+ iMedikament.de

Ambroxol comp.-ratiopharm 75 mg/100 mg retardkapseln



Gebrauchsinformation Ambroxol comp.-ratiopharm 75 mg/100 mg retardkapseln

Wortlaut der fur die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben

Gebrauchsinformation: Information fur den Anwender

Ambroxol comp.-ratiopharm 75 mg/100 mg Retardkapseln

Zur Anwendung bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen mit einem Korpergewicht zwischen 50 und 70 kg

Wirkstoffe: 75 mg Ambroxolhydrochlorid und 100 mg Doxycyclin (als Doxycyclinhyclat)

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfaltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

-    Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mochten Sie diese spater nochmals lesen.

-    Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

-    Dieses Arzneimittel wurde Ihnen personlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.

-    Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:

1.    Was ist Ambroxol comp. -ratiopharm® 75 mg/100 mg und wofur wird es angewendet?

2.    Was mussen Sie vor der Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg beachten?

3.    Wie ist Ambroxol comp. -ratiopharm® 75 mg/100 mg einzunehmen?

4.    Welche Nebenwirkungen sind moglich?

5.    Wie ist Ambroxol comp. -ratiopharm® 75 mg/100 mg aufzubewahren?

6.    Weitere Informationen

1. WAS IST Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg UND WOFUR WIRD ES ANGEWENDET?

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg ist ein Breitspektrum-Antibiotikum aus der Gruppe der Tetracycline in Kombination mit einem Schleimloser.

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg wird angewendet bei

- akuten Schuben chronischer Bronchitiden mit gleichzeitiger krankhafter Schleimeindickung, sofern sie durch Doxycyclin-empfindliche Erreger verursacht sind.

Hinweis:

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg darf ausschlieBlich bei Jugendlichen und Erwachsenen im Korpergewichtsbereich von 50-70 kg angewendet werden.

2. WAS MUSSEN SIE VOR DER EINNAHME VON Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg BEACHTEN?

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg darf nicht eingenommen werden

-    wenn Sie uberempfindlich (allergisch) gegen Doxycyclin, andere Tetracycline, Ambroxolhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg sind

-    von Kindern unter 12 Jahren

-    in Schwangerschaft und Stillzeit

-    bei eingeschrankter Nierenfunktion

-    bei schweren Funktionsstorungen der Leber

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg ist erforderlich

-    wenn Sie Kapseln, die Doxycyclinhyclat enthalten, im Liegen einnehmen, konnen Geschwure in der Speiserohre auftreten, weil die Kapseln an der Schleimhaut der Speiserohre festkleben und stark sauer reagierende Losungen freisetzen konnen. Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg darf deshalb nur in aufrechter Haltung eingenommen werden.

-    wenn Sie gleichzeitig mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg hustenstillende Mittel (Antitussiva) einnehmen, kann aufgrund des eingeschrankten Hustenreflexes ein gefahrlicher Sekretstau entstehen. Daher ist von der kombinierten Anwendung abzusehen.

-    wenn Sie gleichzeitig mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg bestimmte blutzuckersenkende oder blutgerinnungshemmende Arzneimittel einnehmen (siehe „Bei Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg mit anderen Arzneimitteln“). In diesem Fall sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw. der Gerinnungsparameter erfolgen. Ihr Arzt wird ggf. die Dosis dieser Arzneimittel verringern.

Unter UV-Bestrahlung (Sonne, Solarien, spezifische Arbeitsplatze) kann es zu schadlichen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (phototoxische Reaktionen). Diese aubern sich mit Symptomen wie bei einem starken Sonnenbrand (z. B. Rotung, Schwellung, Blasenbildung, Verfarbung), selten auch mit Beteiligung der Nagel (Nagelablosung und Verfarbung). Eine UV-Bestrahlung sollte daher wahrend der Behandlung mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg vermieden werden (siehe 4. „Welche Nebenwirkungen sind moglich“).

Anhaltende, schwere Durchfalle, wahrend oder nach der Behandlung mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg, konnen ein Zeichen fur eine lebensbedrohliche pseudomembranose Enterokolitis sein.

Bei schweren akuten Uberempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) muss die Behandlung mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg sofort abgebrochen werden (siehe 4. „Welche Nebenwirkungen sind moglich“).

Informieren Sie vor einer Narkose den Arzt uber eine Behandlung mit Ambroxol comp. -ratiopharm®

75 mg/100 mg (siehe „Bei Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg mit anderen Arzneimitteln“).

Bei gestorter Funktion der Bronchien und groberen Sekretmengen (z. B. beim seltenen malignen Ziliensyndrom) sollten Sie Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg wegen der Gefahr eines Sekretstaus nur unter besonderer arztlicher Aufsicht einnehmen.

Kurz vor, wahrend oder nach einer Isotretinoin-Behandlung der Akne sollte keine Behandlung mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg durchgefuhrt werden, da beide Arzneimittel in seltenen Fallen Drucksteigerungen in der Schadelhohle (Pseudotumor cerebri) bewirken konnen, die sich nach Beendigung der Behandlung von selbst wieder zuruckbilden.

Nachgewiesene Infektionen durch Staphylokokken, Streptokokken oder Pneumokokken sollten nicht mit Ambroxol comp. -ratiopharm® 75 mg/100 mg behandelt werden, weil die Resistenzsituation bezuglich Doxycyclin ungunstig ist.

Kinder

Fur Kinder unter 12 Jahren ist Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg nicht geeignet.

Bei Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die Aufnahme von Doxycyclin aus dem Magen-Darm-Trakt kann z. B. durch Aluminium und Magnesium (enthalten z. B. in Mitteln zur Bindung von Magensaure) oder Calcium (enthalten z. B. in Milch, Milchprodukten und calciumhaltigen Fruchtsaften), durch Eisenpraparate sowie durch medizinische Kohle und Colestyramin (Mittel zur Senkung erhohter Blutfettwerte) vermindert sein. Deshalb sollten Arznei- oder Nahrungsmittel mit diesen Bestandteilen in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden zur Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg eingenommen werden.

Das Antibiotikum Rifampicin, Stoffe aus der Klasse der Barbiturate (z. B. auch in Beruhigungs- und Schlafmitteln enthalten) und andere Mittel gegen Anfallsleiden (Carbamazepin, Diphenylhydantoin und Primidon) sowie regelmaBige, gewohnheitsmaBige und/oder missbrauchliche Alkoholaufnahme (Alkoholabusus) konnen den Abbau von Doxycyclin beschleunigen. Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg kann dann nicht wirken, weil keine ausreichend hohen Blutspiegel des Wirkstoffs Doxycyclin erreicht werden.

Doxycyclin kann die Wirkung von bestimmten blutzuckersenkenden Mitteln (orale Sulfonylharnstoff-Antidiabetika) und von bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulantien vom Dicumarol-Typ) verstarken (siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg ist erforderlich“).

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg kann die schadigende (toxische) Wirkung von Ciclosporin (Mittel zur Unterdruckung der korpereigenen Immunabwehr) erhohen.

Die gleichzeitige Anwendung von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg und Theophyllin (Asthmamittel) kann zu vermehrten Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt fuhren.

Bei kombinierter Anwendung von Ambroxol comp. -ratiopharm® 75 mg/100 mg mit hustenstillenden Mitteln kann aufgrund des eingeschrankten Hustenreflexes ein gefahrlicher Sekretstau entstehen (siehe „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg ist erforderlich“).

Die Kombination einer potenziell nierenschadigenden Methoxyfluran-Narkose mit einer Doxycyclin-Therapie kann zum Nierenversagen fuhren.

Die gleichzeitige Einnahme von Ambroxol comp. -ratiopharm® 75 mg/100 mg und bestimmten anderen Antibiotika (Betalaktam-Antibiotika wie z. B. Penicilline, Cephalosporine) sollte vermieden werden, da sie zu einer Verminderung der Wirksamkeit gegen Bakterien fuhren kann.

Unter der Behandlung mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg kann in seltenen Fallen die Wirksamkeit empfangnisverhutender Arzneimittel („Pille“) vermindert sein. Es empfiehlt sich deshalb, zusatzlich nicht-hormonelle empfangnisverhutende MaBnahmen (z. B. Kondome) anzuwenden.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch fur vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten konnen.

Storung von Laboruntersuchungen

Bitte informieren Sie Ihrem Arzt vor moglichen Harnuntersuchungen uber die Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg. Der Nachweis verschiedener Urinuntersuchungen (wie Harnzucker-, -eiweiBbestimmungen) kann durch die Einnahme von Tetracyclinen gestort sein.

Bei Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getranken

Bitte nehmen Sie Milch, Milchprodukte und Fruchtsafte, die Calcium enthalten nicht zusammen mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg ein. Halten Sie einen zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden ein (siehe „Bei Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg mit anderen Arzneimitteln“).

Bitte beachten Sie, dass bei regelmaBiger, gewohnheitsmaBiger und/oder missbrauchlicher Aufnahme von Alkohol der Abbau von Doxycyclin beschleunigt ist (siehe „Bei Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg mit anderen Arzneimitteln“).

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Wahrend der Schwangerschaft und Stillzeit darf Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg nur nach besonders strenger Risiko-Nutzen-Abwagung angewendet werden, da es beim Ungeborenen vom 4. Monat der Schwangerschaft an sowie bei Sauglingen und Kindern bis zum 8. Lebensjahr durch die Einlagerung von Doxycyclin zu einer meist reversiblen Knochenwachstumsstorung sowie vor Abschluss der Zahndurchbruchsphase zu bleibenden Zahnverfarbungen und Zahnschmelzdefekten kommen kann.

Fur die Anwendung von Ambroxol-haltigen Arzneimitteln in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vor.

Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch uber.

Verkehrstuchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat Ambroxol comp. -ratiopharm® 75 mg/100 mg im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfahigkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann jedoch das Reaktionsvermogen verandert und die Fahigkeit zur aktiven Teilnahme am StraBenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt werden.

Wichtige Informationen uber bestimmte sonstige Bestandteile von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg

Dieses Arzneimittel enthalt Sucrose (Zucker). Bitte nehmen Sie Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg daher erst nach Rucksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertraglichkeit gegenuber bestimmten Zuckern leiden.

3. WIE IST Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Ambroxol comp. -ratiopharm® 75 mg/100 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ubliche Dosis

Jugendliche und Erwachsene mit einem Korpergewicht von 50-70 kg Korpergewicht nehmen am ersten Tag 1-mal 2 Kapseln Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg (entsprechend 200 mg Doxycyclin und 150 mg Ambroxolhydrochlorid) und an den folgenden Tagen je 1-mal 1 Kapsel (entsprechend 100 mg Doxycyclin und 75 mg Ambroxolhydrochlorid) ein.

Fur Patienten auBerhalb des oben angegebenen Gewichtsbereiches und Kinder unter 12 Jahren ist

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg nicht geeignet.

Art der Anwendung

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg sollte entweder regelmaBig morgens mit dem Fruhstuck oder gleichzeitig zusammen mit einer anderen Mahlzeit unzerkaut mit reichlich Flussigkeit (keine Milch oder Milchprodukte), z. B. einem Glas Wasser, eingenommen werden. Die Einnahme wahrend einer Mahlzeit kann die Haufigkeit von Magen-Darm-Storungen verringern.

Zur Vermeidung von Geschwuren an der Schleimhaut der Speiserohre ist Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg stets in aufrechter Position und nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen einzunehmen. Etwa 10-15 Minuten nach der Einnahme nochmals reichlich Flussigkeit (z. B. ein Glas Wasser) nachtrinken.

Auf eine ausreichende Flussigkeitszufuhr bei der zugrunde liegenden Erkrankung ist zu achten.

Dauer der Anwendung

Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung. Ihr Arzt wird die jeweilige Behandlungsdauer festlegen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine groBere Menge von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Berichte uber Vergiftungsfalle mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg sind bisher nicht bekannt geworden. Da bei Uberdosierungen jedoch die Gefahr von Leber- und Nierenschadigungen sowie einer Bauchspeicheldrusenentzundung besteht, sollten Sie im Verdachtsfalle einen Arzt verstandigen. Weiterhin sind kurzzeitige Unruhe und Durchfall berichtet worden. Bei extremer Uberdosierung konnen, bedingt durch das Ambroxol, vermehrte Speichelsekretion, Wurgereiz, Erbrechen und Blutdruckabfall auftreten.

Der Arzt wird sich bei der Behandlung der Uberdosierung am Krankheitsbild orientieren.

Wenn Sie die Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg vergessen haben Wenn Sie einmal eine Einnahme vergessen haben, konnen Sie die Einnahme am selben Tag nachholen, wenn der geplante Einnahmezeitpunkt nicht mehr als 6 Stunden zuruckliegt. Ist bereits mehr Zeit vergangen fahren Sie bitte am nachsten Tag mit der Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg in der verordneten Menge fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MOGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mussen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Haufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr haufig

mehr als 1 von 10 Behandelten

haufig

weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

gelegentlich

weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten

selten

weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

sehr selten

weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschliefilich Einzelfalle

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und MaBnahmen, wenn Sie betroffen sind:

Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf.

Folgende Nebenwirkungen kommen sehr selten vor:

Wie bei anderen Breitspektrum-Antibiotika ist das Auftreten einer pseudomembranosen Kolitis (schwerwiegende Darmentzundung, die lebensgefahrlich sein kann) moglich.

Bei Auftreten von schweren, anhaltenden Durchfallen wahrend oder nach der Behandlung sollten umgehend Sie Ihren Arzt verstandigen, da eine sofortige Behandlung notwendig ist. Bitte fuhren Sie in diesem Fall keine Selbstbehandlung mit Arzneimitteln durch, die die Darmbewegung hemmen.

Schwere Hauterscheinungen und Hautausschlage, die Blasen bilden konnen und mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen einhergehen.

Schwere (evtl. lebensbedrohliche) plotzlich auftretende Uberempfindlichkeitserscheinungen, die sich aubern konnen als: Gesichtsschwellung (Gesichtsodem), Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Herzjagen, Luftnot, Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Kreislaufzusammenbruch und Herzstillstand. Beim Auftreten dieser Erscheinungen muss sofort ein Arzt verstandigt werden, der die entsprechenden Notfallmabnahmen einleiten wird.

Andere mogliche Nebenwirkungen

Infektionen und parasitare Erkrankungen

Unter einer Behandlung mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg kann es durch Selektion zu einer Pilzbesiedlung (Candida) der Haut oder Schleimhaute (vor allem des Genitaltraktes sowie der Mund- und Darmschleimhaute) kommen mit Symptomen wie Mund- und Rachenschleimhautentzundung (Glossitis, Stomatitis), akute Entzundungen der auberen Geschlechtsorgane und der Scheide bei der Frau (Vulvovaginitis) sowie Juckreiz in der Analgegend.

Blut und Lymphsystem

Gelegentlich

Storungen der Blutgerinnung und blutiger Urin.

Selten

Verminderung der Zahl der Blutplattchen und der roten Blutkorperchen (Thrombocytopenie, Anamie), Verminderung oder Erhohung der Zahl der weiben Blutkorperchen (Leukocytopenien, Lymphocytopenien, Leukocytosen) sowie Veranderungen an einigen Blutzelltypen (atypische Lymphocyten und toxische Granulationen der Granulocyten), Erkrankung der Lymphknoten (Lymphadenopathie). Diese Veranderungen normalisieren sich in der Regel nach Beendigung der Behandlung von selbst.

Immunsystem

Gelegentlich

Allergische Reaktionen: Hautreaktionen mit und ohne Juckreiz, wie z. B. ortlich begrenzte oder auch grobflachige (generalisierte) Hautausschlage (Exantheme), Hautrotungen (Erytheme), Nesselausschlag mit Blaschen- und Quaddelbildung (Urticaria), vorubergehende ortliche Schwellung der Haut, der Schleimhaute oder der Gelenke (Angioodem), Asthma, Hautausschlage an den Genitalien und an anderen Korperregionen und eine Serumkrankheit-ahnliche Reaktion mit Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.

Psyche

Sehr selten

Unruhe und Angstzustande.

Nervensystem

Selten

Drucksteigerung in der Schadelhohle (Pseudotumor cerebri), die sich nach Beendigung der Behandlung wieder zuruckbildet. Sie aubert sich durch Kopfschmerzen, Ubelkeit, Erbrechen und moglicherweise durch eine Sehstorung.

Storungen, bzw. der Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung, welche sich nur in einigen Fallen und nur unvollstandig zuruckbildete.

Sehr selten

Krampfanfalle sowie schmerzhafte Missempfindungen.

Herz

Sehr selten

Herzrasen, Herzrhythmusstorungen, Kreislaufversagen.

Atemwege und Brustraum

Sehr selten

Luftnot

Magen-Darm-Kanal

Haufig

Magen-Darm-Storungen wie Ubelkeit, Magendruck, Sodbrennen, Brechreiz, Erbrechen, Blahungen, Fettstuhle, Durchfalle.

Die Einnahme des Arzneimittels nach oder mit den Mahlzeiten kann diese unerwunschten Wirkungen zu einem gewissen Grad reduzieren.

Gelegentlich

Mund- und Rachenschleimhautentzundungen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, vereinzelt schwarze Haarzunge.

Selten

Geschwure der Speiserohre.

Leber und Bauchspeicheldruse

Bei Uberdosierungen besteht die Gefahr von Leberschaden oder einer Entzundung der Bauchspeicheldruse (Pankreatitis).

Wahrend der Schwangerschaft besteht eine erhohte Gefahr von Leberschaden.

Haut

Unter UV-Bestrahlung kann es zu schadlichen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen (siehe 2. unter „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg ist erforderlich“).

Sehr selten

Hautausschlag, Hautjucken, Stevens-Johnson-Syndrom.

Skelettmuskulatur, Bindegewebe und Knochen

Sehr selten

Muskel- und Gelenkschmerzen.

Nieren und Harnwege

Tetracycline konnen eine Nierenschadigung (Nephrotoxizitat) verursachen oder eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschrankung verschlimmern.

Untersuchungen

Eine Behandlung mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg kann durch einen antianabolen Effekt zur Erhohung des Reststickstoffes bei Patienten mit Harnvergiftung (Uramie) fuhren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fur Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie konnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, konnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen uber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfugung gestellt werden.

5.    WIE 1ST Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel fur Kinder unzuganglich aufbewahren.

Sie durfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterpackungen angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.    WEITERE INFORMATIONEN

Was Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg enthalt

Die Wirkstoffe sind Doxycyclin (als Doxycyclinhyclat) und Ambroxolhydrochlorid.

Jede Hartkapsel, retardiert enthalt 75 mg Ambroxolhydrochlorid, sowie 100 mg Doxycyclin (als Doxycyclinhyclat).

Die sonstigen Bestandteile sind:

Sucrose, Maisstarke, Talkum, Povidon, Methacrylsaure-Methylmethacrylat-Copolymer (1 : 1) (Ph.Eur.), Schellack, Gelatine, Eisen(III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171), Indigocarmin (E 132).

Wie Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg aussieht und. Inhalt der Packung Mit Pellets gefullte Hartkapseln mit gelblichem Unterteil und grunem Oberteil.

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg ist in Packungen mit 10 und 20 Hartkapseln, retardiert erhaltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer ratiopharm GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

Hersteller Merckle GmbH Ludwig-Merckle-Str. 3 89143 Blaubeuren

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt uberarbeitet im

April 2014

Versionscode: Z03

8

Ambroxol comp.-ratiopharm 75 mg/100 mg Retardkapseln

Fachinformation Ambroxol comp.-ratiopharm 75 mg/100 mg retardkapseln

Wortlaut der fur die Fachinformation vorgesehenen Angaben

F achinformation

1.    BEZEICHNUNG DES ARZNEIMITTELS Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln

2.    QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG

Jede Hartkapsel, retardiert enthalt 75 mg Ambroxolhydrochlorid und 100 mg Doxycyclin (als Doxycyclinhyclat).

Sonstiger Bestandteil: Sucrose

Die vollstandige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

3.    DARREICHUNGSFORM

Hartkapsel, retardiert

Mit Pellets gefullte Hartkapseln mit gelblichem Unterteil und grunem Oberteil.

4.    KLINISCHE ANGABEN

4.1    Anwendungsgebiete

Bei akuten Schuben chronischer Bronchitiden mit gleichzeitiger krankhafter Schleimeindickung, sofern sie durch Doxycyclin-empfindliche Erreger verursacht sind.

Hinweis:

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln ist ausschlieBlich fur die Anwendung bei Jugendlichen und Erwachsenen im Korpergewichtsbereich von 50-70 kg geeignet.

Die allgemein anerkannten Richtlinien fur den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung von Doxycyclin zu berucksichtigen.

4.2    Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Jugendliche und Erwachsene mit einem Korpergewicht von 50-70 kg nehmen am 1. Tag 1-mal 2 Kapseln Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg, entsprechend 200 mg Doxycyclin und 150 mg Ambroxolhydrochlorid und an den folgenden Tagen je 1-mal 1 Kapsel Ambroxol

comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg, entsprechend 100 mg Doxycyclin und 75 mg Ambroxolhydrochlorid, ein.

Fur Patienten auBerhalb des oben genannten Gewichtsbereichs sowie fur Kinder unter 12 Jahren

ist Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln nicht geeignet.

Art der Anwendung

Die Hartkapsel sollte entweder regelmaBig morgens mit dem Fruhstuck oder wahrend einer anderen Mahlzeit eingenommen werden. Zur Vermeidung von Osophagusulcera ist Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln unzerkaut, mit reichlich Flussigkeit (keine Milch), in aufrechter Position und nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen einzunehmen. Die Einnahme wahrend einer Mahlzeit kann die Haufigkeit von Magen-Darm-Storungen verringern.

Auf eine ausreichende Flussigkeitszufuhr bei den zugrunde liegenden Erkrankungen ist zu achten.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung hangt vom klinischen Zustand des Patienten ab und sollte in der Regel 5 Tage nicht uberschreiten.

4.3    Gegenanzeigen

Uberempfindlichkeit gegen Doxycyclin, andere Tetracycline, Ambroxolhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile.

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln darf nicht angewendet werden:

-    bei Kindern unter 12 Jahren

-    in Schwangerschaft und Stillzeit

-    bei eingeschrankter Nierenfunktion

-    bei schweren Funktionsstorungen der Leber

4.4    Besondere Warnhinweise und VorsichtsmaBnahmen fur die Anwendung

Nachgewiesene Infektionen durch Staphylokokken, Streptokokken oder Pneumokokken sollten nicht mit diesem Arzneimittel behandelt werden, weil die Resistenzsituation bezuglich Doxycyclin ungunstig ist.

Bei gestorter Bronchomotorik und groBeren Sekretmengen (z. B. bei der Anwendung von Antitussiva oder beim seltenen malignen Ziliensyndrom) sollte Ambroxol comp.-ratiopharm®

75 mg/100 mg Retardkapseln wegen eines moglichen Sekretstaus nur mit Vorsicht verwendet werden.

Bei schweren akuten Uberempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Anaphylaxie) muss die Behandlung mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln sofort abgebrochen werden. Die der Symptomatik und den aktuellen Therapieempfehlungen entsprechenden NotfallmaBnahmen sind durch fachkundige Personen einzuleiten (siehe Abschnitt 4.8).

Anhaltende, schwere Durchfalle, wahrend oder nach der Therapie mit Doxycyclin, konnen ein Zeichen fur eine potenziell lebensbedrohliche pseudomembranose Kolitis sein (siehe Abschnitt 4.8). Bei Auftreten einer pseudomembranosen Kolitis ist eine Beendigung der Therapie mit Doxycyclin, in Abhangigkeit von der Indikation, in der Regel erforderlich und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einzuleiten (z. B. Einnahme von speziellen

Antibiotika/Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen sind kontraindiziert.

Unter UV-Strahlenexposition (Sonne, Solarien, spezifische Arbeitsplatze) kann es zu phototoxischen Reaktionen der belichteten Hautareale kommen. Eine UV-Exposition sollte daher wahrend der Behandlung mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln vermieden werden (siehe Abschnitt 4.8).

Bei unsachgemaBer Einnahme (im Liegen) von Kapseln, die Doxycyclinhydrochlorid enthalten, konnen Osophagusulcerationen auftreten, weil die Kapseln an der Osophagusschleimhaut festkleben und durch Hydrolyse lokal stark sauer reagierende Losungen freigesetzt werden konnen.

Die Kombination einer potenziell nephrotoxischen Methoxyfluran-Narkose mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln kann zum Nierenversagen fuhren.

Kurz vor, wahrend oder nach einer Isotretinoin-Behandlung der Akne ist von einer Behandlung mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln Abstand zu nehmen, da beide Arzneimittel in seltenen Fallen reversible Drucksteigerungen in der Schadelhohle (Pseudotumor cerebri) bewirken konnen.

Dieses Arzneimittel enthalt Sucrose (Zucker). Patienten mit der seltenen hereditaren Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten

Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln nicht einnehmen.

4.5 Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Die Resorption von Doxycyclin aus dem Magen-Darm-Trakt kann durch 2- oder 3-wertige Kationen wie Aluminium, Calcium und Magnesium oder durch Eisenpraparate sowie durch medizinische Aktivkohle und Colestyramin beeintrachtigt werden. Daher sollten derartige Nahrungs- oder Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden eingenommen werden.

Das Antibiotikum Rifampicin, einige Wirkstoffe aus der Klasse der Barbiturate und andere antikonvulsiv wirksame Pharmaka wie Carbamazepin, Diphenylhydantoin und Primidon sowie chronischer Alkoholabusus konnen aufgrund einer Enzyminduktion in der Leber den Abbau von Doxycyclin beschleunigen, so dass unter ublicher Dosierung keine therapeutisch wirksamen Doxycyclin-Konzentrationen erreicht werden.

Dieses Arzneimittel kann die Wirkung von Sulfonylharnstoffderivaten sowie Antikoagulantien vom Dicumarol-Typ verstarken. Bei kombinierter Verabreichung sollte eine Kontrolle der Blutzucker- bzw. der Gerinnungsparameter erfolgen und ggf. eine entsprechende Dosisreduktion dieser Arzneimittel vorgenommen werden.

Durch gleichzeitige Anwendung von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln und Ciclosporin kann die toxische Wirkung des Immunsuppressivums erhoht werden.

Die gleichzeitige Anwendung von Theophyllin und Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln erhoht die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt.

Bei kombinierter Anwendung von Ambroxol comp. -ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln mit hustenstillenden Mitteln kann aufgrund des eingeschrankten Hustenreflexes ein gefahrlicher Sekretstau entstehen.

Die gleichzeitige Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln und Betalaktam-Antibiotika sollte vermieden werden, da sie zu einer Verminderung der antibakteriellen Wirksamkeit fuhren kann.

In seltenen Fallen kann unter der Therapie mit Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln die Sicherheit der empfangnisverhutenden Wirkung von hormonellen Kontrazeptiva in Frage gestellt sein. Es empfiehlt sich deshalb zusatzlich nicht-hormonelle empfangnisverhutende MaBnahmen anzuwenden.

Der Nachweis von Zucker, EiweiB, Urobilinogen und von Katecholaminen im Urin kann durch Einnahme von Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln gestort werden.

4.6    Schwangerschaft und Stillzeit

Wahrend der Schwangerschaft besteht eine erhohte Gefahr von Leberschaden unter Ambroxol comp.-ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln-Einnahme.

Doxycyclin ist plazentagangig und erscheint in der Muttermilch. Die Konzentration in der Muttermilch betragt etwa 30-40 % der mutterlichen Plasmakonzentration. Wahrend Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern bis zum 8. Lebensjahr durfen Tetracycline nur bei vitaler Indikation angewendet werden, da bei Feten vom 4. Schwangerschaftsmonat an, bei Sauglingen und Kindern bis zum 8. Lebensjahr durch die Ablagerung von Orthophosphat-Komplexen Zahnverfarbungen, Zahnschmelzdefekte und eine Verzogerung des Knochenwachstums auftreten konnen.

Fur die Anwendung von Ambroxol in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vor.

Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch uber.

4.7    Auswirkungen auf die Verkehrstuchtigkeit und die Fahigkeit zum Bedienen von Maschinen

Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann das Reaktionsvermogen verandert und die Fahigkeit zur aktiven Teilnahme am Verkehr und zum Bedienen von Maschinen beeintrachtigt werden.

4.8    Nebenwirkungen

sehr haufig

> 1/10

haufig

> 1/100 - < 1/10

gelegentlich

> 1/1.000 - < 1/100

selten

> 1/10.000 - < 1/1.000

sehr selten

< 1/10.000, einschlieBlich Einzelfalle

Infektionen undparasitare Erkrankungen

Unter einer Therapie mit Doxycyclin kann es durch Selektion zu einer Candidabesiedlung der Haut oder der Schleimhaute kommen, mit Symptomen wie Pruritus ani, Vulvovaginitis, Glossitis und Stomatitis.

Insbesondere die langfristige oder wiederholte Anwendung von Doxycyclin kann zu Superinfektionen und Kolonisationen mit resistenten Bakterien oder Pilzen fuhren.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Selten:

Leukocytopenie, Leukocytose, Thrombocytopenie, Anamie, Lymphocytopenie, Lymphadenopathie, atypische Lymphocyten und toxische Granulationen der Granulocyten.

Gelegentlich:

Blutgerinnungsstorung und Hamaturie.

Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich:

Allergische Reaktionen: generalisiertes Exanthem, Erythem, Urticaria, Hautjucken, Odeme der Haut, der Schleimhaute oder der Gelenke (Angioodem), Asthma, fixes Arzneimittelexanthem an den Genitalien und anderen Korperregionen und eine Serumkrankheit-ahnliche Reaktion mit Fieber, Kopfschmerz und Gelenkschmerzen.

Sehr selten:

Schwere akute Uberempfindlichkeitsreaktionen (z. B. anaphylaktischer Schock, siehe Abschnitt 4.4), exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom, Erythema exsudativum multiforme.

Psychiatrische Erkrankungen Sehr selten:

Unruhe und Angstzustande.

Erkrankungen des Nervensystems Selten:

Intracranielle Drucksteigerung (Pseudotumor cerebri), die nach Beendigung der Therapie reversibel ist. Sie aubert sich durch Kopfschmerzen, Ubelkeit, Erbrechen und moglicherweise durch eine Sehstorung aufgrund eines Papillenodems.

Storung bzw. der Verlust der Geruchs- und Geschmacksempfindung, welche nur in einigen Fallen und nur teilweise reversibel waren.

Sehr selten:

Krampfanfalle oder Parasthesien.

Herzerkrankungen Sehr selten:

Tachykardie, Arrhythmie, Kreislaufversagen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Sehr selten:

Dyspnoe

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts Haufig:

Gastrointestinale Storungen in Form von Sodbrennen, Magendruck, Ubelkeit, Brechreiz, Erbrechen, Meteorismus, Fettstuhlen und Diarrhoen.

Gelegentlich:

Stomatitis, Pharyngitis, Heiserkeit, Schluckbeschwerden und vereinzelt schwarze Haarzunge. Selten:

Osophagusulcerationen Sehr selten:

Pseudomembranose Kolitis (siehe Abschnitt 4.4).

Leber und Bauchspeicheldruse

Bei Uberdosierungen besteht die Gefahr von Leberschaden oder einer Entzundung der Bauchspeicheldruse (Pankreatitis).

Wahrend der Schwangerschaft besteht eine erhohte Gefahr von Leberschaden.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Unter UV-Bestrahlung kann es zu phototoxischen Reaktionen der Haut (Rotung, Schwellung, Blasenbildung, bleibende Pigmentierung) kommen; auch mit Beteiligung der Nagel (Nagelverfarbung, Nagelablosung, siehe Abschnitt 4.4).

Sehr selten:

Hautausschlag, Hautjucken und Stevens-Johnson-Syndrom.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Sehr selten:

Myalgie und Arthralgie.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Tetracycline konnen Nierenschaden verursachen oder eine schon vorher bestehende Nierenfunktionseinschrankung verschlimmern.

Untersuchungen

Eine Behandlung mit Ambroxol comp. -ratiopharm® 75 mg/100 mg Retardkapseln kann durch einen antianabolen Effekt zur Erhohung des Reststickstoffes bei Patienten mit Uramie fuhren.

Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grober Wichtigkeit. Sie ermoglicht eine kontinuierliche Uberwachung des Nutzen-Risiko-Verhaltnisses des Arzneimittels. Angehorige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut fur Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzuzeigen.

4.9 Uberdosierung

Doxycyclin ist bei einmaliger oraler Aufnahme in mehrfachen therapeutischen Dosen nicht akut toxisch. Akute Doxycyclin-Intoxikationen sind bisher nicht beschrieben. Bei Uberdosierung besteht jedoch die Gefahr von parenchymatosen Leber- und Nierenschadigungen sowie einer Pankreatitis.

Schwerwiegende Intoxikationserscheinungen bei Uberdosierung von Ambroxol sind nicht bekannt. Es sind kurzzeitige Unruhe und Diarrhoe berichtet worden. In Analogie zu vorklinischen Untersuchungen konnten bei extremer Uberdosierung vermehrte Hypersalivation, Wurgereiz, Erbrechen und Blutdruckabfall auftreten.

Bei parenteraler Gabe von Ambroxol bis zu einer Dosierung von 15 mg/kg/Tag und bei oraler Gabe bis zu einer Dosierung von 25 mg/kg/Tag traten keine Intoxikationserscheinungen auf.

Therapie bei Uberdosierung

Ein spezifisches Antidot steht nicht zur Verfugung. Bei einer oralen Uberdosis sollten die noch nicht resorbierten Anteile des Doxycyclin durch Gabe von Antacida, Magnesium- oder Calcium-Salzen zu nicht resorbierbaren Chelatkomplexen gebunden werden. Auslosen von Erbrechen oder Magenspulung sind nicht angezeigt. Nach sofortigem Absetzen der Therapie sind unter Umstanden symptomatische Mabnahmen indiziert.

Die Serumspiegel von Doxycyclin und Ambroxolhydrochlorid konnen weder durch Hamo-noch durch Peritonealdialyse gesenkt werden.

5. PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften

Pharmakotherapeutische Gruppe: Doxycyclin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Tetracycline. Ambroxolhydrochlorid ist ein Antitussivum.

ATC-Code: R05GA01

Wirkungsweise

Doxycyclin

Der Wirkungsmechanismus von Doxycyclin beruht auf einer Hemmung der Proteinbiosynthese durch reversible Blockade der Bindungsstelle der Aminoacyl-t-RNS an der 30S-Untereinheit des Ribosoms, wodurch die Elongation der Peptidkette unterbrochen wird. Hieraus resultiert eine vorwiegend bakteriostatische Wirkung.

Ambroxolhydrochlorid

Ambroxol ist ein aktiver N-Desmethyl-Metabolit des Bromhexins. Obgleich sein Wirkungsmechanismus noch nicht vollstandig aufgeklart ist, wurden sekretolytische und sekretomotorische Effekte in verschiedenen Untersuchungen gefunden. Im Tierversuch steigert es den Anteil des serosen Bronchialsekretes. Durch die Verminderung der Viskositat und die Aktivierung des Flimmerepithels soll der Abtransport des Schleims gefordert werden. Daruber hinaus wurde eine Steigerung der Synthese und Sekretion von Surfactant („Surfactant-Aktivierung“) nach Ambroxol-Gabe berichtet, ferner wurden Hinweise fur eine Erhohung der Permeabilitat der GefaB-Bronchialschranke gefunden.

Doxycyclin

Beziehung zwischen Pharmakokinetik und Pharmakodynamik

Die Wirksamkeit von Doxycyclin hangt im Wesentlichen von dem Quotienten aus AUC (Area under the curve, Flache unterhalb der Konzentrations-Zeit-Kurve) und der minimalen Hemmkonzentration (MHK) des Erregers ab.

Resistenzmechanismen

Eine Resistenz gegenuber Doxycyclin kann auf folgenden Mechanismen beruhen:

-    Zumeist beruht die Resistenz auf dem Vorhandensein von Effluxpumpen, die Tetracycline aktiv aus der Zelle transportieren.

-    Als weiterer Mechanismus sind ribosomale Schutzproteine beschrieben, die eine Bindung von Doxycyclin an das Ribosom verhindern.

-    Ein selten vorkommender Mechanismus ist die enzymatische Inaktivierung von Doxycyclin.

Es besteht eine weitgehende Kreuzresistenz von Doxycyclin mit anderen Tetracyclinen. Tetracyclin-intermediare/-resistente Stamme konnen empfindlich gegenuber Doxycyclin sein.

Grenzwerte

Die Testung von Doxycyclin erfolgt unter Benutzung der ublichen Verdunnungsreihe. Folgende minimale Hemmkonzentrationen fur sensible und resistente Keime wurden festgelegt:

EUCAST (European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing) Grenzwerte

Erreger

Sensibel

Resistent

Staphylococcus spp.

< 1 mg/l

> 2 mg/l

Streptococcus spp. (Gruppen A, B, C, G)

< 1 mg/l

> 2 mg/l

Streptococcus pneumoniae

< 1 mg/l

> 2 mg/l

Haemophilus influenzae

< 1 mg/l

> 2 mg/l

Moraxella catarrhalis

< 1 mg/l

> 2 mg/l

Pravalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland

Die Pravalenz der erworbenen Resistenz einzelner Spezies kann ortlich und im Verlauf der Zeit variieren. Deshalb sind - insbesondere fur die adaquate Behandlung schwerer Infektionen -lokale Informationen uber die Resistenzsituation erforderlich. Falls auf Grund der lokalen Resistenzsituation die Wirksamkeit von Doxycyclin in Frage gestellt ist, sollte eine Therapieberatung durch Experten angestrebt werden. Insbesondere bei schwerwiegenden Infektionen oder bei Therapieversagen ist eine mikrobiologische Diagnose mit dem Nachweis des Erregers und dessen Empfindlichkeit gegenuber Doxycyclin anzustreben.

Pravalenz der erworbenen Resistenz in Deutschland auf der Basis von Daten der letzten 5 Jahre aus nationalen Resistenzuberwachungsprojekten und -studien (Stand: Dezember 2013):

Ublicherweise empfindliche Spezies Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Actinomyces israelii0 Listeria monocytogenesO1

Staphylococcus aureus (inkl. Methicillin-resistenter Stamme)

Tropheryma whippeliiO

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Bartonella henselaeO Borrelia burgdorferi Burkholderia mallei Burkholderia pseudomallei Brucella sppO Francisella tularensisO Haemophilus ducreyi Haemophilus influenzae Moraxella catarrhalis Pasteurella multocidaO Vibrio choleraeO Vibrio parahaemolyticusO Yersinia enterocoliticaO Yersinia pestisO Anaerobe Mikroorganismen Propionibacterium acnesO Andere Mikroorganismen Chlamydia trachomatisO Chlamydophila pneumoniaeO Chlamydophila psittaci

Leptospira spp.°

Mycoplasma hominis°

Mycoplasma pneumoniae °

Rickettsia spp.°

Treponema pallidum°A Ureaplasma urealyticum°

Spezies, bei denen erworbene Resistenzen ein Problem bei der Anwendung darstellen konnen

Aerobe Gram-positive Mikroorganismen

Staphylococcus epidermidis Staphylococcus haemolyticus Staphylococcus hominis Streptococcus agalactiae+

Streptococcus pneumoniae2 1 3

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Campylobacter jejuni

Von Natur aus resistente Spezies

Aerobe Gram-negative Mikroorganismen

Morganella morganii

Proteus spp.

therapeutischen Bedingungen wird normalerweise am 1. Behandlungstag eine Dosis von 200 mg verabreicht und an den folgenden Tagen (im 24-stundigen Abstand) Einzeldosen von jeweils 100 mg. Dadurch werden Steady-state-Konzentrationen schnell erreicht. Beim 200 mg/100-mg-Schema sind diese etwa so hoch wie nach Verabreichung einer 200-mg-Einzeldosis.

Ahnlich hohe Konzentrationen erhalt man nach einer einmaligen intravenosen Infusion einer 200-mg-Dosis.

Verteilung

Die Verteilung erfolgt rasch im gesamten Organismus, wobei die Penetration in das ZNS, auch durch die entzundeten Meningen, relativ gering ist. Eine hohe Gallenkonzentration und gute Gewebediffusion werden insbesondere in der Leber, den Nieren, der Lunge, der Milz, den Knochen und den Genitalorganen erreicht. Das scheinbare Verteilungsvolumen des Doxycyclins betragt etwa 0,75 l/kg.

Biotransformation

Doxycyclin wird im menschlichen Organismus nur zu einem geringen Anteil (< 10 % einer Dosis) metabolisiert.

Elimination

Die Plasmahalbwertszeit betragt beim gesunden Menschen ca. 16 ± 6 Stunden; sie kann bei eingeschrankter Nierenfunktion gering, bei Lebererkrankungen starker verlangert sein. Die Proteinbindung von Doxycyclin betragt 80-90 %.

Die Exkretion erfolgt im Wesentlichen in Form der mikrobiologisch aktiven Substanz uber Darm (durch transintestinale Sekretion und uber die Galle) und Nieren. Innerhalb von 24 Stunden werden im Urin ca. 41 % (Bereich: 22-60 %) einer Doxycyclin-Dosis wiedergefunden. Auf Grund der pharmakokinetischen Besonderheiten ist die Halbwertszeit des Doxycyclins bei Patienten mit stark eingeschrankter Nierenfunktion nicht bedeutsam verlangert.

Ambroxol

Absorption

Ambroxol wird beim Menschen nach oraler Gabe rasch und nahezu vollstandig resorbiert. tmax nach oraler Gabe betragt 1-3 Stunden. Die absolute Bioverfugbarkeit von Ambroxol ist bei oraler Gabe durch einen First-pass-Metabolismus um ca. A vermindert. Es entstehen dabei nierengangige Metaboliten (z. B. Dibromanthranilsaure, Glukuronide). Die Bindung an Plasmaproteine betragt ca. 85 % (80-90 %).

Verteilung

Ambroxol ist liquor- und plazentagangig und tritt in die Muttermilch uber.

Biotransformation/El iminati on

Die terminale Halbwertszeit im Plasma liegt bei 7-12 Stunden. Die Plasmahalbwertszeit der Summe aus Ambroxol und seiner Metaboliten betragt ca. 22 Stunden.

Die Ausscheidung erfolgt zu 90 % renal in Form der in der Leber gebildeten Metaboliten. Weniger als 10 % der renalen Ausscheidung ist dem unveranderten Ambroxol zuzuordnen.

Aufgrund der hohen Proteinbindung und des hohen Verteilungsvolumens sowie der langsamen Ruckverteilung aus dem Gewebe ins Blut ist keine wesentliche Elimination von Ambroxol durch Dialyse oder forcierte Diurese zu erwarten.

Bei schweren Lebererkrankungen wird die Clearance von Ambroxol um 20-40 % verringert.

Bei schwerer Nierenfunktionsstorung ist die Eliminationshalbwertszeit fur die Metaboliten von Ambroxol verlangert.

5.3 Praklinische Daten zur Sicherheit

a)    Akute Toxizitat

Doxycyclin

Untersuchungen zur akuten Toxizitat von Doxycyclin haben keine besondere Empfindlichkeit ergeben (siehe Abschnitt 4.9).

Ambroxol

Untersuchungen zur akuten Toxizitat am Tier haben keine besondere Empfindlichkeit ergeben (siehe Abschnitt 4.9).

b)    Chronische Toxizitat

Doxycyclin

Untersuchungen zur chronischen Toxizitat von Doxycyclin an verschiedenen Tierspezies (Affe, Ratte, Hund, Hamster) mit einer Dauer bis zu 1 Jahr zeigten keine signifikanten pathologischen Veranderungen. In den Untersuchungsgruppen mit sehr hohen Dosierungen traten Storungen im Gastrointestinaltrakt auf.

Ambroxol

Untersuchungen zur chronischen Toxizitat von Ambroxol an 2 Tierspezies zeigten keine substanzbedingten Veranderungen.

c)    Mutagenes und tumorerzeugendes Potenzial

Doxycyclin

Aus einer 18-Monats-Rattenstudie ergaben sich keine Hinweise auf ein tumorerzeugendes Potenzial von Doxycyclin. Doxycyclin wurde nicht angemessen bezuglich mutagener Wirkungen untersucht. Bisher durchgefuhrte In-vivo- und In-vitro-Tests verliefen negativ.

Ambroxol

Langzeituntersuchungen am Tier ergaben keine Hinweise auf ein tumorerzeugendes Potenzial von Ambroxol.

Ambroxol wurde keiner ausfuhrlichen Mutagenitatsprufung unterzogen; bisherige Untersuchungen verliefen negativ.

d)    Reproduktionstoxizitat

Doxycyclin

Teratologische Untersuchungen fur Doxycyclin wurden an verschiedenen Tierspezies (Ratte, Maus, Affe, Kaninchen) durchgefuhrt. Es zeigten sich keine kongenitalen Missbildungen. Bei Feten vom 4. Monat an kann es durch Einlagerungen von Doxycyclin zu Zahnverfarbungen, Zahnschmelzdefekten und einer Verzogerung des Knochenwachstums kommen.

Ambroxol

Embryotoxizitatsuntersuchungen an Ratte und Kaninchen haben bis zu einer Dosis von 3 g/kg bzw. 200 mg/kg keine Hinweise auf ein teratogenes Potenzial ergeben. Die peri- und postnatale Entwicklung von Ratten war erst oberhalb einer Dosis von 500 mg/kg beeintrachtigt. Fertilitatsstorungen wurden bei Ratten bis zu einer Dosis von 1,5 g/kg nicht beobachtet.

Ambroxol uberwindet die Plazentaschranke und geht in die Muttermilch (Tier) uber. Mit der Anwendung beim Menschen wahrend Schwangerschaft und Stillzeit liegen bisher keine Erfahrungen vor.

e)    Phototoxizitat

Doxycyclin

(siehe Abschnitte 4.3 und 4.8).

6.    PHARMAZEUTISCHE ANGABEN

6.1    Liste der sonstigen Bestandteile

Sucrose, Maisstarke, Talkum, Povidon, Methacrylsaure-Methylmethacrylat-Copolymer (1 : 1) (Ph.Eur.), Schellack, Gelatine, Eisen(III)-oxid (E 172), Titandioxid (E 171), Indigocarmin (E 132)

6.2    Inkompatibilitaten

Nicht zutreffend

6.3    Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre

6.4    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Aufbewahrung

Fur dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

6.5    Art und Inhalt des Behaltnisses

Packung mit 10 Hartkapseln, retardiert Packung mit 20 Hartkapseln, retardiert

6.6    Besondere VorsichtsmaBnahmen fur die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung

Keine besonderen Anforderungen.

7.    INHABER DER ZULASSUNG

ratiopharm GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

8.    ZULASSUNGSNUMMER

23621.00.00

9.    DATUM DER ERTEILUNG DER ZULASSUNG/VERLANGERUNG DER ZULASSUNG

Datum der Erteilung der Zulassung: 14. Mai 1991 Datum der Verlangerung der Zulassung: 03. Dezember 2004

10.    STAND DER INFORMATION

April 2014

11. VERKAUFSABGRENZUNG

Verschreibungspflichtig

13

1

   Doxycyclin ist nur zur Therapie okuloglandularer oder kutaner Listeriosen bei Penicillinallergie geeignet.

2

Pseudomonas aeruginosa

Die angegebenen Kategorisierungen basieren z. T. auf Daten zu Tetracyclin.

° Bei Veroffentlichung der Tabellen lagen keine aktuellen Daten vor. In der Primarliteratur, Standardwerken und Therapieempfehlungen wird von einer Empfindlichkeit ausgegangen.

+ In mindestens einer Region liegt die Resistenzrate bei uber 50 %.

A Nur bei Penicillinallergie.

3

   Doxycyclin ist nicht Mittel der Wahl zur Therapie der Pneumokokken-Pneumonie und systemischer Pneumokokken-Infektionen.

Doxycyclin ist nicht Mittel der Wahl bei Infektionen durch Escherichia coli und andere Enterobacteriaceae-Spezies.

5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Doxycyclin

Absorption

Nach oraler Applikation wird Doxycyclin aus dem oberen Teil des Dunndarms fast vollstandig resorbiert (> 90 % einer Dosis).

Bereits nach 30 Minuten werden relevante Konzentrationen und nach 1-2 Stunden die Spitzenkonzentrationen im Plasma erreicht. Nach Einnahme einer Einzeldosis von 200 mg wurden Spitzenkonzentrationen in einem Bereich von 3-5,3 mg/l ermittelt. Unter

Ambroxol comp.-ratiopharm 75 mg/100 mg Retardkapseln