen Phosphatase ggf. auch Blutbildveránderungen (Verminderung der weiBen und roten Blutkorperchen) nachweisen.

Ein spezifisches Gegenmittel (Antidot) existiert nicht. Es werden die entstandenen Storungen symptomatisch behandelt:    Sicherung der Vitalfunktionen

(Kreislaufstabilisierung, Ausgleich des angesáuerten Blutes, evtl. kunstliche Beatmung) und ausscheidungsbeschleunigende MaBnahmen (Dialyse des Blutes, Steigerung der Harnbildung).

Die Gabe von Antacida und Aktivkohle senkt den Plasmaspiegel.

Bei Verdacht auf eine Uberdosierung mit Ambene® parenteral benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer Vergiftung uber die gegebenenfalls erforderlichen MaBnahmen entscheiden.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MOGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr haufig:

mehr als 1 Behandelter von 10

Haufig:

1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:

1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:

1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:

weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt:

Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar

Mogliche Nebenwirkungen

Bei den folgenden unerwunschten Arzneimittelwirkungen muss berucksichtigt werden, dass sie uberwiegend dosisabhangig und von Patient zu Patient unterschiedlich sind.

Die am haufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen/Zwolffingerdarm-Geschwure (peptische Ulzera), Perforationen (Durchbruche) oder Blutungen, manchmal todlich, konnen auftreten, insbesondere bei alteren Patienten (siehe Abschnitt 2: „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ambene® parenteral ist erforderlich") Ubelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blahungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, ulcerative Stomatitis (geschwurige Entzundung der Mundschleimhaut), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (siehe Abschnitt 2: „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ambene® parenteral ist erforderlich") sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger haufig wurde Magenschleimhautentzundung beobachtet.

Insbesondere das Risiko fur das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhangig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.

Odeme (Wassereinlagerungen im Gewebe), Bluthochdruck und Herzmuskelschwache (Herzinsuffizienz) wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.

Arzneimittel wie Ambene® parenteral sind moglicherweise mit einem geringfugig erhohten Risiko fur Herzanfalle („Herzinfarkt") oder Schlaganfalle verbunden.

Herzerkrankungen

Sehr selten: Herzmuskelschwache (Herzinsuffizienz).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Storungen der Blutbildung (Anamie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose). Erste Anzeichen konnen sein: Fieber, Halsschmerzen,

oberflachliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

In diesen Fallen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.

Sehr selten: Die Dauer und Starke von Blutungen kann bei der Anwendung von Ambene® parenteral verlangert bzw. verstarkt sein.

Erkrankungen des Nervensystems

Haufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Mudigkeit.

Erkrankungen der Atemwege des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Lungenodem.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Ubelkeit, Durchfall und unbemerkte Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefallen eine Blutarmut verursachen konnen.

Gelegentlich: Funktionsstorungen der Bauchspeicheldruse, Speicheldrusenentzundung, Mundschleimhautentzundungen,

Magen-Darm-Geschwure (unter Umstanden mit Blutung und Durchbruch).

Sollten starkere Schmerzen im Oberbauch und/oder eine Schwarzfarbung des Stuhls auftreten, so mussen Sie den Arzt sofort informieren.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Haufig: Neigung zur Wasseransammlung im Korper (Odemneigung).

Sehr selten: Verminderung der Harnausscheidung; Ansammlung von Wasser im Korper (Odeme), meist im Bereich der Unterschenkel, die auf Behandlung mit ent-wassernden Mitteln (Diuretika) nicht ansprechen und allgemeines Unwohlsein.

Diese Krankheitszeichen konnen Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein.

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so mussen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Fettgewebsnekrosen (Gewebetod des Fettgewebeabschnitts, in den injiziert wurde) bei einer Fehlinjektion in das Fettgewebe.

Nach Injektionen in Arterien kann das sog. Nicolau-Syndrom oder Embolia cutis medicamentosa (Durchblutungsnot der Haut mit anschlie&endem Gewebetod) auftreten. Nervenschaden (periphere), insbesondere im Versorgungsgebiet des gro&en Beinnervs (Nervus ischiadicus).

Sehr selten: Auftreten oder Verschlimmerung eines Lupus erythematodes disseminatus, schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rotung und Blasenbildung (z.B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom).

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so mussen Sie Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.

Endokrine Erkrankungen

Gelegentlich: Schwellung der Schilddruse.

Infektionen und parasitare Erkrankungen

Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter entzundungshemmender Arzneimittel (NSAR, zu diesen gehort auch Ambene® parenteral), eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzundungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden.

Wenn wahrend der Anwendung von Ambene® parenteral Zeichen einer Infektion (z. B. Rotung, Schwellung, Uberwarmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzuglich der Arzt zu Rate gezogen werden.

Gefa&erkrankungen

Gelegentlich: Kreislaufstorungen (sowohl Blutdruckabfall als auch -anstieg).

Sehr selten: Blutdruckanstieg und Kreislaufuberlastung.

Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so mussen Sie Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr haufig: Uberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag und Hautjucken. Gelegentlich: Allergische Reaktionen (z.B. Asthmaanfalle mit und ohne Blutdruckabfall).

In diesem Fall ist umgehend der Arzt zu informieren, und Ambene® parenteral darf nicht mehr angewendet werden.

Sehr selten: Schwere Uberempfindlichkeitsreaktionen. Anzeichen hierfur konnen sein: Anschwellen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf, Odeme, Atemnot, Herzjagen, schwere Kreislaufstorungen bis zum lebensbedrohlichen Schock.

Bei Auftreten dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen konnen, ist sofortige arztliche Hilfe erforderlich.

Leber- und Gallenerkrankungen

Haufig: Erhohungen von Leberenzymwerten (Anstieg der Transaminasen und alkalischer Phosphatase), Gelbsucht (cholestatisches Syndrom), Leberentzundung (Hepatitis).

Psychiatrische Erkrankungen

Haufig: Erregung, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit.

Befolgen Sie die oben bei bestimmten Nebenwirkungen aufgefuhrten VerhaltensmaBregeln!

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit des Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5. WIE 1ST AMBENE® PARENTERAL AUFZUBEWAHREN?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fur Kinder unzuganglich auf.

Sie durfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen:

In der Originalverpackung aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benotigen. Diese MaBnahme hilft, die Umwelt zu schutzen.

6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN Was Ambene® parenteral enthalt:

Die Wirkstoffe sind:

Eine Ambene® parenteral Ampulle mit 2 ml Injektionslosung enthalt 400mg Phenylbutazon- Natrium, 4 mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O.

Sonstige wirksame Bestandteile sind:

Propylenglycol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Natriumhydroxid, Wasser fur Injektionszwecke

Hinweis:

Eine Ampulle enthalt 1,24 mmol (28,4 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diat einhalten mussen, sollten Sie dies berucksichtigen.

Wie Ambene parenteral aussieht und Inhalt der Packung:

Ambene® parenteral ist in Originalpackungen mit 1 Ampulle erhaltlich. Pharmazeutischer Unternehmer

Recordati Pharma GmbH, Eberhard-Finckh-Str. 55, 89075 Ulm. Tel. Nr. 0731 7047 - 0, Fax 0731 7047 - 297

Hersteller

Merckle GmbH, Ludwig-Merckle-Str. 3, 89143 Blaubeuren

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt uberarbeitet im November 2013.

Versionscode: Z09

Ambene parenteral

Fachinformation Ambene parenteral

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Ambene® parenteral

Fachinformation

ZUSAMMENFASSUNG DER MERKMALE DES ARZNEIMITTELS

1.    Bezeichnung des Arzneimittels

Ambene® parenteral, 400    mg    Injektionslosung

2.    Qualitative und quantitative    Zusammensetzung

Wirkstoff: Phenylbutazon-Natrium, Lidocainhydrochlorid 1 H2O

1 Ampulle mit 2 ml Injektionslosung enthalt 400 mg Phenylbutazon-Natrium (entspr. 373,40 mg Phenylbutazon), 4mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O.

Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.    Darreichungsform

Injektionslosung

4.    Klinische Angaben

4.1    Anwendungsgebiete

Zur einmaligen intramuskularen Injektion.

Symptomatische Behandlung von Schmerz und Entzundung bei:

-    akuten Schuben der Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew)

-    akuten Schuben der rheumatoiden Arthritis

-    Gichtanfall.

Die Anwendung von Ambene® parenteral bietet keinen Vorteil gegenuber der oralen Darreichungsform und sollte daher nur erfolgen, wenn eine Einnahme nicht moglich ist. Angesichts der moglichen Nebenwirkungen und Interaktionen ist eine besonders strenge Indikationsstellung erforderlich.

Die Anwendung von Ambene® parenteral sollte grundsatzlich nur erfolgen, wenn andere therapeutische Maftnahmen, einschlieftlich anderer nicht-steroidaler Antiphlogistika, unzureichend gewirkt haben. Die Gabe von Phenylbutazon uber die Tageshochstdosierung hinaus oder die zusatzliche Einnahme/Anwendung anderer nicht steroidaler Antirheumatika (Ausnahme niedrig dosierte Acetylsalicylsaure zur Thrombozytenaggregationshemmung) bringt keinen therapeutischen Nutzen, birgt aber ein erhohtes Risiko fur unerwunschte Wirkungen und wird daher nicht empfohlen.

4.2. Dosierung, Art der Anwendung

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, wird zu Beginn der Behandlung akuter Schube der Spondylitis ankylosans, der rheumatoiden Arthritis und des Gichtanfalls einmalig 1 Ampulle Ambene® parenteral mit 400 mg Phenylbutazon-Natrium verabreicht. Von der parenteralen Therapie sind jedoch keine klinischen Vorteile zu erwarten, lediglich zusatzliche Risiken.

Die Dosierung von Phenylbutazon ist so niedrig wie moglich zu wahlen. Dies gilt insbesondere fur altere Patienten. Phenylbutazon ist fur Patienten mit eingeschrankter Nieren- und/oder Leberfunktion wegen des hohen Wirkstoffgehaltes nicht geeignet. Nebenwirkungen konnen reduziert werden, indem die Anwendung auf den kurzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum beschrankt ist

Ambene® parenteral wird zur Therapieeinleitung einmalig langsam und tief intraglutaal injiziert.

Wegen des moglichen Auftretens von anaphylaktischen Reaktionen bis hin zum Schock sollte unter Bereithaltung eines funktionstuchtigen Notfallbestecks, eine Beobachtungszeit von mindestens 1 Stunde nach Injektion von Ambene® parenteral eingehalten werden. Der Patient ist uber den Sinn dieser Maftnahme aufzuklaren.

Die weitere Behandlung sollte oral erfolgen, wobei die jeweiligen Anwendungshinweise zu beachten sind.

Die Behandlungsdauer soll eine Woche nicht uberschreiten.

Bei ausnahmsweise langer durchgefuhrter Anwendung bei Patienten mit akuten Schuben von Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) oder chronischer Polyarthritis sollen vor und wahrend der Therapie Blutbildkontrollen durchgefuhrt werden.

Nebenwirkungen konnen reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis uber den kurzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (s. Abschnitt 4.4).

Besondere Patientengruppen

Altere Patienten:

Die Dosierung von Phenylbutazon ist so niedrig wie moglich zu wahlen. Wegen des moglichen Nebenwirkungsprofils (s. Abschnitt 4.4) sollten altere Menschen besonders sorgfaltig uberwacht werden.

Kinder und Jugendliche:

Ambene parenteral ist kontraindiziert bei Kindern und Jugendlichen (siehe Abschnitt 4.3).

4.3


Gegenanzeigen

Ambene parenteral ist kontraindiziert bei:

-    bekannter Uberempfindlichkeit gegenuber Phenylbutazon, andere Pyrazolon-Verbindungen oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels;

-    bekannten Reaktionen von Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis oder Urtikaria nach der Einnahme von Acetylsalicylsaure oder anderen nicht-steroidalen Entzundungshemmern in der Vergangenheit;

-    ungeklarten Blutbildungs- und Gerinnungsstorungen;

-    bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen peptischen Ulzera oder Hamorraghien (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder Blutung)

-    gastrointestinalen Blutungen oder Perforation in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika

-    zerebrovaskularen oder anderen aktiven Blutungen;

-    allgemeiner Blutungsneigung,

-    eingeschrankter Nierenfunktion,

-    eingeschrankter Leberfunktion,

-    schwerer Herzinsuffizienz,

-    Schwangerschaft (s.Abschnitt 4.6);

-    Stillzeit (s.Abschnitt 4.6);

-    Kindern und Jugendlichen.

4.4 Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Gastrointestinale Sicherheit

Die Anwendung von Ambene parenteral in Kombination mit NSAR, einschlieBlich selektiver Cyclooxigenase-2 Hemmer, sollte vermieden werden.

Nebenwirkungen konnen reduziert werden, in dem die niedrigste wirksame Dosis uber den kurzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird (s. Abschnitt 4.2 und gastrointestinale und kardiovaskulare Risiken weiter unten).

Áltere Patienten:

Bei alteren Patienten kommt es unter der NSAR-Therapie haufiger zu unerwunschten Wirkungen, vor allem zu gastrointestinalen Blutungen und Perforationen, auch mit letalem Ausgang (s. Abschnitt 4.2).

Gastrointestinale Blutungen, Ulzera und Perforationen:

Gastrointestinale Blutungen, Ulzera und Perforationen, auch mit letalem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko gastrointestinaler Blutung, Ulzeration oder Perforation ist hoher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Perforation (s. Abschnitt 4.3), und bei alteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfugbaren Dosis beginnen. Fur diese Patienten sowie fur Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsaure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhohen konnen, benotigen (s. Abschnitt 4.5), sollte eine Kombinationstherapie mit protektiven Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden (s. unten und Abschnitt 4.5).

Patienten mit einer Anamnese gastrointestinaler Toxizitat, insbesondere in hoherem Alter, sollten jegliche ungewohnliche Symptome im Bauchraum (vor allem gastrointestinale Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn die Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko fur Ulzera oder Blutungen erhohen konnen, wie z. B.orale Kortikosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS (s. Abschnitt 4.5).

Wenn es bei Patienten unter Ambene parenteral zu gastrointestinalen Blutungen oder Ulzera kommt, ist die Behandlung abzusetzen.

NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Anamnese (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (s. Abschnitt 4.8).

Kardiovaskulare und zerebrovaskulare Wirkungen

Eine angemessene Uberwachung und Beratung von Patienten mit Hypertonie und/oder leichter bis mittelschwerer dekompensierter Herzinsuffizienz in der Anamnese sind erforderlich, da Flussigkeitseinlagerungen und Odeme in Verbindung mit NSAR-Therapie berichtet wurden.

Klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung von manchen NSAR (insbesondere bei einer hohen Dosis und bei Langzeitbehandlung) moglicherweise mit einem geringfugig erhohten Risiko von arteriellen thrombotischen Ereignissen (zum Beispiel Herzinfarkt und Schlaganfall) verbunden ist. Es liegen keine ausreichenden Daten vor, um ein entsprechendes Risiko fur Phenylbutazon auszuschlieften.

Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, bestehender ischamischer Herzerkrankung, peripherer arterieller Verschlusskrankheit und/oder zerebrovaskularer Erkrankung sollten mit Phenylbutazon nur nach sorgfaltiger Abwagung behandelt werden. Vergleichbare Abwagungen sollten auch vor Initiierung einer langerdauernden Behandlung von Patienten mit Risikofaktoren fur kardiovaskulare Ereignisse (z.B. Bluthochdruck, Hyperlipidamie, Diabetes mellitus, Rauchen) gemacht werden.

Hautreaktionen

Ambene® parenteral

Unter NSAR-Therapie wurde sehr selten uber schwerwiegende Hautreaktionen, einige mit letalem Ausgang, einschlieftlich exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom) berichtet (s. Abschnitt 4.8). Das hochste Risiko fur derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der Falle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Anzeichen von Hautausschlagen, Schleimhautlasionen oder sonstigen Anzeichen einer Uberempfindlichkeitsreaktion sollte Ambene parenteral abgesetzt werden.

Sonstige Hinweise:

Ambene parenteral sollte nur unter strenger Abwagung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses angewendet werden:

-    induzierbare Porphyrien.

Eine besonders sorgfaltige arztliche Uberwachung ist erforderlich:

-    bei Schilddrusenerkrankungen;

-    direkt nach grofteren chirurgischen    Eingriffen;

-    bei Patienten, die an Heuschnupfen,    Nasenpolypen oder chronisch obstruktiven

Atemwegserkrankungen leiden, da fur sie ein erhohtes Risiko fur das Auftreten allergischer Reaktionen besteht. Diese konnen sich auftern als Asthmaanfalle (sog. Analgetika-Asthma), Quincke-Odem oder Urtikaria;

-    bei Patienten, die auf andere Stoffe allergisch reagieren, da fur sie bei der Anwendung von Ambene parenteral ebenfalls ein erhohtes Risiko fur das Auftreten von Uberempfindlichkeitsreaktionen besteht.

Schwere akute Uberempfindlichkeitsreaktionen (zum Beispiel anaphylaktischer Schock) werden sehr selten beobachtet. Bei ersten Anzeichen einer schweren Uberempfindlichkeitsreaktion nach Verabreichung von Ambene® parenteral muss die Therapie abgebrochen werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche Maftnahmen mussen durch fachkundige Personen eingeleitet werden.

Phenylbutazon, der Wirkstoff von Ambene parenteral kann vorubergehend die Thrombozytenaggregation hemmen. Patienten mit Gerinnungsstorungen sollten daher sorgfaltig uberwacht werden.

Bei langerdauerenden Anwendung von Ambene parenteral ist eine regelmaftige Kontrolle der Leberwerte, der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich.

Besondere Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Ambene parenteral vor operativen Eingriffen.

Phenylbutazon kann die Interpretation von labordiagnostischen Tests zur Beurteilung der Schilddrusenfunktion erschweren, da es - je nach Testmethode - die labordiagnostischen Werte erhohen oder erniedrigen kann.

Bei langerem Gebrauch von Schmerzmitteln konnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhohte Dosen des Arzneimittels behandelt werden durfen.

Ganz allgemein kann die gewohnheitsmaftige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschadigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) fuhren.

Bei Anwendung von NSAR konnen durch gleichzeitigen Genuss von Alkohol, Wirkstoff-bedingte Nebenwirkungen, insbesondere solche, die den Gastrointestinaltrakt oder das zentrale Nervensystem betreffen, verstarkt werden.

Bezuglich weiblicher Fertilitat siehe Abschnitt 4.6.

Aufgrund des Lidocain-Gehaltes ist Ambene parenteral kontraindiziert bei schweren Uberleitungsstorungen, akut dekompensierter Herzinsuffizienz und Uberempfindlichkeit gegenuber Lidocain.

4.5    Wechselwirkungen mit anderen Arzneimittein und sonstige Wechselwirkungen

Phenylbutazon (wie andere NSAR) sollte nur mit Vorsicht zusammen mit den folgenden Arzneistoffen eingenommen werden:

Andere NSAR einschlieftlich Salicylate:

Die gleichzeitige Gabe mehrerer NSAR kann das Risiko gastrointestinaler Ulzera und Blutungen auf Grund eines synergistischen Effekts erhohen. Daher soll die gleichzeitige Anwendung von Phenylbutazon mit anderen NSAR vermieden werden (s. Abschnitt 4.4).

Phenytoin, Lithium:

Die gleichzeitige Anwendung von Ambene parenteral mit Phenytoin- oder Lithiumpraparaten kann den Serumspiegel dieser Arzneimittel erhohen. Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel ist notig. Eine Kontrolle der Serum-Phenytoin-Spiegel wird empfohlen.

Digitoxin:

Ambene parenteral kann die Wirkung von Digitoxin abschwachen.

Diuretika, ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Antagonisten:

NSAR konnen die Wirkung von Diuretika und Antihypertensiva abschwachen. Bei Patienten mit eingeschrankter Nierenfunktion (z.B. exsikkierte Patienten oder altere Patienten) kann die gleichzeitige Einnahme eines ACE-Hemmers oder Angiotensin-II-Antagonisten mit einem Arzneimittel, das die Cyclooxigenase hemmt, zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschlieftlich eines moglichen akuten Nierenversagens, fuhren, was gewohnlich reversibel ist. Daher sollte eine solche Kombination, vor allem bei alteren Patienten, nur mit Vorsicht angewendet werden. Die Patienten mussen zu einer adaquaten Flussigkeitseinnahme aufgefordert werden und eine regelmaftige Kontrolle der Nierenwerte sollte nach Beginn einer Kombinationstherapie in Erwagung gezogen werden.

Die gleichzeitige Gabe von Ambene® parenteral und kaliumsparenden Diuretika kann zu einer Hyperkaliamie fuhren. Eine Kontrolle der Kaliumkonzentration im Blut ist erforderlich.

Glucocorticoide:

Erhohtes Risiko gastrointestinaler Ulzera oder Blutungen (s. Abschnitt 4.4)

Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsaure und selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI):

Erhohtes Risiko gastrointestinaler Blutungen (s. Abschnitt 4.4).

Methotrexat:

Die Gabe von Ambene parenteral innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Gabe von Methotrexat kann zu einer erhohten Konzentration von Methotrexat und einer Zunahme seiner toxischen Wirkung fuhren.

Antikoagulanzien:

NSAR konnen die Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin verstarken (s.

Abschnitt 4.4.). Eine Kontrolle der Blutgerinnung ist daher angezeigt.

Barbiturate, Chlorphenamin, Rifampicin, Promethacin und Colestyramin:

Die gleichzeitige Einnahme von Barbituraten (z. B. Phenobarbital), Chlorphenamin, Rifampicin, Promethacin und Colestyramin fuhrt zu einer Erniedrigung der Konzentration von Phenylbutazon im Blutserum und damit zu einer verminderten Wirkung.

Methylphenidat und anabole Steroide (Methandrostenolon):

Die gleichzeitige Einnahme von Methylphenidat oder von anabolen Steroiden (Methandrostenolon) kann zu einer Erhohung der Konzentration von Phenylbutazon im Blutserum und damit zu einer gesteigerten Wirkung fuhren.

Orale Antidiabetika und Insulin:

Bei gleichzeitiger Anwendung kann Ambene parenteral die Wirkungsstarke oder Wirkdauer von oralen Antidiabetika und Insulin steigern, so daft die Gefahr einer Hypoglykamie besteht. Daher wird bei gleichzeitiger Therapie eine Kontrolle der Blutzuckerwerte empfohlen.

Fertilitat, Schwangerschaft und Stillzeit

4.6


Schwangerschaft:

Angesichts der vielfaltigen moglichen Nebenwirkungen (s. Abschnitt 4.4 und 4.8 und nachfolgend unter „Klasseneffekte von nicht-steroidalen Antirheumatika“) ist die Anwendung von Phenylbutazon in der Schwangerschaft kontraindiziert.

Klasseneffekte von nicht-steroidalen Antirheumatika: Die Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhohtes Risiko fur Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Fruhschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.

Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhohtem pra- und post-implantarem Verlust und zu embryo-fetaler Letalitat fuhrt. Ferner wurden erhohte lnzidenzen verschiedener Missbildungen, einschlieftlich kardiovaskularer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die wahrend der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.

Wahrend des dritten Schwangerschaftstrimesters konnen alle Prostaglandinsynthesehemmer:

-    den Fetus folgenden Risiken aussetzen:

•    kardiopulmonale Toxizitat (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie);

•    Nierenfunktionsstorung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramniose fortschreiten kann;

-    die Mutter und das Kind, am Ende der Schwangerschaft, folgenden Risiken aussetzen:

•    mogliche Verlangerung der Blutungszeit, ein thrombozyten-aggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;

•    Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspateten oder verlangerten Geburtsvorganges.

Stillzeit:

In der Stillzeit darf Ambene® parenteral nicht angewendet werden, da Phenylbutazon in die Muttermilch ubergeht.

Fertilitat:

Die Anwendung von Ambene® parenteral kann, wie die Anwendung anderer Arzneimittel, die bekanntermaften die Cyclooxygenase/Prostaglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilitat beeintrachtigen und wird daher bei Frauen, die schwanger werden mochten, nicht empfohlen. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden oder bei denen Untersuchungen zur I nfertilitat durchgefuhrt werden, sollte das Absetzen von Ambene® parenteral in Betracht gezogen werden.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von

Maschinen

Da bei der Anwendung von Ambene® parenteral zentralnervose Nebenwirkungen wie Mudigkeit und Schwindel auftreten konnen, kann die Fahigkeit zum Fahren eines Kraftfahrzeuges und/oder zum Bedienen von Maschinen eingeschrankt sein. Dies gilt in verstarktem Mafte im Zusammenwirken mit Alkohol.

4.8 Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeiten zugrunde gelegt:

Sehr haufig (> 1/10)

Haufig (> 1/100 bis < 1/10)

Gelegentlich (> 1/1.000 bis < 1/100)

Selten (> 1/10.000 bis < 1/1.000)

Sehr selten (<1/10.000)

Nicht bekannt (Haufigkeit auf Grundlage der verfugbaren Daten nicht abschatzbar)

Bei den folgenden unerwunschten Arzneimittelwirkungen muss berucksichtigt werden, dass sie uberwiegend dosisabhangig und interindividuell unterschiedlich sind.

Die am haufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Peptische Ulcera, Perforationen oder Blutungen, manchmal todlich, konnen auftreten, insbesondere bei alteren Patienten (s. Abschnitt 4.4) Ubelkeit, Erbrechen, Diarrho, Blahungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Hamatemesis, ulcerative Stomatitis, Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (s. Abschnitt 4.4) sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger haufig wurde Gastritis beobachtet. Insbesondere das Risiko fur das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen ist abhangig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer.

Odeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet.

Klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung einiger NSAR (insbesondere bei einer hohen Dosis und bei Langzeitbehandlung) moglicherweise mit einem geringfugig erhohten Risiko von arteriellen thrombotischen Ereignissen (zum Beispiel Herzinfarkt und Schlaganfall) verbunden ist (s. Abschnitt 4.4).

Herzerkrankungen

Sehr selten: Herzinsuffizienz

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Gelegentlich: Anamie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose. Erste Anzeichen konne sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflachliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen.

Sehr selten: Die Dauer und Starke von Blutungen kann bei Anwendung von Ambene parenteral verlangert bzw. verstarkt sein.

Erkrankungen des Nervensystems

Haufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Mudigkeit.

Erkrankungen der Atemwege des Brustraums und Mediastinums

Gelegentlich: Lungenodem.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr haufiq: Magen-Darm-Beschwerden wie Ubelkeit, Durchfall und unbemerkte Blutverluste im Magen-Darm-Trakt, die in Ausnahmefallen eine Anamie verursachen konnen.

Geleqentlich: Funktionsstorunqen der Bauchspeicheldruse, Sialadenitis, Stomatitis, Maqen-Darm-Geschwure (unter Umstanden mit Blutunq und Durchbruch).

Der Patient ist anzuweisen, bei Auftreten von starkeren Schmerzen im Oberbauch oder bei Melana oder Hamatemesis das Arzneimittel abzusetzen und sofort einen Arzt aufzusuchen.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Haufiq: Generalisierte und/oder periphere Odeme.

Sehr selten: Verminderunq der Harnausscheidunq, Odeme (meist im Bereich der Unterschenkel), die auf Behandlunq mit Diuretika nicht ansprechen und allqemeines Unwohlsein.

Diese Krankheitszeichen konnen Ausdruck einer Nierenerkrankunq bis hin zum Nierenversaqen sein.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten: Auftreten oder Verschlimmerunq eines Lupus erythematodes disseminatus, bullose Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom).

In seltenen Fallen ist mit folqenden lokalen Nebenwirkunqen zu rechnen:

-    Fettqewebsnekrosen bei Fehlinjektionen in das Fettqewebe,

-    nach Injektionen in Arterien das soq. Nicolau-Syndrom oder Embolia cutis medicamentosa, periphere Nervenschaden, insbesondere im Versorqunqsqebiet des N. ischiadicus.

Endokrine Erkrankungen

Geleqentlich: Schwellunq der Schilddruse.

Infektionen und parasitare Erkrankungen

Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhanq mit der systemischen Anwendunq von NSAR eine Verschlechterunq infektionsbedinqter Entzundunqen (z. B. Entwicklunq

einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden. Dies steht moglicherweise im Zusammenhang mit dem Wirkmechanismus der NSAR.

Wenn wahrend der Anwendung von Ambene parenteral Zeichen einer Infektion neu auftreten oder sich verschlimmern, wird dem Patienten daher empfohlen, unverzuglich den Arzt aufzusuchen. Es ist zu prufen, ob die Indikation fur eine antiinfektiose/antibiotische Therapie vorliegt.

Gefafterkrankungen

Gelegentlich: Kreislaufstorungen (sowohl Blutdruckabfall als auch -anstieg).

Sehr selten: Blutdruckanstieg und Kreislaufuberlastung

Aufgrund des Lidocain-Gehaltes sind durch schnelle Anflutung (versehentliche i.v.-Injektion, Injektion in stark durchblutetes Gewebe) oder durch Uberdosierung systemische Reaktionen moglich, wie Schwindel, Erbrechen, Benommenheit, Krampfe, Rhythmusstorungen des Herzens, Bradykardie, Schock.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr haufig: Uberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag und Hautjucken. Gelegentlich: Allergische Reaktionen (z. B. Asthmaanfalle mit und ohne Blutdruckabfall).

Der Patient ist anzuweisen, in diesem Fall umgehend den Arzt zu informieren und

®

Ambene parenteral nicht mehr anzuwenden.

Sehr selten: Schwere Uberempfindlichkeitsreaktionen. Anzeichen hierfur konnen sein: Anschwellen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf, Odeme, Atemnot, Herzjagen, schwere Kreislaufstorungen bis zum lebensbedrohlichen Schock.

Bei Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen

®

konnen, ist Ambene parenteral nicht mehr anzuwenden und sofortige arztliche Hilfe erforderlich.

Leber- und Gallenerkrankungen

Haufig: Anstieg der Transaminasen und alkalischer Phosphatase, cholestatisches Syndrom, Hepatitis.

Psychiatrische Erkrankungen

Haufig: Erregung, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit.

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grower Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de. anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

a) Symptome einer Uberdosierung

Neben gastrointestinalen Storungen (Ubelkeit, Erbrechen, Abdominalschmerzen, Blutungen) und zentralnervosen Storungen (Verwirrtheit, Ubererregbarkeit, initiale Hyperventilation, Atemdepression, gesteigerte Krampfbereitschaft bis hin zum Koma) sind Storungen der Nierenfunktion (bis hin zum akuten Nierenversagen) sowie Funktionseinschrankungen der Leber moglich.

Labordiagnostisch lassen sich neben einer respiratorischen bzw. metabolischen Azidose, erhohten Transaminasen (SGOT, SGPT) und einer erhohten alkalischen Phosphatase ggf. auch Blutbildveranderungen (Leukopenie, Thrombopenie) nachweisen.

b) TherapiemaBnahmen bei Uberdosierung

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Als symptomatische Maftnahmen sind unter Sicherung der Vitalfunktionen (Kreislaufstabilisierung, Azidoseausgleich, evtl. kunstliche Beatmung) resorptionsmindernde und eliminationsbeschleunigende Maftnahmen angezeigt (Medizinische Kohle, forcierte Diurese, Hamodialyse).

5.    Pharmakologische Eigenschaften

5.1


Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Nichtsteroidale Antiphlogistika/Antirheumatika

Butylpyrazolidine

ATC-Code: M01AA51

Phenylbutazon ist ein nicht-steroidales Analgetikum/Antiphlogistikum aus der Klasse der Pyrazolone. Seine entzundungshemmende Wirkung ist in den ublichen tierexperimentellen Modellen nachgewiesen worden. Auch beim Menschen reduziert es entzundliche Schwel-lungen und Schmerzen. Der Wirkungsmechanismus von Phenylbutazon beruht hauptsach-lich auf der Hemmung der Prostaglandin-Synthese. Prostaglandine spielen als Vermittler der Entzundungsreaktion eine wesentliche Rolle. Ferner hemmt Phenylbutazon die Leuko-zytenfunktion und die Plattchenaggregation. Eine urikosurische Wirkung ist ebenfalls be-kannt, sie beruht auf einer Verminderung der tubularen Ruckresorption von Harnsaure.

Lidocainhydrochlorid:

Das Lokalanasthetikum blockiert reversibel die Fortleitung des Aktionspotentials uber Nervenfasern und vermindert die Schmerzempfindung bei der Injektion.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Phenylbutazon weist nach intraglutaaler Injektion die pharmakokinetischen Eigenschaften einer kombiniert raschen Wirkstoffanflutung wahrend der ersten 2 Stunden mit nachfolgender, protahierter Wirkstoff-Freisetzung aus Gewebe auf gleichbleibend hohem Niveau uber mehrere Stunden hinweg auf.

Wahrend der raschen Anflutungsphase liegen nach ca. 2 h bereits Wirkstoffkonzentrationen von etwa 80%-90% der Maximalkonzentrationen vor, die im Bereich des Wirkstoffplateaus beobachtbar sind.

Die Metabolisierung von Phenylbutazon erfolgt durch Oxidation und Glukuronidierung in der Leber. Der Hauptmetabolit ist das pharmakologisch wirksame Oxyphenbutazon. Die ubrigen Metaboliten erscheinen hinsichtlich der entzundungshemmenden Wirkung von untergeord-neter Bedeutung.

Die Elimination des unveranderten Wirkstoffs sowie seiner Metaboliten erfolgt sowohl renal (ca. 70 %) als auch biliar (ca. 30 %). Die Eliminationshalbwertzeit liegt zwischen 50 und 100

Stunden mit grower interindividueller Variabilitat; sie kann bei eingeschrankter Leber-und/oder Nierenfunktion erheblich verlangert sein.

Phenylbutazon ist zu ca. 99 % an Plasmaproteine gebunden. Die hohe Plasmaproteinbin-dung kann klinisch bedeutsame Interaktionen verursachen, ebenso die Fahigkeit der Enzyminduktion in der Leber.

Bioverfugbarkeit

Eine im Jahr 1993 durchgefuhrte Bioverfugbarkeitsstudie an 12 Probanden ergab im Vergleich zum Referenzpraparat:

Ambene parenteral (400mg Phenylbutazon)

Ambene® Tabletten (200mg Phenylbutazon)

maximale Plasma-

44.03 ± 6.97

28.91± 4.28

konzentration

Cmax [Ml/ml]

Zeitpunkt der maximalen Plasma-konzentration

tmax [h]

1.50*

2.62 ± 2.2

1.50*

2.04 ± 1.24

Flache unter der

Konzentrations-Zeit-

Kurve

AUC 0-¥ / AUC 0-336 [gg*h/ml]

3782.44 ± 543.75 / 3666.33 ± 536.59

2045.71 ± 327.96 / 1977.83 ± 316.52

*Median

Praklinische Daten zur Sicherheit

Die Prufung von Phenylbutazon auf ein mutagenes Potential zeigte in vitro und in vivo uberwiegend negative Ergebnisse. Die Induktion von Gen- und Chromosomenmutationen wurde in Saugerzellen in vitro im Konzentrationsbereich mit toxischen Effekten mehrfach beobachtet.

In Kanzerogenitatsstudien an Ratten erwies sich die Niere als Zielorgan mit toxischen Effekten und erhohter Tumorinzidenz. Studien an Mausen ergaben nur bei mannlichen Tieren eine erhohte Inzidenz von Lebertumoren.

Bei subkutaner Verabreichung wahrend der Trachtigkeit wurden bei zwei Spezies vermehrt Fehlbildungen festgestellt. Bei Kaninchen und Mausen traten Aplasien von Schwanzwirbeln auf, bei Kaninchen wurden zusatzlich Nabelbruche beobachtet. Bei oraler Verabreichung sind keine teratogenen Wirkungen beschrieben worden, es kam jedoch zu Embryoletalitat und Entwicklungsretardierungen. Die Gabe von Phenylbutazon zum Ende der Trachtigkeit rief einen Anstieg der perinatalen Mortalitat bei den Jungtieren hervor, der auf die Beeintrachtigung der Wehentatigkeit zuruckgefuhrt wird.

Lidocain:

Es gibt Hinweise darauf, dass ein bei der Ratte, moglicherweise auch beim Menschen aus Lidocain entstehendes Stoffwechselprodukt, 2,6-Xylidin, mutagene Wirkung haben konnte. Diese Hinweise ergeben sich aus In-vitro-Tests, in denen dieser Metabolit in sehr hohen, nahezu toxischen Konzentrationen eingesetzt wurde. Dafur, daft auch die Muttersubstanz Lidocain selbst mutagen ist, gibt es derzeit keinen Anhalt.

Lidocain:

In einer Kanzerogenitatsstudie mit transplazentarer Exposition und nachgeburtlicher Be-handlung der Tiere uber 2 Jahre mit 2,6-Xylidin an Ratten wurden in einem hochempfindli-chen Testsystem (transplazentare Exposition und nachgeburtliche Behandlung der Tiere uber 2 Jahre mit sehr hohen Dosen) bosartige und gutartige Tumoren vor allem in der Na-senhohle (Ethmoturbinalia) beobachtet. Eine Relevanz dieser Befunde fur den Menschen erscheint nicht vollig unwahrscheinlich. Daher sollte Lidocain nicht uber langere Zeit in hohen Dosen verabreicht werden.

6. Pharmazeutische Angaben

6.1    Liste der sonstigen wirksamen Bestandteile

Propylenglycol

6.1.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Natriumhydroxid, Wasser fur Injektionszwecke Hinweis:

Eine Ampulle enthalt 1,24 mmol (28,4 mg) Natrium. Dies ist zu berucksichtigen bei Personen unter Natrium-kontrollierter (natriumarmer/kochsalzarmer) Diat.

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend

6.3    Dauer der Haltbarkeit

Die Dauer der Haltbarkeit betragt 3 Jahre.

Dieses Arzneimittel soll nach Ablauf des Verfalldatums    nicht mehr angewendet werden.

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Keine.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

OPC-Braunglasampullen.

Ampullen: OP 1 (N1); AP 3; AP 10; AP 50 (5x10)

Es werden moglicherweise nicht alle Packungsgroften in den Verkehr gebracht.

7.    Inhaber der Zulassung

Recordati Pharma GmbH Eberhard-Finckh-Str. 55 89075 Ulm

Telefon: (0731) 7047-0 (Zentrale) Fax: (0731) 7047-297

24 Stunden-Telefondienst fur Notfalle:

(0731) 440 11

8.    Zulassungsnummer

6030521.00.02

9.    Datum der Erteilung der Zulassung/Verlangerung der Zulassung

Datum der Verlangerung der Zulassung: 14.06.2005

10.    Stand der Information November 2013

11.    Verkaufsabgrenzung

Verschreibungspflichtig

Ambene parenteral